Nr. 55. Abonnementeprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 is., in's Haus gebracht 60 Bfg., burch bie Boft bezogen bierteljährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Freitag, den 6. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 81 Die einspaltige Betttzelle für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fenft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Bostzeitungslifte No. 3869. 9 Redaktion und Expedition: Gießen Rexenweg 38. Fernsprechenschlah Kr, 362. Neuelle Nachrichten ichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ein gefährliches Wirtschaftsprinzip. - Zur Angelegenheit der Kasseler Trebertrocknung. Von unserem Berliner CB.- Mitarbeiter wird uns ge ( chrieben: Der Prozeß gegen den ehemaligen Direktor ber Leipziger Bank, Erner, der augenblicklich stattfindet, offenbart bereits den tieferen Zweck der Kasseler Treber trodnungsunternehmungen, bezw. den leitenden Gedan len, dem der verhaftet: Direktor der Trebertrocknung, Eduard Schmidt, nechging. Es wäre ein Grundirrtum, wenn man annehmen wollte, jener Mann sei lediglich ein großer Schwindler gewesen, der nur Geld aus der Menge herauslodte, um nichts dafür zu leisten. Das ist feineswegs der Fall. Schmidt hat eine Reihe bedeuten der Unternehmungen geschaffen und organisiert, aber da er ein zu großer Optimist war, so beobachtete er bei dem Erwerb der Erfindungen und bei den Gründungen nicht die nötige Vorsicht. Er schuf Unternehmungen, die garnicht oder wenigstens nur sehr spät erst einen Erfolg abwerfen tonnten, und als die nach der Dividende schmachtenden Geldgeber die Hand aufhielten, da ward er zum Verbrecher, indem er die Bilanzen fälschte und unrichtige Darstellungen über die Lage der Verhältnisse gab. Aber auch in diesem Stadium verließ ihn der Optimismus noch nicht. Unausgesezt jagte er dem Gedanken nach, alle die Unterneh nungen zu einem sogenannten Riesentrust zu vereinigen, der, wie ein Sachverständiger in dem Prozeß Erner betundete, ganz gewiß Großes geleistet haben würde, auc wenn es nicht gelungen wäre, alle einzelnen Unterneh mungen zu sanieren. Ueber diesen Punkt sind die Mei nungen durchaus geteilt. Die Anhänger von Schmidt be haupten, daß das Eingreifen der Kritik eigentlich erst bie Zusammenbrüche herbeigeführt und dadurch den geistigen Leiter dieses ganzen Riesengebäudes in seinem Werke gestört habe. Zu den Leuten, die es glauben, gehört auch heute noch der ehemalige Bankdirektor Exner, der durch sein blindes Vertrauen in die Aussichten der Schmidtschen Unternehmungen ebenfalls zum Verbrecher geworden ist. Ein anderer Teil aber ist der Ansicht, daß es niemals gelungen sein würde, die sämtlichen Unternehmungen derart rentabel zu machen, daß das aufgewendete Geld seine Frücht: getragen hätte. Wäre aber dem verhafteten Schmidt der große Wurf gelungen, dann würde ihm die Welt zu den großen Strategen der Gütererzeugung zählen, wie Rockefeller, Schwab und Morgan, die das Petroleum, das Eisen und den Verkehr nahezu auf der ganzen Erde beherrschen. Bei derartigen Naturen entscheidet lediglich der Erfolg über ihr Ansehen und den Ramen, den sie vor der Welt tragen. Andererseits offenbart aber auch dieses Schicksal wieder die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit und das Auf und Nieder im Leben. Hierauf mögen nament fich diejenigen achten, die von den amerikanischen Trustmagnaten ben Ruin unseres Wirtschaftslebens fürchten. Männer, wic Rockefeller, Schwab und Morgan, unterscheiber sich von Schmidt und Exner nur durch ihre glückichere Hand. Aber sie haben, wie diese, alles auf eine Karte gesetzt, und das Riesengebäude stürzt, wenn es im sinzelnen zu zerbröckeln beginnt. Die Balkanwirren. Immer langsam voran! lautete von jeher der WahlPruch der türkischen Regierung in bezug auf die Ausführung der Reformen. So auch jezt bei der mazedonischen Reform. Zwar der Sultan Abdul Hamid gibt sich den Anschein, als sei er fest entschlossen, das Reformprojekt zu verwirklichen, doch is darauf nicht allzuviel zu geben. Der Padischah ist ein Meister in der diplomatischen Berstellungstunst, und wenn er wohl das erstemal während seiner langen Regierung- ehrlich gewillt wäre, seine Versprechungen zu erfüllen, so hätte er doch mit dem Fanatismus seines Volkes und der Armee zu redmen, welcher möglicherweise das Reformwerk vereiteln könnte. Inzwischen bereitet die Pforte ein Memorandum vor über die Propaganda der mazedonischen Komitees und die jüngsten, mit dem Bandenunw.sen zusammenhängenden Vorfälle zur Mitteilung an die Großmächte. Nach einer Meldung aus Sofia hat zwischen einer zahlreichen Bande von Aufständischen unter dem Befehl des bekannten Saratoff und einer Abteilung türkischer Truppen bei dem Dorfe Vladimirowo ein Gefecht stattge funden, in welchem die Aufständischen zehn Tote und Verwundete hatten. Der Verlust der Türken war größer. Sarotoff schlug sich nach dem Treffen ins Gebirge. Das Land der Schwarzen Berge möchte von den gegenwärtigen Wirren auch gern profitieren. Nach Berichten aus Cetinje hat die montenegrinische Regierung alYen fampfpflichtigen Männern die Beisung zukommen lassen, sich bereit zu halten, um längs der Grenze gegen Rovibazar Aufstellung zu nehmen. In Kreisen, welche der montenegrinischen Regierung nahe stehen, wird versichert, daß, wenn der Status quo auf der Balkanhalbinsel geändert wird, Montenegro einen Handstreich unternehmen würde, um sich der Gegend von Gesinje und Blava, auf die es nach dem Berliner Vertrage Anspruch zu haben glaubt, zu bemächtigen. So schielen die kleinen des Balkan nach dem Fall des türkischen Bären, noch bevor er erlegt ist. Griechenland will die Gelegenheit benußen, um wenigstens für seine Volksgenossen in der Türkei einen Vorteil zu erzielen. Nach einem Telegramm aus Athen hat die griechische Regierung an die Größmächte eine Note gerichtet, worin sie ersucht, vom Sultan dieselben Reformen, welche Mazedonien erhalten soll, für die Bewohner des Vilajets Janina zu fordern, da die dortige griechische Bevölkerung unter dem Drucke der obwaltenden Verhält risse schwer leidet. 277. Sibung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. anEin strafrechtlicher Wunschzettel. Den Reichstag beherrschten diesmal die Juristen. Lenzmann( frs. Vp.) leitete die Beratung des Justiz. etats mit dem Vortrag einer dichtbeseßten Menukarte, die er dem Staatssekretär Dr. Nieberding überreichte. Er erkannte an, daß eine grundlegende organisatorische Reform des Strafprozesses und des Strafrechts einer gründlichen Vorbereitung bedürften, wie sie in freien Kommissionen jeẞt begonnen hat. Aber losgelöst und vor Durchführung dieser großen Reformen verlangte er die Einbringung eines Gesezes über den Strafvollzug, eine Beseitigung des Grobenunfugparagraphen, eine dere strafrechtliche Behandlung der Majestätsbeleidi gungen, eine Zerteilung der großen Gerichte und andere Maßnahmen gegen die Prozeßverschleppung und vieles andere mehr. Tann nahm der westfälische Jurist in eigener Sache das Wort und machte den Versuch, eine in der weiten Deffentlichkeit und namentlich in den richterlichen Kreisen sehr bemerkten Aeußerung, die er vor einiger Zeit von der Tribüne des Reichstags getan hatte, in ihrer Bedeutung abzuschwächen, nämlich daß es im Westen keine politischen Gerichte gebe, wie das im Osten der Fall sei. Im preußischen Abgeordnetenhause hatic der Justizminister Dr. Schönstedt und auch ein politischer Gesinnungsfreund des Abg. Leuzmann gegen diese Bemerkung eine scharfe Verwahrung eingelegt, und der Staatssekretär Dr. Nieberding schloß sich ihr heute an und wollte die heutige Erklärung, daß politisch" nicht gleichbedeutend sei mit parteiisch", nicht gelten lassen. Aus dem Wunschzettel des freisinnigen Redners griff der Chef der Reichsjustizverwaltung nur zwei Fragen heraus, den Strafaufschub und den Strafvollzug; deu ersteren erklärte er noch nicht reif für eine gesetzliche Regelung und der Regelung des Strafvollzugs müsse die neue Feststellung des Strasensystems vorangehen. Der Reichsgerichtsrat Dr. Spahn erinnerte als Redner des Zentrums an die alte Forderung eines strafrechtlichen Vorgehens gegen das unlautere Ausverkaufswesen und verlangte eine Entlastung des Reichsgerichts durch Heraufsetzung der Revisionssumme von 1500 auf 3000 Mt. Dr. Nieberding erkannte die Berechtigung dieser For derung an, verblieb aber gegenüber dem wiederholten Eintreten des nationalliberalen früheren Leipziger Amts. richters Dr. Esche für eine Herablegung der Strafmündigkeit vom 12. auf das 14. Lebensjahr bei seiner zur Zeit wenigstens noch ablehnenden Stellungnahme. Der Sozialdemokrat Heine polemisierte sodann gegen die Erklärungen der preußischen Minister in Sachen der polizeilichen Mißgriffe. Abg. Czarlinsti führt Klage über die Behandlung der Polen durch die Rechte und legt Bilder vor, die wegen ihres angeblich aufreizenden Charakters konfisziert wären. Staatssekretär Dr. Nieberding weist die Berdächtigungen des Vorreduers gegen die deutschen Gerichte zurück. Abg. Raab( Antis. macht aufmerksam auf eine Entscheidung des Reichsgerichts, wonach der Vermieter vertragsmäßig als Klausel das Kahlpfändungsrecht, das nach der Zivilprozeßordnung aufgehoben ist, wieder in Anspruch nehmen tann. Staatssekretär Dr. Nieberding erwidert, daß sowohl er, wie der preußische Justizminister, schwere Bedenken gegen diese Entscheidung hätten Die Politik. Die Reise des Kaisers. Wie noch zur Retrutenbereidigung in Wilhelmshaven gemeldet wird, überreichte der Kaiser nach der feierlichen Handlung dem fatholischen und dem evangelischen Marinepfarrer eine Stopie feines an den Admiral Hollmann gerichteten Schreibens über Babel und Bibel". Bon Wilhelmshaven ging der Kaiser mit dem Linienschiff ,, aiser Wilhelm II." bet etivas stürmischem Better nach Helgoland in See. Der Großherzog von Oldenburg folgte mit dem Kreuzer ,, Niobe" und S. M. S. ,, Sleipner" fuhr als Begleitschiff mit. Die Ankunft in Helgoland erfolgte unter den Salatschüssen der Strandbatterie. Wism ar bleibt deutsch )-( Die Preßerörterungen über das fünstige Schicksal des vor hundert Jahren von Schweden an Mecklenburg verpfändeten Wismar dürften sich als gegenstandslos erweisen. Die Angabe, der Großherzog von Mecklenburg Schwerin wünsche, daß die formelle Erledigung des Pfand- Vertrages durch einen Schiedspruch des stönigs Christian von Dänemark herbeigeführt werden soll, wird von den den offiziösen Medlenb. Nachrichten" dementiert. Das Blatt weist darauf hin, daß in vorigen Jahre der schavedische Minister des Aeußern in der Kammer darlegte, wie man beim Abschluß des Vertrages von 1803 vollkommen darüber einig gewesen sei, daß eine Einlösung des verpfändeten Wismar nicht mehr in Betracht kommen fönne. Eine sogenannte WismarFrage bestehe überhaupt nicht.- Demnach wäre die Einlösungs klausel gar nicht ernst gewesen, sondern nur pro forma in den Vertrag aufgenommen, und die Wis maraner, über denen so lange das Damollesschwert der Wiederauslieferung an Schweden geichwebt, fönnen auf. atmen: jie bleiben Deutsche. Selbstverständlich hat nie. mand im Ernste je daran gezweifelt. Deutschland in St. Louis. Der Reichskommissar für die Weltausstellung von St. Louis 1904, Geh. Oberregierungsrat Lewald, hat sic über die voraussichtliche Beteiligung Deutschlands an der genannten Ausstellung sehr hoffnungsvoll geäußert. Da nach steht es schon jest fest, daß das Deutsche Reich in St. Louis sehr gut vertreten sein wird, und zwar nicht nur innerhalb des von Anfang an vorgesehenen Rahmens. Ursprünglich sollten von Deutschland nur die Abteilungen für Erziehungswesen, stunst und stunstgewerbe beschickt werden. Nach den bisverigen Entschließungen sind jedoch bereits hinzugefommen: as Buchgewerbe, die Textilin. dustrie, die Nahrungsmittelbranche, landwir, schaftliche E.. zeugnisse, Volkswirtschaftliches, Stahlindustrie und Maschinenwesen. Bei der wichtigkeit, welche von der Leitung der Weltausstellung gerade dem Erziehungswesen beigelegt wird, ist es besonders von Belang, daß der systematischen Darstellung unseres Unterrichtswesens ein briter Raum gewährt wird und namentlich auch unsere Hochschuleinrichtungen in einem Umfang zur Veranschaulichung gelangen, der ihrer Bedeutung für das deutsche Geistesleben in vollstem Maße gerecht wird. Der Staat wird als Aussteller u. a. in dem Departement für Volkswirtschaft figurieren. Die Arbeiterversicherung und Arbeiterschutzgesezgebung soll ausführlich dargestellt und auch den Einrichtungen für Arbeiterwohlfahrt ein Plaz eingeräumt werden. Rurge politische Nachrichten. * Gegenüber der Behauptung der sozialdemokratischen Münchener Post", wonach der Kaiser den Brief über Babel und Bibel" nicht selbst verfaßt haben soll, stellt die halbamtliche ,, Nordd. Allg. 3tg." jest, daß die ser bedeutsame Brief vom ersten bis zum legten Wort aus der Feder des Kaisers gestossen, und daß tein von anderer Seite herrührender Entwurf dabei irgendwie benuẞt wor den ist. * Der Staatssekretär des Innern, Graf Bosa. dowsky, hat sich eine leichte Erkältung zugezogen und muß das Zimmer hüten. * In: sachsen- weimarischen Landtage erklärte der Staatsminister Dr. Rothe, daß die weimarische Regierung im Bundesrat gegen die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengeseßes stimmen werde. * Aus allen Teilen der Diözese Trier laufen täglich bei dem Bischof Korum von den Geistlichen Zustim mungserklärungen zu seinem Kampfe gegen die paritătischen Schulen ein. gut. * Das Befinden des Papstes ist verhältnismäßig * Die englische Regierung hat den Gebrauch der Lanze in der Armee abgeschafft. Die dadurch freigewordene Zeit ist auf Schießen und Reiten zu verwenden. 86. Sigung. Preussischer Landtag. - Haus der Abgeordneten. Bauarbeiterschutz.- Eigener Bericht. Bei der Fortsetzung der Etatsberatung begründete der Abg. Hirsch( freis. Bp.) seine Resolution, die Re gierung um eine Gesegvorlage zur Regelung des Bauarbeiterschußes namentlich zum Zwede wirksamerer Unfall- und Kranfheitsverhütung, zu ersuchen. Er führte dabei aus, daß die Hauptschuld in der ganz ungenü genden Bauaufsicht liege. Wbg. Schwarze( 3tr.) beantragte, die Resolution in etwas anderer Fassung anzunehmen: nämlich die Regierung zu ersuchen, im Wege der Gesetzgebung oder der Berordnung( Baragraph 120 e der Gewerbeordnung) einen wirksameren Schuß der Bauarbeiter zu sichern. Ministerialdirektor Schulz erklärte, Ich entferne mich nicht, bis ich das hefomme, den Echein Sänden und nur gegen die Freiheit des Grafen tausche ich was ich haben will. Ich habe Beweise gegen Sie in den ein. nicht, baß die Frechheit, mir Bedingungen das Stück Papier, Sind Sie wahnsinnig?" rief Schelm. das in Ihren Hä zu stellen! Wissen Si Sie haben und das hinter demselben verborgene doch 200) ihnen. land silen mir nötigen Schriftstüde jeiner Wut Herr jobald Graf Lanin seine Freiheit wiedererhält." Und nun haft rief Popoff. 3ch finde selber die 1 perden. da, wie vom Blik getroffen und beund werde fie Ihnen zurüc Bobpii stica stellen, mühte sich. Schelm ſtand gestohlen; Hören wir, was zuvor geschehen war. fo berechnete men werden.uß durchsucht, ihm die Papiere abgenombon zehn Minuten, tte Popoff wegen Mangel an frischelm ganz Besinnung verlieren müssen; es wäre dann eine KleinigLuft bereits die Nach Verlauf richtig, gen unteriushen us mit seiner 10h Meiter starten Patrouille bei der Mithle Militärhumoreske v: n W. von Trotha. Seit einer halben Stunde war Leutnant v. Norrmann Machdruck verboten.) Ein Doch der Kameradfchaft! Taß der Weg des Antrages Hirsch nicht gangbar sei; dagegen ließen sich die Verhältnisse durch ein einheitliches Gesetz regeln. Der Antrag Hirsch wurde demzufolge in der Fassung Schwarze angenommen. Der Rest des Ordinariums wurde ohne Debatte bewilligt und sodann das Extraordinarium unter unerheblichen Erörterungen erledigt. 84. Sigung. - Eigener Bericht. Steuer- und Gehaltsfragen. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde eine danTenswerte Neuerung in Anregung gebracht, indem vorge schlagen wurde, daß ein Verzeichnis der an die Regierung zur Kenntnisnahme überwiesenen, aber unerleligt gebli benen Petitionen angelegt und dem Landtag in jeder Session vorgelegt werde, was die Regierung in Aussicht nimmt. Dann entspann sich eine sehr lebhafte Debatte über die Frage, ob die Miquelsche Steuerreform wohl tätig gewirft habe oder nicht. Bekanntlich hat der Senatepräsident bei dem Oberverivaltungsgericht Fuisting g gen bie Einschätzungstommission den Vorwurf erhoben, daß sie rigoros vorgehe, was auch im Hause zugegeben wurde. Der Finanzminister von Rheinbaben aber betonte, daß von 1200 Cenfiten nur einer die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts anrufe, Beweis genug, daß die BeWeiterhin wurden Behörde sehr zuverlässig arbeite. schwerden darüber laut, daß die Gemeinden die ihnen überwiesene Grundsteuer vielfach mit großer Härte und Rücksichtslosigkeit durchführten. Auch das wurde Seiten der Regierung bestritten. Trog aller Aussetzungen an den Einzelheiten wurde allseitig anerkannt, daß Ser verstorbene Finanzminister Dr. von Miquel mit seiner Steuerreform ein großes Werk geschaffen habe. Die Anregung, die Abzugsfähigkeit der Gemeindesteuern von den Staatssteuer zuzulassen, scheiterte an dem Wide stand der Regierung, die daran festhält, daß die Staatssteuer das Brimäce sein müsse. Nach Erledigung der Steuerfrage fam die Interpellation des Grafen Wartensleben über die ungenügenden Zuschüsse zu den Pfarrgehältern in der Provinz Sachsen zur Beratung; Kultusminister Studt stellte nur ein geringes Entgegenkommen zu dieser Frage in Aussicht. Um 4 Ühr war die Sigung zu Ende. Nab und Fern. bon A der Automobilkorso vor dem Kaiser. Die für Sonnabend Abend geplante Huldigung des Deutschen Automobilverbandes wird sich zu einer großartigen Auffahrt gestalten. Dreihundert Fahrzeuge sind zur Teilnahme angenommen worden, weitere Anmeldungen haben abgelehnt werden müssen, weil der vor dem föniglichen Schlosse zur Verfügung stehende Raum die Aufstellung einer noch größeren Zahl von Wagen nicht gestattet. Von Straßburg i. E., München, Würzburg, Nürnberg, Köln, Eisenach, Aachen, Hamburg, Stettin, Breslau, Dresden, Leipzig, Hannover, Braunschweig und vielen anderen Orten eilen die Teilnehmer herbei und haben, wie zum Beispiel die Frankfurter, ihre Fahrt nach Berlin schon angetreten. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung des Kurpfuschertums hat jezt ihren ersten Aufruf ergehen lassen, in dem sie auf die Notwendigkeit hinweist, das Volk über sachgemäße Krankheitsverhütung und Krankenversorgung zu belehren und es vor den ihm durch die Kurpfuscherei drohenden wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gefahren zu warnen. Der Aufruf ist unterzeichnet bon Professor Dr. Th. Sommerfeld als 1. und Dr. Siefart als 2. Vorsitzenden. ( †) Die Schwester des Khedive Prinzessin Nemet Allah Hanum, hat bekanntlich ihren Gatten verlassen, um einen österreichischen Grafen zu heiraten. Nun sollte der Sultan seinen Botschafter am Wiener Hofe beauftragt haben, die Intervention des Kaiser Franz Joseph anzurufen, damit der Uebertritt der ägyptischen Prinzessin zum Katholizismus und ihre Heirat mit dem Grafen berhindert werde. Diesem Gerücht tritt der türkische Botschafter am Wiener Hofe jetzt entgegen. Er erklärt öffentlich, daß die Angelegenheit eine Privatsache der Prinzessin sei und der Sultan sich niemals damit befaßt habe, noch befassen würde. ) Eine gefährliche Reisegefährtin. Auf der Fahrt von Belgrad nach Budapest wurde der Beamie der Oesterreichisch- ungarischen Bank Friedrich Speichler von einer mitreisenden Dame mittels eines parfümierten Taschentuches eingeschläfert und ihm 30 000 Francs, sowie mehrere Banfchecks gestohlen. Die Dame, eine auffallende Schönheit, soll eine berüchtigte, längst gesuchte Eisenbahndiebin sein. )-( Theaterdirektor und Kritiker. Im Londoner Garrick- Theater wurde dem Theaterkritiker der ,, Time3" Walkley anläßlich der Premiere eines neuen Stückes des bekannten dramatischen Schriftstellers Henry Arthur Jones der Eintritt verweigert. Der Theaterdirektor begründete sein Vorgehen damit, daß Wallley ihn seit Jahren schon systematisch in seinen Kritiken angreife und selbst ganz unschuldige Theaterstücke einfach als frivol bezeichnete. Der Direktor hatte die„ Times" ersucht, einen anderen Kritiker zu entsenden, die ,, Times" ignorierte jedoch die Bitte. In seiner Morgenaus gabe erwähnte das Blatt die Premiere an hervorragenSer Stelle in folgender Weise: ,, Gestern Abend wurde bei einer Premiere im Garrick- Theater unser Kritiker ausgewiesen." Bunte Chronit. Die Insel Sein bei Brest ist infolge ber herrschenden Unwetter seit 14 Tagen ohne Verbindung mit dem Festlande. Von Brest sind vier Schiffe abgegangen, um zu versuchen, für die notleidenden Bewohner der Insel Lebensmittel zu landen; drei von diesen Schiffen sind mit Havarie zurückgekehrt. - Zu dem Raubmordversuch an der Witwe Josephsohn in Weißensee ist mitzuteilen, daß nunmehr auch der Mann der Frau Radon verhaftet ist. Frau Radon selbst gilt als des Mordverfuchs vollständig überführt. [ Ein Sonderling.] Ein 82 jähriger Greis, der fast sein ganzes Leben lang Frauenkleider getragen hat, lebt bei Freienwalde. Der Mann, Klemens Jung ist sein Name, hatte sich als junger Bursche bei einem unglücklichen Sturz eine so schwere Verlegung am rechten Oberschenkel zugezogen, daß ihm das Bein abgenommen werden mußte. Als er geheilt war, schämte er sich, mit dem hölzernen Stelzbein umberzugehen, und zog deshalb Frauenkleider an, durch die sein Gebrechen mehr verhüllt wurde. Der Greis trägt nun die Frauenkleider beinahe 70 Jahre lang. Von den Ortsbewohnern wird er die ,, alte Klementine" genannt. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich durch Spinnen und Aufspulen für die Weber. Da die Arbeiten schlecht bezahlt werden, so tann er sich im Tage bei fleiBiger Arbeit nur 16 Pfennige verdienen. In seiner freien Zeit spielt er mit seiner Harmonika auf, und die kleinen Geschenke, die er dafür erhält, reichen hin, seine bescheidenen Bedürfnisse zu decken. )[ Die ,, Midinettes".] In Paris gibt es Genossenschaftsrestaurants, die den Zwed haben, außer Haus beschäfigten Frauen und Mädchen einen billigen und guten Mitragstisch zu bieten. Man hat eine Genossenschaft mit einem Minimalfapital von 10 000 Franken ins Leben gerufen und hat Anteilscheine zu 25 Franken ausgegeben. Bis jezt sollen 7335 Franken eingezahlt worden sein. Diese Genossenschaften führen den Namen ,, Les Midinettes", er ist abgeleitet von dem Spiznamen, den man den vielen jungen Mädchen beigelegt hat, die man Mittags( midi) aus den Pariser Läden und Werkstätten in die entfernteren ärmeren Stadtteile eilen sieht, ihr bescheidenes Mittagmahl( dinette) einzunehmen. - [ Einer, der auf dem Kopfe geht.] In dem französischen Sportblatte ,, Vélo" liest man: Gestern Abend erhielten wir den Besuch eines Herrn, der, anstatt wie Sie und ich die Füße als Gehwerkzeug zu benußen, sich ein Vergnügen daraus macht, auf dem Kopfe zu gehen. Er geht nicht etwa, den Kopf nach unten, auf den Händen, wie irgend ein Jahrmarktsgaufler, sondern im buchstäblichen Sinne des Wortes auf dem Kopfe. Als wir einige Zweifel laut werden ließen, erklärte sich unser ungewöhnlicher Gast sofort bereit, eine Probe seiner Kunst zu geben. In einem Nu hatte er seinen Rock abgeworfen, worauf er sich eine Art Krone, die ein Kissen bildete und am Kinne durch ein Kinnband festgehalten wurde, auf des Hauptes Scheitel setzte und die Beine in die Luft ſtreckte, so daß der Kopf allein den Boden berührte, der in diesem Falle durch unseren Redaktionstisch dargestellt wurde. Dann wohnten wir einem höchst merkwürdigen Schauspiel bei: der Mann ,, durchlief" den Tisch der ganzen Länge nach, indem er sprungweise ,, vorwärtsschritt", wobei einzig und allein der Kopf mit dem Tische in Berührung fam. :::[ Ein echt amerikanisches Theatererlebnis] erzählt der berühmte Wiener Orthopäde Dr. Lorenz, der bekanntlich kürzlich nach Amerika berufen war, um an der Tochter des Chicagoer Milliardärs Armour eine Gelentoperation vorzunehmen. Im Broadwaytheater zu Newyork hörte er den Komiker Sam Bernhard, der in der Regel einen das Englische radebrechenden Deutschen spielt. Im amerikanischen Theater ist der Deutsche nämlich die ständige komische Person. Sam Bernhard hatte u. a. in seiner Rolle ein Kouplet zu singen, dessen Refrain deutsch lautete: ,, Dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein." Er wußte immer neue Strophen; unter anderem sagte er: Wenn ich bei Tische sitzen würde und wenn Mr. Rockefeller mir den Sessel zurechtrücken und Mr. Carnegie mir einschenken und Mr. Armour mir das Fleisch servieren würde, dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein. Darauf wieder eine Kunstpause; dann aber sang Bernhard, zu der Loge des Professor Lorenz gewandt: Wenn ich den armen Kindern soviel gutes tun könnte, wie Dr. Lorenz- dann würde ich mit meinem Leben zufrieden sein." Das Publikum bruch in einen Beifallssturm aus und Dr. Lorenz hatte seinen Dank durch Beifall zu quittieren. Darauf trat Sam Bernhard vor und bat Dr. Lorenz, von der Höhe seiner Loge aus einige Bemerkungen über seine Eindrücke in Amerika zum besten zu geben. Dr. Lorenz war über diese Zumutung sehr verblüfft; und lehnte unter Zeichen der Enttäuschung des Publikums entschieden ab, worauf das Stück seinen Fortgang nahm. Dr. Lorenz hat sich nie wieder in ein amerikanisches Theater gewagt. £[ Ein blinder Mathematiker.] Aus Newyork wird berichtet: Ungemeines Interesse gibt sich an der Kolumbia Universität für Dr. Newell Perry kund, der kürzlich an der Universität in München seinen philosophischen Doktor machte, nun nach Amerika zurückgekommen ist und nun zur Zeit etlichen 50 Studenten von Kolumbia Privatunterricht in Mathematik gibt. Dr. Perry ist stockblind, löst alle Aufgaben im Kopf, da er ja mit Bleistift und Papier nichts anfangen kann. Logarithmen rechnet er nur so an den Fingern ab, daß es Sehenden bei dieser Manipulation beinahe schwindelig wird. Der Geruch, Gehör- und Tastsinn sind bei Perry in geradezu wunderbarer Weise entwickelt. Jeden Tag macht er seinen Spaziergang, und wer den jungen Mann auf der Straße sieht, würde kaum glauben, daß er blind ist, so sest und sicher tritt er auf. ,, As ich die Universität California besuchte," sagte er zu einem Berichterstatter ,,, pflegte ich mit einem Kameraden Zweirad zu fahren und wurde durch weiter nichts geleitet, als dadurch, daß mein Freund, wenn wir zuweilen etwas ins Gedränge tamen, feine Glocke anschlua." - Von Strolchen nachts überfallen und tötlich verletzt wurde der 25jährige Buchhalter Adolf K. aus Rummels burg.. ist im Krankenhause am Friedrichshain seinen Berlegungen erlegen. Ein wahnsinnig gewordener Barbier Franz Müller tötete in Meran zuerst seine hochschwangere Frau, indem er ihr nach kurzem Streit mit dem Rasiermesser einen Schnitt in den Hals beibrachte, dann ermordete er den sechzehnjährigen Lehrling gleichfalls durch einen tiefen Halsschnitt, zuletzt tötete er sich selbst durch drei Messerschnitte und einen Revolverschuß. Auf einem in den Kriegshafen von Portsmouth zurückkehrenden Unterseeboote fand eine Gasolinerplo ion statt, durch die das Innere des Schiffes zerstört and vier Mann schwer verlegt wurden. Lokales. Gedenktafel für den 7. März. 1715. Der Dichter Ewald v. Kleist*. 1808. Der Rechtslehrer Bluntschli in Zürich*.- 1810 Annahme des Friedens von Luneville. 1829. Der Afrikareisende - 1871. Die Forts auf dem Eduard Bogel in Krefeld*. linken Seineufer von den Deutschen geräumt. ** Das Hess. Regierungsblatt Nr. 11, ausgegeben am 3. März, enthält: Verordnung, die Ausführung des Gefeßes über die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte betreffend. * Privattelegramm. Bei der heute Vormittag erfolgten 3. Ziehung der letzten( Haupt)-Klasse der Hessisc Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 10 000 Mt. auf: 7788 Alsfeld, je 5 000 Mt. auf: 6 188, 24 930, 48 987, 68 662, 70809, 88 541 je 3000 Mt. auf: 19 696, 15 883, 24390, 26 024, 26 299, 29 825, 31 206, 31 528, 35 107, 37 092, 39 213, 72 760, 78 133, 80 986, 85427.( Ohne Gewähr.) [ Gewerbebant] In der am Mittwoch stattge= fundenen Generalversammlung der Gewerbebank wurden die fagungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Karl Berg, Hermann Echenauer, Daniel Heil und Heinrich Leib wiedergewählt; an Stelle des verstorbenen Herrn L. Flett wurde Herr Weinhändler Helm und für den zum Direktor ernannten Herrn Carl Loos, Herr Ernst Baiser gewählt. Die Dividende pro 1902 wurde mit 6 Prozent genehmigt. ** Der Gesamtvorstand des Hessischen Hauptver ins dis Evangelischen Bundes, der dieser Tage in Frankfurt a. M. zusammentrat, hat an Großh. Minifterium des Innern eine längere Eingabe gerichtet, worin die hessische Staatsregierung unter Darlegung zwingender Gründe aufs bringendste gebeten wird, auf ihrem früher stets eingehaltenen Standpunfte zu beharren und im Bundesrate die hessischen Stimmen gegen die geplante Aufhebung des§ 2 des sog. Jesuitengesetes abgeben zu wollen. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte gestern den ganzen Tag gegen den am 9. Mai 1845 geborenen Schneidermeister Heinrich H. von Galbach Streis Büdingen wegen Meineid. Der Angeklagte war beschuldigt vor dem Schöffengericht Altenstadt am 8. Januar d. Js. nur um 3 Offenbacher Jäger, die daselbst des Jagdbergehens angeflagt waren heraus zu schwören wiffentlich unter seinem Eid deponiert zu haben. H. bestritt gestern ganz entschieden, unter Eid etwas Unwares gesagt zu haben. Die Beweisaufnahme in der Sache bewegte sich in der Richtung nachzuweisen haben die 3 Offenbacher Jäger, welche berechtigt waren, die Gemeindejagd bei Didelsheim auszuüben, haben diese am 1. September 1902 die Lindheimer Jagd betreten und mußte der Angeklagte, der die Jäger als Träger für das zu erbeutende Wild begleitete dies den Umständen nach gesehen haben oder nicht. Während die Offenbacher Jäger, als Zeugen gestern vernommen, be schworen die Lindheimer Jagd nicht in der Weise be treten zu haben wie die Anklage behauptet, nämlich 50-60 Schritt von der Grenze entfernt, beschworen 3 andere Zeugen, aus mehr oder weniger großer Nähe gesehen zu haben, wie die Jäger auf der Lindheimer Jagd gejagt haben. Die Jäger gaben zwar zu, daß es möglich set, sie wüßten es aber nicht, daß sie das fremde Jagdgebiet an der Grenze gestreift hätten, auch wohl einige, 5-6 Schritte über die Grenze gekommen sein mögen. So standen 3 beschworene Aussagen der gestrigen Verhandlung die sich mit der Aussage des Angeklagten deckten, nämlich die der Jäger, 3 andere Zeugen Aussagen diamentral entgegen. Die Geschworenen bejahten jedoch die Frage die auf Meineid lautete gewährten aber auch dem Angeklagten ein Milder. ungsgrund aus§ 157, Abs. I des R. Str. G., worauf der Gerichtshof gegen H. auf die sehr milde Strafe von 10 Monate Zuchthaus, die in 1 Jahr 3 Monate Gefäng nis umgewandelt wurden, erkannte. Der Staatsanwalt hatte beantragt 21 Jahr Zuchthaus zu erkennen. fönnen, mächtig So Robler nic auffaffen tratifden Aus mittage 3 wirt/ haftlic Agent Har verficherun **( berzogen, einzutreter aus Hall P. Bfarrers ftein bei Herr B eingetreter 1. April ** Eine Zählung der Veteranen findet 3. 8. im ganzen Deutschen Reiche statt. Diese Zählung ist naturgemäß mit gar mancherlei Schwierigkeiten und Umständlichfeiten verbunden, zumal ein großer Teil der Veteranen nicht Kriegervereinen angehört und daher sehr leicht der Fall intreten kann, daß eine Anzahl Veteranen ungezählt bleibt. Um aber eine ganz genaue Feststellung unserer noch lebenden Krieger aus der großen Zeit von 1870 bis 1871 zu er möglichen, seien alle Veteranen auf diese Zählung aufmertsam gemacht. Die Für unsere Abonenuten im Preußischen. Loose Erneuerung der( Königli preußischen Klassen- Lotterie), sowie die Einforderung der Freiloose für die 3. Klasse der 208. Staats- Lotterie muß bei Verlust der Anrechte bis spätestens Montag den 9. ds. Mts. gesch hen sein. ** Die Profefforendebatte im hessischen Landtag hat die" Post" zu folgenden Auslossung n getrieben: Im Großherzogtum Hessen scheint die Sozialdemo fratie tatsächlich schon mit den bürgerlichen Parteien völlig auf eine Stufe gestellt zu werden... Wie wir schon telegraphisch meldeten, ist ein Antrag von sozialdemokratischer Seite, einen sozialistischen Professor nach Gießen zu berufen, einem Ausschusse überwiesen. Die Hammer hätte gewiß besser gethan, über diesen Antrag einfach zur Tagesordnung überzugehen, denn ein sozialdemokratischen Wünschen genügender Professor muß in jedem geordneten Staate unmöglich sein, zumal ein Professor der Nationalökonomie, der etwa im Stile der bekannten Kautsky'schen Vorträge über die soziale Revolultion dozieren würde. Man hätte diesen Antrag überhaupt nicht ernstlich behandeln sollen. Jeder falls beweist der Umstand, daß ein solcher Antrag von einem Sozialdemokraten eingebracht wurde, genügiam, bis zu welchem Grade der Größenwahn der Umstürzler schon gediehen ist, daß sie ein Verlangen zu stellen wagen, dessen Erfüllung nichts anderes wäre als ein Hinarbeiten des Staates auf seinen eigenen Ruin. Mit Nachgiebigfeit und Versöhnlichkeit einem unerfättlichen Feinde gegenüber wird nichts erreicht. Man hält ihm nur den Steigbügel, damit er, sobald er im Sattel fißt, den freundwilligen Helfer über den Haufen reitet. Wenn man in Heffen auf dem Wege freundschaftlichen Verkehrs mit der Sozialdemokratie beharrt, wird die Folge nur die sein Frankfurt amtefanbid ** A mittage 2 berfammin ftehender ber Ausf Provinzi Direktor und Be noffenich Sonntag, über Gef ziell bes von denen gehalten mehr Aus ** i. P. D ben Stu ** niedergel richtig in hervorger moderner das Nük gut thun einstim er die g wieder au a. 2 guter und Möglichte Schule& abgegebe baulehrer X in der le Richtern, und Sch In bon Pla höheren 7 Entwü Da wort Architet erfannt. Die Montag und am Stadtver Gie 13 Gemeind 13 Gi 6 5 Gi 26 No 300 Na 14 Rn 56 n 1200 5600 auf der 36 Montag lägt die ftändiges zubereite räte gege Nr. 11, aus ie Ausführung inderbemittelte ute Bormittag er effis. tben folgende 000 mt. auf: 8541 je 3000 6299,29 825, 2760, 78 133, ittwoch stattges ant wurden die der Karl Berg, ich Leib wieder L. Flett wurde 1 Direttor er er gewählt. Die t genehmigt. Hauptver ins fer Tage in Minifterium in die helfische Gründe auf eingehaltenen e die heffifchen § 2 bes fog. icht berhandelte Mai 1845 ge Calbadh Kreis flagte war be: tam 8. Januar ie daselbst des zu schwören zu haben. H. id etwas unahme in der meisen haben at waren, die 7, haben diese Jagd betreten er als Träger Dies den Um Während die rnommen, be er Weise be ptet, nämlich beschworen 3 großer Nähe Der Lindheimer zwar zu, daß daß sie das hätten, auch enze gekommen Aussagen der er Aussage des ger, 3 andere e Geschworenen eid lautete ge ein Milder Str. G., worauf ilde Strafe von Monate Gefäng Staatsanwalt erkennen. en findet z. 8. glung ist naturnd Umständlich Veteranen nicht icht der Fall in ungezählt bleibt. rer noch lebenden Die 1871 zu er Bähung aufmert eußischen. Die Klaffen- Lotterie), ie 3. Klaffe der er Unrechte bis en fein. en Landtag hat ieben: die Sozialdemo n Barteien völlig , ist ein Antrag tischen Profeffor uffe überwiesen. Jer diesen Antrag benn ein sozialfeffor muß in möglich sein, nie, der etwa im e über die foziale Sitte diefen Antrag 7. Jeder falls be ntrag von einem enügiam, bis zu er Umstürzler zu stellen wagen, sein Hinarbeiten Mit Nachgiebig hen Feinde gegen m nur den Steig figt, den freund Wenn man in Berkehrs mit der lge nur bie fein können, daß die Umsturzpartei schließlich im Lande all- wiffen Auguft Schabel aus Darmstadt, der früher als Schreiber am Gericht thätig war, verhaftet. mächtig wird." So ernst hätte Tante" Post" nun doch nicht die Sache auffaffen sollen. Daß die hessische Kammer den Antrag Röhler nicht annehmen und gleichzeitig den sozialdemotratischen Antrag ablehnen kann, leuchtet der" Post" nicht ein. Aus Heffen und Nachbargebieten. ** Wagenborn. Rommenden Sonntag findet nach mittags 3 Uhr bei Herrn Gastwirt Sommer II. eine landwirtschaftliche Versammlung statt, in welcher Herr GeneralAgent Hartenfels aus Gießen einen Vortrag über Haftpflicht versicherung halten wird. Grünberg. Herr Dr. Werner ist nach Marburg verzogen, um dort in die preußische freisärztliche Laufbahn einzutreten. Sein Nachfolger ist der praft. Arzt Dr. Becker aus Halle. r. Crumbach bei Rodheim. An Stelle des Herrn Pfarrers Hamann, welcher im vorigen Herbst nach Hermannftein bei Weylar versigt wurde, ift zu seinem Nachfolger Herr Pfarrer Kuns, bisher in Afingelbach jest in sein Amt eingetreten. Much in der hiesigen Schulstelle sieht mit 1. april ein Wechsel bevor. Herr Lehrer Will ist nach Frankfurt versetzt und wurde zu seinem Nachfolger Schulamtsfandidat Bott ernannt. ** Alsfeld. Nächsten Samstag den 14. März nachmittags 2 Uhr findet im Deutschen Haus" eine General versammlung des landw. Bezirks- Vereins Alsfeld mit nach stehender Tagesordnung statt: 1. Wahl des Vorstandes und der Ausschußmitglieder des landw. Bezirks- Vereins und des Provinzialvereins pro 1903/06. 2. Vortrag des Herrn Direktor Wiegand in Korbach über" Einrichtung, Betrieb und Betriebsergebnisse eines Getreidelagerhauses auf ge nossenschaftlicher Grundlage." Jm Ortsgewerbeverein Alsfeld spricht Sonntag, den 15 März Herr Prof. Chelius Darmstadt über Gesteins- und Erdmassen der Provinz Oberhessen, spe= ziell bes Kreises Alsfeld. Der Zweck dieser seiner Vorträge, von denen er an vielen anderen oberhessischen Orten schon gehalten hat, ist, unserem Bergbau mehr Bedeutung und mehr Ausdehnungsfähigkeit zu verschaffen. Büdingen. Der Ende der 70 er stehende Lehrer i. P. Dönges geriet am Samstag ebend bei dem herrschenden Sturm in den Seemenbach und ertrank. Lollar. Daß Herr Bürgermeister Nies sein Amt niedergelegt hat, hat in vielen Kreisen, wie wir auch ganz richtig in unserer ersten Notiz berichteten, großes Bedauern hervorgerufen. Herr Nies, ein Mann des Fortschrittes und moderner Anschauungen, war allezeit bestrebt, seiner Gemeinde das Nüßlichste und Beste zu geben. Die Gemeinde wurde gut thun, so wird uns geschrieben, wenn sie ihn einfach einstimmig wieder wählen würde. Man hofft hier, daß er die großen Arbeiten unseres Bürgermeisteramtes dann wieder auf sich nehmen würde. a. Aus dem Kreise Weylar. Um die Verbreitung guter und einträglicher Obstsorten im hiesigen Kreise nach Möglichkeit zu fördern, werden aus der hiesigen Kreisbaumschule Edelreiser an Obstzüchter des Kreises unentgeltlich abgegeben. Bestellungen auf Edelreiser sind an Kreisobstbaulehrer Kilb- Wezlar zu richten. X Frankfurt a. M., 5. März. Der Spizbube, welcher in ber legten Beit das Gerichtsgebäude unsicher machte und Richtern, Rechtsanwälten, Schöffen usw. Ueberzieher, Stöde und Schirme stahl, wurde heute in der Person eines geBekanntmachung. In Verfolg des Preisausschreibens zur Erlangung von Plänen für die Ansichten des Neubaues einer höheren und erweiterten Mädchenschule in Gießen sind 7 Entwürfe eingegangen, davon einer mit zwei Lösungen. Das Preisgericht hat dem Entwurf mit dem Kennwort Wer die Wahl hat die Qual"- Verfasser die Architekten Stein u. Maher in Gießen den Preis zuerkannt. hr Die Entwürfe werden am Samstag, den 7. und Montag, den 9 März, vormittags von 9 bis 12 und am Sonntag, den 8. März, bon 10 bis 1 Uhr im Stadtverordneten- Sigungsjaal öffentlich ausgestellt. Gießen, 5. März 1903. Der Oberbürgermeister, Mecum. Holzversteigerung. Montag, den 9. d. Mis. wird in hiesigem GeGemeindewald folgendes Holz versteigert: 13 Eichenstämme von 22 bis 38 cm Durchm., 3 bis 6 m Länge = 4,23 fm. 5 Eichen- Derbstangen 26 Nadel300 Nadel- Reisstangen( Bohnenstangen) 14 Nm. Eichen- Scheit( 2 Rm. Nutzscheit) 56 Rm. Eichen- Knüppel( 10 Rm. find 2,5 mtr. lang.) 1200 Eichen- Wellen " 5600 Fichten-( 500 zu Bohnenstangen geeignet). Zusaminenkunft Mittags 1 Uhr am Distr. Ranzen auf der Thalschneise. Großen- Linden, am 2. März 1903. Großh. Bürgermeisterei Leun. Rodheim a. d. Bieber. Montag, den 9. März 1903, nachmittags 1 Uhr läßt die Witwe Vogel zu Rodheim a. d. B. vollständiges Wagnerwerkzeug, sowie vieles trockenes, zubereitetes Holz und alle landwirtschaftlichen Geräte gegen Barzahlung verkaufen. + Frankfurt a. M., 5. März. Das Dienstmädchen Christine Wolf, das am 14. Nov. v. J. ihrem Geliebten wegen vermeintlicher Untreue Vitriol ins Gesicht gegossen hatte, sodaß dieser beinahe das Augenlicht verlor, wurde von der Straffammer zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. ** Rödelheim, 5. März. Im Gasthaus zur schönen Aussicht" dahier findet Sonntag 15. März der 64. Feld bergturntag statt. Bom Odenwald, 5. März. Dem Landwirt Philipp Weber aus Trienz wurde dieser Tage eine Kugel aus dem Beckenknochen entfernt, die er im 70er Feldzuge erhalten hatte. Der Invalide war schon seit längerer Zeit arbeitsunfähig, doch konnte nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden, daß er die Kugel noch bei sich trage. Jetzt wurde sie mittels Röntgenstrahlen gefunden. Der Mann bezog, da er auch emen Schuß in den Arm erhalten hatte, eine fleine Invalidenrente. Jeßt soll er eine Entschädigung bezw. Nach vergütung von 10,000 Mt. erhalten. ** Aus Rheinhessen, 5. März. In Abenheim brannte gestern die fatholische Kirche nieder. Auch eine Anzahl anderer Gebäude wurde in Asche gelegt. Das Feuer ist auf bisjest rätselhafte Weise in der Kirche entstanden, und zwar in der Orgel. *** Kassel, 3. März. Mit welcher Gewalt der Sturm am Sonnabend hier und in der Umgegend getobt hat, geht hervor aus einer Nachricht aus dem benachbarten Ochshausen, wonach dort die vor 2 Jahren erbaute Scheune des Dekonomen Heinrich Sänger vom Sturm umgerissen und vollständig zerstört wurde. Hessischer Landtag. Darmstadt, 5. März. Erfter Präsident Haas eröffnet die Sißung 9 Uhr 25 Min. Die Beratung des Hauptvoranschlags über die Staatseinnahmen und-Ausgaben wird fortgesetzt bei Kapitel 77, Kunststraßenwesen. Die Abgg. Berthold und Senßfelder bringen Wünsche für den Bau einzelner Straßen vor. Abg. Häusel bespricht den Straßenbau im Kreis Erbach, der er= freuliche Fortschritte mache. Abg. Euler regt an, in guten wirtschaftlichen Zeiten Gelder für Straßenbauten zu bemilligen, die in Zeiten der Depression zu unternehmen seien. Ministerialrat Frhr. von Biegeleben fommt auf die in der Generaldebatte gemachten Ausführungen der Abgg. Noad und Brauer zurück, betreffend Aenderung der Bauorganisation. An der Aussprache hierüber beteiligen sich die Abgg. Haas ( Darmstadt), Brauer, Noack, Schönberger, Erck und Ministerialrat Freiherr von Biegeleben. Schließlich wird das Kapitel bewilligt. Kapitel 78, Handelskammer, wird nach furzer Debatte bewilligt unter Annahme eines Zusaßantrages des Abg. Reinhart, für den Handelstammertag weitere 500 Mt. zu bewilligen. Die Rapitel 79, Förderung des fauf männischen Unterrichtswesens, 80, Handwerkskammer, 80a, Handwerkergenossenschaften, 81, Gewerbeaufsicht, 82, Dampfteffelheizung, 83, Aichwesen, 84, Zentralstelle für die Gewerbe, 85, Chemische Prüfungs- und Auskunftsstation für die Gewerbe, 86, Gewerbliche Unterrichtsanstalten, sowie sonstige Förderung von Handwerk und Kunstgewerbe, 87, Kunstgewerbliche und gewerbliche Swede werden unverändert, teilweise ohne Debatte bewilligt. Die Wetterberatung wird hierauf auf Freitag. 9 Uhr vormittags, vertagt. Tagesordnung: Etat des Ministeriums der Justiz. Zu haben in allen Apotheken. C. Lück's Kräuter- Chee. Bestandteile des neuerdings noch wesentlich ver. besserten C. Lüd's Kräuter- Thee: Je 5 Ko. Schaf garbe, Pfriemenkraut, Lindenblüte, Ehrenpreis, Wach holderbeeren, Huflattich, Pfeffermünze, Bruchtraut, Cassiablätter, Pulverholzrinde, Alantwurzel, Wasserfenchel, Eibischwurzel, Fliederblüten, Birkenblätter, Feldthymian, Baldrian wurzel, Nessel traut, Süßholzwurzel, Bohnenhülsen, 10 Ko. Gichen Spiegelrinde. Badete, die auf der roten Umhüllung nicht obige beiden Schuhmarken tragen, sind nicht die echten, seit Langen Jahren bekannten und berühmten Präparate der Firma C. Lüd in Colberg, man weise solche Nach. ahmungen entschieden zurüd. Preis pro Padet Mr. 0.50. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Píg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. versendet in Gebinden von 12 Flaschen an 100 77 " " 3 " 25 Liter und Kisten von Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Reminiscere. Sonntag, den 8. März. Gottesdienst. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Jahresversammlung. Mittwoch den 11. März, abends 6 Uhr 3. Passionsandacht. Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. die Abends 6 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Bukas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Montag, den 9. März, abends 8 Uhr Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag, den 7. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. " Sonntag, den 8. März. 2. Faftensonntag. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Feier des Papst- Jubiläums für die Militärgemeinde. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Segen und Te Deum. Feier des 25 jährigen Regierungsjubiläums unseres heil. Baters Leo XIII. Nachmittags um 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht. neweste Nachrichten. Die Yacht„ Saphir" mit dem deutschen Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich an Bord ist nach einer ausgezeichneten Fahrt von Brindisi in Kansu eingetroffen. " f Madrid, 4. März. Der Spezialforrespondent des Heraldo" in Fez meldet, daß die Truppen des Sultans von Marocco nach einem heftigen Kampfe mit den Aufständischen gezwungen wurden, sich zurückzuziehen. Ihre Verluste betrugen etwa 50 Tode und Verwundete. Die Aufständischen hatten die Offensive ergriffen. Konstantinopel, 5. März. Durch eine Verfügung des Sultans werden sämtliche auf Urlaub befindlichen Offiziere des dritten Armeekorps zurück berufen. Nach einem Telegramm aus Tanger bemächtigte fich der Thronbewerber Bu Hamara des Feldlagers des Generals Ectrerauri, der 800 Mann verlor. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Cognac deutscher per Fl. von 1.40 französ. Rum, " " 3.Arak, NordhäuserFruchtbranntwein sowie diverse Sorten Liköre empfiehlt Christian Wallenfels 17 Marktplan 17 am Kriegerdenkmal. Telephon 262. Searünbet 1826 Herren, welche einen eleganten Wegen Javentur bis 31. März Gr. Preisermässigung. 5 elektrische Pianos. 7 prachtvolle groke Patent- InstrumentalPiano- Orchester, sowie kleine und große Musikautomaten. N'eine, mittlere und große Orchesterwerke für elektrischen Betrieb, mit Federund Gewichtsaufzug. Einmalige günßige extrabillige Ausnahmepreise für Gastwirte. 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M. 2 à 1000 15 000 5000 2000 4 à 500-2000 30 à 100-3000 150 à 20-3000 400 à 10-4000 BMZZ u. 2800 zus. 10000 Auszahlbar baar ohne Abzug. L.IM., 11L.IOM.Portou. Liste25Pfg. Nachnahme teurer, empfiehlt: J.Stürmer, Strassbg.i.E. General- Debit Langestr. 107. R. Buchacker W. Semmler, Ph. Weller. Geflügelhof M. Becker, Weidenau- Sieg beste u. bill. Bezugsquelle für Zucht- und Legehühner etc. Prachtkatalog gratis und postfrei. Die echte Hingfongessenz Ericheint täglich. Gießener Verlagsdruckerei Gießen Alsfed. ( Dorm. Wilh. Keller'iche Buchdruckerei; gegründet 1783). Marburg, Gießener Tageblatt. für Gießener Zeitung Weglar. 12. Jahrgang: Gießener Neuefte Nachrichten Unabhängige Tageszeitung. ganz Oberhessen u. die Kreise Marburg u. Wetzlar. Verbreitet auf 55 Orten durch eigene Bofen. Auflage: über 2. Jahrgang: Bote aus aus dem Ohm- und Feldathal ( Oberheififcher Beobaditer) Lokalanzeiger für die Kreise Alsfeld, Schotten, Lauterbach. Verbreitet auf 30 Orten durch eigene Bofen. 2500. ( Bote aus Oberheffen) Erscheint täglich. Hisfeld, Schotten. Redaktion u. Sauptexpedition: Gießen, Neuenweg 28. Telephon 362. Lauterbach, Schlitz. Generalvertreter: J. K. Eiffeller, Groß- Felda( Oberh.) weltbekanntes und überans Kalk- und Marmormerke, Dampfziegelet, be.iebtes Hausmittel versendet an Wiederverkäufer per Dußend Flaschen zu Mr. 3,60 unter Nachnahme( bet 30 Flaschen, 1 Postk. zu Mf. 9. portofrei.) Laboratorium Lichtenheldt, Meuselbach,( Thür. Wald). Auguft Gabriel jr., Gießen. Maßenfabrikation. Werke Abendstern. 1. Hessisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung VI. Klasse( 2. Tag) 5. März 1903. - Bahnanschlüsse. Speisekart offeln befte ausgelesene magnum bonum hat preiswert abzugeben Peter Berg, Brandplatz 14. gegen Blutstockung Erwig, Bartholomäusstr. 57. Telephon Nr. 84. Hilfe Gig, Samburg, We Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 57 225[ 400] 26 37 314 16 21[ 400] 42 45[ 400] 469 71 737 67 74 814 901[ 400] 16[ 400] 1072[ 1000] 300 408 29 68 87 582[ 400] 604 54 56 86 708 66 830 44 911 34 2027 44 1400] 163[ 400] 230[ 400] 33 309 65 96 99 539[ 1000] 613 76 700 1 3 46 69 821 3002 117 201 95 357 61 437 58 610 20 30 68 763[ 2000] 94 868[ 400] 900 1 35 44 4024 28 38 [ 400] 142 55 67 218 67 366 435 536 74 634 744 50 85 947 5042 104 235 347 63 72 545 65 606 50 792 843 87 93 964[ 2000] 82 6004[ 400] 22 52 72 177[ 400] 202 10 301 12 59 420 43 53[ 400] 73 616 75 722 67[ 1000] 824[ 400] 47 66 912 26 30 7003 18 55 142 48 59 233 [ 1000] 86 317 45 70[ 400] 84 426 74 82 554 98 649 98 701 42 815[ 400] 51 8009 15 172 225 26 36 41 95 315 33[ 1000] 42 402 703 42[ 2000] 47 59 66 89 92[ 2000] 889 900[ 400] 9 11[ 1000] 59 84[ 400] 9023 79 104 19 38 550[ 400] 83 602 6 727 810 25 53 56[ 400] 10038 158 222 56 316 70 459 533[ 1000] 611 25 50 744 51[ 400] 869 11004 67 76 82[ 3000] 94 251 353 20001 63 71 412 62[ 400] 75 [ 1000] 516 42 49 52 613 21[ 400] 813[ 400] 63 957 83 86 12037[ 3000] 49 101[ 400] 4 44[ 400] 53 203 328[ 1000] 58 81 541 79 725[ 400] 848 [ 400] 927[ 400] 37 13079 111 65 215[ 1000] 57 91[ 1000] 374 95 406 76 98 585 94[ 1000] 695 782 803[ 400] 10 931 39[ 400] 91 14021 44[ 400] 153 71 286[ 1000] 338[ 400] 40 514 89 619[ 2000] 754 76 800 56 84 906 46 53 60 89[ 1000) 15019 26 39 46[ 400] 97 153 245 76 312 20 26 96 98 450 567 80 95 673 782 848 94 95 925 60 16029 88 95[ 3000] 99 101 37 233[ 3000] 99[ 1000] 301 10 410[ 400] 19[ 1000] 32 46 86 868[ 3000] 87[ 400] 919 36 17006[ 400] 136 338 459 71 556[ 400] 600 42 47 61 69 95 771 83 842 72 89 924 67 99 18124 218[ 400] 21 70 422[ 400] 35 73 543 96 674 19152 91 227 38 388 94 404 52 55 72 511 33 61 603 62 75 711[ 400] 20 33 66 [ 3000] 82 841 20031 210[ 400] 20 309 79 507 28 31 604 20 765 877 967 89 21039 137 63 83 363 92 466[ 3000] 78 515 61 623[ 400] 32 76 703 850 22013 [ 400] 112 78 84 205 68 367 91 96 415 39 76 541 46 84 645 58 726 73 853 [ 3000] 961 28134[ 400] 69 89 260 398 422 26 30[ 2000] 68[ 2000] 79 523 37 628[ 400] 45 706 25 26 39 84 807 11 949[ 400] 79 24-032 109 37 74[ 400] 296 302[ 400] 29 46 73 484 537[ 400] 724 65 70 828 40[ 1000] 69 75 86[ 400] 922 43[ 400] 53 25067 163 78 218[ 400] 65 87 309 28[ 400] 43 94 402 8 27 34 523 42 693[ 400] 757 92 926 39[ 400] 82 87 26058 84 153 204 5 65 327 63 92 439 81 502 17 34 618 38 724 42 800 32 59 911 16 22 60 27005 177 200 25[ 400] 74 398 575[ 400] 603 30 83[ 400] 726 807 76 93 28258 79 368 547 71 648 731[ 1000] 42 44 909 17 75 89 29013 15 138 98 250 55 58 313[ 400 410 77 90 97[ 400] 529 88 657[ 400] 99[ 400] 828 66 900 31[ 400] 76 30035[ 5000] 65[ 1000] 155 91 440 594[ 400] 650 842[ 3000] 908 11 16 72 31049[ 400] 123 47[ 400] 220[ 1000] 85[ 400] 94 318 39 47 85 459 519 29 52 618 24 44 76 14001 725[ 400] 53 811[ 400] 15 39 904 28 31 61 32015 96[ 1000] 137[ 1000] 271 84 323 436 45 46 52 528[ 400] 44 77 729 41 76 850 931 33114 16[ 400] 65 92[ 1000] 215 36 43[ 400] 316 501 9[ 1000] 13 41 89 633 69 783 862 96 973 34018 32 39 53, 82 130 69 97[ 1000] 259 353 54 78 91 418 54 72 975 35108[ 1000] 48 227[ 400] 85 323 465 89 500[ 1000] 671 89 737 67 [ 400] 803 7[ 400] 919 36051 62 192 233 431 63 72 503 67 660 66[ 2000] 90[ 400] 99 710 19 23 1000] 37[ 400] 38 72 810 16 88 89[ 1000] 981 37061 97 167[ 400] 263[ 1000] 98[ 400] 372 438 523 24[ 400] 70 96 652 68 707 31 34 38[ 400] 852 930 40 95 38094 124 42 257 63 70 447 68 73 74 545 60 68 SI[ 400] 669 83[ 400] 950 83 39119 40 96[ 1000] 260 71 303[ 2000] 74 96 404[ 400] 53 534 659[ 400] 68 798 814 27 89 95 40029 122 273[ 1000] 301 16 25 27 56[ 400] 75 77 83 403 7 507 613 67 794 824 27 33 55 62 915[ 400] 20 47 54 80 83 41027 55[ 400] 72 91 111 93 333 53 450 63 540 46 61[ 400] 81[ 400] 91[ 400] 652 58 807 32 925 65[ 400] 42111[ 400] 211 57[ 400] 90 375 422[ 1000] 73 564 659 83 764 862[ 400] 93 985 43015[ 5000] 36 71[ 400] 274 306 72 84 459 534 38 47 625 38 49 68[ 400] 70 91 759 63 804 72 85 908 53 [ 400] 64[ 400] 44254 303[ 400] 55 80 441 63 66 74 558 69 75 639 748 79 94[ 3000] 861 903 45029 69 82 124 36[ 1000] 41 235 96 301 57[ 400] 79 413 42 79 91 672 800 8 41 46019[ 400] 111 23 60 67 216 38 63 80 371 85 439 507 [ 400] 687[ 400] 96 732 824 92 928 47020 97 137 80 219 79 80[ 400] 86 93 419 509 27[ 1000] 31 38 65 643 84 90 774 809 39[ 1000] 53 90 921 64 93 48131 87[ 1000] 249 91 312 25 74 411 80 83 507[ 1000] 2 53 672[ 2000] 96 772[ 400] 80 844[ 1000] 939 84 49017 18 21 28 119 1000! 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Ludwigstraße 20. 34 59[ 2000] 217 30 408[ 400] 73 80 93 520 42 628 51[ 400] 87 756 9 [ 400] 866[ 400] 919 50072 81 111[ 1000] 78 249 63 89 331 472[ 1000] 80 737[ 400] 9 96 833 935[ 400] 52[ 1000] 58 51154 270 393 485[ 400] 500 34 47 66 90 782 921 50 95 52099 156 95 215 36[ 2000] 47 417 92 536 606[ 400 53 93[ 1000] 95 707 854 76 94 915 53031 59[ 1000] 82 109 25 69 261[ 1000 62 403 515 31[ 400] 68[ 400] 603 55 715 861 928 51 73 85 54030 151[ 400 67 73 207[ 400] 45 465[ 400] 68[ 400] 554[ 400] 646 822 31[ 400] 43 64 69 922 76 98 55013 105 41[ 400] 236[ 2000] 95[ 5000] 312 26[ 1000] 470 59 [ 2000] 761 56053 149[ 1000] 249[ 400] 56 343[ 400] 548 95 661 87 77 [ 400] 89 870 96 930 42 57024 66 108 17 50[ 1000] 58 242 88[ 400] 30 79 88[ 400] 509 47 52 86 634 750 95 842 929 40 49 61[ 400] 58105 37 96 283 321 408 13 28 68 542 67 637 53 87 92 731 58 68 79 84 852 85 90% [ 1000] 64[ 400] 75[ 400] 59072 218 43 54 85 89 320[ 400] 21 54[ 400] 404 522 32[ 1000] 631 45[ 400] 65 67 721 77 99[ 1000] 60121 97 292 98[ 400] 365 448[ 3000] 77 538 40 611 36[ 400] 5 81 744[ 2000] 45 75[ 2000] 826 72 918 35 51 53[ 400] 73 89 61016 114 23 227 55 81 366 98 424 578[ 400] 62 25 35 37 68 93 708 75 79 931 62036 37 106 24 220 64 68 438 52[ 2000] 516 40 52 709 867 82[ 400] 929 81 63039 60[ 1000] 152[ 400] 279[ 1000] 317[ 400] 48 407[ 400] 44 573 647 51 66 86[ 1000] 703 62 77 94 809[ 2000] 80 94[ 400] 902 28 99[ 400] 64027 72 97 138 62 91 210 47[ 400] 49 60 67 309 37 64 74 442 66 505[ 400] 43 87 621 35 71 83 744 819 45 63 71 98 953[ 400] 66 65004 36 45 48 84[ 400] 159[ 1000] 261[ 1000] 303 88 478 89 97 537 39 88 609 22 64 79[ 400] 96[ 3000] 776[ 400] 83 831 43 80 81 901 45 66087 136 56[ 400] 59 207 30 300 59 73 474 624 52 82[ 2000] 754 60 923 45 62 67006[ 1000] 90[ 1000] 175 212 64[ 400] 310[ 400] 37 51 52 98 400 513 626 28 713 816 78 947 54[ 1000] 68011 98 114 214 336 77 415 71 72 598 724 39 79 99[ 1000) 908 46 48 55 76 69067 81 108 65 294 315 43 64 487 513 37[ 400] 652 58 98 728[ 400] 40 67[ 1000] 85 86[ 400] 808[ 1000] 41[ 1000] 69 78 94 70119 201 449[ 400] 69 95 512 28 64 72 664 80[ 400] 85 89 750 67 87 929[ 400] 65 73 71095 159 61[ 3000] 217 90[ 400] 304 14 81 401[ 400] 55[ 1000] 65 71 76 514 53 77 698 702 19 45 853 66 951 69 92[ 2000 72069 100 56 213 32 37 80 331 58 74 447 66 89 536 41[ 400] 630[ 400 37 880 932 68 73127[ 400] 294 323 34[ 1000] 49 444[ 400] 505 51 681 85 769 94 864 995 74051 329 66 477 99 405[ 400] 42 627 61 778 818 14 35[ 2000] 39[ 400] 98 900 63[ 400] 71 86 75014 64 116 52 63 346 82 559 670 842 45 941 50[ 400] 7606 92[ 1000] 101[ 1000] 4[ 400] 7[ 400] 47 218[ 400] 99 363 66 97 534 77 400 624 46 66 84 703 880 958 66 70 75 77002[ 1000] 10 33 129 60[ 400] 61 84[ 3000] 232 33 335 44 428 29 528 53 614[ 1000] 26 5 [ 400] 68 80 702 12000 829 964 84 78011 18 28[ 400 113 15 76 219 21 73 301 28 53[ 400] 96 449 55 60 656 97 15000] 823[ 400] 96 7901 [ 400] 94 179 344 401 500 12[ 400] 618[ 400] 25 47 62[ 400] 741 98 84% 63 82 904 85 80027 75 99 280 302 7[ 2000] 566[ 1000] 606 7 13 29 41 46 74 91 95[ 400] 735 46 81 932[ 1000] 68[ 400] 94 81065 74 153 446 74 84 689 785 38 72 78 97 800 1[ 400] 13 35 82017 37[ 400] 57 144[ 400 63 66 867 93 210 68 88 322 29 89 416 46 70 83 94 535 625[ 400] 27 78 80 700 19 37[ 1000] 39[ 400] 96 864 83001 4 75 90 157 71 97 201715 91 32: 56 68[ 400] 417 92 513 620 38 59 75[ 1000 718 28 863 77 965 84004 100 7 10[ 1000] 47[ 400] 208 15 345 83 457 93[ 400] 538 73[ 3000] 63: [ 400] 56 734 92[ 400] 800[ 400] 10[ 3000] 53 90 951 75 86 85069 134 85 264 76[ 1000] 305 24[ 400] 45 84 400 92 520 79 80 86[ 1000] 92 97 676 77 87 767[ 400] 810 23 38 56 918 56 75 86059[ 400 67 83 199[ 400] 280 309 39[ 400] 76 97 411 56 68 91 96[ 400] 564 62: 720[ 400] 920 35[ 2000] 46 87000 34 47 78 108[ 400] 33 40 233 33 [ 400] 66[ 400] 449 83 503 97 660 80 737[ 400] 46 816 19 72 965 68 8808 93 163 64 85[ 1000] 209 42 74 318 41 440 522 622 81 770[ 400] 81 83 89011[ 1000] 13 38 123 44 81 209 63 322 63 478 504 66 623[ 400] 28 5 65 96 99 736[ 1000] 927[ 400] 33 65[ 1000] 72 80 81 94 90035 48 75[ 400] 80 82[ 400] 271[ 400] 78[ 400] 359 435 5 [ 400] 63 557 59 609[ 400] 79 99 735 814 68[ 2000] 925[ 1000] 91038 66 109 56 80[ 400] 252 64 310 44 429[ 1000 501 33 40[ 400] 77 83 8 90 641 705 32 1000] 801 91 904 34[ 400] 92067 92 292 96 381 553 8 89 689 96 809[ 1000] 80 98[ 400] 988 55 93040 78 132[ 400] 81 20 13 46 1000] 58 323 55 628 79 804 23 67[ 1000] 923 48 83 94019 17 88 232 45 320 30 94 410 576 622 46 59 71$ 9 701 23 867 907 44 95000 97[ 400] 98 110 47 95 209[ 400] 395 454 85 519 40[ 400 731 68 78 86 90 899 956[ 400] 58 93 96043 83 136 42 58[ 400] 63 8 247 98 311 59 453 91 592[ 400] 658 65 75[ 400] 868 98 910 66 9704 79[ 400] 117[ 400] 28[ 2000] 37 323[ 1000] 83 438 510 51 81[ 400] 63 55[ 400] 73 772 825 916 98034 36 61 64 74 77 85 108 49 419 62 56: 98[ 400] 664[ 1000] 708 40 74 820 55 64[ 400] 70 99006 169 200 4 [ 400] 305 51 66 449 60 515 53 77 613 16 28[ 400] 57[ 1000] 91 705 2: 37 92 909 74 Bu vermieten: obl. oder unmöbl. 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