Nr. 79. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Boft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Selfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Freitag, den 3. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 81 Die einipaltige Betitzelle für Gießen wh ganz Oberbeffen, die Kreise Beglar und Marburg 10 Pfe fenft 15 Bfg.; Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 fe Bofzeitungslifte No. 8869. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 9 Fernsprechanschlaf Kr, 363. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die mazedonische Gefahr wächft! Jeder Tag erweckt neue und größere Besorgnisse wegen der Borgänge in Mazedonien und der Folgen, die fie leicht auch für den Frieden Europas haben können. Und es sind nicht so sehr die von den mazedonischen Banden verübten, täglich zunehmenden Greuel, die diese Besorgnisse wachrufen: Es ist vielmehr die Beobachtung, baß in dem ,, europäischen Konzert" sich recht sch.ille Tis. harmonien geltend machen, daß die Einigkeit der Mächte in der Behandlung der mazedonischen Frage, die allein eine Aufrechterhaltung des europäischen Friedens gewährleisten kann, in die Brüche zu gehen droht. Ein von ber Petersburger offiziösen Presse veröffentlichter Artikel, der in politischen Kreisen außerordentliches Aufsehen, ja Bestürzung hervorgerufen hat, beleuchtet wie ein Fanal die Machenschaften einzelner europäischer Kabinette in der mazedonischen Kerise und die Größe der europäischen Gefahr, die aus diesen Treibereien sich ergibt. Frankreich und England sind nach der Darstellung der Petersburger Offiziösen die Mächte, die in der maedonischen Angelegenheit Intriguen spinnen. Die Kritik des Vorgehens Frankreichs ist in außerordentlich scharfem Tone gehalten und bedeutet nicht viel weniger als eine offene Absage, als einen Brach mit der verbünbeten Republik. Den Politikern an der Seine wird in unverblümten Wendungen vorgeworfen, daß ihre Bemü hungen, in der mazedonischen Frage Frankreich in den Bordergrund und Rußland in den Schatten zu stellen, sich als Beschüßer der Balkanstaaten aufzuspielen, nicht nur für Rußland beleidigend, sondern auch höchst gefährlich seien, weil dadurch die Mazedonier zu ihrem Trei ben ermutigt würden. Ziemlich mitleidlos wird den Franzosen vorgehalten, daß sie alle lezten Erfolge der Türkei gegenüber nur der Unterstüßung Rußlands verdanken, und die französische Diplomatie auf dem Balkan wird der Doppelzüngigkeit und der Begünstigung der bulgarischen Mazedonierpartei ofen und bitter an getlagt. Am bemerkenswertesten aber ist folgender Eat in diesem Absagebrief an die französische Balkanpolitik: ,, Die neue Rolle Frankreichs auf dem Balkan habe der mazedonischen Revolutionspartei und den mit ihr sympathisierenden bulgarischen Ministern Anlaß gegeben, auf die Hilfe Frankreichs und Rußlands zu hoffen und anzunehmen, daß Rußland, das sich zunächst aktiver Handlungen auf eigene Rechnung enthalten wolle, hinter dem verbündeten Frankreich stehe." Wer zwischen den Zeilen russisch- offiziö er Aus a fungen zu lesen versteht, der wird aus der Mitteilung, daß Rußland sich zunächst" eines Eingriffes in die mazedonischen Wirren enthalten will, unschwer herauslesen, daß Rußland thatsächlich an ein Einschreiten denkt. Die Verantwortung dafür auf England und Frankreich abzuwälzen, ist der Zweck der russischen Auslassung. Ein solcher Eingriff Rußlands würde aber nicht mehr und micht minder als eine Einleitung zur Aufrollung der orientalischen Frage und damit eines europäischen Kricges bedeuten. Wenn Rußland mit bewaffneter Hand aus dem Balkan einschreitet, wird Desterreich- Ungarn nicht zurückbleiben, und England, Frankreich und Italien erst recht nicht. Es ist nicht zu leugnen, daß Rußland, wenn die Türtei mit den Revolutionären nicht bald fertig wird, vor allen anderen Mächten einen Vorwand zum Einschreiten hat, weil ihm das Attentat auf den russischen Konful in Mitrowiza gebietet, auf einer Sühne sür diesen Völkerrechtsbruch zu bestehen. Wenn Rußland und nach ihm die anderen aus dem Balkan interessierten Mächte in Mazedonien einschreiten, wird man sich zunächst wahrscheinlich auf eine gemeinsame militärische Offupation Mazedoniens nach dem Muster der kretischen einigen. Aus einer solchen gemeinsamen Okkupation müssen dann über kurz oder Yang Zwistigkeiten sich ergeben, die sehr leicht der Anfang eines allgemeinen europäischen, ja eines Weltkrie ges bilden können. Auch wir Deutsche würden bei einem solchen Kriege nicht untätige Zuschauer bleiben dürfen, so wenig uns die letzte Ursache eines solchen Krieges, die Balkanfrage, angeht. Unter diesen Umständen würde die Pforte sich ein bleibendes Verdienst nicht nur um die Erhaltung der Selbständigkeit der Türkei, sondern auch um den Frie den und die Wohlfahrt Europas erwerben, wenn sie in schärfster Weise gegen die Aufständischen vorginge und die Revolution niederzwänge. Möglich ist ihr das, wenn man sie ruhig gewähren läßt. In englischen Blättern wird schon jest kategorisc erflärt, daß England eine einseitige Einmischung Ruß lands und Oesterreichs auf der Balkanhalbinsel nicht dulden werde. Ueber das Attentat auf den russischen Konsul Echtscherbina in Mitrowiza wird noch berichtet: DEL πυπι moegleitung eines sawassen( polizisten) und einer militärischen Schuhwache abends sein Haus verließ, trat ihm ein Soldat von albanesischer Herfunft namens Ibrahim entgegen, der, scheinbar grüBend, sein Mausergewehr auf ihn abfeuerte und ihn in der linken Seite verwundete. Nachdem Ibrahim sodann noch auf den Kawassen geschossen hatte, wurde er von der Begleitung des Konsuls festgenommen. Eine bulgarische Bande überfiel ein Dorf an der Orientbahn, ermordete einen bulgarischen Mühlenbe sizer, der sich trot Drohungen geweigert hatte, sich dem Aufstande anzuschließen, tötete auch den Mühlenknecht und schlachtete die schwangere Gattin des Müllers barbarisch ab. Jm Bezirk Tetowo plünderten die- christlichen! Mbanesen mehrere serbische Dörfer und steckten zwei serbische Kirchen in Brand. Sechzehn türkische Landwehr- Bataillone aus Meinasien sind zur Bekämpfung der Unruhen nach Mazedonien beordert worden. Die Politik. Kaiser Wilhelm in Dänemark. -( Kaiser Wilhelm hat am Donnerstag Nachmittag seinen Fuß auf Dänemarks Erde geseßt. Vom Salut der Seeforts der dänischen Hauptstadt und der Geschütze der Orlogschiffe im Hafen bewilliommnet, traf die ,, Hohenzollern" von dem kleinen Kreuzer Tymphe" und dem Depeschenboot ,, Sleipner" gefolgt, nachmittags in openhagen ein. Der greise König Christian ließ es sich trotz seiner 85 Jahre nicht nehmen, den Herrscher des mächti gen Nachbarreiches zu begrüßen, noch ehe der Kaiser von Bord ging. Von sämtlichen Prinzen des Königshauses begleitet, begab sich der König gleich nach dem Eintreffen der deutschen Schiffe an Bord der Hohenzollern", wo beide Monarchen sich herzlich begrüßten. Dann ging der König wieder an Land, wo ein Zeltpavillon errichtet war, und wo die Minister, die höchsten Zivil- und Militärbehörden der Hauptstadt, die Mitglieder des diplomatischen Korps u. a. sich versammelt hatten. Gleich nachher traf auch der Kaiser dort ein. Nach der Vorstellung des Gefolges schritt er dann, vom Könige begleitet, die Ehrenwache eine Kompagnie Gardegrenadiere ab. Unmittelbar nachher erfolgte unter Eskorte von Gardehusaren die Abfahrt nach dem Residenzpalast, wo sich sämtliche fürstliche Damen versammelt hatten. Im Laufe des Nachmittags wurden Besuche ausgetauscht. Abends fand die königliche Galatafel statt, bei der eine ganz ungewöhnliche Pracht entfaltet wurde. Die gesamte dänische Presse begrüßt den Kaiser aufs wärmste; die Blätter nennen den Kaiser nicht nur den Gast des Königs, sondern auch den des dänischen Volkes, und geben der Hoffnung Ausdruck, daß der Kaiserbesuch dazu beitragen werde, daß Dänen und Deutsche sich besser kennen lernen, besser verstehen und gute, freundnachbarliche Beziehungen zu einander unterhalten werden. Zu Ehren des Kaiserbesuches verlieh König Christian dem Kopenhagener deutschen Gesandten v. Schön das Großkreuz des Tanelrog- Ordens. Eine französische Schlappe in Algier. Einzelheiten über den Ueberfall, der kürzlich von 150 Beduinen bei Ksar el- Azug auf eine von französischen Spahis und Schüßen begleitete Karawane gemacht wurde, werden jetzt bekannt. Danach dauerte der Kampf von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends. Die Franzosen kämpften, bis sie keine Patronen mehr hatten. Dann fam es zum Handgemenge. Schließlich blieben die Beduinen Herren des Plazes. Die Franzosen hatten 9 Tote und 13 Verwundete, darunter einen Offizier; zwei wurden vermißt, von denen einer inzwischen sterbend gesunden worden ist. Auch die Angreifer hatten schwere Verluste; 8 Tote ließen sie auf dem Plaze, die anderen Toten und Verwundeten führten sie auf den 40 erbeuteten Kamelen mit hinweg. Abdul Aziz in Nöten. = Allen Ableugnungen zum Troy Tommen täglich neue Meldungen über die Ausbreitung der Rebellion im nördlichen Marotto. Im eigenen Heere des Sultans sind Meutereien an der Tagesordnung. Aus Tanger wird gemeldet: In Jez haben Kämpfe zwischen verschiedenen Teilen der Regierungstruppen stattgefunden. Auch die Beamten in Tanger geben offen ihrer Besorgnis Ausdruck. Die Straße nach Fez ist gesperrt, da ein Kampf zwischen den Stämmen der Beni- Hassan und der ScherAghda stattfindet; auch die Straße zwischen Tanger und Tetuan ist noch nicht frei. Die Regierung zeigt sich nach wie vor vollständig untätig. Bei den Zuständen, die im Sultansheere herrschen, ist das kein Wunder. Zu guterletzt wird es doch wohl zu einer europäischen Intervention tommen. Kurze politische Nachrichten. * Die Meldung eines Wiener Blattes, Graf Bülon werde nach seiner italienischen Reise sich nach Wien be geben, trifft nicht zu. * Der Trierer Schulstreit ist jetzt beigelegt. Ein katholischer Oberlehrer wird demnächst an der Trierer Töchterschule und am Seminar den Unterricht im Deutschen und in der Geschichte erteilen, und die Pfarrgeistlichkeit wird im Auftrage des Bischofs Korum den Religionsunterricht übernehmen. Die Forderungen des Bischofs sind also von der Regierung erfüllt worden. Die in Deutsch Südwestafrika angesiedelten Buren sollen mit den Weideeigenschaften des Landes unzu rieden sein. Es heißt, daß die 1300 Burenansiedler nach und nach auf britisches Territorium zurückkehren werden, obwohl die deutsche Verwaltung alles thut, um die Buren in der Kolonie zu behalten. * Das britische Unterhaus hat ein Gesetz angenommen, wonach der Mannschaftsbestand der Flottenreserve erhöht und bei den verschiedenen Dienstzweigen Marine Freiwillige eingestellt werden sollen, die in Kriegszeiten zum Dienst in allen Weltteilen verpflichtet sein sollen. * Das englische Kriegsamt bestellte zwei Batterien 12 und 18- Pfänder für Reitende und Feldartillerie. * Eine große Volkskundgebung gegen die Verhaf tung des Russen Goetz in Neapel, der angeblich Nihilist ist, fand am Donnerstag in Mailand statt. Die Menge riß vom russischen Konsulat die Fahnenstange herunter und wars die Fenster des Gebäudes ein. Polizeimannschaften, die dem Treiben Einhalt tun wollten, wur. den verwundet. * Mit Rücksicht auf die vielfachen Beschwerden über den Sklavenhandel in der italienischen Kolonie Be nadir hat die italienische Regierung jezt den Admiral Mirabello dorthin entsandt, um eine Untersuchung einzuleiten. Auch der Papst wendet der Angelegenheit seine Aufmerksamkeit zu und unterstüßt die Entsendung einer privaten Untersuchungskommission. * Die Revolution in San Domingo nimmt dauernd zu. Die Einwohner verschiedener Städte haben sich den Rebellen angeschlossen. Die Citadelle der Hauptstadt, deren sich die Aufständischen bemächtigt haben, wird gegenwärtig von dem Regierungskreuzer Präsidente" beschossen. * Der französische Minister des Auswärtigen Delcasse, der Marineminister Pelletan und der Arbeitsminister Maruejouls werden den Präsidenten Loubet nach Algier begleifen. Delcassé wird demgemäß an der Vegegnung mit König Eduard teilnehmen. 6. Sigung. Preussischer Landtag. Herrenhaus. Eigener Bericht. das Verkehrs- und Steuerfragen. Wie neulich im Abgeordnetenhause, so legte heute im Herrenhause der neue Herr im Eisenbahnministerium sein Programm dar. Auf der Tagesordnung stand zunächst der Eisenbahnetat, und Herr Budde benuẞte einige aus dem Hause laut werdende Anregungen, um zu erklären, eine Tarifreform, d. h. eine Tarifverbilligung, sei nicht möglich. Er habe zu erhalten, nicht zu ruinieren. Ruinieren aber würde er die Eisenbahnverwaltung durch eine Herabsehung der Tarife. Dann bestätigte der Mi nister, daß im preußischen Staatshaushalt für 1902 in folge der Sparsamkeit der Eisenbahnverwaltung brohende Defizit vermieden worden sei, und stellte unter bem Beifall des Hauses fest, daß auch der Etat für 1903 aus den gleichen Gründen mit einem Ueberschuß abschließen werde. Dann erledigte das Haus ohne we sentliche Debatte den Justizetat und schließlich den Etat des Ministeriums des Innern. Bei letzterem gab es einige Auseinanderseßungen über die Lage der kleinen und der großen Städte. Minister v. Hammerstein teilte mit, die Regierung werde demnächst zur Erleichte rung der Schullasten der Kleinen Städte ein Schulverwaltungsgeseß vorlegen, und riet den Gemeinden zur Eparsamfeit. Eine längere Debatte über die steuerliche Belastung der Städte und des platten Landes schloß lich an. Nab und fern. * In der Angelegenheit der Prinzeffin Luise scheint eine Wendung bevorzustehen. Verschiedene hochstehende Persönlichkeiten sind am Werke, den König von Sachsen zu einer milderen Auffassung zu bewegen und ihn bis zu einem gewissen Grade mit seiner früheren Schwiegertochter auszusöhnen. Damit bringt man auch eine Reise des sächsischen Ministerpräsidenten v. Meßsch nach Gendone in Verbindung, wohin ihn König Georg telegraphisch berufen hat. Herr v. Meßsch hatte auf dem Münchened Bahnhof eine längere Unterredung mit dem dortigen sächsischen Gesandten v. Friesen. XX Die Beurteilung Anna Rothes in Spiritisten' Areisen scheint sich doch etwas geändert zu haben. In einer Berliner Epiritistenversammlung nahm nur der befannte Dr. Egbert Müller für die Mediumschaft der Rothe Partei. Die übrigen Stedner sprachen sich in vers nichtender Weise über die Machenschaften der Rothe und die Leichtgläubigkeit ihrer Anhänger aus. Ihr Impresario, der Ebrachlehrer Mar Senbich, foll fich - willensträftig empor ihn fast Eine auf der Zunge, einzig die Witwe und die Mutter des Chefs des Hauses!" Brenfmanns an, besonders mich, hörst. Die soeben verhandelte Angelegenheit geht aber daß du nur als mein Bruder in das Himmelreich gefeindselig an. Berzeih, Lebrecht, wenn ich dich erinnere, und die Augen blitten als die Eine dicke, dunkle Ader zog sich über Maschkes Stirn. Getting Saf i deinen Gohn doch Grisabeth Aber die willen! Nur nicht der feindseligen Regung im Geräusch eines vorfahrenden Wagens besser hören mußte. erhob sich nur, um an das Fenster zu treten, wo sie das neuе Nahrung zuführen! Cie zwang jede Antwort zurü die schwere Haustür gegangen war, flangen harte Erwarteten famen doch zu Fuß. Nachdem gereizte sie bezämte fich um des Kinde schwebte Frau unten ebenso sichtig hinzu. schön, wie der deine, setzte sie aber doch vorDas kleine, lichtblonde Mädchen, schlingung. Ich habe keine usine, Papa hat mir mit eine Rosenknospe, löste sich unverseh tisch und rosig wie ,, tomm, begrüße sie, deine liebe seusine mals von einer solchen gesprochen!" blizenden Augen. Damit flüchtete sie aus ihrer Umfatex, der mit verstohlnem Lächeln, doch ichibie Szene zugefehen hatte sprang fic aus Der Equipage, um gleich Bürdevoll, taunt mit den Fingerspißen den berührend, an seiner darauf Seite hellblauen zur Kirche zu schreiten. und den Glanz, den sie Aermel des Leutnants funkelnden Augen wetteifert.n mit der Glut, die ihr reiihrer unmittelbaren Nähe entfalten jabh. Ihre schwarzen, vergaß den heiligen Ernst der Stunde über die Pracht Charitas war ein höchst weltliches Menschenfind; sie heute zum erstenmale sich in spiritistischen Blättern zufolge, wohlbehalten in newyor? befinden und mit Berliner Freunden in Briefwechsel stehen. ‡ Den vierzigsten Selbstmor. versuch machte in Wien ein 63 jähriger Harmonilaspieler namens Wolfsgruber, indem er eine Phosphoclösung tran?. Aerzte des Freiwilligen Rettungsforps reichten ihm Gegenmittel und brachten ihm ins Spital der Barmherzigen Brücer. Tie legten Selbstmordversuche ha ec am 19. Je cuar d. J. unoa m 29. Dezember v. J. verübt. Nach allem hat es den Anschein, als ob Wolfgruber den Ee bstmo dversuch zu einem Lebenslauf erhoben hat, durch den er sich schlecht und recht ernährt. Er rechnet auf die angenehme B lege im Spital, wenn er wieder einmal glücklich ,, gecettet" ist. Und daß das zur rechten Zeit eintritt, dafür sorgt er schon. Schweizer Briefmartenfälscher. Eine Briefmarkenfabrif ist in Zürich entdeckt worden. Der ,, Fabrikant", eir schickter Graveur, stellte besonders belgische 5 Fr.- Marken aus dem Jahre 1878 zum Verkauf, und zwar zum Preise Don 10 Fr. bis 12,50 Fr. Die mit dem Bilde Leopold II geschmückten Marken( bräunlich- orangefarben) sind so täu schend nachgeahmt, daß sie selbst von Kennern nicht von den echten unterschieden werden konnten. Der Grav macht? ein sehr gutes Geschäft, da er nur solche Marken, die selten geworden und im Handel kaum noch zu haben sind, nach ahmte. Er wurde verhaftet, bald darauf aber aus der Haft entlassen. † der Roman des Romandichters. Zu dem Attental gegen den Pariser Schriftsteller Marcci Prévost erfähri man jezt Einzelheiten, die den Charakter des gefeierten Romandichters gerade nicht im schönsten Lichte erscheinen lassen. Marcel Prévost kannte Emma Touret, die jetzt 34 Jahre alt ist, aber noch immer für sehr hübsch gilt, seit neun Jahren. Er, der damals noch ein ziemlich unbe tannter Schriftsteller war, wurde von der Frau Touret wie ein eigenes Kind behandelt und verzärtelt. Für die herzliche Aufnahme, die er im Hause fand, revanchierte er sich, indem er das blinde Vertrauen von Mutter und Tochter allmählich täuschte. Emma Touret soll zu jener Zeit ein Engel von Reinheit und Unschuld gewesen sein. Die Freunde des Hauses spotteten oft über die Naivetät, di: Sie sich troß ihrer 25 Jahre be rahrt hatte, und man nannte fie allgemein: ,, Die Vestalin". Marcel Prévost hat ihre Unschuld und ihr Vertrauen nicht respektiert. Sieben Jahre lang blieben der Mutter die intimen Beziehungen zwischen ihrer Tochter und dem Dichter unbekannt. Erst vor zwel Jahren will sie durch Zufall davon gehört haben. Emma hatte erfahren, daß der, den sie liebte, eine andere Neigung hatte. Sie erinnerte ihn daran, daß er ihr am Sterbebette seiner Mutter, bie von der Familie Touret mit rührender Hingebung gepflegt worden war, geschworen hatte, daß er nie eine andere Frau heiraten werde als sie. Er aber antwortete ihr fühl: Es ist wahr. Ich liebe jetzt eine andere Frau!" Da beschloß das unglückliche Mädchen, sich zu rächen, und wartete oft stundenlang vor der Wohnung bes Geliebten. Aber Marcel Prévost schien das, was ihn erwartete, geahnt zu haben, denn er kam seit zwei Jahren fast nie mehr nachhause, sondern mietete bald hier bald dor ein möbliertes Zimmer, das er rasch wieder verließ, um jeine Spur zu verwischen, bis ihn jezt doch die Rache er pilte. ::: Ein furchtbares Automobilunglüd ereignete sich bei einem Wettrennen Nizza- La Turbie. Der bekannt Amateur Graf Zborowski und der Baron de Pallange juhren mit ihrem Echnellwagen auf einen Felsen an ber Küste bei La Turbie auf. Der Graf wurde aus bem Wagen geschleudert und blieb mit zerschmettertem Schädel liegen. Der Baron de Pallange starb nach kurzer Beit an schweren inneren Verlegungen. Graf Zborowski galt als einer der vorzüglichsten Motorfahrer und hat schon vielfach erste Preise davongetragen. Eine Forschungs- Expedition niedergemehelt. Aug Aden meldet der Draht, daß der englische Forschungsrei sende Bury im Maran- Gebirge, 120 engl. Meilen nord: östlich von Aden, von Beduinen verräterischer Weise über. fallen und nebst dem größeren Teile seiner aus neun Mann bestehenden eingeborenen Begleitung getöte wurde. (!) Dem Untergang geweiht scheint die russische Stadt Andischan zu sein. Die in letzter Zeit durch zahlreich Erdbeben verwüstete Stadt ist jetzt abermals von eines starken Erderschütterung heimgesucht worden. Es ist noch unbekannt, ob Menschen dabei verunglückt sind. Bekannt lich hatten die russischen Behörden erst kürzlich den Wie deraufbau von Andischan in Aussicht genommen. J Südeuropa sind Erdbeben jetzt chronisch. In Slavonier wurde in der Umgegend von Djakovo ein drei Sekunder währender, ziemlich heftiger Erdstoß in vertikaler Rich tung wahrgenommen. Es wurde fein Schaden angerichtet Auch die Inselgruppe der Cykladen im Aegäischen Mee murden von schweren Erderschütterungen heimgesucht. [ Sein erster Gedanke.] Aus einer schwäbischen Schule bringt der Merkur ein hübsches Gen vid. Der Herr Lehrer schildert den Kleinen in anschaulicher Weise den Weltuntergang. Stellt Guch vor," sagt er, es ist die ganze Luft mit Brandgeruch erfüllt; der Sturm geht so start, daß er die Bäume entwurzelt, die Scheunentore aus den Angeln reißt und die Hausdächer abhebt! Es herrscht eine furchtbare Hize. Dabei wird's sinster und finsterer; der Tonner rollt; Blize zucken; Feuerschlünde in den Wolken öffnen sich und speien Flammen auf die Erde-" Der Herr Lehrer hält inne und fragt, um die Wirkung seiner Worte zu beobachten: ,, Nun, Xaverl, was denkst du dir da?" Einen Augenblick stuzzt der Kleine.- Dann sagt er mit vergnügtem Schmunzeln: ,, Da denk i' mir halt, daß bei so' m Sauwetter fei' Schul' is!" =[ Die gepfändeten Kühe.] Ein tragikomischer Zwi schenfall wird vom Weimarer Viehmarkt berichtet. Steht da ein ,, oller ehrlicher Landmann" mit seinen beiden Kühen und unterhält sich mit seinem Nachbar. In das anscheinend sehr interessante Unterhaltungsthema ganz vertieft, bemerkt er nicht, daß sich hinter seinem Rücken ein recht eigenartiger Liebhaber eingefunden hatte. Der blaugeknöpfte ,, Abnehmer" nahm beide Kühe freundlichst am Kopf und drückte ihnen das Gerichtsvollziehersiegel zwischen die Hörner. The deren Besizer sich recht von seinem Schrecken erholte, hatte ihm der Beamte den Zwed seines plötzlichen Erscheinens auseinandergesetzt und ver schwand mit den beiden Pfleglingen des Bäuerleins, bei dem anscheinend zu Hause ,, nichts zu holen" war. :][ Auch eine Kunstkarriere.] Von gefälschten Kunstgegenständen, die zu teuer bezahlt wurden, war kürzlich so piel die Rede, daß zur Abwechslung mal von echten Kunstsachen, die für einen Spottpreis zu haben waren, ge sprochen werden kann. So wird dem ,, Gaulois" von einen seiner Leser mitgeteilt, daß die berühmte Vase von Vores ( gallo- römischer Stil) einst für 30 Sous zu haben war. Besagter Leser hätte sie selbst für diesen Preis haben fönnen, denn der Bauer, der sie auf einem Felde in der Nähe von Chartres gefunden hatte, hielt sie wegen ihrer schmuhigen Farbe für ganz werilos und bot sie mehreren Leuten für 30 Sous zum Kause an. Es kau te sie schließlich ein leiner Beamter, der sie füc- 10 000 Francs an den Baron Seillière verkaufte. Von diesem laufte sie für 50 000 Francs das Kensington- Museum und es wird behauptet, daß das Museum heute das dop pelte dieses Preises für die Vase haben tönnte. [ Gehör- Rekord], Der Musikkritiker der ,, Petersbur ger Zeitung" schildert in einer der letzten Nummern dieses Blattes mit großer Begeisterung ein Konzert der Moskauer Liedertafel. In der Kritik heißt es u. a.:,,Als das vor Rubinstein komponierte ,, leber allen Wipfeln ist Ruh"" ge jungen wurde, herrschte im Saale eine solche Stille, das man das Steigen der Blasen in den Champagner- Gläserr beutlich hören konnte..." Der Berichterstatter hätte vor her sein Glas austrinken sollen. ‡ Die Unrechte ermordet. Ein blutiges Liebesdrama spielte sich in der ungarischen Stadt Pozsony ab. Als sich die Arbeiterinnen einer Fabrit abends nach Hause begaben, erdröhnte plößlich ein Schuß, und ein junges Mädchen namens Hilda Kupecz stürzte mit einem Ausschrei schwer verwundet zusammen. Der Bäckergehilfe Ludwig Novomeczky hatte seiner Geliebten, der Arbeiterin Agnes Méßáros, die ihn treulos verlassen, mit dem Revolver aufgelauert und wollte sie erschießen. Im herrschenden Abenddunkel hielt er die Kupecz für das Mädchen, an dem er blutige Rache zu nehmen beabsichtigte. Als er den Irrtum bemerkte, jagte er, ehe ihn jemand zu hindern vermochte, sich selbst eine tötliche Kugel in den Kopf. Bunte Chronik. In Hechingen wurde nächtlicherweile ein heftiger, von Osten nach Westen gehender Erdstoß perspürt, welcher von unterirdischem Getöse begleitet war. Im Nagoldtale wurde ein zweites Erdbeben bemerkt. Auch in Jerusalem meldete sich ein Erdbeben, das die Bevölkerung in Schrecken sezte. Doch ist der Schaden ge cing. - Der Wiederaufbau der durch Erdbeben zerstörten Stadt Andischan soll schon in nächster Zeit beginnen, und es wird zu diesem Zweck bereits eine große Zahl oon Arbeitskräften geworben. -Wie aus Cherbourg gemeldet wird, stieß das französi sche Unterseeboot ,, Narval" mit dem Schlepper der Ma rinebauverwaltung ,, Navette" zusammen. Letzterer sant, die Mannschaft wurde gerettet. Hus dem Gerichtsfaal. § Eine derbe Lektion erhielt der Musketier Johannes Meyhöfer vom 170. Infanterieregiment zu Thorn. Er hatte durch übertriebene lagen über schlechte Behandlung der Rekruten das Mitleid seiner Angehörigen wecken und Beldspenden von ihnen erwirken wollen. In einem Briefe behauptete er, die Rekruten würden furchtbar ,, geschliffen". Sie hätten von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends Dienst. Der Hauptmann habe zu den Unteroffizieren gesagt, sie jollten die Leute so lange ,, schleifen", bis sie liegen blieben. Die Hunde täten das auch usw. Als die Mutter des Meyhöfer diesen Brief empfing, sandte sie ihn kurz entschlossen an den Kaiser. Nun wurde vom Kommandierenden Genecal des 17. Armeekorps eine Untersuchung veranlaßt, welche ergab, daß die Klagen des Meyhöfer völlig unbegründet waren. Die Militärbehörde erhob nun Anklage gegen ihn wegen verleumderischer Beleidigung. Meyhöfer wurde auch vom Kriegsgericht zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. § Die verpfuschte Tenorstimme. Ein Aussehen erregender Prozeß dürfte demnächst in Paris zur Verhandlung kommen. Ein hervorragender Künstler, Mitglied der Pariser Oper, hat seine Stimme verloren, und das soll ein befannter Spezialist für Halstrankheiten verschuldet haben. Der Sänger, dessen wunderbare Tenorstimme das Ent zücken der Pariserinnen erregte, wurde eines schönen Tages plößlich heiser und ging zu dem gelehrten Ärzte, um ihn zu konsultieren. Einige Tage und vor allem bei mir in Behandlung bleiben," antwortete der Professor ,,, dann werden Ihre Kollegen vor Neid bersten müssen..." Einige Wochen vergingen, aber die Stimme kam nicht wieder, im Gegenteil, es verschwand mit der Zeit auch der letzt: schöne Rest" der Stimme! Und deshalb hat der zu Stummheit verurteilte Tenorist gegen den Arzt einen Prozeß angestrengt. Lokales. Gedenktafel für den 4. April. 1774. Der englische Dichter Oliver Goldsmith in Condon †. 1785. Bettina v. Arnim* 1793. Preußen nimmt von Danzig Besiz. 1814. Napoleon dankt zu gunsten seines Sohnes ab. 1826. Der Buchhändler Meyer in Gotha*.- 1845. Der Schriftsteller Krummacher t. 1878. Graf Wolf von Baudissin, Ueberjezzer englischer Dramen †. ** Der Frühling ist uns dieses Jahr mit Siebenmeilenstiefeln genaht. Gewöhnlich pflegte der junge Herr um diese Zeit noch an der Riviera zu verweilen. Seit 55 Jahren ist es das erste Mal, daß er seine Reiseroute zum Norden hinauf mit dieser Windeseile zurückgelegt hat. Im Jahre der Revolution, 1848, zeigte der Monat März eine ähnliche Witterung, die in den Tagen vom 15. bis 21. März zwischen 16 bis 19 Grad Reaumur schwankte. Es wurden im Freien Versammlungen abgehalten, und Ende März wurde die Hiße fast unerträg lich. Reuter beschreibt das sehr anschaulich in ,, ut mine Stromtied". Anfang Mai stand das Getreide schon so hoch, daß sich ein feister Truthahn" drin verstecken fonnte. Dann aber kam der hinkende Bote nach. Noch heißer als der Frühling war der Sommer. Die grünen Triebe versengten vor der Glut und eine furchtbare Trockenheit, die bis in den späten September währte, ließ die Feldfrüchte völlig verdorren. Es wurde ein böses Jahr für die Landwirtschaft. Hoffentlich ist uns dieser Frühling, der uns so lieblich begrüßt hat, der Vorbote eines freundlicheren Sommers. *** Wie uns Herr Professor Dr. Biermer mitteilt, ist ihm heute die Privatbeleidigungsflage des Herrn Dr. Ruhland zugestellt worden. Herr Dr. Ruhland hat die Klage beim Amtsgericht in Berlin anhängig gemacht. Der Rechtsbeistand des Herrn Professor Dr. Biermer ist Herr Justizrat Dr. Gutfleisch- Gießen. ** Morgen beginnen die Frühjahrs- kontrollversammlungen. Wir machen darauf aufmerksam, daß ein jeder des Beurlaubtenstandes, die ihm vor wenigen = * Main in den nächste Umführungsbah A Raffel, bartig vollständ Die Bimmerer, G infolge der Arbei feiern müffen. = Ane H nach der Rhei Tagen ausgehändigte Kriegsbeorderung jezt eingeklebt haben Fräulein Steim muß, sonst verfällt er in Strafe. [ Besizwechsel.] Herr Bäckermeister Spieß verkaufte sein in der Neustadt belegenes Anwesen mit dem Geschäft für 42 000 Mt. ao Herrn Bäckermeister Gengnagel. Die Einweihung der ProvinzialSiechenanstalt. II. funden. Der jähriger Neffe Tagen bei thr Im lieb Das Schön ift wohl allgem einzig ibrem danken, indem find.- Prof 8. 6. Teubnu Blätter für Vol del Boltes und felben erhalten fi im beffi gebräuche: Vor dem bie nachften 2 Der Liebhaber Spät am Abe fhon alles d fo wird am Lage der Fre aufammen in Fbrenjungfer Buchtfnechte u u beiden Sei furchten haben mit ihren Zü Gießen, 1. April 1903. Die Festteilnehmer nahmen nach Eintreffen in Stein's Garten Plaz, und es war bald die Stimmung und der gegenseitige Gedankenaustausch über das Geschehene im besten Gange. Die Reihe der hier gehaltenen Ansprachen eröffnete Herr Finanzminister Gnauth. Er rühmte die Verdienste der Provinz Oberhessen und der Stadt Gießen um das Zustandekommen dieser Anstalt, und hob hervor, daß unser Landesfürst an der Fertigstellung des Baues reges Interesse stets geäußert habe, was Se. Königl. Hoheit heute am Tage der Einweihung dadurch befundete, indem er den Herrn Landgerichtsrat Dr. Schäfer und den Herrn Ingenier Schiele durch hohe Orden auszeichnete. Einem Hoch auf Kaiser und Großherzog galten seine Schlußworte. Landgerichtsrat Dr. Schäfer gab hierauf eine Gegenüberstellung zwischen dem alten Spital, wo bis jetzt die Siechen zum Teil eine Unterkunft hatten, und den neuen hellen Räumen. Gar manchen von diesen Leuten wird es etwas ungemütlich vorfomm n, aber es werden die Insassen mit der Zeit sich in ibre nue Umgebung doch einleben; die Aussicht auf den Schiffenberger Wald schon allein wird ihnen das Gemüt leichter machen. Hoffen wir, so sagte Herr Schäfer weiter, daß Jahrhunderte lang die Kranten und Schwachen in der Provinz sich des 1. Aprils 1903 dankbar und freudig erinnern, des Tages der Eröffnung einer Anstalt, die den um Aufnahme nachsuchenden Schwachen und Alten Haus und Familie ersetzt. Wir aber wollen unsererseits auch des verstorbenen Fürsten Bismarck gedenken, des Mits begründers des deutschen Reiches und uns freuen da. rüber, daß das Haus gerade heute an dessen Geburtstag eröffnet werden fonnte. Ohne Fürst Bismarcks Verdienste um die soziale Gesetzgebung hätten wir ein Wert, wie das, welches wir heute gesehen, in seiner Vollendung besichtigen Darum wollen wir uns tonnten, nicht eröffnen fönnen. seiner ehrfurchtsvoll erinnern, von den Sißen uns erheben, und das Glas still leeren.- Die Verdienste des Geh. Ober- Baurats v. Welzien wußte Herr Justizrat Dr. Gut. fleisch in packender Weise hervorzuheben, über welche Ehrung sich der Gefeierte bedankte. Herr Provinzialdirektor Dr. Breidert nahm noch Gelegenheit des unter den Festteilnehmern weilenden Finanzministers zu gedenken und auf diesen, den Ehrenbürger Gießens, ein Hoch auszu bringen. Nach 7 Uhr nachmittags war der gemütliche Teil zu Ende und man ging mit der Befriedigung, einem guten Werke seine Stunden geopfert zu haben, auseinander. mm. Aus Hessen und Nachbargebieten. = Aus Nassau, 2. April. In Dachsenhausen wurde der 83 jährige Altersrentenempfänger Ph Zehres von einem von ihm gefällten, nach einer anderen Seite, als erwartet war, umfallenden Obstbaume erschlagen. Vom Odenwald, 2. April. Seit 3 Tagen herrscht hier Schneegestöber. Der Schnee bleibt auf den Bergesgipfeln liegen. Frankfurt a. M., 2. April.( Oberkriegsgericht des 18. Armeekorps.) Zwischen den Mannschaften der im ber gangenen Herbst von Bockenheim nach Mainz versetten 3 Schwadronen und der schon länger in Mainz garnisonierenden 2 Schwadronen des 1. Kurh. Hus. Regts.( König Humbert) Nr. 13 besteht ein gespanntes Verhältnis. Reibereien und Keilereien sind nichts seltenes. Das Gouvernement Mainz und das Kriegsgericht desselben gehen mit energischen Strafen vor, um den feindlich n Brüdern" die Mucken auszutreiben. Meistens geht der Krach ohne jede äußere Veranlassung los. So fielen am Abend des 1. Februar d. J. die Husaren Hahn, Deiseroth, Wies und Bartels von der 4. Eskadron ohne jeden Grund in dem Viaduft, in der Nähe der Harden bergfaserne, über drei Oekonomiehandwerker her und trattierten sie mit Faustschlägen und Fußtritten, denen sich die zur 1. Eskadron zählenden Schneider nur durch Ergreifung des Hasenpaniers entzogen. Heinrich Hahn, gebürtig aus Hofheim, Kreis Höchst, hatte mit dieser Heldenthat noch nicht genug. Der Kaserne gegenüber drang er mit blanker Klinge auf die ihm gänzlich unbekanten Husaren Meßler und Wolf von der 1. Eskadron ein und versezte jedem einen scharfen Hieb auf den Kopf. Wolf trug eine Wunde am Auge davon und mußte 8 Tage ärztlich behandelt werden. Das Kriegsgericht des Gouvernements Mainz hat jeden der 4 genannten Husaren wegen der gemeinschaftlichen Mißhandlung der Ropitulat auf einen S ebenfalls feir feuch ist, aud die Keuchhei trennt fichi liches Haus aber auch m Drtschaften, nur einmal. Selbstv Sei anzutreffe und der Eh Mannesperson thren Säugli nie wieder. Der hö Kirmes. Und erzählt man Defan die f fragt habe. und gefagt: jahr." Von nicht unrecht Freundschaft Fleische und geschenkt, die Reujahr erid Gaben. Bei und zu trint it die Mus aus fremben freien Schult dürfen die A aber haben e feben die au wie die in n und laffen es Für die erwac Freudentag. und Mädchen, herrliche, freie Gine be Mädchen. fonderen Bett Die Gefallen ber Buschen bie Bettel de Geradewohl jenes, und dann mit der anf eine Lifte Lanzmabb bergeben und hören überb Für d außerordent m gegenüber den Schneidern in eine Strafe von 4 Wochen Gein jedem G Linern fängnis genommen, den Hahn für die Säbelgeschichte nochheiten in 86 Tage zugelegt und auf eine Gesamtstrafe von 3 Monaten Gefängnis gegen ihn erkannt. Seine Berufung gegen das Urteil, die sich auf die Bestrafung wegen der Körperver legung gegen Megler und Wolf erstreckte, wurde verworfen, obwohl ihn Deiseroth und Wies herauszulügen suchten. Sie Borjährig billigen Pre wurden als unglaublich nicht vereidigt. Die Verteidigung elephon 30 führte Rechtsanwalt Claaß- Mainz. Biermer mitteilt, ge des Herrn Dr. in den nächsten Tagen hier ein, um die Arbeiten an der 1. Ruhland hat die Umführungsbahn in Augenschein zu nehmen. Mainz, 2. April. Eisenbahnminister Budde trifft| Außerdem muß der Bursch seiner„ Tanzmahd" bei der Kiranbängig gemacht. or Dr. Biermer -Gießen. uf aufmerksam, daß A Kassel, 2. April. Hier ist die Bautätigkeit gegenpärtig vollständig lahmgelegt, da die Maler und Anstreicher, bie Zimmerer, Schreiner und Maurerhandlanger striefen und infolge der Arbeitsniederlegung der Letzteren auch die Maurer Aus Rheinhessen, 2. April. In Sponsheim wurde - 11 ahrs- Kontroll. Feiern müssen. ihm vor wenigen nach der Rhein- und Nahe- Zeitung" das 72 Jahre alte egt eingeklebt haben Fräulein Steimer im Keller ihres Hauses ermordet aufgeifter Spieß verlaufte jähriger Neffe der Ermordeten aus Mez, der seit einigen mit dem Geschäft Tagen bei ihr zu Besuch weilte und jest verschwunden ist. Brovinzial 1. April 1905. funden. Der That dringend verdächtig ist ein 18-20. Im lieben Land der blinden Hessen. Das schöne Lied vom Lieben Land der blinden Hessen" ift wohl allgemein bekannt, ebenso weiß man, daß die Hessen einzig ihrem Mut jenes seltsam schmückende Beiwort ver danten, indem sie einst wie blind" in den Kampf gestürmt Prof. Strad Gießen gewährt in seinem bei find. treffen in Stein's 8. G. Teubnur in Leipzig erschienenen Buche:„ Hessische ung und der g r gegen Blätter für Voltstunde" einen tiefen Einblick in die Seele eschehene im besten des Volfes und erzählt von seinen Gebräuchen, wie sich die Ansprachen eröffnete selben erhalten haben, bis auf den heutigen Tag. So finden Thmte die Verdienste fich im hessischen Hinterland folgende Hochzeitsdt Gießen um das gebräuche: hervor, daß unser Baues reges Intereffe die nächsten Verwandten. Wenn dieses geholt wird, geht oheit heute am Tage der Liebhaber mit einigen guten Rednern zur Geliebten, so dem er den Herrn spät am Abend Vor dem Ja erfährt teine Seele etwas davon, außer - auf einen Dienstag- daß im Dorfe ren Ingenier Schiele son alles der Ruhe pflegt. Hat er das Ja bekommen, m Hoch auf Kaiser so wird am Freitag darauf der Weinkauf gehalten: also am te. Landgerichtsrat Tage der Freie. Den Sonntag hernach gehen die Verlobten überstellung zwischen zusammen in die Kirche; jedes derselben hat zwei Büchten echen zum Teil eine( Ehrenjungfern oder Ehrenburschen), der Bräutigam zwei en Räumen. Gar Züchtknechte und die Braut zwei Züchtmägde bei sich, welche 8 ungemütlich vor zu beiden Seiten ſizen. Der Bursche mit seinen Zücht it der Zeit sich in furchten haben Sträuße auf ihren Hüten, die Braut aber ie Aussicht auf den mit ihren Zücht nägden weder Schnaz noch Strauß. Mit ihnen das Gemüt der Kopitulation wird nicht geeilt; sie wird in der Regel Herr Schäfer weiter, auf einen Sonntag vorgenommen. Hier trägt die Braut nd Schwachen in der ebenfalls feinen Schnaß oder Kränzchen, wenn sie noch so tbar und freudig er teuch ist, auch der Bräutigam feinen Strauß; dort s pt man ner Anstalt, die den die Steuchheit als notwendig voraus. Nach der Hochzeit und Alten Haus trennt sich das Brautpaar wieder und bewohnt sein elteren unsererseits aud liches Haus meistens noch ein Jahr, manchmal weniger, oft gedenken, des Mit aber auch mehr. Ist aber das Ehepaar aus verschiedenen id uns freuen da Ortschaften, so besuchen sie sich alle vier Wochen vielleicht n dessen Geburtstag nur einmal. Bismarcks Verdienste Selbstverständlich wird auch nicht gefüßt fein Bauer ein Wert, wie do sei anzutreffen, der seine Frau während des Brautstandes und der The nur ein einziges Mal gefüßt habe. Eine llendung besichtign m wollen wir uns Mannesperson füsse gar nicht, und nur die Mutter zuweilen Siben uns erheben ihren Säugling während der Zeit des Tränkens, später aber Verdienste des Geh nie wieder. Justizrat Dr. Gut Der höchste Festtag des Hessischen Bauern ist die uheben, über welche Kirmes. Und das für Jung und Alt. Im Vogelsberge Herr Provinzial erzählt man sich, daß einmal bei einer Schulprüfung der Belegenheit des unter Dekan die kleinen Schüler nach den höchsten Festtagen geministers zu gedinten fragt habe. Ein kleiner Wicht habe den Finger gehoben ens, ein hoch auszu und gesagt:" Querst Kirmes und dann Schlachten und Neur der gemütliche Teil jahr." Von seinem Standpunkte aus antwortete der Kleine edigung, einem guten nicht unrecht. Zum Schlachtfest werden die Kinder aus Freundschaft und Nachbarschaft mit Wurstsupppe, grünem Fleische und Kuchen bewirtet, und erhalten kleine Würstchen geschenkt, die man in Beuern" Leierwürstchen" nennt. Bu 1, auseinander. mm bargebieten. jahr erscheint der" Peter"" oder das" Bu't" mit ihren Gaben. Bei der Kirmes aber gibt's nicht nur gut zu essen Dachsenhausen wurde und zu trinken, sondern auch zu hören und zu sehen. Da Bh Behres von einem ift die Musit, der Kirmesumzug, die Menge der Besucher 1 Seite, als erwartet aus fremden Dörfern und aus der Stadt. Da gibt es einen freien Schultag, und einen Tanz auf den Schwingboden" Seit 3 Tagen herrsch dir fen die Kleinen auch einmal für sich tanzen. Die Alten hnee bleibt auf den aber haben ein paar Ruhetage von der schweren Feldarbeit, 1. fehen die auswärts dienenden oder schaffenden" Kinder, ( Oberkriegsgericht des wie die in naben Dörfern wohnende" Freundschaft" wieder schaften der im ber and laſſen es sich bei gutem Essen und Trinken wohl sein. Mainz versezt 3. Für die erwachsene Jugend aber bedeutet Kirmes den höchsten ainz garnisonierenden Freudentag. Sie kann sich da von Herzen austanzen. Bursch ts.( König Humbert) und Mädchen, die miteinder gehen", haben für ihre Liebe is. Reibereien und herrliche, freie Zeit. Gouvernement Main mes noch eine Flasche Wein bezahlen( der Wirt bringt von selbst den nötigen Zuder). Das Mädchen schenkt ihm dafür einen Kirmesstrauß und ein Taschentuch, in das sie vorher mit Seide seinen Namen gestickt hat. Wie überall, so bildet auch in Hessen das Liebesleben einen der Hauptgegenstände der Volkepoesie. Das Bedürfnis der Liebe spricht in inniger, zarter Weise ein Liedchen aus dem Schlizer Land aus: Die Erde braucht Regen, Und die Sonne braucht Licht, Und der Himmel braucht Sternlein, Eh die Nacht herein bricht. Ein Ast braucht der Vogel, Um sein Nestlein zu bau'n, Und der Mensch muß ein Herz hab'n, Dem er sein's fann vertrau'n. Wie ein humoristisches Gegenstück dazu nimmt sich das Verschen aus König i. O. aus: Kraut und Riewe brauche Rege, Erbse brauche Sonnenschein, Schöne Madche fann ma liewe, Müsse net grad von Kinnig( d. h. König) sein. Ja Schlizer Land heißt es von den Burschen: Sei's im Winter auch noch so falt, Bürschlein lieben, sein sie jung oder alt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Palmarung. Sonntag, den 5. April. Landes- Buß- und Bettag. Rollefte für inländische evangelische Gemeinden, die unter vorwiegend katholischer Bevölkerung wohnen. Gottesdienst. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Gründonnerstag, den 9. April. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldungen vorher Das Liebe ohne Leid nicht sein mag, weiß man auch bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Pfarrer Scheuneim Schlitzerland: Es fließt kein Wasser ohne Steinen; Es besteht kein Leib ohne Weinen. Es blühet keine Rose ohne Dornen; Es bestehet keine Lieb ohne Sorgen. Aller Welt bekannt sind jene kleinen, meist vierzeiligen Gebidtcher, die in den Alpen beim Tanz, auf der Alm, im Wirtshaus und überall, wo junges Bolt zusammenkommt, werden, jene häufig epigrammatisch zugespiẞten gegen, ebenen fich bas gange Seelenleben des Wiper bewohners in Leid und Freud, sein Ernst und seine Heiterfeit, seine Gemütstiefe und seine Spottsucht abspiegelt. Viel weniger bekannt ist es, daß diese" Vierzeiler" durchaus nicht blos in den Alpenländern zu Hause sind, auch in Hissen sind solche Vierzeiler heimisch. Da heißt es z. B.: Ich hab gehört, die Spielmannsweiber Kreechen gar viel Kinder; Liewer will ich en Megler nehmen, Schlacht ich Schaf und Rinder. Ich hab gehört, die Fuhrmann weiber Müßten Räder schmieren; Liwer will ich en Spielmann nehmen, Rann ich mufizieren. Ich un mei junges Weib Kenne schät danze; Sie mit dem Bettelsack, Ich mit dem Ranze. Hopsasa mei Stumbele, Roch mer gele Riewe! Kleine Buwe füß' ich gern, Grouße noch viel liewe. ,, Gretche, host Du's Bett gemacht?" Na, ich hu's vergeasse. Ich hu die liewe lange Nacht Bei meim Schatz geseasse." mann. In der Johanneskirche. Abends 7.45 Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Pfarrer Euler. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Karfreitag, den 10. April. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Gemeinde erbeten. Marfusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Vormittag 11.15 Uhr: Rinderkirche für Matthäusund Markusgemeinde gemeinsam. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. In der Johanneskirche. Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Dr Naumann. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht unter Mitwirkung des Kirchengesangvereins und der Knabenchorschule. Pfarrer Euler. Die Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde und in Verbindung damit Feier des heil. Abendmahls findet am 2. Osterfeiertag in der Stadtkirche statt, die Beichte dazu am 1. Feiertag im Anschluß an den Abendgottesdienst um 6 Uhr. Am 2. Osterfeiertag, nachmittags 2 Uhr findet Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Markusgemeinde in der Stadtkirche, derer aus der Johannesgemeinde in der Johanneskirche statt. Geschäftliches. *** Mitteilungen, betr. die Weltausstellung in St. Louis. In das Reichs fommissariat für die Weltausstellung in St. Louis 1904 ist der Regierungsrat und ständige Hilfsarbeiter im Großherzoglich- h ssischen Ministerium des Innern, Dr. Eugen Maria WagBom Ehestand wissen die Vierzeiler wenig Erfreuliches ner, eingetreten. Dr. Wagner ist in Newyork geboren, zu melden. So heißt es u. a.: In meines Vaters Haus Da sieht's gar traurig aus. Da hat die Tür kein Schloß, Die Lumperei ist groß. Humoristischer flingt folgendes Verschen: Of der Höh wächst der Klee| Fourer für mei Gäulche; Wenn der Boatter ens Wertshaus giht Hängt die Mutter' s Mäulche; Wenn se vawer de Kaffi trinkt, Heppt se wai e Distelfint. Wie überall im echten Volkstum steckt auch im lieben Land der blinden Hessen noch ein gut Teil AberEine besondere Kirmessitte ist das„ Herausspielen" der glauben. Vielfach verbreitet im Volke sind folgende Wird ein Kind zu Taufe geschickt, so wird ein Krüstmit energischen Strafer Mädchen. Der Name jedes Burschen wird auf einen be- Regeln: Mucken auszutreiben fonderen Bettel geschrieben, ebenso der Name jedes Mädchens. Berandaffung, lot die Gefallenen fiber in ein info bures bleet, Better den Brot mit eingewidth greift, senn ein Jäger einem there, 37, bie Huſare der Buiſchen werden in ein besonderes Gefäß gelegt, ebenso fleinen Stinbe in ben und greift, zahnt es leicht. Ebenadder& der Nähe der Harden Geradewohl hineingreifen, der eine in dies, der andere in Wenn ein solches Kind zum ersten Male in ein Haus idwerker her und trat jentes, und der herausgegriffene Name des Burschen wird kommt, friegt es ein Ei, welches dreimal im Munde Stritten, denen sich die dann mit dem herausgegriffenen des Mädchens nebeneinander herum gedreht wird, dann zanht es leicht. Zähncher nur durch Ergreifung f eine Liste geschrieben. Die zwei: Kirmesbursch un' sei' darf man nicht sagen, sondern Dingelcher. Hahn, gebürtig aus Lanzmahd" geheißen, müssen im Kirmes zuge nebeneinander jemand eine Kindbetterin, so darf sie ihm nicht nachsehen. r Heldenthat noch nicht ergehen und die ersten drei Reigen miteinander tanzen, ge er mit blanker klingeren überhaupt für den Verlauf der Kirmes zusammen. Für die bevorstehende Saison empfehle ich meine außerordentlich reiche Auswahl aren Megler und Wolf ste jedem einen scharfen Wunde am Auge da handelt werden. Das Tainz hat jeden der 4 moderner Tapeten tafe von 4 Wochen Geh jedem Genre und in jeder Preislage, sowie alle Neu die Säbelgeschichte nod geiten in Lincrusta, Seide- und Stoff- Tapeten. billigen Preifen. Verläßt Wenn jemand einen Kropf hat, so soll er ihn mit einer Totenband dreimal überstreichen. Empfeh e hat bis zu seinem 13. Jahre in Amerika gelebt und später durch Reisen sich mit den amerikanischen Verhältnissen genau vertraut gemacht. 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Ueberfüllt sich das Euter auf dem Transporte oder dem Markte so, daß die Milch auszulaufen beginnt, so muß das Vieh sofort von neuem ausgemolken werden. § 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden, soweit nicht auf Grund anderweitiger Strafbestimmungen eine höhere Strafe berwirkt ist, mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mt. bestraft. Gießen, den 5. März 1903. Großherzogliches Rreisamt Gießen. Betr.: Wie oben. Dr. Breidert. Gießen, 5. März 1903. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen. Berufsart werden schnell und billig an die Großherzoglichen Bürgermeistercien der unter Porto- Garantie geliefert. Ernst Schilasky, Adressen- Verl Hamm i Westf. Spareinlagen werden je nach Kündigung bis 12% verzinzt beim VorschussVerein Jüchen. eing. Gen. m. un. beschr. Haftpflicht zu Jüchen. Geschäftsbericht u. Sparbedingungen Landgemeinden des Kreises. Die vorstehende Polizeiverordnung wollen Sie durch wiederholte ortsübliche Bekanntgabe zur Kenntnis der Interessenten in Ihren Gemeinden bringen. 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