T. 285. bonnementspreis: in Stehen, abgeholt monatlich 50- Pfs., at Saus gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen Diertel jährlich Mr. 1.50. Matt@ bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Glerheffische Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und artenbau, sowie Sie Gießener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfbelat an allen Werktagen nagmitage. Freitag, den 4. Dezember 1903. Gießener 12. Jabrgang. Insertisu pret& Die einfpaftige Betitgeile für Sichen wie gang Oberbeffen, die Kreise Weglar und Warburg 10 Pfa. forfft 16 Bfg.: Reklamen die Betitgeile 30 refp. 40 g. Boftzeitungsliste No. 3980. Rebaltion und Erpedition: Gießen Nenenweg 98. Nerusprechanish R, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sishener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Eröffnung des Reichstays. ( Eigener Bericht.) CB Berlin, 3. Dezember. Die neue Legislaturperiode, des deutschen Reichstages ist heute in feierlicher Weise eröffnet worden. In feierПlicher, wenn auch nicht in gewohnter Weise, denn der Kaiser fehlte... Im Auftrage des Monarchen und im Namen der berbündeten Regierungen erklärte Reichskanzler Graf Bülow den deutschen Reichstag für eröffnet. Die Thronrede, bom Reichskanzler verlesen, beginnt mit der Erklärung, der Raisen vereinige sich mit seinen hohen Verbündeten in dem Bunsche, daß es den Vertretern des deutschen Volkes geling em möge, die wichtigen und schwierigen Fragen, die auf den verschiedenen Gebieten der Reichsverwaltung an fie he rantreten werden, in einmütigem Zusammenwirken mit den Regierungen zu gedeihlicher Lösung zu bringen, und mit der Mitteilung, daß der Kaiser den Reichskanzler beauftragt habe, in feierlicher Stunde allen seinen kaiserlichen Dant auszusprechen, die an seinem Leiden und an seiner seilung einen seinem Herzen wohtuenden Anteil genom men haben. Sodann folgte das Arbeitsprogramm, das von den werbündeten Regierungen dem neuen Reichstag für seine erste Session zugedacht ist. Die Finanzen des Reiches. Der wirtschaftliche Druck, so heißt es in der Thronrede, welder seit mehreren Jahren auf allen Staaten mit hochentinckelter Industrie lastet und auch gegenwärtig noch nicht ganz überwunden ist, hat auch auf die Finanzen des Reiches feine ungünstigen Einwirkungen ausgeübt. Trotz sparfamster Bemessung der Ausgaben muß zur Herstellung des Gleichgewichts im Reichshaushaltsetat neben der Heransiehung, der Bundesstaaten zu ungedeckten Matrikularbeiträ gen wiederum auf die Anleihe zurückgegriffen werden. Das Bedürfnis einer besseren Ordnung der Reichsfinanzen und des finanziellen Verhältnisses zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten hat sich immer mehr geltend gemacht. Zu diesem Zwecke wird dem Reichstag ein Gese Bentwurf, betreffend die anderweite Ordnung des Finanzwesens des Reiches, zugehen. Das Heerwesen. Auf dem Gebiete des Heerwesens soll zunächst die Verlängerung des mit dem 31. März 1904 ablaufenden Gejege betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Veeres vom 25. März 1899, um ein Jahr vorgeschlagen werden. Es ist ferner allseitig als dringendes Bedürfnis anerkannt worden, das Versorgungswesen für die Offiziere und Mannschaften des Reichshecres den zeitigen Lebensund Erwerbsverhältnissen ensprechend gesetzlich neu zu regeln. Die sozialpolitische Gesetzgebung u11auf den in früheren Kundgebungen vorgezeichneten Grundlagen fortzuführen, den Bedürftigen erweiterte Fürsorge, der Schwachen erhöhten Schuk zu gewähren, sind, so fährt der Reichskanzler fort, die verbündeten Regierungen beirrt durch politische Strömungen- fest entschlossen. Sie ben sich der Hoffnung hin, in allen Kreisen volles Verändnis dafür zu finden, daß durch das schnelle Anwachsen inserer Bevölkerung und durch die allgemeine Entwickelung nserer Erwerbsverhältnisse die Tätigkeit der Regierungen und die Opferfreudigfcit des deutschen Volkes noch vor große husgaben gestellt sind, wenn wir den Anforderungen steigender Kultur gerecht werden sollen. Kaufmännische Schiedsgerichte. Durch eine besondere Vorlage ist den verbündeten Regierungen vorgeschlagen, in Erfüllung eines weitverbreiteten Rausches Streitigkeiten der Handlungsgehilfen aus ihrem Dienstverhältnisse vor einemt durch sachkundige Beisitzer aus Der Kreisen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer verstärkten Gericht in einem schleunigen Verfahren zum Austrage zu bringen. Reform des Börsengesetzes. Unter dem Schuße einzelner Vorschriften des Börsengefches von 1896 haben sich Mißbräuche herausgebildet, die Tren und Glauben verletzen und hierdurch den volkswirtchasslich berechtigten und notwendigen Börsenverkehr an pfindlich schädigen. Um diese Erscheinungen zu beseitigen, bird eine Aenderung jenes Gesezabschnitts zur Beratung gefstellt werden. Im Anschlusse hieran soli versucht werden, durch eine Aenderung der Reichsstempelgesetzgebung berech= tigten Interessen des Börsenverfehrs entgegen zu kommen. Gegen die Schädlinge im Rebgelände. Bedauerlicherweise sind neuerdings in einem Teile der eutschen Rebgelände Schädlinge in einem Umfang aufgeresten, der für die Zukunft unseres Weinbaues zu schweren Besorgnissen Anlaß gibt. Die geltenden gesetzlichen Bestimmungen haben sich zur erfolgreichen Bekämpfung der drohemden Gefahr in manchen Punkten als unzulänglich er miiesen. Es wird daher eine Vorlage ausgearbeitet, die den Behörden schärfere Waffen in die Hand geben soll, um auf diese Weise jenen fostbaren Zweig der deutschen Landwirtschaft vor größerem Unheile zu bewahren. Ein alter Wunsch. In Erfüllung eines Wuniches. der vom Reichstag in früheren Legislaturperioden wiederholt ausgesprochen ist, verhandelt der Bundesrat über einen Gesetzentwurf, welcher die Frage eines gesetzlichen Entschädigungsanspruchs für unschuldig erlittene Untersuchungshaft zu regeln bestimmt ist. Die Handelsverträge. Auf Grund des im Vorjahr aufgestellten neuen Zolltarife sind mit mehreren Staaten des europäischen Kontinents Unterhandlungen wegen Neugestaltung der bestehenden Handels- und Tarifverträge eingeleitet worden. Bei der gegenwärtigen Sachlage erscheint es zweckmäßig, die bisherigen Grundlagen für die Regelung des handelspolitischen Verhältaisses zum Britischen Reiche einstweilen beizubehalten. Es wird dem Reichstag deshalb der Entwurf eines Gesetzes zugehen, welches dem Bundesrat über den 31. Dezember d. J. hinaus die Befugnis zur meistbegünstigten Behandlung britischer Angehöriger und Erzeugnisse beilegt. Ein kurzes Wort noch über die Weltlage dann schließt der Reichskanzler: Geehrte Herren! Sie stehen im Begriff, Ihre bedeutsamen und verantwortungsvollen Arbeiten aufzunehmen. Möchten Ihre Verhandlungen dazu beitragen, den friedlichen Ausgleich bestehender Gegensätze zu fördern, die wirtschaftliche Lage des deutschen Volkes mehr und mehr zu bessern und des Reiches Macht und Ansehen zu unserer aller Wohl zu heben und zu stärken. Heute morgen 11 Uhr haben die Abgeordneten durch einen Gottesdienst, die Protestanten in der Interimskirche, die Katholiken in der Hedwigskirche, ein feierliches Gebet um Erhörung ihrer politischen Wünsche gen Himmel gesandt, ehe sie sich zum Weißen Saal begaben, um die Thronrede zu hören. Bei beiden festlichen Anlässen mußte ein Fünftel der gesamten Abgeordneten, die Sozialdemofraten, prinzipiell fehlen. Da die übrigen begreiflicherweise nach der festlich erhebenden Zeremonie feine rechte Arbeitsfreudigkeit mehr beseelte, sand nachmittags 2 Uhr nur noch eine rein formale Zusammenkunft zur Feststellung der Beschlußfähigkeit im Reichstage statt, während die erste beschlußfassende Sizung erst am 4. Dezember vor sich geht, und auch bei dieser werden keine sachlichen Beratungen auf der Tagesordnung stehen, sondern die Geschäftsordnungspflicht der Präsidentenwahl. Erst am 9. oder 10. Dezember sollen die sachlichen Beratungen aufgenommen werden, unter denen bis Weihnachten die erste Lesung des Etats und das Handelsprovisorium mit England eire wichtige Stelle einnehmen wird. Wabrbeit und Dichtung. Die bekannten Versuche gewisser Auslandsorgane, dic Erkrankung des Kaisers als bedenklich hinzustellen, haben Veranlassung zu einer halbamtlichen Erklärung in einer süddeutschen Regierungs- Korrespondenz gegeben, die all diese Ausstreuungen in das Reich der Fabel verweist. Leider zeichnet sich diese Erklärung nicht eben durch große Klarheit aus. Im Gegenteil, sie wird eher dazu ausgebeutet merden, als Beleg für die Behauptungen angeführt zu wer den, denen sie den Garaus machen soll. Sie gebraucht Wendungen, mie dic, daß die„ völlige Wiederherstellung des Kaisers vor den Aerzten mit ruhiger Zuversicht behauptet werde", statt einfach zu sagen: Die Wiederherstellung des Kaisers ist über alle Zweifel erhaben. Und um die Selbstverständlichkeit, daß der Kaiser sich noch weitere Schonung auferlegt und deshalb auf die Verlesung der Thronrede verzichtet hat, macht die unglücklich stilisierte Erflärung ein großes Gerede, das den Argwohn, die Erfrankung des Kaisers sei ernster Natur, eher zu bestärken als zu mindern geeignet ist. Am wunderlichsten und ungeschicktesten aber ist das, was über die angebliche Erholungsfahrt des Kaisers nach dem Süden gesagt wird. Die Fahrt, heißt es, möge manches für sich haben, notwendig sei sie nicht. Schön. Aber dann kommt eine lange Abhandlung über die Frage, ob im Falle einer solchen Reise die Einsetzung einer Regentschaft notwendig sei oder nicht. Daß dieser Punkt überhaupt berührt wurde, war völlig überflüssig, es fann nur den Anschein erwecken, als beschäftige man sich in der Tat in den beteiligten Kreisen bereits mit dieser Frage. Wir sind in der Lage, gegenüber diesen zu mißverständlicher Deutung Gelegenheit gebenden Auslassungen flipp und flar zu erklären: Ob der Kaiser nach dem Süden geht oder nicht, darüber entscheidet allein sein persönlicher Wunsch Die Aerzte halten es nicht für nötig. Unternimmt ber Kaiser die Reise, so wird er, wie immer auf seinen Reisen, so auch diesmal die Regierungsgeschäft: weiter führen. Aber selbst wenn der Kaiser bei einem solchen Kuraufenthalt auf die Führung der Reichsgeschäfte verzichtete, so wäre das doch noch kein Beweis dafür, daß gerade sein Gesundheitszustand ihm das gebiete. Der Kaiser hat während seiner ganzen Regierungszeit bisher keinen einzigen dienstfreien" Tag gehabt, und es wäre feineswegs besonders erstaunlich, wenn er einmal das Bedürfnis fühlte, sich für ein paar Wochen die Bürde der Regierungsgeschäfte abnehmen zu lassen. Indessen ist das statgefühl und die Energie des Kaisers zu groß, als daß er einen solchen Entschluż fassen sollte. Und am wenigsten würde er es jetzt, angesichts der feineswegs wolkenlosen internationalen Lage, tun. Die Politik. Die Kommission für die Vorberatung der Strafprozeßreform wird nach der ersten Lesung noch eine zweite Lesung des Entwurfs vornehmen. Diese wird voraussichtlich im nächsten Herbst beginnen, aber aller Voraussicht nach viel schneller vor sich gehen, als die erste Resung. Ueber die Verhandlungen werden ausführliche Protokolle aufgenommen, die später veröffentlicht werden sollen. Die Zusammensetzung der Kommission hat sich seit ihrer Berufung etwas geändert, sie besteht zur Zeit aus 11 Richtern, 2 Professoren, 3 Staatsanwälten und 5 Rechtsanwälten. Der Entwurf des Gesetzes zur Reichsfinanzreform ist gestern( Donnerstag) Abend veröffentlicht worden. Der Artikel 70 der Reichsverfassung wird folgendermaßen abgeändert: Zur Bestreitung aller gemeinschaftlichen ordentlichen Ausgaben dienen zunächst die aus den Zöllen und gemeinsamen Steuern, aus dem Eisenbahn-, Post- und Telegraphenwesen, sowie aus den übrigen Verwaltungszweigen fließenden gemeinschaftlichen Einnahmen. Insoweit die Ausgaben durch diese Einnahmen nicht gedeckt werden, sind sie, so lange die erforderlichen Deckungsmittel nicht auf andere Weise, insbesondere durch Einführung weiterer Reichssteuern beschafft werden, durch Beiträge der einzelnen Bundesstaaten nach Maßgabe ihrer Bevölkerung aufzubringen, welche in Höhe des budgetmäßigen Betrags durch den Reichskanzler ausgeschrieben werden. Insoweit diese Beiträge in den Ueberweisungen feine Deckung finden, sind sie den Bundesstaaten am Jahresschluß in dem Maße zu er statten, als die übrigen ordentlichen Einnahmen des Reichs dessen Bedarf übersteigen. Gtwaige Ueberschüsse aus den Vorjahren dienen, insoweit durch das Gesetz über den Reichshaushaltsetat nicht ein anderes bestimmt wird, zur Deckung gemeinschaftlicher außerordentlicher Ausgaben." Der budgetmäßige Betrag der von den Bundesstaaten aufzubringenden Matrikularbeiträge sell in der Regel den Betrag der von ihnen in den fünf Vorjahren durchschnittlich empfangenen Ueberweisungen nicht übersteigen. Das Geiet; tritt mit dem 1. April 1904 in Kraft. er A Die Sozialdemokraten wollen auf die Bejegung der ersten Vizepräsidentenstelle im Reichstage nicht ohne weiteres verzichten: Sie haben beschlossen, den Genossen Singer für diesen Posten vorzuschlagen. Der erste Initiativ antrag ist dem neuen Reichstag bereits zugegangen; stammt von den Nationalliberalen und verlangt, daß den Mannschaften des stehenden Heeres im Falle der Urlaubserteilung alljährlich für eine Reise in die Heimat und für eine entsprechende Rückreise in die Garnison freie Fahrt auf den deutschen Eisenbahnen gewährt werde. O Die amtliche Umfrage bei den Bundesregierungen, ob sich die Einführung einer Reichsarzneitage empfehlen würde, scheint zur Schaffung einer solchen Tare führen zu sollen. Seitens des Gesundheitsamtes sind die ersten Schritte für die Vorarbeiten bereits eingeleitet. In der sächsischen zweiten Kammer hot bekanntlich der einzige liberale Abgeordnete, Günther, die Unterzeichnung einer Huldigungsadresse an den König abgelehnt, da er das darin dem Könige als früherem Mitgliede der Ersten Kammer gespendete Lob nicht unterschreiben könne. Gewissermaßen zur Antwort darauf hat jetzt der sächsische Finanzminister in der Zweiten Kammer eine scharfe Rede gegen den Liberalismens gehalten, der manche Vorschläge von vornherein bekämpfe, da er glaube, das liberale Prinzip werde verlegt. Was dieses Prinzip sei, wisse eigentlich niemand. Der Minister bedauerte, daß die liberalen Parteien wirtschaftliche Fragen unter politischen Gesichtspunkten be trachten. Diese scharfe Stellungnahme des Ministers gegenüber den liberalen Parteien erregt großes Aufsehen. frankreich. Auf der internationalen Sanitäts- Konferenz, die soeben in Paris ihre Arbeiten beendet hat, wurde im Prinzip die Errichtung eines internationalen Sanitätsamts be schlossen, dessen Sig in Paris sein soll. Die Kommission zur Revision der Dreyfusaften ſtellt in aussicht, sie werde den Bericht über ihre Tätigkeit in etwa zehn Tagen erstatten. Rufsland. Das offizielle Dementi Rußlands gegenüber den Meldungen bulgarischer Blätter von dunklen Umtrieben der russischen Diplomatie in Serbien und Bulgarien ist jetzt erschienen. Es zeichnet sich durch eine ungeheure Dreistig feit in der Ableugnung jeder erbindung zwischen dem Petersburger Kabinett und dem russischen Polizeichef Weißmann aus, der im Auftrage Lambsdorffs in Bulgarien und Serbien wühlte. Wer das russische Dementi glaubt, zahlt einen Taler. Leifem Spott. alia b. επεισας Montelieus Lippen себеп ипо St Des ftolze träufelten sich zi1 aus Büchern geschöpft, nicht aus der Wirklichkeit, meine Seine. Segenstand feiner Du hast deine junge Weisheit, wie ich meine, ziebe befiken. Schönheit die ihr, vornehmsten Ravaliers in Bafel des damals dort mit ſeinent armen, benchen Nobile, das Herz des reichsten und hatte die Bürgermeisterin doch nie deren außerordentliche wohl von demselben Blute wie Julias verstorbene Mutter. Gefichte rau b. Sochjiäitens, reineswegs eigen waren der Tochter des verbannten. Seelenfampfes are ein Menschenfenner für den Ausdruck leidenschaftlid sten Brandaus Gesichtszüge verzerrten sich zu einer Grimasse, auf wie das Feuer tödlichsten Sasses. Ohne ein Dieser unbedeutenden Bitte in Brandaus 1acferte es auf genommen haben würde, und in seinen Augen an und für sichichtszügen vorging. fchmalen Lichtschacht rater an ihm merden waren, zu werfen pflegte. etuen besten aufgehoben, denn dort konnte es niemals scherben war auch dies verhängnisvolle Glas sicherlich am eit langem die geleerten einflaschen, Ste ihm immun all den übrigen( L zum T Türkei. In Konstantinopeler diplomatischen Kreisen wird ver sichert, Desterreich- Ungarn und Rußland hätten die tür fische Antwortnote auf das Reformprogramm zurückgewiesen und die vorbehaltlose Annahme ihres Reformprogramms verlangt, andernfalls würden sie ein Ultimatum an den Sultan richten. Nach anderen Berichten machen sich zwischen den beiden Mächten gewisse Reibungen bemerklich: Die russische Presse greift Desterreich an, weil es auf dem Balkan Tavenfeindliche Politik treibe. Die Sache ist soweit gediehen, daß Desterreich bereits das schwere Geschütz eines hochoffiziellen Dementis der russischen Blätter auffährt. Bei solchen Gegensäßen wäre es ein europäisches Unglück, wollten Desterreich und Rußland etwa, wie vielfach empfohlen wird, die Verwaltung Mazedoniens gemeinsam in die Hand nehmen. Das würde für sie dieselben Folgen haben, die die Verwaltung Schleswig- Holsteins seiner Zeit für Desterreich und Preußen hatte; der Krieg, der der Weltkrieg wäre. - Die rumänische Regierung hat, wie beiläufig bemerki sei, der Kammer einen Geseßentwurf unterbreitet, der für die Errichtung von Schulen und Kirchen für die rumä nischen Gemeinden in Mazedonien 600 000 Francs aus. wirft. Der Entwurf wurde mit lebhaftem Beifall auf genommen. Alien. In Paris geht das Gerücht, Japan und Rußland hätten sich dank französischer Vermittelung über die Rege lung der ostasiatischen Frage geeinigt. Rußland werde Japans früher begründete Rechte in Korea und Japan dafür Rußlands Rechte auf die Mandschurei anerkennen. Einſtweilen liegt eine Bestätigung dieser Meldung nicht vor. In den Vereinigten Staaten scheint eine neue Ari von Wahnsinn ausgebrochen zu sein: Merkwürdig viele Leute sind dort von der firen Idee beherrscht, si müßten den Präsidenten Roosevelt töten. Erst gesterr wurden wieder zwei Geistesgestörte im Weißen Hause zu Washington verhaftet. Der eine gab an, er habe den Präsi denten Roosevelt hypnotisieren wollen; der ander trug ein großes Messer bei sich. Die Wache im Weißer Hause ist verdoppelt worden auf die Nachricht, daß ein Insasse des Irrenhauses in Minneapolis ausgebrochen sei der die Absicht ausgesprochen habe, bei Präsident Roosevel einzudringen. Diese Fälle von Belästigungen und Be drohungen des Präsidenten mehren sich neuerdings so sehr daß man sich des Verdachts nicht erwehren kann, Herr Roose belt habe sie zu Reklamezwecken bestellt. Nab und Fern. Ueberschwemmung in Bosnien und Dalmatien. Wie us Serajewo und Zara gemeldet wird, find in ganz Bosien und Dalmatien die Flüsse infolge anhaltenden Landregens über die Ufer getreten. In Tirnowo sind die Brücken fortgerissen worden; die Stadt Trebinje ist teilweise überschwemmt. Auf der Bahnstrecke Rama- Jablanica ist der Bahnkörper auf der Strecke 130 Meter fortgerissen worden. Auf der Bahnstrecke Mostar- Gabela ist der Verkehr eingestellt vorden. In Metkovic sind zahlreiche Gebäude überschwemmt. Der Dampferverkehr ist unmöglich; der Dampfer Jason" st gestrandet. Manolesco wieder in Freiheit. Der internationale Hochstapler und Hoteldieb Manolesco ist seinem Schicksal, on Wien nach Deutschland bezw. Berlin ausgeliefert zu verden, entgangen. Der geriebene Gauner ist nach Marchegg jebracht und auf freien Fuß gesetzt worden. Augenblicklich weilt Manolesco in Budapest. Von dort aus hat er seinem bisherigen juristischen Vertreter, Dr. Viftor Nosenfeld in Wien, geschrieben, daß er demnächst nach Rumänien überzusiedeln gedenke, wo er, da er sechs Sprachen spreche, eine Stellung zu erlangen hoffe. Sollte ihm dies wider Erwarten nicht gelingen, so wolle er nach Japan auswanDern. Glückliche Reise! Einen verwegenen Fluchtversuch machte im Schwur Jerichtssaale zu Hannover der zu 3 Jahren 4 Monaten Zucht haus verurteilte Zuhälter August Leßmann. Als er vom Schwurgerichtspräsidenten gefragt wurde, ob er seine Strafe annehmen wolle, antwortete er in frecher Weise, ich werde berhaupt keine Strafe mehr absigen, und stürzte sich dann mit voller Gewalt gegen die Tür des Anklageraums, um das Weite zu erreichen. Die Tür zersplitterte unter der Wucht des Anpralls. Der Verbrecher wurde indes von den beiden Gefangenaufsehern ergriffen und nach heftiger Gegenwehr überwältigt und gefesselt. Mord und Selbstmord. In einem Zimmer eines Kölner Gasthofes wurden die Leichen eines Baares mit schweren Schädelverlegungen aufgefunden. Der Mann war aus Paris zugereist, während die Dame aus Berlin eingetroffen war. In seinem Koffer hatte der Mann, der dem Befunde nach die Frau und dann sich selbst getötet hat, ein Beil, ein großes Dolchmesser und zwei geladene Revolver mitgeführt. Ein Eisenbahnzug in die Luft geflogen. Wie aus Newyork gemeldet wird, ist ein Güterzug der Pennsylvania bahn bei Dover auf der Delaware- Linie durch eine Explosion zerstört worden. Das gesamte Fahrpersonal soll dabei ums Leben gekommen sein. Die Verhaftung von drei mutmaßlichen Mördern wird aus Hamburg gemeldet. Dort wurden an Bord des kürzlich eingetroffenen Dampfers Majumba" die Matrosen Rudolf Leppien, Paul Minde und Louis Leyoff unmittelbar nach erfolgter Abmusterung von der Kriminalpolizei feſtgenommen, do fie dringend verdächtig sind, in dem englischen Hafenort Port Talbot einen norwegischen Feuermann ermordet zu haben. Die Täter hatten damals die Leiche des Unglücklichen auf den Eisenbahndamm geschleppt, um den Anschein eines Selbstmordes oder Unglücksfalles zu erwecken. Die polizeilichen Recherchen in Port Talbot blieben erfolglos, da die Personen, die etwas Sachdienliches über die Tat hätten aussagen können, mit ihrem Zeugnis zurück hielten. Erst nach Einlaufen des Dampfers Majumba" in den Hamburger Hafen meldete sich ein ebenfalls auj diesem Schiffe bediensteter Norweger bei dem englischen Konsul in Hamburg und machte diesem gegenüber schwer belastende eidliche Aussagen über die genannten drei Matrosen, das deren sofortige Verhaftung zur Folge hatte. Brandkatastrophe. In Ottawa wurde das Gebäude der römisch- katholischen Universität durch Feuer zerstört. Die 300 Personen, die sich darin befanden, entrannen mit knappei tot der Gefahr des Verbrennens. Zwei Priester, ein Stu dent und vier Aufwärterinnen verlegten sich beim Sprung auf den Zenstern, Lokales. Gießen, 4. Dezember 1903. ** Die 8 weite Kammer der Stände tritt zu ihrer 33. Sibung am nächsten Dienstag, 8. Dez., vorm. 10 Uhr beginnend, zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. folgendes: Botschaft Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs. Regierungsvorlage, die Annahme eines Hilfslehrers bei der Blindenanstalt in Friedberg betreffend. Regierungsvorlage, die Errichtung einer Barallelklasse an der Präparandenanstalt zu Lich betreffend. Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, Vertretung der Arbeiterschaft im Großherzoglichen Ministerium betreffend. Antrag der Abgg. Korell und Genossen, Einrichtung genossenschaftlicher Hengsthaltung betreffend. Antrag des Abg. Leun, die Gebühren für die Fortführung der bisherigen Grundbücher betreffend. Anfrage des Abg. Köhler( Langsdorf), die den Studierenden an der Universität Gießen zuständigen Stipendien und etwaige anderen Wohlfahrtseinrichtungen betreffend. Vorstellung der Kreisamtsdiener des Großherzogtums, Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse betreffend. * - " + Großen- Linden. Der Gesangverein Germani hier beabsichtigt Sonntag den 3. und Montag den 4. 1904 sein 25 jähriges Stiftungsfest in Form eines Sängn festes zu feiern. × Weylar, 3. Dez. Der Besuch unserer landwirt Winterschule hat sich mit Beginn des neuen Unterrid furfus in erfreulicher Weise bedeutend vermehrt. Währ an dem vorjährigen Kursus nur siebzehn junge Leute beteiligten, ist deren Zahl diesmal auf 28 Besucher stiegen. Neben dem Leiter der Anstalt, Herrn Wintersch direktor Courtin, erteilen zwei Lehrer unserer Stabische den erforderlichen Unterricht. Scant Bonaittags " 1 Bormittags Nachm Montag mittage von B × Friedberg 3. Dez. Herr Fr. Koch auf Safelbet schoß einen kapitalen Vierzehnender. Der Hirsch wog üler 3 Bentner. § Fleusungen, 2. Dez. Ein dreijähriges Kind w suchte hier das Brotschneiden. Hierbei glitt ihm das Mese aus und geriet ins Auge. Das Kind wurde noch am Aben in die Klinik nach Gießen verbracht. Dort mußte ihm de schwer verlegte Auge herausgenommen werden. Fulda, 4. Dez. Vom 2. bis 31. Juli 1904 findet hi eine große, den Handwerkskammerbezirk Rassel umfassen Gewerbe- Ausstellung statt. Sie tannt beschickt mit: 1) Leift ungen der gewerblichen Fortbildungsschulen; 2) selbstwer fertigten Handwerkserzeugnissen; 3) Rohstoffen, Halbfabrikaten und Hilfsstoffen; 4) Motoren, Handmaschinen, Werkzeuge und Geräten. Als Aussteller vn Motoren, Maschinen, Werkzeugen, Rohstoffen und Halbfabrikaten wird. Jederman laſſen zu w zugelassen, dagegen sind zur Beschickung mit Handwerkst zeugnissen nur Handwerker berechtigt, welche im Kammerbu zirk Kassel wohnen. Die Tierschau, zu welcher 20 bis 25000 Besucher aus dem ganzen Bezirk erwartet werden, findet am 15., 16. und 17. Juli 1904. statt. + Aschbach i. D., 3. Dez. Ein hiesiger Lehrer wurk wegen angebliche strafbare Handlungen, die er mit Schu mädchen vorgenommen haben soll, in Untersuchungshaft genommen. Frankfurt, 3. Dez. Gestern Abend fiel ein 33 Jahre alter Schreiner die Treppe hinunter und brach sich das Genick. Fleisch- Verdingung. Das Ergebnis der Submission für die Fleischlieferung an die Garnison in Gießen für das Winterhalbjahr 1903/04 stellt sich wie folgt: Mindeſtfordernde blieben Schlörb und Heßler- Gießen in Ochsenfleisch zu Mt. 1,26, in Kuhfleisch Mt. 1,16; Hillgardt, G. Möhl und Schlörb- Gießen in Schweinefleisch Mt. 1.20; R. Malfomefius Gießen in Hammelfleisch Mt. 1,44-1,46; Schlörb- Gießen in Kalbfleisch Mt. 1,22 pro Kilo. Ochsenfleisch hat zur Zeit einen Ladenpreis von Mt. 1,40-1,48 pro Kilo in Gießen. Vielleicht ist die Submission für die Garnison ein gutes Zeichen, daß das Ochsenfleisch in Gießen bald abschlägt. Stadttheater Gießen. Die zweite der Fremdenvorstellungen, die sich so außerordentlich gut eingeführt haben findet Sonntag, den 6. Dezember, nachm. 31 Uhr statt und zwar bringt dieselbe Meyer- Försters beliebtes Schauspiel Alt- Heidelberg, das Stück mit seiner neuen Ausstattung, dem farbenreichen Studentenmileu, der Heidelbergerschloß- Deforation, den Beleuchtungseffekten wie Mondaufgang über dem silberglänzenden Neckarfluß usw. Frankenberg, 3. Dez. Nächsten Sonntag findet hier hat bei flotter Darstellung unter der jezigen Direktion einen die 2. Bezirksvorturnerstunde für den 1. Bezirk des Games ganz besonderen Erfolg gehabt und dürfte wiederum große Anziehungskraft ausüben. Die Fremdenvorstellungen finden bekanntlich zu ermäßigten Preisen statt. Sonntag Abend geht Otto Ludwigs Erbförster" in Szene. Die unliebsame Kälte die sich bei dem Salome castspiel im Theater geltend machte, hat ihren Grund darin, daß das szenische Bild eine größere Deffnung nach dem Kellerraum sowohl bei den Proben wie bei der Vorstellung bedingte. Für gewöhnlich wird für wünschenswerte Temperatur im Saale Sorge getragen sein. ** Diebstahl. Bon unbekanntem Täter, jedenfalls Hessen statt. Geturnt werden die den einzelenen Vereinen seit längerer Zeit bekannten Uebungen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Rinderkirche für die Matthäu einem Bettler, wurden aus dem Vorplatz eines Hauses der gemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Frankfurterstraße in Gießen ein Gummimartel und ein Ueberzieher gestohlen. || Bezüglich der in Gießen in der Nacht vom 26. auf 27. v. Mts. vorgekommenen Einbruchsdiebstählen können wir mitteilen, daß in der Nacht vorher in Kassel auf ganze gleiche Weise 5 Einbrüche verübt wurden. Auch dort suchten die Diebe solche Läden auf, die einen Eingang vom Hausflur aus hatten und nahmen nur Baargeld mit. In einem Falle nur ließen sie zwei Ristchen Cigarren kleinen Formats mit abgeschnittener Spige mitgehen. * * Erfindung. Dr. phil. Gustav Noshirvan aus Bombay. z. 3. in Gießen, der im Verein mit dem Techniker Ernst Meckel aus Gießen eine Maschine fonstruiert, mittelst deren Bäume samt den Wurzeln aus der Erde gehoben werden, den ausgehobenen Bäumen auch eine bestimmte Fallrichtung gegeben werden kann, hat ein Patent auf diese Erfindung erhalten, die Veröffentlichung wird demnächst im Reichsanzeiger erfolgen. * Nachstehende Beträge haben nach einem Auszug aus dem Heberegister über die Beiträge der israel. Religionsgemeinden zu den Landjudenschaftsbedürf nissen der Provinz Oberhessen für 1903/04 zu leisten Buzbach Mt. 62,39, Gambach 16,16, Griedel 4,34. KirchGöns 5,72, Münzenberg 5,34, Nieder- Weisel mit Ostheim 38,05, Stammheim mit Staden 29,63, Affenheim 17,10, Bad Nauheim 481,74, Bönstadt 35,77, Bruhenbrücken 10,87. Büdesheim 31,19, Burg- Gräfenrode 9,57, Friedberg mit Oberrosbach v. d. H. 711,16, Groß- Karben 76,04, Heldenbergen 125,77, Holzhausen v. d. H. 3,13, KleinKarben 1,37, Nieder- Florstadt 21,05, Nieder- Wöllstadt 36,82, Dfarben 11,84, Rendel 19,15, Rodheim v. d. H. 47,55, Bilbel 70,50. □ Zur Beachtung für Lehrmeister. Die ungenügende Ausbildung eines Lehrlings macht den Lehrherrn erfaßpflichtig, wenn ihm eine Pflichtberlegung nachweislich In einem besonderen Falle überwies die betr. Innung den die Gesellenprüfung nicht bestandenen Lehrling ein Vierteljahr lang einem tüchtigen Unternehmer auf Kosten des lässigen Meisters, der außerdem noch monatlich 12 Mart an den jungen Mann zahlen mußte. Die zuständig Handwerkskammer bestätigte diesen Beschluß, außerdem hätte aber noch eine Bestrafung wegen grober Pflichtverletzung nach § 148 der Gewerbeordnung eintreten können. ** Gleichzeitig zu telephonieren und zu telegraphieren auf nur einer Leitung ist dem Professor Bruné und dem Ingenieur Turchi gelungen. Das Wesentliche dieser bedeutsamen Neuheit besteht darin, daß wie die " Elektrotechnische Rundschau" in Frankfurt a. M. schreibt, im Betrieb befindliche Telegraphendrähte gleichzeitig für Telegraphie und Telephonie mittelst Einschaltung einer Differenzialspule Verwendung finden.- Nach einer Reihe - von Versuchen, unter denen diejenigen auf der Linie RomFlorenz in einer Entfernung von 300 Kilometer die Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abendmahl für die Markusgemeinde, Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde, Neuewozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Bäue 27, erbeten. lichen Jugend der Markusgemeinde. Abends 8 Uhr: Versammlung der fonfirmierten män lung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus Montag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr: Versamngemeinde. Donnerstag, den 9. Dez., abends 8 Uhr, im oberen Pfarrer D. Schlosser. Konfirmandensaal, Kirchstr. 9. Bibelstunde. Psalm 100 findet Beichte und heil. Abendmahl für die Matthä Nächsten Sonntag, den 13. Dez., als am 3 Advrt gemeinde im Abendgottesdienst statt, wozu b sonders tonfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vore bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Repetent Lic. theol. Fuchs. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannis gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemein- Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erb ton. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bib besprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirde Text: Luf. 17, 20-30. Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Galaterbr Montag, den 7. Dez., abends 8 Uhr, Bibelstunde Kap. 2, V. 11-21. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag, den 13. Dez., 3. Advent, Beichte und hi Abendmahl für die Johannesgemeinde, im Abendgottesdienst Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. Es wird wiederholt darum gebeten, die Trauungen dem zuständigen Pfarrer so frühzeitig bestellen zu woll daß wenigstens noch ein Sonntas daz rischen liegt, an d das vorgeschriebene Aufgebot erfolgen kann. lei Die Mitglieder unserer Gemeinden bitten w uns auch für die fommenden Weihnachten zum best unserer Armen und Kranken freundliche Gaben zukomm lassen zu wollen. Die Unterzeichneten und alle anderen Wat glieder der Kirchenvorstände nehmen gern solche Gaben a werden. auch durch die Gemeinde schwestern fönnen sie übermittl find Anmeldungen zum Empfang einer Christ bescherung dagegen nicht erwünscht. Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden: Dr. Naumann. Dr. Schlosser. Euler. Schwabe Batholische Gemeinde. Samstag, den 5. Dezember. wichtigsten waren, ist nunmehr die Linie Turin- Vercelli in Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen regelmäßigen Betrieb genommen. heit zur heil. Beichte. Die M uns auch fi unferer Arm Mitglieder Gabe an; übermittelt Anm Armen fini Die K Dr. Nau Wir f eine Hausb auf dem L Gief D Wir Stelle als Gieße K Eigene Schr Po Deko werk Möbe Buff Servierti ErkerErker Rachel Rauchti näbli R Ste perein Sontag Form eines dh unferer Des neuen b vermehrt ebzehn junge auf 28 8 alt, Seren rer unferer& r. Roch auf Der Hir reijähriges& ei glitt ihm wurde nod Durt mu werden. 31. Juli 1904 girt Raffel befchidt mit gaidhulen; 2 obftoffen, Si maschinen,& Motoren, ifaten wird ung mit Su welche im zu welcher 20 artet werden, i n hiesiger L gen, die er in Unter n Abend f hinunter und ften Sonntag n 1. Bezir den einzelen n. für Gieß einde. it. rche. or D. D rche für die Matt wabe. bie Markus gend eingel der Gem der fonfirmin nde 8 Uhr:& Jugend der 68 8 Uhr, i elftunde. Dez., als am 31 hl für die d t, wozu b.fond d. Anmeldung en. Stirche. t Lic. theol. F dienft für die J uler. ür die Lukasy Terbiten. fammlung u der Johan 8 Uhr, Bib Text: G Raumann. vent, Ber e, im Abend erbiten. en, die Tra g bestellen j rifchen liegt, fann. meinden bi hnachten ide Gaben und alle and ern folde önnen fie Chriftbef Gemeinbe Fuler Spo Dr. ber. 8 Uhr: Gelege Sonntag, den 6. Dezember. 2. Adventsonntag. aittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Bomättags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. um 91 Uhr: Hochamt mit Predigt. Machmittags 51/2 Uhr: Christenlehre; darauf AdventsAndacht. Montag den 7. und Dienstag den 8. Dezember, nachmitage von 5-7 Uhr werden fremde Priester Beichthören. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 6. Dezember, abends 8 Uhr: Predigt. Gottesdienst der israelitischen Beligionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 5. Dezember 1903. Vorabend 4.00 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärung. Sabathausgang 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: Morg. 7.05 Uhr, Ab. 4.00 Uhr Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Voraussichtliche Witterung am Freitag und Samstag allmähliche Erwärmung, Windig, Tauwetter und geringer Regen. Die Ziehung 2. Klasse der 3. HessischThüringischen( Mitteldeutschen) Staatslotterie beginnt bereits am 8. Dezember. Es wird hiermit an die sofortige Los Erneuerung zu dieser Klosse erinnert. Bazar zum Besten der Aliceschule Giessen. am 8., 9. und 10. Dezember im ,, Neuen Saalbau". Die Mitglieder unserer Gemeinden bitten wir,| uns auch für die kommenden Weihnachten zum Besten Lunserer Armen und Kranken freundliche Gaben zukommen Classen zu wollen. Die Unterzeichneten und alle anderen Mitglieder der Kirchenvorstände nehmen gern solche Stadt- Theater Gi ßen. Direktion: Steingoetter. Cabe an; auch durch die Gemeindeschwestern können sie Sonntag, 6. Dezember übermittelt werden. Anmeldungen zur Christbescheerung seitens der Armen sind nicht erwünscht. Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden. Dr. Naumann. D. Schlosser. Euler. Schwabe. Bekanntmachung. Wir suchen für einen braven und fleißigen Jungen eine Hausburschenstelle mit leichterer Arbeit am liebsten auf dem Lande. Gießen, 30. November 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Bekanntmaung. Wir suchen für ein achtzehnjähriges Mädchen eine Stele als Kindermädchen zu 1 oder 2 Kindern. Gießen, den 30. November 1903. Städtisches Armenamt. Jakob Dannhofer Koschat- Lieder- Quintett [ 9 Personen] fommt Donn cstag, den 10. Dezembr Cafe Leib. E Nachmittags 32 Uhr Fremdenvorstellung Alt- Heidelberg. von Schauspiel in 5 Aufzügen Wilhelm Meyer- Fö ster. Breise der Plätze: Loge 2 Mt. Sperrfiz 1.50 Mt. I. Parq. 1 Mr. II. Barq. und Estrade 0.60 Mr. Gallerie 0.30 Mt. Abends 8 Uhr: 8. Sonntag Abonnements Vorstellung. Der Erbförster. Schauspiel in 5 Aufzügen von Otto Ludwig. Schlachthaus Ochsenfleisch 54. 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Tücher Schulterfragen. Zuaven- Jädchen.] en gros en detail Neustadt 79 Christ bescheerung der Kleinkinder- Bewahranstalt. Grösstes Sortimentslager am Oswaldsgarten. Verdingung. Die Anfertigung und Lieferung von 2 Handwagen für den Kanal- Betrieb soll Samstag, den 12. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem AmtsZimmer zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich. sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 2. Dezember 1903. Städtisches Tiefbauamt. Am 4. Advents- Sonntag, den 20. Dezember d. Js., soll die Christbescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 250 Kinder die Be scheerung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglichen, Hente frische Frankfurter Bratwürstchen in bekannter zuwenden zu wollen. Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Oftanlage 31; Frau Kommerzienrat Schliaeuftaedt, Liebigstraße 49; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Oftanlage 36; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Small, Oftanlage 36; Fräulein Luise Wortmann, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Kleinkinderschulschwestern sind, Diesstraße 15. Gießen, den 7. November 1903. Der Vorstand der Kleinfinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu jeder Zeit tommen und gehen; von 4 bis 5 Uhr findet gemeinsame Strickwolle Unterhaltung ſtatt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. beste Fabrikate u. sämtl. Kurz- u. Wollwaren. Umtausch von Schafwolle. Für Wiederverkäufer befte Bezugsquelle. Bettfedern u. Daunen. Bettdrell. Bettbarcheut. Bett- Inlett. Matratzen, Bettzeug. Bettkattun, weiß. u.farb. Damaft. Betttuchleinen, w. u. f. Bieberbetttuch. Coltern. Chiffon, Bettdecken. Madapolen. Shirting. Dowlas. Rein- Leinen. Halbleinen gebleicht und ungebleicht. Baumwolltücher. Kissenbezüge. Handtücher. Tischtücher, Servietten Tischdecken. Komodendecken. Rouleaux, Gardinen. Bettvorlagen. Stro bsackleinen u. Strohfäde. Lieferung vollständiger Einrichtungen. Nähmaschinen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: Dr. Naumann. Pfarrer. Christian Wallenfels Nächste Woche! Gießen. 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826. empfiehlt vorzügliche stets frische Süßrahm- Tafelbutter sowie diverse Sorten Ziehung 11.12. Deobr. 1903 3te Grosse Freiburger zu Freiburg 1. B., 250 000 Loose. Geld- Lotterie zur Wiederherstellung des Münsters. Lose à M 3.30 Porto und Liste 30 Pfg. extra. 12,184 Geldgewinne ohne Abzug Mark Käse 322500 in hochfeinen Qualitäten, insbesondere: Hauptgewinne: M. 100.000 Schweizer( Emmenthaler) M. 40,000 Edame( Holländer) Fromage de Brie Camembert Roquefort Parmesan Delikateß- Rahm- u. Schloß- Käse Romadour Kräuter Limburger Hand- und StangenKäse Spezialität: Feinste garnierte Käse- Platten M. 20,000 10,000 5000==== 5 000 3000= 6000 4000 Mo. 1 à 2 à 2 à 2000==5 à 20 à 200 1000=== 5 000 500= 10 000 à 100= 20 000 200 à 50= 10 000 1000 à 20= 20 000 2000 à 10 20 000 8750 à 6 52 500 Lose versendet: Haupt- Debit Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstrasse 14. Lose in Giessen bei: Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11, Phil. Weiler, Cig., Markt 1, Wilhelm Semmler, Cig. Seltersweg 25. Wer Stelle sucht, verl. die für Gesellschaftsessen. Deutsche Vakanzenpost' klingen. geräucherte Braubach. à Paar 25, 30 und 35 Pfg. empfiehlt Güte Friedrich Schreiner, Mekgermeister, Gießen. Seltere weg. Für Magenieidende. ☑ Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdauliche, zu beißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßine, Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, fet hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, deffen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Bopfschmerzen, Sufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, mie Beklemmung, Bolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Bfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt 1. dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Auschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemütsverftimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter Wen giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Danfschreiben beweisen dies. Gräuter. Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- finden, Wlar Fro hausen, 6raunfels, Bukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- Nauheim, Barburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum im Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Kräuterwein. Hubert Ullrich, schen Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestand teile sind: Mal gamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, totwein 240,0, berefchensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. Graftwurzel, Enzianwurzel, Kalausmurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man In HerrenKnaben Confektion größte Auswahl. Anfertigung n. Ma Arbeitskleider f. sämtliche Berufstlaffen interkleider in allen Größen. Normal- Hemden. Hantjoden. Unterhosen. Unterwäme Oberhemden. Serviteurs Kragen. Manschetten. Cravatten in allen Genres. Strümpfe und Socken. Für Schneider und Schneiderinnen sämtliche Futterstoffe und Besazartikel Herren- u. Damen Regenschirme Handschuhe aller Arten. Wachstuche.. Strickwolle beste Fabrikate und sämtliche Kurz- und Wollwares. Umtausch von Schafwolle. Für Wiederverkäufr beste Bezugsque le ErflingsAusstattunger Hemden. Jäckchen. Rödchen. Läydym Wickelteppich. Wickelbänder. Windeln. Höschen. Gummieinlage. Riffenbezüge. Frottiertüde Waschlappen. Babyhäubchen Taufkleidchen. Babyscheh Tragkleidchen. Gestrickte Leiber Ueberziehjädchen. Wagenbeden Complette KinderBetten. Nähmaschinen. L. Rosenbaum& Jakob, Giessen Grösstes Sortimentslager en gros en detail Grösstes Sortimentslage Neustadt 79 - am Oswaldsgarten. Fielen UND Nr. 285 Freitag, den 4. Dezember 190