Nr. 156, Wonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., M's Saus gebracht 60 fg., burch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Jeenbek, fowie bie Glebener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt within an allen Berktagen namiteg6. Dienstag, den 7. Juli 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei 80 Die einfaltige Betielle r Gießen we ganz Oberheffen, die Kreise Wehlar und Warburg 10 Bfe. fonft 15 Vfg.; Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 94. Bostzeitungsliste No. 3900. Rebattion und Expedition: Gießen Nenenweg 98. Berufsrechaufla A, 868. Neuelle Nachrichten ( Cichener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Am Sterbelager des Papstes. Rom, 5. Juli abends. Die ewige Stadt steht heute unter dem Banne einer tiefen Erregung und Ergriffenheit: Papst Leo XIII. ringt im Vatikan mit dem Tode. Die Vorboten des Todes stellten sich gestern ein; wiederholte Ohnmachtsanfälle infolge einer plöblich eingetretenen Lungenentzündung zeigten, daß der Lebensfaden des greisen Oberhauptes der katholischen Christenheit seinem Ende nahe sei. Wer da weiß, wie aufrichtig Papst Leo auch von denen verehrt wird, die der Kirche fernstehen, der wird die Erregung und Ergriffenheit der römischen Bevölkerung begreifen. Und wäre diese Verehrung einer Steigerung fähig, sie würde mächtig gewachsen sein durch die Bekanntgabe der Tatsachen, wie Papst Leo stirbt. Bei völlig klarer Intelligenz sieht der Papst ruhig und gefaßt dem Tode entgegen. Er spricht von dem Tode als einer Gnade Gottes. Als ihm in Gegenwart von 20 Kardinälen, aller Prälaten seines Hofes und der Angehörigen der Familie Pecci das heilige Abendmahl gereicht wurde, sprach er alle Gebete klar und deutlich mit. Nur eine Sorge scheint den Scheidenden zu drücken: die zukünftige Entwickelung des höchsten katholischen Kirchenamtes. Darum benutzt der Papst die wenigen ihm noch beschiedenen Lebensstunden zu einer langen Unterredung mit dem Kardinal- Kämmerer Oreglia, dem er seine letzten Wünsche hinsichtlich des Kirchenregiments sowie des nächsten Konklaves mitteilt. Diese Seelenstärke nötigt einem protestantischen Zeitungsvertreter folgende Zeilen der Bewunderung ab: Der Umstand, daß Papst Leo bei vollem Bewußtsein und, bevor eine direkte Todesgefahr bestand, feierlich und ostentativ die Sterbesakramente nehmen wollte, ist für seine Geistesgegenwart und Willensstärke ebenso bezeichnend wie für die bei dem 94jährigen Greise unerhörte geistige Klarheit. Der Papst wollte sich vor seinem Tode noch ein= mal wenigstens ganz und gar als Statthalter Christi und als Herr der Kirche fühlen, und auf seinen bestimmten Befehl hin fand darum die Ceremonie der Sterbesakramente mit dem höchsten Prunk der Römischen Kirche statt. In vollkommener Seelenruhe und bei ganz ungetrübtem Bewußtsein sagte so dieser große Papst und seltene Mensch seiner Umgebung und der Welt, die er seit einem Vierteljahrhundert beherrscht, Valet eine Szene die auch der geradezu antiken Lebensauffassung des Papstes und seinem Mangel an jeglicher Todesfurcht ein glänzendes Zeugnis ausstellt. Diese Beobachtung ist zutreffend wie die folgende Wahrnehmung, die aus der Umgebung des Sterbenden kommt. Den Papst, so heißt es, habe in letzter Zeit nur noch die Idee des Konsistoriums aufrecht erhalten. Nach Beendigung des Konsistoriums und Verleihung der Kardinalshüte fehlte für den impressionabeln greisen Kirchenfürſten vorerst der be= stimmte suggestive Daseinszweck. Derselbe Organismus, der sich bis vor einen Monat noch so bewunderungswürdig stark und energisch gehalten hatte, klappte mit einem Mal zusammen. Die Ernährung ließ in den letzten Tagen überaus biel zu wünschen übrig. Seit zwei Tagen wollte der Papst durchaus nichts mehr zu sich nehmen, so daß ihm heute durch Injektion künstlich Nahrung zugeführt werden mußte. So stirbt Leo XIII. wie er gelebt: als ein starkgeistiger Mann von bewunderungswürdiger Charakterstärke... Ueber den Abschied des Papstes von den Kardinälen und seinen Verwandten wird aus Rom gemeldet: Nach dem Abendmahl ließ der Papst alle Kardinäle an sein Bett kommen, die ihm die Hand füßten. Er hatte für jeden ein freundliches Wort. Dem Kardinal Mathieu sagte er:„ Eminenz trage ich einen letzten Gruß an Frankreich auf, das Land meiner Hoffnungen und Schmerzen; nun ist alles vorbei." Dem befreundeten Ferrata flüsterte er zu:„ Lieber Ferrata, wir nähern uns der Ewigkeit, alle Sorgen werden bald überwunden sein.". Nachdem die Kardinäle das Gemach verlassen hatten, ließ der Papst seinen Neffen Camillo und dessen Frau hereinkommen und erteilte ihnen seinen Segen. Die Geistesfrische des Sterbenden schildert der römische Korrespondent des B. T. der gestern eine Unterredung mit Professor Mazzoni hatte. Der Gelehrte erklärte, der Organismus des Papstes besitze eine derartige Bähigkeit und Energie, daß er sich hüte, das allgemeine Todesurteil zu unterschreiben. Bedenklich sei indessen die folossale Schwäche des Papstes, sowie die Hartnäckigkeit des Lungenödems, das sich durchaus nicht auflösen wolle. Der Papst sei dabei so nervös, daß er weder im Bett, noch im Stuhl aushalte und beständig wechsele. Als er in letter Nacht Bouillon nehmen mußte, wollte er durchaus das Bett verlassen und setzte auch seinen Willen durch. Die Katastrophe ist chenjogut heute wie später möglich. Am Sonntag vor der Konsultation diftierte er noch seinem Privatsekretär Monsignor Angeli einige lateinische Disticha über den Tod. Trotzdem der Körper des Papstes zusammengefallen ist, erregt seine Willenskraft geradezu Bewunderung. Gestern ( Montag) Nachmittag raffte sich der Todkranke plötzlich auf und erklärte, das Bett verlassen zu wollen, er wolle nicht im Bette sterben... Wer wird Papft Leos Nachfolger? Auf Grund seiner Erfundigungen an geeigneter Stelle schreibt uns unser Berliner CB.- Mitarbeiter: Von den Kandidaten für die päpstliche Würde hat allen gegenteiligen Meldungen zum Trog der Staatssekretär Rampolla die meiste Aussicht, und zwar vorwiegend aus äußerlichen Gründen. Im Ganzen sind vier ernstlich in Betracht kommende Persönlichkeiten vorhanden: Kardinal- Staatssekretär Rampolla, der Chef der Proganda, Kardinal Gotti, Kardinal Vanutelli und der verhältnismäßig junge Kardinal Agliardi. Nampolla, ein romanischer Rassepolitifer, ist der ausgesprochene Kandidat der Franzosen und der Spanier. Vanutelli dagegen genießt das Vertrauen der Deutschen und Franzosen, und Gotti fommt als Kompromißkandidat in Betracht. Bekanntlich ſpielen sich die Wahlakte anders ab als sonst im Leben. Die Versammlung der Kardinäle tritt zu dem Konklave zusammen, das heißt jeder einzelne Kardinal bezieht ein Zimmer im Vatikan, in dem er, um die Wahl gegen äußere Einflüsse zu sichern, völlig gegen den Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen wird. Allmorgentlich versammeln sich dann die Kardinäle, ohne miteinander sprechen zu dürfen, in einer bestimmten Stapelle des Vatikans zum Gottesdienste, nach dessen Beendigung die Stimmzettelwahl stattfindet. Ergibt diese keine absolute Mehrheit, dann müssen sich die Kardinäle wieder in ihre strenge Abgeschlossenheit zurückbegeben, um am nächsten Tage die gleiche Prozedur zu wiederholen. Wenn die bestehenden Parteien hartnäckig sind, kann das Konklave wochen- und monatelang dauern. Die Stimmzettel, die keine Entscheidung gebracht haben, werden in einem bestimmten Ofen, dessen Kamin den eingeborenen Römern sehr genau bekannt ist, verbrannt. Täglich strömt nun das römische Volk, eine malerische Mischung von Flaneurs und Lazzaroni um die bestimmte Stunde nach dem Vatikan und wartet auf den Augenblick, in welchem aus dem bewußten Kamin die Rauchwolken aufsteigen. Geschieht dies, so weiß man, daß die Wahl ergebnislos war, wenn aber einmal die Wolfen ausbleiben, dann lauert ganz Rom und die Fremden mit ihnen auf den feierlichen Moment, in welchem der älteste Kardinal auf dem Balkon das neue Oberhaupt der katholischen Christenheit ausruft. Für die jetzigen Kardinäle ist die Aussicht auf ein Konklave besonders unerfreulich, weil die glühende Hize Roms den Aufenthalt in der strengen Klausur ihnen sehr peinvoll machen muß. 9 Die Entscheidung wird nur dann schnell fallen, wenn alle Kardinäle sich im Stillen vorher einigen sollten; in diesem Falle würde Rampolla mehr Aussicht haben als etwa Vanutelli. Vielleicht verbessern sich auch die Chancen seiner Kandidatur dadurch, daß man seinem Einfluß eine Niederwerfung des Konfliktes mit Frankreich zutraut. Wenn aber vor der Wahl keine stillschweigende Vereinbarung zustande kommt, dann hat allerdings der versöhnliche Kardinal Gotti die meisten Chancen. Das heilige Kollegium", wie es offiziell heißt, wird dann eine Zeitlang seine Kräfte messen, un sich schließlich auf einen tendenzlosen Kompromißkandidaten 31 einigen und als solcher gilt Gotti allgemein, während Ramboña als die schürfce Tonart und als Bi. typus be fannt ist. Hof und Gesellschaft. Auf der diesjährigen Nordlandreise werden den Kaiser begleiten: Generaladjutant v. Kessel, der Chef des Marinekabinets, Vizeadmiral Freiherr v. Senden- Bibran, die Generaladjutanten Generalleutnant v. Scholl und v. Moltke, Generalmajor Graf Moltke, Oberstleutnant v. Plüskow, Flügeladjutant, Fregattenkapitän v. Grumme, Generafarzt Dr. Leuthold, Hausmarschall Freiherr v. Lyncker, ferner Prinz Albert von Schleswig- Holstein, Prinz Sayn- Wittgenstein, Fürst zu Eulenburg- Hertefeld, Oberjäermeister Freiherr v. Heinze, Gesandter v. Tschirschky und Bögendorff und die Professoren Güßfeld und Salzmann. Prinzessin Heinrich von Preußen wird im Laufe dieser Woche Kiel verlassen und mit ihren Söhnen nach dem prinzlichen Gute Hemmelmark bei Eckernförde übersiedeln, um dort während der Abwesenheit ihres Gemahls Sommeraufenthalt zu nehmen. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts Vizeadmiral von Tirpik hat bis zum 15. September cr. Urlaub erhalten, den er zum größten Teil in Süddeutschland zu ver. bringen gedenkt. Nab und fern. * Der letzte aktive Bombardier der preußischen Armee, Feldwebel Karl Wahl vom westfälischen Fußartillerieregt. ment Nr. 7, ist in Köln im Alter von 70 Jahren zur großen Armee abberufen worden. Es war ihm vergönnt, vor noch nicht langer Zeit das goldene Militärdienstjubiläum zu feiern, bei welcher Gelegenheit ihm vom Kaiser die golden Krone zum Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen wurde.„ Vater Wahl" war ein geborener Kölner. Eine Masseneinlieferung in die Tollwat- Schutzstationen in Berlin hat dieser Tage stattgefunden. Die Hilfesuchenden sind die fünf Kinder des Bahnwärters Kloß aus Nastenburg( Ostpreußen), sowie zwei weitere Angehörige dortiger Familien in jugendlichem Alter. Die Kloßschen Kinder wurden von einem tollwutverdächtigen Hunde gebissen, der plötzlich in die Wohnung der Eltern eingedrungen war. Von diesem Tiere wurden später auch die beiden anderen Kinder durch Bisse verletzt. Der Hund wurde am nächsten Tage verendet aufgefunden; sein Kadaver wurde zur Untersuchung ebenfalls nach Berlin gebracht. Ein Diebstahl von 181 Wechseln wird uns aus Stadthagen( Schaumburg- Lippe) gemeldet. In das Kontor des dort wohnenden Fabrikanten Otto Bosse wurde während der Nachtzeit ein Einbruch verübt, bei welchem den Dieben u. a. 181 gezogene Wechsel im Gesamtwerte von 33 000 Mark in die Hände fielen. (:) Zwei deutsche Deserteure ſtellten sich, wie Pariser Blätter berichten, dieser Tage den französischen Behörden in Nancy und baten um Einreihung in die Fremdenlegion. Ter eine der beiden Ausreißer kam aus Château- Salins, der andere aus Met. Eine schauerliche Entdeckung machten einige Arbeiter der städtischen Gasanstalt in Königsberg i. Pr., die in der Simon Dachstraße mit dem Legen der Gasrohre be schäftigt waren. In der Tiefe von ca. 1 Meter stießen sie auf ein Hindernis, welches sich nach Freilegung als ein Kinderfarg erwies, dessen Deckel nur leicht auf den unteren Teil aufgelegt war. Als die Arbeiter den Sarg öffneten, fanden sie darin das Gerippe eines ausgewachsenen Mannes liegen. Die Kriminalpolizei stellte Nachforschungen zum Zwecke der Aufklärung des rätselhaften Fundes an. E wird vermutet, daß man es hier vielleicht mit der Leiche des seit ca. acht Jahren vermißten Restaurateur Göhring zu tun habe, der damals plötzlich verschwunden war. ::: Ein Falschmünzer wurde in der Person des 29 Jahre alten Kaufmanns Eugen Neisse in Berlin auf der Straße eingefangen, als er sich mit einem soeben erworbenen Stempel entfernen wollte. Er hatte bei einem Graveur einen Stempel zur Herstellung von 20- Markstücken bestellt. Aus der einen Seite sollte der Adler, auf der anderen das Bildnis Kaiser Wilhelms I. enthalten sein. + Ein angenehmer Passagier. Aus der Schweiz wird berichtet: Zwischen den Eisenbahnstationen Au und Heer. brugg sollte gestern ein Italiener, der ohne Fahrkarte ein. gestiegen war, dem Schaffner des nach St. Gallen gehender Zuges das Fahrgeld bezahlen. Er zog das Portemonnaie aus der Tasche, ließ es aber fallen, und es erfolgte eine starke Explosion, die unzweifelhaft von einer Dynamit. patrone herrührte. Der Boden des Wagens wurde durchschlagen und dem Italiener die ganze rechte Hand weg. gerissen; außerdem hatte er schwere Verlegungen am Kopfe. Die Passagiere famen mit dem Schreck davon. Man zog sofort die Notleine, und der Zug hielt auf freiem Felde. Der Italiener wurde durchsucht, und man fand in seinen Taschen noch mehrere Dynamitpatronen; er wollte nicht angeben, wie er sie erlangt hatte und zu welchem Zwecke er sie benutzen wollte. In St. Gallen wurde der gefährliche Passagier al: Polizeigefangener in das Krankenhaus gebracht. × Des Kindes Engel. Die Passagiere eines Schnellzuges der Moskau- Kasaner Bahn waren vor einigen Tagen in der Nähe der Station Monachowka Zeugen eines aufregenden Vorfalles. Mit voller Geschwindigkeit sauste der Zug dahin, als das Publikum von den Wagenfenstern aus ein kleines Kind erblickte, das zwischen den Schienen mit Sand spielte. Ein Augenblick und es verschwand unter den Wagen. Die Phantasie des Publikums malte sich ein erschütterndes Bild aus. Man hörte unter den Passagieren Schreie, Weinen, Stöhnen... Wie groß war aber die Freude und die Verwunderung aller, als unter dem letzten Wagen sich plötzlich das Kind zeigte, das sich sorglos die Hände vom Sande reinigte. Es war völlig unverletzt, da es gerade zwischen die Räder des Zuges geraten war und ruhig sizen blieb, als der Zug über seinem Kopfe hinwegdonnerte. Der Jubel der Passagiere, die soeben noch angstvolle Minuten durchlebi hatten, wollte kein Ende nehmen. Fünfzig Personen ertrunken. Aus Pittsburg( Ver. St.) meldet der Draht: Der See in Dafford, einem Vergnügungsort in der Nähe von hier, trat infolge eines Regen sturmes über seine Ufer, durchbrach den Damm und strömte das Tal hinunter. Etwa 50 Personen sollen ertrunken sein. Großer Schaden an Grundeigentum ist angerichtet, die nächstgelegenen Städte sind überschwemmt, und die Pennsylvania- Eisenbahn ist unterwaschen. § Fahnenflüchtiger Offizier. Der Lieutenant Friedrich v. Derschau vom Infanterieregiment Nr. 27, welcher vor einiger Zeit seine Garnison Halberstadt heimlich verlassen hat, ist von dem Gericht der 7. Division in Magdeburg für fahnenflüchtig erklärt worden. § Ein achifacher Brandstifter wurde vor dem Schwurgerichte zu Leoben( Obersteiermark) zu 18 Jahren Kerker verurteilt. Täter ist der 22jährige Rauchfangfehrer und Feuerwehrmann Eduard Pitsch. Er hatte acht verheerende Brände in Trofaiach angelegt aus Freude am Alarmblasen als Hornist und am Löschen, wie er aussagte, und versette die Bewohnerschaft in beständigen Schrecken, bis seine Grgreifung gelang. Die Verhaftung Hammers trug auch zu diesem verweifelten Entschluß hei. der, die Blicke aller ruhten starr, voll banger Erwartunge I auf ihm. Zeilen wohl, aber nicht den Namen Funke und Desselbein hat diese Niederträchtigkeit begangen, er haßt mich ebenso wenig die beiden Apressen," antwortete sie. Die gbrich inlich aus Ich Der Präsident fuhr fort: schlief," warf Emithson cin. und ohne ein Wort zu sagen, versetten eie pen Schaffner in einer übrigens ganz unverständlich Aufwallung mit der Faust Die Politik. Deutscher Flottenbesuch in Amerika. ▲ Bei dem Festmahl, das der Berliner amerikanische Botschafter, Charlemagne Tower, zu Ehren des Kaisers anläßlich des amerikanischen Flottenbesuchs in Kiel gab, teilte der Kaiser dem Chef des amerikanischen Geschwaders, Admiral Cottoni mit, daß er zu der im nächsten Jahre in Saint Louis stattfindenden Weltausstellung ein deutsches Geschwader unter dem Befehle des Prinzen Heinrich und mit dem Prinzen Adalbert als Leutnant zur See entsenden werde. Kurze politische Nachrichten. * Dem theinischen Oberpräsidenten Nasse ist von Bewohnern der Rheinprovinz zur bevorstehenden Feier seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums eine Stiftung von über 200 000 Mt. überreicht worden. Dem Oberpräsidenten steht die Bestimmung über die Verwendung der Stiftung zu. * Fürfibischof Ropp hat sämtliche ihm unterstellte Bischöfe in einem Rundschreiben von der Verweigerung der firchlichen Trauung des Reichstagsabgeordneten Storfanty in Kenntnis gesetzt. * In Schweden sind 200 000 Eisenarbeiter von den Fabrikanten ausgesperrt worden. * Präsident Roosevelt hat auf Long Island wieder eine Rede gehalten, in der er eine Flotte erster Klasse als billigste Friedensversicherung und als einzige Gewähr für dauernd gute Beziehungen zum Auslande bezeichnete. Die Enteignung von Gelände in der Gemarkung Gießen zum Zwecke der Errichtung einer chirurgischen und einer Augen- Klinik. In den Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und Ausgaben des Großherzogtums im Rechnungsjahre 1901/02 war ein Betrag von 305 000 Mt. aufgenommen worden zur Erwerbung von etwa 61 000 qm Gelände, auf welchem eine neue chirurgische und eine neue Augen- Klinik der Universität Gießen errichtet werden sollten. Nachdem die Ausgabe des vorgesehenen Betrags die verfassungsmäßige Bustimmung der Ständekammern gefunden hatte, wurde zur Erbauung der neuen chirurgischen und Augen- Klinik dasjenige Gelände gewählt, welches gegenüber den bereits früher gebauten( medizinischen und Frauen-) Kliniken nordöstlich der Klinikstraße sich bis zu den Gärten hinter der Wilhelmstraße hinzieht. Lokales. teen, ben 7. Juli 1908. * Der Großherzog hat am 6. Juni d. J. der Gemeindehebamme Benigna Bley zu Treis- Horloff die die Silberne Medaille des Ludewigs- Ordens verliehen. * Der Großherzog hat am 4 Jult d. I. den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakul tät der Landes- Universität Dr. Wilhelm Sievers zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes- Universität ernannt. * Die Deutsche Volkswacht" des Herrn D. Hirschel schreibt:„ Der liberale Sieg in Alsfeld- Lauterbach wird den Reichstag noch beschäftigen, der entscheiden wird, ob die Herren Beamten aus dem Vogelsberg ein Klein- Sibirien machen dürfen. - - - - *** Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten Gießens, die am Donnerstag, den 9. Juli nachmittags 4 Uhr stattfindet, ist folgende: 1. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen für die Sielbauten. 2. Vergebung von Unterhaltungsarbeiten in der städtischen Kaserne. 3. Neuchaussierung der Hammstraße von der Unterführung an der Westanlage bis zur Wieseckbrücke; hier: Vergebung von Pflasterarbeiten. Vergebung von Pflasterarbeiten.- 4. Baugesuche der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins für den Wetlarerweg; hier: Fluchtlinienplan. 5. Fluchtlinienplan für die Neuen Bäue. 6. Verbreitung der Marburgerstraße; 7. Gesuch des Konrad Rübsamen, hier: Geländeerwerb. um Ueberlassung eines Teils des Schweinemarktes zum Lagern von Kies.- 8. Anschluß des neuen Friedhofs, sowie des Armen- und Hochbauamts an die Fernsprechleitung. 9. Preis der elektrischen Energie für den Staat. Herstellung eines Schußgeländers am Schwungrad der 30011. Verlänger pferdigen Maschine im Elektrizitätswerk. ung der Gasleitung in der Rodheimerstraße. 12. Verlängerung der Gas- und Wasserleitung in der Landmannstraße. 13. Beleuchtung des Blazes hinter der Johannesfirche. 14. Vergütung der Schuhmannschaft für die Bersonenstandsaufnahme. 15. Ferien der StadtverordnetenErlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause BismarckBersammlung.- 16. Gesuch des Friedrich Kopp- Gießen um Straße 30. - - - Wilh. Kämpfe aus Ehringsdorf wegen Betrugs; Heilgymnaftifer Ernst Heinr. Klettner aus Altenflies wegen Betrugs und Installateur Georg Winnecker aus Gießen wegen Strafvollstreckung. ** Die freiwillige Feuerwehr Gießen hatte gestern abend eine größere Uebung an dem Alexander Meyerschen Hause an der Schulstraße. Das Haus wird gegenwärtig abgerissen, um einem Neubau( Apotheke) Plaz zu machen; diesem Umstand hatte sich die Wehr zu Nußen gemacht. Ein Sturmangriff gelang vorzüglich, innerhalb 5 Minuten hatte die Wehr auf dem Dache des Hauses Wasser. Wie wir hören, soll auch der Stadtrat bei der Uebung zugegen gewesen sein. Nach der Uebung fand eine gemütliche Kneipe statt. * 30. Ganturnfest in Wetlar. Am gestrigen 2. Tag begann früh punkt 7 Uhr das Einzelwetturnen. Unter günstigen Witterungsverhältnissen fonnten die Wettturner nach Wunsch ihre Kräfte entwickeln und wurden auch recht lobenswerte Resultate erzielt. Es murnten in der Oberstufe 15 Turner, von denen 7 Preise erhielten; in der Unterstufe traten 120 Wettturner ein, von denen 43 die nötige Punktzahl erreichten. Um 6 Uhr fand die Preisverteilung statt und erhielten folgende Turner nachstehende Preise: 1. A. Salzmann 2. Anton Berghof 2. J. Lippert 3. C. Schmidt Oberstufe. T.-V. Bad- Nauheim 57% Punften Gießen 55% " " Buzzbach 55% " Gießen 55 " " 4. Ludw. Bepler Gießen 53% " " P 5. J. of Gießen 51% " " 10. 6. K. Rees " 7. Chr. Rösing " Buzzbach 511 Marburg Unterstufe. " 50% 19 * Die Submissions Offerten Eröffnung für die weiteren Kanalisationsbauten in Gießen, welche gestern nachmittag in Gegenwart der erschienenen Interessenten durch Baumeister Braunbach vorgenommen wurden, hatten folgendes Ergebnis: Franz Bauch, Beine( Hannover) Nachtrag Die neuen Kliniken sind derart projektiert, daß die chirurgische Klinik, den südwestlichen und ein Stück des mittleren Teiles des erwähnten Geländes umfassend, mit der Front des Hauptgebäudes nach Süd- Westen gerichtet, den an der Klinikstraße bereits liegenden Kliniken gegenüber errichtet, die Augenklinik, den Rest des mittleren Teils und den nordöstlichen Teil des Gebäudes umfassend, mit der Theodor Düren Frankfurt a. Main Nachtrag Front des Hauptgebäudes nach Nord- Often gerichtet, erbaut werden soll. Die zur Errrichtung dieser Kliniken erforderlichen Grundstücken wurden teilweise zum Preise von 5 M. Jäger& Rumph, Hanau Nachtrag Nachtrag 1. Robert Köhler, Wetzlar 2. Hans Krämer, Butzbach 3. Georg Fischer, Marburg T.-V. 4. Albert Münch, Wezlar 5. Philipp Hörr, Launsbach 6. Gustav Bomhof, Biedenkopf 7. Friedrich Jung, Kleinlinden 8. Mar Günther, Lollar 9. Ludwig Dechert, Gießen T.-V. 10. L. Schmalz 10. Fr. Schmidt, Marburg T.-B. 11. Jacob Otto, Wegfar 12. Georg Dichaut, Alsfeld 13. Ernst Röhrig, Weglar 12. Karl Bender, Krofdorf 264 032,20 Mt. 20 296,00 284 328,20 Mt. " 341 166,50 Mt. 20 214,00 C H 361 380,50 Mt. 290 805,20 Mt. 12 284,50 303 089,70 Mt. 329,945,30 14. Heinrich Hamel, Gießen T.-V. 15. Richard Osterburg, Friedberg 15. Georg Bicking, Alsfeld 16. Karl Heronimus Friedberg 17. Karl Wenzel, Gießen T.-V. 18. Karl Grieß, Bad Nauheim 19. Karl Möller, Lauterbach 20. Johs Rösser, Marburg T.-V. 20. Franz Riegel, Weglar 64% Punkten Νιου Gem meifterei ab auch in dief Um das amtli wolle man jest an mid Der FURSILIC LIVERPOOL Gegri 63 11 62 615/6 60 Alleinige " " 595/6 " 59/6 " 1 582€ 57% " " 5746 " 57% " f 57% 99 57% PP 57% 6 " 57% 57 " " 565/6 " 565% " P 566 " 56 " kößt 5526 5516" 544/6 5446 " " " " " 21. Heinrich Sommer, Usingen 22. August Nicolai 5426 " 535/6 " 534/0 " 5326 " 53 53 " " 5226 " 526 52 514/6 " " " 5146 " " P 51% 51³/ 51 " " " 50% 6 Spe " 50/6 " Bo 50% W 50 " H 17 766,00 347 711,30 Mt. pro qm freihändig erworben. Acht Eigentümer, nämlich: 1. die 1. evangelische Pfarrei Gießen, 2. Karl Heinrich Schwan, 3. Andreas Weidig III., 4. Nathan Rosenthal, 5. die Gail'schen Erben, 6. die Balser'sche Stiftung, 7. Phil. Holzmann& Tie, Frankfurt August Gabriel II., 8. Wilhelm Plant II., gingen auf das ihnen gestellte Gebot nicht ein, weshalb die von der Regierung hierzu beauftragte Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten die Enteignung der nicht freihändig erworbenen Grundstücke und Grundstücksteile beantragte, wobei sie 5 Mt. für jeden qm Gelände und außerdem für die Gabriel'sche Hofraite 27 000 mt. anbot. Der Enteignungsantrag wurde nachträglich auf das den Gail'schen Erben gehörige Grundstück ausgedehnt, nachdem der Anwalt der Eigentümer erklärt hatte, daß er gegen eine nachträgliche Ausdehnung des Enteignungsantrags auch auf dieses Grundstück für den Fall, daß die Zulässigkeit der Enteignung überhaupt ausgesprochen werde nichts zu erinnern finde. Was die Einwendungen gegen den Plan im allgemeinen betrifft, so wurde geltend gemacht, die neu zu bauenden Kliniken fönnten mindestens ebenso zweckmäßig, jedenfalls aber billiger an anderen Plätzen errichtet werden, als auf dem dafür beanspruchten Gelände. Diese vorgeschlagenen Plätze haben sich nach genauer Prüfung als nicht geeignet erwiesen und mußten die dahingehenden Vorschläge zurückgewiesen werden. Was die Entschädigungen betrifft, so stehendem Angebot von 5 Mt. für den qm des Geländes die Forderungen der Eigentümer in der Höhe von 8 bis 20 Mart gegenüber. Die Eigentümer stehen auf dem Standpunkt, daß das Gelände wegen seiner vorzüglichen Lage als Gelände für Villen und andere wertvolle und kostspielige Privatgebäude sich teurer verkaufen lasse, wenn es nicht vom Staate für den Bau der Kliniken in Anspruch genommen wäre. Nach dem Gutes fann jedoch in Aussicht genommen werden, daß es mit achten der Lokalkommission ist das Gelände kein Baugelände, der Zeit Baugelände wird. Die kleineren zu zweit genannten Forderungen sind für die Herstellung der eventuell in Bementrohr vorzunehmende Verlegung des Regenwassersammlers von der Steinstraße bis zur Wallthorstraße, an Stelle des jeßigen Schorrgrabens. Es wurde für sämtliche Grundstücke, wie bereits berichtet, die Entschädigung auf 5 Mt. für den qm festgesetzt. Für Bäume und Sträucher sind rund 83 Mt. für die Erben Weidig und 269 Mt. für Rosenthal festgeseßt. Der letztere erhält außerdem eine Vergütung von 10 Mt. für eine Einfriedigung. Den Entschädigungen wurde überall der berechnete Flächeninhalt der Grundstücke im neuen Grundbuche zu Grunde gelegt. Der Provinzial- Ausschuß hat in seiner Sizung vom 27. Juni die gegen den Plan des Unternehmers und gegen das Verfahren erhobenen Einwendungen als unbegründet verworfen. Die für die Erbauung der Kliniken erforderlichen Grundstücke feſtgeſtellt und die Entschädigung an die Eigentümer auf 235,462 Mt. festgesetzt. Außerdem ist von der Unternehmerin die neue Grenze der dem Ferdinand Gail Erben, der Balser- Stiftung und des Wilhelm Plant II. gehörigen Grundstücken mit entsprechender Bauplageinfriedigung, wie sie in der Stadt Gießen vorgeschrieben ist, zu versehen. ** Ertrunken ist gestern abend in der Lahn der ca. 33jähr. ledige Diensttnecht Schmidt. Der Ertrunkene ging mit einem Pferde seines Dienstherrn, Fuhrmann Schott, in die Pferdeschwemme bei der Pulvermühle; das Wasser ist dort nicht sehr tief, doch hat ein Bagger an einigen Stellen das Flußbett ausgebaggert, in diese ausgebaggerten Stellen soll er mit seinem Pferde geraten sein. Das Pferd scheute und warf den Knecht ab, der des Schwimmens unfundig, um Hilfe rief. Einige Studenten aus dem Restaurant Pulvermühle" sprangen ihm nach, andere nahmen Boote um den Ertrinkenden zu retten; doch zu spät-. Vor den Augen einer großen Menschenmenge versant der Bedauernswerte in der Flut. Die hilfsbereiten Retter fonnten den so schnell aus dem blühendem Leben geriffenen Mann nur als Leiche landen. *** Der Verband stag hessischer Vorschuß- und Kredit- Vereine findet am Donnerstag und Freitag in Gießen statt. Die hiesige Gewerbebank ist aus diesem Anlaß an genannten Tagen geschlossen. ** Fernsprechverkehr. Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Hannover nebst den öffentlichen lingen und Waldhausen( Bez. Hannover) ist zugelassen Sprechstellen Bornum( Hannover), Hannover- Linden, Nick worden, jedoch mit Ausschluß der Zeiten von 9-12 Uhr vorm. und 3-7 Uhr nachm. an Werktagen. Die Gesprächsgebühr beträgt 1 Mark. - - Hunde- Ausstellung zu Frankfurt a. M., bei der Hundesport. Auf der großen internationalen 950 Hunde aller Rassen in Ronkurrenz traten, haben folgende Gießener Züchter für ihre zur Ausstellung gebrachten Tiere nachstehende ehrende Auszeichnungen erhalten: Bahnarzt Förster, Dachshunde zwei I. und vier II. sowie Ehrenpreis. Friß Nassauer( Leonburger Rüde) drei 1. Preise und Ehrenpreis. Jung, roter Dachshund einen 2. und 4. Preis. H. F. Heinrich Jensen( russischer Windhund) 1. Preis, Ehrenpreis din) 1. Preis und als beste Hündin der Rasse auf der Ausund Championtitel, Georg Forbach( grauhaarige Binscherhünftellung einen Ehrenpreis, Georg Volt( Dobismannpinscher) Bahlreiche lobende Anerkennungen kamen außerdem noch nach 2. und 3. Preis und Wilhelm Hamel( Bulldogge) 4. Preis. Gießen. ** Steckbrieflich verfolgt werden von der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen: Dachdecker Matthäus Fröhlich aus Aschaffenburg wegen Betrugs; Karl Fr. 23. H. Wagner I., Großlinden 24. Friedrich Köhler, Lauterbach 25. Ernst Koch, Alsfeld 25. Emil Schulz, Wetzlar 25. Heinrich Weber, Kleinlinden 26. Karl Burgmann, Weglar 26. Luy Löwe, Marburg T.-V. 27. Wilh. Rööh, Krofdorf 28. Karl Wat, Bad Nauheim 28. Karl Schneider, Wezlar 28. Georg Kornder 29. Heinrich Rug, Kirchhain 30. Georg Häuser, Butzbach 31. Albert Völzing, Nidda 53 32. Mox Höpfner, Gießen T.-V. 33. Heinrich Schnepf, Krofdorf 34. Heinrich Schneider, Wezlar Nach Beendigung des Wetturnens fing es leider an zu regnen, trotzdem hielten die Turner und zahlreichen Gäste aus; der Regen konnte die fröhliche Stimmung nicht trüben, da die Zelte genügenden Schuß boten. Abends zogen die Wetturner der Heimat zu und wurden von den Vereinen mit Ehren empfangen. Auf dem Festplatz machte sich aber wieder ein munteres Leben bemerkbar und auf dem Tanzplatz wurde wieder flott gewalzt. Mit Befriedigung blicken, da es in allen Teilen gut gelungen ist und die tann der Gau Hessen heute auf das 30. Gauturnfest zurückFestausschuß Weßlar aber gebührt der beste Dank für die blicken, da es in allen Teilen gut gelungen ist und die Turner in bester Form gezeigt hat. Dem Turnverein und vorzügliche Arrangierung des Festes. Gut Heil! Ehefrau nach dem Wachtlokal und bat um Schuß und Hilfe Grünberg. Vergangenen Mittwoch Nachts fant eine vor ihrem Manne, der sie nebst ihren Kindern mit Erschteßen bedrohte. Der geladene Revolver nebst ungefähr 50 Patronen wurden hier auf dem Schie ßluftigen vom Nachtwächter Margolf abgenommen. Nidda, 4. Juli. Gestern mittag vernichtete in Ober- Schmitten ein ausgebrochnes Schadenfeuer die Scheuern des Großh. Bürgermeisters Freimann und des Landwirts Hofmann. Das Wohnhaus des Bürgermeisters war sehr ge fährdet. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Kaspar Langsdorf Wwe., des Wilhelm Jung I. und des V Klein- Linden, 7. Juli. In den Gehöften des Johannes Leier II. ist Schweinerotlauf ausgebrochen. Die an Rotlauf erkrankten Schweine sind unter Stallsperre, die der Seuche verdächtigen Schweine sind unter Gehöftsperre gestellt. Diefes a Würze- Extra Wöchnerinne bon hohen me Gieß Man verl E Zemen Refor Bi 40 pr bi bel meinen Kunden groß glanzenden Zeugniffen ab Salle geht, wo Giftbrod chädlichen Nagetieren mi flügel abjolat unfchädlich plombierten Padungen à anderes aufreden. Do nid Arb in nur befter, dau Robe Seilgym en Betrugs Ben wegen Sießen hatte nder Meyers wird gegen e) Blak zu Nugen ge innerhalb 5 fes Waffer. Uebung zu gemütliche m geftrigen zelwetturnen. die Wett wurden auch der Ober der UnterAmtliches Adreßzbuch der Provinzial- Hauptstadt Gießen Akademischer Gesangverein Giessen. 1 Mittwoch den 8. Juli 1903, nachm. 52 Uhr Konzert Gemäß eines mit dem Großh. Polizeiamt und der Großh. Bürger- in der Turnhaile an der Nordanlage. meisterei abgeschlossenen Vertrages erscheint das Adressbuch der Stadt Giessen mit einem Plan der Stadt die nötige auch in diesem Jahre in der seitherigen Form. eisverteilung Preise: Bunften " " " 11 8 " " 11 Buntten - Die Jahreszeiten von Joseph Haydn. für Soli, Chor und Orchester, comp. 1799/1800. Dirigent: Solisten: Mitwirkende: Grossh. Univ.- Musikdirektor G. Trautmann. Frl. Tilli Hinken Konzertsängerin aus Dortmund. ( Sopran), Herr Otto Wolf, Grossh. Hofopernsänger aus Darmstadt( Tenor), Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M.( Bass). Chor: Der akademische Gesang- Verein. Orchester: Kapelle des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm verstärkt durch auswärtige Künstler. zu 2 Mk., Sperrsitz bei Um Verwechselungen mit einem Privatunternehmen, dem das amtliche Material nicht zur Verfügung steht, zu vermeiden, wolle man gefälligst hiervon Kenntnis nehmen und Bestellungen gefl. schon Eintrittskarten: De Herm Ernst Challier jetzt an mich gelangen lassen. Der Subskriptionspreis beträgt Mt. 2,60 wie seither von Münchow'sche Hof- und Universitätsdruckerei Otto Kindt. 11 n " I Alleiniges, nach amtlichen Quellen bearbeitetes Adreßbuch der Stadt Gießen. 11 N 11 " I 11 H H H H 11 H H " 11 11 5 " 11 11 ㅒ 3 B 11 11 11 6 " 1 3 H FÜRSTLICHE BRAUERE KOSTRITZHÜRINGEN RIE TRADE AND LIVERPOOL ARDWIRTH ZCC FRANZ FEDIN WIEN LONDON 189 LONDON Gegründet 1696 VICTORIA MERITO UNDNAHRUNGSMITT MAGOFBURG 1893 AGENDE AGEN MAGDEBURG INGIN DER ADAM AMSTERDAM 1834 BRITY LEIPZIG Gegründet 1696 Köstritzer Schwarzbier. WAAREN ZEICHEN Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Extraktes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Rekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in: Gießen bei Fr. Kühuhold, Bierdepot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte Köftrißer Schwarzbier". Versteigerung. ( Rudolfs Nachfolger) zu haben. 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Zu dem Donnerstag den 9. und Freitag den 10. Juli hier stattfindenden 41. Verbandstag Hessischer Vorschuss- und Kreditvereine laden wir hiermit die verehrlichen Mitglieder unserer Bank zur recht zahlreichen Beteiligung ergebenst ein. Anmeldungen zur Teilnahme am gemeinschaftlichen Mittagessen bitten wir bis längstens Mittwoch den 8. Juli cr. auf unserem Büreau einzureichen. Gewerbebank zu Giessen. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Zeiteinteilung. Donnerstag den 9. Juli er.: Vorversammlung im Saale des Hotel Großherzog von Hessen. Beginn der geschäftlichen Verhandlungen abends 7 Uhr; nach Erledigung des geschäftlichen Teils geselliges Zusammensein in demselben Lokale. Freitag den 10. Juli cr., vormittags 9 Uhr: Beginn der Hauptversammlung in den Räumen des Neuen Saalbaues Nachmittags 3 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen) im Saale des Neuen Saalbaues. Nachmittags 5 Uhr Spaziergang nach dem Philosophenwald. Wegen des am 9. und 10. Juli cr. stattfindenden Verbandstages hessischer Vorschuß- und Kredit- Vereine bleibt unsere Kasse Freitag, den 10. Juli er. geschlossen. Gewerbebank zu Giessen. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Reinhardsquelles für Nieren- Blasen u. Harnleiden Herrlichste Gebirgslage, auch für Nichtkranke zur Ausspülung der Nieren und Blase, sowie zur Abtreibung überschüssigen Harnfăure geeignet. Trintfur, ohne Kurtare, Mineral- u Sonnenbäder. Wohnungen mit voller Pension. Zahlreiche ärztliche Urteile stehen zur Verfügung. - Mineralwasser- Versandt - in Körben von 20, 30, 40, 50 und 60 Flaschen. Direktion der Reinhardsquelle bei Wildungen. 11. Hessisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung III. laffe( 2. Tag) 6. Juli 1903. Wer weise, wählt Sturmvogel, das ist der Name eines modern gebauten, hocheleganten, unverwüstlichen und billigen Rades. Nähmaschinen in vorzüglicher Konstruktion. Unsere Preisliste ist hochinteressant and losenswert. 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Für die Provinzial- Siechenanstalt wird ein tüchtiges Waschmädchen Anfangslohn bei Anmeldung auf dem gesucht, welches auch Bügeln kann. freier Station jährlich 240 Mt. Verwaltungsbureau erbeten. Verwaltung der Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen. Lerch. Bekanntmachung. Die Lieferung von 4600 Zentner Nußfohlen 2ter Größe für die städtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1903 soll unter den auf dem Zimmer Nr. 15 der Bürgermeisterei zur Einsicht offen liegenden Bedingungen bergeben werden. Angebote, in welchem der Preis für den Doppelwaggon, frei Bahnhof Gießen anzugeben ist, find bis zum 25. Juli d. J. vormittags 12 Uhr mit der Aufschrift Kohlenlieferung" versehen, im Zimmer Nr. 15 abzugeben. Gießen, 3. Juli 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Die Kreisstraße von Lollar nach Daubringen wird wegen Neuchaussierung vom 8. Juli ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Der Verkehr hat über Lollar- Staufenberg- Mainzlar und umgekehrt stattzufinden. Gießen, 7. Jult 1903. Großh. Kreisamt Gießen. J. V.: Haberkorn. Halte Sprechstunde ab. Wochentags: 8 bis 5 Uhr. Sonntags: 9 bis 2 Uhr. Poliklinik: 1 bis 2 Uhr wochentags. Schwalm, Zahnarzt. Spezialist für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Gießen, Bahnhofstraße 63, an der Wieseckbrücke. Einladung zum Abonne ment auf die Jugend' Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben herausgeber: Dr. Georg hirth. Prels pro Quartal 8 m. 50 Pfg. Einzelnummer 30 Pfg. Jede nummer mit neuem farbigem Titelblatt. Unter den künstlerisch- litterarischen Wochenschriften nimmt die Jugend die erste Stelle ein: sie ist die intereffanteste, meint gelefene und weitverbreitetste. Täglich erwirbt sie sich neue freunde, allüberall, wo deutscher humor und Lebensmut ein gebürgert find. Ständige Auflage: 52,000 Exemplare. Alle Buchhandlungen, Pontämter und Zeitungsverkäufer nehmen Aufträge, and auf die früher erfohlenenen Jahr gänge der Jugend entgegen. Probenummern kostenlos durch den München, färbergraben 24 187[ 250] 338 44 98 446 81 95 587 96 701 848 83 906 38 48 63 49014 87 221 46 58 87 93 421 92 544 54 71 80 605 15 37 755 840 938 95 50123 248 49 63 327 70 510 28 67 72 646[ 200] 63 705 61 809 46 51000 11 23 34 192 220 328 51 84 574 712 64 81 939 52152 253 907 82 88 355 457 66 658$ 34 981[ 200] 53032 114 81 300 404 89 508 682 705 32 947 71 54053 191 337 403 21 514 639 60 70 734 45 86 90 841 978 55088 110 68 297 337 51 430 46 507 20 44 51 60 655 719 28 38 64 925 56087 135 234 43 344 95 450 89 581 638 753 61 859 97 933[ 300] 57008 72 187 66 510 601 73 83 714 45 803 34 51 75 91 940 72 58028 174 509 752 98 59097 102 92 299 349 400 13 38 45 66 72 503 41 621 61 740 44 78 866 903 30 36 49 60000 34 204 96 300 92 461 500 647 68 824 986 52 80 61085 106 12 66 276 362 67 94 400 504 14 22 27 88 619 44 808 21 65 927 97 62003 4 15 103 67 84 90 259 79| 200] 393 521 32 615 20 56 842 64 99 918 63000 37 48 50 70 110[ 300] 284 303 517 617 93 710 838 76[ 300] 96[ 200] 900 64066 72 136 74 331 84 434 511 649 731 35 844 53 87 976 80 65003 9 67 172 248 347 48 52 65 97[ 250] 417 87[ 200] 527, 774 935 72 66113 16 53 221 46[ 250] 304 26 427 573 811 916 55 67064 168 249 64 384 4 2 31 56 71 506 21 46 92 642[ 300] 753 56 64 86 867 976 68025 112 68 228 352 404 22 628 718 804 965 69067 163 77 522 85 621 47 961 70070 110 66 82 83 476 81 513 60 630 743 957[ 250] 99 71001 32 59 104 41 43 309 40 414 506[ 250] 54 628 729 83 87 894 72056 136 76 205 317 38 454 58 62 591 746 51 80 804 6 48 93 903 18 22 72 73182 207 386 433 556 606 52 720 36 879 74004 107 30 32 70 225 375 400 35 [ 200] 655 712 872 931 75058 68 137 80 261 74 75 82 313 21 412 569 82 86 623 86 738 97 838 908 33 76033 55 71 113 30 37 378 457 542 89 606 713 46 988 77003 13 37 57 294 96 345 65 430 86[ 300] 503 80 639 41 46[ 200] 839 68 903 70 78088 45 82 141 43 57 213( 200] 84 91 99 391 407[ 200] 547 71 642 55 701 5 871 76 79036 41 83 182 338 435 51 59 520 21 23 744[ 2000] 818.98 900 22 51 80126 238 609 29 68 769 91 874 975 81019 47 89 278 362 79 410 [ 250] 26 503 652 700 82 869 920 57 82020 84 95 282 336 65 477 529 49 67 655 76 864 946 83071 118 62 73 215 338 40 415 16 597 611 15 704 77 810 901 50 72 84083 169 285 351 453 555 630 97 808 82 968 85017 79 96 109 24 247 80 87 330 74 76 458 633 62 737 927 63 86020 168 223 49 76 332 402 22 504 696 863 905 37 54 73 87023 30 48 179 339 412 505 512 600 703 39 826 46 993[ 200] 88006 87 95 96 193 271 81 346 449 88 665 83 708 849 973 89055 107 55 314 84 401 14 32 98 509 80 640 93 735 835 951 58 80 90058 94 137 44 72 95 282 98 380 438 592[ 200] 609 31 866 72 74 903 83 91035 44 56 124 210 329 439 48 500 11 613 28 700 66 821 94 945 46 92006 122 48 214 84 323 49 99 417 73 76 510 51 640 92 98 789 927 48 49 93026 28 41 133 47 223 81[ 200] 307 23 24 534 601 887 919 36 94001 21 146 61 468 80 583 40 53 81 613 25 704 9 68 99 806 94 922 26 95089 197 257[ 2000] 335 502 657 94 745 50 815 27 94 96002 58 133 48 98 216 346 94 427 44 502 92 73 607 742 87 814 47 50 66 67 907 97027 71 116 26 287 361 427[ 250] 45 47 996 98166 306 414 61 68 587 826 31 44 49 53 75 808 29 44 940 93 99063 66 112 53 78 221 95 315 27 43 416 504 670 788 58 856 963 68 98 Neuen Bäue 11. 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