Dr. 283. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Bfs.. Haus gebracht 80 fg, bitch bie Poft bezogen viertel fahrlich Mt 1.50. Brattabellagen: Oberhefftfch Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bst- und Istenban, fowie bie Gießener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allou. Barttagen nachmitage. Mittwoch, den 2. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jaferttexepret: Die einspaltige Betttzelle für Sichen wie sang Oberheffen, die Kreise Weglar und Warburg 10 Pfg. fortit 15 Bfg.: Reklamen die Betitselle 36 refp. 40 fg. Bostzeitungsliste No. 3980. Rebaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fermiprechanichinh Nr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) date Anabhängige Tageszeitung ( Sishener Peifung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Das Meldewesen in der Provinzialhauptstadt Gießen. Bekanntmachung. Nach pos III 2 der Melde- Ordnung für die Provin= ialhauptstadt Gießen vom 10. Mai 1890 haben die dort Srs Näheren bezeichneten Meldepflichtigen mit Ausnahme ber Dienstboten die vorgeschriebenen An- und AbmeldLien persönlich oder schriftlich zu erstatten. Für schriftliche Meldungen sollen vom 1. Dezember 13. ab eigens dazu eingeführte Formularien zur Berwendung kommen. Wir ersuchen die Meldepflichtigen sich dieser Forrmulacien bedienen zu wollen und machen darauf aufmerksam, daß solche außer auf unserem Meldebureau auch an den Oftroihebestellen des Selters, Neustädterund Wallthors unentgeltlich verabreicht werden. Gießen, den 26. November 1903. Großh Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Freitag, den 4. Dezember 1903, vorm. 11 Uhr, ollen im Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 15 städtische Plätze zum Verkauf von Christbäumchen meistbietend verpachtet werden. Bießen, den 30. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler Bekanntmachung. Die Reinigung der Straßen und Gassen ist It. Bolizeiverordnung von dem Anlieger jeden Mittwoch und Gammstag vornehmen zu lassen. Die Reinigung chaussierter Straßen darf nur mit Krazen, die geflasterten mit Besen Themerfit ligt werden. Der vorhandene Kehrricht muß alsbald von den Straßen entfernt und die Einfallschächte and Straßenrinnen stets sauber gehalten werden. Nichtbefolgung wird zur Anzeige gebracht. Grünberg, am 30. November 1903. Großherzogliche Bürgermeißerei Grünberg. Rimmer. Die neue Reichstagsfeffion. An altgewohnter Stätte, im Weißen Saale des Hohenzollernschlosses an der Spree, wird auch heuer die feierliche Gröffnung der neuen Volksvertretung sich vollziehen. Nur mit dem Unterschiede, daß diesmal nicht, wie sonst, aus faiserlichem Munde die Worte der Thronrede den Reichsboten entgegenschaffen werden. Graf Bülow wird, wie es sonst nur bei Sessionseröffnungen üblich ist, so auch diesmal bei der Eröffnung der Legislaturperiode an Stelle des Reichsoberhauptes das Wort nehmen. Der Grund dieser Aenderung liegt klar zu Tage: es ist die Erkrankung des Kaisers, die ihn nötigt, seine Stimme noch zu schonen. Was die neue Thronrede, die ja immer ein al Fresco gezeichnetes Arbeitsprogramm des neuen Reichstags darstellt, diesmal enthalten wird, ist unschwer vorauszusehen: fie Handelsverträge, eine neue Militärvora gewahrscheinlich ein neues Quinquennat- werden ihre wesentlichsten Punfte sein. Ob die neue Marineborlage, die von der Regierung geplant wird, in dieser großen Thronrede bereits Erwähnung findet, ob sie nicht bielmehr für eine der späteren Sessionsthronreden vorbehalten bleibt, ist noch ungewiß. Neben diesen großen Vorlagen wird selbstverständlich noch eine ganze Reihe kleinerer Gesezentwürfe nebenheur gehen. Diese dürften jedoch in der morgigen Thronrede nur insoweit Erwähnung finden, als sie dem Reichstag bereits in der morgen beginnenden ersten Session zugehen sollen. Dahin gehört denn vor allem abgesehen von dem zumächst zu erledigenden Handelsprovisorium mit England und dem Etat das Militärpensionsgesetz, das die Regierung in dieser Session durchzusetzen entschlossen ist, ebenso das neue Servisgase 1. Auch die Novelle zum Börsengeset wird in dieser Threnrede Erwähnung finden. Sie soll dem Reichstagge bald nach Neujahr zugehen. Zugleich mit der Anfündigung der neuen Militärvorlage wird die Thronrede wohl auch das Provisorium erwähnen, das bis zur Einbringung der Vorlage geschaffen marden soll: Angesichts der großen Aufwendungen, die das Militärpensionsgefez und das Servisgesez verlangen, will dive Heeresverwaltung nämlich nicht schon sofort die neue große Militärvorlage einbringen, sondern damit noch ein ochr warten und inzwischen das am 1. April 1904 ab= laufende Quinquennat durch ein Notgesetz um ein Jahr beerlängern. Das dürfte von einzelnen kleineren Vorlagen sozialpolitischen Charaiters abgesehen, in großen Umrissen das Arbeitsprogramm des neuen Reichstages sein. Von diesem Pensum wird das Haus nach der Präsidentenwahl die die Wiederwahl der Grafen Ballestrem und Udo Stolberg und die Neuwahl eines Nationalliberalen, wahrscheinlich des Grafen Oriola oder des Freiherrn v. Heyl ergeben dürfte zunächst den Etat und das Handelsprovisorium mit England, das bis zum 1. Jamuar 1904 erneuert sein muß, in Angriff nehmen. Nach Neujahr wird dann die Svezialdebatte über den Etat und die Beratung des Militärpensionsgesetzes, des Servisgesetzes und der Vorlage betr. die Verlängerung des Quinquennats um ein Jahr auf die Tagesordnung kommen. Diese vier Gegenstände müssen bis zum 1. April erledigt sein. Nach den Osterf en dürfte die Durchberatung der Börsengeseßnor Ie und das Hauptstück dieser ganzen Legislaturperiod le Erneuerung der Handels. berträge, aufs Tkommen. Man sieht, der Neichstag wird eine ganze Menge harter Nüsse zu knaden haben. Hoffentlich zeigt er, daß er über gute Zähne dazu verfügt. Verfchärfung der oftafiatifchen Krisis. Aus dem fernen Osten kommen zur Abwechselung wieder einmal schlimme Nachrichten: Die Spannung zwischen Japan und Rußland soll sich verschärft haben und die Lage keineswegs gefahrlos sein. Auf beiden Seiten scheint mancher Fehlgriff vorgekommen zu sein, und die Kriegsparteien in beiden Ländern gewinnen mehr und mehr die Oberhand. Was die Japaner angeht, so sind es nicht sowohl ihre Diplomaten, als ihre Soldaten und ihr Mob, der die Spannung verschärf. Nach den neulichen Gewalttätig feiten japanischer Matrofen und Hafenarbeiter gegen russische Matrosen in Tschemulpe ist es jetzt zu ähnlichen Strawallen im Hafen von Mak po gekommen. Dort fam es wegen eines Erlasses der Ortsbehörde, durch den die koreanischen Makler besteuert wurden, zu Unruhen. Von den Japanern unterstützt, weigerten sich die Makler, die Abgaben zu zahlen. Als sie daraufhin arretiert wurden, überfielen die Japaner das Yamen, stürmten das Arrestlokal und befreiten die gefangenen Koreaner. Beide Vorfälle, der in Tschemulpe und der in Makpo, sind jetzt zu weiterer Verfolgung dem russischen Gesandten übergeben worden. Diesen japanischen Mißgriffen stehen auf russischer Seite noch erheblichere gegenüber. Bei den Russen ist's nämlich nicht der gemeine Mann, sondern die großen Herren, die die Japaner beleidigen. So hat der Admiral Alere= jem, der die Japaner schon durch Entsendung russischer Schiffe nach Tschemulpo herausgefordert hat, erst kürzlich erklärt: Wenn er orei Docks in Port Arthur und zwei in Dalny hätte, so würde er keinen Augenblick zögern, die japanische Flotte anzugreifen. Das muß die Japaner reizen. Und dieser Reizung nachzigchen und loszuschlagen, haben sie um so mehr Veranlassung, wenn derselbe Alexejew in einem Atemzuge mit dieser feindseligen Aeußerung erklären muß: Unter den gegenwärtigen Verhältnissen würde es für die russische Flotte unmöglich sein bei einem ersten Zusammenstoß zu siegen. Bei einem zweiten aber würde die japanische Flotte die russische vernichten. Wenn Herr Alerejem danach weiß, daß er die Japaner zur See nicht angreifen kann, warum braucht er da so kriegerische Worte, wie sie der erste Satz seiner Erklärung enthält? Wie leicht macht Alerejew den Engländern ihre Hezarbeit in Japan! Solche Heßereien läßt sich England nach wie vor eifrig angelegen sein. Ein englischer Marineoffizier verkündete neulich urbi et orbi, daß Japan ganz zweifellos die Russen auch zu Lande besiegen werde. Selbstverständlich stärkt das nicht nur die Zuversicht der Japaner, sondern erhöht auch die Neigung der Chinesen, gegen die Russen aufsässig zu werden. Nach einer Meldung aus Peking hat der chinesische General Ma vom Tsungliyamen Befehl, 20 Bataillone zur Verteidigung der Mongolei und der Mandschurei gegen Rußland auszuheben. General Ma erklärt, im Kriegsfalle würde China mit Japan zusammengehen. Auch die plötzliche Abreise der Kaiserin- Witwe von China nach dem Westen deutet darauf hin, daß etwas gegen Rußland im Werke ist. Die Politik. O+ Die Reichsfinanzreform kommt! Im Jahre 1905 soll sie in Kraft treten. So erklärte im sächsischen Landtag der Finanzminister Dr. Rüger. Nach welchen Grundsäßen sie vorgenommen werden soll, verriet der Minister noch nicht; nur soviel sagte er, daß Sachsen sich gegen jede direkte Reichssteuer, wie z. B. die vielfach geforderte Reichs- Erbschaftssteuer, erfläcen müsse. Nur durch eine Erhöhung der indirekten Reichssteuern fönne eine Reichsfinanzreform ermöglicht werden. * Der gesamte deutsche Reichshaushalt für 1904 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 460 735 004 Mark ab. Das sind 43 706 092 Mart mehr als im Vorjahre. Zur Balanzierung des Etats ist eine Anleihe von 214 713 352 Mark vorgesehen, 20 048 897 Mart mehr, als die vorjährige Etatsanleihe betrug. In Karlsruhe ist gestern der badische Landtag vom Finanzminister Dr. Buchenberger mit einer Thronrede eröffnet, in der eine Erhöhung der Steuern in Aussicht gestellt wird. Ferner fündigt die Thronrede ein Gesetz an, wonach die Wahl zur zweiten Kammer fünftighin auf der Grundlage des allgemeinen, gleichen, geheimen und unmittelbaren Wahlrechts stattfinden soll. + Eine sehr erfreuliche Nachricht kommt aus Deutsch- Südwestafrika: Die deutsche Schuttruppe hat den Bondel zwarts eine anscheinend recht empfindliche Schlappe beigebracht. Gouverneur Leutwein meldet:„ Hauptmann v. Koppy hat am 21. d. M. mit der 3. Kompagnie und Witbois unter dem Oberleutnant Grafen v. Kageneck die Stellung der Vondelzwarts bei Sandfontein südlich von Warmbad er stürmt. Auf deutscher Seite sind feine Verluste entstanden, die Verluste des Feindes find unbekannt. Die geraubten Frachtwagen sind zurückerobert, Munition und Vieh ist erbeutet worden." Der Denkzettel wird hoffentlich genügen, die Bondelzwarts zu Kreuze kriechen zu lassen. Die hessische Regierung beabsichtigt zur Deckung außerordentlicher Ausgaben für 1904 eine neue Anleihe von 8166 000 Mart aufzunehmen. □ Vei einer Besichtigung des neuen Handelsfammergebäudes in Altona hat der preußische Handelsminister Möller eine Rede gehalten, die in Handelskreisen besondere Beachtung finden dürfte. Unter anderem sagte der Minister, es erscheine ihm nicht unbillig, die schwer um ihre Eristenz ringenden preußischen Hafenpläze an der Nord- und Ostsee gegenüber und neben den zweifellos um das Vordringen des deutschen Handels. in fremde Weltteile Hochverdienten Emporien Hamburg und Bremen durch Förderung des Geschäftlichen Lebens in jeder Hinsicht zu stärken. Sollten wir auch ungünstigen Zeiten entgegen gehen, so führte der Minister weiter aus, so baue er doch auf die bewährte Elastizität des deutschen Kaufmanns, die bisher immer vermocht habe, bestrittene Gebiete zu behaupten und sich selbst unter den schwierigsten Verhältnissen neue Wege zu eröffnen. Der Verhandlungstermin im Prozeß HoensbroechDasbach ist, wie jetzt bekannt wird, auf den 16. Februar 1904 verlegt. den Wie wir bereits me'deten, haben neuerdings die Berliner Polen bei dem Vertreter des jetzigen fürstbischöflichen Delegaten die Einführung polnischer Gottesdienste in allen Berliner Kirchen verlangt, eine Forderung, die in keinem Verhältnis zu der Zahl der Berliner polnischen Katholiken gegenüber den deutschen steht und die kirchlichen Interessen der deutschen Katholiken Berlins aufs schwerste gef muß. Der Vertreter des erfr ften fürstbischöflichen Delegaten hat damals den Polen größtmögliche Berücksichtigung ihrer Wünsche zugesagt. Demgegenüber wird in deutschen katholischen Blättern an einen Vorgang aus dem Jahre 1899 erinnert, bei dem der damalige Delegat, Probst Neuber, dasselbe Verlangen der Berliner Polen mit den Worten ab gewiesen hat, er begreife nicht, weshalb die in Berlin an sässigen Polen durchaus polnische Gottesdienste haben wollten, sie bedienten sich ja doch im täglichen Leben hier, in einer rein deutschen Stadt, stets der deutschen Sprache und verständen daher das Deutsche recht gut. Auch die Kinder lernten ausschließlich Deutsch und hätten kein Bedürfnis nach polnischen Andachten. Im übrigen sei die Anstellung eines ständigen polnischen Geistlichen für Berlin mit großen Schwierigkeiten verbunden, zumal es sogar für rein polnische Bezirke an polnischen Geistlichen fehle. Bei der Triftigkeit dieser Gegengründe ist wohl anzunehmen, daß der Delegat entgegen der Auffassung seines Vertreters die polnischen Wünsche ablehnen wird. Oesterreich- lingarn. Von den deutschen Katholiken Böhmens wird neuerdings die Errichtung eines deutschen Bistums in Böhmen angestrebt. Eine Abordnung der deutschen Fortschrittsvartei Böhmens hat dem Fürsterzbischof Strbensky eine Dentschrift überreicht, in der für Vöhmen die Errichtung eines solchen Bistums mit einem deutschen Kapitel und einem deutschen Priesterseminar verlangt wird. Der Fürsterzbischof veribrach, er werde das seinige tun, damit für den deutschen Priesternachwuchs gesorgt werde. Die Politik der starken Hand hat ich in Ungarn bewährt: Stefan Tisza fann von sich sagen, dat er die Obstruktion an die Wand gedrückt habe. Es ii ihm gelungen, Kossuth der Obstruktion abwendig zu machen, indem er als Entgelt dafür, daß er in der Frage der Armeesprache keine Zugeständnisse machen könne, die von Kossuth verlangte Wahlreform und Zugeständnisse in sozialen und Unterrichtsfragen in Aussicht stellte. Daraufhin hat Kossuth seiner Partei die Einstellung der Obstruktion empfohlen, und nur menige Parteigenossen haben sich dem widersezt. Mit dem Rest der Obstruktionisten wird Tisza nun im Handumdrehen fertig werden. Vielleicht hat mit diesem parlamentarischen Siege Tiszas die Stunde v. Körber& bereits geschlagen. Die nächsten Tage dürften darüber bereits Marheit bringen. worden te bier in werben uns inkommen feina au meiner Bederat Bie fah ihn arveifelnd an. mit liegt fo weit in Pommern, Nachricht abgeschnitten. 3a, ja," fuhr er fort, es ist mein voller Ernst. Dort find Sie von aller KarloKawn Pleneral aanz für Kindheitspflegerin, meiſters freudig als ein lieber und hochberehrter Gast aufAbenteuer in Ulm angelangt und im Hause des Bürgerohne weitere Charge einzeichnete, war fie mit ihrer treuen fich nur in die Fremdenbücher als Maximilian v. restore Frau Regina Killmann, ohne weitere, einen reifenben Fürſten geharien als bie nicht in dem Blick seiner Bergangenheit hinter sich hat. Auch wie diejenigen eines Menschen, der dem hätte er für einen hübschen Mann- gelten fönnen, wenn blondes Haar war hier und da bereits starf gelichtet, troDans Baltiejenigen seficht marbleine stürmische sein leicht geloďtes, falten Agents Lauerndes, finnigen aan ben a cell plögliche Rückkehr richtet mich enn ride... rettenben Ge ne rettung verloren, denn schonte erfährt bin er um der bestechlichen Ehrenhaftigkeit wil Nun aber bleibt mir frin Ausmen gehabt, so würde ich gewiß. alles mindeste Rücksicht auf midy nehmen. banfenicie willen würde er auch nur das gerin zurüdgenommen haben. Beit Und hätte ich ficherlich nicht die Feiner Amerika. * Unter dem Schuße des Sternenbanners fühlt der brave Castro sich so sicher, daß er aufs neue mit dem alten Europa Händelsucht. Nach einer Meldung aus Newyork hat der britische Gesandte in Caracas zweimal bei der vene zolanischen Regierung dagegen Einspruch erhoben, daß der Orinoco für den fremden Handel geschlossen gehalten wird, da hierdurch die Interessen der britischen Kolonie Trinidad besonders benachteiligt sind. In beiden Fällen hat der Gesandte keine günstige, nicht einnal eine höfliche Antwort erhalten. Am 3. Dezember wird infolge dessen ein britisches Geschwader nach La Guaira gehen, und es wird alsdann wahrscheinlich abermals eine neue Note überreicht werden. Sennor Castro wird selbstverständlich auch durch dieses Geschwader sich nicht einschüchtern lassen, da er weiß, daß die Vantees ihn fein Haar frümmen lassen werden. Und Europa läßt sich diese Einmischung der Union ohne weiteres gefallen! Hof und Gesellschaft. Der Kaiser erledigt in gewohnter Weise die laufenden Geschäfte. Wie sehr die Meldungen von angeblichen Verschlimmerungen des Gesundheitszustandes des Kaisers übertrieben sind, geht auch aus der Tatsache hervor, daß die Teilnahme des Kaisers an der Jahr. hundertfeier der drei in Hannover garnisonie. renden Regimenter von dort als gesichert bezeichnet wird. Während seiner Anwesenheit in Hannover wird der Monarch im königlichen Schlosse an der Leinstraße Wohnung nehmen, und zwar im linken Flügel. Auch Prinz Albrecht von Preußen, der Regent von Braunschweig, welcher gleichfalls an den Festlichkeiten teilnimmt, wird im königlichen Schlosse absteigen; für ihn ist der rechte Flügel reserviert. Die betreffenden Gemächer werden bereits in Stand gesetzt. Wie zuverlässig verlautet, werden weitere Fürstlichkeiten an der Regimentsfeier nicht teilnehmen. Heer und flotte. Garnisonswechsel. Wie verlautet, soll das in Deutz garnisonierende Kürassierregiment in absehbarer Zeit nach Met verlegt werden. Dafür soll eines der in Metz stehenden Dragonerregimenter nach Deutz kommen. Die Einführung der Rohrrücklaufkanonen soll dem Vernehmen nach unmittelbar bevorstehen. Die letzte Prüfung in Essen hat die Kommission wiederum völlig befriedigt. Die Kruppsche Fabrik trifft Vorbereitungen, um schnellstens Massenumänderungen vorzunehmen, woraus geschlossen wird, daß der Auftrag in allernächster Zeit erfolgt. Die Georgsflaggen der russischen Schwarze Meer- Flotte. Aus Anlaß des fünfzigsten Jahrestages der Schlach bei Sinope hat der Kaiser den 1856 erlassenen Befehl über die Anbringung des Bildnisses des heiligen Georgs auf den Flaggen, Breitwimpeln und Wimpeln der Schiffe der Schwarze Meer- Flotte und der Flotille des Kaspischen Meeres erneuert, welche für die Teilnahme an der Verteidigung Sewastopols die Georgsflaggen erhalten hatten. Zeugengebühren. schäßen. Für den einen ist eben die Stunde vierzig Pfennige wert, für den anderen ist sie mit vierzig Mark nod längst nicht ausreichend bezahlt. Je mehr man sich dieser Einsicht nähert, um so geringer wird die Zeugnisflucht sein, und Uebertreibungen nach jeder Seite werden von selbst imterbleiben. Nab und fern. Nachklänge zum Fall Kwilecki. Im Laufe des Prozesses Awilecti meldeten, wie erinnerlich, Krakauer Blätter, daß die auf das Datum der Geburt des unehelichen Sohnes der Cäcilie Parcz, verehelichten Meyer, bezughabenden Angaben in den Krakauer Taufbüchern ausradiert worden seien und daß der Geburtsschein des jungen Barcz mit anderen Geburtsscheinen auch aus dem statistischen Amte in Krakau spurlos verschwunden sei. Auf Grund amtlicher Erhebungen wird nun festgestellt, daß nicht nur der Geburtsschein des genannten Kindes ordnungsgemäß in den Geburtsbüchern der Pfarre bei St. Maria in Krakau eingetragen wurde, sondern auch die Anmeldung dieser Geburt im Krakauer Statistischen Amte ordnungsgemäß aufbewahrt wird. Ein schwerer Eisenbahnzusammenstoß sand auf der Station Friemersheim bei Köln statt. Ein von Hochfeld in den Güterbahnhof einfahrender Zug fuhr auf einen anderen dort stehenden auf. Durch den Aufstoß wurden 27 Güterwagen beschädigt und zum Teil zertrümmert. Zwei Bremser wurden dabei getötet und ein Bremser verlegt. Der Unfall ist durch unrichtige Befehlserteilung von Seiten des diensthabenden Stationsbeamten herbeigeführt worden. † Ein seltsames Verbrechen wurde in Bedersdorf bei Demb ( Oberschlesien) versucht. Dort bohrten Einbrecher nachts die Tür zum Schlafzimmer des Fabrikbesizers Cohen an, praktizierten durch die entstandene Deffnung Schwefelfäden hinein und zündeten sie an. Cohen erwachte aber, als er ein Geräusch vernahm, und erblickte das glimmende Heuer. Da er die Schwefeldämpfe bemerkte, öffnete er zu seinem Glück rasch das Fenster und entging so dem ihm wohl zugedachten Erstickungstode. Von den Urhebern des Verbrechens fehlt jegliche Spur. Mordtaten an Frauen. Die in Dresden- Plauen wohnende Kaufmannsmitive Emilie Danneberg wurde in ihrer Wohnung ermordet. Anscheinend liegt Raubmord vor. Als der Tat verdächtig wurde ein Mitglied einer im Erdgeschoß wohnenden Familie verhaftet. In Dessau wurde die 30jährige Tochter Elisabeth des Gastwirts Hering in ihrem Zimmer erdrosselt aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß an ihr ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden war. Vom Täter fehlt bisher jede Spur. RK Jeder von uns, der einmal an einem starken Geschäftstage gezwungen wurde, vor die Schranken des Gerichtes zu treten und die Schwurfinger zu erheben als Zeuge, weiß, welche Annehmlichkeiten damit verbunden sind. Endloses Warten auf den entweder überheizten oder bitterfalten Korridoren pflegt voranzugehen, wenig freundliche, ja manchmal geradezu inquifititorische Behandlung zu folgen. Man hat das Gefühl, als säße man selbst auf der Anklagebant, herber Verbrechen beschuldigt. Und steht doch nur da im Dienste des Rechtes und als Befunder der Wahrheit. Solche Vormittage gehören zu den sogenannten Annehmlichkeiten des Lebens. Und der Lohn für solche Bürgerpflicht? Wer hat schon ein mal eine Gebührenliquidation aufgesetzt und kennte ihn nicht! Die Oberrechnungskammer ist eine gar strenge Herrin. Sie prüft die Papiere bis auf die Nieren und ist geizig wie Harpagon. Drei ganze Jahre hat der Kampf gedauert, bis endlich der veraltete Gebrauch beseitigt wurde, die Zeugengebühren von den Parteien auf die Arbeitgeber der Zeugen abzuschieben, und bestimmt wurde, daß die Angestellten auch dann Zeugengebühren zu empfangen hätten, wenn sie in einem dauernden Dienstverhältnis stehen, sobald nur der Dienstherr ihnen für das Versäumnis einen Abzug macht. Am wenigsten zu beneiden sind die ſelbſtändigen Leute und Kaufleute, Fabrikanten und dergleichen. Da steht der herrschende Glaube vielfach auf dem seltsamen Standpunkt, daß das Geschäft durch die Angestellten auch in Abwesenheit des Chefs schadlos weitergeführt werden könnte. Kann man am grünen Tische tarieren, wie groß oft der Schaden ist, der durch solche Versäumnis entsteht? Deckt auch der Höchstbetrag an Zeugengebühren( 1 Mark pro Stunde) oft auch nur entfernt entgangenen Gewinn? Selbst wenn man so weit entgegenkommen würde, daß man den Durchschnittsjahresverdienst repartiert, wer sagt, daß, nicht gerade diese versäumten Sminden für den Kaufmann die wichtigsten des ganzen Jahres waren? Jeder Denkfähige wird ohne weiteres die Härten erkennen, die diese selbstlose Erfüllung der Bürger- und Zeugenpflicht vielfach im Gefolge hat. Ganz abgeschen von den Unannehmlichteiten all solcher Vernehmungen mit ihrem Drum und Dran, mit ihrem Vorher und Nachher liegt eine Rigorosität in der selbstherrlichen Entscheidung der Gebührenfrage. Wir haben oft genug Fälle erlebt, wo sich auch noch die Steuerbehörde in diese Liquidationen mischte und Nachzahlungen von beträchtlicher Höhe beanspruchte. Ja, woher kommt denn der Nachweis wir sagten das schon oben, daß nicht gerade der Löwenanteil des eingeschäßten Jahreseinkommens sich eben aus seiner versäumten Zeit zusammenset? Schonzeit. Mit dem 1. Dezember begann b Schonzeit für Elchwild, Rehkälber. Dachs und Rebhühre sowie vom 15. Dezember an auch für weibliches R hna Eine eindrucksvolle Ueberraschu * * wurde dem Großherzog zu dessen Geburtstag zuteil. fleine Prinzessin Elisabeth hatte, um ihrem Vater eine reit Freude zu machen, sich von dem damals in Darmst weilenden Maler Kaulbach malen lassen, mit der Weifung daß das fertig gestellte Bild ihrem Vater an dessen burtstag übergeben werden solle. Nun starb das Prinze chen plößlich, doch das Bild wurde fertig gestellt und bit Großherzog am Geburtstagsmorgen überreicht. Welche e fühle der vielgeprüfte Vater beim Anblick des faſt fin Lebensgröße dargestellten Porträts seiner so innig geliebten Tochter ergriffen haben mögen, wird jeder mitempfind der selbst schon in die Lage fam, ein teures, vielgeliebt Glied seiner Familie zu verlieren. Jugendliche Hhänen. In Budapest wurden drei Mädchen im Alter von 11, 12 und 13 Jahren wegen furchtbarer Verbrechen verhaftet. Die drei haben eingestandenermaßen seit längerer Zeit die Gräber frisch begrabener Kinder geöffnet und beraubt. Sie stahlen die Kleider der kleinen Toten und verkauften sie. Für den Erlös taten sich Sie jugendlichen Hhänen dann an Leckereien gütlich. * Starke Erdbeben in Bulgarien. Seit einigen Tagen werden fast täglich an mehreren Punkten Bulgariens, hauptsächlich im Kloster Rilo, starke Erdbeben verspürt. In Sofia herrscht lebhafte Beunruhigung. Einzelne Stöße dort waren so kräftig, daß Türen in Bewegung gesetzt und Pendeluhren zum Stehen gebracht wurden. Die Fachleute ind auf weitere Stöße vorbereitet. Hervorzuheben ist, daß der Sofia beherrschende, 2600 Meter hohe Berg Witoscha pulkanischen Ursprungs ist. Es ist wahrhaftig kein Wunder, daß sich bei solchem Gebrauch allmählich eine heilige Scheu vor der Zeugenschaft In den weitesten Kreisen einbürgert. Jedermann empfindet es schon heute als eine Qual, als eine unverdiente Strafe, jeiner Zeugenpflicht genügen zu müssen. Wie sehr darunter bas ganze Wesen dieser für die Gerichtsbarkeit überaus wichtigen Institution leidet, versteht sich am Stande. Und es sollte unseres Erachtens auch im Interesse des Staates liegen, solchen Zuständen je eher, je besser ein Ende zu machen und eine freiere Geschäftsführung in die Wege zu leiten. Jeder freie Mann hat nun mal ein Recht darauf, als solcher respektiert zu werden und seine Zeit natürlich mit Maß und Riel nach ihrem Werte selbst einzu" 1 Lokales. gebracht hat. Areifes gewi Landwirt un meinem Sof zu geben, d Die Stadt haben müffe der als Ent aus nicht au berartigen 3 gelaffen hat, Anficht der Besuches der Dafür eintre Freunde un angeht, näm dürfen, ein Ro näher, mit i Wie alljährl berein für fe I in diesem J Bublikum, Weihnachtsa ** Gießener Volksbad. Im November wurden verabreicht, 8514 Bäder gegen 8449 im Oftbr 1903 und 8024 im Nov. 1902, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 310 Bäder gegen 291 Em Oftober 1903 und 292 im November 1902 Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4691 Männer, darunter 687 zu 10 g 882 Frauen 172, 10 Wannenbäder: 1. Al. 271 Männer, 103 Frauen," 2. I. 606 392 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage sammen 147 Männer, 11 Frauen. Brausebäder 1200 Männer, 211 Frauen. Die Personewage wrdeu von 180 Personen benut das Bad von 10 Personen besichtigt. * * Die Uhr als Weihnachtsgeschenf. Vorstand des Deutschen Uhrmacher- Bundes bittet uns die Aufmahne folgender Zeilen: En besonders beliebtes Weihnachtsgeschenk sind die Uhren. Bei feiner anderen Bare aber ist der Käufer infolge seiner ungenügenden Sachkenntnis so leicht zu schädigen, wie gerade bei einer Uhr. Die machen sich um die Weihnachtszeit in- und ausländische Ver sandtgeschäfte zu Ruße, indem sie für anscheinend billigen, in betracht der angebotenen Waren aber noch viel zu hohen Preis, Uhren der ordinärsten Gattung als" Präcisionsuhren", als„ bon echten Golduhren nicht unterscheidbar" oder wo möglich gar völlig umsonst" anbieten. Besonders ausländi sche Firmen, die vor der Verfolgung durch das Gesetz zur Bekämpfung des unlautern Wettbewerbes sicher sind, suchen um die Weihnachtszeit auf diese Weise leichtgläubiges Bublifu zu födern. Jedem Käufer sei daher geraten, sich an Firma zu wenden, deren Inhaber den Bau und die Qualität de selben auch gründlich kennen, sodaß sie in der Lage fi dem Käufer eine tatsächliche Garantie zu gewähren. Gießen, 2. Dezember 1903. ** Eb& dorfer Bahn. Der„ Reichsanzeiger" meldet. Der Kaiser hat dem Kreise Marburg, welcher die Genehmig. ung zum Bau und Betriebe einer Kleinbahn vom Bahnhofe Marburg( Süd) der Staatsbahnstrecke Kassel- Lollar nach Dreihausen erhalten hat, das Enteignungsrecht zur Entziehung und zur dauernden Beschränkung des für diese Anlage in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums verliehen." * ** " fein diesjäh abhalten, w wird. Die Seiten der älteften fom gemütlichen verschiedene Turnfun fchwäbischen 35 Perfonen F.& A. D Theater- und führungen a § Limb Hermann J waltschaft g ungen von (). Uf Naffauischer mal 1163,0 X C der Burg mauer in Stelett aus [ 8] 20 batte feit Citerung a Bunde ein aupat. G furz darauf Fra findenden 1 fich auch d Verbrechen Mit ihm lichen Ge nehmen. tagsabgeord Barteileitur erhoben wo gemeinnüt ** Eine Viehmartts- Debatte hatte in d vorigen Woche die Stadtverordneten Bersammlung i Weblar. Es handelte sich in erster Linie um die Klage der Handelsleute, daß der Markt zu spät beginne und daß die tierärztliche Untersuchung des Auftriebes zu langsam vor sich geht.( Diese Klage wird schon seit Jahren von den Besuchern der Gießener, mindestens dreimal stärkeren Mäft als jene in Weglar ebenfalls erhoben.) Der Landrat del Kreises Wetzlar hat in Aussicht gestellt, den Anfang des Marktes im Winter statt um 9 Ühr um 8½½ Uhr zu br legen. Eine schnellere sanitäre Kontrolle des Auftriebs wird man dadurch herbeiführen, daß außer dem Weglaz der Herborner Tierarzt für die Märkte herangezogen werd soll. Die Martttommission war der Auftrag geword, die Gründe und Ursachen festzustellen woran es liege, d zum Schaden der Weglarer Handel und Gewerbetreibendm Die einst blühenden Weglarer Viehmärkte mehr und mer veröden. Es ist lehrreich und interessant auch für unsice Gegend was der Berichterstatter Stadtverordneter Almer röder seinen Kollegen im Stadtparlament darüber zu für den Kreis Weglar darüber sagt: Stadtverordneter Almes richten hatte. Wir geben wieder, was der amtliche Anzeig röder führte aus: Es ist dem Kollegium bekannt, daß le Marktkommission weiter die Aufgabe gehabt hat, zu ergründ was die Veranlassung ist, daß unsere Märkte zur Schäd ung unseres ganzen Geschäftsverkehrs so rapid zurückgegang sind. Wir haben die Mühe nicht gescheut, und haben du viele Erfundigungen von unseren Landbekannten und a wärtigen Handelsleuten gehört, daß unsere Märkte so s angefangen hätten und die tierärztliche Untersuchung des getriebenen Viehes in der Langgasse zu viel Zeit in Anspru nehme. Vielen der Handelsleute set dadurch und bis mit dem Verladen des Viehes auf der Eisenbahn fertig seine nach Hause zurückkehren zu können. Nebenbei ſei auf be die Möglichkeit genommen, noch an demselben Tag wie Weßlarer Märkten auch feine große Auswahl von Bich f ihren Handel mehr zu finden, wie es in den Nachbarort Gießen und Herborn zu haben sei, da hier nur das klei trieben werde. Die schwere Viehgattung, Simmentaler, vieh Vogelsberger Rasse gezüchtet und zum Verkaufe aufge sie größtenteils suchten, sei hier nur vereinzelt oder gar nich anzutreffen. Diesen leßteren Umstand erachten wir, von de Marktkommission aus, als den Hauptgrund für den steta Märkte in Herborn wieder zurückblickt, wo Rückgang unserer Märkte. Wenn man nur auf die letzte Bieh beider Gattungen, Simmentaler und Vogelsberger zur Berkaufe aufgetrieben waren und den Menschenverkehr dorter stoßen burch die Straßen zu kommen, so überfällt den We mit angesehen hat, der einem noch nicht gestattete, umg larer Besucher Wehmut. Viele unserer alten Bekannten und Freunde vom Lande, die vor Jahren stets auf unſer Märkten anwesend waren, von der Lahn und Dill, find det zu treffen, und beschuldigen den Weglarer Besucher mit d Worten, was habt ihr uns von Weblar auß angetan, biß thr uns nicht unseren freien Willen laßt, Vieh zu züchten, was uns für unsere Verhältnisse am vorteilhaftesten dürt, wo wir das meiste Geld mit verdienen können. In diesen Aeußerungen von dem größten Teil unserer Landbekannt ist der wahre Grund zu finden, der unsere Märkte so zurüc Das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. Wir machen auch an dieser Stelle auf die Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleit ungen, unsere beteiligten Leser aufmerksam. Es kommen nach vorliegenden Erfahrungen immer noch größere Beschädigungen und namhaftere Wasserverluste vor, welche den Hausbesigern zum mindesten unerfreuliche Ausgaben verursachen, die vermieden werden können. Es empfiehlt sich daher, den Abdruck der Vorkehrungen usw." aufzubewahren und genau zu befolgen." Hinsichtlich der Ausführung von Schußvorrichtungen, Einwinterungen, Auftauung und Reparaturen wird die rascheste Abhilfe dann ermöglicht werden, wenn insbesondere in solchen Fällen der Schlußabsatz der heutigen Bekanntmachung beachtet wird. ** Theater- Verein Gießen. Beyerleins3apfenstreich", das Drama des vielgenannten Verfassers des Romans„ Jena oder Sedan", wird als 4. Vorstellung am Dienstag, den 15. Dez. gegeben werden. Das Drama wurde vor 4 Wochen zuerst im Lessingtheater in Berlin in Anwesenheit und unter lebhaftem Beifall des deutschen Kronprinzen aufgeführt, ist seitdem von allen großen Bühnen zur Aufführung angenommen und bildet nach der Meinung der Kritik das seit Jahren größte Theaterereignis. ** Stadttheater Gießen. Nochmalz sei auf das Salome- Gastspiel des Salons für alle Kunst hingewiesen, das in jedem Fall in Dekoration und Ausstattung etwas ganz eigenartiges bietet. Unter den Orten der bisherigen Tätigkeit der Tournee ist auch das Hoftheater in Kassel aufgeführt. Es ist dies eine Verwechslung mit dem Hoftheater in Braunschweig. In Kassel spielt das Ensemble Auf vielfachen Wunsch kommt die im Residenztheater. interessante Aufführung von Maria von Magdela am 4. Dezember als 7. Freitags- Abonnementsvorstellung zu gewöhnlichen Preisen nochmals zur Aufführung. hunderte Stü Wohnunge gegen d Unter der Hausn aufmertfam den Hau vorzuber des Abend gefchieht d findliche S desselben ungshähne geöffnet w Das in de Laufen ist, wird. es geboten werk de leitung e Leitung e auch scho entleert m facht wir Bapfventi eerung be fold den eine De Dr erfo Beh absperrhal Abz überhaupt ufm. find ganzen ähnliche Dezember Dach's und gabracht hat. Man hat uns Weglarer an vielen Orten des ise gewissermaßen boyfottiert; ein wohlhabender alter Landwirt und Bekannter von mir, sagte mir, ich habe es minen Sohn und Enkel verboten, noch einmal nach Wezlar geben, das uns auf dem Lande als Vorbild dienen sollte. Die Stadt hätte mit uns Bekannten vom Lande Fühlung I haben müssen, damit diese Bestimmungen im Kreise Weßlar, ibar als Enklave mitten in Hessen und Nassau liegt, durchnicht aufkommen durften. Die Stadt hätte 3. 3t. bei berartigen Zwangs- Bestimmungen, die man gegen uns logaloffen hat, für uns eintreten müssen. Hier liegt nach der Ansicht der Marktkommission der Hauptgrund des schlechten Besuches der Wetzlarer Märkte. Lassen sie uns nur frei für eintreten, daß diese Zwangsbestimmung, welche unsere Freunde und Bekannten auf dem Lande wie in der Stadt angeht, nämlich nur das Kleinvieh( Vogelsberger) züchten zu birfem, ein Ende bekommt. Für weiblite e Weber Beburtstag ihrem Bater Samals in ffen, mit de m Bater an Sun Starb do fertig geft überreicht Anblid de einer fo in rd jeder in teures, d. Im N gegen 8449 oder im Bäder gege mber 1902 berteilt: arunter 687 11 172 änner, 103 392 fowie Ma 211 Frauen 80 Berjonm tigt. tsgeid Bundes bi En besonde Bei feiner o genügenden bei einer n- und audi für anscheine aber noch bi g als" Präd nterscheidbar en. Besonder g durch das i erbes sicher fin leichtgläufi geraten, an und die Qualitat fie in der Lage e zu gewähren. ebatte hatte eten- Berfamul r Linie um spät beginn Auftriebes on seit Jah dreimal pärl en.) Der ftellt, den r um 8% ontrolle des außer dem fte herangezog der Auftrag woran el und Gewerbe märkte mehr un effant auch f tadtverordneter la ment darüber 18 der amtliche Stadtverordnetel egium befannt, habt hat, zu Märfte zur fo rapid zurid Scheut, und b unfere Märte andbekannten je Unterfuchung zu viel Zeit i badurgund Cifenbaba demfelben Nebenbei fi Auswahl von in den Ma hier nur zum Bertau ng, Simment ereinzelt oder erachten wit tgrund für an nur auf t, wo hun und Bogel Renfchenver nicht geftat fo überfall alten Be flets und Dig f rer Beluder a ar and angelan orteilhafteften Fönnen. In erer Landban Rodheim a. d. B. Der Winter rückt nun immer mäher, mit ihm steht auch das Weihnachtsfest vor der Tür. Bie alljährlich, so auch diesmal, hält es der ältere Turnwerein für seine Pflicht, sein Mitgliedern, welche an Zahl in diesem Jahre bedeutend zugenommen, sowie dem übrigen Bublifum, Turnfreunden und Gönnern einen vergnügten Beihnachtsabend zu bereiten. Er wird zu diesem Zweck ein diesjähriges Winterfest am zweiten Weihnachtsfeiertag chhalten, wobei die Theaterlitteratur eine Hauptrolle spielen wird. Die Beteiligung der aufführenden Personen ist von Seiten der Mitglieder eine sehr rege und bemühen sich die altesten sowie die jüngsten Mitglieder, um dem Feste einen egemütlichen und vergnügten Verlauf zu geben. Es werden roerschiedene Stücke zur Aufführung gelangen, darunter:„ die Turm kunst bricht sich Bahn," verfaßt von einem treuen hwäbischen Turngenossen. An dieser Aufführung nehmen 35 Personen teil. Die Kostüme dazu werden von der Firma & A. Diringer in München bezogen. Es ist also jedem Theater- und Turnfreunde sehr zu empfehlen, sich diese Aufführungen anzusehen. § Limburg, 1. Dez. Der flüchtig gegangene Kaufmann Hermann Jakob ans Wetzlar hat sich der hiesigen Staatsanrwaltschaft gestellt. Jakob hat befanntlich größere Unterschlagungen von Kassengeldern u. s. m. begangen. :) Ufingen, 1. Dez. Die Haustollefte zum Besten des Raffa uischen Zentralweisenfonds hat im hiesigen Kreise diesmal 1163,61 Mt. ergeben. × Greifenstein. Bei den Renovierungsarbeiten an ider Burg wurde vor einiger Zeit außerhalb der Umfassungsmauer in einer Tiefe von etwa 1 Meter ein menschliches Stelett ausgegraben. [ 8] Mornshausen bei Gladenbach, 1. Dez. Eine Frau batte seit einigen Tagen eine kleine, faum beachtenswerte Gitenung am Munde. Plößlich trat Verschlimmerung der Bunde ein und es wurde ein Arzt zu Rate gezogen. Jedoch spät. Es war unterdessen Blutvergiftung eingetreten und Furz darauf der Tod. Frankfurt a. M., 1. Dez. In der im Januar stattfindemden 1. Schwurgerichtsperiode des Jahres 1904 wird sich auch der Lehrer a. D. und Homöopath Felzertreu wegen Berbrechens gegen das keimende Leben zu verantworten haben. Mit ihm werden noch 14 Angeklagte männlichen und weibIlichen Geschlechts auf dem Armensünderbänkelchen Platz nehmen. )*( Offenbach, 1. Dez. Gegen die Wahl des Reichstagsabgeordneten Dr. Becker ist von der sozialdemokratischen Barteileitung des Wahlkreises Offenbach- Dieburg Protest thoben worden. Kastel, 1. Dez. Hier wurde die Gründung eines gemeinnüßigen Bauvereins zur Errichtung gesunder, billiger Bohnungen beschlossen. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage Hauswasserleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Einfrieren des Wassers in Ses Hauswasserleitungen bei eintretender Kälte Borzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies eschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser be= findliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich selben oder hinter dem Wassermesser befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, göffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis dos in der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirten, ist geboten, während derselben das in dem obersten Stock berk des Hauses befindliche Zapfventil der Hauslitung offen zu halten, damit die Lust Zutritt in die Leitung erhalte. Ein größerer Teil des Wassers tann auch schon durch das Zapfventil der untersten Küche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinsacht wird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese 8ap' fventile, welche dem Eintritt der Luft, bezw. der Enttung des Wassers dienten, wieder zu schließen. - Das Schließen des Hauptabsperrhahnes er folgt durch Ausseßen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigers, bis Widerstand erfolgt.- Das Deffnen des Hauptabsverrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengeseztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder vollstä dig geöffnet werden. Abzweig eitungen nach Waschküchen, Badezimmern, überhaupt nach ung beizten Räumen, Hofräumen, Gärten uswo. sind auf die Dauer deren Nichtgebrauchs, bezw. des ganzazen Winters, mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf hnliche Weise zu entleeren und abzustellen. Bei anhal | Stadttheater Gießen. Wohltäter der Menschheit. Schauspiel in 3 Akten von Felix Philippi. Auf dem Piedestal seiner Würde thront unnahbar Geheimrat von Fortenbach der Leibarzt des Herzogs. Sein Leben ist der Eitelkeit geweiht, sein Ziel, beneidet zu sein. Sein Wort ist unantastbar, nichts fann ihn zur Zurücknahme bewegen, weder die Menschen, noch sein Gewissen. Der Herzog ist schwer erkrankt, Fortenbach hält, irre: geleitet durch eine falsche Diagnose die Krankheit anfangs für ungefährlich; als er seinen Irrtum einsieht, ist es zu spät. Und wieder ist es die Eitelkeit die ihn abhält den Fehler zu bekennen. Da wird aber von dem Erbprinzen sein Schwiegersohn, Dr. Martius, ein roter Doktor" zur Konsultation berufen, der sofort den Irrtum seines Schwiegervaters erkennt und in dem Krankenbericht die Diagnose als falsch bezeichnet. Der Herzog stirbt und Frau Martius die ihren Vater abgöttisch liebt, wendet sich von ihrem Gatten. Nun tommt der Augenblick wo Fortenbach seinen Kindern seine Schuld enthüllt und sie um Verzeihung bittet. Aber still in seine Rammer und legt Hand an sich. Der herbei fein freundliches Wort fällt; da geht der entlassene Leibarzt gerufene rote Doftor" vermag ihn jedoch zu retten, und Frau Martius ſinkt ihrem Gatten darauf bewundernd zu Füßen. Nebenher spielt noch eine Liebesgeschichte, deren Einzelheiten uns aber ziemlich bekannt vorkommen. Das Schauspiel ist ziemlich wirkungsvoll, doch dürfte dies darauf zurückzuführen sein, daß die Charaktere, besonders der von Katharine Martius zu starr und streng, zu wenig nach dem Leben gezeichnet sind. Unser Ensemble bot gestern Abend als Dr. Martius schuf eine Gestalt, echt und lebenswahr Vortreffliches. Besonders Herr Direktor Steingoetter und Frau Kellermann, seine Gattin, zeigte ein ganz respektables Können. Herr Haag als Geheimrat von Fortenbach war besonders im Schlußatte vorzüglich und Herr Bichler, Herr Achterberg, Frl. Hellberg, Herr Tamte und Frau Jenny fügten sich dem Ganzen besucht sein können. in recht gelungener Weise ein. Das Haus hätte besser Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - H. H. Gießen 1. Dezember 1903. Die Schüler Wilhelm Seipp und Karl Velten von Leihgestern wurden unter der Anschuldigung, daß sie dem Taglöhner Pfeffer bortselbst einige Stallhasen mutwilliger Weise getödet haben, wegen Sachbeschädigung zum gerichtlichen Verweis verurteilt. Der von den Eltern der Angeflagten eingelegten Berufung wird heute stattgegeben und es tritt Freisprechung ein, da nicht mit Bestimmtheit feststeht, daß die Angeklagten die Täter waren. Der zu Alsfeld beschäftigte Schlossergeselle August Stock von Eulau ist ge. ständig, daß er in der Villa Bücking zu Alsfeld, wo er Arbeiten zu verrichten hatte, 2 Brillantringe im Werte von 1500 mt. gestohlen hat. Ebenso hat er in einem andern Hause Kleidungsstücke entwendet. Urteil: 4 Monate und 2 Wochen Gefängnis, wobei berücksichtigt wurde, daß der Angeklagte den hohen Wert der Ringe nicht kannte. Der Student Edmund Roß von Merzenich, welcher gelegentlich einer nächtlichen Schlägerei zu Gießen den Kellner Lehrmund durch einen Revolverschuß verlegte, wird wegen Ueberschreitung der Notwehr zu 2 Monaten Gefängnis, worauf 4 Wochen Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. Da Fluchtverdacht nicht mehr vorliegt, wird der Verurteilte in Freiheit gefeßt. Der Meßgergehilfe Hugo Trautermann von Pfiffelbach hat zu Friedberg seinem Meister verschiedene Kundengelder unterschlagen und bei seinem Beggang tender außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wafferentnahme auch während des Tages auf fürzere festgeschte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenutter Wohn ungen geführt sind, kann man durch Unterhaltung eines fleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in falten Klosetts oder sonstigen ungeheizten Räumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht schon durch eine ausreichende Umhüllung gegen Kälte geschüßt ist, die Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte ( wie in Vereinshäusern usw.) werden durch Einstreuen von ( Wasserabschlusses) gegen Auffrieren der Schüsseln geschüßt. etwas Salz( Viehſalz) in das Schlußwasser des Syphons - Die Wassermesser nebst dem nächstanschließenden Teil der Rohrleitung find während des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schußmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster_ge= schlossen zu halten. Die Herstellung aller Wassermesser, die in Folge ungenügenden Santes gegen Kälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Hausbesitzer. Im übrigen müssen die Wassermesser jederzeit leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahrungen sind es namentlich Neubauten und unbewohnte Stockwerke, deren Wasserleitungen nicht immer die erforderliche Fürsorge geschenkt wird, insbesondere sind auch schon öfters infolge Nichtabsperrens von Garten- Wafferleitungen große Beschädigungen und namhafte Wasserverluste entstanden. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesißer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen Beteiligten zur ganz besonderen Beachtung. eine große Anzahl ihm nicht gehörige Aidangesid mitge nommen. In einer Wirtschaft, wo er nächtigte, trug er sich unter falschem Namen in das Fremdenbuch ein und bei seiner Urteil: 1 Jahr und 8 Monate Gefängnis, 3 Tage Haft Verhaftung gab er ebenfalls einen falschen Namen an. und 5 Mt. Geldstrafe. Zum Schlusse wird der Kutscher Roman Moddereger aus Mittenwald wegen eines in Vilbel verübten Betrugs, sowie wegen verschiedener in der Schweiz begangener Betrügereien, Diebstähle und Unterschlagungen, unter Einbeziehung einer früher erfannten Strafe, zu 1 Jahr und 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Freitag, den 4. Dezember, nachm. 5½ Uhr, im Konfirmandensaal der Johanneskirche Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Montag bis Dienstag. Das Gestern über Süddeutschland lagernde TIEF ist nordostwärts nach der Ostseeküste weiter aezogen. Ein neues TIEF rückt von Jtalien an. Das HOCH hat sich wenig verstärkt und bedeckt dauernd den Nordwesten Europas. Bei dieser Drukvertielung ist das Wetter trübt meist fällt geringer Schnee bei leichtem Frost. Für Mittwoch und Donnerstag Fortdauer des vorwiegend trüben Frostmettere, mäßige Schneefälle. Marktberichte. § Usingen, 30. Nov. Als einen der geringsten Weihnachtsmärkte, die seit Jahren hier abgehalten wurden, ist der heutige zu bezeichnen. Auf dem Schweinemarft waren 66 größere Tiere angetrieben und 29 Wagen mit Ferfel angefahren. Der pandel ging bei ersteren ziemlich gut und wurde fast ausverkauft. Ferkel wurden weniger abgesetzt. Frankfurter Hen- und Strohmarkt. 1. Dez. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zenter Mt. 3.40 bis 360, Stroh per Zentner Mt. 2.10-2.30. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es tönnen eingestellt werden: Schneider. 1 Friseur, 1 Bierkutscher, 1 Diener, 1 Haus1 landwirtsch. Knecht, 15 Erdarbeiter, 1 Küfer, 1 bursche, 8 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw., 1 Köchin nach ausw, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Rüfer, 1 Schreiner, 1 Friseur. Es suchen Arbeit: 2 Schlosser, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Metzger, 1 Bäcker, 1 Schneider, 1 Wasch oder Putzfrau, 1 Glaser, 4 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Jahrbursche, 1 Kellner, 3 Dienstmädchen, 3 Lauffcauen, 3 Bureaugehülfen. Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Bokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaa": Fr. Oppermann hin, plagt. Wo sie war, die Müllerin! Doch wie uns das Lied besagt Zog es auch den Fischer Hat er sich umsonst ge= Als er aber flüger dachte Und ihr einst ,, Eurefa" brachte, Als sie waschend stand am Bronnen, Hat sie schleunigst sich besonnen, Denn die Klugheit sagte ihr: Dieser meint es gut mit dir!" ( ,, Eureka" ist und bleibt die Krone aller Waschmittel. In Backten zu 15 Pfg. überall erhältlich) Länger andauernde Absperrungen, Einwinternugea, Reparaturen und Auftauungen von Hauswaherleitungen werdea am zweckmäßigsten und schnellsten von denjenigen Installationsgeschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen s. Zt. ausgeführt haben und daher die örtlichen Verhältnisse mit ihren empfindlichen Punkten am besten tennen. Gießen, den 24. November 1903. Städtisches Gas- und Wafferwert Gießen. Otto Bergen. Suche sofort 1500 prima Weihnachtsbäume. Birta 2 bis 6 Meter lang. Komme selbst zum Verladen. Aeußerste Preisangaben sind zu richten an Ernst Wiesener, Duisburg, Neudorferstraße Nr. 109. Zucker- Neu! Kranke ,.Dr. S. Mayer's Kurmittel" ( kein Geheimmittel) ist jetzt die eicherste wirkliche Hilfe. Prospekte über seine Zusammensetzung d. Apoth. R. O. Lindner, Dresden- A. 16. Wirtschaft. Von solventen Wirtsleuten wird am hiesigen Blaze oder nächster Umgebung gutgebende Wirtschaft zu kaufen ges. Gefl. Off. beliebe man u. Angabe alles Näheren u. „ Wirtschaft" a. d. Erp. d. Bl. einzusenden. Für Schlosser wäre Gelegenheit geboten, eine rentable Schlosserei unter günstigen Bedingungen zu kaufen. Angeb. unter Nr. 2957 a. d. Erp. d. Bl. erhalten disfr. Damen Rat und Hilfe. Offerten u. 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II. ſoll Sensfelder. Kreisstraßenmeister. Verdingung. Die Lieferung von 104 mtr. Gummischläuchen Mittwoch, den 9. Dezember d. J., Vorm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Beschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Angebote auf Vordrucke, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 1. Dezember 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Spar: 1. Leihkasse Gießen. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß unsere Kasse vom 3. bis einschließlich 8. Dezember 1. Js. geschlossen ist. Im übrigen werden 13.3074 BD507 Leichtat Einem verehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener Sanitäts. 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Die Unterzeichneten und alle anderen Mitglieder der Kirchenvorstände nehmen gern solche Gabe an; auch durch die Gemeindeschwestern können sie übermittelt werden. Anmeldungen zur Christbescheerung seitens der Armen sind nicht erwünscht. Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden. Dr. Naumann. D. Schlosser. Euler. Schwabe. Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. Schön'sche Metallsärge und Särge eder Art stets am Lager. Bau- und Möbelschreinerei Liebigstr. 65. GIESSEN. Telefon 410. Liebigstrasse. ✰ Kohlen ✰ 交 bon den beften Beden, Jußkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Zoks ju ben billigften Breifen. Prima Tannen- Brennholz pro Tentner geschnitten t. 1.2 1 DO gebact 181 lebes Duantum fret and Saut liefert And. Euler. Eiserne Goethestraße. H. Kräzer, Brandplatz 15. J. M. Schulhof. Marktstraße. Restaurant Windhof. " " " Tertors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. In Dutenhofen: Karl Sorger. Heuchelheim: Ph. Neidel II. 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