Nr. 31. Abonnementsprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberhefftsche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 6. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Vfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bowens Hnmafsung. RK. Mr. Bowen, der ehrliche Makler" zwischen Venezuela und den Blockademächten, rechtfertigt mit jedem Tage mehr das Mißtrauen, das ihm die deutsche Presse von Anfang an entgegenbrachte. Dieser wackere Herr legt es ganz offen darauf an, die Blockademächte übers Ohr zu hauen: Er erklärt, die Verhandlungen in Washington, bei denen er als Vertreter Venezuelas fungiert, gälten nicht allein der Regelung der finanziellen Bezi Jungen zwischen Venezuela und den Blockabemächten, sondern es müßten auch die übrigen Mächte, die von Venezuela Geld zu fördern haben, bei diesen Verhandlungen mit berücksichtigt werden. Die Blockademächte haben sich darauf um des lieben Friedens willen eingelassen und erklärt, sie wollten Castros Vorschlag, 30 Prozent der venezolanischen Zolleinnahmen zur Tilgung der Schulden Venezuelas zu verwenden, annehmen; sie wollten auch nichts bagegen einwenden, daß die anderen Mächte zugleich mit Deutschland, England und Italien befriedigt würden. Aber sie müßten darauf bestehen, daß sie von diesen 30 Prozent der Zolleinkünfte 20 Prozent und die anderen Gläubiger 10 Prozent davon erhalten. Herr Bomen lehnte dies ohne weiteres ab. Er sagte, die Ansicht, daß man durch Blockaden und Beschießungen einen Anspruch auf Vorzugs- Behandlung rechtmäßig erlange, fönne er schon grundsäzlich nicht annehmen. Das ist ja ein netter Standpunkt. Nach Herrn Bowen wäre dann also ein Staat, der eine andere Nation mit Zwangsmitteln dazu anhält, ihn zu befriedigen, zugleich der Gerichtsvollzieher sämtlicher übrigen Gläubiger jenec Nation! Eine solche Anschauung führt zu ganz to.len und praktisch unmöglich zu duldenden Konsequenzen. Mit dieser natürlich im Interesse Venezuelas und der an der Blockade nicht beteiligten Mächte vorgebrachten Anschauung ist Herr Bowen aber noch nicht am Schlusse seiner politischen Weisheit angelangt: Er erlaubte sich vielmehr in einer Konferenz mit den Vertretern Deutschlands, Englands und Italiens die Dreistigkeit, zu versuchen, ob er das Bündnis dieser drei Mächte nicht auseinander bringen könne. Er, der unbedeutende Diplomat, der Vertreter der Union bei einer Macht dritten Ranges, erzählte dem britischen Botschafter in arrogant belehrenden Tone: Es würde große Ueberraschung und Bedauern verursachen, wenn Großbritannien auch nur daran gedacht habe, das Bündnis einen Augenblick länger, als durchaus nötig, bestehen zu lassen." Leider scheint diese taktiose und ungehörige Einmischung nicht sogleich die gebührende Antwort erhalten zu haben, ebensowenig die daran geknüpfte Forderung Bowens, die drei Mächte sollten die Blockade sofort" aufheben. Im Gegenteil: die Mächte haben angesichts der Dreistigkeit Bowens noch weiter nachgegeben. Der eben in Washington angelangte deutsche Geschäftsträger Baron Speck v. Sternburg hat nachträglich im Einverständnis mit den Vertretern der beiden anderen Mächte erklärt, sie wollten sich mit einer nur auf drei Monate ausgedehnten Bevorzugung der Blockademächte bei der Regelung der Schulden Venezuelas begnügen, auf dieser Forderung müßten sie aber ehrenhalber bestehen. Daß Bowen auf dieses Anerbieten einging, war nur natürlich; einen besseren Erfolg seiner Dreistigteit hätte er sich ja garnicht wünschen können. Natürlich stellte sich der Biedere, als wenn dies Anerbieten noch nicht entgegenkommend genug sei; er meinte, erst müsse er die anderen in Venezuela interessierten Mächte befragen, ob sie einverstanden seien. Selbstverständlich werden sie darauf eingehen und Herrn Bowen als den großen Diplomaten feiern, der den Vertretern der drei Mächte mit so gutem Erfolge ein Schnippchen geschlagen hat. Rühmlich ist dieser Ausgang des ganzen Handels für die drei Blockademächte nicht, und daß er es nicht ist, haben sie der Einmischung der Union zu verdanken, die dem alten Europa noch manche bittere Pille verabfolgen wird, wenn man ihr nicht bald einen gehörigen Denkzettel verabreicht. Castro solt inzwischen einen neuen Sieg davongetragen haben. Nach einer Meldung aus Caracas haben die Truppen des Aufständischenführers Matos bei Catamagua eine neue Niederlage erlitten, bei der 200 Aufständische, darunter 50iziere, in Gefangenschaft geraten seien. ,, Durch diesen Sieg, versichert Castro mit bekannter Ruhmredigteit ,,, ist die von Matos geleitete revolutionäre Bewegung endgültig unterdrückt." Diese Versicherung steht auf sehr schwachen Füßen: Nach den lezten Meldungen aus Caracas steht die ganze Armee der Aufständischen vor den Toren von Caracas, und Castros Lage ist höchst kritisch. Am Mittwoch hat Castro wieder einmal die einheimischen und fremden Kaufleute aufgefordert, eine zweite Zwangsanleihe von etwa 112 Millionen Bolivares zu zeichnen. In Caracas waren am Mittwoch Gerüchte von einer bevorstehenden Beschießung von La Guaira in Umlauf. Angeblich hätten die blockierenden Mächte den Behörden in La Guaira befannt gegeben, daß sie das Fort bombardieren würden, wenn sie venezolanische Soldaten in der Stadt jähen. Nachträglich stellte sich heraus, daß dieje Nachricht lediglich blinder Lärm war. Der deutsche kleine Kreuzer ,, Sperber" ist zur Verstärkung des venezolanischer Blockadegeschwaders in Curaças eingetroffen. 251. Sigung. Deutfcher Reichstag. Eigener Bericht. Deutsche Auslandspolitik. Des Reichskanzlers schwerster Tag! Die Sozialdemo kratie hatte den Abg. Ledebour, einen beredten Herrn von bedeutendem taustischen Humor, vorgeschickt, um die Auslandspolitik des vierten Reichstanzlers anzugreifen. Noch; während der Abg. Ledebour unter dem to senden Beifall der Linken die Treppe herunterstieg, erhob sich der Reichskanzler, um seine Politik zu rechtfertigen. Wo habe er denn, wie die Sozialdemokraten behaupten, Abenteuererpolitik getrieben? In der Samsafrage? Nun, hier sei Deutschland doch gut fortgekommen und die beiden mitbeteiligten Mächte jeten mit der de tschen Politik zu frieden gewesen. In der Chinafrage? Nun, hier haben wir Gleichberechtigung mit den anderen Staaten in dem Handelsverkehr erlangt. In der Venezuelafrage? Nun, hier werde Deutschland zu seinem Gelde kommen. In seiner Politik habe er sich immer bemüht, die Mitte zwischen der Linken und der Politik des Abg. Dr. Hasse zu halten. In ein Schneckenhaus könne man sich heute nicht mehr verkriechen. Die weltwirtschaftliche Entwickelung unserer Zeit bedinge auch die Weltpolitik. Bezüglich der Aeußerungen über den Kaiser erklärte der Reichskanzler: Der Monarch sei die unverletzliche und unverantwortliche Person. Deshalb lehne er es ab, dem Abg. Ledebour auf diese Bemerkungen zu antworten. Mit lautem Beifall bekundete die Rechte ihre Zustimmung, die der Abg. Gamp noch besonders aussprach. Im übrigen fordert dieser Abgeordnete eine andere Instanz für Wahlprüfungen. Nachdem der Täne Jessen sich über die Ausweisungen in Nordschleswig beschwert und damit der Debatte neue Wege gezeigt hatte, bewegen sich die folgenden Redner dennoch im alten Geleis: Sicherung des Wahlgeheimnisses, die von den Gegnern ebens verächtlich wie geschmacklos als Klosettgeset" bezeichnet wird Diätenfrage und Neueinteilung der Wahlkreise. Abg. v. Richthofen( toni., ist gegen diese Neuerungen; Abg. Das bach( 3entr.) für die beiden ersten, aber gegen die Neueinteilung der Wahlkreise. Zum Schluß gab es noch einen kleinen Zusammenstoß. Der polnische Abgeordnete v. Glembɔcki fam auf die Marienburger Kaiserrede zu sprechen, die er als einen offenen Aufruf zum Kampf gegen die Polen und eine ,, Pflichtvergessenheit" des sisers bezeichnete. Zwei Ordnungsrufe wurden dem Redner zu teil: Graf Posadowsky trat den Ausführungen des Redners entge gen und ermahnte die Polen, keine Geheimbündelei zu treiben. Nach den üblichen persönlichen Bemerkungen bertagt sich das Haus. Die Politik. Die Kaisermanöver werden in diesem Jahre, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter zuverlässig erfährt, doch im Königreich Sachsen stattfinden. Wie endgiltig bestimmt ist, werden das 19. und das 12. Armeekorps sich an den Kaisermanövern beteiligen. Damit wird zugleich die frühere Meldung, das 12. Armeekorps, dessen Kommandeur der Kronprinz von Sachsen ist, werde aus Rücksicht auf dessen Familienverhältnisse ausgeschaltet werden, als unzutreffend erwiesen. Kaiserparade findet bei Leipzig statt. Die Die mazedonischen Wirren. )-( In der Behandlung der mazedonischen Frage herrscht, wie sich jest herausstellt, nicht nur zwischen Desterreich und Rußland, sondern auch zwischen diesen beiden Mächten und Italien volle Einmütigkeit. Alle drei Mächte wollen versuchen, den Frieden aufrecht zu erhalten, in jedem Falle aber, ob nun eine feindliche oder eine friegerische Beilegung der Wirren in Mazedonien stattfindet, soll der Status quo in der Türkei gewahrt bleiben. Aus Konstantinopel kommen inzwischen neue Nachrichten über Streifzüge bulgarischer Banden auf türkischem Gebiet. Mehrfach kam es zu Zusammenstößen und Kämpfen zwischen diesen Banden und türkischen Truppen; bisher gelang es den Banden noch regelmäßig, zu entweichen. Die bulgarische Regierung scheint machtlos, diesem Unwesen ein Ziel zu setzen. Bu Hamaras Schicksal. Bu Hamara soll nun wieder nicht gefangen sein. Angeblich soll der Mann, den der Sultan im Triumph nach einer Meldu ig in einem Käfig, nach der anderen auf einem Esel gebuu en- nach Fez führte, nicht Bu Hamara, sondern ein anderer Marokkaner gewesen sein. Entweder ist also der Sultan von den Kabylen, die ihm gegen ein Kopfgeld von 50 000 Dollars den Prätendenten auszu liefern versprachen, gröblich hinters Licht geführt worden, oder er hat selbst die Bevölkerung von Fez über die Bedeutung seines Sieges täuschen wollen. Ueber Bu Ha maras wirkliches Schicksal sind die verschiedensten Nach richten im Umlauf; der Meldung, er sei entkommen, steht eine andere gegenüber, wonach er tatsächlich im Gefecht gefallen sein sol.. Die Schlacht zwischen den Sultans truppen und der Aufständischen soll sehr blutig gewesen sein, der Sultan verlor über 2000 Mann. Kurze politische Nachrichten. Berlin, 5. Februar.( Hofbericht.) Die Nord seefahrt, die der Kaiser Mitte dieses Monats anzutreten beabsichtigt, hat als erstes Ziel Helgoland und wird besonders der Besichtigung der Abbrödelungen gewidmet sein, welche an der Nordspizze der Insel durch die letzin Stürme hervorgerufen sind. * Eine Anzahl rumänischer Offiziere und Techniker ist vor kurzem in Berlin angekommen, um Vorbereitun gen für Neueinrichtung der staatlichen Waffenfabriken Rumäniens zu treffen. Rumänien ist dabei, ein neues Gewehr in der Armee einzuführen. * Der Madrider Ministerrat hat beschlossen, die Ma terialien für das bei Malaga zu errichtende Denkmal für die mit der ,, Gneisenau" untergegangenen deutsch en Seeleute von den Eingangszöllen zu befreien. * In Barcelona hat der Ausstand begonnen. 8000 Färber sind in den Ausstand getreten. Es scheint aber, als sei ein allgemeiner Ausstand abgewendet, da die Fuhrleute und Kutscher nicht mitstreifen wollen. In Reus dauert der allgemeine Ausstand fort, und es ist keine Aussicht auf dessen baldige Beendigung. In Madrid war auch ein Fuhrmannsstreik ausgebrochen, ist aber nach furzer Dauer wieder beigelegt worden. * In Honduras hat der Präsident, General Sierra, sein Amt niedergelegt und der zum Präsidenten gewählte Dr. Bonilla hat sich zum Präsidenten proklamiert. Damit ist die Präsidentschaftskrise in diesem Staate beendet. 13. Sigung. Preussifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Nochmals die Trakehner Schulen. Bei der Weiterberatung des Etats des Gestützverwaltung kam Abg. Kopsch( freis. Vp.) nochmals auf die Trakehner Schulvorgänge zurück. Die Angriffe auf Dr. Baalzow und den Lehrer Nickel könne Herr v. Posadowsky nicht beweisen. Auch den Trakehner Lehrern müßte die Flucht in die Oeffentlichkeit gestattet werden. Wie sei Herr v. Oldenburg dazu gekommen, hier Mitteilungen aus einem amtlichen Protokoll zu machen? Doch nur durch einen Bruch des Amtsgeheimnisses! Wie die Verhältnisse in Trakehnen liegen, zeigten schon zwei Zahlen: Für 70 Hengste werde ein Stall für 120 000 Mart erbaut, für 70 Kinder ein Schulhaus für 20 000 Mart. Landwirtschaftsminister v. Podbielski betonte, die Zahlenangabe des Abg. Kopsch stimme nicht, für die Gestütsterwaltung seien vom Landtag 1 500 000 Mark bewilligt, davon seien 717 000 Mart für Schulen und Arbeiterhäuser ausgegeben. Es seien 8 Schulen fertiggestellt und 6 noch im Bau. Ob er ein Disziplinarverfahren gegen Nickel einleiten werde, wisse er heute noch nicht. Präsident v. Kröcher rief hierauf den Abg. Kopsch nachträglich zur Ordnung, weil er den Landstallmeister b. Dettingen der Korruption beschuldigt habe. Abg. v. Loebell( fon)., befämpfte die Ausführungen bes Abg. Kopsch. Die weitere Debatte brachte nichts me sentliches. Der Etat der Gestütsverwaltung wurde bewilligt, ebenso der Etat der Seehandlung. Nächste Sizung Donnerstag. 14. Sigung. Eigener Berich Polizeiliche Mißgriffe. Willich- Affaire. Zu einer Erörterung über die in lezter Zeit vorge tommenen polizeilichen Mißgriffe gab der Etat des Ministeriums des Innern Veranlassung. Der Minister Frhr. v. Hammerstein nahm dazu selbst das Wort und besprach die wichtigsten Fälle. Grundjäßlich wolle er gern zugeben, daß in einer Reihe von Fällen die Organe der Polizei ungehörig verfahren seien. Diese Mißgriffe beflage niemand mehr als er. Andererseits habe die Polizei eine schwere und undankbare Aufgabe zu erfüllen, und unter 30 000 Polizeibeamten befänden sich gewiß auch solche, die nicht für ihren Beruf geeignet seien. Im allgemeinen sei die preußische Polizei heute mehr als je davon durchbrungen, daß sie zum Schuße des Pub. lifums da sei. Gegen einzelne vorgekommene Mißgriffe sei er stets energisch vorgegangen. In der Angelegenheit der Fesselung des Braunschweiger Kaufmanns Tampke auf dem Transport nach Zelle und seiner Internierung benen im Hause meines Onkels unbequem getvorben, darunt haben sie mich fortgefchidt." Madngatan hatte auch ohne erst in dem einit um ermessen zu können, was man ihr mit dieser ja den Durst nach Freiheit, nach Glück in dem Die eintönige Antwort erschütterte ihn tief. Er fannte ajen, und auf dem Gedanken, wie eigenartig doch dieses unsie wieder heraufbeschwören. doch in seine Seele eingeprägt regelmäßige, energische Gesichtchen wirkte, wie fest es sich Augenblicken oft mühsam genug den Groll gegen hatte, er mußte in solchen 9 einem bellen Morgen des letzten Conntags im ett απ Leben unerschütterlichen Glauben an sich selbst erschüttert. Nach er in seinem Innern. Je länger er Umschau in seinem Kenmal aus seiner Selbstzufriedenheit aufgestört, forschte lich derjenigen Betras lang? Tief betroffen, zum erhielt, je stärker wurde er in seinem bisher so cine fcheve niedergeschlagenheit über Behauptung jein, bie so unheimlich ähnch fam Baul tüßte sie flüchtig auf die Bange. Da nahm er sie noch einmal in seine Arme. Sie schüttelte den Kopf. Ihre Lippen zuten. Bist blaß, eine Frau, fehlt dir etwas?" Kind, du bist ja ganz kalt! Frierst du denn so?" " Ach," meinte die Mutter energisch, wer wird denr innnigen Herbsttagen frieren! Hab did g Thefet die Polize: zu tadeln. Gründliche Abhilfe sei jezt geIchaffen. Im Fall Rappaport habe die Untersuchung ergeben, daß die Frau einen anstößigen Lebenswandel führte. Nachher sei auch ihre Scheidung wegen bruchs erfolgt. Auch die Fesselung des Redakteurs Hoffmann in Kattowiß sei zu Unrecht erfolgt; dergleichen folle fortan vermieden werden. Der Minister ging noch auf einige andere Fälle ein und schloß, es seien Maßnahmen getroffen, die hoffen ließen, daß nach und nach die Mißgriffe versanvänden. In der weiteren Debatte ging Abg. Ernst( freis. Bgg.) auf den Fall Willich ausfährlich ein. Er erklärte, das Verhalten der Regierung in dem Stampfe des Landrats von Willich gegen den Bund der Landwirte sei die Veranlassung zum Tode Willichs. Schließlich habe die Regierung Willich zur Unterwerfung unter den Bund der Landwirte gezwungen. Minister v. Hammerstein bestritt aufs allerentschiedenste, daß die Regierung den Landrat v. Willich im Etich gelassen oder gar in den Tod getrieben habe. Es sei vollkommen unrichtig, daß zum Geburtstag des Maijers Kundgebungen gegen Herrn v. Willich beabsichtigt gewesen seien, Herr 5. Endell habe ihm nur mitgeteilt, daß, falls Herr v. Willich an der Feier teilnehme, Endells Freunde sich leider fernhalten müßten. Hierin liege aber nicht die Ursache des Todes des Landrats, sondern in seinem frankhaften nervösen Zustande. Abg. Dr. Krause ( natl.) bemerfte, Major Endell habe über den Tod WilAchs Redensarten veröffentlicht, die den Toten zu be Lasten schienen. Auf dem Ehrenschilde des Herrn v. Wilfich liege aber nicht ein Stäubchen. Der Oberpräsident hätte gegen Herrn v. Endell einschreiten müssen. Dieser habe eine Lotterwirtschaft in der Landwirtschaftskammer geführt. Der Minister solle mit einem eisernen Besen in der Provinz Bosen gründlich ausfegen. Abg. vɔn Heydebrandt verteidigte die Haltung der Regie rung. Abg. Frhr. v. Wangenheim( fons.) meinte, daß der Major Endell aus dem Ehrengerichtsverfahren glänzend gerechtfertigt hervorgegangen sei und nur eine Berwarnung wegen eines Verstoßes erhalten habe. In der weiteren Debatte teilte der Minister mit, daß die Frage der Neueinteilung der Wahlkreise in einer der nächsten Sessionen gelöst werden solle. Dann vertagt sich bas Haus. Nab und fern. (!) Giron entlarvt. Es wird jest bekannt, daß Givon in Ostende die standalösesten Beziehungen zu anrüchigen Halbweltdamen unterhalten hat. In Mentone ist das allgemeines Gespräch und hat Giron sowie der Prinzessin Luise manche unangenehme Verachtungsbezeigungen zugezogen. Das soll auch mit der Grund sein, daß das Baar so schnell Mentone verlassen hat. In Dresden - war das Gerücht verbreitet, daß Prinzessin Luise dort eingetroffen und im Hotel ,, Europäischer Hof" abgestiegen fei. Dem widerspricht aber, daß ihr Dresdener Rechtsanwalt Dr. Zehme telegraphi nach Genf berufen wurde. Das Befinden ihres Sohne, des Prinzen Friedrich Christian von Sachsen, hat sich leider noch immer nicht gebessert. [ Klein und doch groß.] Der dieser Tage verstorbene Staatsmann Delbrüd hatte wegen seiner förperlichen Kleinheit während seiner Studienjahre manchen Spott zu erdulden. So wäre es bei einem Frühschoppen einstmals zu einem argen Rencontre gekommen. Ein Komilitone hatte scherzhaft geäußert: ,, Den Delbrück stecke ich in meine Westentasche." Schlagfertig replizierte der Angeulfte: Dann hättest du in deiner Westentasche mehr als in deinem Kopf."- Beim Assessorexamen ging's Delbrück ähnlich. Ein Examinator apostrophierte ihn mit: ,, Eie Kleiner!" Indigniert erhob er sich mit der scharf pointierten Frage: ,, Seit wann werden denn preußische Assessoren mit der Elle gemessen?!" $[ Der Lehrer als Kannibale.] Der Lehrer der zweiten Klasse einer Mädchenschule in Hannover feierte vor einigen Tagen seinen Geburtstag. Die Schülerinnen der Klasse schenkten dem Lehrer eine große Torte auf einer Borzellanplatte, mit Krapfen umgeben. Das Geschenk war begleitet von einem Briefe, der folgenden Wunsch enthielt: ,, Dieses schenkt die zweite Klasse und wünscht guten Appetit! Verzehren Sie die ganze Masse Ihre Frau und Kinder mit." und Sechste Vorstellung des Theatervereins. ):([ Ein humorvoller Wirt.] Gin von großer Freimütigkeit des Wirtes zeugendes Wirtshausschild hat ein Italienreisender in der Nähe von Neapel entdeckt. Man liest dort: ,, Non andate a farvi rubare altrove- Venite qui!" Deutsch heißt das:„ Gehet nicht anderswohin, um Euch bestehlen zu lassen kommt hierher!" In so aufrichtiger Weise hat wohl noch fein Hotelwirt zugegeben, daß er die Leute schröpfen will. ::[ Vater Noah auf der Säuferliste.] Seitdem in England das Gesez gegen die Völlerei eingeführt ist, ereignen sich dort täglich vor Gericht bei der Aburteilung von Trunkenbolden die merkwürdigsten Zwischenfälle. So jagte unlängst in einer Londoner Gerichtsverhandlung gegen einen Gewohnheitssäufer Richter William Grantham in einer Ansprache an die Jury, daß es nach der Bibel schon in den ältesten Zeiten Säufer gegeben habe, wie der Fall Noah" beweise; man habe sich schon betrunken, als es auf dem weiten Erdenrund noch keine Kneipe gab, und man dürfe daher nicht erwarten, daß man durch Verringerung der Zahl der Schenken die Trunkenheit mit einem Schlage aus der Welt schaffen würde. Dem Obmann der Jury schien diese richterliche Ansprache nicht zu gefallen, denn er nahm sofort einen Bleistift zur Hand und dichtete ein paar grauenerregende Berse, die er schweigend dem Richter überreichte und die in deutscher Brosaübersetzung etwa folgendermaßen lauten: ,, D, Sir William, du hast Noah erwähnt, den Kapitän der Arche, der sich fürchterlich berauschte, als er wieder festes Land unter den Beinen hatte. Wenn du dabei gewesen wärest, hättest du ihn sicher auf die Säuferliste jeßen lassen!" Der Richter erwiderte diese Verse mit ebenso schlechten, indem er meinte, Noah hätte bei ihm we nigstens auf mildernde Umstände rechnen dürfen, da doch im Wasser ,, all sündhaft Vieh und Menschenfind ertränkt worden wären." Grillparzers ,, Jüdin von Toledo". Die sechste Borstellung des Theatervereins brachte Grillparzers Jüdin von Toledo"; ein Wagnis, das nicht übel gelungen ist. Es ist das letzte Werk des österreichischen Dichters, der Schlußstein einer 40jährigen dramatischen Thätigkeit im großen Stile. Gedichtet ist es in den Stürmen der Märzrevolution, deren Ausschreitungen den größten Widerwillen Grillparzers erregt haben; zu derselben 3 it, wo Hebbel ein ähnliches Thema in seiner„ Agnes Bernauer ,, behandelte, in der sich dieser ebenfalls auf die Seite der Staatsraison stellt und g'gen jede Störung der Ordnung austritt. Es lag damals umso näher, als in jenen Tagen eine launenhafte Tänzerin mit spanischem Namen einen deutschen König in ihre Fesseln geschlagen und Verwirrung genug gestiftet hatte. Grillparzers Vorlage war„ Die Jüdin von Toledo" des spanischen Dichters Lope de Vega, eines Beitgenossen Shakespeares. Lope war der Lieblingsdichter Grillparzers in seiner letzten Epoche; er schäßte an ihm besonders dessen Sinn für das Natürliche, die Gabe lebendiger und mannigfaltiger Charakteristik. An ihm hat er seinen Wirklichkeitssinn gestärft, in seinen Werken hat er Trost gefunden zu einer Beit, wo sich die Poesie in Abstraftionen und Klügeleien gefiel. So trägt denn auch in der That diese legte köstliche abe des großen Dramatikers den Stempel seiner lebensvollen, auf das Charakteristische gerichteten Kunst. Als der Held des Dramas ist der König Alfonso zu betrachten. In ihm verkörpert der Dichter die Anschauung, die er selbst im Lebensgange aus eigener Erfahrung gewonnen hatte, daß der Mensch allein durch das Läuterungsfeuer der [ Ein unglücklicher Friedensayostel] ist der württembergische Reichstagsabgeordnete Dr. Hoffmann- Hall, der, wie die Leser unseres Reichstagsberichtes wissen, durch seine gutgemeinte, aber von unfreiwilliger Komik strogende Rede über die internationale Abrüstung die stürmische Heiterfeit des hohen Hauses erregte. Aus den geflügelten Worten, die er münzte, seien einige hier noch angeführt und dem Vergessen entzogen: Weder für Sieger noch Besiegte hat der Krieg je Vorteile gebracht. Man muß den Krieg töten, um den Frieden an seine Stelle zu setzen. Ich habe den Krieg getötet und will den Frieden an seine Stelle sezen." Dieser edle Entschluß Herrn Hoffmanns müßte den Mächten doch eigentlich genügen. Und weiter: ,, Warum soll eigentlich der deutsche Patriotismus nicht auch ein europäischer sein? Ein Berliner z. B. wird sich in Paris, Mailand, Rom heimischer fühlen, als in einer deutschen Kleinstadt." Bunte Chronit. In Magdeburg schlug der Zapfer Kelm in einem Streite die Kassiererin klaar mit einem Holzhammer nieder, eilte dann nach dem Boden und stürzte sich auf den Hof hinab, wo er tot liegen blieb. Die Klaar wurde in hoffnungslosem Zustande ins Kranhaus gebracht. - Das seit Dezember verschwundene Papenburger Schiff Harmonie", Kapitän Lampen, mit Kohlen von England nach Ems bestimmt, ist im Dollart angetrieben. Zwei Leichen sind bereits geborgen. Das neuliche Attentat auf den Sekretär des verhafteten Bankdirektors Wulf in Dortmund stellt sich als Tummerjungenstreich heraus. Es waren nicht Revolverschüsse, sondern Feuerwerkskörper, sogenannte Frösche, durch die der Knall hervorgerufen wurde. Ter in Paris vor drei Wochen verhaftete württembergische Bankier Speidel wird nächste Woche an Deutschland ausgeliefert. Die Polizei fand bei ihm 5000 Mt. in Papier und 100 mt. in Gold. - Der Polizeiſergeant Haase aus Graudenz, der von den dortigen Behörden wegen Kuppelei und Meineids verfolgt wird, ermordete in einem in der Nähe von Weißenfels gelegenen Holze seine Frau durch sieben Revolverschüsse und zwei Messerstiche. Dann floh er nach Weißenfels und versuchte, sich im Garten des Krankenhauses zu erschießen. Seine Verlegungen sind nicht tötlich. Zwei Engelmacherinnen wurden gleichzeitig in London gehenft; beide pflegten gewerbsmäßig neugeborene uneheliche Kinder zu ermorden, nachdem sie den Müttern gröBere Summen für die Adoption der betreffenden KinSer entlockt hatten. Schuld hindurch zu einer gef stigten Persönlichkeit gelangen fönnen, daß unerprobte, angele: nte Tugend ohne rechten Kern sei. Es liegt also hier die alte, schöne Weisheit zu Grunde, daß im Himmel mehr Freude sei über Einen Sünder, der Buße tue als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Bei Grillparzer vollzieht sich dieser Prozeß in dem zu früh gereiften und allzu lebenssicher gewordenen Könige auf Kosten eines anderen Menschen, der Jüdin Rahel. Sie ist vielleicht die eigentümlichste in der langen Reihe der Frauengestalten, die er geschaffen hat; eine wunderbare Mischung von Eigenschaften, ein schillerndes, naturhaftes Wesen; doch gerade das, was Fontane einmal die Gottesgabe des moralischen Defekts genannt hat, drückt ihr das Gepräge des Menschlichen auf und hebt sie über die kalte Tugend der Königin. 6. Be Bermert entsprechenb Boftverwalt Bermerte Schalterfl werden, dar war oder 1. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll Nuszug. W Gießen, 3. Februar 1903. ( Forts hung.) 2. Borstandswahl: Die Neuwahlen der Kammn sind durch Groß. Ministerium bestätigt worden. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden Herr Kommerzienrat J C. B. Koch als Vorsitzender und Herr Kommerzienrat 2 Heichelheim als Stellv. Borsigender einstimmig wiedergewählt Beide Herren nahmen die auf sie gefallene Wahl dankend an Den König spielte Herr Illiger vom Hoftheater zu Karlsruhe, ein noch jugendlicher Künstler von schöner Begabung. In den ersten Akten nahm er freilich das Tempo etwas zu schnell. In dem rasch vorüberrauschenden Strome der Worte fam der Inhalt zu wenig zu seinem Rechte; in den letzten Aufzügen befreite sich der Künstler dagegen ersicht lich von dem Banne des Schablonenhaften und arbeitete sich zu einer fräftigen, charakteristischen Darstellung durch. Von den Witgliedern unsere Stadttheaters verdient Frl. Feige besondere Anerkennung für die Durchführung der schwierigen Rolle der Jüdin; leider ist ihre Stimme noch zu wenig modulationsfähig. Eine befriedigende Leistung war der Jude des Herrn Orlop. Herrn von Stahl( Don Garceran) gelang es diesmal besser wie sonst sein widerspenstiges Organ zu beherrschen. In ganzen war die Aufführung, wenn man die Schwierigkeit der Aufgabe bedenft, eine der besten dieses Winters. Prof. Dr. J. Collin. 3. Weltausstellung in St. Louis 1904. Der Herr Vorsitzende berichtete über einen Vortrag welchen der deutsche Reichskommissar für die Weltausstellung am 2. Februar in Darmstadt gehalten hat. Nach dessen Ausführungen sei die Lage von St Louis inmitten eines industriell und landwirtschaftlich hochentwickelten Gebietes für eine Ausstellung sehr geeignet, und bei der Aufnahme fähigkeit dieser Länderstriche sei die Einleitung von Geschäfts verbindungen mit deutschen Firmen zu erwarten. Für den Absag fämen abgesehen von anderen, die Interessen des hiesigen Bezirks nicht berührenden Artikel in Betracht: Berl zeugmaschinen, Unterrichtsgegenstände, Einrichtungen von chemischen Laboratorien, astronomischen und batteriologische Instituten. Es sei zu erwarten, daß Ausstellungen der lez teren Art von amerikanischen Hochschulen glatt übernommen würden. - leiften fonn restzeitig v b) Bul Raufmanneg wurf: 100 alle Entschei furrenzflaufe objefte; c) Her ( ein felbftär des Entwur 7) c bels- und die Poftant bergifchen& ganze Reich den Umschlo Gewicht eing bere die Ges Rammer bef weifungsumf 8) Be Nach§ 18 werden Ser hinausgeherm daß je ange fammer Br 4. Reservefonds der Berufsgenossenschaf ten. Das Gewerbe- Unfallversicherungsgesetz vom 30. Juni 1900 enthielt in§ 34 eine Bestimmung, welche den Beruft genossenschaften die Ansammlung außerordentlich hoher Re servefonds vorschreibt und das seitherige Umlageverfahren 8t. durch das Kapitaldeckungsverfahren ersetzt. Begründe wurde diese Aenderung gegenüber dem Gesez vom 6. Juli 1884 damit, daß die Industrie nicht in der Lage sei, die bis zum Jahre 960 steigenden jährlichen Umlagen der Be rufsgenossenschaften mitzubringen, daher müsse ein Teil ihre Leistungen durch Zen aus dem Reservefonds der Berufs genesse schaften aufgebracht werden. Die Industrie erblid in dieser neuen Bestimmung feine Erleichterung, sondern eine schwere Städigung ihrer Interessen. Die Untersuchungen des Verbandes der deutschen Berufsgenossenschaften haben ergeben, daß die Belastung der Industrie in Bufunft feines wegs so hoch sein wird, als bei der Beratung des jepes angenommen wurde. Außerdem werden der Industrie in folge der Ansammlung hoher Reservefonds durch die Berufs genossenschaften, welche erheblich niedrigere 8inserträge bringen als die industriellen Betriebe, große Kapitalien entzogen. Die Industrie wird durch das Kapitaldeckungs- Verfahren erhebli stärker belastet als durch das seitherige Umlageverfahren. Die Kammer sprach sich daher für die Aufhebung des§ 34 des neuen Gewerbe- Unsall- Versicherungsgesches aus. 5. Kaufmannsgerichte Die Kammer hat sis früher( 1896, 1901) wiederholt mit der Frage der Errich tung faufmännischer Sondergerichte beschäftigte und dab stets eine ablehnende Haltung eingenommen, da nach den b.sherigen Erfahrungen im hiesigen Bezirk ein Be dürfnis nach derartigen Gerichten nicht besteht. Da abe der dem Bundesrat vorgelegte Gefeßentwurf betr. Kaufmanns gerichte voraussichtlich Gesezestfraft erlangen wird, so beschlos die Kammer folgende Aenderung n des Entwurfs zu bean tragen: a) Aufnahme der Streitigkeiten, die sich aus der Konkurrenz flaujel ergeben, in die Zuständigkeit der Kaufmannsgerichte d) Herabs Bung der Mindestaltersgrenze für Beifißer von 30 auf 25 Jahre; e) Außerdem befürwortete die Kammer die Streichung des§ 14 des Entwurfs( Berechtigung der Kaufmannsgerichte zu Erstattung von Gutachten und Stellung von Anträgen in Fragen des taufm. Dienst- und Lehrverhältnisses), da diese Thätigkeit zur Kompetenz der Handelskammer gehört Jetzt noch ist es Zeit, daß ein jeder Geschäftsmann für das laufende Jab möglichst günstige Abschlüsse mit den Tageszeitungen bezüglich seiner Inserate und Reklamen erzielt. Da umsichtige Geschäftsmann muß aber auch darauf bedact sein, daß seine Empfehlungen recht weit und breit b fannt werden. Wir empfehlen darum die in unseren Verlage erscheinenden Giessener Neueste Nachrichten, den Boten aus dem Obm- und Feldathal und seit jüngster Zeit für Spezialgeschäfte die Curnzeitung für den Gau Hessen zur fleißigen Benuzung. Wer uns für ein oder di andere Zeitung einen Jahresauftrag giebt, hat die Be günstigung, daß seine Inserate auch ab und zu in de anderen Zeitungen Aufnahme finden. Unser ganzer Verbreitungsbezirk umfaßt jetzt über 130 Dite bon Oberhessen und den Kreisen Marburg und Wegla Mit Breisberechnungen und Schemas stehen wi gern zu Diensten. Hochachtungsvoll Gießener Verlagsdruckerei ( vorm. Wilh. Keller'sche Druckerei; gegr 1783). Unbilligte t für die Fra zu legen u nach oben a ftügung ber 9. Erl in effem eine Anfrage Erhebungen abgefchloffen bezügliche L Rammer hi für ein gem Kleinhändler erflärte mit gegen den F 10) 8 angeregt vo Rammer ein 11) S Antrag, in abzuhalten, 12. Un erwähnen: a) Sto b) De ung einer c) Ging Dividendenb d) Fort Handlungsg Die Ja nur in ger faffung t hindert z die mit i rückständi tunlift E Das nach die Go an öf einfriedigen auf 1,25 m haben, wirt Kenntnis g des Art. 31 bis 10 Ma Gießer Die fi Hädtischen E GA für sonstige jollen Cam öffentlich be Arbeit liegen währ Bimmer r der daselbit bei uns eir Gieße Wegen der Schiffen bon Samst den Fuhrwe Bießer Delstammer Alsfeld 1. Februar 1903 ahlen der Kam worden. Bei Rommerzientat Rommerzientat mig wiedergema e Wahl bantend Couis 1904. Der einen Bort dic Weltausstell hat. Nach de is inmitten ei widelten Gebi bei der Aufnah ung von Geschi warten. Für die Intereffen in Betracht: B Einrichtungen nb bakteriologi Bstellungen der glatt übernom genoffenid eleg vom 30. 9 welche den Ber dentlich hoher Umlageverfahren erfest. Begrün Befes vom 6. der Lage sei, Umlagen der müffe ein Teil if Defonds der Ber Die Industrie erbli terung, sondern Die Untersuchung offenschaften habe in Bufunft feines tung des je der Industrie in durch die Berufs Binderträge bringe alien entzogen. D Verfahren erhebli Imlageverfahren. ufhebung des gesizes aus. Kammer hat Frage der Er häftigte und da meni, da nach Bezirk ein& besteht. Da ab rf betr. Kaufman en wird, so befol Entwurfs zu bea aus der Konturra Kaufmannsgerid grenze für Beif mer die Streich er Kaufmannsgerid Dung von Antri ehrverhältnisses), ndelskammer geh § Zeit, Das laufende J en Tageszeitung men erzielt. auch darauf beda veit und breit In die in unser chrichten, and Feldath talgeschäfte die Bau Hellen für ein oder giebt, hat die ab und zu in umjaft jest arburg und Wes chemas stehen sdrudere eret; gegr. 1783 6. Bestellung von Bostaufträgen mit dem Bermert Sofort zurüd". Die Kammer beschloß, entsprechend einer Eingabe aus Interessentenfreisen, bei der Bostverwaltung zu beantragen, daß Postaufträge mit dem Bermert Sofort zurück" bei erfolgloser Bestellung bis zum Schalterschluß des betr. Tages von der Post zurückbehalten werden, damit dem Bezogenen der vielleicht abwesend war oder aus einem anderen Grunde die Zahlung nicht leisten konnte Gelegenheit gegeben ist, die Einlösung rechtzeitig vorzunehmen. - b) Bulaffung der Berufung gegen Entscheidungen des Kaufmannsgerichts bei Streitigkeiten über 300 Mark( Entwurf: 100 mt.); dagegen Zulassung der Berufung gegen alle Entscheidungen über Streitigkeiten auf Grund der Konfurrenzflausel, ohne Rücksicht auf die Höhe des Streit objekte; c) Herabsetzung der Mindestzahl des Beisizes auf 2 ( ein selbständiger Kaufmann, ein Angestellter), gegenüber 4 des Entwurfs; in 7) Bostanweisungsumschläge: Von der Handels- und Gewerbekammer Augsburg ist angeregt worden, die Bostanweisung Umschlagsformulare, die im württembergischen Berkehr schon seit 1867 bestehen, auch für das ganze Reichsgebiet einzuführen, da diese Einrichtung- in den Umschlagsformularen fönnen Briefe usw. bis zu 250 g Gewicht eingelegt werden- für das Publikum, insbesondere die Geschäftswelt, erhebliche Vorteile bietet. Die hiesige Rammer befürwortete ebenfalls die Einführung von Bostanweisungsumschlägen für das Reichsgebiet. 8) Berechnung der Fracht für Stüdgut: Nach§ 1 des deutschen Eisenbahn- Gütertarifs Bl. I. Abt. B. werden Sendungen unter 20 kg für 20 kg, das darüber hinausgehende Gewicht wird mit 10 kg steigend so berechnet, daß je angefangene 10 kg für voll gelten. Die Handelsfammer Brandenburg beantragte wegen der hierin liegenden Unbilligte' t, bei Stückgütern, die mehr als 20 kg wiegen, für die Frachtberechnung das wirkliche Gewicht zu Grunde zu legen und nur die Geldbeträge auf volle 10 Pfennig nach oben abzurunden. Dieser Antrag fand auch die Unterstügung der hiesigen Kammer. 9. Erlaß eines Warenhaus steuergesezes in Hessen: Von mehreren Abgeordneten ist im Landtage eine Anfrage an die Regierung gerichtet worden, ob die Erhebungen betr. Einführung der Warenhaussteuer in Hessen abgeschlossen seien und ob die Regierung demnächst eine diesbezügliche Vorlage den Ständen unterbreiten würde. Die Rammer hielt die Einführung einer Warenhaus steuer nicht für ein geeignetes Mittel, um die Konkurrenzfähigkeit der Kleinhändler gegenüber den Warenhäusern zu heben und erflärte mit Rücksicht auf die Erfahrungen in antern Staaten gegen den Erlaß einer derartigen Sonderbesteuerung. 10) Bu einer Revision des Börsengefeßes, angeregt von der Berliner Kaufmannschaft, erklärt sich die Kammer einverstanden. 11) Sigungen der Handelskammer: Ein Antrag, in Zukunft die Sizungen der Kammer öffentlich abzuhalten, wurde abgelehnt. 12. Unter den Eingängen sind u. a. folgende zu erwähnen: a) Statistisches Handbuch für das Großh. Hessen 1903. b) Denkschrift der Handelskammer Mainz betr. Erricht ung einer Reichsbanthauptstelle in Hessen. c) Eingabe der Handelstammer Göttingen betreffend Dividendenver bot der Konsumvereine. d) Fortbildungsschulzwang für jugendliche weibliche Handlungsg hilfen und Lehrlinge. Die Jahresberichte der Firmen sind bis jetzt nur in geringer Zeit eingegangen. Um bei der Abfassung des Jahresberichts nicht länger behindert zu sein, ersucht die Handelskammer die mit der Beantwortung des Fragebogens rückständigen Firmen dringend ihre Berichte tunlichst bald einzusenden. Bekanntmachung. Betr.: Das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, 10nach die Garten- und Feldbesizer an den ihren Grundbesitz Giesener Cagesneuigkeiten. = Der ordentl. Professor der flassischen Philologie in Basel, Prof. Dr. Erich Bethe hat einen Ruf an die Universität Gießen als Nachfolger des nach Heidelberg über siedelnden Prof. A. Dieterich erhalten und wie uns eben telegraphisch gemeldet wird, angenommen. Prof. Bethe ist geborener Stettiner und steht im 40. Lebensjahr( geb. 2. Mai 1863). Er studierte in Bonn, Greifswald und Göttingen Philologie und Kunstgeschichte, wurde an der letztge nannten Universität im Jahre 1887 zum Dr. phil. promoviert. Von 1891 bis 1893 war er als Privatdozent in Bonn tätig, wurde 1893 als Extraordinarius nach Rostock und 1897 als Ordinarius nach Basel berufen, wo er seither wirft. Von den Schriften Bethe's sind zu nennen außer der Dissertation: Quaestiones Diodoriae mythographae", die 1891 erschienenen Thebanischen Heldenlieder"," Prolegomena zur Geschichte des Theaters im klassischen Altertume" ( 1896), Polluxi Onomasticon"( 1900), Homer und die Heldensage"( 1902). Außerdem hat Bethe die Ergebnisse seiner Studien in zahlreichen Aufsägen in verschiedenen Zeitschriften niedergelegt. 11 ** Herrn Pfarrer Volp zu Schwarz( Kreis Alsfeld) ist dieser Tage von der philosophischen Fakultät der Univerfität Erlangen die Doktorwürde verliehen worden. tions- Präsident Thomé mit mehreren Mitgliedern der ** Vorgestern besichtigten Herr Eisenbahndirek Eisenbahndirektion und dem Generaldirektor der badischen Staatse senbahnen die hiesigen Wohlfahrtseinrichtungen für Beamte und Arbeiter. Die Herren sprachen sich sehr lobend über das Gesehene aus, besonders über die Enrichtung des hiesigen Eisenbahnkonsumvereins und über die Anlagen der Arbeiterwohnungen nach Kleinlinden zu. ** Am 31. Januar wurde der Direktor an dem Schullehrerseminar zu Friedberg Dr. Friedrich Quentel auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 16. April 1903 an, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm die krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Bur Vervollständigung unserer Notiz vom gestrigen Tage, Herrn Direktor Steingötter betreffend, bemerken wir, daß Herr St. in Frankfurt a. M. im Winter 96/97 am Voltstheater als Regisseur und Schauspieler tätig war. Herr St. gehörte seit 1893 folgenden Bühnen an: Würzburg, Gera, Frankfurt a. M.( Volkstheater), Hanau, Guben, Zwickau, Erfurt; an den leßten fünf auch als Regisseur. ** Die Kommission zur Hebung des Fremdesverkehrs zu Mainz hat zur Erlangung eines Platates von Mainz, welches in Bahnhöfen, Restaurationen, Hotels c. ausgehängt werden soll, einen Wettbewerb für hessische Künstler im In- und Auslande ausgeschrieben. Es sind Preise im Betrage von 200 Mt. und 100 Mt. ausgesetzt. Außer= dem wurde in Aussicht genommen, weitere Entwürfe zum Preise von 50 Mt. anzukaufen. = Weckdieb.„ Ach wie bleibt aber heute die Brödchenfrau wieder so lang", wird manche Köchin und Hausfrau in der Steinstraße ausgerufen haben? Ja, ja, die war schon lange da, aber ein anderer hat das Säckchen bereits geleert. Nicht aus Vergnügen, sondern Frechheit und Gemeinheit hat einen Langfinger dazu verleitet. Hoffentlich gelingt es, der sogleich aufmerksam gemachten Polizei den Buben zu fangen und gebührend zu strafen. Aus Hessen und nachbargebieten. * Lang- Göns. Dieser Tage wurde ein hiesiges Ehepaar mit Drillingen beschenkt. Der Orts- und Kirchenvorstand hat die Anschaffung eines Leichenwagens in Erwägung gezogen; ebenso soll auf dem Friedhof ein Leichenhalle erbaut werden. In unserem Neubau am Brandplatz ist noch eine schöne 5- Bimmerwohnung m. Erker per April zu vermieten, desgleichen baselbst 4 Zimmerwohnan öffentlichen Fahr oder Fußwegen. ungen. Näh. Frankfurterstr. 29. einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März Der von Domänenrat auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden Rube bew. mittl. Stock per haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen 1. April zu vermi. Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mart bestraft werden. Gießen, am 2. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Verdingung. Die für die Errichtung eines Glasabschlusses, sowie für sonstige baulichen Herstellungen in der Wohnung des städtischen Straßenmeisters erforderlichen Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen Samstag, den 14 1. Mts., Vorm. 10 Uhr öffentlich berdungen werden. Näh. Kirchenplot 21. Kleines Zimmer, mit Kabinet und Küche, an einzelne Frau zu verm. Südanlage 3. Frankfurterstraße 63 ist der aus 4 Zimmern und Küche bestehende zweite Stoď nebft einer Kammer in der Mansarde und Gartenanteil auf 1. April 1908 anderweit zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimmer 15. Möblirtes Zimmer Arbeitsbeschreibung, Zeichnungen und Bedingungen zu vermieten. liegen während den Amtsstunden auf unserem Bureau, Seltersweg 68. Zimmer Nr. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, Junge Leute fönnen kost und der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin Logies erhalten. bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 6. Februar 1903. Städtisches Hochbauamt. J. V. Gerbel. Bekanntmachung. Große Mühlgasse 38, IL Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Damnistr. 44, I. Städtisches ** Klein- Felda. Bor Kurzem tam eine Kommission von Bleidenrod nach hier zum Herrn Konrad Geiß, um ihm für die Gemeinde einen Bullen abzukaufen. Sie wurden aber nicht einig, da G. 550 Mark haben wollte. Am andern Tag kam in der Dämmerung, abermals eine Kommission und wollte für die Gemeinde Burggemünden einen Bullen faufen. Herr Geiß führte den Bullen aus dem Stall damit sie denselben richtig ansehen konnten. Auf dem Hof stand nun noch ein anderer Herr, den man in der Dunkelheit nicht erkennen sollte. G. bekam beim Anblick desselben den Gedanken, ob das nicht der Bürgermeister von Bleidenrod wohl sei. Der Bulle fam wieder in seinen Stall, in der Stube wurde eine Lampe angesteckt und gefragt was der Bulle kosten sollte; Jezt erkannte unser SleinFeldaer den Dritten im Bunde genau und die Antwort war: Wäret Ihr von Bleidenrod gewesen, so hätte der Bulle 550 Mart gekostet, da Ihr Jaber angabt von Burggemünden zu sein, dann kostet er jetzt 603 Mark. Die Kommission machte lange Gesichter und verschwand so schnell ** Somberg a. d. O. Der hiesige Ortsgewerbeverein beabsichtigt, die diesjährige Gesellenprüfung im März abzuhalten und erläßt daher eine Aufforderung an die jungen Handwerker zur Beteiligung an derfelben. Zu seinem Prüfungsbezirk gehören die Orte: Ober- Ofleiden, Lehrbach, Gleimenhain, Arnshain, Kirtorf. Ober- Gleen, Ehringshausen, Otterbach, Burg- und Nieder- Gemünden, Bernsfeld, Weiters. hain, Schadenbach und Deckenbach. * Lauterbach. Im benachbarten Angersbach hat ein Kaufmann seinen Konfurs angemeldet. Einer Schuldenlast von etwa 60000 Mr. soll fast gar nichts gegenüberstehen, da die Gebäulichkeiten noch hypothefarisch den Geschwistern gehören soll. Wir finden das schon mehr wie Fr..... t. ** Aus Oberhessen. Im Grüninger Markwald fostete prima Bertholz: 1 Fm. Eichenholz 70-80 Mt., Buchenholz 30-35 Mf., Tannenholz 25-30 Mt. In Hattendorf und Ettingshausen herrscht noch immer Erregung über die plößliche Abberufung des beliebten Pfarres Römheld. Nachspiel haben. Eine darüber entstandene Schlägerei wird ein gerichtliches * Grebenhain. Dem Landtags- Abgeordneten Herrn Bürgermeister Schmalbach soll die Kandidatur als ReichstageAbgeordneter für den Kreis Gießen angeboten worden sein. (? D. Red.) *** Marburg. Dr. Karl Justi, Assistent an der Univerfirätsklinik, Sohn des hiesiger Geh. Rats Prof. Juſti, wird demnächst als Arzt an die deutsche Kolonie in Hongkong in China übersiedeln. ** Aus dem östlichen Odenwalde. In unseren Gebirgsdörfern wird gegenwärtig von fremden Händlern sogenannter Gebirgskräutertee zum Preise von 1 Mark vro Packet angeboten. Der Tee besteht aus wohlriechenden Heufräutern und Sennisblättern und der wirkliche Wert des Packets ist höchstens 20 ẞfennig. In einem Dorfe verkaufte ein Händler 75 solcher Packete. * Neustadt( M.-W. B.) Die hiesigen Stadtverordneten Treyfa- Hersfeld. Bei der ist festgelegten Linie sollen entwickeln eine eifrige Thätigkeit in der Eisenbahnfrage sich Schwierigkeiten herausgestellt haben und der Bau auf 3 Jahre zurückgeschoben ſein. Jede Unregelmäßigkeit beim Zustellen der Zeitungen bitten wir sofort direkt uns melden zu wollen. Die Expedition. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbrudersi, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerci( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin ein, Gießen. Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Mutter, Tante, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Christine Faber geb. Naumann heute Morgen 10 Uhr selig im Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 6. Februar 1903. Die Beerdigung findet Samstag den 8. Februar, nachmittags 41/2 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstrasse 57 aus statt. Kleine Plakate Wohnung zu vermieten. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Schlachthaus Möblierte Bimmer zu ver der Schiffenbergerweg zwischen Licher- und Bergstraße Heute und morgen von Samstag, den 7. d. Mis. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr, Radfahrer und Reiter gesperrt. Ochsenfleisch 56 Pig. Gießen, den 6. Februar 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. mieten Laden zu vermieten Rheumatismusu. Gicht- Kranten teile ich aus Danfbarkeit unentgeltlich mit, was meiner lieben Mutter nach jahrelangen gräßlichen Schmer= zen sofort Linderung, und nach furzer Zeit vollständige Heilung brachte. bermittelt das Stück 10 Pfg. Marie Grünauer, Köchin, Beiche Beirat Bureau Krämer, Leipzig Brüderft.6.Auskunft gegen 30 Bfg zu haben in der Expedition. München, Buttermilcherstr.11/ 1 r. 冰冰 An- und Verkauf von gebraudten Möbeln.Betten, Bleidern, Wäsche, gesen und Herden, Gold und Silberfochen, Antiquitäten, Metallen, Eisen. Lumpen und nochen, fowie Uebernahme ganzer Einrichtungen. Louis Rothenberger Ww. 180 g B fi g 0 ic 11 e1 Nr. 32 Einladung zu den Konzerten Maccaroni ital., Bruchmaccaroni, Eiernudeln, Bandnudeln, der freiwilligen Feuerwehr Groß- Felda. I amerif. Apfelringe, Sonntag, den 8. Februar, und Sonntag. den 15. Februar abends 7 Uhr, I. Apfelspalten I. bosn. Pflaumen, im Saale des Herrn Heinrich Välzing, Groß- Felda. I. calif. Pflaumen, Programm: 1. Rauch u. Schlauch", fomische Duo- Scene. " 2. Couplet: a. Du bist doch sonst nicht so. b. Der Bettelbna. 3. ,, Weibliche Feuerwehr", humorist. Gesamtspiel. 4. Beim Strafrapport", fomische Duo- Scene. 5. Couplet: a. Verschiedene Aufschriften, " b. Das thuste, das thutte nidt. 6. ,, Die Großfeldaer Freiwillige Feuerwehr." 7. Kammerkätzchen", Gesamtspiel. " Das Ramirefangen", humorit. Gesamtfit 8. Auftreten des Schnellmalers Samirinzky. 9. Theater: ,, Papas Rock", Schwant in 1. Aft. 10. Feuerwehrmanns Weihnachten", humoristische " Scene mit Gesang und lebenden Bildern. empfiehlt billigst Robert Stuhl, Neustadt 23. Gemüse Konsern Theater- Verein. 7. Vorstellung: Montag, den 9. Februar. Monna Vanna. Schauspiel in 3 Aften von Maurice Maeterlinc, mit Luise Billig vom Hoftheater in Wiesbaden als Monna Vanna und Willy Löhr vom Hoftheater in Tarmstadt als Prinzivalli. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 11 Uhr. Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) bei E. Challier und an der Kaffe. Studentenfarten bei E. Challier Mt. 1.50, an der Kasse Mt. 2. Obst- Konserven Fechtverband Gießen- Lahr Fleisch- Konserven Entree: 1. Platz 1 Mt., 2. Platz 80 Pfg., Plas 80 Big Filch- Konserven 3. Play 60 Pfg. Der Vorstand. Turnverein. 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