Nr. 129. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Freitag, den 5. Juni 1903. Gießener 12. Jahrgang Jasertionsprei 8: Die einspaltige Betitzelle für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Ar, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Triumph der angewandten Wiffenfchaft. CB. Etaatssekretär Graf Posadowsky und Freiherr von Rheinbaben, der preußische Finanzminister, haben auf dem internationalen Chemiker- Kongreß, der zur Zeit in Berlin tagt, die chemische Wissenschaft als einen Teil der modernen Weltwunder gefeiert. Graf Posadowsky ſchilderte eingehend den wunderbaren Entwickelungsgang, den dieser Zweig gemacht habe, und betonte, daß sie Berge verseze und Täler auffüllen könnte. Zwar habe die moderne Wissenschaft und insbesondere die Chemie einen Teil der Kriegswerkzeuge geschaffen, aber immerhin ſei die wohltätige Wirkung unserer Fortschritte größer, als die zerstörenden Instrument. Denn auch diese dienen ja eigentlich dem Fortschritt der Menschheit, indem sie dazu verwendet werden, um die modernen Verkehrsmittel durch die Berge und über die Meere zu führen. Diese Errungenschaft würde niemals erreicht worden sein, wenn sich nicht die Wissenschaft mit der Technik und mit der rein handwerksmäßigen Kunstfertigkeit zu einem idealen Bunde vereinigt hätte. E kann gerade die Chemie eigentlich als die typische Verkörperung der modernen Arbeit gelten. Denn welche Tätigkeit man auch anneh men möge, eine jede wird erst leistungsfähig durch den Geist, der sie bescelt. Selbst der moderne Handwerks. betrieb kann nur dadurch auf der Höhe der Leistungs: fähigkeit erhalten werden, daß schon in der Lehrlingserziehung auf eine geeignete theoretische Ausbildung Bedacht genommen wird. Bis etwa zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wai Deutschland die Heimat der rein theoretischen Gelehr samkeit. Wir hatten die größten Philosophen, die größten Dichter, aber auf dem Gebiete der Industrie und der Technik waren uns fremde Nationen und vor allen Din. gen die Engländer bei weitem überlegen. Ein neuer Geist zog in die Wissenschaft erst ein durch die Naturphilosophie und durch den eminent praktischen Sinn, dem unser Altmeister Goethe und die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt den Weg geebnet haben. Seitdem hat die deutsche Wissenschaft sich vor allen Dingen auch auf praktischem Gebiete betätigt, und wir dürfen stolz darauf sein, daß sie hierin auch tatsächlich die erste Stellung auf der Welt einnimmt. Speziell aus dem Gebiete der chemischen Wissenschaft ist Deutschland den anderen Nationen soweit überlegen, daß die meisten chemischen Präparate und Fabrikate in der Zolltarifre form, die gegen Schluß des Vorjahres zur Annahm: gelangte, vollständig ohne Schutzzoll geblieben sind, weil auch auf dem offenen Markte Deutschland durch die fremden Nationen nicht vertrieben werden konnte. Nicht minder groß ist unsere Leistungsfähigkeit auf dem Gebiete der Technik. Der Hauptbeweis dafür ist die unumschränkte Anerkennung des Auslandes, die darin ihren besten, allerdings auch für uns gefährlichen Ausdruck findet, daß von allen Enden der ganzen Welt junge Leute zur technischen Ausbildung nach Deutschland kommen. Unsere Hochschulen sind allmählich geradezu durch Hörer aus aller Herren Länder in eine Notlage geraten, sodaß es wohl eine Frage der Zeit sein dürfte, daß den fremden Nationalitäten der Zugang zu unserer angewandten Wissenschaft erschwert werden muß, damit den Kindern des eignen Volkes der Weg dazu offen bleibt. Die Politik. Ein Minister gegen den Bund der Landwirte. ::: Auf der Wanderversammlung der württembergischen Landwirte in Geislingen hat der Minister v. Pischek eine Rede gehalten, die noch zu mancherlei Preßerörtecungen Veranlassung geben dürfte. Der Minister erinnert daran, daß die Wünsche der Landwirte noch vor drei Jahren sich in engeren Grenzen bewegten, als dies jezt von den Führern der Landwirte geschehe. Die Landwirte, deren Lage sich allerdings nicht gebessert habe, würden von besoldeten Agitatoren zu immer neuer BeJehrlichkeit angereizt. Die Regierung müsse der Landwirtschaft Schuß gewähren, in gleichem Maße aber auch der Exportindustrie. Der Minister schloß mit einem eigenartigen Hoch! auf die Landwirtschaft und die Landwirte: „ Eie sollen leben, aber auch leben lassen!" Chamberlains Pläne. ( Mr. Chamberlain versteht es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Er hat an ein australisches Blatt einen Brief gerichtet, der gleichzeitig einen warnenden Wink an die Kolonien bedeutet, sie sollten ihn bei seinen zollpolitischen Vorschlägen unterstüßen, und der andererseits dem Minister die Möglichkeit gibt, mit guter Art davonzukommen, wenn aus seinen Plänen nichts wird. In den Briefen an das australische Blatt erklärt Chamberlain, wenn sich die öffentliche Meinung in den Kolonien in der Tat feindlich oder gleichgiltig verhielte, bestände nicht die geringste Möglichkeit, die Zollreform zu verwirklichen. Er würde sich für berechtigt halten, den Kamps aufzugeben, wenn er nicht warm von den Kolonien unterſtützt würde. Einstweilen ist die Stimmung der Kolonien für die Chamberlainschen Pläne außer in Kanada nicht eben günstig. In Australien sind zwar die Minister eines Sinnes mit Chamberlain, aber das Parlament will nichts davon wissen. Aehnlich liegt die Sache in Südafrika. Troßdem aber kann es als sicher gelten, daß England schließlich dem Freihandel Valet sagt. Blinder Lärm wegen Königin Draga. Nach neueren Nachrichten aus Belgrad beruht das Gerücht von einer Erkrankung der Königin auf Erfindung. Ebenso ist es nicht richtig, daß sich ein französischer Leibfoch erschossen habe; ein solcher ist am Belgrader Hof überhaupt nicht vorhanden. Wahr ist lediglich, daß vor ungefähr einer Woche ein bei Hose bediensteter Küchenjunge we= gen einer Liebesaffaire Selbstmord beging. Ein Attentat auf Roosevelt? )-( Aus Chicago kommt die Nachricht, man habe unter der Eisenbahnbrücke in Lincoln( Illionis), die der Zug des Präsidenten kurz darauf passieren sollte, eine Menge Dynamit gefunden. Nach einer anderen Lesart soll man in der Nähe der Stelle, wo Präsident Roosevelt aussteigen wollte, eine Handtasche mit Dynamit gefunden haben. Diese doppelte Lesart läßt die Meldung ziemlich verdächtig erscheinen. Es wird sich auch wohl diesmal wieder um eine leere Sensationsmache handeln. Eine Weltbeglückerphantasie. () Ein seltsames Projekt hat ein Ungar, Marcus S. Manheim, ausgeheckt. Er will für alle Ungarn ohne Seinen Unterschied eine staatliche Pension einführen. Plan hat er in einem Echriftchen niedergelegt, dem wir der Kuriosität halber einiges darüber entnehmen wollen, wie der Verfasser sich die Durchführung seines Phantasieprojektes denkt. Er will die obligatorische Bensionsberechtigung sämtlicher Bewohner Ungarns einführen, in der Weise, daß jedermann entsprechend seinen Verhältnissen es sind sieben Kategorien vorgesehen - eine gewisse Jahresprämie zahlt, wofür er vom sechzigsten Jahre an Pension bezieht. Die Gesamtſumme dieser Pensionsprämien würde in einem Jahre etwa 658 700 000 tronen, in zehn Jahren daher( ohne Zinsen) 6587 Millionen Kronen ausmachen; die Pensionierung würde erst zehn Jahre nach Inslebentreten des Planes beginnen. Die 6587 Millionen Kronen, die im ersten Dezennium angesammelt würden, sollen nun das Vermögen der ungarischen Nation bilden, aus welchem nicht nur die Pensionen, sondern auch die Kosten einer großartigen Entwickelung der Hauptstadt, sowie des ganzen Landes bestritten werden sollen. So sollen in Budapest u. a. die innere Stadt umgestaltet, zahlreiche öffentliche Gebäude, Bäder, eine Sternwarte, Statuen, Sanatorien, Schulen usw. errichtet, im Lande die Eisenbahnen, Straßen und Kanäle ausgebaut, die Industrie entwickelt, der Unterricht verstaatlicht, gewisse EtuitsSchulden getilgt, Dalmatien reintorporiert werden usw. Das alles ist bis auf einen Heller ausgerechnet. Schade, schade, daß dieser Bellamytraum sich nicht verwirklichen lökt! „ Vereinigte Staaten von Südamerika"? () Seit Jahren macht sich in verschiedenen südamerikanischen Staaten eine Strömung geltend, die auf einen Zusammenschluß der südamerikanischen Republiken nach dem Vorbild der nordamerikanischen Union abzielt. Ob diese Pläne Aussicht auf Verwirklichung haben, bleibe dahingestellt. Jedenfalls aber ist es bemerkenswert, daß neuerdings zwischen Argentinien, Brasilien, Uruguay und Chile eine Uebereinkunft zustande gekommen ist, nach der die vier Republiken einander tatkräftig beistehen wollen, falls eine von ihnen durch einen europäischen Etaat bedroht würde. Ferner soll die Diplomatie der vier Etaaten intervenieren, falls ein europäischer Staat oder eine europäische Staatengruppe mit einer ande ren südamerikanischen Macht Differenzen hätte. Endlich soll der Vierbund eine Art ständigen Aufsichtsrates einsetzen, der die Aufgabe hat, im Vereine mit den Vertretern der anderen südamerikanischen Mächte Konflikte, die zu äußeren Verwickelungen führen könnten, möglichst im Keime zu ersticken. Das ist offenbar in der Idee ganz schön, aber in der Praxis wird's mit der Ausführung dieses Programms wohl hapern. Kurze politische Nachrichten. * In Bremen ist ein neuer Klempnerstreik ausgebrochen. * Infolge einer leichten Störung in dem Befinden des Papstes, er leidet an einem Darmkatarrh wird das auf den 15. Juni angesetzte Kardinalskonsistorium bis zum 22. oder 25. Juni vertagt werden. * Vie wa; yingtoner russische Gesandtschaft hat Berichte aus Petersburg erhalten, die besagen, daß die Räumung der Mandschurei stetig fortschreite und die endgiltige Zurückziehung der Truppen im September erfolgen werde Daß der russische Gesandte das der Welt einreden möchte, ist natürlich, nur wird ihm niemand glauben. * Aus Peking wird gemeldet, daß der Zustand in der Provinz Yünnan wieder normal sei. Die Stadt Lin- An- fu sei den Aufständischen wieder abgenommen worden. - Der deutsche Sängerwett ftreit. ( Sonderbericht.) Frankfurt a. M., 4. Juni. Der Kampf der Gesänge" hat allen Ernstes begonnen. Um 10 Uhr heute früh begann die erste Gruppe der Sänger das Ringen um den Wanderpreis des Kaisers. M3 erster Verein erschien auf der Wahlstatt der Hannoversche Männergesangverein, und ihm schlossen sich in den Vormittagsstunden sechs weitere Vereine an. Dieselbe Zahl der heiligen 7 wiesen die Vereine auf, die nachmittags um 2 Uhr in die Schranken rückten. Jeder von ihnen sang zuerst das Preislied, dessen markige länge wie Sturmes brausen anschwellen und sich zum Schluß zu einem Hohenlied des Deutschtumes erheben. Bei der Endſtrophe: ,, Heil dem Helden Armin, Auf den Schild hebet ihn Und zeigt ihn unsterblichen Ahnen: Solche Führ wie der, Gib uns, 2n, noch mehr,- Und die Welt, sie gehört den Germanen." wenden sich die Augen der begeisterten Menge voll Bedeutung nach der Kaiserloge, wo der Enkel des großen Fürsten sißt, der den Traum von deutscher Macht und Einigkeit so herrlich verwirklicht hat. Der Kaiser, der pünktlich, wie immer, mit seinen Angehörigen und seinem Gaste eingetroffen ist, unterhält sich wiederholt lebhaft mit den Preisrichtern, doch wäre es natürlich viel zu verfrüht, schon heute irgend ein Urteil über die Aussichten der Vereine, den Siegespreis zu erringen, abzugeben. Außer dem großen Kaiserpreis, der bekanntlich aus einer schweren dreigliedrigen Goldkette mit einem diamantbeseztem Schild und dem Portrait des Kaisers besteht, gibt es noch eine Menge von Ehrenzeichen, mit denen sich die trösten können, denen der große Wurf nicht gelingt. Außer dem Preislied singt jeder Verein nämlich noch ein selbstgewähl tes Lied, und auf diese Weise wird es auch schwächeren Vereinen möglich, sich erfolgreich in zweiter Reihe am Kampfe zu beteiligen. Auch nachmittags erschien der Kaiser wieder beim Preiswettsingen, nachdem er in der Zwischenzeit nach dem Römer und dem neuen Rathaus gefahren war, wo ihm der Ehrentrunk der Stadt tredenzt wurde. Oberbürgermeister Adickes hielt eine Ansprache, in der er der Beziehungen der alten Kaiserstadt Frankfurt zum alten und neuen Kaisertum gedachte, er schloß mit einem Hoch! auf das Kaiserpaar. Kaiser Wilhelm antwortete in längerer Rede. Er wies darauf hin, welchen wirtschaftlichen und geistigen Aufschwung Frankfurt genommen, nachdem es unter das Hohenzollern zepter gekommen sei. Mit dem Tore des Kyffhäusers seien auch die engen Tore Frankfurts_aµfgesprungen. Die Stadt sei für die anderen deutschen Städte vorbildlich in bezug auf ihre Fürsorge für die minderbegüterten Klassen. Darin berühre sich die Stadtverwaltung mit ihm, dem Kaiser, dem vor allem die soziale Fürsorge dauernd am Herzen liage. Schließlich teilte der Kaiser den Frankfurtern mit, daß das hessische Artillerieregiment Nr. 63, das in Frankfurt steht, fortan den Namen ,, Regiment Frankfurt" tragen soll. Der Kaiser trank dann auf das Wohl der Stadt. Epäter nahm er dann bei dem Prinzen Friedrich Karl von Hessen in dessen Palais am Untermainkai das Frühstück ein. Die Kaiferin stattete verschiebenen wohltätigen Anstalten Besuche ab und um 5½ thr erfolgte die Rückfahrt nach Wiesbaden, wo die Bevölkerung den hohen Gästen einen ebenso warmherjigen Empfang bereitet hat wie in Frankfurt. Besonders sympathisch hat ein liebenswürdiger Zug des Kaisers dem greisen Dänenkönig Christian gegenüber becührt, der, wie bekannt, zur Aur in Wiesbaden sich aufhält und es nicht versäumt hatte, sich am gestrigen Abend zum Empfange des Kaisers auf dem Bahnhof einzufinden. Der alte Herr trug die Ülanka des ihm gehörigen Hanauer Ulanenregiments, und da es nachts um 10,20 Uhr war und eine recht empfindlich kalte Ruft wehte, hüllte der Kaiser in herzlicher Liebenswürdigkeit den König mit seinem eigenen Mantel fürsorglich ein. Daß die Stadt prächtig illuminiert war, läßt sich denken. Besonders die zum Schloß führende Wilhelmstraße bot einen wahrhaft zauberischen Anblick bar. In aller Morgenfrühe lockte heute das herrliche Wetter das Kaiserpaar schon hinaus, ehe es um 9 Uhr nach Frankfurt fuhr. Der Kaiser unternahm einen Ausritt in die Waldungen hinter dem Neroberg, die Kaiserin machte eine längere Ausfahrt. Auch morgen wird das Kaiserpaar wieder in Frankfurt weilen. Auf dem Festplatz hat, dieweilen sich in der Hall: ber ernste Kampf abspielt, ein gar fröhlich Leben begonnen. Riesige Wirtschaften laden die durstigen Sänger ein, sich zu stärken, und welch Wirtshausschild hätte se einem Eangesbrüder vergeblich gewinkt? Denn Erquickt des Liedes Quell die deutsche Seele, Gebührt ein frischer Trunk des Eängers Kehle- so steht auf einem dieser Schilder zu lesen. Und wer önnte da widerstehen? In zwanglosen Gruppen lassen sich die frohen Gesellen an den Tischen nieder und gar mander tiefe, tiefe Schluck wird getap, nicht nur von wie fie will, ich hasse diesen Funke noch immer! Begleiter ihn betroffen anschaute, die Sache mag nu affe liegen, Prozeß gab meinem damals blühenden Geſchäft den Tor er hat mich betrogen, und der Aerger über den ich mir nicht ausreden, daß ich ihm meinen Ruin verdanke; unfern ftoß. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergehen Steineswegs ich bin Vertreter einer großen Also a mit Schritten seinen Weg fort, Wiedersehen! Sobald etwas passiert, besuchen Sie ntich!" Beter Heffelbein nickte zustimmend und feinin raicheren wüste Lärm einer reche Haus hinein, aus dem offenen Sch Schramer schallte ging in der das nebenan daheim neues giebt!" lange Fahrt angenehmer. allein, ich hier; fäßen Na, win jehen, was die ein Ausruf do kaum hatte er sie entfaltet, als sein Blid ſtarr Er holte die Zeitung aus seinem Paletot herbose und wir men, wäre, es rraichu Sinn aber eine unbeſtimmte Sehnsucht nach dem Echte ich chens teils plaudernd, Kämmerlein, in welchem sie ihre Nächte in den Taschen, im Mittelpunkte des Dorfes oder Städtjenen beschaulichen Sonntagen, an denen sie, die Hände teils still vor sich hinträumen den Bassisten, denen das bekanntlich die Stimme nach unten verlängern soll, sondern auch von den„, zarten" Tenoristen. Man könnte vor ihren Leistungen nicht nur Respekt, sondern manchmal schier Angst bekommen. Auch Wein fehlt natürlich auf dem Festplatz nicht, doch ist die Devise, unter der er verzapft wird, eigentlich recht wenig glücklich gewählt. Das Restaurant heißt nämlich zum ,, Aegir", und bei dem Namen dieses Beherrschers des wässerigen Elements taucht manchem wackeren Sänger und Zecher die geheime Furcht auf, als könnte fener mit seinen Wasserfiuten auch den Wein verlängert haben. Doch soll diese Angst, nach altem, was man hört, unbegründet set. Hus dem Gerichtsfaal. § Der umgekehrte Fall Hüssener. Das Marinekriegsricht zu Kiel verurteilte gestern den Matrosen Messerschmidt wegen Körperverlegung des Fähnrichs z. E. v. Abel zu 18 Monaten Gefängnis. Der Anklage lag folgender Tatbestand zugrunde. Am Sonnabend, den 2. Mai, machte Fähnrich z. E. v. Abel in Gemeinschaft mit dem Fähnrich z. E. Saalwächter einen Spaziergang nach Friedrichsort. Auf dem Wege nach Pries kam ihnen ein Trupp betrunkener Marinematrosen entgegen. Die beiden Fähnriche wichen den Betrunkenen aus. Allein trozden beschimpften die Matrosen die Fähnriche, sobald sie in deren Nähe kamen. Die Fähnriche versuchten die Matrosen in Güte zu beruhigen und machten sie darauf aufmerksam, daß sie es doch mit Vorgeseßten zu tun hätten. Da aber dies nicht half, seßten die Fähnriche, um Ausschreitungen vorzubeugen, ihren Weg fort. Nach= sie eine Strecke Wegs gegangen waren, kam ihnen ein unbekannter Matrose nachgelaufen. Dieser schlug den Fähnrich v. Abel ohne weiteres ins Genick und lief darauf eiligst davon. Dieser Ueberfall hatte die Fähnriche so überrascht, daß, obwohl die Fähnriche sogleich die Verfolgung aufnahmen, es dem Matrosen gelang, unerfannt zu entkommen. Die Vorgesezten des mißhandelten Fähnrichs suchten diesen zu trösten und bedeuteten ihn, daß sein Verhalten keineswegs zu einem Tadel Anlaß gäbe. Troßdem nahm sich v. Abel die ihm durch den Ueberfall zugefügte Kränkung derartig zu Herzen, daß er sich am folgenden Tage, Sonntag, 3. Mai, das Leben nahm. Die energisch aufgenommene Untersuchung des Falles ergab schwere Verdachtsgründe gegen Messerschmidt, der jedoch hartnäckig leugnete, der Täter zu sein. Die Anflage gegen ihn lautete ursprünglich auf tätlichen Angriff, wurde aber im Laufe der Verhandlung abgeändert, wie oben angegeben. Ms Zeugen wurden bernommen der Fähnrich zur See Saalwächter und der Matrose Jänide, Nab und fern. (*) Das Schicksal der Prinzessin Luise von Toskana hat jetzt eine, wie es scheint, endgiltige Wendung er fahren. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen den Höfen von Wien, Dresden und Salzburg hat man sich bahin geeinigt, daß die Prinzessin Mitte dieses Monats Lindau verlassen und ihre ständige Wohnung auf Schloß Ronno in Frankreich( Departement Rhone) nehmen wird. Das Schloß gehört der Gräfin Mathilde Saint Victor, der Witwe eines früheren Kammernherrn des verstorbenen Grafen von Chambord. Gräfin Saint Victor wird die Prinzessin auf der Fahrt von Lindau nach Ronno begleiten. Das jüngstgeborene Töchterchen wird seiner Mutter einstweilen belassen, ob später für immer, steht noch nicht fest. Kurz vor ihrer Abreise erhält die Prinzessin in Lindau den Besuch ihres Vaters, des Großherzogs von Toskana Zwischen der Prinzessin und dem Sprachlehrer Giron bestehen, wie zuverlässig aus Brüssel gemeldet wird, schon seit längerer Zeit keinerlei Beziehungen mehr. Giron befindet sich zur Zeit in seiner Heimat in sicherer Stellung und hat seit Monaten eine Annäherung an die Prinzessin Luise weder direkt noch durch Zwischenpersonen in die Wege zu leiten versucht. $ Zur Behandlung des Prinzen Prosper v. Arenberg Im Gerichtsgefängnis zu Hannover wird noch offiziós mitgeteilt, die Disziplinaruntersuchung habe ergeben, daß in einigen wenigen Fällen Unterbeamte dem Prinzen nachts für kurze Zeit auf dem Korridor hatten umhergehen lassen und ihn von ihrem eigenen, für den Nachtdienst mitgebrachten Schnaps geringfügige Mengen hätten trinten lassen. Unwahr seien nach dem Ergebnis der Untersuchung die Behauptungen, Prinz Arenberg habe im Gefängnis nächtliche Gelage abgehalten, Karten gespielt und sich mit einem Aufseher geduzt. Ebenso unwahr seien die Angaben, daß Prinz Arenberg im heimlichen Scheckberkehr mit einer Bank in Hannover gestanden und sogar eines Nachts eine Frauensperson in seiner Zelle gehabt habe. Bunte Chronik. In einem Leihhause zu Neapel brach ein großer Brand aus, durch den auch ein anstoßender Glockenturm und mehrere benachbarte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere Personen verlegt. Der Schaden beträgt 11 Millionen Lire. Wie aus Trier gemeldet wird, erkrankten in Neunfirchen und Umgegend 20 Personen unter Vergiftungserscheinungen nach dem Genuß von verdorbenem Pferdefleisch, das von auswärts eingeführt war. Drei Personen sind bereiis gestorben. Der Seepräfekt von Breft, Admiral Gourdon, hat ben Matrosen und Echiffsjungen des Schulschiffes ,, Bretagne seine Befriedigung über den Eifer ausgesprochen, mit dem sie dem deutschen Kreuzer Amazone" Hilfe geleistet haben. In einer Schlucht bei Bregenz wurden die Leichen des Studenten Hans Pagel und seiner Geliebten Fräulein Scheller, die er, wie erinnerlich, aus München entführt hatte, aufgefunden. Es liegt vermutlich Doppelselbstmord vor. -Während des Pfingstgottesdienstes schlug in Altendorf( Mähren) der Blizz in die Kirche ein und traf den Hochaltar. Ein Kind wurde durch den Blizschlag getötet und 12 Personen betäubt. Wie aus Valparaiso berichtet wird, ist während eines Sturmes die britische Bark Foyledale" gescheitert. Zwölf Personen büßten hierbei das Leben ein. 4. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll Auszug. V Gießen, 3. Juni 1903. Anwesend waren die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorfißender, Kommerzienrat Heichelheim, Grünewald, Thring, Kaz, Nowack, Röhr, Schirmer, Steinecke, Burbuch. 1) Aus dem Geschäftsbericht ist Folgendes mitzuteilen: a a. Die Hanseatischen Handelskammern hatten in einer Eingabe an den Staatssekretär des Reichspoftamts sich gegen die geplante obligatorische Einführung des vom Berner Internationalen Bureau der Telegraphen- Verwaltungen herausgegebenen amtlichen Wörterverzeichnisses für die Abfassung von Telegrammen in verabredeter Sprache ausgesprochen, da die vorhandenen Privattodes sich als zweckmäßig erwiesen hätten und der Entwurf des amtlichen Wörterverzeichnisses erhebliche Mängel aufweise. Die Rammer hat nach einer Umfrage bei den interessierten Firmen des Bezirks von einer Unterstüßung jener Eingabe abgesehen und sich prinzipiell für die Einführung eines amtlichen internationalen Wörterverzeichnisses erklärt, voraus geseßt, daß die dem Entwurf noch anhaftenden Mängel bes seitigt werden. b. Den vielfach an die Kammer herangetretenen Wünschen entsprechend, ist bei der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. nochmals die Einlegung eines Spätzuges Gießen- Lich- Hungen beantragt und das Großh. Ministerium der Finanzen um Unterstüßung dieses Antrages gebeten worden. c. Der Vertreter der Handelskammer hat den BezirksEisenbahnrat Frankfurt a. M. in Gemeinschaft mit dem Abgeordneten Macco Siegen die Einlegung eines Schnell zuges Gießen Köln und zurück beantragt. d. Auch die weiteren Wünsche oberhessischer Verkehrsinteressenten sind von dem Vertreter der Kammer im Bezirks- Eisenbahnrat geltend gemacht worden, doch emp fiehlt es sich, der Handelstammer geeignete Anträge für den kommenden Winterfahrplan tunlichst bald zu überreichen. e. Dem Zentral- Verband des deutschen Bank- und Bantiergewerbes ist eine statistische Uebersicht über die Wirfungen der Börsengeseßgebung auf das Bankgeschäft in dem Handelskammerbezirke übermittelt worden. f) Da die Polizeiverordnung vom 5. März 1903 über das Ausmelken der Kühe vor dem Auftrieb auf den Viehmarkt oder dem Antreiben zu Handelszwecken für die Gießener Viehmärkte durchaus undurchführbar ist, den Handel und die auf dem Markt verkehrenden Landwirte schwer schädigt und ferner eine ernstliche Gefahr für das Fortbestehen der hiesigen Viehmärkte bedeutet, hat die Kammer auf Grund einer Umfrage sich für die Aufhebung, bezw. die Beschreibung der Verordnung dahin ausgesprochen, daß das Ausmelten am Abend vor dem Markte zu erfolgen hat. Stellt sich auf dem Markte oder dem Auftrieb starke Spannung des Euters ein, dann soll der anwesende Tierarzt anordnen können, daß die Tiere innerhalb einer halben Stunde auszumelken sind. g) Dem Reichskanzler und dem Großh. Ministerium des Innern sind die Münsche des Huthandels und der Haarhutindustrie des Kammerbezirks bezüglich der neuen Bollfäße von Desterreich- Ungarn und der Schweiz mitgeteilt worden. 2) Auf Grund der Bestimmungen der Gewerbeordnung sind von Behörden den Handlungsagenten Legittmationsfarten verweigert und ihnen nur Wanderge. werbescheine erteilt worden. Die Kammer beschloß daher eine Eingabe des Centralverbandes Deutscher Handlungsagenten an den Reichskanzler, daß durch eine Aenderung der Gewerbeordnung den Handlungsagenten der Anspruch auf Erteilung von Legitimationskarten zugestanden werde, zu unterstügen. 3) Seit einiger Zeit ist die Beförderung von Postpacketen mit Schnellzügen eingeschränkt worden. Da diese Maßregel schon jetzt empfindliche Benachteiligungen für eine große Anzahl von Geschäftsbetrieben herbeigeführt hat und geeignet ist, fortgesezt den geschäftlichen Verkehr auf's Schwerste zu schädigen, beschloß die Kammer ihre Aufhebung zu beantragen. Wenn es sich rechtfertigt, Vorkehrungen zu treffen, daß der Gang der Schnellzüge nicht gestört werde, so liegt doch ein nicht zu verkennendes eminentes Verkehrsinteresse vor, nach gegebener Möglichkeit, wie es der fahrplanmäßige Aufenthalt der betr. Züge zuläßt, die Uebergabe der Postpackete zu bewerkstelligen. In diesem Sinne wird die Kammer vorstellig werden. 4) Die Großherzogliche Regierung hat im Anschluß an mehrere Anfragen im Landtage Erhebungen über die Frage der Warenhausbesteuerung in Hessen veranstaltet und die Ergebnisse in einer Denkschrift niedergelegt. Die Erhebungen haben ergeben, daß im Großerzogtum wahrscheinlich nur ein Betrieb vorhanden ist, der unter die Bestimmungen des Preußischen Warenhaussteuergesetzes( 400,000 Mt. Jahresumsaß, Führung mehrerer Warengruppen) fallen würde. Ferner ist den Feststellungen zu entnehmen, daß Warenhäuser erheblicheren Umfanges, das einen Umsatz von 250,000 Mt. und darüber vermuten läßt, nur 3 vorhanden sind. Die Wirkung der Warenhäuser auf die Zahl und das Einkommen der Detailgeschäfte konnte statistisch nicht sicher ersetzt werden, doch hat in einigen Städten mit warenhausähnlichen Betrieben die Zahl dieser Geschäfte und auch das Einfommen erheblich zugenommen. Festgestellt wurde, daß die jeßige Gewerbesteuergesetzgebung in Hessen vollkommen veraltet ist und die größeren Betriebe oft prozentual geringer belastet als die kleineren Geschäfte. Die Handelskammer war der Ansicht, daß die hessische Gewerbesteuergesetzgebung dringend einer Umänderung nach der Richtung hin erfordere, daß die einzelnen Betriebe entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit herangezogen würden. Von einer endgültigen Stellungnahme gegenüber der Frage der Warenhausbesteuerung in Hessen wurde noch Abstand ge nommen, bis die von der Kammer eingeleiteten Erhebungen abgeschlossen sind. 5) Nach einem Bericht über die Versammlung der In teressenten der Lahnkanalisation, die am 17. Mai in Lim burg stattgefunden hat, beschloß die Kammer dem neuge gründeten Lahnkanalverein als Mitglied beizutreten. 6 Der Jahresbericht der Handelskammer für 1902 liegt zum Teil gedruckt vor. Die Einleitung wurde ver. Lesen und genehmigt. Der Bericht wird im Laufe dieses Monats an alle Firmen, die hierzu Beiträge geliefert haben, versandt werden. 7. Eingänge: a. Jahresberichte des Vereins Deutscher Kaufleute in Berlin, des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands in Leipzig, des Vereins für Handlungs- Commis von 1858 in Hamburg, des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, des Ernst Ludwig- Vereins( Hessischer Centralverein für Errichtung billiger Wohnungen). b) Erstes Heft über Belgische Bolltarifforderungen, herausgegeben von der Deutschen Handelskammer in Brüssel. c) Denkschrift des Vereins Deutscher Gerber zu den Handelsverträgen. d) Das neue russische Zolltarifsystem, hrsg. von der Firma Gerhard u. Heyse in Leipzig. e) Antwort der Handelskammer Mainz auf die Dent schrift der Handelskammer Darmstadt, betr. die Errichtung einer Retchsbanthauptstelle in Hessen. f) Wettbewerbe- Ausschreibung des K. K. Handels. ministeriums in Wien für ein Kanal- Schiffs- Hebewerk im Donau- Oder- Kanal. g) Der amerikanische Tabaktrust, Japanische Konkurrenz in Ronftantinopel. Alogen über Warenlieferungen und Warenverpackungen nach Südafrika, Absatz deutscher Kartoffeln in Süd- und Ostafrika, Absatzgelegenheit für Bergwerksma schinen in Japan. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Sekretariat der Handelskammer eingesehen werden. Die erste Wählerversammlung für die Kandidatur des Herrn Kommerzienrat Heyligen. staedt fand gestern Donnerstag Abend auf Einladung des liberalen Wahlausschusses im Neuen Saalbau zu Gießen statt. Wer den großen Saal fennt, weiß, daß eine zahlreiche Menschenmenge drinnen Plaß hat und zur großen Freude darüber, daß das politische Leben doch noch existiert unter den Bürgern, fann fonstatiert werden, daß der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war und die Leßten, die da kamen, an den Thüren und in den Fensternischen mit Stehplaß sich begnügen mußten. Herr Kommerzienrat Georgt eröffnete und leitete die Versammlung, stellte derselben den Kandidaten Heyligenstaedt vor und dieser entwickelte dann als erster Redner in ruhiger aber bestimmter Weise sein Programm. Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt sagte unter Anderem, daß er ein entschiedener Freund und Förderer eines solchen Zolltarifs sei, der unserer Landwirtschaft eine gewisse Garantie gebe, aber auf der anderen Seite es ermögliche, daß für Deutschland günstige langfristige Handelsverträge geschaffen werden. Dem Arbeiter weitere schwere Lasten aufzuerlegen, müsse sehr in Erwägung gezogen werden. Die neue Gewerbeordnung babe ja recht günstige Resultate aezeitigt, aber ist es möglich oder kann gesetzgeberisch dem Handwerk eine erforderliche Verbesserung geschaffen werden, so stehe er warm dafür ein; schon well er seit Jahrzehnten mit dem Handwerkerftande besonders unseres Kreises sehr eng verknüpft sei. Die Reich& finanzlage hat sich seit 1898 wesentlich verschlechtert und notwendig ist es deshalb, wenn in der nächsten Zeit die Reich 8 finanzreform durchgeführt werde. Es müssen dem Reiche Einnahme geschaffen werden, die dem Volke das geben, was es nötig hat. Darüber wird der nächste Reichstag mit entscheiden und hoffen wir darum, daß dessen Zusammensetzung eine solche wird, die dies auch dermag. Großer Beifall ward dem Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt am Schlusse seiner Ree. Herr Schloß macher, Handelskammersyndikus aus Offenbach a. M., sprach hierauf über die gegenwärtige politische Lage und betonte zu Eingang seiner Rede, daß es entgegen den gegnerischen Behauptungen wohl eine Wahlparole gäbe, und diese Wahlparole heiße Abschluß langjähriger Handelsverträge. Die gegenwärtigen Handelsverträge laufen in absehbarer Zeit ab, sie werden dann in Ermangelung neuer nur von einem Jahr zum andern laufen und es wird eine solche Ungewiß heit eintreten, die unseren Export sehr ins Sinten bringen fann - Die Zolltariffrage zu lösen, ist die vornehmste und schwierigste Aufgabe unseres Reichstages. Es werden sich im Innern wie nach außen hin Schwierigkeiten ergeben, von denen die aus dem agrarischen und sozialdemokratischen Lager die größten sind. Deutschland, das eine hochentwidelte Industrie und Landwirtschaft hat, braucht etne dritte Person, die da kauft, und das fann Niemand anders sein infolge unserer wirtschaftlichen Entwickelung als das Ausland. In den beiden letzten Jahren hat uns Nord- Amerika im Export weit überholt und erst wenn wir in der Lage wieder sind, daß wir mehr verkaufen als kaufen, dann hebt sich auch unser Nationalwohlstand wieder. Unsere gegen wärtige Handelsbilanz ist passiv, aber unsere Auslands. interessen sind in hohem Maße aktiv. Das Verkehrswesen, die Schifffahrt, Tausende von Kaufleute und Ingenieure sind in fremden Diensten, verdienen ihr Geld vom Auslande, und nicht zu vergessen, die von deutschen Kapitalien erworbenen Schuldverschreibungen. Diese angeführten Interessenten haben die Berechtigung, daß die Zahlungsbilanz eine attive bleibe und nur durch diese ist es möglich gewesen, daß der Volkswohlstand nicht zurückgegangen ist eher zugenommen hat bis in die Arbeiterkreise hinein. Deutschland hat also an der Weltwirtschaft einen guten Anteil, wir müssen darum audh barauf bebad nur möglich f verträge Benn gefommen ift, fo fammenhang mit Bertebrawejens b Betreibe z. B. 6 verlaufen fann, Fünftel der nadigewiefen, r ebenfalls nur ftand durch die Verpflichtung, Handelsverträg wurde am S fchließend dar ber, von laut Anfang feine Abend von fo refp. deffen B Mühe wert, Welt von diese Lage im Wahl 13 Jahren nu treten der ft jebigen Abgeo 1866 und 1 recht ward, tann und fol Was ist abe fozufagen te ftimmt, als Es ist auch vertreten zu schämt und Wenn ein V vereinigt, 10 31 nehmen a Schlag ins In der i Big daß man si Wahlberecht endlich bi gleiche Seffif dafür, daß Sie da un Rede, 5 m und Sie Brausende Versamml geftelt ho De Herr Wir tisd Spre gän bon weld The b. 9 Aute ein leid und nele The gut pre fra blä wur Fren 75, fteng geld wirben. Bo Der Frage be Abstand ten Erhebunge g mlung der S Mai in Lin er dem neug utreten. mer für 190 ing wurde be m Laufe diefe geliefert haben er Raufleute i Deutschlands in 8 bon 1858 ta afinenfabriten verein für Gr Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 5. Juni 1003. *** Die deutsch freisinnige Partei in Mainz beschloß in einer vorgestern Abend abgehaltenen Versammlung gleich beim 1. Wahlgang für den Kandidaten der Sozialdemokraten Dr. David einzutreten. I Die Freifinnige Volkspartei in Kassel beschloß, zu Gunsten der Kandidatur Beinhauer von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten abzusehen. ** Die 10000. Genossenschaft des im Jahre 1883 gegründeten Allgemeinen Verbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften wurde dieser Tage gegründet und zwar in Griedel als„ Landwirtschaftliche Bezugs- und Absaßgenossenschaft, e. G. m. u. H." Mainz, 4. Juni. Der Raubmörder Detroit hat sich am 17. Juni vor dem hiesigen Schwurgericht wegen des an seiner Tante begangenen Raubmordes zu verantworten. Kassel, 4. Juni. Hier fiel ein Maurerbursche zwei Stockwert hoch am„ Hotel du Nord" vom Gerüst herunter, ohne den geringsten Schaden zu nehmen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Trinitatis, Sonntag den 6. Juni. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrassistent Vogt. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lutasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Nanmann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Na umann. auch darauf bedacht sein, daß er so bleibe und das kann| Wahl des Herrn Kommerzienrats Heyligenstaedt nochmals nur möglich sein durch Abschluß langfristiger Handels- und schloß die Versammlung mit einem Hoch auf das verträge Wenn die Landwirtschaft in eine ungünstige Lage Vaterland. gekommen ist, so ist das nicht geschehen in ursächlichem Busammenhang mit der Industrie, sondern der Fortschritt des Verkehrswesens brachte das mit sich und daß infolge dessen Getreide z. B. billiger eingeführt wird als es der Bauer verkaufen kann, vermögen wir nicht zu verhindern. Ein Fünftel der Einwohnerschaft Deutschlands lebt, statistisch nachgewiesen, rom Ausland, und die Landwirtschaft, die ebenfalls nur Nuzen daraus zieht, insofern der Volkswohlstand durch die Ausfuhr sich hebt, hat darum die moralische Verpflichtung, wenn sie der Regierung zur Seite steht und Handelsverträge hilft mit schaffen. Auch diesem Redner Gleich anwurde am Schluß langanhaltender Beifall. schließend daran sp ach Herr Justizrat Dr. Gutfleisch, der, von lautem Händeklatschen schon vorher begrüßt, zu Anfang seiner Worte, das Flugblatt, welches vorgestern Abend von sozialdemokratischer Seite verbreitet worden ist, resp. dessen Verfasser kurz geiselte. Er halte es nicht der Mühe wert, auf dasselbe einzugehen, da uns ja eine ganze Welt von diesen Leuten trennt. Nachdem fam er auf die Lage im Wahlkreise Gießen zu sprechen und sagte, daß seit 13 Jahren nur ein Interessenstreit bestehe, der ein Hervortreten der streng agrarischen Elemente brachte, die den jeßigen Abgeordneten Köhler wäh te. Wie haben wir uns 1866 und 1870 gefreut, daß uns ein direktes Wahlrecht ward, wodurch man einem Manne seine Stimme geben kann und soll, der auch an den Volks Beratungen teilnimmt. Was ist aber geschehen. Seit 13 Jahren haben wir hier sozusagen fein Wahlrecht, wir werden vom Lande überstimmt, als wenn man uns das Wahlrecht genommen hätte. Es ist auch ferner nicht ehrenhast, von einem Antisemiten vertreten zu sein, von einer Partai, die sich ihres Namens schämt und einmal diesen, dann wieder jenen Namen führt. Wenn ein Mann, der die Mehrh it der Wähler auf sich vereinigt, 10 Jahre nicht hingeht nach Berlin, um mit Teil zu nehmen an den Sißungen, dann sage ich, ist es ein Schlag ins Gesicht, diesen Mann noch fräerhin zu begehren. In der i zigen schweren Zeit ist es darum doppelt nötig, daß man sich im Wahitreise aufraffe und am 16. Juni alle Wahlberechtigten zur Wahlurne kommen möchten, damit endlich wieder Wandel eintritt. Das direkte und gleiche Wahlrecht wurde vom Abg. Köhler im Hessischen Landtage bekämpft, und wer birgt uns dafür, daß er nicht auch im Reichstag so stimme. Geben Sie da um, so schloß Herr Justizrat Dr. Cutfleisch seine Rede, 5 m liberalen Kandidaten Heyl genstaedt, Ihre Stimme, und Sie leisten dem Vaterlande einen großen Dienst. Brausender Beifall folgte diesen Worten. Nachdem aus der Versammlung heraus Niemand Anfragen an den Kandidaten gestellt hatte, empfahl Herr Kommerzienrat Georgi die rifforderungen ner in Briffe Gerber zu de hrsg. von de auf die Dent die Errichtun R. Sandels -Hebewert in ische Konkurren en und Baren -Kartoffeln in Bergwerksma den Geschäfts ehen werden. Tung t Seyligen Einladung de bau zu Gießer daß eine zabl nd zur großen noch epiftier daß der Saal die Lezten, die fternifchen mi Kommerzienra ftellte derfelber efer entwickelt eftimmter Weif ligenstaedi ner Freund und ferer Landwirt uf der anderen günftige lang Dem Arbeiter hr in Erwägung habe ja ret glich oder fann e Verbefferung ein; schon weil tande besonders eidsfinan *** Gewerkschaft Gießener BraunsteinDer Versand an bergwerke vormals Fernie. Erzen der Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernie betrug pro Mai 11 500 Tonnen mit einem Brutto- Erträgnis von Mt. 110000. Für die zu bildende Gesellschaft zur Uebernahme der ruhenden 401 Kuren sind bisher Mt. 1450000 nur von Gewerken gezeichnet, so daß fremdes Kapital zur Realifierung der Sache nicht mehr nötig ist. Die Gewerkschaft ist jetzt der Sorge ledig, wie sie den Gläubiger Fernie befriedigen werde, von dem sie, da seine noch nicht fällige Forderung in diesem Jahre getilgt wird, einen Nachlaß von ca. Mf. 300 000 genießt. Weiter rhält Betriebsverbesserungen aber die Gewerkschaft Mt. 200000 zu ( Anlage eines direkten Schienengleises 2c.). Aus Hessen und Dachbargebieten. K Trais- Horloff. 5. Juni. Gestern Abend 7 Uhr verunglückte ein Maschinist in der Brikettfabrik dadurch, a er mit seinen Kleidern an der Transmission hängen blieb. Durch die Umdrehungen wurde der Bedauernswerte derartig verstümmmelt, daß der Tod sofort eintrat. Der Verstorbene war schon längere Zeit hier in Stellung und seit drei Wochen verheiratet. Das Mitleid mit der jungen W twe ist allgemein. | Marburg. 4. Junt. Dem im Brungshäuser Walde erschossenen Förster Keller aus Bromskirchen sind laut Sektionsbefund 29 Schrote Nummer 00 in Herz und Lunge gegangen. 12 Schritte weit hat der Förster, der kein Gewehr aber 2 Revolver bei sich trug, seinen Angreifer verfolgt, dann ist er tot zusammengebrochen. Der tötliche Schuß ist nach dem Befund meuchlings abgegeben worden. Die Giessener Neueste Nachrichten Sa mtaa, abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Der alte Praktikus sagt: ORI ist thatsächlich das Beste In der Chat ift Ori das sicherste, wirksamste, zuverlässigste, Insekten- Tötungsmittel speziell für Fliegen, Flöhe, Läuse, Kakerlaken, Schwaben 2c. Aus den zahlreichen Anerkennungsschreiben: Ori ist famos."- Ihr Ori wirkt toloffal."" Habe großartige Erfolge erzielt."" 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Di absehbarer Zeit nur von einer folche Ungewik Sinten bringe bornehmfte und Es werden fi igleiten ergeben ialdemokratifón me hochentwidel t eine britt nand anders l als das Au ne Nord- Ameri ir in der Lag aufen, dann he Unfere gegen nfere Auslands 3 Verkehrswe Ingenieure find m Auslande, und alien erworbenen en Intereffentem ilanz eine attive wefen, bab ber jer zugenommen Gland hat allo ir müffen barum Der Brief eines Gutspächters in Ungarn. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker. t. und f. Hoflicferant in Neunkirchen, Niederösterreich. Naszály. Erlaube mir hiermit meinen Dank für die wunde bare Wirkung, welche Ihr ausgezeichneter Wilhelm's antiarthritischer ant rheumatischer Blutreinigungs- Thee bewirkt, auszu= sprechen. Ich habe durch diesen Thee eine Frau in Suttö gänzlich ausgeheilt, obwohl dieselbe schon drei Bierteljahre von den besten Aerzten der ganzen Gegend behandelt wurde, welche ihr das Leben absprachen. Durch diese Cur ist Ihr The in dieser Gegend so beliebt geworden, daß Herr Josef v. Tööf, Apotheker, Königspasse 7 in Pest gewiß einen guten Absaz an die Suttöer Landleute hat. Auch in meinem Hause hat sich der Fall ereignet, daß ein bei mir bediensteter junger Mann so ein heftiges Gichtleiden bekam, daß er weder Füße noch Hände rühren konnte und durch den Gebrauch von drei Packeten Ihres ausgezei h- neten Thees gänzlich geheilt wurde. Auch ich gebrauche den Thee zweimal im Jahre und bin überzeugt, daß derselbe mir gut thut Nochmals den besten Dank der Genes nen aussprechend, zeichnet mit aller Achtung Michael Hohldampf. Gutspächter in Naszály, I. P. Totis, Ungarn. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Drangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurz I 3.50, Radic. Cariophyll. 350, Chinarinde 8.50 Eryngiimurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, tom. 3:50, weiß Senf 350, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Bekanntmachung, Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt werden. Gießen wird, beginnend mit Mittwoch, den 10. Juni 3 im Impflokale- Sulgebäude Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen jeden Mittwoch, nach mittage 5-6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren. Ich lade die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben borgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluße auf seine Sosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesezt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachichau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krank heiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht Gießen, den 5. Juni 1903. Der Oberbürgermeister Mecum YROLIN YROLIN- SEIFE DAS BESTE FUR DIE HAUT Zur Schönheitspflege unentbehrlich Königl. Preuss. St ats Medaille K Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cie., Berlin SW. 19 Ecke Markgrafen- Strasse. 43 Leipziger Strasse 43 Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld Tüchtige Schreiner tönnen sofort eingestellt werden. Ober hessische Holzin= duftrie Müde, G. m. b. H. Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 50 Pfa. Schweinefleisch 50Pfg. Heute u. morgen. Fechtverband Giessen- Lahr. ( Wohlthätigkeits- Verein.) Sonntag den 7. Juni 1903 von nachmittags 3 Uhr ab Schöne Aussicht: Großes Sommerfest Nachmittags 5 Uhr Aufsteigen eines Riesenluftballonsm. Fallschirm. Füllung desselben von 4 Uhr ab. Kinderspiele aller Art mit Preisverteilung. 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Lein, KleinGröße Nr. 1 etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte. 1,25 Mr. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mr. 46 Stückkoks 1,05 Mr. Linden 48 Dukkoks Nr. 1 1,20 Mr. 1,20 Mr. 21 bei Louis Süßmuth " 52 3 " 1,00 Mr. 1,15 Mr 1,15 Mr. Mußkoks r. 2 Bei Entnahme von mindeflens 200 Zentnern: Stückkoks Nußkoks Nr. 1 Nukkoks Nr. 2 Für Koksabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggon 8 bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Koks- bis zu 6 Zentnern - auf die betr. Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Kofe statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Steinberg W. Fabel und Karl Post, Wieseck Karl Trautmann, E. Christ, Wiesed 66 1 Kornbrod bei Ferd. Weiß, Grüningen 2 Kornbrod Jakob Appel, Krofdorf 22 42 W. Lein, Klein: Linden, Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen 44 Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Ein ordentliches Mädchen als Stüße der Hausfrau in häusBachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Restaurant in Grünberg ge 2ndreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, lichen Arbeiten erfahren, für ein sucht. Offerten an die Expedition diefer Zeitung. Schuhmacher, guter Arbeiter, findet dauernde Stelle. Gießen, Neuenweg 11. Tücht. Metzgergeselle auf sofort gesucht. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaskots samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch für in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gascots für die Abnehmer auß rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirückvei 2 große Deckfäfige zu vergütung von 4 Pfennig für den Zentner. faufen. Näh. Kirchenvlag 21. Gießen. Städtisches Gas nnd Wasserwerk Gicken. Otto Bergen. Jakob Braun, Gießen, Seltersweg Tüchtiger Schreinergeselle dauernde Arbeit gesucht. Karl Kreiling, Wieseck bei Gieken. Junger Bursche als Ausläufer sofort gesucht. Näh. in der Expedition der Gießener Neueste Nachrichten." sche Familienze Freitag, den 5. Juni 129. JU ſen=, Linsen-, Bohnen, Obst-, Kartoffel- und Suppen, andere In früheren des Abends eine Deutschland auch statt des Morgenmbrunne und ebenso Wohlhabenheit der betreffenden Personen. je nach der Jahreszeit, der Gegend und der Zeiten aß man in AM HÄUSLICHEN Faffee? DON