in. fe Billig wom mhoftheater in gegen 11 Uhr. bet G. Challier Der Staffe Mt. 2. Labr jc: ball Cungen Gebiete: ud Hals. Pfg. Geheim n der Abendtas crie 20 Pfennig Marktplay. Coh n Herren Friseura Seltersweg. Wahl eimfarten nur be " orstand. ößerung fmaschine und Quadratmeter drud per eile n. el, n Adolf Biele Denwohnung, bic 2 Gabinete nebi behör per 1. Apri With Müller Neustadt, Neubau crn Meggermeist Laden m zu berm. Hofmannftr. 14 inandergehende id Zimmer für 1 ob 1. März zu ver Wauthorstraße 15. GOGOOG OGO0000 Nr. 32. Erftes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Brattabellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 7. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreife Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Vfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bowens Zurechtweisung. V Die arrogante Manier, in der Herr Bowen sich bei den Verhandlungen über die Venezuela Affäre mit den Bertretern der drei Blockademächte gefiel, hat erfreuicherweise doch noch eine scharfe Zurückweisung seitens Dieser Mächte erfahren. Der englische Botschafter hat nanens aller drei Mächte bei dem Washingtoner Kabinett gegen Bowens Auftreten scharf protestiert; er erklärte, Bowen habe mit seiner Aeußerung, die Teilnahme Engands an dem Bündnis gegen Venezuela über die unbedingt nötige Zeit hinaus würde Ueberraschung und Bedauern verursachen, die Grenzen des diplomatisch Zulässigen überschritten. Gleichzeitig forderte der briische Botschafter, Herrn Bowen sollte amtlich erklärt verden, daß die amerikanische Regierung sein Verfahen nicht billige. Das ist denn auch, wenigstens indirekt, jeschehen: Staatssekretär Hay erklärte, die Union könne Dafür nicht verantwortlich gemacht werden, denn Bowen jei zur Zeit nicht Beamter der Vereinigten Staaten. Im merhin ist er nur auf eine Zeit beurlaubt, und das Washingtoner Kabinett hat die moralische Verpflichtung, ihn unzweideutig in seine Schranken zurückweisen. Ob die Verhandlungen mit Bowen überhaupt fortgejetzt werden, ist infolge des Austretens Bowens sehr zweifelhaft geworden. Wie in Washington verlautet, haben die verbündeten Regierungen erklärt, sie wollen mit Bowen nicht weiter verhandeln, sie wollten vielmehr en Streitfall an das Haager Schiedsgericht verweisen, falls ein neuer Versuch, Roosevelt für das Schiedsgericht zu gewinnen, fehlschlage. Bowen sitt troßdem noch aus hohem Pferde, er erklärte einen etwaigen neuen Veruch, Roosevelt azu aufzufordern, ohne Erlaubnis Venezuelas für eine Beleidigung; er würde einen solchen Vorschlag ablehnen. Die Sache sieht einstweilen ganz danach aus, als sollen die Verhandlungen in Washing. ton völlig abgebrochen werden. Herr Bowen, der Anwalt Venezuelas, wird dann Muße haben, über die Wahrheit des Sprichworts nachzudenken: Blinder Eifer schadet nur. Um Herrn Bowen sein Amt zu verleiden, wird zum Ueberfluß noch eine Geschichte bekannt, die beweist, daß nicht einmal die Leute, für die er sich so ins Zeug gelegt hat, ihm dankbar sind. Nach einer Meldu: 1 aus Caracas unterschrieb die Mehrheit des venezo ischen Kongresses und viele andere Notablen einen Protest gegen die dem Ausländer Bowen von Castro erteilten Vollmachten. Bowens sogenannte Abmachungen seien für Venezuela unverbindlich; der Kongreß könne alles wieder umstoßen. Tanach wären also die ganzen Washingtoner Verhandlungen verlorene Liebesmüh gewesen. 252. Sigung. Deutscher Reichstag. gener Bericht. Reden zum Fenster hinau Dem Reichskanzler wird es dieses schwer, sein Gehalt zu erlangen. Die Erörterungen tehnen sich aber jedenfalls nur deshalb so sehr in die Länge, weil die Abgeordneten durch Reden zum Fenster hinaus als kluge Hausväter für die nächsten Wahlen ihr Haus bestellen wollen. Nur so ist es zu erklären, daß der Abg. Dr. Röside- Kaiserslautern, Mitglied des des der Landwirte, das Brüsseler Zuckerabkommen standete, das nach seiner Ansicht Deutschland zur Aufhebung bon Ausfuhrvergütungen verpflichtet, England darin aber freie Hand gibt. Außerdem hat er das entgegenkommende Berhalten des Reichskanzlers gegen Amerika zu tadeln und rügt es, daß in deutschen Verwaltungen ausländische Konserven und kanadisches Getreide verbraucht werde. Ihm enigegnete Staatssekretär Graf Posadomsky, der nachwies, daß die Regierung gegenüber der Landwirtschaft eine durchaus wohlwollende Haltung einnehme. Jedenfalls war durch den Abg. Dr. Rösicke, der den Reichskanzler wegen seiner Rede im Landwirtschaftsrat: einen Rattenfänger von Hameln genannt hatte, im Rückblick auf die Zolltarifberatung in die Debatte eingeführt. Es entspann sich des weiteren ein Zwiegespräch zwischen den Abgg. Hug vom Zentrum und ardorff von der Reichspartei über die Frage, ob die Mehrheitsparteien dem Zolltarif im Interesse der Landwirtschaft oder lediglich behuss Niederwerfung der Obstruktion zugestimmt haben. Der Abg. Liebermann von Sonnenberg fnüpfte an Rösice's Ausführungen an und erzählte, daß die Marineverwaltung tanadisches Getreide kaufe. Im übrigen fand er die Auslandspolitik schwächlich. Der Staatssekretär wies mun nach, daß die Marineverwaltung nur für die im Ausland stationierten Schiffe fremdes Getreide faufe. Ein Mann, der dem Haidas Gruseln beibringen wollte, war Dr. Pachnicke mit einem grau in grau gemalten Bilde von den Gefahren der künftigen Vertragsverhandlungen und der Gefahr der ausländischen Tarifvorlagen. In seiner Erwiderung hielt Graf Bülow dem Bunde der Landwirte vor, daß sich die Mehrheit des Hauses mehr um die Landwirtschaft verdient gemacht habe, als der Bund, weil sie den Zolltarif zu stande gebracht habe. Die Mitglieder des Bundes, die gegen den Zolltarif gestimmt haben, hätten sich undanfbar gegen die Mehrheit und gegegen die Regierung bewiesen. Ferner wies Graf Bülow darauf hin, daß durch die fortwährenden Erörterungen über die Handelsverträge deren Abschluß unseren Unterhändlern sehr erschwert würde. Zum Schluß verwahrte er sich gegen den Vorwurf, daß er bei den Zolltarisverhandlungen des Reichstags ,, umgefallen" sei. Dann vertagte sich das Haus auf Sonnabend. Die Politik. Der Zar und die finischen Intransigenten. Der passive Widerstand, den die Finländer den Russifizierungsbestrebungen entgegenstellen, hat sich auch bei der letzten Heeresaushebung in Finland gezeigt. Nicht weniger als 14 798 Wehrpflichtige sind den Aushebungen jerngeblieben. Dem Zaren hat das natürlich nicht gefallen, er hat aber nur eine verhältnismäßig milde Ahndung dieses Verhaltens der finischen Protestler für angezeigt gehalten. Statt die 15 000 Mann kurzerhand nach träglich in das Heer einzustellen, hat er nur verfügt, daß die im Staatsdienst befindlichen Ausgebliebenen sofort zu verabschieden seien, daß innerhalb 5 Jahren den Ausgebliebenen kein Reisepaß nach dem Auslande gewährt werde, daß ferner sämtliche Ausgebliebenen in die Landwehr eingeschrieben werden und daß endlich das Leibgarde Bataillon mit Ausgebliebenen vervollständigt werden soll. Tie Milde der Strafe rührt wohl einmal daher, daß der Zar, der als Großfürst von Finland eidlich verpflichtet wäre, den Finländern ihre Nationalität zu wahren, einige Scheu hat, sich allzu sehr als Russificator zu zeigen, zum andern daher, weil es schwer halten dürfte, jeden der 15 000 Drückeberger ausfindig zu machen und bei der Fahne zu halten. Der Attentatsprozeß gegen Rubino, der am 15. Nɔv. v. J. auf den Wagen des Königs Lespold von Belgien schoß, hat am Freitag vor dem Brüsseler Schwurgericht begonnen. Beim Verhör erklärte Rubin, er habe das Leben des Königs als eines Vertreters der von ihm bekämpften gegenwärtigen Gesellschaft treffen wollen. Er habe die Absicht gehabt, nach Italien zu gehen, um einen Mordanschlag zu verüben, aber seine Mittel hätten ihm nicht gestattet, sich dorthin zu begeten. Daß man angesichts dieses anarchistischen Wahnwizes noch immer nicht rücksichtslose internationale Maßregeln gegen den Anarchismus getroffen hat, ist eine schier unglaubliche Nachlässigkeit. Grenzstreitigkeiten in Amerika. )-( Der Konflikt zwischen Brasilien und Bolivia wegen des streitigen Acregrenzgebiets spißt sich weiter zu. Brasilien hat neuerdings beschlossen, Acre militärisch zu besetzen. Sine brasilianische Schiffsdivision ist nach dem Amazonen trom abgegangen. Man sieht jeden Augenblick dem Ausbruch von Feindseligkeiten entgegen. Auch zwischen der Union und England bestehen wegen einer Regulierung der Grenze des Goldlandes Alaska Meinungsverschiedenheiten. Noch vor kurzem hieß es, diese Differenzen sollten durch eine englisch- amerikanische Kommission ausgeglichen werden; neuerdings ist dieser Plan aber gescheitert, und die Schlichtung des Handels wird wohl noch längere Zeit die britische und amerikanische Diplomatie in Atem halten. Kurze volitische Nachrichten. * Dic Blättermeldung, der Kaiser sei bei einem Besuche des kranken Generals Mackensen in Danzig bewogen worden, das ehrengerichtliche Urteil gegen Major a. D. Endell umzustoßen, wird offiziös als unzutreffend bezeichnet. * Frgend ein amerikanisches Blatt hatte neulich behauptet, in Madrid sei auf Befehl der spanischen Behörden die über dem Hotel des tubanischen Gesandten wehende fubanische Flagge herabgenommen worden. Flugs hat das Havaneser Repräsentantenhaus den Präsidenten Palma aufgefordert, den Sachverhalt festzustellen. Und wenn die Sache sich bewahrheitet? Fürchterliche Perspektive! * Ueber Bu Hamaras Schicksal wird schon wieder eine neue Lesart verbreitet: Danach war er tatsächlich gefangen, die Riatatabylen aber haben ihn unter den Augen des Sultans aus dem Gefängnis befreit und ihm zur Flucht verholfen. Was ist nun Wahrheit? 15. Eigung. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht - Vereinfachung des Landtagswahlrechts. Mit der Weiterberatung des Etats des Ministeriums des Innern wurde die Beschlußfassung über den Antrag der Abg. Dr. Barth und Dr. Wiemer, betr. Neueinteilung der Wahlkreise und Einführung der geheimen Ab stimmung, verbunden. In der Debatte, an der sich die Abgg. Nölle( ntl.), Deser( frs. Volksp.) und Dr. Barth ( freis. Verg.) vornehmlich beteiligen, erklärte Minister Frhr. v. Hammerstein u. a.: Die technischen Schwie rigkeiten, welche sich aus der Größe einzelner Wahlkreise und der Zahl ihrer Wahlmänner ergäben, seien ihm sehr wohl bekannt und würden Abstellung finden, ohne natür lich dadurch den Charakter der Wahl zu gefährden. Das Staatsministerium habe einmütig beschlossen, baldigst eine Aenderung des Wahlreglements herbeizuführen, wodurch eine Vereinfachung des ganzen Wahlverfahrens erzielt werden solle. In der Debatte wurde auch über das Reichs tagswahlrecht lang und breit verhandelt. Ein Beschluß wurde über die Anträge noch nicht gefaßt. Die weiter: Erörterung betraf einige politische Beschwerden und ps fizeiliche Mißgriffe, wesentliches brachte sie nicht. Das Haus vertagte sich schließlich auf Sonnabend. Nab und Fern. ::: Der Fernsprecher in der Wundbehandlung. In Londoner Krankenhäusern wird seit einiger Zeit der Fernsprecher als Hilfsmittel beim Sondieren von Kugeln oder sonstigen metallischen Gegenständen im menschlichen stör per benutzt. Das Verfahren ist solgendes: Mit einem Fernhörer sind durch Drähte einerseits eine Metallplatte, andererseits eine Sonde verbunden. Die Platte wird an den Körper des Patienten angelegt; zur Herstellung einer innigen Verbindung legt man einen nassen Schwamm oder mit Salzwasser getränktes Fließpapier unter. Ter Arzt nimmt den Fernhörer ans Ohr, der zwed mäßig durch einen Bügel oder eine andere selbsttätige Vorrichtung am Kopfe festgehalten wird. Führt man nun die Sonde in die Wunde ein, so ist der Stromkreis geschlossen. Ein Strom entsteht aber erst, wenn die Sonde den in der Wunde be findlichen metallischen Körper berührt. Sie vibriert dann, und in dem Jernhörer ist ein Sunimen vernehmbar. In London sind Nadeln, Nugeln, Schrotkörner, Bruchstücke von Kupfer und Stahl durch das Verfahren leicht und sicher ermittelt worden. ::: Studentenulf einer Semmelfrau. Tie allen jenensischen Studenten wohlbefannte, jeẞt woh! 60jährige ,, Semmelfrau", die in den Kneipen der verschiedenen Kor porationen ihren Korb mit allerhand Gebäck herumträgt, hat sich durch die übermütige Stimmung, die in der Musenstadt an der Saale herrscht, auf ihre alten Tage anstecken lassen: Sie hat auf eigene Faust einen„ Studentenulf' in Szene gesetzt, der aber leicht für sie und andere schwere Gefahren mit sich bringen konnte. Sie bestieg einen eben von seinem Führer verlassenen, leeren Motorwagen der ., Elektrischen", drehte in aller Gemütsruhe den Strom an und freute sich anfangs über alle Maßen, als der Wagen so schnell davonfuhr. Der Motorwagen raste aber die Kaiser Wilhelmstraße hinauf nach der Stadt. In einer engen Quergasse geriet er aus den Schienen, prallte gegen eine Hausecke und stürzte um, die Gasse vollständig ver sperrend. Die Frau, die sich allein auf dem Wagen be fand, kam mit einigen leichten Verlegungen davon. Der Verkehr aber war stundenlang unterbrochen. * Das Schwesterchen abgeschlachtet. In der mährischen Gemeinde Mortowiz bei Proẞniz ereignete sich ein gräß licher Vorfall. Ein dortiger Bauer schlachtete ein Schwein in Anwesenheit seines dreijährigen Knaben. Bald daraus lief das Kind in die Wohnung, ergriff ein Messer und schlachtete mit den Worten: Ich muß doch sehen, ob die Marie auch so schreit, wie das Schwein" sein in der Das Biege liegendes halbjähriges Schwesterchen ab. Rind war fofort tot. £ Der Bär beim Friedensrichter. Einen seltenen Gast jah dieser Tage Herr Bleynie, Friedensrichter des zwölften Bezirks von Paris, in seinem Hause. Es war etwa zehn Uhr abends, und Herr Bleynie saß in seinen: Arbeits zimmer und schrieb, als er plößlich ein eigenartiges Krazen vernahm, das von der Tür herzukommen schien. ,, Herein!" rief der Richter. Die Aufforderung blieb jedoch ohne Wir fung. Der späte Besucher schien den Eingang nicht finden zu können, denn er fragte immer weiter. Ungeduldig stand Herr Bleynie von seinem Stuhle auf, um selbst zu öffnen. Man kann sich sein Erstaunen ausmalen, als er sich einem großen braunen Bären gegenübersah! Beim Anblick des Richters richtete sich der Bär langsam auf und schritt majestätisch ins Zimmer, um sich in der Nähe des Ofens niederzulassen. Der Richter holte sofort mehrere Polizisten, die den Versuch machten, den Eindringling zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Der Bär ließ lich aber garnicht stören und blieb ruhig auf seinem Blaze liegen. Schließlich tam ein Polizeibeamter auf den Gedanken, daß der Bär vom Jahrmarkt der Vorstadt Reuilly entwichen sein könnte. Er eilte sofort dorthin und fand die Marktleute in großer Aufregung: man hatte soeben erst das Verschwinden des Bären entdeckt. Meister Bez wurde dann im Triumph in seine Bude aurückgeführt. li D jc 11 * Opfer des Sturmes. Die Chicagoer ,, Tribune" meldet aus Bay City( Michigan): Ein Sturm hat in der Saginaw- Bay am Dienstag Nacht das Eis eingedrückt, auf dem vierzig Fischer in provisorischen Hütten lebten. Seither ist von den Hütten und ihren Bewohnern nichts mehr gesehen worden. Von zwei Mann weiß man bereits, daß sie ertrunten sind. Es ist wenig Hoffnung vorhanden, daß die anderen entkommen sind. Im Mittelländischen Meer und im Golfe du Lion wütet ein furchtbarer Sturm. Alle Postdampfer erleiden Verspätung, einige suchten Zufluchtshäfen auf, mehrere haben ernstliche Beschädigungen erlitten. Eine romantische Heirat. Ein Newyorker Blatt will wissen, daß sich der junge Marquis Carlo di Rudini, ein Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten, während seines Aufenthaltes in Amerika mit der engelschönen" Echauspielerin Dessa Gibson heimlich verheiratet habe. Das Blatt widmet dieſem Ereignis mehrere Artikel und bringt nicht weniger als vier Bilder der schönen Dessa. Wenn man nach diesen Bildern und nach den begeisterten Echilderungen des Blattes urteilen darf, muß es sich allerdings um eine außergewöhnlich schöne Dame hanbeln. Sie ist eine klassische Schönheit," heißt es dort, ,, die dem Echönheitsideal, wie es in der Venus des Altertums verkörpert ist, näher tommt als irgend eine andere Dame der europäischen oder der amerikanischen Gesellschaft. Sie ist schlank wie eine Pinie und hat einen prächtigen Kopf mit dunkelblondem, rötlich schimmernden Haar." Dessa Gibson stammt aus Kansas City und war in erster Ehe mit einem Herrn Stevens verheiratet. Nach bem Tode ihres Mannes wurde sie Schauspielerin und trat in Newhort mit großem Erfolge in der Operette Florɔdora" auf. Hier lernte sie der Marquis di Rudini kennen und lieben. Gegenwärtig soll das Paar in Paris peilen. " Ein ,, Kleiner" Humbert ist der Petersburger Edelmann Nitolai Michailow. Auf Grund eines gefälschten Dokumentes mußte er verschiedenen stadtbekannten Be tersburger Bucherern auf eine angebliche große Erbfchaft Gefälligkeits"-Darlehen von 120 000 Rubeln herauszuloden, für die die Menschenfreunde später nur den fünffachen Betrag zurückhaben wollten. Der Schwinbel wurde aber dieser Tage durch einen Zufall entdeckt und Herr Michailom verhaftet. Das ihm drohende Schickfal wird wohl aber nicht zu schwer sein, ja man glaubt, baß die Geschworenen ihn unter einem nichtigen Vorwand freisprechen werden. Man belacht in Petersburg feine Manipulationen als einen guten Wig" und freut sich darüber, daß den verschiedenen von ihm gebrandschazten Wucherern auf eine Weile das Handwerk gelegt worden ist. Bunte Chronit. Die Polizei verhaftete in Trier den mutmaßlichen Täter eines im Saarrevier begangenen Lustmordes. Der Verhaftete, welcher sich Mang nennt, machte einen Selbstmordversuch. - Aus Breslau wird gemeldet, daß der frühere Kassenrendant Borzuzti, welcher bei der oberschlesischen Gemeinde Zaborze 150 000 Mart defraudiert hatte, in der Untersuchungshaft gestorben ist. Auf der Strecke Wien- Eger zwischen den Stationen Blowitz und Nezwestiz fuhr eine Lokomotive auf einen Güterzug, wodurch beide Lokomotiven und acht' Wagen beschädigt, sowie sechs Mann des Zugpersonals verlegt wurden. In Bugiz bei Arnfels( Böhmen) verstarb am 31. Januar der Grundbesizer Anton Giegert unter Vergif= tungserscheinungen. Nurmehr wurden seine Frau und seine Schwägerin unter dem Verdacht des Giftmordes verhaftet. Beide führten ein Lockeres Leben, wobei ihnen Der Bergiftete im Wege stand. - um außerordentliche Prüfungstermine zu erzwingen, erregte die Neapeler Studentenschaft in der Universität lärmende Auftritte. Es wurden Fenster uno Geräte zertrümmert, Möbel in Brand gesteckt. Der Rektor mußte die Bolizei und später Militär herbeirufen. Die Studenten drohen mit Ausstand. Die Universität wurde geschlossen. In der spanischen Stadt Ciudal Real stürzte der Turm der Kirche der Dominikanerinnen ein. Die Trümmer burchschlugen das Dach des Klostergebäudes, töteten eine Nonne und zwei Novizen und verwundeten mehrere Perfonen. Vermischtes. [ Der geheimnisvolle Kessel.] Professor B. von der Berliner medizinischen Fakultät war eines Tages in se nem Laboratorium beschäftigt und um ihn herum stand eine Anzahl von chemischen Instrumenten und Utensilien. Unerwartet erhielt er den Besuch eines auswärtigen berühm ten Arztes, der seiner Arbeit mit Interesse zuschaute. Des Professors Aufmerksamkeit war ganz besonders auf einen fleinen Kessel gerichtet, aus dem heiße Dämpfe aufstiegen. Der Besucher fragte neugierig, was denn darin sei. Raten Sie einmal, was ich darin koche?" fragte ber Professor. Der Besucher begann eine ganze Reihe von Mikroorganismen aufzuzählen, doch B. schüttelte ſtets berneinend den Kopf. Nun, was fochen Sie denn darin? So sagen Sie es doch!" sagte der Fremde schließlich etwas ungeduldig. Ein paar Würste," versezte der Professor und holte dieselben aus dem Kessel hervor. ):([ Fidelio" im Reisekostüm.] Der holländische Vertehrsstreit, der so plöblich ausgebrochen ist, hat zwischenfälle verursacht, die den Inhalt einer fomischen Oper bilden könnten. Die Truppe der großen Oper von Amsterdam befand sich auf einer Gastspielfahrt nach Rotterdam, als der Zug plöglich, einige stilometer von Rotterdam entfernt, von den Ausständigen angehalten wurde. Direktor und Künstler berieten, was zu tun sei, und kamen zu dem Schlusse, daß die Vorsiellung unter allen Umständen stattfinden müsse. Sänger und Sängerinnen ſetten die Reise tapfer zu Fuß fort und tamen in Rotterdam noch früh genug an, um die angesagte Vorstellung pünktlich beginnen zu lassen. Aber sie hatten nicht an alles denken können: ihr Gepäck, das mit einem anderen Zuge weggegangen war, hatte gleichfalls unter dem Streit zu leiden gehabt und war unterwegs geblieben. Man konnte daher am Abend ein originelles Schauspiel sehen: Beethovens Fidelio", in Reisekostümen dargestellt, mit einem Piano an Stelle des Orgesters. [ Der Hinauswerfer.] Eine neue Profession, die vorläufig, wie es scheint, nur einen ausübenden Vertreter besitzt, ist in Paris aufgetaucht. Sie wird in virtuofer Weise ausgeübt von Mt. Felix Chancel, genannt der ,, Tonfinese", den alle braven Bürger von Montmartre als den hinauswerfer" fennen. Wenn der Wirt eines der Etat issements auf der Butte, eines Cafés, einer Musikfneipe in dieser Gegend befinden sich bekanntlich die meisten Pariser Cabarets- außerstande ist, auf gütlichem Wege einen lärmenden oder betrunkenen Besucher loszuwerden, so wendet er sich nicht an die Polizei, sondern an Felix Chancel. Dieser wartet allabendlich in einem Cabaret, das ihm als Büreau" dient, auf Aufträge und bei der ersten Einladung begibt er sich in das Lokal, wo man seine Beihilfe wünscht: mit leichter, aber träftiger Hand faßt er den Widerspenstigen und setzt ihn auf die Straße. Man findet in Paris diese Profession sehr originell; es scheint, daß es dort für den Hinauswerfer wenig Arbeitsgelegenheit gibt, da ein einziger für einen ganzen Bezirk genügt. Anderwärts ist es anders das zeigen wenigstens die vielen Wiße über die Tätigkeit des Hausfnechtes in den Fliegenden Blättern" und das zeigt auch eine Strophe des Liedes Jm schwarzen Walfisch zu Askalon". [ Das Recht des Malers am verkauften Bilde.] Eine eigenartige juristische Streitfrage wird gegenwärtig in Paris erörtert. Es handelt sich nämlich darum, ob und welche Rechte einem Künstler an seinem Bilde nach dem Verkaus desselben zustehen. Ein in Paris bekannter ameri fanischer Millionär, der für einen Sonderling gilt, ge hört zu den regelmäßigen Käufern der im Pariser Salon ausgestellten Bilder. Diese Förderung ist den Malern wohl jehr erwünscht; nun hat aber der Millionär eine ausgesprochene Abneigung gegen Bilder ohne Kleider; so ließ er eine jüngst erworbene Psyche mit einem grellfarbig farrierten Gewand bekleiden und ihr einen moder nen, breitkrämpigen Hut aufs Haupt sezen. Der Maler, dessen Namenszug in einer Ecke des barbarisch entstellten Werkes erhalten blieb, war, als er dies erfuhr, aufs äußerste empört. Der vorliegende Fall soll aber feineswegs der erste sein, und so haben sich mehrere Pariser Künstler vereinigt, um ihren Kollegen, den Maler der Psyche, der deshalb einen Prozeß angestrengt hat, nach Möglichkeit zu unterstützen. :||:[ Ein Wettbewerb von.. Fliegentötern] fand, wenn man dem Sportblatt él" glauben darf, vor einigen Tagen in einer kleinen Ortschaft Englands statt. Es sollte endlich einmal festgestellt werden, welcher Bürger im Zeitraum von einer Stunde mit einer Hand die größte Anzahl jener verhaßten fleinen Insekten, so da Fliegen genannt werden, erschlagen würde. Für die glücklichen Gewinner in diesem fliegenmordenden Kampfe gab es sehr bedeutende Preise. Mehrere Kämpen haben ganz wunderbare Taten vollbracht. 149 Fliegen in 60 Minuten getötet! Das ist der Rekord, der von einem der ,, Champions" aufgestellt wurde. Weit darunter blieb der Held, der als zweiter aus dem Wettbewerb hervorging: er hat die liebe Mutter Erde nur von 101 Fliegen befreit. Da der Fliegentöter- Wettbe werb einen großen Erfolg gehabt hat, ist jetzt stark davon die Rede. diesen Svori zu einem internationalen zu machen. ** Ferngespräche zur Nachtz it. Die ursprünglichen Bestimmungen über die Benuzung der deutschen Fernsprechleitungen zur Nachtzeit sind dahin geändert worden, daß die Fernsprechverbindungen zwischen Orten, in denen Nachtfernsprechdienst abgehalten wird, von den Fernsprechteilnehmern zur Nachtzeit sowohl zu Einzelgesprächen wie auch zu Gesprächen im Abonnement benutzt werden können. Als Nachtzeit gelten, soweit nicht für einzelne Orte etwas anderes bestimmt ist, die Stunden von 9 Uhr nachmittags bis 7 Uhr vormittags im Sommer und bis 8 Uhr im Winter. Kurzes Allerlei. Eine soeben veröffentlichte amt liche Statistik des Berliner Verkehrs gibt an, daß in Jahre 1902 im ganzen 532 957 411 Personen mit der Berkehrsmitteln der Reichshauptstadt befördert wurden Im Jahre 1901 waren es nur 499 402 894 Personen. Bei einer Taufe von Drillingen in Peterswald be Tepliß standen nicht weniger als 46 Personen, darunter sämtliche Mitglieder der Gemeindeverwaltung, Gevatter. Das Beste aus den Witblättern. Aus der Schule , Wenn ich deinem Vater 500 Mark geborgt hätte, unter der Bedingung, daß er jährlich 75 Mark davon zurückbe zahlen müßte, wie viel würde er mir dann nach Verlau bon 3 Jahren noch schulden?"- ,, 500 Mark!"-„ Falsch, Junge!" ,, Aber Herr Lehrer, ich kenn' doch meinen Bater!" Vermutung. Wirtin: ,, Wassertechniker schreibt sich der Mann ins Fremdenbuch ein!... Was ist denn bees, a' Wassertechniker?" Wirt: ,, D, wahrscheinlich a' g'studierter Bierbrauer." zu viel. Können Sie schweigen, beste Freundin?" Um Gotteswillen, nur heute kein Geheimnis mehr- das halte ich nicht aus! Es sind mir schon zwei anvertraut worden!" - Keine Gefahr. ,, Du Kathi, da steht: ,, Hütet Euch bor den Schäßen, die Rost und Motten fressen!" ,, Gott jei dant, meiner ist nur selchtes!" ( Fl. Bl.) - Eine merkwürdige Uhr. Doktor: ,, Mir scheint aber, Cepperl, Ihre Uhr geht nicht gut." Bauer: O! sie geht sogar vorzüglich, Herr; aber niemand, außer mir, versteht sich darauf. Wenn nämlich die Zeiger auf 12 stehen, und sie schlägt 3, so weiß ich ganz genau, es fehlen zwanzig Minuten auf 8." Mildernder Umstand. Richter: ,, Huber, Sie sind geständig, dem Kläger ein Ohr abgerissen zu haben, tönnen Sie für diese rohe Tat mildernde Umstände vorbringen?" Jawohl; er hat auf dem Ohr eh' nix mehr gehört." - Berechtigtes Mißtrauen. Gerichtsvollzieher: Vier Zahnärzte sind in der Stadt und bei jedem hatte ich schon zu tun; ich werde mir also den kranken Zahn auswärts ziehen lassen müssen!" ( Megg. H. Bl.) Lokales. Gedenktafel für den 8. Februar. 1545. Stiftung der Universität Lehden. 1725. Peter der Große † 1795. Der Schriftsteller Saphir 1818. Der Schlachtenmaler Camphausen in Düsseldorf 1874. Der Schriftsteller David Strauß in Ludwigs burg †. 1879. Friede von Konstantinopel zwischen Rußland und der Türkei. 1882. Der Schriftsteller Berthold Auerbach in Cannes †. - Für die lex Köhler- Langsdorf. Es ging uns dazu folgender Brief und Bericht zu: Berlin, den 4. Februar 1903. Hochverehrter Herr Chefredakteur! In der Anlage habe ich die Ehre, Ihnen im besonderen Auftrage des Herrn Abg. Köhler- Langsdorf das Manuscript wie fann be einmal als et Anschauungen folche Zitate Nein! ber neuen für einen Artikel mit der Bitte zu überreichen, denselben dorf für die baldthunlichst in Ihrer Zeitung erscheinen zu lassen. Hochachtungsvollst Dr. G. Ruhland. Richtung, wie reight viel tief Wie der deutschen Uni blonomic п und sozia biftoris einschneidende Berfügung. Die Ausführungen in Nr. 23 di ses Blattes vom 28. v. M. gegen die lex Köhler- Langsdorf lossen sich sachlich in 2 Teile scheiden. Zunächst wird das formelle Recht der Barlamente bestritten, einen Einfluß auf die Besetzung der Professuren für Nationalökonomie auszuüben. Und dann wird nachzuweisen versucht, daß der vorgeschlagene Brofes Mißstände nic for Ruhland doch eigentlich noch weniger Agrarier im Sinne der Partei Köhler Langsdorf sei, als der derzeitige Professor Biermer- Gießen. Eine Entgegnung wird zweckmäßigerweise dieser Einteilung jest folgen. jwar etwas wordenes mu bleiben. Es und Mittelsta Mittel stehen geworden n mit der heute wohl, aber es fache alles b fozialen Misf unheilvollen aufgehalten m überwiegend E Blonomie, vo „ Sie besch wesen ist, Das Wesen er fchaftlichen 3 dieser heute berfchloffen ge historischen St die hunderte v des sozialen K welche man viele Hunderte Es ist eine alte Erfahrung, welche schon der berühmte Philosoph Locke mit aller Schärfe und allem Nachdrud behandelt hat, nämlich, daß jede Wissenschaft, welche aus schließlich den ordentlichen Professoren überlassen, als Brems zeug am Rade der Volfsentwicklung zu wirken Gefahr läuft. Die Erklärung liegt nahe. Die Wahl der Nachfolge aus. schließlich aus den Lieblingsschülern oder Verwandten der Professoren wirft wie jede Inzucht. Es kommt fein neuer frischer Geist in die Wissenschaft, deren jüngere Vertreter tunlichst die Pfade der alten Meister zu betreten gehalten sind. Weil aber das Leben und seine Bedürfnisse fort während neue Anforderungen stellen, so kommt es bald zu einem immer tieferen unheilvollen Riß zwischen dem Be dürfnis der Praxis und den Anschauungen der Wissenschaft, welcher bekanntlich nur dadurch beseitigt werden kann, daß eine neue, dem Bedürfnis des Lebens besser angepakte, Richtung auf den Lehrstühlen der Wissenschaft eingeführt wird. In solchen Zeiten gehört es zu den heiligsten Pflichten der Volksvertretung, sich um die tunlichst baldige Einführung der neuen Wissenschaft zu fümmern. Denn, die Universitäten sind nicht der Professoren wegen da, sondern des Volks wegen, um den Söhnen des Voltes eine möglichst umfassende Bildung zu bieten. Niemand wird aber bestreiten wollen, daß die Studenten dann am bester für ihre Arbeit im Dienst des Vaterlandes vorbereitet werden, wenn sie nicht im mer nur die eine Richtung, sondern möglichst verschiedene Richtungen hören, um aus allem dann das Beste behalten zu können. Nun hat nach der Berliner„ Konservativen Korrespon denz" vom 9. Febr. 1899 gerade die Frankfurter 8eitung" also in diesem Falle ein unverdächtiger Beuge gelegentlich der bekannten Angriffe des Fihin. von Stumm gegen die Katheder sozialisten ohne Vorbehalt bestätigt, daß Professor Schmoller in Berlin bei der Erledigung von Professuren für National ötonomie in ausschlaggebender Weise die Be rufung der Nachfolger beeinflusse. Es sei ein offenfundiges Geheimnis, daß gelegent lich der jährlichen Versammlungen des Ver eins für Sozialpolitik, dem fast alle deutschen Professoren für Nationalötonomie ange hören, die kandidaten für die zu erwarten den Vakanzen im Voraus bestimmt werden, so daß Jeder weis, wer eintretenden Falles an die Reihe kommt. In ausdrücklicher Bezugnahme auf diesen unhaltbaren einseitigen Zustand hat damals der preußische Kultusminister mehrere Professoren für National ötonomie auf preußische Universititen berufen, welche gegen über dem herrschenden Kathedersozialismus den Interessenstandpunkt der großen industriellen Un ternehmer vatreten. Um endlich auch der agra rischen Richtung zu ihrem Rechte zu verhelfen, hat dann Frhr. von Wangenheim am 6. März 1901 im preußischen Abgeordnetenhause eine Interpellation über die Weseßung der Lehrstühle für Nationalökonomie eingebracht worauf der Ministerialdirektor im preußischen Kultusministerium Dr. Althoff sofort geantwortet hat, daß auch diesem Wunsche gegenüber die Staatsregierung nach dem Grundsatz handeln werde, die Lehrstühle an ben Universitäten den verschiedenen Rid tungen in der Wissenschaft zu geben. D Mitwirkungsrecht der Volksvertretung bei der Besetzung von Professuren für Nationalökonomie ist also von dem größten deutschen Bundesstaate sowohl für Vertreter der großin dustriellen wie der agrarischen Richtung ausdrücklich an erfannt worden. Sollte die Ausübung des gleichen Rechtes in Sachen der Universität Gießen nun ganz unzulässig sein? wo Aber und das ist der eigentliche Inhalt des zweiten Teiles der eben zitierten gegnerischen Ausführungen zu die Kandidatur des Prof. Ruhland durch die Par tei des Köhler- Langsdorf unterstüßen, wenn Prof. Bier mer der bessere Schußzöllner ist? Die Antwort darauf ist leicht zu finden. Zunächst giebt der gleiche Artikel zu, daß Schutzzol oder Freihandel heute teine wissenschaftlichen Prinzipienfiaga mehr sind. Der Reichskanzler Fürst Bis mard hat im öffen lichen Parlament erklärt:„ Ich weis sehr wohl, daß mit Schutzöllen allein der deutsche Bauer nicht erhalten wird, aber ich habe bis jetzt noch Niemand gefunden, der m bessere Mittel hätte vorschlagen fönnen." Schußzölle finb nur ein Rotverband, um weitere Verblutungen am nation alm Wohlstand zu verhüten, tein Heilmittel. Wie fommt also der Verfasser jenes Artikels dazu, die prinzipielles Unterschiede zwischen Ruhland und Biermer an der gar nicht prinzipiellen Boufrage messen zu wollen? Warum zitiert dieser Artikel so eingehend aus dem Ruhland'schen „ Leitfaden," der schon im Jahre 1892 geschrieben wurde, - dann über„ in die Freiheit solchen Mitwi Geduld verlie fchaftliche Rid des Volkes be Gegenübe jchenden Auff Lehre von betrachtet, ver schienenen schauung, daß fei, bom g Ilm nun bei waffenschaftlic gelangen, un von 13 Bölt und dann zu Seziertisch der gemacht werde eigentlichen Ki Symptome di Völker begleite heit zu Grund von dieser Kr fönne? Her der ökonom sh mal um eine heraus, di Sc in edelster fowie Seid hochmodern und robent Adolf G Flo langjährig F Nachweislich und rentable C. A Schön' und nichts aus dem jezt, faft 10 Jahre später, erschienenen hat Gärge i angsdorf d Bericht zu: Februar 1903. teur! nen im besondere fdas Manufcrip creichen, denselbe zu lassen. haftungsvollst 3. Ruhland. Blattes vom 28 loffen fich fadlie formelle Recht be bie Belegung de üben. Und ban blagene Brofe niger Agrarier in als der derzeitig e Entgegnung wir Igen. dhon der berühm allem Nachdru ft, welche aus Kuhland'schen System der politischen Dekonomie?" Undessenpolitik bemängelt werden könnte. Und das ist der wie fann der betr. Verfasser es vereinbaren, Ruhland Bunft, wo die Ruhland'schen Ausführungen mit Quesnay einmal als einen Mann zu bezeichnen, der furzer Hand die zusammen treffen. Denn auch Quesnay ist von der prinAnschauungen des Bundes der Landwirte vertrete, und dann zipiellen Frage ausgegangen: Wie muß die wirtschaftsfolche Bitate aus seinem„ Leitfaden" anführen? politische Ordnung eines Voltes beschaffen sein, um ein Volt auf gutem Boden unter günftigen flimatischen Verhältnissen vor Not zu bewahren? Er hat darüber gewiß vieles geschrieben, das uns heute unverständlich flingt. Andere Beiten, andere Verhältnisse, andere Ideen. Er hat aber auch Boltstörpers ausgeht, als daß sie als einseitige Intersehr vieles von dauerndem Werte geschrieben, was dem Verfasser des betr. Artifels über die lex Köhler- Langsdorf schon deshalb unbekannt geblieben ist, weil er nicht einmal weiß, daß neben Ruhland und sogar schon früher als dieser auch Prof. August Onden in Bern und selbst noch andere Gelehrte auf diese dauernd richtigen Säge der Quesnay'schen Auffassung zurückgegriffen haben bezw. zurückgreifen. Wenn man aber über diese neue Richtung so wenig orientiert ist, dann sollte man es vermeiden, durch lange Artikel über dieses Thema auf die öffentliche Meinung einwirken zu wollen. Nein! Der prinzipielle Unterschied zwischen der neuen Richtung, welche die ler Röbler Langsdorf für die Universität Gießen anstrebt und der alten Richtung, wie sie durch Prof. Bier mer vertreten wird, reicht viel tiefer und wäre furz etwa wie folgt zu bezeichnen: Wie der betr. Artikel selbst sagt, verheißt heute die an deutschen Universitäten herrschende Richtung der Nationalbfonomie nur relative Lösungen ökonomischer und sozialer Probleme auf dem Boden des historisch Gewordenen." Um Gottes Willen feine einschneidenden Reformen, nur" lleine" Mittel stehen zur Berfügung. Mehr als„ lindern" fann man die ökonomischen Mißstände nicht. Die größten fapitalistischen Maßstände dürfen zwar etwas beschnitten" werden, aber als historisch Gewordenes muß der Kapitolismus selbstverständlich erhalten bleiben. Es wäre ganz schön, wenn man den Bauernstand und Mittelstand erhalten fönnte, aber die vorgeschlagenen Mittel stehen im Widerspruch mit dem ebenfalls historisch geworden n Exporthandel und der Exportindustrie und auch mit der heute herrschenden sog. Arbeiterpolitit. Man möchte wohl, aber es geht nicht. Und so bleibt denn in der Hauptsache alles bei der bisherigen Entwickelungstendenz. Die sozialen Misstände sind längst chronisch geworden. Die unheilvollen volkswirtschaftlichen Verschiebungen schreiten unaufgehalten we tur. Das ist die naturgemäße Folge einer überwiegend historischen unpraktischen Richtung in der National ökonomie, von der Roscher ganz mit Recht gesagt hat: Sie beschäftigt sich mit dem was ist und gewesen ist, aber nicht mit dem, was sein soll." Das Wesen einer groß angelegten, von neuen wissen. schaftlichen Ideen getragenen prattischen Politik ist dieser heute herrschenden Nationalötonomie ganz und gar verschlossen geblieben. Van hat sich in Tausende von historischen Spezialuntersuch ingen verlaufen, man betrachtet die hunderte von Symptomen der Ei n'en tieferen Erkrankung des sozialen Rö pers alle als selbständige Krankheiten für welche man ohne jeden Ueberblick über das Ganze viele Hunderte von kleinen Rezepten verschreibt und schimpft dann über irre geleitete Masseninftinfte" und" Eingriffe in die Freiheit der Wissenschaft", wenn das Volk bei einer solchen Mitwirkung der Nationalökonomie als Wissenschaft die Geduld verliert und immer( nergischer eine neue wiffenschaftliche Richtung fordert, welche die wirklichen Bedürfnisse des Volkes besser kennt und versteht. 11 laffen, als Breme irfen Gefahr läuf er Nachfolge aut Berwandten de tommt fein neue jüngere Vertret betreten gehalte Bedürfniffe for tommt es bald zwischen dem B n der Wissenschaf werden tann, da beffer angepas enfchaft eingefüh heiligsten Pflichte baldige Einführun 1, die Universität ondern des Boll öglichst umfaffen bestreiten wolle e Arbeit im Dien fie nicht imm it bersieden das Beste behalte vativen Korrespon Frankfurte ein unverbächtige ffe des Frhrn. ve Vorbehalt bestätig erlin bei de ür National Weise die Be flusse. Es se daß gelegent ngen des Ver talle deutsche onomie ange e zu erwarten immt werden tenden Falle dlicher Bezugnata d hat damals de Joren für National ufen, welche gegen zialismus striellen Un auch der agro zu verhelfen, h am 6. März 190 Interpellation Stonomie eingebrad im preußisg ff fofort grantwor die Staatsregierung die Lehrfüh hiedenen Ri zu geben. D i der Besetzung so von dem größt rireter der groß ausdrücklich a übung des gleid ät Gießen m Inhalt des zweite und durch die B enn Prof. Bie ift? Die Antw sführungen zu, daß Schu hen Brinzipienfie mard hat im öff ehr wohl, daß nicht erhalten wi gefunden, der 7." Schußzölle ungen am nationa mittel. Wie tom , die prinzipiel Biermer an zu wollen? War dem Ruhland' gefchrieben wur Später, erfiene Gegenüber dieser, an den deutschen Universitäten herrschenden Auffassung, welche die Nationalöfonomie als„ die Lehre von den wirtschaftlichen Erscheinungen" betrachtet, vertritt Prof. Ruhland in seinem jüngst erschienenen System der politischen Defonomie" die Anschauung, daß die Nationalökonomie die Lehre sei, vom gesunden und kranten Volkskörper". Um nun bei dem heutigen Widerstreit der Meinungen nach wissenschaftlicher Methode zu einem zuverlässigeren Urteil zu gelangen, untersucht Ruhland die Entwickelungsgeschichte von 13 Völkern, welche waren, groß geworden sind und dann zu Grunde gingen. An diesen Leichen auf dem Seziertisch der Geschichte sollen die wissenschaftlich en Studien gemacht werden, welche Ausschluß darüber geben: an welcher eigentlichen Krankheit die Völker zu Grunde gehen? welche Symptome diesen Ekrankungs und Absterbeprozeßes der Völker begleiten? welche eigentlichen Ursachen dieser Krank heit zu runde liegen? und mit welchen Witteln allein ein von dieser Krank het befallener Volksför per geheilt werden fönne? Her handelt es sich nicht um relative Lösungen" der ökonom shen Probleme, hier handelt es sich endlich ein mal um eine durchgreifende Heilung von Innen heraus, die viel zu ausschließlich vom Ganzen des Der Artikel gegen die ler Köhler- Langsdorf bringt in schwer ersichtlichem Zusammenhange das Citat:" Daß die Wölfe nach Freiheit rufen ist selbstverständlich, wenn es aber auch die Schafe thun, so beweisen sie eben nur, daß sie Schafe sind." Wir möchten sagen: Wenn der selbständige deutsche Mittelstand in Stadt und Land vom modernen Kapitalismus vernichtet zu werden droht, und in einem solchen Falle nur mit ,, relativen" Lösungen oorgegangen werden soll, so beweist man eben damit nur, daß man in den einfachsten Prinzipien nicht mehr Bescheid weiß. Die ler Röhler- Langedorf sieht ihre Aufgabe darin, nach der Landesuniversität Gießen eine Richtung der Nationalökonomie zu verpflanzen, weche sich über solche prinzipiellen Fragen im Klaren ist. ( Anmerkung der Redaktion: Herr Professor Dr. Biermer hat, wie er uns mitgeteilt, eine Erwiderung auf den Artikel des Herrn Professor Ruhland verfaßt. Da dieselbe den Raum eines 3- itungsartikels weit überschreitet, wird sie in der Form einer besonderen Broschüre unter dem Titel: Ruhland, Köhler- Langsdorfu. Co." erscheinen. Die Broschüre tommt in den Buchhandel und g langt voraussichtlich Dienstag Abend zur Ausgabe). Giessener Cagesneuigkeiten. ** Fleischabschlag. Durch den Rückgang der Schweineeinkaufspreise sezten die hiesigen Mezzzer den Verkaufspreis des Schweinefleisches, rohen und ausgelassenen Schmalzes sowie einzelner Wurstsorten im Preise herab. + Schwerer Unfall. Bem Rangieren tam gestern Nachmittag 4 Uhr der Bahnarbeiter Möller hier zu Fall, wurde überfahren und verlor das linke Bein. Möller ist 24 Jahre alt, er wurde in die Klinik verbracht. Dies ist seit furzem der dritte Unfall am hiesigen Bahnhof. Aus Hessen und Dachbargebieten. *** Klein Linden( Konsumverein). Bufolge ergangener Einladung versammelten sich Mittwoch Abend 57 Mitglieder des hiesigen Konsumvereins in dem Saale des deutschen Hofes um die Rechnungsablage entgegen zu nehmen. Nach derselben belaufen sich die Einnahmeu samt Warenbeständen auf 47,258., und die Einnahmen auf 43,416 M. Es verbleibt nach Abzug der Verwaltungskosten und Warenrechnungen ein Reingewinn von 2751 M. Die Dividente beträgt 6% ihrer jährlichen Warenentnahme. Ta der V.rein seit einem Jahre ohne Schulden arbeitet, so steht zu erwarten, daß die nächstjährliche Dividende von 6 auf 7% zweifelsohne erhöht werden wird. Die Mitgliederzahl be trägt für das neue Vereinszahr 116 und der Betrag des Eintrittsgeldes 30 M. Gute, billige Suppen Schwarze Seiden in edelster Färbung und Garantie- Schein für gutes Tragen sowie Seidenstoffe jeder Art in unerreichter Auswahl und hochmodernen Dessins zu billigsten Engros- Preisen, ineterund robenweise an Private porto- und zollfrei. Proben franks. Briefvorto 20 Pfg. Seidenstoff- Fabrik- Union ** Aus dem Kreise Alsfeld Ueber die Wahlen zur Handwerkskammer im Jahre 1903 giebt das Kreisamt bes fannt, daß die nachgenannten Ortsgewerbevereine als wahlberechtigt anerkannt worden sind: 1. Ortsgewerbeverein Alsfeld mit 102 Mitgliedern, 2. Ortsgewerbeverein Groß- Felda mit 101 Mitgliedern, 3. Ortsgewerbeverein Homberg a. Ohm mit 65 Mitgliedern. werden in der nächsten Zeit folgende Vorträge gehalten: *** Im Auftrage des landw. Bezirksvereins Alsfeld 1. In Hainbach am 8. Februar, nachmittags 3 Uhr über„ Fütterung des Milchviehes" von Herrn Landw.. Lehrer Schwarz. Deueste Nachrichten. Wir erhielten von unserem Berliner Bureau folgende Drahtnachricht: Genf, 6. Februar, Abends 10 Uhr. Giron hat Genf verlassen und mit der sächsischen Kronprinssin alle Be ziehungen abgebrochen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadikicche. Septuagesima, Sonntag, den 8. Februar Gottesdienst. Vormittags 9.30 Uhr: Prof. Dr Stamm. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matheus. gemeinde. Pfarrassistent Vogt. Abends 6 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Die Versammlung der fonfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde muß verschoben werden.. Donnerstag, den 12. Januar, abends 8 Uhr im oberen Konfirmandensaal, Kirchstr. 9, Bibelstunde. Pf. Schloßer. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr Siehe Stadtkirche. Montag, den 9. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandenfall der Johannes firche. 1. Johannesbrief Rap. 4,12-21, Gottesliebe und Bruderliebe. Pfarrer Dr. Naumann Dienstag, den 10. Februar, Nachmittags halb 6 Uhr Vereinigung der fonfirmierten Mädchen der Lufasgemeinde im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Pfarrer Euler. atholife Gemeinde. Sonntag, den 8. Februar. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. un 7 Ur: Die erste heil. s. vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. If M um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Rachmittags um 230 Uhr: Chriftenlehre; darauf Andacht. Marttbericht. Gießen. 5. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bid. 0.80-1.00 Mr. Hübnereier 1 St. 7-9 Big., Enteneier St. -00 Pfg., Käse per St. 5-8 Big Räsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbien per Liter 21 Bfg., 2n en vei Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.10, Hübner per Staf R 1.00-15), Hahnen, per Stud Mt. 0,90--2.40, Enten per Stid 2.00-2.50, Gänie v. Bid. 54-60 Pig, Ochsenfleisch per Vid. 66-76 kq, Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleib per If 66-76 Pig. Schweinefleisch gesalzen per funb 0.80 Big. Ralbfleisch ver Bfb. 66-72 Bfg., Hammelfleisch ver Pfd. 50-70 Bia. Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln ver 3t. Wif, 5.00-6.00, Milch per Liter 18 Bia. Die bei der 1. Hessisch- Thüringischen( Mitteldeutschen) Staatslotterie Beteiligten wollen nicht versäumen, zu der am 14 d. Mts. stattfindenden Ziebung 5. Klasse die Lose zu erneuern. stellt man in fürzester Frist und ohne weite en 3afat als Waffer mit MAGGI's Suppenwürfeln her. Große Sortenauswahl. 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Montag, den 9. Februar Abends 82 Uhr Monatsversammlung Die für die Einrichtung von Leichenzellen auf dem alten bei Kamerad Wagner, Steinstr. Friedhof am Nahrungsberg erforderlichen Maurer, Terrazzo-, Zimmer-, Spengler, Schreiner, Schlosser-, Glaser- und Weißg sollen binderarbeiten Samstag, den 14. Jannar b. J., vormittags 11 Uhr Offentlich vergeben werden. Theater- Verein. 7. Vorstellung: Montag, den 9. Februar. Monna Vanna. Wärmflaschenhauſpiel in 3 Akten von Maurice Maeterlinc, mit Luiſe Billig vom Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Bimmer Nr. 3 bester Qualit versendet porto- oftheater in Wiesbaden als Monna Vanna und Willy Löhr vom Hoftheater in Schreibstube zur Einsicht der Interessenten offen. An- frei per Nachnahme zu Mt. 2,50 gebote auf Borbruck, der daselbst erhältlich, find bis zum ge- Gg.Wilh.Orbig, nannten Termin bei uns einzureichen. Tagen. - Gießen, ben 6. Februar 1903. Städt sches Tiefbauamt. J. V.: Gerbel. Buschlagsfrist 14 Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Schiffenbergerweg zwischen Licher- und Bergstraße von Samstag, den 7. d. Mis. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr, Radfahrer und Reiter gesperrt. Gießen, den 6. Februar 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Holzversteigerung am Montag, den 9. Februar cr. Borm. von 10 Ahr an im Gemeindehaus dahter. Es tommen zum Verkauf: Eichen: 128 m. Knüppel, 475 Rm. Reiser; Buchen: 162, Scheit, 108,5, nüppel; Nadelholz: 4" Scheit u.Knüppel, 28 ,, Reiser; Weichholz( Kirschbaum) 1 Rm. Knüppel. Das Holz liegt im Distr. Eichwald 4e und 11a des Gemeindewaldes Krofdorf- Bleiberg. Krofdorf, den 3. Februar 1903. Der Bürgermeister: Lichtenthäler. Einladung zu den Konzerten der freiwilligen Feuerwehr Groß- Felda. Sonntag, den 8. Februar, und Sonntag. den 15. Februar abends 7 Uhr, im Saale des Herrn Heinrich Välzing, Groß- Felda. Programm: 1. Ranch u. Sa lanch", fomische Duo- Scene. 2. Couplet: a. Du bist doch sonst nicht so. b Der Betielbna. 3. ,, Weibliche Feuerwehr", humorist. Gesamtspiel. 4. Beim Strafrapport", tomische Duo Scene. " 5. Couplet: a. Verschiedene Ausschriften, b. Das thuste, das thute nit. 6. Die Großfeldaer Freiwillige Feuerwehr." P 7. Das Kammerfäßchen", humorist. Gesamtspiel. " 8. Auftreten des Schnellmalers Brof. Schmirinzky. 9. Theater: ,, Papas Rock", Schwank in 1. Aft. 10. Feuerwehrmanne Weihnachten", humoristische Scene mit Gesang und lebenden Bildern. " Entree: 1. Platz 1 Mt., 2. Platz 80 Pfg., 3. Play 60 Pfg. Der Vorstand. Turnhalle. Sonntag den s. und Montag den 9. Februar Abends& Uhr Zweimaliges Gastspiel. Fritz Ungers Berliner buntes Cheater. Neues sensationelles Programm. 11. A. Die Vogelhochzeit. Die Höhere Tochter im Carcer. Der Nordexpreß. Der Brandbrief. Striese aus Leipzig. Diverse neue Lieder und Kouplets. 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Postzeitungsliste No. 369. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Amtlicher Teif. Bekanntmachung. Betr.: Das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wo nach die Garten- und Feldbefizer an den ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesezes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, am 2. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Verdingung. Die für die Errichtung eines Glasabschlusses, sowie für sonstige baulichen Herstellungen in der Wohnung des städtischen Straßenmeisters erforderlichen Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen Samstag, den 14 1. Mts., Vorm. 10 Uhr In der Abendtas öffentlich verdungen werden. Uerie 20 Pfenni er, Marktplay, Goh ben Herren Friseur y, Seltersweg, Wah S.heimkarten nur i Vorstand. It. ris des Herrn struth nd prompten funges. für die Um: als Wohnort. Bruder, Herr tgegen. Plaffe. met ndtha Felda( Geffen) zete für astfubrwerk Arbeitsbeschreibung, Zeichnungen und Bedingungen liegen während den Amtsstunden auf unserem Bureau, 8immer Nr. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 6. Februar 1903. Städtisches Hochbauamt. J. V. Gerbel. TE C OV Th. Brück, Möbelfabrik m. Motorbetrie, Eche Schloßgaffe- Kanzleiberg- Brandplatz. 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Wir machen darauf aufmerksam, dass in der letzten Zeit unter ähnlich klingend en Namen Pflanzenfette angeboten werden, deren Qualität häufig zu wünschen übrig lässt und ersuchen daher unsere verehrlichen Kunden beim Einkauf von ,, P A L MIN" entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Nur Packete, welche den uns gesetzlich geschützten Namen PALMIN" tragen, sind echt und übernehmen wir für deren Güte volle Garantie. " 3 Pferdemarkt H. Schlink& Co. Mannheim. zu Giessen. Am Mittwoch, den 25. März 1903 findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnfutscher Hahn dahiec wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiirung berbunden, für welche 1565 Mt. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist don Herra Oeconomierat Sch enke- Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiirung um 122 Uhr. Omnibus34 Baris 1900 berbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Am 26. März ger in Kutsch per Stüd and Reit- Utensilien Nachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtfnabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschine und Gerätschaften, Haushal= Heirn Richard Buchacker dahier übertragen. unter die berübungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mark ist dem is ultra. wagen und Cap n. Prospekte Gießen, 1. Februar 1903. Die Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverordneter. OGG Alleinige Produzenten von Palmin. Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1888. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Gegr. 1883. Cementwaren-Fabrik und Lager: Frankirtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. 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