Nr. 56. Erstes Blatt. Abonnementsprete: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., burd bie Boft bezogen viertelfährlich Mr. 1.60. Gratiebellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Cherbeffische Bettschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Samstag, den 7. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 81 Die einspaltige Petitzeile für Gießen wit gany Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Via fenft 15 Bfg.: Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Bofzeitungslifte No. 3869. Redaktion und Expedition: Gießen Rexenweg 28. Servsprechanichink Mr, 362. Neueste Nachrichten ichener Tageblath) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. 278. Sibuna. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Etat des Reichsschazamts. Abg. Graf Carmer fragt an, was die Regierung zu tun gebenfe, um die deutsche Zuderindustrie auch nach Infrafttreten der Brüsseler Konvention und des neuen Zuckersteuergeseßes auf dem Weltmarkte konkurrenzfähig zu erhalten. Sei noch in diesem Jahre eine Vorlage zu erwarten, und habe die Regierung die Frage der Kontingentierung nochmals erwogen? Der Schaßsekretär v. Thielmann erwidert: Das bisher vorliegende Material gibt gegenwärtig den Regierungen noch feinen Anlaß, dem Reichstage eine Kontingentierungs- Novelle, sei es eine Kontingentierung der Erzeugung, sei es, wie in Desterreich, eine Kontingentierung des Verbrauchs, vorzuschlagen. Es knüpft sich hieran eine Erörterung über Abfindung der Händler für ihre Saccharin- Borräte. Unter anderem erklärt Schatzsekretär Thielmann, daß die Ausführungs- Bestimmungen zum Saccharingesetz in nächster Woche erscheinen würden. b. Bei dem Ausgabetitel 400 000 Mart Beitrag zur Deckung der laufenden Kosten der Universität Straßburg bringt Abg. Sattler( nl.) die Errichtung der theɔlogischen Fakultät daselbst zur Sprache, resp. das Abkommen mit der sturie, und fragt an, weshalb hier ein weiteres Zurückweichen der Staatsgewalt stattgefunden hat. Elsaß- Lothring. Geheimrat Halley antworte: Ein ganz autonomes Vorgehen des Staates wäre ein gan; verfelltes Unternehmen. Die Fakultät würde dem Mißtrauen des ganzen Landes begegnet sein, sie würde zwar Lehrer gehabt haben, aber feine Studierenden. Deswegen war das Ablommen mit der Kurie nötig. Abg. Spahn( 3tr.) verlangt von der Regierung Vorlage der Altenstücke und verteidigt den Bischof Korum ber sich formell in seinem Rechte befunden habe. Nach ciner furzen Erwiderung des Echapsekretärs v. Thiel m'ann erklärt Abg. Schrader( frs. Vp.), daß die Gründung einer katholisch- theologischen Fakultät teine Bedeutung habe für unser politisches Verhältnis zu den Reichslanden. Abg. Frhr. v. Hertling( 3tr.) legt die Gründe dar, weshalb bei der Gründung der katholischtheologischen Fakultät der Umweg über Rom gemacht werden mußte, und gibt einige nähere Erklärungen über die Verhandlungen in Rom. Abg. Delsor( Els.) sagt, daß die elsässische Bevölkerung kein Gegner der Jafultät wäre, sondern nur dagegen Widerspruch erhoben hätte, daß diese Fakultät auf Kosten des Seminars errichtet worden sei. Diese Rede gab dem Abg. Barth ( frs. Vg.) Veranlassung, mit Schärfe zu betonen, daß wir vor einem neuen Kulturkampf ständen. Das beweise das Verhalten der kotholischen Bevölkerung im Trierer Schullamps. Die Politik. Bolles Einvernehmen mit Venezuela. () Der neue deutsche Gesandte für Venezuela, Herr b. Belldram, ist in Newyork eingetroffen und dabei natürlich interviewt worden. Dem ,, Morning Leader" ufolge hätte er sich dabei über die Aussichten seiner Mission sehr optimistisch geäußert. Er sagte, Deutschland habe keine weitergehenden Absichten, wenn es die venezolanische Schuld einzutreiben suche und gedenke icherlich nichts gegen die Monroe- Doktrin zu unternehmen. Ich beabsichtige," fügte Herr v. Pelldram hinzu ,,, eine Entente Cordiale" zwischen Deutschland und Venezuela herbeizuführen." Gnadengesuch für Dr. Peters. )-( Anläßlich der jüngst in den Blättern stattgehab. ten Besprechung der Angelegenheit des Dr. Karl Peters des früheren Reichskommissars für Deutsch- Ostafrika, war berichtet worden, daß parlamentarische Freunde desselber die Absicht hätten, den Fall nochmals im Reichstag zur Sprache zu bringen und durch Darlegung der Schuldlosigkeit des Herrn Dr. Peters auf seine Rehabilitierung hinzuwirken. Wie nun aber unser CB.- Mitarbeiter er fährt, ist dieser Plan aufgegeben worden. Dafür is man willens, ein Immediatgesuch an den Kaiser ein zureichen, in welchem gebeten wird, durch einen Gna benalt das Disziplinarurteil gegen Dr. Peters vom Jahre 1897 aufzuheben oder doch so zu modifizieren, daß der , aus der Verurteilung in den Augen mancher Leute herzuleitende Makel und der Zweifel an der ehrenhaften Gesinnung des Dr. Karl Peters endgiltig beseitigt er icheint." Der Gesundheitszustand in der französischen Armee. ::: In dem französischen Senat kam eine Interpellation über den Gesundheitszustand in der Armee zur Berhandlung, welche einem Deputierten Anlaß zu einem inter essanten Vergleiche mit den sanitären Verhältnissen in dem deutschen Heere gab. Der Redner gab zu, daß Deutschland sich) in dieser Beziehung vor Frankreich sehi porteilhaft auszeichne. Den Grund hierfür suchte er weale entlia) darin, daß Deutschland eine weit hogere Geburts und Bevölkerungsziffer auszuweisen habe Frankreich. Dieses sei genötigt, von 293 000 gestellungspflichtigen jungen Leuten 207 000 in den Dienst zu stellen, während Deutschland bei 500 000 Gestellungspflich tigen eine bessere Auswahl treffen könne. Die deutschen Truppen seien deshalb widerstandsfähiger als die fran zösischen. Auch seien die deutschen Kajernen gesünder ein gerichtet. Die Mängel der französischen Hospitäler und des Sanitätskorps sind allerdings bekannt. Englische Rüstungen. J: Die britische Regierung betreibt die Heeres- und Flottenverstärkung mit einem Eifer, als sähe sie überall eine Kriegsgefahr. Das Reorganisationsprojekt des Kriegsministers Brodrick bezweckt mit der Umgestal tung der verwalteten militärischen Einrichtungen Eng lands zugleich eine Vergrößerung und Kräftigung der Landmacht. Demselben Zwecke dient ein Verteidigungs. ausschuß, der nach einer von dem Unterhause auf den Antrag des Premierministers Balfour gefaßten Beichtusse geschaffen werden soll. Eine Vermehrung der Marinestreitkräfte soll durch eine bereits in zweiter 2. jung angenommene Bill erzielt werden. Endlich wird eine neue Marinestation mit Hafen bei Margarets Hope auf der nördlichen Seite des Firth of Forth in Schott land errichtet werden. So wird denn der noch türzlic in öffentlichen Versammlungen mit viel Geräusch zum Ausdrud gebrachte Wunsch der Imperialisten nach Schaj jung eines britischen Nordseegeschwaders, welches nac der Ansicht der Jingos und vermutlich auch der engli schen Regierung in erster Linie dazu bestimmt sein soll, Der deutschen Flotte die Stirn zu bieten, schneller in Erfüllung gehen, als sie gedacht haben. Die Lage in Mazedonien. $ Die türkische Regierung und der Sultan sind augenblicklich mit dem Reform- Reglement", das heißt der Ausführungsbestimmungen zu dem Reformprogramm, be jaßt. Die Sanktion des Reglements durch den Großherrn dürfte unverweilt erfolgen. Alsdann wird es dei österreichisch- ungarischen und der russischen Botschaft ir Konstantinopel mitgeteilt werden. Haben auch sie ihre Zustimmung erteilt, steht der Ausführung der Reformer nichts mehr im Wege. Der mazedonische Insurgentenführer Sarafow soll an den bulgarischen Ministerpräsidenten Danem ein Schreiben gerichtet haben, in welchem die bereits fertigen Vorbereitungen für den Aufstand geschildert wer den und behauptet wird, daß keinerlei Regierungsmaß regeln im stande seien, den Ausbruch des Aufstandes zu verhindern. Gleichzeitig soll das Schreiben Rat schläge enthalten, wie die Regierung die Sache der Bewegung fördern kann, ohne sich nach außen politisch zu kompromittieren. Viel Selbstgefühl und edler Mut Die Zustände in den Burenländern. :: In einem schroffen Gegensatz zu den von dem englischen Kolonialminister Chamberlain so reichlich verschwendeten Friedens- und Versöhnungsphrasen treten Die englischen Behörden gegen ehemalige Burenkämpfer und sonst mißliebige Personen noch immer mit der größten Strenge auf. So wurde der bekonnte Burenkommandant Petrus Hendrikus Mijburgh aus Lady Grey, weil er mit einem Trupp bis zuletzt gegen die Engländer jocht, zu 18 Monat Gefängnis und 500 Pfund Geldstrafe verurteilt. Während der letzten zwei Wochen wurden 29 Personen des Landes verwiesen, 19, welche dem Befehl nicht nachtamen, erhielten zunächst 1 Monat Gefängnis. Bei dieser Rigorosität der englischen Behörden fann natürlich von einer Versöhnung der beiden Racen teine Rede sein. Ueber das Ueberhandnehmen der wilden Tiere wird vielfach lage geführt, was bei dem Mangel an Schußwaffen für die Buren große Verluste in der Herde bedeutet. Ein Bur in Vryburg mußte zusehen, wie drei Leoparden in seinem Vichstand hausten. Mit Mühe und Not brachte er sich und die Seinen in Sicherheit. Kurze politiste Nachrichten. * Berlin, 6. März.( Hofbericht.) Der Kaiser landete gestern an der Helgolander ,, Düne" und besichtigte die dortigen Bühnenschußbauten. Sodann begab er sich nach dem Festlande und verweilte längere Zeit im Aquarium der biologischen Station. Hierauf wurde die Rück. fahrt nach dem Kaiser Wilhelm II." angetreten, wo der Monarch übernachtete. Heute Vormittag begab sich der Kaiser mit der Tunnelbahn nach dem Oberland, wo der Leuchtturm besichtigt und ein Besuch in der Kommandantur abgestattet wurde. Mittags erfolgte die Rückkehr zum Schiff. Von Helgoland reist der Kaiser über Bremen, wo ein Jmbiß im Ratsteller eingenommen wird, nad Berlin zurück. Nach einer Meldung aus Korfu besuchten der Kronprinz und Brinz Eitel Friedrich gestern die Sehenswürdigkeiten der Insel und begaben sich sodann an Bord der Yacht ,, Saphir" zurück, die abends wieder in See stach. * In Sachen der Erneuerung des deutsch- russischen Handelsvertrages bat der vorbereitende Schriftwechsel zwischen Berlin und petersburg verei tattgefunden. * Der preußische Minister des Innern hat eine Ver ügung erlassen, die für die Organisation des gesamten Bolizeiwesens von einschneidender Bedeutung ist. Alle Schußleute, die von jetzt angenommen werden sollen nur mit vierwöchentlicher sündigung zur Anstellung ge angen. Nad zehnjähriger vorwurfsfreier Dienstzeit kön nen diese Schußleute von ihrer vorgeseßten Behörde zur Lebenslänglichen Anstellung in Vorschlag gebracht werden. * Der König von England wird wahrscheinlich Ende März oder Anfang April nach der französischen Ri oiera gehen und bei der Ueberfahrt vom französischen Nordgeschwader begrüßt werden. Auch sei eine Zusammen funft des Königs mit dem Präsidenten Loubet in Aus icht genommen. Nab und Fern. Brinzessin Luise von Toskana soll nach Wiener Meldungen vom Dredener Hof die Genehmigung erhalten haben, ihre Kinder, allerdings erst im Mai, zu vierzehn tägigem Aufenthalt in Lindau bei sich zu sehen. Viele Fremde aus der Umgebung und aus dem benachbarten Desterreich sind in Lindau eingetroffen, um die Prinzessin Buise zu sehen. Der Eintritt in die Villa Toskana ist jedoch keinem Fremden gestattet. Aus Dresden sind zwei Damen dort angelangt, welche von den sächsischen Frauen vereinen delegiert wurden, um authentische Nachrichten über den Verbleib der Prinzessin einzuholen. Sie ver ichern, ganz Sachsen wünsche einmütig die Rückkehr der Prinzessin. Die Stimmung sei eine solche, daß, wenn die Prinzessin persönlich nach Dresden käme, die Bevölkerung zu ihren Gunsten demonstrieren würde. Das ist nach anderen Berichten aus Dresden allerdings feineswegs der Fall. Im allgemeinen hat das sächsische Volk die Akten über die beklagenswerten Vorgänge geschlossen. Der säch sische Gesandte am bayrischen Hofe, Freiherr v. Friesen, unterhandelte in Lindau längere Zeit mit der Großher zogin von Toskana. In München war entgegen der Wiener Version verbreitet, Prinzessin Luise werde schon in acht Tagen Lindau verlassen und in einem anderen deutschen Orte Aufenthalt nehmen. Der böse Namen. Das weltbekannte Dorf Dalldorf, dessen Jrrenanstalt in Berlin sprichwörtlich geworden ist, so daß es von cinem, der nicht ganz richtig ist, einfach heißt: Der gehört nach Dalldorf- will seinen Namen indern. Der Ort soll von jetzt an Wittenau heißen, nur die städtische Jrrenanstalt solt sich weiter des alten Namens freuen. Angeblich wollen die Dalldorfer mit diesem neuen Ramen ihren verdienten, vor kurzem verstorbenen Amtsvorsteher Witte ehren, aber man geht wohl nicht fehl, Daß sie endlich einmal den Nebengeschmack des Namens Talldorf Los sein wollen. V Heftige Erdbeben werden aus dem sächsischen Vogt. land und dem Erzgebirge gemeldet. In Graslip wurden zwei Häuser start beschädigt. Die Bewegung setzte sich dann weiter nach Südosten fort. In Eger und Karlsruhe wur den starte Stöße mit nachfolgendem donnerähnlichen Rol len wahrgenommen. Die warmen Quellen zu Karlsbad sind bisher unbeeinflußt geblieben. In Spanien herrscht noch immer eine förmliche Erdbebenpanik und die spanische Regierung ist endlich aus der langjährigen Indolenz nach Dieser Richtung hin aufgeschreckt worden. Der Minister. cat beschloß, int ganzen Lande Erdbebenwarten zu errichten und spanische Vertreter zu der nächsten Straßburger Ver. jammlung für Erdbebenkunde zu entsenden. ::: Ein loftbares Basenfragment. Man erinnert sid vielleicht noch, daß vor etwa zwei Jahren in Florenz in plößlich wahnsinnig gewordener Museumdiener im Archäologischen Museum bie ausgestellten Kunstgegen tände zu zertrümmern begann und den Leiter des Museums mit einem Dolche überfiel. Den größten Scha den erlitt das Museum durch die Zertrümmerung der berühmten François"-Vase, die einen Wert von einer halben Million gehabt haben soll, da sie eines der herrlich ten Meisterwerke antiker Keramit war. Die Bruchstücke der zerbrochenen Base tonnten damals fast alle wie Der zur Etelle gebracht werden, nur eines war verschwun ben; ein Unbekannter hatte die im Museum herrschend: Verwirrung benußt, um das Vajenfragment zu stehlen. Dieser Tage nun wurde es plöglich zurüdgebracht: man fand es beim ,, Ausräumen in einem ägyptischen Saal Ses Museums auf einem Säulenvorsprung. Das Zand der Vanglebigen.] Ceylon tst, wie der Bondoner ,, Daily Chronicle versichert, das Land der Lang lebigkeit. Auf Ceylon leben, nach einer legten Statistit idyt meniger als 145 Bewohner, die ein Alter von über hundert Jahren besigen. 71 derselben sind männlichen, 74 weiblichen Geschlechtes. Bon diefen sind 43 Männer und 52 Frauen genau 100 Jahre alt, während das höchſtalter eine Frau mit 120 Jahren erreicht bot. Sie darf indessen nicht als die älteste lebende Berfon bezeichnet werden. Auf einer Farm in der Kapkolonie lebt eine alte Dame namens Mrs. Anne Charsley. Sie ist im Jahre 1781 geboren und zählt demnach 122 Benze. zügen fragte: jähriger Mann mit angenehmen und fanften GesichtsFenster der Kutsche wurde herabgelassen und ein fünfzigauf und ab, um sich die Füße etwas zu erwärmen. Ein an dem Zollhause; der Postillon stieg herunter und ging 111 H Nahida gehorchte die niedrige Hütte. dem einzigen Möbel der ganzen wer Bermu Der Beamte, welcher eben auf einem schmutzigen Tischs und trat an Arme des Doktor verschiedene niere hin und her warf Stube nen nicht fremd sein." jofort hier erscheinen. Die ganze Angelegenheit tann IhNatürlich! Aber warum macht die Gräfin denn hier Die Gräfin Lanin, die Frau des Verbannten, wird Offizier. Alvensleben und zeigten a jagte ein einzelner won Währenddessen knallten die Schüsse herüber vom Fort Auch die beiden Dragoner folgten unbemerkt ihrent an, daß der Artilleriekampf feinen [ Ber Sofzug für König Eduard.] Die englische Neb westbahn hat einen neuen föniglichen Hofzug in Dienst gestefft. Der Zug besteht aus sieben Wagen, nämlich den beiden Salonwagen für den König und die Königin, fomie die Prinzessin Viktoria, drei weiteren Salonwagen für das Gefolge und zwei Gepäckwagen und hat eine Gesamtlänge von rund 125 Metern, wovon auf jeden Salonwagen 21 Meter entfallen. Der äußere Anstrich ist in Weiß mit chokoladefarbiger Einfajjung gehalten. Die weißen Flächen sind mit dem königlichen Wappen und mit Ordensbildern geschmückt. Die beiden königlichen Wagen beanspruchen besonderes Interesse wegen ihrer äußerst reichen und geschmackvollen Ausstattung, sowie wegen der Völltommenheit ihrer Beleuchtungs-, Heizungs- und Lüftungsvorrichtungen, die durchweg elektrisch sind. Der Wagen des Rönigs enthält außer dem Wohn- und Arbeitsraum einen Rauchsalon, ferner einen Schlafraum, der bei Tagesfahrten gleichfalls in einen Wohnraum umgewandelt werden fann, und einen Ankleideraum. Der Wagen der Königin ist ähnlich ausgestattet. Die Erzeugung der Elektrizität erfolgt gesondert für die Beleuchtung und Lüftung einerfeits und für Koch- und Heizzwecke andererseits. Jeder Bagen ist mit zwei Dynamomaschinen ausgerüstet, bie von den Achien betrieben werden. A Menschen als Bostpacete.] Der erste Zeichner des ,, Daily Graphic" und ein Berichterstatter desselven Blattes tamen jüngst auf einen Gedanten, der nur durch die hundstagsmäßige Hize dieses sogenannten Winters erklärt und entschuldigt werden kann. Sie ließen sich der Wissenschaft wegen" von einem Punkte Londons zum anderen durch einen Eilboten als Postpakete befördern, wofür sie neun Pence Porto zu zahlen hatten. Nach dem englischen Bostgesetz kann sich jeder Mensch das Bergnügen machen, sich oder einen Nebenmenschen als Paket verschicken zu lassen. In einem Baragraphen dieses Gesezes wird nämlich über die Verschickung von Tieren, Flüssigkeiten und Personen" folgendes gesagt:„ Lebende Tiere können für die Beförderung durch Eilboten angenommen werden, wenn sie in geeigneten Behältnissen eingesperrt sind. Flüssigkeiten lönnen auch in Glasflaschen verschickt werden. Personen werden, gegen Zahlung der vorschriftsmäßigen Tare durch einen Eilboten nach der angegebenen Adresse befördert." Man kann also in England ebensogut ein Nilpferd durch die Post verschicken, wie einen Erbonkel oder einen Schapiegermutter. Man muß aber schon Engländer oder sonst nicht ganz gesund sein, um einen Menschen durch die Post zu versenden. )[ Weiße Reger.] Man tonnte früher sft das Wort hören: Selten wie eine weiße Amsel." Eine weiße Amsel ist aber garnicht so selten, wie man denkt, und es gibt in Paris und in London Vogelhändler, die eine ganze Sammlung weißer Amseln besißen. Es handelt sich eben um Albinos unter den Amseln. Und wie es weiße Amseln gibt, so gibt es auch weiße Neger, die troß ihrer weißen Haut Neger bleiben und die charakteristischen Merkmale der Regerrasse aufweisen. Es sind reine Neger, bei melchen nicht etwa Rassenmischung vorliegt oder der überwiegende Einfluß weißer Vorfahren. Dr. Farabee hat, wie er in einer englischen Zeitschrift erzählt, gelegentlich einer Forschungsreise in Amerita mehrere weiße Neger gesehen. So fand er einmal vor einer Hütte spielende Regerfinder, die mit Albinismus belastet waren. Er erkundigte sich nach ihrem Ursprung und erfuhr, daß ihr Großvater ein bina gewesen war. Der Mann hatte eine normale Negerin ge beiratet, die ihm drei normale Söhne schenkte. Die drei Söhne verheirateten sich später, und zwei von ihnen hatten normale Kinder. Der dritte, der zweimal verheiratet war, hatte 15 Kinder; vier davon waren Albinos, eines von der ersten Frau( mit fünf normalen) und drei von der zweiten Frau( mit sechs normalen). Der Albinismus hatte hier aber eine ganze Generation übersprungen. zu Eine ungleiche Ehe. Große Sensation ist unter der Plutokratie von Newyork durch die Verheiratung von Mrs. Hendrickson, einer der reichsten Frauen Brooklyns, mit Patrick Mac Hugh, einem irischen Kutscher, erregt worden. Die Braut besißt mehr als eineinhalb Millionen Dollars, ihre Tochter ist mit einem Prediger Brooklyn verheiratet. Der Bräutigam ist ein Witwer mit sechs Kindern, der vor seiner Heirat bei einem Mietkutscher angestellt war und seine jeßige Frau öfter auszufahren hatte. Die Tochter ist entrüstet und erMärt, ihre Mutter müsse geistig erkrankt sein. Als die Braut ihre Verehelichung bekannt machte, erklärte sie, ihr Gatte sei weder gebildet noch von seinen Manieren, aber sie werde ihn erziehen. Sie ist 58 Jahre alt, Mac Hugh zwei Jahre jünger. Bante Chronit. Der unter dem Namen ,, Der bergische Kneißt berüchtigte Räuber Lauffs, welcher jüngst noch einen Einbruch in ein rheinisches Dynamitlager ver übte und mehrere Kilogramm Dynamit raubte, ist nunmehr in der Nähe von Wipperfürth festgenommen und in das Wipperfürther Gefängnis eingeliefert worden. - Die Frühjahrsparade des Gardekorps auf dem Tem pelhofer Felde fällt diesmal aus; dafür soll am 29. Mai auf dem Döberizer Platz vor dem Kaiser ein Gefechtsererzieren der Garde stattfinden, woran sich ein Parademarsch schließen wird. In Salzwedel erschoß ein Hausdiener seine frühere Geliebte, die sich kürzlich mit einem anderen Manne verheiratet hatte. Darauf tötete sich der Mörder durch einen weiteren Schuß. Dem Schleppdampfer ,, Titan" ist es gelungen, Lebensmittel nach der seit zwei Wochen durch Unwetter vom Festlande abgeschnittenen französischen Insel Sein zu bringen. Lokales. Gedenktafel für den 8. und 9. März. 8. März. 1152. Friedrich Barbarossa zu Aachen getrönt. 1787. Der Mediziner K. F. von Gräfe*. 1823. Der österreichisch ungarische Staatsmann Graf Andrassy* 1838. Der Bühnendichter Adolf L'Arronge in Hamburg* 1841. Der Dichter Tiedge †.- 1858. Leoncavallo in Neapel* 1897. Der Dichter Emil Rittershaus †. 1901. Freiherr von Stamm- Halberg f. 9. März. 1451. Amerigo Vespucci in Florenz 1661. Mazarin 1697. Die Schauspielerin Karoline Neuber*. 1749. Mirabeau*. 1814. Blüchers Sieg über Napoleon I. bei Laon. 1888. Tod Kaiser Wilhelms I.- 1902. Der Dichter Hermann Allmers †. ** Brivattelegramm. Bei der heute Bormittag erfolgten 4. Biebung der letzten( Haupt)-Klasse der Hessisch. Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 50 000 Mt. auf: 9 105( Bübingen). 40000 Mt. auf: 49 321( Darmstadt) 10 000 Mt. auf: 855( Mainz) 9 345( Langen), 30 306( Sena), je 5000 mt. auf 28 654, 29 653, 48 219, 51 169, 7864.( Ohne Gewähr.) ** Wie aus einer Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei hervorgeht, wurden von den aufgeforderten sechs hiesigen Architekten sieben Entwürfe zu den Haupt- und Hoffassaden des im Blod'schen Garten an der Norbanlage zu errichtenden neuen Schulbaues eingereicht und wurde den Architekten Stein und Meyer für ihre Arbeit der ausgefeßte Breis zuerkannt. Wir erfahren noch weiter, daß die mit der prämiirten Arbeit in engerer Wahl stehenden Fassadenzeichnungen auch von der Firma Stein und Meyer herrühren. Die Pläne sind noch morgen und übermorgen in den in der Bekanntmachung angegebenen Stunde im Sigungssaal der Stadtverordneten ausgestellt. - Schwurgericht. Gestern verurteilte das Schwurgericht den bisher unbescholtenen Landwirt und Kirchenrechner Johann Konrad D. von Trais a. Lda. wegen Amtsunterschlagung zu 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. Der Ange flagte, dessen Frau 1898 verstorben und ihn mit 6 Kindern zurückließ, ist seitdem in wirtschaftlicher Beziehung zurückgekommen und seit dieser Zeit aus der bon ihm verwalteten Kirchenfasse so nach und nach im Ganzen 1827,08 Mt. unterschlagen, er hat aber, als man den Fehlbetrag entdeckte, denselben gedeckt. [ Stabttheater.] Sonntag Abend gelangt infolge Erkrankung des Fräulein Sieg an Stelle der angefündigten Posse Flotte Weiber"„ Der Trompeter von Sädingen" zur Aufführung. Infolge eines Antrags des Vertreters der Handelstammer Gießen im Bezirks- Eisenbahnrat Frant furt a. M. wird vom 10. d. Mts. ab die Plazfartengebühr zwischen Gießen und Worms auf 1 Mark für die 1. und 2. Wagenklasse herabgesetzt. Die Centrale für Spiritus- Verwertung hat vom Raiser den von ihm für die Ausstellung für Spiritusverwertung gestifteten Ehrenpreis für die Verdienste um die Ausstellung und für die Förderung des Spiritusverbrauchs zu technischen Zweden zuerfannt. ** Von der Hessischen Landes- Hypothekenbank sind im Laufe des Monats Februar bewilligt worden: Kommunal- Darlehen 1016 000 Mt. Hypothefar- Darlehen an Private 525 520 Insgesamt 1541 520 Wt. " ** Laß sie betteln geh'n, wenn sie hungrig sind. Ein Bild vom Veteranen- Elend giebt folgendes Inserat im Westhavelländischen Kreisblatt": Eine öffentliche Bitte! Ein 68 jähriger Veteran, welcher die Feldzüge 1864, 1866 und 1870-71 im Infanterie- Regiment Nr. 24 mitgemacht hat, der Arbeiter Ferdinand Heinsdorff, Mitglied des LandwehrVereins zu Rathenow, ist durch eine schwere Krankheit in die größte Not geraten. Heinsdorff ist seit Oktober 1900 ununterbrochen frant und arbeitsunfähig. Im Januar 1901 mußte er sich in Berlin einer schweren Darmoperation unterziehen, die so glücklich verlief, daß die Extremente noch heute auf fünstlichem Wege durch eine Offnung in der rechten Bauchgegend abgeführt werden müssen. Seiner fleißigen Frau und den halberwachsenen Kir dern ist durch die beständige Hilfeleistung, deren der Kranke bedarf, jede Gelegenheit zum Nebenverdienst genommen, so daß die Familie vollständig auf die Almosen wohlthätiger Menschen angewiesen ist. Die bisher von Freunden, Verwandten und Kameraden geleisteten Unterstüßnngen reichen bei der immer größer werdenden Not längst nicht mehr aus. Und dieser Veteran, der in drei Kriegen fürs Vaterland gekämpft hat, bezieht jetzt in seinem 68 Lebensjahre eine wöchentliche Invalidenpension von nur 2,63 Mark! Wir bitten daher alle midthätigen Menschen, diesen Unglüdlichen zu unterstüßen, damit er am Abend seines Lebens wenigstens vor der äußersten Not bewahrt bleibt. Beiträge nimmt Herr Pastor Fritz Löwe zu Rathenow, Kirchenplay 11, entgegen. Dr. Böhrig. Dr. Dumstrey. Pastor Löwe. Eine er schütternde Antlage erhebt dieser Aufruf. Aus Hessen und Nachbargebieten. [ Blutthat.] Bon Allertshausen bei Stauffen berg erfahren wir, daß dort vorgestern eine Blutthat zwischen zwei Brüdern vorgekommen, die dem einen Bruder das Leben gekostet hat. Wir erfahren weiter, daß die Staatsbehörde auf heute Nachmittag die Leichenschau angeordnet. Groß- Eichen. Die hiesige Mo Iferei, welche der Molkereigenossenschaft Nieder- Ohmen gehörte, haben 35 hiesige Bürger für 17000 mt. ang ekauft. Durch diesen Anfauf besigt nun unsere Gemeinde zwei ihr gehörige Molkereien.. Ermenrod. Konrad Röhler II. ist nunmehr als Bürgermeister unserer Gemeinde bestätigt. Zeilbach. Johann Heinrich Steuernagel wurde als Gemeinde- Feldschüß eidlich verpflichtet. Wetzlar. Heinrich Oppertshäuser ist als Feldgeschworener und Wiesenvorstandsmitglied für diese Gemeinde eidlich verpflichtet worden. Am legten Dienstag und Mittwoch tagten in Frankfurt der Vorstand und die Sektionsvorstände der Hessen Nassauischen Baugewerfsberufsge. nossenschaft und eine gleiche Anzahl Arbeiter desselben Berufes, um über die aufgestellten Statuten betr. Unfallver hütungsvorschriften zu beraten. Von Seiten der Arbeitgeber wurden alle Wünsche der Arbeitnehmer zugestanden. Die Statuten werden nun einer Genehmigung vorgelegt. Die Baukontrolle, welche anschließend zur Diskussion fam, soll noch schärfer als bisher durch Beamte ausgeübt werden; man wünscht hierfür die Anstellung mehrerer älterer Technifer, welche in Handwerksfächern bewandert sind. Arbeiter in diese Stellen zu berufen, wurde nicht für gut befunden. Die Versammlung verlief im Ganzen sehr solidarisch. [ 3ur Reichstagswahlbewegung.] Näch sten Sonntag findet im„ Nassauer Hof" zu Frankfurt a. M. eine Vertrauensmännerversammlung der Frei sinnigen Partei im Großherzogtum Hessen statt. Deutsch- soziale Reformpartei( Wahlkreis Gießen- Nidda) hat ebenfalls nächsten Sonntag Vertrauensmännerber sammlung. Dieselbe findet Nachmittags im" Löwen hier Neuenweg statt. + Höchst a M., 6. März. Die 1935 Mitglieder zählende Kaiser Wilhelm- und Augusta- Stiftung der hiesigen Farbwerke Meister, Lucius und Brüning zahlte im Jahre 1902 an 63 Invaliden, 133 Wittwen, 151 Waisen und 19 Doppelwaisen 38 262 Mt. aus. Die Einnahmen betrugen an Binsen 79 986 Mt., an Zuwendungen seitens der Firma 31 956 Mt. Das Vermögen betrug am 31. Dezember 1902 Mr. 1 632 980. Wiesbaden, 6. März. Eine gute Heirat machte eine aus Wertheim a. M. gebürtige Krankenschwester. Sie pflegte mit Treue und Aufopferung einen hiesigen Privatier, der an Rehltopfstrebs litt. Gewissermaßen aus Dankbarkeit hei ratete der Krante seine Pflegerin, und als er 6 Wochen nach der Hochzeit starb, vermachte er vorher seiner jungen Frau sein ganzes Vermögen im Betrage von einem halben Milli önchen und einer funkelnagelneuen Villa in Offenbach. Und da sage noch einer, nicht heiraten sei besser, denn heiraten! Möber bab Megger ba 18 Heinrich Barthel bal babier mit& Die Abolf Lubn Bebwig Un Dahier mit hard Ludwig Roll bierfelb Am 28 Raus hierfell in Friedberg 4. Heinrich line Chrifti häuser, Ra Darmstadt Am 2 Sartorias eine Tochte Karl Bogle meifter Frie Dem Sattler Dem Weißbi Fabrikanten Luife Anna. Marie Ma Wilhelm Bi Reinhold R pachter Hei Dem Schrif Sohn, Rich Tochter. T März Den Marie Geor eine Tochter Ят 27. nate alt, Rau + Ans Rheinhessen, 6. März. Es scheint, als ob unsere Bauern doch wieder an den Rüb nbau berangehen wollten, trosdem die Buderfabriken sich beharrlich weigern, über den von ihnen festgesetten Preis von 85 Pfg. pro Bentner heraufzugehen. In Eich wurden bereits 200 Worgen beraffordiert. + Aus Franken, 6. März. Der Brand in Stadtsteinach, dem die dortige Kirche zum Opfer fiel, wird jest auf Brandstiftung zurückgeführt. In dem Anwesen des Müllers Joseph Tittel, der zufällig" mit seiner Frau im Walde war, wurde, als in demselben das Feuer ausfam, ein dumpfer, explosionsähnlicher Knall vernommen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 6. März. Die Sigung beginnt nach 9 Uhr. Justizminister Dittmar, Finanzminister Gnauth und die Ministerialräte Dr. Best, Bückel und Lorbacher find anwesend. Die Beratung des Budgets wird fortgesetzt. Bur Beratung steht Hauptabteilung IX: Ministerium der Justiz". In der Generaldebatte bespricht der Abg. Dr. Schmitt die Ausbildung der jungen Juristen und deren Verwendung im Staatsdienst. Er wünscht, daß die Acceßzeit der jungen Leute nicht zum Schreiben und sonstigen untergeordneten Arbeiten verwendet werden möchte. Die Accessisten sollten zum selbständigen Arbeiten, insbesondere zur Erstattung von Referaten und Urteils ausfertigungen verwendet werden. Eine weitere Ausdehnung des Studiums auf der Universität, wie es geplant sei, hält Redner für unnötig. Ein Pragis sei mehr wert als viele Jahre Studium. Bei einem Spazier gang im Felde sei es ihm passiert, daß ein junger Jurist Kartoffeln und Salat nicht unterscheiden fonnte.( Seiterkeit.) Für die Anlegung der Grundbücher in den Städten Mainz, Darmstadt, Worine, Offenbach und Gießen wünscht er be sondere Amtsrichter bestellt, um zu gleicher Beit mit dem Lande fertig zu werden. Die Höhe der Strafrechtsanklagen sei in feinem Staate so hoch wie in Hessen. Justizminister Dittmar stellt fest, daß in anderen Staaten, zum Be spiel in Bayern, Preußen und Sachsen das Studium und der Vorbereitungsdienst für die juristische Karriere sieben Jahre erfordere. In Baden seien es sechseinhalb Jahre. Hessen sei seither in dieser Zeit zurückgeblieben und daher seien Er wägungen auf Erweiterung des Studiums erfolgt. Die ju ristische Erziehung liege nicht in dem Studium der Gesetzesfunde, sondern in der Stärkung der Urteilskraft des Juristen. Der Mensch, der sich dem juristischen Studium widmen wolle, inüsse einen genügenden Fond von Kenntnissen haben. Sei das nicht der Fall, so könne er auch nicht helfen. Die Berwendung der Accessisten zur Ausfertigung von Protokollen, bon Beugenaussagen und Urteile geschehe in ihrem eigenen Interesse und auch die Verwendung derselben bei den Kreisämtern geschehe zu gleichem Zwecke. Was die Vermehrung der Straftaten in Hessen betreff, so seien die Staatsan waltschaften verpflichtet, alles ihnen übergebene Material zu prüfen und wenn nötig, einzuschreiten. Abg. Heidenreich wünscht, daß bei gerichtlichen Zustellungen eine andere Form wie die seitherige gewählt und die Schriftstücke so geschüßt werden möchten, daß sie Dritten nicht zugänglich sind. Justizminister Dittmar sagt Abhülfe nach dieser Richtung zu, Schritte seien bereits eingeleitet. Abg. v. Brentano tritt für die Beschränkung der Gerichtsferien und eine damit verbundene Erweiterung des juristischen Studiums ein. Abg. Gutfleisch hält eine Verlängerung des akademischen Studiums für Juristen für bedenklich. Abg. Ulrich glaubt, daß Hessen mit dem Geseßentwurf wegen Entschädigung unschuldig Verhafteter dem Reich gegenüber eine eigentümliche Stellung eingenommen habe. Erfreulich sei, daß die Regierung ihre eigenen Wege gegangen sei. Redner fragt noch an, warum nicht ein Anwalt gegen einen anderen als Kläger auftritt. Abg. 5a as Darmstadt bespricht das Verbot der Anlegung von Mündelgeldern bei landwirtschaftlichen Genossenschaften und wünscht ferner die Verwendung der Assessoren bei Banten, Kreditgenossenschaften und städtischen Berwaltungen. Hierauf wird der Titel in allen Teilen ge nehmigt. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 27. Febr. Dr. August Shuberg, o. n. Professor in Heidelberg mit Ida Hofmann babi r. 28. Bhilipp Geißler, Rutscher babier mit Anna Roth hierselbst. Heinrich Philipp Pfeiffer, Sergeant in Darmstadt mit Anna Elisabeth Jahre alt, Jahre alt, T 82 Jahre 8 Johann Fri Monate alt, dabier Der Vo Bei F Net b Des i Des g Und dh Bra Seldenstoffe weiß, Schwar robenweise Foularde vo Adolf heute Metalls ut gut befunden. folidarisch gung. f" zu Frankfurt lung der F en statt.- Di Gießen- Nidd uensmännerbe im" Lowe 1935 Mitglie ung ber hiesigen zahlte im Jahre Waisen und 18 nahmen betrugen feitens der Firma 1. Dezember 1902 Deirat machte die efter. Sie pflege Bibatier, der a Dankbarkeit b er 6 Wochen nas ner jungen Fra m halben Offenbach. Unb benn heiden! scheint, all ob bau beranggen arrlich weigen, on 85 Bfg. reits 200 orgn Brand in Stab * fiel, mi je m Anwesen bes feiner Frau im euer austam, ein nen. t, 6. März. uftizminifter Ditt inifterialräte Dr. Die Beratung ung steht Haupt tiz". In ber mitt die Aus Verwendung im zeit der jungen untergeordneten Acceffiften sollten r Erstattung von det werden. Eine Universität, wie Ein Praxis fei einem Spazier in junger Jurist nnte.( Seiterfeit.) Städten Mainz, en wünscht er be er Beit mit dem Strafrechtsantiagen 1. Justisminister ten, zum Be spiel Studium und der ere fieben Jahre Jahre. ffen daher seien Er rfolgt. Die ju im der Gesezes Caft des Juristen. m widmen wolle, ffen haben Sei helfen. Die Ber von Protokollen, in ihrem eigenen en bei den Krei Nöder bahier. 1. März. Johann Anton Wilhelm Ulm, Megger dahier mit Emilie Wöruer in Ostheim. 2. Jakob Heinrich Bieber, Bahnarbeiter in Kleinlinden mit Helene Barthel bahier. 5. Georg Heinrich Benderoth, Schloffer dahier mit Anna Bauline Kliffmüller hierfelbft. 6. Wilhelm Adolf Ludwig Gabriel, Hilfsheizer dahier mit Elisabeth Hedwig Anna Schufft hierselbst. Wilhelm Pfeil, Friseur bahier mit Ottilie Helene Dietrich hierselbst. Adolph Reinhard Ludwig Staudt, Kaufmann dahier mit Auguste Johanna Noll hierselbst. Eheschließungen. Am 28. Febr. Karl Hod, Schlosser dahier mit Augufte Raus hierselbst. 3. März. Mathias Josef Amode, Roch in Friedberg mit Elisabethe Dietrich, geb. Hartmann dahier. 4. Heinrich Heined, Buchbinder in Nidda mit Berta Karoline Christiane Alara Landmann dahier. 6. Otto Frohnhäuser, Kaufmann in Bernburg mit Elisabeth Nobs in Darmstadt. Geborene. Am 23. Febr. Dem Gerichtsschreibergehilfe Wilhelm Sartorius eine Tochter. 23. Dem Birt Joseph Stein eine Tochter, Marie. 24. Der Witwe des Taglöhners Karl Bogler eine Tochter, Katharina Marie. Dem Rohr meifter Friedrich Rettweiler ein Sohn, Eugen, Wilhelm. Dem Sattler Franz Seidel eine Tochter, Irma Elise. 25. Dem Weißbindermeister Karl Nikolaus ein Sohn. 26 Dem Fabrikanten Otto Ackermann eine Tochter, Alice Natalie Luise Anna. Dem Vizefeldwebel Karl Schmitt ein Tochter, Marie Margarete Karolina. Dem Anstreicher Heinrich Wilhelm Büttner ein Sohn. 27. Dem Handfchuhmacher Reinhold Rehme ein Sohn, Erich Berthold. Dem Guts pächter Heinrich Gottmann ein Sohn, Heinrich Hermann. Dem Schrifts Her Friedrich Rudolf Richard Lehmann ein Sohn, Richard 28. Dem Bildhauer Franz Winkler eine Tochter. Dem Fuhrmann Valentin Dieß eine Tochter. 3. März. Dem Schlosser Daniel Mähter eine Tochter, Emilie Marie Georgine. 4. März. Dem Kaufmann Georg Rizel eine Tochter, Eina Johanna Karola. Gestorbene. Am 27. Febr. Ludwig Scharmann, 55 Jahre 9 Monate alt, Raufmann dahier. 28. Bernhard Wißner, 78 Jahre alt, Weißbinder dahier. 1. März. Heinrich Kntel, 67 Jahre alt, Taqlöhner dahier. 3. Elise Müller, geb. Zimmer, 82 Jahre 8 Monate alt, Witwe des Universitätsgärtners Johann Friedrich Müller dahier. 4. Marie Albach, 11 Monate alt, Tochter des Streckenarbeiters Heinrich Albach bahier. Der Sachschäuser Berg bei Frankford. Von eme alde Frankforder. Bei Frankford leiht e flaaner Hiegel, Net höcher wie der Meeresschbiegel, Des is der Sachsehäuser Berg. Des ganze Dingt mißt faa zehn Morje Und dhut der doch die Stadt verforje Mit Hebbel, Quetsche und Batwerg. Im Frühjahr, wann die Obstbäum bliche, Da dhut mer uff de Hiegel ziehe Und hörd entzidt de Vögel zu. Un rings die Blume uff de Wiese, Wie lieblich dhun die Deser schbrieße Bis hinner uff die Göderuh. Un schbäder, wann die Aebbel reife, Da dhu ich nach mei'm Schdegge greife, Und nig wie' naus un hiegeschlabbt. Ich gud am Baum die Aebbel glänze, Ich hald's net aus: ich muß aan schdrenze Und wann mich aach der Flurschik dabbt, Jm Winder nor, da is er mäßig, Da is er fahl, es werd ei'm dösig, Die Sehnsucht werd ei'm widder wach, Ich dhu der an de Frihting dente, Mir werd so weh, ich möcht mich henke, Ich schderz mich noch in' Ludderbach.*) • Sehr harmloses Wässerchen bei Frankfurt. Briefkasten der Redaktion. F. Hs., Marburgerstraße bier. Unser Bemühen und unser Interesse ist natürlich nach wie vor das gleiche; wir werden auch hierbei das Aufblühen Stadt im Auge haben. In der anderen Sache können wir uns aber nicht dazu hergeben, für andere die Kastanien aus dem Feuer zu holen, zumal für solche, welche sonst die„ G. N. N." nicht fennen wollen. - Der Schriftleiter vom Kirchenplas ist in der Sache nicht genau orientiert, sonst hätte er die Notiz gewählter abgefaßt. Persönlich fann uns der Herr damit nicht verlegen. C. B., Nieder- Gemünden. Erhalten Sie jetzt das Blatt regelmäßig? Besten Gruß. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es fönnen eingestellt werden: 2 Sattler, 2 Schreiner, 1 Schneider, 2 Hausburschen, 4 Knechte, 1 Schweizer, 2 Arbeiter. 2 Köchinnen, 16 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Puzfrau, 5 landw. Mägde, 1 Milchaustragerin, 2 Kartoffelleserinnen. Lehrlinge: i Gärtner, 1 Spengler, 5 Schlosser, 1 Wagner, 1 Stellmacher und Wagenbauer, 1 Buchbinder, 3 Bäder, 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 3 Kaufleute. Es suchen Arbeit: 2 Schloffer, 1 Mechaniker. 1 Buchbinder, 4 Schreiner, 1 Schneider, 2 Anstreicher bezw. Ladierer, 1 Buchhalter oder Schreiber, 1 Aushilfstellner, 10 Hausburschen, 5 Taglöhner, 4 Knechte, 6 landwirtschaftliche Arbeiter, 5 Kutscher, 1 Ceures Fleisch sparen Braut- und HochzeitSeldenstoffe in unerreichter Auswahl. Hochmoderne Genres in weiß, schwarz und farbig zu billigsten Engros- Preisen meter- und robenweise an Private porto- und zollfrei. Wundervolle Foularde von 95 Pf an. Proben franfo. Briefvorto 20 Pf. Seidenstoif- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie Zürich G.22. Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Rinderfräulein, 3 Dienstmädchen, 7 Lauffrauen, 1 landwirtschaftl. Magd. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute, 9 Schreiber. Marktbericht. Gießen, 7. März. Auf dem beutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfb. 0.90-1.00 Mt. Hübnereier 2 St. 11-12 Pfg., Enteneier St. -00 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar SRY. 1.00-1.20, Hühner per Stud Mt 1.00-1.70, Hahnen, ber Stud Mr. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Pfg., Rindfleisch per Bfd. 60--66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Kalbfletsch per Bfb. 66-72 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6.50 m., Zwiebeln per St. Mr. 6.00-7.00, Milch per Piter 18 fa. Herborn( Dill), 5. März. Auf dem heute abgehaltenen 2. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 462 Stück Rindvieh und 478 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen I. Qual. 68 bis 70 Mt., II. Qual. 65 bis 67 Mt., Kühe und Rinder I. Qual. 60 bis 63 Mt., II. Qual. 54 bis 57 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 50 bis 60 Mr., Läufer 70 bis 80 mt. und Einlegschweine 90 bis 110 Mr. das Paar. Der nächste Markt findet am 2. April statt. Heu und Stroh. Notierung vom Heu- und Strohmarkt zu Frankfurt a. M., 8. März.( Für 50 kilo loco Frankfurt.) Heu Mr. 3.10-3.50. Roggenstroh Mr. 1.90-240. Holzversteigerungen. Oberförsteres Homberg. Mittwoch, den 11. März vormittage 9 Uhr. Zusammenkunft am Köhlersberg oberhalb Haarhausen. Nähere Auskunft durch den Forstwart Bayerer zu Gontershausen. Freitag, den 13. März, vormittags 9 Uhr. Busammenkunft auf der Straße Deckenbach- Schadenbach am Pflanzgarten. Oberförsterei Burg- Gemünden. Dienstag, den 10. März, vormittags 9 Uhr werden in dem Saale bei Gastwirt Södler in Nieder- Gemünden( am Bahnhof) aus den Distriften Pfingstweide und Lichterwald der Forstwartei Bernsfeld, Obergemünde od der Forstwartei Elpenrod und Eichwäldchen der Forstwartei Hainbach versteigert: 367 Stüd Eichenflämme von 16-71 Ctm Durchmesser und 3-15 Mtr. Länge 368,80 stm. Die Forftwarte Nahrgang zu Hainbach, Jäger zu Elpenrod und Schaaf zu Bernsfeld zeigen das Holz auf Verlangen vor. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießeu. helfen der Hausfrau MAGGI's Suppenwürfel Freiw. Gail'sche Feuerwehr. à 10 Pfg. für 2 Teller guter, fräftiger Suppe. Montag, den 23. d. Mts. abends pünktlich um 8 Uhr findet bei Kamerad Sauer unsere diesjährige sagungsgemäße ordentliche Hauptversammlung mit nachstehender Tagesordnung statt. 1. Jahresbericht, 2. Rassenbericht, 3. Verleihung der Abzeichen für 5, 10, 15, 20, 25 und 30jährige Dienstjeit, 4. Verschiedenes und etwaige Anträge, 5. Borstandswahl. Weitere Anträge nebst der Begründung sind bis zum 15. b. Mts. schriftlich bei unserem 1. Hauptmann einzureichen. Dienstanzug. Der Vorstand. Nur mit Wasser zuzubereiten. Darlehen auf Ratenrückzahlung, SchuldU 2Portionen vorzüglicher Suppe ERBSWURST für 10 Pfg Bandeisen, abzugeben die schein oder Wechsel discret zu 5% eine größere Menge, hat sehr billig Zinsen. Semper, Berlin N.W. 87. Beußelstraße 36. mit Kleine Wohnunggaben asbald zu vermieten Brandplatz 15. Spareinlagen werden je nach Kündigung bis 42% verzinzt beim VorschussVerein Jüchen, eing. Gen. m. unbeschr. Haftpflicht zu Jüchen. Geschäftsbericht u. Sparbedingungen franco zu Diensten. Spareinlagen können auch per Post eingesandt werden. Gießener Verlagsdruckerei ( vorm. Wilh. Keller). Hilfe gegen Blutstockung Erwig, Hamburg, Bartholomäusstr. 57. Schlachthaus. heute und Montag. Ochsenfleisch 50 Big. Schweinefleisch 50 Pf. die Vermehrung 1 die Staatsan Sene Material zu Abg. Heidenngen eine andere Schriftstüde so ge t zugänglich find. ch dieser Richtung ien und eine da .v. Brentan Verwandten und teilnehmenden Freunden hierdurch die traurige Mitteilung, dass unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Karl Wittich, Rechner Wwe. geb. Walz n Studiums ein. des akademischen Ulrich glaubt, ntschädigung un ine eigentümli ei, daß die Re ebner fragt noch nderen als Kläger t das Verbot der Dirtschaftlichen Verwendung en und städtis allen Teilen tadi Gießen. 9. o. n. Profeffor T. 28. Philipp terselbst. Hainrich it Anna Elifabeth heute Nacht 2 Uhr im 88. Lebensjahre sanft verschieden ist. Giessen und Chile, den 7. März 1903. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Wittich II. Die Beerdigung findet Montag den 9. März, vormittags 11 Uhr vom Sterbehause, Neustadt 14, aus statt. Metallsårge. Grösstes Sarglager In Tannen- und Elchen- Holz bel - Karl Zimmermann, Neuen- Bäue 15. Metallsårge. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Freitag, den 13. d. Mts., nachmittags 4 Uhr soll im Stadtfnabenschulhaus eine öffentliche Brüfung der Fortbildungsschule stattfinden. Es werden zu derselben die Eltern und Arbeitgeber Giessener Stadttheater. genuentur bis 31. März Sonntag, den 8. März 1903 4 Uhr: Kinder vorstellung! Aschenbrödel der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch 8 Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. eingeladen. Gießen, den 6. März 1903. Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Reftor. Bekanntmachung. In Verfolg des Preisausschreibens zur Erlangung bon Plänen für die Ansichten des Neubaues einer Steins Garten. Sonntag, den 8. März. Großes Konzert, G. J. F. Gr. Preisermässigung. Montag, 9. Wars, abbe. 8 ubr 5 elektrische Pianos. 7 prachtvolle große Patent- InstrumentalMärz, Monatsversammlung bei Kamerad Wigandt. Das Kommando. Offeriere: Piano- Orcheſter, Gesiebte Ofenkohlen Nr. I sowie fleine und große Musikautomaten. K'eine, mittlere und große Orchesterwerke höheren und erweiterten Mädchenschule in Gießen sind ausgeführt bon der Stapelle des Inf. Reg.( Kaiſer für elektrischen Betrieb, mit Feder7 Entwürfe eingegangen, davon einer mit zwei Lösungen. Das Preisgericht hat dem Entwurf mit dem Kennwort Wer die Wahl hat die Qual" Verfasser die Architekten Stein u. Mayer in Gießen erfannt. - Wilhelm) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektors E. Krange. Anfang 2 5 Uhr. Eintritt 35 Bis und Gewichtsaufzug. Einmalige günjige extrabillige den Preis zu Atelier für Portraitmalerei Ausnahmepreise Die Entwürfe werden am Samstag, den 7. und Montag, den 9 März, vormittags von 9 bis 12 Uhr und am Sonntag, den 8. März, von 10 bis 1 Uhr im Stadtverordneten- Sigungssaal öffentlich ausgestellt. Gießen, 5. März 1903. Der Oberbürgermeister, Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 7. März 1903 wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 Zwider mit Futteral, 1 weißes Taschentuch, 1 schwarzer Filzhut, 1 Pferdedede und 1 Müge eines Bahnbediensteten; verloren: 1 goldener Ring mit blauem Stein, 1 schwarzes seidenes Spißentuch und 1 schwarzer Kragen mit rotseidenem Futter. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zn machen. Gießen, den 7. März 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Holzversteigerung. Montag, den 9. d. Mts. wird in hiesigem GeGemeindewald folgendes Holz versteigert: von Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Plockstrasse B a II. Farbiges Panorama von Giessen 45X 65 zu 5 Mk. Drillmaschinen von unerreichter Einfachheit, im Bau. Nur ein Säerad für alle GetreideartenPatent- Normal- Pflüge, 2- u. 3- scharig, m.'staubdichten Radnaben für Oelschmierung. Ph. Mayfarth& Co., Frankfurt a. M. SchuhwarenVersteigerung. Dienstag, deu 10. und Mittwo&., 11. März Vorm. 9½ und Nachm. 2 Uhr, präcis anfangend lasse ich durch den Auktionater Emil Neuhof aus Frankfurt a. M. das zur Konkursmasse für Gastwirte. Besuch bitte vorher anzumelden. Frankfurter " Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert Gerüststränge, Klobenstride, ſowie Rollseite aus Hanf gesponnen, empfiehlt zu billigsten Preisen und bält stets auf Lager. Ludwig Lazarus, Afterweg 55. Für Steinhauer u. Maurer. Sämtliches Handwerkszenszu zu ver'aufen. Schützenstraße 6. Zum 15. März eine Caféund Beilöchin gesucht. Hotel Brinz Karl". " Musikwerke, Jüngerer Schreiber für einige Wochen auf ein Bureau Friedrich Seipp, na Gießen fotort gesucht. Selbft Frankfurt a. M., Kaiserstr. 77. geschriebene Off. unter 500 8. direft am Hauptbahnhof, on die Erv. d. VI. erbeten. Glaferlehrling gesucht Rothermel, Babnbofstr. 38. 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