9.259. onnementopreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfg., tas Saus gebracht 60 Bfg., burch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. uttabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) beffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Entenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Mittwoch, den 4. November 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionspret 8: Die einspaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kretse Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 98. Fernsprechanfchink nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Vor der Kaiferzufammenkunft. Wiesbaden, 3. November. Seit heute Mittag weilt Kaiser Wilhelm in den Mauern serer Stadt, die zu seiner und des weißen Zaren Emfang ein schimmernd Festgewand angelegt hat. Die breite Wilhelmstraße prangt im Schmuck grüner Guirlanden und ehender Wimpel, eine würdige via triumphalis, die am Höniglichen Theater ihren lebhaften Abschluß in einer mächtigen Ehrenpforte und einem langgestreckten Laubengang findet. Das Bild ist fast so wie bei den letzten Festspielen in Frühling, nur daß sich in die deutschen und städtischen Farben das fräftige Weiß- Blau- Rot der russischen Flagge nischt. Der Kaiser hatte, ehe er nach Wiesbaden kam, zufammen mit dem Reichskanzler Grafen Bülow die Saalburg Tei Homburg besucht. Bei seinem Einzuge in unsere Stadt Yourde er von einer imposanten Menschenmenge mit brausenben urras begrüßt, die ihn bis zum Schloß begleiteten. Im Gegensatz zu dem, was man von der morgigen peinlichen Absperrung hört, fiel es ungemein wohltuend auf, Die beim Kommen des Katsers nicht die geringsten Vorsichtsmaßregeln getroffen waren. Frei flutete die Bevölkerung durch die Einzugsstraßen, und umso frischer und spontaner Lang die Huldigung. Der Kaiser weiß, daß er in deutschen Bauen überall unbesorgt sich unter sein Volk mischen darf. Anders liegt aber die Sache morgen, wo er die VerantDortung für das Leben seines russischen Gastfreundes übernehmen muß, dem anarchistische Mörderhand schon so oft reimlich und offen nach dem Leben getrachtet. Da sind die Strengen Absperrungsmaßregeln nur zu sehr angebracht, zu deren Durchführung unsere friedliche Bäderstadt in ein affenklirrendes Heerlager verwandelt worden ist. Außer der Ehrenkompagnie des Kaiser Alerander- Garde- Regirents aus Berlin und dem hier garnisonierenden InfanterieRegiment Nr. 80 sind noch weitere fünf Regimenter aus Mainz und Gießen hierher zur Spalierbildung beordert. Entgegen dem üblichen Brauch sollen die Truppen das Saitengewehr aufpflanzen. Den Ehrendienst versehen außer den Alexandern noch je eine Schwadron des Husaren- Regiments Kaiser Nikolaus II. von Rußland aus Paderborn und des sürassier- Regiments Kaiser Nikolaus I. aus Brandenbury, deren Chef der Zar ist. Zu ihnen gesellt sich das Daizer Husaren- Regiment Nr. 13 und für den Ehrensalut die dort liegenden Abteilungen der Feldartillerie- Regimenter Nr. 27 und 63. Eine buntscheckige Musterkarte von Uniformen, die den Straßen ein äußerst lebhaftes militärisches Aussehen verleihen. Soeben hat sich der Kaiser zur Galavorstellung im Hofheater begeben. Für diese ist auf seinen Wunsch ein Einafterabend vorgesehen, bestehend aus dem zum 18. Januar 1901 berfaßten Festspiel Adlerflug", dem vaterländischen Spiel Borwärts", sowie dem Künstlerspiel„ Die Meisterschüssel" von Wilhelm Hentzen. Morgen wird der Kaiser mit seinem russischen Gaste sich an den Melodien des Oberon" ermelen. Bunte Chronik. Der Dampfer„ Duisburg" der Bremer Dampfschiffahrts- Gesellschaft Argo ist im Nebel in der Nähe bon Lissabon gescheitert. Viele Passagiere und ein Teil der Cadung sind bereits geborgen, doch scheint es faſt unmöglich, die Duisburg" selbst abzubringen. Der Assistent am Gymnasium St. Stephan in Augsburg, Ruppert Schreiner, iſt vom Kronprinzen von Sachsen mit der Erziehung seiner Söhne betraut worden. Die BeEufung erfolgte auf Vorschlag des bayerischen Kultusministeriums. Ruffifche Vorbereitungen in Korea. Während von einer Seite gemeldet wird, daß die Russen dabei seien, sich von Jongampho zurückzuziehen, die Festung sschleifen und nur eine kleine Wachmannschaft zurückzuLoffen, wird von anderer Seite berichtet, daß der russische Vertreter in Söul der koreanischen Regierung gedroht habe, Evenn das Abkommen über Jongampho nicht unverzüglich raft trete, werde Rußland am Jalu handeln, wie ihm beLiebe, indem es sich auf die Abmachungen aus dem Jahre 1896 site. Daraus zieht man in Japan den sorgenvollen Schluß, daß sich Rußland auch bei Jetschu festsetzen wolle, weil ja nach Den Abmachungen von 1896 das ganze Jalutal in die Sphäre der russischen Konzession falle. Nach dem bisherigen Verhalten Rußlands wäre das in der Tat gar nicht so sonderbar, geht es doch jetzt auch schon in der koreanischen Provinz Ithuan fräftig vorwärts. In Tschemulpo trafen 56 Maschinen ein, die unter Aufsicht von vier Russen zur Mündung des Fatongfang geschafft wurden. Es handelt sich dabei um die Ausbeutung von Steinkohlenlagern. Die bezügliche Koneffi on erteilte die koreanische Regierung einem französischen Ingenieur unter der Bedingung, daß sie 5000 yen für je 30000 Tonnen gewonnener Kohle erhalte; angeblich haben Zap an, England und Amerika, um der weiteren Entwickelung der russischen Unternehmungen in tschuan einen Riegel vorushieben, verlangt, daß diese Provinz für den ausländischen Samdel geschlossen werde. Das wäre allerdings eine etwas eigentümlich zivilisatorische" Art, Rußland ein Paroli zu bieten. Wie es übrigens scheint, beginnt sich jetzt schon in China jene Stimmung bedeutend fühlbarer zu machen, deren Werden und Wachsen wir mehrmals prophezeit haben. Man begreift allmählich, daß das chinesische Reich nur durch ein Bündnis mit Japan vor dem völligen Uebergeschlucktwerden bewahrt bleiben kann. Tschangtschitung und Yuanschikai sind in Pefing eingetroffen und haben in einer Audienz beim Throne energisch für einen Anschluß an Japan Propaganda gemacht. Daraufhin hat man eine Konferenz im Sommerpalast zusammengerufen und über die Lage an sich und jene in Mukden insbesondere des Langen und Breiten geredet. Was am Ende dabei herauskommen wird, ist natürlich noch nicht ersichtlich. Immerhin aber bedeutet es schon einen Fortschritt, wenn ein allmongolisches Bündnis im chinesischen Kaiserpalast überhaupt in Diskussion gezogen wird. Ueber die diplomatischen Verhandlungen zwischen Nußland und Ja an kommen inzwischen neue Nachrichten aus offenbar guten Quellen. Danach habe der japanische Gesandte in Petersburg, Kurino, der russischen Regierung ein Aftenstück überreicht, das Japans Wünsche in vier Punkten enthält, als da sind nämlich erstens, Rußland solle sein Militär und die Grenzwache aus der Mandschurei entfernen und nur zur Bewachung der mandschurischen Bahn 10 000 Mann dort belassen; es solle zweitens Mufden, Dalnijgoy und Charbin dem ausländischen Handel eröffnen; drittens dürften neue Bahnlinien in der Mandschurei nur von China erbaut werden; viertens müsse Japan in Korea den Vorzug behalten gegenüber den russischen Ansprüchen. Die Antwort Lambsdorffs auf diesen Wunschzettel erfährt man nur sehr oberflächlich. Sie ist gedrechselt und sagt nichts; am wenigsten erklärt sie sich mit Japan einverstanden. Oder sollte vielleicht gar jene Anweisung die Antwort sein, welche die russischen Behörden erhielten, nämlich: sämtliche Japaner aus dem Bereiche der mandschurischen Vahn auszuweisen. Die Politik. Der Sekretär des Grafen Lambsdorff hat sich interbiewen lassen und allerhand über die längere Unterredung erzählt, die Graf Bülow mit dem russischen Minister des Auswärtigen in Darmstadt haben werde. Lambsdorff soll danach überzeugt sein, daß deutscherseits nichts verabsäumt werde, die Bemühungen Rußlands und Desterreich- Ungarns in Konstantinopel zu unterstützen. Das glauben wir allerdings auch. In Darmstadt hat sich dieser Tage die Gründung einer Hessischen Handwerker- Zentralgenossenschaft in Form einer Aftiengesellschaft vollzogen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Geschäften, die zur Hebung der wirtschaftlichen Lage des Handwerks dienen, insbesondere die Beschaffung von Handwerksbetriebsmitteln, wie Rohstoffen, Kleinmotoren, Arbeitsmaschinen 2c. Die Regierung hat einen Kredit zunächst von 50 000 Mark vorgesehen. Außerdem ist sie gewillt, bei den Ständen die doppelte Summe nachzu= suchen. Die erste Lesung des deutsch- schweizerischen Handelsvertrages unter den Unterhändlern, die sehr schnell von statten ging, ist beendet. Guter Wille ist auf beiden Seiten vorhanden, auch will man sich offenbar tunlichst beeilen. Noch find aber die Gegensätze recht beträchtliche. Ob daher die etwas optimistische Annahme, daß man noch im Laufe des Dezember auch die zweite Lesung endgültig wird beschließen können, zutrifft, ist noch sehr die Frage. Der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza und die anderen russischen Minister leisteten dem Kaiser den Eid. Graf Tisza scheint den einzelnen Parteien mancherlei versprochen zu haben, was er kaum wird halten können. Jedenfalls muß der friedliche Ton auffallen, mit dem plötzlich sowohl die Unabhängigkeitspartei, wie die Kossuthpartei das Kabinett und seine Zukunftsbestrebungen betrachten. Der gute Joe Chamberlain hatte neulich in einer längeren Rede, in welcher er Deutschlands Handelsfortschritte über den grünen Klee lobte, behauptet, das läge in der Hauptsache mit an den gewaltigen Subven= tionen, die Deutschland seinen Dampferlinien zahle. Es ist schon bei früherer Gelegenheit einmal festgestellt wor= den, daß solche Behauptungen lächerliche Fabeln sind. Daß aber ein so gewiegter Staatsmann, wie Chamberlain, derartige Sachen nachplappern kann, läßt denn doch tief blicken, wenn anders man nicht einen Dolus annehmen will. Der verflossene englische Kolonialsekretär hätte sich nur den im Dezember vorigen Jahres veröffentlichten Bericht des parlamentarischen Ausschusses über Dampferunterſtüßung anzusehen brauchen, der zu den amtlichen Akten des englischen Parlaments gehört, so hätte er entdecken müssen, daß Deutschland unendlich viel geringere Unterstützungen zahlt als England, das nicht weniger als 17 190 000 Mart für direkte Unterstützungen aufwendet, während Deutschland insgesamt nur 6 840 000 Mark an Unterstützungen ausgibt. Wenn man hierzu noch die Unterstützungen hinzurechnet, die für Postbeförderung und dergleichen auf beiden Seiten gezahlt werden, so erhält man für Deutschland 8 459 500 Mark und für England 21 309 424 Mart. Wie man auch die Rechnung aufstellt, immer sind die Behauptungen Chamberlains als das gerade Gegenteil von Wahrheit nachzuweisen. Das italienische Kabinett ist nun endgültig gebildet. Es setzt sich wie folgt zusammen: Vorfit und Inneres: GioTi ti, Auswärtiges Tittoni, Justiz tomhetti, Schatz Luzzatti, Finanzen Rosano, Krieg General Pedotti, Marine Admiral Mirabello, Unterricht Orlando, öffentliche Arbeiten Tedesco, Ackerbau Rava, Post und Telegraphen StellutiScala. A zwei von den vier in Konstantinopel beglaubigten europäischen Botschaftern haben von ihren Regierungen bereits Instruktionen zur Unterstützung der Reformvorschläge der Ententemächte erhalten; die beiden anderen erwarten solche noch. Die Pforte ist sich über ihre Antwort noch immer nicht einig. Indessen deklariert die türkische Bevölkerung in Mazedonien dadurch ihre der Reformnote geneigte" Stimmung, daß sie in den Moscheen aufrührerische Plakate aufhängt, die gegen die Absicht der Mächte gerichtet sind, eine europäische Kontrolle in Mazedonien einzuführen. Um ihrer Mißbilligung über das Vorgehen Columbias in der Kanalvertrags- Angelegenheit greifbaren Ausdruck zu verleihen, haben die Vereinigten Staaten ihren Gesandten abberufen. Ob das nur der erste Schritt ist, oder ob damit die Sache erledigt ist, wird die Zukunft lehren müssen. Die Leute in Kanada sind noch immer außerordentlich über den englischen Schiedsspruch in der Alaska- Frage erbost. Das äußert sich in geradezu demonstrativer Weise. Bei Festlichkeiten dekoriert man ausschließlich mit kanadischen Farben und singt nicht mehr die englische, sondern die kanadische Volkshymne. Die Stimmung ist eben so völlig verändert, daß separatistische Bestrebungen jeder Art üppig ins Kraut schießen. Das hat nun England davon, daß es einmal koulant und generös sein wollte. Heer und flotte. Bei den Unruhen in Deutsch- Südwestafrika ist nach einer Meldung des Gouverneurs außer dem Leutnant Jobit noch der Sergeant Snay aus Steinau a. D. gefallen und der Reiter August Schmidt verwundet worden. Das Gouvernement hat energische Maßnahmen zur Unterdrückung der Unruhen ergriffen, die sehr ernster Natur gewesen sein müssen. Unser neues Flußkanonenboot, das von den deutschen Flottenvereinen des Auslandes der kaiserlichen Marine geschenkt wurde, hat den Namen„ Vaterland" erhalten. Das Flußkanonenboot ist bei Schichau in Danzig erbaut worden. Diese China- Flußkanonenboote sollen auf den großen chinesischen Strömen verwendet werden. Sie sind nur 48 Meter lang, 8 Meter breit und haben nur 0,61 Meter Tiefgang, so daß sie selbst noch Flußstrecken mit Sandbänken befahren tönnen. Ihre Bewaffnung besteht in einer 8,8- Zentimeterund einer 5- Zentimeter Schnellladekanone nebst zwei Maschinengewehren. Die Decksaufbauten und der Kommandoturm sind gepanzert. Diese Boote erhalten als Besabung 2 Offiziere und 53 Mann. Für die Ueberführung nach Ostasien werden sie auseinandergenommen und in mächtigen Kisten im Schiffe verpackt. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 7. Verhandlungstag.) RK. Berlin, 3. November. Nachdem geſtern die Verteidigung ihre Kerntruppen ins Feuer geführt hat, wird heut das Gefecht wieder energisch von der Anklage aufgenommen. Nach EröffnungsplänkeIcien, in denen es sich um die Feststellung handelt, ob das angeblich in Berlin um 7 Uhr abends von der Gräfin aufgegebene Telegramm an den Dr. Rosinski wirklich erst am nächsten Morgen in Wronke bestellt sein könne, was von den Postbeamten verneint wird, macht die Verteidigung noch eine Attacke, indem sie auf Zeugenbeeinflussung abzielende Machenschaften niedriger hängen will. Justizrat Wronker teilt mit, daß die Verteidigung die Ladung einer Frau Lischewska in Warschau für dringend erforderlich halte. Sie solle befunden, daß sie die Hebamme Cwell, die s. 3. bei der Entbindung der Gräfin tätig war, als eine zuverlässige Person gekannt und selbst zur Mitnahme nach Berlin empfohlen habe. Sie werde weiterhin bekunden, daß in letter Beit ein eleganter Herr zu ihr gekommen sei und versucht habe, sie zu überreden, daß sie zum Nachteil der angeklagten Gräfin aussagen solle. Als sie dies abgelehnt, habe er sich gewundert, daß sie es nicht tun wolle; sie könnte doch viel Geld verdienen". Später sei noch ein Mann zu ihr gekommen, nämlich Herr Michelski, sie habe ihm aber die Tür gewiesen. Staatsanw. Dr. Müller: Der größte Teil dessen, was die Zeugin aussagen soll, ist bereits aftenfundig. Erster Staatsanw. Steinbrecht: Es ist auch schon die Ladung nach Warschau ergangen, es ist aber noch kein Bescheid zurück. Justizrat Wronker: Um später eine falsche Auslegung zu vermeiden, teilt die Verteidigung schon jetzt mit, daß sie beabsichtigt, dieser Zeugin den notvendigen Vorschuß zu schicken, den die Pariser Hebamme von der Anklagebehörde nicht erreicht zu haben scheint. Allerdings: soviel, wie Frankreich bekommen sollte, bewilligen wir Rußland nicht.( Heiterfeit.) Nach diesem Angriff läßt aber die Staatsanwaltschaft ihr schweres Geschütz auffahren. unari begeben beftigen, auffabrenden Charakter, vondoner Gesellschaft und demi aber er wird feinen Fehler einsehen, er wird Abbitte tun." ift in ben Selbstbewußtsein feines Standes aufgewachsen, bodmiitigen Abb44 Faina Made Gie milion nicht rief Frau Redwar mit zornbebender Stimme; Hände Oghams mächtige Gestalt sah mit glücklichem Lächeln zu ihm auf. streďte Dagnus ihre beiden strahl ihn getroffen hätte, er drifte, entgegen und ihre Hände an seine als ob ein Blitzals ob ein plötzlicher Lichtstrahl ihn blendete. Brust und schloß einen Augenblick die Augen, haben. Jungsheiat Lage im Freten, gu ich gebe biel auf Die fiebzehn, ohnung war die Aelteste mohi reizend, hübsche vierundman, aut cert, sauber, gemütlich, der Kaffee brillant, ohne Zusatz. wesen, wenn nicht die fünf Töchter Kurz, es wäre ein geradezu ideales Junggeseronis ge Sabon, aber sehr hm sehr zutunlic hübsch war maren den Assessor zu machen, und getreulich begleitete mich a meiner Braut. dachte ich kaum noch. Assessor beim Amtsgericht einer Provinzialstadt beschäftigt seinen Plat auf meinem Schreibtisch. Als neugebadener es war einmal da, und wo ich auch weilte, stets batte es Ich liebte es als Ding an An die Veranlassung, der ich es berdantte, sich"- sie alle fand Die Hauptbelastungszengin Hedwig Andruszewska aus Posen wird vorgerufen. Die 42 Jahre alte Zengin, die nur polnisch versteht und spricht, wird durch Vermittelung des Dolmetschers ermahnt, nur die reine Wahrheit zu sagen, und erklärt hierauf: Ich sage nur die Wahrheit und was mir die Mutter zu sagen befohlen hat. Sie macht ihre Aussagen stockend und manchmal so leise, daß der Richter sie fragen läßt, ob sie etwa frank sei. Von dem Dolmetscher in fließendes Deutsch übertragen, lautet ihr Zeugnis ungefähr folgendermaßen: Ich bin mit meiner Mutter im Jahre 1896 nach Wroblewo gekommen. Die Mutter hat mir erzählt, daß die Gräfin so tue, als ob sie in anderen Umständen sei; dies sei aber gar nicht der Fall, denn die Gräfin polstere sich bloß aus. Ferner hat mir die Mutter erzählt, daß die Gräfin, die schon einmal nach Paris. gereist gewesen, um sich einen Gummileib zu bestellen, sie aufgefordert habe, nach Krakau zu fahren und ihr einen Knaben mit schwarzen Augen zu besorgen. Ich weiß selbst, daß dann meine Mutter wirklich nach Stratau gefahren ist; sie hat es mir bei ihrer Abreise selbst gesagt. Vor der Abreise hat zwischen der Mutter, der Gräfin und dem Grafen eine Unterredung auf dem Schlosse stattgefunden. Dabei hat, wie die Mutter erzählt hat, der Graf gesagt, daß sie doch nicht unter ihrem richtigen Namen reisen könne. Er hat dann auf ihren Geburtsnamen von Tomaczewski" und dessen Wappen Boneza" hingewiesen und gesagt: sie solle sich doch Bonczkowska nennen, das würde sie leichter behalten. Unter diesem Namen ist die Mutter dann auch gereist, sie hat Reisegeld mitbekommen und ist vor Weihnachten zurückgekehrt. Sie hat gesagt, daß die Hebamme Raczinska in Krakau auf die Sache eingehe und ihr gesagt habe: das Kind werde am 25. Januar da sein. Wie der Erbe nach Berlin gebracht wurde. Um das Kind zu holen, fuhr dann die Mutter am 22. Januar ab, und kehrte am 27. Januar, Kaisersgeburtstag, nach Wroblewo zurück. Die Mutter, die reichlich mit Geld versehen war und eine Marschroute vorgeschrieben betam, mußte sich auf Geheiß der Gräfin eine Perrücke aufsetzen und trug eine dunkelblaue Pelerine mit einer Kapuze, die kariert war. Als sie abreiste, wurde sie mit einem Herrschaftswagen nach dem Bahnhof gefahren. Die Gräfin hatte den Leuten gesagt, die Mutter fahre nach Posen zu ihrem Sohn. Als sie von der Reise zurückgekommen ich glaube es war nachmittags gegen 5 Uhr am 27. Januar kam sie in einem Mietswagen an. Nach der Erzählung der Mutter ist diese das zweitemal wieder nach Krakau gefahren und hat sich dort wieder zu derselben Hebamme begeben, mit der sie dann auf ein Dorf hinter Krakau gefahren sei, wo ihr eine andere Hebamme zwei Kinder vorgelegt habe, von denen das eine höherer Geburt gewesen sei. Die Hauptsache sei gewesen, daß der Knabe schwarze Augen haben müsse. Die Mutter ist dann mit dem Kinde, das sie für die Gräfin ausgewählt hatte, nach Berlin gefahren; unterwegs hat sie eine andere Frau begleitet, welche das Kind auf der Reiſe ſtillen mußte. In Berlin haben sie zwei Stunden auf dem Bahnhof gewartet, dann ist der Mutter das Kind von der Chwiatkowska und der Knoska abgenommen und nach der Kaiserin Augustastraße zur Gräfin gefahren worden. Vor ihrem Tode 1901 hat mir die Mutter das ganze Geheimnis mitgeteilt, das ich schließlich, als ich von der Gräfin mißhandelt wurde, meinem Bruder in Posen anvertraute. Dieser erhob bei der Gräfin Einspruch gegen die schlechte Behandlung, die mir widerfuhr. Die Gräfin suchte aus mir herauszupressen, was ich an den Bruder geschrieben habe. Sie drohte mir:„ Wenn du erzählst, daß das Kind nicht das meine ist, mache ich dich zu einer Frrsinnigen!" Da ist dann die Chwiatkowska herangetreten und hat gemeint:„ Das wird die Hedwig nicht sagen, denn sonst muß sie ihre Mutter verraten." Ich habe aber geantwortet:„ Ich werde schon das Richtige sagen!" Die Gräfin hat mich mehrmals aufgefordert, ein Schriftstück zu unterschreiben, daß ich keinem Menschen die Geschichte von dem Kinde erzählen würde. Ich habe es abgelehnt, und da hat die Gräfin gedroht: sie würde alle Leute zusammenrufen und mich auf dem Hofe durchhauen lassen. Die Gräfin hat mich überhaupt sehr schlecht behandelt, mich ausgeschimpft, manchmal mich ans Ohr gefaßt und das Ohr herumgedreht; sie hat auch gesagt: wenn ich ihr nicht gehorche, würde sie mich ins Bosforinashaus bringen lassen und sich furchtbar rächen. Ich habe das alles meiner Schwägerin Valentine( die, wie die Verteidigung fonstatieren läßt, eine Schwester des Peter Michelski ist) und meinem verstorbenen Bruder mitgeteilt. Schließlich bin ich aus Wroblewo weggegangen und die Gräfin hat mir ein ganz gutes Zeugnis ausgestellt. Die Gräfin erklärt, daß sie ein Zeugnis ausgestellt habe, wie es die Hedwig verdiente, die von ihr niemals schlecht behandelt worden sei. Im Anschluß an die Aussage der Andruszewska werden Briefe von ihr an ihre Verwandten verlesen, in denen sie sich über die schlechte Behandlung beschwert. Weiter wird das von dem Bruder der Zeugin aufgesetzte Schriftstück zur Kenntnis gebracht, in dem ihre Mitteilungen über das Geheimnis aufgezeichnet sind. Darin ist auch davon die Rede, daß auf Geheiß der Gräfin vor deren Abreise nach Berlin zwei Schweine geschlachtet wurden, deren Blut in Flaschen aufgefangen und nach dem Schloß gebracht wurden. Zwischer. der Gräfin und der Mutter der Zeugin sei auch ganz genau verabredet worden, wann die Gräfin zu schreien anfangen follte. Die Zeugin bleibt bei einem scharfen Kreuzberhör ständig dabei, daß sie nicht beeinflußt sei. Sie und ihre Mutter hätten das Geheininis auch einem Geistlichen gebeichtet, den sie ihrerseits allerdings nicht kenne. Der Distriktskommissar erinnert sich, einmal einen fremden Wandergeistlichen in Wroblewo gesehen zu haben. Sich, das ist dein Sohn! Nach der weiteren Darstellung der Zeugin, die sie auf eingehende Befragungen des Vorsitzenden gibt, soll die Gräfin später einmal in ihrer und ihrer Mutter Gegenwart, auf den Senaben hinweisend, zu dieser gesagt haben: ,, Sieh, das ist dein Sohn!" Als ihre Mutter die Gräfin darauf zur Vorsicht ermahnt habe, soll diese erwidert haben: Das ist doch dein Sohn, du hast ihn ja doch mitgebracht!" Die Mutter habe vor ihrem Tode alle auf diese Affäre bezüglichen Papiere verbrannt, damit sie nicht gefunden wer= den und sie nicht auf ihre alten Tage noch in das Gefängnis kommen könnte. Als Hedwig nach dem Tode ihrer Mutter im Schlosse beschäftigt wurde, will sie, im Nebenzimmer fitend, durch die halboffene Tür gehört haben, wie sich die Gräfin mit der Chwialkowska und der Komtesse Marie über den Knaben unterhielten. Dabei habe die Komtesse zur Mutter gesagt:„ Dies ist bis jetzt alles gelungen, es wird noch weiter aut aeben." Von der Verteidigung wird die Zeugin u. a. gefragt, wie es komme, daß ihre Mutter 1000 Mark in Hundertmarkscheinen nach Krafau mitgenommen haben solle, da diese Münze doch daselbst nicht üblich sei. Die Zeugin bleibt dabei. Nachdem ein Sachverständiger den geistigen Zustand der Andruszewska als vollkommen gesund erklärt hat, wird die Zeugin troß des Widerspruches der Verteidigung vereidigt und nach kurzen weiteren Verhandlungen die Situng vertagt. Nab und Fern. Der Münchener Banfier Ellenrieder hat sich nach China geflüchtet. Ein Verwandter erhielt von einer Schwägerin in Port Arthur die telegraphische Nachricht, daß ihr Ellenrieder mitgeteilt habe, er werde dorthin reisen. Sie habe diesen dort bei den Behörden bereits angezeigt. Straßenbahnzusammenstoß. In der Simmeringer Hauptstraße zu Wien fuhr ein Motorwagen der elektrischen Straßenbahn hinten in einen vor ihm fahrenden, aus drei Wagen besteher den Straßenbahnzug. Es entstand eine furchtbare Panif, doch wurde wunderbarerweise trotz der Gewalt des Zusammenstoßes niemand schwer verwundet. Die Verletzungen der 15 Personen, die beschädigt wurden, erwiesen sich bei ärztlicher Untersuchung sämtlich als ungefährlich. Wen die Schuld an dem Unglück trifft, konnte bisher nicht festgestellt werden. Schon wieder ein Mord an einer Straßendirne. In Breslau wurde die 34jährige, unter sittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frau Agathe Weinland in ihrer Wohnung am Neumarkt tot aufgefunden. Die angestellten Ermittelungen ergaben, daß die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen und erdrosselt war. Eine bestimmte Spur, die zur Entdeckung des Täters führen könnte, liegt bisher nicht vor. Die Ermordete war mit einem seit langem getrennt von ihr in Berlin lebenden Steinhauer verheiratet; ihre 13jährige Tochter befindet sich in einem Waisenhause zu Berlin. Anstreibung von Pariser Kapuzinern. Die Pariser Polizei stößt bei den Austreibungen der Klostergeistlichkeit auf manche Schwierigkeiten. Bei der Entfernung der Kapuziner des Klosters in der Rue de la Santé mußte sie sämtliche Türen gewaltsam öffnen. Sie fand die Kapuziner in der Kapelle versammelt, wo ein Vater eine Protestkundgebung berlas. Die Polizeiagenten mußten jedem Pater die Hand auf die Schulter legen, ehe die Kapuziner das Kloster verließen. Das Todesurteil". Eine furchtbare Tat beging in der Garnison Wilna ein russischer Soldat. Er trat bei einer Uebung aus der Front und erschlug den kommandierenden Offizier. Wie die vorläufige Untersuchung ergab, war der Soldat der beauftragte Ausführer eines Todesurteils", das ein Teil der Mannschaften über den unbeliebten Offizier verhängt hatte. Eine Höllenmaschine erhielt Herr Kureghian, der Redakteur des Blattes Jung- Armenien" in London, zugeschickt. Kureghian hatte der Polizei die Informationen geliefert, die zur Verhaftung Krikorians, des mutmaßlichen Mörders des Armeniers Sagruni, führte. Kureghians Wirtin wußte, daß dieser bedroht war. Als ein Paket für ihn abgegeben wurde, schöpfte sie deshalb Verdacht und telephonierte zur Polizei. Im Pakete war die Höllenmaschine, die nach zwei Stunden hätte explodieren sollen. Man hat die Beschreibung des Ueberbringers, der wie ein Armenier aussah. Ein schweres Bauunglück ereignete sich beim Bau der neuen Danziger Gasanstalt. Infolge Nachgebens eines eisernen Trägers stürzte ein Teil der Dachmontage des Gasometers zusammen und begrub neun Handwerker unter den Trümmern. Zwei verstarben bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus, die übrigen haben schwere Schädelund Knochenbrüche erlitten. Schwer bestrafter Uebermut. Der Leichtsinn, mit dem Besucher von Menagerien oder Zoologischen Gärten sich häufig den wilden Tieren nähern, um sie zu necken oder zu streicheln, ist oft genug gerügt worden, fordert aber immer von neuem seine Opfer. Ein deutscher Matrose Samuel Großmann streckte im Hofe des Tierhändlers Kamlyn in London seinen Arm in den Käfig eines dort ausgestellten Löwen, um diesen zu streicheln. Die Bestie fiel ihn sofort an und zermalmte seinen Arm bis zur Schulter aufs furchtbarste. Mit Mühe gelang es Großmann, sich loszureißen, wonach er in Ohnmacht fiel. Man schaffte ihn in das Londoner Hospital, wo der zermalmte Arm sofort amputiert wurde. Großmann liegt in gefährlichem Zustande darnieder. Hus dem Gerichtsfaal. § Menterei und Aufruhr. Vor dem Karlsruher Cherkriegsgericht fand die Berufungsverhandlung gegen die vier Grenadiere des Grenadierregiments Nr. 110 statt, welche während der Manöver in Reichartshausen in Zivilkleidern zwei Unteroffiziere tätlich angegriffen und gemißhandelt hatten und deshalb vom Heidelberger Kriegsgericht zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt worden waren. Die vier Grenadiere hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das Urteil lautete gegen Kunarth wegen Meuterei verbunden mit Aufruhr auf sieben Jahre Zuchthaus, gegen Feinauer wegen Meuterei und Aufruhr auf ſechs Jahre Gefängnis, gegen Dehler und Habich auf sechs Jahre Gefängnis wegen Menterei. Lokales. Gießen, 4. November 1903. Aus Fr Dafenfurt, Feilagen und fid irenanstalt bege + Provinzial- Ausschuß. Heute Bormitantersuchungsha verhandelte der Provinzial- Ausschuß in der von der St beantragten Enteignung Lampus. In der Sache selbst bereits früherer Termin vor dem Verwaltungs- Gerichts in welchem der Vertreter der Eigentümer Rechtsanwalt ka einen Mangel des Verfahrens rügte, indem der Miteiger tümer des Grundstücks der Sohn Lampus zu den Verhand lungen vor der Lokalkommission nicht geladen war, wie dis sich zu den Verhandlungen eingefunden). Nachd me Augenschein durch den Provinzial- Ausschuß stattgefunde Schauspiel in 3wei Jahre Ehauspiel zum ber von seiner hätte geschehen müssen.( Lampus Sohn hatte aber trogd het inzwischen bufft.- 8wei fonstatierte der Borsitzende Provinzial- Direktor Dr. Breid aan die Welt, i in der heutigen Verhandlung, daß Lampus Sohn tatsäc hit das Blüd Mitbesizer der zu enteignenden Hofraite ist und zu finden. And Verhandlungen von dem Lokalausschuß hätte gelade Das Herz ist f entzündet und ve werden müssen. Der Vorsitzende macht den Vorschlag, ob fumer für die eine nochmalige Offenlegung der Pläne die Sache andß es nur fleir Ladung beider Eigentümer aufs Neue verhandelt und da ghlagenen Aff § Ein schlagfertiger Amtsvorsteher. Wegen Beleidigung und Körperverletzung hatte sich der Rittergutsbesitzer und Amtsvorsteher Hermann Thurow auf dem v. Wedelschen Majoratsgut Sittigsdorf bei Ruhnow vor der Strafkammer in Stargard in Pommern zu veranworten. Der AngeElagte wurde beschuldigt, die Repräsentantin des genannten Rittergutes, verwitwete Frau v. Wedel, und deren neunjährige Tochter Erika v. Wedel beleidigt und mißhandelt zu haben. Zwischen dem Pächter des Majoratsgutes und der Frau v. Wedel besteht schon seit längerer Zeit ein feindseliges Verhältnis, wozu die einstmalige Verpachtung eines dem Rittergute zugehörigen Buchengartens die Veranlassung gegeben hat. Thurow soll nun die Majoratsherrin und ihre Tochter im Mai d. Is. durch Ausspucken und gemeine Redensarten beleidigt, und im Juni d. Is. beide durch Anstoßen an einen Baum gemißhandelt haben. In dem ersten Falle erfolgte Freisprechung, während der Angeklagte in dem zweiten Falle zu 450 Mark Geldstrafe eventuell dreißig Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Lokalkommission zurück zu verweisen damit dieser no die Angelegenheit an den Provinzial- Ausschuß zur weitere Verhandlung berweist. Rechtsanwalt Rag erklärt b Vorschlag nur annehmen zu können, wenn damit ausdrüd alle Verhandlungen nach der Offenhaltung der Pläne o önnte. Nur n tes- wenn wile ein gewaltig am Fuße des nicht geschehen angesehen werden, womit Oberbürgermißfen Silber auf * man, daß das Etüd Leben g dam Zauber de innerung pocher Langftvergangen Witte noch eini dann ist es Mecum als Vertreter der Stadt sich einverstanden erklär Der Vorsitzende teilt darauf mit, daß der Provinzi Ausschuß die Sache an die Lokalkommission zurückverwei Ein Retontre fand in der Montag Nacht a der Bahnhofstraße in Gießen zwischen einigen Kellnern un zwei Studenten statt. Die Kellner sollen den Studente die Hüte eingetrieben haben, worauf einer der Studente fünf Schüsse abgab. Einer der Kellner wurde getroff prinzen und den und mußte sich in die Klinik begeben, aus der er am anden Tag wieder entlassen wurde. ** Dilettanten Konzert. Einige Studente beabsichtigen zusammen mit einigen jungen Beamten Gießen ein Konzert zu geben. Der eventl. Ueberschuß fo zu Gunsten des zu errichtenden Saalbaus" Verwendun finden. Wir geben dazu dem Wunsch Ausdruck, daß au wirklich etwas aus dieser Sache werden möge und gebe der Hoffnung Raum, daß ein großer Zuspruch der Müh Breis sei. ** Der Bahnbau Grünberg- Lich tritt immer meh in den Vordergrund. Nachdem vor einigen Tage der Vor sigende des Eisenbahnkomitees, Herr L. Moll- Grünberg mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden, den Geometer Pfeffer- Grünberg und Regierungsbaumeister Reb Berlin das Terrain für den Bahnbau besichtigt. wird i den nächsten Tagen die ganze Bahnstrecke wie sie geplant ist, mit Fähnchen abgefteckt. Damit wird dann auch der Nichteingeweihten Gelegenheit gegeben, sich von dem Bahn projekt ein Bild zu machen. Die Gewerkschaft Gießener Braunstein bergwerke vorm. Fernie plant bekanntlich eine un fassende Aenderung ihres Betriebs und ihrer Transportve hältnisse. In Zukunft sollen die geförderten Eczmasse mittels Tunnelbahn nach der Anschlußrampe der Eisenfahr linie Gelnhausen- Gießen in die Nähe der Gailschen Damp ziegelei hin verbracht und dort verfrachtet werden. Die alt Drahtseilbahnverbindung des Wertes mit der Main- Weserbah ist baufällig geworden und vermag auch nicht mehr de gesteigerten Erzversandt zu bewältigen. Der Versandt de Gewerkschaft an Erzen beträgt, wie man erfährt, pro D tober 13 500 Tons. nitht erwärmen Seitenhiebe und auch nicht beffe guter Ingenier mit Schaudern briden legten angenehm überr Theinen Bühne giüdliche Hand Studentenszene zur Geltung. bemerkbar Laubach, 3. Nov. In den Orten Lardenbach Klein- Eichen und Stockhäuserhof gilt das Grundbuch un Berggrundbuch vom 20. November ab als angelegt. + Lich, 1. Nov. Der älteste Einwohner unsere Städtchens Christoph Schmidt feterte heute seinen 93. Ge burtstag. Langenstein, 30. Oft. Unser Dorf, das bisher mi Trinkwasser sehr schlecht versorgt war, wird demnächst ein Wasserleitung erhalten. Groß- Felda, 4. Nov. Eine im oberen Vogelsberge weit und breit bekannte Persönlichkeit ist heute Morgen mit dem Gastwirt Caspar Völzing aus diesem Leben ge schieden. Ehrlich und gerade war sein Charakter; liebens würdig im Verkehr mit seinen Mitbürgern und Gästen nahm er ruhig und besonnen an allen öffentlichen Werken teil, ohne selbst sich in den Vordergrund zu stellen. Seinen Rat holte man gern ein. Alle, die im Völzing'schen Gast haus Einkehr halten, werden ihn sehr vermissen, tönt ihnen doch des Alten freundlicher Gruß nicht mehr entgegen. Ruhe er nun aus von seinem arbeits- aber erfolgreichen Leben. || Bernsfeld, 3. Nov. Wie so viele Orte im Vogelsberg, ist nun auch unsere Gemeinde damit beschäftigt, eine Wasserleitung zu schaffen. Die Vorarbeiten dazu sind bereits in Angriff genommen. Mitbi + Alsfeld, 3. Nov. Im Schulsaal des Anstaltz gebäudes fand heute unter sehr zahlreicher Beteiligung die Eröffnung des Winterkursus der landw. Winterschule statt. Es wurden heute 37 junge Leute aufgenommen, hierbon besuchen 19 den oberen und 18 den unteren Kursus. Ihrem Heimatkreise nach entstammen 32 aus dem Kreise Alsfeld, 3 aus Schotten und je einer aus den Kreisen Lauterbach und Ziegenhain. Im Laufe dieser Woche können noch weitere Schüler aufgenommen werden; nach dem 15. d. M. finden Nachaufnahmen überhaupt nicht mehr statt. Dem drit Albrecht v. Ist Roon So schuldet ih 1870/71 und Tätigkeit das yvonnen hat; Bau des Deut In allen Kreis haben b Bürger u punkt der Par unsterblichen indischen Be Jede Gab gesetzt. Auss Giesse Das Rektor Balser, Ernst. sitzender. Bück Sanitätsrat. Dö Oberst a. D. H Hoffmann, Oeko Aruckereibesitz Kullmann, Obe Regierungsrat. Werkehrsinspek § Daunenrod. Vor einem sehr bedauerlichen Unglüds fall wurde dieser Tage eine hiesige Familie betroffen. Das 5jährige Söhnchen derselben fiel beim Dreschen mit der Dreschmaschine in das Gefäß mit vorgewärmten Wasser. Wohl konnte das Kind vom sofortigen Tode des Ertrinkens gerettet werden, aber die erlittenen Brandwunden waren Serart, daß das Kind schon nach wenigen Stunden seinen Verlegungen erlag. Vereins. Roth, Stork, Verwalte Wagner, Regier Gießen. Dem g und Familien in empfehlend erfannt vor Fremde KalkAugu Massenfa Werk November Heute B der von der Der Sache waltungser Rechtsam indem der bus zu den eladen war, n hatte aber Direttor Dr. Aus Franken, 3. Nov. Oberamtsrichter Dr. Hallein| Ochsenfurt, der über 20 000 mt. Mündelgelder unterflagen und sich, als die Sache heraustam, in die Kreisimmenstalt begeben hatte, wurde heute nach Würzburg in Untersuchungshaft gebracht. Stadttheater Gießen. Alt- Heidelberg. Schauspiel in 5 Aufzügen von Wilhelm Meyer- Förster. 3wei Jahre sind vergangen, seitdem Meyer- Försters Schauspiel zum ersten Male bei uns in Szene ging; es at inzwischen für Gießen den Reiz der Neuheit verloren, naturgetreuen Wiedergabe sezen.- Die Darstellung war im großen Ganzen gut. - Herr Achterberg hatte sich im ersten Aft etwas zu viel Reserve auferlegt; er wollte ja sicher den Zwang der höfischen Etiquette dartun, aber der Schimmer von angeborener Eleganz darf dadurch der Figur nicht genommen werden die ersten Szenen müssen mit jener bezwingenden, selbstbewußten Freundlichkeit gespielt werden, die auch in der Herablassung den Aristokraten verrät. Durch deren fagen Fehlen erhielt die Gestalt etwas Unbehilfliches, ich möchte Unprinzliches. Später, im dritten Aft fand Herr A. jedoch echte, lebenswarme Töne und auch in den Schlußaften war er sehr gut. Frl. Hellberg wird in jeder von 25 Mt. genommen. Der Dienstknecht Johannes Bach von Ober- Seemen entwendete auf dem Dottenfelder Hof bei Vilbel seinem Mitknecht Johannes Kaiser ein Sparkassenbuch und erhob den Betrag von 200 Mt. In einem Brief an die Gendarmerie, den er mit dem Namen des Bestohlenen unterzeichnete, erklärte er die Sache für erledigt. Er hat sich dieserhalb auch wegen Urkundenfälschung zu verantworten und erhält eine Gesamtstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten abzüglich 1 Monats Untersuchungshaft. Der wegen Sittlichkeitsverbrechens angeklagte Otto Steinbach von Schwalheim wird mangels Beweis freigesprochen. Der beim Amtsgericht Bad Nauheim beschäftigte jugendliche Schreibgehülfe Heinrich Sprengel erhob bei verschiedenen den). Nad her von seiner Zugkraft noch nicht das Geringste einges Rolle, der sie den Liebreiz ihrer Persönlichkeit leiht, gefallen. Leuten, unter Vorzeigung von ihm fälschlich angefertigter usschuß statt ßt. Zwei Jahre, just so lange wie Carl Heinz brauchte In ihrer Käthie tam die Naive auf Kosten der Natürlichkeit Hebzettel, Geldbeträge im Gesamtbetrage von 400 Mark. 11m die Weit, in der sich ihm nach einer todesöden Kindte on eit bas Glück der Jugend erschloß, verändert und entſtellt ist und chuß hätte den Vorfal finden. Auch bei uns ist es nicht mehr wie damals bas Serz ist fühl gegen die Lampion- Poesie und empfindsamer für die Schwächen des Stückes geworden, wir sehen, e die Sache baß es nur fleine, unscheinbare Lichter sind, die der Dichter damit diese entzündet und vergebens lauscht das Ohr, um aus dem an verhandelt und geschlagenen Afford einen Ton zu erhaschen der nachklingen usschuß zur önnte. Nur manchmal – wie am Ende des zweiten Raß erfiaftes- wenn im Hintergrunde der Szene das alte Schloß enn damit aus wie ein gewaltiger Riese in die Dämmerung ragt, die Stadt tung der am Fuße des Berges ihre Lichter entzündet und der Mond Oberbürgen Fein Silber auf den glitzernden Neckar streut, dann vergißt einverstanden man, daß das Bild da oben zu einseitig ist um als ein doch der mission zurück dem Bauber der Frühlingsnacht und die Geister der ErMontag Mannering pochen mächtig im Innern, als wollten sie süße, einigen Relle Längst vergangene Stunden heraufbeschwören.- Im dritten ollen den G Atte noch einige Szenen voll übersprudelnder Jugendlaune bann ist es vorbei. Vorbei mit dem Glücke des Erbprinzen und dem des Dichters. Schon der vierte Aft kann nicht erwärmen nnd der Letzte wird durch einige boshafte Seitenhiebe und die allzu aufdringliche Stimmungsmacherei auch nicht besser.- Trotzdem wird Alt- Heidelberg bei guter Inszenierung immer Erfolg haben. Ich denke noch mit Schaudern daran zurück, wieviel gerade da rin in den beiden letzten Jahren bei uns gefündigt wurde und war angenehm überrascht, was Herr Regisseur Haag aus unserer leinen Bühne gemacht hatte. Ueberall verriet sich eine glückliche Hand und ein guter Geschmack- besonders die Studentenszene im zweiten Aft tam ungemein lebensvoll zur Geltung. Einige kleine Störungen machten sich zwar bemerkbar man darf sie aber ruhig auf das Konto der einer der S Iner wurde us der er am Ginige G jungen Beam ventl. Ueber albaus" Berm Ausdruck, do en möge und Sufprudh bri ich tritt imm nigen Tage 2. Mol- G ten Gemeinder rungsbaumeister besichtigt, wi de wie fie g bird dann aud fich von dem Pa er Braunst fanntlich eine ihrer Transpor förderten Grim mpe der Eifen der Gailfchen D et werden. Di der Main- Weje ich nicht mehr Der Versand an erfährt, pro Drten Bankenb Das Grund ls angelegt. Einwohner u ute feinen 98. orf, bas bisba wird demnäch beren Vogel heute Morgen diesem Leben haratter; li taern und öffentlichen B zu ftellen. Bölsing iden miffen, tönt hr entgegen. lgreichen Leb e Drte im it befchäftigt dazu find al des An er Beteiligun Winterschule nommen, h n Rurfus. mreife reifen Laute dhe tönnen bem 15. b or ftatt. erlichen Ung betroffen refchen mit ärmten W bes Grtrin unben ba Stunden fe etwas auf Boch verföhnte fie wieder burch ihr beetwas allzusehr zur Geltung, sie war im Anfang nicht den alten Dr. Jüttner mit guter Charakteristik und Herr zwingendes Spiel im letzten Afte. Herr Linzen verkörperte Tamte zeigte sich als Kammerdiener von seiner besten Seite. Zwei Rollen ganz verschiedenen Genres hatte Herr Gronert übernommen und das isch zu viel für ein Leider war Herr Conradi als Kellermann nicht besonders Einzelne" als Gastwirt war er besser wie als Kammerherr. gut. Herr C. war viel zu viel Stomiker. Den Grafen von Arterberg gab Herr Sandorff zwar ganz paffabel, doch ter tondichterische Versuche an alten bewährten Liedern auf offener Szene nicht anstellen.- Das Haus war sehr gut besucht und hielt mit dem verdienten Beifall nicht zurück. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. H. Gießen, 3. November 1903. Bei verschlossenen Türen wird gegen einen Buchbinder und Schreibmaterialienhändler verhandelt, welcher wegen Verkaufs unzüchtiger Bilder unter Anklage gestellt ist. Das Urteil lautet auf 150 Mt. Geldstrafe. Der Standesbe amte Martin Jehner von Rödgen( b. Friedberg) hat bei der Trauung eines Ausländers die nötigen Vorschriften außer Acht gelassen. Mit Rücksicht auf die besonders schwierigen Umstände des Falles für den Angeklagten, wird auf die Minimalstrafe von 3 Mt. erkannt. Lehrer Nikolaus Kredel von Petterweil verasfolgte einem Kinde, bet dem förperliche Züchtigungen unzulässig sind, einige Stockschläge. Wegen Vergehens gegen§ 340 wird er in eine Geldstrafe Mitbürger in Stadt u. Landkreis! Dem dritten der grossen Paladine unseres siegreichen Kaisers, dem Kriegsminister Albrecht v. Roon, soll in der Stadt seines Wirkens ein Denkmal gesetzt werden. Ist Roon auch nicht in dem Grade wie Bismarck und Moltke bekannt geworden, so schuldet ihm doch das Vaterland den grössten Dank für die Erfolge im Kriege von 1870/71 und für die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches. Er hat in rastloser Tätigkeit das Schwert geschärft, mit dem Moltke die Schlachten geschlagen und gewonnen hat; er hat das Fundament bauen helfen, auf dem Bismarck den gewaltigen Bau des Deutschen Reiches errichtet hat. In allen deutschen Gauen hat man opferwillig Gaben gespendet, auch in unserem Kreis haben bereits Offiziere und Veteranen einen ansehnlichen Beitrag gestiftet. Bürger und Bewohner in Stadt und Land, lasst ohne Rücksicht auf den Standpunkt der Parteien und den Zwiespalt der Meinungen auch uns den Dank für die unsterblichen Verdienste Roons durch Beiträge zur Errichtung eines seiner vaterländischen Bedeutung würdigen Denkmals betätigen. Jede Gabe, auch die kleinste, ist willkommen. Eine Beitragsliste wird in Umlauf gesetzt. Ausserdem ist jeder der Unterzeichneten bereit, Beiträge entgegenzunehmen Giessen, den 31. Oktober 1903. Das Komité für die Errichtung eines Roon- Denkmals: Dr. Brauns, Rektor der Ludwigs- Universität, Vorsitzender. Emmelius, Kommerzienrat, Schriftführer. Heichelheim, Kommerzienrat, Schatzmeister. Balser, Ernst. Becker, Bauinspektor. Bommersheim, Strassenmeister Bruchhäuser, Bezirks- Vorsitzender. Bücking, Landgerichtsdirektor Buttron, Bürgermeister. Diehm, Baurat. Dr. Dickoré, Sanitätsrat. Döring, Rendant. Dr. Esch, Direktor. Fischbach, Kaufmann. Hahn, Rektor. Haupt, Oberst a. D. Heyligenstädt, Kommerzienrat. Heller, Bürgermeister. Dr. Heinrichs, Regierungsrat. Hoffmann, Oekonomierat. Jäger, Zahnarzt. Frhr. v. Jungenfeld, Bank- Vorstand. Kindt, Buchdruckereibesitzer. Kirch, Stadtverordneter. Dr. Krüger, Professor. Kullmann, Landgerichtspräsident. Kullmann, Oberst a. D. Lange, Buchdruckereibesitzer. Marx, Grubenrepräsentant. Dr. Metzler, Regierungsrat. Müller, Fabrikant. Meyer, Postsekretär i. P. Dr. Naumann, Pfarrer. Nordmann, Verkehrsinspektor. Dr. Oncken, Prof, Geh. Rat. Petri, Louis III., Vorsitzender des VeteranenVereins. Roth, Regierungs- und Baurat. Schaffstaedt, Fabrikant. Dr. Schädel, Prof., Geh. Schulrat Stork, Verwalter. Spamer, Direktor. Dr. Theobald, Oberstaatsanwalt. Traber, Hauptlehrer. Dr. Wagner, Regierungsrat. Welker, Apotheker und Beigeordneter. Wiener. Amtsgerichtsrat. Zimmermann, Bürgermeister. Gasthaus Gießen. Zum Löwen". Besizer: Heinrich Carlé. Neuenweg 28. Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, Bowie durch jede Buchhandlg. Eintrittskarten Festkarten etc. Mitgliedskarten Beitragsquittungen Statuten etc. für Vereinsfestlichkeiten liefert sauber und preiswert Albin Klein Gießen, Neuenweg 28. Zöpfe, Scheitel, Frisets, Toupe werden naturgetreu angefertigt und aufgearbeitet. Damen Kopfwaschen Spezialität: Grane und weiße Haar- Arbeiten. H. Tichy, Gießen Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse Mark. Brennholz Tannen Abfallholz) liefert für 1.15 Mt. pro 3tr. frei ans Haus. Dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend, Vereinen, Gesellschaften B. Nuhn, Lollar. und Familien bringe meine gutrennovierten Lokalitäten mit Sälchen in empfehlende Erinnerung. Zu jeder Tageszeit warme Küche.- Auf den anerfannt vorzüglichen Mittagstisch sei speziell hingewiesen. Gut eingerichtete Fremdenzimmer. Nenes Billard von der Firma Fürstweger Mainz. Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abandstern. Telephon Nr. 84. Wer Stelle fucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost'( Eklingen Die durch den Wegzug des Herrn Pfarrer Scheunemann leer gewordene Wohnung Aliceftraße 12 unterer Stod, 8 3immer mit allem Zubehör, ist sofort anderweitig zu vermieten. Anfragen wolle man richten an Herrn Pfarrer Euler, Al ceftraße 13, oder an den Beempfiehlt Emil Fischbach, fiter des Hauses Herrn Adami. Gießen, Südanlege 19. Cervelatwurst feinte Achtung! Kammerjäger Schwarz empfiehlt sich zur Vertilgung von Ratten, Mänse, Schwaben, Wanzen und Ungeziefer jeder Art. Bitte Offerten unter B. 2801 in die Exp. d. Blattes schriftlich niederzulegen. Gefängnis erkannt. Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wird auf 9 Monate Zum Schlusse wird der Taglöhner fängnisstrafe von 4 Monaten genommen. Heinrich Jung von Gießen wegen Betrugs in eine GeArbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es können eingestellt werden: Sattler und Tapezierer, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 3 Glaser, 1 Hausbursche, 18 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw., 4 Beitungsträgerinnen für Samstags, 2 landwirtscht. Pferdefnecht, 3 Spengler, 1 Schlosser, 1 Es suchen Arbeit: 5 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 5 Schreiner, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Flickerin, 1 Büglerin, 2 Installateure, 1 Spengler, 4 Hausburschen, 2 Kutscher, 1 Fuhrknecht, 1 Kellner, 1 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 6 Lauffrauen, 1 Bureaugehülfe, 1 Kranken- bezw. Wochenpflegerin( auch nach ausw.) Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den„ Gerichts" und" Deffentlichen Sprechsaa!": Fr. Oppermann, Wer statt des teneren, Herz und Nerven aufregenden Tees oder Bohnenkaffees den wohlbekömmlichen, schmackhaften und wohlfeilen Kathreiners Malzkaffe trinkt, der nützt zugleich seiner Gesundheit und seinem Geldbeutel. Am 11. November 1903 beginnt die erste Gewinnziehung der 3. Hess.- Thür. Staatslotterie ( Mitteldeutschen). Moglicher 750000 MK. Höchstgew.: 1 Prämie 5 1 Gewinn 500000 Mt. à 75000 250000 500 000 Mark 375000 " 250 000 " 1 " 1 150 000 150 000 TV " " 1 100000 100 000 " 11 2 à 50 000 100 000 " " " 3 à 40 000 120 000 " à 30000 120000 ff 25000 125 000 " 5 à 20 000 100000 " " 1 25 â 10 000 250000 " " 55 à 5 000 275 000 " " 255 1525 á 3000 765 000 " " " à 1000 1525 000 N " f 3080 à 400 1232 000 " " 23114 à 200 4622 800 " " 1 u. s. m. zusammen 40 500 Gewinne und 6 Prämien. Lose zu der am 11. November 1903 beginnenden Ziehung 18 Mt. 3.50 7.½½. 28.14.sind zu haben bei der amtlich bestellten Hanpt- Kollektur Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11 Gießen Neuenbäue 11. Man verlange: GRENAC PATZ CHELLAR Aerallich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt. Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Scheller Söhne Homburg v. d. H... Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5., 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Niederlagen durch Plakate kenntlich. Todes- Anzeige. Heute früh verschied nach kurzem Kranksein mein innigstgeliebter Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater und Grossvater der Gastwirt Caspar Völzing im Alter von 75 Jahren, was wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch anzeigen. Gross- Felda, 4. November 1903. Die trauernden Hinterbliebenen, Die Beerdigung findet Samstag den 7. November, nachmittags 1 Uhr vom Trauerhause aus statt. Mittwoch, den 4. November 3061 pessische Familienzeitun Ortsgewerbeverein| Stadt- Theater Gießen. Nächster Diskussionsabend Mittwoch, 4. November, im Restaurant Feidel. Besprechungen: Die Sterbekasse, Jahresbericht der Großherzogl. Fabrikinspektionen 2c. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein Der Vorftand. Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, 6. Novber. 1903 6. Freitag- Abonnem. Vorstellung. Maria Magdalena. Ein bürgerliches Trauerspiel in 3 Aufzügen von Fr. Hebbel. Petroleum- Glüblicht Cervelatwurf ohne Strumpf, ohne Lampenänderung! Kein Rußen, fein Dunsten. Explosionssicher. Unbegrenzte Dauerhaftigkeit. 50 Proz. Delersparnis. Zehnfache Lichtverstärkung. Für 10" 12" 14" 16" Rundbrenner vorrätig. Stück Mt. 1.80 fco. Nachnahme. J. Pausch Il, Kronach. ( Wiederverkäufer gesucht.) Neu! Neu! Rübenschneider neuestes eigenes System, schneidet 1 Centner in 3 Minuten. Neueste Brockelmühlen, große Leistung, leichter Gang. Jauchepumpen mit Patententleerung liefert zu billigsten Preisen auf Probe Carl Buss, Wetzlar. Fabrik Landw. Maschinen. Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. Schön'sche Metallsärge und Särge jeder Art stets am Lager. Bau- und Möbelschreinerei Liebigstr. 65 GIESSEN. Liebigstr. 65. Sehr konzentriert, daher ausgiebig im Gebrauch ist MAGGI Würze. Man würze nach feinte Gothaer Einem verehrten Publikum zur geft. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener Sanitäts Eier- Zwieback außer in meinem Geschäftslokale. Versteigerung. Donnerstag, den 5. d. Mts. nachmittage 21/2 Uhr versteigere ich Marktplay 20 Haus- und Küchengeräte aller Art, darunter 2 Betten 1 Kleiderschrank, 1 Ausziehtisch, 1 Wasch fonsol, 1 Nachtschränfchen, 2 volt Betten, 1 Küchenschrank, Küchenstühle u. a. m. Versteigerung bestimmt. Gießen, den 4. Oftbr. 1903. Selpel, Gerichtsvollzieher. Offeriere: Verdingung. Die zur Straßenunterhaltung erforderlichen Um pflasterungsarbeiten sollen Mittwoch, den 11. d. Mts., Vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. den Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur EinArbeitsbeschreibung u. Bedingungen liegen während ſicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen 3. November 1903. Städtisches Tiefbauamt Braubach. Bekanntmachung. Die am 10. Oktober angeordnete Sperre des Seltersweg zwischen Plock- und Goethestraße wird Gesiebte Ofenkohlen Nr. 1 Schmiedekohlen Nr. III hiermit aufgehoben. " Seltersweg 61, zu gleichem Preis ab Bahn und auf Lager. in nachstehenden Verkaufsstellen erhältlich ist: In Gießen: W. Haas, Bleichstraße. A. Lenhardt, Frankfurterstraße. J. Marker, Ecke Stephan- und Goethestraße. H. Kräßer, Brandvlak 15. J. M. Schulhof, Marktstraße.' Restaurant Windhof. " " 1 Tertors Terrasse. Philosophenwald. In Sutenhofen: Karl Sorger. Liebigshöhe. Heuchelheim: Ph. Neidel II. Alleiniger Fabrikant: Karl Link, Gießen, Seltersweg 61. bei Heinrich Ruppert. Ermenrod. Auskunft in Rechts., Steuer- und Unfallsachen, Fertigung der von Inventaren, Testam., Vertr. u. Eing. a. Art, Erbschaftsregul., Einziehung v. Ausständen pp. Ed. Rotté, Gießen Kaplansgasse 2. Gießen, den 3. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 25. September I. 3. angeordnete Sperre Mäusburg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Am 9. November, nachm. von 2 Uhr an, Bureaugehilfe werden im städtischen Pfandlokal, Seltersweg 11, 23 Jahre alt, militärfret, zuletzt| eine Partie Gartengeräte, Kleider, Weißzeug, Kühen Bureauvorsteher, sucht per sofort gerätschaften 2c. v er steigert. Emil Fischbach. oder später anderw. dauernde Stelle. Off. u. M. P. 10 a. d. Jtal. Maronen Baumaterialien Exp. d. Bl. Standes u. Cement, Cementwaren Reiche Heiraten! Herren jed. und Tonplatten. Heinrich Völzing Groß- Felda Kohlen von den beften Bechen, Bukkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Raks zu ben billigsten Breisen. Alt. w. a. o. Verm. erh. u. Mitt. ihr. Adr. sof. 600 reiche Partien u. Bild. z. Ausw. U. A. w. S. z. verh. 1j Waise m. 150 000 M. V., 1 häusl. er. Dam. m. 200 000 M. V. u. 1 Gutsb., Ww., m. ca. 350000 Mk. V. u spät. Erbe. All. Näh. d. F. Gombert, Berlin S 14. Zu vermieten Parterre- Wohnung, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Gartenanteil, sowie Trockenboden, zu vermieten. Prima Tannen- Brennholz ab Gießen, Neuenweg 28. Geschmack und pre Centner geschnitten Mt. 1.20 erst beim An1.80 " gehackt B Neuenweg Nr. 2 ist im Hintergebäude, 2. Stock, eine Wohnung von 2 Zimmern richten. Nicht zu febes Duantum fret ans Saus mit Küche zu vermieten. Näheres viel zu nehmen! Bestens empfohlen von Georg Adami, Giessen, Frankfurterstrasse 9. 3. Hessisch- Thüringische Staats- Lotterie 3. Ziehung 1. Klasse bereits am 11. und 12. November 1903. Original Lose 1/8 Mt. 3.50,% Mt. 7, 12 Mt. 14, 1/1 Mt. 28. Da diese Lose diesmal sehr schnell vergriffen sein werden, em= pfiehlt es sich, sofort zu bestellen. Reelle und prompte Bedienung zugesichert. Julius Sonnenberg, Lotterie- Bureau, Telefon 566- Worms Telegramme: Sonnenberg. liefert And. Euler. bei dr Bürgermeisterei Gießen, Simmer Nr. 15. Möbl. Zimmer Selbstverschuldete Schwäche mit oder ohne Pension zu verm. der Männer, Bollut. fämtl. Geschlechtskrankh. behand. sicher Wetsteingasse 7, Gieß n. Möbl. Zimmer nach 30jähriger prakt. Erfahrung zu vermieten. Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. Auswärtige brteflich. * g. Blutstock. Timerman Hilfe Samburg Fichteſtr. 33 Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Gießen, Kreuzplatz 11, III. Schöne möbi. Zimmer zu vermieten. Gießen, Bismarckstraße 17. Möbliertes Zimmer eine fleine FamilienWohnung zu vermieten. und Neuenweg 31. Afterweg 59 II. ist ein schön möbliertes Zimmer pr. sofort oder 1. Oktober zu verm. Möbl. Zimmer mit Klavierbenutzung zu verm. Gießen, Kirchenplaz 9. Möbl. Zimmer billig zu vermieten. Gießen, Seltersmeg 10. Stübchen mit Bett als Schlafstelle zu vermieten. Maig asse 11. Gießen, den 2. November 1903. Städt. Armenamt Gi ßen. Curschmann. Konkurs- Versteigerung. Am Donnerstag den 5. u. Freitag den 6. Novbr. jedesmal vormittags/ 10 Uhr u. nachm. 2 Uhr anfangend, werden Schottkraße 7 die zur Schomberfchen Konkursmaff: gehörigen Farben, rade, Binsel, Glaspapier. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 30. Oktober 1903. Die Konkursverwaltung. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Naht, 259 Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche schöne unveränderliche Form und tadelloser Siz Hölzer sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Untfallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung fotort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. 1 Dienten 10414 Affeffor hat den eleganten Schlittenpartien sind ja so Winter, der naturlich die Gelegenheit benuken zierlichen Schlitten seines Onfels, des Amtsrats Winter auf Gothausen, geliehen. Der Sterl hat eben immer Glück. Sofort, als das erſte Wort von der Partie verlautete, hat er Elfriede zu fapern besonders geeignet zum Verloben Ifri Studrad UNTER UNS Der Krammetsvogelschmaus.