en Saison Lager in n, Wek jenwürfe, cuchtreffe, Keltern, und maschinen e 20. innerung. mache auf en: Regenbogen ingsboll rrmann. lung. chengeräte. beiten. ben, veran: n Angebotes n tegen bel f. Angebote erfolgen. 11½ 8 11% Uhr then, woselbst Beit in Begen et. Ben. Nr. 208. Zweites Blatt. Abonnementaurete: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitnag( täglich) Oberhefische Beitschrift für Landwirtschaft, bit- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 5. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertion pret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfy.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Mr, 362. 11939 Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) nabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) Jiske em für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. dichte Scheidewände( z. B. Glas- oder Blechplatten) von Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Bekanntmachung. Betr. Die tierärztliche Ueberwachung der GeflügelAusstellungen. einander zu trennen. 1793901003 1113 DQ 19019.01101 Am Montag, den 14. September ds. Js. findet im 4. In der Geflügelausstellun ist ein zur etwaigen Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung auf dem Absonderung und näheren Untersuchung franken oder Trieb Pferdemarkt statt. Außer der Prämiierung von Mit Rücksicht auf die vom 10. bis 13. September verdächtigen Geflügels bestimmter genügend großer und Pferden von Händlern und Züchtern findet auch eine 1. Js. hierorts stattfindende Lardwirtschaftliche Aus- entsprechend ausgestatteter Raum bereit zu stellen, der Prämiierung von im Privatbesitz befindlichen Pferde gegen die sonstigen Ausstellungsräumen derart abge- und Wagen statt, wofür Auszeichnungen bezw. EhrenStellung verbunden mit Geflügelausstellung, bringen schlossen sein muß, daß eine Uebertragung von Seuchen- preise vorgesehen sind. wir nachstehende auf Anordnung Großh. Ministeriums feimen nicht stattfinden kann. des Innern erlassenen Bestimmungen zur Kenntnisnahme der Interessenten: Es können vorgeführt werden: 1. Reitpferde unter dem Reiter, 2. Wagenpferde einzeln oder paarweise( auch im Geschirr), 3. Arbeitspferde einzeln, paarweise und vierspännig ( auch im Geschirr), Die Vorführung findet vormittags 11 Uhr statt. Die Breisverteilung und Vorführung der sämtlichen prämiierten Pferde und Geschirre nachmittags 3 Uhr bei Konzert. Indem wir Pferdebesitzer zur Beteiligung hiermit Jean Kirch. 5. Das ausgestellte Geflügel wird während der Dauer der Ausstellung fortlaufend veterinär- polizeilich 1. Das für die Geflügelausstellung bestimmte Ge- beobachtet. Kadaver gefallener Tiere oder erkranktes it entsprechen: flügel muß bei seinem Eintreffen in Geken mit Urs Geflügel dürfen aus den Käfigen 2c. feinesfalls ohne sprungszeugnissen versehen sein, die eine genaue Be- Vorwissen des beamteten Tierarztes entfernt werden. 6. Bricht in der Ausstellung die Geflügelcholera zeichnung der einzelnen Tiere und die ortspolizeiliche Bescheinigung enthalten müssen, daß der Herkunftsort oder eine andere leicht übertragbare Geflügelſeuche aus der Tiere und dessen Umgebung im Umkreise von 5 kilo- oder wird der Verdacht solcher Seuchen durch den bemeter seit mindestens 6 Wochen fret von Geflügel- amteten Tierarzt festgestellt, so sind die erkrankten und die cholera und anderen seuchenartig auftretenden Geflügel- seuchenansteckungsverdächtigen Tiere ſofort in den Beob einlader, bitten wir Anmeldungen bis zum 12. Septbr. frankheiten sind. achtungsraum( Nr. 4) abzusondern und zu bewachen. 2. Das in Gießen eintreffende Geflügel wird am Das Betreten dieses Raumes ist außer dem beamteten Tier- d. s. bei Herrn Weinhändler August Schwan, dahier einzureichen. 8. urd 9. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem arzt nur den mit der Pflege der Tere betrauten Personen Gießen, den 30. August 1903. gestattet und diesen der Zutritt zu den anderen AusTrieb und am 10. September, vormittags von stellungsräumen verboten. Derjenige Teil des Aus- Die städtische Pferdemarkt- Kommission. 7-8 Uhr am Bahnhof Gießen durch den mit der stellung plages, auf dem das franke oder verdächtige Aufsicht betrauten beamteten Tierarzt untersucht werden. Geflügel gestanden hat, oder von dem nach den UmEs wird nur für solche Tiere, die auf Grund einer sorg- ständen angenommen werden kann, daß er durch Kot, stellung. fältigen Untersuchung unverdächtig erscheinen, die leberführung nach dem Ausstellungsplaße gestattet werden. Futterreste 2c., die von jenem Geflügel herrühren, berunreinigt worden ist, ist sofort gehörig zu reinigen und 3. Die zur Unterbringung des Geflügels auf der zu desinfiziren. Ausstellung dienenden Käfige und sonstigen Behälter 7. Solange der Verdacht einer seuchenartigen Ermüssen vor dem Gebrauch gehörig gereinigt und des- frankung besteht, darf auch gesundes Geflügel aus den des Monats September die neuen Sprößlinge wiederholt zu infizirt werden. Dies gilt namentlich auch für solche Ausstellungsräumen nicht entfernt werden, dasselbe gilt| beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen Käfige, die nach Benutzung zum Transport des Geflügels nach amtstierärztlicher Feststellung eines Seuchenaus wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß ZuwiderAusschusses. im Ausstellungsraum verwendet werden. bruches für die Dauer von fünf Tagen nach dem letzten handlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Die Reinigung und Desinfektion ist in der Weise zu Erkrankungsfalle, der sich außerhalb des Beobachtungs- Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft werden. bewirken, daß nach Entfernung der Futterreste, des Notes raumes unter dem Ausstellungsgeflügel ereignet hat. Die Schlachtung gesunden Geflügels und die Ausund sonstiger Unreinlichkeiten die Käfige 2c in allen ihren Teilen( auch Sitzstangen, Futter- und Tränkgeschirr) mit führung der geschlachteten Tiere können auch vor Ablauf heißer Sodalauge( 3 kilogramm fäufliche Waschsoda auf dieser Frist von uns gestattet werden, sofern nach dem 100 Liter Wasser) gründlich gewaschen und demnächst Gutachten des beamteten Tierarztes die Gefahr einer mit Kalfmilch bestrichen werden. Statt kalfmilch fönnen Seuchenübertragung damit nicht verbunden ist. auch andere gebräuchliche Desinfektionsmittel( fünfproet sich unser Stod" Jemarkt r 1903. mit kompletten zentige Karbolsäure, Kresolwasser, Creolin, Lysol, Lapillol) ewinne im Wat ufm. .mt 40 000.te fenntlichen Ge Haupt- Anentur euenbäne 11. to 25 Pig mehr. A Jeuzeit Z. ne jegliche Naht, fer Sig. Hölzer ingen oder Um da durch eine bfallen. und stilgerechten Tölzing. verwendet werden. Wenn die Ausstellungsfäfige unmittelbar nebencinander aufgestellt werden empfiehlt es sich, sie durch Gießen, den 20. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth.. Th. Brück, Möbelfabrik m. Motorbetrieb, Gießen. Eche Schloßgaffe- Kanzleiberg- Brandplatz. Franko- Lieferung nach jeder Bahn- Station Besichtigung der jeder großStädtischen Konkurrenz die Spitze bietenden Ausstellungs- Räume ohne Verbindlichkeit erbeten. Chrendate freiwillige Anerkennungsschreiben. Größtes Zehn Schaufenster 1200 mtr. komfortable Magazin- Räume außer den Maschinen- u. Fabriklokalen. Stetes Lager von ca. 100 SaMöbellager ons, Spriſes, Schlaf- und feinste und einfachste Möbel jeden Styles Herren- Zimmern Kücheneinrichtungen jeder Preislage 25 komplett( mit allen Innendekorationen, Lüfter Kunstverglasungen ete. versehene) eingerichtete Muster- Zimmer. Geschäftsgründung 1858, Telephon 373. Kalk- und Marmor werke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen ille Paris 1900. 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Nachmittags 3 1hr findet Konzert, Prämienverteilung und Vorführung der prämiierten Pferde statt. Gießen, 25. Juli 1903. Die städtische Pferdemarkt- Kommission. Jean Kirch, Stadtverordneter Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. Die Lage der Apotheker. Der Kongreß der deutschen Apotheker, der jetzt in Mün. hen tagte, hat in eingehenden Grörterungen verschiedene Maßregeln erwogen, die durch die mannigfachsten Einwirungen der modernen Entwickelung bedrohten Grundlagen thres Gewerbes zu festigen und auszubauen. Als eines Der Hauptmittel dazu wurde die Einführung einer Reichsirzneitare angesehen. Aus diesem Anlaß wird uns von inserem O- Mitarbeiter geschrieben: In der Regel werden die Inhaber von Apotheken wegen hrer guten Erwerbsverhältnisse beneidet. Das Wort„ Apohekerprozente" ist geradezu eine sprichwörtliche Bezeichnung für hohe Preise geworden. Von der Kehrseite aber spricht niemand, und zwar von den Kosten, die ein Apotheker zur Aneignung der erforderlichen Kenntnisse anwenden muß; on den Zinslasten und den Betriebskosten seines Unter nehmens. Und doch sind die ersteren außerordentlich hoch. So lange lediglich die Nealkonzession für die Ausübung des Apothekergewerbes bestand, das heißt die Bindung der Genehmigung an ein bestimmtes Haus, waren die Inhaber oder Hinterbliebenen eines Inhabers im Stande, geradezu enorme Preise zu erzielen. Bekanntlich aber werden seil langer Zeit feine Realfonzessionen mehr erteilt, sondern nu Personalfonzessionen. Diese Aenderung hat verschiedentlich Erleichterung gebracht und kommt wohl auch jetzt noch einem jüngeren Apotheker zu statten, wenn zufälligerweise eine neue Apotheke errichtet wird. Aber da ein Apotheken besitzer zugleich auch ein Geschäftsinhaber mit einem be timmten Kundenkreis ist, so ist er auch in der Lage, seine Einnahmen durch Verkauf seines Geschäftes zu kapitalisieren, und so erleben wir es, daß manche Apotheken unter mehr fachen Preissteigerungen rasch ihre Besizer wechseln, so daß der letzte Besizer mitunter ganz exorbitante Zinslasten hat. Aber er nimmt sie auf sich, weil die Selbständigkeit nun boch einmal das Ziel aller Menschen ist. In letzter Zeit aber macht sich eine lebhafte GegenbeweJung gegen die kapitalistische Verwertung der Apotheken Jeltend durch die Krankenkassen, die unausgesetzt auf eine möglichste Verbilligung der Arzneien hinarbeiten, ebenso burch die unverkennbare Tendenz der Medizin, möglichst den Heilungsprozeß ohne Anwendung von Arzneien, durch eine regelrechte Hygiene, oder durch Naturheilmittel zu erzielen. Das sind Gegenmittel gegen die Apothekenspekulation, die tatsächlich existiert, obgleich der Betrieb der Apotheke von Der Genehmigung der Behörde und diese wieder von der Erfüllung genau geregelter wissenschaftlicher VorbedingunJen abhängt. Die Besitzveränderungen werden eben stets inter dem Vorbehalte der Genchmigungserteilung abgeschlossen. Bekanntlich war nach Einführung der Gewerbefreiheit auch eine lebhafte Strömung für die völlige Freijebung des Gewerbes vorhanden, die aber rasch wieder inschlief, nachdem Autoritäten wie Virchow sich im Intersse der öffentlichen Sicherheit dagegen ausgesprochen hatten. Man sollte nun meinen, daß ein auf monopolistischer Grundlage aufgebautes Gewerbe leicht durch Preisvereinjarungen der Krankenkassen Herr werden könne. Aber eineswegs! Einmal, weil die Apotheken die freigegebenen ogenannten Medizinalwaren ebenfalls nicht als Verkaufsobjefte entbehren können, zum andern, weil eine einheitiche Vereinbarung nicht zu erzielen ist, denn schließlich jerrscht auch in diesem Gewerbe, wenn auch in beschränktem Nake, die Konkurrenz. Wie die Dinge sich entwickelt haben, vare die Einführung einer Reichsarzneitare geradezu eine Wohltat, denn der Einheitspreis würde nicht nur den Wettbewerb unter den Apothekern einschränken, sondern auch in Gegenmittel gegen exorbitante Preise für Apotheken ein, die nicht selten dadurch erzielt werden, daß die Eintahmen durch hohe Warenpreise sietig gesteigert werden. Es st daher erfreulich, daß der Apothekerkongreß der Einfühhung von Laren zugestimmt hat, natürlich unter der Vormussetzung, daß die heutige, wenigstens zunächst, zu grunde jelegt werden, damit keine mögensschädigungen einreten. Eine langsame Ermäßig g wird dann von selber ommen. Insofern aber würde vie Einheitstare ebenfalls oon Vorteil sein, als dadurch wenigstens die Ausbeutung oon Lizenzen und Patenten eingeschränkt würde. Dieser Punkt war der wichtigste Verhandlungsgegenstand von öffentlichem Interesse; die übrigen eignen sich nur zu einer Erörterung in der Fachpresse. Nab und Fern. * Kaiser Wilhelm in der Baranya. Kaiser Wilhelm wird, wie erinnerlich, nach den großen Manövern auf der Herrschaft Bellye des österreichischen Erzherzogs Friedrich zu Gaste weilen. Er wird am 14. September, nachts, auf der Eisenbahnstation Mohacs eintreffen und von dort auf dem erzherzoglichen Schraubendampfer„ Bellye" nach Karapancsa fahren. Am nächsten Morgen beginnt die Pürsche. Das Jagdhaus in Karapancsa, eine einstöckige Villa, ist für den hohen Gast schon eingerichtet; das Gefolge wird im Hause des Oberförsters, bei den Forsthegern und in einer Barade Unterkunft finden. Auf dem ganzen, 9000 Jock umfassenden Forstgebiet gibt es kein anderes Gebäude. Der Kaiser wird sich auf einem gewöhnlichen Bauernwagen zur Jagd begeben; neben dem Kutscher wird auf dem Bock ein säger Blak nehmen Dies geschicht deshalb. meil das Probieren Sie bitte MAGGI'S SUPPEN KREUZSTERN Wild vor jedem fremdartigen Fuhrwerk scheut, während es den Bauernvagen ruhig abwartet. Für das letzte Drittel des September sind Elchjagden in Ostpreußen vorgesehen. Von Rominten aus wird der Kaiser einen zweitägigen Ausflug nach der zur Oberförsterei benhorst gehörenden Tawellningfer Forst unternehmen. Eine Testamentsabfassung auf dem Kamm des Riesengebirges. Zwei Herren, die von Lauban aus den Kamm des Riefengebirges bestiegen hatten, trafen am Wege eine weinende Frau, die den Kopf eines anscheinend schwerfranken Mannes im Schoße hielt. Als der Kranke die Fremden, die teilnahmsvoll stehen blieben, sah, erklärte er unter Schluchzen, daß er sein Ende nahen fühle. Nun quäle ihn vor allent, daß er fein Testament gemacht habe. Seine Geschwister seien seiner Frau nicht sonderlich hold, und da seine Ehe kinderlos geblieben war, befürchtete er eine schwere Benachteiligung seiner Frau bei der Nachlaßregulierung. Da er aber der Mitarbeit seiner Frau den Wohlstand ver danke, so sei es sein Wille, ihr das gesamte Vermögen, wie es steht und liegt, zu vermachen. Er wies daher auf sein in der Brusttasaje befindliches Notizbuch, in das sein letzter Wille eingetragen werden möge und den die zwei fremden Herren bezeugen möchten. Dies geschah denn auch, die Frau führte danach dem Manne die Hand mit dem Bleistift zur Aufzeichnung von drei Kreuzen unter das Dokument, und die zwei Zeugen bestätigten die Richtigkeit desselben durch ihre vollständige Namensunterschrift und Angabe ihrer Adressen. Schon nach etwa einer halben Stunde war der unglückliche Mann in den Armen seiner laut klagenden Frau verschieden. Der Unfall an Bord des Lloyddampfers Neckar" bei Terschelling hat noch schwerere Folgen gehabt, als anfänglich angenommen wurde. Wie erinnerlich, wurden auf dem „ Neckar" durch Plaßen eines Dampfrohrs neun Personen verletzt. Von diesen sind inzwischen acht, die Maschinisten Corbach und Wolff, der Oberheizer Hellmann und die Heizer Reichmann, Bittkow, Lange und Wilms, sowie der Kohlenzieher Blum ihren schweren Wunden erlegen, nur der Lagermeister Bosch ist noch am Leben. Die Ursache der Explosion ist noch nicht aufgeklärt. Der„ Neckar" befindet sich wieder in Bremerhaven und wird nach beendeter Reparatur voraussichtlich am Dienstag nach Amerika abgehen. Die Passagiere, etwa 200 an der Zahl, bleiben solange an Bord. Die Eisenbahnkatastrophe bei Udine hat inzwischen noch weitere Opfer an Toten gefordert. Von den 35 Schwerverwundeten sind 5 ihren Verlegungen erlegen. Die Unglücksstätte, die ein wahres Trümmerfeld darstellt, wurde vom italienischen Königspaar besucht. Sie kamen von Padua, wo der König eine große Truppenbesichtigung vorgenommen hatte. Bunte Chronik. Der großer Unterschlagungen angeklagte Geheime Kommerzienrat Hahn in Dresden ist gegen eine Raution von 100 000 Mark aus der Untersuchungshaft entlassen worden. - Nahe der Grube ,, Renate" bei Almahütte( Kreis Kalau) wurden zwei spielende Kinder von einem Zuge zer. malmt. Vermischtes. [ Ein geschichtlich merkwürdiges Postamt] ist das Poſtamt in Emden. Es hat nicht weniger als achtmal die Firma wechseln müssen. Im Jahre 1807 hieß es: Königl. Neederlandsches Postcontoor, 1811 Raiserl. Französisches Postamt, 1813 Königl. Preußisches Postamt, 1815 Königl. Großbritannisch- Hannoversches Postamt, 1837 Königl. Hannoversches Poftamt, 1866 Königl. Preußisches Postamt, 1868 Norddeutsches Bundespostamt, 1871 Kaiserlich Deutsches Postmt I. Und dabei wird's nun hoffentlich bleiben! +[ Den Zaren als„ Feldarbeiter"] zeigt ein Augenblicksbild, das der Pariser ,, Matin" bringt. Nach dem französischen Blatte soll der Beherrscher aller Reußen sich schon seit langer Zeit für die Landwirtschaft nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch interessieren. Er beschloß daher, einen pon dem Ingenieur Scharapow erfundenen neuen Pflug selbst zu probieren und wie ein einfacher Muschik eine Ackerfurche umzupflügen. Dem interessanten Versuch wohnen ( auf dem Bilde) zwei Minister, unter ihnen der Finanzninister a. D. Witte, der Erfinder des Pfluges und noch ein inderer Herr bei. Etwas ungewöhnlich ist nur die Tracht Dieser aristokratischen Muschiks: der Zar ist in Uniform und eine Begleiter tragen alle Zylinder, Frack und Ordensband! [ Eine Nivellierung der Liebe] ist vom Landwirtchaftsminister angeordnet worden und zwar hat der Minister diese Arbeit dem Meliorationsbauamt zu Marienverder übertragen. Es handelt sich jedoch hierbei nicht um Das Nivellement des Gefühls, welches zwei Menschenkinder zu einander hinzieht, sondern um die Vermessung des kleinen Flißchens Liebe, welches rechtsseitig in die Weichsel mündet ind oftmals zu Rätseln ,, Was ist die Liebe?" herhalten muß. †[ Zecherhumor auf Samoa.] In der jüngst einjetroffenen deutschen„ Samoanischen Zeitung" finden wir folgende Anzeige, die vielleicht manchen anheimeln wird: Nach einem Glas des Tivoli Sotel- Faßbieres vergießt man MAGGI'S SUPPEN in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller ausgezeichneter 2 Teller ERBS Tuppe für 10 Pfg Suppe. Viele Sorten, wie Reis-, Erbs-, Tapioca-, Kartoffelsuppe u. s. w. bieten reiche Abwechslung. Emil Bender, Neustadt 53, Jean Dern& Co. Giessen. Inhaber: Oskar Gutmann. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl, Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Freudentränen. Nach dem zwetten reicht man seine Börse Sem ersten Mann, den man trifft. Nach dem dritten Glase rkennt man seine Schwiegermutter nicht mehr, falls man hr begegnet. Mit jedem Glas erhöhte Freuden." [ Beim„ Kaiser der Sahara".] Dem Vertreter des Pariser Journal" in Las Palmas ist es gelungen, den , Kaiser der Sahara" zu interviewen. Lebaudy will von leinem Zeitungsmenschen etwas wissen. Nachdem der Becicht eines entlassenen Matrosen durch alle Blätter gegangen var, ist Lebaudy den Zeitungen böse. Auf den Rat eines Ordonnanz"-Offiziers hin richtete der Berichterstatter ein Besuch an„ Seine Majestät". Trotzdem schrie Lebaudy, daß es durch das Hotel hallte: sch werde diesen Menschen nicht empfangen!" Auf der Treppe des Hotels endlich gelang es dem Berichterstatter, Lebaudy anzusprechen und ihn um Ausfunft zu bitten, die dieser unter Anerkennung der Energie, mit der der Zeitungsmann seinen Pflichten oblag, nun auch gab. Ich weiß wohl, daß ich nur die Rolle eines Sandforns im Weltall spiele," sagte Se. Majestät, ich weiß auch, daß die Sahara nie in einen Wettkampf mit Frankreich, England oder Spanien wird treten können. Wir werden nur ein ganz kleiner Staat sein, wir werden ja erst geboren. Ich habe mein Werk allen Feindseligkeiten, allem Neid zum Trotz unternommen und werde es auch durchführen. Alle Verleumdungen werden nichts nüßen; ich habe reiche Mittel an der Hand, und die Zukunft wird zeigen, wie ich sie anwende. Die Gefangennahme von fünf meiner Matrosen ist ein glücklicher Zufall für mich. Damit ist ja das Bestehen des Kaiserreichs der Sahara bestätigt. Man macht doch bloß Gefangene von einem fremden Staat. Die Republik Liberia hat schon die Existenz meines Reiches anerkannt.(?) Die anderen Staaten werden nach und nach folgen. Das bischen Kriegslärm var uns günſtig man weiß von uns auf der ganzen Welt. Und das für fünf Gefangene, die noch außerdem gut behan delt und bald repatriiert werden. Sollte ich übrigens in Frankreich wegen meines Vorgehens, wegen der leichtfertigen Gefährdung von Menschenleben belangt werden, so nehme ich mir ganz einfach fremde Matrosen. Ich finde immer welche und schließlich Gefahr bringt jeder Beruf mit sich. Wenn ich noch weitere Unannehmlichkeiten mit den fran zösischen Behörden habe, hisse ich auf meinen Schiffen die Fahne von Liberia. Frankreich ist unklug, mich in meinen Unternehmungen zu behindern. Was will ich denn? Einen neuen Handelsweg schaffen( zwischen Las Palmas und der Rüste), ich will die Unternehmungen eines Stanley, eines Brazza zivilisatorisch fortsetzen. Mein Vorgehen soll mit dem Jamesons Aehnlichkeit haben!? Gehe ich gegen zivilisierte Länder und Völker vor? Und dann— Jameson ist von Transvaal verurteilt worden, nicht von England- warum ist man in Frankreich gegen mich? Die Zukunft der Sahara, die Zukunft Trojas, das ich gründen will als Handelsplay, ist gesichert. Naturschäze sind nicht da, aber der ganze Handel vird über Troja gehen, es wird das moderne Karthago Nord. vestafrikas werden. Der Küste hat bloß ein Mann gefehlt, sie auszunüßen. Der Mann bin ich." Einen eigenartigen Nachtrag zum Pommernbankprozeß bildet die Nachricht, daß der Berliner Presseklub sich dem nächst auflösen wird. Für den 1. September ist eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, auf deren Tagesordnung als erster Punkt die Rückzahlung eines Darlebns von 25 000 Mart an Herrn Nomeid, den früheren Direktor der Pommernbank, figuriert. Wie erinnerlich, gab dieses Darlehn Veranlassung, die Beziehungen der Pommernbank zu Berliner Publizisten genau zu untersuchen, wobei dann mehrere Fälle von Korruption aufgedeckt wur den. Das Darlehen an den Presseklub war ohne höflichen Beigeschmack, trotzdem führt es jetzt die Auflösung des Klubs herbei. Die Generalversammlung wird sich mit dieser zu beschäftigen haben. ist A Wolkenbrüche und Ueberschwemmnngen werden aus verschiedenen Gegenden gemeldet. Bei Rostock ging über Stadt und Umgegend ein heftiges Gewitter nieder, das von furcht. baren Wolkenbrüchen begleitet war. Das Wasser stand in einzelnen niedrig gelegenen Stadtteilen Rostocks einen hal ben Meter hoch. Infolge Unterspülung der Geleise der Schnellzug Nr. 56 Warnemünde- Neustrelitz gegen 3 Uhr nachts in der Nähe der Station Schwaan entgleist. Die Lokomotive und mehrere Wagen wurden aus den Schie nen gehoben. Personen sind nicht verletzt.- Ein heftiges Gewitter mit starken Regengüssen verursachte in Paris Ueber. schwemmungen in den Straßen und Verkehrsstockungen. In dem Hofe des Handelsministeriums gab infolge der Wasser menge das Erdreich nach und begrub zwei dort beschäftigte Arbeiter, welche später schwer verletzt zutage gefördert wurden. [ Einen Luftballon zu Wahlzwecken] läßt sich der ,, Liberale Klub von Irland" erbauen. Der Luftschiffer, der den Ballon leitet, wird kleine mit Aufrufen und Zirkularen gefüllte Ballons von seiner Gondel aus auf die Städte und Ortschaften, über denen er sich gerade befindet, herniederlassen und so eine billige und wirksame Agitation für den Klub treiben, denn jeder wird diesen Wahlluftballon sehen und betrachten wollen. Der Ballon, der lenkbar sein soll, wird seine Tour durch ganz Irland machen und bringt als„ Reflamemittel" für die Herren Deputierten ein neues originelles Moment in die Wahlschlacht. 3u vermieten: Kaufen Sie Seide direkt Der 2 Stod, 4 Zimmer, Küche 31 vermieten. Gießen, Schüßenstraße 11. chöne Mansardenwohnung zu vermieten. Gießen. Schüßenstraße 15. I. ine zwei- und eine 3- Zimmerwohnung mit Zubehör zu vermieten. K Gießen, Riegelpfad 30. leine Wohnung zu vermieten. Gießen, Schützenstraße 11. aden mit anstoßendem Zimmer event Wohnung Kirchenpl. 15 zu vermieten. 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