Nr. 128. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 ẞfg., In's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeltlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Donnerstag, den 4. Juni 1903. Gießener 12. Jahrgang Insertionsprei 8: Die einfpaltige Betitzelle für Gießen wie gang Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 fg. fonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Am Vorabend des Sängerkrieges. ( Sonderbericht.) Frankfurt a. M., 3. Juni. Das Zwitschern und Girren der kleinen gefiederten Sänger in den Lindenkronen der Zeil und in den Büschen der weiten städtischen Anlagen rings um das Jägerhäuschen ist verstummt. Die Freuden und Leiden des EheStandes haben die liederreichen Schnäbel vorläufig verchlossen. Dafür langen andere fangeslustige Wandervögel in dichten Scharen und noch dichtgefüllteren Eisenbahnzügen in der alten Kaiserstadt am Main an. Von Nah und Fern, aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes strömen sie zusammen, in liederfrohem Wettstreit um den Siegespreis zu ringen, den der Kaiser für die beste AufFührung des Meßnerschen Chors ,, Siegesgesang nach der Varusschlacht"( Gedicht von Felix Dahn) bestimmt hat. Es ist eine schwierige Aufgabe, die der wackeren Käm pen die nächsten drei Tage hindurch wartet, wo sie morgens und nachmittags in der großen Festhalle im Wechsel ihre Stimmen ertönen lassen und zeigen sollen, was sie in sorgfamer Schulung gelernt. Ein Preisrichter des letzten Kasseler Wettstreites vor vier Jahren hält den diesmaligen Preischor für viel schwieriger als den Kasseler ,, Der Chotal von Leuthen", besonders für kleine und mittlere Vereine, da er fast durchweg doppelchörig ist und sich nicht in dem bekannten ausgetretenen Liedertafelstil bewegt. An die Tenöre und Bässe werden außerordentlich hohe Anforderungen gestellt. Doch der ernste Kampf kommt ja erst morgen, heut heißt es, in fröhlichem Chor den hohen Protektor des Festes und seine Gemahlin zu begrüßen. 1300 Frankfurter Sänger und das auf 130 Köpfe verstärkte Opernhausorchester haben sich dieser dankbaren Aufgabe unterzogen, und mit Ungeduld sahen tausende von Menschen, Einheimische und Fremde, in den festlich geschmückten Straßen dem Nahen des kaiserlichen Zuges entgegen. Pünktlich lief der Hofzug ein. Das Kaiserpaar mit bem Prinzen Eitel Friedrich und dem Herzog von Koburg entstiegen ihm, und der Monarch nahm die Parade über die Ehrenkompagnie des 81. Infanterieregiments ab. Dann begaben sich die hohen Herrschaften mit Gefolge durch das Fürstenzimmer nach den bereitstehenden Hofwagen, die in schneller Fahrt die prachtvoll dekorierten Feststraßen durcheilten. Ueberall Fahnen, Laubgewinde, kostbare Teppiche, Ehrenpforten, Obelisken. Ein mächtiger Triumphbogen an dem Brückenkopf der Wilhelmsbrücke zeigt die Form einer Prachtgondel. Schmetternde Fanfaren empfingen und begleiteten die hohen Gäste, die huldvoll nach allen Seiten den stürmischen Kundgebungen des Publikums dankten, bis zur Festhalle an der Forsthausstraße. Durch das eigens errichtete Kaiserportal hindurch begaben sie sich nach der prächtigen Festhalle. Dort empfingen sie aus 1300 Sängerfehlen die brausenden Klänge des Begrüßungschores von Bernhard Scholz:„ Dem Kaiser Heil!" Das Konzert währte etwa 11/2 Stunden. Wahre Beifallsstürme folgten den einzelnen Piecen, und der Kaiser gab wiederholt selbst das Zeichen dazu. Gegen 9 Uhr fuhr das Kaiserpaar und Gefolge durch die in einem wahren Meer von Lichtern schwimmenden Straßen zum Bahnhof zurück, um sich nach Wiesbaden zu begeben. Morgen um 10 Uhr wohnt der Kaiser dem ersten Preiswettsingen in der Festhalle bei. Der Wettergott hat leider in die Vorbereitungen zum Fest mit störender Hand eingegriffen, es hat einen halben Tag fast ununterbrochen geregnet. Doch dadurch lassen sich die Frankforter Börger" die gute Laune nicht verderben, und die fremden Sänger auch nicht, die seit heut früh das Straßenbild beleben. Nicht zu vergessen die lieben ,, Mädercher", denen in Erwartung der schönen Dinge, die die Festtage bringen sollen, die Augen noch einmal so hell leuchten. Gar mancher der fahrenden Sänger zehn gegen eins ist zu wetten wird sich an dieser Glut versengen. - ,, anfer Freund" Chamberlain. CB. Der englische Kolonialsekretär Chamberlain hat ir ber denkwürdigen Parlamentssigung, in der er den ÜÚeber gang Englands vom Schuzzoll zum Freihandel als Wirt schaftsprinzip der Zukunft ausrief, den Standpunkt ver treten, daß Deutschland in seinem Konflikt mit Kanado nichts anderes betreibe, als eine Einmischung in die inne ren Familienangelegenheiten des britischen Weltreiches und daß es auch auf seiner feindlichen Politik beharre obgleich die englische Regierung unsere Regierung mit Pro testen geradezu bestürmt habe. Diese Erklärung wurde vor einer Stelle ausgegeben, von der man unbedingte Wahr heitsliebe erwarten sollte. Chamberlain sprach nicht etwa vie in Birmingham, als Parteimann, sondern in durchaus verantwortlicher Eigenschaft als Mitglied der eng lischen Regierung. Um so mehr muß man sich wundern, baß er sich in seiner feindseligen Stellungnahme gegen Deutschland nun schon zum zweiten Male auf einer Ünwahrheit ertappen ließ. Von einer Bestürmung der deutschen Reichsregierung mit englischen Protestnoten weif bie ,, Nordd. Allg. 3ta.", die sich eingebend mit dem deutschFanadischen Zollkonflikt besaßt, nichts zu melden. Ebenst erfährt man aus der Auslassung des offiziösen Blattes, daß die Initiative zu dem deutsch- kanadischen Zwiſchenfall durchaus nicht von deutscher, sondern von kanadischer Seite ausgeht. Die Kolonialregierung hat nämlich England und nicht bloß diesem, sondern auch Frankreich einen Vorzugs: zoll gewährt und diesen speziell für England auf 33 Prozent erhöht. Da Kanada seit dem Jahr 1880 völlig selbständige Zollabmachungen treffen kann, so bedeute dieser Schritt Teutschland gegenüber eine Aufhebung der seitherigen Meistbegünstigung, die denn auch von deutschei Seite mit Gleichem erwidert wurde, indem nicht mehr die Zölle des Vertrags- und Meistbegünstigungstarifs, son bern die Sätze des allgemeinen Tarifs zur Anwendung kamen. Inzwischen dauern die Verhandlungen zwischen Kanada und Deutschland behufs Zustandekommens einer endgiltigen Regelung fort. Troßdem hat sich Kanada bemüßigt geſehen, einen Zuschlagszoll von 25 Prozent aus beutsche Waren zu legen. Es kann somit kein Zweifel vorliegen, daß dies direkt eine Kriegserklärung ist, und Eng land dürfte sich gewiß nicht wundern, wenn Deutschland darauf mit Anwendung des Paragraph 6 des Zolltarif gesetzes von 1829 bezw. 1893 geantwortet und die kanadische Einfuhr mit einem Zollzuschlag belegt hätte. Je denfalls stünde England, nachdem es seinen Kolonien die Zollautonomie zugestanden hat, kein Recht auf Gegenmaßregeln, oder auch nur auf amtliche Protestnoten zu. Wie kommt nun Herr Chamberlain dazu, Deutschland in das Licht einer feindseligen Politik gegen die englische Regierung zu stellen? Offenbar spekuliert er auf den günstigen Wind, den der neu entfachte Deutschenhaß seinen Zollplänen einhauchen könnte. Er ist also der bewußte Wühler, der in England die Volksleidenschaften aufrührt und sich nicht darum fümmert, daß Deutschland der englischen Regierung und der englischen Politik untrügliche Proben seiner Freundschaft gegeben hat. Wir wollen uns diesen neuesten Streich ,, unseres guten Freundes' Chamberlain hinter die Ohren schreiben. Die Politik. Thüringisch- preußische Universitätsschmerzen. ( In Thüringen werden klagen über einen Zwiespalt laut, der zwischen den preußischen und thüringischen Bestimmungen über die Zulassung zum Rechtsstudium- besteht. Seit der letzten Schulreform werden in Preußen bekanntlich auch die Abiturienten der Realanstalten zum Rechtsstudium zugelassen. Im thüringischen Staat ist das nicht der Fall. Thüringische Realabiturienten, die sich dem Rechtsstudium widmen wollten, konnten sich nun in der ersten Zeit nach der Einführung der Reform in der juristischen Fakultät einer preußischen Universität inskribiecen lassen. Neuerdings aber hat Preußen ihnen diese Möglichkeit abgeschnitten: der Unterrichtsminister hat eine Verfügung erlassen, wonach alle in einer preußischen juri stischen Fakultät inskribierten Realabiturienten solcher Bundesstaaten, die für die Zulassung zu den juristischer Prüfungen an der Forderung des Gymnasialreifzeugniſſes festhalten, ihr Studium nur fortseßen können, wenn sie in die philosophische Fakultät übertreten. Natürlich hat das für eine ganze Reihe thüringischer Realabiturienten, die sich auf preußischen Hochschulen dem Rechtsstudium widmen, schwere Nachteile im Gefolge. Und in Zukunft kön. nen solche Realabiturienten überhaupt auch in Preußen nicht zum Studium der Jurisprudenz zugelassen werden. Offenbar will Preußen einen Druck auf die anderen Bundesstaaten ausüben, um sie zu der gleichen Schulreform zu veranlassen. In diesem Falle wird die Sympathie aller Freunde der Gleichberechtigung der höheren Lehranstalten, auch der Thüringer, auf Seiten Preußens sein. Es ist in der Tat nicht abzusehen, warum die thüringischen Staaten nicht auch die Realabiturienten zum Rechtsstudium zulassen sollten. Vatikanische Politik. ::: Italienische Blätter wissen allerhand Bemerkenswertes über die Haltung mitzuteilen, die der Vatikan gegenüber der ordensfeindlichen französischen Regierung beobachtet. Unter dem Hinweis darauf, wie die Kurie während des Kulturkampfes in Deutschland sich der von der preußischen Regierung gemaßregelten Geistlichen, insbesondere des Posener Erzbischofs Ledochowski, annahm, veröffentlichen römische Blätter eine Mitteilung über das gerade entgegengesezte Verfahren des Vatikans gegen die französischen Ordensgeistlichen. Im französischen Departement Haute Savoie haben sich eine Anzahl Ka= puziner, die wegen Angriffen auf die Behörden in Haft genommen waren, an den Papst mit der Bitte ge= wandt, ihnen den päpstlichen Segen zu erteilen. Papst Leo XIII. hat sich zwar bereit erklärt, ihnen den Eegen zu erteilen, aber nur untter der Bedingung, daß die Segnung absolut geheim gehalten und unter keinen Umständen den französischen Behörden bekannt werden dürfe. Damit war jedoch der Prior der Kapuziner nicht einverstanden, er zog seine Bitte um den päpstlichen Segen zurück. Sehr wahrscheinlich klingt die ganze Geschichte gerade nicht. Sie erscheint umso unglaubwürdiger, als Die Kurie im übrigen aus ihrer Befchdung der französischen Regierung kein Hehl macht. Das römische Organ des Vatikans bestätigt jetzt unsere Mitteilung, daß wenn Präsident Loubet nach Rom komme er vom Papste nicht empfangen werden würde. Die russische Offiziersverschwörung gegen den Zaren. (-) Allmählich sickern immer neue Nachrichten durch, die unsere Meldung über die von den russischen Behörden noch immer geleugnete Petersburger Offiziersverschwörung gegen das Leben des Zaren bestätigen. Auf Umwegen kommt aus Petersburg die Nachricht, daß von den verhafteten Offizieren der Petersburger Artillerieschule zwei neulich nachts in der Feste Schlüsselburg standrechtlich erschossen worden sind. Zwei andere wurden nach der Insel Eachalin verbannt. Die Lage in Mazedonien hat ben Konstantinopler Botschaftern Englands und Italiens Veranlassung gegeben, bei der Pforte darauf zu dringen, daß sie energische Vorkehrungen für die Eicherheit, namentlich im Wilajet Monastir, treffe. Die Pforte hat das auch versprochen. Aber ob sie es halten wird? Rußlands Einspruch gegen die Massenverhaftungen von Bulgaren in Mazedonien hat übrigens seine Wirkung getan. Nach einer Mitteilung der Pforte hat sie in Enloniki bisher ungefähr 400 verhaftete Bulgaren entlassen; 26, deren Schuld erwiesen ist, befinden sich noch in Haft. Von der Hartnäckigkeit und dem Fanatismus der Bulgaren gibt ein Vorkommnis eine Vorstellung, das aus dem Renkontre zwischen Bulgaren und Türken bei Mohila berichtet wird. 17 Bulgaren hatten sich in einem Hause verbarrikadiert, das von einem türkischen Bataillon umzingelt und unter Feuer genommen wurde. Die Bulgaren hielten sich eine ganze Nacht. Als schließlich die Munition ausging, verübten alle 17 Selbstmord. Unter den 17 befanden sich einige, die bulgarische Offiziersuniform trugen. „ Heiliger Krieg" in Algier. 22 Höchst bedenklich gestaltet sich die Lage an der algeriſch- marokkaniſchen Grenze. Der wilde moslemische Beraberstamm und andere Stämme rüsten sich zum ,, heiligen Kriege", zu einem bis zum letzten Atemzuge geführten Vernichtungskampf gegen die Franzosen. Diese sind ihrerseits auch nicht lässig: der Ort, in dessen Nähe der algerische Generalgouverneur Jonnart mit seinen Begleitern plötzlich beschossen wurde, ist bereits bombardiert worden, und täglich gehen neue französische Truppenabteilungen nach der Grenze ab. Den Kabinetten von London und Madrid hat Frankreich seine Absicht mitgeteilt, die marokkanische Grenze zu überschreiten und die marokkanischen Stämme, die sich Feindseligkeiten gegen Frankreich haben zu schulden kommen lassen, zu züchtigen. Es ist ganz zweifellos, daß England diesem Vorgehen Frankreichs, von dem es trob Frankreichs gegenteiligen Versicherungen ein dauerndes Festseßen in Marokko besorgen muß, nicht untätig zusehen wird. Es ist leicht möglich, daß sich aus den Unruhen an der marokkanisch- algerischen Grenze eine allgemeine europäische Affäre entwickelt, deren Tragweite einstweilen noch nicht zu übersehen ist. Kurze politische Nachrichten. * Der Burenoberst Schiel ist in Reichenhall sehr schwer erkrankt. * König Leopold von Belgien wird binnen kurzem in london eintreffen, um alle zwischen Großbritannien und em Kongostaat schwebenden Streitfragen zu regeln. * Nach Blättermeldungen aus Semlin ist dort das Gerücht im Umlauf, die Königin Draga sei an einer Speiſe die der französische Leibkoch des Königs Mexander zube reitet hatte, unter Vergiftungserscheinungen erkrankt, dei Leibkoch habe sich später im Schloß erſchoſſen. * Als eine Folge der Kischinewer Vorgänge kann ein Ukas des Zaren gelten, der eine Liste von 101 Ortschafter enthält, in denen Juden das freie Wohnrecht und Grund erwerbungsrecht zugesichert wird. Andererseits wird der Juden einstweilen verboten, außerhalb des Gebietes, wi ihnen die Ansiedelung gestattet ist, Grundkäufe abzuschlie žen. * Unter den britischen Truppen im Somalilande ist der Skorbut ausgebrochen. Die meisten Offiziere sind wegen der Krankheit dienstunfähig. Ein felt am Hofe von Korea. Zwischen Japan und Rußland ist in leßter Zeit di Eifersucht wieder hell entbrannt. Außer um den politi schen Einfluß in China dreht sich der Wettstreit der beiden Mächte hauptsächlich um die Halbinsel Korea, de ren mildes Klima und reiche Schäße wohl geeignet sind, fremde Begehrlichkeit zu reizen. Für beide Rivalen wäre die Einbeziehung Koreas, das sich an die bereits so gut wie in russischem Besitz befindliche Mandschurei an lehnt und von der japanischen Insel Kiusu nur durch Fabritmaodjen ta beiten, da fie doch mit ihrer schönen terhalt viel leichter verdienen tann? mas w Die windfucht an ben alien Julige mut als ar Dem Ungen", wa turzen, die sie sich zu der i bu ihr tum treten und fingen? Noch niemand fchlimmes nachgesagt, und ich möchte es auch niema auch nicht? Coll sie vielleicht in Lumpen vor das Publ Sie ist berlobt mit einem Musiklehrer, das past borwerfen? Was redest du von leichtsinnigen Herren? hat ihr was und mit einem Ab von der Echwester Mann enthielt ben kort in Empfans, der das beſchewerbrollener Wiene Ein Speisehaus lag in der Nähe, Anna nahm hier und ging mit schied nehmend, ging sie hinaus. unfreundlichen Nicken meiter alten Sauptsache gut, eine Die beide nicht viel, wollen aber unter derin, haben anberen Parti find weniger men. Herein!" und der andere Beamten.outer und eine das Brot, Groschen kommt zum andern, der eine liefert das Fleisch, Na, was gemacht werden kann, wird gemacht, ein man muß alles mitnehmen. tommen. idums, beschloß also, er ohnehin diesen Genuß bei Lebzeiten in Aussicht gestellt gemütlichen, leider fürzlich verstorbenen Hauswirts, dem blicklich auf den des Rentiers Brömmel, feines dicken, ihm ablegten, ihm sogar Rede und Antwort standen. Er fehr mit der daß die Geister jede Scheu und Zurückhaltung vor einen Geist zu zitieren und verfiel augenGeisterwelt bermittelnden ätherischen Flu die Meerenge von Korea getrennt ist, in die eigene alleinige Einflußphäre ein unberechenbarer Vorteil. Die Diplomatie der ganzen Welt richtet daher gespannt ihre Blicke auf die sagenumwobene Halbinsel im fernen Osten, von deren Kulturzuständen bei uns in Europa noch immer verhältnismäßig wenig bekannt ist. Speziell am koreanischen Hofe ist man im allgemeinen sehr spröde im Empfang neugieriger Reisender aus dem Abendlande. Um so größeres Interesse verdient daher die folgende lebendige Schilderung, die der bekannte französische Schriſtsteller, frühere Marineleutnant Pierre Loti im ,, Figaro" von einem Besuche am Hofe in Söul entwirft. Drei oder vier Tage nach meiner Ankunft in Söul, schreibt er, war auch unser Admiral mit anderen Offizieren dort angekommen, um dem Kaiser einen Besuch zu machen. Und eines Abends sah man uns alle in GalaUniform die Schwelle des neuen Palastes überschreiten. Unsere Enttäuschung war zuerst sehr groß: keine Pracht, nicht einmal etwas Seltsames in diesen modernen Bauten. Die Zauberer, die gefragt worden waren, in welchem Ge mach wir empfangen werden sollten, damit unser Besuch keine verhängnisvollen Folgen habe, hatten hartnäckig eine Art Schuppen mit bronzegrünem Getäfel und zinnɔberroter Bemalung genannt; man hatte dort in Eile Teppiche ausgebreitet und einen großen wunderbaren Wandschirm aus weißer Seide aufgestellt. Vor diesem elfenbeinweißen, mit Blumen, Vögeln und Schmetterlingen bestickten Fond erschienen uns der Kaiser und der Kronprinz, beide ſtehend und in einer vorgeschriebenen Haltung, wobei die Hand auf einem kleinen Tische ruhte; der Vater war in Gelb gekleidet, der Sohn in Kirschrot An der Taille wurden ihre ganz mit Gold bestickten präch tigen Roben von Gürteln aus kostbaren Steinen festgehalten. Einige offizielle Persönlichkeiten, Dolmetscher und Minister, standen neben ihnen in dunkelseidenen Ge wändern. Der Kaiser hatte ein pergamentblasses Gesicht, lächelnd, mit grauroten Lippen, ganz kleine bewegliche und lebhafte Augen, viel Vornehmheit und Güte. Der Kronprinz dagegen mit seinen rauhen, grausamen Gesichtszügen, schien unsere Anwesenheit kaum ertragen zu können; es schien uns, als ob ſein Vater fortwährend gezwungen wäre, ihn mit einem zärtlichen und bittenden Blick, mit einem leise gesprochenen freundlichen Worte zu beruhigen. Am Abend gab der Kaiser seinen Gästen ein großes Essen, das ganz europäisch war. Alle Gerichte und alle Weine waren nämlich mit großen Kosten aus Europa nach Korea gebracht worden. Ist doch die ,, Hausdame" des Kaisers, die die Bestellungen in Europa zu machen und die Mahlzeiten vorzubereiten hat, ein altes französisches Fräulein. Nach dem Essen, dem als Vertreter des Kaisers einige Herren vom Hofe beiwohnten, präsentierte sich das kaiserliche ,, Balletkorps". Ein unsichtbares koreanisches Orchester erfüllte die Luft mit eigenartigen Trompetenund Tamtamklängen, und plötzlich sprangen zwei überlebensgroße Tiger in den Saal. Es waren zwei gestreifte mongolische Tiger, künstliche Ungeheuer aus schwarzem und gelbem Plüsch. Die Tiger tanzten zu den wilden, aber nicht ganz unharmonischen Klängen des Orchesters taktmäßig einen Bärentanz. Dann kamen kleine dicke Akrobaten mit Stiernacken; die durchsichtigen Gewänder aus weißem Musselin ließen starke Muskeln sehen. Nach einigen Kunststückchen begannen die Akrobaten in gar kunstvoller Weise wie kleine Vögel zu singen und in den höch ſten Tönen zu zirpen wie die Cicaden an schönen Sommerabenden. Und dabei waren diese Künstler mit den kleinen Stimmchen kräftige Unteroffiziere der kaiserlichen Garde. Nachdem die Akrobaten den Saal verlassen hatten, brachten Diener künstliche Päonien von unglaublicher Größe und einen kleinen Triumphbogen aus bemalter Pappe herein. Dann erschien ein Dußend kleiner drolliger Persönchen in langen Kleidern. Auf dem Kopfe trug jede dieser Tänzerinnen des Kaiſers einen ganz unwahrscheinlichen Haarturm, der ganz gut das Haargebäude von einem Dußend normaler Frauen hätte darstellen können, und darüber kleine Schäferhütchen. Die Damen sahen aus wie karifierte Puppen aus der Zeit Ludwigs des Sechzehnten, und niemand hätte sich unter dieſer Kleidung aſiatiſche Tänzerinnen vorgestellt. Zuerst tanzten sie mit gesenkten Augen und ausdruckslosem Gesicht eine Art tragischen Tanzes, wobei sie mit kleinen Säbeln spielten. Dann nahmen sie ihren kleinen Rokɔtɔhut ab und begannen ein gar findisches Spiel: eine nach der anderen versuchte durch ein Loch, das sich in dem Triumphbogen aus Pappe befand, eine leichte Kugel zu werfen; wenn der große Wurf gelang, erhielt die geschickte kleine Puppe von den anderen Puppen als Belohnung eine Riesenpäonie, die in den Haarturm gepflanzt wurde; wenn aber die Kugel nicht durchging, mußte sich die ungeschickte Wer. ferin mit Tusche ein schwarzes Kreuz auf die Wang: malen lassen. Schließlich waren alle Damen mit Kreuzen und mit Päonien geschmückt. Das ganze Spiel wirkte er. müdend und einschläfernd, und die traurige, unlustige Musik verstärkte diesen Eindruck. Trogdem sah und hört: man gern zu, denn die Anordnung war nicht ohne Eleganz und Kunst. Ms die französischen Gäste am nächsten Tage Soul verließen, wurden sie vom Kaiser reich beschenkt: jeder erhielt ein fleines Kitchen aus versilbertem Stahl und ein Riftchen aus grünem Marmor, außerordentlich seine Stɔres und Gemälde auf feiner Seide, die von bekannten tereanischen Künstlern gemalt waren. Vermischtes. ()[ Ein unangenehmer Beruf.] Gelegentlich der fürzlich stattgehabten Hundertjahrseier des badischen LeibDragonerregiments ließ sich der Großherzog von Baden mehrere ehemalige Regimentsangehörige vorstellen, unter denen sich auch ein Herr M. aus Offenburg befand. Der Grußherzog unterhielt sich mit diesem in der leutseligsten Weise und fragte ihn schließlich, welchen Beruf er habe. ,, Einen sehr unangenehmen Beruf, Königliche Hoheit!" erwiderte M.- ,, So, was sind Sie denn?" ,, Steuermahner, Königliche Hoheit!" Durch ein herzliches Lachen gab daraufhin der Großherzog zu erkennen, daß er gegen das Epitheton nichts einzuwenden hat, welches Herr M. seinem Berufe als Steuermahner gegeben hatte. * Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 3. Juni 1903. Die Hegezeit für Auer-, Birk- und Fasanenhähne hat am 1. Juni Segonnen; sie dauert bis 31. August einschließlich. ** Bei der Postbehörde ist die Zuteilung des Agenturbezirks Holzheim, dermalen Gießen unterstellt, zu dem Hauptomte Bußbach in Erwägung gezogen worden. * ** Alle politischen Freunde der Kandidatur Heyliaenstaedt's sind hierdurch nochmals auf die heute Abend im Neuen Saalbau stattfindende Wählerver= sammlung aufmerksam gemacht. " ** An die Jungen. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht der Stuttgarter Beobachter" eine bemerkenswerte Zuschrift, unterzeichnet„ Die junge Volkspartei". Wir entnehmen dieser Kundaebung folgende Stellen von allgemeinem Interesse: Die Wahl ruft Tausende, die das leztemal noch ausgeschlossen waren, an die Wahlurne und damit erst. mals zum politischen Handeln. Da gilt es, sich ein Bild von den öffentlichen Aufgaben zu machen. Sollen die jungen Bürger des Rechts der Männer würdig sein, so dürfen sie nicht blos nachreden und nachstimmen. Es ist ein Vorrecht der Jugend, für das Vaterland und für seine Größe warm und lebhaft zu fühlen, und blind müßte derjenige sein, der nicht stolz wäre auf die Stufe, die Deutschland erreicht hat unter den andern Nationen durch Kraft, Arbeit und Geist. Aber ebenso gewiß ist, daß das politische Leben derjenigen, von denen Kraft, Arbeit und Geist auggeht, den deutschen Bürgern, noch nicht den Einfluß einräumt, den sie beseßen müssen, wenn Deutschland auf die Höhe seiner Aufgabe kommen soll. Unsere Väter haben ein gut Stück vorwärts gearbeitet. An uns ist es, auf der von ihnen eroberten Grundlage weiter zu bauen. Dazu ist feiner zu gut und keiner zu gering. Zwei Einflüsse auf die Jugend von heute sind zu bekämpfen: Der gesell schaftliche Dünkel auf der einen Seite und die Ideen des Kommunismus auf der andern. Die einen sind hochmütig, blasiert und streberhaft. Sie spötteln über das Volt, kommen sich zu gut vor und streben nicht höher als nach dem Reserveoffizier. Die andern schwärmen von den Zukunftsidealen, finden alles Gegenwär tige verkehrt, schütten das Kind mit dem Bad aus und stehen unter dem Bann der Ansichten, die den Arbeitern als Evangelium verkündet werden. Da heißt es unterscheiden und erkennen, daß man die Pflicht hat, Anteil an dem Los des Volkes zu nehmen und mitzudenken, wie es werktätig zu bessern ist. Das sind die Gedanken, die die junge Voltspartet zusammengeführt haben. Sich selber ausbilden, schauen, lernen mitarbeiten das ist der Wunsch, mit dem die Jungen, die zur Ausübung des Wahlrechts erstmals berufen sind, sich einreihen in die Zahl der freigesinnten Männer, denen die öffentlichen Dinge am Herzen tegen. Freudig sehen wir, die Führer und Anhänger der Voltspartei seit Jahren mit Nachdruck und ohne Lärm, mit Mut und ohne Streberei dem Ziele entgegenarbeiten, das die Herzen auch der Jugend erfüllt, wenn nicht Privatvorteil oder Bitterkeit sie ablenkt: dem freien bürgerlichen Ausbau eines großen freien Vaterlands. Wer gleichen Sinnes, der schließe sich mit an." * * - - [ Ortsfrankenkasse.] Der Geschäftsbericht der Gießener Ortskrankenkasse für 1902, welcher soeben erschienen ist, fonstatiert, daß das Vermögen der Kasse, welches Ende 1998 nachdem die Einrichtung 14 Jahre bestand Mark 79 980 betragen hat, Ende des Berichtsjahres, also nach vier Jahren, seitdem auch Vorstand und Verwaltung in den Händen der Arbeitervertreter sich befindet, um Mt. 55290 sich vermehrt hat. Anbei sind die Aerztehonorate vor 2 Jahren, das erste Mal seit Bestehen der Kasse erhöht und Spezial- Aerzte in dem Dienste desselben eingestellt. Die Leistungen der Rasse an ihre Mitglieder sind seit den letzten 4 Jahren wie folgt vermehrt: Erhöhung des Krankengeldes um 5 Proz. Ausdehnung der Unterſtüßung auf 26 Wochen Bahlung des Krankengeldes für Feiertage wenn diese an Wochentage fallen Unterstüßung verheirateter Mitglieder mit 1/2 fachem Krankengeld, falls solche seitens der Inv.- Versicherungsanstalt in einer Heilanstalt untergebracht sind Fortfall der Bestimmung daß bei geschlechtlichen Ausschweifungen und bei Trunkfälligkeit kein Krankengeld gezahlt wird. Diese Mehrleistungen bedingten in den in Frage kommenden 4 Jahren eine Mehrausgabe von 45 000 Mart, die möglich war, ohne daß der frühere Beitragssag von 3 Proz. erhöht wurde. Außer Vorstehenden Mehrleistungen wurde im vergangenen Jahre das zur Auszahlung kommende Sterbegeld um 20 Proz. erhöht, weiter ist vom April d. Js. ab eine höhere Lohnklasse, der ein Tagelohn von Mt. 4 zu Grunde gelegt ist, eingeführt. Von den weiteren Leistungen wie solche für 1903 eingeführt sind, ist zu erwähnen Einführung von Sterbegeld und zwar für Ehefrauen zur Hälfte, für Kinder von 6-14 Jahren zu einem Viertel und unter 6 Jahren zu einem Fünftel des dem Ehemann zustehenden Sterbegeldes. Die Tragung der Kosten für Aerztehonorar bei komplizierten Entbindungen und Fehlgeburten welche von Rassenärzten ausgeführt werden, werden selbst bei nicht versicherten Ehefrauen der Mitglieder von der Ortskrankenkasse übernommen. Der Bericht sagt weiter, daß in den Monaten November Dezember v. Js. ein unverhältnismäßig hoher Krankenstand vorhanden war, welcher im 1. Quartal 1903 ebenfalls zu verzeichnen sei. Die durchschnittliche Mitgliederzahl betrug 4618 mit 2123 Erkrankungsfällen und 38287 Krankheitstagen, wobei 33 Sterbefälle zu verzeichnen waren. Die Einnahme in 1902 betrugen Mr. 124 633, die Ausgaben Mr. 118514. * * Für die am nächsten Sonntag nach Lollar statt findende au turnfahrt des Gaues Hessen sind 190 Wettturner gemeldet worden. Es ist dies eine ganz überraschend große Zahl. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Grünberg. Zwischen dem Steinhauer Peter Flach und dem Wilhelm Kreuder kam es in der Nacht auf den 18. Mat zu einer Schlägerei, bei der Flach dem Kreuder mit einem Stock derart auf den Kopf schlug daß dieser an einer schweren Schädelverlegung in der Klinik zur Zeit frank darniederliegt. Flach ist in Haft genommen worden. )§( Vadenrod, 2. Juni. Am 14. und 15. Juni findet hierselbst großes Kriegerfest mit Fahnenweihe statt. Die Vorbereitungen sind bereits im vollen Gange. )( Homburg a. d. O. Am 15. Juni 1. J. sind es 50 Jahre, daß der jeßige Steuerkommissariatsgeh Ife, Herr Karl Deeg, seine erste Verwendung bei hiesigen Gr Steuerkommissariat fand. Für den Kreis Alsfeld sind betreffs Reichs. tagswahlen u. A. vom Großh. Kreisamt Alsfeld folgende Bestimmungen erlassen: Die Wahlen sind in Gemäßheit der Kaiserlichen Ver ordnung im ganzen Reiche Dienstag den 16. Juni 1903 vorzunehmen. Die Abstimmung hat um 10 Uhr vormittags zu beginnen und ist um Uhr abends zu schließen. Die Jede Bürgermeisterei bildet einen Wahlbezirk. Gemarkung Wäldershausen ist dem Wahlbezirk Homberg zugeteilt. Die Bürgermeisterei Alsfeld bildet 2 Wahl bezirke und zwar besteht: a. der erste Wahlbezirk aus der Fulder- und Hersfelder. gasse mit Zubehör, d. h. aus sämtlichen im Brandfataster unter F. und H. eingetragenen Gebäuden; b. der zweite Wahlbezirk aus der Obergasse und der Mainzergasse, d. h. aus sämtlichen im Brandkataster unter O. und M. eingetragenen Gebäuden. In der Stadt Alsfeld wird für den ersten Wahlbezirk der Gr. Bürgermeister Arnold als Wahlvorsteher, der Gr. Betgeordnete Kurz als Stellvertreter, für den zweiten Wahls bezirk der Gr. Beigeordnete Wenzel als Wahlvorsteher und das Gemeinderatsmitglied Georg Karl Weber als Stell vertreter bestimmt. Für den Wahlbezirk Grebenau bestimmen wir den Gr. Beigeordneten Hofmann als Wahlvorsteher und den Gutsbesitzer Junter als Stellvertreter. In allen übrigen Wahlbezirken des Kreises haben die Gr. Bürgermeister als Wahlvorsteher, als deren Stellvertreter die Gr. Beigeordneten die Wahl zu leiten. Die Wahlen sind in dem Gemeindehause oder in dem seither für die Vornahme der Wahlen bestimmten Lokale vorzunehmen. Als Wahllokal für den 1. Wahlbezirk der Stadt Alsfeld wird der Saal des Rathauses, für den 2. Wahlbezirk der Saal des Weinhauses bestimmt. Die Wahlprotokolle mit sämtlichen zugehörigen Schriftstücken, nämlich der Gegenlifte( Zählliste der abgegebenen Stimmen), der Wählerliste, welche beide, gleich dem Wahlprotokoll von dem gesamten Wahlvorftand zu unterschreiben sind, diejenigen Stimmzetteln und Umschlägen, bezüglich deren es einer Be schlußfassung des Wahlvorftandes bedurft hatte und den nicht zur Verwendung gekommenen Wahlzettel Umschlägen nebst der Beskeinigung der Bürgermeisterei über die Bekanntmachung des Wahltermins find unverzüglich an den bestellten Wahlkommissär und zwar: a. von den zum ersten Wahlkreis gehörigen Wahlbezirken Azenhain, Bernsfeld, Ermenrod, Flensungen, Ilsdorf, Lehnheim, Merlau mit Kirschgarten, Nieder- Dhmen, Ober- Dhmen, Ruppertenrod, Wettsaasen und Zeilbach an den Großh. Provinzialdirektor Dr. Breidert in Gießen; b. von allen übrigen Wahlbezirken an Großh. Kreisrat, Geh. Reg-Rat Schönfeld in Schotten einzusenden. Die Absendung muß jedenfalls so zeitig erfolgen, daß die Sendung spätestens im Laufe des 19. Juni in die Hände des Wahlkommissärs kommt. Nach§ 11 des Wahlreglements ist in jedem Wahllokal Exemplar des Wahlgesetzes und des Wahlreglements auszulegen. ein *** Frankfurt a. M., 1. Juni. Ter Spenglerstrik ist noch nicht beendet. 45 Firmen, die insgesamt 230 Arbeiter beschäftigen, haben den neuen Tarif anerkannt. Bet ihnen wurde im Laufe der Woche vor dem Fest die Arbeit wieder aufgenommen. Ausständig sind noch 220 Arbeiter, davon 100 bei der Firma Knodt. + Frankfurt a. M., 3. Inni. Der Kaiser giebt am Samstag Mittag 1 Uhr im„ Hotel Imperial" am Opernplaß ein Diner, an den die hier anwesenden Fürstlichkeiten sowie die Spigen der Civil- und Militärbehörden teilnehmen werden. Frankfurt a. M., 3. Jani. Hier wurde gestern das Dienstmädchen Bertha Refer aus Appenweier wegen vorfäßlicher Kindestödtung festgenommen. Die Verhaftete hat im August v. Is. geboren und das Kind, nachdem es 4 Wochen alt war, verhungern lassen. Da sich keine Gelegenheit bot, die Leiche unbemerkt bei Seite zu schaffen, hat sie die unnatürliche Mutter seit dieser Zeit im Koffer mit sich geführt. * * Frankfurt a. M., 3. Juni. Die Polizei warnte dieser Tage vor Taschendieben. Sie vermutet, daß sich eine internationale Spizbubengesellschaft hierherbegeben hat, um den Sängerfesttrubel zum Fischen im Trüben zu benußen. Ein berüchtigtes Mitglied dieses Diebsgesindels, einen Münchener hat man gestern gleich bei seiner Ankunft auf dem Hauptbahnhofe dingfest gemacht. Als man ihn abführte meinte er gemüthlich:„ Kaum bn i do, hoben's mi au schon am Wickel!" *** Worms, 1. Juni. Die in süddeutschen Blättern verbreitete Nachricht, die Firma Pfeiffer und Diller in Horchheim, Kaffee- Essenzfabrit, sei wegen Steuerhinterziehung A 30000 Jahre 1901 Unwahrheit. der Firma bög = Alzey, wir folgende Frau fon 16 Wer fie auffän von mir noch = Von Klage über bas noffe Fr Am Wenigf findlicheren Rernobft bi Wepfel aut f borf find fa nahezu 1 richt mußte ** * Familien bu Sept. Der babete, trobbe Bloglich gerie und entfchloff mit den Kle Todesangst Jungen feft schwimmen Leichen. Trauernach Straße. Am mert Seppe angefüllten 1 Meter Meter, wo ihnen, Karl friner Rett Beter Anap Tiefe, und + Homberg. fenburg vom Ag f des Wört der Straf mildernd Träger de Die werden fel da diese L fondern a gewinne i bereits an Lotterie 6 reits beira Ziehung Varrat r Strasburg Loof berla und Beila Hoch begeisterte Wolfe begu bon Itali Caffino e das ital spendete, Gebiete über die Werke be Volare i A. Brod haus ist i bekannt daher kein lage, weld umfaßt, Land" zu 50 f des Kap Reise der haben fa welche di der Liefe in Händ Ju d In Speziell fü zahlreichen wirkt kolof wie ander Originalfla Niemals lo pro flasche nichts ander Rapid" f argebieten. Steinhauer Bete 1 es in der Nad bei der Flach de den Kopf Schlu verlegung in& Flach ist in Ha b 15. Juni find nweihe statt. D Gange. ini 1. J. find miffariatsgeb if g bei hiesigen G betreffs Reich t Alsfeld folgend Raijetlichen Be 913 Uhr vormittag schließen. Bahlbezirt. Di ahlbezirk Homber bildet 2 Wah und Hersfelder tlichen im Brand en Gebäuden; bergaffe und de im Brandkatafte uden. ersten Wahlbezir rsteher, der Gr zweiten Wahl hlvorsteher und ber als Stell immen wir der rsteher und den reises haben die deren Stelle leiten. se oder in d stimmten Lokale Wah bezirk der ses, für den 2. mmt. hörigen Schrift Der abgegebenen , gleich dem Sahlvorftand Stimmzetteln 8 einer Bea Sedurft hatte getomment Bes& einigun anutmachung n den bestellta en Wahlbezir ingen, Flado Nieder- Dhma und Zeilb Direttor #; Reg- Rat nfalls so zeitig im Laufe des miffärs fommt Dem Wahllotal Bahlreglement englerftrit i 230 Arbeitn . Bei ihne Arbeit wiede beiter, davo ifer giebt on " am Open Fürstlichen Den teilnehme wurde gefte nweier weg te Verhaft nachdem d ich feine zu fchoff it im Rof olizei war daß fich en bat, zu benuba nbels, ei Antunft ihn abfü mi au jo en Blättern Diller in interziehung zu 30000 Mt. Geldstrafe verurteilt worden und habe im Jahre 1901 Mt. 180 000 Reineinnahme gehabt, beruht auf Unwahrheit. Sie ist von einem entlassenen Bureaubeamten der Firma böswilliger Weise in die Blätter lanctet worden = Alzey, 3. Juni. In einer„ Alzeyer Zeitung" finden wir folgende Annonce:„ Achtung! Seit 36 Jahren ist meine Frau schon 16 Mal ohne jede Veranlassung mir entlaufen. Wer sie auffängt, fann sie für immer behalten und bekommt von mir noch 25 Mt. Peter Michel, Schreiner." = Von der Bergstraße, 29. Mai. Allgemein ist die Klage über die Obstaussichten. Das Steinobst ist durch das nasse Frühjahr und den Frost fast vollständig vernichtet. Am Wenigsten gelitten haben merkwürdigerweise die emp findlicheren Arten, wie Aprikosen und Pfirsiche. Vom Kernobst dürften die Birnen meist verloren sein, während Aepfel aut stehen. ** Hanan, 1. Juni. In dem benachbarten Orte Roßdorf sind fast die gesamter, die Schule besuchenden Kinder nahezu 100- an den Masern erkrankt. Der Unterricht mußte ausfallen. Daß die Resultate, welche die Expedition Sverdrups in ihrer unermüdlichen Tatkraft und ihrem unverdrossenen Forschungseifer heimgebracht hat, ganz außerordentliche waren, beweist auf's schlagendste die Anerkennung Kapitän Sverdrups, die er nicht nur seitens seiner Landsleute, sondern kürzlich auch seitens der hervorragendsten geographischen Geſellſchaften, darunter der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, gefunden hat, indem ihm diese Vereine die höchsten Auszeichnungen verliehen haben. Die Reise Kapitän Sverdrups zeitigte aber nicht nur hochbedeutsame Reſutate für die Wissenschaft, indem sie ein bis dahin ganz unbekanntes Gebiet von etwa 306 000 Quadratkilometer, d. h. fast 25 mal größer als das Königreich Sachsen, entdeckte und durchforschte, nein, die Tat selbst ist wie die Nansens vorbildlich für andere Polarriesen. Freilich gehören dazu Männer. die mit den Gefahren des Eises und der Polarnacht langjähriger Erfahrung ſo innig vertraut sind wie Kapitän Sverdrup, um trok aller Hindernisse die Expedition, reich mit Schäßen beladen, der Heimat wieder zuzuführen. Zur *** Ertrunken. In Kempten( Rheinh.) wurden 2 Beurteilung der Schwierigkeiten, die in arktischen GeFamilien durch ein beklagenswertes Unglück in Trauer verbieten den Menschen auf allen Seiten umgeben, genügt feßt. Der 17jährige Bimmermannslehrling Anton Dengges, auf die traurigen Erfahrungen hinzuweisen, welche badete, trotzdem er nicht schwimmen fonnte, im freien Rhein. die englische Südpolarexpedition zu machen hatte und Plößlich geriet er in eine Untiefe und rief um Hilfe. Mutig von welcher leider auch die deutsche Expedition nicht und entschlossen sprang fein 13jähriger Better Johann Kilian ganz frei geblieben ist. Sverdrup ist es wenngleich mit den Kleidern in's Wasser, um ihn zu retten. In seiner auch nicht ohne Opfer an Menschenleben geglückt, Todesangst umklammerte sich Anton Deng an den mutigen aller Gefahren Herr zu werden und einer vierjährigen Jungen fest und zog thn mit sich in die Tiefe, obwohl er Giseshaft zu entrinnen. schwimmen konnte. Nach 3stündigem Suchen fand man die Leichen. Sie hielten sich noch umflammert. Eine gleiche Trauernachricht kommt aus Heppenheim a. d. Bergstraße. Am Samstag Abend nahmen 5 Arbeiter vom Tonwerf Heppenheim in einem ausgebaggerten mit Grundwasser angefüllten Lehmloche ein Bad. Tas Loch ist stellenweise 1 Meter tief, an manchen Stellen aber auch bis zu 10 Meter, was den Badenden bekannt war. Der eine von ihnen, Karl Ruß aus Hambach, geriet in eine Untiefe. Bu seiner Rettung eilten 2 der andern, Adam Schäfer und Beter Knapp von hier, herbei. Ruß zog sie mit sich in die Tiefe, und alle 3 ertranfen. + Kassel, 29. Mai. Das Ritterqut Falkenberg bei Somberg, jezt im Besitz der Prinzessin Alexandra von senburg- Büdingen; wird am 19. Juni an Ort und Stelle vom Kgl. Amtsgericht Homberg versteigert. Kasses, 1. Juni. Wegen unberechtigter Führung des Wörtchens„ von" wurde ein hiesiger Geschäftsmann von der Straffammer zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Als mildernd am in Betracht, daß er mit dem berechtigten Träger des Adels- Diplows sehr nahe verwandt war. Geschäftliches. Die Loose der 2. Neudorfer Wohltätigkeits- Lotterie werden sehr gerne gefauft. Es ist dies auch wohl erklärlich, da diese Lotterie nicht nur einen sehr edlen Zweck verfolgt, sondern auch die günstigste 1 Mart- Lotterie mit nur Geldgewinne ist, welche auf dem Markte ist. Die Ziehung findet bereits am 20. Juni d. J. sicher statt; wer sich an dieser Lotterie beteiligen will, der tue dies bald, da die Lose bereits beiräumen und bei der ersten Ziehung einige Zeit vor Ziehung vollständig ausverkauft waren. So lauge der Varrat reicht sind solche beim General- Debit J. Stürmer, Strasburg im Els. Langestraße 107 und den inserierten Loos verlaufsstellen zu haben. Näheres aus den Inseraten und Beilagen zu ersehen. - Hoch lebe der Nordpolfahrer! war der begeisterte Zuruf, mit dem der Herzog der Abruzzen vom Volfe begrüßt wurde, als er mit seinem Vetter dem König von Italien, im Gefolge des deutschen Kaisers in Monte Cassino erschien. Es war eine Anerkennung, die ihm das italienische Volk für die großartigen Leistungen spendete, die der Herzog als erster Italiener auf dem Gebiete der Polarforschung vollbracht hat, Leistungen, über die er in e nem reich ausgestatteten hochinteressanten Werke berichtet, welches unter dem Titel„ Die Stella Bolare im Eismer"( elegant gebunden 10 Mt.) bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienen ist. Die Firma Brockhaus ist ja neben ihremKonversations- Lexikon insbesondere befannt als Verleger klassischer Reisewerke, und es ist daher kein zufälliges Zusammentreffen, daß in ihrem Verlage, welcher unter anderm Nansens In Nacht und Eis" umfaßt, ein diesem ebenbürtiges Werk Neues Land"( 2 Bände, geb. 20 Mt., zunächst in Lieferungen zu 50 Pf.) aus der Feder des treuen Begleiters Nansens, des Kapitäns Sverdrup, über die neue großartige Reise der Fram" im Erscheinen begriffen ist. Wir haben schon Gelegenheit gehabt, auf die Anziehungskraft, welche dieses Werk ausübt, hinzuweisen. Das Fortschreiten der Lieferungsausgabe, von welcher wir nun 11 Hefte in Händen haben, kann unser gutes Urteil nur verstärken. " Der alte Praktikus sagt: ORI ist thatsächlich oas Beste. = In der That ist Ori das sicherste, wirksamste, zuverlässigste Insekten- Tötungsmittel speziell für fliegen, Flöhe, Läuse, Kakerlaken, Schwaben 2c. 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Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weit. gehenden Schutz. Wer also auf die Erhaltung seiner Zähne Wert legt, wer sein körperliches Wohlbefinden dauernd sichern und das Wohl seiner Pflegebefohlenen wirklich fördern will, der benutze Kosmodont- Zahnpflege- Mittel, hergestellt nach den Vorschriften und unter ständiger Kontrolle des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel. Flasche Ink. 1.50, Kosmodont- Mundwasser, Doppel- Flasche Mk. 3. verbindet die Vorteile eines antiseptischen Zahnputzmittels mit denen eines erfrischenden, aromatischen Mundwassers. Jeder Flasche Kosmodont- Mundwasser liegt die Broschüre des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Kosmodont- Zahnbürste, r. 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Wahlvorsteher: Stadtverordneter Petri, Stellvertreter: Stadtverordneter Jughardt. Bergstraße, Bismarckstraße, Bruchstraße, Erdfauterweg, Goethestraße, Grünbergerstraße ohne die Nr. 116, Gutenbergſtraße, Hessenstraße, Keplerstraße, Landmannstraße, LicherStraße ohne die Nr. 65, Ludwigstraße Nr. 1-41, Nahrungsberg, Schiffenbergerweg, Stephanstraße, Wolffstraße und Gemarfung Schiffenberg mit Baumgarten. 3. Wahlbezirk. ( Wahllokal: Turmhaus am Brand.) Wahlvorsteher: Stadtverordneter Keller, Stadtverordneter Schmall. Stellvertreter: Auf der Bach, Brandgasse, Brandplaß. Braugass, Diezstraße, Hundgasse, Raplaneigasse, Kanzleiberg, Kirchenplay, Landgrafenstraße, Lindengass, Lindenplay, Molttestraße, Neuen Bäue, Nuer Weg, Otanlage, Schloßgasse, Schulstraße, Sentenbergstraße, Wagengasse, Walltorstraße 1-22, Wiesenstraße und Bozelsgaff. 4. Wahlbezirk. ( Wahllokal: Turnhalle der Stadtknabenschule.) Wahlvorsteher: Stadtverordneter Wallenfels, Stellvertreter: Stadtverordneter Drbig. Burggraben, Dammstraße, von der Grünbergerstraße die Nr. 116, Kirchstraße, Kaplanegasse, Katharinengasse, Kreuzplaz, von Licherstraße 65 Kas rae I, Mäusburg, Marktplatz, Marktstraße, Nordanlage, Rittergass, W ttergasse und W.Steingasse. 5. Wahlbezirf. ( Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt.) Wahlvorsteher: Kommerzienrat W. Gail, Stellvertreter: Stadtverordneter Schaffstaedt. Hammstraße, An der Hardt, Kornblu nengasse, Krofdorferstraße, Lahnstraße, In Löbers Hof, Große und kleine Mühlgasse, Neustadt, Oswaldsgarten, Rodheimerstraß, Sandgasse, Schanzenstraße, Schüßenstraße und Tiefenweg. 6. Wahlbezirk. ( Wahllokal: Bürgermeistereiget äude.) Wah vorsteher: Oberbürgermeister Mecum, Stellvertreter: Stadtverordneter Heichelheim. Dreihäusergasse, Eichgärten, Eichweg, Erlengasse, Gartenstraße, Johannesstraß, Löberstraße, Löwengass, Lonystraße, Ludwig plaz, Maigass, Plockstraße, Roonstraße, Seltersweg, Sonnenstraße, Großer Steinweg, Südanlage, Teufelslustgärtchen und Weidengasse. 7. Wahlbezirk. ( Wahllokal: Turnhalle der Stadtmädchenschule.) Wahlvorsteher: Stadtverordneter Kirch, Stellvertreter: Stadtverordneter Huhn. Alicestraße, Bahnhofstraße, Bleichstraße, Frankfurterstraße 1--20, Brabenstraße, Liebigstraße 1-21, Westanlage, Hinter der Westanlage und Wolkengasse. 8. Wahlbezirk. ( Wahllokal: Sälchen der Gastwirtschaft„ Zur Seltershöhe". Wahlvorsteher: Stadtverordneter Schiele, Stellvertreter: Direktor Lemmé. An den Bahnhöfen, Crednerstraße, Ebelstraße, Frankfurterstraße 21 big Schluß, Hillebrandstraße, Hofmannstraße, Alinifstraße, Leihgesternerweg, Liebigstraße 22 bis Schluß, Ludwigstraße 42 bis Schluß, Mittelweg, Riegelpfad, Weßlarer Weg und Wilhelmstraße. Gießen, den 3. Juni 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Gießen, 4 Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per Pfd. 0.85-1.20 Mt. Hühnereter 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneterSt. 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar MY. 0.80-1.00, Hühner per Stid Mt. 1.40-2.20, Hahnen, per, Stüd Mt. C.85-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfa. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 8.50-8.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Milch per Piter 18 fg. Wohnung 300-400 Mk. sucht per 1. Ju'i cr. finderl. Ehepaar. Gartenbau bevorzugt. Off. u. A. M. 1729 Post Eschenrod. Selbstverschuldete Schwäche der Männer, Pollut. sämtl. Geschlechtskrankh. behand. sicher nach 30jähriger prakt. Erfahrung. Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. Auswärtige brieflich. Kyffhauserlechilkum Frankenhausen Elektrotechn Laboratorium Höhere Lehranstall Maschinenbau und Elektrotechnik Boch.& Tiefbau. Direktor Huppert Programe kostenlos. 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Infolge des Ausbruchs der Schweinepest sehen wir uns veranlaßt, die Abhaltung von Schweinemärkten im Kreise Gießen bis auf weiteres zu verbieten. Gießen, den 29. Mai 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V. Dr. Kranzbühler. Mitteilung. Wir teilen hierdurch ergebenst mit, daß von heute ab der Vorverkauf für die Strauss- Ronzerte beim Herrn Ernst Challier, Musikalienhandlung Neuenweg Gießen stattfindet. Trescher& Schrödel ,, Zum neuen Saalbau" ( früher Steins Garten). Fechtverband Gießen- Lahr. Wohlthätigkeits- Verein. Sonntag den 7. Juni 1903 von nachmittags 3 Uhr ab Schöne Aussicht: Wählerversammlung Großes Sommerfest. statt, in welcher unser Kandidat Herr Commerzienrat Keyligenstaedt sein Programm entwickeln wird. Das liberale Wahlkomitee. Markt 16. Friedrich Teipel Markt 16. empfiehlt Unterzeuge in Wolle, Halbmolle, Merino u. Maco. Sehr empfehlenswert: Reguläre Unterhosen ohne Naht, worin stets großes Lager in allen Größen und Preislagen unterhalte. 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