na minka rei nebst Handlung A( Preussen) d. Deutsch. Kaisers, ers v. Russland, des rkei u. vieler Kaiserl., Höfe etc., präiirt nd silbernen Staatsdaillen, empfiehlt: Racehunde ch-, Renommir-, BeDamen- Hunde) vom an- u. Schosshündchen. und gratis. Ssuru. Behandlung sein. m.vielen Illustrationen, unden, vollständiges -Zuchter Mark 6. Bahnhof Zahna. 18,50 M., 5 Ko. 2,50 M. bestes zweckhen dienlich Hundeilo 2,50 Mark. sehr hoher Nährwerth. oduction erforderKo. 2 Mark. ng, um den Thieren weil die bisher verderungen entsprachen, ns selbst hergestellt. cn. eilkraft Leiden und männ die Firma an- Dresden, über die elektrische herrlich bewährten Nr. 5. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 7. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Marine- und der Militäretat. CB. Aus den beiden Etats für unsere Reichswehr, die soeben veröffentlicht worden sind ergiebt sich auch im neuen Jahre mit Deutlichkeit das Bestreben unserer Reichsregierung, in der Aneignung der technischen Kriegsmittel und in der zeitgemäßen Organisation unserer Reichswehr zu Lande und zu Wasser mit den Fortschritten der Zeit gleichen Schritt zu halten. Daneben soll auch die theoretische Ausbildung unserer Offiziere vervollkommnet werden. Denn es ist die Errichtung einer friegstechnischen Hochschule geplant Der Striegsdienst der Zukunft wird wesentlich abhängen von den Leistungen unserer technischen Truppen. anntmachung. Es ist deshalb ein sehr gesunder Plan unserer Reichsheeresverwaltung, daß sie neben der kriegstheoretischen Aus6 Monat altes Kin bildung in Taftit und Strategie eine genaue theoretische egeeltern gesucht. Kenntnis der Wassentechnik anstrebt. In der Hand der auf dem Armenant. mit der Waffe genau vertrauten Offiziere wird eine Truppe ein viel wirksameres Kampfmittel sein, als wenn nur e und 28 Mt.) gen. Züchtige er, ehrlicher, schfrau äußerlich auf die Handhabung der Waffe gedrillte Offiziere ädchen sof. gesucht Praxis der Dienstersahrungen mit der wissenschaftlichen schanstalt ,, Edelweiss, Theorie eine viel inigere sein als seither Sollte es uns durch weitere Vervollkommnung unseres Offizier torps, das uns, wie fürst Bismarck ſich einmal ausdrückte, gelingen, unseren Vorsprung vor den Heeren anderer Nationen zu behaupten, so wäre damit eine weitere Friedensbürgschaft gegeben, denn mehr als je gilt das Wort: Wer den Frieden will, muß zum Kriege rüsten. er Bursche benau tann bauerus äftigung finden. W ent b. d. Bl. erteilt Nachhill ſtunden. te, alte Violine zu verkaufen. in der Exp. d. B. vermieten: beten. jurterstraße 63 niemand in der Welt nuchachen Tann, auch fernerhin Die Ausführung dieser Friedenssicherungen aber muß von dem Plane ausgehen, ein Volk zu einer Kriegsführung ohne Bundesgenossen zu befähigen. Nur eine Nation, die diese Bedingung erfüllen kann, hat nach heutigen Berhältnissen eine Großmachtstellung inne und fenn sie behaupten. Ist sie aber nur in einem Teile ihrer WehrZimmer mit oder ohr bereitschaft auf fremde Hilfe angewiesen, oder von dem sion zu vermieten. guten Willen und der Friedensliebe anderer Völker abWefteinaaffe 7. hängig. so muß sie stufenweise von dem Piedestal her= umerwohnung, untersteigen. Welcher Partei man auch angehören mag, der III. St. ver 1. Apri das eine fann man micht bestreiten, daß jahrelang unsere gesucht. Off. mit Preis Seewehr nicht auf der Höhe der Zeit stand. Unsere wach ter F. C 49 an die sende Großmachtstellung, so wie die weltwirtschaftliche Gutwickelung, die durch unsere raschen Verkehrsmittel herteigeführt worden ist, machten eine Vermehrung unserer Flottenmacht zur unbedingten Notwendigkeit Die Großmachtstellung eines Volkes hängt also nicht mehr von dem Stande der Heeresmacht allein ab, sondern und zwar vielleicht noch in viel höherem Grade- von der Beschaffenheit der Seewehr. Man sieht ja, wie die Verhältnisse auf dem europäischen Festlande einer inneren Beruhigung zustreben. Die Balkanfrage, einst der Zankapse: zwischen Desterreich und Rußland, ist zu einem Friedensfundament geworden, die elsaß- lothringische Frage hat an Schärfe verloren, und zivischen Italien und Desterreich liegt Venetien nicht mehr als Streitgegenstand. Aus dem Jestlande tritt die Beruhigung ein, weil die Völker Europas die Notwendigkeit erkannt haben, ihre Kraft und ihre Intelligenz auf die Flottenbildung zu verwenden Insbesondere wir Deutsche dürfen mit der Tendenz unserer Reichswehrverwaltung einverstanden sein, die folgende Parallelen im neuen Marine- und Heerestaus alt au gestellt hat: Stillstand in der Massenentwickelung des Landhe.res, dafür aber eine vollkommenere Berufsausbildung des Effi34 Zimmern und Rüd zweite Stoď nebst einn in der Manfarbe und il auf 1. April 1908 zu vermieten. Nähre erme sterei, Zimmer 15 matismus Branten teile ich it unentgeltlich m аз r lieben Mutter na gräßlichen Schmer Binderung, und na 6 vollständige Heilun ünauer, Rödim termelcherftr.11/ 17 Heirat vermittelt zierstorps und Erweiterung unserer Flottenmacht. FreiBureau Krämer, ki lich die Aufwendungen für dieſes leßtgenannte Ziel sind Husfunft gegen 30 B nicht unerheblich, andererseits aber sind diese Aufwendunauf Hypothek, Schul- gen doch auch ein Hilfsmittel zur Befestigung und Stärechsel etc. durch Gehung unserer Industrietätigkeit. Die Flottenvermehrung sneck i. Th. helhonig tiert reinem Sonig, che 50 Pig. Zu hab potheke Broß- Felda Städtisches Tachthaus würde eine ganz andere volkswirtschaftliche Bedeutung haben, wenn sie etwa im Auslande in Arbeit gegeben werden müßte. Das ist aber feineswegs der Fall. Deutschland ist vielmehr in der glücklichen Lage, die Mehrzahl der Arbeiten auf eigenem Gebiete und mit eigenen Rohstoffen erzuſtellen. Die Ausgaben sind durchaus nicht verloren, sondern im Innern des Landes als nahrungsspendendes Element im Umlauf. Insbesondere dürften diese Aufwendungen auch versöhnlich auf die wirtschaftlich schwächeren Schichten wirken, wenn auch im neuen Haushaltsjahre wieder, wie im alten, die Reichsaufträge für den Flottenbau die sozial dankbare und schöne Aufgabe erfüllen, die Schäden der vorhandenen Arbeitsnot in der Winterzeit zu lindern. Auf alle Fälle fordert der neue Haushalt in feiner Form die Kritik heraus. Im Gegenfenfleisch 56. teil wird ein jeder besonnene Staatsbürger daraus mit leisch ohne Preis Befriedigung und Beruhigung ersehen, daß auch in der heute u. morgen. theater Gießen. , den 7. Januar 1903 nächsten Zeit die Reichsregierung unablässig auf eine zweckentsprechende Ausbildung unserer Friedensbürgschaften bedacht ist. Jolksverftellung: Venezolanische Verworrenbeiten. Der Wa Don Castro sträubt sich neuerdings wieder mit bersen und Füßen gegen eine Abdaniung. Dieser Glückseine sieht seinen Stern noch nicht erbleichen, und man ihm die Anerkennung nicht versagen, daß er trop seiner fast verzweifelten Lage sich immerhin eine gute Dosis Mut und Energie bewahrt hat. Er denkt nicht daran, vor der Revolution die Waffen zu strecken, und das, obwohl die Aufständischen in drei Kolonnen gegen ihn und die Regierungstruppen im Anmarsche sind, und obwohl schon am 3. Januar ungefähr 8 Meilen von Caracas ein heftiger Kampf stattfand, welcher zu gunsten der Rebellen ausfiel. General Matos, der Hauptrivale Castros, will jezt selbst das Kommando über die gesamten revolutionären Streitkräfte übernehmen. Er hat einen Aufruf an die Bevölkerung gerichtet, die Waffen zu ergreifen. Matos rechnet auf die Unterstüßung Rolandos, dessen Streitkräfte gegen Caracas marschieren. Dort herrscht große Panik, und eine Anzahl angesehener Bürger begab sich zu Castro und hielt ihm die Hoffnungslosigkeit und Unhaltbarkeit seiner Lage vor. Castro indes bestand darauf, seine Stellung so lange zu behaupten, als seine Truppen in einer entscheidenden Schlacht nicht geschlagen worden wären. Auch in der Dreistigkeit gegenüber den Mächten ertahmt Castro noch nicht. In einer nach Washington gesandten Darstellung des venezolanischen Konflikts erklärt er schlankweg, Deutschland sei der eigentliche Anstifter der Feindseligkeiten gegen Venezuela gewesen; England - das doch mindestens gleichzeitig mit uns vorgegangen ist-- habe nur mit großer Zurückhaltung und anscheinend widerwillig(!) an den Operationen teilgenommen. Von amerikanischen Busineßmen werden Castros Quertreibereien unterstüßt. Die Newyorker Red Star- Dampferlinie versucht eine Intervention der Vereinigten Staaten gegen die Praxis der Blockademächte vor Venezuela herbeizuführen. Sie sandte an den Staatssekretär Hay einen Protest, weil dem Red Star- Dampfer ,, Caracas" von den Blockadebefehlshabern nicht gestattet worden war, seine Ladung in La Guaira zu löschen. Der Protest enthält zugleich die Forderung, die Unionsregierung solle die Rhederei für den Schaden, der ihr durch; die Blockade zugefügt ist, entschädigen. Das wird sie ja nun nicht tun, sie wird aber den willkommenen Anlaß benußen, bei den Blockademächten üße Vorstellungen zu erheben.- In Port of Spain ist ein Prisengericht gebildet worden, welches die Giltigkeit der Beschlagnahme sämtlicher venezolanischer Schiffe prüfen sowie den Wert der Prisen festsezen soll. Unabhängig hiervon sind Schritte unternommen worden zu einer etwaigen Freilassung der Schiffe im Falle des Zusammentretens des Schiedsgerichtes. Die Politik. Brinz Heinrich Regent von Braunschweig? Ein Londoner Sensationsblatt, die ,, Daily Mail", will aus deutschen Marinekreisen erfahren haben, Prinz Heinrich von Preußen werde demnächst aus der Marine ausscheiden, um die braunschweigische Regentschaft zu übernehmen. Die Nachricht entbehrt nicht durchaus der Wahrscheinlichkeit, immerhin ist sie zur Zeit mindestens verfrüht. Bisher ist von einer Ersetzung des Prinzregenten Albrecht durch den Prinzen Heinrich nicht die Rede gewesen; der Prinzregent hat auch, soweit bisher bekannt, nicht die Absicht, die Regentschaft niederzulegen, was doch die Vorbedingung für die Uebertragung der Regentschaft an den Prinzen Heinrich wäre. Eine andere Frage ist, ob, wenn Prinz Albrecht von Preußen einmal die Augen schließt, seine Nachfolge in der braunschweigischen Verwaltung nicht dem Prinzen Heinrich übertragen wird. Der marokkanische Aufstand scheint tatsächlich so gut wie beendet zu sein. Die aufrührerischen Stämme unterwerfen sich dem Sultan und die Beunruhigung läßt nach. Die Verbindungen zwischen Tanger und Fez sind angeblich wieder hergestellt. Nach neueren Nachrichten kehrte in die Hauptstadt die Ruhe zurück. Auch die entschiedene Haltung des Sultans, der sich mit seinem Bruder Mohamed persönlich an die Spize der Truppen ſeßen will, flößt Vertrauen ein. Trotzdem ist ein übertriebener Optimismus in der Beurteilung der Lage in Marokko keineswegs am Plaze. Der Aufstand kann, wenn er z. Zt. auch beendet ſcheint, bei dem leisesten Anlaß wieder aufleben. Sagasta+. stoße. Der König äußerte darüber sein tiefes Bedauern, fand aber nicht die nötige Entschlußkraft, sich über die alberne Etikettevorschrist hinwegzuseßen. Sagastas Leiche wird in dem Leichenwagen der Militärveteranen zu Grabe gefahren werden. Die Regierung beschloß, der Leiche gleiche Ehren zu erweisen, wie der Canovas, nämlich die, welche einem aktiven Feldmarschall erwiesen werden. Später soll die Leiche im Pantheon, dem Beiseßungsort hervorragender Persönlichkeiten, beigesezt werden. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 6. Januar.( Hofbericht). Der Kaiser hatte heute am Brandenburger Tor eine Besprechung mit dem Finanzminister, dem Polizeipräsidenten, dem Geheimen Hofbaurat Jhne und dem Tiergartendirektor Geitner über die Aufstellung von Denkmälern. Hierauf besuchte der Kaiser den Reichskanzler und hörte im Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinets und des Chefs des Admiralstabes der Marine.- Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich begaben sich heute mittag nach Bonn zurück. ?) In Madrid ist am Montag Abend der frühere spanische Ministerpräsident Sagasta gestorben. Er war wohl an die zwölf Mal leitender Minister in Spanien; zwischen ihm, dem Liberalen und dem Konservativen Canovas del Castillo pflegte die Leitung der Politik Spaniens abzuwechseln. Erst vor wenigen Wochen legte er das Premierministerportefeuille ab. Unter Sagasta wurde in Spanien das allgemeine Stimmrecht, die Zivilehe, die Geschwore nen- Gerichte und die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, Kurz vor Sagastas Tode hatte der junge König Alfons den Wunsch geäußert, den Todkranken zu besuchen. Man bedeutete ihm jedoch, daß das gegen die Etikette ver* Das Befinden des Königs Georg von Sachsen bessert sich ständig. Der König fühlt sich etwas kräftiger, Fieber ist nicht vorhanden. * Wie verlautet, wird Deutschland zunächst mit Ruß land und den Vereinigten Staaten in neue Handelsvertragsverhandlungen eintreten. Später sollen dann die Verhandlungen mit Desterreich und Italien folgen. Vermischtes. )..( Sie werden nicht alle. Bei einer Gerichtsverhandlung in Berlin über den bekannten„ Gistmord am Teufelssee" fam auch zur Sprache, daß eine Frau Marie Cordus durch ihre Wahrsagefunst" mit dazu beigetragen hätte, dem Töpfer Jaenicke und seinem Opfer, der Näherin Luise Bergner, den Kopf zu verdrehen. Diese Frau C. septe auch später ihr Geschäft noch jort. Sie gibt sich für eine Zigeunerkönigin aus und sagt aus der Hand wahr. Aber sie bannt auch Strantheiten, allerdings nicht allein, sondern mit Hilfe eines Schäfers in Mecklenburg, der das goldene Lebensrad, und wenn das nicht hilft, das schwarze Todesrad dreht. Von dieser Heilkunst erjuhr auch eine Gastwirtsfrau, die vom Rheumatismus arg geplagt wurde. Hinter dem Rücken ihres Mannes ging sie zu der ,, Zigeunerkönigin". Diese schnitt ihr unter allerhand Hokuspokus einige Haare und die Spißen der Fingernägel ab und steckte dieses zu gleichen Teilen in drei ausgehöhlte Aepfel, die dann die Kranke eine Weile in ihre Achselhöhle legen mußte. Die so vorbereiteten Acpiel, so behauptete die Zigeunerfönigin, bringe sie dem Schäfer in Mecklenburg, der sie einem alten Manne zu essen gebe. Während er dann das goldene Lebensrad drehe, werde der Alte krank und sieche dahin, die Kranke aber werde gesund. Als diese Kur noch nichts half, mußte der Schäfer das Lebensrad noch einmal drehen und später auch noch das Todesrad. Der einzige Erfolg war jedoch, daß die Gastwirtsfrau und ihr Mann, den sie später ins Vertrauen gezogen hatte, im ganzen um rund 400 Mark erleichtert wurden. Jezt bemächtigte sich die Staatsanwaltschaft der Sache und verschaffte der Zigeunerlönigin freie Wohnung in einem staatlichen Gebäude. Frau Cordus bleibt auch der Kriminalpolizei gegenüber dabei, daß der Schäfer mit den beiden heilkräftigen Rädern in Mecklenburg existiere. :| Ein entsetzlicher Doppelraubmord wird aus Rosenberg i. Westpr. gemeldet. Die Ermordeten sind der 37 Jahre alte Besizer Josef Ayermann und dessen 41 jährige Ehefrau, die allein auf ihrer etwa einen Kilometer von der Stadt entfernten Besitzung wohnten und wirtschafteten. Die Leiche des Mannes fand man im Schweinestalle, den Kopf vom Rumpfe getrennt. Die Leiche bot einen um so entesßlicheren Aublick, als die fünfzehn Schweine, die sich in dem Stalle befanden, während der Nacht über die Leiche hergefallen waren, die Kleider vom Leibe gerissen und einzelne Teile der Leiche angefressen hatten. Die Frau lag in dem auf der anderen Seite des Hofes liegenden Viehstalle; anscheinend ist sie von den Mördern beim Füttern des Viehes überfallen worden. Auch ihre Leiche war furchtbar zerstümmelt. Der Verdacht, die Tat begangen zu haben lenkt sich auf zwei plötzlich verschwundene russische Arbeiter, die bis vor kurzem bei einigen Besizern gearbeitet haben. )( Eine furchtbare Katastrophe wird aus Lissabon gemeldet. Dort barsten aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache die Reservoire der Wasserleitungen. Mit surchtbarer Gewalt ergossen sich mächtige Wasserfluten in die Straßen, alles auf ihrem Wege vernichtend. Ricle Läuser wurden unter dem Druck der Wogen wie Spreu hinweggefegt. Eine große Menge von Menschen soll umgekommen sein. Die öffentlichen Gebäude und Theater wurden stark beschädigt. fa Ie de RECE di gr ja ho ge li ห St Di fe 8 di h น 11 † Ein Handwerksbursche mit einem Pfahl im Leibe wurde in Werder a. H. zum Arzt gebracht. Der Mermſte hatte sich die schwere Verlegung beim ,, Fechten" zugezogen. Ms er über einen Hof ging, wurde er von einem bissigen Hund verfolgt und sprang nun über einen Zaun, wobei er sich auf einen Pfahl aufspießte. Derselbe drang in den Bauch ein und bohrte sich längs der Haut fort, um in der Nabelgegend wieder hervorzutreten. Der Verletzte mußte den Pfahl mit zum Arzte schleppen, der den Mann nach einem Potsdamer Krankenhause schaffen ließ. )-( Ein Automobil als Brandstifter. Ein seltsamer Straßenbahnunfall wird aus Berlin gemeldet. Daselbst fuhr ein Automobil seitlich gegen einen Motorwagen der Straßenbahn an, so daß es den zwischen den beiden Hinterachsen belegenen Bleisicherungskasten berührte und zerstörte. Die Bleisicherung brannte aus, die Kabel schmolzen, und einen Augenblick war der Motorwagen von einer förmlichen Flammensäule umhüllt. Hierdurch erlitt ein Herr, der auf der Hinterplattform des Straßenbahnwagens stand, Brandwunden an beiden Händen. :: Opfer der See. Der norwegische Dampfer ,, Anna", von Middlesborough nach Jütland unterwegs, ist mit der ganzen Besazung von 12 Mann untergegangen. Außerdem wird der in Geestemünde beheimatete Fischdampfer ,, Neck" vermißt. Das Fahrzeug verließ vor drei Wochen seinen Heimatshafen, um in der Nordsee zu fischen. Seit der Zeit hat man von dem Schiffe nichts mehr gesehen und gehört. Der Dampfer ist zweifelsohne mit feiner ganzen, aus zehn Personen bestehenden Besagung, darunter mehrere Familienväter, dem neulichen Sturm in der Nordsee zum Opfer gefallen. Ein falscher König. Wie aus Wien gemeldet wird, tam fürzlich in das Amtslokal des Postamts Wieden ein Mann, der sich dem diensttuenden Beamten gegenüber als König von Rumänien" ausgab und ihm den Auftrag gab, auf telegraphischem Wege sofort Militär zu requirieren. Der Postbeamte, der sofort einsah, daß er einen Frren vor sich habe, suchte ihn zu beruhigen. Der ,, König" stürmte jedoch auf die Straße und forderte den nächstbesten Sicherheitswachmann auf, den Beamten zu verhaften, weil er es gewagt habe, ihm, dem König von Rumänien, ungehorsam zu sein. Auf eine Einladung des Wachmannes folgte ihm der Geistesgestörte aufs Polizeikommissariat Wieden, von wo er der psychiatrischer linif übergeben wurde. ,, Nebeccas Töchter" machen im Lande Wales wieder einmal von sich reden. In der Umgegend von Rhayader, in der Grafschaft Radnor, konnte man in den letzten Tagen an den Mauern merkwürdige Zettel sehen, auf welchen geschrieben stand: Rebecca und ihre Töchter merden sich um 72 Uhr auf den Felsen versammeln." Etwa hundert Frauen, den Kopf in Shawls gehüllt, und Mädchen, die in einer Hand eine Laterne, in der andern ein großes Messer halten, finden sich jeden Abend am Rendezvous- Plage ein, um gegen die strengen Maßregeln zu protestieren, die zum Schuße des Salms im Flusse Whe gegen die Fischdiebe ergriffen werden mußten. Die alten und jungen Weiber steigen hinunter zu den Ufern des Flußes, spießen die durch das Licht der Laternen angelockten Fische auf und nageln sie an die Türen der Häuser, in welchen die städtischen Beamten wohnen. Durch nächtliche Versammlungen dieser Art protestieren die Bewohner von Wales schon seit 1843 gegen alle Maßregeln der Behörde, die ihre Unzufriedenheit erregen. Was den gegenwärtigen Fall betrifft, so sind bis jeßt ,, Rebeccas Töchter" Siegerinnen geblieben: die drei Flußwächter wurden gründlich geprügelt, Verstärkungsmannschaften konnten im ganzen Bezirk tein Unterfommen finden, da sie niemand aufnehmen wollte, und ein Gastwirt, der gewagt hatte, ihnen zu trinten zu geben, sah am nächsten Tage Rebecca und ihre Töchter in sein Haus eindringen und, ohne zu zahlen, das ganze Bier austrinken, das sich in der Kneipe befand. - Beglaubigt. Gast: Ist denn das Huhn auch wirklich frisch?" Wirt: Gewiß, dort sitzt der Autler noch, der's überfahren hat." -Aus einer Dienstbotenversammlung. Borsigende Köchin: Ferner schlage ich vor, zu beschlie Ben, daß wir so lange alle Gerichte verderben, alle Braien anbrennen wollen, bis unsere Herrschaften beim Kriegsministerium durchgesetzt haben, daß unsere Stadt Barnison wird." 57] Dr. Rumseys Patient. Noman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdrud verboten.) Chinesische abergläubische Befürchtungen.] Die| Köhler- Langsdorf contra Biermet Eingeborenen- Bresse Chinas beschäftigt sich jetzt schon mit allerlei Anfündigungen von furchtbarem Unheil, das dem großen Reiche am siebzigsten Geburtstage der Kaiserin- Witwe unfehlbar zustoßen werde, den diese 1904 begeht. An jeder 10jährigen Wiederkehr des Geburtstages der Kaiserin nämlich soll China von Unglück betroffen worden sein. An ihrem Geburtstage verlor die KaiserinWitwe ihren Sohn durch Tod; an ihrem fünfzigsten offupierten die Franzosen Annam; an ihrem sechzigſten fielen die Japaner in Korea ein und annektierten Formosa. Einige ganz schlaue chinesische Höflinge schlagen mun vor, schon dies Jahr den siebzigsten Geburtstag" der Kaiserin zu feiern, während sie in Wirklichkeit erst das 69. Lebensjahr vollendet hätte. Vielleicht, daß man so dem drohenden Schicksal entrinnen könne. -67 Theater giebt es gegenwärtig in Rewhorf, und in nächster Zeit sollen noch sechs nene eröffnet werden. Man hat berechnet, daß in Newyort täglich etwa 75 000 Personen ins Theater gehen. Für eine Lage im MetropolitanTheater wurde neulich die Kleinigkeit von 320 000 Mark bezahlt. Dafür darf der glückliche Erwerber, ein Mann in vorgerückten Jahren, die Loge auf Lebenszeit benutzen )-([ Die Neujahrsfarten der Humberts.] Der Neujahrstag hat der eingeferferten Familie Humbert gezeigt, wie viele Leute in aller Welt ihrer gedenken. Romain Daurignac bekam eine Ansichtskarte, auf der ein unbekann ter Schalf sein Schicksal mit folgenden Reimen bejammerte: Mein armer Romain Daurignac, „ Es war eine gute Idee von mir", dachte sie im Weitergehen bei sich, daß ich den Baron um eine Unterredung bat. Jezt weiß man doch, woran man ist. Je mehr er darüber nachdenkt, desto weniger verlockend wird ihm die Aussicht aufs Zuchthaus oder noch Schlimmeres sein. Er ist verpflichtet, uns zu bedenken, seine Frau, mich und Tante Armitage. Tante würde auch Strafe bekommen. Wie ärgerlich er war, als ich beinahe mein anderes Geheimnis verraten hatte- wie fonnte ich auch nur so dumm sein. Ich kann nicht vorgeben, Ihre Worte nicht zu verstehen", sagte er. Er macht sich feinen Pfifferling aus mir Ina, wenigstens weiß er es iezt es schadet ia auch nichts. Ach, wie das innerlich brennt es ist die wahnsinnige Liebe zu ihm, die ich mein Leben lang für ihn empfinden werde. Es giebt nichts, was ich für ihn nicht zu thun ver möchte! Eigentlich ist es eine Schutach für mich, eine Schande! Ich, eine verheiratete Frau, einen anderen Mann so zu lieben! Aber ich fann nicht dafür ich fann nicht dafür! Armer Georg! Ich fann ihm feine Liebe entgegenbringen, er ist mir nichts, aber auch garnichts, solange der Baron lebt. Es ist doch nett, daß ich und er ein Geheimnis miteinander haben! Nun werden wir uns gewiß öfter sehen! Ob er mich wohl noch hübsch findet? Er muß es eigentlich, denn ich bin die schönste im ganzen Dorf. O meine Seite, meine Seite!" Hetty ging bergan, die Hand auf das umgestüm klopfende Herz gepreßt und nach Atem ringend. Die Schmerzen in der linten Seite wurden immer heftiger und zwangen sie plöglich, stehen zu bleiben. Jetzt steckst du aber fest im Sad. Madame Therese erhielt eine Menge Briefe und Karten aus Amerika, in der sie um ihr Autogramm gebeten wurde. Eine Sammlung von Unterschristen berühmter Persönlichkeiten ist ja nicht vollständig, wenn die der großen Schwindlerin fehlt. Deren Töchterlein Eva aber hat gar eine Flut von Heiratsanträgen erhalten. Vielleicht befinden sich unter den Kandidaten auch solche, die durch Evas Hand sich eine reiche Einnahmequelle sichern wollen, wenn ihr Engagement beim Zirkus Barnum perfekt wird. Was sagte er nur von Fortgehen?" fubr fie in ihren Ge banken fort. Vincent und ich sollten das Land verlassen? Nimmermehr, es fällt uns garnicht ein. Nein, nein, so weit geht es denn doch nicht. Vielleicht fürchtete er, ich fönne ihn verraten. Ach, wie schlecht er mich fennt! Ich muß ihm noch deutlicher be weisen, daß ich verschwiegen bin wie das Grab. Sind diese vielen Jahre fein Beweis dafür? Ach, wie weh mir die Seite thut! Ich muß beute abend wieder Tropfen nehmen, nachher wird es stets besser. Wie frisch und munter Georg sein wird, wenn er aufwacht. Der Schlaf wird ihn unendlich erquidt haben." * Nette Reisegesellschaft. Um 8000 Mark ist der englische Lord Roßlyn, der bekanntlich als Schauspieler tätig ist, auf dem Dampfer ,, Etruria", mit welchem er dieser Tage in Newyork eintraf, im Kartenspielen erleichtert worden. Er ließ sich verleiten, während der Reise mit drei Männern Poker zu spielen. Anfangs wurde zu niedrigen Einfäßen gespielt, und einer der drei Männer verlor etwa 2000 Mart. Auf Veranlassung des Verlierers begann man höher zu spielen, und als der Dampfer in Newyork eintraf, war der mimende Earl um 6000 Mart leichter geworden. Ehe der Tampfer aber in Newyork eintraf, war der Cunard Linie per Kabel gemeldet worden, daß sich auf dem Schiffe Bauernfänger befänden, und die am Dock der Gesellschaft stationierten Polizeidetektivs wurden angewiesen, bei dem Eintreffen des Dampfers nach den Leuten Umschau zu halten. Sie veranlaßten den Earl, trotz seiner anfänglichen Abneigung, eine Klage zu erheben, konnten aber auf dem Dampfer nur einen remer drei Mitspieler finden, welchen sie verhafteten. Die andern beiden müssen wohl unmittelbar nach dem Anlegen des Dampfers von diesem fortgeschlichen sein. Im Detektivbureau ertannte der Earl of Roßlyn in dem Bilde des berüchtigten Spielers Owens einen seiner Reisegenossen. Bunte Chronik. Der Jagdausseher Halb aus Röhrbach bei Straßburg schoß den Tagelöhner Schneider, der unberechtigterweise ein Jagdgebiet mit geladen m& wehr betrat, ohne Anruf nieder, obwohl Schneider die Flinte fortgeworfen hatte und in ein Haus geflüchtet war. Der Jagdhüter wurde verhaftet. In der Angelegenheit der Berliner Denkmals- Verstümmelungen sind mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Am meisten verdächtig ist der Arbeiter Hugo Pilz. Der aus dem Treberprozeß" bekannte Terlinden spielt neuerdings im Duisburger Untersuchungsge ängnis den ,, wilden Mann". Infolgedessen haben seine Verteidiger ihr Mandat niedergelegt, so daß der Prozeß nicht mehr in der bevorstehenden Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung kommen kann. -In ganz Oberitalien herrschen starke Influenza- Epidemien, in Padua zählt man allein 15 000 Erkrankunger bei zwanzig Todesfällen am Tage. Sie schritt troß der Stiche in der linken Seite weiter und hatte endlich den Gipfel des Hügels erreicht. Von hier aus ging es sanft bergab bis zur Vincentschen Farm. Hetty lief immer schneller, bis sie schließlich rannte, aber die Schmerzen in der linken Seite zwangen sie abermals, still zu stehen. Sie erreichte das Haus erit, als es schon ziemlich dunkel war. Im Hofe und im Hause war alles still, nichts rührte sich. „ Georg schläft noch", sagte sich Hetty, erleichtert aufatmend. " Ich bin also sicher, daß er mich nicht vermißt hat. Jezt heißt es schnell umziehen, Licht anzünden und das Abendbrot hübsch zurecht machen." Zeitungsstimmen. " 1 Поф die Sache machen, „ Die Belegung Univerfität mit Br femiten paffen, bef des beffifchen Baue Wir brachten in Nr. 2 unserer Zeitung vom 3 J nuar 1. J. einen Artikel aus dem Sießener An zeiger" zum Abdruck, welcher sich mit dem Antrag de Landtagsabgeordneten Röhler- Langsdorf befaste und wonach an der Landesuniversität Gi ßen eine zweite Bro fessur für Nationalökonomie errichtet werden solle, da gewisse Leute mit den Lehren des Nationalökonomen Professor Tr. Biermer nicht einverstanden wären. In derselben Nummer veröffentlichten wir aber auch gleich eine Erflä rung genannten Professors, in welcher derselbe die Angriffe und Verdächtigungen zurückweist, welche lettere man ihm zu unterschieben versucht. Bemerken wollen wir noch, daß in keiner anderen Zeitung ein gleicher Angriffsartifel gestanden hat als nur im„ Gießener Anzeiger". Heute sind wir in der Lage, die Stimmen einiger in den Parteien maßgebenden Zeitungen zu hören. Sie öffnete die Thür, welche in den Hühnerhof führte; die Tiere flatterten erschreckt von ihren Stangen. Leo, der Hofhund, tam auf sie zu und rieb den zottigen Kopf an ihrem Stnie; fie streichelte ihn flüchtig und eilte dem Hause zu. Sie schloß eine Seitenthür auf, zu welcher sie den Schlüssel stets in der Tasche trug, und betrat den fleinen Flur, die Thür wieder hinter sich schließend. Alles war still und dunkel. Betty fand sich auch in Finstern zurecht. Leise schlüpfte fie den Gang entlang und öffnete die Küchenthür. Das Feuer glimmte le fe und verbreitete einen düsteren, unheimlichen Lichtschein in dem kleinen Raum. Als sie in das Wohnzimmer trat, überlief sie ein eisiger Schauer warunt, fie hätte es nicht sagen können. Es wälzte sich ihr plöslich etwas schwer aufs Herz. Sie trat an das Sofa heran. „ Er schläft noch", wiederholte fie teise. Die herrlichen Tropfen haben ihm wirklich gut gethan. Ich nehme nachher auch welche; denn ich habe heute solches Herzklopfen, wie seit langer Seit nicht." In die Küche zurücktretend, schürte sie das Feuer an, dann nahm sie einen Leuchter vom Küchenbrett und zündete das Licht an. Mit diesem in der Hand ging sie zurüd zu ihrem Manne, die Kerze mit der Rechten beschattend, damit das Licht den Schläfer nicht störe. Bincent lag dem Anschein nach noch immer so da, wie sie ihn vor mehr als zwei Stunden verlassen; er lag auf dem Rücken, die Arme an jeder Seite lang ausgeftredt, den Mund ein wenig geöffnet, mur etwas blasser als sonst sah er aus. " Wie fest er schläft", flüsterte Setty erleichtert.„ Es geht alles famos! Jegt werde ich mich recht niedlich machen und eine hübsche helle Jade anziehen; denn Georg liebt es, wenn ich mich NB. Derfelbe wie vor aud Stohl fteht dafelbft ein fo Am 5. Januar Offenbach, Figur. Die Nummer vom hey reits am Freitag trag des antiser Sie f Langsdorf, den berufen. maßen: Natürlic des Vogelsberg Mensch ernft. eine to mische trag ein grell Zustände des G Zweite Stamm Majorität, mit übel rechnen die demnächst sehr gespannt droben in ihre Profeffors Bio er durch die 2 richteten Doze sonders ne wieweit d Biermers Die Frantf. Die Frff. 8tg." schreibt in ihrem Morgenblatt bom 5. Januar: □ Aus Hessen, 2. Jan. Der antisemitis Reichs- und Landtagsabgeordnete Röhler Langsbo hat bei der zweiten hessischen Kammer den Antrag ge stellt, an der Gießener Universität ein zweites Ord nariat für Nationalökonomie zu schoff n un für diese Professur den Professor Dr. Ruhland, Lehre der Staatswissenschaften an der Dominikanerlehranstalt i Er begründet Freiburg in der Schweiz zu berufen. seinen Antrag damit, daß die gegenwärtig in Gieße angeftellten nationalökonomischen Dozenten, der Ordina rius Professor Dr. M. Biermer und Privatdojent Dr. R. Liefmann, liberal und bauernfeindlich seien und lehrten. Namentlich dem Ersteren müsse, da er die zu fünftigen Staatsbeamten verderbe und im Dienste der Börse" stehe, ein gleichgeordneter agrarischer Dozent, wi es Ruhland sei, auf die Nase ges zt werden. Biermer lehre im Sinne von Ricardo, und dieser sei ein Jude g wesen. Auch der Privatdozent Dr. Liefmann tauge nicht für hessische Verhältnisse; denn dieser jei selbst zitierten Säßen de jüdisch.. Natürlich nimmt in Heffer Gießen ein sehr außer den Bauern des Vogelsbe: 98 den Abgeordneter„ lomische Figur" Köhler kein Mensch ernst. Für alle Gebildeten ist er von den„ Gebilde längst eine fomische Figur.... Man wird Reichstag gewähl auf die demnächst beginnenden Kammerverhandlungen sehr Sozialdemokraten gespannt sein dürfen; denn Köhler und Genossen drohen der Blamage, du in ihrem Initiativantrage, das Gehalt des Professors werden, den laut Biermer nur dann zu genehmigen, wenn er durch die Vogelbergs ernſt Berufung eines zweiten agrarisch gerichteten Dozenten demokratischen, fre schachmatt gesetzt wird. Besonders neugierig darf bildeten" in Gief man sein, inwieweit die hessische Staats, nicht, daß Herr Kö regierung sich Biermer's und Liefmann's annimmt. Das Offenbacher Abendblatt", Organ des Abg. Ulrich, schreibt vom 3. Januar: Herr Köhler hat übrigens aud mit seinem neuesten Antrag wieder unkonsequent ge handelt. Wenn er die Berufung des Prof. Ruhland verlangte, damit dieser das physiokratische System des Leibarztes der Pompadour den Gießener Studenten eintrichtert, weil dieses System den Wünschen der Volksmehr heit entspricht, so hätte Herr Köhler längst eine zweite Professur für Tierarzneiheilkunde verlangen müffen. Der jetzige Professor und seine Schüler haben wohl niemals den Wünschen der Freunde des Herrn Köhler entsprochen, wenn sie die Maul- und Klauenseuche konstatierten. Und oft genug haben antisemitische Angehörige der von Herrn Köhler angesprochenen Volksmehrheit" in Versammlungen erklärt: die tierärztlichen Maß: nahmen wären Unsinn; man solle 14 Tage lang die Tierärzte einsperren, dann wäre feine Spur mehr von der Maul- und Klauenseuch vorhanden. " für ihn puze. Dann mache ich den Tisch zurecht, und wenn alles fertig ist, mede ich ihn. Jezt ist es acht Uhr, er hat über drei Stunden geschlafen. Ich schlief damals nach den ersten Tropfen freilich viel länger. Wenn das Abendbrot fertig ist, wede ich ihn. Es wird ein Hauptspaß, wenn er sieht, wie spät es ist und wie lange er geschlafen hat." Das Licht in der Hand haltend, ging Setty in ihr eigenes fleines Zimmerchen, legte Jadet und Hut ab und brachte beides beiseite. Dann zog sie ein helles Hausiädchen mit einer hübschen Spizenrüsche am Halse an, band eine niedliche Schürze vor und begab sich in die Küche. Hier zündete fie die verschiedenen Lampen an und stellte sie an ihre Pläge im Zimmer, Flur und Küche. Blöglich überrieſelte es die junge Frau eistalt und ein unbehagliches Gefühl beschlich ſie. Eine innerliche Erregung schüttelte ihren zarten Körper und machte sie fast schwindeln, sodas fie fich an einen Stuhl halten mußte, um nicht umzufallen. Allmählich erholte sie sich, aber die Schmerzen in der Seite wurden wieder heftiger, und das Atmen ward ihr recht be schwerlich. Nach einer Weile legte fie Holz und Kohlen auf das Fener, dann wärnte sie ihre eiskalten Hände an der auflodernden Glut. „ Wie das Feuer prasselt", murmelte fte. Es iniſtert fo laut, daß Georg aufwachen müßte, wenn er nicht die Tropfen genommen hätte. Na, mag er noch ein Weilchen schlafen, bis Sas Abendessen fertig ist." Nun begab sie sich in die Stube, deckte den Tisch, legte Messer und Gabel auf, fezte Teller bin und holte Schinten, Butter, Brot und Käse herzu. Als sie mit alledem fertig war, blidte fie wieder auf den Schlafenden. Er lag so ruhig, nicht einnial atmen hörte sie ihn. So ruhig schlief er sonst nicht, meistens schnarchte er fogar; im Anfang ihrer Ehe hatte Hetty manche Nacht infolge seines Schmarchens kein Auge zuthun fönnen. Wie fanft er heute schläft", dachte die junge Frau wieder „ Das machen alles die prächtigen Zaubertropfen. Ah, ich weiß, was ich thue, ich toche ihn schnell ein paar frische Gier und Cacao, das mag er beides sehr gern." Gedacht, gethan. Sie eilte in die Küche, nahm sechs Eier, fochte diese und bereitete eine fleine Ranne voll duftenden Cacao, feste alles zufammen auf ein Brett und wollte es eben in die Stube tragen, als sie wieder heftige Seitenstiche betam und schnell das Brett hinseßen mußte. Nach einer Weile ermannte sich und trug es hinein. antisemitischen Agr Prof. Biermer, der j fürzlich irrtümlich r Vorgängers Bierm gründlich verkannt; Jahrgangs hat sic national- öfonomi Ansicht Ausdruc Standpunkt G1 die Kammeragrar Abendblatt- Artikel agrarische Enque werden sie einsehe gegen Prof. Biern grarheiligen Rub selben Herrn Prof der sozialdemokrat anbot. Wie die Ce Antrag Röbler au Mainzer Journ dings seine Spezia origineller r floem Eifer wieder Die Worm Nummer vom 3. Profissur dann doc Je Gegr. Bure Westanl Kaffee- Abse nur in Hollan Holland- Com Maastricht 59, versendet Postco für Java- KaffeePfund echten, feinsten, frisch g Holländ. Java geg. Nachnahme verzollt franko in NB. In Deutschland ist preis für gleiche Qua destens Mk. 1.40 per W berjo eine Dent ertei Stund a Biermer 11. eitung vom 3 F Noch viel einfacher konnte Herr Köhler die Sache machen, wenn er schlankweg verlangt hätte: „ Die Besetzung der Lehrstühle an der Gießener Universität mit Professoren, die den hessischen Antisemiten passen, besorgte von jetzt ab der Vorstand des hessischen Bauernbundes. Bießener An it dem Antrag be sdorf befaßte un eine zweite Bro den solle, da gewis omen Professo In derselbe gleich eine Erklä derfelbe die Angriff leptere man ihm z n wir noch, da iger Mngriffsartite ener Anzeiger mmen einiger in be ren. m Morgenblatt . Man wird bo NB. Derselbe vermittelt selbstverständlich nach wie vor auch tohlen und künstlichen Dünger. Auch steht daselbst ein schöner Ziegenbock zum Verkauf." Am 5. Januar schreibt dasselbe Blatt: Offenbach, 5. Januar. Gine komische Figur. Die Frankf. 3tg." bespricht in ihrer Nummer vom heutigen Vormittag den von uns bereits am Freitag und Samstag gewürdigten Antrag des antisemitischen Bauernbündlers KöhlerLangsdorf, den Professor Ruhland nach Gießen zu berufen. Sie schließt ihre Betrachtungen folgendermaßen: Bex Auch in der Reichshauptstadt hat man über den Antrag| geurteilt. Das Berliner Tageblatt" bringt in seiner Morgenausgabe, ebenfalls vom 3. Januar folgende Säße: „ Ueber einen drolligen Antrag des antisemitischen Reichstagsabgeordneten Köhler, der gleichfalls Mitglied der Zweiten hessischen Ständekammer ist, wird uns aus Worms durch ein Privattelegramm berichtet: Der antisemitische Abgeordnete Röhler Langsdorf hat im hessischen Landtage eine Anfrage eingebracht, die unter Berufung auf einen Artikel der Klapper'schen Agrarzeitung vom 23. November über den Ackerbau in der Nationalökonomie die Schaffung einer zweiten nationalökonomischen Professur der Quesnay'schen Physiokraten schule für die Universität Gießen anregt und hierfür den Prof. Ruhland- Berlin vorschlägt. Man braucht Herrn Köhler, der nach dem Reichstagshandbuch Bauer, Postagent, Kaufmann, Begründer und Direttor einer Spar- und Darlehnskasse, Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamter in Langsdorf ist, nicht zu unterschäßen, wenn man die Behauptung aufstellt, daß ihm der Nutzen und die Notwendigkeit einer physiofratischen Professur an der Gießener Universität nicht aus eigenem Nachdenken aufgegangen ist. Denn Francois Quesnay war zwar nicht blos ein tüchtiger Arzt, sondern für seine Beit auch ein tüchtiger Nationalöfonom, aber er ist immerhin schon im Jahre 1774 gestorben. Und mehr als das, er ist schon vor seinem Tode als Volkswirt überholt gewesen. Nur die nationalökonomischen Rompendien überliefern noch den Extrakt seiner Gedanken der Nachwelt. Für Herrn Ruhland ist freilich ein Mann, der in aller Naivetät den Ackerbau für die einzige Quelle des Reichtums erklärte, die Manufakturisten und Händler als sterile Klasse bezeich nete und dauernd hohe Getreidepreise als den Gipfel einer bernünftigen Politit ertiärte, eine sehr wertvolle Autorität. Aber Herr Köhler soll sich doch nicht dazu hergeben, für den Ehrgeiz des Herrn Ruhland die Kastanien aus dem Feuer zu holen." Der antisemitis Natürlich nimmt in Hessen außer den Bauern Röhler Langsbor des Vogelsberges den Abgeordneten Köhler fein ner den Antrag ge Mensch ernst. Für alle Gebildeten ist er längst 1 zweites Orbi eine to mische Figur Indessen wirft sein Annie zu schoff n unl trag ein grelles Licht auf die parlamentarischen Ruhland, Lehre Zustände des Großherzogtums Hessen. Die dortige inifanerlehranstalt i Zweite Nammer hat befanntlich eine agrarische n. Er begründet Majorität, mit der die Staatsregierung wohl oder wärtig in Gieße übel rechnen muß. Man wird deswegen auf Dzenten, der Drbing die demnächst beginnenden Kammerverhandlungen r und Brivatdozer sehr gespannt sein dürfen; denn Köhler und Gen. ternfeindlich feien un drohen in ihrem Initiativantrage, das Gehalt des müsse, da er die zu Professors Biermer nur dann zu genehmigen, wenn ind im Dienste de er durch die Berufung eines zweiten, agrarisch ge= rarischer Dozent, wi richteten Dozenten schachmatt gesetzt wird, werden. Bierme sonders neugierig darf man sein, inefer fei ein Jude g wieweit die hessische Regierung sich Biermers und Liefmanns annimmt. Liefmann taug in dieser sei selb zitierten Säßen den Gebildeten" der Universitätsstadt Die Franff. 3tg." stellt mit ihren ersten oben ich nimmt in Heffer Gießen ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Die den Abgeordnete ,, komische Figur" ist 1896 und 1898 ganz regelrecht e Gebildeten ist e von den Gebildeten" Gießens als Vertreter in den Reichstag gewählt worden. Die Furcht vor den erberhandlungen sch Sozialdemokraten war weit größer, als die Scheu vor und Genossen diohei der Blamage, durch einen Antisemiten vertreten zu chalt des Professor werden, den laut ,, Franks. 3tg."„ nur die Bauern des wenn er durch di Bogelbergs ernst nehmen." Wohl bekomm's den gerichteten Dozenta demokratischen, freisinnigen und nationalliberalen,.Gc neugierig dar bildeten" in Gießen!- Im U brigen glauben wir ssische Staats nicht, daß Herr Köhler mit seinem Antrag bei den nicht and Liefmann antisemitischen Agraciern der Kammer Glück haben wird. Prof. Biermer, der jetzige Nationalökonom- wir schrieben kürzlich irrtümlich noch den Namen Laspeyres nieder, des Vorgängers Biermers wird u. E. von Herrn Köhler hat übrigens au gründlich verkannt; in den Nummern 279 und 286 des vor. untonsequent ge Jahrgangs hat sich das Offenb. Abendbl. ja mit dem Des Prof. Ruhland national- ökonomischen Theoretiker" Biermer, der der atische System des Ansicht Ausdruck gab, daß der zoll- nnd agrarpolitische Bießener Studenten Standpunkt Glaubenssache" ist, befaßt. Wenn die Kammeragrarier sich die Mühe machen wollen, jene hen der Volksmehr Abendblatt- Artikel, die unter dem Titel„ Auch eine agrarische Enquete" publiziert wurden, nachzulesen, weite Professur für werden sie einsehen, daß sie wirklich keine Ursache haben, iffen. Der jezige gegen Prof. Biermer Sturm zu laufen, um den jetzigen wohl niemals den Agrarheiligen Ruhland nach Gießen zu bekommen, denKöhler entsprochen, selben Herrn Professor, der noch vor wenigen Jahren seuche konstatierten der sozialdemokratischen Münchener Post seine Beiträge che Angehörige de anbot. en„ Volksmehrheit We die Centrumsagrarier den Pompadourtierärztlichen Maß Antrag Röbler auffassen, geht aus folgender Notiz des solle 14 Tage Mainzer Journals he vor:" Herr Köhler scheint nouerrren, dann wäre dings seine Spezialbeschäftigung, die in der Einbringung und Klauenfeud origineller Anträge und Anfragen besteht, mit inten sivem Eifer wieder aufgenommen zu haben." Organ des Ab recht, und wenn alles hr, er hat über dri den ersten Tropfe fertig ist, mede id t, wie spät es i etty in ihr eigenes und brachte beides mit einer hübschem Schürze vor und schiedenen Lampera Flur und Küche. eistalt und ein nerliche Erregung schwindeln, joday nicht umzufallen en in der Seite rd ihr recht be Kohlen auf das der auflodernden " Es tniſtert fo nicht die Tropfen chen schlafen, bis den Tlich, legte holte Schinken, lebem fertig war, g fo ruhig, nicht ef er sonst nicht, r Che hatte Hett ein Auge zuthum unge Frau wieder n. Ah, ich weiß, r frische Gier und nahm fechs Gier, ( buftenden Cacao, Ite es eben in bie ftiche betam und Beile ermannte Die Wormser Volkszeitung schlägt in ihrer Nummer vom 3. Januar vor, Herr Köhler möchte die Professur dann doch lieber selbst übernehmen. Giessener Cagesnenigkeiten. ** Vorbereitungskursus für die Meisterprüfungen. Wie wir von der Schulleitung der Gewerbeschule hören, sind die Anmeldungen zur Teilnahme an diesem Kursus so zahlreich eingelaufen, daß derselbe Dienstag, den 13. Jan. seinen Anfang nimmt. Der Unterricht findet wöchentlich an 3 Tagen Dienstag, Tonnerstag und Freitag bon 9-12 Uhr und von 2-1/ 25 Uhr statt und erstreckt sich auf alle in der Meisterprüfung vorkommenden Fragen und schriftlichen Arbeiten, nämlich auf die Buchführung, Wechsellehre, Versicherungsgescße, Gewerbeordnung und Aufgaben über besondere Fachkenntnisse Die beteiligten Kreise wollen wir hiermit noch besonders darauf aufmerksam zu machen nicht unterlassen. **( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 3. Kl. 7. Großherzogl. Hessischen Landeslotterie wurden nachstehende Haupt- Gewinne gezogen: Prämie 50 000 mt auf Nr. 1212( Darmstadt): 30 000 Mt. auf Nr. 47 447( Offenbach); 5000 Mt. auf Nr. 79 589( Gotha); 3000 Mt. auf Nr. 33731( Mainz); 2000 Mt. uuf Nr. 47 345( Darmstadt); 1000 Mt. auf Nc. 4477( Anhalt); 1000 Mt. auf Nr. 14 543( Darmstadt), 51 011 Oldenburg; 400 Mt. auf die Nrn. 59 486, 76 300, 79 847, 81 009, 88 490, 92 610; 300 Mt. auf die Nrn. 1212, 15 999, 23 563, 61545, 6647, 72 685, 79 574, 89 683, 90 613, 97 517. ** Staditheater. Freitag den 9. Januar geht zum Benefiz des Herrn Regisseurs Heinrich Gerlach nun auch im hiesigen Stadttheater Kleist's„ Käthchen von Heilbronn" zum 1. Mal nach der Bearbeitung von Prof. Dr. Karl Siegen in Scene, nach dem diese Bearbeitung bereits auf 84 Bühnen, u. a. allein in 11 Universitätsstäd ten- mit Erfolg zur Aufführung gekommen ist. Nach dieser Bearbeitung, die auf Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Gegr. 1883. Cementwaren-Fabrik und Lager: Frankfrtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikelu. Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. Nachnahme von M. 9 verzollt franko in's Haus. NB. In Deutschland ist der Ladenpreis für gleiche Qualität mindestens Mk. 1.40 per Pfund! beric Dent eine ( 1889 erteilt Nachhilfeſtunden. Holzversteigerungen und Holzverkäufe finden u. A. statt: - - Aleifts ursprünglichen Plan zurückgreift, erhielt Räthchen lediglich zum Lohn für ihre treue Liebe als echte Tochter des Waffenschmieds Theobald Frideborn die Hand ihres Ritters, während Kunigunde von Thurneck sich als tückischer Wasserkobold entpuppt. Herr Gerlach) hat unter dem vollen Beifall von Publikum und Kritik schon in Stargard in Siegens Bearbeitung den Walter Strahl gespielt und die Regie geführt. Dem be liebten Künstler wünschen wir an seinem Ehrenabend ein volles Haus. ** Vorgestern Abend gegen 8 Uhr stürzte der Sbuhwarenhändler Adolf Beverstein aus der Neustadt vor dem Schaufenster des Frensdorfchen Ladens, infolge eines Krampfanfalles und blieb etwa 5 Min. regungslos liegen. In der Bahnhofstraße wohnende Anverwandte brachten ihn in ihre Wohnung, wo erst nach längerer Zeit das Bewußtsein bei Beverstein zu rückkehrte. Der Vorfall hatte großen Menschenauflauf im Gefolge. **[ Viehmarkt.] Der geftrige Viehmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 750 Stück Milchvieh 200 Stud Fettvieh und Gangvich sowie 200 Kälber. Außerdem waren 37 Schweine am Markt. Der gestrige erste Markt in diesem Jahre war zu früh anberaumt, es liegt kein Bedürfnis dafür bor. Zweifellos wird der nächste am 20. Januar anstehende in Milchvich war nicht schlecht, doch war die Ware zu hohen Gießener Viehmarkt ein besseres Bild zeigen. Der Handel Preisen nicht unter zu bringen. Der Fettvieh- und Kälbermarkt war dagegen ausgezeichnet. Es waren sogar diesmal Megger aus Mainz gekommen, die auch größere Posten zu guten Breisen fauften. Ein Handel in Gangochs'n, von denen 30-35 Baar am Markt waren, tam überhaupt nicht zustande. Ebenso war es auch mit dem Handel in Schweinen. Es wurden bezahlt für Kübe, frischmelkend und tragend 1. Sorte 430-470 Mt., 2. Sorte 350-400 Mf., 3. Sorte 280-330 Mt. pro Stück. Für den Gentner Schlachtgewicht wurde bezahlt: Fette Rinder 64-66 Mark, teilweise sogar höher, Kälber 1. Sorte( über 50 Pfund schwer) 68-73 Mt., 2. Sorte( zwischen 40 bis 50 Pfd. schwer) 63-65 Mt., 3. Sorte( unter 40 Pfund wiegend) 54-58 Mart. Nächster Markt 20. Januar d. J. ** Einen frechen Einbruchs diebst a h I verübten der Frau Wwe. Nothenberger am Neuenweg. in der vergangenen Nacht Unbekannte in dem Hause Vom Hofe des" goldenen Löwen" aus eindringend, sprengten die Einbrecher ein eisernes Fenstergitter, stiegen durch den erhaltenen Weg ins Innere und im Werte von annähernd 1000 Mt., da nur mit guter stahlen ca 150 Mt. Baargeld sowie diverse Gegenstände Lokalkenntnis versehene Individuen erfolgreich arbeiten" fonnten, hofft man auf baldige Aufklärung des Falles. Gestorbene. Am 6. Januar Elisabethe Gräber, geb. Wagner, 61 Jahre alt, Witwe des Weichenstellers Johann Philipp Gräber dahier. Beerdigung; Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 1½ Uhr vom Sterbehause, Liebigstraße 67 aus. Ain 6. Januar Christian Wenzel, 61 Jahre alt, Locomotivführer i. P. dahier. Beerdigung: Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 4 Uhr, vom Sterbebause, Bleichstraße 40 aus. Am 6. Januar Katharine Lampus, geb. Karber, 75 Jahre alt, Hospitalitin dahier. Beerdigung: Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 12 Uhr, von der Friedhofskapelle aus. Drud und Berlag der Gießener Berlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Emil Pistor Nachflg. Gießen. Marktstraße 10. Telephon 61. Eisen-, Stahl- und Metallwarenhandlung. Küchen- und Haushaltungsgegenstände. Waagen, Gewichte, Maaße, Defen u. Kochherde, Wärmeflaschen, Schirmständer, Stuhlflechtrohr, alle Nummern. Gemüse- Konserv. Fenchelhonig, Obst- Konferven Fleisch- Konferven aus garantiert reinem Honig, per große Flasche 50 Big. 3u haben in der Apotheke Bekanntmachung. Für ein 6 Monat altes Kind werden Pflegeeltern gesucht. Mäh. auf dem Armenamt. Wer vorwärts kommen will, lese Dr. Bock's Buch: ,, Kleine Familie." Preis 30 Pfg, in Briefmarken einsendeu. G. Klötzsch, Verlag 643 Leipzig. Junges Fräulein, welches die Buchführung und Maschinenschreiben gel., auch schöne Handschrift hat, sucht Stelle, fann auch im Laden mit thätig sein. Offerten unter 100 an die Exp. d. Bl. Städtisches zu Groß- Felda. 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Ferner wird bemerkt, daß schließlich den 17.) ist unsere Kasse jeden Dienstag, Mitt Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Alter Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf woch, Donnerstag und Samstag geöffnet. bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht Grund des§ 32 pos. 2 Lit. a, b, c, d, e, f und g, der Gießen, den 30. Dezember 1902. gestellt haben, oder bei der Musterung in 1902 zurück- der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei vorgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren ge- zubringen sind; verspätete Gesuche können keine Berückseglichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymna- fichtigung finden. fiasten oder 3öglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrifarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen In Gemäßheit Beschlusses der Stadtverordnetenin die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. J. bei der Bürger- Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden meisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden, und Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiserdabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, paares Seiner Majestät des Kaiser Wilhelm I. und ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits bei Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, Der Anfang ist vormittags 9 Uhr auf der Streis einer früheren Musterung fonfurriert haben, ihren welche hier ihr goldenes Ehejubiläum erleben, errichtet straße diesseits der Tiefenbach und gegen 11 Uhe au Losungsschein vorzulegen. worden ist, fordern wir alle Diejenigen, welche im der Hachbornerstraße an der Hoheitsgrenze. laufenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Mark bemessenen Staufenberg, am 5. Januar 1903. Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. melden. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß die jenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen, und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. a. m. für berBekanntmachung. Gießen, 2. Januar 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Todesanzeige. Heute früh um 6 Uhr entschlief nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Grossvater, Schwiegervater und Schwager Herr Philipp Schmidt im Alter von 67 Jahren. Bieber, Wissmar, Remscheid, den 6. Januar 1903. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Louis Schmidt, Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Januar Nachmittags 122 Uhr vom Sterbebau se aus statt. BRENNSPIRITUS Eingetragenes Warenzeichen. in Afterweg: Peter Geisel Bahnhofstr.: August Noll II Gebr. Noll Bismarckitr.: Friedrich Kopp Bleichstr. 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