Nr. 155. boquementopreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., We Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bt- and Be the antwintigheft, Ober( 18). Das Blatt fcheiat an allen Berttagen nedmitage. Montag, den 6. Juli 1903 Gießener 12. Jahrgang. JusertionOpret& Die einfaltige Beigelle e Siepen tot gang Oberbeffen, die Kreise Wetlar und Marburg 10 te. fonft 15 Bfg.; Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 g. Bostzeitungsliste No. 3960. Redaktion und Expedition: teßen Nener Ferusprechefiaf Av, S. 28. Neuelle Nachrichten ( ichener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Tätigkeit der Auskunfteien. In juristischen Kreisen wird augenblicklich sehr lebhaft die Frage erörtert, inwieweit sich eine civilrechtliche bezw. strafrechtliche Haftbarmachung der Auskunfteien empfiehlt, und man kommt ziemlich übereinstimmend zu dem Ergebnis, daß es am besten bei den allgemein giltigen Bestimmungen sein Bewenden haben möge, wonach für wissentlich falsche Auskünfte straf- und civilrechtliche Haftbarkeit und für fahr. lässig falsche Mitteilungen civilrechtliche Haftung eintritt. Die auf eine Aufhebung der Haftung hinzielenden Bestrebungen wurden rundweg abgelehnt. Mit Recht, denn die Auskunfteien sind erstens feine öffentlich- rechtlichen Einrichtungen, sodann aber haben sie doch auch in ihren Ausfünften eine zu große und leicht zu mißbrauchende Macht in den Händen, als daß der Staat sich nicht eine pädagogische Einwirkung auf ihren Betrieb sichern sollte. Wie bequem fönnte sonst ein derartiges Unternehmen zu unterirdischen Erwerbszwecken und zu privaten Racheaften benützt werden. Im allgemeinen wird man zugeben müssen, daß die an gesehenen Firmen reell arbeiten, wenn sich auch bisweilen in dem Auskunftswesen Schäden offenbaren, wie z. B. bei einem Chefcheidungsprozeß, in welchem der Inhaber einer Ausfunftei auf Bestellung prompt einen Ehebruch effektuierte, auf daß die Ehefrau ſeines Klienten als„ schuldiger Teil" geschieden werden konnte, und bei dem Sternbergprozeß, wo auch eine Auskunftei eine sehr dunkle Rolle gespielt hat. Die Kredit- und Personalauskunft über die Einwohner bon kleineren Plägen ist zuverlässiger, als in großen Städten. Dort arbeitet die Oeffentlichkeit, in der sich das Leben des einzelnen abspielt, den Auskunftsgeschäften sehr eifrig vor. In den großen Städten dagegen herrschen schwierigere Verhältnisse, weil schon die Ausfindung der orientierten Personen äußerst kompliziert ist. In der Regel wenden sich die Geschäfte an den zu Erfragenden selbst, der dann in der Lage ist, seine Zwecke zu verfolgen. Hierüber ein Fall, den uns unser CB.- Mitarbeiter heute mitteilt. Ein Angestellter, geborener Berliner, der sich um eine Stelle bewarb, machte die unliebsame Entdeckung, daß seine Aussichten jedesmal an einem bestimmten Punkt scheiterten, offenbar, weil ungünstige Auskünfte über ihn eingingen. Er vermutete, daß seine Stiefmutter, mit der sich ein alternder Vater furz vorher trotz des bei den Kindern gefundenen Widerstandes verheiratet hatte, die Quelle dieser Auskünfte sei, und provozierte deshalb selbst eine Auskunft, die ihm Gelegenheit gab, das betr. Bureau nach seiner eigenen Auffassung zu informieren, und siehe da, der geheimnisvolle Widerstand war verschwunden. Hier lag ja freilich eine Defensive vor, gegen die sich nicht viel sagen läßt. Aber es sind auch Fälle bekannt, in denen der Interessent selbst überhaupt die einzige Quelle der Auskünfte war. Ein anderer Fall der künstlichen Auskunftserteilung ist vor Jahren in einem Prozeß in Süddeutschland bekannt geworden. Ueber einen ziemlich anrüchigen Mann liefen trotz seiner unreellen Gesinnung gute Auskünfte ein. Wie kam das? Der Betreffende ließ durch einen Vertrauten Erkundigungen über sich einziehen. Die aber nach einer ganz kurzen Frist mit dem Bemerken wieder zurückgezogen wurden, daß inzwischen von anderer Seite die und die Auskunft, die ihn sehr befriedige, gefonumen sei. Die betr. Auskunfteien nahmen das zur Notiz, und der Zweck der Uebung war erreicht. Man sieht also, daß auf die Ausfünfte auch guter Firmen kein unbedingter Verlaß ist. Es heint daher nötig, daß die Geschäftswelt auch an eine Art ** bsthilfe denkt, indem sie eine eigene Privatauskunftei eintet und sich durch gegenseitige Ausfünfte gegen Schädigungen sichert, so daß die Privatauskunftei ihre Tätigkeit im wesentlichen auf Mitteilungen über den Ruf und das Ansehen der zu Erfragenden zu beschränken haben. Die Politik. Eine Aenderung des Reichstagswahlrechts wird jetzt in Sachsen von einigen Politikern offen angestrebt. Es ist festgestellt, daß zur Zeit in Sachsen Geldsammlungen für eine Agitation zur Aenderung des Reichstagswahlrechts peranstaltet werden. Eine Korrespondenz zur Unterſtügung bieser Agitation ist bereits ins Leben getreten. Uebrigens geht die Sache nicht von den Führern der sächsischen Kon. jervativen, sondern von nationalliberaler Seite aus. Uns mill scheinen, als wenn das für diese Agitation verwandte Geld zum Fenster hinausgeworfen würde. Die Kaufmannsgerichte. Der vom Reichsanit des Innern ausgearbeitete Gesezentwurf über die gewerblichen Schiedsgerichte für Handlungsgehilfen hat bisher die Zustimmung des Bundesrats nicht erhalten. Der Gesetzentwurf soll indes in jedem Falle dem Reichstage in seiner nächsten Tagung, wenn auch in veränderter Form, vorgelegt werden. Diese Veränderung wird, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter von unterrichteter Stelle hört, darin bestehen, daß die bisher in dem Entwurf enthaltene Bestimmung, die faufmännischen Schiedsgerichte sollten den Gewerbegerichten angegliedert werden, beseitigt wird. Statt dessen soll die Bestimmung Aufnahme finden, baß diese Schiedsgerichte mit den Amtsgerichten verbunden perden sollen. Herrscherbesuche in Rom. Fünf fremde Staatsoberhäupter werden die Römer, wenn alles gut geht, in diesem Jahr in ihren Mauern zu sehen bekommen. Nach Kaiser Wilhelm kam König Eduard zur ewigen Stadt; ihm folgt jetzt Präsident Loubet und diesem sein gekrönter Freund, Zar Nikolaus. Zwar heißt es, der Zar habe seinen auf Oktober festgesetzten Bejud beim italienischen Hof auf das kommende Jahr verschoben. Aber bei Hofe in Rom weiß man nichts davon, und so wird denn der Zar wohl in der zweiten Hälfte des Oktober in Rom sein. Als fünftes Staatshaupt, das Rom besuchen soll, wird jetzt noch Staiser Franz Josef genannt. Er wird, so heißt es, Rom besuchen, falls Loubet vom Papi empfangen wird. Dann kann nämlich der Papst gegen einen Besuch des Kaisers Franz Josef im Quirinal feinen Einwand erheben. Englische Manneszucht. Wie herrlich es um die Disziplin in englischen Heere, unter den Offizieren wie auch der Mannschaft, bestellt ist, dafür hat man bereits Beweise genug gehabt. Namentlich die britische Marine zeichnet sich durch ein lüderliches Betragen daheim wie im Auslande aus. Jekt wird wieder aus Palermo berichtet: Eiwa tausend Seeleute des dort lie genden englischen Geschwaders wurden Abends an Land Beurlaubt. Im Augenblick zerstreuten sie sich wie losgelassene Teufel in alle Spelunken der Stadt. Binnen furzem war das ganze Landungsforps schwer betrunken, durchzog johlend und taumelnd die Straßen, verübte unerhörte Stan dale, verweigerte die Bezahlung und belästigte die Bevölke rung. Im großen Strandrestaurant„ Sirene" aßen une tranfen 400 Seeleute, als sie satt waren, gingen sie unter Verweigerung der Bezahlung auf und davon! Wirklich, die Engländer fönnen auf ihre Blaujacken stolz sein! Die Krise auf dem Balkan. A Neuerdings kommen wieder beruhigendere Nachrichten über die Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien. Zwar dauern die Rüstungen und die Truppenverſchiebungen nach der Grenze auf beiden Seiten fort, und die diplomatische Spannung ist noch nicht gewichen. Aber es will doch scheinen, als würde es Rußland und Desterreich gelingen, einen bewaffneten Konflikt hintanzuhalten. In Bul garien wird man, wie aus Sofia gemeldet wird, wider den Willen Rußlands nichts tun. Und die Türkei dürfte den Vorstellungen der europäischen Mächte gegenüber nicht taub bleiben. In Berliner maßgebenden Kreisen hält man deshalb, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter uns schreibt, die Gefahr eines bulgarisch- türkischen Krieges für unwahrscheinlich. Immerhin sind Neberraschungen auf dem Balkan nichts neues, da die Türkei die Bulgaren durch ein an sich zweifellos gerechtfertigtes Vorgehen gegen die bulgarische Bevölkerung der Grenzgebiete täglich weiter erbittert. So herrscht neuerdings wieder in dem türkischen Grenzbezirke Muſtafa Pascha große Aufregung. In der Stadt selbst durchsucht Militär und Gendarmerie die Häuser der Bulgaren nach Waffen und Bomben. Viele Personen wurden verhaftet. In den letzten Tagen sind 60 Bulgaren, meist Lehrer und Geschäftsleute, nach Bulgarien geflüchtet. Serbische Heimlichkeiten. In Paris umlaufende Gerüchte wollen wissen, ein reicher Freund des Königs Peter sei an dem Ausbruch der Revolution in Belgrad mitschuldig. Zu den intimsten Freunden des munmehrigen Königs gehört seit langen Jahren der bekannte, sehr reiche Pariser Verleger Calman- Levy, auf dessen Schlössern König Peter vielfach Gastfreundschaft genossen hat. Nun hat Calman- Levy vier Tage vor dem Königsmord plötzlich Paris verlassen und ist nach Belgrad gefahren. Man bringt die Reise jetzt in Paris mit den Belgrader Vorgängen in Verbindung. An und für sich ist es wenig wahrscheinlich, dap die serbischen Offiziere rein aus patriotischen Gefühlen im Belgrader Drama mitgewirkt haben sollten. Vielmehi väre es nicht überraschend, wenn sich herausstellen würde. daß eine metallene Triebfeder das Beigrader Pulverfaß zur Erslotion gebracht hätte.... Die Sache klingt nicht gerade Janz unwahrscheinlich, wenn man sich vergegenwärtigt, wie König Peter die Königsmörder behandelt. Sie werden ganz offenkundig bevorzugt und mit Rangerhöhungen und Belohnungen feierlich überschüttet. Unter den Offizieren im Lande macht sich deshalb bereits eine Mißstimmung gegen König Peter bemerklich. In Nisch und Kragujneway fanden Offizierversammlungen statt, in denen gegen eine derartige Bevorzugung meuterischer Offiziere gegenüber den anderen, die ihren Treueid gehalten, entschieden protestiert wurde. Außerdem sind die Offiziere erbittert, weil ihnen das seit drei Monaten r i et ständige Gehalt bisher noch immer nicht mistezahlt wurde, während die in Belgrad befindlichen Offiziere förmlich mit Geld überschüttet wurden. Kurze politische Sh.chten. * Bei dem Jubelfest der Fürstenschule in Mei. ßen antwortete König Georg von Sachsen auf eine An sprache des Bürgermeisters, der auch das Ergebnis der Reichstagswahlen in Sachsen berührte:„ Man wird mitunter irre an seinem Volke. Ich bin es aber noch nicht geworden." * Die Zunahme der Einnahmen und Ueberschüsse der preuBischen Staatsbahnen läßt erwarten, daß ein sehr beträchtlicher Teil des für 1903 in Aussicht genommenen Anleihebedarfs vor mehr als 100 Millionen Mark überflüssig werden wird. * Das Kreuzergeschwader hat von Kiel aus seine Ueberfahrt nach Norwegen angetreten. Prinz Heinrich mit den beiden Divisionen des ersten Geschwaders folgt ihm heute nach. Erinnerungen an Königin Draga: CE. Der berühmte französische Maler Bonnat ist unter di Draga Biographen gegangen. Er hat die unglückliche Frai gefannt, als sie noch Hofdame der Königin Natalie war. Al ebenso ehrlicher wie galanter Mann versucht er soeben in Pariser„ Temps" eine Art Ehrenrettung der Gattin Alexan ders von Serbien. Hören wir, was er erzählt: Das erste Mal, so berichtet Bonnat, sah ich Draga in Biarrik. Königin Natalie hatte sich nach ihrem häuslichen Zwist mit König Milan dort niedergelassen. Ich war der Königir bei einem Essen vorgestellt worden. Eines Morgens begab ich mich in die tönigliche Villa. Ich wurde dort von einer Hofdame empfangen, die sehr elegant aussah. Weder groß noch klein, von hübschent Durchschnittsonchs, schön gebaut, mußte sie vom ersten Augenblicke an die schmeichelhafte Aufmerkſamkeit der Männer auf sich lenken. Sie hatte nicht das diftinquierte Wesen, die überlegene Grazie der wirklich vornehmen Tame. Ganz niedlich", das ist das Wort, das sie am besten lennzeichnen würde. Man hätte sie für eine Pariserin halten önnen, etwa für eine sehr„ chic" aussehende Modistin. Diese Hofdame war Draga. Ich hatte Gelegenheit, sie wäh rend meines Aufenthaltes dort unten oft zu sehen. Ich laubte zu bemerken, daß sie sehr gefallsüchtig war. Die spa nische goldene Jugend" machte ihr stark den Hof, und e schien ihr durchaus nicht zu mißfallen, so viele„ Sidalgos“ in ibren Bannkreis zu ziehen. Sie fofettierte gern, aber in schlechtem Rufe ſtand sie nicht. Ich muß gestehen, daß ich sehr erstaunt war, als ich in den Zeitungen las, daß sie ein Monstrum von sittlicher Berkommenheit, eine Art Messalina gewesen sein soll. Mir gegenüber zeigte sie sich immer sehr nett. Sie sprach das Französische sehr geläufig und sehr torreft, mit einem Anflug von russischem Accent; Königin Natalie hatte sie damals sehr gern und behandelte sie wie ein verzogens Kind.„ D, diese Draga," sagte sie oft zu mir, ,, wenn Sie wüßten, wie faul sie ist! Denten Sie nur: ich muß für sie arbeiten und mir meine Briefe selbst schreiben. Und das nennt man einen Setretär!" Was Natalie an Draga schäzte, das war ihre Jugend, ihre Lebhaftigkeit, ihre Heiterteit. Von einem Liebesroman zwischen Draga und dem jungen Könige habe ich damals nichts bemerkt. Später" egleitete ich die Königin Natalie nach Serbien. Draga und Mme. Patrimonio, die Gattin unseres Gesandten in Belgrad, inachten die Reise mit. Wir hatten alle vier Paris mit dem OrientExpreß verlassen. Die Fahrt schien umms durchaus nicht lang; ich hätte nie geglaubt, daß die Hauptstadt Serbiens so nabe war. Auf dem Bahnhof wurden wir mit Juvel und Vivats empfangen. König Alerander, in Galauniform, eilte in die Arme seiner Mutter. Ich konnte mir nur mit Mühe einen Weg bahnen. Einige Augenblice später ordnete sich der Zug: Der König und seine Mutter stiegen in den ersten Wagen, Draga und ich in den zweiten. Es waren etwa zwanzig Wagen. Mein mit Staub bedeckter Reiseanzug stach gewaltig ab von all den goldglänzenden Uniformen der Suite, aber id; erhielt trozdem auf dem ganzen Wege bis zum Konak Beifall in Hülle und Fülle. Draga strahlte. Sie sagte mir, wie glücklich sic sei, wieder unter ihren lieben Serben zu weilen. Es war in der Tat ein triumphartiger Einzug, den ich nie vergessen werde.... Hus dem Gerichtsfaal. § Der preußische Eisenbahnfiskus verurteilt. Das Landgericht in Franfjurt a. Main verurie te den preußischen Eisenbahnfiskus zur Zahlung von 17 000 Mark jährlicher lebenslänglicher Rente an Dr. Weißgerber zu Lauterbach. Weißgerber, der eine ausgedehnte ärztliche Praxis ausübte, insbesondere ein bekannter Operateur war, erlitt bei dem Eisenbahmanfall am 21. Juni 1897 zwischen Gießen- Fulda derartige Verlegungen, daß er seine Berufstätigkeit einstellen mußte. § Zu dem Prozeß Hüscuer, der bekanntlich heute vor dem Oberfriegsgericht in stiel erneut zur Verhandlung kommt, wird uns gemeldet, daß die Verufungsinstanz voraussicht lich nicht den Umfang der ersten Instanz annehmen wird. És ist nämlich auf die Vernehmung einer großen Anzahl Zengen, so unter anderm auf die Soldaten, die Hussener wegen unvorschriftsmäßigen Grüßens seiner Zeit angehalten hat. verzichtet worden. Die Verteidigung des Angeklagten führt wiederum der Rechtsanwalt Stobbe. Da auch der Gerichtsherr Berufung eingelegt hat, so ist die Möglichkeit einer schärferen Bestrafung Husseners gegeben. In erster Instanz erhielt er bekanntlich 4 Jahre Gefängnis, neben der zugleich ausgesprochenen Degradation. § Ein verliebter Soldat. Das Kriegsgericht in Trier verurteilte den Burschen des Hauptmanns Groß vom 161. InSie droht ihm, und der ganze Ton, des Briefes läßt erSprüche an ihn zu haben, die sie nun geltend machen will. Pläne sehr genau eingeweiht zu sein und berechtigte Anchens nen forran mich zu verfeumben" gar, daß sie diese zeilen geschrieben hat, die offenbar nur feinen Anlaß gegeben, mir zu drohen. Ich bezweifle sobetreten, ihr nie etwas versprochen und ihr auch sie zwei Zimmer, das eine in der ersten Worte kommen fonnte. und das andere in der zweiten Etage, bevor er mich zu Dort nahm äußerlich " Ich fühle mich angegriffen," sagte sie, während er innerlich mütends fürfte. der Zorn in ihr gegen ihn auf, daß er sie so einfach hatte sigen lassen, dem unglück preisgegeben. Beide gingen den nahen Waldungen zu. fanterieregiment zu 15 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite laffe, weil er seinem Herrn am Besichtigungstage einen Civilanzug und das Pferd gestohlen und sich in das nahe Luxemburgische aus dem Stauh gemacht hatte. Um den Anschein eines an ihm selbst begangenen Verbrechens zu erregen, hatte er sein Bett mit Ochsenblut beschmiert und Blutspuren bis zur nahen Mosel gemacht. Der An laß war die Liebe. Der Mann, dem sein Herr vor Gericht das allerbeste Zeugnis ausstellte, hatte mit der Köchin jeiner Herrschaft angebändelt und nach deren Entlassung ein Stelldichein in Luxemburg ausgemacht. Wäre er zu Fuß ausgefniffen, so hätte ihn Luxemburg gar nicht ausgeliefert. Wegen der Fahnenflucht oder unerlaubter Entfernung ist er gar nicht verurteilt worden, sondern nur wegen des Diebstahls. Der Ankläger hatte mit Rücksicht auf die ernsthaften Heiratsabsichten des Burschen nur 9 Monate beantragt, aber das Gericht war nicht galant genug, so zu erkennen. § Verurteilter Muttermörder. Der Kopenhagener Muttermörder, Dekorationsmaler Arthur Jörgensen, über dessen Verbrechen wir berichtet haben, ist nun in letter Instanz zum Tode verurteilt. Man zweifelt kaum daran, daß der Kronprinz- Regent das Urteil vollziehen lassen werde. § zu lebenslänglichem Buchthaus begnadigt hat der Kaiser den Fabrikarbeiter Stein aus Elsey bei Hohenlimburg, welcher seinerzeit vom Schwurgericht in Hagen i. W. zum Tode verurteilt worden war. Er hatte einen Subschweizer, von dem er glaubte, daß dieser Beziehungen zu seiner Steins Frau unterhalten habe, aus Eifersucht erstochen. Kleine Gerichts- Chronil. Im Friedhoffkandal- Prozeß zu Mainz wurden vier Angeklagte freigesprochen, die anderen Angeklagten nur aus§ 166 zu Gefängnisstrafen von drei Tagen bis dreieinhalb Monaten, aus§ 167 und anderen Paragraphen alle Angeklagten freigesprochen. Im weiteren Verlauf des Pommernbankprozesses brachte der Staatsanwalt noch einen in der Immobilienverkehrsbank verbuchten Posten von 25 000 Mark zur Sprache, der auf die Uebernahme von Anteilscheinen des Kleinen Journals" zurückzuführen ist. Der Berliner Zeitungssfandal wächst sich demnach immer mehr aus. Wegen Teilnahme an den in der Posener Vorstadt Jerfis gelegentlich eines Brandes begangenen Ausschreitungen berurteilte das Schwurgericht 10 Angeflagte zu GefängnisStrafen von 3 Jahren bis 2 Monaten. Sechs Angeklagte wurden freigesprochen. Nab und fern. Bum XIV. Deutschen Bundesschießen, das bekanntlich in Hannover stattfindet, ist Prinz Friedrich Leopold von Preußen als Vertreter des Kaisers dort eingetroffen. Nach seiner Ankunft auf dem dortigen Bahnhofe begab sich der Prinz direkt nach der Wohnung des Regierungspräsidenten, wo er den Jestzug der deutschen Schüßen abnimmt, der dort vorbeimarschieren wird. Sikgelegenheit für das Verkaufspersonal. In Tilsit nehmen sich die Frauen der Schaffung von Siggelegenheit und Erlaubnis ihrer Benutzung an. Die Geschäftsinhaber sollen sich ablehnend verhalten. Wenn dies wahr wäre, so hieße dies nichts anderes, als daß die Geschäftsinhaber mit vollem Bewußtsein die Gesezze verletzen. Ehescheidung Ludwig Fuldas. Die Eheverhältnisse des bekannten Theaterschriftstellers Ludwig Fulda sind seit langem Gegenstand der Unterhaltung in beteiligten Kreisen. Jetzt berlautet mit Bestimmtheit, daß der Dichter sich demnächst bon seiner Gattin werde scheiden lassen. Fulda hat seine jeßige Gattin vor etwa acht Jahren in Breslau fennen gelernt. Sie hieß damals Jda Theumer und war als„ Naive" am Lobetheater tätig, gab auch, als Fulda zur ersten Aufführung seines Schauspiels Das verlorene Paradies" nach Breslau fam, in diesem Stick die weibliche Hauptrolle Lokales. Gießen, ben 6. Juli 1908. * Der Großh. Regierungsassessor Ernst Pistor in Darmstadt wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem Großherzogl. Kreisamt Alsfeld beauftragt. * * Ernannt wurde am 1. Juli d. Js. der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssize in Grünberg Jakob Hauburger zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssige in Ober Ingelheim mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers. A Luise von Toskana und die Franzosen. Die ehemalige sächsische Kronprinzessin erfreut sich offenbar besonderer Sympathien der Franzosen, die sie fast mit einem Glorienschein umgeben möchten. Sie soll augenblicklich in Lyon weilen. Von dorther läßt sich der Pariser Figaro" schrei ben, die Er- Kronprinzessin benutze demokratische Tramways" und besuche Hospitaler mit einer Menschenliebe und einem Eifer, die ihr schon die wärmsten Sympathien erworben haben. Zahlreiche Lyoner, die der Prinzeffin vorgestellt worden sind, so erzählt das Blatt weiter, sprechen von ihr mit Begeisterung und vergleichen sie in ihren Gesprächen gern mit dem reinsten Schnee des Himalaya. Die Freunde der Prinzessin, zu denen auch- Kaiser Wilhelm gehören soll, verkünden laut, sie habe mit dem Hofmeister ihrer Kinder nie eine andere als eine rein intellektuelle Intimität gepflogen. Sie wird daher in den Schlössern der Lhoner Region, die sie mit der Gräfin de Saint- Victor besucht, mit großen Ehren empfangen... ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch den Großherzog dem Mitgliede der freiwillen Feuerwehr zu Lollar Jakob Läufer, und den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Heuchelheim Karl Steinmüller I., Jakob Kreiling VI., Philipp Germer III., Wilhelm Hofmann II., Philipp Rinn XV., Wilhelm Ruppert und Georg Voltmann. Bunte Chronif. In einem Leipziger Verlagshaus wurde die Broschüre„ Du sollst nicht töten", deren Verfasser Graf Leo Tolstoi ist, wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers beschlagnahmt. - In Bremen hat eine Anzahl Frauen in den dortigen Zeitungen einen Aufruf an die Frauen erlassen, die Einfäufe vor 8 Uhr abends zu besorgen. * Herr Geh. Kirchenrat Professor Dr. Ferd. Kattenbusch hat einen Ruf an die Universität Göttingen erhalten. * In Urlaub ging Herr Provinzial- Direktor Dr. Breidert- Gießen. Die Tochter des Arbeiters Zülsdorf in Nieder- Pleiß, welche aus der Pleiß Wasser schöpfen wollte, fiel in den Bach und ertrank. Die zu Hilfe eilende Mutter ertrant gleich. fans. ** Heute vor einem Jahr verstarb der langjährige verdienstvolle Provinzialdirektor von Bechtold. *** Die Entschädigungen, welche von der Großh. Baubehörde für die Universitätsbauten in Gießen nach erfolgter Enteignung an die einzelnen Grundstücks- und Bodenbefizer zu leisten sind, betragen auf Grund des Urteils zusammen 235 462 Mart, davon bekommt die 1. evangelische Pfarrei Gießen 12285 Mark, Karl Heinrich Schwan 12 445 Mark, Andreas Weidig III 22 288 Mart, Nathan Rosenthal und dessen Ehefrau 6 659 Mart, Gail's Erben( dazu gehören die Ehefrau des Dr. Otto Prinz in Nidda, die Ehefrau des Oberförster Haberkorn in Alsfeld, Georg Ferdinand Gail in Chicago, Erifa und Friz Karl Bücking, Kinder der verstorbenen Ehefrau des Friedrich Bücking in Büdingen) 66 021 Mt., die Balsersche Stiftung 31 087 Mt., August Gabriel II, 70 917 Mt. und With Plauf II. und Ehefrau 13 760 Mt. Die Kosten der ganzen Enteignung trägt die Universitätsbaubehörde. - Nach Meldungen aus Zittau sind neunzehn beim Haydorfer Talsperrenbau beschäftigte Arbeiter nach Genuß von Brot unter Vergiftungserscheinungen erkrankt. --- In Pollerzig bei Krossen a. D. sind zwei Kinder, welche durch Spielen mit Streichhölzern einen Scheunenbrand ver ursacht hatten, verbraunt. -Aus Frankfurt a. M. wird gemeldet: Weitere Ermittelungen machen es fast zur Gewißheit, daß die Frau Bartherz, die am Montag im Stadtwald tot aufgefunden wurde, sich selbst das Leben genommen hat. -Aus Paris wird gemeldet, daß auf der Fahrt zwischen Marseille und Toulon in einem Wagenabteil 1. Plasse einem Rentier, der eingeschlafen war, 460 000 Franken in Wertpapieren gestohlen wurden. Verunglückte noch einen Blutsturz. Hoffentlich hatte sie feine inneren Verlegungen davongetragen. -0- Der Gesangverein, Seiterteit" von Gießen erhielt gestern auf dem Gesangwettstreit in Bad- Nauheim bei großer Konkurrenz einen von der Brauerei BindingFrankfurt gestifteten Ehrenpokal. Der Verein tann stolz sein, ist er doch zum 1. Mal hinausgezogen, um sich mit anderen Sängern zu messen. * Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen Am 2. Juli tagte im Hessischen Hof" in Gießen der geschäftsführende Ausschuß für diese Ausstellung und faßte eine Anzahl dieselbe betreffende wichtige Beschlüsse. So wurden der Voranschlag und die Baupläne für das Unternehmen auf dem Trieb endgültig genehmigt und werden in Kürze zur Ausführung ausgeschrieben werden. Mit dem Gießener Pferdemarktkomitee wurde eine Verständigung bezüglich der gemeinschaftlichen Durchführung des am 14. September stattfindenden Pferde- und Zuchtviehmarktes vereinbart. Auch den Anträgen des Oberhessischen Bienenzuchtvereins wegen Abhaltnng einer Sonderausstellung für Bienenzucht auf dem Ausstellungsplaße wurde entsprochen. Die Arbeiten sind jetzt von allen Ausschüssen energisch in die Hand genommen worden und ist daher zu erwarten, daß bis zum Ausstellungstermin alles fertig sein wird. Der Anmeldetermin für Geflügel ist bis auf den 15. August verschoben worden. Eine Feuersbrunst ist in Kirshatsch, Gouvernement Wladimir, ausgebrochen. Bisher sind hundert Häuser ein Raub der Flammen geworden. - Der allgemeine Gesundheitsrat hat das Auftreten der West in Valparaiso festgestellt; auch in Talcahuano sind einige Bestfälle vorgekommen. * ** Die Cäcilia in Lich errang gestern auf dem Gesangwettstreit in Bad- Nauheim den 3. Breis, ein reich verziertes Trinkhorn. lang trat in ganz einer muden Beren Mülln- Wesle bereing, war es tro eft gebracht, gelunge feine Mühe ift ni hm alle Ehre und ** 30. Gauturnfest des Gaues Hessen in Wezlar. Zum dritten Mal wurde der Turnerschaft Weßlar die Ehre des Gauturnfestes zu teil; das leßte Gauturnfest war in Wetzlar im Jahre 1889, also 14 Jahre sind inzwischen dahin gerauscht, vieles hat sich geändert und insbesondere hat die Turneret in Wetzlar einen mächtigen Schritt vorwärts gemacht, ein eigenes prächtiges Heim fonnte in dieser Zeit in Wetzlar erstehen und dem unermüdlichen Streben der Leiter der Turnerschaft Weßlars ist es gelungen, die Turneret zu hoher Blüte zu entfalten. Ja, selbst die technische Oberleitung des Gaues Hessen liegt in den Händen dieser Leiter, die es verstanden, die Weßlarer Turnerschaft auf die Höhe zu bringen. Bet dieser Lage der Dinge war es vorauszusehen, daß das 30. Gauturnfest sich zu einem solchen gestaltete, wie es die Turner des Gaues Hessen sich wohl gewünscht. Die Bürgerschaft von Weßlar nahm einen sehr regen Anteil an dem Gauturnfest und gab durch wirtlich prächtige Schmückung der Straßen und Häuser einen unzweideutigen Beweis ihrer Sympatie, welche fie für die Turneret hegen und ein beredtes Zeichen der Gastfreundschaft, die sie den Turnern des Gaues Hessen damit entgegenbrachten. Mit einer * Mit der im Sepetember d. J. in Gießen statt findenden Landwirtschaftlichen Ausstellung ist eine Verlosung verbunden; der Generalvertrieb der Lose wurde Herrn L. F. Ohnacker in Darm stadt übertragen. ** Eröffnung des Friedhofe&. Heute morgen um 8 Uhr fand die Uebergabe des neuen Friedhofs in einfacher aber würdiger Form aus Anlaß der Bestattung der ersten Leiche eines Erwachsenen auf demselben statt, und an der der größte Teil des Stadtvorstandes als Leidtragende bei der Beerdigung des Fräul. Louise Becker, welche keine Vorfeier rinem Breife davon. jobfrei bod liebe reichlich war der Beifa nahm nach einer An $ 3 bor. Es erhielten bi am Samstag abend wurden die Feierlichkeiten des 30. Gauturnfestes eingeleitet. Auf dem Festplate fand nach Empfang der eingetroffenen Turner und Gäste am Bahnhof, großes Ronzert statt. Ein Fackelreigen von der Damen- Abteilung des Weßlarer Turnvereins ausgeführt, nahm sich aus der Dunkelheit sehr schön aus, auch die gestellten Byramiden hoben sich bei bengalischer Beleuchtung vorteilhaft in der Dunkelheit hervor. Der Vorsitzende des Turnvereins Weblar, Herr Almenröder, begrüßte in einer ternigen Ansprache die erschienenen Turner des Gaues Hessen sowie die Feſtgäste und rief ihnen ein herzliches Willkommen entgegen. Mit Liedervorträgen zweier Weglarer Gesangvereine nahm die Vorfeier einen harmonischen Verlauf.- Ein Weckruf fündete am Sonntag morgen den Turnern und der Bürgerschaft, daß der erste Tag des Gauturnfestes angebrochen und daß die Worte des Liedes„ Turner auf zum Streite, tretet in die Bahn" in die Tat umgesetzt werden sollten. Im Verlauf des Morgens trafen die Turner des Gaues Hessen ein, jeder Zug brachte neue Turnerschaaren, stattlich war dann schon der Zug der um 10 Uhr in die Feststadt einmarschierenden auswärtigen Turner. Allgemach stellten sich auch die Gäste ein und füllten Straßen und Gassen. Es tam Leben und Bewegung als sich die Turner zum Festzug anschickten. Um 1 Uhr begann die Aufstellung des Festzuges am Oberthor. Der Weglarer Radfahrer- Verein fuhr mit bunt geschmückten Rädern dem Zuge voraus; unter tlingendem Spiel folgte die Kapelle des Infant.- Reat. Nr. 166 von Hanau, dem sich der Festausschuß, u. a. Bürgermeister v. Bengen, anschloß, darauf folgten der Gau- und Turnausschuß, die Kampfrichter und dann mit seinen Fahnen der nicht endenwollende Bug der Turner und Turnerinnen, die Weßlarer Gesangvereine, der Kriegerverein, Ruderklub und Teschinklub. Anmutig nahmen sich die Damen- Abteilungen im Festzug aus. Nach Ankunft auf dem Festplaß hielt der Ehrenvorsitzende Herr Bürgermeister v. Bengen die Feftrede. In wohlges ßten Worten verstand es der Herr Bürgermeister den Turnern den Willkommengruß der Stadt 6. கு 1. Preis 2. " 3. n 4. " 5. " 2018 61 7. La 8." 98 9." 933 10. 11. La 12. 11 223 13. 2|| 14. 15. " " น 18. H 19. 11 20. R H 21." 1 கு 22. N 23. N " Lo 16. 17. 24. " Mit einem„ G funde und der Kran von Schlig auf und Will- Weglar, und ehrende Ansprache u Beit war merklich ve mut das Br aufbligte und aller& leuchteten die Ratete Worten von den A Dieses Feuerwerk Jeftausschuß, denn lung im Programm der Leitung des Tu mert würdig an. ähnlich dem Keulens Gefallen fanden. V wurden, hatte das offi erreicht, doch das Fest Tanzpläßen den Da zweite Tag des Fest finden. Wir wünsch wie dem geftrigen, ch- Rodheim a Sommertagen der Nachmittag zwische witter über unser Betrieb war. Abe entstehen können Cigarrenfabrik täg find und die Mobi räten bestehen! D fruchtbaren Regen arhielt und unser z- Vezberg. Verwandte mehr hat, sich beteiligte. Der Arbeiter welcher sich am 1. Juli erhängt hatte, wurde nicht auf dem Friedhofe bestattet, sondern der Anatomie überwiesen. Die Beisetzung der Leiche Dr. Kempfs fand als zweite Beerdigung und Bürgerschaft Weglars entgegenzurufen. Er drückte seine geftrigen Sonntag Befriedigung aus über die rege Teilnahme an dem Gauturn- der jüngere der beid auf dem neuen Friedhofe statt. Eine Einweihung des neuen Verwaltung nicht beliebt, um den confessionslosen Charakter Turner aus dem schönen Hessen in der durch treue Freund außerhalb ziemlich desselben zu wahren. * Am 27. Juli d. Js. wird in Detmold eine von schaft mit ihnen verbundenen preußischen Stadt herzlich willkommen, dankte auch den Bürgern von Wetzlar für die Abhange des Berg und gegen die U d. Js. in Emmerich( Rhein) eine von der Reichsbankstelle flang in einem Hoch aus auf dem Schuß- und Schirmherrn Becker ist wohl re der Reichsbankstelle in Bielefeld abhängige und am 1. August Gastfreundschaft die sie den Turnern gewährt. Die Rede bortrefflich geschü in Duisburg abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kussen- der deutschen Turnerschaft, den Kaiser; die Nationalhymne und wünschen wir ** Am 6. Juni wurde dem am 6. März 1898 zu Gießen geborenen Sohne des Johannes Stumpf und seiner Ehefrau Katharina, geborenen Feyh zu Arnshain, Karl Stumpf gestattet, statt seines bisherigen in Zukunft den Vornamen„ Otto" zu führen. schloß sich dieser Rede an. Als zweiter Redner trat der Gauvertreter des Gaues Hessen, Herr Helm- Gießen auf die Rednertribüne. Gern sei der Gau der Einladung der Stadt Wetzlar gefolgt zum 30. Gauturnfest, es sei nicht das erste Mal daß der Gau sich in der Stadt Wetzlar eingefunden, und Gedeihen. Be Aus der St um im edlen Wettkampf die Turnerei zu pflegen, gern sind sollen am 23. Sep * Bei der heute erfolgten Biehung der 3. Klasse noch über das Turnen im Allgemeine gesprochen, schloß er bon nicht unter 50 wir auch zu den Turnern Weßlars gekommen. Nachdem Redner verschämte Arme o die Prämie von 50 000 Mart auf Nr. 10 753 nach Mainz, Nunmehr traten die Turner auf dem geräumigen Turnplatz bei dem Armenam der 3. Mitteldeutschen Staatslotterie fiel mit einem fräftigen Gut Heil!" auf den Gau Hessen. welche zuletzt mit 500 Mart gezogen wurde; 30 000 Mart auf Nr. 21 312 nach Worms; je 2000 Mart auf Nr. 79 744 nach Darmstadt und Nr. 95 257 nach Altenburg. -z. Das Sommerfest, welches der Gießener Zither flub am gestrigen Sonntage auf der Schönen Aussicht veraustaltete, hatte sich trotz der vielen größeren Veranstaltungen des Tages eines guten Besuches zu erfreuen gehabt. Für Jung und Alt bot sich reichlich Gelegenheit sich zu amüsieren. Außer verschiedenen auf dem Festplatze aufgestellten Buden, wie Luftschaufel, Tombola u. f. w. hatte der Verein auch für eine gute Tanzmusik gesorgt, die die tanz lustige Jugend bis zur späten Abendstunde zusammenhtelt. Leider hatte gegen Schluß des Festes ein junges Mädchen das Unglück, infolge Schwindel, aus der Schiffsschaukel zu fallen. Von einigen Herren mußte sie vom Plaz getragen werden. Eine große Blutlache bezeichnete die Stelle auf der das Mädchen aufgeschlagen. Auf dem Heimwege hatte die zu den " Stabübungen an. Die große Zahl der Teilnehmer und die exakte Durchführung der Uebungen riefen einen sehr guten Eindruck hervor und zeugten von einer guten Einübung. Es nahmen 288 Turner daran teil und dauerten die Uebungen mit Aufund Abmarsch ca. eine Stunde. Zu dem Turnen der Vereinsriegen traten 26 Vereine des Gaues an zum edlen Ringen um den Kranz von Eichenlaub. Es wurde im allgemeinen gut ge turnt; 24 Vereinen gelang es, die nötige Punktzahl zu erreichen. Nicht unerwähnt sollen die Damen Abteilungen der Turnvereine Weßlar und Gießen bleiben, die ebenfalls auf den Kampfplatz traten. Uebungen der Damen zuzusehen; zu wünschen wäre nur, daß die 8ah I noch größer würde. Die Weglarer Damen- Ab Gießen, 2. J D J. Be In der Zeit in hiesiger Stadt gefunden: 1 beclocen: 4 6 Die Empfang Tande belieben ib Es war eine Freude, den machen. batte fie Gießen teilung trat in ganz beträchtlicher Stärte auf und rief in feiner schmucken Turnertracht den besten Eindruck hervor. Herrn Mülln- Weglar, der Turnwart des Weglarer Turnvereins, war es trotz der vielen Arbeit, die ihm das TurnGarbenteich, 6. Juli. Gestern feierte der Gesangverein ,, Liederblüte" sein 5jähr. Stiftungsfest verbunden mit der Weihe einer Fahne. Es hatte sich eine große Anzahl Vereine eingefunden, unter anderen aus Gr.- Linden, d- Nauheim fest gebracht, gelungen, seine Damen- Abteilung gut zu schulen; Wagenborn- Steinberg, Leihgestern, Kl.- Linden und viele Binding seine Mühe ist nicht umsonst gewesen, die Damen machten andere, so daß das Fest einen recht annimierten Verlauf tann stolz m ſich mit auf dem ein reich Deffen in Curnerschaft legte Gaus 14 Jahre eändert und n mächtigen Deim tonnte ermüdlichen ihm alle Ehre und gingen aus dem Kampfgericht auch mit einem Preise davon. Die Gießener Damen waren weniger zahlreich, doch ließen auch ihre Uebungen sich gut an und reichlich war der Beifall, den das Publikum ihnen zollte. Abends nahm nach einer Ansprache der Gauturnwart, Herr Will die Breisverteilung bor. Es erhielten die nachfolgenden Vereine den Eichenkranz: 1. Preis Gießen T.-V. mit 35,53 Punkten. Buzbach 35,08 Lich Wetlar( Damen Abt.) ,, 2. " " 0 3. 34,65 " 1 " P 4. Marburg 34,33 " 1 " " 5. Friedberg 33,16 " " " 6. Wezlar 32,50 " " " 7. Gr.- Linden 32,03 " " " gelungen, 8. Launsbach 31,95 " " selbst die 9. Bad Nauheim 31,70 " " " den Händen 10. Wezlar( Zöglinge) 31,49 11 " Turnerschaft 11. " Gieß n( 8öglinge) 31,11 " F " Dinge war 12. Langgöns 30,90 1 " zu einem 13. 30,41 " " Seffen sich 14. Alsfeld 30,04 " P " " nahm einen 15. Krofdorf 29,33 " " " durch wirt16. Gießen M.-T. 29,28 " " " Säufer einen 17. Alsfeld 28,90 M " Sie für die 18. Grünberg 28,15 " " " Gaftfreund 19. Ober- Mörlen 27,42 " " " damit ent20. Klein- Linden 27,32 " " " 21. Grünberg 26,83 " " " 22. H 23. 24. " Nieder- Weisel Nieder- Weisel Lollar 26,75 " " 26,63 " 25,36 " " es 30. Gau ach Empfang hof, großes en- Abteilung sich aus der Pyramiden " Mit einem Gut Heil" wurde den Vereinen die Urfunde und der Kranz überreicht. Hierauf trat Herr Habicht von Schliß auf und hielt eine den Gauturnwart, Herrn Will- Wetzlar, und den Gauvertreter, Herrn Helm- Gießen, haft in der ehrende Ansprache und brachte ein„ Gut Heil" aus. Die Zeit war merklich vorgeschritten als an den Höhen des Kalsmut das Dereins Wegen Ansprache Die die Feft en entgegen. ereine nahm Ein Weckruf der BürgerWorte des Bahn" in Des Morgens Bug brachte der Zug der n auswärtigen Bäfte ein und nb Bewegung des Feftzuges rein fuhr mit unter flin Heat. Nr. 166 Bürgermeister - und Turn en Fahnen der nerinnen, bie uberlub und n- Abteilungen Bengen die es der Herr uß der Stadt brückte seine Brillant- Feuerwerk aufblizte und aller Augen zu den Berghang lenkte. Hellauf leuchteten die Raketen am Himmel und wurden in wißigen Worten von den Anwesenden in ihrer Steigkraft gewertet. Dieses Feuerwerk verdient einen besonderen Dank an den Festausschuß, denn es bildete eine sehr angenehme Abwechslung im Programm. Ein Fackelreigen, ausgeführt unter der Leitung des Turnwarts Mülln, schloß sich dem Feuerwerk würdig an. Mit je zwei Fadeln führten die Turner, ähnlich dem Keulenschwingen, Uebungen aus, die allgemeines Gefallen fanden. Mit Bhramiden, die bengalisch beleuchtet wurden, hatte das offizielle Programm für den Sonntag sein Ende erreicht, doch das Fest selbst noch nicht, denn eifrig wurde auf den Tanzpläßen den Damen gehuldigt. Heute, Montag, ist der zweite Tag des Festes, an dem die Einzelwetturnen stattfinden. Wir wünschen dem heutigen Tag denselben Verlauf wie dem gestrigen, denn dann ist er gut., Gut Heil!" " 1 nahm. * Reinhardshain, den 4. Juli 1903. Gestern zogen schwere Gewitter über unser Dorf. Der Blitz schlug an einem Bau des Johs. Müller 4 und zersplitterte einen Eckposten. Der zweite Schlag ging in einen Birnbaum des Gastwirts Karl Roth. Der Baum war hell und hatte etwas gezündet. Es waren mehrere Leute zur Stelle und mußten den Baum sofort umhauen. *** Darmstadt, 5. Jult. Das Zarenpaar trifft Anfangs September zu längerem Besuche auf Schloß Wolfsgarten ein. " "! * Marburg, 5. Juli. In Verbindung mit dem fünfzehnjährigen Stiftungsfest des Athleten- Klubs Marburg fand geftern, heute und morgen hier der fünfte hessische AthletenVerbands- Wettstreit statt. Das Fest trug den Charakter eines größeren Volksfestes. Die Stadt war geschmückt. Es waren folgende Vereine eingetroffen: aus Kassel Kraft- u. Sport- Verein"," Roland"," Hercules" und" Adler"; aus Melsungen Germania"; aus Gießen Stemm- u. RingKlub"; aus Weßlar Stemm- und Rinklub Etche"; aus Eschwege Athleten- Klub„ Kraft Heil"; aus Hersfeld die Athleten- Klubs" Roland" und„ Einigkeit". Nach einer auf dem Festplatz abgehaltenen Kampfrichter- Sizung begannen die Wettkämpfe zunächst bestehend in Stemmen, die bis gegen 1 Uhr dauerten. Der Festzug nahm Aufstellung um 3 Uhr und nahm seinen Weg durch die Hauptstraßen bis zum stplay. Außer den Athleten- Vereinen beteiligten sich noch zahlreiche andere hiesige Vereine an dem Festzug. Nachdem hierauf die Wettkämpfe fortgesetzt worden waren, wurde Abends gegen 11 Uhr das Ergebnis der Preisverteilung verfündigt. Es erhielten unter anderen Preise: Josef Stein, Gießen, Ernst Valentin, Gießen, Heinrich Höhmann, Gießen, Simon Gießen, Ludwig Süß, Gießen, Wilhelm Weigel, Ludwig Sommerlad Gießen, Ludwig Valentin, Gießen, Emil Gießen, Lorenz, Gießen und Weisbeck, Gießen. *** Aus Rheinhessen, 5. Juli. Bei dem herrlichen Wetter haben die Weinreben jezt vollständig verblüht. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, steht ein ganzer Herbst in Aussicht. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 4. Juli 1903. Das am leßten Samstag ausgesetzte Urteil in der Privattlagesache Pfannenstiel gegen Schultheiß, lautet auf Berufungszurückweisung. Feldschütz Philipp Jung von Mädchen im Felde begangenen Sittlichkeitsverbrechen zu Klein- Linden wird wegen eines an einem 11jährigen 1 Jahr und 3 Monaten Buchthaus verurteilt; auch werden - B - ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre aberkannt. Wegen einfachen Bankerots wird der Kaufmann Christian Scheer von Angersbach in eine Geldstrafe von 50 Mt. genommen. Heinrich Fey von Schenklengsfeld erhält wegen einer zum Nachteil des Wirts Peter Wöll in Grebenhain verübten 8echprellerei 3 Monat Gefängnis und wegen Bettelns 2 Wochen Haft. Der vielfach vorbestrafte Jakob Brauer von Marburg nahm in Rebgeshain wo er bettelte, einen Chorrock nebst Barett mit. Da er einsah, daß sich die Sachen nicht leicht verwerten lassen, ließ er sie in einem Straßengraben wo er nächtigte, liegen. Wegen Diebstahls Wegen einer zum Nacherhält er 5 Monate Gefängnis. - - - ch- Rodheim a. Bieber. Nach den vielen heißen Sommertagen der abgelaufenen Woche ging am Freitag Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr ein mächtiges Gewitter über unser Dorf. Ein Blißstrahl traf das Fabritgebäude der Firma Noll, welches zur Zeit nicht im Betrieb war. Aber wie leicht hätte ein großes Unglückteil des Wirts Hofmann in Oppershofen verübten entſtehen können wenn man bedenkt, daß in fener Bechprellerei, bekommt der Knecht Georg Failing aug Cigarrenfabrik täglich weit über 100 Menschen beschäftigt Waldgions 4 Monate Gefängnis. Der in Diensten des sind und die Mobilarstücke aus überaus trocknen Holzge- Sparkassenrechners Georg Meisti zu Ulrichst ein stehende räten bestehen! Das Gewitter war von einen heftigen Rechnungsgehilfe Moritz Faaz von Schotten wird wegen fruchtbaren Regen begleitet, der wohl eine volle Stunde Unterschlagung, Betrug und Urkundenfälschung in eine anhielt und unsern Feld rn sehr zu statten kam. 4monatige Gefängnisstrafe genommen, wobei 14 Tage Haft in Aufrechnung fommen. Den Schluß bildet die Beleidigungsflagefache gegen Bürgermeister Heinrich Frank von Radmühl, welcher wegen eines im Lauterbacher Anzeiger erschienenen Artikels durch welchen sich der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Muth von Salz beleidigt fühlte, angeklagt war. Nachdem das Schöffengericht den Angeklagten freigesprochen hatte, verfolgter Staatsanwaltschaft und Nebenläger Berufung. Wie früher nimmt auch heute das Gericht an, daß dem Angeklagten, welcher der Verfasser des fragl. weist die Berufung zurück. z- Vezzberg. Auf unserer Bergeshöhe feierte am gestrigen Sonntag, vom herrlichsten Wetter begünstigt, dem Gauturn, der jüngere der beiden hiesigen Gesangvereine„ Eintracht" und hieß die das Feſt ſeiner Fahnenweihe und war dasselbe von treue Freund außerhalb ziemlich stark besucht. Der Festplatz war am Abhange des Berges hinter dem alten Hof" gewählt Stadt herzlich und gegen die Unbilden der heißen Sonnenstrahlen Beglar für die vt. Die Bede vortrefflich geſchüßt. Unser Vereins- und Festwirt 6 Schirmherrn Becker ist wohl reichlich auf seine Rechnung gekommen dner trat der und Gedeihen. lationalhymne und wünschen wir dem jungen Verein ein weiteres Blühen Artikels ist, der Schuß des§ 193 zur Seite stehe und Bießen auf die ung der Stadt nicht das erfte ar eingefunden Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Friedrich Textor Ehel Rachdem Rebner verschämte Arme ohne Unterschied der Religion, in Gaben gen, gern find follen am 23. September 1903, 240 Mt. an sogenannte chen, schloß er en Gau Heffen nigen Turnplay se erafte Durd n Einbrud her g. Es nahmen bungen mit Auf gen Ringen um ben emeinen gut ge Bunftzahl zu bon nicht unter 50 Mt. vergeben werden. Anmeldungen hierzu haben bis zum 1. August I. Js.) bet dem Armenamt Neuen- Bäue 43 zu erfolgen. Gießen, 2. Juli 1903. Der Oberbürgermeister. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. in hiesiger Stadt In der Zeit vom 27. Juni bis 4. Juli 1903 wurden gefunden: 1 Ning, 1 Dolch mit Futteral, 1 Lesebuch, 1 Kindermüze und 1 Auffteckfamm, berloren: 4 Portemonnaies mit Inhalt und 2 Gießfannen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen1, bie ebenfalls tände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend ne Freude, ben zu machen. n wäre nur, bak rer Damen- b Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. 09004 Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, 100 Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten 12 Flaschen an 92 " " von P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. GOO Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. Rheinreise einer bejahrten Frau aus dem Vogelsberg. Eine Alte, die schon über sechzig Lenze, Die wollt noch einmal sehn den schönen Rhein, Sie wollt auch einmal sehn die fernen Lieben Mit ihnen eing'e Stunden fröhlich sein. Sie hats erreicht, sie hat den Strom gesehen, Die Berge dort, wo wächst der edle Wein, Die Burgen wo die alten Ritter wohnten Wie mag das schöner für die Jugend sein! Sie hat gelauscht auf seiner Wellen Rauschen Sich selbst geschaufelt auf der Frauenlob, Sie hat den goldnen Rebensaft gefoſtet Der hoch sie über Alltagswerk erhob. Sie hat geschaut das Denkmal deutscher Größe Das hoch vom Berg die deutschen Gauen grüßt, Sie hat geschaut auf schwindelnd hoher Warte Wie sich die Nahe in den Rhein ergießt. Doch schöner wars, daß Alle sie gefunden Die sie geliebt von ihrer Kindheit ar, Daß sie sich All am Rebensaft noch labten Vom Jüngsten bis zum Alten hoch hinan. Die Enkeltochter, die sie hinbegleitet Die wird noch manchmal ziehen an den Rhein, Wird Deutschlands schönsten Strom noch oft bewundern Und dort mit den Gespielen fröhlich sein. So mag die Alte nun in ihren Bergen weilen Bis abgerufen wird für sie der letzte Zug, Mag sich in die Erinnerung noch lang versenken, In die Bilder, die sie sich vom Rheine schuf. Litterarisches. Justus von Liebig. Sein Leben und Wirken. Von Dr. Adolf Kohut" betilelt sich ein mit zahlreichen authentischen Illustrationen geschmücktes umpfangreiches Wert, welches demnächst im Verlage von Emil Roth in Gießen erscheint. Der als Biograph und populär- wissenschaftlicher Schriftsteller rühmlichst bekannte Verfasser bietet uns hier zum ersten Male eine auf den besten und zuverlässigsten Quellen beruhende, aber auch viel Neues und Interessantes enthaltende, erschöpfende biographisch fritische Arbeit über den größten Chemiker des 19. Jahrhunderts. Das Werk Preis br. ca. 4 Mart, geb. 5 Mart) ist nicht blos für den Fachgelehrten, sondern auch für den Laten bestimmt. Briefkasten. Fl., Neuenbäue. Wir danken Ihnen für die Aufmertſamkeit und sind Ihnen sehr verbunden, wenn Sie auch in Ihrem gesch. Freundes- und Befanntenfreisen darauf hinwirken, daß man sich bei Einkäufen c. auf die ,, Neueste Nachrichten" beziehen wolle. Frl. Gruß. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. tönnen eingestellt werden: E 2 Rüfergesellen, 4 Möbelschreiner, 2 Drechsler, 1 Schneid 2 jüngere Pferdefnechte, müller, 5 Lackierer,( ausw.), 4 Pferdeknechte, 1 Kutscher, 1 Hausbursche, 10 fräftige Arbeiter, 29 Dienstmädchen, 2 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 Waschfrau, 1 Buzfrau, 1 Weißzeugbeschließerin, 1 Flickerin, 1 landwirtschaftliche Magd. Lehrlinge: 1 Rellner. Es suchen Arbeit: 10 Lauffrauen, 3 Laufmädchen, 3 Waschfrauen, 1 Wäscheoder Plättmädchen, 1 Wäschebeschließerin, 2 Weißnäherinnen, 2 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 5 Pferdefnechte für Landwirtschaft, 1 Gartenarbeiter, 1 Erdarbeiter, 4 Pferdeknechte, 1 Kutscher, 10 Hausburschen, 2 Taglöhner, 2 Bureaudiener, 2 Diener, 1 Kinderwärterin, 2 Schlosser, 1 Metalldreher, 1 Installateur, 1 Spengler und Installateur, 2 Schreiner, 1 Glaser, 1 Anstreicher, 2 Weißbinder, 1 Schuhmacher. Lehrlinge: 1 Schreiber. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruderet, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Jedes interessante Ereignis aus aller Welt photographisch illustrirt bringt am schnellsten die ,, Berliner Illustrirte Zeitung" Jede Nummer hochinteressant. Wochen Abonnement: 10 Pfennig oder 1 Mt. 30 Tfg. viestejährlich bei allen Buchhandlungen und Pastanja'ten I. Großes Volks- und Jugendfeft. Sonntag, den 2. August d. J. im Philosophenwald. Anmeldungen der Kinder zu dem Festzuge und den Jugendspielen müssen bis längster s Mittwoch, 15. Juli d. J. bet einem der nachverzeichneten Herren erfolgen. Aff, Friseur, Neuen- Bäue 21; W. Amend. Konditorei, Bahnhofstr. 62; C. Borrmann, Kaufmann, Neustadt 11; A. Helfenbein, Zimmermeister, Schottftr. 19; M. Kuder. Kaufmann, Neuenweg 17; S. Kuhl, Friseur. Wallthorstr. 8; A. Lenhard, Kaufmann, Klinifstr. 22; Chr. Reibeling, Afterweg 48; W. Wagner, Wirt, Bahnhofstr. 31; B. Wisker, Krofdorferstraße 2 und L. Zutt, Friseur, Riegelpfad 14. Der Feftausschuß der vier Wohlthätigkeits- Vereine. Göns, L. Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim W. Lein KleinLinden 2 J. Kd. Velte, KirchGöng Dern II. Gr.- Lind u. Louis Süßmuth, Steinberg 2 NB. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß nur diejenigen Kinder, welche sich vorher anmelden, Zutritt zu dem Festplate haben, an dem Festzuge und den Spielen beteiligen, sowie ein 212 Geschenk erhalten können. Kindern ohne Aufsicht von Eltern oder Angehörigen wird der Zutritt zu dem Feste nicht gestattet. Theater- Verein. Die ordentliche Generalversammlung findet Dienstag, den 7. Juli, 8 Uhr im Gesellschaftsverein statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Vorstandswahl. Markt 7 3. Die Theat rbaufrage. Der Vorstand. Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Stehlampen Hängelampen Beste absolute Chaisenlaternen,' Petroleumempfiehlt: RATENT unter Garantie. von Mr. 0.50 bis bun mr. 3.50 Brotpreise vom 5. bis 19. Juli. Der hiesigen Bäcker. Kg. fg. 1 Weißbrot 26 52 1 Schwarzbrot 24 2 48 " 3 1 Kornbrot Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 3 bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W, Weitzel, Lang- Göns, Karl Post, Karl Trautmann u. E. Christ Wieseck u. Gustav 22 24 Vergebung von Pflasterarbeiten. In der Gemeinde Großen- Based sollen Pflasterar. beiten veranschlagt zu 2063,13 Mt. im Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen in den üblichen Bureaustunden zur Einsicht bei uns offen, woselbst Offerten bis zum 11. Juli nachmittags 1 Uhr abzugeben find. Die Eröffnung der eingegangenen Offecten findet dann 42 um 12 Uhr statt. 40 Großen- Buseck, den 6. Juli 1903. Großh. Bürgermeisterei Großen- Buseck. Schwalb. Pferdemarkt Gießen. Die Lieferung von 200 Prämiierungsbänder ist zu vergeben. Das Muster tann auf Zimmer Nr. 15 im Jakoby Alt. Buseck44 Bürgermeistereigebäude eingesehen werden. Gefällige Offerten bis zum 10. 1. M. an den Unterzeichneten erbeten. Die städtische Pferdemarkt- Kommission. Jean Kirch. Jakob Appel, Krofdorf 46 W. Lein, KleinLinden 48 52 bei Louis Süßmuth Steinberg W. Fabel und Karl Post, Wieseck Karl Trautmann 1 Kornbrot bei Ferd. Weiß, Grüningen 22 42 2 Kornbrot Jakob Appel, Krof= dorf W. Lein, KleinLinden, Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen 44 Der Brodverkäufer. 72 Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern. 22 44 23 L. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller Wwe( Langgöns.) W. Fabel 24 ( Wieseck) Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Weigel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck M. Leir: KleinGießen, den 3. Juli 1903. Großh. Polizeiamt Gießen, Hechler. berühmte ges. gesch. D. R. Th. Scholl's Fussschweiss- Seife Prämiert Paris, beseitigt sofort jeden üblen Geruch u. Brennen der Füsse, ohne den Fussschw. zu unterdrücken. Nur echt à 60 Pfg. bei den Hrn. O. Schaaf, Adl.- Drog. A. Bieler, Drogerie W. Kilbinger, Drog. Giessen. د" Linden 26 " 2.00 bis 2 11 Dern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg 46 Rt. 40.10 2.00 bis M. 89.fichere Sturm laternen. echte Motardterzen. Öfen u.-Kocher Elektrische Lampen. Gaslampen. II. Sefftsch- Thüringische Staatslotterte ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung III. Blaffe( 1. Tag) 4. Juli 1903. W. Steinmüller Wwe( Langaöns) 48 W. Fabel( Wiesed Mehrere Zentner Was die Damen wissen sollten! Das Haar pflegen heißt nicht nur die Gesundheit, sondern auch in hohem Maße die Schönheit pflegen. Reiches Haar wird meist zur Last, weil es sich fest und schwer in seiner erdrückenden Fülle auf den Kopf legt und recht oft Migräne und ähnliche Zustände hervorruft. Dazu kommt noch, daß die meisten Damen versäumen, der Kopfhaut die richtige Pflege zuteil werden zu lassen und mit dem flüchtigen Frisieren des Morgens und Abends genug getan zu haben glauben. Das Javolisierungs- System setzt jede Dame in den Stand, selbst das dichteste und schwerste Haar und die Kopfhaut allein oder mit Hilfe einer Zofe nach den Regeln der Hygiene und Schönheitspflege zu behandeln. Das Haar, nach dem Javolisierungs- System, gewinnt nicht nur an Schönheit, Glanz und Fülle, sondern wird auch außerordentlich leicht und duftig.. Das zeitraubende, langweilige Waschen der Damenhaare, das unangenehme Spilen derselben nach dem alten Verfahren nicht zum mindesten aber das teils direkt schädliche, teils überaus lästige Trocknen der nassen Haare ist ein überwundener Standpunkt, seit das Javolisieren der Haare und der Kopfhaut populär geworden ist. Der besondere Vorzug des hervorragenden Haarwassers Javol, sein unvergleichlich wohltätiger, erfrischender und nervenanregender Einfluß auf die Kopfhaut wird im vollsten Maße durch den Erfrischungskamm„ Javoliseur" zum Ausdruck gebracht; Javol in Verbindung mit dem Javoliseur schafft neue Anregung, führt die volle körperliche Frische zurück und gleicht die ermattenden Nachwirkungen körperlicher und geistiger Anstrengungen aus. Die genaue Anleitung zum Javolisieren liegt jeder Flasche Javol à M. 2., 3.50, Reiseflasche in praktischem Etui à M.2.25 B. Weigel, ang Prima Winterwurst. Javol ist in allen einsetPay gen Geschäften erhältlich. W. 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( Ohne Gewähr.) 33 50 100 23 226 31 68 373 76 440 88 504 16 41 601 40 821 41 80 934 62 1017 94 168 92 285 99 338 40 60 64 437 529 98 662 772 815 67 74 941 81 83 88 2021 61 64 72 83 99 110 41 55 314 24 69 414 31 80 91 525 40 52 71 94 611 38 79 721 61 97[ 200] 836 69 917 20 24 3075 211 45[ 250] 57 58 65 73 382 96 521 36 633 61 708 28 831 33 71 909 15 37 4040 41 52 85 101 25 75 91 212 72 322 50 86 419 67 504[ 300] 26 30 651[ 200] 60 701 41 97 827[ 250] 54 940 55 5040 61 107 327 30[ 200] 98 404 505 635 42 77 88 802 30 6003 21 41[ 200] 191 204 52 440 80 88 585 637 40 41 72 74 791 827 46 951 59 7037 60 63 202 29 61 312 409 13 63 78 94 553 600 32 76 98 751 88 849 971 8052 78 122 27 55 230 53[ 200] 71 394 506 601 24 67 68 722 832 44 65 937 47 9017 22 67 83 112 32 42 61 235 78 367 418 44 66 517 41 57 84 663 777 84 890 10032 38 130 96 99 213 80 347 533 59 622 29 33 66 728 801 97 940 11089 102 9[ 200] 33 40 65 74 82 250 52 88 315 46 437 50 570 605 783 97 904 12057 73 210 52 98 357 402 57 501 6 23 75 600 6 79 780 851 53 74 903 62 13203 13 17 29 46 52 92 320 28 46 447 72 90 548 [ 200] 60 63 703 30 52 87 801[ 200] 48 912 17 14022 64 172 240 71[ 400] 312 93 458 71 72 511 32 48 63 85 663 778 831 98 923 957 15007 102 9 12 268 309 89 405 49 72 503 30 46 67 80 647 63 880 16044 51 96 132[ 200] 76 274 328 37 85 401 517 25 62 625 52 727 43 65 821 83 987 17056 69 214 38 91 301 5 440 71 525 73 604 62 64 716 30 34 875 84 86 91 927 56 80 18046 81 89 91 139 41 57 95 216 58 377 423 31 36 95 531 46 97 651 723 36 69 854 99 19040 140 72 311 35 49 92 404 45 53 551 87 692 725 74 834 913 52 85 20008 94 305[ 250] 15 23 42 618 35 63 747 83 804 40 83 917 21016 57 58 78 89 183 235 344 58 73 439 43[ 300] 601 57 69 75 725 28 906 19 47 80 22108 41 243 318 28 31[ 200] 64 96 408 688 816 63 83 23017 21 45 121 73 99 203 23 324 58 86 421 60 86 526 87 602 14 46 701 14 59 803 15 923 45 55 61 74 88 24016 127 233 95 97 327 48 63 10 000] 66 82 98 415[ 250] 48 82 754 93 95 96 816 37 68 902 98 25072 74 77 252 381 472 614 46 891 98 911 26001 125 30 42 50 97 263 335 67 443[ 400] 522 733 878 942 27029 119 203 12 35 73 81 90 342 50 484 544 45 70 644 62[ 1000] 71 743 53 804 8 32 95 917 24 28039 67 166 203 17 27 60 77 300[ 200 35 79 439 530 610 816[ 250] 57 81 931 89 29036 47[ 200] 131[ 200 90 270 338 455 74 560 71 671 726 94 905 62 72 91 30010 41 95 100 56 99 286 306 7 80 410 98 510 641 57 709 21 62 64 837 48 904[ 200] 31015 131[ 200] 47 48 90 396 453 72 84 95 532 gut geräuchert, empfiehlt billigst Trinkaus. 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Mitteilungen werden unter„ Bausache" an die Keller's he Druckerei Gießen erbeten. 46061 121 57 59 78 328 94 409 53[ 200] 65 80 599 652 707 35 812 32 929 73 47042 78 164 95 326 48 553 605 60 62 73 813[ 200] 40 939 43[ 250] 48009 109 76 234 41 54[ 250] 69 96 308 22 39 74 438 57 524 69 615 52 709 18 71 857 970 83 49057 376 447 48 56 632 59 738 51 84 98 867 908 30 42[ 400] 50039 47 118 86 94 97 243 67 77 85 364 78 408 56 60 88 530 43 603 717 43 862 65 903 10 29 47 99 51086 105 209 35 42 57[ 200] 334 543 61 86 625 48 86 91 708 815 20 36 56 66 75 76 92 52010 16 33 174 313 437[ 200] 46 535 88 629 71 994 53014 152 235 83 322 405[ 300] 34 84 98 514 35 640 44 85 910 33 87 54018[ 200 29 125 93 240 376 87 91 404 13 39 68 526 30 77 81 622 28 729 57 76 92 94[ 400] 816 63 78 935 75 81 55141 212 400 62 505 40 72 723 34 81 807 19 98 914 75 56079 120 69 82 237 42 85 334 38 421 38 84 501 633 65 786 807 14 21 988 89 57224 52 57 63 443 67 517[ 300] 53 78 775 963 58085 115 16 31 44 73 89 204 15 322 430 503 678 749 855 59064 131 221 37 378 85 405 21 24 41 521 26 58 615 709 28 37 829 67 68 71 76 91 991 60026 71 74 87 91 124[ 200] 40 73 87 303 34 36 460 574 635 714 39 48 54 816[ 200; 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