envere etträge f ne größere Elart, Sie Gri 1902 tourter facher Not 57 wt. enden zuja in Dan tellt. Inde nochmals in biefem rah Spend Rirche for den franent Schriftführe mann, Dof sser 1 Großhan Ukr. Tag. or Blora Aliceftrake. arz , Mäuse, Bitte Offert nieberzulegen. irstchen 35 Pla beg. Meggerm ats- Lotteri 12. November / Mt. 14, griffen fein werde und prompte B terie- Bureau, mme: Sonnenbe enänderung! plosionssicher. gkeit. e Lichtverstärku nner vorrätig. nahme. onach. ht) 000000 zug! e, flaschenreife von 60 Plu 39 100 und Kisten W ingutsbesit a. Rh. 00000 ei albedarf s dem nzeitung 262 Grites Blatt. Wonnement& prete: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg., Gaus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Butt@ bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) herbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und temban, sowie die Gießener Selfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags. Samstag, den 7. November 1903. Gießener 12. Jabrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kretse Weylar und Marburg 10 fg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Bostzeitungsliste No. 3969. Rebaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 98. Berufsrechanichla Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Heufserlichkeiten. [ Politische Wochenschau.] Kein Verständiger kann leugnen, daß die Aeußerlichleiten überhand nehmen in der Welt und das Innerliche mehr und mehr zurückdrängen. Leider kann man sich nicht berheh len, daß das Volk der Dichter und Denker, wie man uns Deutsche früher wohl genannt hat, in der Pflege solSer Reußerlichkeiten vorangeht. Die spartanische Einfachbeit, die jahrhundertelang unsere Zierde gebildet, die uns nfere Stellung in der Welt errang, ist längst nicht mehr. Wir feiern die Feste nicht bloß, wenn sie fallen, sondern geben uns Mühe, immer neue hinzu zu erfinden. Wir baben uns schon dermaßen daran gewöhnt, daß wir es beinahe permissen würden, wenn's plötzlich anders würde. Das ist ein tief beklagenswertes Zeichen unserer Zeit. Dieser Hang zu Azuzerlichkeiten ist wie eine Epidemie über die Leute gekommen. Wir finden seine Spuren, wohin wir blicken in der Welt. Nicht zum wenigsten kommt er zur Beltung im Verkehr der Völker untereinander, in der Poliif und auf verwandten Gebieten. Auch die Biesbadener Entrevue wird von vielen Seiten nur als eine solche Aeußerfeit gedeutet, wenngleich hier nicht verkannt werden darf, daß Sie ganze Situation denn doch auf ernstere Ziele hinweist. Aber man wird für solches Mißtrauen immerhin eine gewisse Berechtigung finden, wenn man bedenkt, daß es gerade der Bar war, der die Haager Konferenz veranlaßt hat, jene ausgeprägte Aeußerlichkeit. Und hat nicht gerade dieser Friedenszar die Hand an den gezückten Degen gelegt, schreitet er nicht gerade am entschlossensten und rücksichtslosesten vorwärts, bereit, mit Waffengewalt zu erzwingen, was gutwillig sich seinem Willen nicht beugen will? Aeußerliches und InnerFiches. Und nun die russischen Absichten in Wiesbaden? Die einen munkeln von einer neuen Friedenskonferenz, die anderen von der Rückversicherung Rußlands in der ostasiatischen Affäre, die dritten endlich von Besprechungen in der BalkanFrage. Auch Besprechungen der Balkanfrage hätten nur äußerLichen Wert am Ende tut Rußland da unten doch, was es will. Ein Werben um unsere Freundschaft in ostasiatischen Fragen aber wäre so voll von Selbstsucht, daß unsere Staatsmänner äußerste Vorsicht brauchen müssen, soll anders nicht Das Mabinett an der Neiva allzu leichten Vorteil erjagen auf Deutschlands Kosten. Schließlich ist es aber doch wohl nur ein Stück zu großen Pessimismus, wenn man so spintisiert. Manderlei Enttäuschungen, die man durch Aeußerlichkeiten erlitt, führten eben naturgemäß zu starker Skepsis. Um Aeußerlichkeiten geht auch der Kampf in Ungarn, Ser noch immer nicht seinen Abschluß fand. Der Partikularismus ist lediglich eine Frucht von Aeußerlichkeiten, und ſeine Bustoüchse sind ihre Folgen. Man stellt das Ganze nicht mehr über das Einz lne, das Bindende nicht mehr über das Trennende; man flebt am äußeren Schein und opfert verBlendet den tiesinnerlichen Kern. Tisza wird viel zu kämpfen haben. Schon bei seinem Entree begrüßten ihn die Obtruktionisten mit Beschimpfung und Lärm. Ein rein äußerliches Moment, die Unterbrechung der Apponyi- Debatte, gab den greifbaren Anlaß dazu. Es ist immer dasselbe. Und drunten auf dem Balkan, wo man um AeußerlichTeiten den Tumult begann, schleppt man sich weiter von Stunde zu Stunde. Die Ablehnung der Reformnote Rußlands und Desterreich- Ungarns durch die Türkei ist reine Heußerlichkeit. Man hätte sie ruhig annehmen können, denn in Wahrheit wird die Reformierung Mazedoniens doch nur in den Bahnen wandeln, die man im Yildiz- Kiosk für die richtigen hält. Dasselbe gilt für Ostasien, wo der Scheintampf um die Mandschurei und um Paragraphen von papiernen Verträgen nur die nackte Wahrheit verdecken soll, die selbstsüchtig efle Züge trägt. Und der neu entbrannte Bürgerkrieg auf dem Isthmus von Panama, der schon zur Separierung einer Provinz führte? Mißtrauisch schweift das Auge nach Washington und Paris.„ Wenn man erst die neuen Männer der neuen Regierung fennt, wird die Anerkennung der neuen Republik von seiten Frankreichs und der Vereinigten Staaten sicherlich erfolgen." Was sagt dieses berfchleierte Zugeständnis nicht alles für die, welche gewohnt sind, die Dinge der Welt ohne Illusionen zu schauen. Mundus vult decipi, ergo decipiatur. Auf den äußeren Shein kommt es an in unseren Tagen. Innerlichkeit und Wahrhaftigkeit im Staatengetriebe sind modernen Waffen gewichen, von denen man sagt, daß sie zur diplomatischen Kunst gehören. Das ist ein tief beschämendes Zeugnis für die Oberflächlichkeit unserer Zeit. Ein Blutbad in Deutsch- Afrika? Aufregende Meldungen von einer Niedermezelung aller Deutschen in Warmbad( Deutsch- Südweſtafrika) durch die aufständischen Bondel zwartsSwttentotten werden in der britischen Presse verbreitet. Wie wir schon meldeten, war es zwischen einer Horde au frührerischer Bondelzwarts und einer Abteilung der deutschen Schußtruppe zu einem Gefecht gekommen, bei dem auf deutscher Seite der Leutnant Jobst und zwei Mann fielen. A daraufhin Gouverneur v. Leutwein Verstärkungen nach Warmbad schickte, sollen die Bondel zwarts noch vor dem Eintreffen dieser Truppen die Ortschaft und das Fort Warmbad angegriffen, in Brand gesteckt und alle Deutschen niedergemacht haben. Die in Warmbad weilenden Engländer dagegen sollen am Leben geblieben, jedoch von den Hottentotten gefangen genommen worden sein. So berichtet angeblich auf Grund authentischer Informationen der Kapstädter Korrespondent des allerdings sehr lügenhaften Londoner Sensationsblattes Daily Mail". Er will weiter erfahren haben, daß die deutschen Verstärkungstruppen, die von Norden her auf Warmbad marschierten, unterwegs von den Bondelzwarts in ein scharfes Gefecht verwickelt worden seien, dessen Ausgang noch nicht bekannt war. Der deutsche Gouverneur v. Leutwein, den das Berliner Kolonialamt zu telegraphischer Berichterstattung aufforderte, hat zurückdepeschiert, er wisse noch nichts Näheres über die Vorgänge, nur der Tod der drei Deutschen von der Kolonne Jobst sei ihm bekannt geworden, und daraufhin habe er sofort Verstärkungen mit vier Geschützen nach Warmbad gesandt. Angesichts der Tatsache, daß der deutsche Gouverneur von der Mezelei noch nichts weiß, wird man wohl annehmen dürfen, daß die englische Meldung in der Hauptsache, also was die Einäscherung Warmbads und die Niedermezelung der deutschen Einwohner angeht, ein Phantasiegebilde ist. Es ist nicht anzunehmen, daß der Kapstädter Korrespondent eines britischen Blattes eher etwas Authentisches über die Vorgänge erfahren sollte, als der deutsche Gouverneur. Da angeblich alle Deutschen tot und die übrigen Weißen gefangen sind, kann der Kapstädter Reporter seine Wissenschaft nur aus Negermund haben. Und die Neger fügen bekanntlich, daß sich die Balfen biegen. Die britische Darstellung leidet auch an der weiteren Unwahrscheinlichkeit, daß sie sagt, keinem Engländer sei ein Haar gekrümmt worden. Die Bondel zwarts werden kaum in der Lage sein, einen Briten von einem Deutschen zu unterscheiden, zumal da die meisten Deutschen auch englisch sprechen. Und selbst wenn sie sie hätten unterscheiden können: Wenn die Niggermordlust einmal entflammt ist, schont sie keines Weißen, ob er nun Engländer oder Franzose oder sonst etwas sei. Offenbar soll die Meldung von der Unversehrtheit der Engländer nur dazu dienen, dem englischen Jingopublikum die Freude an dieser angeblichen deutschen Schlappe nicht zu trüben. Auch klingt sehr unwahrscheinlich, was in der britischen Meldung als Grund des Aufstandes gesagt wird: Angeblich soll die Hinrichtung eines Hottentottenhäuptlings dieser Grund sein. Demgegenüber ist festzustellen, daß an deutschen amtlichen Stellen von einer solchen nicht das Geringste bekannt ist. Man wird also gut tun, diese englischen Meldungen einstweilen mit großen Zweifeln aufzunehmen. Hoffentlich erhalten wir bald nähere Nachrichten über den Vorfall von amtlicher deutscher Seite, und hoffentlich bringen diese Nachrichten nicht nur die Widerlegung der englischen Meldung, sondern auch die Mitteilung, daß an den Bondelzwarts die Ermordung des Leutnants Jobst und der beiden anderen Deutschen aufs nachdrücklichste geahndet worden ist. Die Politik. Von dem Resultate der Wiesbadener Entrevue verspricht man sich in Petersburg und Wien außerordentlich viel. Ein offiziöses Blatt an der Donau betont mit besonderem Nachdruck, daß es einen tiefen Eindruck auf die Pforte machen müsse, wenn gerade Deutschland rückhaltlos der Mürzsteger Note zustimme. Kein anderes Wort falle in Konstantinopel schwerer in die Wagschale als das des deutschen Kaisers, der ein ehrlicher Freund des Sultans wäre. Nach der Antwortnote der Pforte, die tiefste Entrüstung hervorgerufen habe, sei ernster Rat in Konstantinopel dringend von Nöten. Neuerdings wird mit Bestimmtheit versichert, daß der 1. Dezember für die Einberufung des Reichstags erst in zweiter Linie in Frage komme. Zunächst sei der 24. Nobember als Tag der Eröffnung in Aussicht genommen. † Wann die neuen Handelsverträge in den Reichstag gelangen, ist noch immer nicht sicher. Man gibt sich allerdings an zuständiger Stelle der Hoffnung hin, daß es gelingen werde, die Handelsverträge noch in der ersten Tagung der neuen Legislaturperiode dem Reichstag zu unterbreiten, berkennt aber nicht, daß der Termin sich in etwas verzögern kann, weil man die Absicht hat, möglichst viele Verträge auf einmal zu präsentieren, ein Verfahren, wie es auch im Auslande für zweckmäßig erachtet wird. Wie nachträglich bekannt wird, fand am 28. Oktober in Berlin im preußischen Abgeordnetenhause eine Beratung aller deutschen nationalen Verbände behuss gemeinsamen Vorgehens in den Angelegenheiten der Ostmark statt. Hätte es damals nicht geheißen, es ginge gegen die Sozialdemofra ie, würde man annehmen können, die Beratungen deutschnationaler Männer, die erst in Halle getagt hatten und später noch in Berlin verhandeln sollten, ständen hiermit in Zusammenhang. Die Beratungen über die Einführung einer Schlachtviehversicherung haben zu keinem praktischen Ergebnis aeführt. Die süddeutschen Regierungen verhielten sich ablehnend, und auch die norddeutschen Regierungen konnten untereinander zu keiner Verständigung gelangen. Im bayerischen Landtag erhoben bei Beratung des Militäretats die Abgeordneten Keidel( Sozd.) und Schädler ( 3tr.) heftige Klagen über die fortgesetzten Soldatenmißhandlungen und verlangen die Vorlage einer Statistik der einzelnen Fälle seit 1893. Abgeordneter Schädler erklärte, patriotische Männer seien angesichts der Veräußerlichung in der Armee, der fortgesetzten Aenderungen und Häufung von Zierraten in Sorge um den inneren Ernst. Er klagt ferner über den Lurus und die Erklusivität in der Armee. Mit Hinweis auf Beyerleins Roman Jena oder Sedan" spricht Abg. Schädler die Hoffnung aus, daß unser Weg nicht nach Jena führe. Das ungarische Abgeordneten hans fühlte sich nachträglich nun doch veranlaßt, dem scheidenden Grafen Apponyi ein anerkennendes Wort zu sagen. Ja, man fügte sogar hinzu, das Haus erwarte, die Beratungen würden auch fünftighin vom Präsidium in gleichem Giste wie vom Grafen Apponyi geleitet werden. Wenn das nicht blutige Fronie sein soll, müßte man sich eigentlich fragen, warum man dann fortgesetzt gegen die Geschäftsleitung des Grafen Apponyi demonstriert hat. Der gute Sultan von Marokko soll seiner dringenden Geldsorgen nun also doch enthoben werden. Es heißt wenigstens, daß die Verhandlungen zwischen Lansdowne und Delcassé über ein Darlehn von zwei Millionen Mark einen günstigen Verlauf nehmen. Die Chinesen sind doch, naive Leute. Jetzt haben sie dem russischen Gesandten ihre Verwunderung darüber ausgedrückt, daß Mukden abermals besezt worden ist. Natürlich konnte es nicht fehlen, daß Herr Lessar darauf seinerseits erwiderte, er sci erstaunt, daß man sich darüber wundere, zumal sich doch China geweigert habe, auf die russischen Forderungen einzugehen. Gleichzeitig stellt Nußland die Forderung auf, einen russischen Residenten in Mukden ernennen zu dürfen, der dem Tartarengeneral beigegeben werden und diesem in allen Angelegenheiten seinen Rat erteilen solle. Das nennt man doch noch konsequente Politik. Die kolumbische Regierung scheint den Kampf gegen die rebellierende Provi.z Panama als nuklos zu betrachten und sich mit der Tatsache der Unabhängigkeitserklärung Panamas abfinden zu wollen. So ist wenigstens die Nachricht zu deuten, daß der kolumbische General Tovar sich mit den gesamten in Colon befindlichen Regierungstruppen, 463 Mann, zu Schiff nach Cartagena begeben und den Isthmus, d. h. den Staat Panama, in den Händen der Rebellen gelassen hat. Angesichts der Haltung der Vereinigten Staaten in dem Konflikt ist eine solche Entschließung der kolumbischen Regierung wohl begreiflich. Nicht nur, daß die Panamabevölkerung auf eine mittelbare, wenn nicht auf eine unmittelbare Unterſtüßung der amerikanischen Streitmacht rechnen kann: Amerika ist auch drauf und dran, das Vorgehen der Rebellen offiziell gutzuheißen, indem die Washingtoner Regierung sich bereit zeigt, die Unabhängigfeit Panamas gutzuheißen. Präsident Roosevelt hat obenein beschlossen, die Frage der Anerkennung der Unabhängigkeit Panamas dem Kongreß anheimzugeben. Das bedeutet die Gewißheit der Anerkennung. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist von Wolfsgarten wieder im Neuen Palais bei Potsdam eingetroffen. Er wurde auf der Station Wildpark von der Kaiserin empfangen. Wie noch aus Darmstadt gemeldet wird, verabschiedeten sich auf Station Egelsbach Zar und Kaiser von einander aufs herzlichste. Auch pom Grafen Lambsdorff verabschiedete sich Kaiser Wilhelm in sehr herzlicher Weise. Die Verabschiedung des Grafen Lambsdorff vom Reichskanzler Grafen Bülow trug gleichfalls sehr freundschaftlichen Charakter. Heer und flotte. Der Garnisonzahnarzt. Die Bedeutung, die die Heeres= verwaltung der Zahnpflege im Heere beimißt, wird durch jolgende Weldung aus Stettin erläutert. Danach ist der durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Zahnpflege betannte Stettiner Zahnarzt Lührse soeben zum Garnisonzahnarzt von Stettin ernannt worden. Der Uebungsplan unserer Schlachtflotte hat eine durchgreifende Abänderung erfahren. Die Uebungen zur Ausbildung der neu eingeschifften Mannschaften im Winter sind fast vollständig auf die heimischen Gewässer eingeschränkt; die eine Sommerübungsreise ins Ausland fällt fort. Für diese Festsetzungen sind nicht nur strategische, sondern auch finanzielle Gründe bestimmend gewesen. Es liegt auf der Hand, daß die Verproviantierung und die Bekohlung der Schiffe im Auslande ganz erheblich größere Kosten erfordern als im Inlande. Die Ausbildung der neuen Mannschaften ist in den heimischen Gewässern in derselben Zeit und mit demselben Erfolge ausführbar wie in außerdeutschen, zumal die Entscheidung im Ernstfalle in den benachbarten Ge bieten fallen wird. Als Grundsatz wird deshalb fünftig gelten, daß die Geschwaderschiffe ihre Einzelübungen und ihre Uebungen in Verbänden vorwiegend in deutschen, die Aufklärungsschiffe mehr in außerdeutschen Gewässern vornehmen. Die aftive Schlachtflotte macht nur eine Auslandsreise; sie wird von sechswöchiger Dauer sein und kurz vor dem Beginn der Herbstübungen enden, so daß einige Schiffe noch docken können. Die Aufklärungsschiffe besuchen dänische und norwegische Gewässer und üben später in der Nordsee; voraussichtlich wird Kopenhagen angelaufen. Die einzelnen Verbände üben gesondert. Nach der Heimkehr gehen die Schiffe ins Winterlager auf der Ost- und Nordseestation. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 10. Verhandlungstag.) Berlin, 6. November. Es hat den Anschein, als sei nicht nur der Höhepunkt des Prozesses überschritten, sondern als ob die Verhandlungen sich in ganz seichtes Fahrwasser verlieren wollen. Die Zeugenaussagen, auf die von der Verteidigung so starkes Gewicht gelegt wurde, bringen nichts wesentliches zu tage. Der Generalagent List, der bezeugen sollte, daß er ein vom Grafen Sektor Kwilecki unterschriebenes Schriftstück gesehen habe, in dem dem Agenten Hechelsti 30 000 Mart für seine Bemühungen versprochen wurden, weiß nicht das Geringste davon. Die Verteidigung muß es sich denn auch gefallen lassen, daß die Staatsanwaltschaft ihr den Rat erteilt, vorsichtiger mit Behauptung von Tatsachen zu sein, die Zeugen in der öffentlichen Meinung herabzusetzen geeignet sind. Die Verteidigung hebt dagegen hervor, daß die Staatsanwaltschaft allen Ermittelungen der Verteidigung großes Mißtrauen entgegenbringe. Deshalb hielten es die Verteidiger für besser, nicht direkt Erkundigungen einzuziehen. Sie wollten vermeiden, mit irgend einem Zeugen in Berührung zu treten. Schwankende Zeugenaussagen. einschließlich 5000 M., welche der Berliner Zweigverein des Vaterländischen Frauenvereins dorthin gelangen lassen wird. Diese Gelder sollen dazu beitragen, die jetzt bei Beginn des Winters in verstärktem Maße drohende Not der ärmsten, von den Ueberschwemmungen in ihrem Nahrungszustande geschädigten Kleinbesitzer, Pächter, Inlieger zu lindern. * Lokales. Gießen, 7. November 1903. Das Großh. Regierungsblatt enthält einen Nachtrag zum Vorlesungsverzeichnis der Großh. Hessischen Ludwigs Universität zu Gießen, Winterhalbjahr 1903/04. ** Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf die morgige Sonntagsvorstellung hingewiesen, die in Lindners Bluthochzeit" ein hochinteressantes, überaus wirkungsvolles Wrk bringt, dessen poetischer Gehalt dem Herzog von Meiningen seiner Zeit veranlaßte, das Stüd in sein Gastspielrepertoir aufzunehmen. Die sorgfältig vorbereitete Inszenierung leitet Direktor Herm. Steingoetter, die Hauptrollen liegen in guten Händen. Das gesamte Personal ist in dem figurenreichen Stücke beschäftigt. Der gestern bereits von der Verteidigung ins Werk gesepte Vorstoß gegen den Zeugen Hechelski nimmt seinen Fortgang, liefert aber kein irgendwie nennenswertes Material. Während einige Zeugen den Hechelski wieder als einen Intriganten schildern, der anonyme Hezbriefe geschrieben haben soll, erklären andere ihn für einen strebsamen, fleißigen Mann, den sie eines Betruges nicht für fähig halten. Ebenso problematisch sind im allgemeinen die Angaben über die Frage, ob die alte Andruszewska am 27. Januar in Wroblewo war oder nicht. Die meisten Zeugen, die erst mit Vestimmtheit behauptet haben, daß sie sich dieses Tages erinnerten, schränken jetzt ihre Aussage dahin ein, die Andruszewski sei alle Tage auf dem Gute gewesen, folglich müsse fie auch am 27. Januar anwesend gewesen sein. Einige der Zeugen geben auch auf Befragen des Vorsitzenden zu, daß sie sich geirrt haben können. Selbst der Vogt Josef Kaczmarek, der anfangs mit voller Bestimmtheit erklärte, daß die Andruszewska am 27. Januar nicht verreist gewesen wäre, schränkt schließlich seine Aussage doch etwas ein, indem er borsichtig sagt: Ich habe das so in der Erinnerung." So erinnert er sich denn auch, daß die Andruszewska ihm am 27. Januar, als die Kunde von der Geburt des jungen Grafen eintraf, in der Küche aus Freude ein Extramittagbrot gegeben habe. Im Anschluß an die Aussage dieses Zeugen kommt es zu einer blen per Biter 2 1.0.70-0.90, Sad Mr. C.7018-60 fg., D efb. 62-66 efch gefalzen per Sa., Sammelflei auch 2 Hengste und zwar beim Meggermeister Horst ein. stellen will. Im Laufe des Jahres wurden die Räumlich. feiten des Horst vom Hofstallmeister von Willich besichtigt und da manches nicht nach Wunsch eingerichtet war, Aenderungen vorgeschrieben, die nun ausgeführt worden sind. Die am Donnerstag erfolgte Neubesichtigung ist zur Befriedigung ausgefallen und was ist die Folgebie Pferdezuchtgenossenschaft ist ebenfalls zufrieden und wird vom Antauf eines Hengstes absehen. Mainz, 6 Nov. Die Beiseßung des verstorbenen Bischofs Dr. Heinrich Brück erfolgt nach einem Beschluß des Domkapitels am nächsten Montag, vormittags 9 Uhr, im Dom.. ** Die Anlagen musik findet am Sonntag in Gießen in den Oftanlagen mittags 11 Uhr statt. Programm: 1. Ouverture Norma von Bellini. 2. Roſen aus dem Süden, Walzer von Strauß. 3. Glühwürmchen, Jdy von Lincke. 4. Fantasie über Koschats Verlassen bin i" von Reindel. * ** Die Ortstrankenkasse Gießen hält nächsten Freitag abends 9 Uhr im Postkeller eine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen sehr wichtige Buntte, so daß ein sehr zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wie der Arbeitgeber nur am Plaze iſt. Kontroverse zwischen Vorsitzendem und Verteidiger. Vorsitzender: Wie mir vorhin vom Richtertische gesagt worden, hat, als der leztvernommene Zeuge nach längerer Befragung erklärte, er habe es so in der Erinnerung", Herr Justizrat Wronker die Zwischenbemerkung gemacht:„ So weit bringt man die Zeugen!" Jch Lite um eine Erklärung über diese Bemerkung. Justizra: Wronker: Ob ich das Wort gebraucht habe, weiß ich nicht, ich möchte fast behaupten, daß ich gesagt habe:" So weit kommen die Zeugen!" Ich müßte verlangen, daß derjenige, der von mir eine solche Erklärung gehört haben will, diese Behauptung mir zunächst ins Gesicht sagt. Ein Geschworener erklärt hierzu: * * Die Grünberger Feuerwehr feiert am Sonntag, abends 8 Uhr, im„ Rappen" ihr 30jähriges Stiftungsfest. * Stadttheater Gießen. Maria Magdalene. 60000-5.50 m., Srentner 16-20 boron 8 Uhr morgen Wochenmarktberleb ht, und während egieben feilgebote Brandesam Am 31. Efe Margaret felowebel Wilhe Long, b. dahi Ratharine Edir Dr. Franz Phil Braunfels und her Peter Au .bafier.- 28 mna Elisabethe Indicht Beter Dunedborn. Brezina und M Ein bürgerliches Schauspiel in drei Aufzügen von Friedr. Hebbel. Jede Zeit hat ihre Sünden Den Tagesgrößen, den Geschmackspoeten und Gefälligkeitsliteraten jauchzt man zu, doch mancher Titane geht still und unverstanden seinen dornenvollen Weg und die Nachwelt kann nur noch seinen Werken den gebührenden Plaz anweisen. Aber es tilgt daß sie den Dichtern Kränze windet, deren Kunst ihrer auch jede Zeit einen Teil der eignen Schuld wieder dadurch, rüber zu entscheiden haben, ob diese verspätete Gerechtigkeit Zeit vorauseilte und ein anderes Geschlecht wird dann da mit den selbst begangenen Sünden die Wagschale hält oder nicht. ** Der Gewerbe- Verein Grünberg veranstaltet im Laufe dieses Monats zwei Vorträge; der erste findet Mitte Monats statt und wird vom Großh. Landeswohnungsinspektor Gretschel über„ Zweck und Wesen der gemeinnügigen Bautätigkeit und ihre Bedeutung für das öffentliche Wohl" gehalten; der zweite Vortrag hält am 29. November der Großh. Oberbergrat Prof. Dr. Chelius mit dem Thema„ Der Boden und die Lage Grünbergs und die übrigen hessischen Kur- und Badeorte". Er habe ganz genau gehört, daß der Justizrat nur gesagt hat: So weit kommt schließlich jeder Zeuge!"- Justizrat Wronker: Jedenfalls war meine Bemerkung nur objektiv gemeint und hatte keinerlei subjektive Spite. Ich bin gewöhnt, die Wahrheit zu sagen. Jeder Gedanke, den Vorsigenden eines Königlich preußischen Schwurgerichts und insbesondere diesen Herrn Vorsitzenden zu kränken, hat mir völlig ferngelegen. Falls ich wirklich etwas Unpassendes gesagt haben sollte, nehme ich es zurück. Erster Staatsanw. Steinbrecht: Nachdem der Herr Justizrat seine Aeußerung zurückgenommen, sehe ich von Stellung eines Antrages ab. Nicht einwandsfrei. * - Auch Hebbel war ein Berkannter. Seinen Zeitgenossen fehlte für die tiefangelegten Bühnendichtungen, die fast alle den Stempel einer pessimistischen Lebensanschauung tragen, das Verständnis und erst jezt, nachdem der Boden durch Andere wie Ibsen vorbereitet ist, gelangen sie allmählich zur vollen Würdigung. Ein bürgerliches Trauerspiel nennt Hebbel seine Maria Magdalene und als glänzendste Eigen schaft dieser Dichtung darf man wohl die meisterhafte Charakteristik, die in jeder Figur einen scharf umrissenen bürger lichen Tip verkörpert hat, bezeichnen. Aber deren Wiedergabe verlangt eine ausgereifte Künstlerschaft, weshalb man Marie Magdalene auch recht gut als Prüfstein für die Beistungen eines Ensembles betrachten kann und will man das, dann haben unsere Künstler gestern Abend die Probe samt und sonders in allen Ehren bestanden. Am 31. O no Wilhelmin berde dahier. Charlotte Albol Friedr. Appl Bistaffiftent F Bhelmine Elf Herr Linzens, Tischlermeister Anton, war eine Leist ung, die sehr hoch zu bewerten ist. Er schien eine Gestalt aus dem Leben auf die Bühne übertragen zu haben, oder sein eigenes Ich zu verkörpern, so natürlich und abgerundet wirkte sein Spiel. Nur die Deutlichkeit der Sprache litt etwas darunter. Direkt neben ihm ist Herr Teleky zu nennen, der als Leonhard ausgezeichnet war. Sich jeder Uebertreibung fern haltend, Iteh er auch der Intriganten. figur rein menschliche Züge und spielte überhaupt gestern Abend besonders die Scene mit dem Sekretär mit ver blüffendem Geschick. Herr Achterberg fesselte als Karl durch sein lebendiges Spiel, Herr Sandorff gab den Sekretär mit edlem Feuer und Frl. Kellermann Antons Frau mit herzlicher Schlichtheit. Den schwersten Stand hatte Frl. Hohl. In der Rolle haben wir vor einigen Jahren Frene Triesch hier gesehen und ihre Klara noch nicht ver gessen fönnen. Doch zeigte sich auch Frl. H. als denkende Künstlerin, die ihrer nicht leichten Aufgabe vollkommen gewachsen war und sie auch in schöner Weise bewältigte. Dem Arm der Gerechtigkeit suchte sich gestern Morgen wieder der von der Grünberger Gendarmerie ver= folgte Ernst Ranft, über den wir schon gestern einiges mitteilten, zu entziehen. Gerade wie Kneisel auf den Bayrischen Bergen sich seinen Verfolgern versteckt hielt, so macht es jetzt R. Als die Gendarmen am Freitag früh tamen und ihn festnehmen wollten, nahm er Reißaus auf die Dueckbörner Höhe, von wo er alles übersehen konnte. Sobald sich die Gendarmen anschickten die Verfolgung aufzunehmen, lief er wie ein angeschossener Hase davon. So gemeingefährlich dieser Mensch ist, so feige ist er aber auch, sobald es heißt, antreten, ins Kittchen. Seine treue Ehe hälfte steht ihm mit Rat und Tat zur Seite; sie ließ es sich selbst im kritischen Moment der Verfolgung nicht nehmen, ihren Manne in Begleitung ihrer Mutter mit Essen und Trinken auf der Durckbörner Höhe zu versehen; zum Gaudium der zahlreichen Zuschauer. Es ist nur schade, daß die Gemeinden und Behörden so viel Einsehen mit einer solchen Gesellschaft hat. Mit Geld und Kleidern wird solch arbeitsscheues Gesindel unterstüßt, auf Kosten so manches armen ehrlichen Mannes, der seine Steuern und Abgaben entrichtet, damit die Gemeinde Geld hat, dieses Pack durchzuschleppen. Der geeignetste Platz für diese Kadetten wäre das Arbeitshaus oder die Kolonie. Ranft soll 9 sterr Nachmittag bei Reiskirchen verhaftet worden sein. * Ein Zeichen der Zeit. Unsere Jugend das ist allabendlich das meistbesprochene Kapitel an unzähligen Stammtischen. Da ist des Klagens fein Ende über die immer mehr um sich greifende Zuchtlosigkeit des jungen Geschlechts und in der Tat, wenn man so von manchen Streichen hört, die heutzutage vorkommen, dann muß man den Kopf schütteln. So ist in Frankfurt wieder ein Fall vorgekommen, der noch nicht oft dagewesen sein dürfte. Ein Lehrling im zarten Alter von 16 Jahren hat sich mit seiner Geliebten", einem Mägdlein von noch nicht ganz 14 Lenzen, heimlich entfernt und ist nicht aufzufinden. Seit Mittwoch ist das Pärlein flüchtig, die beiderseitigen Eltern in größter Betrübnis zurücklassend. Sofort hinter diesem Konflikt bricht ein neuer zwischen dem Zeugen Schulfassenrendant Kloskiewicz und dem Distriktskommissar Leitlof aus. Der Rendant, der der Gräfin 5000 Mark geliehen hat, fühlt sich dadurch verlegt, daß der Distriktskommissar früher seine Bekundungen für„ nicht einwandsfrei" erklärt habe. Der Distriktskommissar hält den Zeugen für einen Winkelkonsulenten und dieser sagt: Der Kommissar kommt nur alle Vierteljahr nach Wroblewo, wie der Schah von Persien. In dieser lezten Aeußerung wird eine Beleidigung erkannt und der Rendant in 30 Mart Strafe genommen. Es folgen dann in bunter Reihe Frauen und Männer aus Wroblewo, die alle mit mehr oder weniger Bestimmtheit aussagen, daß die Andruszewska zur kritischen Zeit in Wroblewo anwesend war. Mehrere, die in der Voruntersuchung schwankend waren, haben jetzt die Sicherheit ihres Gedächtnisses wiedergefunden. Welchen geringen Wert die Anklage auf diese Aussagen legt, ersieht man aus den ständigen mahnenden Hinweisen auf die Heiligkeit des Eides. Die eine Zeugin, Franziska Schledozik, wird denn auch überhaupt nicht bereidigt, als dringend der Begünstigung berdächtig. Während sie in der Voruntersuchung ganz anders ausgesagt hat, will sie jetzt ganz genau wissen, daß sie in der fraglichen Zeit die Andruszewskis, mit denen sie Wand an Wand schlief, jeden Morgen sprechen hörte. Nächste Sizung: Montag. Nab und fern. Für die Ueberschwemmten. Der Hauptvorstand des Vaterländischen Frauenvereins hat seinen Verbänden in den bon den Ueberschwemmungen betroffenen Provinzen im Verfolg früherer Geldsendungen weitere 84 000 Mark überwiesen. Davon erhalten entsprechend den Vorschlägen einer mit Vertretern der beteiligten Verbände abgehaltenen Konferenz: Schlesien 45 000 M., Posen 21 000 M., Westpreußen 4000 M., Oftbreußen 4000 M., Brandenburg 10 000 m. " ** - Die anerkennenswerte Regie des Herrn Haag trug nicht zum Wenigsten dazu bei, Hebbels Trauerspiel zu einer in jeder Beziehung gelungenen Wiedergabe zu verhelfen. Haus war wenn sich auch manche Lücke zeigte lich gut besucht. *** Alten- Buseck, 7. Nov. Die Dr. Mettenheimersche Mineralwasserfabrik, welche zuletzt im Besitz des Herrn H. Völzel war, ist von Herrn Wilhelm Döpp übernommen worden und der Betrieb von Gießen( Sonnenstraße) nach hier verlegt worden. Büdingen, 6. Nov. In der letzten Sizung hat der Gemeinderat die Kanalisierung der Stadt beschlossen und dazu 150 000 Mt. bewilligt. - Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - Das ziemH Ohne Fl A Patent D Summet höne unverä Find abnehmb Flen der einfache Hebe Ausgeft Beidlägen. Gießen, 6. Rovember 1908. Techniker Wilhelm von Labinsky zu Friedberg wurde vom dortigen Schöffengericht wegen Ruhestörung zu einer Geldstrafe von 10 Mt. verurteilt, wogegen er und die Staatsanwaltschaft Berufung einlegten. In der heutigen Verhandlung zieht er seine Berufung zurück, was zur Folge hat, daß die Staatsanwaltschaft diesem Beispiel folgt und das bei dem untergerichtlichen Erkenntnis bleibt. Ein Kaufmann ist wegen Unterschlagung angeklagt. Er wird in eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten genommen. Frau Rosa Amend und Frau Marie Fleck dahier, haben sich auf der Bleiche gegenseitig beschimpft, mit Wasser beschüttet und mit Eimer und Gießfanne geschlagen. Vom Schöffengericht wurde Frau Amend zu einer Geldstrafe von 20 Mt. verur teilt, dagegen Frau Fleck, welche sich auf Notwehr berufen hatte, freigesprochen. Aus Aerger darüber schloß sich erstere als Nebenklägerin an und verfolgte Berufung um legt re auch in Strafe zu bringen. Der erwünschte Erfolg blieb aus, denn das untergerichtliche Urteil wurde heute bestätigt. Schreinermeister Wilhelm Barthel von Geiß- Nidda, setzte aus Fahrlässigkeit auf dem Felde einen Getreidehaufen in Brand, sodaß dem Bürgermeister Lind dortselbst ein Schaden von etwa 5 Mt. erwuchs. Wegen fahrlässiger Brandstiftung wird er in eine Geldstrafe von 5 Mt. ge * Romrod, 5. November. Der bei der jüngst stattgefundenen Messeraffaire verlegte Leop. Fischer ist wieder aus der Klinik in Gießen entlassen. Der Messerheld wanderte am Donnerstag nach Gießen hinter Schloß und Riegel. Nieder- Ohmen, 6. Nov Ein gefährliches Wasserbad nahm dieser Tage ein unbekannt gebliebener Mann in der Dhm. Demselben war der Hut in das Wasser gefallen. Um diesen zu erhaschen, hatte er sich zu weit vorgebeugt und stürzte ins Wasser. Zum Glück war rasch Hilfe bei der Hand, die den über„ Bord" Gefallenen herauszog. -n Groß- Felda, 7. Nov. Vor einigen Wochen hat sich hier eine Pferdezucht- Genossenschaft gegründet, welche die Pferdezucht nach badischem Muster fördern und pflegen will. Es sollte zu diesem Zwecke der anzukaufende Hengst in Privatpflege gegeben werden. Nun wird aber allen noch erinnerlich sein, daß der Landespferdezuchtverein nommen. Zum Schlusse hat sich der Gärtnerlehrling Wilhelm Ziegler von Steinfurth wegen Urkundenfälschung und Betrugs zu verantworten. Er wußte sich durch Anfertigen eines Schriftstücks etwa 22 Mt. zu verschaffen. Mit Rücksicht auf die Jugend hält das Gericht 5 Tage Gefängnis als angemessene Strafe. Wetterbericht. Groß- Fel ( Wetterdienst zu Gießen: Beppler.) Für Samstag und Sonntag ist Fortdauer des fühlen, teils heiteren Wetters zu erwarten. 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Eisenbecher Peter August Wagner und Anna Katharine Wagner, bd dahi er. Bürstenmacher Wilhelm Leichtweis dahier und Amna Elisabethe Bender zu Grüningen. 4. Nov. Dienstto woleber de thuight Beter deren Kun oft wird dum pätete Gere Hale hält oder - - tempi bahier und Eliſabeth Rieß zu urd born. 6. Nov. Damenschneider Anton Kurenda gen. regina und Margarete Schlangen, beide dahier. Eheschließungen. Seinen Beitg Am 31. Oft. Schlosser Friedr. Karl Phil. Bachmann ingen, die fund Wilhelmine Luise Georgine Elisabethe Berta Lehmann, anschauung Boden durch fie allmähli Trauerspiel glänzendfte& l die mei fumriffenen b er deren Wieden Deshalb man für die Leif will man das, he Brobe funt on, war eine Schien eine G gen zu haben, lich und abge it der Sprad Herr Telel war. Si der Intrigan Fretär e überhaupt ge 9 feffelte old R dorff gab de ermann erften Stand ra noch nicht 1. 5. als denta - eide dahier. Sergeant Karl Gottfried Burger und El se Charlotte Albold, beide dahier. 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Lein, Kleingöns u. 2. Steinmüller Gr. Lind. 25 2 Karl Post, Wiesed W. Linden 48 bei Louis Süßmuth " Steinberg 52 3 W. Fabel und " Linden 26 W. Wetzel LangLeir: KleinDern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg W. Steinmüller 46 Wwe Langaöns) 48 W. Fabel Wieseck W. Weißel, Lang= Göns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim Steinmüller L. Karl Post, Wiesed 50 ( Gr.: Lind.) u. W. Lein KleinLinden 52 1 Schwarzbrot bei Georg Dern " Karl Post, Karl Trautmann Wieseck E. Christ, Wiesed66 1 Kornbrot bei Ferd. Weiß, 22 Grüningen 2 Kornbrot Jakob Appel, Krof dorf Der 42 W. Lein, KleinLinden, Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen. Low. Velte, Atzbach44 Ferdinand Weiß, Grüningen, u. K. Spamer, Reiskirch.44 Brotverkäufer. II. Gr. Linden 21 Dieselben Preise, wie bei den W Steinmüller We W. Weitzel, Lang= Göns, Stein müller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim 22 hiesigen Bäckern, außer bei Hrch. Frebel 2, 2 Kg. Schwarzbrod 44. Gießen, den 7. Novbr. 1908. Großh. Polizeiamt Gießen, Hechler. Verein zum roten Kreuz W. Katz Zweigverein Gießen. Dem Vorgang fast aller deutschen Städte folgend beabsichtigen wir, eine Sanitätskolonne ins Leben zu rufen. Dieselbe soll sowohl im Kriegsfall zum Transport von Verwundeten als auch in Friedenszeiten bei größeren Unglücksfällen zur Hilfeleistung herangezogen werden. Wir fordern hierdurch alle, welche ein Herz für Verwundete und Leidende haben, zum Beitritt auf und laden dieselben ein, sich Sonntag, den 15. November 1903, nachmittags 3 Uhr im Saale des Café Ebel zu einer Besprechung einzufinden. In derselben wird über die Aufgaben der Sanitätskolonne und die Art der Ausbildung, die durch einen Arzt erfolgt, nähere Aufklärung gegeben werden. Damit die Leistungsfähigkeit der Kolonne im Kriegsfalle nicht beeinträchtigt wird, ist es wünschenswert, daß möglichst solche Männer beitreten, welche nicht mehr militärpflichtig oder ganz militärfrei sind. Schriftliche Beitrittserklärungen bitten wir an den Vorfizenden des Zweigvereins, Herrn Amtsgerichtsrat Wiener, Bergstraße 11 zu richten. Auch werden in der Versammlung am 15. November Anmeldungen entgegengenommen. Der Vorstand. Christbescherung der Kleinkinder- Bewahranstalt. Am 4. Advents- Sonntag, den 20. Dezember Gießen= Mäusburg 10. Grosse Auswahl in: modernen Paletots und Ulsters Fertige Anzüge zu allen Preisen. Anzüge nach Maass d. J., soll die Christbescherung für die Kinder unserer An- in bester Verarbeitung. stalt stattfinden. Wir haben für 230 Kinder die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Gelbgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Arbeits- Hosen u. Schlosser- Anzüge Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten in bekannter Güte. Gaben recht bald an eine der nach benannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewalt, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Oftanlage 31; Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt, Liebigstraße 49; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Ostanlage 36; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schmall, Oftanlage 36; Fräulein Luise Wortmann, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Kleinkinderschulschwestern sind, Diezstraße 15. Gießen, den 7. November 1903. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Gustav- Adolf- Frauenverein. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein, wie alljährlich, erhoben werden. Eine größere Anzahl von Sammlerinnen hat sich freundlichst bereit erklärt, die Erhebung der Gaben für 1903 zu übernehmen. Im Jahre 1902 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei amen Glaubensgenossen, in unserer Gemeinde 1357 Mt. durch unsere Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht, und durch Vermittelung des Verwaltungsrats in Darmstadt an 31 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten ve teilt. Indem wir allen Gebern und Geberinnen auf diesem Wege nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir, auch in diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu wollen. Gießen, 5. November 1903. Lodenjoppen in allen Preislagen. Farbige Hemden u. Unterhosen nur solide, dauerhafte Qualität. Normal- Hemden, Vergebung von Bauarbeiten. 262 Für den Neubau des medico- mechanischem onnementsp Juftituts bei der medizinischen Klinik zu Gießen. 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November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. ms Saus gebrad Bratiebellagen: Chberheifiche Re Wartenban, fowle Das Blatt erfd für Ku F Schwere letcher Beit im reis, in ganz amerika beobac paren stredenwe ech magnetischen chret. Der Aft magnetische Stör den und werde i efft werden, da mehre. 1870 un geben. MP Die Vivi flammenden Pro der niederösterr treitet, daß de Difffenschaftliche in Desterreich die Würdigung rpreuen. Die Dammstraße, zwischen Walltorstraße und ermerhin daray Nordanlage, wird wegen Vornahme von Kanalisations arbeiten von Montag, den 9. ds. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 7. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 12. September 1. Js. angeordnete Sperre der Nordanlage, zwischen Asterweg und Schillerstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 7. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. RP Die Mo Differbatorium Ellestops dieses hauptet, daß punttierte Linie e atmosphäris tanden Krater feinem Schl nt dit genug bet LLO. Die Gefä bei der Benuzu Brigt die Erfa neuen Glement erperimentiert etall etwa je Ginige Tage des Körpers widirbter Fled v Die am 12. September 1. Is. angeordnete Sperre de Afterwegs, zwischen Wallthorstraße und Nordanlage, hiermit aufgehoben. Gießen, den 7. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Elektrisch. Licht, Kraft, Celephon- und Schellen Anlagen PRE- Hosen und Jacken Schaufensterbeleuchtung etc Für den Vorstand des Gustav- Adolf- Frauenvereins: Die Vorsitzende:. Luise Wortmann. Der Schriftführer: Dr. Naumann, Pfarrer. von den billigsten bis zu den feinsten. Reichhaltiges Lager in Curnverein Giessen. Damenwäsche u. Samstag, den 14. November, abends 8 Uhr, Winterfest in der Turnhalle. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Winterbergnügungskarte gestattet. Metallsärrge und Särge jeder Art stets am Lager. Der Vorstand. 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