und wenn ich nun eine olche feftem Blid ins Auge. jolche Zweiflerin wäre, die erſt Beweise haben will, ehe fie glaubt?" Sie hatte sich ihm plötzlich zugewandt und sah ihm mit batte einen Blas verlaffen, gewinden geschmückte Tür, Trinfen aufzufordern. den Farben der Hochstätten zu genügen und auch die Gäste an den anderen Tafeln zum Da traten vier Trompeter in mittelalterlicher Tracht mit die zu der erleuchteten Balle unter die mit grünen Laubum seiner Aufgabe als Birt Tr.: 287. Abonenteprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50- fs., a's dius gebracht 60 fg., bur bie Poft bejogen titertel. fährlich Mr. 1.50. Bratiilellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) berliche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Jarian, sowie Sie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Dla Blatt erscheint an allen Mertingen na mitags. Montag, den 7. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jafertiseprei Die einfaltige Petitzelle far Gießen wir gang Oberheffen, bie Kreise Wetlar und Marburg 10 Pfs. foft 15 Pfg.; Reflemen bie Betttzelle 30 resp. 40 fg. Bofzeitungsliste No. 3900. Robaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 98. Bernisrechaushish Rs. 308. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sichener Beitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Hus dem Reichstag. ( Von unserem Parlaments- Berichterstatter.) Mun ist auch das Ergebnis der Schriftführer. ahlen im Reichstage ermittelt worden. Bekanntlic ufte bei der Weitläuftigkeit des Wahlakts die Verkündung ares Grgebnisses auf die nächste, am Mittwoch stattfindend teistag sitzung vertagt werden. Auf Grund privater Mit ilulungen des interimistischen Reichstagsbureaus können je och schon jetzt die Namen der neuen Schriftführer genannt peren. Es sind gewählt aus den Reihen der Konservativer er bg. Simburg, von der deutschen Reichspartei Pauli Darbarrim), der Nationalliberale Rimpau( neu), vom Berutrum Krebs und Freiherr v. Thümfeld( neu), von der reirimigen Volkspartei Dr. Hartmann und von den Polen Grofv. Brudzewo- Mieczynski( neu). Die von sozialdemo fraicher Seite aufgestellten Kandidaten Fischer( Berlin) und Schapel anden keine Mehrheit. Die Sozialdemokraten sind dana weder im Präsidium noch im Bureau des Reichstage per reten. Auch die Freisinnige Vereinigung und die anderen Tein raftionen sind dort nicht vertreten. Der Seniorenfonvent des Reichstags hat den Beginn eu Weihnachtsferien auf den 18. Dezember fest jes Bis dahin soll nur die Vorlage über das Handelsrozwijorium mit England in drei Lesungen erledigt, außer enu nur noch die erste Beratung des Reichshaushaltsetats in Zen bindung mit der ersten Lesung der Reichsfinanzreform orgenommen werden. Anträge und Interpellationen sollen on Weihnachten nicht zur Verhandlung gestellt werden. Die iser eingegangenen Initiativanträge werden dagegen leg in den ersten Wochen nach den Ferien zur Beratung onment. Bekanntlich gelten alle in den ersten 10 Tagen tac Gröffnung des Reichstags aus den Hause eingebrachten Inativoanträge und Interpellationen als gleichzeitig ein gebracht; über die Reihenfolge ihrer Behandlung hat sich derz Präsident mit dem Hause zu verständigen. Aus der großen Zahl der bisher schon eingebrachten Initiativanträge und Interpellationen teilen wir die wichtigten mit: Das Zentrum hat eine ganze Reihe sozialpclitischer Anträge in petto, davon sind zu nennen: Ein Antrag betr. Herabminderung der Maximalarbeitszeit der Arbeiterinnen auf 10 Stunden; ein Antrag betr. Herabfetung der Marimalarbeitszeit für verheiratete Frauen auf 9unden; ein Antrag betreffend: a) Beschränkung des Reales der Lehrlingsausbildung nur auf solche, welche die Writer prüfung abgelegt haben; b) Einführung des Befätungsnachweises für Bauhandwerker; ein Antrag betr. Sintig der Forderungen der Bauhandwerker; ein Antrcmog betr. Regelung des Bauarbeiterschußes; ein Antrag auf grore Vereinheitlichung und möglichste Beschränkung der 2 Menahanebestimmungen von der Sonntagsruhe der kaufmdürmischen Angestellten; ein Antrag betr. Regelung der Verrtältmisse der Angestellten der Rechtsanwälte, Notare und Gentsvollzieher und der Beamten der Krankenkassen, und Schlich ein Antrag auf Verbesserung des Gesetzes gegen dem unllauteren Wettbewerb, Regelung des Ausverkaufswens, Abzahlungsgeschäfte und Verbot der Führung von Wannhäusern durch Beamte und Offiziere. Ferner hat Das Zemtrum, wie schon mitgeteilt, seine Anträge auf Aufhebug des Jesuitengesetzes und bezüglich des Reichsgesetzes berend die Freiheit der Religionsübung wieder eingembouchtt. fpreche, bat ihn, sich die Sache ursachen könnte. welches zu bewahren mir vielleicht Unannehmlichkeiten berauch nicht gern in ein Geheimnis eingeweiht werden möchte, anderer Leute Angelegenheiten zu mischen, und andernteils Irgend jemand muß diese Last pon meinem nicht wijche, mich in da ich einesteils durchaus at zu überlegen, ehe er Seraer und Stiefel mie, u trod tel en meine Steiner ober, font Die Bilent mie e fia) mit ihren Zahlungen im Rückstand. Hypothek sind sehr hoch, und da die über ihre Angelegenheiten zu sprechen. und so nach und nach gewöhnte für Sie und die Kinder stets zur Schule iran Soch leben mußte helle Vielleicht mär blieb sie natürlich Jori den Mehrheitsparteien gemeinsam ist ein Antrag einbracht worden, der die Bereitstellung von Mitteln zur jofortigen Gewährung von Beihilfen an Soldaten und Unteroffiere aus dem Kriege 1870/71 oder aus den Kriegen deurcher Staaten vor 1870 betrifft, deren Erwerbsfähigkeit inige von Alter, Krankheit oder anderer Gebrechen dauernd avutiweniger als ein Drittel herabgesetzt ist. Die Nationalliberalen fordern, wie schon mitgetelt, freie Urlaubsreisen für die Mannschaften deen Armee und der Marine, die Freisinnigen weitere Maßregen gegen Soldatenmißhandlungen. Einen natt gerade kleinen Wunschzettel haben die Sozialdemokraten auget ellt. Erwähnt sei von ihren Anträgen einer, der das Restagswahlrecht allen über 20 Jahre alten Deutschen beiderlei Geschlechts verliehen wissen will, ferner ein Antrag bischaffung des Majestätsbeleidigungsparagraphen u.a.m. Auch aus dem Volke sind dem Reichstage bereits eine mah Petitionen zugegangen. Andere sind in VorbereiHung. Außer den schon erwähnten Petitionen wird z. B. vom beulichen Militäranwärterverband eine Reihe von Petitionen ar Bundesrat. Reichstag und Landtag vorbereitet, die eine Vermehrung der Zivilversorgungsstellen für Militäranwärter d eine möglichst hohe, wenn nicht ganz volle Anrechnung Militärdienstzeit auf das Zivildienstalter fordern. Die Politik. A Jm geraden Gegensaße zu den Versicherungen der 8eutichen amtlichen Presse erklären russische Blätter, daß die andelsvertragsverhandlungen zwischen Rußland und Catfohland seit dem Juli ds. s. faum vorgeschritten seien. Aussichten auf ein Zustandekommen des Handelsvertrage ein nicht größer als zur Zeit der Annahme des deutschen Bolltarifs im Reichstage, wo sie bekanntlich als ungünstig galten. Zweifelsohne handelt es sich bei dieser russischen Darstellung um einen der wohlfeilen Gehässigkeitsakte der russischen Presse gegen Deutschland. Um dem vielfach bestehenden Mangel an Lehrkräften für die Volksschulen abzuhelfen, wird in Preußen auch die Schaffung staatlicher Lehrerinnen- Seminare in Aussicht genommen. Mit mehreren Städten steht die Staatsregierung bereits in Unterhandlungen wegen Errichtung von Leh: rerinnen- Seminaren; so soll Schlesien eine evangelische, Posen eine katholische Lehrerinnen- Bildungsanstalt erhalten. Um zu verhüten, daß die Gymnasialschüler zur Ablegung ihrer Reiseprüfung erst mit 23 bis 25 Jahren be fähigt find, hat der preußische Kultusminister angeordnet, daß fortan für die aufzunehmenden Schüler folgende Altersgrenzen streng innezuhalten sind: Für die Serto 12 Jahre, für die Quinta 13 Jahre, für die Quarta 14 Jahre. Ergibt sich nach der Prüfung, daß der aufzunehmende Schüler diese Grenze überschritten hat, so soll die Aufnahme unter allen Umständen verweigert werden. + Gegen die sozialdemokratischen Wahlmänner, die bei der Landtagswahl für Ober- und Niederbarnim in der Kirche zu Bernau ein skandalöses Benehmen an den Tag legten, it jetzt eine Untersuchung eingeleitet worden. Nach Abschluß ser Untersuchung soll gegen die Beteiligten auf Grund § 166 des Strafgesetzbuchs Verübung beschimpfenden Unfugs in einer Kirche vorgegangen werden. Auf dieses Vergehen steht eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren. Der preußische Kultusminister hat angeordnet, daß sämtliche höheren Schulen Preußens auf ihre gesund heitlichen Einrichtungen untersucht werden. E: wäre dringend zu wünschen, daß diese Maßregel auch auf die Mittel- und Volksschulen ausgedehnt würde. Von dem vor furzem so viel erörterten Kanalkompromis zwischen der preußischen Regierung und den Mehrheits parteien war es in letzter Zeit wieder ganz still geworden Jezt wird etwas Neues über die Sache bekannt. Danad ist an den Behauptungen über das Kanalkompromiß" richtig daß die Strecke vom Rhein bis zur Weser zuerst in Angriff genommen und wegen der Wasserzuführung bis nach Bremen durchgeführt werden soll. Dies soll in einer in sich geschlossenen Vorlage gefordert werden, würde aber nur der erste und sofort in Angriff zu nehmende Tei des ganzen Mittellandkanals sein, den die Regierung auch heute noch nicht aufgibt. Die Verbindung mit der Elbe würde den zweiten, zugleich mit dieser ersten Forderung im Prinzip festzulegenden Teil der Vorlage ausmachen. Von Europens übertünchter Höflichkeit wollen die Kanadier auch heute noch nichts wissen. Zwischen Deutsch land und Kanada herrscht bekanntlich ein von den Kanadiern heraufbeschworener Zollfrieg. Während Deutschland dieser Krieg mit äußerster Reserve geführt hat, verschärft Kanade die Situation immer mehr. Jekt wird wieder aus Ottawc berichtet, die fanadische Regierung habe für die Erhebung de Zuschlagszolles auf deutsche Waren neue Beſtim mungen erlassen, die erheblich strenger sind, als alle bis herigen. Es wird 11. a. bestimmt, daß der Zuschlagszoll aud von allen Waren erhoben werden soll, von denen 50 Prozen des Verkaufswertes des Fertigfabrikats in Deutschland er zeugt wurden, wenn auch die Ware Deutschland als Halb fabrikat verlassen hat und in einem anderen Lande fertig gestellt wurde. Wahrscheinlich werden die Kanadier bald einsehen, daß allzu scharf schartig macht. Oefterreich- Ungarn. Stefan Tisza, der politische Herkules des Magyarenstaates, hat die Schlange der Obstruktion allem Anschein nach erwürgt. Der Kern der Obstruktion, die KossuthPartei, hat jich mit 45 gegen 28 Stimmen für Einstellung der Obstruktion entschieden. Von den Gegnern des Beschlusses dürften nur die wenigsten aus der Partei austreten; der größere Teil wird sich dem Beschluß unterwerfen. Es bleib danach nur noch die Ugronpartei und die klerikale Volks partei, die an der Obstruktion festhalten. Beide sind aber zu schwach, um wirklich ernsthaft obstruieren zu können. Spanien. Die Ministerkrise ist gelöst. Auf Villaverdes Rat hattı der König sich an Maura mit dem Ersuchen gewandt, ei möge das neue Kabinett bilden. Maura lehnte das ab und Villaverde fand sich schließlich bereit, die Kabinettsbil dung zu übernehmen. Jezt ist er damit gescheitert, und auf ein neuerliches Ersuchen des Königs hat Maura_sich bereit erklärt, das neue Kabinett zusammen zu trommeln. Das ist ihm denn auch gelungen, das neue Ministerium hat sich schnell gefunden, und König Alfons kann ohne Zaudern für seine Reise nach Lissabon, wo er am 7. Dezem ber erwartet wird, guten Muts Vorbereitungen treffen. Afien. Nach einer Meldung aus Söul wurde der Kriegsminister von Korea, Likito, hingerichtet. Die Ursache der Hinrichtung ist unbekannt. Afrika. Ein großes Viehsterben droht in Südafrika In der gegenwärtig in Bloemfontein abgebaltenen Veterinär Tonferenz sprach Professor Robert Koch die Ansicht aus, daß das Küstenfieber sich über ganz Afrika ausbreiten werde. Der Krankheit würden nach den bisherigen Erfahrungen gegen 90 Prozent des Viehs erliegen. Das einzige Schutzmittel sei Impfung, und auch diese würde einen großen Ver lust mit sich bringen. Amerika. Der amerikanische Marinesekretär Moody hat dem Kon greß der Vereinigten Staaten eine Vorlage unterbreitet, in welcher die Bildung eines Admiralstabes und die An legung einer Reihe von Befestigungen, unter anderem auf der Insel Guam, auf den Philippinen und auf den Midway- Inseln beantragt wird. Auch sollen alle Schiffe mil Apparaten für drahtlose Telegraphie ausgerüstet werden. Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, möchte die kolumbische Regierung ihn zudecken. Aus Washington wird gemeldet: Der kolumbische Unterhändler General Reyes erbot sich in einer Besprechung mit dem Staatssekretär Hay, jeden Kanalvertrag zu unterzeichnen, den die Vereinigten Staaten aufsetzen würden. wofern man Kolumbien gestattete. Truppen auf dem Isthmus zu landen. Die Besprechung blieb erfolglos. Die Amerikaner müßten, um ein Wort Miquels zu gebrauchen, die größten Esel sein, wenn sie auf solche kolumbischen Kinkerlizchen sich einlassen wollten. Gegen das neue, vom nordamerikanischen Kongreß unlängst genehmigte Anarchistengeset macht sich in den Vereinigten Staaten trotz der anarchistischen Streiche der letzten Zeit ein starke Bewegung geltend, die namentlich durch die Reihen der Demokraten geht. So hat eine Massenversammlung der demokratischen Partei in Newyork sich gegen die Abschiebung des englischen Anarchisten Turner, die von der Regierung auf den Anarchistenparagraphen des neuen Einwanderungsgesetzes hin verordnet worden war, erklärt. Die Bersammlung erklärte, die Verbannung von Anarchisten veritoße gegen die Prinzipien der persönlichen Freiheit. Die hierauf bezügliche Bestimmung des Anarchistengesetzes sei daher wieder aufzuheben. Es wurde eine Geldsammlung veranstaltet, um, Turner Gelegenheit zu geben, seine Ausmeisung sie ist die erste auf Grund des Anarchistengesebes im Rechtswege anzusechten. Selbstverständlich wird fein verständiger Mensch diese humanitätsduselige Prinzi pienreiterei billigen, zumal, wo es sich um ein Mitglied einer Verschwörerbande handelt, deren Treiben aller Huma nität ins Gesicht schlägt. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hört weiter täglich die laufenden Vorträge und erledigt alle Regierungsgeschäfte, wie vor seiner Operation. Zu der Krankheit des Monarchen nimmt jetzt auch das angesehenste medizinische Fachblatt Englands, das ..British Medical Journal", das Wort. Es ist in der Lage, mit der höchsten Befriedigung auf Grund unbedingt zuber. lässiger Quellen zu erklären, daß die ärztlichen Ratgeber Raiser Wilhelms die Heilung des fleinen, örtlichen Leidens, wegen dessen er jüngst operiert wurde, als ganz vollendei betrachten und keinerlei Besorgnis vor einer ungünstigen Ent wickelung hegen. ** Wie aus Rom gemeldet wird, wird der König vor Schweden im Anschluß an seinen Aufenthalt in Abbazzic im nächsten April dem König Viktor Emanuel einen Besud: abſtatten. Heer und flotte. Die Stärke unserer Kriegsmarine soll im Etatsjahr 1904 insgesamt 38 025 Mann betragen, und zwar 1901 Offiziere, 1652 Dectoffiziere, 7886 Unteroffiziere, 25 506 Gemeine und 1100 Schiffsjungen. Von den 1901 Offizieren sind 1309 Seeoffiziere, 223 Marineingenieure, 50 Offiziere der Marineinfanterie, 66 der Artillerieverwaltung, 39 des Torpedowesens und 17 des Minenwesens; hinzukommen dann 197 Marincärzte. Gegen das Vorjahr tritt eine Vermehrung von 2340 Mann ein und zwar 179 Offiziere, darunter 140 Seeoffiziere, 16 Marineingenieure, 4 der Marineinfanterie, 2 der Artillerieverwaltung, 5 des Torpedowesens, 1 des Minenwesens und 11 Sanitätsoffiziere, ferner 117 Deckoffiziere, 444 Unteroffiziere und 1600 Gemeine. Hierzu kommen noch 2286 Beamte der Marine, zu denen ja auch der Staatssekretär v. Tirpik gehört; bei den Beamten ist gegen das Vorjahr eine Vermehrung um 119 Köpfe eingetreten. Alles in allem wird die Marine 40 311 Köpfe zählen. Die Berlegung der Marineschule. Das Reichsmarineami hat, wie aus dem neuen Marineetat hervorgeht, die Verlegung der Marineschule von Kiel nach Mürwit an der Flensburger Föhrde beschlossen. Die Marineschule hat die Aufgabe, die Fähnriche zur See in Ergänzung der einjährigen Ausbildung auf den Seefadetten- Schulschiffen in wissenschaftlicher und berufstechnischer Beziehung für die Seeoffiziersprüfung vorzubereiten. Der Kursus dauert zwölf Monate. Die Marineschule wurde im November 1851 in Stettin gegründet, später nach Danzig, dann nach Berlin berlegt, und jett 1860 vesano je na) in stret. Im Jahre 1888 bezog die Schule das jeßige Afademiegebäude in Düsternbrook, wo sie sich noch heute befindet. Daß jetzt eine Verlegung nach Mürwik bei Flensburg erfolgen soll, überrascht allgemein, denn bisher hatte man geglaubt, dem zweifellos vorhandenen Platzmangel würde durch die Verlegung der Torpedoabteilung nach der Wyker Bucht abgeholfen werden. Es handelt sich um die Uebersiedelung von etiva 150 Fähnrichen zur See und ihrer Lehrer, einer Reihe jüngerer Seeoffiziere. Mit Wahrnehmung der Geschäfte des Direktors der Marineschule ist gegenwärtig Kapitän zur See Bachem beauftragt. Zur Unterbringung der Schule bedarf es in Mürwit, wo die Marine noch über ausreichenden Platz verfügt, der Errichtung von Wohn- und Unterrichtsräumen. In Kiel sieht man die Marineschule sehr ungern scheiden. Man bringt die Maßregel in Bürgerkreisen mit dem Fall Hüssener in ursächlichen Zusammenhang. Hofjagd in der Letzlinger Heide. Leßlingen, 5. Dezember. Durch die weite Leylinger Heide knallen die Schüsse, und so manch hauend Schwein und manch hochgeweihter Recke des Waldes muß sein Leben lassen und ziert des Abends die mit Tannenreis geschmückte mächtige Strecke. Der hohe Jagdherr selbst fehlt diesmal beim fröhlichen Wai verk, durch die Rücksicht auf seine Genesung verhindert. An seiner Stelle ist sein ältester Sohn erschienen, dem sein Onkel, Prinz Heinrich von Preußen, in der Leitung der Jagden zur Seite steht. Den Leslingern sant mit dem Eintreffen der hohen Herrschaften ein Stein vom Herzen. Hieß es doch noch bis zu guterlegt, daß die Jagd infolge der Erfrantung des Kaisers gar nicht stattfinden solle. Das wäre für das Dorf ein harter Schlag gewesen. Denn so eine Hofjagd bringt Geld unter die Leute. Auch die Ortsarmen erhalten ihr reichlich Teil und das Elisabethhaus wird von der Kaiserin reichlich mit Weihnachtsgeschenken bedacht. Ist doch Lezzlingen in den 60 Jahren, seit die Hofjagden dort stattfinden die erste wurde 1843 abgehalten, von den Hohenzollern mit ganz besonderer Liebe bedacht worden: Außer dem Elisabethhaus legen die Schloßkirche und die Schule davon Zeugnis ab. Zum Empfang der Gäste waren Schloß und Kavalierhaus festlich geschmückt. Eine froh bewegte Menge begrüßte beim bleichen Schein der Magnesiumfackeln den deutschen Thronfolger und seinen Onkel, die im leichten Jagdwagen vom Bahnhof Jäveniz her, von Gendarmen flantiert, im schlanken Trabe herankamen. Ihr Weg auf der 8 Kilometer langen Chaussee war durch Wachtfeuer zu beiden Seiten erhellt. Der Kronprinz, in Hofjagduniform, begrüßte im Empfangssaal seine Gäste und dann ging's in den beiden großen Speisesälen an ein waidlich Schmausen, um sich zu den Strapazen im grünen Forst zu stärken. Der Verkehr in Leylingen ist frei von aller lähmenden Etikette, und ganz so, wie es unter Jägersleuten auf der ganzen Welt gang und gäbe ist. Wie ausgelassen es bei Tafel oft hergeht, davon ist der beste Zeuge der„ Sabberbecher", den Friedrich Wilhelm III. anno 1803 stiftete und der in diesen Tagen somit zum hundertstenmal seine schelmische Bestimmung zu erfüllen hat. Der jüngste Jagdteilnehmer hat ihn auf das Wohl der Königin von Preußen zu leeren, ohne sich zu ,, bejabbern". Das ist aber nicht so einfach. Der silberne Becher, der in das mächtige Stangenende eines Hirschgeweihes eingelassen ist, liegt nämlich zwischen der Gabel des Geweihes und kann mit den Lippen nur erreicht werden, indem man das Gesicht zwischen die Gabel drängt. Einer hat den Becher aber auf Anhieb mit tiefem Schluck geleert, ohne zu„, bluten", das war der Junker Bismarck, dem Friedrich Wilhelm IV. den Becher reichte. Als der Trunt glücklich getan, stellte sich der Junker vor seinen König hin und meldete:„ Noch einen, Majestät!" Der König antwortete jedoch scherzhaft: Ne ne, Junter Bismarck, laß er man guf sein, es könnte ihn sonst nach der Fortsetzung gelüsten." Es wird gemuntelt, daß diesmal die Neulinge nicht so wacker abgeschnitten haben, wie weiland Junker Otto. Man will es aus dem Hallot und Gelächter schließen, das zu später Stunde aus den er bellten Fenstern des Bankettsaales tönte. Aus dem Gerichtsfaal. Der wegen Wahlfälschung verurteilte Dr. Herzfeld hat Revision eingelegt. Wie erinnerlich, wurde der sozialdemofratische Reichstagsabgeordnete Dr. Herzfeld von der Berliner Straffammer zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er erst bei der Hauptwahl in Rostock, und dann später bei einer Stichmahl in Berlin gewählt hatte. Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Es war hier eine, wie man so sagte,„ heimliche Ecke", denn das Feld trat gleich einer Bucht ziemlich weit in den Wald hinein. Dicht am Saume dieses umwaldeten Ackerlandes stand eine Mooshütte, deren Gerüste aus rohen Latten zusammengenagelt war. In ihrem Innern herrschte eine gewisse Behaglichkeit, denn die dicken Wände des Mooses hielten die kühle Luft sowohl als auch die Feuchtigkeit fern, dabei war der Boden hoch mit Moos, Laub und Stroh bedeckt. Dies war die Wildhütte, in welcher der Ttophel hauste. Die Gemeinde haute thn angestellt, das„ Wild zu hüten". So bezeichnete man wenigstens diese Art Gemeindeamt eigentlich nicht richtig, denn der jeweilige Wildhirt hütete ja nicht das Wild, sondern das Feld mit seinem Getreidesegen vor den austretenden Hirschen. Derartige Wildhütten gab es zur Zeit, als in den ausgedehnten Wäldern Oberheffens noch zahlreiche Hirsche vorhanden waren und das ist ja so sehr lange noch nicht her, da es heute noch in einzelnen Gegenden Oberhessens dieses Wild gibt allenthalben. Da die Hirsche, welche oft in Rudeln von zwanzig bis dreißig Stück vereinigt waren, den Landleuten manch mal auf einem Acker oder mehreren zugleich in einer Nacht die ganze Ernte vernichteten, so stellten die Gemeinden Wildhirten an, die sich im Felde und dicht an den Waldrändern Hütten errichteten, in denen sie.. der Sommerzeit, oder so lange als es im Feld etwas zu hüten gab, übernachteten. Sie waren mit Klappern § Ein häßlicher Fall von Sadismus tam vor der Berliner Strafkammer zur Aburteilung. Der Zigarrenfabrikant Otto Eßlinger aus Mannheim erhielt einen Monat Gefängnis unter Zubilligung mildernder Umstände, weil er eine Frauensperson mit einer Hutnadel gestochen hatte zur Befriedigung seiner Sinnenlust. Die Gestochene war kurz darauf gestorben, doch konnte nicht nachgewiesen werden, daß der Stich in ursächlichem Zusammenhang mit ihrem Tode stand. § Mit einer seltsamen Anklage gegen einen Offizier hatte sich dieser Tage das Kriegsgericht der 21. Division in Wiesbaden zu beschäftigen. Ein Hauptmann des Garde- Fußartillerieregiments hatte sich vor diesem wegen gefährlicher Körperverlegung zu verantworten. Der Angeklagte, der sich vor einiger Zeit in der Wilhelms- Heilanstalt in Wiesbaden zur Kur aufhielt, wurde beschuldigt, im Streit mit einem Zivilisten diesen mit einem Messer gestochen zu haben. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt; der Angeklagte war zu derselben in Zivilkleidung erschienen. Die Beweisaufnahme hat anscheinend ergeben, daß der Hauptmann angefallen worden war und sich nur seiner Angreifer erwehrt hatte; denn es erfolgte seine Freisprechung wegen Notwehr. § Der Pariser Sensationsprozeß Adelsward- Warren endete mit der Verurteilung der beiden Angeklagten zu je sechs Monaten Gefängnis und 50 Francs Strafe. §„ Dunkle Existenzen". Beim Bezirksgericht Leopoldſtadt( Wien). Ehrenbeleidigungsklage eines Geflügelhändlers gegen eine Käuferin, die ihm das Wort„ Schlieferl" zurief. Der Richter fragt einen Marktkommissar um die Bedeutung des Wortes Schlieferl". Der Sachverständige meint, es bedeute dunkle Existenzen. Richter:„ Also dunkle Eristenzen! Sofort stürzt ein Justizwachmann, der den Saaldienst versieht, zur Tür hinaus und schreit auf den Gang: Dunkle Existenzen! Er kommt wieder herein: Bitte, meldet sich niemand! Richter( unter schallender Heiterfeit des Publikums): Das glaube ich! Nab und f.rn. Deutscher Seemannsstolz. Kapitän Schierhorst vom Bremer Petroleumtankdampfer Phoebus" und sein erster Offizier Hochfeldt haben eine Auszeichnung" zurückgewiesen, die ihnen von der französischen Regierung für die unter großen Gefahren durchgeführte Rettung des französischen Fischerfahrzeugs Isle de Terra" verliehen wurde. Sie bestand in einem Bronzebecher, respektive der silbernen Retungsmedaille 2. Klasse. Von der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hatte Kapitän Schierhorst die goldene, Hochfeldt die silberne Rettungsmedaille erhalten. Man kann es den wackeren Männern nachfühlen, daß ihr Seemannsstolz die Auszeichnung" von französischer Seite in dieser Form als eine Beleidigung empfindet. Uebrigens haben auch die Matrosen des Phoebus" die ihnen zugesprochenen französischen Bronzemedaillen bisher nicht abgeholt. Von der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hatten sie pro Mann 80 Mark bekommen, was ihnen jedenfalls angenehmer war. Wort gehalten. Im Gerichtsgefängnis zu Hannover verübte der Handelsmann August Leßmann Selbmord. L., der vom Schwurgericht wegen schwerer Körperverletzung und versuchten Totschlags zu 4 Jahren und 4 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde, unternahm, wie erinnerlich, am Schluß der Schwurgerichtsverhandlung einen vergeblichen Fluchtversuch. Er hat seinen dabei geäußerten Ausspruch, er wolle überhaupt keine Strafe mehr absiken, zur Wahrheit gemacht. Mordversuch im Theater. Im Petersburger Panajewstheater schoß während der Vorstellung ein betrunkener Marineoffizier zuerst auf eine neben ihm sipende Dame, dann auf sich selbst. Er wurde nach verzweifelter Gegenwehr von der Polizei entwaffnet. Beide Verwundungen sind ungefährlich. Südafrikanische Bankräuber. Kaum eine Woche verJeht, ohne daß man von irgend einem fecken Räuberstreich aus den südafrikanischen Minengegenden hört. Jetzt wird wieder aus Johannesburg gemeldet, daß eine Bande maskierter Männer in die Robinson- Bant in Randfontein einbrach. Sie fnebelte den Direktor und einen Beamten und raubten 3000 Pfund Sterling. Vermischtes. [ Die Goldbuttfischerei,] ein wichtiger Erwerbszweig an der Ostseeküfte, ist vom Untergang bedroht. Alle Fischbersehen, manchmal auch hon Hunden begleitet, und gingen zu bestimmten Zeiten während der Nacht den Waldrand ab, wobei sie Lärm schlugen und dadurch das Wild, wo es schon ausgetreten war, wieder in den Wald hineinscheuchten oder überhaupt sein Austreten berhüteten. Der Tiophel lag in der Hütte lang ausgestreckt auf der warnien Unterlage, die er sich zurecht gemacht hatte, und rauchte eine Thonpfeife. Das Leben, das er jetzt führte behagte ihm so recht, denn erstens verdiente er sich durch die Wildhute wenigsten? das Brod, dessen er und seine Mutter bedurften, und dann reizte ihn dieses einsame Leben zu nächtlicher Zeit am Walde, denn es gab die erwünschte Gelegenheit, auch noch manches andere zu treiben, das mit der Wildhute in keiner Beziehung stand. So blieb er manchmal Tage lang draußen, band Besen und flickte Körbe, wenn er Laune dazu hatte- wenn nicht, lag er faullenzend entweder in der Hütte, vor derselben oder im Gebüsche des nahegelegenen Waldes. Er hatte sich dementsprechend auch ganz häuslich eingerichtet seit den paar Wochen, wo man ihm die Wldhute übertragen, denn er besaß einen eisernen Kochtopf. Dreifuß, Kessel, Salz, Brot und dergleichen in der Hütte, vor welcher sich cine Feuerstelle befand. Jetzt endlich trat das Licht des abnehmenden Mondes dort hinten im Osten über die Wipfel des Hochwaldes, so daß die Hütte noch im finsteren Schatten des nächtigen Waldes verborgen lag. Da wurde ein geräuschlofes Gehen. bernehmbar, welches Tiophel, der angestrengt durch die Stille der Nacht lauschte, hörte. Ec stand auf und trat vor die Hütte. Der Antömmling war Hangcurt, und Tiophel pläge melden andauernd einen auffäutgen Studgang, ja, eg Dölliges Ausbleiben der Erträge. Diese Erscheinung ist ei Folge der seit Jahren betriebenen Raubabfischung, die e vorzügliches Volfsnahrungsmittel vernichtet. Der Goldb laicht im Winter, und die Fischer kennen die Laichplätze, de ertragsichere Fangorte sind. Sie gewinnen eine gute Au bente, vernichten aber gleichzeitig sehr viel Laich, zumal dr Fang neuerdings vielfach mit Schleppneßen betrieben wir die den Laich losreißen und zerstören. Zur Erhaltung eine wertvollen und schmackhaften Fisches und eines einträglich Zweiges der Fischerei sind gesegliche Einschränkungen d Fangzeit und der Fangart notwendig. [ Auch ein Kampf ums Majorat.] Fürst Merande Sulkowski, Majoratsherr auf Reisen, hat sich verheirate Seine Gemahlin ist eine Tochter des galizischen Rittergut. * Der ben Aretsbaui inspektor Alb Edftein von 2 Der G treibungsbezir Berlegung in ordens Philipp Arei Dezember, vo besizers Uznanski. Diese Ehe bildet einen Kampf urns Regierungsge Majorat. Wenn aus ihr ein Knabe hervorgeht, so gelang aausschusses st die 40 000 Morgen große Majoratsherrschaft Reisen, ob wohl die Grafen Potocki, die Agnaten, den Prozeß gegen den preußischen Fiskus kürzlich verloren haben, doch nicht in den Befit des Staates. " Returs der der Großh. legung be Drtsbürg Statuten von A Novelle zum bes Chriftoph Entschädi [ Blutvergiftung durch eine Stahlfeder.] Der ehe malige österreichische Reichsratsabgeordnete Wurm in Olm mußte sich dieser Tage in der dortigen Landes- Kranken Anstalt einer Operation unterziehen, bei der ihm der redite Arm bis zum Ellenbogen amputiert wurde. Wurm hatte sich vor einigen Wochen bei einer Schreibarbeit unvorsichtiger weise mit der Stahlfeder in den Handteller der rechten Hand gestochen; er beachtete anfangs die Wunde nicht. Erifallenes Vieh, als die Hand stark anschwoll und sich eine eitrige Stelle an derselben zeigte, nahm er ärztliche Hilfe in Anspruch und begab sich nach dem obenerwähnten Krankenhause, wo ihm Der Baum Borfigen erklärt wurde, daß ohne Amputation des Armes sein Leben Sitz in ie nicht gerettet werden könne. Mit seiner Einwilligung wurde sofort zur Amputation geschritten. Das gegenwärtige B finden des Patienten ist ein normales. [ Eine Hummervioline.] Eine in ihrer Art einzige Violine, die aus der Schere eines Riesenhummers gemacht worden ist, besitzt John H. Dadmun aus Camden in New Jersey. Dieses Instrument erzeugt bei gutem Spiel, wie versichert wird, ebenso füße musikalische Töne wie eine gute Violine. Der Hummer, dessen Schere dazu benutzt worden ist, wurde bereits im März 1862 in Gloucester, Massachusetts. gefangen. Er kam dann nach Concord, New Hampshire, wo Dadmun ihn sah. Der Hummer hatte ein Gewicht von 17,5 Pfund, cine einzige Schere wog 5,25 Pfund. Die Schere, die Dadmum aufbewahrte, nachdem der Humme den Weg alles Fleisches gegangen war, hatte eine Länge bon 13,25 Zoll, eine Breite von 7 Zoll und eine Dicke von 3,25 Zoll. Die Riesenschere wurde viele Jahre unter den Raritäten des Haushaltes aufbewahrt, bis ihr Besizer eines Tages fand, daß sie wie eine Violine geformt war, und sich daran machte, sie zu einem Musikinstrument umzugestalten. Nach vielen mühseligen Bemühungen gelang es ihm aut die Schere zu einer spielbaren Violine zu machen. Der Lon war sehr süß, aber für ein Orchester nicht laut genug. Dur weitere Aenderungen wurde der Ton lauter gemacht, un jezt gibt die Violine, wenn sie gut gespielt wird, eben sold: Töne wie eine andere Violine. Sin „ Ja, na A[ Sic fann warten.] Ein Photograph aus Phila delphia erzählt folgendes Geschichtchen, das sich wirklich zu getragen haben soll. Eine Frau betrat sein Atelier. Sie der Photograph?" Jawohl, meine Dame." ,, Machen Sie auch Aufnahmen von Kindern?" türlich." Wieviel verlangen Sie dafür?", 12 Marl ein Dutzend." ,, Gut," sagte die Frau nachdenklich, i werde später wiederkommen ich habe nur erst elf." Das Neuefte aus den Witzblättern. Frommer Wunsch. Ibig( beim Sternschnupper fall):„ Hast de geseh'n den Sternschnuppen? Was hast d der gewünscht?" Veitl: Daß sich mein Konkurrent, de Silberstein, fauft' n Automobil!" Ungefährlich. Jagdgehilfe( zum Förster des q grenzenden Reviers):„ Morgen arrangiert mein Herr ein Jagd! Sind S' so gut und borgen S' mir ein paar w Ihren zahmen Hasen- es g'schieht ihnen nichts!" Aufgesessen. Herr:„ Es gibt viele Wege, reich werden, aber nur einen anständigen!" Bankier( na gierig): Welchen denn?" Herr:„ Sehen Sie! Ge kennen ihn natürlich nicht." Kasernenhof 6Iüte. Meier, mehr Fühlung dem Nebenmann nehmen! Zwischen euch beiden kann ja m Venusdurchgang vor sich jeh'n!" mochte ihn auch schon erwartet haben, denn er gt ihm entgegen mit einem leise geflüsterten Gut Abend, Hangcurt, biste da?" wobei er ihm die Hard reichte. - - heute Nacht hab'n m " Ja," versetzte dieser, schönes Wetter." „ Das is es. Haste einen mitgebracht?" " Freilich," erwiderte Hangcurt, wobei er in d Tasche griff und die Flasche mit Branntwein herbo langte, die er sich von Elschen hatte füllen lasse,, Der thut immer gut die Nacht, dieweil sie noch fühl is Damit setzte er die Flasche an den Mund u that einen mäßigen Zng, worauf er sie Tiophel übe reichte, der einen desto fräftigeren Schluck nahm. " M'r werden d'rnach, denf ich, was friegen. Dot hinten im breiten Grund treten sie aus.' s is n prächtiger Zwölfender d'rbei. M'r müssen's aber bo fichtig anfangen. Denn entweder sein sie um dice Zeit schon raus oder sie kommen noch. M'r gehn sammen durch die alte Lehmkaute, von da an schleicht Du Dich am Walde her und ich geh' weiter unter durch das Feld. Wenn sie nun raus sein, dann treb ich sie mit der Klapper nach dem Walde, und wenn se noch nit da sein, dann warten m'rs ab bis fie fommen." Hangcurt nickte zustimmend, wobei er fragte: ,, Wo haste die Büchse?" " " Die liegt in der alten Lehmfaute, wo m't to durchkommen." „ Na, dann woll'n m'r mal drangeh'n.' s wied ja wohl kein Forstlaufer in der Näh' stecken." " Ich hab' bis zur Dunkelheit versteckt im breiten Grund gelegen, aber fein geseh'n." Fortsetzung folgt. *. An gierungsvorl Beerdigu Ali * find vergang Miene einge bem, was w Bazar uns inter einge auch ist, die fie der Früh fets voraus diese Wünsc ! Wunderbar Mufe, hebt Herz und A ! Liebliches bi Maiblumen, 1 Tulipan, di Seiden und allen Farber Hofen, aber Befigerinner Trant aus die freundli der Levante. baneben für mit eblem, Rheinwein, Pfälzer es, föftliche, Dann tön mein ni giebt es an und Jüngli geht unsere Egyptens m zählen von würziger S gebracht we So doch m Töchtern de ihre Zelte Q Rahmen b bertretend die Häusli viert aussch Elemente e fhäumt und Reller der ( Veuve Cli Mäßig Pe oh 50 Pri gen Mudgu e Fridhema ubabiridung ichtet. Der en Sie Said innen eine biel Saidh Cokales. Gießen 7. Dezember 1903. Der Großherzog empfingen am 5. Dezember u. a. beim fretsbauinspektor Hechler von Lauterbach, den Kanzleiintor Albohn von der Hauptstaatskasse, den Kreisrat megen betrieben von Bensheim. Bur Erhal nd eines Einschränkung t.] Sürft Men hat lich bet Der Großherzog hat dem Pfandmeister für den Beitrokim gsbezirk Alsfeld Jakob Hummel aus Anlaß seiner Vehung in Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstortons Philipps des Großmütigen verliehen. □ Kreisausschuß. Nächsten Montag, den 14. galizijchen Desember, vormittage 10 Uhr, findet im Sigungssaal des hervorgeht, schönsten Marken zu haben.-" Braun Bier ist| Berein, unter Vorsitz des Bürgermeisters, hat wieder an gut geraten" und züchtige Mädchen und liebliche Frauen, mit Augen mit braunen und schelmischen blauen, die regen ohn' Ende die fleißigen Hände, zu stillen den großen, den mächtigen Durst. Daneben dann auch noch sehr wohl zu beachten und nicht zu verachten, die leckersten Brätlein, die feinsten Salätlein und nicht zu vergessen die schönsten Fineßen. Doch nun genug! Ueberzeuge sich Jedermann selbst, er wird immer noch Ueberraschungen finden und befriedigt von dannen ziehen! * Stadttheater Gießen. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die für heute annoncierte Renaissancevorstellung nicht stattfindet. Aus Rücksicht auf den Bazar findet die nächste Abonnementsvorstellung erst am Mitgliederzahl zugenommen, ein Beweis, daß man mit dem 8wede und den Erfolgen des Vereins sehr zufrieden ist. Hausen, 6. Dez. Der hiesige Gesangverein Eintracht hat beschlossen, sein 20 jähriges Bestehen, in Gestalt eines Sängerfestes verbunden mit Fahnenweihe am 26. und 27. Juni nächsten Jahres zu begehen. A Weylar, 5. Dez. Auf dem hiesigen Wochenmarkte kostete das Pfd. Butter 1,25 Mt., Eier 1 Stück 9 Pfg. et einen am Regierungsgebäudes zu Gießen eine Sigung des Kreis- Freitag, den 11. d. M. statt. Dienstag, den 8. Dezember artikel der Schule, wie Kreide, Stahlfedern, Violinsaiten Sherrschaft Den Proze ben, doch ni tahlfeder.] onete Wurm in auguses statt. Die Tagesordnung ist u. a. folgende: Mars der Georg Weber Erben gegen einen Polizeibefehl doker Großh. Bürgermeisterei Gießen: betr. die NiederIlgung des Hauses Neuen Bäue 20 in Gießen. Drtsbürgernugen zu Mainzlar. Aenderung von igen Landestatutan von eingeschriebenen Hilfskaffen auf Grund der bei der ihm de wurde. Bum ibarbeit unbor pandteller der die Wunde nid eine eitrige& pilfe in Ani Arantenhause, Novelle zum Krankenversicherungsgeset - Entschädigung dks Christoph Wagner IV. zu Gießen für gefallenes Vieh. Entschädigung des Hermann Junker zu Lich für gefo llene Vieh. des Armes is in Gießen ernannt. er Einwillig Das gegenmi og 5,25 P nadidem der war, hatte Boll und eine viele Jahre t, bis ihr Be gefprint mar trument unu Der Großh. Landgerichtsrat Dr. Schäfer wurde 3m Borsigenden der Kammer für Handelssachen mit dem An die weite Rammer gelangte eine Rerungsvorlage betr. Einführung eines staatlichen Beerbigungswesen. in ihrer Riefenhummer * Alice- Bazar zu Gieken. Drei Wochen aus Camden fill: nb vergangen seit wir, von Knecht Rupprechts gestrenger bei gutem Miene eingeschüchtert, innehielten in der Erzählung von he Töne wie e den, was wir ahnten von all' dem Schönen, welches der e dazu benuazar uns zu bringen versprach. Inzwischen ist der oucester, Mo inter eingezogen mit Schnee und Eis und so kurz es d, New Ham oruch ist, die Sehnsucht nach Blumen und Blütenduft, wie hatte ein bei der Frühling uns bringt, rect sich in den Herzen, die tet porauseilen in ihrem Wünschen und Hoffen Auch liese Wünsche, diese Sehnsucht wird der Bazar erfüllen. Bunderbar leicht und graziös, überschattet von wuchtiger Dus, hebt sich ein Blumentempel in seiner Mitte empor, Serz mnd Auge entzückend durch das, was er Schönes und Biebliches birgt. Die Kinder des Frühlings, Veilchen und Waiblumen, sie blühen und duften, Narzissen und die gelang es Tulipun, die sehen sich viel schöner an als Salamonis Seiden und Rosen giebt es, Rosen in Menge, Rosen in allen Farben und unter ihnen wieder Rosen, nichts als Mofen, aber solche mit leuchtenden, lachenden Augen, deren Besitzerinnen gerne uns spenden mit zierlichen Händen den Brant aus der duftenden Blüte des himmlischen Reiches, 1 dole freundlich fredenzen charmante den braunen Trant ider Levante. Im lauschigen, weinumranften Stübchen idaneben für würdige Becher sich findet der Becher gefüllet mit ebolem, mit föstlichem Wein! Der kräftige, mächtige hein wein, der prickelnde, füffige Mos- 1, der feurige Mälzer sie alle harren der Gäste. Und Bowle giebt , föstliche, duftende, fühlende Bowle, Madames, Messieurs! Dann tönt die Guitarre, die Zimbel erklingt und wild" - mein nicht hier ,, der Reigen sich schlingt" dafür giebt es andere Pläßchen, denn die tanzluftigen Jungfrauen nd Jünglinge sollen auch zu ihrem Recht kommen. Weiter ht unsere Wanderung und staunend stehen wir vor Coppens mächtig m Tore!- Rätselhafte Inschriften er3.iblen von alten Zeiten, leicht aufsteigende Wölkchen, mirzüger Duft verraten uns, daß hier Rauch- Dantopfer gbracht werden. Gelten sie auch nicht Isis und Osiris, e zu machen Dir nicht laut gang. Di n lauter gemad, i espielt wird, eben hotograph aus das sich wi t fein Atelier& meine indern?"- dafür?"- Frau nachden abe nur erst Jitzblätte ( beim Sternf nuppen? Was mein Kontrrent zum Förter des c giert mein er S' mir ein poor ihnen nichts!" viele Wege, t Bankier „ Sehen Sie! er, mehr Fühl euch beiden kan aben, denn geflüsterten ei er ihm& ute Nacht gebracht?" t, wobei Branntwein Jatte füllen veil fie nod an den Mun fie Cloppe Schlud nah was friege fie aus. müffen's d fein fie och. Mr von da an get well fein, d alde, und m'ts of bei er fr faute, angeb fteden too m't ffect im breite Fortegung fol - doch wohl den diensteifrigen, schlanken, glutäugigen Tochtern des Landes. Ganz nahe daran hat die Sezession ihre Belte aufgeschlagen. Würdig und vornehm, in dezentem ahunen bietet sie Luxus- und Kunstgegenstände, auch hier ertretend ihr ernstes Streben, zu veredlen, zu verschönen die Häuslichkeit, das Leben. Damit sie nicht allzu reserwert ausschauen, hat man in ihrer Mitte einem ganz anderen Clemente ein Pläßchen eingeräumt. Hier sprudelt und fiumt und perlt es und ist's auch nicht gerade aus dem Meller der Wittwe mit dem lieblich glucksenden Namen Veuve Cliquot) so sind doch die feinsten, - und ** - - geht als 5. Volksvorstellung L'Arronges beliebtes Volksstück Hasemanns Töchter in Szene. 9. Dez., nachm. 3½ Uhr, ist eine Schülervorstellung anFür Mittwoch, den gesetzt, die Geschwister von Göthe und Wallensteins Lager bringt. Die Preise für diese Vorstellungen betragen 1 Mt. für Loge, 60 Pfg. für Sperrsiz und 40 Pfg. für alle anderen Saalpläge. Gallerte toftet 20 Bfg. Sämmtliche Bläge mit Ausnahme von Gallerie sind nummeriert. Das Ende dieser Vorstellung- die selbstverständlich auch für Erwachsene zugänglich ist gegen 54 Uhr. * Die Allgemeine Sterbefasse Gießen, welche vor nunmehr 14 Jahren gegründet wurde und jetzt in ihr 15. Geschäftsjahr tritt, hielt am letzten Samstag im ,, Gambrinus" ihre Generalversammlung ab. Aus ihrem legten Vereinsjahr ist folgendes zu erwähnen. Die Kasse besteht zur Zeit aus 1199 Mitgliedern und hatte im verflossenen Jahre einen Zuwachs von 105, dagegen einen Abgang von 12 Mitgliedern( 9 durch Tod, 3 wurden ausgeschlossen). Während ihres 14 jährigen Bestehens hat sie 135 Sterbefälle unter ihren Mitgliedern gehabt, und wurden hierfür an 15 Mitglieder à 75, an 15 à 100, an 24 à 120, an 23 à 150, an 10 à 170, an 14 à 185, an 13 à 200, an 12 à 210 und an 9 à 230 Mt. in Summe 20435 Mt. bon X Hohensolms, 4. Dezbr. In dem benachbarten Dörfchen Mudersbach hat es sich ein Unbefugter schon öfters erlaubt, dem dortigen Schulsaale nächtliche Besuche abzustatten. Dabei hat er stets seinen Weg durch ein offen= stehendes Fenster genommen und jedesmal allerlei Gebrauchsmitgenommen, um sie später in der Nähe der Schule wieder auszustreuen. Auch an der Schulgeige hat er einst seinen Mutwillen ausgelassen und die Saiten derselben zerstört. Als er bei einem erneuten Besuche auch allerlei Bücher des Lehrers mitgehen hieß, scheint man auf die Spur gekommen zu sein und wird ihm das mutwillige Treiben wohl bald gelegt werden. + Groß- Felda, 7. Dez. Der hiesige Kriegerverein hat in seiner am letzten Samstag stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung beschlossen eine Vereinsfahne anzuschaffen und die Weihe im nächsten Jahre mit dem 30. Stiftungsfest gemeinsam zu feiern. Damit an dieser Festlichkeit aber auch der ga ze Bezirk teilnehmen kann, hat auf gegenseitiges Verständnis sich der Bruderverein in Windhausen das Bezirkskriegerfest, welches er 1904 haben sollte, an GroßFelda abgetreten, wodurch es nun möglich ist, daß diese dret Feste hier zusammen gefeiert werden können. Indem wir dem Kriegerverein Windhausen an dieser Stelle Dank sagen, hegen wir das feste Vertrauen zu unseren Mitbewohnern, be sonders zu unseren Frauen und Jungfrauen für die Beschaff ung des Synbols der Treue, daß bis zum Tage des Festes ein Jedes mit teilnimmt an den Vorarbeiten und Gelingen des Festes. () Marburg. 4. Dez. Ein gewalttätiger, räuberischer Ueberfall wurde gestern Abend vor den Toren der Stadt verübt. Vier junge Leute aus dem benachbarten Dorfe Kappel die in Kirchhain beschäftigt sind und jeden Abend von dort mit der Bahn hierher zurückkehren, überfielen unweit des Südbahnhofs einen von Rappel tommenden Töpferwaren- Händler aus Kirchhain. Sie warfen ihn zur Erde und mißhandelten ihn so lange, bis er ihnen 70 ẞfg. gab. Danach zogen sie weiter und ließen ihn liegen. Mühsam schleppte sich der Ueberfallene hierffer und nahm ärztliche Hilfe in Anspruch. Er soll einen großen Geldbetrag mit sich geführt haben, wovon die Buischen jedoch keine Kenntnis hatten. Heute Abend wurden sie bereits, als sie von Kirchhain tamen, am Nordbahnhof verhaftet. Falls die Sache als Straßenraub aufgefaßt wird, fann sie ihnen sehr teuer zu stehen kommen. ausgezahlt. Außerdem besißt die Rasse einen Reserveford von 5348 Mr. und ist mithin im Stande, selbst in außergewöhnlichen Fäller, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Erfreulicher Weise ist die Sterbekasse auch wieder in der anwieder zu erhöhen und zwar von 230 auf 250 Mt. Das genehmen Lage vom 1. Januar 1904 ab, das Sterbegeld Eintrittsgeld beträgt für eine Person im Alter von 16-25 Jahr Mt. 1.-, von 25-30 Mt. 1.50, von 30-35 Mt. 2.50, bon 35-40 Mt. 4.-, 40-45 Mt. 7.-. Bet der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefall beitrag 25 Pfennig zu bezahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist der Kasse ein Beitrag von 25 Pfennig zu entrichten, welcher durch den Kassenboten gegen Quittung erhoben wird. Ein von Gießen wegziehendes Mitglied kann auch ferner bei der Kasse verbleiben, wenn der Wegzug desselben dem Vorstande mitgeteilt wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist Herr Emil Noll, Dachdeckermeister, Herr Rauschenberg, 4 Dez. Heute Morgen wurde der Schuhmachermeister Seidewand, Teufelslustgärtchen 20, so hiesige Einwohner S. erhängt aufgefunden. Dies ist in wie Herr H. Bruchhäuser, Wolfstraße 8 gerne bereit. Die wenigen Wochen der zweite Selbstmord in unserem sonst so Vorstandswahl ließ alles beim Alten; H. Seidewand I. Vor- stillen Städtchen. fißender, Emil Noll II Vorsißender, H. Bruchhäuser Rechner, Karl Bonarius Schriftführer, G. Beckmann, K. Stadler und August Bock Beisitzer, L. Schnecko, Gustav Holtberg, Herm. Müller, Heinrich Fourier und Daniel Linker Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Einnahmen des Vereins vom 1. Dezember 1902 bis 30. November 1903 belaufen sich auf 3059 Mt. 93 Pfg., die Ausgaben auf 2719 Mt. 38 Bfg., erspart wurden demnach im verflossenen Vereinsjahr 340 Mt. 55 Pfg. ** Wir möchten die Landwirte auf die Wetterberichte aufmerksam machen. Welchen Nußen diese Berichte für die Landwirtschaft haben, erfahren diejenigen, welche sich vom Frühjahr bis Herbst in ihrer Arbeit danach einrichten. Im Norden und Often Deutschlands ist die Einrichtung der täglichen Wetterberichte schon lange als ein Segen von der Bevölkerung erkannt. × Leihgestern, 7. Dez. Der hiesige Obstbauverein hatte gestern beim Wirt Bender Versammlung und beschloß vom nächsten Jahre ab mit der Anpflanzung junger Birnbäume zu beginnen. Die in früheren Jahren gesezten Aepfelbäume sind ist soweit heraus und auch in genügender Zahl durchgekommen, so daß man sich eben für diesen Wechsel jezt ent schloß. Es werden 12 verschiedene Virnenforten eingeführt. Hoffen wir, daß auch diese Neuerung gut einschlägt. Der + Hopfmannsfeld, 4. Dezbr. Bei der Beigeordstimmig( mit 26 Stimmen) als solcher gewählt. netenwahl wurde Herr Johannes Greb 3. fast einArbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es können eingestellt werden: 1 landwirtsch. Knecht, 2 Mägde. 15 Erdarbeiter, 1 Schmied, 2 Küfer, 1 Möbelschreiner, 2 Megger, 2 Schneider, 1 Friseur, 3 Schuhmacher, 1 Sattler, 1 Diener nach auswärts, 2 Hausburschen, 1 Köchin, 11 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw. Lehrlinge: 1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Friseur. Es suchen Arbeit: 3 Schlosser, 1 Spengler, 1 Rüfer, 1 Mez jer, 1 Mälzer, 1 Schuhmacher, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellner, 1 Portier oder Diener, 4 Hausburschen, 5 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 1 Wasch oder Buzfrau. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, ben„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Bazar zum Besten der Aliceschule Giessen. am 8., 9. und 10. Dezember im ,, Neuen Saalbau" Mäßige Preise. täglich von Nachmittags 4 Uhr bis Abends 11 Uhr. Petroleum- Glüblicht ohne Strumpf, ohne Lampenänderung! Kein Rußen, fein Dunsten. Explosionssich er. Unbegrenzte Dauerhaftigkeit. .50 Proz. Oelersparnis. 3 hufache Lichtverstärkung. Für 10" 12" 14" 16" Rund brenner vorrätig. Stück MF. 1.80 fco. Nachnahme. J. Pausch II, Kronach. ( Wiederverkäufer gesucht.) Eintritt 50 Pfg. Damen erhalten distr. Die durch den Wegzug desp Rat und Hilfe Offerten u. D. Sch. poftlagernd Gießen. Bu vermieten Parterre Wohnung, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Gartenanteil. sowie Trockenboden, zu vermieten. Näh. Gießen, Neueuweg 28. Herrn Pfarrer Scheunemaun leer gewordene Wohnung Aliceftraße 12 unterer Stod, 8 Zimmer mit allem Zubehör, ist sofort anderweitig zu vermieten. Anfragen wolle man richten an Herrn Pfarrer Euler, Al ceftraße 13, oder an den Befiger des Hauses Herrn Adami. Gießen, Subanlage 19, Möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Dammstraße 19. Auf jeden Betrag wird zurückgegeben. Afterweg 59 II. ist ein schön möbliertes Zimmer und Möbliertes Zimmer eine fletue Familienpr. fofort oder 1. Oktober zu verm. Wohnung zu vermieten. Schön möbl. Zimmer mit billiger Pension zu verm. Gieken, Bismarcftraße 17. Neuenweg 31. Jüngerer Hausbursche Wo, zu erfragen in der Exp. In den Hause Neuenweg Nr. 2. für leichte Arbeit sofort gesucht. ist eine für Schlosserei oder ähnliche Gewerbe geeignete Werkstätte alsbald zu verm. Näh. Zimmer dieses Blattes. Nr. 15 der Bürgermeisterei. Gießen, den 3. Debr. 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen, Gedenket der Yöglein! Mecum. Todes- Anzeige. Gestern Mittag 12 Uhr verschied sanft nach langem schweren Leiden, unsere liebe, treu sorgende, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Anna Linker Wwe. Um stille Teilnahme bitten Familie Linker Familie Huber. Giessen( Wallthorstrasse 2), Klein- Linden, 7. Dezember 1903. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 312 Uhr vom Portal des neuen Friedhofes aus statt. Die ab 1. Januar 1904 fälligen Zinsen der bei der Gewerbe-| bank eingelegten Spareinlagen fönnen von heute Montag, den 7. Dezember 1f. Js ab während den üblichen Geschäftsstunden bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Gewerbebank Gießen. ( E. 6. m. u. H.) Geſchäftsverlegung und Empfehlung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich von heute ab mein Kolz- Korb und Bürstenwarengeschäft von Neustadt 15 nach meinem neuerbauten Hause Plockstrasse 12 berlegt habe und bitte um geneigten Zuspruch Hochachtungsvoll Carl Müller( früher A. Kohlermann), Gießen. Jakob Dannhofer Koschat- Lieder- Quintett [ 9 Personen] tommt Donnerstag, den 10. Dezember Cafe Leib. AAAA A Louis Hafner Grünberg liefert Petroleum in jedem Quantum Stadt- Theater Gizßen. Direktion: Steingoetter. Dienstag, 8. Dezember Fünfte Volks- Vorstellung. Hasemanns Töchter Volksstück in 4 Aften von Adolf L'Arronge. Preise der Plätze: Nummir. Loge 1 Mr. Nichtnummr. Saal 40 Pfg. Gallerie 20 Pfg. Backzutaten in bekannter bester Qualität bei Emil Fischbach Gießen. Brima Kartoffel Speise n. Salatkartoffel preisen empfiehlt frei ins Haus für Wiederverkäufer durch zu den billigsten Tages: eigenes Fuhrwerk- O billigen Tagespreisen. O J. Hankel Schloßgasse Gießen. Mädchen, welche das Kleidermachen und Zuschneiden Kolonial- Waren en- gros. Buiten aründlich eilernen wollen, können vom ab eintreten bei Frau Auna Räder, Grünberg, Neustadt 65. Wirtschaft. Von solventen Wirtsleuten mird am hiesigen Plage oder nächster Brotpreise vom 6. bis 20. Dezember 1903. Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot 2 " 1 Schwarzbrot 2 3 1 Kornbrot 2 Die Eltern in der Johannesgemeinde, für deren skrophulöse Kinder der Arzt eine Badekur in Nauheim, noch im Winter, empfiehlt, werden gebeten, sich ungesäumt bei dem Unterzeichneten anzumelden. Gießen 7. Dezember 1903. Dr. Naumann, Pfarrer. Lieferung von Basaltkleinschlag. Angebote auf die Lieferung des im Jahre 1904 zum Walzen von Kreisstraßen im Kreise Gießen er forderlich werdenden Basaltkleinschlags fönnen im Amts: zimmer des Unterzeichneten, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können, in der Zeit vom 7. bis einschließlich 19. Dezember d. Js. abgegeben werden. Der Bedarf beläuft sich auf 10 000 Kbm. Kleinschlag und es können sowohl Gebote auf die ganze Lieferung als auch auf Teile derselben eingelegt werden. Gießen, den 3. Dezember 1903. Der Großh. Kreis bauinspektor. Diehm, Baurat. Verdingung. Nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen für die Bfg. Feldbereinigung Gießen, rechts der Lahn sollen im 26 Wege schriftlichen Angebots öffentlich vergeben werden: 52 1. Verschleifungsarbeiten, veranschl. zu rd. 263,84 M. 242. Chaussierungsarbeiten Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden W. Steinmüller Witwe göns.) ( Lang48 72 3. Lieferung von Wand- oder 22 Bordsteinen 44 4. Lieferung von Kleinschlag 23 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck W. Weigel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck W Leir. KleinLinden 2 Dern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg 26 46 W. Steinmüller Wwe. Langaöns) 48 W. Fabel( Wieseck W. Weißel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim L. Steinmüller ( Gr. Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 1 Schwarzbrot bei Georg Dern " " 50 52 II. Gr. Linden 21 W.SteinmüllerWe W. Weigel, LangGöns, L Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim 22 W. Lein KleinLinden 24 2 " J. Kd. Velte, Kirch Göng 40 Dern II. Gr. Lind. 2 " 1 u. Louis Süßmuth, Steinberg bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weitzel, Lang- Göns, Karl Post, Karl Trautmann u. E. Christ Wieseck u. Gustav Jakoby Alt. Bused Karl Spamer, Reiskirchen. Jakob Appel, Krof= dorf W. Lein, KleinLinden 212 bei Louis Süßmuth Steinberg 3 W. Fabel und Karl Post, Karl 42 44 46 5. Leferung von llebergrundungsmaterial 6. Brechen von Steinen 7. Fuhrleistungen 501,00 288,00 " 812,50 " " 227,50 〃 " 300,00 " " 360,00 " Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unter zeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen und sind verschlossen poftfrei und mit entsprechender Aufschrift verseben, bis Dienstag, den 8. d. Mts. vorm. 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegenwart der erschienenen Bieter stattfindet. Gießen, am 2. Dezember 1903. Großh. Bulturinspektion Gießen. Wißmann. Bekanntmachung. Die am 2. November If. Js. angeordnete Sperre der Wetzsteinstraße und der Wetsteingasse, zwischen dem Gäßchen „ Auf der Bach" und der Kirchstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 3. Dezember 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In der Zeit vom 28 November bis 5. Dezember 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Trauring, 1 gold. Zwicker, 1 Messer mit Scheide, 1 Paar Kreuzzügel, Drahtseil und Geld. berloren: 1 goldenes Kettenarmband, 1 silberne Taschenuhr, 1 Anhängetäschchen von schwarzem Wildleder mit Inhalt, 1 echter Biberpelzkragen und ein seidenes Spitzentuch. Entlaufen ist: 1 schottischer Schäferhund, 1 Wolfspit, schwarz und weiß gezeichnet, und 1 Forterrier mit schwarzen Flecken auf dem Rücken. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 5. Dezember 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler Außer den von mir seither geführten Bieren bringe 48 jezt auch 52 Trautmann Wieseck E. Christ, Wieseck66 1 Kornbrot bei Ferd. Weiß, 22 Grüningen 2 Kornbrot Jakob Appel, Krofdorf W. Lein, KleinLinden, Wilh. 42 Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen Ldw. Velte, Atzbach44 Ferdinand Weiß, Grüningen, u. K. Spamer, Reiskirch.44 Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern, außer bei Hrch. Frebel 2, 2 Rg. Schwarzbrod 44. Gießen, den 4. Dezbr. 1903. Großh. Bolizeiami Gießen, Hechler. Junger Kaufmann| 3wei Ladenfronten Umgebung gutgehen be Bitschaft Einige Widelmacher aufen gel. Geft. Off. beliebe geſucht man u. Angabe alles Näheren u. Wirtschaft" a. d. Exp. d. Bl. " militärfrei, fucht per 1. Januar mit je zwei Schaufenstern und 1904 Stellung in Baumaterialien-, einer Thür preismert zu verfausen. Maschinen- oder Eisenhandlung. Näh. bei Herren Architekten einzusenden. Off. u. A. G. a. b. Exp. d. Bl. Stein& Meyer, Gießen. Gießen, Marburgerstr. 35. Wer Stelle sucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost' Eßlingen. Mainzer Aktienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die 11 Flasche zu 18 Pfennig 1/2 9 " Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer Aktien- Brauerei für Gießen und Imgegend übertragen worden ist. Go thilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Eclipton 344 rien. Couvers mit Firma von Mk. 350 an. liefert die Expedition. AM HAUSLICHEN HERD 16410 inc זה כ l וו זו- יהב:" opal HARNED FINDE En nicht weiter, denn seine Frau erklärt, doch die beste Hausfrau einmal etwas vergessen könne!" enn's mur nicht immer so wäre! Das Motto solcher unpinkflia irten besteht darin, nie fertig zu sein und stets cu lich tarien 3: 1 lassen, und das ist wohl auch der Gr:: rd, daß ihre Gese A- nicht in hessische Familienzeitu