Nr. 80. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittage. Samstag den 4. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei siu anfaltige Beritzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die heil Aeglar und Marburg 10 Pfa fonft 15 Big Rift- men die Vetitieile 30 resp. 40 DieBoftzeitungsliste No. 3869. Redaktion und Expedition: Gießen Nexenweg& Ferusprechanschluk r. 868. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Kaifer Wilhelm und König Chriftian. CB. Wohltuend und auch politisch erfreuend ist die Herzlichkeit, mit der Kaiser Wilhelm und König Christian einander begegnen. Wie Kaiser Wilhelm keine Gelegenheit versäumt, dem greisen Dänenkönig seine Hochschäzung und Verehrung zu bezeigen, so erwidert König Christian und sein Haus diese Aufmerksamkeiten in gleicher Tonart. Aus Kopenhagen wird in dieser Beziehung berichtet: König Christian hat seinen erlauchten Gast durch die Ernennung zum Admiral der dänischen Flotte gechrt. Der Kaiser erwiderte diese Ehrung, indem er dem Thüringischen Ulanenregiment Nr. 6 den Namenszug seines Chess, des Königs von Dänemart, in Epauleites und Achselstücken verlich und dem Könige Epaulettes und Achselstücke mit dem neuen Namenszug überreichte. Prinz Waldemar von Dänemark ist a la suite der deutschen Marine gestellt worden. Trotz seiner Jahre ließ es sich König Christian auch nicht nehmen, den Kaiser zu der Galatafel, die am Donnerstag Abend im Schlosse stattfand, persönlich abzuholen. Bei der Tafel saßen beide Herrscher unmittelbar nebeneinander, der Kaiser führte die britische Königin Alexandra, der König die ZarinWitwe zur Tafel. Auch in den Trinksprüchen, die beide Herrscher wechselten, trat die Herzlichkeit der gegenseitigen Gesinnung besonders zu Tage. Beide Toaste wurden in deutscher Sprache gehalten. Der König sprach dem Kaiser für seinen hochgeschäßten Besuch" und für die freundschaftliche Gesinnung, die aus diesem Besuch sich ergebe, seinen herzlichsten und wärmsten Dank aus und sagte u. a.: Möge dieser Besuch zum weiteren Gedeihen des Herzlichen Verhältnisses zwischen unseren Häusern und unseren stammverwandten Völkern beitragen." Ter König brachte sein Hoch dem deutschen Kaiserhause. Nicht minder warmherzig und in schwungvollen Worten antwortete der Kaiser; ,, aus aufrichtigſtem und treuerfülltem Seemannsherzen" dankte er für die Ernennung zum Admiral der dänischen Floite ,,, einer Flotte, die mit ehernem Griffel ihre Geschichte in die Tafeln der Weltgeschichte eingeschrieben hat." Und in der beredten Sprache, die ihm eigen, huldigte der Kaiser dem Nestor unter den Fürsten Europas. ,, Jch, der jüngsten einer unter Europas Herrschern, neige mich in Ehrfurcht vor unserem Haupte und spreche aus ganzem, tiefstem, vollem Herzen, und da weiß ich mich eins mit meinem gesamten Volke, das stammverwandt dem braven dänischen ist: Gott schütze und erhalte und Gott segne Euere Majestät, zu dem wir ausblicken als dem gnädigen, sorgen- und herzensvollen Landesvater, der ein Muster ist als Fürst und ein Muster als Ehemann und Vater auf dem Throne." ,, Möge," so schloß der Kaiser, noch recht lange König Christian vor seinem hohen Mast stehen, auf dem der Danebrog weht, dessen Falten ihn noch lange umrauschen mögen. Seine Majestät der König hurrah!" Nach den Trinksprüchen umarmten und füßten sich die Majestäten, ein Vorkommnis, das in der neueren Geschichte der europäischen Höfe einzig dasteht. Die Außerachtlassung der hösischen Etiquette, die in diesem G- fühlsausbruch an der förmlichen Galatafel liegt, beweist, daß zwischen den Fürsten der beiden Länder eine aufrichtige, innige Freundschaft besteht, die hoffentlich bald ihr Seitenstück in einem Freundschaftsverhältnis der beiden blutsverwandten Völker findet, das nicht nur von der Natur, sondern auch von dem politischen Interesse beider geboten wird. Am Donnerstag besuchte der Kaiser in Begleitung des Kronprinzen und des Prinzen Waldemar das Museum für nordische Altertümer in Kopenhagen. Als ein gutes Omen für diese Entwickelung darf es vielleicht angesehen werden, daß die Verbrüderung der beiden Monarchen just in den Tagen erfolgte, da sich eines der higigsten Gefechte zwischen Deutschen und Dänen jährt. Am 5. April 1819 schoß eine deutsche Beaterie im Hafen von Eckernförde das dänische Kriegsschiff ,, Christian VIII." in Brand und bemächtigte sich eines anderen Kriegsschiffes, der Gefion". Heute tauschen die Fürsten beider Länder Freundschaftsgelübde, und der deutsche Kaiser wird Admirai der Flotte, deren beste Schiffe vor 50 Jahren von preußischen Kugeln durchlöchert wurden! Hof und Gesellschaft. Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich werden in Palati erwartet, von wo aus sie die Ausgrabungen in Milet besichtigen werden. Von dort wird die Jacht Sapphira", an deren Bord sich die Brinzen befinden, nun doch nach den Dardanellen damBrinzen befinden, nun nach den Dardanellen dampfen. *** Prinz Adalbert von Preußen wird von Mitte April auf der Marinestation Mürwick bei Flensburg eine längere Ausbildungszeit im Artillerie-, Torpedsund Infanteriedienst durchmachen. Die Politik. Sechsstundentag in Marseille. Die Marseiller Hafenarbeiter, die eben erst erklärt haben, sie würden unter feinen Umständen länger als ncun Stunden täglich arbeiten, haben beschlossen, täglich nur sechs Stunden zu arbeiten. Selbstverständlich wollen sie diesen Sechsstundentag nicht etwa für immer einführen; die Maßregel soll vielmehr nur dazu dienen, einen Streif zu umgehen und doch auf die Unternehmer einen Druck auszuüben, damit sie die Forderungen der Arbeiter bewilligen. Die Marseiller Rheder haben daraufhin beschlossen, nur solche Arbeiter zu beschäftigen, welche einwilligen, zehn Stunden täglich zu arbeiten. Das bedeutet, daß es doch zum Streik kommen wird. Ein Teil der Arbeiter hat die Arbeit bereits niedergelegt. König Eduard in Lissabon. ::: König Eduard von England ist in Lissabon mit großem Gepränge empfangen worden. Als die Yacht des Britenkönigs auf dem Tajo Anfer geworfen hatte, begab sich König Carlos unter dem Donner der Geschütze auf der mit 80 Kudereren bemannten föniglichen Galeere an Bord der Yacht König Eduards. Tie Zusammenkunft der Monarchen an Bord währte 11 Stunden, dann begann unter dem erneuten Donner der Geschüße die Fahrt der historischen Barlen. Die erste sührte die Könige Eduard und Carlos und näherte sich der Küste, gefolgt von der Schaar der Ruderboo.e. Als die Barie der Könige am Kai anlegte, erschollen donnernde Zurufe der Becölferung. Nachdem die Könige die Minister und andere Würdenträger im Empfangspavillon begrüßt hatten, best ejen sie einen der historischen Hofgalawagen und hielten ihren feierlichen Einzug in die Stadt. Im Schlosse wurden sie von der Königin- Mutter empfangen. Tas Diner wurde im Familienkreise eingenommen. Die Stadt war abends festlich erleuchtet. Der Abstecher nach Rom, den König Eduard von Neapel aus unternimmt, gilt einem Besuch beim Papste. Botha und Delarey- Journalisten! - Botha und Delarey, die Burenhelden, die ihrem Volke die politische Selbständigkeit nicht erkämpfen konnten, wollen ihm wenigstens das Gefühl der Zusammengehörigkeit erhalten. Um das zu erreichen, beabsichtigen beide, die Gründung einer in holländischer Sprache erscheinenden Zeitung, die zweifellos in den Burenkreisen weite Verbreitung finden wird. Bei aller Loyalität gegenüber der britischen Verwaltung soll das Blatt in der Bevölkerung den Sinn für burische Eigenart und das Gefühl, auch unter britischer Oberhoheit ein Volksganzes zu sein, erhalten. Der Gedanke, dem die Engländer natürlich nicht sehr gewogen sind, ist zweifellos außerordentlich zweckentsprechend. Kurze politische Nachrichten. * Die Pariser Deputiertentammer hat einen Gesezentwurf genehmigt, durch welchen den Gemeinden der Bau von Schulhäusern auferlegt wird. Hierdurch soll die Verweltlichung des Schulwesens, das bisher fast ganz in den Händen der Geistlichkeit lag, beschleunigt werden. * Angesichts des drohenden Ausbruchs neuer Unruhen in China hat die Union auf dringendes Ersuchen ihres Vertreters in Pefing das amerikanische Geschwader in den chinesischen Gewässern um drei kreuzer verstärkt. Die amerikanische Gesandtschaft in Peking soll noch weiter befestigt werden. Die * Jm mazedonischen Distrikt Ochrida tötete eine bulgarische Bande mehrere Mohammedaner. Truppen und Baschibozuks verfolgten sie und umzingelten zwei Dörfer, in die sich geflüchtet hatte. Truppen und Baschibozuks wurden aber von den Einwohnern aus 12 bulgarischen Dörfern umzingelt. Die Bande entfloh. Auf beiden Seiten wurden viele Personen getötet und verwundet. Ein Wuchererkönig vor Gericht. CB., Berlin, 3. April. Der mit so vieler Spannung erwartete Prozeß gegen den ,, König der Berliner Wucherer", Rentier Heinrich Pariser, hat unter großem Andrang des Publikums vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I begonnen. Der Angeklagte, der durch Justizrat Sello und Dr. Leysersöhn verteidigt wird, ist ein kleines verhuzeltes Männchen mit geierartigem Blick. Beim Zeugenaufruf betont der Vorjizende Landgerichtsrat Wachtel, daß als Zeugen erschie nen sein sollen" und dann eine große Zahl von Namen derer, die nicht da sind und sich mit den verschiedensten Gründen entschuldigen. Doch sind gar manche befannte Berliner Lebemänner anwesend, meistens Stammgäste der ,, Blumensäle". Deren gleichfalls als Zeuge ge ladener Besitzer Meyer meldet sich aus Wiesbaden frant. Er soll gemeinsam mit Pariser an seine Gäste Geld zu Bucherzinsen geliehen haben. Viele der Zeugen sind aus dem Harmlosenprozeß bekannt. Das heutige Verhör ergab verhältnismäßteg wenig Sensationelles. vor allem berwies Pariser seine Beziehungen zu einem sehr hochgestellten Herrn" in den Bereich der Fabel. Doch stellte ihm der Präsident in Aussicht, daß ihm durch einen Zeugen, den Polizeileutnant Wischhusen, nachgewiesen werden soll, daß er sich diesem gegenüber damit gebrüstet habe. Um die direkte Antwort auf die Frage, wieviel Prozent er von seinen Schuldnern genommen habe, drückt sich Pariser herum. Er sagt, daß die von ihm berechneten Zinsen im richtigen Verhältnis zu dem Risiko gestanden hätten, das man bei dergleichen Geschäften übernehme. Große Heiterkeit rief es hervor, als der Angeklagt: in einem speziellen Falle erklärt, er habe nur fünf Prozent genommen, und der Präsident eindringlich f.azt: ,, Wieviel? Fünfzig Prozent?" Es stellt sich dann heraus, daß der Angeklagte fünf Prozent pro Vierteljahr gemeint. also immerhin 20 Prozent pro anno genommen hat. Auj seine persönlichen Verhältnisse näher einzugehen, lehnt der Angeklagte cb, vor allem will er feine Auskunft darüber geben, weshalb er von seiner Frau geschieden ist und ob er ein Verhältnis mit einer gewissen Beermann gehabt habe. Er ist auf streta als Sohn eines jüdischen Kaufmanns preußischer Nationalität geboren. Die heutigen Zeugenaussagen bieten fein besonderes Interesse, mit Ausnahme derjenigen des Ingenieurs Baumert. Diesem, der große Summen verdiente, aber noch mehr brauchte, sind von Pariser und dessen Vermittlern Hunderttausende von Mark auf Wechsel zu dem hübschen Zinssatz von 80 Prozent das Jahr geliehen worden. Die Geschäftsverbindung hat schließlich dahin geführt, daß dem Zeugen seine fürstliche Einrichtung im Werte von mehreren 100 000 Mart für 36 000 Mart zwangsweise verkauft und von Pariser und dessen Freunden erworben wurde. Fortfeßung morgen früh 9% Uhr. Nab und fern. ) Deutsche Hünen werden den Kaiser auf seiner Romreise begleiten. Von Offizieren sind dazu erwählt Oberstleutnant und Flügeladjutant v. Plüskow, der größte Ofi zier der Armee, ferner Generalleutnant und Generaladjutant v. Scholl und Rittmeister v. Kleist vom großen Generalstabe, beide über zwei Meter groß. Außerdem sind auf Befehl des Kaisers zwei Chargierte vom Regiment der Gardes du Corps au gewählt worden, welche als Ehrendienst mit nach Rom reisen. Es sind wahre Hünenge stalten und zwar der Standartenträger Sergeant Mollenhauer und Unteroffizier Tapplick, welcher 2 Meter 7 Centimeter groß ist und mithin die Ehre hat, der größte Unteroffizier der deutschen Armee zu sein. Die begleitenden Leibgendarmen sind ebenfalls riesige Leute. Vom eigenen Neffen ermordet und beraubt wurde in Sponsheim bei Bingen ein 72 Jahre altes Fräulein Steiner. Der Täter, der bei seiner Tante, die sehr vermögend war, zu Besuch weilte, ist spurlos verschwunden. Tie Leiche fand man im Keller, den der Mörder fest verschlossen hatte, während er, wohl infolge der Aufregung, vergessen hatte, die Eingangstür zur Wohnung zuzu machen, so daß die Nachbarn frühzeitig aufmerksam wurden und nachsahen, was passiert sei. Infolgedessen hat der Entflohene feinen großen Vorsprung. Nardenkötter stellt sich den deutschen Behörden so hat er wenigstens aus London an seinen Berliner Verteidiger geschrieben. Er hat diesen beauftragt, die von ihm eingelegte Revision zurückzuziehen. Er wolle die ihm auferlegte Strafe verbüßen, ohne weitere Schwierigkeiten zu machen. * Zu der schweren Bergwerkskatastrophe in Gleiwit wird weiter gemeldet: Di: Förderstrecke im Heinißflöß ging in einer Länge von 600 Metern zu Bruche. Bisher find 8 Tote und 8 Verlegte zu Tage gefördert. Es werden aber noch 14 Mann vermißt, darunter 3 Pferdeknechte. Anfangs mutmaßte man eine Pulverexplosion. Jezt haben aber die vordringenden Rettungsmannschaften die Bulverkammern mit ihren Sprengvorräten unversehrt vorgefunden. Man führt daher das Unglück auf ein Entweichen von Brandgasen und auf eine Explosion von trockenem Kohlenstaub zurück, welche die Förderstrecke des Heinißflößes verwüstete. Die Rettungsarbeiten wurden Tag und Nacht ununterbrochen fortgeseßt. Dabei gelang es, die Brandstelle zu löschen; dagegen war es nicht möglich, über die Bruchstrecke hinweg zu den Abgesperrten zu gelangen. =[ die höchste Brücke der Welt.] Das englische Parlament wird in den nächsten Tagen darüber zu entscheiden haben, ob ein Bauwerk, das den stolzen Titel ,, Die höchste Brücke der Welt" führt, bestehen bleiben soll oder dem untergang geweiht wird. Es handelt sich um eine Brücke in Indien, die die Goftrif- Schlucht in Ober- Burma überbrückt und 261 Meter hoch über dem Meeresspiegel liegt. Felsgestein von wildromantischen Formen bildet die Basts für die luftigen Brückenbogen, die nun in Trümmer fallen, veil amerikanische Unternehmer seinerzeit den Bau im Konkurrenzwege erhalten und so schnell aber auch so billig als möglich ausgeführt haben. Für die Erhaltung der ,, höchsten Brücke der Welt" wird vom englischen Barlament eine entsprechende Eumme gefordert. diden Tränen in ' mit in die Lippen den Wimpern, das Gesicht bis Augen gesehen, durch Die Ich habe gens tomme ich wieder zu ihm ins Paradies?" mahr, Tante Elisabeth, wenn ich gut bin und brav, dann Blätter vom Himmel her hat er mir zugeblingelt! Nicht auch Tanie Elisabeth. sterben, Brigitte?" wirſt bale wachen, widersprach wie zu ſid) ſelber ſprechend, diese Da sei Gott für, schon um deinetwillen, Goldfind!" Nun immer Domina, es tut auch not! murmelte sie dann, mit aller Energie. Sch du wohl auch will schon neuem wieder. neuеs Reben bes reihe säumte ihn Himmelreichs gegen Westen darin lag ein kleines, zierliches Haus. ihr jepte sich in gleicher Richtung da a fort. Mitten selbst die Stachelbeerhecke neben ein, wie den Garten felben nige Fenster war zu teit geöffnet, trob Der eigte nur we eines der Flocken, und zeigte einen alten Mann, die große beiden Seiten der Bef mischen malerischer Auffassung, und Farbe rich darzuſterren derungen des abstoßenden und häßlichen die Natur wirkihnen zusagt, und sind deshalb überzeugt, mit ihren Schilliche und ekelhafte haben, sehen in der Natur nur, was Schriftsteller, die eine Lieblingsneigung für das abscheudas bedeutsame und schöne in Form gabe eines bt. Moderne französische Maler und menr ein Künstler bei der Wieder Zu Ehren der aus Gießen scheidenden Herren Baurat Stohl und Prof. Dr. Lucius wird eine gesellige Zusammenkunft in Steins Garten zu Gießen Montag, den 20. April, nachmittags 3½ Uhr stattfinden. Im Namen und Auftrage der zahlreichen Freunde der beiden Herren, sowie der Behörden und Körperschaften, welchen sie angehört haben, brehre ich mich, eine allgemeine Aufforderung zur Beteiligung an der geplanten Festlichkeit ergehen zu lassen. Anmeldungen zur Teilnahme werden bis zum 17. laufenden Monats in St- ins Garten entgegengenommen. Gießen, den 2. April 1903. Dr. Breiderf Provinzial- Direttor. Giessener Cagesneuigkeiten. Der Großherzog hat anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Darmstädter Bant nachstehende Ordensdekorationen zum 2. April verliehen: I. das Komturkreuz II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: ben Bankdirektoren Geheimen Kommerztenrat E. F. Hedderich, Geheimen Justizrat Dr. J. Rießer und Kommerzien= rat Jean Andreae, II. das Ritterkreuz I. Klasse desselben Drdens: den stellvertretenden Bankdirektoren Hermann Marts und Karl Roger, III. das Ritterkreuz II. Klasse desselben Ordens: den Bantbeamten Louis Sohl, Hermann Balser, Louis Jockel, Valentin Leichtweis. ** Berliehen wurde zum 21. März d. I. der Wilhelmine Brecher in Mainz die goldene Medaille des LudwigsDrdens. [ Bevorstehende Enteignung.] Es wird uns Folgendes geschrieben: Noch ist das Urteil vom Provinzialausschuß wegen des zu enteignenden Kliniksgeländes nicht gesprochen und schon wieder droht dem Verwaltungsgericht im Kreishaus am Brandplag weitere Arbeit und zwar in vermehrter Auflage. Wir hören, daß über 100 Eigentümer des zur Irren- Anstalt an der Gießener Gemarkungsgrenze benötigten Ackergeländes, troß dem ihnen für das landwirtschaftlich benußte Gelände ein anständiger und angemessener Preis bei freihändigem Verkauf geboten ist, sich weigern freihändig ihr Gelände zu dem Gebot abzugeben. Es steht also ein Monstre- Enteignungs- Verfahren zu erwarten, wenn die Eigentümer, meist Landwirte von KleinLinden, sich doch nicht eines Besseren besinnen. Aus Hessen und nachbargebieten. **[ Arg verwechselt.] Ein Bauersmann aus Azenheim bei Grünberg war anfangs dieser Woche bet seinem Dämmerschoppen etwas zu lange sigen geblieben; sein Kopf war schwer und seine Sinne verdreht- wollen wir sagen der Temperaturwechsel ist schuld daran. Kurz und gut, beim Nachhausegehen verwechselte er die Hausthür des Nachbars mit der seinigen und wo nahm er Nachtlager -in des Nachbars Schweinest all. In seiner Einbildung, er sei zu Hause, verriegelte er noch gewohnheitsgemäß die Thür und schlief den Schlaf des Gerechten. Am Braut- und HochzeitSeidenstoffe in unerreichter Auswahl. Hochmoderne Genres in weiß, schwarz und farbig zu billigsten Engros- Preisen meter- und robenweise an Private porto- und zollfrei. Wundervolle Foulards von 95 Pf. an. Proben franko. Briefporto 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie Zürich G. 22. Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Betanntmachung. andern Morgen will der Nachbar seine Schweine füttern, aber o weh, die Thür ist verriegelt. Die Nachbarschaft wird alarmiert, man bewaffnet sich mit Anütteln und Mistgabeln, da man glaubt es ist ein Einbrecher im Stall. Die Thür wird mit Gewalt erbrochen und der Verbrecher" liegt vor ihren Augen noch in tiefem Schlummer bei den Schweinen. ** Aus dem Vogelsberg. Die außerordentlich reiche Obsternte, die allen Gemeinden mit Obstbaumpflanzungen ansehnliche Beträge aus Obstversteigerungen zugeführt, hat Liebe und Lust zu Neupflanzungen häufig geweckt. Das zeigen augenscheinlich die neuen Pflanzungen, die jetzt vorgenommen werden. Kardinalforderungen bei diesen Neupflanzungen find richtige Sortenwahl und richtig gezogene Jungstämme. Beide erhält man aber nicht von haufierenden Händlern, sondern einem reellen sachverständigen Lieferanten, wie ein solcher vor allem der Oberhessische Obst bauverein" darstellt. Der Verein liefert auch seinen Mitgliedern unentgeltlich Edelreiser nach Wunsch. Auch hierdurch ist die sehr bemerkenswerte Gelegenheit gegeben, schlechte unfruchtbare Sorten durch bessere, reichtragendere Sorten ersezt zu erhalten. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. E& tönnen eingestellt werden: 24 Dienstmädchen für sofort und später ( hier und ausw.) bei hohem Lohn, 1 Kindermädchen, 2 Hausmädchen, 1 Küchenmädchen, 2 Schreiner( hier), 2 Schreiner( ausw.), einige Tapezierer für dauernde Arbeit bei hohem Lohn nach ausw., 2 Steinhauer( ausw.) 1 Anstreicher( ausw.) 5 Schneider( hier), 2 Schneider( ausw.) 1 Krankenpfleger, 1 jüngerer Kellner, 1 Gärtner, 6 landwirtschaftl. Knechte, 1 landw. Arbeiter, 1 Gartenarbeiter, 1 Aufseher, 1 Pferdefnecht, 7 Hausburschen, 1 desgl., der Gartenarbeit verrichten kann, 1 Weißzeugnäherin, 2 Köchinnen, 4 Lauf- bezw. Putzfrauen, 1 Waschfrau, 3 landw. Mägde, 1 Milchaustragerin. Die am 8. November 1902 angeordnete Sperre des Gäßchens„ Auf der Bach" wird hiermit aufgehoben. Gießen, am 4. April 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Kainit u. Chomasmebl laut Untersuchungsatteste vorzügliche Qualität zu billigen Preisen bei Alle Sorten Kleeund Grassamen Heinrich Völzing, empfiehlt billigst Groß Felda. WUK Robert Stuhl Gießen, Neustadt Brennholz. Von heute ab offeriere gebackt à 1.40 Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Spengler, 3 Schmiede, ( 1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Küfer, 4 Schlosser, 2 Schreiner, 1 hier, 1 ausw., 1 Stellmacher und Wagenbauer( ausw.), 3 Buchbinder, 3 Bäcker( 1 hier, 2 ausw.), 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen Aufgebote. Am 27. März. Peter Bachmann, Schuhmacher dahier mit Elisabeth Hebestreit in Kirchworbis. 28. Augustin Blaz, Gendarm dahier mit Lina Elisabeth König in OberMörlen. 30. Johann Jakob Anton Luy, Bierbrauereibefizer in Weylar mit Wilhelmine Katharine Christiane Eltsabeth Euler dahier. 31. Friedrich Wilhelm Schäfer, Schneider dahier mit Marie Kraustopf in Essershausen. Otto Wilhelm Karl Adolf Bergen, Kaufmann dahier mit Johanna Wilhelmine Berdug in Marburg. Johann Karl Eduard Ludwig Schönhut, Kaufmann in Haarlem mit Anna Marie Euler dahier. 2. April. Heinrich Friedrich Uhl, Maschinenheizer dahier mit Franziska Wilhelmine Eberwein in Gelnhausen. Philipp Jakob Nacke, Zäpfer dahier mit Marie Juliane Muhl dahier. Prim. Tannen- Brennholz Rester Kitchen Extract seichnitten à 1.30 mr. pro Ctr. Bei 5 Ctr. frei ans Haus geliefert. Der Mann erhält dadurch Andreas Euler. Berelchert Mann und Frau: eine bessere Kost und die Frau hat geringere Wirtschaftskosten. Sinige ſchön möblierte Zimmer mit oder ohne Pension zu Bismarckstraße 17. vermieten. Sin schön möbl. 3immer zu bermieten. Näh. Grandplay 14, 3. St. Spareinlagen werden je nach Kündigung bis Versteigerung. Montag, den 6. April, nachmittage 2 Uhr Fortsetzung der Versteigerung im Bieter'schen Saale, wobei zum Ausgebot fommen: Knabenfilzhüte, Mädchenmühen, Sportmühen. Steppballon, Sommer-, Winter und Forstmüßen, Glühftrümpfe, 4 Filz= platten, Filzfohlen, Tuchstoffe in schwarz, Eskimo, blau, gelb, violett, grün, 175 Schwrife u. a. m. Die Versteigerung findet ganz bestimmt statt, Geitler, Gerichtsvollzieher. Klein- Linden. Unserm Gasthalter Balthasar stattfindenden Geburtstag ein dreiHinterlang zu seinem am 6 ds. fach donnerndes Hoch, daß es auf der Frankfurterstraße erschallt und in der Wirtschaft wiederhalt. Seine Gläserleerer! In Steuersachen fertigt Berufungen, Vermögensund Einkommensteuer= erklärungen auch erteilt Auskunft. Ed. Rotté, Gießen, Kaplansgasse 2, II. Flechtenkranke, trodne, nässende Schuppenflechten Eheschließungen. Am 28. März. Heinrich Wilhelm Eißer, Schlosser meister in Hungen mit Johanna Dörner dahier. Wilhelm Adolf Ludwig Gabriel, Hilfsheizer dahier mit Elisab th Hedwig Anna Schufft dahier. Heinrich Phil pp Pfeiffer, Sergeant in Darmstadt mit Anna Elisabeth Röder dahier 2. April. Adolf Reinhard Ludwig Staudt, Kaufmann da hier mit Auguste Johanna Noll dahier. Geborene. 24. März. Dem Tapezier Wilhelm Nees ein Sohn, Heinrich Wilhelm. Dem Maurer Ernst Hauser ein Sohn, Hermann. 25. Dem Wirt Konrad Ruth ein Sohn, Karl 26. Dem Bückermeister Louis Engelhardt eine Tochter, 26. Dem Dachdecker Karl Adolf Thielmann eine Tochter, Wilhelmine Charlotte, Marie. Dem Schlosser Hermann Güldenpfennig eine Tochter Lucie Luise. 27. Dem Eisendreher Friedrich Römer ein Sohn. Dem Oberpostassistent Friedrich Pabst ein Sohn. 28. Dem Maurer Wilhelm Walter ein Sohn, Karl Wilhelm. Dem Kaufmann Otto Pozernheim ein Sohn, Julius. 2 April. Dem Baumeister Adolf Braubach ein Sohn. Gestorbene. 28. März. Viktor Friedrich Wilhelm Kammer, 1 Jahr 1 Monat alt, Sohn des Oberpostaff stenten Wilhelm Kammer dahier. 29. Johannete Lein, 82 Jahre 9 Monate alt, Näherin dahier. 30. Hermann Teigler, 22 Tage alt, Sohn 39 Jahre 8 Monate alt, Reallehrer dahier. des Wirtes Friedrich Teigler dahier. 30. Rudolf Rückert, Ernst Roch, 2 Monate alt, Sohn des Kaufmanns Karl 1. April. Koch dahier. 2. Heinrich Jafob, 37 Jahre 11 Monate alt, Taglöhner dahier. Marktbericht. Gießen, 4. April. Auf dem heutigen Bochenmartt fofteten Butter per Pfd. 1.00-1.20 Mt. Hühnereier 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneierSt 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Vfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Viter 32 Bfg. Tauben per Paar Mt. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt 1.00-1 70, Hahnen, ber Stüd Mt. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Big., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 66-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6 50 mt., Zwiebeln per 3t. m. 6.00-7.00, Milch per Piter 18 Big. ** Marktbericht vom Grünberger Frucht martt, 4. April. Weizen für 2 Ctr. Durchschnittspreise 17,90 Mt. Korn Gerste Hafer Erbsen Kartoff. " " " 1 " 11 " " " " 1 " 1 11 14,34 14,36-15 Mr. 14,-14,52 " 11 " 1 " 1 " 17,20 Mr. " " 6-6,50, Couverts mit Firma von Mk. 3.50 an, liefert die Expedition. Schlachthaus Gießen. Ochsenfleisch 50 Pf. Heute u. Montag. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr.1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen BeltFedern Ein Schweizer gesucht. Ed. Klinkel, Bahnhofstrafe 10. Bettfedern u. Daunen, Barchent, Bettzeug, Bett- Cattune. Damaste, Betttuchleinen u. Halbleinen. bestben äh te Qualiläten empfehlen billig M. Hartmann Nachfolger. O Grünberg. 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Der Großherzog fehrte gestern nach mehrmonatiger Abwesenheit in die Residenz zurüd. Es war ein schneidend falter Wintermorgen, als der italienische Schnellzug den hohen Landesherrn nach sonnigeren Gestaden führte; von Marseille war das Reiseziel der ferne Orient, wo in der altberühmten Residenz der indischen Herrscher, Delhi, die denkwürdige Verkündigung der Krönung des Königs unter geradezu märchenhafter Prachtentfaltung stattfand, woran dann eine hochinteressante Reise durch Indien und das Wunderland der Pyramiden sich anschloß. Es war unserem Landesfürsten beschieden, mit regem Geiste und hohem Intereffe eine Fülle großartiger Eindrücke und Erlebnisse in dem fernen Lande aufzunehmen und Erfahrungen zu sammeln, die fruchtbringend sich erweisen dürften. Ein sehr glücklicher Stern waltete über der ganzen Reise, auf der der Großherzog sich stets des besten Wohlseins erfreuen fonnte und hat das Hessische Volk die große Freude, seinen Landesherrn in erwünschtem Wohlsein in die Haupt- und Residenzstadt zurückkehren zu sehen. ** Ernannt wurden am 31. März der zweite Staatsanwaltsgehilfe Georg Denn in Mainz zum Hilfegerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Friedberg, der Gerichtsschreibergehilfe Karl Rau in Herbst ein zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Alsfeld, der Gerichtsschreibergehilfe Johann Heinrich Wambold in Grünberg zum Silfsgerichts schreiber bei dem Amtsgericht Fürth, der Gerichtsschreibergehilfe Heinrich Fisch in L'aubach zum Hilfegerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Offenbach, der Gerichtsschreibergehilfe Ludwig Scharmaun zu Lich zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt, und der Gerichts schreibergehilfe Christian Otto Schäfer in Büdingen zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gernsheim. Den Titel Professor erhielt der Oberlehrer am Realgymnasium Herr Josef Luley. In dem Spielplan für die 2. Hessisch- Thüringische ( Mitteldeutsche) Staatslotterie sind die Biehungstage wie folgt festgesetzt: 1. Klasse 9. und 11. Mai, 2. Klasse 9. und 10. Juni, 3. Klasse 4. und 6. Juli, 4. Klasse 28. Juli, 5. Klasse 13. August, 6. Klasse vom 9. September bis 1. Oktober d. Js. Auch diesmal sind für die Schlußziehung wieder Prämien von 300 000 und 200 000 Mt. bestimmt, während in den Vortlassen Prämien von 60 000-100 000 Mark vorgesehen sind. dem Jungvieh trennen. = Sponsheim, 3. April. Die Ermordung des Frl. Honorma Steiner ruft in der ganzen Umgegend die größte Teilnahme hervor, da die alte Dame wegen ihrer Nächstenliebe und Mildthätigkeit weit und breit bekannt war. Im Feldzuge 1870/71 hat sie eine große Thätigkeit als Krankenpflegerin entfaltet. ** Gestern Nachmittag tagte im Lenz'schen Felsenkeller| Erwartung eines guten Grünfutterstandes nur schwer von eine Versammlung von Landwirten unter dem Vorsize des Herrn Landtagspräsidenten Haas. Anwesend waren unter Anderen die Herren Landtagsabgeordneten Dr. Heidenreich, Köhler und Hirschel, sowie Herr Defonomierat Schlente. Zweck dieser Versammlung war, gemeinschaftliches Zusammengehen aller Landwirte zu einer Genossenschaft, welche gemeinschaftliche Bezüge von Dungmitteln erstrebt, besonders wurde empfohlen die Erbauung von Kornhäuser. Die Erwägungen waren sehr interessant und wird sich die Sache bei einer weiteren Versammlung enger gestalten. Der Wunsch des Genossenschaftssizes ist auf Friedberg durch Stimme der Mehrheit gefallen, jedoch noch nicht bestimmt, indem bei nächster Versammlung darüber abgestimmt werden wird. K. P. Fernsprechverkehr.] Zum Sprechverkehr mit Gieken werden vom 10. April ab zugelassen: München ( nebst Jemaning, Pasing und Plansgg), Nürnberg( nebst Fürth, Bayern), Pottenhorn, Steinperf, Niedereisenhausen, Gönnern( Kreis Biedenkopf), Lipfeld( Bez. Wiesbaden). sute sparsame Kilche AGG 2Portionen vorzüglicher Suppe ERBSWURST für 10 Pfg [ Besizwechsel.] Herr Steinhauermeister Abbach faufte vom Herrn Seifenfabrikanten Hanau 2000 Dm Baugelände zum Preise von à 8 Mt. Bemerkenswert hierbei ist, daß Herr Hanau vor einigen Jahren dasselbe Gelände fäuflich erworben, aber zu sehr einem niedrigen Preise, von pro Dm. 80 Pfennig. Aus Hessen und nachbargebieten. *** Wie aus Darmstadt mitgeteilt wird, finden die diesjährigen Manöver des 1. Großh. Inf.( Leib garde-) Regts. Nr. 115 vom 10. bis 23. September, und zwar in Oberhessen, statt. *** Ehringshausen. Bei der Rückfahrt der Rekruten am Donnerstag von Alsfeld nach ihrem Heimatsort schlug ein Refrut von Merlau einer Frau aus Ehringshausen mit einer Flasche so auf den Kopf, daß noch am selben Tage ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Dem Burschen wird die Kraftprobe teuer zu stehen kommen, da Anzeige erfolgt ist. Fulda, 3. April. Bei der Submission auf die städtische Kanalisation betrug das höchste Angebot 868 707 Mt., das niedrigste 358 895 Mt., also über eine halbe Million weniger! Aus Nassau, 3. April. Im Wahlkreise HöchstHomburg- Usingen stellen die Nationalliberalen den Geh. Justizrat Rißer in Berlin als Reichstagskandidaten auf. Rießer ist geborener Frankfurter. Er erhielt soeben das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipp des Großmütigen. = Die Aussicht auf eine retche Futterernte machen sich auf dem Frankfurter Viehmartte bemerkbar. Seit langen Jahren hat fein solcher Kälbermangel geherrscht wie jezt, da sich die Landleute in der sicheren und berechtigten Man verlange ausdrücklich MAGGI's Suppenwürfel Von der Rhön, 3. April. In Ostheim v. d. H. ertränkten sich die Spezereihändlerseh leute Müller. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fitung. - Gießen, den 3. April 1903. Der stellenlose Kellner Emil G. aus Crefeld, welcher im hiesigen Gesellschaftsvereinshause bettelte, vertauschte bei dieser Gelegenheit seinen alten Hut mit einem dort befindlichen neuen, auch entwendete er am nämlich n Tige in einer Wirtschaft einem Gast den Spazierstock und entfernt: sich damit. Heute gibt er an, am genannten Tage sinnlos betrunten gewesen zu sein, so daß er nicht mehr wisse, was er getan hat. Es wird ihm nachgewiesen, daß dies feineswegs der Fall war, weshalb ihn das Gericht des Diebstahls und der Uebertretung für schuldig erklärt und zu 10 Monaten Gefängniß und einer Woche Haft verurteilt. Philipp P. von Großen- Buseck, ein gewerbsmäßiger Bechpreller, ließ sich in einer dortigen Wirtschaft unter Verschweigung seiner Mittellosigkeit bewicten. Unter Einbeziehung früherer Strafen wegen gleichen Vergehens wird auf eine Gesamtstrafe von 9 Monaten Gefängnis erkannt. Der in Frankfurt a./m. verheiratete Friedrich Heinrich Sch., entwendete in feinem Geburtsorte Vilbel, in einem Hause wo er die Verhältnisse genau fannte, mittels Einbruch den Betrag vou etwa 260 M. Trog leugnen hält thn die Rammer für überführt und nimmt ihn in eine Buchthausstrafe von 2 Jahren und 20 Tagen; auch werden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahren aberkannt. Die Sache gegen Heinrich B. von Homberg a. d. D., wird behufs weiterer Beweiserhebungen vertagt. Philipp Heinrich St. von Vilbel welcher wegen Gewerbesteuer- Kontravention zu 90 M. Strafe verurteilt war, wird in heutiger Berufungsverhandlung freigesprochen. - Wegen derselben Uebertretung wurde Bernhard Weinberg von Lichenroth mit einem Strafbefehl bedacht. Vom Schöffengericht Herbstein freigesprochen, verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung und wird Angeflagter in eine Geldstrafe bon 30 Mt. genommen. Drud und Verlag der Gießener Berlagsbruderet, borm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr.1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. mit der Schutzmarke Sie ermöglichen in fürzester Zeit, nur mit Waffer, wohlschmeckende, nahrhafte Suppen herzustellen. Ein Würfel à 10 Pfg. gibt 2 Teller. Mehr als 30 Sorten. KREUZ + STERN Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erfältung oder lleberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, bessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt find. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen. reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erftit. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Bopfschmerzen Buffoßen, Sodbrennen, Blähungen, Yebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so beftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Bolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und cines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, fowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke lang'am dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ginährung, regt ben Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Danfschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, Wehlar, Fronhausen, Braunfels, Buhbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, gich, sungen, Laubach, Bad- auheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. 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