Nr. 104. Abonnementsbrets: in Gießen, abgebolt monatlich 50 Bfg., in's Saus gebracht 60 Big., burch die Boft bejager vierteljährli Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitun( täglich) Oberbeffiche Beitschrift für Landwirtschaft, Obf. xxd Gartenban, sowie die Gießener Settenblafen( whenti). Das Blatt erscheint an allen Berktagen nagmittage Dienstag, den 5. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionsprei si Die einspaltige Petitzeile für Gießen wh ganz Oberbeffen, die Kreise Weslar und Marburg 10 fo font 16 Bfg.: Reklamen die Bettteile 30 refp. 40 g Bofzeitungslifte Ste. 2009. Redaktion und Expedition: Stesen Menenweg Serafprehenfis Ar, 365. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kaifertage am Tiberstrand. Sonderbericht. HP. Rom, 3. Mai. ,, Der Kaiser hat uns die Sonne gebracht," jubelte das römische Volt, als bei Eintreffen des kaiserlichen Zuges wie mit einem Zauberschlag die finsteren Wolkentulissen von der glänzenden Schaubühne der Via triumphalis sich zurüdschoben. ,, Ein gutes Omen!" Und ein heller Widerchein des in neuer Schönheit erstrahlenden Tagesgestirns lag auf den Mienen der vieltausendköpfigen Menge, die ben prunkvollen Zug umdrängten, der die beiden befreunbeten Herrscher zum Quirinal führte. Ein donnerndes Evviva über das andere wurde dem kaiserlichen Gast ge= bracht, und nicht weniger erregten seine schmucken blühenben Söhne das Wohlgefallen der leicht enthusiasmierten Römer. Der Willkomm. mit Wurde es doch bald des Guten fast zu vicl. als an ber Efedra der Bürgermeister seinen Willkomm bor und an den jedem Bewohner der Siebenhügelstadt unvergeßlichen Augenblick erinnerte, als Kaiser Friedrich, damals Stronprinz des deutschen Reiches, bei einem Besuche in Rom den jeßigen König von Italien, der damals noch ein zartes näblein war, auf dem Arm vom Balkon bem Bolt zeigte. Die Wogen der Begeisterung gingen so hoch, daß die Menge den vierfachen Truppenkordon durchbrach und sich ohne Scheu vor den mächtigen Pferden der esforfierenden riesigen Leibgardisten an die Wagen herandrängte. Der Kaiser und seine Söhne hatten kaum Zeit, ben ihnen zu Ehren von Künstlerhand geschaffenen herrlichen Straßenschmuck zu bewundern, so sehr nahm jie die angenehme Pflicht in Anspruch, auf die von allen Seiten auf sie einbrechenden Willkommensstürme freundlichen Grüßen zu erwidern. In ganz langsamem Tempo mußte der Zug sich nach seinem Endziel bewegen, so dicht gestaut stand die Menschenmauer, und sie wankte und wich nicht, bis sich der Kaiser, die Prinzen und das Königspaar zusammen auf dem Balkon zeigten. Als ber Kaiser und seine Söhne dann später ins Pantheon fuhren, um einen Kranz an des ermordeten Humbert Grab niederzulegen und sich von dort zum Besuch bei der Königinwitwe begaben, tam auch die deutsche Begleitung zu ihrem Recht. Neben der Reckengestalt des bekannten Oberstleutnants v. Plüskow war es namentlich der greise Feldmarschall Waldersee, der die allgemeine Aufmerkſamfeit auf sich zog. Bis spät in die Nacht hinein währte das fröhliche Treiben auf den Straßen, denn das muß den Römern der Neid lassen, Feste feiern sie gar zu gern. Tec Kaiser beim Papst. Und nun erst am Sonntag, wo alle Arbeit ruht und bas Landvolk in seinen malerischen Trachten in dichten Scharen in die Stadt strömt. Kopf an Kopf harrt die bunte, lebhaft gestikulierende und schwatzende Menge des Augenblicks, als, nach einem kurzen Gottesdienst in der Kapelle der deutschen Botschaft, wo auch das Frühstück eingenommen wurde, der Kaiser sich zum Vatikan begab, um bem Oberhaupt der katholischen Christenheit seinen Gruß zu entbieten. Als der Galawagen, mit vier Pferden à la Daumont bespannt und geführt von zwei deutschen Spizenceitern, in dem der Kaiser und der Kronprinz Platz genommen hatten, während Prinz Eitel Friedrich in einem Zweispänner folgte, sich in Bewegung sezte, mischten sich in die brausenden Klänge der deutschen Nationalhymne und die Kommandoworte der Offiziere, die die Spalier bildenden Truppen präsentieren ließen, wahrhaft betäubende Hochrufe, die ihn den ganzen langen Weg bis zur Porta Zecca im Vatikan begleiteten. Dort schwenkten die italienischen Karabinieri, die bisher zwischen den 12 Wagen bes Zuges geritten hatten, ab, und dieser verschwand in den altersgrauen Toren der päpstlichen Hofburg. Im Innern entfaltete sich nun die ganze farbenreiche mittelalterliche Pracht des herkömmlichen Zeremoniells. Die Palastwache in ihren prächtigen Galakostümen erwies die militärischen Ehren, die schweizer Landsknechte sentten die breiten Hellebarden, eine von Gold und Purpur strahlende Schar hoher Würdenträger empfing den hohen Gaſt und geleitete ihn zum Privatkabinett des Papstes, das er allein betrat, während die Prinzen im Nebengemach blieben. Nach einer zwanzig Minuten dauernden Unterredung zwischen Kaiser und Papst wurden dann auch die Prinzen bon letzterem empfangen. Leo XIII. sah recht frisch aus und unterhielt sich mit allen Herren in der leutseligsten Weise. Als Andenken an ihren Besuch bei ihm machte er dem Kaiser und seinen Söhnen wertvolle Mosaikgemälde mit römischen Ansichten zum Geschenk. Nach einer kurzen Unterredung des Kaisers mit dem Staatssekretär Rampolla verließ der Kaiser den Vatikan, wo er er eine Stunde verweilt hatte, auf dem Rückweg sandtschaft und zum Quirinal vom römischen V und deutschen Pilgern, die sich am Martaplag mit Jaynen aufgestellt hatten, stürmisch begrüßt. Galadiner und Theater. Jm Quirinal gab es dann abends ein großes Galadiner mit bedeutsamen Trinksprüchen, in denen die innige Freundschaft nicht nur zwischen den Familien der beiden Herrscher, sondern auch zwischen ihren Völkern hervorgehoben wurde. Und dann der Glanzpunkt der Festlichkeiten für die römischen oberen Zehntausend: Verdis„ Othello" im Argentinatheater mit Tamagno in der Titelrolle. Als um halb 11 Uhr die kaiserlichen und königlichen Herrschaften erschienen, der Kaiser im Attila der Leibhusaren, war es allerdings mit der Aufmerksamkeit ziemlich vorbei, die man bis dahin den Vorgängen auf der Bühne und den hinreißenden Tönen des Lieblingstenors geschenkt hatte. Die Wände des Theaters dröhnten wider von einer Kundgebung, wie sie nur südländische Begeisterung hervorzubringen fähig ist, und bis die hohen Gäste ihre Logen verließen, bildeten sie das eigentliche Schauobjekt. Tamagno wird sich über die Unaufmerksamkeit seines Publifums wohl getröstet haben angesichts der schmeichelhaften Anerkennung, die ihm von seiten des Kaisers zu teil vurde. Die große Truppenschau. nur Mom, 4. Mai. Heute fand bei schönstem Wetter die große Truppen. schau ziemlich programmmäßig statt, daß anstelle des troß der Sonnenglut noch immer nicht ausge trockneten Exerzierplages das Feld von Centocelle zur Abhaltung der Revue gewählt werden mußte. Der Kaiser und König sowie die Prinzen bestiegen bei der Karabinierifaserne die bereitgehaltenen Pferde, während Königin He lena sich zu Wagen nach dem Paradefelde begab. Dort hatten mittlerweile unter dem Kommando des Generals Bejozzi die Truppen der Garnison Rom, verstärkt durch bedeutende Heranziehungen aus der Provinz, in drei Tref fen Aufstellung genommen hatten. Bei der Ankunft der Majestäten empfing sie wie Sturmesbrausen anschwellend das vieltausendstimmige Hoch der ungeheuren Menge, die erschienen war, dem glänzenden militärischen Schauspiel beizuwohnen. Fast verhallten gegen diesen Begeisterungssturm die schmetternden Klänge der Militärkapellen, die die deutsche Nationalhymne und den italienischen Königs. marsch spielten. Nachdem der Kaiser und der König die üblichen Meldungen entgegengenommen, ritten sie die Fronten ab und ließen dann die verschiedenen Truppenabteilungen und Regimenter an sich vorüberziehen. Wie im mer erregte auch diesmal die Elitetruppe der Bersaglieri mit ihren wellenden Federbüschen das besondere Wohlgefallen des Kaisers. Erst um Mittag war die glänzende Pa vade beendet. Der Kaiser trug die Uniform der Gardes du Torps mit schwarzem Küraß, in der rechten den Marschallstab, auf dem Haupt den silberblinkenden Adlerhelm. Wie gebannt hingen die Augen des für alles Schöne so empfänglichen römischen Volkes an der ritterlichen Erscheinung, und immer von neuem brachte man ihm bei der Rückkehr nach dem Schloß südlich- lebendige Ovationen. * Hohenzollern und Savchen. Wenn auch Monarchentoaste in neuerer Zeit nicht mehr als politische Atte angesehen werden dürfen, so gelten sie doch mit Recht sozusagen als Thermometer für die Wärme der politischen Beziehungen, in denen die Völker der beteiligten Herrscher zu einander stehen. Unter diesem Ge sichtspunkte sind die Trinksprüche, die am Sonntag bei bem Galadiner im Quirinal zwischen Kaiser Wilhelm und König Victor Emanuel gewechselt wurden, von besonderer Bedeutung: selten sind zwischen zwei Monarchen so herzliche Freundschaftsversicherungen ausgetauscht worden Der junge Herrscher Italiens begrüßte seinen Gast mis Worten lebhaften Dantes für sein und seiner Söhne Er scheinen auf italienischem Boden; er nannte den Besuc des Kaisers ,, einen Beweis ständigen Interesses und herz licher Sympathie, für Italien, ein Pfand der inniger Freundschaft, die ein festes Band schon seit drei Genera tionen ist zwischen unseren Familien, unseren Heeren und unseren Völkern; eine neue Bekräftigung des gemein jamen Willens Deutschlands und Italiens, alle ihre Anstrengungen und ihr einträchtiges Wirken unter den Au spizien des gegenseitigen Bündnisses die Beförderung des Friedens zu richten." Nicht mini herzlich war kai ser Wilhelms Trintspruch. Der Kaie agte u. a.: Jr jeinem Empfange durch König und Rolf Italiens erkenn er, die Befrästigung der Tatsache, de das Bündnis, wel ches unsere beiden Häuser unc verbündet, von dem italienischen Volk in noller mpathie anerkannt und un verändert gepflegt wird." Der Kaiser gedachte des verstor benen Königs Humbert als eines ritterlichen Helden unt herzgewinnenden Menschen, und schloß in italienischer Sprache: Ich trinke auf das Wohl Ihrer Majestäten des Königs und der Königin, auf das Wohl des mächtigen ita lienischen Heeres, auf das Wohl des schönen und ruhm. reichen Stalien und des edlen italienischen Volfes." Daf die Worte des deutschen Monarchen bei der römischen Be völkerung helle Begeisterung erivedten, wird niemanden wundernehmen; in fast allen römischen Theatern mußte am Sonntag die deutsche Nationalhymne gespielt werden, sie wurde von den Zuhörern mit stürmischem Beifall auf. genommen. Zweifellos wird der Besuch Kaiser Wilhelms in der Popularisierung des Dreibundes bei der italienischen Bevölkerung von recht günstiger Wirkung sein.- Vor dem Galadiner empfing der Kaiser den italienischen Ministerpräsidenten Zanardelli. Die Politik. Wieder eine neue Partei! (-) Wir haben in Deutschland noch nicht genug Parteien. Um einem tiefgefühlten Bedürfnis abzuhelfen, soll jezt in Elsaß- Lothringen eine neue demokratische Partei ins Leben gerufen werden. Eine am Sonntag in Kolmar abgehaltene Versammlung der demokratischen Vertrauensmänner aus dem Unter- und Oberelsaß hat behuss eines gemeinsamen Vorgehens bei den Wahlen und behuss einer einheitlichen Organisation und intensi beren Agitation, die Gründung eines Zentralausschus ses mit dem Eize in Kolmar beschlossen. Selbstver ständlich ist dieser Zeniralausschuß als Grundstock einer besonderen elsaß- Lothringischen Demokratenpartei gedacht Besondere politische Erfolge dürften der neuen Partei nicht beschieden sein; wenn sie etwas erreicht, so kann das nur geschehen, indem sie das französierende Protestlertum im Reichslande verdrängt. Und das wird ihr, so erfreulich es an sich wäre, schwer halten. König Eduards Besuch in Paris hat am Montag sein Ende erreicht. Präsident Loubet, sämtliche Minister und die Präsidenten des Senats und der Kammer gaben dem König das Geleit zum Bahnhof. Der Abschied war sehr herzlich. Während des letzten Tages seines Pariser Aufenthaltes wohnte der Herrscher Großbritanniens einem Frühstück im französischen Ministerium des Aeußern bei, an dem auch das gesamte diplomatische Korps teilnahm. Nach dem Frühstück hatte der König eine lange Unterredung mit dem französischen Minister des Auswärtigen Delcassé. Im Verein mit der Tatsache, daß Präsident Loubet am Tage vorher bei dem Galadiner, das er dem König zu Ehren gab, die Hoffnung ausgedrückt hatte, die herzlichen Beziehungen zwischen England und Frankreich würden sich in Zukunft noch inniger gestalten, wird diese lange Unterredung des Königs mit Delcassé in politischen Kreisen dahin gedeutet, daß tatsächlich zwischen Frankreich und England eine Vereinbarung über koloniale Fragen getroffen ist. Den vorherigen etwas Hals über Kopf unternommenen Besuch des Königs in Rom sieht man, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns schreibt, in urteilsfähigen Kreisen lediglich als einen Versuch an, die politische Bedeutung seines Pariser Aufenthalts einigermaßen zu maskieren. Die Mordbrenner von Saloniki. VF. Ueber die Festnahme der bulgarischen Dynamitarden am Tage nach dem Anschlag wird jetzt berichtet: In verschiedenen Häusern der Stadt wohnten seit kurzem Fremde, die sich Serben nannten und nachts Zusammen. fünfte hatten. Das Benchmen des einen, des Hauptes der Verschwörer, am Tage nach dem Anschlag erschien seinen Wirtsleuten verdächtig, sie verständigten die Po. lizei, und diese ließ das Haus umzingeln. Als nun die ibrigen Mitverschworenen abends mit Paketen beladen in der Wohnung ihres Führers erschienen waren, besetzt Militär die Hauseingänge, und der Kommandeur der Cruppe fragte, an die Haustür pochend, mi. lauter Stimme nach dem angeblichen Serben, der sich Georg Jourdan genannt hatte. Jourdan ließ sagen, er fomme gleich. Balk darauf trat er, einen Revolver in Linken, auf den Altan und war eine Bombe in Richtung, wo er die Soldaten vermutete. Fine... Jar die Antwort. Er warf eine zweite und eine dritte Bombe. Bei der legteren wurde er am Arm verletzt, worauf er sich sogleich eine Kugel durch den Kopf schoß. Ein zweiter Bulgare hatte ebenfalls zwei Bomben geworsen und war verwundet worden. Auch er erschoß sich, nachdem er in den Garten gesprungen war und den Hausieuten zugerufen hatte: ,, So sterben Bulgaren!" Die anderen zwei waren aufs Dach gelettert, warfen von dort Bomben und wurden herabgeschossen. Im leeren Hause fand man eine Menge frischer Papierasche. Die Verschwörer hatten alle kompromittieren. den Papiere verbra..t. Man muß gestehen: So ruchlos auch das Beginnen. der Dynamiterden ist, sie verstehen wenigstens für eine Idee zu sterben. Die mazedonischen ., Befreier"-Banden zählen jetzt aus ein weibliches Mitglied, ein Fräulein Katharina Arnundowa, die sich offenbar zur Rolle einer mazedonischen Jungfrau von Dr. leans berufen fühlt! Kurze politische Nachrichten. * Die Vorkonferenz des Pariser Antituberkulosetongresses beschloß einhellig eine Ergebenheitsadresse für Die deutsche Kaiserin. Vertreten waren 14 Nationen. * Jm Somalilande sind die Engländer einem munter betriebenen Waffenschmuggel für die Truppen des Mullah auf die Spur gekommen. Natürlich waren es französische Flinten und Munition, die da geschmuggelt wurden, und auch die Schmuggelhändler selbst waren Franzosen. Eine Illustration zu der in Paris eben so emphatisch betonten französisch- britischen Freundschaft in Kolonialfragen. mit Frau Rätin Seiffert das Konzerthaus besuchen kön пел. ,, Meinetwegen geht!" ich ihr nicht sagen, daß dies der Fall ist?" liebstes Papachen, wenn Du es nicht erlaubt hättest. Darf aber übelnehmen würde, wäre es mir angenehm gewesen Ich habe gar feine Lust dazu, weil mir Grete das age ihr ich Siebentes Dienste des Herrn Kapitel. Sie hatte sich währende ejer Zeit die redlichste Mühe Sora Arnhold befand sich nun seit vier Wochen im besser der Frau Schweigert. Mühe gegeben, die ben, sie war bor ihr ganzlich ungen eit ihrer Herrin zu erwer hatt auch nicht eiten zurückgeschredt, der schwersten der sie Der Adel in der Schweiz. Von Franz Winkelmann. gesellschaftliche Zustände viel besser In Deutschland ist man über andere Länder und deren ( Nachdruck verboten.) einen burtsadel in den meisten Betreffenden die volitische Laufbahn eher erschmert a Orden in der Schweiz von Schweizern nicht dürfen getragen hell fann auch nicht verschwiegen werden, daß Gerunde fein besonderes Anjehen geben, weil fremde Einheimische Droen gibt es ohnehin nicht.) Im schweizerischen Kantonen dem Dof und Gesellschaft. *** König Georg von Sachsen ist nach seiner Hauptstadt zurückgekehrt. Auf dem Bahnhof wurde er von den Epißen der Behörden und dem Festausschuß empfangen und nach dem Königspavillon geleitet, wo das Dresdener à- capella Damenquartett den König mit einem Vortrage begrüßte. Die Dvationen tausender von Frauen und Mädchen, die auf dem Platz vor dem Bahnhof Aufstellung genommen hatten, rührten den König sichtlich. Unter Glockengeläut fuhr der König, von Gardereitern esfortiert, durch die Prager Straße nach dem Altmarkt, von endlosem Jubel des Publikums begrüßt. Am Altmarkt entbot der Bürgermeister Beutler den Willtommengruß und eine nach Hunderten zählende Sängerschar trug einen Begrüßungshymnus vor. Für alle Hulbigungen dankte der Monarch tief gerührt. Ein bairisch- preufsifches KonfliktsMärchen. ( Von unserem ständigen CB. Mitarbeiter.) Eine Tartarenmeldung von einem ,, bairisch- preußi schen Konflikt von noch nie dagewesener Schärfe" macht Durch die deutsche Presse die Runde. Ein Nürnberger Blatt brachte dieser Tage folgende Meldung: ,, Der neue Ministerpräsident hat Mut gezeigt und als erste große Amtstat in Berlin die seit dem Versailler Vertrag unausgeführt gebliebene Rechtssicherung Baierns beantragt: den damals zugesprochenen und reichsverfassungsgemäß geschüßten diplomatischen Ausschuß im Bundesrat unter dem Borsiz Baierns in ausführende Geltung zu bringen. Die kürzlich eingetroffene Antwort aus der Stadt der Oberherrlichkeit war in so lapidarer Kürze der Abfertigung mit einem noch höheren ,, Niemals!" als abweisende Direktive behandelt, daß der allerhöchste bairische Herr bestürzt telegraphisch den beurlaubten Herrn v. Podewils herbeirief." Die sozialdemokratische Münchener Post griff diese Meldung, die in wischen schon von den zur bairischen Regierung Beziehungen unterhaltenden M. N. N. dementiert worden ist, begierig auf und versah sie außerdem noch mit schmückenden Zutaten. Das sozialdemokratische Drgan erklärte, ,, daß ein bairisch- preußischer Konflikt von einer nicht dagewesenen Schärfe bestehe und daß der Kaiser deshalb auf seiner Romreise München vermied. Der Kaiser habe den Bemühungen des Ministerpräsidenten v. Podewils es handelte sich sowohl um den Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten, wie um eine andere, die Stellung Baierns im Vorsize des Bundesrats betreffende staatsrechtliche Frage ein ,, Niemals" entgegengesetzt." Welcher Wert dieser Alarmmeldung beizulegen iſt, erhellt aus der Tatsache, daß der bayrische Ministerpräsident einen Antrag wegen Ausführung der in§ 8 der Reichsverfassung vorgeschriebenen Bildung eines diplo matischen Ausschusses im Bundesrat nicht gestellt hat, weil er ihn nicht hat stellen können. Dieser Ausschluß besteht nämlich schon, und Bayern führt in ihm, genau Der Reichsverfassung gemäß, den Vorsiz; im Jahre 1900 hat der Ausschuß z. B. unter dem Vorsiz des damaligen bayrischen Ministerpräsidenten v. Crailsheim getagt. Der jezige Ministerpräsident Frhr. v. Podewils hat einen soltchen Antrag also nicht stellen können, so hat der Kaiser auch keine Antwort auf einen solchen Antrag geben lönnen, geschweige denn die ihm in den Mund gelegte. Schließlich ist es auch nicht wahr, daß Frhr. v. Podewils seinen Urlaub unterbrochen habe. Mit der Meldung des ,, Nürnb. Anz." sind wir also fertig. Bleibt noch die weitere Mitteilung der ,, Münch. Post über einen Konflikt wegen der Stellung Bayerns im Vorsitz des Bundesrats. Bayerns Stellung im Bunbesrat ist durch die Reichsverfassung genau festgelegt; insbesondere ist es bayrisches Reservatrecht, daß Bayern im Falle der Behinderung Preußens den Vorsitz bei den Bundesratsverhandlungen diesem Rechte nun hat Bayern, wenn Preußen in den Vorsitz behindert war, regelmäßig Gebrauch gemacht. Um dieses Recht Bayerns kann es sich also bei dem angeblichen Konflikte nicht handeln. Die Möglichkeit bliebe offen, daß Bayern eine Erweiterung seiner Rechte im Bundesrat angestrebt haben könnte. Das ist an sich nicht recht wahrscheinlich. Noch unwahrscheinlicher aber wird die Melbung, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die ,, Münchener Post" sie mit zwei notorisch grundfalschen Nachrichten von der Ablehnung der Bildung des diplɔmatischen Ausschusses und von der Urlaubsunterbrechung des Frhrn. v. Podewils-verkoppelt. Ist von den beiden so zuversichtlich vorgetragenen Meldungen die eine aus der Luft gegriffen, so ist der Schluß berechtigt, daß auch die andere es sei. Was die Meldung vollends ins Reich der Fabel berweist, ist der Umstand, daß man in Berlin mit peinlichster Sorgfalt bestrebt ist, alles zu vermeiden, was in Bayern Anstoß erregen könnte. Selbst wenn Bayern mit einem Antrage an Preußen herangetreten wäre, dem ber Kaiser nicht hätte willfahren können, wäre die Antwort nie in so brüsker Form erteilt worden, wie die erwähnten Blätter versichern. Es bleibt höchst bedauerlich, daß es nördlich wie südlich des Mains Blätter gibt, die in mißverstandenem Landespatriotismus und mitunter auch aus unlauteren Beweggründen das vom dentschen Standpunkte, vom Standpunkte des Reichspatriotis. mus verwerfliche Bemühen zeigen, Zwietracht zwischen die beiden mächtigsten Stämme zu säen. Nab und fern. Ein Geschent des Sultans an den deutschen Kronprinzen ist in Berlin eingetroffen. Es sind zwei prachtvolle arabische Bollbluthengste, die der Legende noch in driefter Linie von dem berühmten Lieblingshengst des Propheten stammen. Um die edlen Pferde sicher an Ort und Stelle zu bringen, ist der Oberstleutnant Ibrahim Halil Bey dem Transport beigegeben worden. Bankraub am hellen Tage. Ein Aufsehen erregendes Verbrechen ist am bellen Tage in einem der belebtesten Stadtteile von Neapel, nur wenige Schritte vom Börsengebäude entfernt, begangen worden. Das bekannte Bankgeschäft von Michele de Sanctis, in welchem sich in jenem Augenblicke nur der Neffe des Inhabers, der zwanzigjährige Gennaro Fedolins, befand, betraten drei Jndividuen, die einige Wertpapiere verkaufen wollten. Als Als eine Meinungsverschiedenheit ber den Tageskurs entstand, ging Fedolins in ein fleines Nebenzimmer, um den Kurszettel zu holen. Zu diesem Zwecke mußte er den Geldschrank öffnen; kaum hatte er das aber getan, als zwei Männer ihn zu Boden warfen, während einer ihm ein Messer mehreremal in die Brust stieß. Dann raubten sie 18 000 Lire in Banknoten, warfen die Tür des Labens ins Schloß und ergriffen die Flucht. Eine Viertelstunde später wurde Fedolins blutüberströmt und kaum noch röchelnd von einem Kunden im Laden gefunden. ::: Prinzessin und Heilkünstler". Prinzessin Luise bon Toskana, welche in der Villa Toskana bei Lindau bemnächst ihrer Entbindung entgegensieht, erhält seit einiger Zeit fast täglich Schreiben und Anerbietungen von angeblichen Heilkundigen und dergleichen, in denen der ,, unglücklichen Frau" allerlei Rat usw. erteilt wird. Unter andern traf lezzthin auch aus Innsbruc ein Brief ein, in welchem ein Heilkünstler" sich erbot, die Prinzessin ,, durch Gebet und Handauflegen von ihrer Besessenheit zu heilen". Gleichzeitig kündigte der Biedermann mittels Telegramms sein persönliches Erscheinen in der Villa Toskana an einem näher bestimmten Tage an. Die gegenwärtig in der Villa stationierte Gendarmerie fand jedoch keine Gelegenheit zum Einschreiten, denn der Heilfünstler blieb aus, da er vermutlich von den getroffenen Vorsichtsmaßregeln inzwischen Wind bekommen hatte. * Die Stiftsoberin von Heusler geistesfrank? Die wegen Giftmordversuchs zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilte ehemalige Oberin Elise v. Heusler vom Kgl. Maximilian- Waisenstift in München, welche nach Ververfung ihrer Revision durch das Reichsgericht noch im Untersuchungsgefängnis interniert war, ist zur Beobachtung ihres Geisteszustandes nach der Angersconfeste übergefährt worden, nachdem sich in der letzten Zeit Anzeichen von geistiger Störung bei ihr bemerkbar gemacht hatten. ) Ein vergifteter Dolch gestohlen. Aus der Herzog Alfred- Sammlung auf der Wachsenburg ist dieser Tage ein wertvoller Dolch gestohlen worden, der ohne Scheide, leicht erreichbar, an der Wand hing. Die Klinge der Waffe ist 24 Zentimeter lang und am Griff 3 Zentimeter breit; der Griff ist mit buntem Leder kunstvoll überzgen. Die Klinge ist stark vergiftet, sodaß schon die leichteste Verwundung durch sie eine sofortige Blutvergiftung herbeiführen kann. Von dem Täter fehlt jede Spur. Zu verwundern ist nur, daß man eine solche gefährliche Waffe an der Wand befestigt, wo sie von den Besuchern der Sammlung ohne besondere Schwierigkeit erreicht werden kann. ()[ Der Kuß aus der Mode.] Das Küssen ist unmodern und zu einer Gewohnheit entartet, die nur noch von ,, Liebenden, kleinen Kindern und anderen Individuen mit unentwickeltem oder unbedeutendem Intelleft" gelibt wird. Diese Behauptung stellt der ,, Family Doktor" auf, und er sagt weiter, daß in der englischen Gesellschaft eine Frau nicht zweimal in der Saison gefüßt wird. Wenn Frauen zusammenkommen, so küssen sie sich nie auf die Lippen, sondern drücken einen ,, Anflug von Kuß" auf Kinn, Wangen, Etirn, Augenlider oder Haare. Dieselbe Zeitschrift berichtet, wie die amerikanischen Stubentinnen ,, nach hygieinischem Grundsaz" füssen. Im Smith College, Northampton ,,, tüssen sie auf der schrägen Linie, die von der linken Ecke des Mundes ausgeht". In Vassar zieht man das Kinn vor, und die älteren Studentinnen von Wesloh ,, drücken ihre Küsse möglichst hoch im Gesicht, fast unter den Augenwimpern auf." :::[ Ein Konservatorium für Schiffsmusik. Wie aus London berichtet wird, hat die englische Admiralität beschlossen, ein Konservatorium für Schiffsmusik zu gründen, das bestimmt ist, Musiker für die Kapellen der Marine auszubilden. Bis jetzt waren die Kapellen an Bord der englischen Kriegsschiffe ausschließlich aus fremden Musikern, darunter vielen deutschen, gebildet. Man will nun die Wahrnehmung gemacht haben, daß sich fremde Offiziere unter falschen Angaben haben einstellen lassen, um die Dinge an Bord auszuspionieren. So sollen viele Geheimnisse verraten worden sein. Na, na! ::: Toskanisches Blut. Joseph Ferdinand von To3kana, der jüngere Bruder des jezigen Leopold Wölfling, der seit zwei Jahren als Major im Kaiserregiment zu Salzburg in Garnison stand, ist, allerdings unter Beförderung zum Oberstleutnant, nach Laibach strafversetzt worden. Der Erzherzog soll sich beim österreichischen Hofe mißliebig gemacht haben, weil er ostentativ jeden Verkehr mit den adligen Kreisen Salzburgs mied und z. B. an dem Tage, als das sogenannte Adelspicknick abgehalten wurde, einen bürgerlichen Ressourceball besucht habe. Doch würde das selbstverständlich zu einer Strafversetzung nicht genügt haben; man munkelt aber, daß er, ähnlich wie sein Bruder, ein seinen Verwandten nicht genehmes Liebesverhältnis angeknüpft habe. Bunte Chronik. Wie aus Zürich gemeldet wird, ist bie implonstraße durch meterhoch liegende Schneemas sen für jeden Verkehr gesperrt, die telegraphische Verbindung ist unterbrochen. Durch eine Lawine wurde eine 80jährige Frau mit ihren beiden Enkelkindern getötet. - Der erste Bürgermeister von Eisenach Dr. Georg 3. Jawson wurde von der dortigen Strafkammer zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er Prostituierte und Gelegenheitsmacherinnen gegen seine eigene Beamamten in Schutz nahm und die Strafanträge unberück sichtigt ließ. Das Gnadengesuch des früheren Direktors der Leipziger Bank Dr. Genzsch wurde vom sächsischen Juſtizministerium abgelehnt. -In Paris wurde die geschiedene Gattin eines französischen Stabsoffiziers in dem genblick verhaftet, ala sie einem arbeitslosen Dachdeck als voraus bedugenen Lohn für die Ermordung ihrer Tochter aus erster The hundert Frank übergab. Der Dachdecker hatte vorher die Polizei benachrichtigt. Die Tochter soll mit ih cem Stiefvater ein Liebesverhältnis unterhalten hab.n. ** Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, am 5. Mai 1903. * Jm Wahlkreis Bingen Alzey haben die National. liberalen, der Bund der Landwirte und die Antisemiten den hiesigen Rechtsanwalt Claß gemeinschaftlich als Reichstagefandidaten aufgestellt. 木林 Der nationalliberale Delegiertentag find Polititer neigt find unb tum umbringen Der Bund Abgeordneten frempeln. Ma muffen dann au Intereffenvertre ihre Stimme v Semand unter frum Stimmen wirtschaft zu mit Vertretern aufzuftellen, wird schli Bündler ftellt, fo miert wer war am Samstag in Berlin von 217 Parteigenossen besucht. Der Wahlaufruf wurde mit allen gegen 2 Stimmen angenommen. Gegen den ersten Entwurf wurde die Forderung der Soz alreform noch mehr betont. ** Die Nationalliberalen Berlins haben ein stimmig beschlossen, feine eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern in der Reichshauptstadt gleich im ersten Wahlgang für die Kandidaten der freisinnigen Volkspartei zu stimmen. ** Die freisinnige Voltspartei verzichtet auf einen allgemeinen Wahlaufruf, da ihre Grundsätze bekannt seien. Die den lokalen Bedürfnissen angepaßten Aufrufe in den einzelnen Kreisen genügten für den Wahlkampf. ** Ein konservativer Arbeiter ist von der diesjährigen Wahlbewegung als Kandidat gezeitigt worden: im 19. sächsischen Wahlkreise wird der Bergarbeiter Eduard Hänel von den Konservativen für den Reichstag aufgestellt. Es wir Wahlen den bringen werde legten Wahlen bie fozialdemo nod night red obachtung find iemlich weite bie tonfer Bartei die ftimmen, zu fein. Mar Erfolg zieml bag revolutio wonnen hätt ftänden gegen Eine sehr wichtige Entscheidung über die Durchsicht der Wählerlisten hat das Oberverwaltungs. gericht gefällt. Es hat darin erkannt: Ist den Wählern, welche die Liste einsehen wollten, dies nur bezüglich ihres eigenen Namens gestattet und ihnen jede weitere Einsicht ab. gelehnt worden, so ist ein Verfahren beachtet worden, das die Zwecke, die mit der Offenlegung der Liste verbunden sind, vereitelt; auch ist es nicht gestattet, im Hinblick auf die Bestimmungen dr Steuergesetze die Offenlegung der Liste zu verfümmern. Das Recht auf Kenntnißnahme von dem Inhalte der Liste der stimmfähigen Bürger hat durch die auf die Geheimhaltung der Verhältnisse der Steuerpflich tigen abzielenden Vorschriften des Einkommensteuergesezes feine Einschränkung erfahren. Ein Verfahren, das die Einsichtnahme der Liste in unzulässiger Weise einschränkt, hat die Ungiltigkeit der Wahlen zur Folge. Hiernach darf also jeder Wähler beanspruchen, daß ihm die Wählerlisten vollständig zur Einsicht offen stehen, und daß ihm nicht nut gestattet wird, seinen eigenen Namen in den Listen zu suchen. Natürlich bedeutet dies die Vernichtung des Steuerge heimnisses. - - - - Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten, die Donnerstag den 7. Mai 1903, nach mittags 4 Uhr stattfindet, ist folgende: 1. Gesuch des Gustav Stalißty dahier um Erlaubnis zur Benutzung des Bürgersteigs in der Plockstraße. 2. Baugesuch des Wilhelm Hammel für die Bleichstraße 7; hier: Dispens. 3. Ge such der Deutsch- Amerikanischen Petroleumgesellschaft zu Hamburg um Erlaubnis zur Aufführung eines Petroleumlagers an der Frankfurterstraße; hier: Dispens. 4. Baugesuch der Firma J. Rosenthal& Cie. in Wetzlar für den Hohleichweg dahier. 5. Baugesuch des Karl Leib für die Kirchstraße 2; hier Dispens.- 6. Baugesuch des W. Löber junior für die Wallthorstraße; hier: Dispens. 7. Bau. g such des Joh. g. Pfaff für den Schiffenbergerweg. 8. Baugesuch des J. Schreiner für die Dammstraße 30. 9. Verlegung des Stadtringgrabens von der Steinstraße bis zum Wauthor in die Nordanlage. 10. Beschaffung von Schläuchen für die freiwillige Feuerwehr. 11. Die Ber pachtung der Gemeindejagd; hier U bertragung des Pachts verhältnisses von Karl Buderus auf Dr. Erich Jung. 12. Ersatzanspruch des V. Treppinger, infolge der Sielbaus arbeiten in der Wetsteingasse. 13. Erlaß einer Friedhofsordnung. 14. Polizeiverordnung zur Friedhofsordnung. 15. Gebührenordnung für die Friedhöfe. 16. Gesuch der Hebamme Gürtler um Erlaubnis zum Betriebe einer Privatentbindungsanstalt dahier.- 17. Pläne für den Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule.- 18. Gesuch des Karl Buschmann um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Liebigstraße 3.- 19. Desgleichen d. Robert Meuser im Hause Wallthorstraße 35. 20. Desgleichen des Robert Luckenwald im Hause Seltersweg 31. 21. Prüfung der Rechnung und des Verwaltungsberichts für 1901/02. - - ** Lieber gegen die Agrarier, als gegen die Sozialdemokraten. Darüber schreibt Professor Delbrüd in dem Maiheft der" Preuß. Jahrbücher" gegen den Bund der Landwirte, und wir geben das Referat hier wieder, weil es auch ein gewisses Interesse für unseren Wahlkreis GießenGrünberg Nidda hat, ohne selbst Stellung dazu zu nehmen. Delbrück sagt: " „ Sollte der Bund bei diesen Wahlen wirklich einen großen Erfolg davontragen, so wäre das das größte Unglück, was Deutschland parlamentarisch überhaupt treffen fönnte. Die fonservative Partei wäre definitiv zerstört. Die neueAgrarpartei würde an Engherzigkeit, Bildungsfeindlichkeit, reaktionärer Gesinnung im schlimmsten Sinne des Wortes alles übertr ffen, was wir darin je an einer Partei in Deutschland erlebt haben, höchstens vielleicht mit dem bayes rischen Bauernbund darin rivalisiren. Sie würde suchen, Handel und Industrie in Fesseln zu schlagen, und sie würde vor Allem das deutsche Reich aus seiner Großmachtstellung und aus der Weltpolitik wieder auf das Niveau einer europä ischen Mittelmacht herabdrücken. Alle anderen Stände, Klassen und Berufsarten in Deutschland, die gesamte städtische Bevölkerung, das Beamtentum, die Bildung, das Gewerbe haben das gemeinsame Interesse, sich diesem Ansturm entgegenzustellen. Ja schließlich hat das größte Interesse daran die Landwirtschaft selbst, da ja an eine wirkliche Durch führung jener Bauernpolitit niemals zu denken ist, sondern der Erfolg nur sein fönnte, daß nach einer heftigen Krifis die agrarische Demagogie niedergeschlagen und die Landwirt schaft auch aus ihrem legitimen Votum bei der Regierung herausgeworfen und der pfleghaften Behandlung, die ihr bisher zu Teil geworden, verlustig gehen würde. Die einzig wahren Interessenten an einem Siege des Bundes der Landwirte mittelbar, d weiter ber für fie au fti richtig halten fchieden wider Berhalten foll fürchten, daß bemofratie zu Nehmen Stimmen. allen Umstä bas ift aber der Gefahr Sprechen ift müßte man im Reichstag würden, aber gefährden. Diefe 2 in tonfervati Der nis der Bieb des Vereins: 1. der ning 2. der 3. der Lau 4. der Kr. borausfichtlic Bugelaffen w berger Raffe bon 1 bis 1 und Einzellan buch eingetra garten werde Jahren gege Periode auf böchstens 60 80, zu Bell belegt. And J8. an die Alsfeld oder 1. für di der bet nings; 2. für die ber bet 3. für di betr. 2 4. für di der b bach, toe igkeiten m 5. Mai 1903, y haben die Station und die Antifemi chaftlich als ei Delegiertent Barteigenoffen be n2 Stimmen an find Politiker der Linken, die à la baisse zu spekulieren geneigt sind und das Agrariertum durch das Hyper- Agrarier tum umbringen möchten. Der Bund der Landwirte will eine große Anzahl von Abgeordneten als seine spezifischen Interessenvertreter abStempeln. Mag er es tun aber alle anderen Stände müssen dann auch die Konsequenz ziehen und diesen spezifischen Interessenvertretern eines Standes, der nicht der ihre ist, ihre Stimme versagen. Es darf nicht geduldet werden, daß Jemand unter der Maste Ronservativ, Nationalliberal, Centrum Stimmen sammelt, um doch nur Vertreter der Landwirtschaft zu sein. Ist es nicht möglich in einem Kreise mit Vertretern der Landwirtschaft zusammen einen Kandidaten aufzustellen, der für Handelsverträge eintritt, und man wird schließlich vor die Wahl zwischen einem Bündler und einem Sozialdemokraten geftellt, so muß laut und entschieden profiamiert werden: nicht für den Bündler! wurde die Forder erling haben didaten aufzufted im ersten Wahlg tapartei zu ftimm rtei berzichtet Grundfäße belan gepaßten Aufrufe Babifampf. er ist von der bis ezeitigt worden: ergarbeiter Edu Reichstag aufgef fcheidung Oberverwaltung Ift den Wählen nur bezüglich i weitere Einfight achtet worden, er Liste verbund t, im Hinblid e Offenlegung der Renntnißnah Bürger fat bur e der Steuerp mmenfteurrgije en, das die Ein einschränkt, h - Hierna ba die Wählerlift aß ihm night Listen au fud des Ste ichste Sigung Mai 1903, nat Besuch des Gufta Bung des Bürge uch des Wilhel pens.- 3. G mgesellschaft ines Petroleum 4. Bau 18. - Weglar für den arl Leib für di ch des W. Löbn 18.- 7. Bar fenbergerweg.- mmstraße 30.t Steinstraße Beschaffung b - 11. Die B gung des Pa Erich Jung. ge der Sielb einer Friedho hofsordnung.16. Besuch d be einer Priv welchen Herren die Leitung und Beaufsichtigung der betr. Weiden übertragen ist, zu richten. ** Um die Garnison des vielleicht zu errichtenden Jägerbataillons beim 18. Armeekorps hat sich nun auch Weilburg beworben. Bis jest haben folgende 7 Städte ihre Bewerbung angemeldet: Alsfeld, Bad Nauheim, Bensheim, Friedberg, Grünberg, Ufingen und Weilburg. In das Universitäts album haben sich bis Freitag, 1. Mai, neu eingeschrieben 208 Studierende, darunter 18 Theologen, 32 Juristen, 24 Mediziner, 13 Veterinärmediziner, 121 Angehörige der philosophischen Fakultät. Da die Bahl der Einschreibungen an dem entsprechenden Termin des Vorjahres 186 betrug, so darf eine nicht unerhebliche Steigung der Gesamtfrequenz auch für dieses Sommersemester mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Die erste Immatrikulation hat heute mittag stattgefunden. Es wird schon jeßt allgemein angenommen, daß die Wahlen den Sozialdemokraten einen gewissen Buwachs bringen werden. Das mag sein; nicht nur, daß ja bei den lezten Wahlen immer noch einige Kreise existierten, in denen bie sozialdemokratische Agitation die empfänglichen Gemüter noch nicht recht ergriffen hatte, sondern nach meiner Beobachtung sind auch in der jüngeren Generation ziemlich weite Kreise geneigt, aus Abneigung gegen bie tonservative und die nationalliberale Partei diesmal für die Sozialdemokratie zu ftimmen, ohne im entferntesten slber Sozialdemokraten zu sein. Man darf daher, selbst wenn der sozialdemokratische Erfolg ziemlich bedeutend werden sollte, feineswegs glauben, baß revolutionäre Gesinnung und Umsturz an Kraft gewonnen hätten. Dringt nun die Parole unter allen Umständen gegen den Bund der Landwirte" durch, so muß das mittelbar, darüber darf keine Täuschung herrschen, noch weiter der Sozialdemokratie zu Gute fommen. 8var direkt fiir sie zu stimmen, muß man auch denen, die es für taftisch richtig halten würden, doch aus moralischen Gründen entschieden widerraten. Weiter als bis zu einem neutralen Berhalten sollte man nicht gehen. Haben wir nun eta zu fürchten, daß durch diese mittelbare Unterstügung die Sozialdemokratie zu einer wirklichen Gefahr werden fönnte? für den Neuba 18. Ge Birtschaftsbetri Jen ds Mart 20. Desgliben g 31. 21 ngsberichts f en die Sozial Delbrüdi Sen Bund de wieder, wei | ab, der auf die„ Unregelmäßigkeiten" des im vorigen Jahre geftorbenen Direktors Otterberg zurückgeführt wird. Die Generalversammlung genehmigte sämtliche Anträge der Verwaltung, insbesondere auch die Sanirungsvorschläge. Ein für Handwerfer interessanter Prozeß wurde bei dem Königl. Amtsgericht hierselbst entschieden. En hiesiger Einwohner hatte im vorigen Jahre seinen Sohn nach aus wärts in die Lehre gegeben. Im Dezember verließ der Junge plößlich die Lehre, und es stellte sich heraus, daß er Unregelmäßigkeiten sich hatte zu schulden fommen lassen. Der Lehrherr verweigerte hierauf die Wiedernahme des Lehrlings, den der Vater in die Lehre zurückbringen wollte, vielmehr beanspruchte der Lehrherr auf Grund des schrift lichen Lehrvertrages eine bebungene Konventionalstrafe von 150 Mt. wegen vorzeitiger Beendigung des Lehrverhält nisses. Da der Vater des Lehrlings durch die Rückführung seines Sohnes in die Lehre genug getan zu haben glaubte, verweigerte er die Zahlung der Konventionalstrafe, zu deren Bahlung das Gericht ihn indessen verurteilte. Nehmen wir einmal an, sie brähte es auf hundert Stimmen. Das wird gewiß nicht geschehen und ist unter allen Umständen das Aeußerste was zu befürchten wäre; das ist aber immer erst ein Viertel des Reichstags. Von der Gefahr einer wirklichen Revolution in Deutschland zu sprechen ist heute beinahe lächerlich geworden, immerhin müßte man sagen, daß hundert soozialdemokratische Stimmen im Reichstag dieser Partei einen sehr starken Impuls geben würden, aber doch nicht so start, um das deutsche Reich zu gefährden.. Ifreis Gießen зи зи пебтер wirklich ein größte Un berhaupt treff v zerstört. D Bildungsfein Diese Aeußerungen sind als Beugnis der Stimmung in konservativen Kreisen unbedingt interessant. Der Landw. Verein für Oberheffen bringt zur Kennt mis der Viehzüchter, daß der Weidebetrieb auf den Weiden des Vereins: 1. der Provinzial- Jungviehweide, Wernings bei Wenings, Kr. Büdingen, 2. der Provincial- Jungviehweide Bell, Kr. Alsfeld, 3. der Provinzial Jungviehweide Lauterbach, Kr. Lauterbach, B ** Gießener Volksbad. Im April wurden 7140 Bäder verabreicht, gegen 7921 im März 1903 und 7365 im April 1902 oder im Durch schnitt auf den ganzen Badetag 286 Bäder gegen 278 im März 1903 und 278 im März 1902. Frankfurt a. M., 4. Mai. Auf dem Rangierbahnhofe an der Idsteiner Straße dahier wurde heute Morgen dem 25 Jahre alten, verheirateten Rangirer Ludwig Ochs ans Soffenheim der rechte Fuß abgefahren. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3112 Männer, darunter 722 zu 10 Pfg. 770 Frauen 189, 10, Wannenbäder: 1. kl. 222 Männer, 77 Frauen, 2. I. 638 " 425 *** Frankfurt a. M., 4. Mai. Der 25 Jahre alte Sohn des Kaufmanns Beck dahier fuhr in der vergangenen Woche mit einem Vogelsberger Fuhrmann nach Vilbel. Dort zechten die Beiden in einer Wirtschaft bis Abends 10 Uhr. Dann begab sich Beck zur Bahn und ist seit dieser Beit verschwunden. Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 112 Männer, 20 Frauen. Brausebäder 1527 Männer, 237 Frauen. Die Personenwage wurde von 180 Personen be nutzt und das Bad von 9 Person besichtigt. 4. der Provinzial- Fohlenweide Tiergarten bei Hunnen, Kr. Gießen, voraussichtlich den 1. Ini d. Is. seinen Anfang nimmt. Bugelassen werden junge Ninder, Simmentaler und Vogelsberger Rasse im Alter von 1 bis 2 Jahren und Bullen von 1 bis 1 Jahr im Besizzavon Zuchtvereinen, Gemeinden und Einzellandwirten der Provinz, welche von in das Herd buch eingetragenen Eltern abstammen. Auf der Weide Tiergarten werden in erster Linie Fohlen im Alter bis zu 2 Jahren gegen ein Weidegeld von 55 Mark pro Stück und Periode aufgenommen. Die Weide zu Tiergarten wird mit höchstens 60 Fohlen und 20 Rindern, zu wernings mit 80, zu Bell mit 50 und zu Lauterbach mit 70 Stück Rindern besetzt. Anmeldungen sind schriftlich bis zum 20. Mai d. J8. an die Geschäftsstelle des landw. Provinzialvereins in Alsfeld oder: ** Darmstadt, 3. Mai. Von einem eigentümlichen Unfall ist ein hiesiger Einwohner betroffen worden. Er hielt sich in seinem 3 mmer auf, als er plöglich bemerkte, daß in neben ihm spielendes fünfjähriges Töchterchen anscheinend einen Erstickungsanfall hatte. Wie sich nachher herausstellte, hatte die Kleine einen„ Bickel" in den Mund genommen, der in die Luftröhr geraten war. Durch diesen Anblick wurde der Mann so erschreckt, daß er wie völlig gelähmt dastand und weder eine Bewegung zur Hilfeleistung machen noch rufen konnte. Erst seiner hereinstürzenden Frau gelang es, das Kind von dem Gegenstand zu befceien. Seitdem leidet der Mann, der anfänglich die Sprache ganz verloren hatte, noch an einer schweren, sich in hochgradigem Stottern äußernden und nur allmählig bessernden Sprechstörung. Turnerisches. Auf den Himmelfahrtstag ist seitens der Turnvereine des I. Bezirks des Gaues Hessen ein gemeinschaftlicher Turngang nach dem Frauenberg geplant. Die 3 Turnvereine von Marburg nebst den Vereinen aus Biedenkopf, Frankenberg, Marbach und Ockershausen marschieren von einem noch zu bestimmenden Sammelpunkt in Marburg ab, die Turnvereine Gemünden und Kirchhain marschieren von Kirchhain ab und nehmen unterwegs die Vereine von Amöneburg und Homberg auf. Auf dem Frauenberge werden jedenfalls einige Turnspiele gespielt, dann wird der gemeinschaftliche Rückmarsch nach Kirchhain angetreten und von hier aus treten die einzelnen Vereine die Rückreise an. 1. für die Weide zu Wernings an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn Gutspächter Hahn zu Wernings; 2. für die Weide zu Tiergarten an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn J. Wolf zu Hungen; 3. für die Weide zu Zell an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn A. Lepper zu Zell; 4. für die Weide zu Lauterbach an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn H. F. Rodemer zu Angers bach, Aus Hessen und Dachbargebieten. ** Darmstadt. Der Ausschuß der Studentenschaft der Technischen Hochschule hat laut Anschlag am Schwarzen Brett wegen eines Artikels in den„ Mainzer Neuesten Nachrichten", in welchem die Studentenschaft beleidigt wird, gegen den verantwortlichen Redakteur Steigerwald bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag eingeleitet. Ein Studierender namens Kreis hatte in einer Mainzer Wirtschaft eine wüste Lärmszene verursacht, und genanntes Blatt knüpfte an den Vorgang beleidigende Betrachtungen über die Darmstädter Studentenschaft im Allgemeinen. Die Studentenschaft wird zum Massenprotest mit Unterschrift aufgefordert. Kassel, 4 Mai. Im Spathberg verf Nentershausen, Kreis Rotenburg a d. Fulda, stürzten am Freitag von der Decke der 16. Sohle große Steinmassen ab und begruben 4 Bergleute unter sich. Der Obersteiger Messerschmidt und der Bergacbeiter Henning fanden ihren Tod. Der Bergarbeiter Krämer wurde schwer, der Bergarbeiter Simon leicht verlegt. Der Betrieb wurde vorläufig eingestellt. + Aus Lollar wird uns von befreundeter Seite be= richtet, daß der Termin für die bevorstehende Bürgermeisterwahl hier noch unbekannt ist. Die Wahl wird eine sehr verzwickte werden, nicht weniger als drei Kandidaten sind dazu aufgestellt. In erster Linie der stellvertretende Bürgermeister, Herr Kaufmann Zimmermann, dann haben die Hüttenarbeiter einen Kandidaten und als dritter im Bunde kandidiert der Sohn des Polizeidieners. Der letztere dürfte bet einer event. Wahl vom Kreisamt wohl nicht bestätigt werden; es sei denn unser Polizeidiener würde oder fönnte von seinem Posten zurücktreten. Man fann hier also auf den Ausgang dieses kleinen Gemeinde- Wahlkampfes nur gespannt sein. Hoffen wir, daß der Ausgang dem Orte das Beste bringe. gestern zum Bürgermeister von Bad Nauheim gewählt ** Beigeordneter Dr. Kaiser Worms ist worden. Geschäftliches. Außerordentlich praktisch und bequem nicht nur für die Hausfrau, sondern auch für alleinstehende Personen sind Maggi's Suppenwürfel zur sofortigen Her stellung wohlschmeckender nahrhafter Suppen. Sie zeichnen sich ebenso durch vorzügliche Dialität wie durch Billigkeit aus. Ein Würfel für 10 Pfg. ergiebt durch einfaches Auffochen mit Wasser- ohne jede weitere Butat 2 Teller Suppe. Sie lassen sich in wenigen Minuten auf dem einfachsten Spiritustocher zubereiten. Durch ca. 30 Sorten wird jedem Geschmack Rechnung getragen. Bezugnehmend auf oben Gesagtes machen wir unsere verehrt. Leser auf den unserer heutigen Auflage beigegebenen Prospekt der MaggiGesellschaft ganz besonders aufmerksam. ** Maria von Magdala in Marburg verboten! Wie der„ Heff. Loztg." mitgeteilt wird, ist in Marburg die für heute Abend geplante Rezitation des Heyse'schen Dramas: Maria von Magdala auf Grund der Entscheidung des königl. Oberverwaltungsgerichts verboten worden, weil es sich um eine öffentliche Vorstellung handelt. Frankfurt a. M., 4. Mai. Die Landwirtschaftliche Kreditbank Frankfurt a. M. schließt nach der von der heute abgehaltenen Generalversammlung genehmigten Bilanz das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 65592 M. Neueste Nachrichten. wurde gestern Abend 9 Uhr von einem Prinzen * Lindau. Prinzessin Louise von Toskana entbunden. Marktbericht. tofteten: Butter, Pfd. 95-100, Hühnereier, 2 St. 10-11, Käse, pr. * Marburg, 2. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt St. 11, Käschen, br. St. 4, Rochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematie, pr. St. 5, Kartoffeln, Pfd. 5 Bfg. 100 Pfund 3.50-0.00 Mt., Kohl 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 25-60, Spinat, Pfd. 30, Salat pr. Kopf 15-18, Möhren, pr. Pfd. 10, Sellerie St. 15-25, Spargel, Pfb. 1,15-1,25, Hahnen, pr. St. 1.50-200, Hühner, vr. Std. 1.50-1.80, Tauben, pr. St. 40, Reb pr, Pfd. 70 Pfg, RaBorre Stüd 5-8, Rüben, rote 8-10, wirshina, pr. A. 30-40, diese, pr. Pad. 10, Merrettich, pr. Pad 14-30, 3wiebeln, Bfb. 10, Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. K. 20-40, Rotfraut Aepfel pr. Pfd. 18-25, do., Korb 3-3,50 Mt. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Schlachthaus Gießen. Heute u. Morgen: gesalz. Ochsenfleisch 40 Pfg. Rindfleisch 56 Pig. Schweinefleisch 50 Pig. Der Verlauf des Fleisches findet während der Marktzet in der großen Schlachtviehhalle statt. en Sinne de einer Partei in mit dem bay vürde such und sie wür Bmachtftell einer europ Deren Stink famte flädti das Gewerk Anfturm intereffe bar rtliche Dun n ift, fondem eftigen Anf die Landwirt Der Regierung die ihr bisher einzig wahren er Landwirt Die Giessener Neueste Nachrichten Der Bote aus dem Ohm- und Feldathal ist Die Grünberger Zeitung ❤ Die Turnzeitung für den Gau Hessen wende sich an den Verlag dieser 4 Zeitungen, an die find verbreitet in 55 Orten. " 11 " " 1 " " f 30 20 48 " " 11 Wer erfolgreich inserieren will vorm. Wilh. Keller'sche Druckerei - Gießen Neuenweg Neuenweg 28. Freifinniger Verein. Ausserordentliche Generalversammlung am Dienstag den 5. Mai, abends 9 Uhr pünktlich im Saale der Restauration Feidel( Bavaria) am Kanzleiberg. Zages Ordnung: = Reichstagswahlen, bezw. Aufstellung eines Kandidaten. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Emil Horst, Giessen. Telefon 226.- Liebigstr./Riegelpfad. Spezial- Geschäft für Ausführung von Bodenbelägen und Wandbekleidungen empfiehlt: Zementplatten, Tonplatten. Mosaikplatten, Porzellanplatten, Parkett, sowie in fugenlosen Belägen: Reform- Korksteinplatten mit Linoleumbelag und Novalit( Steinholz). Billige Bezugsquelle für alle Bauartikel! Für Magen e dende. Allen denen, die sich durch Er'ältung oder llebeiladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampi, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, bessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachen. den Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstickt. 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