Nr. 208, Erstes Blatt. Abonnementsprets: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Big., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezopen viettel: fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 5. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jateriios pret& Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. font 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Grredition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anashängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar: Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 105e der Gewerbeordnung hat Großherzogliches Kreisamt Gießen, anläßlich der in der Beit vom 10. bis 13. September I. Js. dahier stattfindenden landwirtschaftlichen Ausstellung, für: Sonntag, den 13. September 1903 die Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Nachmittags ausgedehnt. Gießen, den 5. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Defizit. [ Politische Wochenschau.] Unter den mannigfaltigen Ereignissen, die uns die verflossene Woche beschert hat, ragen zwei an Bedeutung vor allen anderen hervor, und merkwürdiger Weise sind es Er eignisse, die auf den ersten Blick zunächst nur den Finanzmann und den Finanzpolitiker anzugehen scheinen, der unerwartete Sturz des russischen allmächtigen Ministers, des langjährigen Leiters der russischen Finanzwirtschaft Sergej Juljewitsch Witte. Noch ist die Tragweite dieses Ereignisses nicht völlig abzuschätzen, noch weiß man nicht, ob Rußlands Finanzpolitik in den Bahnen weiter geführt werden wird, die Witte ihr mit unleugbarem äußeren Erfolge über ein Jahrzehnt lang gewiesen hat. Das aber weiß man, daß Wittes Rücktritt in jedem Falle eine schwere Schädigung für Rußlands Kredit auf dem Weltmarkte bedeuten muß, und das Defizit an Vertrauen, dem Rußlands Finanzen fortan im Auslande begegnen werden, wird jetzt noch bedeutender sein, als das wirkliche Defizit in der russischen Staatskasse. Zu einem großen Teile ist daran Witte selbst natürlich schuld. Seine Finanzpolitik hat zu der ungeheuren Defizitwirtschaft Rußlands erst geführt, und seine Nachfolger im Finanzministerium zu Petersburg werden nur ernten, was er gefät hat. An Rußlands Beispiel können die Finanzminister der zivilisierten Welt lernen, wie man es nicht machen soll. Und erfreulicherweise dürfen wir Deutsche hinzufügen: Wie man es machen soll, das können sie lernen an einem anderen Staatswesen, dessen Finanzverwaltung trotz des Defizits in seiner Reichskasse doch mustergiltig ist: an Deutsch land. Unsere Reichskassenbilanz für 1902 weist ein Defizit bon über 30 Millionen Mark auf. Aber abgesehen von der verhältnismäßigen Geringfügigkeit des Fehlbetrages zeigt er doch im Vergleich zu denjenigen der Vorjahre, daß in unserer Reichsverwaltung sich eine Tendenz zum Ueberschuß geltend macht, die binnen kurzem dazu führen muß, das Defizit aus unserem Reichsetat zu verbannen. Bei uns wird nicht, wie in dem östlichen Nachbarreiche, ins Blaue hinein gewirtschaftet, die Ausgaben werden den Einnahmen angepaßt, so weit das Reichsinteresse das zuläßt, und wenn einmal in mageren Jahren die notwendigen Ausgaben die Einnahmen übersteigen, so weiß man bei uns die Erträge fetter Jahre wohlweislich zur Sanierung unserer Finanzwirtschaft zu verwenden. Taher auch das Plus an öffentlichem Kredit, den das Reich im Auslande genießt, daher die regelmäßige Ueberzeichnung unserer Anleihen auf den Auslandsmärkten und im Inlande. Und wenn Schwarzseher über unser 30 Millionen- Defizit in pessimistische Klagen ausbrechen, so dürfen wir ihnen getrost zurufen: Bange machen gilt nicht! Die Fronie der Weltgeschichte will es, daß der Staat, dessen Finanzwirtschaft mustergültig ist, sein Defizit zu einem Teile der Defizitwirtschaft des finanziell am schlechtesten vermalteten Staates verdankt. Befolgte Rußland eine andere Finanzpolitik, so wären unsere Reichseinnahmen zweifellos erheblich größer. Dem durch Rußlands finanzielles Raubbausystem bedingten hohen russischen Schutzzoll ist nicht zum fleinsten Teile der Rückgang unserer industriellen Produktion zu verdanken, der andererseits wieder auf die Gestaltung der Reichsfinanzen mittelbar zurückgewirkt hat. Die gegenwärtig in Petersburg geführten Handelsvertragsverhandlungen, die in dieser Woche zum einstweiligen Abschluß gekommen sind, werden hoffentlich unserer Industrie günstigere Absazbedingungen im Zarenreiche verschaffen. Herr Witte gilt zwar noch als spiritus rector der russischen Unterhändler, aber es scheint festzustehen, daß er, seit er nicht mehr Finanzminister ist und auf hohe Bollerträge zu sehen hat, Deutſchland Zugeständnisse zu machen bereit ist, und zwar Zugeſtänd nisse, bei denen auch unsere Landwirtschaft besser fährt, als in den Tagen des Abschlusses des Caprivischen Vertrages. Angesichts dieser Petersburger Verhandlungen vor aller Welt erregt es um so größeres Befremden, daß noch kein Sterbenswörtchen über die Einleitung ähnlicher Pourparler mit Desterreich- Ungarn verlautete. Das hat seinen guten Grund. Desterreich liegt noch immer im Kampfe mil Ungarn, und dieser Kampf, der die auch jetzt noch nicht beseitigte rise in der Budapester Regierung gezeitigt hat, beschränkt sich nicht nur auf das militärische und nationale Gebiet, sondern er tobt mit der gleichen Heftigkeit auch aus virtschaftlichem Felde. Das Neich der Sabsburger franki eben an einem Erbübel, das man als das Defizit des nationalen Gedankens bezeichnen könnte: Ein Dußend Nationen, aber feine Nation. Bei festlichen Anlässen, wie dem in seiner Bedeutung sehr überschätzten Besuch König Eduards in Wien, wird die Rissigkeit des habsburgischen Reichsgebäudes ja einigermaßen verkleistert. Aber in Wirklichkeit bleibt sie. Die Frage ist nur, wann der mühsam zusammengehaltene Bau einmal völlig auseinander fällt. Vielleicht ist dieser Zeitpunkt da, ehe man es ahnt. Die neue Spannung der Lage auf dem Balkan kann, wenn sie zum Ausbruch eines Krieges führt, unter Umständen auch bem Donaureiche gefährlich werden. Die Türkei hat bei der Einführung der Reformen und der Niederschlagung des mazedonischen Aufstandes ein solches Defizit an gutem Willen und an Kraft gezeigt, daß eine Einmischung der Mächte schließlich doch notwendig werden könnte. Bei einer solchen müßte das bisherige Zusammengehen Desterreichs und Rußlands in die Brüche gehen, denn beider augenblickliches Balkanbündnis ist ein innerer Widerspruch. Es gründet sich nicht auf Interessengemeinschaft und gegenseitiges Vertrauen, sondern eher auf ein Defizit an solchen: Eifersucht und Mißtrauen hat beide Mächte zusammengeführt. Deshalb würde es im Augenblick ernsthafter Probe zerbrechen. Es bleibt dabei: Die Türkei, an sich ein noch ärgeres Defizitland als Rußland, ist das Defizit Europas, die Quelle steter Sorgen und Kämpfe. Und sie wird es bleiben, bis kein Türke mehr seine Rosse am europäischen Ufer des Bosporus tränkt. Die Politik. A Der Meter Gemeinderat will die kaiserliche Rüge wegen der schlechten Wasserversorgung der Stadt nicht auf sich sitzen lassen: Er hat beschlossen, an den Kaiser eine Immediateingabe zu richten, in der er seine Schuldlosigkeit o der Wasserkalamität dartun will. Wir fürchten, angesichts der ganzen Sachlage wird es dem Gemeinderat nicht leicht werden, den Kaiser von der Unschuld der Stadtverwaltung zu überzeugen. Das offizielle Organ des Bundes der Landwirte teil jezt das Bundesprogramm für die preußischen Landtags wahlen mit. Im wesentlichen wurden als die Aufgaben des Bundes im Landtage folgende bezeichnet: Eine Reorganisa tion des Viehhandels, Maßregeln gegen die Gebührenpolitit der städtischen Schlachthäuser, Verschärfung der Seuchen schutzmaßregeln an den Grenzen, Erweiterung des Fleischbeschaugesezes u. a. durch Einführung einer obligatorischen Schlachtviehversicherung mit Staatszuschuß, Bekämpfung des Neubaues von Kanälen, Förderung der Kornverkaufsgenossen. schaften, Erleichterung des landwirtschaftlichen Immobiliar und Personalkredits, Ausgestaltung der Handwerkergeset gebung und Beseitigung der Konkurrenz der Warenhäuser. Außerdem verlangt der Bund von seinen Kandidaten, daf sie im Falle ihrer Wahl bei der preußischen Regierung auf eine Verschärfung des Börsengesetzes und eine Reichswirt schaftspolitik gemäß den Forderungen des Bundes hinwirken. Im Wahlkreise Dessau- Zerbst hat die Reichstagserfah vahl für den verstorbenen Abg. Rösicke stattgefunden. Sie brachte noch keine Entscheidung, der sozialdemokratische Kandidat Käppler erhielt 12 541, der liberale Schrader 10 380 und der konservative Rittergutsbesizer Schirmer 2712 Stimmen. Mithin kommt es zur Stichwahl zwischen Käppler und Schrader. Letzterer dürfte unterliegen, da die Konservativen faum geneigt sein dürften, ihm den Vorzug vor dem Sozialdemokraten zu geben. Der Octroi, die in manchen Städten noch eingeführte Verbrauchsabgabe für gewisse Lebensmittel, soll laut§ 13 des neuen Zolltarifgesetzes von 1910 ab abgeschafft werden Gegen diese Bestimmung haben sich die zum Städtetage in Dresden versammelten Bürgermeister von 100 Octroi erhebenden Gemeinden erklärt. In einer einstimmig angenom menen Resolution wurde die Beseitigung des§ 13 des Zolltarifgesetzes gefordert. Die beteiligten Gemeinden sollen einen Ausschuß wählen, der beim Reichskanzler, beim Reichstag und dem Bundesrat wegen Beseitigung des§ 13 schriftlich und mündlich vorstellig werden soll. Auch die Landesregierungen sollen angegangen werden, auf Beseitigung des Paragraphen hinzuwirken. In Ungarn ist die Lösung der Krise wieder hinausJerückt. Kaiser Franz Josef, der wieder in Budapeſt weilt, wird kaum etwas ausrichten, da die Opposition an der Forderung der ungarischen Kommandosprache im Heere festhält. O Schon zur Zeit des großen Caesar galten die Gallier, die heutigen Franzosen, als unablässig neuerungssüchtig. Diese Volkseigenschaft hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Jüngst erst wurde eine neue französische InfanterieUniform eingeführt; am 14. Juli wurde sie zum erstenmal getragen. Heute, faum anderthalb Monate später, wird die Uniform schon wieder abgeschafft, und es soll mit einer anderen ein Versuch gemacht werden. Die norwegischen Storthingswahlen sind vorüber. Aber noch weiß niemand, wer die Mehrheit im Storthing haben wird. Bisher besaßen sie die Radikalen, die im letzten Storthing 76 Mann stark waren. Diesmal hat aber die Rechte im Verein mit der gemäßigten Linken 55- nach anderen Berichten sogar schon 59 oder 60 von 117 Sigen erobert, während sie im letzten Storthing nur 38 Mann stark war. Ob die Rechte nun die Mehrheit erhält oder nicht, die Schwächung der Radikalen dürfte in jedem Falle den Rücktritt des radikalen Ministeriums Blehr zur Folge haben. Die von uns schon für unzutreffend erklärte Meldung, daß die türkische Regierung Bulgarien ein Ultimatum habe überreichen lassen, wird nun auch von dem Sofioter Kabinett für falsch erklärt. In Konstantinopel wurden viele Bulgaren wegen Verdachts der Zugehörigkeit zu den bulgarischen Komitees verhaftet. Will König Peter gegen die anständigen Männer in der serbischen Armee Front machen? Fast scheint es so angesichts der Meldung, daß in Nisch und anderen Garni sonen eine Anzahl Offiziere verhaftet wurden, bei denen eine Proklamation gegen die an der Ermordung König Alexanders beteiligten Offiziere vorgefunden wurde. In der Proklamation wird die Bestrafung der Verschworenen gefordert. Wenn Peter vor aller Welt den Schirmherrn der Mörder seines Vorgängres machen will, wird er sich um das letzte Restchen der Achtung bringen, die er heute noch Jenießt. Nach dem schon erwähnten Bericht der englischen Untersuchungskommission über den Transvaalkrieg betragen die gesamten Kosten des Feldzuges 222 794 000 Pfund Sterling, nach deutschen Gelde 4½ Milliarden ( 4 459 480 000) Mark. Englischerseits waren 380 577 Mann Truppen mobilisiert, während auf Seiten der Buren nur 89 375 Mann im Felde standen. Die englischen Verluste betrugen im ganzen 97 478 Mann, von denen 3590 im Feuer fielen, während 13 352 an Krankheiten vertarben. 75 536 Mann waren frank oder verwundet. In Pefing hat wieder einmal eine Prügelei zwischen weißen Soldaten stattgefunden: 15 französische Soldaten gerieten mit 4 amerikanischen in Streit. Die Franzosen machten von ihrer Waffe Gebrauch und verletzten 2 ameritanische Soldaten schwer. Welch ein geloenstüc! Db auch deutsche Soldaten fünfzehn gegen vier blank gezogen hätten? Nach langer Zeit wieder einmal eine Meldung aus Marokko vom Helden Abdul- Aziz und seinem Widerpart Buhamara: Wie aus Lalla Marnia berichtet wird, ist eine Abteilung maroffanischer Truppen, die von Udja zur Besetzung einer Ortschaft an der Straße nach Tazza entsandt worden war, von Anhängern Bubamaras vollständig geschlagen worden. Auf beiden Seiten habe es zahlreiche Tote gegeben. Die gibt es immer bei diesen Kämpfen. Wenn man alle diejenigen zusammenzählen wollte, die nach den Meldungen aus Marokko in diesem Rebellenkampf schon ins Gras gebissen haben, so fämen sicherlich eine größere Zahl heraus, als Abdul Aziz und Buhamara zusammen jemals an Truppen besessen haben. Deer und flotte. Ist Herr von Tirpik amtsmüde? Die„ D. T.- 3." behauptet dies, wenn auch in bedingter Form. Von einer sonst gut unterrichteten Seite" will das Blatt erfahren haben, sei nicht ausgeschlossen, daß der jezige Staatssekretär des Reichsmarineamts, Herr von Tirpib, seinen Etat nicht mehr vor dem Reichstag vertreten werde. Das Blatt erklärt indessen selber, an der Zuverlässigkeit der Meldung zweifeln zu müssen, da kein Grund für den Rücktritt des Staatsefretärs zu erkennen sei. Wozu bringt es aber die Nachricht? Garnisonwechsel. Die Verlegung des Bernburger zweiten Bataillons der 36er nach Merseburg steht zum 1. April 1904 bevor. Als Ersatz dafür erhält Bernburg zum gleichen Zeitpunkt das gegenwärtig in Zerbst stehende zweite Bataillon des Anhalt. Inf.- Regts. 93, das früher schon in Bernburg in Garnison stand. Nach Zerbst soll ein in Torgau stehendes Bataillon der 72er verlegt werden. Die 93er und 72er sollen von da ab zu einer Brigade vereinigt werden. Heeresverjüngung. Seit dem 1. März d. I. sind aus der Armee 44 Generäle und 32 Obersten beziehungsweise Oberstleutnants, im ganzen 76 höhere Offiziere ausgeschieden. Von den ausgeschiedenen Obersten und Oberstleutnants kommen auf die Infanterie 18, Kavallerie 3, Feldartillerie 4, Fußartillerie 2( darunter 1 durch Tod), das Ingenieurkorps 3, den Train und die Gendarmerie je 1. Nab und fern. Der Aufenthalt des Kaiserpaares in Merseburg hat diese jonst stille Stadt neu belebt: Zahllos war die Fremdenschar, die vereint mit den Einheimischen die Straßen der Stadt durchflutete, um dem Kaiserpaar einen feierlichen Empfang zu bereiten. Am Abend lud der Kaiser die Spigen der Militär- und Zivilbehörden, die Repräsentanten von Stadt und Staat ins Ständehaus zu einem Festmahl für die Provinz Sachsen, in dessen Verlauf der Kaiser einen Trinkspruch auf Sachsen und die Altmart ausbrachte. Gestern früh begaben sich der Kaiser und die Kaiserin zu Wagen nach Groß- Kayna zur Parade des 4. Armeekorps und der das ganze junge Menschengebilde. Nein, das town man wohl beim besten Willen nicht, wenn mußternweiße Säbne jeben ließ, so urgesund und fräftig wie bunge lächelte, ein frisches, sonniges Bächeln, das fefte, werlich den Kur vergeffen." und asbe, auch wird man über der Ofa und ihrer Umge,, Aber?" die Gestalt des Mädchens ging. " Es gibt einen Weg, Darja Romanowna, aber" eigentümlicher Glanz empor, der wie ein Flammen In den dunklen feurigen Augen Murenins audte ein über ch möchte warten, bis Sie ihn selber auffinden werden." einer rafchen Grmiderung geNovelle von H. Smith. beiden Nebenbubler. Bayland, in der 500 Gefangene eingeschlossen waren, Nacht war hereingebrochen und die alte Kirche von Weston war am Abend der Schlacht von Sedgemoor") die Die Es ien dürfte ih... David. er fragte angen prühten Flammen und der Zorn verzerrte die Schurkerei begangen?" Glaubt Thr, ich hätte den Banditen wüßte? denn bot Wer? wer? hat fonne ish in Gesicht nicht getötet, wenn ich seinen Namen icht Nein, Ravallerie- Division A mit einer Eskorte des Kurasster- Regtments von Seydlitz( Magdeburgisches) Nr. 7 und begrüßten auf dem Wege zur Parade die Kriegervereine. Die Parade tommandierte General von Beneckendorff und von Hindenburg; derselben wohnten die zu den Manövern geladenen Fürstlichkeiten, darunter der König von Sachsen und der Herzog von Aosta bei. Der Kaiser übergab die neuen Fahnen an die Regimenter, ritt mit den Fürstlichkeiten die Front ab und nahm einen zweimaligen Vorbeimarsch ab. Bei dem ersten Vorbeimarsch führte König Georg sein Ulanen- Regiment Hennigs von Treffenfeld( Altmärkisches) Nr. 16 vor. Der Kaiser ritt an der Spize der Fahnen und Standarten nach Merseburg zurück. * 600 Häuser niedergebrannt. Aus Serajewo wird telegraphiert: Gestern Nachmittag brach in Trawnik ein Brand aus, der die ganze Stadt ergriff. Erst nachts 2 Uhr wurde das Feuer gelöscht. Sechshundert Häuser sind niedergebrannt, darunter sieben Moscheen und die Synagoge. Bunte Chronik. Die Zahl der Auswanderer über Bremen betrug im August 11 242 gegen 8354 im Vorjahre. Bis Ende August wanderten 120 713 Personen gegen 99 064 im gleichen Zeitraum des Jahres 1902 aus. -In einem Dorfe bei Freystadt in Westpreußen wurde dieser Tage das alte Schulhaus nebst Wirtschaftsgebäude und Lehrerwohnung meistbietend zum Abbruch verkauft. Der Erfolg dieser Auktion war überraschend, der Zuschlag wurde mit drei Mark erteilt! Der weit über die Grenzen Deutschlands bekannte Generalmusikdirektor Zumpe in München ist gestern früh an einem Schlaganfall gestorben. In den Kreisen Duderstadt und Northeim ging gestern ein furchtbares Hagelwetter nieder. Zwei Drittel der Tabaksernte sind vernichtet. - In Kopenhagen sind Nachrichten eingetroffen, wonach in Reykjavik auf Island starkes unterirdisches Getöse wahrgenommen wurde. Man hält dort einen Ausbruch des Bulkans Hekla für bevorstehend. Baron Henri Rothschild in Paris ist zum zweiten Male wegen Ueberschreitung der gesetzlichen Fahrgeschwindigkeit für Automobile vom Gericht zu einem Tage Gefängnis und 10 Fr. Geldstrafe verurteilt worden. Es ist wahrscheinlich, daß Rothschild diesmal seine Strafe wird absigen müssen. Fünfhundert Hafenarbeiter in Nizza haben die Arbeit niedergelegt: fie verlangen eine Lohnerhöhung. Zehn im Hafen liegende Dampfer können nicht löschen. " Serbien kommend, Berlin durchfuhren, um über Paris nach Spanien auszuwandern. Der Umstand, daß Männer, Weiber und Kinder reichen Gold- und Silberschmuck trugen, wenngleich auch die Kinder nicht sonderlich gut gekleidet waren, gab davon Zeugnis, daß die Truppe großen Reichtum besitzt. Bei der Fahrt durch die Stadt waren natürlich sämtliche Fenster der Abteile durch die braunen Kinder der Bußta besetzt, welche sich offenbar an den im Fluge erhaschten Schönheiten der deutschen Reichshauptstadt nicht genug satt sehen konnten. Die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Raubmörders Detrois hat gestern( Freitag) früh 6½ Uhr auf dem kleinen Hofe des Provinzialarresthauses in Mainz stattgefunden; die mittels Fallbeils erfolgte Erefution vollzog der Scharfrichter Brandt aus Gotha. Detrois hatte, wie noch erinnerlich sein dürfte, anfangs April cr. seine 72jährige Tante, die ihn gastlich aufgenommen, ermordet und beraubt. Nachdem er das erbeutete Geld mit Dirnen verpraẞt hatte, wurde er in Frankfurt a. M. ergriffen. Hätte Detrois die scheußliche Tat zwei Wochen früher verübt, so konnte, da er dann noch nicht 18 Jahre alt war, gegen ihn nur auf die Höchststrafe von fünfzehn Jahren Gefängnis erkannt werden. Ein mysteriöser Mord beschäftigt zur Zeit die österreichischen Gerichte. Wie bekannt, war seinerzeit der Schuhmacher Bratuscha in Marburg a. d. D. wegen Mordes seiner Tochter zum Tode verurteilt, dann aber zu lebenslänglichem Kerter begnadigt worden. Nach seinem eigenen Geständnis hatte er Stücke der Leiche seiner Tochter gebraten und verzehrt. Jetzt ist diese angeblich ermordete Tochter plötzlich in Krain aufgetaucht, wo sie wegen Diebstahls aufgegriffen wurde. Durch Gegenüberstellung mit ihrer wegen Mitwisserschaft des Mordes zu mehrjähriger Kerkerhaft verurteilten Mutter ist jeder Zweifel beseitigt worden, daß man es hier mit der wirklichen Tochter des Bratuscha zu tun hat. Andererseits wurden seinerzeit im Hause des Bratuscha tatsächlich halbverkohlte Menschenknochen gefunden. Bisher ist es noch nicht gelungen, zu ermitteln, was den Bratuscha zu der falschen Selbstbezichtigung bewogen hat. Doch nimmt man an, daß der arbeitsscheue und verkommene Mensch sich in der Strafanstalt eine sorgenlose Lebenslängliche Verpflegung verschaffen wollte. Dreyfus gibt nicht nach. Der frühere Kapitän Alfred Dreyfus weilt jetzt in Genf. Er bewohnt dort eine Villa am See im Dorfe Cologny. Die Villa wurde ihm für einen Monat von einem Genfer Freunde zur Verfügung gestellt. Es heißt, Dreyfus werde dort in aller Stille gewisse Doku mente für seine Rehabilitation bearbeiten. In Langer traf vom Kap Juby der franzöſiſche Kreuzer** Die Rückgabe falsch bestellter Briefe betrifft eine Be, Galilée" ein, der die fünf befreiten Gefangenen der LebaudyExpedition an Bord hatte. Der Kreuzer setzte alsbald seine Reise nach Toulon fort. Der deutsche Kronprinz als Truppenführer. Für den Kronprinzen, welcher mit dem 1. Garde- Regiment 3. F. von Potsdam aus mittels Militär- Sonderzuges ins Manövergelände des Gardekorps bei Frankfurt a. D. ausgerückt ist, wird die große Herbstübung ein Prüfstein seiner militärischen Kenntnisse sein. Wie wir erfahren, tritt der Thronfolger zunächst in die Front ein, um bei seiner Kompagnie als Oberleutnant den gewöhnlichen Dienst zu tun. Der Kaiser hat indessen angeordnet, daß der Kronprinz gelegentlich des Manövers zeitweilig die Führung der Kompagnie zu übernehmen hat. Dabei ist auf den Kronprinzen als solchen feinerlei Rücksicht zu nehmen. Dienst ist Dienst, und deshalb hat der Kronprinz wie jeder andere Führer seine Truppe zu leiten und die ihm erteilten Aufträge zu erledigen. Nach Beendigung des Manövers hat der Kronprinz über die selbständige Führung der Kompagnie im Gefecht einen Bericht auszuarbeiten, welcher dem Kaiser zu übermitteln ist. Es scheint, als ob von dem Ausgang dieser ersten größeren selbständigen Truppenführung durch den Kronprinzen des letzteren Aussichten auf Beförderung zum Hauptmann abhängen. Bekanntlich hat der Kaiser vor Jahren einmal geäußert, daß für die Beförderung der königlichen Prinzen und ganz besonders seiner Söhne ihm nur deren Militärkenntnisse maßgebend seien. Der Handelsminister Möller weilte, auf der Fahrt nach Sylt begriffen, in Harburg, wo er mehrere industrielle Anlagen besichtigte. Bei der Besichtigung der Thörlschen Delfabrik machte der Minister die interessante Mitteilung, daß er vor ca. 50 Jahren im Woermannschen Geschäft angestellt war, welches die ersten Palmferne von Afrika nach Hamburg exportierte und in Harburg verarbeiten ließ. A Das finanzielle Ergebnis der deutschen Städte- Ausstellung. Die deutsche Städte- Ausstellung wird nicht, wie so viele ähnliche Unternehmungen, mit einem Defizit, sondern mit einem erheblichen Ueberschuß abschließen. Bis zum 30. Auguſt waren 300 000 Einzelfarten und 19 826 Dauerfarten verkauft, die eine Einnahme von 302 855 Mark ergaben, während der Voranschlag nur 175 000 Mark Eintrittsgelder vorgesehen hatte. Wie Oberbürgermeister Beutler bekannt gibt, ist auf einen Ueberschuß von 160 000 bis 170 000 Mark am Schlusse der Ausstellung zu rechnen. Ein weiblicher Naturmensch", dessen Kleidung dem Anschein nach nur aus einem langen Kittel und einem Haarband bestand, erregte gestern in Berlin Aufsehen. Bei der großen Hize, die an diesem Tage herrschte, empfand mancher fast so etwas wie Neid angesichts der luftigen Bekleidung jener wunderlichen Heiligen. Sterblichkeitsstatistik. In der Woche vom 16. bis 22. August sind nach den Veröffentlichungen des kaiserlichen Gesundheitsamts von je 1000 Einwohnern, auf das Jahr berechnet, als gestorben gemeldet in: Aachen 17,9, Altona 20,4, Barmen 11,1, Berlin 16,5, Braunschweig 27,7, Bremen 15,7, Breslau 23,5, Charlottenburg 15,5, Chemnitz 22,4, Danzig 29,4, Dortmund 17,7, Dresden 19,1, Düsseldorf 22,5, Elberfeld 18,2, Essen 18,7, Frankfurt a. M. 17,7, Halle 26,3, Hamburg 16,9, Hannover 17,1, Karlsrube 21,5, Kassel 14,1, Riel 13,5, Köln 25,1, Königsberg 23,9, Krefeld 17,2, Leipzig 26,6, Magdeburg 22,5, München 17,7, Nürnberg 21,0, Posen 23,4, Schöneberg 15,6, Stettin 27,8, Straßburg 26,1, Stuttgart 14,4, London 14,3, Paris 17,5, Wien 15,8. fanntmachung der Postbehörde. Es wird darauf hingewiesen, daß Briefe und Postkarten, welche irrtümlich bestellt oder in Drucksachen vorgefunden worden sind, nur dann eine weitere freie Beförderung erfahren, wenn sie einem Briefträger zurückgegeben werden. Falls die Sendungen indessen, was oftmals geschieht, einfach in einen Briefkasten gesteckt werden, so unterliegen sie von neuem der postalischen Beförderung und werden als„ unfrankiert" behandelt. Beim Brigadeexerzieren tödlich verunglückt. Aus Landstuhl wird gemeldet: Beim Ererzieren der 3. Feldartillerie- Brigade scheute das Pferd des Leutnants Hartmann, der unter ein Geschüß geriet und tödlich verletzt wurde. Ueber dieses Geschütz stürzte ein anderes, wodurch mehrere Kanoniere verlegt wurden, darunter drei schwer. Leutnant Hartmann starb am Nachmittag im hiesigen Krankenhause. Ein starker Zigeunertrupp passierte auf der Stadtbahn die Reichshauptstadt. Die Truppe bestand aus über 200 Personen, welche in drei Wagen vierter Klasse, aus ** * Lokales. Gießen, 5. September 1903. bete Beweis für uht von Vieh h Bubereitung ber bie zweckmäßige eine große Rolle auf hierzu geeign mühle erften Ran des Grufonwertes patentierten Mab ffeln ausgerüfte formmenstellung ei ( Quetschen und Der Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterbach, Amtsgerichtsrat Ferd. Frey zum Oberamtsrichter bei diesem Amtsgericht ernannt. * * Der Großherzog hat dem Großh. Bademeister Franz Kissel zu Bad Nauheim die Genehmigung zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Fürsten von Reuß j. L. verliehenen Ehrenkreuzes 4. Klasse erteilt. * Der Großherzog hat dem evang. Pfarrer Hrch. Brüning zu Hähnlein, Dekanat Zwingenberg, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Oftober 1. J. an, in den Ruhestand verseßt. Durchgerissene und wieder zusammengeklebte Reichsfaffenscheine zu 5, 20 und 50 Mart gelangten bisher bei allen öffentlichen Kassen zur Einlösung und blieben deshalb auch im Geschäftsverkehr unbeanstandet. Neuerdings ist eine Aenderung insofern eingetreten, als die öffentlichen Rassen solche geklebte Scheine anzunehmen sich weigern, wenn nicht ein zusammenhängendes, nicht geklebtes Stück mehr als die Hälfte des Scheines ausmacht. Andere Scheine müssen bei der Reichsschuldenverwaltung in Berlin, Oranienstraße 92, umgetauscht werden. ** Das Verordnungsblatt für die evangelische Landeskirche des Großherzogtums Hessen teilt einen bom erweiterten Oberkonsistorium gebilligten der Landessynobe vorzulegenden Gefeßentwurf betreffend die Erhöhung der Organistengehalte mit. Der§ 1 besagt im Entwurf: Vom 1. April 1904 an erhält jeder Organist einer evang. Kirche für seine firchliche Tätigkeit bei einmaligem Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen den jährlichen Mindestgehalt von 150 Mt., bei zweimaligem den von 200 Mt. In anderen als den vorgesehenen Fällen wird die ent. sprechende Vergütung unter Berücksichtigung der vorliegenden besonderen Verhältnisse des Einzelfalles festgeseßt. Die Festsetzung erfolgt durch das Oberkonsistorium.§ 2. Die hierdurch eintretende Gehaltserhöhuna hat, soweit nicht ein Rechtsanspruch auf anderweite Deckung besteht, die betr. Kirchengemeinde zu tragen.§ 3. Den Kirchengemeinden, die wegen Bedürftigkeit die ihnen durch dies Gesetz erwachsende Last nicht zu tragen vermögen, kann Beihilfe aus dem Zentralfirchenfonds geleistet werden. Hierüber beschließt das erweiterte Oberkonsistorium innerhalb des Rahmes des hierfür von der Landessynode bewilligten Betrags. Ein seltsamer Unglücksfall ereignete sich auf der Chaussee nach dem Pariser Vorort Jemappe. Der Boden spaltete sich an einer Stelle in der Breite von 7 und in der Länge von 2 Metern, wobei ein Wagen samt Pferd in der Deffnung versant. Glücklicherweise befand sich der Kutscher nicht auf dem Siz. Eine Viertelstunde später ertönten bier Explosionen, begleitet von einer Feuergarbe, und zwei Platten, welche die elektrischen Leitungen schließen, flogen in die Luft. Die Ursache des Vorkommnisses dürfte in einer Gasentwickelung oder in Kurzschluß zu suchen sein. Die Untersuchung ist eingeleitet. Beamte halten die Strecke gesperrt, da aus dem Spalt aufsteigende Rauchwolfen weitere Explosionen befürchten lassen. Hus dem Gerichtsfaal. § Ob einem tanben Angeklagten die Zeugenaussagen schriftlich vorzulegen sind, darüber hatte jüngst das Reichsgericht zu entscheiden. Ein Kaufmann war von dem Landgericht Dresden wegen Aufforderung zur Begehung eines Verbrechens zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Da der Angeklagte taub war, erfolgte die Verständigung mit ihm auf schriftlichem Wege. Dagegen wurden ihm die Zeugenaussagen nicht übermittelt, weswegen der Angeklagte Revision einlegte. Der Reichsanwalt trat der Ansicht des Angeklagten bei. Sämtliche Teilnehmer an der Verhandlung müßten sich gegenseitig verstehen, und mit Tauben müsse entweder schriftlich oder durch Dolmetscher verkehrt werden. Das Reichsgericht hob Semgemäß das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Der Landwirt. wird bei verhält wöhnlich hohe bie weiche wolli auch hinsichtlich gehendsten Anf Mühl n ist aus zu erf hen, die + Lollar. Gemeinderate- Sit Schmidt 6 Lollar. wenigen Tagen d einem Gemein wächter stattgef unfern Ot hina tag war der St und der Ursacher die Schläger für diese beiden haben. ** Die Verkaufszeit für das Handel 8- gewerbe ist aus Anlaß der landwirtschaftlichen Ausstellung am Sonntag, den 13. Sept., auf die Stunden von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ausgedehnt. * * Verhaftet wurde wegen Hochstablerei der Pharmazeut C. Schmidt. Sch., der zuletzt in GroßenBuseck beschäftigt war, hat eine ganze Reihe Betrügereien und Diebstähle ausgeführt. Geschäftsleute sind hauptsächlich die Opfer des Schwindlers geworden. ** Der Vorsitzende des Grunberger Verkehrsverein, Herr 2. Moll, ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten, an seine Stelle wurde der Fabrikant Herr Hrch. Schmidt I gewählt. tt Feitag abend fand in Grünberg eine Gemeinderats- und Kirchenvorstandssitung statt. Tagesordnung: Endgültige Beschlußfassung über die Aufstellung der Kirchenheizung. mn. Ungünstige Ernteaussichten in Mecklenburg. Aus dem Wittenburger Kreise wird berichtet: Seit Menschengedenken ist in hiesiger Gegend ein ähnlicher Notstand in der Erntezeit wie in diesem Jahre nicht dagewesen, namentlich; auf den nördlich von Wittenburg belegenen Feldmarken. Nach voraufgegangener langer Trockenheit wurde das Korn so früh reif, daß bereits gleich nach Mitte Juli mit dem Mähen des Roggens begonnen werden mußte. Um dieselbe Zeit begann es zu regnen und hat den ganzen Augustmonat über damit angedauert, so daß auch jetzt mit Beginn des Septembers noch vieler Roggen auf dem Felde steht, selbst. redend in nahezu unbrauchbar gewordenem Zustand. Weizen ist erst wenig geborgen und vom Hafer ist bereits ein großer Teil verdorben.- Tritt jetzt fein Wandel ein, so steht der Landmann vor einer in dieser Weise hier kaum jemals erlebten Salamität. Roggen und Weizen hatten ohnehin durch Auswinterung stark gelitten, so daß ein großer Teil umgeadert werden mußte. Das Sommerforn war dagegen außergewöhnlich gut bestanden, ist aber jetzt durch Nässe dermaßen geschädigt, daß man mancher Orten auf Ankauf von Futterkorn wird Bedacht nehmen müssen. Auf mehreren Feldmarken hat das Korn auch durch Hagelschaden gelitten. tt Die Wetterstation Grünberg signalisierte Donnerstag nachmittag an die Wetterstation Gießen " Ferngewitter" in Aussicht. Freitag früh vier Uhr aber war schon ein Nahgewitter". Ein Augenzeuge erzählt uns, daß bei Reinhardshain von dem niedergegangenen Hagelwetter zahlreiche Schwalben und Staare erschlagen am Wege lagen. Am Obst, Gemüse usw. ist erheblicher Schaden A Rodheim der Vorarbeiten f unferer Gemeinde rüftig fort. Es Zweifel über die ländes mit den eine behördliche B auf dem an altpr nötig wurde. D werden können, beendigt sein dür fahgemäßes Gru Braunfe infolge dantens Prinzessin Albre lebenden Schwe überwiesen wor Verein ein Sch einfachen Jahn Stelle des schön Aus der mehrere schwere sondern auch Ha Hagel Fußhoch. großen Schaden Liegende Getreide + Aus de befferung der D entstanden. In Reiskirchen iſt ſogar der Frühzug find soweit gebie durch das Unwetter zum Abfahren nach Grünberg eine furze Zeit verhindert wurden. In Grünberg hat man einen föstlichen Regen gebabt. Derselbe hat nichts verdorben, sondern nur die Herbsternte erquickt.- Ueber die vier Gewitter, ihren Zug usw.. können wir vielleicht in nächster Nummer zum Nußen der Landwirte etwas Näheres mitteilen. × Von dem neuen Winterfahrplan der Kgl. Eisenbahndirektion Kassel ist wohl am bemerkenswertesten, daß die beiden neuen Schnellzüge Berlin- Frankfurt bezw. Frankfurt- Berlin, die ursprünglich nur als Sommerzüge gedacht und daher im vorigen Winter ausgefallen waren, auch vom 1. Dft. ab gefahren werden. Es sind große Anstrengungen gemacht worden zur Erhaltung dieser Züge. Der Schüßenverein Alsfeld veranstaltete übergeben werden der Kommunalber feld, Staufebach, felheim, Kleinsee thal ganz vorzüg gegend werden A Wetzlar الله Provingi Von Stat am vergangenen Sonntag sein diesjähriges Hauptpreis- und Anschluß an de Ritterschießen, an welchem auch eine Anzahl Grünberger hr bormittag Schüßen teilnahmen und schöne Erfolge erzielten". Feld Alsfeld 9.10 11 scheibe( 300 Meter) Wilhelm Bock 4. Preis, Standscheibe mittags, mit ( 175 Meter) Hrch. Schmidt 1. Preis, Meisterscheibe( 100 angerichteten Meter) Hrch. Schmidt 1. Peis, Herm. Kreuder 10. Preis welchen ich d und Gg. Stammler 15. Preis, Zentrumscheibe( 100 Meter) aufmerksam m einen 4., 7. und 29. Preis. Gg. Stammler 14. Preis. angesehen wer Hrch. Schmidt einen 1., 20. und 34. Preis. Chr. Wagner " Den wackeren Schüßen auch fernerhin ein Gut Ziel". *** Die Notiz im gestrigen Blatt betr. Stendalsche Baumdruckmaschine bedarf iusofern einer Ergänzung, indem dieselbe schon längere Zeit im Besitz des Herrn L. Reiß, Westanlage, ist. Der Preis für eine solche Maschine beträgt auch nicht 60 Mt. sondern 85 Mt. Dieselbe wird auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu Gießen mit ausgestellt. ** Den teilweise in den Aus st and getretenen Frankfurter Maurern wurde ihre Forderung nunmehr seitens der Arbeitgeber bewilligt; dieselben beschränkten sich hauptsächlich auf Erhöhung der bisherigen Stundenlöhne von 48 auf 50 Pfg. und die vollständige Durchführung der zehnstündigen Arbeitszeit. Die Wiederaufnahme der Arbeit wird am Montag endgiltig erfolgen. Schrotmühlen. Auf der landwirtschaftlichen Ausstellung zu Gießen wird u. a. auch die Firma Fried. Krupp Aktiengesellschaft Grusonwert, Magdeburg- Buckau, in einem besonderen Bavillon mit Erzeugnissen, die den Zwecken der Landwirtschaft dienen, vertreten sin. Es sind dies die bekannten Excelsior- Schrotmühlen, die zur Zerkleinerung aller Arten Futterstoffe verwendet werden und in der Landwirtschaft große Verbreitung gefunden haben. Die Mülen haben bis jetzt über 80 Auszeichnungen auf Ausstellungen erhalten, darunter viele erste Preise, sicher der Der Fahr HardtDer Vorf Heiner daß ich mein Uhren bon Kirch verlegt hal C. ber 1903. ter bei bem erd. Fry annt. Babemeifter Benehmigung Fürsten von rteilt. farrer Hrd genberg, auf jährigen treu per 1. J. an, angelife teilt einen der Landes ie Erhöhung m Entwurf: einer ebang. gem Gottes en Mindeft on 200 Mt. bird die ent vorliegenden gefeßt. Die § 2. Die peit nicht ein ht, die betr. beste Beweis für ihre Vorzüglichkeit. Die vorteilhafte Aufzucht von Vieh hängt bekanntlich größtenteils von der richtigen Bubereitung der Futterstoffe ab, und hier spielt insbesondere die zweckmäßige Zerkleinerung der Körner- und Hülsenfrüchte eine große Rolle, diese Zerkleinerung wird aber am besten auf hierzu geeigneten Mühlen vorgenommen. Als Schrotmühle ersten Ranges kann die vorerwähnte Excelsiormühle des Grusonwerkes bezeichnet werden. Sie wird mit besondern patentierten Mahlscheiben geliefert, die mit Zähnen und Riffeln ausgerüstet sind und infolge dieser eigenartigen Zusommenstellung eine zweifache Berarbeitung des Mahlgutes ( Quetschen und Schneiden) bewirken. Mit diesen Scheiben wird bei verhältnismäßig geringem Kraftbedarf eine ungewöhnlich hohe Leistung erzielt. Besonders hervorzuheben ist die weiche wollige Beschaffenheit des erzielten Schrotes, das auch hinsichtlich der Zerkleinerung des Hülsen den weitAlles Nähere über diese gehendsten Ansprüchen genügt. Mühl n ist aus den reich illustrierten Preislisten des Werkes zu ersehen, die Interessenten unentgeltlich verabfolgt werden. + Lollar. In der am 2. September stattgefundenen Gemeinderats- Sigung wurde der Großh. Beigeordnete Herr H. Schmidt 6. vereidigt und in sein Amt eingeführt. = Lollar. Es ist hier im Ort bekannt, daß vor wenigen Tagen des Nachts eine Schlägerei zwischen einem Gemeinderatsmitglied und einem Nachtwächter stattgefunden hat. Der Vorfall ist aber auch über unsern t hinaus bekannt geworden und am letzten Dienstag war der Staatsanwalt hier, um dem näheren Grund und der Ursache nachzuforschen. Somit wird der Gravelottetag die Schlägerei passierte nämlich an diesem Tage für diese beiden Beamten ein feineswegs freudiges Nachspiel haben. noch chengemeinden, es Gefeß er Beihilfe aus über beschließt Rodheim im Biebertal, 4. Sept. Zur Förderung Rahmes des der Vorarbeiten für die Anlegung des neuen Grundbuchs ags. unserer Gemeinde und des benachbarten Bieber schreiten Sandels. rüftig fort. Es herrscht noch bezüglich einzelner Eigentümer Zweifel über die Identität des von ihnen erworbenen Geländes mit den Barzellen, die sie im Besitz haben, sodaß eine behördliche Besichtigung unter Zuziehung der Interessenten auf dem an altpreußisches Gebiet grenzenden Gemarkungsteile nötig wurde. Die Schwierigkeiten haben bis jetzt beseitigt werden können, sodaß in Bälde das Ermittelungsverfahren beendigt sein dürfte und dann ein jeder Eigentümer sein fachgemäßes Grundbuchblatt erhält. aftlichen Aus Stunden von behnt. tablerei der in Großen e Betrügereien hd hauptsächlich Verkehrs bheitsrücksichten Fabrikant Herr Gemeinde ftatt. Tages Die Aufstellung 8 fignalifierte ation Gießen vier Uhr aber ge erzählt uns, iedergegangenen e erschlagen am eblicher Schaden | Versteigerung des Anwesens Bum Römischen Kaiser" wurden für das Gasthaus am Kornmarkt 33 000 Mt. und für die " Trinthalle mit Garten" auf der Jäcksburg 4010 Mt. geboten. Höchstbietender war in beiden Fällen die Gießener Aftienbrauerei. Der Zuschlag wird in 8 Tagen erteilt. + Mainz, 4 Sept. Der 18jährige Mörder Detroit ist heute morgen 7 Uhr hingerichtet worden. Er betete noch laut auf dem Schaffot. Bemerkenswert ist, daß der Kopf nicht ganz vom Rumpf getrennt wurde, sondern noch blutüberströmt an einer Sehne des Halses hing. Darmstadt, 3. Sept. Die Brauer der Bierbrauerei Heß sind in den Ausstand getreten. Eine allgemeine Arbeiterversammlung wird sich morgen Abend mit der Frage beschäftigen, ob über die Firma der Boykott verhängt werden son. Ein Lied ohne Noten. Es blüht in Grünberg immer mehr, Handel, Wandel und Verkehr, Kaum tönnen unsre Gassen, Den Verkehr all fassen. Marktstraß' auf, Marktstraß' ab, Man bald faum mehr gehen mag, Durch der Wagen lange reih 3wängt mit Not man sich vorbei. Doit ein Jeder halten kann, Wie und wo und wann, Es geht keinem etwas an, Nicht einmal dem Bürgersmann. Kommt da an im schnellen Trabe, Mache Platz der Equipage; Es ist Sitte so und Brauch, Scheer dich weg du armer Schlauch. Geh' doch auf den Bürgersteig, Oder ist dir der zu breit? Laß die Marktstraß' für die Wagen, Die sonst nirgend Play mehr haben. Hoffentlich bringt ein Schild man an: " Hier Jeder sehr schnell fahren kann, Ausspannen, Halten, ist gern gesehn, Da Wagen hier können genügend stehn". Aufgebotene. 0. R. Braunfels, 5. Sept. Dem hiesigen Turnverein ist Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. infolge dankenswerter Anregung Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Albrecht zu Solms- Braunfels von einer in Schweden lebenden Schwester derselben ein Geschent von 100 Mt. überwiesen worden. Für nächsten Sonntag plant der Verein ein Schauturnen, verbunden mit der Weihe eines einfachen Jahn- Gedenksteins, welcher an einer passenden Stelle des schön gelegenen Turnplages errichtet ist. Aus der Wetterau, 4. Sept. Heute früh gingen mehrere schwere Gewitter nieder, die nicht nur starken Regen, sondern auch Hagel brachten. An manchen Stellen lag der Hagel Fußhoch. Er richtete besonders an den Obstbäumen großen Schaden an. Das noch teilweise auf dem Felde liegende Getreide wurde fast ganz ausgedroschen. + Aus dem Ohmthal. Die Arbeiten an der Ausbesserung der Ohmbrücke zwischen Anzefahr und Schönbach r der Frühzug sind soweit gediehen, daß diese bald wieder dem Verkehr Grünberg eine übergeben werden kann. Die Kosten der Herstellung tragen Serg hat man der Kommunalverband und die Gemeinden Anzefahr, Sindershat nichts verfeld, Stausebach, Himmelsaerg, Niederwald, Schönbach, Großidt.- Ueber seelheim, Kleinseelheim. Die Zwetschenernte fällt im Ohmwir vielleicht in thal ganz vorzüglich aus. Von Händlern aus der Rheingegend werden hohe Preise geboten. etwas Näheres ■ lan der Agl. erfenswertesten, Frankfurt bezw. Sommerzüge ge Ten waren, aud oroße Anstreng Rüge. veranstaltete A Wetzlar, 4. Sept Bei der heutigen gerichtlichen Landwirtschaftliche Am 29. Aug. Georg Jebens, Leutnant im Inf.- Reg. 116( 2. Großh. Hss) dahier mit Margarete Amalie Marie Paula Augustin zu Küstrin. 31. Aug. Ph 1. Brunnengräber, Spengler dahier mit Luise Juliane Struth dahier. Heinrich Johann Christ. Herbst, Stationsdiätar 1. Kl. dahi r mt Emilie Elisabethe Karoline Hammel zu Grünberg Eheschließungen. Am 29. Aug. Georg Valentin Reinhard Kling, Lehrer an der Knabenschule dahier und Emma Elisabethe Senßfelder, T. d. Kreisstraßenmeisters Joh. Pet. Senßfelder dahier.- 2. Sept. Georg Adam Geißner Konditor dohier und Marie Emilie Tytor, geb. Malfomesius, Ww. des Kaufmanns Wilh. Bertold Textor dahier. Geborene. Am 22. Dem Bahnwärter Heinr. Heß eine T., Elly Johanna. 25. Dem Hilfsbremser Wilh. Jünger ein S. 26. Dem Kaufmann Alb. Stoll eine T, Irmgard Franziska Eugenie.- 28. Dem Tabakspinner Joh. Peter ein S. Dem Schrifts her Karl Lindenstruth ein S. 29. Dem Maschinenschloss r Wilh. Wisker eine T., Margarete Elisabethe. 4. Sept. Dem Hotelbesitzer Karl Ernst Christel ein Sohn. - Fruchtsäcke Bingen a. Rh. Provinzial-. Vrbands- Busstellung Kartoffelsäcke| Rhein. Technikum in Gießen. empfiehlt billigst Neustadt 23, Gießen. für Maschinenbau und Elektrotechnik. Progr. frei. 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Silberwaren von Kirchplatz 6 nach nd getretenen Forderung nun ben beschränkten en Stundenlöhne urchführung der ahme der Arbeit dwirtschaftu. a. auch die Onwert, Magde mit Erzeugniffen, bertreten fin ühlen, die zur det werden und gefunden haben zeichnungen auf Breife, ficher der Seltersweg 10 verlegt habe. Hochachtungsvoll C. Stöver, vorm. F. Scharmann. Uhrmacher. Gießen. genannt Garbenbänder empfiehlt Desi bie Ofenkohlen Nr. I Schmiedekohlen Nr. III 95 Edgar Borrmann ab Bahn und auf Lager. Eisenhandlung Gießen. Zöpfe, Scheitel, Frisets, Toupe werden naturgetreu angefertigt und aufgear: beitet. Damen Kopfwaschen 1 Mark. Spezialität: Grate und weiße Haar: Arbeiten. H Tichy Gießen Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse An- und Verkauf von gebrau bten Möbeln. Betten, Bleidern, Wäsche, Oefen und Herden, Heinrich Ruppert, Ermenrod. Maurer, Handlanger, Tagelöhner gesucht Aug. Scheppelmann. Baugeschäft. Gießen. Maurer können noch eintreten. H. W. Rinn, Baugeschäft. Gießen. 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Konrad Andernach, 60 J. alt, Schuhmachermeister dahier. Grasversteigerungen. - 3. Karl An fangend in der Nähe der Kolbemühle soll Montag den 7. September, vormittags 10 Uhr, das der Gemeinde Har ba ch gehörige Grummetgras an Ort und Stelle versteigert werden. Markt. Gieken, 5. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bfd. 1.00-1.20 M., Hühnereter 2 Stüd 14-00 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar . 0.70-1.00, Hühner per Stüd Mt 1.30-1 80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stitd 1.80-2.40, Gänse p. Pfd 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pig., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.50-7.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 5.50-6.50, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 4. Sept. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.20. big 3.60, Stroh per Zentner Mt. 1.90–225. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Es können eingestellt werden: 10 Pferdefnechte( darunter 6 für Landwirtschaft, 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 1 Schweizer, 1 landwirtsch. Magd, 1 Gartenarbeiterin, 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Tapezierer, 1 Modellschreiner, 4 Schreiner, 1 Küfer, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 5 Glaser, 2 Maurer, mehrere Erdarbeiter, 1 Arbeiter für die landwirtschaftliche Ausstellung, 1 Restaur.- Köchin( ausw.), 1 Köchin, 19 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 2 Kindermädchen, 2 Stüßen der Hausfrau, 1 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Waschfrau. Lehrlinge: 1 Schmied. Es suchen Arbeit: 5 Pferdeknechte, 1 Taglöhner für leichte Arbeit, 1 Kutscher, 1 Zementmüller, 1 Spengler und Installateur, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Schlosser, 2 Buchbinder, 1 Bäcker, 3 Schreiner, 2 Glaser, 1 Fabrikarbeiter, 1 Küchenchef, 3 Hausburschen, 1 Schreibgehilfen, 3 Dienstmädchen, 2 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 3 Laufmädchen, 1 Büglerin, 2 Weißzeugnäherinnen, 2 Näherinnen, 2 Flickerin. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin klein; für bas Solale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal":& r. Oppermann Dowd und Berlag ber Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Bekanntmachung. In der Zeit vom 29. August bis 5. September 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Aufsteckkamm, 1 goldener Siegelring, 1 Banknote. verloren 1 Tausendmarkschein. Entflogen sind: 2 Reisvögel. Entlaufen sind: 1 braune und 1 schwarze Dachshundin. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. nächster Nähe der neuen Kliniken empfiehlt seine geräumigen Lokalitäten, nebst Gartenwirtschaft zur gelegentlichsten Benutzung. Guten bürgerlichen Mittagstisch. Zum Ausschant kommt das berühmte Göbels- Bier. Flaschenbier auf Bestellschönste Ansicht ins Lahnthal. ung frei ins Haus. Um gütigen Zuspruch ladet ein Georg Kraft, Wirt. Man verlange: GRECOGNAC CHELL S Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt. Unsere Destillate sind unserer Brennerei aus, gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Fritz Scheller Söhne Homburg v. d. 5. Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5., 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Niederlagen durch Plakate kenntlich. 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Hoheit des Grossherzogs von Hessen sind nur noch in beschränkter Anzahl zu haben bei den Herren Jean Kirch, Bahnhofsrestaurant, Ernst Balser Mäusburg 11 und bei den Festwirten: Vetzberg. Nächsten Sonntag den 6. und Montag den 7. September findet hier Kirchweih statt. Für gutbesette Tanzmusik ist bestens gesorgt. Speisen und Getränke in Bekannter Güte. Zu recht zahlreichem Besuch ladet höflichst ein. Heinrich Reichmann. Wirt b. d. Burg. Sedanfeier in Gross- Felda. Sonntag, den 6. September mit Tanzbelustigung am Lohberg. Es ladet höflichst ein F. Figge, Wirt. nächste Ziebung am 15. Septbr. cr. Frisch GEWAGT ist halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. 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Landwirtschaftliche 208 Abonnemente In's Baus gebr Bratisbellage Oberbefilde Bartenbau, fo Das Blatt für 25 Betr.: Die tier Mit Rüdf 1.38. hierorts Hellung berbur wir nachstehend des Innern erla der Intereffenter 1. Das für flügel muß bei sprungszeugni zeichnung der Bescheinigung der Tiere und d meter fcit mi cholera und an frankheiten find 2. Das i 8. urd 9. Gef Trieb und d 7-8 Uhr an Aufsicht betrau Es wird nur Provinzial- u. Verbands- Ausstellung. fältigen Unterfi Von Montag, den 7. d. Mts. an befindet sich unser Bureau im „ Restaurant Liebigshöhe I. Stod" auf dem Ausstellungsplate. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses. Schlenke. Giessener Ausstellungs- u. Pferdemarkt Lotterie. Lotterie Ziehung 15. September 1903. Hauptgewinn: Ein vierspänniger Erntewagen mit kompletten Geschirren, Wert ca. 5000 Mt., ferner Hauptgewinne im Weste von 2000 ME., 2 à 1000 Mt. usw. Zusammen 2000 Gewinne im Werte von ca. 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