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Neuelle Nachrichten ichener Tageblath Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. 271. Sigung. - Deutfcher Reichstag. Eigenec Bericht. - - Schluß der Postetats- Beratung.. In der letzten Sigung des Seniorenkonvents war man hinsichtlich der Möglichkeit, die Reichstagstagung noch vor den Osterferien oder auch nur den Etat rechtzeitig vor dem 1. April erledigen zu können, sehr we nig zuversichtlich. Der Präsident verwies darauf, daß Sie noch zur Beratung anstehenden Etatteile im vorigen Jahre drei Tage mehr in Anspruch genommen hätten, als bis dahin noch zur Verfügung stehen. Das Tempo, dis aber die Beratung der beiden letzten Tage einschlug, berechtigte zu optimistischeren Erwartungen. Ist es doch gelungen, beim Postetat bereits einen Tag einzusparen. Die Verhandlung am Montag, in der der Poſtetat zu Ende geführt wurde, stellte ich fast ausschließlich als eine Unterhaltung zwischen den Abgeordneten Eickhoff und Lenzmann einerseits und dem Staatssekretär Krätke andererseits dar, der die Anregungen und Wünsche der beiden freisinnigen Redner in seiner knappen und klaren Weise beantwortete. Daneben brachte. nur der Zentrumsabgeordnete Cittart wegen einer weiteren Durchführung der Sonntagsruhe, und der sozialdemokratische Abgeordnete Zubeil wie im Vorjahre Klagen über die Lage der Postillone auf einigen Berlinern Aemtern zur Sprache. Der Staatssekretär gab die Erklärung ab, daß es wohl noch einige Jahre dauern würde, bis man wieder Anwärter für die höhere Postfarriere werde annehmen können. Zum Schuße der Briefträger gegen Regenwetter stellte er die allgemeine Einführung leichter Lodenräder in Aussicht. Mit Holland wären Verhandlungen wegen Ermäßigung der Fern sprechgebühren gepflogen. Für das nächste Jahr forderte Abg. Singer eine Erhöhung des Anfangsgehaltes der Landbriefträger von 700 auf 800 mt., ohne vom Staatssekretär Antwort zu erhalten. Damit war der Etat erledigt. Die Politik. Das Papst- Jubiläum. Auch der Empfang der Kardinäle hat nun stattgefunden. Es nahmen daran im ganzen 42 Mitglieder des heiligen Kollegiums teil. Der Empfang erfolgte in der vatikanischen Bibliothet. Der Papst saß am Schreibtisch, um den sich im Halbkreis die Kardinäle gruppierten. ,, Wieviele Kardinäle heute da sind!" meinte der Papst lächelnd. ,, Es ist, als wäre man im Konklave!" Nach einer Ansprache überreichte der heilige Vater persönlich jedem Kardinal eine Schrift, welche die hervorragendsten Ereignisse während seines Pontifitats erwähnt, und ferner ein von ihm verfaßtes Gedicht in lateinischer Sprache enthält. Zum Schluß drückte der Papst seinen Dank aus und wies dabei auf sein hohes Alter und auf sein Lebensende hin, das nicht mehr fern sein könne. Ich bin müde, sehr müde!" sagte er wörtlich, obwohl er verhältnismäßig wohl aus sah. In ihrer Antwort sprachen die Kardinäle aus, daß der Tag ein Tag der Freude sei und daß sie dem Papst noch ein langes Leben wünschten. Nur bat den Papst der Kardinal Oreglia, der Detan des heiligen Kollegiums, sich im Hinblick auf die Krönungsfeier zu schonen. Der Bapst fügte sich dankend diesem Wunsche und zog sich in seine Gemächer zurück. Sein Leibarzt Lapponi sand ihn besser wie in den letzten Tagen und war der Ansicht, daß sich der heilige Vater rasch erholen würde, wenn nicht die Anstrengungen der Jubelfeier wären. So aber bestehen noch immer Besorgnisse. Am Montag den 2. März vollendete der Papst sein 93. Lebensjahr. Stille vor dem Sturm. :| Am Balkan herrscht scheinbar Ruhe. Das Knattern der Gewehre ist unterbrochen, der Schall der Kriegstrompete verstummt. Nichts meldet uns der Telegraph von Toten und Verwundeten. Und in den Palästen und Amtsgebäuden von Konstantinopel herrscht eitel Friede und Eintracht. Die offizielle Welt glaubt oder sie tut so, als wenn sie glaube, daß die Gefahr eines Balkanbrandes beschworen und die mazedonische Frage durch die Annahme des Reformprogramms durch die Pforte gelöst sei. Der Sultan beglückwünscht und bedankt die Botschafter und Gesandten, die Diplomaten beglückwünschen die türkischen Minister und die Minister wiederum beglückwünschen den Sultan. Auch der Exarch, das Oberhaupt der bulgarischen Kirche in Konstantinopel, hat bem österreichisch- ungarischen Botschafter v. Calice seinen Dank ausgesprochen für dessen Bemühungen um das Wohl der Christen in Mazedonien und versprochen, alles mufzubieten, um die Leiter der Bewegung zu beschwichtigen. Und alle lächeln! Der Sultan lächelt, die Diplo maten lächeln, der Erarch lächelt! Anders freilich als in den Köpfen der türkischen Größen und der europäischen Diplomatie in Konstan14) unt aan in den nyen von Beobachtern, die dem Schauplaß der Wirren näher tehen. In den Militär- und Regierungsfreisen von Saloniti hält man den Ausbruch der Revolution für unpermeiblich. Die Waffeneinfuhr von Bulgarien nach Mazedonien dauert ungeschwächt fort und bulgarische Agitatoren bereisen unermüdlich das Land, um den Auftand zu predigen. Aber kein Trompetenstoß ertönt, kein Flintenschuß erdröhnt- das ist die Stille vor dem Sturm! Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 2. März.( Hofbericht.) Der Kaier hat heute Abend 11 Uhr vom Lehrter Bahnhof aus Die Reise nach Wilhelmshaven angetreten, wo morgen Mittag die Vereidigung der Rekruten der II. MatrosenDivision stattfindet. Am 4. d. M. früh geht der Kaiser nach pelgoland in See; am 7. erfolgt die Rückkehr nach Berlin. Kronprinz Wilhelm und Prinz Eitel Friedrich haben nunmehr die Orientreise angetreten. * Der Prätendent Bu hamara hält sich mit einer leinen Anzahl seiner Anhänger verborgen. Er ist umingelt und der marokkanische Kriegsminister Menebhi ertiärte, er tönne ihn durch Inbrandseßen des Gehölzes, n welches er sich geflüchtet habe, umkommen lassen, er ziehe es aber vor, ihn lebend gefangen zu nehmen. Huslandsgefahren für deutsche Mädchen. Wieder geht die Nachricht durch die Presse, daß ein Mädchenhändler steckbrieflich verfolgt wird. Aus diesem Anlaß muß der Warnruf an alle weiblichen Stellensuchenden wiederholt werden, voreilig Engagements als Erzieherinnen, Gesellschafterinnen oder dergl. im Auslande anzunehmen. In sehr vielen Fällen haben die ,, Erwählten" ihre Vertrauensseligkeit bitter büßen müssen: Not, Verzweiflung und Schmach waren das Los, das sie in der Ferne erwartete. So wurde neuerdings, woran unser Berliner CB.- Mitarbeiter erinnert, vor dem dortigen Gericht wieder ein trasses Beispiel für die Gefahren, die schutzlosen deutschen Mädchen im Auslande drohen, zu Tage gefördert. Wegen eines in London begangenen Diebstahls hatte sich ein neunzehnjähriges Mädchen zu verantworten. Wie sich in der Verhandlung herausstellte, war sie von einer Frau Rosenbaum nach London als Gesellschafterin engagiert worden, mußte sich aber bald überzeugen, daß sie einer gefährlichen Kupplerin in die Hände gefallen war, die sie mit Gewalt zum unsittlichen Lebenswandel anhielt. Durch einen Zuall machte sie die Bekanntschaft eines angeblichen Baron de Salair, der sie auf ihr Bitten aus den Händen der Rosenbaum befreite, sich schließlich aber selbst als gefähricher Zuhälter entpuppte. Er brachte das arme Mädchen bei seiner ,, Schwester" unter, die aber in Wahrheit eine ehemalige Statistin Cora Goter aus Amsterdam war, und un war die ,, Befreite" aus dem Regen in die Traufe getommen. Sie mußte mit dem Erträgnis ihrer Schande dem scheußlichen Paar die Mittel zu einem Lotterleben verschaffen. Endlich bot sich ihr eine Gelegenheit zur Flucht. Sie unterschlug einen Brief von Cora Goler, der inen Check über 15 Pfund Sterling enthielt, und floh nach Deutschland, wo sie jetzt seit einem Jahr als Kassierecin sich ehrlich ihren Unterhalt erwarb. Da traf sie wie in Blizz die Anzeige wegen Diebstahls, die Cora Goter Die Stirn gehabt hatte, gegen sie zu erstatten. Die Richter jühlten mit dem schwergeprüften Mädchen, das, als der Staatsanwalt 14 Tage Gefängnis gegen es beantragte, n Zuckungen zu Boden fiel, Mitleid und sprachen 3 frei. Das Urteil entspricht sicherlich den Grundsäßen der Billigkeit, die im Rechtsbewußtsein des deutschen Volkes von jeher die Herrschaft übten. Aber auch das freisprehende Urteil kann nichts an der Tatsache ändern, daß diz Londoner schmachvollen Geschehnisse einen Schatten über den ganzen ferneren Lebensweg des bedauernswerten Mädhens geworfen haben. Immerhin hat sie sich noch aus dem Pfuhl der Schande und des Elends, in den sie von gewissenlosen Unholden geschleppt war, herausarbeiten und die sichere Straße eines ehrlichen Lebenswandels wieder gewinnen können. Wie viele aber von denen, die in ihrer Ünerfahrenheit ohne andere Schuld, als die zu großer Vertrauensseligkeit, in die gleiche Lage geraten, finden noch soviel moralische und physische Kraft und vor allem so günstige Gelegenheit, dem Banne zu entrinnen, in den sie verstrickt sind? Wie viele gehen fern der Heimat, fern von ihren Lieben, verlassen und rettungslos unter in dem Schlamme des schändlichen Gewerbes, zu dem man sie gezwungen hat? Das sollten sich alle die Mädchen und Frauen vorhalten, denen jugendliche Phantasie oder lockende Verprechungen im Auslande goldene Berge verheißen. Jeder Deutschen, die irgendwo im Auslande eine Stellung annehmen will, muß dringend angeraten werden, vorher über die Persönlichkeit ihrer fünftigen Brotherren und vor illem auch über den Leumund der Stellenvermittler genaue Erkundigungen einzuziehen. Jede große Auskunftei ..itt die Engagierte die neue Stellung an, so ist es ihre unerläßliche Pflicht gegen sich selbst, noch vor der Abreise sich über den Wohnort des nächsten deutschen Konsuls zu unterrichten, um im Falle der Not ihn um Schutz angehen zu können. Das beste Teil freilich hat die er wählt, die nach dem alten Sprichwort handelt: Bleibe im Lande und nähre dich redlich. 84. Sigung. - Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Das Triersche Schulverbot. Die nationalliberale Fraktion hat an die preußische Regierung eine Auskunftsforderung gerichtet, was sic gegen das Vorgehen des Bischofs Korum in Trier in der Sache der staatlichen und paritätischen höheren Töchterschule zu tun gedenke. Bekanntlich hat Bischof Norum denjenigen katholischen Eltern, die ihre Kinder in jene Schule schicken, mit geistlicher Maßregelung gedroht. Die Sache hat Aussehen erregt und groß ist auch die Sensation im preußischen Landtage. Die Tribünen waren lange vor Beginn der Eitzung brechend voll. Der Abg. Hackenberg begründete die Interpellation. Graf Blow sprach sein Bedauern über das Vorkommnis aus, stellte sich aber im übrigen auf den Boden der Tatsache, daß wir in einem konfessionell gemischten Staat leben, daß es also nicht möglich sei, so zu regieren, als ob es nur Evangelische oder Katholiken gebe. Der deutsche Gesandte im Vatikan habe sich mit dem heiligen Stuhl in Verbindung gesetzt und er hoffe, daß es gelingen werde, den Frieden zwischen der Kirche und dem Staate aufrecht zu erhalten. Kultusminister Studt betonte daß die Beschwerden des Bischofs Korum zam Teil zwar berechtigt, zum größten Teile aber unberechtigt seien. Wolle die Kirche einen Kulturkampf, dann könne sie ihn haben. Der Zentrumsabgeordnete Dietrich bestritt, daß es einen Kampf um die Schule gebe, wohl aber einen Kampf um den Geist der Schule. Abg. Dr. Friedberg. fordert die Regierung auf, ihre starke Stellung gegen das Zentrum endlich einmal gründlich auszunüßen; eine völlig indifferente Haltung aber nehmen die Konservativen ein, in deren Namen Graf Limburg- Stiram eine Erklärung vorliest, daß sie an der paritätischen Schule festhalte, daß sie sich aber in diese Streitfrage nicht einmischen wolle, bis die oberen Instanzen sich schlüssig gemacht hätten. Ganz anderer Meinung aber war der Führer der Freikonservativen Frhr. v. Zedliz und Neukirch, der sich als einen entschiedenen Anhänger der Simultanschule bekannte. Sehr scharf war auch die Aussprache des freisinnigen Abg. Dr. Barth, der die Ansicht vertrat, daß Bischof Korum diesen Streich gegen eine Staatsschule nicht gewagt hätte, wenn er nicht die preußische Regierung für schwach gehalten hätte. Stürmische Kundgebungen entfesselte der Zentrumsabgeordnete Roeren, als er mit den Behauptungen operierte, Bischof Korum wolle die Parität, und das Zentrum wolle mit den Andersgläubigen in Frieden leben, es scheue aber auch einen neuen Kulturkampf nicht. In seiner zweiten Rede half sich der Reichskanzler mit einem Bonmot. Hackenberg, meinte er, halte den Trierer Vorgang für das Wetterleuchten eines neuen Kulturkampfes; er halte ihn für das letzte Wetterleuchten des alten Kulturkampfes. Seine Regierung schließe sich an keine Bartei an; sie stehe bedeutend über den Parteien; sie sei auch aufrichtig bestrebt, den religiösen Frieden aufrecht zu erhalten. Auch Kultusminister Dr. Studt hielt eine zweite Rede, worin er im wesentlichen seine früheren Tarlegungen näher begründete. Der Rest der Diskussion war ohne Belang, so daß die Debatte, die lebhaft begann, mit einer Ebbe abschloß. Nab und fern. ) Prinzessin Luise von Toskana hat La Metairie verlassen und sich nach Lindau begeben. Dort wurde sie bei ihrer Ankunft von ihrer Mutter, der Großherzogin von Tostana, empfangen und hat in der Villa, welche dem Erzherzog Ferdinand gehört, Wohnung genommen. In der Begleitung der Prinzessin befand sich der Schwiegerjohn des Advokaten Lachenal, Advokat Marc Peter. Die Versöhnung zwischen Mutter und Tochter soll vollständig sein. Das Wiedersehen zwischen beiden konnte nur durch die Zustimmung des Kaisers Franz Josef erfolgen, und hat an allerhöchster Stelle deshalb eine mildere Auffassung der Sachlage plaßgegriffen, weil sich die Prinzessin von Giron endgiltig getrennt hat. Die Prinzessin dürfte in Lindau ihrer Entbindung unter der Obhut der Mutter entgegensehen. Was dann mit ihr geschieht, ob sie auf Schloß Schlackenwörth in Böhmen dauernden Wohnsiz zugewiesen erhält, darüber ist allerdings bisher noch feine Entscheidung getroffen. Giron wurde amtlich das Sesveter österreichischen und vayrischen Bodens unterjagt. Ein Teil der Dresdener Presse will jetzt, nachdem solchergestalt die unerquickliche Affäre zu einem halbwegs erfprießlichen Ende geführt ist, eine neue Sensation auftischen. Danach soll der bekannte amerikanische Zahnarzt O'Brian den polizeilichen Befehl erhalten haben, das Königreich Sachsen und im besonderen Dresden jofort zu verlassen. Die Gattin O'Brians habe dem König Georg Briefe übermittelt, aus denen zur Evidenz hervorgehe, daß ihr Gatte zur früheren Kronprinzessin von Sachsen intime Beziehungen unterhalten hat. !!! Eine Raubmörderin. Die 74 Jahre alte Rentnerin Witwe Marie Josephson zu Weißensee bei Berlin murde das Opfer eines schändlichen Raubmordversuches. Eine Frau, die sich Etruck nannte und angab, die Tochter eines der alten Dame wohlbekannten Friedhofsarbeiters zu sein, wußte sich Einlaß zu dieser zu verschaffen, während sie allein in der Wohnung beim Abendbrot saß. Die Besucherin gab vor, sie wolle in Dienst gehen und suche eine Stelle. Die gutmütige Josephson versprach ihr, sie einer Nichte zu empfehlen, da sie wohl ebenso brab sein werde, wie ihr Vater. Als die Frau gegessen hatte, erbot sie sich, beim Abräumen zu helfen. Während dann aber die alte Dame die Speisekammer öffnete, um die Reste der Mahlzeit hineinzubringen, blies ihr Besuch plötzlich die Lampe aus und packte die alte Dame mit beiden Händen, drückte ihr die Kehle zu, versetzte ihr mehrere Schläge auf den Mund, warf sie hin und preßte ihr mit den drohenden Worten: ,, Gibst du dein Weld her, sonst steche ich dich tot!" die Faust in den Mund; mit der freien Hand schlag sie ununterbrochen auf die schwächliche Greisin ein und würgte sie, bis sie besinmungs- und regungslos liegen blieb. Nun schleppte die kräftige Person ihr Opfer, das sie für tot hielt, in die Speisekammer und warf die Tür zu. Dann öffnete sie mit den Schlüsseln, die sie auf dem Tische fand, sämtliche Behälter und durchwühlte sie. Sie erbeutete nur ein Cortemonnaie mit 11 Mart, außerdem nahm sie ein kleines Nippestischchen, eine Schmuckpalme und einen großen Teppich mit, den sie zusammenvollte. Erst um 11 Uhr kam die furchtbar mißhandelte Greisin wieder zur Besinnung, schleppte sich mühsam zur Wohnung des Verwalters hinauf, vor dessen Tür sie wieder zusammenbrach, nachdem sie angeflopft hatte. Der Verwalter fand jie mit blutigem Gesicht und geschwollenem Halse daliegen. Die Schuldige, die wirklich die Tochter des Arbeiters Strud, aber mit einem gewissen Raden verheiratet ist, wurde in ihrer Wohnung verhaftet. Sie feugnet zwar, doch gilt sie als vollkommen überführt. ::: Ueberschwemmung in Havre. Der heftige Sturm, der durch den Aermelkanal tabte und in England so schweres Unheil anrichtete, hat auch Frankreichs Küsten nicht verschont. Die Seinehafenstadt Le Havre murde zur Zeit der Flut zum großen Teil unter Wasser gesetzt. Der Sturm hielt 2 Stunden an, dann trat Windstille ein. Mit Eintritt der Ebbe wich das Wasser langsam aus den Etraßen. Von verunglückten englischen Dampfern kommen noch immer weitere Nachrichten. Der in Ham burg angekommene englische Dampfer Clavering" rettete auf hoher See einen in einem Boot befindlichen Mann. Der Gerettete, welcher 24 Stunden in dem Boot herumgetrieben war, sagte aus, daß er der Zimmermann des von Liverpool gekommenen englischen Schiffes ,, Cambrian Prince" sei, das am Tage vorher im Sturm gekentert sei. Die übrige Besagung sei wahrscheinlich ertrunken. Der deutsche Dampfer ,, Lehe" der Fischereigesellschaft ,, Nordsee" traf in der Nordsee den englischen Dampfer ,, Birkdale" bei orfanartigem Sturm hilfLos treibend und schleppte ihn, nach viertägigem harten Kampf mit den empörten Elementen, in Geeftemünde ein. Bunte Chron. Unter dem Militär der Gnesener Garnison, sowie in der Frrenanstalt Dzikanta bei Gnesen ist eine Typhusepidemie ausgebrochen. Auch zahlreiche andere Bewohner der Stadt Gnesen sind an Typhus erfrankt. -- Wegen Sittlichkeitsvergehen ist der Handelsmann Hans Koppe in Berlin von der Kriminalpolizei verhaftet worden. Koppe, der mit Briefpapier in den Häusern zu hausieren pflegte, hat bei dieser Gelegenheit sehr oft auf den Treppen minderjährige Mädchen unsittlich angefaßt; desgleichen hat sich der Unhold an den vier Kindern seiner Wirtin in schamloser Weise vergangen. Das Gemeindearmenhaus in Corsenz( Schlesien) sowie ein Nachbargebäude wurden vom Feuer zerstört. Vier Frauen kamen in den Flammen um. Zwischen zwei Studierenden der Karlsruher Technischen Hochschule, Stanislaus Goldberg aus Warschau und Viktor Schwarz aus Kattowiß, fand infolge Streits in einer Liebesaffäre ein Pistolenduell statt, wobei Goldberg seinen Gegner durch einen Schuß durch den rechten Arm und die Brust schwer verwundete. Goldberg ist flüchtig und wird polizeilich verfolgt. Durch Feuers- und Wassersnot stürzten in Korea nicht weniger als 4000 Häuser ein, wobei, soweit bis jetzt feststeht, 186 Menschen ums Leben kamen. Ganz Westpennsylvanien ist von Hochwasser heimgesucht, da der Ohiostrom und seine beiden Quellflüsse Alleghany und Monongahela ausgetreten sind. Hunderte von Personen mußten ihre Häus r verlassen oder nach höher gelegenen Stockwerten flüchten. Kurzes Allerlei. Die Zahl der Geisteskranken in den Jrrenanstalten Preußens belief sich im Jahre 1900 auf 76 342, während im Jahre 1875 nur 18 761 Fälle von Geistesfrankheit in den Irrenanstalten zur Behandlung gelangten. Wieviel Postbeamte gibt es auf der Erde? Nach einer soeben erschienenen Statistik sind im Jahre 1900 in den Weltpostvereinsländern zusammen nicht ganz eine Million Beamte und Unterbeamte tätig gewesen. Ihnen treten noch rund 30 000 Postillone und 50-60 000 Pofthalter und sonstige im Dienste der Post stehende Fuhrunternehmer hinzu. Eine Tropfsteinhöhle ist in Tapolcza( Komitat Bala) beim Graben eines Brunnens entdeckt worden. Eine Kleinere, mit Tropfsteinen förmlich ausgelegte Höhle führt in eine größere Höhle und diese zu einem See, in welchem kleine Fische schwimmen. Das Wasser des Sees ist warm und die Bevölkerung hat auch schon barin gebadet. Vermischtes. [ Ein Berein der„ Entlobten"] ist in dem Berliner Vororte Zehlendorf gegründet worden. Eingelaben zu der konstituirenden Versammlung waren nicht nur die Entlobten, sondern auch alle, die es werden wollen". Tatsache ist es, daß in dem vergnügungslustigen Vorort in legter Zeit auffallend viele Verlobungen wieder aufgehoben worden sind und daß diese Epidemie der Entlobungen etwas ernüchternd auf die männliche und weibliche Jugend gewirkt hat. Ob der neue Verein lange lebensfähig sein wird, ist allerdings eine andere Frage. [ Die Reformtracht ist nicht hoffähig!] In den ,, Braunschw. Neuest. Nachr." erklärt eine Dame der Hofgesellschaft das Reform- oder Empirekostüm, in dem unlängst zwei Damen auf dem Hofballe erschienen sein sollen, für etikettewidrig. Sie bestreitet, daß diese Mode auf dem letzten Hofball in Berlin und Braunschweig Eingang gefunden und betont, daß von der maßgebenden Stelle nach wie vor für Hofbälle Toilette mit geradem Ausschnitt, kurzen Aermeln, die nicht durch Bändern über die Schultern ersezt oder ergänzt werden dürfen", vorgeschrieben sei. )[ Die Abstinenzbewegung in Schweden.] Noch vor wenigen Jahrzehnten war in Schweden die Trunksucht so berbreitet wie faum in einem anderen Lande der Welt, und heute ist man, wie ,, Politiken" mitteilt, dort auf dem besten Wege, es den anderen Ländern an Nüchternheit zuvorzutun. Der Verbrauch an reinem Alkohol betrug im Jahre 1830 noch 23 Liter auf den Kopf der Bevölkerung, jezt keine 4 Liter, während in Deutschland 11,2 Liter Alkohol auf den Kopf treffen. Freilich gibt es in Schweden auch 36 berufsmäßige Abstinenzprediger, 30 Männer und 6 Frauen, die nichts anderes tun, als im Lande Vorträge halten, und im Reichstage siẞt eine Abstinenzpartei von 50 Mitgliedern. ( Ein unangenehmer Irrtnm. Eine amüsante Geschichte wird gegenwärtig in der Londoner Gesellschaft viei belacht. Ein reicher Amerikaner, hatte sich von einem in den Londoner ,, Drawingrooms" wohlbekannten Manne einführen lassen und erhielt u. a. auch eine Ein. Yabung zu einem zwanglosen Tee in einem Hause in Portman Square. Als er die Treppe hinauskam, grüßte er die ihm bisher unbekannte Gastgeberin mit Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit, aber er konnte nicht umhin, über die starke Reserve zu erstaunen, die sie ihm gegenüber beobachtete. Während er, über die ,, verdammte englische Gefühllosigkeit" innerlich schimpfend, weiterging und sich unter die übrigen Gäste mischte, fiel es ihm auf, daß bie ganze Veranstaltung doch feierlicher war, als er erwartet hatte. Er war froh, als er schließlich einen Beer bemerkte, mit dem er gut bekannt war, und beklagte sich bei ihm sofort darüber, daß die Gastgeberin sich geberdete, als sei sie eine Prinzessin. Selbstverständlich," Yautete die Antwort des Peers, worauf der Yankee entrüstet zurückfragte: ,, Was meinen Sie damit? Mrs. X. ist keine Prinzessin!" ,, Nein!" erwiderte ihm sein vornehmer Freund belehrend. ,, Aber Sie befinden sich augenscheinlich in einem Irrtum. In Portland Square sind heute abend zwei Gesellschaften. Mrs. X. wohnt auf der gegenüberliegenden Seite, und unsere Gastgeberin ist die Herzogin von Fife, die älteste Tochter des Königs." Der Yankee var sprachlos vor Entseßen; das war selbst für sein republikanisches Gemüt zu viel. ,, Gerechter Himmel!" rief er aus. Und ich habe ihre Hand geschüttelt wie einen Bumpenschwengel!" Lokales. Gedenktafel für den 3. März. - 1152. Friedrich I., Barbarossa, zum deutschen Kaiser wählt. 1813. Die Franzosen räumen Berlin, Einzug der Russen. 1849. Erlaß der österreichischen Reichsberfassung. 1872. Gründung der Marine in Kiel. 1901. Mac Kinley zum zweiten Mal Präsident der Vereinigten Staaten. Mangel an protestantischen Geistlichen. )-( Der Zudrang zu den gelehrten Berufen weist, nach den preußischen Universitätsfakultäten zu schließen, sehr bemerkenswerte Ungleichheiten auf. Während im verflossenen Jahrzehnt die Zahl der Juristen und Mediziner erheblich zugenommen hat, ist die Neigung zum Studium der Philologie und der protestantischen Theologie beständig geringer geworden, zu lezterer derart, daß die Zahl der Theologie- Studenten seit 1890 vn 4536 auf 2286, also auf die Hälfte herabgegangen ist. Gymnasien, welche früher Jahr für Jahr einen bestimmten, erheblichen Zuschuß zu den späteren Theslogen lieferten, entlassen jetzt zum Studium der Theologie kaum noch einen Schüler. Dieser Zustand wird in absehbarer Zeit zu einem sehr fühlbaren Mangel an Nachwuchs für die protestantischen Pfarrstellen führen. Die Gründe dieser Erscheinung sind mannigfach. Zunächst werden sie in dem vorwiegend dem Erwerbsleben zugewandten, den Idealen abholden Zuge der Zeit zu suchen sein. Sodann kommt die geringe Bewertung der pastoralen Tätigkeit. Daß ein Pfarrer ernstlich arbeitet, wollen die Wenigsten anerkennen. Am schwersten aber fällt die im allgemeinen noch immer ganz unzulängliche und unangemessene Besoldung ins Gewicht. Das Pfarrerbesoldungsgesetz hat daran wenig gebessert. Gerade der Geistliche aber ist mit allerlei Nebenausgaben belastet, welche Angehörige der anderen Stände entweder garnicht oder doch nicht entfernt in dem Maße kennen wie jener. Kein Stand zum Beispiel wird so stark zu Beiträgen für wohltätige und gemeinnüßige Zwecke herangezogen, wie der geistliche. Den Nebenausgaben entsprechen aber feineswegs die Nebeneinnahmen, auf die mm gerne, aber mit großem Unrecht, hinweist. Namentlich wird die Nebeneinnahme aus Privatunterricht und schriftstellerischen Arbeiten weit geringer sein, als man glaubt. Leider ist wenig Aussicht vorhanden, daß in den Besoldungsverhältnissen so bald Wandel geschaffen wird. Ist nun schon der Pfarrer, so lange er noch ledig ist, nicht auf Rosen gebettet, so wird die Lage des verheirateten, mit Rindern gesegneten Geistlichen oft eine drückende. Sie wird es umsomehr, je mehr die Kinder heranwachsen und je größere Anforderungen ihre Erziehung an das Fa milienoberhaupt stellt. Nach all dem begreift es sich sollkommen, daß der Kreis der Eltern, welche ihre Söhne bem Studium der Theologie auführen, immer Deiner Rich ** Bom Amtsblatt Großh. Minifteriums der Justiz enthalten: Nr. 2 vom 17. Februar ein Ausschreiben an fämtliche Justizbehörden, worin diesen ein Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 9. Februar d. J. an die Großh. Kretsämter betr. Stellung unter Polizeiaufsicht zur Kenntnisnahme mitgeteilt wird; Nr. 3 vom 18. Februar ein Ausschreiben an sämtliche Justizbehörden, betr. die Stempelermäßigung für die Umwandelung fündbarer hypothefarischer Darleben in unfünt bare hypothefarische Amortisationsdarlehen; Nr. 4 ein Ausschreiben an dieselben Behörden in der Angelegenheit der Fesselung von Gefangenen und vorzuführenden Personen auf dem Transport. ** Die 16. Sigung der zweiten Rammer findet morgen, Dienstag, 3. März, vormittags 10 Uhr beginnend, statt und folgende Tagesordnung ist dafür aufgeftelt. I. Regierungsvorlagen, den Hauptvoranschlag der StaatsEinnahmen und-Ausgaben für das Etatsjahr 1903/04 betreffend, sowie Nachträge und Berichtigungen hierzu. Insbesondere: 1. Teil. Für die Verwaltung. VIII. Hauptabteilung: Ministerium des Innern.[ Kapitel 41-74.]( Berichterstatter über Rapitel 41-52 Abg. Dr. Heidenreich; über Kapitel 53-69 Abg. Ulrich; über Rapitel 70 Abg. Möllinger; über Rapitel 71-75 Abq. Dr. Heidenreich.) Kapitel 75. Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft. Titel 3. Förderung der Tierzucht. I. Pferdezucht. Hiers bei: Vorstellung des Pferdezuchtvereins in Groß- Felda, die Errichtung einer Beschälstation daselbst betreffend.( Berichterstatter Abg. Dr. Heidenreich.) VIII. Hauptabteilung: Ministerium des Innern.[ Rapitel 76-87.]( Berichter flatter Abg. Häusel.) IX. Hauptabteilung: Ministerium der Justiz. Kapitel 88-97.]( Berichterstatter Abg. Dr. Gutfleisch.) - ** In der letzten geheimen Sigung der Stadtverordneten Versammlung wurde der Vertrag zwischen Gießen und Marburg und dem neugewählten Theaterbirektor Steingötter in der Sache der Führung des Vereinigten Thaters Gießen Marburg genehmigt. Der Bertrag hat folgenden Wortlaut: § 1. Die Städte Gießen und Marburg verpflichten sich zur Unterstützung eines gemeinschaftlichen Theaterunternehmens( Städteburdtheaters) vom 1. Oftober 1903 ab zunächst für die Dauer eines Jahres. Der Vertrag gilt stillschweigend als jedesmal für ein weiteres Jahr verlängert, wenn nicht bis zum 1. Dezember eine Ründigung erfolgt ist. Im ersten Jahre ist die Ründigung noch bis zum 1. Februar zulässig. Wird einer der zwischen beiden Städten und dem Theaterunternehmer abgeschlossenen Verträge von diesem rechtzeitig gekündigt, so gilt dies als rechtzeitige Ründigung auch dieses Vertrags; von einer derartigen Kündigung hat jede Stadt der andern unverzüglich Mitteilung zu machen. Die beiden Städte verpflichten sich, die zwischen ihnen und dem Theaterunternehmer abgeschlossenen Verträge nur in gegenseitigem Einverständnis zu fündigen. § 2. Die Stadt Gieken gewährt dem Theaterunternehmer einen Jahreszuschuß bon 3000 mt., die Stadt Marburg einen solchen von 1500 Mt. Die Ver wendung dieser Zuschüsse regelt jede Stadt selbständig. Im übrigen wird das Verhältnis der vertragschließenden Städte zu dem Theaterunternehmer durch Sonderverträge näher bestimmt. § 3. Die bertragschließenden Städte verpflichten sich, während der Dauer dieses Vertrags keine andere gewerbsmäßige Theaterunternehmung durch Gewährung von Zuschüssen zu unterstützen, noch einseitig mit anderen Städten Verträge zum Zweck der Begründung: oder Unterstügung eines gemeinschaftlichen Theaterunternehmens abzuschließen. § 4. Der Sitz des gemeinschaftlichen Theaters ist Gießen; die Spielzeit dauert vom 1. Oftober bis 31. März. Als regelmäßige Spieltage werden an Wochentagen für Gießen Dienstag und Freitag, für Marburg Donnerstag feftgesetzt. Von je drei Sonntagen ist an zweien in Gießen, an einem in Marburg zu spielen. § 5. Die zur Ausführung dieses Vertrages etwa erforderlichen weiteren Vereinbarungen werden durch die Theaterkommissionen beider Städte getroffen. ** Schwurgericht.( 1. Fall). Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den 19 Jahre alten wegen Körperberlegung vorbestraften Arbeiter Wilhelm Pfeil von NiederOfleiden wegen Jagdvergehen und Totschlagsversuch. Es handelte sich um einen Angriff auf den Gemeindeforstwart Jäger von Homberg a. d. D. Troß des Leugnens des Angeklagten famen die Geschworenen zu einem Schuldig und wurde der Angeklagte, da die Jury auch die Frage nach mildernden Umständen bejaht hat, zu 3 Jahre 9 Monate Gefängnis verurteilt." * * Aus der öffentlichen Lesehalle wurden im Februar 2311 Bände ausgeliehen, davon 98 Bände an auswärtige Leser. ** Bei dem am 24. und 25. Februar hier stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1518 Rindvieb, 647 Schweine. Der nächste Markt findet am 10. und 11. März statt, am lesteren Tage auch Krämermarkt. ** Gin ganz geriebener Fahrraddieb muß es gewesen sein, der am Donnerstag bend gegen 7 1hr ein Rad aus dem Hof einer Wirtschaft im Neuenweg gestohlen hat. Sturios ist an dem Diebstahl, daß das Rad von dem Eigentümer nur auf ganz wenige Minuten an das Haus gelehnt von zwei hiefigen Beamten, die als Eigentümer einen Freund bermuteten und demselben das Rad gerade vor Dieb stahl sichern wollten, nach dem Hof verbracht wurde. Gleich danach muß es gestohlen worden sein. -P. Bei der am vergangenen Sonntag in der neu erbauten Turnhalle der Turngemeinde Hana u stattgehabten Zusammenkunft der freien Bereinigung der Vorturner des Mittelrheintreises waren die beiden hiesigen Turnvereine mit je einer Musterriege am Barren vertreten. Bei der Kritik erhielten für ihre Leistungen der Turnverein die Rote vorzüglich, der Männerturuvereiu bie Rote gut. Bu Stabten Raftel D reifte 8 Turninpet Sanau, wo meinen Re Ites, und bem 15 2 waren. F Ega. Bor Lo. Bor Red( hang baben; ho Tv. Gi Frankfur fchaftlich 2,40 turnen f bereins ** Am 15. Borbereit febenen turntag März in einberufen 5** Karlsftra Rurefteig Sufagen für Rur Romm Darlehe fchädigu Bei Sp aus dem gebedt fonadh nu 8. 8t. a bon 500 ein( ftat Darleher Barabzu rechnung erft ein der Sch Aprof. 2 in bare Aufschlüs Au I. Berfamm Berliner Handwer Bortrag. Besuch e gehalten 15 Pers Beit cin entweder Unterric bon Mt Schäftsbü Herr B gelegt. fluß be ** fige Arie Mt. gef Laufe d nicht be burgin Anr Für der Beifi tehende nicht zu Arbeitg 10. 1. 1. 2. 3. 8. 9. 11 12 2. 3. 4. ms der Juftig Ausschreiben an Erlaß Großh ar d. J. an die olizeiaufficht zur m 18. Februar örden, betr. bie tündbarer hypofatifche Amorti biefelben Be Sport. von Gefangenen findet ammer Uhr beginnend, Dafür aufgeftelt. Tag der Staats atsjahr 1903/04 gen hierzu. IngHauptabteilung: -74.]( Bericht eidenreich; über 70 Abg. Möl idenreich.) Ra Landwirtschaft. ferbezucht. Sier Groß- Felba, bie effend.( Berit Sauptabteilung 87.)( Berichter ng: Ministerium statter Abg. Dr. g der Stadtver wilden Gießen Theaterdirektor Bereinigten t. Der Bertrag Surg verpflichten n Theaterunter. Ser 1903 ab u Bertrag gift ftill Jahr berlängert, bigung erfolgt ift. 8 zum 1. Februar Städten und dem ge von diesem itige Runbigung Ründigung hat lung zu machen. ischen ihnen und Verträge nur in dem Theater 3000 Mt., die Mt. Die Ver tadt selbständig. tragschließenden urch Sonderber idte verpflichten gs teine andere urch Gewährung itig mit anderen gründung ode Theaterunter en Theaters ift Oftober bis 31. den an Wocheng, für Marburg onntagen ist an burg zu spielen зи Vertrages etwa werden durch getroffen. Jeffern verhandelte ten wegen Körper Bfeil von Nieder Slagsverfuch. Bemeindeforftwar Leugnens des An em Schuldig und die Frage nach Jabre 9 Monate halle wurden bon 98 Bände hier ftattgefun Rindvieb, 641 10. und 11. Mär Fahrraddieb nnerstag bend er Wirtschaft im an dem Diebstahl er nur auf gam nt- bon zwe er einen Freund gerade vor Dieb berbracht wurde n sein. intag in ber ne nau ftattgehabte Der Vorturner be figen Turnverein ertreten. Bei der r Turnverein bi ein bie Rote gut Zu dem Turnen waren 158 Vorturner aus den Städten Biebrich, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Raftel, Offenbach und Wiesbaden, eine bis jetzt nicht erreichte Bahl, erschienen, auch die beiden Kreisvertreter, Turninspektor Schmuck- Darmstadt und Fabrikant SchattHanau, waren anwesend. Das Turnen bestand aus allgemeinen Reulenübungen, deren Ausführung zu wünschen übrig Iteß, und Riegenturnen der einzelnen Vorturnerschaften, bei dem 15 Vereine mit teilweise recht gute Leistungen vertreten waren. Es turnten Querpferd: Turngemeinde Darmstadt, Tga. Bornheim( Frankfurt), Turnverein Kastel; Doppelbock: Tv. Vorwärts"-Bodenheim und T. und F. Kl. Frankfurt; Red( hang): Tgs. Offenbach, Tgm. Hanau und Tgs. Wies baden; hoher Barren: Tv. Biebrich, Tv. Frankfurt; Barren: Tv. Gießen, Tv. Offenbach, Mtv. Gießen, Tgm. Frankfurt and Mtv. Wiesbaden. Außerdem wurde gemeinschaftlich Sturmhochsprung geübt, bei dem 3 Turner 2,40 Meter hoch sprangen. Das nächstjährige Vorturnerturnen findet in Frankfurt in der Halle des dortigen Turnbereing statt. " ** Der diesjährige Feldbergfest turntag findet am 15. März in Rödelheim statt, derselbe hat die Borbereitungen zu dem für den 21. Juni d. Js. vorgesehenen 50. Feldbergfeste zu treffen. Der diesjährige Kreisturntag des Mittelrheinischen Turnkreises ist auf den 29. März in die Turnhalle der Turngemeinde Darmstadt einberufen. - - ** Die Hessische Landes- Hypothekenbank in Darmstadt, Karlsstraße 97, hat nach der D. 8tg.", angesichts der Rurssteigerung auf dem Dbligationen- Rarft giltig für Busagen vom 1. März an die einmalige Entschädigung für Kursverlust und Begebungskosten ihrer Obligationen bei Kommunaldarlehen auf 12% und bei HypothekarDarlehen an Private auf 13% herabgesezt. Diese Ent. schädigung wird bei Auszahlung des Darlehens einbehalten. Bei Hypothet- Darlehen fann nach Wahl des Anleihers 1/ 2% aus dem erstjährigen Buschlag zum Zinsfuß( Tilgungsbeitrag) gedeckt werden; der Rapitalsabzug bei der Auszahlung hätte fonach nur 14% zu betragen. Der Zins fuß stellt sich 3. Bt. auf 33%. Bei Kommunaldarlehen in Beträgen bon 500 000 Mt. an tritt eine Zu sermäßigung auf 3,70% ein( statt 3,75%). Eine Steigerung ist für die ganze Darlehensdauer ausgeschlossen. Verteilt man den einmaligen Barabzug auf die Binsen, so ergiebt sich selbst unter Berechnung von Binseszinsen zu Gunsten des Anleihers immer erft ein Binsfuß von etwa 3,82 bezw. 3,83%, so daß sich der Schuldner sehr erheblich günstiger stellt als bei einem 4proz. Darlehen ohne jeden Abzug. Die Darlehen werden in barem Gelde gewährt ohne weiteren Provisionsabzug. Aufschlüsse sind von der Bank jederzeit erhältlich. Aus Hessen und Nachbargebieten. r. Krofdorf, 28. Febr. Vor einer zahlreich besuchten Bersammlung hielt gestern Abend ein Herr von einem Berliner Reise- Buchführungs Institut" für Geschäftsleute, Handwerker und Landwirte einen allgemein belehrenden Vortrag. Sobald sich 5 Teilnehmer einer Gemeinde zum Besuch eines solchen Kursus anmelden, wird ein solcher abgehalten. Hier meldeten sich aus der Versammlung bereits 15 Personen für den Kursus. Es wird daher in nächster Beit ein Lehrer nach hier kommen, der eine volle Woche entweder in den Nachmittags- oder Abendstunden den Unterricht erteilt. Jeder Teilnehmer zahlt eine Vergütung von Mt. 20.-, wofür die Firma die erforderlichen Geschäftsbücher stelt. * Wie uns aus Bollar mitgeteilt wird, hat Herr Bürgermeister Nies sein Amt als solcher niedergelegt. In sehr vielen Kreisen wird man diesen Entschluß bedauern. ** Dorf Gill. An Kaisers Geburtstag hat der hiefige Kriegerverein für Anschaffung einer neuen Fahne 441 Mt. gesammelt Die Einweihung derselben soll dann im Laufe des Sommers stattfinden. *** Müde. Noch ist der Bahnbau Mücke- Laubach nicht beendet und schon wieder ist ein neues Projekt Marburg- Dreihausen- Mücke vom Gewerbeverein in Marburg in Anregung gebracht worden. Ebenso ist von Herrn Bekanntmachun. Für die am 14. März ds. Js. stattfindende Wahl der Beisiger für das Gewerbegericht Gießen find nach stehende vier Vorschlagslisten rechtzeitig eingegangen und nicht zu beanstanden gewesen. a) Vorschlagslisten für Betsizer aus dem Kreise der Arbeitgeber. 1. Lifte: 1. Beil, Louis, Schreinermeister, 2. Berg, Karl, Schuhmachermeister, 3. Bierau, Baltasar, Glasermeister, 4. Dörr, Martin, Schlossermeister, 5. Emmelius, Louis, Zigarrenfabrikant, 6. Faber, C. A., Spenglermeister, 7. Henning, Fr. Bäckermeister, 8. Kirch, Jean, Restaurateur, 9. Leib, Heinrich, Schneidermeister, 10. Pirr, Ludwig, Metzgermeister, 11. Schmidt, Otto, Uhrmacher, 12. Winn, Heinrich, Bauunternehmer. 2. Liste: 1. Krumm, Eduard, Kaufmann, 2. Müller, Ludwig, Bäckermeister, 3. Gärtner, Robert, Schneidermeister, 4. Bierau, Baltasar, Glasermeister, 5. Stock, August, Weißbindermeister, 6. Noll, Heinrich, Buchbinder, 7 Lüter, Louis, Schuhmachermeister, 8. Heiner, Georg Adam, Schreinermeister, 9. Faber, C. A., Spenglermeister, 10. Trinfans, Gustav, Meggermeister, Landtagsabgeordneten Brauer bie Bahn von Mücke nach Ulrichstein im Landtage wieder zur Sprache gebracht worden. Beide Linien mit dem Kreuzungspunkt Mücke würden zweifellos die weittragendsten Vorteile dem reisenden Bublifum, wie auch dem Güterverkehr gewähren.( D. Alsf. Btg.) In Ulrichstein tagten am letzten Samstag die beiden sich gegenüberstehenden Eisenbahnkomités Mid e- beiden sich gegenüberstehenden Eisenbahnfomités Mide Ulrichstein und Ehringshausen- Groß- Felda. Die Regierung, die ja bestrebt ist den Vogelsberg immer mehr an das Eisenbahnnez anzuschließen, besteht darauf, daß beide Parteien sich einigen sollten. Das war auch der 8weck dieser Versammlung. Aber leider sind die Verhandlungen resultatlos verlaufen. Es werden nun der Regierung beide Projekte vorgelegt und natürlich dasjenige, welches am besten durchführbar ist und die besten Garantien bietet, wird dann den Vorzug erhalten. Welches von beiden das nun ist, überlassen wir zu befürworten, den maßgebenden Faftoren. r Fellingshausen. Die hiesigen Lehrerstellen sind in legter Beit einem steten Wechsel unterstellt gewesen und wurden seither beide Schulklassen wieder von einem Lehrer verwaltet. Vom 1. März ab wurde Herr Schulamtskandidat Heinrich Berg aus Bornheim zum zweiten Lehrer ernannt. *** Von der Lahn. Die Kartoffeln sind dermalen recht rar und stehen deshalb hoch im Preise. Während im vorigen Jahre um diese Zeit für den Zentner 1.30 Mt. bis 1.50 Mt. bezahlt wurde, gilt er jetzt schon 3 Mt. Der Preis ist darin zu suchen, daß die Kellerfäule stark auftrat und große Mengen während des Winters zur Schweinemast verwendet wurden. Die Getreidepreise stehen von allen Fruchtarten verhältnismäßig niedrig. X Frankfurt a. M., 1. März. Hier haben sich im Monat Februar mehr als 20 Personen freiwillig das Leben genommen. Gegenwärtig liegen noch 3 Leichen von Selbstmördern über der Erde, die noch nicht agnosziert sind. × Aus Hessen, 1. März. Die diesjährige Jahresversammlung des Evangelischen Bundes für das Großherzogtum Hessen findet Ende September in Groß- Umstadt statt. × Aus Rheinhessen, 2. März. In der Nähe von Heddesheim wurde am Samstag durch die Gewalt des Sturmes ein Eisenbahnzug zum Stehen gebracht. = Worms, 2 März. Die hiesige Bürgermeisterei bezahlt nach einer Bekanntmachung für jede in der Gemarkung Woran erkennt man die Worms gefangene Wespe 3 fg. in der Gemarkung Worms gefangenen Wespen? *** Ober- Ingelheim. Der im Jahre 1896 von hier nach Bürich geflüchtete Bolfsschullehrer Gg. Karl Bock aus Gau- Bickelheim, er hatte sich an Schülerinnen vergangen, stellte sich letzten Dezember freiwillig der Staatsanwaltschaft. Am leßten Freitag erhielt er 2 Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. *** Geisenheim. Zum Nachfolger des Landes- Defonomierats und Direktors der hiesigen Kgl. Lehranstalt für Obstund Gartenbau R. Göthe wurde dessen Schwiegersohn Prof. Dr. Wortmann, seither Vorsteher der pflanzenphysiologischen Versuchsstation, ernannt. Am deshalb eine Geldstrafe von 2 Mt. Der Hausbursche Heinrich W. von Wismar hat sich wegen Körperverlegung zu verantworten. Das Urteil lautet auf 3 Monate 1 Woche Gefängnis, wobei eine ihm wegen schweren Diebstahls zu erkannte 3 monatliche Gefängnisstrafe eingezogen wird. Der Händler T. aus Italien ist wegen Körperverlegung angeklagt. angeflagt. Mangels hinreichenden Beweises erfolgt FreiSodann wird das Urteil gegen den Freiherrspruch. lichen Oberförster N. zu L. verkündet. Dasselbe lautet wegen Jagdvergehens auf eine Geldstrafe von 10 Mr., Einziehung des Jagdgewehres und Hundes. Harre aus! Darfst nicht gleich verzagen, Mußt du Schweres tragen, Giebt's doch hundert Plagen, Die du gar nicht fennft; Kannst du doch nicht wissen, Was die Andern missen, Was sie tragen müssen, Die du glücklich nennst. Geht dir's täglich schlimmer, Glaub' und hoffe immer, Gott verläßt dich nimmer, Giebt dir treuen Lohn; Kannst du's jetzt nicht sehen, Einst wirst du's verstehen: Gottes Wege gehen Nur durch Kreuz zur Rron'. Hermann Haase. Gelnhausen. Marktbericht. Gießen, 3. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 0.80-1.00 Mr. Hühnereier 1 St. 6-0 Bfg., Enteneier St. -00 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Vfg., Tauben per Paar T. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.70, Habnen, per Stud Mr. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. fb. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 66-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Pfg., Kartoffeln per 100 Stilo 0.00-6.50 mt., Zwiebeln per St. Mr. 6.00-7.00, Milch per Liter 18 Pfg. Holzversteigerungen. - Oberförsterei Windhausen. I. am Freitag, den 6. März, vorm. 10 Uhr im Saale des Wirts Wenzel zu Ober- Breidenbach aus den Distrikten Keckeberg, Leidenberg, Buchhölzerberg, Mauer, Biliarhaid und Haideloh der Forstwartei Windhausen: 58 Eichen 22,85, 12 Fichten= 15,45, 11 Riefern 5,77, 29 Buchen= 23,81 Festm. alles ohne Rinde gemessen. Scheiter: Buchen 911; Knüppel: Buchen 166, Eichen 32, Nadelholz 51, Erle- Aspen 13; Reisig Buchen- Stammreiser( in Mauer) 370, Aftreiser 358, Eschen 122, Nadel in Schichten 87, Kurze 84; Stöcke Buchen 36( dabei in Haideloh 10 Rm. fein zerkleinert), Eichen 8, Nadelholz 51( dabei 45 alte in Biliaxhaid). XVom Westerwald, 2. März.( Starkes Gewitter). Im Kreise Marienberg tobte am Samstag Nachmittag II. am Samstag, den 7. März, vorm. 10 Uhr im Saale zwischen 3 und 4 Uhr ein fürchterliches Gewitter. " Stoffel" stauten sich die Wolken. Blizz folgte auf Bliz, Schlag auf Schlag. Am Fuße des" Stoffel" hielt der Fuhrmann Adolf Geisler aus Büdingen mit seinem zweispännigen Fuhrwerk. Plöglich ein heller Strahl, ein furchtbarer Donnerschlag- und der Fuhrmann und seine zwei Pferde lagen am Boden. Während die Pferde, 2 prachtvolle Tiere im Werte von 2400 mt. tot waren, kam der Fuhrmann nach einigen Stunden wieder zu sich. + Kassel, 1. März. Polizeipräsident Dr. Steinmeister feierte gestern, als ihm seine Ernennung zum Polizeipräsidenten( 1. Klasse) in Hannover amtlich mitgeteilt wurde, gerade seinen 43. Geburtstag. Er blickt auf eine glänzende Karriere als Verwaltungsbeamter zurück. Aus dem Gerichtssaal. Schöffengericht. Gießen, 27. Februar. 1903. Der Dienstmann Kaspar E. von Gießen hatte für eine Arbeitsleistung zu viel Vergütung erhoben und erhält 11. Röhlinger, Ludwig, Schlossermeister, 12. Wellhöfer, Julius, Küfermeister. b) Vorschlagslisten für Beisiger aus dem Kreise der Arbeiter. 1. Liste: 1. Bayer, Wilhelm, Werkmeister, 2. Döll, Ernst, Schmied, 3. Goß, Berthold, Schreiner, 4. Heß, Heinrich, Schuhmacher, 5. Müller VI., Karl, Eisendreher, 6. Nagel, Hermann, Hutmacher, 7. Narz, Klemens, Schneider, 8. Ohr, Adam, Fabrikarbeiter, 9. Rehmig, Johann, Weißbinder und Lackierer, 10. Schönhaber, Albert, Schlosser, 11. Wißner, Johann, Zigarrenmacher, 12. Weißbach, Oskar, Schlosser. 2. Liste: 1. Baum, Heinrich, Glaser, 2. Bock, August, Drechsler, 3. Diehl, Johannes, Schneider, 4. Dech, Karl, Zigarrenmacher. 5. Hensel, Adolf, Schriftsetzer, 6. Holtberg, Gustav, Brauer, 7. Krüger, Gustav, Metalldreher, 8. Laucht, Wilhelm, Maurer, 9. Männche, Heinrich, Schreiner, 10. Schäfer, Johannes, Lackierer, 11. Jafobi, Gabriel, Brauer, 12. Wiegand, Heinrich, Schuhmacher. Der Oberbürgermeister. Mecum. Buohacker = - des Heinrich Wölzing zu Groß- Felda aus den Distrikten Hahnberg, Rotherpflühl, Holzeck und Kohleichen der Forstwartei Groß- Felda: 3 Eichenstämme 72,23, 33 Fichten1,82, 549 Fichtenstämme derbstangen 1,91 und 29 Buchenderbstangen= 1,15 Fftm. Scheiter: Buchen 113; Knüppel: Buchen 119, Eichen 6, Nadelholz 58; Reiser: Buchen- Schlagreifer 722( 710 in Rohleichen), Buchenastreiser 12, Nadelschichtreiser 29, Kurze 22; Stöde: Buchen 32, Nadelholz 16 Rm. Sämtliches Holz von beiden Versteigerungen( Diftr. Hahnberg ausgenommen) figt in der Nähe chaussterter Straßen und ist nach allen Richtungen hin gut abzufahren. Nur das Holz, dessen Nummern blau unterstrichen sind, wird versteigert. Um vorherige gefällige Einsicht wird gebeten. Nähere Auskunft erteilen die Großh. Forstwarte Jacobi zu Windhausen und Hammel zu Schellnhausen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gieken. Achtung! Nächster Tage! IV. Grosse Geld- Lotterie dBad.Landesvereins v.RotenKreuz Ziehung bereits 7. März 3888 44000 zus.: M. Hauptgew.M.15000 1 Gew. M. 15 000 1 Gew. M. 5000 2 à 1000-2000 4 à 500-2000 30 à 100 W. Semmler, Kaffee- Abschlag nur in Holland! 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Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum die ergebene Mitteilung, dass die seit 10 Jahren unter der Firma A.& G. Wallenfels bestandene Kolonialwaren-, Delikatessen- und Wein- Handlung verbunden mit Drogen, Material- und Farbwaren mit dem heutigen Tage durch Kauf unter Uebernahme aller Aktiven und Passiven in meinen Besitz übergegangen ist. Als seitheriger Teilhaber der alten Firma werde ich das Geschäft unve ändert i volem Uf ng unter der Firma meines Namens Georg Wallenfels weiterführen. Zugleich danke ich für das dem Geschäft entgegengebrachfe Wohlwollen und bitte dasselbe auf mich übertragen zu wollen. Unter Zusicherung prompter, reeller und aufmerksamer Bedienung halte ich mich bei vorkommendem Bedarf bestens empfohlen. Marktplatz 21. Telephon 46. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die Lieferung bon 250 Ctr. Nußkohlen 1 und 5 cbm Tannenscheitholz für die Provinzial- Siechenanstalt soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote sind bis Dienstag, den 10. März dieses Jahres. Vormitta s 9 Uhr im Regierungsgebäude Zimmer Nr. 20 abzugeben, woselbst die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können Gießen, den 17. Februar 1903. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Breidert. Vergebung von Straßenbauarbeiten. Die bei dem Neubau einer Kreisstraße von Langsdorf nach Nieder- Bessingen vorkommenden Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Angebote sind bis Dienstag, den 24. März d. Js., vorm. 10 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: zu 15 119,40 ME Brodpreise bom 1. bis 15. März. Der hiesigen Bäcker. Kg. Pfg. 26 1 Weißbrod 1 Schwarzbrod 2 3 " 1 Kornbrod 2 Der auswärtigen Bäder: 1 Weißorod bei Geora Dern II. 2 52 24 1624822 52472. 48 72 22 44 Gr. Linden 23 L. Steinmüller( Gr. Linden) W. Steinmüller( Langgör.8) 24 W. Fabel( Wiesec) Heinrich ( Heuchelheim.) Weber W. Weißel Langgöns u. Steinmüller Gr. Lind. 25 J. Kd. Belte, Kirch- Göns, Georg Dern II, Gr. Lind. u. Louis Süßmnth Steinberg 2. Steinmüller ( Gr. Linden) Steinmüller[ Lang Göns) 46 48 W. Fabel Wiesed Jakob Appel, Krofdorf W. Weißel ( Lang- Göns) Heinrich Weber Heuchelheim u. 2. Stein= müller( Gr. Lind.) 50 Erdarbeiten Brücken und Kanäle " Plasterungen " Chaussierungen 2301,07 240,00 45 979,00 " II. " " " " Gießen, den 19. Februar 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Diehm. Holzversteigerung. Montag, den 9. d. Mts. wird in hiesigem GeGemeindewald folgendes Holz versteigert: 1 Schwarzbrob bei Georg Dern Gr. Lind. 21 L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller Lang= Göns und Heinrich Weber Heuchelheim W. Weigel, Lang Göng 2 13 Eichenstämme von 22 bis 38 cm Durchm., 3 bis 2 6 m Länge= 4,23 fm. 5 Eichen- Derbstangen 26 Nadel" 300 Nadel- Reisstangen( Bohnenstangen) 14 Rm. Eichen- Scheit( 2 Rm. Nußscheit) 56 Rm. Eichen- Knüppel( 10 Rm. find 2,5 mtr. lang.) 1200 Eichen- Wellen 5600 Fichten,( 500 zu Bohnenstangen geeignet). Zusammenkunft Mittags 1 Uhr am Distr. Ranzen auf der Thalschneise. Großen- Linden, am 2. März 1903. Großh. Bürgermeisterei Leun. Versteigerungs- Anzeige. Das zur Konkursmasse des Kaufmanns H. Wickert in Dautphe gehörige Lager bestehend aus: Manufaktur Colonial- und Eisenwaren im ungefähren Wert von 12000-14 000 Mark sol Montag, den 9. März nachmittags 3 Uhr en bloc gegen Barzahlung versteigert werden. J Kd. Velte, KirchGöns, Jakob Appel Krofdorf, Georg Dern II. Gr. Lind u. Louis Süßmuth, Steinberg bei L. Steinmüller ( Gr. Linden) W. Steinmüller u. W. Weißel( vanggöng) Gust. Jakoby Alten- Bused, Heinrich Weber 22 42 Heuchelheim 44 bei Jak. Appel Krofdorf. 46 21/ " bei Louis Süßmuth Steinberg 52 3 W. Fabel Wiesed 66 2 Rornbrod bei Jakob Appel Krofdorf und Wilh. Schimmel, Kinzenb. Mühle 42 Der Brodverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bädern außer bei Heinr. Frebel II. Gießen, den 27 Februar 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Wohne jetzt Löwengasse 2 24. Dautphe liegt 20 Minuten von der Station und empfehle mich im Anfertigen von Herrenkleidern aller Art, Wilhelmshütte der Cölbe- Laaspher- Eisenbahn entfernt. sowie Ausbeffern und Aufbügeln Biedenkopf, den 26. Februar 1903. Der Konkursverwalter, Gustav Unverzagt. in und außer dem Hause. 6. Keil II., Schneidermeister. Hochachtungsvoll Georg Wallenfels früher A.& G. Wallenfels. Altbewährtes- Haus Genuss- u.Kraftmittel TRAUBEN BRUST HONIC für jedes Lebensalter. RHEINISCHER Kraftu.Stoff Veicht ver Wie das Kranken Für das Alter Wohlthut! 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