Nr. 27. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 2. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg.. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten 19113 ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Störenfried frankreich. Neue Wirrnisse im venezolanischen Konflikt. CB. In den venezolanischen Handel, der schon so gut wie geschlichtet schien, ist ein neues Moment der Erregung gekommen: Washingtoner Meldungen zufolge schicken sich bie Franzosen an, die Kreise der Blockademächte zu stören. Frankreich beansprucht ebenso, wie England, Deutschland und Italien, eine vorzugsweise Befriedigung aus den venezolanischen Zöllen, es sucht dabei die Vereinigten Staaten von Nordamerita auf seine Seite zu ziehen. Der französische Geschäftsträger in Washington hat im Auftrage feiner Regierung die Frage der Vorzugsbehandlung Frankreichs dem amerikanischen Staatssekretär Hay gegenüber zur Sprache gebracht. Er führte dabei aus, daß Frankreich und Amerika sich in fast genau gleicher Lage befinden, und Amerita ein gutes gefeßliches Recht habe, gegen die Forderungen der verbündeten Mächte Einspruch zu erheben. Ferner wird aus Washington gemeldet, die Regterungen einiger Staaten, die Ansprüche gegen Venezuela haben, bestrebten sich, eine Vereinigung zustande zu bringen, um zu verhindern, daß die verbündeten Mächte für ihre eigenen Ansprüche von Venezuela eine Vorzugsbehandlung erzwingen. Die Leitung dieser Bewegung hat Frankreich übernommen, auch Holland und Belgien sind mit von der Partie. Das Washingtoner Kabinett hat sich zu diesen Wünschen noch nicht endgiltig geäußert, macht aber Miene, darauf einzugehen. Der britische Botschafter in Washington urteilt darüber in einem an das englische Ministerium des Auswärtigen gerichteten Telegramm: Wenn die Blockademächte nicht auf ihre vorzugsweise Befriedigung verzichteten, würde der ehrliche Makler" Bowen sich an die Vertreter aller übrigen Mächte, die Ansprüche an Venezuela haben, wenden uno ihnen sagen, daß Venezuela durch die drei verbündeten Mächte gezwungen werden solle, sich einem Plane zu fügen, welcher die Interessen Frankreichs, Belgiens, Schwedens, Norwegens, Spaniens, Dänemarts, Hollands und der Vereinigten Staaten ernstlich gefährde. Daraufhin würde Frankreich sofort in London, Berlin und Rom Vorstellungen erheben und gegen diese Eingriffe in seine früheren Abmachungen mit Venezuela zur Sicherstellung seiner Ansprüche Protest erheben. Die übrigen Gläubiger Venezuelas würden sich dann wohl Frankreich anschließen. Frankreich und Amerika würden sich dann wohl zum Widerstand gegen jede Politik der verbündeten Mächte vereinigen, die auf eine Vorzugsstellung der Blockademächte bei der Befriedigung ihrer Forderungen hinausgeht. Der Vertreter Frankreichs in Washington bemühe sich, Frankreich und Amerika zu einer Politik zusammenzuketten, die wahrscheinlich zu einem Streit mit derjenigen der Verbündeten führen werde. Dieses Vorgehen Frankreichs ist eine recht unerfreuliche Bescherung. Frankreich, das keinen Schuß in dieser Angelegenheit abgefeuert hat, will trotzdem unter denselben Bedingungen, wie die Blockademächte, an der Verteilung der Beute teilhaben. Daß die Amerikaner nicht blöde sein und die französischen Quertreibereien mitmachen werden, war vorauszusehen, wir haben von vornherein ein starkes Mißtrauen gegen die Bowensche Vermittelung gehegt, das sich jetzt bestätigt findet. Die Konsequenzen, die sich aus diesem französischen Streich ergeben können, lassen sich zur Stunde noch garnicht übersehen. Geben die Blockademächte nach, so verlieren sie an Prestige und haben sich vor Venezuela umsonst in triegerische Unkosten gestürzt. Geben sie nicht nach, so steht vielleicht noch mehr auf dem Spiele. Nicht unmöglich wäre allerdings auch, daß alle diese Mitteilungen über das Vorgehen Frankreichs, die ja aus englischer Quelle stammen, ein diplomatischer Schachzug Englands sind, um Frankreich etwas am Zeuge zu flicken. Daß in Frankreich die Neigung besteht, sich in der erwähnten Weise in die Sache einzumischen, ist Tatsache, möglich wäre indes, wie gesagt, daß bisher besondere Schritte zur Betätigung dieser Neigung seitens des Pariser Kabinetts noch nicht getan sind. Hoffen wir im Interesse der Vermeidung unnüßer und unübersehbarer internationaler Verwickelungen, daß dem so sei. Der deutsche Geschäftsträger in Washington, Baron Speck von Sternburg, ist in Newhort nach stürmischer Ueberfahrt eingetroffen. Einem Journalisten gegenüber äußerte der deutsche Diplomat, der mit Präsident Roosevelt seit 1886 befreundet ist, u. a. Er erwarte bestimmt, eine bessere Verständigung zwischen Amerika und Deutschland herbeizuführen. Die schleunigste Aufhebung der Blockade Venezuelas sei der aufrichtige Wunsch des Kaisers, den er baldigst erfüllt zu sehen hoffe. Niemand kenne besser als Kaiser Wilhelm die Bedeutung der MonroeDottrin, und ein Vorstoß gegen sie sei von niemand weniger als ihm zu erwarten. Der Kaiser denke nicht daran, venezolanisches Gebiet zu besezen, eine Kohlenstation zu erwerben oder Südamerika zu kolonisieren. Deutscher Reichstag. 248. Sigung. Nachdruck verboten. - Noch einmal Kinderschutz.- Leere Bänke im Hause, start besetzte Tribünen. Di Debatte schleppend, obwohl Vertreter fast aller Parteien zu Worte tamen und der Staatssekretär wiederholt ein griff. Es handelt sich um den sozialdemokratischen Antrag, das Gesez, Kinderschutz betreffend, auf die Lan.. wirtschaft auszudehnen. Der Nationalliberale D. Hasse und der Zentrumsredner Trimborn sprechen gegen die sen Antrag und für Annahme des Gesetzes in der Kommissionsfassung. Auch Staatssekretär Graf Posa dowsky spricht sich in diesem Sinne aus. Denn während es möglich sei, für eine gewerbliche Tätigkeit di Arbeitszeit genau vorzuschreiben, sei das für die Landwirtschaft, die von der Jahreszeit, dem Wetter u. s. w. abhängig sei, nicht möglich. Selbst der freisinnige Abg. Bräsicke war gegen den Antrag der Sozialdemokrati: und da er selbst Landwirt ist, erregte seine Stellungnahme einiges Aussehen. Ein heiteres Intermezzo spielte sich am Schluß seiner Ausführungen ab. Als Abg. Bräsicke seine Rede beendet hatte, ertönte ein für die geringe Anzahl der anwesenden Mitglieder erheblicher Beifall. Tamit nicht der Glaube erweckt werde, als hätte Bräsicke im Sinne und Geiste seiner Parteigenossen gesprochen, ciefen Abg. von der Linken zur Journalisten tribüne hinauf: ,, Beifall rechts! Beifall rechts!" Abg. Reißhaus( Coz.) quittierte diese Kundgebung des Beifalls Der Rechten für einen Redner der freisinnigen Volkspartei mit der Bemerkung, daß die freisinnige Volkspartei noch immer nach dem Beifall der Rechten lüstern zu sein scheine, und sprach alsdann, indem er offen anerkannte, daß das Gesetz einen großen Fortschritt bedeute, für den Antrag jeiner Partei. Nach einer längeren Auseinanderseßung über die Notwendigkeit von Hütejungen, und nachdem der Volksparteiler Dr. Zwick erklärt hatte, daß Bräsicke nur für jeine Person gesprochen, wurde der sozialdemokratische Antrag abgelehnt und§ 1 in der Kommissionsfassung angenommen. Das gleiche geschah nach längerer, aber wenig wesentlicher Debatte mit den übrigen Paragraphen des Gesetzes. Nur§ 13 erfuhr eine kleine Erweiterung. Dieser Paragraph verbietet nämlich die Beschäftigung der eigenen Kinder im Handelsgewerbe etc. von 8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens; er wurde nun mit der Maßgabe angenommen, daß nach einem Antrage 8wick Röside- Dessau die Beschäftigung der Kinder auch vor dem Vormittagsunterrichte verboten werde. Hier auf vertagt sich das Haus bis Dienstag. Die Politik. Zum Dresdener Ehedrama. Nach neueren Meldungen scheint es sich zu bestätigen, daß der Kronprinz von Sachsen auf die Thronfolge zu gunsten seines Sohnes verzichten will. Sächsische Hoffreise wollen wissen, die betr. Erklärung sei be reits in juristisch bindender Form vom Kronprinzen abgegeben; öffentlich werde der Kronprinz seine Berzichtleistung erst erklären, wenn er den Thron besteigen soll. Bis dahin wird er weiter den Titel des Kronprinzen sühren. Auch die Nachricht, der Kronprinz habe beim Naiser seine Enthebung aus allen seinen militärischen Aemtern nachgesucht, scheint sich zu bestätigen. Wie es heißt, hält der Kronprinz lepteren Schritt für nötig, weil auch jeder andere Offizier, in dessen Familie ,, Eheirrungen" borbommen, den Dienst quittieren muß. Beide Entschlüsse des Kronprinzen werden als durchaus freiwillig bezeichnet. Eine etwas seltsame Nachricht kommt aus Wien: Danach hätte sich die sozialdemokratische Fraktion des deutschen Reichstags an den österreichischen Abgeordneten Daszynski mit der Bitte gewandt, ihr die Akten betreffend die Prinzessin Louise von Kɔburg zur Verfügung zu stellen. Die Fraktion beabsichtige die Sache im deutschen Reichstage zur Sprache zu bringen. Die Nachricht ist ganz unglaubwürdig. Erstens, woher soll Daszynski die Aften haben? Und zweitens, die deutschen Sozialdemokraten wissen, daß die Angelegenheit, die lediglich das Haus Wettin und das Haus Habsburg angeht, im deutschen Reichstage nicht zur Erörterung zu bringen ist. Kein Reichstagspräsident würde dazu seine Zustimmung geben. Neues vom amerikanischen Borarfleisch. ::: Die Vereinigten Staaten haben bei der deutschen Regierung gegen die onfistation von mit Boray behandeltem amerikanischen Fleisch Einspruch erhoben. Angeblich soll daraufhin alles Fleisch, das bisher wegen Borag angehalten wurde, nicht beschlagnahmt, sondern wieder freigegeben worden sein. In Deutschland ist bekanntlich der Zusaz von Borax zu Fleisch neuerdings verboten. Es ist nicht anzunehmen, daß zu gunsten des amerikanischen Fleisches Ausnahmen von diesem aus Rücksicht auf die Volksgesundheit erlassenen Verbot zugelassen sein sollten. Das täme nicht nur einer Durchbrechung einer geseßlichen Bestimmung, sondern auch einer Schädigung der Volksgesundheit und einer Benachteiligung der deutschen Fleischer gleich. Ein offizielles Dementi der Meldung wird hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen. Vom holländischen Eisenbahnerstreik. :: Infolge des Streits der Amsterdamer Transportarbeiter ist der Eisenbahnverkehr aus und nach der Stadt eingestellt, soweit er von Privatgesellschaften betrieben wird. Die Züge der Staatsbahngesellschaft verkehren noch, die Führung der Züge haben nichtausständige Maschinisten; auf den Lokomotiven und in den Zügen befinden sich SolDie Weichensteller sind ebenfalls in den Ausstand getreten und die Arbeiter der städtischen Gas- Anstalten wollen gleichfalls in den Ausstand treten. Daten. Türkische Reformen" in Macedonien. Die zur Ausführung der türkischen Reformen" in Macedonien bestellte türkische Polizeitruppe faßt ihre Aufgabe höchst seltsam auf. Schon neulich wurde von einem Gemebel unter der christlichen Bevölkerung Macedoniens und von Schandtaten gegen Frauen und Mädchen berichtet, deren Urheber die türkischen Polizeisoldaten waren. Jezt wird berichtet, daß die Polizisten, von denen viele aus dem wilden Bergvolf der Arnauten ſtammen, eine Schreckensherrschaft im Vilajet Adrianopel ausüben. Die Christen dürfen ihre Behausungen nicht verlassen, Frauen und Mädchen werden auf offener Straße vergewaltigt, und harmlose Bürger werden als Mitglieder des macedonischen Komitees verdächtigt, feſtgenommen und, wenn sie nicht 10 Pfund Lösegeld zahlen fönnen, nach irgend einer asiatischen Festung geschickt. Die christlichen Macedonier flagen bitterlich über die ., Reformen", nach deren Einführung die Zustände noch schlimmer seien als zuvor. Da kann man sich nicht wundern, wenn die Unruhen in Macedonien nicht aufhören. Die Mächte werden mit dem Sultan ein kräftiges Wörtchen reden und eventuell selbst eingreifen müssen, wenn sie einen macedonischen Aufstand, aus dem leicht noch größeres Unglück entstehen kann, für die nächsten Monate hintanhalten wollen. Kurze politische Nachrichten. * Der Kronprinz soll, wie verlautet, in das Königliche Schloß zu Hannover zu ständigem Aufenthalt übersiedeln. * An der im Interesse des Deutschtums in Bosen errichteten neuen Akademie werden Professor Kühnemann- Marburg für Philosophie und Literatur, Professor Wuttke für Historik, sowie Professor Krüger tätig sein. * Einige Firmen, die ihre Postpatete selbst befleben und postmäßig vorbereiten, haben die Postverwaltung ersucht, ihnen zu gestatten, bis 10 oder 15 Minuten nach Schalterschluß abends noch Pakete den Annahmestellen zuzuführen. Die Postverwaltung hat dieses Verlangen abgelehnt. * Dic im ,, Nordatlantischen Dempferlinien- Verbande" bereinigten Gesellschaften und die Gesellschaften, die zunt Morgantrust gehören, haben einen Vertrag geschlossen, wonach Rückfahrkarten, die bei einer Gesellschaft gelöst sind, von allen anderen Kompagnien zur Fahrt mit ihren Schiffen angenommen werden. Mit Ausnahme der„ ,, Cunard- Linie gehören alle großen nordatlantischen Gesellschaften der neuen Vereinbarung an. Preussischer Landtag. 11. Gigung. Haus der Abgeordneten. Nachdruck verboten Die Trakehner Schulverhältnisse. Die Beratung des landwirtschaftlichen Etats wurde beim Extraordinarium fortgesetzt. Verschiedene Abgeordneten brachten lokale Wünsche vor, u. a. verlangte Abg. Baensch- Schmittlein( freik.) dringend, daß die Hochwassergefahr in Schlesien zurückgedrängt werde, am besten durch Stauwerte. Geheimrat Schilling ermiderte, daß dazu sehr große Vorarbeiten nötig seien. Es folgte jezt die Beratung des Etats der Gestütsverwaltung. Hierbei tam es zu lebhaften Auseinandersetzungen über die Trakehner Schulverhältnisse. Abg. v. Arnim berichtete über die Trakehner Schulaffaire. Er erklärte, Landstallmeister b. Dettingen hat den Lehrern nicht absichtlich Schwierigkeiten bereitet. Auch seien die Schulhäuser durchaus nicht so alt. Abgeordne ter opsch( freis. Vp.) führte aus, zwei Urteile seien in diesem Prozeß gefällt worden, eines von dem Richter, der den Dr. Paalzom und den Lehrer Nickel verurteilte, das andere von der öffentlichen Meinung, die den Hauptzeugen, ben Sandstallmeister verurteilte.( Zustimmung fints.) Um die Schulhäuser zu reparieren, habe der Reparaturfonds nicht genügt, wohl aber konnte davon ein Die und hagel auf den Kopf getroffen zu haben. zum Objeft für Charakterstudien benußt und scheint den hat bich, ihren Auseinandersetzungen nach, augenscheinlich in anderer Leute Angelegenheiten, bie schlaue Person Frauenzimmer steden nun einmal gar zu gern ihre Nase , Anna Braun!" gestand der alte Herr behaglich. Alter Junge, nach wurde was fogar bis in - und es erhelt hatte, alles dahin ihm tlar, die Aussicht, in Peisa freudlos ihr Leben Sonnenschein der Hoffnung, welcher mit seiner Lichtfülle geraubt hatte. Ale zärtlich gepflegten Zukunftspläne, der das gegenwärtige Dunkel gedrungen war, ihr die lezte Stunde ihr blieb nicht als zu ver Hand reichend, zwang jie ,, Bleiben wir Freunde, einen weichen Ausdruck Dörner, in ehrliche und fernen und das Ya er sich zen werden noch genug Mädchen ihnen als Gattin bohren." gute Freunde, ja? Sie mit ehrlichen, guten Herbon das Haunt ben fernfiegenden Ebenen zu gestatten. fristallklarer ihren Tangen, Mesträuch zwängte am Ende des Tales, und dicht an seinem Weiher, von zierlichen Espen und Birken umgeben, lag mächtigen Hügel der Rest von Hohenstein den halbzerfallenen Burgmauern nichten schwanken Zweigen fich aus allen Rißen Ein Ufer ragte hernieBirken empor. auf einen mit Von Der, anderes t li g ic h t g pavillon gebaut werben, der 5000 f. loftete, aber eine Bauzeit von drei Jahren erforderte. Der Landwirtschaftsminister hätte sich da sicher gesagt: ,, Einen solchen Lausepavillon baut man in einem Monat!"( Heiterkeit.) Landwirtschaftsminister v. Podbielski wies darauf hin, daß das Urteil noch nicht rechtskräftig sei und daß man erst die Entscheidung der zweiten Instanz abwarten müsse. Der Minister hatte Abbildungen ber Schulhäuser in Trakehnen mitgebracht, die er im Hause zirkulieren ließ. Er bestritt die Baufälligkeit dieser Häuser, dagegen müßten sie erweitert werden. Kopsch hab: bon dem ,, Lausepavillon" gesprochen. Er hoffe, daß der Abg. Kopsch, wenn er diesen Pavillon besuche, unter diesen fleinen Tierchen nichts zu leiden habe.( Große Heiterfeit.) Er könne nicht bestimmt sagen, daß er das Wort dom Lausekanal gebraucht habe. Ein jeder habe im Laufe der Jahre einmal ein Wort gebraucht, das nicht für die öffentliche Meinung bestimmt war. In der ganzen Trakehner Angelegenheit sei die öffentliche Meinung irre geführt worden. Der Rechtsanwalt und die Zeitungen hätten die ganze Sache auf den Kopf gestellt.( Heiterfeit.) Abg. v. Oldenburg( fons.) verteidigte den Landstallmeister. Der Lehrer Nickel habe die Trakehner Lehrer verheßt, es müsse gegen ihn eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet werden. Ein Regierungskommissar erflärte, daß eine Entscheidung hierüber fallen werde, sobald ein rechtsträftiges Urteil vorliege. Hierauf vertagt: sich das Haus bis Dienstag. Nab und Fern. * Der Kaiser hilft... Eine freudige Ueberraschung wurde am Kaisergeburtstage einer Bromberger Familie zu teil. Eine Witwe mit 4 unmündigen Kindern war in Not geraten, da die Kinder sämtlich an Scharlach darnieberlagen und die Frau daher längere Zeit verhindert war, ihrem Aufwartedienste nachzugehen. Als die Not Immer größer wurde, verfaßte der älteste, 10jährige Knabe einen recht beweglichen Brief an den Kaiser, worin sr das Elend der Familie schilderte und um ein Scherflein jur Unterstüßung bat, und umgehend wurde der Familie aus dem taiserlichen Zivilkabinett die Summe oon 50 Mart überwiesen. Schiffe Zusammenstöße und Schiffs- Untergänge werden von verschiedenen Seiten gemeldet. Jm Golf von Juan stießen die beiden französischen Panzer ,, Gaulois" und ,, Bouvet" im Verlauf von Uebungen so heftig aufeinander, daß mehrere Panzerplatten abgerissen wurben. In der Nähe des Kanals von Corfu stieß der britische Kreuzer Pioneer" mit einem Torpedobootsjerstörer zusammen, wobei mehrere Personen ums Leben kamen. Bis jept hat man zwei Leichen gefunden; etwa dreizehn Personen werden noch vermißt. Der Bremerhavener Fischereidampfer St. Johann" ist von einer Fangreise nach Island nicht heimgekehrt; man vermutet daher, daß er mit der aus 10 Mann bestehenden Besagung untergegangen ist. Es ist dies be reits der dritte Fischdampfer der Weserflotte, welcher in diesem Jahre verschollen ist.- Der Dampfer ,, Graffoe", mit Kohlenladung von Glasgow nach Buenos Aires bestimmt, ist unweit der Ramsey- Insel gestrandet und gesunken. Der Kapitän und der erste Steuermann sind ertrunken, die übrigen 14 Mann der Besagung wurden gerettet und in Cardiff gelandet. Hamburger )-( Schreckensszene im Wiener Gerichtsgebäude. Wäh cend bes Spazierganges eines Trupps Gefangener im Hɔe des Wiener Gerichts sprang der Untersuchungsge an enc Karl Weiß auf den Blizableiter zu und kletterte affenartig schnell in die Höhe. Die Justizwache wurde alarmiert und umstellte den Blizableiter. Ein Aufseher eilte auf den Dachboden und kletterte von oben dem Flüchtling ent gegen. Im zweiten Stock wurde dieser von Justizwacht euten beim Fenster hineingezogen, wo er erschöpft zujammenbrach. Den Aufseher verließen beim Herabklettern bie Kräfte, er stürzte ab und wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. ::: Eine Rechnung über Entführungskosten. Ein ganz anerwartetes Nachspiel hat, wie Pariser Blätter erzählen Die bekanntlich mit einer Heirat beendete Entführung im Automobil des Fräulein Le Play durch den Dr. Marcil. gehabt. Dieser junge Arzt, der sich schon durch die An vendung des Automobils bei Herzensfragen als kühnei Neuerer erwiesen hat, ist ein ganz prächtiger Vertreter ser jungen Generation, die sich stets nur von Nüßlichkeits gründen leiten läßt. Nach der Vermählung legte nämlich Dr. Marcile seinem Schwiegervater mit kühler Vornehm geit eine Kostenrechnung über die Entführung im Be rage von 40 000 Francs vor, die Herr Le Play etwas erstaunt nach einigem Bedenen bezahlte, um Weiterungen: zu vermeiden. Ein Gemütsmensch! Ein entsetzliche Urtat vollsührte eine Rotte von jehn betrunkenen Bauernburschen zu Troizkoje im russi chen Kreise Kamyschin an der Hilfslehrerin der dorii jen Schule, als diese spät abends von einem Besuch bei ihrem Vorgesetzten heimkam. Sie schleppten sie in sine abgelegene leere Hütte. Nach Ausführung dieses Berbrechens entkleideten die rohen Gesellen ihr Opfer sollständig und verübten im Verlauf mehrerer Stunden inzüchtige Handlungen, wobei sie das Mädchen im Wei Jerungsfalle prügelten und schließlich bewußtlos liegen ießen. Am nächsten Tage wurde die unglückliche Lehcerin in der Hütte aufgefunden, konnte noch die Schulsigen nennen und starb dann. Die Burschen sind verjastet worden. †† Der Erfinder Edison gegen seinen Sohn. Der Er. jinder Thomas A. Edison befindet sich in Schwierigkeiten, da der Name Edison von seinem ältesten Sohne Thomas A. Edison jun. ,, berkauft" worden ist, und der alte Herr hat im Bundeskreisgericht zu Newyork um einen gericht ichen Befehl nachgesucht, durch welchen die Thomas A. Edison jr. Co." abgehalten werden soll, diesen Namen veiter zu führen. In der Klage sagt Herr Edison, daß eine Unterschrift als Handelsmarke für elektrische und vissenschaftliche Apparate gegen Nachahmung am 14. Fe bruar 1897 gefeßlich geschüßi worden und in Amerika und Europa bekannt und von Wert sei. Die beklagte Gefellschaft fabriziere einen ,, Magnete- Elettric- Utilizer", aus sem der Name Thomas A. Edison jr. in Nachahmung einer Handelsmarke angebracht sei. Herr Edison sen. forsert Rechnungsablegung über den aus dieser Nachahmung : esultierenden Nußen und ein Verbot gegen die weitere Benutzung der Handelsmarke. * Die Elektrizitäts- Werke am Niagara- Fall niedergebrannt. Die großen Elektrizitätswerke, die die geschäftskundigen Amerikaner vor einer Reihe von Jahren in den Niagarafällen anlegten, sind ein Raub der Flammen geworden. Das Kraftwert liegt unterhalb des durch Die herabstürzenden Wassermassen gebildeten Wirbels. Durch einen Kanal schießt das Wasser in die tief unter der Erde liegende Turbinenkammer und die hier erzeugte kraft wird in den oberen Stockwerken in Elektrizität umgesezt. Die Kosten des Werkes betrugen 73 Millionen Dollars. Bekanntlich wurde die allerdings sehr rentable Ruzbarmachung des Wasserfalls seinerzeit selbst von amecitanischen Kreisen mißbilligt wegen der Beeinträchtigung eines der größten Naturschauspiele.- Die Fabriken am Niagara, sowie die elektrischen Bahnen in Buffalɔ und Rockport, die von dem Kraftwerk gespeist wurden, mußten infolge des Brandes ihren Betrieb einstellen. Vermischtes. >[ Der älteste Soldat des deutschen Heeres,] der ,, alte Leuschow", der 73 Jahre alte Dirigent des Hoboistentorps des Mecklenburgischen Füsilierregiments Nr. 90 in Rostock, scheidet am 31. Januar auf seinen Antrag aus dem aktiven Heere aus. Mit ihm tritt eine prächtige Soldatengestalt, ein Mann, der in den Feldzügen 1866 und 1870/71 den Musikdirigentenstab geschwungen hat, in den wohlverdienten Ruhestand. Der Ehrentag von Loigny am 2. Dezember 1870, an dem die 17. Division das von General Chanch befehligte französische 16. Korps zurückwarf, war auch der Ehrentag der Neunziger und des alten Leuschow. Im dichtesten Kugelregen, mit dem Säbel den Taft schlagend, führte er die Regimentsmusik mit flingendem Spiel im Sturme auf die feindliche Stellung mit vor. Eine noch erhaltene Tuba weist neun Schußlöcher auf. Jetzt ist der Loignymarsch der Parademarsch des 90. Regiments. In den 53 Jahren seiner Dienstzeit ist Musikdirektor Leuschow nur zweimal revierkrank gewesen. Als sein Nachfolger ist der Stabshoboist im 3. Schlesischen Inf.- Regt. Nr. 156 Nitschke bestimmt. (§)[ Auch ein Gesetzgeber!] Welches Verständnis manche amerikanischen Abgeordneten für ihre hohen Aufgaben zeigen, läßt eine Bill ersehen, die von einem Mitglied des Parlaments zu Albany( Staat Newyork), Herrn A. Dickinson, eingereicht wurde, um das unerlaubte Betreten eines Gartens, in welchem Ginsengwurzeln gezogen werden, als Einbruch zu bestrafen. Ein Freund Dickingsons pflanzte diese Sträucher, welche hauptsächlich von chinesischen Aerzten zur Bereitung von Medikamenten benutt werden. Die Nachbarsjungen statten diesem Garten öfter nächtliche Besuche ab, um die Wurzeln, die einen dem Süßholz ähnlichen Geschmack haben, zu stehlen. Um diesen Frevel" mit einer schärferen Strafe, als sie im Staate Newyork für Betreten fremden Eigentums und Diebstahl festgesetzt ist, ahnden zu können, will Dickinson dem Gesetzbuch einen Paragraphen einverleiben, durch welchen das unerlaubte Betreten eines Ginseng- Gartens als ein schweres Verbrechen, gleichbedeutend mit Einbruch, betrachtet werden soll! [ Ein clektrischer Baum.] In Mittel- Indien will ein Gelehrter einen Baum entdeckt haben, der sehr merk würdige Eigenschaften besitzt. Seine Blätter sind sehr zart und so stark mit Elektrizität geladen, daß jeder, der sie anrührt, einen elektrischen Schlag bekommt. Der Baum hat auch einen großen Einfluß auf die Magnetnadel, die er noch in einer Entfernung von 20 Metern aus ihrer Stellung bringt. Seine elektrische Spannung wechselt im Laufe eines Tages und ist mittags am stärksten, bei Mitternacht am schwächsten; bei feuchtem Wetter büßt der Baum seine besonderen Eigenschaften ein. Vögel besuchen den Baum nicht, auch Insekten hat man in seiner Nähe niemals beobachtet. £[ Blüten amerikanischen Humors.] Richter:„ Sie sind beschuldigt, zwei Gallonen Weines gestohlen zu haben. Warum taten Sie das?".. ,, Weil ich nicht stark genug war, das ganze Faß davonzuschaffen." Klara: ,, Beglückwünsche mich, Maud, Mr. Jenkins hat heute um meine Hand angehalten und ich habe Ja gesagt.".. Maud: ,, Beglückwünsche mich, Klara, Mr. Jenkins hat gestern um meine Hand angehalten und ich habe Nein gesagt." )([ Große Lager natürlicher Seise] sind bei Ashcrot im nordwestlichen Kanada entdeckt worden und werden jetzt industriell ausgebeutet. Unter den vielen Seen Kanadas befinden sich einige, die einen reichen Gehal an Soda aufweisen. Eine nähere Untersuchung stellte fast, daß die Ufer und der Boden der Seen von salzigen Ablagerungen bedeckt waren, die aus einer Mischung von Borax und Seife bestanden und demnach eine Ari natürlicher Seife bildeten. Es wurde eine chemische Prüfung angeordnet, die zu dem Ergebnis führte, daß die Mischung bis zu 20 Proz. Borax enthielt. Die so von der Natur dargebotene Seife zeigt ganz dieselben Eigenschaften wie die mehr und mehr in den Handel gebrachten Waschpulver. Sie beseitigt Staubflecken und löst Fett vascher auf als eine gewöhnliche Seife. Nunmehr hat sich eine Anzahl von Sapitalisten zur Ausbeutung jenes sonderbaren Naturschazes zusammengetan, und schon sind 275 000 Kilogramm aus den Seen herausgezogen. Die Art der Gewinnung ist der Eisgewinnung nachgeahnt, indem die Seife in große, würfelförmige Blöcke von etwa 100 kilogramm zersägt wird. Das Geschäft wird wohl ziemlich lohnend ausfallen, da nach den bisherigen Berechnungen ein einziger jener Seen etwa 20 000 Tonnen natürlicher Seife in seinem Schoße birgt. [ Ein neues Goldland.] Die in Scattle( Washington) erscheinende ,, Times" hai am 18. Januar folgende Nachricht aus Dawson City erhalten: ,, Ein ungeheurer Goldfund, der seit der Entdeckung der Klondike- Goldschätze durch; Bob Henderson ohnegleichen dasteht, ist 18 Meilen vom Tanana River, etwa 300 Meilen unterhalb seiner Quelle, gemacht worden. Das neue Goldland liegt auf amerikanischem Gebiet. Die Stadt Circle ist ganz von ihien Rewohnern verlassen worden, und aus der ganzen Umgegend strömt alles nach dem Tanana River. Die ersten Grabungen wurden von dem in Dawson wohlbekann ten Japaner J. Wada gemacht, der betreffs seiner Glaubwürdigkeit sich eines sehr guten Rufes erfreut. Nach Wada's Bericht gleicht der Charakter des neuen Goldlandes dem des Klondike- Gebietes auffallend, nur mit dem einen Unterschied, daß es bewaldeter ist. Als Wada am 22. Dezember nach Dawson fuhr, war Gold verschiedenster Art in acht verschiedenen Bächen gefunden worden. Der Hauptfund wurde bei Pedro Creek gemacht, einem dem Tanana River parallel laufenden Gewässer. Dasselbe ist 18 Meilen vom Tanana River entfernt und ist bereits ganz von Goldfuchern abgesteckt worden." Nach anderen Gerüchten, die in Seattle fursieren, soll das neue Goldland ertragsfähig sein, wenn auch die Schilderungen des Japaners sehr übertrieben sind. Bis jetzt sind etiva 100 Goldgräber im Tanana River- Distrikt. Die Gruben am Pedro Creek scheinen nicht so ertragsfähig zu sein wie die Auch in Rußland sind große Goldam Gold- Stream. funde gemacht worden. Wie aus Petersburg berichtet wird, sind dem Jekatherinburger Laboratorium vom südlichen Ural 20 Bud Golderz übermittelt worden, unter denen sich 100 Stücke reinen Goldes befinden. Der mächtigste Klumpen wiegt 22 russische Pfund: sein Wert beträgt 20 000 Rubel( mehr als 40 000 Mr.) Gles ** Reichste Sonntagsze die Nachricht, d Herr Profeffor feffor Dr. Bie daß er nichts wiffe und ni eine solche a ** Von de nach Heidelberg ** Fürst Wolfgang zu Stolberg- Stolberg, der aufgefunden wurde, war am 15. April 1849 geboren und lebte seit fast sechs Jahren in glücklicher The mit der Gräfin Irmgard zu Isenburg- Büdingen. Der Fürst, der den Feldzug von 1870 mitgemacht hat, war ein großer Sportsmann und Jäger und bei seinen Unterim Park ſeines Schlosses Rottlaberode erschossen affichen Philo der ordentliche bürtiger Stetti worden und wi Den Weggang gebenen beliebt. Nachfolger des Fürsten ist sein im berger freime Alter von 50 Jahren stehender Bruder Prinz Vollrat demnächst neubef zu Stolberg- Stolberg. Bestimmtes über die Todesursache Profeffor der Un des Fürsten Wolffgang zu Stolberg in Erfahrung zu maier, ein geb bringen, war nicht möglich. Gerüchtweise verlautet, daß Selbstentleibung infolge Trauer um den dahingeschie denen Vater vorliege. Ein hinterlassener Brief solle die sen Grund angeben. Nach einem anderen Gerücht soll das neben der Leiche gefundene Jagdgewehr nicht abmit Sicherheit zu maier den Ru Abschie Am Samstag de der 52. Infanteri geschossen gewesen sein, so daß ein Verbrechen nicht Offiziertafinos ei ausgeschlossen erscheint. $ Dem Brand des Londoner Irrenhauses sind, wie jetzt verfeßten bisheri feststeht, 54 irrsinnige Frauen zum Opfer gefallen. In von Dewig f der Abteilung, wo das Feuer früh 5½ Uhr ausbrach, figen aftiven Di waren etwa 600 irrsinnige Jüdinnen untergebracht; nach kommando mit eine Deputation darmeriebridagier 4 Stunden war der Brand gelöscht. Herzzerreißende Sze nen spielten sich nach dem Brande ab. Die geängstigten Angehörigen der Irrsinnigen belagerten sämtliche gänge, weinten und verlangten Auskunft, die ihnen jedoch Bu Herrn Oberst v. in vielen Fällen von den Beamten nicht gegeben werden außerordentlicher Vertretern d erschreckten Insassen zu helfen. Viele waren so von brad. Wir nenn Schreck überwältigt, daß sie tatsächlich nach einem sicher der mit mehrere gelegenen Orte getrieben werden mußten. Gleichwohl Lndgerichtspräsi gelang es den Angestellten, die manchmal in dem dichten Brovinzialdirektio Rauch fast erstickten, den größten Teil der Jersinnigen in Rahe Vertreter das Hauptgebäude zu bringen. Von dem Anbau sieht man Regiments sprod nur noch einige rauchende Trümmerhausen. Die ver heerende Wirkung des Feuers ist wesentlich darauf zurüd- im Namen der zuführen, daß eine Barade, in der 320 Frauen schließen, herr Reftor P unerhörter Weise aus Holz und Eisen aufgeführt war, daß der Beigeordnete, es offenbar am erforderlichen Feuerwachdienst sehlte, daß verlief glänzend. nur ein einziger schmaler, langer, auf den Hauptbau** Borbereit mündender Ausgang vorhanden war, und daß schließlich 1904. Um heuti ein Teil der Irrsinnigen schwer bei der Rettung zu be stelle für di handeln war. Die Verbrannten wurden meist an dem Blaze gefunden, wo die Reſte der geschmolzenen Bett stellen lagen. prechung über di stattfinden und v ::: Die Zigeunerplage in England. In den Wäldern soll, statt. Der bei Burton- on- Trent halten sich seit undenklicher Zeit gierungsrat Dr. Zigeuner auf, die stets eine Last für die Gegend gesoeben aus Amer wesen sind. Dieser Tage wurde dem Polizeifonstabler Vortrag. An de Price von einem Farmer die Mitteilung gemacht, daß shiedenen Minist diesem drei Fretten, die er zur Kaninchenjagd benutzt fität war Herr gestohlen worden seien. Der Polizist begab sich daraus mit dem Farmer und dessen erwachsenen Sohn in ein Zigeunerlager und wurde dort von 5 Zigeunern sofort angegriffen, während seine Begleiter das Weite such herrn Hans Il ten. Der Beamte versuchte, von seinem Küttel Ghoftheaters in K brauch zu machen, die Zigeuner entrissen ihm diesen aber lich für diese Row und schlugen ihn mit furchtbaren Hieben tot. Die Band flüchtete darauf in die dichten Wälder. Einer starter Polizeipatrouille gelang es schließlich nach Harten Kampfe die Zigeuner ge, angen zu nehmen. -Wegen Vielweiberei wurde in Warschau ein Man verhaftet, der in verschiedenen Gouvernements von Ruß land sieben rechtmäßig angetraute Frauen besitzt. - Die neue, 950 Fuß lange Brücke, die über den La garfluß an der Ostküste Irlands erbaut wurde, ist infolg Hochwassers eingestürzt. = Theater Jüdin von E Unabkömmlichkeit regenden Fähigkei geftrige Ronzert in des Konzertve life Ruf, der be Lamondditen Klavierbort de Nummer de wurde durch ste Birtfam unterstü ballen Bechsteinin rauschendsten -Wie aus Barcelona gemeldet wird, stellt sich in de von einem Streit betroffenen Stadt Reus Mangel a Lebensmitteln ein; die Proklamierung des Kriegsrecht lang. Das rei wird erwartet. Die Arbeiter in Barcelona verhalten sid folgende Nummer ruhig, verlangen aber aufs neue den Achtstundentag. arbeitung von Jol 1 Der Norwegische Storthing bewilligte 15 000 krone Franz Liszt, Nor zu Maßnahmen gegen die Robbenplage. Die Tiere Phantasie von R welche die Fischerei ſehr schwer schädigen, sollen mi Rubinstein, Etübe Mitrailleusen in Massen geschossen werden. on Liszt. Ueber In bem fizilianischen darfe Mit fand ein hei händnis geſpieter tiges Erdbeben statt, das auch in Acireale und Cate nia bemerkt wurde. Hus dem Gerichtsfaal. Sollendung steher beit führen. Die Leiftungen am be Jo bedeutenden A freudige Bublifum § Die lieben Nachbarn! Mit welchen Kleinigkeite ließ, ist nach dem manchmal die Schöffengerichte behelligt werden, zeigt ei Fall, der sich jüngst in Dirschau zutrug. Eine Lehre frau vom Lande hatte in der Morgenstunde, bevor d Schule begann, dem Schulofen eine Schaufel Kohlengl zum Feueranmachen entnommen, um schneller ihr n Di heizen zu können. Da die Gutsherrschaft die Kohlen den Schulofen zu liefern hat, so hatten, gute Freunde u getreue Nachbarn" diesen Diebstahl" zur Anzeige g bracht. Im Termin wurde die Tatsache von der Lehre frau zugegeben, indes mit dem Bemerken, daß nur e gegenseitiger Austausch, wie dies oft in den Haushaltu gen vorkommt, stattgefunden hat und für die Schulstu ebenfalls aus dem Ofen der Lehrerfrau wiederholt Kohle glut zur schnelleren Heizung entnommen worden wo von einem Diebstahl tönne feine Rede sein. Der Am anwalt überzeugte sich von der völligen Unschuld Lehrerfrau und beantragte selbst die Freisprechung, wel denn auch erfolgte. Kleine Gerichts- Chronik. Vier Jahre Zuchthaus hielt der Theaterarbeiter Höfling in Halle, der wiederh bon Philadelphia nach Deutschland reiste, um Mädch unjittlichen Zwecken zuzuführen. Zuletzt veranlaßte die Tochter eines Mujitdirektors in Halle, mit ihm no Amerika zu gehen, wurde aber mit ihr in Berlin verhaft Gott dem A lieben Gatt Wagr von hier a Rodhei Di Die Beerdig Nachmittags 2 und ist bereits Nach anderen Das neue Gold ilderungen des find etiva 100 ie Gruben am Giessener Cagesneuigkeiten. ** Reichstagswahl. Die hiesige„ Mitteldeutsche überzeugt, daß gestern jeder Konzertbesucher den Saal mit dem Bewußtsein verlassen hat, einen hohen Kunstgenuß gehabt zu haben. Gießener Volksbad. Im Januar wurden 7418 Bäder verabreicht; gegen 5478 im Dezember 1902 und Badetag 270 Bäder gegen 207 im Dezember 1902 und 281 am 1. April 1905 vollendet sein. Der Staat zahlt während der ganzen Dauer des Bestehens der Anstalten in Wezlar, mindestens jedoch für eine Zeit von 25 Jahren, jährlich für das Seminar 5000 Mt., für die Präparandenschule 1200 Mt. und außerdem für drei Seminarlehrer eine WohnungsentEmpfehlung des Vorsitzenden wurden die Verträge von zu sein wie die die Nachricht, daß von liberaler Seite als Reichstagefandidat 7863 im Januar 1902 oder im Durchschnitt auf den ganzen schädigung von 1080 Mt., in Summa 7280 Mt. Auf nd große Gold sburg berichte Herr Professor Dr. Biermer genannt werde. Herr Pro** orium vom fübfessor Dr. Biermer ersucht uns um Aufnahme der Notiz, im Januar 1902. Der Besuch im einzelnen hat sich Seiten der Stadtvertretung einstimmig angenommen. worden, unter daß er nichts von einer solchen Kandidatur wie folgt verteilt: den. Der mäch ein Wert beträgt wisse und niemals und unter teinen Umständen eine solche annehmen würde. Schwimmbad 3932 Männer darunter 759 zu 10 Pfg., 554 Frauen 115, 10" Wannenbäder 1. Klasse 269 Männer, 94 Frauen, 2. " 625 368 Π . Stolberg, nach Heidelberg übersiedelnden ordentlichen Professors der Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage, zusammen 146 ode erschossen il 1849 geboren icklicher Che mi er ** Von der Landes- Universität. An die Stelle des flassischen Philologie Herrn Dr. Albrecht Dieterich ist der ordentliche Professor Herr Dr. Ernst Bethe( ein geMänner, 16 Frauen. Brausebäder 1195 Männer, 220 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Personen benügt. ** Uebermut oder Rache? In vergangener Nacht wurde an einer Wirtschaft des Kanzleibergs ein Fenster in mutt hat, war ein worden und wird dem Rufe Folge leisten. Auch das durch gen. Der Fürbürtiger Stettiner) von der Universität Basel berufen Weise von einem vorübergehenden Baſſunten der it fein it began bebe Drdinariat, für Ariminalrecht wird trimeter thäter, welcher auf der Stelle feſtgehalten, ist angezeigt. Prinz Bollra die Todesursach Professor der Universität Bern Herr Dr. W. Mitter demnächst neubes zt werden. Berufen wurde der ordentliche e verlautet, da en dahingeschi Brief solle di Cen Gerücht sof mit Sicherheit zu erwarten, daß auch Herr Professor Mitter maier den Ruf nach Gießen annehmen wird. Abschiedsfeier für Herrn Oberst v. Dewig. ewehr nicht ab Am Samstag den 31. Januar fand in den Räumen des der 52. Infanterie- Brigade nach Ludwigsburg( Württemberg) es sind, wie jez versetzten bisherigen Regiments- Kommandeurs Herrn Oberst jer gefallen. 3 von De wig ſtatt. Außer dem vollzählig erschienenen hie We Wht ausbrad figen attiven Difisterforps waren bie perren vom Bezirtsntergebracht; nat rzzerreißende S Die geängstigte en sämtliche 3 tommando mit zahlreichen Reserve- und Landwehroffizieren, eine Deputation des Bußbacher Bataillons, der Herr Genddarmeriebridagier usw. erschienen. Ihrer Verehrung für den t, die ihnen jeb Herrn Oberst v. Dewiß, der sich in den weitesten Kreisen t gegeben werde außerordentlicher Beliebtheit erfreute, gab eine große Anzahl Schwierigkeit, de von Vertretern der Zivilbehörden durch ihr Erscheinen Ause waren so v druck. Wir nennen den Herrn Rektor der Landesuniversität, nach einem siche der mit mehreren Professoren erschienen war, den Herrn ten. Landgerichtspräsidenten, die Herrn vom Kreisamt und der tal in dem dichte Provinzialdirettion, den Herrn Oberstaatsanwalt und eine Der Fersinnigen Anbau sieht ma Rethe Vertreter der Stadtverwaltung. Jan Namen des Saufen. Die ver Regiments sproch Herr Oberstleutnant Frhr. v. 8edlig. tlich darauf zurü im Namen der staatlichen Ressorts Seine Magnifizenz der 0 Frauen schliefer Herr Reftor Professor Dr. Krüger und für die Stadt ufgeführt war, da der Beigeordnete, Herr kommerzienrat Georgi. Das Fest Gleichwo chdienst sehlte, da verlief glänzend. uf den Hauptba ** Borbereitungen für die Weltausstellung in St. Louis und daß schließli 1904. Am heutigen Tage fand im Gebäude der Bentral Der Rettung zu be stelle für die Gewerbe in Darmstadt eine Beden meist an den eschmolzenen Bett sprechung über die Weltausstellung in St. Louis, die 1904 stattfinden und vom Deutschen Reiche offiziell beschickt werden In den Wälder soll, statt. Der Reichskommissar Herr Geheimer Ober- Reundenklicher Zei gierungsrat Dr. Lewald vom Reichsamt des Innern, der ir die Gegend ge soeben aus Amerika zurückgekehrt ist, hielt einen orientirenden Polizeifonstable Vortrag. An der Versammlung nahmen Vertreter der verlung gemacht, da ſchiedenen Ministerialressorts teil. Für die Landes Univerinchenjagd benut sität war Herr Professor Dr. Biermer erschienen. begab sich dara hsenen Sohn in en 5 Zigeunern sof r das Weit sud nem Knüttel sen ihm dieſen ab: eben tot. Die Band ilder. Einer starke ßlich nach harte ehmen. Warschau ein Man ernements von Ru Frauen besitzt. cke, die über den& aut wurde, ist infol dt Reus Mangel d = Theater- Verein. In der Mittwochs- Vorstellung der „ Jüdin von Toledo" wird die Rolle des Königs von Herrn Hans Illiger, dem Heldenliebhaber des Großh. Hoftheaters in Karlsruhe, gespielt werden. Der ursprünglich für diese Rolle bestimmte Herr Christians mußte wegen Unabfömmlichkeit noch absagen. ** Lamond- Konzert. Ein Klavierkünstler von hervor. ragenden Fähigkeiten, Herr Frédéric Lamond war für das geftrige Konzert im Saal des Gesellschaftsvereins vom Vorstand Sprendlingen( Rheinh.) Weil er einige Male Unterschriften von Gemeindeangehörigen nicht nach Vorschrift beglaubigt und sich einmal eine Unterschrift unter ein Formular hatte segen lassen, ehe er den Aft ausgefüllt hatte, wurde der hiesige 64jährige Bürgermeister Hoffmann wegen Vergehens im Amte von der Straffammer zu einem Monat Gefängnis verurteilt." Angeber" war der in Sprendlingen amtierende katholische Pfarrer Schönherr. ** Kassel, 1. Febr. Aus Zufall stellte es sich heraus, daß die vor 6 Jahren an dem Töchterchen eines hiesigen Eisenbahnschaffners vollzogenen Taufe von dem inzwischen verstorbenen Pfarrer nicht in das Stirchenbuch eingetragen war. Das Konsistorium erklärte nun furzer Hand das jetzt ** Schlägerei. Am gerieten 6jährige Kind für eine und nochmalige schaft in bir sagnbofftraße, babier spei Apfelfinenbändler ( Italiener) durch Geschäftsneid in Streitigkeiten, wobei der eine, angeblich mit einem scharfen Instrument eine Verlegung an dem einen Auge erlitt. Anzeige wurde erhoben. ** Laugfinger. Samstags nachmittags gegen 6 Uhr Zauſe. Fiſt nachträglich jah die Stirchenbehörde von der Wiedertaufe" ab und begnügte sich damit, daß in Gegenwart der Tauspatin des Mädchens der Taufakt in das Kirchenbuch eingetragen wurde. Neueste Nachrichten. ( Eigene Drahtmeldungen der„ Gießener Neuesten Nachrichten.") entwendete ein zugereifter Handwerksbursche, angeblich Schuhmacher, während er die Absicht hatte zu betteln, aus der Wohnung eines hiesigen Schuhmachermeisters, in welche er sich eingeschlichen hatte, aus einem unverschlossenen Bimmer eine silberne Damenuhr und entfernte sich damit, wurbe jeboch Stände fammer with Donnerstag, den 12. Februar zuam Bahnhof noch im legten Augenblick durch die Schutzmannschaft verhaftet; die Uhr hatte derselbe unter eine Bank im Wartesaal, auf welcher er faß, gelegt. ** In dem fürzlich ausgegebenen dreß buche findet sich die Angabe, daß die Orte Altenbuseck, Trohe und Röbgen zum Landbestellbezirk des hiesigen Postamts gehörten. Dies ist jedoch, wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ießt nicht mehr zutreffend. Es ist vielmehr inzwischen in Alten- Buseck eine Postagentur errichtet worden, deren Bestell. bezirt die Orte Trohe und Rödgen zugeteilt worden sind. Um Irrtümer in der Frankierung von Sendungen vorzubeugen, machen wir unsere Leser hierauf aufmerffum. ** Der Hessische Landwirtschaftsrat beschloß, die 100. Wiederkehr des Geburtstages des am 12. Mai 1803 in Darmstadt geborenen Justus v. Liebig durch eine Gedenkfeier zu begehen. Das Präsidium wurde mit den nötigen Vorbereitungen beauftragt. Aus Hessen und Dachbargebieten. gr. Großfelda. Nächsten Sonntag und Sonntag drauf abends finden im Saale des Herrn Hch. Völzing durch die hiesige freiwillige Feuerwehr Theatervorstellungen mit humoristischen Aufführungen statt. Das sehr reichhaltige Programm verspricht zwei angenehme und heitere Abende für das Publikum. Damit nicht, wie bei früheren Aufführungen das Gedränge im Saale ein zu großes wird, findet die Vorstellung eben an zwei aufeinander folgenden Sonntagen statt, und werden zu dem Zweck nummerierte Karten ausgegeben, die auch schon im Vorverkauf zu haben sind. Durch die zweimalige Vorstellung wird es auch manchem auswärtigen Besucher möglich werden, der Aufführung beiwohnen zu fönnen. Hoffentlich wird der Besuch ein sehr reger werden. Alles Nähere bringt das Programm im Inseratenteil dieses Blattes. *** Bei dem in Nieder- Weisel ausgebrochenen Großdes Konzertvereins gewonnen worden. Der vorzüg- feuer sind 11 Gebäulichkeiten niedergebrannt, 5 Stallungen liche Ruf, der demselben vorausging, hat in seinen vollen und 6 Scheunen; das Vieh wurde gerettet. Auch die Frieddeten Klaviervorträgen seine volle Bestät gung gefunden, und berger Feuerwehr wurde telegraphisch zu Hilfe gerufen. Der jede Nummer des geschickt zusammengest ten Programms| Schaden ist enorm, doch sind die Befizer versichert. wurde durch stetig sich steigernden Beifall ausgezeichnet. Wirksam unterstüßt wurde der Künstler durch einen prachtwird, stellt sich in di boller Bechstein- Konzertflügel, der unter seinen Händen bald im rauschendsten fortissimo, bald im zartesten pianissimo ung des Kriegsrech erklang. Das reichhaltige und vielseitige Programm enth elt rcelona verhalten ſi folgende Nummern: Variationen von Paganini in der Be en Achtſtundentag. arbeitung von Johannes Brahms, Soiré de Vienne von willigte 15000 Front Franz Liszt, Nor urno und Polona ſe von Friedr. Chopin, enplage. Die Tier Phantasie von Robert Schumann, Barcarole von Enton chädigen, sollen Rubinstein, Etüde von Fréd. Lamond und eine Tarart- le von Liszt. Ueber alle diese, mit feinem künstlerischen VerMits fand ein h fländnis gespielten und auf der höchsten Stufe künstlerischer Acireale und Cat Vollendung stehenden Vorträge einzeln zu berichten, würde zu weit führen. Die Kritik sagt gegenüber solchen vorzüglichen Leistungen am besten nur: Alles war musterhaft und eines so bedeutenden Klaviermeisters würdig. Daß das beifalls freudige Publikum Herrn Lamond nicht ohne Zugabe ziehen 1 werden. btsfaal. )( Aus dem Kreise Wetzlar. Unter den 12 Abgeordneten des Wahlverbandes der acht Landbürgermeistereien des diesmal 3 Abgeordnete zu wählen. Bisher hatte jede der beiden Bürgermeistereien nur je ein Mitglied, da aber die Bewohnerzahl der Bürgermeisterei Azbach auf 6866 gestiegen ist, so hatte die Wahl eines zweiten Abgeordneten zu erfolgen. Als solcher ging als neues Mitglied GemeindeFür die BürgerVorsteher Pfeiffer- Krofdorf hervor. meisterei Launsbach wurde Herr Gemeindevorsteher PauschWißmar gewählt und als drittes Mitglied verblieb Herr Schultheis Loh- Dutenhofen. Der Kreistag hat in diesen Tagen die Wahl vorstehender Mitglieder genehmigt. Kreiſes Wezlar hatte die Bürgermeisterei Üzbach- Launsbach d. Wetzlar, 1. Febr. Den hiesigen Stadtverordneten lagen in der letzten Sitzung die Vertragsentwürfe über die Erbauung und Vermietung des Lehrerseminars und der Präparandenanstalt zur endgültigen Genehmigung vor. welchen Kleinigkeit ließ, ist nach dem Gesagten leicht begreiflich und wir sind Bau beider Anstalten erfolgt auf Kosten der Stadt und muß ligt werden, zeigt utrug. Eine Lehr genstunde, bevor Schaufel Kohleng n schneller ihr n D rschaft die Kohlen f ten, gute Freunde u ahl" zur Anzeige tsache von der Lehr Semerken, daß nur e oft in den Haushaltu und für die Schulstu frau wiederholt kohl nommen worden w Rede sein. Der Am völligen Unschuldi ie Freisprechung, wel er Jahre Zuchthaus n Hall, der wiederh nd reiste, um Mädch Zuletzt veranlaßte in Halle, mit ihm na ihr in Berlin verhaft Todes- Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern lieben Gatten und Vater Wagnerm. Wilh. Vogel von hier abzurufen. Rodheim a. d. Bieber. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Vogel. Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Februar Nachmittags 22 Uhr statt. Bekanntmachung Die Lieferung der Kleider für arme Konfirmanden auf Ostern 1903 soll im Angebotswege vergeben werden. Es werden benötigt: a) für Knaben: Anzüge aus dunklem Cheviot gefüttert. b) für Mädchen: Schwarzer Cachemir zu Kleidern und farbiger Flanell zu Unterröcken. - - Offerten sind unter Beischluß von Mustern auch bezügl. des zu den Knabenanzügen zu verwendenden Futters- bis spätestens zum 14. Februar 1903 bei Hoſpital- Verwalter Gießen, den 30. Januar 1903. Dörr verschlossen abzugeben. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Aus febr vorteilhaft für jede Hangholtuma empf hle MAGGI'S Suppen- Würfel nahrhafter Suppe. rupp Herrmann, seltersweg 33. sammentreten. ** Darmstadt, 2. Febr. Der Gerichtsaccesist Arnold Freiherr von Jungenfeld wurde zum Regierungsassessor und die Gerichtsaccessisten Ernst Mende aus Gießen, Dr. Karl Weyl aus Wieseck und August Knof aus Büdingen wurden zu Gerichtsassessoren ernannt. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. E& tönnen eingestellt werden: 1 Hausbursche, Rutscher für einen Arzt, 19 Dienstmädchen für sofort( Gießen); 2 für sofort( auswärts), 1 Dienstmädchen für 1. oder 15. März, 1 Hausmädchen für 1. März, 1 Haus- und Kindermädchen für 1. April, 1 Herrschaftstöchin für 1. März, 1 Lau frau. Lehrlinge: 1 Friseur, 5 Schlosser, 3 Bäcker, 1 Sattler nach auswärts. Es suchen Arbeit: 1 Metalloreher, 1 Glaser, 1 Anstreicher, 1 Sattler und Tapezier, 3 Schlosser, 1 Schneider, 1 Wagner, 3 Fahrburschen, 1 Kellner, 11 Hausburschen, 1 Knecht, 1 landwirtschaftlicher Arbeiter, 1 Gärtner, 3 Kutscher, 1 Kinderfräulein, 8 Dienstmädchen, 6 Lauffrauen, 1 Waschfrau, 1 Flickerin. Lehrlinge: 9 Schreiber, 3 Staufleute, 1 Schlosser. Brietkasten der Redaktion. Kr. Hier. Unser verantwortlicher Schriftleiter war Samstag verreist; die Arbeits- Ueberbürdung des Vertreters mag das Versehen entschuldigen. Gestorbene. Am 31. Jan. Konrad Peil, 61 Jahre alt, Dienstmann dahier. Beerdigung: Dienstag den 3. d. Mts., vormittags 11 Uhr vom Sterbehause, Wallthorstraße 65 aus. Am 1. Febr. Philipp Bob, 59 Jahre alt, Wirt dahier. Beerdigung: Dienstag den 3. d nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstraße 11, aus. Jede Unregelmäßigkeit beim Zustellen der Zeitungen bitten wir sofort direkt uns melden zu wollen. Die Expedition. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdru deret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Hofraiteu. Gutsverkauf. Ein Bauernhaus mit Stall, Scheuer und Schniedewerkstatt, alle landwirtschaftliche Geräte nebst Schmiedehandwerkszeug, sowie ein Gut, wo 8 Stück Vieh darauf gehalten werden fönnen, hat zu verkaufen, auch wenn gewünscht, Hofraite mit Schmiedewerkstatt allein. Jost Kröning, Nieder- Breidenbach. t D 11 ei nge Todes- Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass unsere innigst geliebte, unvergessliche Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Bertha Baer geb. Frensdorf heute morgen nach kurzem, schwerem Leiden im 43. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Giessen, den 1. Februar 1903. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Adolf Baer und Kinder. Familie Frensdorf. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Nordanlage 7 aus statt. Blumenspenden werden dankend verbeten. Theater- Verein. 6. Vorstellung: Mittwoch, den 4. Februar. Die Jüdin von Toledo. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Grillparzer. Gast: Hans Jüliger vom Großh. Hoftheater in Karlsruhe. Ende gegen 1034 hr. Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) bei G. Challier und an der Kasse. Studentenkarten bei E. Challier Mt. 1.50, an der Kasse Mt. 2. Anfang 8 Uhr pünktlich. Pferdemarkt zu Giessen. Am Mittwoch, den 25. März 1903 findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohntutscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiirung verbunden, für welche 1565 Mt. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Deconomierat Sch enke- Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiirung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Am 26. März Rachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung OPEN Nähmaschinen. Nur beste Fabrikate. Opel, Phönix, Seidel u. Naumann u.. w. empfiehlt zu billigsten Preisen und 5jähriger Garantie K. A. Artz, in Langgöns. Brodpreise bom 1. bis 15. Februar. Der hiesigen Bäcker. Kg. Weißbrob 2 Schwarzbrod 2 " 3 1 Kornbrod 2 " Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrod bei Georg Dern II. Gr. Linden Jeder Käufer einer solchen Maschine warne ich bei Ankauf vor den vielen billigen ganz unterg ordneten Fabritaten, die heute am achte nicht auf marktschreierische Annoncen, sondern wende sich an einen Markte erscheinen. Wer Freude an einer Nähmaschine haben will, reellen Händler, wo man auch eine wirkliche Garantie hat, und welcher bei vorkommenden Störungen der Maschine auch gleich bei der Hand iſt. Friseurleh I ng gesucht. 12- u. 3- Zimmerwohnung Ferd. Aff. Neue- Bäue 21. mit Zubehör. Neustadt, neben Herrn Metzgermstr. Kreuder, 2 bermieten. 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Februar, den ganzen Tag| auf Bahnhof Gießen mit 2 Waggon folgender Waren anwesend wie: seine rote füße prima Messina Cognac 3.Rum, Arak, Apfelfinen aus 300er iften, 10 Stück 30 Pfadeutscher per Fl. von M. 1.40 aus 200cr Kisten, 10 Städ 45 fa., feinfte französ. Schweizer Tafeläpfel, pr. Bfd. 10-45 Pfg., feinste Haselnüsse, Pfd. 25 Pia., Zwiebel Pfo. 5 Pie., rote Möhren, fo. 5 Pfg, Meerrettig, Stück 15 bis 20 Pfg., Blumenkohl, Stück 20 bis 25. Bfg., Endisien, Stück 20 bis 25 Pfg. Verschiedene Sorten holl. Rotkohl, Weiskoht, Wirfing aus Fruchtbranntwe'n nahmsweise billig. Bei größerer Abnahme und an Wiederverkäufer bedeutend billiger. Christian Klein, aus Altenkirchen. Die Abfuhr von Steinkohlen und Getreide von der Bahn soll vergeben werden und werden Reflektanten ersucht, ihre billigst gestellten Offerten schriftlich unter Chiffre N. D. 15 an die Erpedition dieses Blattes gelangen zu lassen. Atelier für Portraitmalerei von Otto Fritz akad. Kunstmaler, Unterricht. Plockstrasse 8 a II. 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