Nr. 33. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Boft bezogen biertelfährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Cberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 9. Februar Gießener 12. Jahrgang. 1903. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Grundlage des Staates. Man schreibt uns: Reichskanzler Graf Bülow hat in der Sitzung des Landwirtschaftsrates vom letzten Donnerstag die Landwirtschaft als die Grundlage des Staates bezeichnet. Mit diesem Ausspruch, richtig gedeutet, kann man vollständig einverstanden sein, auch wenn man einem anderen Berufe angehört; nur muß man sich vor der falschen Auffassung hüten, als solle damit die Landwirtschaft als Grundlage unserer Nationalwirtschaft überhaupt erklärt werden. Das ist naturgemäß nicht der Fall. Alle Stände sind notwendig, sonst wären sie nicht ba. Denn was jich nicht als ein unentbehrliches Element des volkswirtschaftlichen Daseins entwickelt hat, kann sich auch nicht behaupten. Es wird also niemand sagen kön nen, daß unter den heutigen volkswirtschaftlichen Verhältnissen ein reiner Agrarstaat denkbar wäre. Schifffahrtslinien und Eisenbahnen erstrecken sich überall hin und verbinden die entferntesten Gegenden, ermöglichen auch einen Austausch der Güter und der Erzeugnisse. Wer sich völlig absondern wollte, würde bald, weil mit dem erlöschenden Verkehr auch die geistigen Impals: verschwinden würden, dem Verfall der Kultur entgegen gehen. Ein geistreicher Nationalökonom äußerte einmal, bie Landwirtschaft liefert uns die Soldaten, die Indastrie liefert uns die Mittel, sie zu erhalten, und in ähnlichem Sinne sagte der Staatssekretär Graf Posadowsky im Vorjahre in der Zolltariskommission: wir wünschen weder einen reinen Industries, noch einen reinen Agrarstaat. Aber gerade darin wird vielfach hüben und drüben gefehlt, daß ein jeder Stand seine Interessen sür die allein berechtigten hält und daß die Induſtrie den Eindruck hat, es werde für die Landwirtschaft, und sie Landwirtschaft, es werde für die Industrie zu viel gean. Das Wort des Reichskanzlers ist entschieden in joziologischen Sinne gemeint. Die Landwirtschaft ist injofern die Grundlage des Staates, als sie die Menschheit mn Ort und Stelle fesselt und durch die Bodenständigkeit alle Vorzüge und Mängel der Seßhaftigkeit bedingt. Di: Vorzüge aber überwiegen bei weitem. Vermöge ihrer Seßhaftigkeit und Bodenständigkeit ist die Landwirtschaft der eigentliche Träger der nationalen Tradition und Besinnung, während die den Einwirkungen des intensiven Verkehrs weit mehr ausgesetzte Industriebevölkerung auch leichter dem fremden Wesen und fremder Anschauung sich zuneigt. Sodann ist die Landwirtschaft als Rekrutierungsgebiet für alle Berufe die Grundlage des Staates. Der Aufenthalt im Freien und die Arbeit in der Natur stählt Körper und Geist, während die Tätigkeit in der Industrie und in den Schreib- oder Gelehrtenstuben die physischen Kräfte aufzehrt. Anthropologische Statistiken haben ergeben, daß in der Regel die vierte S'eneration einer städtischen Familie dem Niedergange verfallen ist und daß die Landwirtschaft den ewigen Jungborn für den Nachwuchs der Gesellschaft darstellt. Wir möchten wünschen, daß auch der zu seiner Jahresversammlung zusammentretende Bund der Landwirte die Aeußerung des Kanzlers in richtiger Weise deuten würde. Dann würde die Mißstimmung, die zwischen beiden Stänen herrscht, nach der neuen Jahresversammlung viel eicht völlig schwinden. 258. Sigung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Ein sozialpolitischer Wunschzettel. Verstärkung des Arbeiterschußes, Beschränkung der Frauen und Kinderarbeit, Einführung des ZehnstundenMaximalarbeitstages, das war das Menu, das dem Reichstage bei der zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern vorgesetzt wurde. Eine Reihe Resolutionen, die diese Gegenstände behandelten, lagen vor, außerdem auch eine, die die Rechtsfähigkeit für die Berufsvereine forderte. Es gab zunächst eine sozialpolitische Debatte allgemeineren Charakters, die der Abg. Trimborn vom Zentrum einleitete. Er verteidigte namentlich die Notwendigkeit eines freiheitlicheren Vereins- und Versammtungsrechts. Nach ihm nahm Abg. Roesicke Dessau, der in der sozialpolitischen Bewegung besonders hervor getretene Generaldirektor der großen Schultheißbrauerei, das Wort. Er glaubte in der Aeußerung des Kanzlers, daß nach Emanzipation des dritten Standes nunmehr die Emanzipation des vierten Standes vor sich gehen solle und daß die Gleichberechtigung der Arbeiter das nächste zu erstrebende Ziel sei, das Geständnis erblicken zu dürfen, daß die Arbeiter heute nicht einmal auf gesetzlichem Gebiete gleichberechtigt seien. Das müsse anders werden. Der Redner beschwerte sich u. a. darüber, daß den Arbeitern das Streitpostenstehen erschwert oder unmöglich gemacht würde, während die Unternehmer sich durch schwarze Listen sehr leicht verständigen könnten. Ein Verband von Unternehmern sei sogar so weit gegangen, Arbeiter, die sich mißlicbig gemacht, ganz von den Betrieben seiner Mitglieder auszuschließen, so daß die Arbeiter sich außerbalb Deutschlands Arbeit suchen müßten! Und meitar! Die Arbeiter würden nicht zu Schöffen und Geschworenen genommen. Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Arbeiter von Klassenjustiz sprechen. Die Bedeutung ber Arbeiterversicherung soll nicht verkannt werden. Der Auffassung des Kaisers, jeder Arbeiter müsse durch die Bersicherung in seiner Gristenz sicher gestellt werden, werde aber durch die Tatsachen noch nicht entsprochen. Was den Arbeitern gegeben werde, komme den Arbeitgebern wieder zu gute. Anter dem Staatssekretär sei Bedeutendes und Nüpliches geleistet; hoffentlich werde die neue Aera Bülow recht lange dauern und große Erfolge zeitigen. Abg. Wurm( Soz.) erörterte die Frage der Verkürzung der Arbeitszeit; er führte aus, daß der zehnstündige Arbeitstag schon jest durchführbar sei. Er beklagte sich über Mißstände bei der Gewerbeinspektion in Baden. Ein Regierungskommissar wies die Unrichtigkeit dieser Angriffe nach), dann vertagte sich das Haus, dessen schwache Besetzung während der Reden bewies, daß es diese sozialpolitischen Debatten nicht sonderlich interessant fand. Die Politik. Die Venezuelafrage vor dem Haager Schiedsgericht? Die Differenzen der Blockademächte mit Bowen haben mun in der Tat dahin geführt, daß das Schiedsrichteramt dem Präsidenten Roosevelt angetragen wurde. Roos:- velt hat aber den Schiedsspruch abgelehnt, da er ihm nicht auch von Castro angetragen worden sei. Wie aus Washing ton verlautet, soll die Frage jezt dem Haager Schiedsgericht unterbreitet werden. Die Blockade soll aufgehoben werden, sobald das bezügliche Protokoll unterzeichnet ist. Immerhin ist es nicht unmöglich, daß man doch noch mit Bowen weiter verhandelt, da England eine Verstimmung in Amerika, wie sie aus Bowens Ablehnung als Vermittler sich ergeben würde, vermeiden möchte. Buren und Briten. Es wäre grundfalsch, aus dem bisherigen Verhalten hervorragender Buren gegenüber Mr. Chamberlain den Schluß zu ziehen, daß die Buren mit Chamberlains Reden und Vorschlägen einverstanden wären. Sie fügen sich einstweilen in das Unvermeidliche, im Innern denken sie sich aber ihr Teil dabei. Mitunter bricht die wirkliche Gesinnung doch durch. So hatten dieser Tage in Bloemfontein De Wet und 40 andere Buren, welche der extremen Holländerpartei angehören, eine zweistündige Besprechung mit Chamberlain, in weicher es zu erregten Vorgängen kam. De Wet beschuldigte die britische Regierung, die Friedensbestimmungen von Vereeniging verlegt zu haben. Shamberlain lehnte die ihm angebotene Adresse ab und nachte den ihm diese überbringenden Delegierten sehr jeftige Vorwürfe, weil sie den guten Glauben der englischen Regierung und seinen eigenen guten Glauben angegriffen jätten. Den guten Glauben" der Engländer ihrerseits jutgläubig aufzunehmen, haben nun allerdings die Buren eine rechte Veranlassung. Kurze volitische Nachrichten. * Fürst Nikolaus von Mingrelien, russischer Generalmajor a. D., ist in Petersburg an Herzlähmung Jestorben. Der Fürst war seinerzeit als Kandidat für ben bulgarischen Thron vielfach genannt worden. Er war noch selbst souveräner Herrscher über Mingrelien, entsagte aber 1866 zugunsten Rußlands. * Infolge der Erkrankung eines der Geschworenen ist die weitere gerichtliche Verhandlung in dem Prozeß gegen Rubin auf Dienstag vertagt worden. * Tie Frage des Verkaufs der dänischen Antillen an Nordamerika soll wieder aufgenommen werden. Im dãnischen Landsthing, das bisher den Verkauf ablehnte, ist jegt eine Mehrheit für den Verkauf vorhanden. Der Ministerpräsident ist gegen den Verkauf, und die Frage wird vermutlich eine Ministerkrise hervorrufen. * Die Ratififation des britisch- amerikanischen Alaskapertrages, die noch vor wenigen Tagen als aussichtslos an gesehen wurde, dürfte nun doch in furzer Zeit erfolgen. Hus dem Raufche erwacht. - zur Umkehr der Prinzessin Luiſe. Aus sächsischen Kreisen wird uns geschrieben: Endlich also ist der Moment eingetreten, da die Kronprinzessin Luise den Schritt getan hat, den man als unvermeidlich längst vorausgesehen hatte: Die Prinzessin hat sich von Giron getrennt. Noch mehr: sie hat sich an den sächsischen Hof mit der Bitte gewandt, auf einige Stunden bei ihrem franken Kinde verweilen zu dürfen. Die Bitte ist vom König Georg nach Anhörung der Minister abgeschlagen worden. Auch in Salzburg darf sich die Heimatloſe, der auch die Fremde den Aufenthalt berweigert, vorläufig nicht mehr blicken lassen. Nur ihre Mutter wird der unglücklichen Frau, die die Mutterliebe zu ihrem kranken Kinde endlich den Schritt tun ließ, den man längst von ihr forderte, zeigen, daß sie noch nicht ganz verlassen ist: Ihre Mutter an einem Grenzorte zu sehen, soll der Prinzessin gestattet sein, und später wird sich ihr vielleicht auch in der Heimat ein Plätzchen öffnen, wo sie ihr verfehltes Dasein beschließen kann. Nicht einem plöslichen Entschluß ist die Trennung der Prinzessin von Giron zu danken. Echon seit einigen Wochen war die früher frohgemute Stimmung der Prinzessin in ihr Gegenteil umgeschlagen; aus ihren Bricsen sprach Niedergeschlagenheit und Reue, und als sie Mentone noch an Girons Seite verließ, weinte jie bitterlich. Nicht allein die Gefahr, in der ihr Kind schwebte, nicht allein der Wunsch, ihm in den Stunden der Gefahr nahe zu sein, auch die Erkenntnis, daß der Mann, dem zuliebe sie Krone und Weibesehre, Gatten und Kinder im Stiche ließ, ein Unwürdiger war, hat die Prinzessin zur späten, und wie sich jetzt herausstellt, zu späten Einkehr gebracht. Wäre die Trennung von Giron vor dem 28. Januar, dem Tage der Verhandlung des Scheidungsprozesses in Dresden, erfolgt, so hätte sich, nach der Versicherung eingeweihter Kreise, ein Arcangement treffen lassen, das der Prinzessin ermöglichte, ihre Kinder zu sehen. Die einzelnen Phasen des jetzt eingetretenen Um schwunges in den Verhältnissen der Prinzessin zu Giron ergeben sich aus der nachstehenden Aneinanderreihung ber in der Angelegenheit bisher ergangenen halb und ganz amtlichen Meldungen: Zunächst teilten die Rechtsanwälte der Stronprinzessin ber Presse folgendes mit: Giron hat am 6. Februar abends Genf mit den Bariser Schnellzug verlassen, um sich zu seiner Familie nach Brüssel zu begeben. Er hat alle Beziehungen zur Kronprinzessin aufgegeben, um ihr die Wiederaufnahm: bes Verkehrs mit ihren Kindern zu ermöglichen." Ein zweites Telegramm der Anwälte der Prinzessin stellt fest, daß sie es gewesen ist, die die Beziehungen zu Giron abgebrochen hat; es enthält zugleich die Bitte an den Kronprinzen, der Mutter seiner Kinder zu gestatten, am Bette ihres tranfen Sohnes zu erscheinen. Justizrat Dr. Körner, der Anwalt des Kronprinzen, legte dies Bittgesuch den Ministern vor. König Georg hatte eine längere Konferenz mit den Staatsministern v. Metzsch und Leydewiß, aber so sehr man die Prinzessin bedauert, konnte man nur zu dem Entschlusse bommen, baß, obwohl nun die Trennung von Girm vor sich gegangen ist, ein Besuch in Dresden, wenn auch nur für wenige Stunden, nicht erlaubt werden könnte, eines teils mit Rücksicht auf die fronprinzlichen Kinder, andernteils auch mit Rücksicht auf die im Volfe herrschende Stimmung, die Vorkommnisse herbei ühren könnte, für bie niemand die Verantwortung übernehmen möchte. Justizrat Körners Antwort lautete deshalb kurz und bestimmt: ,, Seine Königliche Hoheit lehnt die Erfüllung der gestellten Bitte definitiv und unter allen Umständen ab." So steht denn die unglückliche Frau, deren Schuld zweifellos zu einem Teile auf eine geistige Störung zurückzuführen ist, heimatlos und verlassen da. Aus Mentone mußte sie trop großer Unpäßlichkeit abreisen, weil man ihr ohne Ausweispapiere den Aufenthalt dort nicht gestatten wollte. Ihr wurde mitgeteilt, daß ohne Heimatspapiere ihr Frankreich, Italien, die Schweiz sowie alle anderen Länder verschlossen sind. Eine von ihr beschlossene Auswanderung nach Amerika werde schon durch die Vorsichtsmaßregeln der sächsischen Regierung wegen des zu erwartenden Kindes ebenfalls vereitelt werden. Aus diesem Grunde hat die Kronprinzessin ihre Mutter flehentlich um Vermittelung gebeten. Legitimationspapiere erhält die Prinzessin nun freilich nicht, doch soll ihr, wenn sie die ihr vorgeschlagenen Bedingungen annimmt, der Aufenthalt in Desterreich gestattet werden, nur darf sie kein kaiserliches Schloß betreten. Wenigstens wird ihr in ihrer schweren Stunde die Mutter nah: sein. Auf eine Anfrage bei der Großherzogin von Tɔscana, erhielt die Prinzessin die Antwort, daß sie ihr Heim da finden soll, wo die Mutter ist, nur möge sie Der Vernunft Gehör schenken. Unter diesen Umständen ist es wahrscheinlich, daß die Trennung von Giron dauernd sein und daß die Prinzessin in Desterreich ihren Wohnsiz nehmen wird. Dann wird ihr auch der sächsische Hof den Trost nicht versagen, von Zeit zu Zeit ihre Kinder wiederzusehen. Aus Dresden wird offiziös gemeldet, daß zwar an eine Rückkehr der Kronprinzessin an den sächischen Hof unter keinen Umständen zu denken ist, daß aber bei der jegt wahrscheinlich gewordenen Aussöhnung Der Prinzessin mit ihrer Familie und ihrer dauernden Niederlassung in Desterreich vielleicht ein Wiedersehen mit den Kindern später einmal herbeigeführt wird. So wird denn die schwere Verfehlung der Kronprinzessin am Ende sich zwar schwer, aber doch nicht allzu hart rächen, und die unglückliche Frau wird in dem reuevollen Leben, das vor ihr liegt, doch auch die Freude nicht völlig entbehren, die einer Mutter beim Anblick ihrer Kinder beschieden ist. Die Milde, mit der ihr das beleidigte Haus Wettin entgegentomm tet ein versöhnenDes Moment in dieser an Häßlichte. so reichen' Affäre, Grämlich, wie immer, schritt ie, im Zimmer dann auf beit, aber wie gewöhnlich ohne ein Wort einem Echein von Befriedigung übersah sie die ganze Arfie Betra weit vorgeschritten in ihrer Berechnung, und mit Des Lobes. As nicht lange danach die debtissin eintrat, fand schließen Cache ab, wenn und der resultat auch mit der Angelegenheit ihre Lippen preßten sich fest und immer fester zusammen. nete indessen unverdrossen fort, als wäre ihr das Endstand endlich von einer Berfolgung vollständig gleichgiltig, mur schwerem Herzen. Petra rechBerlorengegangenen aufzufinden." grenzenloser Spannung jeder Bewegung des jungen Paafonst schickt man am Ende gar die Ortspolizei aus, den Ein paar weitgeöffnete, brennende Augen folgten in freimütig dargereichte Hand. Aber nun muß ich gehen, und Abgründe der Erde leben sie als Berggeister, Untergötter, zurüdgedrängt worden. haben Sier und sorgen für die Menschen, schaden und neden diefelben, eingelmännchen, bush in unioren pitaalte, häßliche Ge Kindergestalt, merk at ren Freunden, finnen fichter, helfen mit Rat und Tordienst li ic gigg in bat die wird man in ben gesund empfindenden Freifen der Nation bebauern, baß der schurkische Frech king, der die Schwäche der unglücklichen und ihrer Sinne richt mächtigen Frau auszubeuten wußte, der eigentliche Arheber ihrer Berfehlung als der einzige daraus hervorgehen soll, den teine Vergeltung und teine Bitternig betroffen. Der Siegeszug der Hmerikanerin. Als anläßlich der Benezuela- Angelegenheit bas Kriegsgeschrei der amerikanischen Chauvinisten und der gelben Bresse am größten wurde, hat einer der Klügsten Berater bes Präsidenten Roosevelt, der wenig geneigt war, wegen Venezuela einen abenteuerlichen Krieg zu beginnen, zu sinem jener Higköpfe, die um jeden Preis zum Kriege treiben möchten, gesagt: ,, Lassen Sie nur die ausländischen Diplomaten machen, alles wird schon gut werden, ihre Frauen arbeiten für uns." Dieser fluge Freund des Präsidenten hat lachend die Wahrheit gesagt. Durch ihre mit europäischen Diplomaten verheirateten Töchter lernen die Amerikaner die Stärke und die Schwäche der europäischen Mächte kennen und selbst jene Geheimnisse, die die Diplomaten sonst nur ihresgleichen anvertrauen. Die Zahl der europäischen Staatsmänner, die die Staatsgeschäfte ihres Landes leiten oder letien werden und Amerikanerinnen geheiratet haben, ist bedeutender, als man annimmt, und wird mit jedem Tage größer. Und wie groß auch immer ihr Patriotismus und ihre Klugheit sein möge, diese Männer werden sich doch immer mehr oder weniger von ihrer treuen Lebensgefährtin, die die Beugin selbst ihrer geheimsten Gedanken ist, leiten lassen. Die Amerikanerin vergißt niemals ihre Nationalität und ihre Heimat, wenn sie durch ihre Heirat auch Engländerin, Französin, Deutsche oder Italienerin geworden ist. Mit Stolz tritt sie immer und überall für ihr erstes Baterland ein. Man kann sogar sagen, daß erst die amerilanische Frau in den Vereinigten Staaten den Imperialismus ins Leben gerufen hat: sie begnügte sich nicht mit den von ihrem Gatten auf mehr oder minder geraden Begen verdienten Millionen, sie wollte, daß ihr Land ., eine Geschichte" habe, den Ruhm der Waffen kennen lerne und die alte Welt beherrsche, die sie gründlich verachtet, aber deren Vergangenheit und deren Traditionen sie so jehr beneidet. Sie will sich an den internationalen Kämpfen beteiligen, mögen sie nun friedlich sein oder nicht, und deshalb sucht sie durch die Heirat Zutritt zu den diplomatischen Stellungen, die bei den anderen Nationen in so hohem Ansehen stehen. Heutzutage ist in den Bereinigten Staaten der Botschaftertitel mindestens ebenobiel wert wie der Fürstentitel, und der geringste Gesandtschafts- Attaché gilt auf dem Heiratsmarkte mehr, als ein deutscher Baron von uraltem Adel. Der Freund des Präsidenten Roosevelt hatte also garnicht unrecht, als er mit jeinen weiblichen Landsleuten rechnete. Charakteristisch ist es schon, daß die drei angesehensten Diplomaten in Washington Amerikanerinnen zu Frauen haben. Frau Michel Herbert, die Gattin des englischen Botschafters in den Vereinigten Staaten, ist Amerikanerin, Frau von Sternburg, die Gattin des deutschen Geschäfts. trägers ist Amerikanerin; Frau Jusserand, die Gattin des französischen Botschafters, ist von amerikanischen perkunft! Minister Frhr. v. Hammerstein lehnt diese Forderung strikte ab und zeigt an der Hand von Beispielen, daß für jeden christlich denkenden Menschen das Bewußt[ ein etwas Beruhigendes haben müsse, daß in ernſten Theatern nur solche Stücke aufgeführt werden, in die wir unsere Frauen und Töchter hineinführen können, ohne Jelbst zu erröten. Und dann sehe man einmal, wie die Amerikaner durd ihre Töchter, Schwestern, Nichten u. s. w. ihren Einfluß in Europa auszudehnen suchen. In Frankreich ist Frai D'Estournelles de Constant, der heute noch Diplomat uni Abgeordneter ist, morgen aber schon Minister des Aeußerr jein kann, Amerikanerin. Aus Amerika stammt auch Frai Ribot, die Gattin des ehemaligen Ministers des Aeußern Frau Jousselin, die Gattin des Pariser Stadtrates, is gleichfalls Amerikanerin; Amerikanerin ist auch Frau Pate nôtre, die Gattin des französischen Botschafters; garnicht zu zählen sind die jungen französischen Diplomaten ,, der Zukunft", die von Amerikanerinnen geheiratet worden ind, ohne Zweifel um ihrer selbst willen, aber sicher ruch jener Zukunft" wegen, die diskontiert worden ist; Was England betrifft, so ist Frau Chamberlain, die Gattin Des berühmten Ministers der Kolonien, die Tochter des Amerikaners Edincott, der unter Cleveland Minister war; Die Vizekönigin von Indien, die jüngst bei dem Durbar n Delhi wie eine wirkliche Königin behandelt worden ist, ft eine Tochter des Getreidespekulanten Leiter von Chicago ind darf sich jeßt stolz Lady Curzon von Keddleston nen nen; Lady Churchill ist Amerikanerin; Frau Arthur Poget, eine intime Freundin der königlichen Familie, ist eine Tochter der Vereinigten Staaten. Graf von Moltke, von Der dänischen Gesandtschaft in Washington, hat eine Bonaparte Wyse geheiratet, die zwar französischen Ursprungs, aber doch Amerikanerin ist. Fürst Cantacuzene, von der cussischen Botschaft, ist mit einer Enkelin des Generals Brant verheiratet. Der dänische Minister von HegermannBindencron ist der glückliche Gatte einer reizenden Amerikaerin. Demnächst wird sich in Washington Fräulein Maria eithgow mit dem zweiten Sekretär der russischen Botschaft, gerrn Peter Rogeschtwensky, verheiraten. Die Liste der imerikanischen Millionärstöchter, die wie die Gräfin on Castellane in Frankreich oder in anderen Ländern jervorragende Stellungen in der Gesellschaft erlangt ha en, wäre zu lang. Alle diese Damen haben ein doppeltes Ziel im Auge: sie wollen ihren Gatten vorwärts bringen, im ihre eigene soziale Stellung zu erhöhen, vergessen iber dabei niemals, ihren ganzen Einfluß zum Ruhme Amerikas arbeiten zu lassen. 16. Sigung. Preussischer Landtag. Baus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Die Debatte vor- und nachher war von wenig Belang leber Mißstände hatten noch etliche Abgg. zu flagen; allein sie erhielten teine Antwort. Nur dem Abg. Hanssen( Däne) wurde auf seine erneute Beschwerde über die Ausweisung preußischer Staatsbürger aus Schleswig der Bescheid, daß die Regierung sich nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts richten müsse. Hier. auf wird dem Minister sein Gehalt bewilligt. Nachdem dann noch der freisinnige Antrag auf Aenderung des Wahlmodus und Abänderung der Wahlkreise abgelehnt wurde, vertagt sich das Haus. bon Nab und fern. )-( Ein gefährlicher ,, Armeelieferant". In Berlin wurde ein Hochstapler namens May Schiemangk verhaftet, der die unglaublichsten Schwindeleien verübt hat. Zulegt wollte er einen Berliner Hausbesizer mit der kleinigkeit von 180 000 Mart hineinlegen, um eine Geschäftsveise nach Amerika zu unternehmen zwecks Abschließung großer Waffenkontratte. S. ist der Sohn eines Wirtschaftsbesizers in Staupit und sein eigener Vater zählt zu den Betragenen. Er hat nie etwas rechtes gelernt, hat aber viel Talent für die Zeichenkunst bekundet, die er später nur zu schwindelhaften Zweden verwertete. Sc hat er viele sehr geschickt ausgeführte Zeichnungen von Heeres- Ausrüstungsgegenständen angefertigt, zu denen er angeblich die Patente besaß und über deren Verwertung er mit verschiedenen Staaten fortdauernd in Unterhandfung gestanden haben will. Außer diesen Plänen und Zeichnungen hatte er stets zweifellos auch von ihm selbst angefertigt Dokumente zur Hand, die seinen Verkehr mit Staatsmännern und Militärbehörden nachweisen soll. ten. Echiemangt, der als Gemeiner bei den Pionieren gedient hat, brachte es s. 3t. zuwege, als amerikanischer Offizier hoch zu Roß einer Parade auf dem Tempelhofer Felde beiwohnen zu dürfen. Die zensierte Zenfur. Der Minister des Innern muß um seinen Etat hari singen. Tags vorher Beschwerden und Beschwichtigungen über polizeiliche Mißgriffe, tags darauf Auseinander. jegungen über die Theater- Zenjur. Hat jene Frage auf ein allgemeines Interesse rechnen fönnen, fo interessiert die Zensur- Frage mir einen beschränkten Kreis Theaterfreunden und Theaterleitern. Abg. Barth( fr. Bgg.) bringt die Klagen der Theaterfreunde vor, die sich beschwert fühlen durch das Verbot eines Stückes von Paul Heyne und eines von Max Dreyer. Jerner werde der Borwärts" von der Polizei zu oft chikaniert. Redner plädiert für eine Radikalkur, mit der Theaterzenfur aufjuräumen und die Theaterdirektoren mehr als bisher unter die Verpflichtung ihrer eigenen Verantwortlichkeit ju Stellen. - ::: Ein Soldat ermordet. In Brandenburg a. H. wird seit Kaisers Geburtstag der Kanonier Emil Franz vom Feldartillerieregiment Nr. 3 vermißt. Er hatte an einer militärischen Feier teilgenommen und nach dieser ein junges Mädchen nach Hause begleitet. Seither hat ihn niemand gesehen. Am Morgen des nächsten Tages fand man in einer Blutlache das Seitengewehr des Verschwundenen mit zerrissenem Koppel. Man nimmt an, daß der Kanonier in eine Schlägerei verwickelt und getötet worden ist. Seinen Leichnam hätten dann die Täter über Seite geschafft. ) Eine geheimnisvolle Kindesmörderin. Bei eine Frau Berta Bodicka in dem ungarischen Orte Napaged] nahm vor längerer Zeit ein auffallend hübsches blasses Mädchen mit blondem Haar Dienst. Die Fremde nannte sich Anna Homola und Novak und gab Refetnic bei Brerau und Lundenburg als ihre Heimat an. Ganz plötz lich verschwand sie aus Napagedl und kurz darauf fand man dort unter der Marchbrücke ein neugeborenes er drosseltes Kind auf. Zweifellos ist die angebliche Magd die Mutter und Mörderin des Kindes. Auffällig ist, daß die Verschwundene, weiche, zarte, weiße Hände und kleine Füße hatte, wie sie sonst Mägde nicht zu haben pflegen. Bunte Chronit. Auf dem Kohlenwerke ,, Viktoria" in Lobstädt bei Leipzig wurden durch hereinbrechende Koh. lenmassen 3 Bergleute verschüttet; einer der Verunglückten fand den Tod, die beiden anderen wurden lebensgefähr. lich verletzt. ( Stadttheater). Morgen Dienstag gelangt zum Testen Male als volfstümliche Vorstellung Das große Licht" von Felix Philippi zur Aufführung. Der hohen Kosten wegen sind auch für diese Borstellung die Preise der Plätze um 10 Pfg. erhöht worden. Als Benefiz für Herrn Steinert wird am Freitag den 13. d. Mts. Wilhelm Tell" gegeben. Am Samstag, den 21. d. Mts. wird in der hiesigen Turnhalle eine große Theater Re doute"( rheinisches Karnevals fest) unter Mit wirtung von Mitgliedern des hiesigen Stadttheaters, welche u. A. ein Karnevals- Festspiel zur Aufführung bringen, ver anstaltet. - Daß eine Stadt von fast 150 000 Einwohnern keine einzige Droschke aufzuweisen hat, dürfte doch wohl zu den Seltenheiten gehören. Eine solche Stadt ist Barmen. Die einzige Droschke, die dort existierte und schön viel Stoff zu allerhand Bemerkungen gegeben hat, ist nun auch verschwunden. Der Besizer hat sich genötigt gesehen, den Droschkenbetrieb mangels ,, genügender Be schäftigung" einzustellen. In Berlin stürzte sich eine junge Frau Alma K., die wegen Betruges festgenommen werden sollte, vor einen gerade daherkommenden Straßenbahnwagen und wurde schwerverleßt nach der Charité geschafft, wo sie ihren Verlegungen erlegen ist. Unter dem Verdachte des Kindesmordes wurde in Berlin die Näherin Pauline Kummerom festgenommen. Das Delikt liegt fast zehn Jahre zurück. ** Bad wäre geftern Etwa um 8 Teuchten. L Teile des N laffen der B bas sie zum angefammelte die Feuerwe das Feuer ge ** Frie 17. Februar die Geschäfte In tätsrat D Der gestrige Sonntag brachte uns mancherlei Vergnügen. Am Abend vorher fonnte man sich auf dem Maskenball des Turnvereins( bestens amüsiren. Das Gebotene war wirklich Novität und dabei das Ungezwungene an dem ganzen Abend. Wer seine Karnevalstimmung prolongiren wollte, hatte gestern Sonntag Abend im Cafe Leib beim Fechtverband Gießen Lahr reiche Gelegenheit. Auch hier war Humor und Wig Trumpf. Das Arrangement fann nur gut geheißen werden; fein Wunder wenn das Ende des Festes sich bis zum heutigen Morgen ausdehnte. - Ein 73 Jahre alter Mann hat in einer Wiener Vorstadt seine Ehefrau durch Messerstiche getötet und sich selbst schwer verleßt. Der Bluttat ging eine heftige Eifersuchtsizene voraus, indem die 72 Jahre alte Frau dem Manne Untreue mit einem jungen Mädchen vorwarf. -In einem Bergwerf bei Castuera( Spanien) erfolgb ein großer Wassereinbruch. Es steht fest, daß zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sind, doch ist die Zahl Der Berunglückten noch nicht bekannt. In Stein's Saalbau hatte sich der Sängerkranz niedergelassen. Dessen Darbietungen sind ja so bekannt, baß es erübrigt darüber zu berichten. Hier gilt immer das Wort: wo man singt, da laß dich ruhig nieder, Böse Menschen haben keine Lieder." Wer aber mehr Sinn für's Freie hatte, zog bei dem schönen Wetter hinaus. Heuchelheim, Klein- Linden, Lollar und Wieseck erfreuten sich eines starten Zuzugs. Wünschen wir, daß alle gutes Plus erzielt haben. = - Die balleur der Julius Wert eingetragen, Berhandlung nannte Rede in denen die hat die Beme Drudlegung treffenden Bo Theaterfritifer häuft gewefe ** Freitag morgen beehrte anläßlich seines Hierseins des Trompetertorps des 2. Rheinischen Husaren- Regiments Nr. 9 aus Straßburg, Herrn Lermmè, Direktor der Aftienbierbrauerei, welcher seine Dienstzeit in obigem Regiment ab solvierte, mit einem Ständchen. Fragliches Korps war bei der hiesigen Studentenschaft so beliebt, daß es am andern Tage nach dem Konzert in Steins Garten, in zwei hiesigen Wirtelokalen, wo Studenten verkehren, Frühschoppen- Ronzert geben mußten. Am Abend spielte das Trompetertorps in Wezlar, woselbst ihnen eine Anzahl Studenten folgten. Das Korps reifte von hier ab und fonzertierte Samstag am Abend in Heidelberg. Hoffentlich findet es bei der dortigen Studentenschaft denselben Anhang wie hier. £[ Das Heiratsalter der Pariserin] wird in einer jetzt veröffentlichten statistischen Studie genau bestimmt. Aus der statistischen Arbeit, die die Periode von 1890 bis 1900 berücksichtigt, ergibt sich, daß die meisten Pariserinnen sich im 21. Lebensjahre verheiraten. Von 121 525 Frauen, die sich während des angegebenen Zeitraumes in Paris verheiratet haben, waren 27 981 noch nicht 20 Jahre alt; zwischen 20 und 30 standen 61 370; zwischen 30 und 40 22 881; zwischen 40 und 50 7316; zwischen 50 und 60 2 299. Lokales. Gedenktafel für den 9. und 10. Februar. - 9. Februar. 1789. Gabelsberger*. 1801. Friede zu Luneville zwischen Frankreich und Franz II. Deutschland verliert das linke Rheinufer. 1834. Felix Dahn in Hamburg* 1901. Der Hygieniker Bettenkofer in München †. 10. Febrnar. 1519. Cortez' Abfahrt von Cuba mach Merits. 1755. Der französische Philosoph Montesquieu in Paris t. 1763. Friede zu Versailles( Canada wird englisch.) 1847. Der Physiker Edison in Milan ( Oh)* - ** Der Kanarienklub Gießen beabsichtigt eine Bucht station edler Kanarienvögel zu gründen, wozu nächsten Mittwoch eine Versammlung bei Birt Gräf, Leigesternweg, stattfinden. wird. = Feftungshaft, Fran ** lofer, fönner diesen Worte plöglich ein gehenden Da erfundigte fi begehrliche Meine Uhr einen Augen herankommen, großer Geifte wartete aud fchleunigft fei Einigung der deutschen Radler. Von Seiten der Allgemeinen Radfahrer- Union, D. T.-K., wird mit allen Mitteln eine Einigung der gesamten deutschen Nadler anzubahnen gesucht und diesbezügliche Zusammenfünfte der Delegierten der einzelnen Verbände haben schon stattgefunden. Vom 11.- 14. Juli d. J. wird in der süddeutschen Handelsmetropole Mannheim, am Zu sammenfluß des Rheines und Neckar, der 18. Kongreß der Allgemeinen Radfahrer- Union, D. T.-K., tagen, der sich besonders mit der Einigungsfrage befassen wird. **( Langfinger). Ein Wirt in der Steinstraße mietete dieser Tage, durch eine Vermietfrau, ein mit angeb lich besten Beugnissen versehenes Dienstmädchen. unter Bor legung Mt. 3 Mietsgebühren und Mt. 2 Mietsgeld für das betreffende Mädchen. Nach 1/2 tägiger Tätigkeit unter zog das neue Mädchen die Taschen der Kleider ihrer Herrin einer Revision und entwendete daraus 5 Mt., worauf sie verschwand. Anzeige gegen das getreue" Dienstmädchen ist erstattet. ―r Aus Hessen und nachbargebieten. Heuchelheim. Der letzte Freitag brachte etwas rege Abwechselung in das sonst so einförmige Alltagsleben. Galt es doch die angekündigte Holzauktion im Gemeinde wald zu besuchen. Das leichte Frostwetter machte es mög lich trockenen Fußes den Wald zu erreichen. Es hatten einige auch per Wagen, ja einer sogar zu Pferd sich nach dem Walde aufgemacht. Allein zu große Kaufluft tann man bei unserer einmaligen Holzversteigerung nicht an den Tag legen, denn wenn jeder Besucher später eine Holzfahrt unternehmen will, so darf niemand mehr als ein Gebot wagen, da bekanntlich adjährlich nicht viel Holz im hiesigen Wald gefällt werden kann. ** Für den Kreis Alsfeld. Für die Angehörigen der jenigen Gemeinden des Kreises, welche zu den Amtsgerichts bezirten Grünberg und Ulrichst ein gehören, sowie für Ermenrod findet ein Amtstag in Nieder Dhmen Mittwoch, den 11. Februar von vormittags 11 bis mittags 1 Uhr und für die Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks Homberg ein Amtstag in Homberg Freitag der Die 13. Februar, vormittags von 8-12 Uhr statt. Amtstage werden in Nieder- Ohmen auf dem Bureau der Bürgermeisterei daselbst und in Homberg im Rathause ab gehalten. Die fü Friedhof am Maurers, Schreiner sollen Samstag, öffentlich verg Plan, während der L Schreibstul gebote auf Bo nannten Tern Tagen. Gieße Giess Donnersta Orden Tages- Ordun Um zahlrei Jugendl. Te gesucht. Dienst Will Her Vor Raffenpref Obige Gese ** Lauterbach, 6. Februar. Die Webſchule begin Cigarren am 20 April ihren zweijährigen Kursus für aus de Volksschule entlassene junge Leute. Auch ist ein Kursu für Fabrikantensöhne und Interessenten eingerichtet Die Leitung hat Hauptlehrer fündel. ** Lauterbach, 6. Febr. Im Wahlkreis Lauterbac Alsfeld- Schotten soll Herr Wilhelm Finger dahier all nationalliberaler Kandidat zum Reichstag aufgestellt werden ** Aus dem Ohmthale. Ein sehr gesuchter Artike sind in diesem Winter die Pelztiere. Man zahlt dafür ganz ungewöhnlich hohe Breise. Galt sonst ein Fuchs balg 3 bis 4 Mart, so zahlt man jezt 6 Mt. dafür Ein Iltisfell gilt das Doppelte des früheren Preises, für ein Marderfell werden sogar bis zu 15 Mart bezahlt Einem Einwohner zu Ruppertenrod, der das Fangen der Pelztiere versteht, gelang es vorige Woche zwei Jitis zu fangen, mit Litor- Ausfa Lage Gießens p mieten. Offerte an die Gr Speiser befte ausgel bonum hat pr Peter Brand Circa 4 gutes bat zu verkaufen Johanne Groß langt zum Teter Das große Side er hohen Rofter Breise der Blaz i für Serti Mts. Wilhelm 1. b. Mts. wir Theater- Re ft) unter tit ttheaters, weld ung bringen, be ** Bad Nauheim. Der Reubau der kaiserl. ost wäre gestern Abend fast ein Raub der Flammen geworden Etwa um 8.30 Uhr sah man Feuer aus demselben auf leuchten. Wahrscheinlich hatten Arbeiter, die im hintersten Teile des Neubaues ihre Hütte aufgeschlagen, beim Verlaffen der Baustelle vergessen, das Feuer ganz zu löschen, bas sie zum Kochen angezündet hatten. Das in der Nähe angesammelte Holz muß dann Feuer gefangen haben. Bis die Feuerwehr antam, war der Holzborrat abgebrannt und das Feuer gelöscht. Friedberg. Herr Bürgermeister Stahl wird am 17. Februar in seinen Dienst eingewiesen werden und sofort die Geschäfte übernehmen. ** In Altenstadt starb, 57 Jahre alt, Sanitätsrat Dr. Fr. Kullmann. herlei Vergnügen Mastenball be Gebotene wa Dungene an den mung prolongire Cafe Leib bein Belegenheit. Mud Das Arrangemen under wenn ba orgen ausdehnte Gängertran ja so befann et gilt immer ba g nieber, A tte, zog bei ben in- Linden, Lolla Juge. Binide feines Sierjein Sufaren- Regiment ireftor der Aftien gem Regiment ab $ Rorps war ß es am anden in zwei biefiga bichoppen- Rony Trompetertorps i Studenten folgten Bertierte Samita findet es bei be ig wie hier. tigt eine Bud wozu nächte af, Leigesterne Bon Seiten be ., wird mit aller deutschen Radler Busammenfünfte de haben schon J. wird in de heim, am Zu Der 18. Rongte L.-A., tagen, de befassen wird. der Steinftr u, ein mit angeb dchen, unter Bo 2 Mietsgeld für er Tätigkeit unter leider ihrer Herrin Mt., worauf fi Dienstmädchen i rgebieten. ag brachte etwa mige Alltagsleb ion im Gemeint er machte es mi ichen. Es hat zu Pferd fich ne oße Raufluft t rung nicht an b Däter eine Holzfa ehr als ein Ge el Holz im hiefig ie Angehörigen be den Amtsgerich gehören, fowie Rieder- Ohm go 11 bis mitta Amtsgerichtsbezi erg Freitag Uhr statt. f dem Bureau im Rathause Webschule begin rfus für aus uch ist ein Aur enten eingerid !! hlkreis Lauterba Finger dahier aufgestellt werd hr gefuchter Art Man zahlt da fonft ein Fat egt 6 Mt. ba Theren Preifes, 15 Mart bezal O, der das Fang e Woche zwei - Die Breslauer Kaiserrede hat dem politischen Rebatteur der Frankfurter Neuesten Nachrichten Julius Wertheimer eine Anflage wegen Majestätsbeleidigung eingetragen, die gestern vor der hiesigen Strafkammer zur Berhandlung fam. An das Wolff- Telegramm über die genannte Rede waren einige kritisirende Bemerkungen gefnüpft, in denen die Beleidigung gefunden wurde. Der Angeklagte hat die Bemerkungen nicht selbst verfaßt und auch vor der Drudlegung nicht genau durchgelesen, da er an dem betreffenden Vormittag einen politischen Leitartikel und zwei Theaterkritiken habe schreiben müssen, also mit Arbeit überhäuft gewesen sei. Das Urteil lautete auf 2 Monate Festungshaft, die geringste zulässige Strafe. ** Frankfurt a M. 5. Febr." Ich bin ein Arbeitsloser, fönnen Sie mir feine Stellung verschaffen?" Mit diesen Worten pflanzte sich im Schwanheimer Walde urplöglich ein baumlanger Rerl vor einer dort spazierengehenden Dame auf. Als seine Frage verneint wurde, erfundigte sich der Abgewiesene nach der Zeit, nicht ohne begehrliche Blicke auf die galbene Uhrfette zu machen. ,, Meine Uhr ist zufällig nicht aufgezogen. Warten Sie einen Augenblick, bis mein Mann und mein Schwager herankommen, die etwas zurückgeblieben sind", meinte mit großer Geiftesgegenwart die Dame. Der Arbeitslose aber wartete auch nicht eine Sekunde, sondern schlug sich schleunigst seitwärts in die Büsche. Verdingung. Die für die Einrichtung von Leichenzellen auf dem alten Friedhof am Nahrungsberg erforderlichen Maurer, Terrazzo-, Zimmer-, Spengler, Schreiner, Schlosser, Glaser- und Weißsollen binderarbeiten Samstag, den 14 Februar, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. 3 Blan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Bimmer Nr. Schreibstube zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Bordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Buschlagsfrist 14 Tagen. Gießen, den 6. Februar 1903. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Gerbel. - -r Marburg, 6. Febr. In der heute Abend abge-| an und verurteilt den Angeklagten nur zu 3 Mt. Ordnungshaltenen Stadtverordneten- Sigung wurde die Magiftrats- ftrafe sowie in einen Teil der Kosten. Der Dachdecker Vorlage betreffs Errichtung einer Pferdebahn ge- Martin R. und der Soldat Wilhelm R.- beide Brüder nehmigt.- Ueber ein Sittlichkeitsverbrechen höchst dreifter Art wurde in heutiger Straffammerfizung verhandelt. In einem Dorfe des Kreises Biedenkopf war ein junger Bursche des Nachts in das Schlafzimmer einer Ehefrau geschlichen, deren Mann im Wirtshaus saß, und hatte ihr in der Dunkelheit vorgetäuscht, er sei ihr Mann. Als er sich wieder entfernt hatte und der wirkliche Ehemann nach Hause tam, wurde die Frau gewahr, daß ein Fremder sich ihr genähert hatte. Der Angeklagte wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. ** Bingen, 6. Febr. Eine hier abgehaltene Vertrauensmännerversammlung der Sentrumspartei beschloß die Aufstellung eines eignen Kandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl im Wahlkreis Bingen- Alzey. Früher hat das Bentrum immer von vornherein die Freifinnige Voltspartei unterstüßt. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengericht. Gießen, 6. Febr. 1903. Aus der Untersuchungshaft wird vorgeführt der Schlossergehilfe Isaak R. aus Galizien und neben ihm nimmt der Handelsmann Leopold L. von Frankfurt a. M. Plaz. Beide find angeklagt wegen Betrügereien und bezw. Beihilfe hierzu. Das Schöffengericht stellt fest, daß bei Landau wiederHolter Rückfall vorliegt, spricht deshalb seine Unzuständigkeit aus und verweist die Sache vor die Straffammer. Gegen 2. wird Haftbefehl erlassen und beide Angeklagte wandern in Untersuchungshaft. Hierauf werden zwei Bettler vorgeführt, sie sind geständig und erhalten 3 Tage bezw. 3 Wochen Haft. Der Knecht Jakob F. zu Gießen hatte Ein ſpruch gegen einen Strafbefehl erhoben, in welchem er der Tierquälerei beschuldigt wird. Urteil 15 Mt. Geldstrafe Der Wirt Johs. S. hatte die gerichtliche Entscheidung gegen einen Verwaltungsstrafbescheid angerufen, weil er darin der hinterziehung von Schaumweinsteuer beschuldigt worden Das Gericht nimmt feine beabsichtigte Sinterziehung war. Gefellenprüfung. Mäbchen, das früher dem Soldaten zugetan war, hat sich haben sich wegen Körperverlegung zu verantworten. Ein einen anderen Schatz angeschafft. Das war wohl die Ursache der bösen Tat. Der Dachdecker erhält 2 Wochen Gefängnis, der Soldat fommt mit einer Geldstrafe von 30 Mr. davon. Die Straffache gegen den Wirt Hans P. zu Gießen, wegen Uebertretung der Gewerbeordnung wird vertagt. Den Schluß bildet eine Privatflage wegen Beleidigung. Holzversteigerungen = - Oberförsterei Homberg. Freitag den 13. Februar, vormittags 9 Uhr aus den Distriften Schönberg, Buchwald, Kippen und Gebrannter Wald der Forstwartei Gontershausen: Stämme: 15 Eichen( meist Bauholz 68,30 Fftm., 17 Kiefern( Bauholz)= 7,15 Fftm., 15 Buchen( Schnittholz) 9,37 Fstm.; Derbftangen: 9,31 Fichten 86,11 Fftm. Zusammenfunft im Distrift Gebrannter Wald an der Rizenlochwiese bei Höingen. Unterseibertenrod. Donnerstag den 12. d. Mts. werden aus der Privatwaldung des Johs Horst III. Erben zu Unterseibertenrod am sog. Heilgenstrut nachstehende Holzsortimente versteigert werden, als: 1. 75 Fichtenstämme von 16-25 Ctm. Durchmesser und 11 Mtr. Länge; 2. 1160 Fichtenderbstangen, zu Sparren und Leiterbäumen geeignet; 3. 72 Rm. Schichtreiser, sehr gut; 4. 6 Rm. Fichten- Prügel. Anfang und Busammenkunft vormittags 91 Uhr auf der Abtriebsfläche. Oberförsterei Schiffenberg. Die Holzversteigerung ift genehmigt. Die Abfuhrscheine fönnen vom 12. d. d. Mts. an bei den zuständigen Hebestellen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Freitag den 13. b. M. morgens 8 Uhr. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Rebaftion verantwortlich: Albin Klein, Gieken. Nutbolz- Versteigerung. Freitag, den 13. Februar, Vormittags 10 1hr fommt im hiefigen alten Schulsaale folgendes im Gemeindewald, Distr. Grebeborn, Windhain, Eibertshain, Grubenholz zur Versteigerung: Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden in den Weidefeld und Eschenburg geschlagenes Bau- und Monaten März und April statt. An derselben können alle jungen Handwerker aus den Orten: Gießen, Heuchelheim, Wiesed, AltenBuseck, Großen- Bused, Benern, Hausen, Burkbardsfelden, Watzenborn- Steinberg, Leihgestern, anggöns, Großen Linden, Trohe, Rödgen, AuneLehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet iſt, rod, Garbenteich, Klein- Linden teilnehmen, deren und für welche fein Innungs- Prüfungsausschuß besteht. 820 Nadelholzstämme 263,52 27 Eichenstämme 11,41 Fitm. 5 Buchenftämme 4,01 Fftm. 196 Rm Nuhholz 2 Mtr. lang. 846 St. Fichtenaugen 1-5 61. Wissenbach, 7. Februar 1903. Der Bürgermeister Weimer. Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 1. März a. c. an den unterzeichneten hiesiger Stadt Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mt. und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten einGiessener Lesehalle- Verein. ufenben. Donnerstag, den 19. Februar, abends 8 Uhr. Ordentliche Mitglieder- Versammlung im Café Ebel. Tages- Ordnung: 1 Geschäftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Jugendl. Taglöhnerinnen Schreibgewandter Junge gesucht. Wiesenstr. 1. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. A. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daßer später empfindliche Nach feile im Gefolge hat. Gießen, den 20. Januar 1903. Bekanntmachung. stm. In der Zeit vom 1. bis 7. Februar 1903 wurden in gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 schwarzer Damenhut, 1 Baar Herrenhandschuhe, verloren: 1 Armband, 1 Schlittschuh und ein Stück einer Boa; 1 goldene Damenuhr, 1 goldn. Kettenring und 1 Weinzipfel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Cießen, den 7. Februar 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Der Vorstand. Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbe- Der von vereins zu Gießen: Traber, Vorsitzender findet auf einem Bureau sofort Stellung. Wo, sagt die Expedition d. Blattes. Giessen, Steins Garten. Dienstag, den 10. Februar und Mittwoch, den 11. Februar 1908. Nur zwei humoristische Abende Wilh. Eyle's altrenommierter Leipziger Quartett und Konzert- Sänger. Herren Eyle, Schmidt, Minkwitz, Römer, Delitzsch, Steiner, Rosetty. Direktion: Eyle- Schmidt. Gesellschaft gegründet 1863. Vollständig nenes hochinteressantes Familienprogramm. Feinste und leistungsfähigste Gesellschaft Deutschlands!! Vorverkauf: á 75 Pfg. in der Musikalienhandlung von Challier, Neuenweg Kaffenpreis: á 1 Mr. Anfang 8 Uhr. Obige Gesellschaft konzertierte zuletzt am 11. u. 12. November v. J. In Giessen in Steins Garten mit grossem Erfolge. 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Einem arbeitsreichen Leben ist damit vorzeitig ein Ziel gesezt worden. Ein uner müdlich Schaffender war er bis zum letzten Atemzug und sein Schaffen wachvon hohem Erfolg begleitet. In Praxis und Theorie der Pädagogik hat er gleich Bedeutendes geleistet. In seiner Doppelstellung als Gymnasialdirektor und Hochschullehrer in Gießen hat er Tausende von Knaben und Jünglingen dem Lichte des Wissens in seiner anregenden, stets die Seibstthätigkeit der Schüler erweckenden Art zugeführt. Wie mancher seiner Schüler gedenkt nicht dankbar dessen, was ihm vor allem in dem vorzüglichen Geschichtsunterricht des Meisters ins Leben mitgegeben wurde? Durch seine pedagogischen Werke hat er ein moderner Mensch im besten Sinne des Worts an der Lösung der alle Welt augenblicklich beschäft genden Problems, unser historisch überkommenes Schulwesens den Anforderungen der Gegenwart entsprechend weiter- und umzugestalten, höchst erfolgreich mitgearbeitet. In der richtigen Erkenntnis, daß eine Schulreform beim Lehrer beginnen müsse, hat er schon vor 25 Jahren in Gestalt der pädagogischen Seminare für die Ausbildung der Lehrer an höheren Schulen Einrichtungen geschaffen, die seitdem weit über Hessens Grenzen hinaus vorbildlich geworden sind. Um diese seine Organi sation kennen zu lernen, war sein Gymnasium über zwei Jahrzehnte ein Sammelpunkt von Schulmännern aus Nah und Fern. Daneben hat er noch Zeit und Kraft gefunden, im Dienste der historischen Wissenschaft thätig zu sein. Zwei großze. Werke sind die Frucht dieser Arbeit: die„ Geschichte der römischen Kaiserzeit" und eine erst jüngst vollendete„ Weltgeschichte". Es scheint den Unterzeichneten teils Fachgenossen, Verehrer und Freunde, teils Schüler- eine einfache Pflicht der Dankbarkeit, das Andenken dieses Mannes auch durch ein äußeres Zeichen zu ehren und zwar an der Stätte, der 23 Jahre lang ein Hauptteil seiner Lebensarbeit gegolten hat, im Gymnasium zu Gießen, das durch ihn in die Reihe der angesehendsten Lehranstalten Deutschlands emporgehoben wurde. Geplant ist, in der Aula des Gymnasiums eine Gedächtnistafel mit dem Bildnis Schillers anzubringen. Wir fordern daher seine Schüler, die dem treuen Lehrer ihre Dankbarkeit bezeugen möchten, seine Kollegen an der Hochschule sowohl wie an den Mittelschulen, seine Freunde und Verehrer, endlich alle diejenigen, die seine Leistungen würdigen, auf, zu diesem Zwecke beizusteuern. Ammon, Karl, Leutnant im Telegraphen- Bataillon 2, fommandiert z. Dienstleistung b. d. Inspektion d. Tel. Truppen Berlin. Ammon, Otto, Schriftsteller, Karlsruhe. Appelqirft, Dr. Oberlehrer, Helsingfors. Baiser, Oberlehrer, Darmstadt. Bauert, Lehrer f. deutsche u. englische Sprache u. Litteratur am Curso superior de Lettres, Lissabon. Baumeister, Dr. Ministerialrat z. D., München. Beckert, Leutnant im 4. Heff. Inf.- Reg. Nr. 118, Worms. Beckmann, Dr. Prof., Universität Leipzig. Behaghel, Otto, Dr. Geh. Hofrat, Prof. Univ. Gießen. Behaahel, W., Dr. Geh. Hofrat, Gymnasialdirektor, Wertheim( Baden). Bergqirst, Dr. Gymnasialdirektor, Kristianstad ( Schweden). Blake, Dr. Gymnasialdirektor, Mainz. Boftroem, Dr. Geh. Medizinalrat, Prof. Univ. Gießen. Brauns, Dr. Prof. Dekan der philos. Fakultät, Univ. Gießen. Bugge, D. Pastor, Christiania. Burt, Gerichtsaccesist, Gießen. Cauer, N. Bildhauer, Kreuznach. Clemm, Dr. Prof., Gymnasium Gießen. Collard, Dr. Prof. der Pädagogif, Univ. Louvain. Curichmann, Karl, Magistratsassessor, Gießen. Curschmann, Frik, Dr. Volontärarzt an der Univ. Frauenklinik Tübingen. Curtman, Dr. Chemiker, Gießen. David, Dr. Landtagsabgeordneter, Mainz. Degen, Schriftsteller und Redakteur, Leipzig, z. 3. Heidelberg. Dettweiler. Dr. Prof., Oberschulrat a. D., Leipzig. Diedmann, Prof. Worms. Dieterich, Dr. Prof., Univ. Gießen. Dorfeld, Dr. Realschuldirektor, Oppenheim a. Rh. Dornseiff, Landgerichtsrat, Gießen. Eidmann, Dr. Privatdozent Gießen. Fresenins, Dr. Gerichtsassessor, Darmstadt. Fries, D., Dr. Direktor der Franceschen Stiftungen, Professor, Geh. Regierungsrat, Halle a. S. Junk, Professor, Vorstand der höheren Bürgerschule, Gernsbach( Baden). Gebhard, Amtsgerichtsrat, Gießen. Gennes, Heinrich, Kreisamtmann, Offenbach a. M. Genues, Otto. Regierungsaffessor, Darmstadt. Gerstenecker, Gymn.- Rektor, Regensburg, Mitglied des obersten Schulrats. Geyer, Oberlehrer, Alzey. v. Grolman, Dr. med., Wiesbaden. Groos, Dr. Professor, Univ. Gießen. Hartmann, Gymnasiallehrer, Gymnasium Gießen. Haupt, Dr. Prof., Oberbibliothekar, Gießen. Hepding, Assistent an der Univ.- Bibliothek Gießen. Heß, Carl, Dr. dirigierender Arzt, Falkenstein i. T. Beiträge bittet man möglichst umgehend an den dur ch Postkarte quittieren. FORE | Heß, Arnold, Dr. Chemiker, Höchst a. M. Heß, August, Regierungsassessor, Friedberg i. W. v. Hehnitz, Legationsattaché, Wien. Hiemann, Vorfizender des Leipziger Lehrer- Vereins, Leipzig. v. Hippel, Robert, Dr. Prof., Univ. Göttingen. v. Sippel, Engen, Dr. Prof., Univ. Heidelberg. Hoffmann, Dr. Professor, Gent. Hofmann, Pfarrer, Baltimore U. S. A. Höhlbaum, Dr. Professor, Universität Gießen. v. Hopfen, Hans, Dr. Schriftsteller, Gr. Lichterfelde. Hopfen, Frik August, Dr. Oberleutnant im 2. Rhein. Husarenregiment Nr. 9, Straßburg i. Elsaß. Hornemann, Prof am Lyceum Hannover. Hüter, Prof. Gymnasium Gießen. Jäger, Lic. theol., Oberlehrer, Friedberg i. H. Jayme de Frehtos Moniz, Professor, Staatsrat u. früher Minister, Lissabon. Inc, Dr. Professor, Darmstadt. Jordel, Gerichtsassessor, Lauterbach. Kattenbusch, Dr. Geh. Kirchenra, Prof, Univ. Gießen. Keller, cand. med., Gießen. Kjederqirst, Dr. Dozent, Universität Lund( Schweden). Klein, Lehramtsassessor, Nidda. Knauß, Lehramtsassessor, Worms. Koch, G. W., Zahnarzt, Gießen. Kornemann, Dr. Professor, Universität Tübingen. Stöser, Dr. phil., Mainz." Kraft, Lehramtsassessor, Büdingen. Kretschmar, Dr. Prof., Univ. Leipzig. Krüger, Dr. Prof., derzeit. Reftor, Univ. Gießen. Kutsch, Prof., Gymnasium Gießen. Linkenheld, Dr. med., Assistent am pathologischen In stitut, Univ. Gießen. Löhlein, Kurt, Regierungsassessor, Lich bei Gießen. Löhlein, May. Dr. Assistent am pathologischen Institut, Univ. Leipzig. Löhlein, Walter, cand. med., Gießen. Loos, Dr. Landesschulinspektor, Linz. Lov, Lederfabrikant, Gießen. Lucins, Dr. Prof., Kreisschulinspektor, Gießen. Marg, cand. med., Gießen. Mathaei, Dr. Prof., Universität Kiel. Maurer, Dr. Prof., Neues Gymnasium, Darmstadt. Messer, Dr. Oberlehrer, Gymnasium und Privatdozent, Universität Gießen. Meh, Justizrat, Gießen. Met Dr. Gerichtsassessor, Büdingen. Meherfeld, Dr., Berlin. Meyers, Dr. Oberlehrer, Handelsschule Luxemburg. Mueller, Dr. med., Specialarzt, Wiesbaden. Münch, Dr. Geh. Regierungsrat, Prof., Univ. Berlin. Raumann, Dr. Geh. Hofrat, Prof., Univ. Gießen. Nemnich, Verlagsbuchhändler, Wiesbaden. Noack, Dr. Prof., Gymnasium Gießen. Onden, Dr. Geh. Hofrat Professor, llniv. Gießen. Pasch, Dr. Geh. Hofrat, Professor, Universität Gießen. von Perthes, Eye. Generalleutnant 3. D., Berlin. Philippi, Dr. Geh. Hofrat, Professor z. Zt. Dresden. Pichler, Dr. Professor, Stuttgart. Piezker, Professor, Nordhausen. Ploch, Karl, Dr. med., Gießen. Ploch, Friz, cand. med., Gießen. Reisland, Richard, Verlagsbuchhändler, Leipzig. Reitz, Oberlehrer, Friedberg. Reuther u. Reichard, Verlagsbuchhandlung, Berlin. Roese, Dr. Gymnasialoberlehrer i. P., Gießen. Rosenberg, Rechtsanwalt, Gießen. Rosenqirst, Oberlehrer, Rektor des schwedischen Normallycemus, Helsingfors. bon Sallwürk, Dr. Geh. Hofrat, Karlsruhe. Schaumberger, Lehramtsassessor, Neu- Isenburg. Scherer, Stadtschulinspektor, Worms. Schirmer, Fabrikant, Gießen. Schlamp, Dr. Oberlehrer, Neues Gymnasium, DarmstadtSchmidt, Friedrich, Dr. Oberlehrer, Ludwig- Georgs Gym nasium, Darmstadt. Schmitt, Dr. Oberlehrer, Gymnasium, Gießen. Schulteß, Dr. Professor, Direktor d. Gelehrtenschule d. Johanneums, Hamburg. Schwan, Dr. Kraisassistenzarzt, Darmstadt. Schwarzschild, Oberlehrer, Offenbach) a. M. Siebeck, Dr. Geh. Hofrat, Professer, Univ. Gießen. Spohr, Dr. Nechtsanwalt, Gießen. Sprindhorn, Dr. Gymnasialdirektor, Lund( Schweden) Stempel, Dr. Spezialarzt für Nervenleiden, Wiesbaden. Sticker, Dr. Profeffor, Univ. Gießen. Stock, Dr. Chemiker, Höchst a. M. Streng, Dr. Chefarzt d. inneren Abteilung am Bürger hospital, Frankfurt a. M. Swrakoff, Konstantin, Dr., Varna( Bulgarien). Thaer, Dr. Oberrealschuldirektor, Hamburg. Thieme, Dr. Professor, Posen. Todt, Oberlehrer, Darmstadt. Töpelmann, Besißer der Ricker'schen Gießen. Verlagsbuchhandlung, Voltelt, Dr. Professor, Universität Leipzig. Bolk, Dr. Bibliothekar an der Großherzogl. Hofbibliothek Darmstadt. Weber, Johannes, Dr. Marienwerder( Westpreußen) Wedlein, Dr. Neftor, Oberstudienrat, München. Wehner, Dr. Gerichtsaccessist, Gießen. Wernice, Dr. Professor an d. Technischen Hochschule u Direktor der Oberrealschule, Braunschweig. Wiener, Dr. Professor, Univ. Leipzig. Wimmenauer, Lehramtsaccessist, Gymnasium Gießen. Ziehen, Dr. Professor, Universität Utrecht. Zinßer, Dr. Kreisassistenzarzt, Offenbach a. M. Zinßer, cand. med., Gießen. Zörb, Oberlehrer, Neu- Isenburg. mitunterzeichneten Herrn Rechtsanwalt Rosenberg, Gießen, Alicestraße Nr. 5 einsenden zu wollen. Derselbe wird Alle Geber werden zur Einweihung der Gedenktafel eingeladen. Nähmaschinen. Nur beste Fabrikate. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jetzt auch Maccaroni ital., Mainzer Aktienbier Bruchmaccaroni, Eiernudeln, Opel, Phönix, Seidel u. 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