Nr. 28. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Dienstag, den 3. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Prinzeffin Namenlos. - Ein Protest der Erkronprinzessin Luise. König Georg von Sachsen hat in seiner Verfügung bom 14. v. M. den freiwilligen Verzicht der Kronprinzessin Buise auf alle in ihrer Zugehörigkeit zum sächsischen Königs hause begründeten Rechte, Titel und Würden genehmigt and zu einer unwiderruflichen Tatsache gemacht. Sie hat Jegen die Fassung der Verordnung nichts einzuwenden jehabt, trozdem ihr darin ausdrücklich das Mutterrecht ibgesprochen wurde, so daß die unglückliche Frau niemals, auch nicht privatrechtlich, die Vormundschaft über hre in ihrer prinzlichen Ehe geborenen Kinder ausüben darf. Mit Leichtigkeit scheint sie sich über diesen Veriuji ju trösten. Dagegen macht ihr die Entscheidung des Kaiers Franz Josef große Pein, wonach ihr untersagt ist, ich weiter des Titels, einer kaiserlichen Prinzessin und Erzherzogin zu bedienen und das ihr angestammte erzherzogliche Wappen weiter zu führen. Sie hat gegen diese Verfügung einen energischen Protest erhoben, der seinen Juten Grund hat. In Mentone verlangte man nämlich jetzt von der Prinzessin einen Heimatsschein, resp. Aus veispapiere über ihre Person. Diese besitzt die nunmehr namenlose ehemalige Kronprinzessin nicht, denn wohl auj höhere Weisung hat sich die österreichische Behörde gewei gert, diese auszustellen, da Geburts- und Ehematrikel dem Archiv des kaiserlichen Hauses einverleibt sind. Dort weigerte man sich ebenfalls, der ehemaligen Kronprinzessin eden Ausweis über ihre Heimat und Geburt auszustellen. Die Kronprinzessin hat sich nun an ihren Vater mit ber Frage gewandt, ob sie wirklich seine eheliche Tochter jei. Und wenn dies der Falt wäre, mit welchem Recht man ihr den Namen desjenigen zu tragen verbieten fönne, dessen leibliche Tochter sie sei und als dessen ehe liches Kind sie in den Kirchenbüchern und Geburtsregistern eingetragen ist: Es komme ihr dies so vor, als wenn man jemand zu einer Kahnpartie auf dem Meere einladi und inmitten des Ozeans zu dem Eingeladenen plöglichk jage, nun, wollen Sie gefälligst aussteigen!" Man hat in dem ganzen Verfahren immer betont, streng nach den Besez hendeln zu wollen. Man soll dies beweisen, den ein Gesetz, das die Frau aus ihrem Heimats- und Geburts land einfach aus Ehescheidungsgründen ausweist, sie hei matslos macht, gibt es nicht. Ich werde mein Recht nich: als Frau des Kronprinzen von Sachsen, sondern als die durch Ausschließung zur Bürgerin erhobene eheliche Toch ter meines Vaters suchen und erzwingen." Der Fall ist in der Hausordnung des österreichischer Hofes nicht vorgesehen. Im bürgerlichen Gesetzbuch für das deutsche Reich ist als normierte Konsequenz der The trennung vorgesehen, daß die für schuldig erklärte Frau ihren Familiennamen annehmen kann oder, wi es hier der Fall ist, auf Verlangen des Mannes hin anneh men muß. Da aber durch Entschließung des Kaisers von Desterreich die ehemalige Kronprinzessin keinen Familien namen mehr besißt, so wurde derselben anheimgegeben, da sie nicht namenlos bleiben kann, sich einen Namen zu wählen und denselben zu führen, was jedoch Frau Luise bon Toskana absolut verweigert. Ob nach dem Stand punkt des starren Rechts ihre Ansprüche stichhaltig sind oder nicht, soll hier nicht entschieden werden. Aber ha denn die Tochter des Hauses Toskana ganz vergessen daß es außer dem Recht auf den Namen auch die Pflich gibt, diesen von den Vorfahren übernommenen Namer makellos rein zu erhalten?! Und wenn man diese Pflich verlegt hat, ist es dann nicht besser, still und unbemerk in der großen Menge zu verschwinden, als den befleckter Schild nun gerade vor den Augen der Welt in seinen zweifelhaften Glanze zu zeigen? Das sollte die ,, Bürgerin' Luise, wie sie sich ostentativ nennt, beherzigen.... * Tie frühere Kronprinzessin plant angeblich eine Reis: nach Salzburg zu ihrem Vater, dem Großherzog vor Toskana. Als Termin für ihre Abreise sei der nächste Tonnerstag bestimmt. Eines der Kinder der Kronprinzessin, der zweite Sohn des Kronprinzenpaares Prinz Friedrich Christian ist, wie aus Dresden gemeldet wird am Unterleibstyphus erkrankt. Der Zustand des am 31 Dezember 1893 geborenen Kindes ist sehr ernst. Der Mutter wird angesichts dieser Tatsache endlich die Trag vette ihres Schrittes vom Wege einigermaßen zum Be wußtsein kommen. einen - - Eine späte Enthüllung. Desterreichs Pläne im Jahre 1870. ( Nachdruck verboten.) Jezt erst, 33 Jahre nach dem großen Kriege, wird über lange strittigen Punkt Klarheit geschaffen Die wissenschaftliche Pariser Zeitschrift ,, Revue" veröffentlicht unter dem Titel„ Der Verlust Lothrin gens" einen interessanten Artikel, in welchem nach einem authentischen Dokument enthüllt wird, wie das franzö sische Generalfommando zu Beginn des Feldzuges von 1870 einen Plan des Erzherzogs Albrecht von Deſter retu) zur Ausführung zu bringen suchte. Wir lassen hier einen Auszug aus dieser Studie folgen: Der Erzherzog Albrecht von Desterreich, der Sieger von Eustozza, kam im März 1870 nach Frankreich, unter dem Vorwande, Studien zu machen, in Wirklichkeit aber, um sich mit Napoleon III. über diplomatische und militärische Fragen zu unterhalten, die die beiden Länder interessierten. Gegen Ende April vertraute der Kaiser dem General Le brun an, daß zwischen dem Erzherzog und ihm sobald als möglich ein Frankreich und Desterreich interessierender Feldzugsplan vereinbart werden würde. Balt nach seiner Rückkehr nach Wien sollte der Erzherzog nachdem er sich der Zustimmung seines Kaisers ver sichert haben würde- Napoleon III. in Kenntnis sezen der Kaiser der Franzosen wollte ihm dann einen General, und zwar einen Mann, der sich seines vollen Vertrauens erfreute, schicken, um den in Aussicht genommenen Kriegsplan zu diskutieren und ihn in seinen Umrissen festzusetzen. General Lebrun, der für diese Mission bestimmt war, wurde vor seiner Abreise, am 19. April 1870, zu einer Konferenz nach den Tuilerien berufen; dieser Konferenz wohnten außerdem noch bei der Marschall Leboeuf, Minister des Krieges, der General Trossard, der schon im Mai 1867 eine Denkschrift über einen Zukunftsfrieg mit Deutschland verfaßt hatte, und der General Jarras, Direktor des Kriegsdepots. Der Kaiser machte die Herren mit den Ideen bekannt, die der Erzherzog in der Annahme einer gemeinsamen Aktion Frankreichs, Desterreichs und Italiens gegen Deutschland auseinandergesezt hatte. Jede der Vertrag schließenden Mächte sollte zunächst eine Armee von 100 000 Mann ins Feld schicken; diese Streitkräfte sollten zu gleicher Zeit in Süddeutschland einallen und dann unter Zurücklassung von 40 000 Italienern in München, nach dem oberen Maintal marschieren. Zu gleicher Zeit sollte eine andere französische Armee sich an der Saar und in Nieder- Elsaß konzentrieren, und ein öster reichisches Heer sollte sich in Böhmen, zwischen Eger und Vilsen sammeln. Dieses Heer sollte dann in Franken seine Bereinigung mit der französischen Saar- Armee, die in zwischen den Rhein überschritten haben würde, vollziehen. Die vereinigten Streitkräfte der Verbündeten soll'en dann gemeinsam über Leipzig aus Berlin zumarschieren. Ge neral Lebrun wurde vom Kaiser noch besonders darauj aufmerksam gemacht, daß er darauf zu bestehen habe, daß die Kriegserklärung von seiten der drei Mächte gleicheitig zu erfolgen habe, und daß dann sofort die Mobil machung folgen müsse. Das sollte die ,, conditio sine qua on" der geplanten Allianz sein, weil man sürchtete, das onst Preußen seine Gegner einen nach dem andern niederchlagen könnte... Man hatte bei diesen schönen Plänen icht mit der furchtbaren Schnelligkeit gerechnet, mit der ne vernichtenden Schläge auf die französische Armee icdersausten. Sowohl Italien wie Desterreich hielten es araushin für besser, ihre Zusage zurückzuziehen und Frankreich allein den Kampf weiterführen zu lassen. Die Politik. Neue Uniformen. Die jüngst durch die Presse gegangene Meldung, daß für Generale hechtgraue Waffenröcke wie in Dester reich eingeführt werden sollen, ist unzutreffend. Dagegen soll eine neue einheitliche Uniform für die Adjutanten bei den Stäben eingeführt werden. Sie soll der jenigen der Eskadronsjäger zu Pferde ähnlich werden. Tie in Frage kommenden Offiziere tragen bekanntlich jeit furzer Zeit einfach den Tiensttitel ,, Adjutant der xten Tivision usw.". Mit der Einführung der neuen Adjutantenuniform würde man einer Einrichtung der vormals hannoverschen Armee folgen, in der die Adjutanten bei den Stäben besondere Uniformen ähnlich derjenigen Der Generäle und Federhüte jedoch mit anderer Sticke cei am Kragen und den polnischen Aufschlägen der Waffenröcke trugen. Abdul Aziz Sieger! Die Franzosen haben mit ihrem Darlehen an den Sultan von Marokko garnicht übel spekuliert: Der Sultan hat den Prätendenten Bu Hamara und dessen Anhänger öllig geschlagen. In der Morgenfrühe des 29. Januar griffen die Truppen des Sultans unter dem Befehl des Kriegsministers die Stellung des Prätendenten an, überraschten und schlugen dessen Anhänger in die Flucht und nahmen ihn selbst gefangen. Allerdings stellen andere Meldungen die Gefangennahme Bu Hamaras in Abrede, man weiß nicht, ob er sich unter den Gefallenen befindet oder entkommen ist. Sein Gefolge wurde fast bis auf den legten Mann getötet oder gefangen genommen. Die gejamten Vorräte und Munition fielen in die Hände der Sultenstruppen. Ob sich der Sultan seines Sieges lange zu freuen Ursache haben wird, steht dahin, wie verlautet, hat Frankreich England angeboten, es wolle amtlich die englische Beseßung Egyptens anerkennen, wenn England als Gegenleistung eine etwaige Beseßung Marokkos durch Frankreich anerkenne. Die Meldung findet nicht vielen Glauben. Wenn England seine Zustimmung zu dem fran zösischen Vorschlag gäbe, würde Frankreich zweifellos un bedenklich an die Aufrollung der marokkanischen Frage gehen, mit Spanien und Italien getraut es sich wohl jertig zu werden. Freilich: England hat keine Veranlas jung, den französischen Vorschlag gutzuheißen. Ob Frank reich die Besetzung Egyptens anerkennt oder nicht, kann en Engländern höchst egal sein: Sie halten das Land tatsächlich besetzt, was brauchen sie mehr? Und wegen iner bloßen formellen Anerkennung des egyptischen Zulandes durch Frankreich den Franzosen Marokko zu bevilligen, haben sie keinen Anlaß. Der Dant des Kaisers. Ter ,, Reichsanzeiger" veröffentlicht an der Spitze seiner legten Nummer einen Erlaß an den Reichskanzler, der ersucht wird, allen denen, die den Geburtstag des Kaisers öffentlich gefeiert haben, den kaiserlichen Dank auszusprechen. Es heißt darin u. a. ,, Die Aeußerungen der Liebe und des Vertrauens, welchen Ich auch auf Meinen Reisen im vergangenen Jahre in allen von Mir berührten Städten und Ortschaften des Reiches in so reichem Maße begegnet bin, und das Bewuß sein, daß neben der lauten Festesfreude manch treue Fürbitte für Mich aus frommen Herzen in Palast und Hütte zu Gott dem Herrn emporgesandt worden ist, haben mich an Meinem Geburtstage wahrhaft beglückt.". Rudolf Delbrück+. )-( An den Folgen eines Schlaganfalles ist am Sonntag Nachmittag der Staatsminister Rudolf v. Delbrücd im 87. Lebensjahre gestorben. Mit ihm ist einer der pflichttreuesten, bewährtesten und verdientesten Helfer Bis marcs aus unseren Reihen geschieden. Eine ernſte, nüch terne Natur, war er der Typus des altpreußischen hö heren Beamtentums. Seit 1848, wo der junge Verwaltungsbeamte ins Handelsministerium einberufen wurde, bis 1876 hat er in amtlicher Stellung gewirkt und mit seiner zähen und geschickten Arbeit die Fundamente weiterbauen helfen, auf denen später Bismarck das ragende Gebäude des Deutschen Reiches auftürmte. Der Ausbau und die Verlängerung des Zollvereins, dieses wirtschaftlichen Bündnisses der deutschen Staaten, das der politischen vorausging, war sein Wert. Als Bismarck das preußische Staatsruder ergriff, erkannte er bald Del brücks organisatorische Bedeutung und überließ ihm die Gestaltung der preußischen Wirtschaftspolitik vollständig. 1867 berief er ihn an die Spitze des neugeschaffenen Bundeskanzleramts, und Delbrück blieb seit 1871 als Präsident des Reichskanzleramts in dieser Stellung und bestimmte die wirtschaftliche Politif Preußens und des Reiches. 1870 verwandte ihn Bismarck als seinen Vertrauensmann bei der Vorbereitung der zwischen Pren ßen und den anderen Staaten abgeschlossenen Ver sailler Verträge, durch die das deutsche Reich geschaffen wurde. Telbrück huldigte als Zollpolitiker während seiner ganzen Amtszeit freihändlerischen Anschauungen. Das führte 1876, als Bismarck die Schwenkung zum Schuz zoll einleitete, zu Delbrücks Rücktritt, dem die Verlei hung des Adelstitels an ihn voranging. Nur einmal noch trat er im Jahre 1878 als Reichstagsabgeordneter für Jena in der Deffentlichkeit hervor: war einer der eifrigsten Bekämpfer des Bismarcſchen Schutzzolltarifs von 1879. Seitdem lebte er als Pri vatmann. Er war während eines ganzen Menschen alters einer der einflußreichsten Staatsmänner in Preußen unt Deutschland, und man darf ihm nachrühmen, daß er ein treuer und gewissenhafter Diener des Staates war. dem als Leitstern zeitlebens nur das Wohl des Volkes voranleuchtete. Friede seiner Asche! Amerika rüstet! Haben die Yankees kriegerische Gelüste? Fast könnt man auf diesen Gedanken kommen angesichts einer Washingtoner Meldung des Reuterschen Büreaus, in der es heißt: Demnächst wird hier eine Schiffswerft einge weiht werden, auf welcher Tag und Nacht gearbeitet wer den soll, indem die Angestellten in drei Schichten arbeiten. Man will die Beendigung des Baues derjenigen Schiffe energisch betreiben, an denen schon länger als zwei Jahr: gebaut wird. Die Behörden beabsichtigen, auch auf anderen Wersten Tag und Nacht arbeiten zu lassen, falls hinreichend Arbeitskräfte vorhanden sind. Die Eile, mit der diese Schiffsbauten betrieben werden, ist mindestens sehr auffällig, und man wird, wenn die Meldung sich bestätigen sollte, auf die amerikanische Politik ein doppelt reacyjames Auge haben müssen. Von ihrem Standpunkt aus tun die Amerikaner recht daran, ihre Schiffsbauten zu beschleunigen; auch uns würde es nicht schaden, wenn wir unser Schiffsbautempo noch mehr beschleunigten. Neuerungen im Weltpostverkehr. ::: Der amerikanische Generalpostmeister Payne, der sich schon mehrfach als ein gelehriger Schüler unseres fort, um der bann streďte sie die Hand aus, sie wollte fort, nur schnell entsehlichen Qual dieses Augenblicks zu Eeele. Ein plöblicher Schwindel fauste durch ihr Hirn, entrinnen. Er bemerkte ihre Bemühung, von dem Cik hingh nußen. wichtige Stunde für Peisa. -Nux ihren Gewohnheiten bringen. ließ sich augenscheinlich nicht durch das Ereignis aus Die Postsendung war soeben angelommen, eine au einer zur anderen, ein spräch anzufnüpfen: Mit fräftigen Schritten eilb eine der Damen genannt hatte. " und der Assessor?" fragte die Freundin weiter. unsicher, dabei errötend, da sie Dörner beim Vornamen , Eugen hat die Wagen bestellt?" fragte Erna etwas Ja!" ,, Er versprachs." ,, Also eine Art Bertrag?" ,, wie du es nehmen willst," Erna müde. ,, Machiavelli sagt, daß Bextre Toge zu halten Sorteil erheischt und da meine li D ic LI e Stephan erwiesen hat, ist bekanntlich ein überzeugter Berfechter der Müzlichkeit und Rentabilität einer Berbilligung des Briefportos. Auf seine Anregung wird dem ameri fanischen Kongreß eine Vorlage megen Herabsehung des Briefportos zwischen Amerika und Europa zugehen. Und zwar soll das Porto von 5 Cents per halbe Unze aus 2 Pents ermäßigt werden. Mit Deutschland, England Frankreich sind, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter von zuverlässiger Seite hört, bereits Vorverhandlungen gepflogen worden. Die deutschen amtlichen Stellen stehen der Sache zwar nicht durchaus abgeneigt, aber doch mit nicht unerheblichen Bedenten gegenüber, die namentlich ben nach Ansicht der zuständigen deutschen Behörden zu erwartenden Einnahmeausfall betreffen. Bekanntlich hat vor einiger Zeit auch die Regierung von Neu- Seeland den Antrag gestellt, allgemein das Penny- Porto einzuführen. Der Weltpostverein hat sich jedoch ablehnend verhalten und Neu- Seeland hat das Penny- Porto nur im Inlande und im Verkehre mit Nachbarstaaten zur Einführung gebracht. Nach dem ersten Jahresausweis sind allerdings die hierbei erreichten Erfolge über Erwarten zufriedenstellend ausgefallen. Wie denn auch die Nationalökonomen und Stafistiker übereinstimmend die Beobachtung gemacht haben wollen, daß jebe Berbilligung des Verkehrs die Einnahmen aus dem Verkehr erhöht. Immerhin wird diese Beachtung nur da gemacht werden können, wo mit der VerBilligung eine gewisse Grenze nicht überschritten wird. Bahne soll übrigens geäußert haben, er hoffe noch zu erleben, daß das Weltporto allgemein einen Benny, etwa sinen Pfennig nach deutschem Gelde, betragen wird. Der Amsterdamer Streik ist zu einem Teile beendet. Die Transportgesellschaften haben alle Forderungen der Arbeiter bewilligt. Daraufhin nahmen die Eisenbahnangestellten die Arbeit wieder auf. Dagegen dauert der Streif der Arbeiter der Brivattransportgesellschaften fort. Außerdem hat die Kommunalverwaltung von Amsterdam die Arbeit in den Wasserwerken auf dem Quai eingestellt. Die Arbeiter dieser Werke haben sich den Ausständigen angeschlossen, um sie zu unterstützen. Die Bäcker, die Arbeiter der Gasanstalt und die des Reinigungsdienstes wollen ebenfalls streiten. Jedenfalls hat aber bie Hemmung des Berkehrs auf allen Strecken der holländischen Bahn aufgehört. Kurze volitische Nachrichten. * Die Umänderung der Feldgeschüße C 96 in solche mit Rohrrücklauf wird sich nicht, wie kürzlich berichtet wurde, auf 30 Millionen Mart, sondern im Höchstfalle auf ein Drittel dieser Summe belaufen. * An Bord des Lloyddampfers ,, Bayern" sind Montag Morgen 6 Offiziere, 4 Feldwebel und 150 Mann von der ostasiatischen Besaßungsbrigade in Bremerhaven angelangt und von dort mit der Bahn nach dem Schießplaz Munster gegangen. * Auf der in Dortmund abgehaltenen achten Jahresversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands erklärte der Vorsitzende die Webereinstimmung der christlichen Bergarbeiter mit der Rede des Kaisers in Breslau. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt. * Der französische Sozialistenführer Jaurès hat an gefündigt, er werde in der Kammer neue Enthül lungen machen, welche die Wahrheit über verschie dene in den Dreyfushandel verwickelte Persönlichkeiten an den Tag legen werde. mäßig lauteten. Als sie den Blan faßten, Stese Geschichte auswendig zu lernen, waren ihrer noch sieben auf dem Schiff. Zwei von diesen zeigten sich aber zu bumm, die erfundene Geschichte ohne Fehler zu wiederholen, und die übrigen fünf Leute kamen daher zu der Ueberzeugung, daß man sie unschädlich machen müsse. Sie wurden sofort erschossen und über Bord geworfen. Es erscheint ganz unbegreiflich, weshalb man den Neger verschont haben sollte. Er selbst erklärt, dies sei geschehen, damit er für die anderen toche. Später sagte er aus, man habe auch ihn töten wollen. In Wahr jeit scheint er dem Tode dadurch entgangen zu sein, daß er sich so stellte, als habe er keine Ahnung von den Borkommnissen an Bord. * Der russische Botschafter in Konstantinopel Stnowjew hat die Aufmerksamkeit des Sultans auf die christenfeindliche Haltung des Gouverneuers von Jpel ( Macedonien) gelenkt. Der Sultan hat daraufhin den Gouverneur abgesetzt. * Zum Streit zwischen Bolivia und Brasilien wegen des Acregebiets wird aus Rio de Janeiro gemeldet, der brasilianische General Itaperuna sei mit Artillerie nach dem in der Nähe des Acregebietes gelegenen Matto Grosso abgegangen. * Das Augenleiden, an dem die schwedische Kronprinzessin leidet, hat sich so verschlimmert, daß die Aerzte völlige Erblindung fürchten. Nab und fern. Vermischtes. ):([ Ein unerwarteter Bank] wurde einem westfälischen Gutsbesiger zuteil. Er hatte vor furzem ein beträchtliches Sapital zur Errichtung eines Krankenhauses in Olpe gespendet. Die dortigen Stadtväter beabsichtigten zunächst, dem Wohltäter der Gegend einen Fackelzug barzubringen; doch aus ,, innere: Gründen" tamen sie wieder babon ab und beschlossen, den Gutsbesiger, der durch diesen Schenfungsaft seine guten Vermögensverhältnisse so deutlich gezeigt hatte, unt eine Stufe in der Einkommensteuer zu erhöhen! [ Ein weißer Rabe.] Bisher galt es als feststehender und in unzähligen Wigen diskutierter Grundsaß, daß Damen vor Gericht häufig ihr Alter niedriger anzugeben pflegen, als es wirklich ist. Kein Mensch nahm an, daß eine Zeugin mehr Jahre ins Protokoll dittiert hätte, als sie tatsächlich zählt. Da geschah das Unerwartete vor Wiener Richtern. Die Blousennäherin Anna Peter, ein braves, anständiges Mädchen von unschuldigem Aeußern, gab vor einiger Zeit als Zeugin vor dem Bezirksgerichi Leopoldstadt ihr Alter mit 20 Jahren an, wo sie doch erst 16 Jahre zählte. Diese Ungeheuerlichkeit ging Frau Themis über die Binde, und die arme Kleine wurde von den Wiener Strafrichtern als Verbrecherin qualifiziert und wegen Betrugs zu vierzehn Tagen Kerters verurteilt. A[ Das Meer gibt seinen Naub zurüd.] Wie aus Mai land berichtet wird, hat der Ingenieur Piño, dessen neues Unterseeboot so großes Aufsehen erregt hat, neulich in Portofino bei Genua Experimente unternommen, die sehr gute Resultate ergaben. Die Genueser Gesellschaft für Unterseedurchforschung hat das Pins- Schiff für 200 000 Lire angekauft und wird im April ihre Recherchen mit dem Schiff im griechischen Archipel anfangen, wo bekanntlich im Altertum viele Kunstschäze verloren gingen. Die Gesellschaft hat schon einen Vertrag mi: der griechisch n Regierung geschlossen und angeblich auch einen Kontrakt mit der englischen Regierung zur Hebung des Schiffes ,, Black Prince", das während des Krimkrieges mit 45 Millionen Francs Gold untergegangen ist. In letter Stunde. Ein Vorfall, wie er sich sonst nur in Romanen zuträgt, ereignete sich in Berlin. Der Kaufmann S. verlor auf der Straße in der Nähe des Spreeusers seine Brieftasche mit etwa 500 Mark. A e seine Nachforschungen an Ort und Stelle waren er eblich, d. nn von der Brieftasche war leine Spur zu entdecken. S welcher sich mit einem Geschäftsfreund verabredet hatte, fehrte erst nachmittags nach Hause zurück, wo er zu seinci nicht geringen Ueberraschung seine Brieftasche und ihren Finder vorfand. Es war der stellungslose Kanzlist M. welcher die Brieftasche gefunden und sie, da er in ihr di Adresse des Verlierers las, getreulich abgeliefert hatte. M., dem der überraschte Kaufmann vor Freude 50 Mal schenkte, erzählte, er habe sich nahe bei der Stelle, wo e die Tasche gefunden habe, ins Wasser stürzen wollen, da er sich in größter Not befand und seit zwei Tagen saji nichts gegessen hatte. - Der untergeschobene Graf: nerbe. Die in Berlin megen Kindesunterschiebung verhaftete Gräfin Kwilecka hat gegen eine sehr hohe Kaution ihre Hastentlassung beantragt. Dem Antrage ist jedoch wegen Fluchtverdachts und Besorgnis der Verdunkelung des Tatbestandes nicht stattgegeben worden. Die Verhaftete bestreitet nach wie vɔ: jede Schuld und behauptet vor dem Untersuchungsrichter, den Beweis, daß der Knabe ihr leibliches Kind sei, führen zu können. In dem zu erwartenden Prozesse werden auch medizinische Autoritäten zu Worte gelangen, da die Gräsin als gewichtiges Entlastungsmoment die angeblich sehr deutliche Aehnlichkeit zwischen ihr und dem Kinde anführt. )-( Eine moderne Seeräubergeschichte. Bekanntlich sind in Liverpool vier Seeleute der englischen Barke Veronika" unter Anklage des Mordes der Offiziere und der Mehrheit der Mannschaft des Schiffes auf die Ausfagen des Schiffskochs, eines Negers, hin gestellt worden. Zwei von ihnen sind noch ganz junge Burschen bon 18 und 19 Jahren. Es wird jest erklärt, daß die Mörder, nachdem sie sich des Kapitäns, zweier Offiziere und zwei Mann der Besatzung entledigt hatten, eine Geschichte ausdachten, deren Einzelheiten sie sich alle einprägen wollten, damit die Aussagen vor Gericht gleich Die Hessische Landes- Hypothekenbank in Darmstadt macht es sich als gemeinnüßiges Institut zur Aufgabe, tilgbare und unfündbare Hypothek- Darlehen zu mäßigen Bebingungen zu vollziehen, wird sie auf eine längere Reihe von Jahren verteilt in der Form eines Jahreszuschlages zum Zins. Den Binsfuß hat die Bank für die nächste Beit auf 334 Prozent festgesetzt. Giesen ** Wie wir c Brofeffor Dr. Bie Der er feit 15 Jahr Wenn man hierzu für die Tilgung einen jährlichen Beitrag von Prozent rechnet, so stellt sich die Gesamtleistung des Schuldners für 8ins und Tilgung immer erst auf 4 Prozent, also kaum höher als der sonst übliche Binsfuß jest ist. Die Jahresleistung des Anleihers bleibt für die ganze Vertragsdauer gleich. Da aber der Zins immer nur aus dem Kapitalsreft des Vorjahres berechnet, also mit jedem Jahr kleiner wird, so erhöht sich von Jahr zu Jahr die Tilgung ohne stärkere Inanspruchnahme des Schuldners. Auf diese Weise wird in 58 Jahren die völlige Abtragung der Schuld erreicht. Eine Steigerung des Zinsfußes von 3 Prozent ist für die ganze Dauer des Schuldverhältnisses ausgeschlossen, ebenso wie eine Rändigung durch die Bank. Wenn aber in späteren Jahren günstigere Verhältnisse dem Anleiher die Rückzahlung auf einmal oder in größeren Teilbeträgen als vereinbart gestatten, so steht dem nichts im Wege. Auch die Erhöhung des Tilgungsbeitrages zur rascheren Rückzahlung des Rapitals wird zugelassen. [ Ein Festtag der englischen Seldaten.] Der letzte Dienstag im Monat Januar ist jedes Jahr ein Festtag für den englischen Soldaten. An ihm wird er für schuldenfrei erklärt. Punkt zwölf Uhr tritt ein Offizier mit Tambour und Trompeter vors Kasernentor und sammelt durch Bla sen und Trommeln die Menge um sich herum. Er verliest alsdann einen Tagesbefehl, worin proffamiert wird ,,, daß die Offiziere nicht für die Schulden ihrer Untergebenen hasten, daß von heute ab deren Schulden verjährt sind, und daß keiner einem Soldaten mehr Kredit als dessen Tagesfold gewähren soll." Diese aus dem Mittelalter mit herübergenommene Zeremonie fand auch dies Jahr wieder vor allen Kasernen in England statt. = ** Für den Rammer der S ridt erftattet über Bofition B b6 her Befolbungsordn mpfiehlt Annahme ang der genannte hnlichen Stellung ungsfrist vorfieht. V Berkauft mann an Herrn on 87 000 Mart Gestern N ten der Lahnbrüde des Delitateßwater burchs Eis gebroch herauszukommen. ten fich und macht Luft, daß der Befiz retten half. Wir brach Rohrbach Lol Landesverbandes fi nicht fo. Als Del Schreinermeister wieder ernannt wo ** Bon hessis Schweizer Alfred wegen Bedrohung v and Fernheide weg Die Bank bringt die Mittel zur Gewährung von Darlehen durch 3a prozentige Pfandbriefe auf, durch deren Ausgabe Kosten für die Anfertigung, den Reichsstempel und die Begebung erwachsen; im Uebrigen verursachen dieselben bei den jezigen Geldmarktverhältnissen einen Ausfall gegenüber dem Nennwert, weil sie nicht zu 100, sondern Bruchteile darunter anzubringen sind. Diese Aufwendungen sind der Bant in der Form einer einmaligen Entschädigung zurüc zuvergüten, die selbstverständlich nur einmal in Frage fommt. Sie beträgt 3. 8t. 22 pet. des aufzunehmenden Kapitals und wird bei Auszahlung desselben einbehalten. Wird dieser Abzug auf die Vertragsdauer ausgeschlagen, so ergibt sich mit Binseszins immer erst eine Darlehensverzinsung von 3,85 pCt; es stellt sich also der Anleiher bei einem 3% prozentigen Darlehen mit 2 pet. Abzug immer noch besser, als selbst bei einem 4 prozentig n Darlehen ohne Abzug. Beleihbar sind zur ersten Stelle Grundstücke in Stadt und Land, sofern sie einen regelmäßigen Ertrag bringen. Die Bank hat das Recht, städtische Obj fte bis zu 60 pt., landwirtschaftliche bis zu 662/ s des von ihr zu ermittelnden Wertes zu beleihen, doch soll eine Beleihung bis zur Hälfte die Regel bilden. ** Die Zeitung als Lehrmittel. Eine pädagogische Neuheit wird aus Amerika berichtet, die im ersten Augenblicke befremdend klingt, bei näherer Betrachtung aber als wertvolle Anregung erwähnt zu werden verdient. Es handelt sich um die Einführung der Tageszeitung als Lehrmittel in die Schule. Ein bekannter anterikanischer Pädagoge, Professor W. H. Lynch, Lehrer an einem Knabengymnasium in Newyork, hat als erster diesen interessanten Versuch gewagt und berichtete jüngst in einer Versammlung von Schulmännern über seine Erfahrungen mit demselben. Sie waren durchaus günstiger Natur. Vor allem behauptete er, vermittelt die Lektüre von Tagesblättern den Schülern moderne und aktuelle Kenntnisse. Lehrbücher lehren nur eine Theorie der Welt und ihre Ursachen, die Zeitungen dagegen berichten von dem wirklichen Drama des Lebens in seinen mannigfachen Gestalten. Aus diesem Grunde hat Herr Lynch die Lektüre der Zeitung mit Erfolg in seiner classe eingeführt. Wenn man sich vorhält, daß ernsthaste Zeitungen in unseren Tagen sich immer mehr zum Spiegel der le bendigen Entwickelung auf allen Gebieten der Kultur herausbilden, und daß ein gut Stück der geistigen Arbeit, die zur Litteratur wird, durch sie hindurchgeht, wenn nicht direkt von ihr geleistet wird, wird an die Anregung des amerikanischen Pädagogen keineswegs sofort von der Hand weisen können. Voraussetzungen für eine solche Neueinführung eines Lehrmitt.13 in den Schulen wären allerdings ein entsprechendes Alter der Zöglinge, die man auf solche Art in die kulturelie Ta gesgeschichte einführt, und eine sichere Auswahl jener Mitteilungen, die zuverlässig sind und bildend wirken können, durch berufene Hand. Eine solche sorgsam gewählte und wohl abgemessene Lektüre von Zeitungen könnte zu einem sehr achtbaren Lehrmittel ausges aftet werden. Jedenfalls besäße sie den nicht zu unterschien den Wert, den werdenden Menschen in Fühlung mit dem wirklichen und aktuellen Leben zu bringen und dabei doch die unmittelbare Berührung zu vermeiden, die auf die allzu empfängliche Jugend häufig schädigend einwirkt. Da überdies jeder Kulturmensch in der Jetzt zeit früher oder später mit der Zeitung in Berührung kommt und mit dem Zeitungswesen von irgend einer Seite her zu tun hat, wäre es gar nicht übel, den öfteren Zöglingen, die bald ins praktische Leben eintreten sollen, eine vernünftige Art der Zeitungslektüre beizubringen. Wie uns mitgeteilt wird, hat die Bant ihre Thätigkeit bereits begonnen und auch die Gewährung von Gemeinde Darlehen in ihren Geschäftsbereich aufgenommen. Die Bankverwaltung will sich angelegen sein laffen, Darlehensanträge ohne Berzug zur Erledigung zu bringen. Einzureichen sind ortsgerichtliche Toration mit Fragenbeantwortung, Erwerbsurkunden und Baupläne, soweit überhaupt vorhanden, Angaben über Miets- und Pachterträgnisse sowie Auszug aus dem Grundbuch. Aufschlüsse sind brieflich und mündlich bei der Bank, Karlsstraße 97, zu erhalten. |::|[ Die Ausdehnung des Geldverkehrs.] Ein Ches über 221 Millionen Tollars, von Morgan auf das Niw yorker Bankhaus Kuhn, Loeb und Komp. gezogen und bei der First National Bank zahlbar, ist in diesen Tagen durch das Newyorker Clearinghouse gegangen. nt- fang der siebziger Jahre, während der Friedensverhand lungen in Versailles, soll ein Check über 2 Millionen Taler bereits die Bewunderung Bleichröders erregt ha ben. Welche Aenderung hat sich seitdem in den Di mensionen des Geldverkehrs vollzogen! Parlamentarisches aus Hessen. richter II zu Gieße aus Klein- Lüder w mann aus Rachel Theodor Kempf famtlich vom Stac Zum Entwurf des Gesetzes die Landstände betreffend ist noch nachzutragen, daß dem früheren Artikel 14: Mitglieder der Ministerien sowie der Oberrechnungsfammer tönnen nicht zu Abgeordneten für die Zweite Kammer gewählt werden", den Wünschen des Landtages entsprechend noch fol gende wichtige Bestimmung hinzugefügt ist: Amtsrichter und Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten, Kreisräte, Kreteamtmänner, Kreisärzte, Kreisassistenzärzte, Kreisschulinspektoren, Be Auf Grund E Installateuren zur das Gas- und W Jember 1902 wi Gießen hiermit zu das Gas- und Wa Diefe Bulaffuz Gießen, de Be Die Lieferung Dftern 1903 foll Es werden b B) für Araben für Mädche farbiger Fla Offerten sind zügl. des zu den F bis spätestens zum c Dürr verschlossen Gießen, de Die Arme Kreisveterinärärzte, Kreisgeometer, Polizeikommissare, Bau Vergebun inspektoren und Bauassessoren, Steuerkommissare, Bezirkstassierer und Kontrollbeamte der Lokaltassestellen, Obersteuerinspektoren und Oberförster, sowie die diesen Beamten untergebenen Beamten, die ihren Gehalt aus der Staatskasse em pfangen, fönnen für Wahlkreise, welche ganz oder zum( nach der Bevölkerungszahl zu berechnenden) größten Teile zu ihren Dienstbezirken gehören, nicht zu Abgeordneten gewählt werden. Dasselbe gilt von denjenigen Beamten, auf welche in der Folge die Amte verrichtungen der vorstehend bezeichneten Be amten übertragen werden sollten." In der dem neuen Die zur Ver Hansen erforderl war: follen am Erdarbei Chauffier Kanalarb Dienst im Bege schriftlich eigneten, woselbst Entwurf beigefügten Begründung wird über diesen hias Ginſight offen liegt bemerkt, daß in den Kammerverhandlungen über den Ausschluß der Lokalbeamten die verschiedensten Ansichten und Vorschläge laut wurden, daß man sich schließlich dahin einigte, die alte Bestimmung des Gefeßes vom 8. November 1872 wieder aufzunehmen:„ Da in der Zweiten Kammer sich keine Neigung zeigte, dem von der Großh. Regierung vorgeschlagenen gänzlichen Fallenlassen des Ausschlusses der Lofalbeamten von der Wählbarkeit zuzustimmen, hat sich in dem neuen Entwurf wieder herzustellen und in einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden Neufassung wieder aufzunehmen." Das Bemerkenswerteste in diesem Abschnitt dürfte der Umstand sein, daß der neue Entwurf von den von der Kammermehrheit in erster Lesung beschlossenen Artikeln 9a- 9f, in welchen die Bestimmungen über die Einführung der Wahlpflicht niedergelegt sind, keinerlei Notiz nimmt, auch nicht in der Begründung sind. Die ganze Wahlpflichtsfrage dürfte damit wohl so gut wie endgiltig beseitigt zu betrachten sein. Noch ist besonders hervorzuheben, daß die Regierung im Artikel 19 dem Wunsch der Kammer gefolgt ist und zu gestimmt hat, daß die Abgrenzung der Wahlkreise im Wege des Gesetzes( nicht der Verordnung) erfolgen soll. Bis zum Erlaß eines neuen Gefeßes, durch welches die Abgrenzung der Wahlkreise erfolgt, bleibt der bisherige Zustand maßgebend. Jedoch sind fernerhin die in der früheren Gemarkung Bessungen wohnenden Stimmberechtigten nicht in zwölften Wahlkreis der Provinz Starfenburg, sondern bei der Wahl des Abgeordneten der Stadt Friedberg und die in den früheren Gemartungen Hochheim, Neuhausen und Bfiffligheim wohnenden Stimmberechtigten nicht mehr im Wahl der Abgeordneten der Stadt Worms wahlberechtigt. Gießen, 3 De 心 Die an de Bappelstämme und zwar: an der Straße G gebe an der Straße G Me an der Straße Re geh an der Straße L geh an der Straße A ge Schriftliche Samstag, de im Amtszimmer& bofelbft die Eröff Gießen, Achtung! De Bin morgen geitern angegebenen L nog: 10 Stück Cytro ersten Wahlkreis der Provinz Rheinhessen, sondern bei det. 10-15 Pfennig. etenbant Aufgabe, tilg zu mäßigen Be e längere Reihe Jahreszuschlage Die nächste Beit Giesener Cagesneuigkeiten. Wie wir aus zuverlässiger Quelle hören, ist Herr Professor Dr. Biermer aus der nationalliberalen Partei, ber er seit 15 Jahren angehörte, ausgetreten. ** Für den Ersten Ausschuß der Zweiten Kammer der Stände hat Abg. Dr. Gutfleisch Beeinen jährlichen richt erstattet über die Regierungsvorlage, betreffend die sich die Gesamt: Position B b6 Räte bei den Provinzialdirektionen" ung immer erst ber Besoldungsordnung vom 9. Juni 1898. Der Ausschuß der sonst übliche empfiehlt Annahme der Regierungsvorlage, die die Gleichstell a aber der Bins ähnlichen Stellungen in Bezug auf Gehalt und Aufrückabres berechnet, ungsfrist vorsicht." Anleihers bleibt ung der genannten Beamten mit anderen Beamten in fich von Jahr Inanspruchnahme mann an Herrn Karl Kobel in Oberursel für den Preis in 58 Jahren von 87 000 Mart. V Berkauft wurde das Hotel- Restaurant Riegelie ganze Dauer ten der Lahnbrücke beobachten, wie der wunderschöne Hund wie eine Kändes Delikateßwaren- und Weinhändlers M. E. von hier späteren Jahren durchs Eis gebrochen war und viele Anstrengung machte, Rückzahlung auf herauszukommen. Die zahlreich zusehenden Passanten ärgervereinbart ge ten sich und machten ihrem mitleidsvollen Herzen darüber I die Erhöhung Luft, daß der Besizer das arg bedrängte Tier nicht energisch = Gestern Nachmittag gegen 16 Uhr konnten Bassanhlung des Kapi retten half. ** Bir brachten fürzlich, daß Herr Schreinermeister hrung von Dar. Rohrbach- 2ollar als Delegierter der Sterbefasse des uf, durch deren Landesverbandes für Gewerbevereine gewählt sei. Dem iſt eichsstempel und nicht so. Als Delegierter ist der frühere Delegierte, Herr fachen diefelben Schreinermeister Reßler Lollar für den Bezirk Lollar Ausfall gegen. wieder ernannt worden. sondern Bruch fwendungen sind hädigung zurüd in Frage kommt menden Kapitali ten. Wird dieser , so ergibt fi sverzinsung von i einem 3 pro mer noch besser ohne Abzug. dftüde in Stad rag bringen. Di u 60 pCt., land zu ermittelnder g bis zur Hälft fibre Thätigte bon Gemeinde men. Die Bant Darlehensanträg Einzureichen fin tung, Erwerbs vorhanden, AnDie Auszug aus und mündlich bei peffen. ftände betreffend rtifel 14: Mi gafammer fönn Rammer gewä prechend noch fol Amtsrichter un isräte, Aretsam isschulinspektore ommiffare, Ba miffare, Bezir ellen, Obersteun n Beamten unte r Staatstaffe en z oder zum( no ten Teile zu ihre n gewählt werde if welche in de bezeichneten der dem neue ber diesen Abf über den Au en Ansichten un Blich dahin einig November 187 Rammer fich fein ng borgefchlagenen Der Lofalbeamten in dem neuen ner den heutige er aufzunehmen. nitt dürfte d n den von d offenen Artike die Einführu totiz nimmt, au pflichtsfrage bur zu betrachten fei aß die Regierm gefolgt ist und Sahltreise im W en foll. durch welches d ** Bon hessischen Behörden werden stedbrieflich verfolgt: Schweizer Alfred Brügger aus Forst in der Schweiz wegen Bedrohung vom Staatsanwalt Gießen; Ernst Glös ke aus Fernheide wegen Einbruchsdiebstahls vom Untersuchungsrichter II zu Gießen; Schuhmacher Joseph Dimmerling aus Klein- Lüder wegen Diebstahle, Taglöhner Adam Dittmann aus Rachelshausen wegen Diebstahls und Gärtner Theodor Kempf aus Ober- Erlenbach wegen Betrugs, sämtlich vom Staatsanwalt Gießen; Schlossergeselle Karl Bekanntmachung. Auf Grund der Bestimmungen über die Zulassung von Installateuren zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an bas Gas- und Wasserwerk der Stadt Gießen dom 29 Dezember 1902 wird der Installateur Herr Karl Graf zu Gießen hiermit zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasser wert der Stadt Gießen zugelassen. Diese Zulassung ist jederzeit widerruflich. Gießen, den 30. Januar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung Die Lieferung der Kleider für arme Konfirmanden auf Ostern 1903 soll im Angebotswege vergeben werden. Es werden benötigt: a) für Knaben: Anzüge aus dunklem Cheviot- gefüttert. b) für Mädchen: Schwarzer Cachemir zu Kleidern und farbiger Flanell zu Unterröcken. Offerten sind unter Beischluß von Mustern auch bezügl. des zu den Knabenanzügen zu verwendenden Futters bis spätestens zum 14. Februar 1903 bei Hospital- Berwalter Dörr verschlossen abzugeben. Gießen, den 30. Januar 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Verbreiterung der Kreisstraße- GießenHansen erforderlich werdenden Arbeiten nnd Lieferungen und zwar: sollen am Erdarbeiten veranschlagt zu 581.89 Mt. Chaussierungsarbeiten veranschlagt zu 2302.72 Mt. Kanalarbeiten veranschlagt zu 41 50 Mt. Dienstag, den 10. Februar 1903 im Wege schriftlichen Angebots im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, vergeben werden. Gießen, 31. Januar 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl. Bekanntmachung. Die an den nach benannten Kreisstraßen lagernde Pappelstämme sollen im Submissionswege verkauft werden und zwar: an der Straße Gießen- Reiskirchen 19 Stämme im Meßgehalt von 15,03 cbm. an der Straße Geilshausen- Kesselbach 12 Stämme im Meßgehalt von 4,59 cbm. an der Straße Kesselbach Loudorf 14 Stämme im Meßgehalt von 6,02 cbm. an der Straße Londorf- Nordeck 15 Stämme im Meßgehalt von 8,55 cbm. an der Straße Allendorf- Londorf 1 Stamm im Meßgehalt von 0,60 cbm. Schriftliche Angebote sind bis Samstag, den 7. d. Mts., vormittags 10 Uhr | Fehl aus Allendorf a. d. Lda. wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen; Peter Stüber aus Mülhofen wegen Einbruchsdiebstahls vom Untersuchungsrichter II zu Gießen; Johann Scholz aus Lichtenberg, Kreis Nieder- Barnim, wegen Fahnenflucht vom Bezirkskommando Gießen. Aus Heffen und Nachbargebieten. Bon der Lahn, 1. Febr. In der hiesigen Presse wird von ärztlicher Seite auf die Schwindsucht hingewiesen, die in den Ortschaften des Lahnthals gleich einer Seuche grasfiert und im Laufe der Zeit ganze Familien hinweggerafft. Man findet die Ursache dafür in der Gleichgiltigkeit gegen die allereinfachsten Vorsichtsmaßregeln, die man selbst dann nicht trifft, wenn in einer Familie einer oder mehrere Krante vorhanden sind. Statt daß man das Sputum hochgradig Schwindsüchtiger in Näpfen mit Wasser aufnimmt, läßt man es einfach vor den Krankenbetten sich aufhäufen, um es dann mit Sand bestreut hinauszukehren. Der aufgewirbelte vou Tuberkelbazillen geschwängerte Staub wird dann von den übrigen Familienmitgliedern eingeatmet. Unter solchen Umständen ist es freilich kein Wunder, daß die Tuberfulose im Lahnthal nicht verschwindet. Es sind zwar für das erschreckende Umsichgreifen der Seuche in den Ortschaften noch andere Ursachen vorhanden, die auf die Indifferenz der Bewohner zurückzuführen sind, aber die oben mitgeteilte dürfte doch wohl die bemerkenswerteste sein. -r. Marburg, 2. Febr. Der hiesige außerordentliche Professor für neuere Sprachen und Litteratur und Mitdirektor des germanischen Seminars Dr. Elster erhielt einen Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität London. * Herbstein. Die Suppes'sche Brauerei dahier ging zum Preise von 46,670 Mt.( nicht 16,670 Mt., wie be= richtet) an die Brauerei Nicolai in panau über. ** Dillenburg, 31. Jan. Die vom Vorstande des Dilllehrerbundes geplanten Vorlesungen durch Universitätsprofessoren sind zu Stande gekommen. Dieselben beginnen am Samstag den 25. April d. I, mittags 3 Uhr in der Aula der städtischen Volksschule. Es wird Herr Dr. Künzel aus Bonn 8 Vorlesungen halten über die preußisch- deutsche Geschichte vom Tode Friedrichs des Großen bis zum EinHolz- Versteigerung. Freitag, den 6. ds. Mts. wird in hiesigem Gemeindewalde folgendes Brennholz versteigert: 19 Raummeter Eichen- Knüppel 198 " 6 58 11 400 Eichen- Wellen Nadel- Knüppel( 21 Rm. sind 3% Mtr. lang) Eichen- Stöcke Nadel- Stöcke 2090 Nadel- Wellen. Großen Linden, am 2. Febr. 1903. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Leun. Verkauf auf Abbruch. tritte Bismarcks in das Ministerium. Herr Professor Dr. R. Groos- Gießen wird Vorlesungen über die Seelenlehre des Kindes halten. Jeder der genannten Herrn liest an jedem der Samstage zwei Stunden. An den vier ersten Samstagen wird Herr Künzel und an den vier weiteren Samstagen Herr Prof. Groos lesen. Bereits etwa 80 Herren haben sich zur Teilnahme gemeldet, jedoch dürfte die Zahl 100 überstiegen werden. = Rödelheim, 1. Febr. Das 10jährige Töchterchen des Bäckermeisters J. Simon dahier wurde am Donnerstag Abend von einem Fremden aufgefordert, ihm den Weg nach dem Bahnhofe zu zeigen. Seit dieser Zeit ist das Kind spurlos verschwunden. Der 60jährige hiesige Einwohner Reck war dieser Tage im Rödelheimer Walde von einem Schlaganfall getroffen worden und wie tot liegen geblieben. Als man ihn noch lebend fand, hatten bereits Füchse oder Hunde an ihm genagt. Marktbericht. Gießen, S. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bfb. 0.80-0.90 Mr. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. -00 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg.. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-1.00, Hübner per Stüd Mt. 1.00-1.40, Bahnen, ver Stud Mt. 80,0-2.50, Enten per Stüd 2.00-2.50, Gänse p. Pid. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 66-72 Bfa., Hammelfleisch ber Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 100 Stilo 6.50-7.00 m., Zwiebeln per St. Mr. 5.00-6.00, Milch per Riter 18 fa Geftorbene. Am 2. Febr. Leonhard Balser, 85 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Beerdigung: Mittwoch, den 4. d. Mts., vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Afterweg 23, aus. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdru derei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1788); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Hausfrauen fauft unr bei MAGGI'S Würfel Suppen á 10 Pfg. für 2 Teller Suppe, weil schmadhafter und besser als alle ähnlichen Produkte. Stets frisch und in vielen Sorten zu haben bei Heinrich Arnold II, Marktstraße 28. Leichten Nebenverdienst In meinem Neubau Lieinteressanter Arbeit fann bigstraße 33 ist noch der Student, welcher Vormittags 2 II u. IV Stock vom 1. April bis 3 Stunden frei ist, erwerben 1903 ab zu verm. Näheres Offerten unter R. G. 242 an Bismarckstraße 32, II. die Erved. d. Bl. Lehrmädchen unter günstigen Bedingungen Gießen. Das der Frau Ferd. Burk Wtw. gehörige Nebengebäude an der Oftanlage, welches Waschküche, Wagenremise, Kutscher- suchen wohnung und Heuboden enthält, soll auf Abbruch verkauft Alex. Salomon& Co. werden, ebenso die Hofpflasterung und der Brunnenrahmen nebst Bumpe. Das Gebäude ist im besten baulichen Zustande Tüchtig. Hausvursche und läßt sich leicht wieder an einem anderen Ort aufrichten. gesucht. Refleftanten fönnen den Bau jederzeit ansehen, auch fönnen Aug. Silgardt, Meggermeister, Gießen, Kreuzblog. Beichnungen von demselben, sowie die Verkaufsbedingungen bei den Ünterzeichneten während der üblichen Bureaustunden Tüchtige Schreinereingesehen werden. und Glasergesellen Schriftliche Angebote sind bis zum 10. Februar 1903 werden sofort gesucht. an Frau Burt, Oftanlage 14, einzurechen. Gießen, am 30. Januar 1903. Stein& Meyer, Architeften. Steins Garten. Saalbau. Donnerstag, den 5. Februar 1903 Großes Concert, ausgeführt vom vollständigen Trompetercorps des 2. Rhein. Husaren- Regiments Nr. 9 aus Straßburg i. Els. unter pers. Leitung des Stabstrompeters Herrn P. Zimmermann. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Big. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jezt auch Mainzer Aktienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die Flasche zu 18 Pfennig. 1 2 9 " Bier in Faß für Wirte und Wiederverkäufer in Gebinden von 20 Liter an stets auf Lager. Gotthilf Röhrle, Biergroßhandlung. Telephon 344.- Marburgerstraße 7. Schweineversicherungsverein. H. Keßler, Lollar. Für das Comptoir eines hiesigen Fabrikgeschäftes ist die Stelle eines Lehrlings per Ostern frisch zu besetzen. Schriftl. Off. unter Chiffre 200 B. an die Exp. 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Im 3. woselbst die Eröffnung der Angebote stattfindet. bt der bisheri die in der früher berechtigten ni fenburg, fonde dt Friedberg nicht mehr Neuhausen un sondern bei d na wahlberechti Gießen, den 30. Januar 1903. Achtung! Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl. Achtung! Bin morgen Mittwoch den 4. Januar nochmals mit allen gestern angegebenen Waren am Bahnhof Gießen. Außerdem empfehle noch: 10 Stück Cytronen 40 Pfennig. Feinste Schweizer Tafiläpfel per pfd. 10-15 Pfennig. Chriftian Klein, aus Altenkirchen. General- Versammlung bei Wirt Sauer, Neustadt. Tages- Ordnung: 1. Sagungen betr. 2. Jahresbericht. 3. Rechnungsbericht. 4. Wahl eines Kaffierers. 5. Erledigung der etwa bis dahin eingebrachten schriftlichen Anträge der Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. mit Zubehör, Neustadt, neben Stod 4- Zimmerwohnung Herrn Meggermstr. Kreuder, nebst Zubehör sof. beziehbar. zu vermieten. Näh. Kirchenplay 21. Möblirtes Zimmer zu vermieten. Näh. Hofmannstraße 14. Haus, Neustadt, Neubau, neben Herrn Meggermeister Kreuder, Laden Wohnung zu verm. Näh. Hofmannstr. 14. mit 3 Seltersweg 68. wei ineinandergehende schön möblirte Zimmer für 1 oder 2 Herren per 1. März zu verm. 15 Wallthorstraße 15. t m g B Aufruf. Am 11. Juni 1902 ist Herman Echiller zu Leipzig gestorben. Einem arbeitsreichen Leben ist damit vorzeitig ein Ziel gesezt worden. Ein unermüdlich Schaffender war er bis zum legten Atemzug und sein Schaffen war von hohem Erfolg begleitet. In Praxis und Theorie der Pädagogik hat er gleich Bedeutendes geleistet. In seiner Doppelstellung als Gymnasialdirektor und Hochschullehrer in Gießen hat er Tausente von Knaben und Jünglingen dem Lichte des Wissens in seiner anregenden, stets die Selbstthätigkeit der Schüler erweckenden Art zugeführt. Wie mancher seiner Schüler gedenkt nicht dankbar dessen, was ihm vor allem in dem vorzüglichen Geschichtsunterricht des Meisters ins Leben mitgegeben wurde? Durch seine pedagogischen Werke hat er ein moderner Mensch im besten Sinne des Worts- an der Lösung der alle Welt augenblicklich beschäft genden Broblems, unser historisch überkommenes Schulwesens den Anforderungen der Gegenwart entsprechend weiter- und umzugestalten, höchst erfolgreich mitgearbeitet. In der richtigen Erkenntnis, daß eine Schulreform beim Lehrer beginnen müsse, hat er schon vor 25 Jahren in Gestalt der pädagogischen Seminare für die Ausbildung der Lehrer an höheren Schulen Einrichtungen geschaffen, die seitdem weit über Hessens Grenzen hinaus vorbildlich geworden sind. Um diese seine Organisation fennen zu lernen, war sein Gymnasium über zwei Jahrzehnte ein Sammelpunkt von Schulmännern aus Nah und Fern. 11 - Daneben hat er noch Zeit und Kraft gefunden, im Dienste der historischen Wissenschaft thätig zu sein. Zwei große Werke sind die Frucht dieser Arbeit: die Geschichte der römischen Kaiserzeit" und eine erst jüngst vollendete Weltgeschichte". Es scheint den Unterzeichneten teils Fachgenossen, Verehrer und Freunde, teils Schüler eine einfache Pflicht der Dankbarkeit, das Andenken dieses Mannes auch durch ein äußeres Zeichen zu ehren und zwar an der Stätte, der 23 Jahre lang ein Hauptteil seiner Lebensarbeit gegolten hat, im Gymnasium zu Gießen, das durch ihn in die Reihe der angesehendsten Lehranstalten Deutschlands emporgehoben wurde. - Geplant ist, in der Aula des Gymnasiums eine Gedächtnistafel mit dem Bildnis Schillers anzubringen. Wir fordern daher seine Schüler, die dem treuen Lehrer ihre Dankbarkeit bezeugen möchten, seine Kollegen an der Hochschule sowohl wie an den Mittelschulen, seine Freunde und Verehrer, endlich alle diejenigen, die seine Leistungen würdigen, auf, zu diesem Zwecke beizusteuern. Ammon, Karl, Beutnant im Telegraphen- Bataillon 2, tommandiert z. Dienstleistung b. d. Inspektion d. Tel. Truppen Berlin. Ammon, Otto, Schriftsteller, Karlsruhe. Appelqirft, Dr. Oberlehrer, Helsingfors. Baiser, Oberlehrer, Darmstadt. Bauert, Lehrer f. deutsche u. englische Sprache u. Litteratur am Curso superior de Lettres, Lissabon. Baumeister, Dr. Ministerialrat z. D., München. Beckert, Leutnant im 4. Hess. Inf.- Reg. Nr. 118, Worms. Beckmann, Dr. Prof., Universität Leipzig. Behaghel, Otto, Dr. Geh. Hofrat, Prof. Univ. Gießen. Behaghel, W., Dr. Geh. Hofrat, Gymnasialdirektor, Wertheim( Baden). Bergqirst, Dr. Gymnasialdirektor, Kristianstad ( Schweden). Blase. Dr. Gymnasialdirektor, Mainz. Bostroem, Dr. Geh. Medizinalrat, Prof. Univ. Gießen. Brauns, Dr. Prof. Dekan der philos. Fakultät, Univ. Gießen. Bugge, D. Paftor, Christiania. Burt, Gerichtsaccefift, Gießen. Cauer, R. Bildhauer, Kreuznach. Clemm, Dr. Prof., Gymnasium Gießen. Collard, Dr. Prof. der Pädagogit, Univ. Louvain. Curschmann, Kart, Magistratsassessor, Gießen. Curschmann, Fris, Dr. Volontärarzt an der Univ. Frauenflinif Tübingen. Curtman, Dr. Chemifer, Gießen. David, Dr. Landtagsabgeordneter, Mainz. Degen, Schriftsteller und Redakteur, Leipzig, z. 3. Heidelberg. Dettweiler. Dr. Prof, Oberschulrat a. D., Leipzig. Diedmann, Prof. Worms. Dieterich, Dr. Prof., Univ. Gießen. Dorfeld, Dr. Realschuldirektor, Oppenheim a. Nh. Dornseiff, Landgerichtsrat, Gießen. Eidmann, Dr. Privatdozent Gießen. Fresenius, Dr. Gerichtsassessor, Darmstadt. Fries, D., Dr. Direktor der Franceschen Stiftungen, Professor, Geh. Regierungsrat, Halle a. S. Funk, Professor, Vorstand der höheren Bürgerschule, Gernsbach( Baden). Gebhard, Amtsgerichtsrat, Gießen. Gennes, Heinrich, Kreisamtmann, Offenbach a. M. Gennes, Otto. Regierungsassessor, Darmstadt. Gerstenecker, Gymn.- Reftor, Regensburg, Mitglied des obersten Schulrats. Geyer, Oberlehrer, Alzey. v. Grolman, Dr. med., Wiesbaden. Groos, Dr. Professor, Univ. Gießen. Hartmann, Gymnasiallehrer, Gymnasium Gießen. Haupt, Dr. Prof., Oberbibliothefar, Gießen. Hepding, Assistent an der Univ. Bibliothek Gießen. | Heß, Arnold, Dr. Chemiker, Höchst a. M. Heß, August, Regierungsassessor, Friedberg i. W. v. Hehnik, Legationsattaché, Wien. Hiemann, Vorfißender des Leipziger Lehrer- Vereins, Leipzig. v. Hippel, Robert, Dr. Prof., Univ. Göttingen. v. Hippel, Eugen, Dr. Prof., Univ. Heidelberg. Hoffmann, Dr. Professor, Gent. Hofmann, Pfarrer, Baltimore U. S. A. Höhlbaum, Dr. Professor, Universität Gießen. v. Hopfen, Hans, Dr. Schriftsteller, Gr. Lichterfelde. Hopfen, Fri Auguft, Dr. Oberleutnant in 2. Rhein. Husarenregiment Nr. 9, Straßburg i. Elsaß. Hornemann, Prof. am Lyceum Hannover. Hüter, Prof. Gymnasium Gießen. Jäger, Lic. theol., Oberlehrer, Friedberg i. H. Jahme de Freytos Moniz, Professor, Staatsrat u. früher Minister, Lissabon. Jonc, Dr. Professor, Darmstadt. Joedel, Gerichtsassessor, Lauterbach. Rattenbusch, Dr. Geh. Kirchenrat, Prof., Univ. Gießen. Keller, cand. med., Gießen. Kjederqirst, Dr. Dozent, Universität Lund( Schweden). Klein, Lehramtsassessor, Nidda. Knauß, Lehramtsassessor, Worms. och, G. B., Zahnarzt, Gießen. Kornemann, Dr. Professor, Universität Tübingen. Köfer, Dr. phil., Mainz. Kraft, Lehramtsassessor, Büdingen. Kretschmar, Dr. Prof., Univ. Leipzig. Krüger, Dr. Prof., derzeit. Rektor, Üniv. Gießen. Kutsch, Prof., Gymnasium Gießen. Linfenheld, Dr. med., Assistent am pathologischen In stitut, Univ. Gießen. Löhlein, Kurt, Regierungsassessor, Lich bei Gießen. Löhlein, Max. Dr. Assistent am pathologischen Institut, Univ. Leipzig. Löhlein, Walter, cand. med., Gießen. Loos, Dr. Landesschulinspektor, Linz. Lot, Lederfabrikant, Gießen. Lucius, Dr. Prof., Kreisschulinspektor, Gießen. Marg, cand. med., Gießen. Mathaei, Dr. Prof., Universität Kiel. Maurer, Dr. Prof., Neues Gymnasium, Darmstadt. Messer, Dr. Oberlehrer, Gymnasium und Privatdozent, Universität Gießen. Metz, Justizrat, Gießen. Meh, Dr. Gerichtsassessor, Büdingen. Meyerfeld, Dr., Berlin. Meyers, Dr. Oberlehrer, Handelsschule Luremburg. Mueller, Dr. med., Specialarzt, Wiesbaden. Münch, Dr. Geh. Regierungsrat, Prof., Univ. Berlin. Naumann, Dr. Geh. Hofrat, Prof., Univ. Gießen. Nemnich, Verlagsbuchhändler, Wiesbaden. Heß, Carl, Dr. dirigierender Arzt, Falkenstein i. T.| Noack, Dr. Prof., Gymnasium Gießen. Ouden, Dr. Geh. Hofrat Professor, Univ. Gießen. Pasch, Dr. Geh. Hofrat, Professor, Universität Gießen. von Perthes, Exc. Generalleutnant 3. D., Berlin. Philippi, Dr. Geh. Hofrat. Professor z. 3t. Dresden. Bichler, Dr. Professor, Stuttgart. Piegler, Professor, Nordhausen. Bloch, Karl, Dr. med., Gießen. Ploch, Frit, cand. med., Gießen. Reisland, Richard, Verlagsbuchhändler, Leipzig. Reiz, Oberlehrer, Friedberg. Reuther u. Reichard, Verlagsbuchhandlung, Berlin. Roese, Dr. Gymnasialoberlehrer i. P., Gießen. Rosenberg, Rechtsanwalt, Gießen. Rosenqirst, Oberlehrer, Rektor des schwedischen Normal lycemus, Helsingfors. bon Sallwürt, Dr. Geh. Hofcat, Karlsruhe. Schaumberger, Lehramtsassessor, Neu- Isenburg. Scherer, Stadtschulinspektor, Worins. Schirmer, Fabrikant, Gießen. Schlamp, Dr. Oberlehrer, Neues Gymnasium, Darmstadt. Nr. 29 Abonnementer in's Haus gebra Gratisbeilagen Oberheffliche& Gartenban, fow Das Blatt er 2 für E De 249. Sigung. D Im Hause Brahen in der lich, um den Re fationen größere weil bei der F des Reichstags det die Aendern des Anstoßes fü hierüber tatsächli zu sehr eigene daß sie in weiter fehlte Graf Ball Groll der Linken den Reise; in Ab unliebsamen Grö Graf Stolber für Aufrechterha in die Tagesor dem Reichstag m ner feierte er d brüd als einen E Ber Zeit. Nach n Abgg. begann die Schmidt, Friedrich, Dr. Oberlehrer, Ludwig- Georgs Gym Abg. Dr. Spah nasium, Darmstadt. Schmitt, Dr. Oberlehrer, Gymnasium, Gießen. Schulteß, Dr. Professor, Direktor d. Gelehrtenschule d. Johanneums, Hamburg. Schwan, Dr. Kraisassistenzarzt, Darmstadt. Schwarzschild, Oberlehrer, Offenbach a. M. Sicbed, Dr. Geh. Hofrat, Professor, Univ. Gießen. Spohr, Dr. Rechtsanwalt, Gießen. Springhorn, Dr. Gymnasialdirektor, Lund( Schweden) Stempel, Dr. Spezialarzt für Nervenleiden, Wiesbaden. Sticker, Dr. Professor, Univ. Gießen. Stock, Dr. Chemiker, Höchst a. M. Streng, Dr. Chefarzt d. inneren Abteilung am Bürgerhospital, Frankfurt a. M. Swratoff, Konstantin, Dr., Varna( Bulgarien). Thacr, Dr. Oberrealschuldirektor, Hamburg. Thieme, Dr. Professor, Posen. Todt, Oberlehrer, Darmstadt. Töpelmaun, Befißer der Ricker'schen Verlagsbuchhandlung, Gießen. Volfelt, Dr. Professor, Universität Leipzig. Volt, Dr. Bibliothekar an der Großherzogl. Hofbiblio thet Darmstadt. Weber, Johannes, Dr. Marienwerder( Westpreußen) Wedklein, Dr. Reftor, Oberstudienrat, München. Wehner, Dr. Gerichtsaccessist, Gießen. Wernice, Dr. Professor an d. Technischen Hochschule u. Direktor der Oberrealschule, Braunschweig. Wiener, Dr. Professor, Univ. Leipzig. Wimmenauer, Lahramtsaccessist, Gymnasium Gießen, Ziehen, Dr. Professor, Universität Utrecht. Žinßer, Dr. Kreisassistenzarzt, Offenbach a. M. Zinßer, cand. med., Gießen. Zörb, Oberlehrer, Neu- Isenburg. Beiträge bittet man möglichst umgehend an den mitunterzeichneten Herrn Rechtsanwalt Rosenberg, Gießen, Alicestraße Nr. 5 einsenden zu wollen. Derselbe wird durch Postkarte quittieren. Alle Geber werden zur Einweihung der Gedenktafel eingeladen werden. Theater- Verein. 6. Borstellung: Mittwoch, den 4. Februar. Die Jüdin von Toledo. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. Gast: Hans Jlliger vom Großh. Hoftheater in Karlsruhe. Ende gegen 10 Uhr. Anfang 8 Uhr pünktlich. Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) bei E. Challier Atelier für Portraitmalerei von Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Pleckstrasse 8 a II. Farbiges Panorama von Giessen 45X 65 zu 25R3 tote Ratten! 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Es flöster hier errich deutscher Nationa gen; nur die Aus dankie dafür im den Sozialdemok Bemerkung veran trums fühnste W geliebten Jejuiten gefeß herumtrom Diäten ausgespro der Hand von Aeu Tiäien in Verbin faffungsänderunge sieht in dem Rest jeuitengegnerische Später erhob timiter Feind Eug Kanzlers nadyag nichts hinzugelern Breisgabe aller hebung der Diäte des Reichstanzlers griff der nationa um furz zu prote Geflügelhof M. Becker, Weidenau- Sleg für die Aufhebung jepes auf den gar tagte sich das ha beste u. bill. Bezugsquelle für Zucht- und Legehühner etc. Prachtkatalog gratis und po stfrei Orpheum Bariete. Täglich Gr. Vorstellung. Da CB. Alljährlich, jen fingt und ein neu erwachende Rachrichtenteile bat. Che noch d Bießbäche, die vo janft tiefelnden& unaufhörlich den einen unter wilden lerfrühling im eur lange genug, jo h Ballerschaften des abfolutistischen tür man sich biefe Ref bei den Macedoni bei ben Armeniern