prebre thre Borgnette in ber Tr. 230. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mt. 1.50. Brattebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Donnerstag, den 1. Oktober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei 8: Die einfpalttige Petitzelle für Geßen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfa. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Boftzettungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Fernsprechäufchluk Rr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Streitbare frauen. CB. Man hat der Frauenbewegung bei uns zu Lande in fast allen polttischett Kreisen mit einem gewissen Wohlvollen gegenübergestanden. Das hatte seinen Grund vor allen Dingen in dem gemäßigten Programm, das die JFührerinnen der deutschen Frauensache als das allein offizielle Bezeichneten. Auswüchse gibt es überall im Leben. Darum hahm man auch die Ganz- Emanzipierten, die gleich ihren ausländischen Geschlechtsgenossinnen nach einer Beteiligung an Barlament und Gesetzgebung tiefen, zunächst nicht ernst. Man legte ihre Schuld der Sache nicht zur Last und betrachtete diese an sich als eine billige und gerechte. Da kam der Zolltariffampf, und man machte zum ersten Mal seine Erfahrungen. Die leitenden Damen der Bewegung ergriffent Partet und ägitiertent dlirch Zirkuläre und Reden ruf das Schärfste. Man ließ zwar auf den Briefföpfen die Etikette Allgemeiner Deutscher Frauenverein" fort, wirkte aber durch die Namen der Unterzeichnerinnen in genau dem gleichen Sinne. Alle warnenden Stimmen verhallten klanglos. Man wollte und wollte sich nicht davon überzeugen lassen, daß die Politik nicht nur den Charakter verderbe, sondern ruch der weiteren Wirksamkeit im Sinne der ethischen Forde tungen der Frattenbelegung erheblich schaden müßte. Seitdem hat die Sache Fortschritte gemacht; wie nach dem ersten politischen Betätigingsversuche vorauszusehen Dar: nach der verkehrtesten Seite. Diese Tage haben das bieder deutlich gezeigt. In Költ tagte nämlich der Alpemete deutsche Frauentag und in Hamburg resp. Altona er Verband fortschrittlicher Frauenvereine. Versuchte I had int allgemeinen in der Stadt des rheinischen karneval den guten Ton der alten Schule zu wahren and Themata allgemeineren und diskutierbaren Inlalts zu behandeln, so ging man in der Stadt der Fleeten Celch träftig aufs Ganze. Begnügte man sich in Köln dait, der klugen Frau von Forster zuzuhören, wenit sie mit norem Organe über die Erziehung des Hauses für das ziale Leben" sprach, oder die Geschäftstüchtigkeit von Frl. Site Saloinbn zu bewundern, die das Thema# Frauenhne" fachwissenschaftlich abhandelte und natürlich im Sinne ciner beträchtlichen und auch vollauf berechtigten Mehrfordermeng schlßließ man sich in Köln von der sehr nervösen Tran Breslauer aus Leipzig ihre Erfahrungen in der Rechtssustelle für Frauen erzählen, und ertrug man sogar, nur ter ganz leisen Einwänden der trefflichen Helene Lange, i ihre höchst einseitigen Beschwerden über die Unhöflichkeit der Cherichte an sich und die der Unterbeamten int besonderen, so verlangte und erhielt man in Hamburg eine nahrHlastere Kost. Da war zunächst der berühmte Vortrag von Chustava Heymann über die Prostitutionsfrage. Der Hamblutger Senat, dem offenbar nichts Gutes schwvante, hatte die Erörterung dieser Angelegenheit auf Hamburger Boden- his nur zu leicht begreiflichen Gründen verboten: So pilgerten denn die unentwegten Frauenrechtlerinnen nach lona, wo die preußische Behörde weniger Skrupel hatte.. ets lohnte sich wirklich kaum. Ein Blatt vor den Mund getommen hat die Dame zwar nicht; sie redete im Gegenteil in der schönsten Fraktur; aber was sie zu sagen hatte, war fohon recht alt, und das bischen Neue war meistens oberich und immer absurd. Sogar Herr Dr. Blaschko aus Berlin, ein Koalitionsschwärmer von schönster Reinkultur, har anderer Meinung als Frl. Heymann, und lich seiner 12 bergengang männliche Töne. Tea Hauptgegenstand der Hamburger Tagesordnung buite die Diskussion über die Mutterschaftsverfideung. Seit Laura Marholms beherzigenswertem 2. dentecum über das Recht, Mutter zu werden, haben sich die Damen der Frauenbewegung nämlich doch entschlossen, Liebe und Mutterschaft unter die zeitgemäßen GegenStd mit aufzunehmen. Also erhob denn Frl. Else Lüders ice Reihe von Forderungen. Sie verlangte besondere Smaßregeln für die Schwangeren und Wöchnerinnen, dortalt zwar, daß durch Reichsgewerbeordnung den Wöchnerien die Arbeit mindestens 8 Wochen nach der Entbindung und in gefährlicheren Industrien auch schon eine gewisse Zeit bt der Entbindung untersagt werde. Für den Ausfall an 2 aber müßte bei Wöchnerinnen, deren Einkommen resp. milieneinkommen unter 3000 M. beträgt, eine staatliche Watterschaftsversicherung eintreten, deren Organisation den deutschen Landesversicherungsanstalten anzugliedern wäre, und deren Kosten die Gesamtheit der Staatsbürger in Gestilt einer proportionellen Prämienzahlung zu tragen hätte. Gs ist zweifellos richtig, daß ein erhöhter Schuß für öchnerinnen geschaffen werden muß. Gerade unter den 15-30 mig Bemittelten herrscht großer Kinderreichtum, und Not und muner halten da dauernde Rast. Es muß unbedingt dafür gusorgt werden, daß diese beklagenswerten Mütter ihre schwere 3tunter erleichterten Lebensbedingungen durchmachen. Aber di Forderungen des Frl. Lüders gehen denn doch zu weit. d sie ist noch eine von den Gemäßigtesten. Der Verstand oht Ginem einfach still, wenn man erst hört, was die Adern dazu sagen. Frl. Dr. jur. Anita Augspurg, die ten ierte von Weimar, beispielsweise. Sie verlangt nicht mand nicht weniger als eine glatte staatliche Versorgung aller Mütter sechs Monate vor und ein Jahr nach der Geart des Kindes, Weil wir 250 Millionen für den ChinaFeldzug ausgegeben haben und Preußen allein denselben Betrag für Polen, glaubt sie darauf schließen zu dürfen, daß es kaum eine finanzielle Belastung gebe, die wir nicht tragen könnten. Ein Gemüt ist dieses streitbare Fräulein! Sie wünscht geradezu die Prämiierung der Mutterschaft, ein Verlangen, das Zola verzweifelt ähnlich sieht, der in „ Fécondité" auf denselben Tick hinausspielt. Selbst der Düsseldorfer Arbeitersekretär Erkelenz, wahrhaftig im Fordern fein Schwächling, war entsegt über solche Pläne. Man sieht, worauf es am Ende hinausläuft. Die treffliche Grundidee der Frauenbewegung wird durch exaltierte Damen bedauerlicherweise mehr und mehr verwischt, und die Agitation für unreife, halb oder ganz politische Utopien diskreditiert auch den an sich gewiß guten Kern der Sache. Man sollte das bedenken, ehe es zu spät ist und die ganze Bewegung auf schiefer Bahn unaufhaltsam abwärts rollt. Der Zar in Mürzsteg. V Wien, 30. September. Heute um 7 Uhr abends hat der Zar in den idyllischen obersteirischen Flecken Mürzsteg seinen Einzug gehalten und hat mit seinen kaiserlichen Gastfreund und Jagdgenossen in dem am Ufer der rauschenden und schäumenden Mürz belegenen schmucken Schlößchen Wohnung genommen, um in Berg und Wald dem fröhlichen Maidwerk obzuliegen. Der Herrscher aller Reußen hat Wien diesmal nur ganz flüchtig berührt. Vom Westbahnhof, wo er um 10%, Uhr vormittags mit großem Gefolge, darunter der Minister des Acitßerit, Graf Lambsdorff, eingetroffen war, fuhr er mit Kaiser Franz Josef direkt nach Schloß Schönbrunn, wo eine Galatafel stattfand, und schon um 2 Uhr folgte die Weiter reise nach dem steirischen Jagdrevier. Trotz der Kürze des Besuchs war Wien in nicht geringer Aufregung. Dafür sorgte vor allem schon das gewaltige Truppenaufgebot, das im Doppelspalier die Straßenflucht bis Schönbrunn umsäumte. Im ganzen waren 27 Bataillone, 10 Eskadrons, 2 reitende und 12 fahrende Batterieen ansgerückt. Die Absperrung wurde viel strenger durchgeführt ats bei der jüngsten Anwesenheit Kaiser Wilhelms. Gar viele aus der Menge sind wohl enttäuscht, ohne den Baren gesehen zu haben, nach Hause gegangen. Trotzdem jubelte alle Welt im tausendstimmigen Choris mit, als die beiden Kaiser, die sich auf dem Bahnhof herzlich mit Handschlag und Kuß begrüßt hatten, die Truppenreihen durchführen, vom Donner der Geschüße, die am Schmelzer Friedhof postiert waren, begleitet. Der Zar trug die Uniform seiner österreichischen Ulanen, der Kaiser Franz Josef die seines Herholmregin ents. Ant Ende der Schönbrunner Allee, bei der Gloriette, wurde ein donnernder Salut von 24 Schüssen der dort postierten Batterie gegeben und der glänzende Zug biegt in den Schloßhof ein. Oben in den prächtigen Sälen warten die Erzherzoginnen, um dem Zaren die Honneurs zu erweisen. Nach dem Galafrühstück fuhren die Monarchen, begleitet von Erzherzog Franz Ferdinand und den beiderseitigent Ministern des Aeußern, Graf Goluchowski und Graf Lambsdorff, direkt von Station Schönbrunn ab. In Mürzsteg hatten es sich die Bewohner des Tales, in dem Franz Josef seit langer Zeit alljährlich einige Tage dem Waidwerk zu widmen pflegt, nicht nehmen laſſen, ihren Kaiser und seinen Gast aufs herzlichste zu begrüßen. Triumphpforten waren zwischen der Jubiläumskirche und der Ortsschule und ebenso vor dem Hotel„ Zur Veitsch" errichtet, wo die Minister ihr Absteigequartier nahmen. Mit den beiden Kaisern zusammen wohnt Erzherzog Franz Ferdinand im Jagdschlößchen, dessen grünumsponnene Veranden zu traulicher Einkehr laden, wie auch die dem Eingangstore vorgesetzte, in alter tiroler Manier geferbte kleine hölzerne Halle mit den typischen zwei Ruhebänken. Das Innere st sehr einfach möbliert und ausgestattet. Fast sämtliche Gegenstände, Tische, Betten, Stühle, sind aus Wachholderholz hergestellt. In den Gängen und längs der einfachen, in das erste Stockwerk führenden Stiege sind Jagdtrophäen und Tierstücke angebracht. Ausgezeichnete Stiche, dann mehrere Aquarelle zeigen Partieen aus den verschiedenen ausgedehnten Jagdgebieten des Kaisers im Salzkammergut. In den für den Zaren bestimmten Appartements wurden nur wenige Neuanschaffungen genacht; die betreffenden Zimmer wurden neu tapeziert und mit dicken Teppichen versehen, sonst behielten sie aber jene vornehm wirkende Einfachheit, die alle Räume des Mürzsteger Jagdschlosses besigen. Die Jagden beginnen morgen früh. An den beiden ersten Tagen wird auf Gemsen, am dritten auf Hirsche gepürscht. Daß dem anscheinend nur freundschaftlichen Besuch des Zaren auch eine gewisse politische Bedeutung innewohnt, beweist allein schon der Umstand, daß ihn sein Minister des Aeußern begleitet, der im traulichen Gasthaus Zur Veitsch" beim Glase Wein mit seinem österreichischen Kollegen seine Ansichten über die Balkanfrage in der ungezwungensten Weise austauschen kann und wird. Die hauptstädtischen Blätter begrüßen den Zaren als Wahrer des Friedens und sprechen die Hoffnung aus, daß er gemeinsam mit Kaiser Franz Josef eine Lösung der mazedonischen Frage herbeiführen werde. Wie uns aus Nürnberg mitgeteilt wird, nahm der Zar bei seiner Durchreise nach Wien auf dem Bahnhofe die Vorstellung der Offiziere und Beamten seines Chevauleger- Regiments entgegen und verlieh dem Kommandeur, sowie mehreren Offizieren Ordensauszeichnungen. Die Politik. Wie es heißt, sollen die englisch- deutschen Handelsvertragsverhandlungen vollständig ins Stocken geraten sein, angeblich wegen der Unsicherheit der politischen Verhältnisse in England. Ein Freund von langfristigen Handelsverträgen ist der badische Staatsminister v. Brauer, der in Mannheim erklärt haben soll, daß er es im Interesse unseres wirtschaftlichen und politischen Lebens für wünschenswert halte, daß die nächsten Handelsverträge auf einen Zeitraum von etwa 20 Jahren abgeschlossen werden würden. In dem soeben erschienenen Heft von The Independent Review veröffentlicht Theodor Mommsen einen Artikel in deutscher und in englischer Sprache, der unter dem Titel " Ein Deutscher an die Engländer" den angeblichen Engländerhaß der Deutschen auf seinen Ursprung, d. h. also den Burenkrieg, zurückführt und der vollständigen Aussöhnung der beiden Völker das Wort redet, die näher verwandt seien und sich in jeder Beziehung innig verbunden fühlten. * In einer sozialdemokratischen Versammlung in Berlin hielt der Abg. Heine seine Privatabrechnung mit Bebel, den er„ Majestät Bebel" nannte und äußerst heftig angriff. Er stellte sein Mandat seinen Wählern zur Verfügung und erreichte damit ein allerdings stark umstrittenes Vertrauensvotum. An allen Enden zeigt sich wieder einmal das Gespenst des Massenstreiks. Zwar haben die oberitalienischen Eisenbahner, die den ganzen Verkehr brach legen wollten, im letten Moment angesichts der festen Haltung der Eisenbahnverwaltungen vorläufig von einem Generalſtreik_abgesehen. Aber in Budapest streifen hunderte von Kutschern und haben sich bereits zu groben Ausschreitungen gegen die Polizei hinreißen lassen, so daß sie mit blutigen Köpfen nach Hause geschickt werden mußten. In Berlin streiken die Omnibusfahrer, und der Mob bergreift sich bereits an Hab und Gut der Gesellschaften. In Fünfkirchen sind 1400 Maurer und Asphaltarbeiter ausständig. Gerade jetzt, wo der Winter naht, ist der Streif ein gefährliches Mittel im Lohnkampf. Eine neuerliche Begegnung König Carol von Rumänien mit Kaiser Franz Josef, und zwar auf der Rückreise des ersteren nach Bukarest, wird signalisiert. Unmittelbar nach dem Zarenbesuche würde diese Entrevue eine erhebliche Bedeutung haben. Kriegführen kostet auch heute noch Geld. Der Sultan von Marokko sucht eine neue englisch- französische Anleihe von 25 Millionen Franks aufzunehmen. Als Aequivalent offeriert er Zugeständnisse für Bahnbauten. + Die Blättermeldung von der Absicht des Papstes, demnächst die Klöster Monte Cassino und Cava dei Tirreni persönlich zu besuchen und damit mit der Tradition der vatikanischen Gefangenschaft zu brechen, wird von der Voce della Verita" dementiert. Ein Geseßentwurf, den die Regierung von Neuseeland vorgelegt hat, soll Deutschland und Amerika durch Ausschluß ihres Schiffsverkehrs von den Küsten Neuseelands dafür bestrafen, daß sie angeblich den Neuseeländer Handel zwischen Neuseeland und Honolulu, Samoa und den Philippinen ruinieren. Diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Bekanntmachung der neuen Ministerernennungen in England dürfte kaum vor nächster Woche erfolgen. n- zwischen heißt es, daß Balfour, der mit Milner eine 2½stündige Konferenz hatte, diesem ein neues Ministerportefeuille angeboten habe. Die neueren Meldungen zur Balkanfrage tragen fast ausschließlich diplomatischen Charakter. Da heißt es zunächst, daß Rußland gegenwärtig in Konstantinopel energisch zu einem Vertrag dränge, wodurch die Durchfahrt durch die Dardanellen freigegeben werde. Dann wird die Nachricht kolportiert, daß der serbische Geschäftsträger bei der Pforte dagegen protestiert habe, daß als serbisches Mitglied in der mazedonischen Kommission ein Grieche ernannt sei. Ob die plötzliche Berufung des Berliner türkischen Botschafters Tewfik Pascha zum Sultan besondere Bedeutung hat, wird sich erst zeigen müssen. Aus Bulgarien kommt die Nachricht von einer höchſt bemerkenswerten Aeußerung, die der Premierminister Petrow der mazedonischen Deputation gegenüber getan haben soll, daß nämlich im Regierungsprogramme an erster Stelle die Interessen Bulgariens, sodann erst diejenigen Mazedoniens ständen. Seltsamerweise beschäftigen sich in England besonders die kirchlichen Kreise in geradezu aufhehender Weise mit der Türkei, die der Tyrannei, der Raubgier und Mißwirtschaft beschuldigt wird. An der Spize dieser Heze stehen der Erzbischof von Canterbury und der Bischof von Worcester. Modern." Baum! MDCL tennen und die Liebe auf den ersten Blid ist nicht mehr Gooo? mein Lieber! Nun, ich fage Shnen, fie fannten fich, Wie unschuldig Sie plötzlich geworden find, ehe Sie ihn hatten oder vielmehr," fügte sie boshaft hinzu, Ste fich fennen lernten, und sie hatten ihren Roman, ehe meil Sie ihn nicht hatten! Stichtung, Die Die der andern der große Rammerhers inne hielt. er gleicht ihm ja Murenin? Der neben Olga Gleborstoi ist! Eine neue Ich habe keine Ahnung, wer auf ein Haar!" „ Der? Das ist ihr Vetter Dmitri nin Bruder von Tutu! Das war eine mehr als Aber natürlich, Gräfin Baby Baby war Alexander, der dreijährige Sohn ,, Ach, Bébé," und Darjas Patchen. die Gräfin mit languissanter Bebe ist lebhaft, so anstrengend id) babe Bébé heute gar nicht gesehen timme, die vor mir hinzusterben drohte, ich glaube, i unierem minister. Seute und die Geselligkeit bringt wahrhaftig, nein! betrachtet. in einem Man solchen stehend hinunter. stürzt Auf Londoner hatten werden Frühstücscafé ongelung beim als ontrebe sozusagen das Eisen ambae diesem ist eine Porter ausgeschänkt wird, am anderen einen Ende des Tisches befindet sich ein Hahn dener Sorten Braten, Käse u. f.. Chteit verschie Ende mir An dem wo das Hof und Gesellschaft. *** Ein Besuch des Kaisers in Stettin steht für Ausgang Oktober bevor. Der Kaiser gedenkt nach den bisherigen Dispositionen am 31. Oktober dort einzutreffen, um dem an diesem Tage auf der Werft des„ Vulkan" stattfindenden Stapellaufe des neuen Linien- Panzerschiffes beizuwohnen. Nach dem Stapellauf wird ein Frühstück eingenommen, dem später im Offizierkasino des Königsregiments ein Festessen folgt. Während der Tafel wird der Monarch dem Offizier torps ein von Professor Röchling gemaltes Bild überreichen. das die Erſtürmung des Kirchhofes von Planchenvil bei Waterloo am 18. Juni 1815 darstellt. *** Die Kaiserin ist zu einem mehrtägigen Besuch) bei dem Herzogspaare Friedrich Ferdinand zu SchleswigHolſtein- Glücksburg cingetroffen. ** Der Kronprinz weilt zur Zeit in dem herrlich gelegenen Dambachhaus im Bodetale zur Jagd. Er ist wie der Kaiser ein treffsicherer Kugelschüßze. Er benutzt auf seinen Jagdausflügen fast ausschließlich das deutsche Militärgewehr und streckt das Wild so waidgerecht, daß es mit seltenen Ausnahmen im Feuer zusammenbricht. Von den eingestellten Jagen und Treibjagden ist der Brinz nicht so erbaut wie von Pürschgängen und dem Jagen auf dem Anstand. *** Die kaiserlichen Prinzen August Wilhelm und Oskar, welche gegenwärtig die Prinzenschule in Plön besuchen, werden am 18. Oktober cr., dem Geburtstage des berewigten Kaisers Friedrich, in Berlin eingesegnet werden. Heer und flotte. Ueber beabsichtigte Heeresverstärkungen weiß eine Berliner parlamentarische Korrespondenz zu berichten. Die Erhöhung der Friedenspräsenzstärke werde sich auf etwa 10 000 Mann belaufen. Bei einzelnen Grenzregimentern in Ostpreußen und Lothringen sind dritte Bataillone vorgesehen, ferner 4 neue Maschinengewehrabteilungen, 6 bis 7 Esfadrons Jäger zu Pferde. Dazu kommt eine Verstärkung der Fußartillerie in einigen Grenzfesten. Einige Telegraphenbataillone sollen um je eine Kompagnie verstärkt werden. So gut wie gewiß sei die Umarbeitung der jetzigen Geschütze in Rohrrücklaufgeschüße. Die Gehaltsaufbesse rung der Oberstleutnants, Militärroßärzte und-Apotheker sei gewiß. Was an dieser Meldung wahres ist, läßt sich vorläufig nicht feststellen. Belgische Heereszustände. Ein eigentümliches Licht auf die Schlagfertigkeit der belgischen Armee wirft folgende faum glaubliche, aber verbürgte Meldung aus Brüssel. Ein für diese Woche angesagtes Manöver der dortigen Garnison mußte verschoben werden, weil wegen zu weitgehender Beurlaubungen fein Truppenteil auch nur annähernd ausreichend besetzt war. Die Blätter geißeln diesen elenden Zustand mit bitterer Satire. Erst am Abend des Tages wurde er bei Oberrad von einem Gendarmen angetroffen, dem er weinend erzählte, daß ihn Zigeuner soweit mitgeschleppt, ihn aber schließlich im Walde Lutten laufen lassen. Es wäre wirklich an der Zeit, mit der Zigeunerplage energisch aufzuräumen. Unser Kreuzerdienst auf der australischen Station hat nach einer halbjährigen Unterbrechung wieder begonnen. Seitdem der inzwischen heimgekehrte Kormoran" seine große 240tägige Rundreise durch das Schutz- und Interessengebiet der Südsee ausgeführt hatte, war kein deutscher Kreuzer in Ozeanien und Mikronesien erschienen; nur die Möwe" war, abgeschnitten vom Weltkabelnet, bis ins Karolinengebiet mit Vermessungen beschäftigt. Sie ist schon seit Anfang April ohne direkte Verbindung mit der Heimat, und die Ermordung des Engländers Howard und seiner Leute durch Eingeborene der Admiralitätsinseln harrt noch der Ahndung. Jezt unternimmt der neue Stationär, der Kreuzer„ Kondor", Korvettenkapitän Kirchhoff, von Sidney aus eine Kreuzfahrt an der Küste des Festlandes nach den Fidschi- Inseln und Samoa, um später nach Neuguinea und dem Bismarck- Archipel zu dampfen und die Kriegsflagge in dem unruhigen Gebiet zu zeigen. Aus dem Gerichtsfaal. ** Ein einfaches Mittel zur Wohnungs- Desinfektion zu erfahren, dürfte unseren Leserinnen beim Umzug willkommen sein. Nach umfangreichen Versuchen, die ein namhafter Hygienifer in letzter Zeit angestellt hat, bietet sich in der Sodalösung ein solches Mittel, wie man es praftischer und wirksamer kaum wünschen kann. Die gewöhnliche, im Haushalt bekannte und bewährte Sodalösung mußß jedoch sehr warm, ja heiß in Anwendung gebracht werden. alsdann genügt eine fünfprozentige Lösung völlig, um Diphtheriebazillen in einer Minute zu töten, und selbst die äußerst widerstandsfähigen Staphylokokken in einer Viertelstunde. Der Forscher hat Gebrauchsgegenstände, wie Kämme, Bürsten u. s. w., mit allerlei Bakterien, auch mit tuberkulösem Auswurf, start infiziert; und alle waren nach einer Behandlung mit fünfprozentiger 60 Grad heißer Sodalösung nach Verlauf von zwei Tagen abgetötet. Zum Reinigen der Fußböden, Türen und Fensterrahmen sowie der geölten Wände empfiehlt er eine zweiprozentige Sodalösung von 60 Grad Wärme, vermischt mit Schmierseife. Wichtig ist, daß die Lösung heiß ist, nur gering erwärmte Sodalösung wirkt nicht sehr, selbst wenn sie hochprozentig ist. Neben der leichten Handhabung dieser Desinfektionsflüssigkeit ist auch ihr geringer Preis von Wichtigkeit. § Das Urteil im Berliner Bestechungsprozeß Baganz und Genossen lautete gegen den Hauptangeklagten Baganz auf vier Jahre Zuchthaus und achtjährigen Ehrverlust. Frau Baganz erhielt sechs Monate Gefängnis( davon ein Monat durch die Untersuchungshaft verbüßt), Aufrecht 600 Mart Geldstrafe, eventuell 60 Tage Gefängnis, Puchmüller drei Monate Gefängnis, Eduard Sanden einen Monat Gefängnis zusätzlich, Hörmann vier Monate Gefängnis( davon zwei Monate verbüßt), Polzin 300 Mark Geldstrafe, eventuell 30 Tage Gefängnis. Justizrat Raezell wurde freigesprochen und Hörmann aus der Haft entlassen. § Zum Laurahütter Landfriedensbruch- Prozeß wird mitgeteilt, daß fünf weitere Personen, die an dem Aufruhr teilnahmen, darunter auch der Mann, der den Amtsvorsteher geschlagen hat, verhaftet sind. Alle fünf kommen in der neuen dritten Verhandlung vor das Schwurgericht. Beide Korfanty haben gegen das Urteil der Strafkammer Berufung eingelegt. Nab und fern. In Ungarn ist es gekommen, wie es kommen mußte. Graf Khnen hat im Abgeordnetenhause dem Verlangen der Mehrheit nachgegeben und eine Antwort auf die Aeußerungen des österreichischen Ministerpräsidenten v. Koerber erteilt. Diese Antwort ist nun der Mehrheit viel zu zahm gewesen. Auch die liberale Partei, die bisherige einzige Stüße Khuens, versagte, und so fam etwas wie ein überwältigendes Mißtrauensvotum heraus, das den Minister veranlaßte, dem Kaiser sofort telegraphisch seine Demission anzumelden. In den Kreisen der Regierung herrscht natürlich große Bestürzung. Lucacz soll einigen liberalen Abgeordneten erklärt haben:„ So kann man nicht regieren! Ihr werdet schon sehen, was die Antwort auf diesen Beschluß sein wird; ihr habt euch die Folgen selbst zuzuschreiben." Die Deutschen Südungarns gaben ihrer Kaisertreue wieder einmal beredten Ausdruck. Wie es heißt, ist unter ihnen eine Strömung im Zug, die jungen Leute zum freiwilligen Antritt des Militärdienstes zu bewegen. Graf Theodor Andrassy und Desidor Perczel haben den Vertretern Barabas' ihre Ankunft in Budapeſt mitgeteilt und sich zur ritterlichen Beilegung der bewußten Händel bereit erklärt. Denkmals- Enthüllungen. Die Enthüllung der in Rüstrin errichteten drei Hohenzollern- Denkmäler( Hans von Küstrin, großer Kurfürst und Friedrich der Große) ist nunmehr für Mitte Oftober( 15., 19. oder 20.) in Aussicht genommen. Der Kaiser hat seine Teilnahme an der Enthüllungsfeier in sichere Aussicht gestellt. Die definitive Festsekung des Termins ist der Bestimmung durch den Monarchen noch vorbehalten. Die Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen in Rheinsberg ist, endgiltiger Bestimmung zufolge, auf Sonntag, 11. Oktober, Mittags 12 Uhr, festgesetzt worden. Als Vertreter des Kaisers wird der Kronprinz dem feierlichen Akte beiwohnen. Panik auf einer Zahnradbahn. Die auf den Schwabenberg bei Budapest führende Zahnradbahn entgleiste infolge schlechter Wechselstellung in der Mitte des Berges. Die dichtgefüllten Waggons sprangen aus den Schienen und wurden arg beschädigt. Es entstand eine große Panik, da die Passagiere gleichzeitig gegen die Waggonausgänge stürmten. Doch waren erfreulicherweise nur einige leichtere Verlegungen zu beklagen. Von Zigeunern geraubt. Nachdem erst eben die fleine Else Kassel aus den Händen von Zigeunern befreit wurde, wird jetzt ein neuer Fall bekannt, daß eine herumziehende Zigeunerbande ein Kind mitzuschleppen versuchte. In Höchst verschwand spurlos der zehnjährige Sohn der Familie Gall. DO. Ein eierlegendes Sängetier soll jetzt im Londoner Zoologischen Garten zu sehen sein. Man nennt das in Australien vorkommende Tier, das wie ein stachlicher Ameisenfresser aussieht, Echidna, wie man jene fabelhaften Untiere benannt hat, die halb schöne Jungfrau, halb Schlange sein sollten. Die Echidna ist hoffentlich nicht mit der„ Ente" verwandt. Dagegen spricht allerdings, daß die Notiz sich in ernſten Blättern findet. Kunft und Wiffenfchaft. RD. Die Generalversammlung der deutschen Geschichtsund Altertumsvereine wird zur Zeit in Erfurt abgehalten. mm Unternehmen Blan in allen Sfein wird, ever ndet werden. Borche in einem Etwa 200 Mitglieder sind dazu in Erfurt eingetroffen. Der Anregung zu dem Im Namen des Verwaltungsausschusses sprach Regierungs. Bortrag halten. Geh. Archivrat Dr. Bailleu hielt die Begrüßungsansprache. präsident v. Dewitz. LT. Roseggers Dank an„ Altheidelberg". Für seine Gr. nennung zum Ehrendoktor gelegentlich des Heidelberger Universitätsjubiläums stattet Rosegger seinen Dank in einem längeren öffentlichen Schreiben ab. Er sagt darin u. a.: Altehrwürdige Hochschulen beginnen aus ihrer Abgeschlossen. heit hervorzutreten ins freie Leben und geistige Worte an zuerkennen, auch wenn diese außerhalb akademischer Kreise liegen. Die Heidelberger Promovierung so vieler Männer Zeichen für deutsches Geistesleben der Zukunft. gebildet werden, w be fich fton ein Grinberg warm f giprochen haben. Berlän Lehrer. Wie b Bummer zu berich mit dem Plane u Realschule soll zu aus allen geistigen Arbeitsgebieten ist ein bedeutsames brei auf vier Jah GZ. Professor Behrings Tuberkulosetheorie findet in sollten vorerft Wiener Klinikerkreisen lebhaften Widerspruch. Der be. werden, um bie Die Einweihungsfeierlichkeiten der Warnemünder Ostfee- Fähre, auf deren große Bedeutung unser gestriger Bericht von dort hinwies, verliefen programmgemäß. Unt 10 Uhr vormittags traf der Sonderzug mit den aus Schwerin kommenden Fürstlichkeiten, unter ihnen der Großherzog, Prinz Heinrich der Niederlande und Herzog Johann Albrecht in Warnemünde ein. Die Fürstlichkeiten und die übrigen Herrschaften, unter denen sich Minister Budde und Staatssekretär Kraette sowie Unterstaatssekretär Schultz befanden, begaben sich in die Warteräume des Bahnhofes, wo ein Imbiß eingenommen wurde. Inzwischen wurden die Wagen über das bewegliche Gleis in die große Fähre Friedrich Franz IV." übergeführt, welche am Mast die großherzogliche Standarte und am Bug den Danebrog führte. Um 10% Uhr setzte sich die Fähre unter den Klängen der Musik in Bewegung. Vom Ufer wurde Salut geschossen. Das überaus zahlreiche Publikum, welches die Mole besetzt hatte, begrüßte die Festteilnehmer beim Eintreffen des Zuges wie bei der Abfahrt mit lebhaften Hochrufen. Ein verwegener Raub wurde in Washington ausgeführt. Als der Zahlmeister einer Baufirma, der in Begleitung seines Buchhalters von einer Bank Gelder für Lohnzahlungen erhoben hatte, nach der Baustelle zurückgekehrt war, sprengten Räuber seinen Wagen mit Dynamit in die Luft rühmte Kinderarzt Professor Escherisch erklärt Behrings Be. hauptung, daß die künstliche Ernährung mit Kuhmilch eine unbedingte Gefahr einer Infektion zur Tuberkulose zur Folge habe, für nicht den klinischen Erfahrungen ent sprechend. Aehnliche Ansichten vertreten der Universitäts. professor Monti und der Spitaldirektor Unterholzner. Lokales. Gießen, 1. Oftober 1003. * Privattelegram m. Bei der heutigen Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: die Prämie von 100 000 Mt. und der Gewinn von 2000 Mt. auf Nr. 83 501( nach Alzey); 4 Prämien á 50 000 Mt. auf die Nr. 28 245, 41 538, 55 455, 78 487; 40 000 Mt. auf die Nr. 48 519; 8 Brämten á 25 000 Mt. auf die Nr. 15 043, 22 214, 35 953, 54 035, 58 952, 75 846, 81 966 und 84 379. + Verhaftete Mädchenhändlerin. Eine gefährliche internationale Mädchenhändlerin ist auf Betreiben des deutschen Nationalkomitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels von der Berliner Kriminalpolizei verhaftet. Die aus dem Rheinland Stammende erscheint dringend verdächtig, Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren ins Ausland verschleppt und einem unſittlichen Lebenswandel zugeführt zu haben. 14 400 Mart. Der Zahlmeister wurde getötet und der Buchhalter schwer verwundet. Die Zustände in einzelnen Teilen Ameritas sind in letzter Zeit überhaupt wieder recht unsicher geworden. Im Staat Montana wurden vier Dynamitattentate gegen Eisenbahnzüge ausgeübt, allerdings ohne bcsonderen Schaden anzurichten. Die unbekannten Urheber drohen mit weiteren Attentaten, falls die Eisenbahngesellschaft nicht 200 000 Marf an einem bestimmten einsamen Ort niederlegen lasse. ** Das Amtsblatt Großh. Ministeriums der Justiz Nr. 22. enthält ein Ausschreiben an sämtliche Justizbehörden betreffend die Grundsäße über die auf die bürgerlichen Behörden übergehende Vollstreckung militärgerichtlich erkannter Gesamtstrafen. - in Seffen Lehrerm * * Wenn auf den 1. Janua fallen, fo muß die tebenden Wirtes Bonzimmern un um zweiten Qua anderen Wohnung mittags 12 Uhr, folgenden Werktag Redakt = Der Zweiten Kammer der Stände ist ein Antrag der Abg. Hirschel und Köhler zugegangen mit folgendem Wortlaut: hohe zweite Rammer wolle beschließen, die Großherzogliche Regierung zu ersuchen, dem Landtage alsbald Vorlage zu machen wegen Erbauung einer Eisenbahn von Grünberg nach Lich. Eine Vorstellung des Landesrechner- Verbandes im Großherzogtum Heffen bittet unter Bezugnahme auf eine frühere Vorstellung um gefeßliche Regelung der Pensions-, Witwen- und Waisenversorgung der Gemeinde- Einnehmer usw.- Eine Vorstellung von pen sionierten Beamten, die wiederruflich angestellt waren und vor dem 9. August 1899 in den Ruhestand traten, betrifft die Ausbesserung ihrer Pensionsbezüge. Abg. Leun bat eine die Schulzeit an der Volksschule zu Leihgestern betreffende Anfrage gestellt. Türkische Justiz. Wie unter dem Halbmond Recht gesprochen wird, dafür ist der Fall einer deutschen Küchenvorsteherin in einem Konstantinopeler Hospital typisch, die von drei türkischen Soldaten überfallen, vergewaltigt, beraubt und halb totgeschlagen wurde. Der Untersuchungsrichter erklärte, daß die Köchin durch ihren leichtsinnigen Lebenswandel den Soldaten Veranlassung zu ihrem Vorgehen gegeben habe. Ganz abgesehen davon, daß es sich um eine gänzlich unbescholtene Person handelt, ist nicht abzusehen, weshalb der angeblich leichtfertige Lebenswandel der leberfallenen zu Raub und Mordversuch Anlaß gäbe. Aber in der Türkei sind fremdländische Frauen der Roheit der Soldateska eben wehrlos preisgegeben. Bunte Chronik. Der Wiener Professor Loren weist die Angriffe der amerikanischen Aerzte, die seine blutlosen GeIenfoperationen für gänzlich mißlungen erklärten, als gehässige Erfindungen zurück. Infolge eines heftigen Unwetters ist der SumammaFluß in Algier aus den Ufern getreten und hat mehrere Ortschaften überschwemmt. Zehn Eingeborene ertranken. Ein Teil des Eisenbahndammes wurde zerstört. + Versept wurde am 30. September d. J. der Oberförster der Oberförsterei Münster Forstmeister Ludwig Spieler zu Dieburg in gleicher Dienfteigenschaft in die Oberförsterei Friedberg. Sonn- oder Fefto die ersten Maitaf ift eine allbefannt Redaktion der keit zuteil geword Ein Mühlenbefizer mit dem Blatte, d dadurch Ausdruck, leben de Haun- Male schreibt, daß ihr w gezeigt worden bie des Mühlenbe a größten Teile unbefannt gewefen () Bersrod, heimr. Schmitt I der Kirche der Bro vinzialdirektor Tage das silberne hielt Detan Wag Ansprache an den Großh. Ober- Ro Jubilar für seine Ghent wurde not recht viel g Der Hauptlehrer Sonntagszeichnenfo Resultat der Ins Die Schule wird Alaffen von 2 Le den. Troßdem a chuß des Bezit ** Stadttheater Gießen. Der Freitag bringt Stobizers historisches Lustspiel Liselott", das bei der sorgfältigen Vorbereitung, die ihm hier zu Teil wird, wohl diefelbe Zugkraft ausüben dürfte, wie an allen größeren Bühnen, über die es gegangen. Liselott ist die historische Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte, die durch Heirath an den Hof des Sonnenkönigs verschlagen, dort durch ihre deutsche Derbheit und drollige Natürlichkeit einen amüsanten Aufruhr hervorruft. Frl. Margarate Hohl die in der Er-. öffnungsvorstellung den Prolog sprach hat die Titelrolle inne; sie darf Rollen dieses Genres geradezu als besondere Domäne betrachten. Diese Vorstellung ist die erste Freitags= abonnementsvorstellung. Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß die Inhaber von Abonnementsbillets nur das erste Billet ihrer Blocks abends vorzuzeigen haben und keine Tagesbillets einzutauschen brauchen. Die Direktion beabsichtigt auf den Sonntagsvorstellungen ein gewähltes Programm zu bieten, wovon Interessenten auf Sonntage abonnements gefälligst Kenntnis nehmen wollen. Gestern fand die Eröffnung der Neubaustrecke Laubach- Mücke statt, am 1. Oktober wurde die Bahn dem Betrieb übergeben, damit ist die Verbindung Friedberg- Hungen- Mücke hergestellt. Ein mit Guirlanden und Blumen geschmückter Zug eröffnte die Bahn und wurde auf allen Stationen von zahlreichen Zuschauern begrüßt. Zu den Eröffnungs- Feierlichkeiten waren u. a. Finanzminister Exz. Gnauth, der Graf Solms- Laubach, Provinzialdirektor Dr. Breidert, Herren von der Eisenbahndirektion Frankfurt und viele andere erschienen. Ein Festessen fand um 5 Uhr im Hotel Schüßenhof" in Laubach statt. * * Grünberg soll Luftkurort werden, ein Plan, der von langer Hand vorbereitet, einer Verwirklichung wert und wünschenswert wäre. Die gesunde, ozonreiche Lage Grünbergs ist zu einem solchen Unternehmen wie ge schaffen, die Schönheit der Umgebung, der Waldreichtum und noch manche andere Vorzüge, werden ihren Einfluß auf die große Zahl Erholungsbedürftiger die alljährlich den großen Städten entfliehen nicht verfehlen. Hat doch der Vogelsberg, seitdem er dem Verkehr erschlossen und noch immer mehr dem Verkehr erschlossen wird( Bahn Hungen- Laubach- Mücke, Bahn Lich- Grünberg) gar manchen auf seine Schönheit aufmerksam gemacht. Der Plan ist etwa folgender: auf der unteren Ziegelhütte eine Milchfuranstalt, auf dem Tannenkopf( Sißberg) ein mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattetes Hotel, über der Dickelsmühle( Emilienruh') eine Wasserkur- und Nervenheilanstalt, dazu die nötigen Anlagen, Spazierwege und ein fleiner Tierpark im Wäldchen nach dem Stadtpark zu. Das ist in großen Zügen der Umriß des Plans, der noch der Ausarbeitung harrt. Frankfurter Kapitalisten stehen + Homberg Andie Den Mitglie der Friedhof 1.Dttober, e Die Vorwi murden darüber, tag angefagten abgegeben hat Dann wir haber State- und Re hof der Eigent Frangelifchen ift temt, zumeist al na unseren fir tun nach ihr Ratholiten Gieß Dieses niemand ne durch gesetzwid bagegen ha Auch_unfer ttorium sch tt Gießen: Gine ja wolle Freiheit Streft Staatsg handlungen b beit der bet Bürgerlic gaben fid eidung fte gebenden tird maßgebend, eines Fried Ritten ergibt, inferer heffi Hierzu Besondere: verhinderte wird de entscheide Wir hatte unere vor mehr Lebhofsweihe Hept auch nicht ng" entgege ft. jen Geschichts art abgehalte Bungsanspra bem Unternehmen sympatisch gegenüber, sodaß, wenn mal bet Plan in allen Details vorhanden, auch das Geld dazu ba sein wird, eventuell soll eine Attiengesellschaft dazu gegründet werden. Herr Gustav Rohleder- Grünberg, der die erhöht werden mußte, erfuhr der Besuch der Zeichenschule doch keine Verminderung. Es ist dies einmal in der Einwirkung des Handwerkergesetzes zu suchen, zum andern aber auch darin, daß man sich über den Vorteil einer guten Ausmehr flar wird. | getroffen. Anregung zu dem Unternehmen gegeben, wird in nächster bildung im Zeichnen in unseren Handwerkerkreisen immer betrachtet werden könnte, wenn auch der Bausttel einen dh Regierung Bortrag halten. Wahrscheinlich wird alsdann ein Komitee Woche in einem größeren Saale über das Projekt einen Für seine Heidelber Dant in ein gt darin u Abgeschlo gebildet werden, welches die Angelegenheit weiter bearbeitet, ba sich ston eine ganze Anzahl angesehener Herren in Grünberg warm für die Verwirklichung des Projekts aus gesprochen haben. In den Keramischen Monatsheften" macht Architekt K. Dümmler darauf aufmerksam, daß die Architektur stets abhängig von der Zeitgeschichte ist, und daß es daher bei der jetzt herrschenden Zick- Zack- Politit nicht als Wunder Bid- Bad- Stil aufweise. Herr K. Dümmler schreibt:„ Die derzeitigen Buzzbauten, zu denen auch größere Bauausführungen der Reichshauptstadt Berlin gehören, zeigen aber, daß der Aufschwung welchen Deutschland etwa seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts genommen hat, überschritten ist, und das es wieder bergab geht. Dies zeigen die Deutschen, man braucht dazu nicht erst die Leitartikel der verschiedenen politischen Tageszeitungen zu lesen, in denen, von allen BarFriedberg, 30. Sept. Die Obstversteigerungen seitens der Stadt fanden verflossene Woche statt; die Preise waren sehr hoch, am Baum foftete der Doppelzentner Aepfel 15-16 Mt. Die Zuckerfabrik beginnt heute ihre Tätigfeit und blickt als eine der ältesten Buckerfabriken jetzt auf ** Verlängerung der Seminarzeit für ihr 20. Betriebsjahr zurück. Die Fabrik ist in den letzten ige Borte Lehrer. Wie die„ Deutsche Lehrerztg." in ihrer neuesten Jahren bedeutend vergrößert und mit Neueinrichtungen verDemischer Nummer zu berichten weiß, soll die hessische Schulbehörde sehen worden und verarbeitet täglich bis zu 12 000 8tr. teien zugegeben wird, daß Dentschland weder im Innern bieler Män mit dem Plane umgehen, die Seminarzeit für Lehrer von Zuckerrüben. Gegenwärtig ist die Rübenernte im Gang noch im Aeußern so dasteht, wie zur Mitte der siebziger ft. oric findet bedeutsam brei auf vier Jahre auszudehnen. Die Absolvierung einer Realschule soll zum Eintritt ins Seminar berechtigen. Doch Sollten vorerst die Präparanden- Anstalten beibehalten werden, um die Seminare zu füllen. Bekanntlich herrscht in Hessen Lehrermangel. ruch. Der t Behrings Kuhmilch Cuberkulose ahrungen terholzner. * * Wenn Umzugstermine bei Wohnungmteten auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli oder 1. Oktober Università fallen, so muß die Räumung der Wohnung seitens des abziehenden Wirtes 1) bei kleineren, d. h. aus höchstens 2 Wohnzimmern und Zubehör bestehend n Wohnungen bis zum zweiten Quartalstage, mittags 12 Uhr, 2) bei allen anderen Wohnungen spätestens am dritten Quartalstage, mittags 12 Uhr, beendigt sein. Fällt der 1. auf einen utigen Ziehm Sonn- oder Fefttag, so beginnt die Umzugsfrist am nächst. Oftober 100 Staatslotter Brämie bo Folgenden Werktage. ** Redaktions- Aale. Daß den Zeitungredaktionen Mt. auf die erſten Maifäfer und Schmetterlinge überbracht werden, ift eine allbefannte und auch gern regiſtrierte Tatsache. Der f. auf& 000 Mt. auf die 5846, 81% Redaktion der Hersf. 8tg." ist nun aber eine Aufmerksam feit zuteil geworden, die nicht zu den Alltäglichkeiten gehört. in Mühlenbefizer bei Nukirchen gab seiner Bufriedenheit mit dem Blatte, das er schon seit 33 Jahren abonniert hat, nisterium badurch Ausdruck, daß er der Redaktion zwei schöne frische nan sämtlich lebende Haun- ale schickte. Die Redaktion des Blattes über die schreibt, daß ihr wohl in diesem Frühjahr die erste Schnepfe Vollstreckun gezeigt worden wäre, aber eine solche Aufmerksamkeit, wie bie des Mühlenbesizers, ihr und jedenfalls auch dem weitaus größten Teile der deutschen Zeitungen seither doch ganz unbekannt gewesen sei. tände ist gent mit folge beschließen, h () Bersrod, 1. Oft. Der 72jährige Kirchendiener Landtage al Heinr. Schmitt I stand am Freitag 50 Jahre im Dienste einer Eises der Kirche der Kirchengemeinde Winnerod- Bergrod. Der ne Borstel Provinzialdirektor Dr. Breidert überreichte ihm an dem um Heffen bit Tage das silberne Kreuz des Verdienstordens. Am Sonntag um gefeli hielt Defan Wagner- Grünberg nach dem Gottesdienst eine aifenversorgun Ansprache an den Jubilar und verlaß ein Schreiben des lung von per Großh. Ober- Konsistoriums, worin das Konsistorium dem Ult waren un Jubilar für seine Gewiss nhaftigkeit und Treue dankt. Als traten, betri Geschenk wurde ihm eine Uhr überreicht. Möge sie ihm bg. Le un bo och recht viel glückliche Stunden schlagen. gestern b r d. J. br ifter Ludwig in die Ober Freitag bringt das bei der eil wird, wohl allen größeren die historische eirath an ben ihre deuts müfanten Auf Sie in der G die Titelroll als besonder erfte Freitag r Belegenbe Abonnement 68 vorzuzeinen Frauchen. Di rftellungen tereffenten auf men wollen. r Neubau ober wurde die e Verbinding it Guirlanden in und wurde lern begrift. inanzminifter Homberg ad. Ohm. Leßten Sonntag unterzog Herr Hauptlehrer Schindel aus Alsfeld unsere Handwerker Sonntagszeichnenschule einer eingehenden Besichtigung. Das Resultat der Inspektion war ein recht zufriedenstellendes. Die Schule wird eben von 52 Schülern besucht, die in 2 Klaffen von 2 Lehrern und 1 Hilfslehrer unterrichtet werden. Trotzdem am 1. April 1. Js. das Schulgeld auf Beschluß des Bezirksverbandes Gießen bedeutend gegen früher An die evangel. Gemeinde. Den Mitgliedern unserer Gemeinde bin ich noch vor der Friedhofsweihe am nächsten Sonntag, den 4. Oktober, eine Rechtfertigung und Erklärung schuldig. Die Vorwürfe, die mir von vielen Seiten gemacht murden darüber, daß ich nicht auf der für vorigen Sonntag angesagten Friedhofsweihe bestanden, sondern daß ich nach gegeben hätte, sind an sich allerdings sehr b.gründet. Denn wir haben als evangelische Gemeinde ein volles, durch Staats- und Reichsgesetz verbürgtes Recht, den neuen Friedhof, der Eigentum der Stadtgemeinde Gießen mit 22 000 Goangelischen ist und der als allgemeiner Begräbnisplat dient, zumeist also für die 22000 Evangeliſchen, zu weihen nach unseren firchlichen Lehren und Gebräuchen. Dasselbe utun nach ihren Lehren und Gebräuch n, steht den 2400 Katholiken Gießeng frei. Dieses Recht wollen und dürfen wir uns von niemand nehmen lassen. Es ist uns aber tatsächlich burch gesezwidrige Gewaltandrohung unterdrückt worden; und dagegen haben wir Beschwerde erhoben. Auch unsere oberste Kirchenbehörde, das Oberkon= amt Gießen: Inzialdirektor ist orium schreibt in diesem Sinn an das Großh. Kreison Frankfurt b um 5 Uhr werden, ein Berwirklichung be, ozoneid ehmen wi Waldreid ihren Einflu bie alljährli n. Sat dod erfchloffen und wird( Bah nberg) gar gemacht. Der Biegelbitte ein berg) ein mit Otel, über der und Nerven wege und ein Stadtpart su aliften frehen ng, ber noch „ Eine jede anerkannte Religionsgemeinschaft hat die volle Freiheit der Ausübung ihres Kultus, soweit nicht direkt Staatsgefeße entgegensteh n. Welche einzelne Kultushandlungen vorzunehmen sind, ist eine innere Angelegenheit der betreffenden Kirche; we der Staat noch bürgerliche Gemeinde und ihre Organe haben sich da einzumischen, sondern die Entscheidung steht einfach und ausschließlich bei den maßgebenden firchlichen Behörden, und wir, als hier zunächſt maßgebend, erklären: die kirchliche Einweihung eines Friedhofs gehört, wie sich dies auch aus unseren Aften ergibt, zu den herkömmlichen Kultushandlungen unserer hessischen evangelischen Landeskirche." Hierzu bemerkt Großh. Oberkonsistorium noch insbesondere:„ ob die durch Herrn Mecum am 10. Juli verhinderte Einweihung nachzuholen sein wird", darüber wird der Gesamtkirchenvorstand das entscheidende Wort zu sprechen haben" Wir hatten demnach als Kirchenvorstand volles Recht, unsere vor mehr als zwei Monaten gewaltsam verhinderte Friedhofsweihe endlich auf vorigen Sonntag anzusetzen. Dem Fleht auch nicht ein Wort in unserer Friedhofs ordnung" entgegen, wie man unrichtiger Weise gemeint hat; und sie kann als gut bezeichnet werden. Da die Rüben trocken gewachsen sind, ist der Zuckergehalt vorzüglich. Der Bentner tostet 0,90 mt. bis 1,05 Mt. A Marburg, 1. Okt. Der diesjährige 1. Oktober ist ein Tag von großer Bedeutung für unsere Stadt, denn ist sie auch noch keine Großstadt, so erhält sie wenigstens einen etwas großstädischen Anstrich. Heute wird nämlich die neue Pferdebahn und das Stadttheater eröffnet. Diese neuen Einrichtungen dienen zwei Zwecken zugleich der Kunst und dem Verkehr. * Hanau, 30 Sept. In dem benachbarten Ostheim geriet der 24 Jahre alte Landwirt Heinrich Schuffert mit einem Bein in das Getriebe der Dreschmaschinentrommel. Das Bein wurde unterhalb des Knies vollständig abgerissen. + Mainz, 28. Sept. Die Brotpreis- Ermäßigung von 5 Bfg. per 2 Kilo trat gestern in Kraft. ** Kassel, 30. Sept. Ein nervenkranker Offizier von hier, der in der Nervenheilanstalt zu Hebemünden untergegebracht war, entfernte sich in der vergangenen Nacht im hemb burch einen Sprung aus dem Fenster aus der Anstalt und ließ sich in der Nähe von Hedemünden von einem Zug überfahren. Der Leichnam war schrecklich verstümmelt. Litterarisches. *** Im Verlag von Emil Roth in Gießen er= schien soeben Justus von Liebig" sein Leben und Wirken. Auf Grund der besten und zuverlässigsten Quellen geschildert von Dr. Adolph Kohut( Preis br. 5 Mt) Der als Biograph und populär- wiſſenſchaftlicher Schriftsteller rühm: lichst befannte Verfasser schildert hier zum ersten Male auf Grund des gesamten gedruckten Materials, aber auch vieler neuer handschriftlicher Mitteilungen, das Leben und Wirken Justus von Liebigs, in erschöpfender, lichtvoller und volkstümlicher Weise. Wir lernen die ganze Lebenszeit des größten Chemikers des 19. Jahrhunderts sowie sein Wirken und Schaffen als Reformator auf den mannigfachsten Gebieten der Naturwissenschaften, Technik und Industrie tennen. Auch Liebig in seinen anziehenden menschlichen Eigenschaften, in feiner Tätigkeit als Professor in Gießen und München, Präsident der Akademie der Wissenschaften in München, als Forscher, Erfinder, Schriftsteller, als Redner, Patriot, Freund, Familienvater etc. wird hier eingehend geschildert. Im 4. Kapitel des Inhaltsverzeichnis sindet man Liebigs Berufung an die Universität Gießen seine anfänglichen Hemmnisse und Schwierigkeiten und das chemische Unterrichts- Laboratorium. Verzweiflungsschrei an den Kanzler Linde. Begräbnisplaß" denn diese sagt einfach der Friedhof dient als allgemeiner Wie dabei die einzelnen Konfessionen, auch vorher oder nachher, mit ihren firchlichen Gebräuchen es halten wollen, das ist Sache der Kirchen, auch der Leidtragenden, aber nicht der Stadt, deren Wohl dadurch nicht im geringsten gestört wird. Wir hatten damals bei Großh. Kreisamt und Ministerium des Innern in 4 Punkten Beschwerde erhoben wider Herrn Oberbürgermeister Mecum; wir hatten aber dabei nicht die Bitte ausgesprochen, uns die Friedhofsweihe zu erlauben; denn diese Erlaubnis bedurften wir nicht und bedürfen wir nicht. Nur um Schuß gegen etwaige neue Störungen der Weihe hatten wir Großh. Kreisamt gebeten. Trotzdem hielten wir es für richtig; vorerst mit dieser Weihe zu warten, bis eine Entscheidung über unsere Beschwerde getroffen worden sei. Dies zog sich aber allzulange hinaus; wir erfuhren, daß noch im Juli unsere Beschwerdeschrift an den Oberbürgermeister zum Bericht gegeben worden sei, später auch die Zuschrift des Obertonsistoriums. Dort auf der Bürgermeisterei liegt alles seit zwei Monaten, während man doch hätte erwarten dürfen, daß Herr Mecum, wie er ohne Stadtverordnetenversammlung sein Verbot und seine Gewaltandrohung sich erlaubt hatte, so auch ohne Stadtverordnetenversammlung seinen Bericht und seine Rechtfertigung schnellstens erledigen werde. Das Großh. Ministerium weiß amtlich heute noch nichts von unserer Beschwerde. Zudem ging die gute Jahreszeit zu Ende, im Oftober beginnen die Abendgottesdienste. Deshalb bestimmten wir die Friedhofsweihe auf Sonntag, 24. September. Als darauf Großh. Kreisamt, dem wir Anzeige hiervon machten, uns anheim gab, erst die Beschlußfassung der Stadtverordnetenversammlung abzuwarten, so blieben wir dennoch einstimmig bei unserer Anordnung und erließen die öffentliche Einladung. Denn wir wahren uns und unserer evangelischen Gemeinde aufs bestimmteste das Recht, daß wir mit unserer Weihe von keinerlei Beschluß der Stadtverordnetenversammlung oder des Kreisamts abhängig sind. Dieses Recht, das kein Vorrecht, feinen Eingriff in Anderer Rechte und Befugnisse in sich schließt, habe ich uns auch gewahrt bei meiner legten persönlichen Verhandlung mit Großh. Kreisamt, zu der ich nebst zwei anderen Herren am vorigen Samstag vormittag gebeten wurde. Dennoch willigte ich schließlich in die Verlegung der Weihe ein, als vom Großh. Kreisamt aus der Vermittlungs- Vorschlag gemacht wurde ich solle auf Abhaltung der Weihe am 27. September verzichten, und dafür solle Jahre des vorigen Jahrhunderts. Marktberichte. Gießen, 1. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fos eten Butter per Bfb. 1.00-1.05 Mt., Hühnereier 2 Stüd 14–16 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1 80 Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Pfg., Sammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. § Kirchhain, 29. Sept. Der heutige Rindviehma: ft war nur schwach befahren, da gleichzeitig in Gießen Viehmarkt stattfand, dagegen waren zum Schweinemarkt sehr viel Tiere aufgetrieben. Die Preise waren sehr mäßig und sanken gegen Ende des Marktes noch mehr. So wurden zum Beispiel 11 Stück Saugferkel für zusammen 33 Mt. verkauft, andere pro Stück nur 4 Mt. Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin lein. Har bas Botale, den Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermant Drud unb Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Mit sanfter Ueberredung sollte jede Hausfrau darauf hinwirken, daß namentlich der Gatte, der oft außer dem Hause gezwungen ist, für Magen und Nerven schädliche Getränke zu genießen, wenigstens daheim naturgemäß lebt und nur gesunde Speisen und Getränke zu sich nimmt. Sie sollte 3. B. unbeirrt jeden Tag immer und immer wieder Kathreiners Malz kaffee auf den Tisch bringen, anfangs eventuell nur als Zusat zum Bohnenfaffee, etwa im Mischungsverhältnisse von halb zu halb, dann allmählich zu immer größeren Quantitäten Malzkaffee übergehend, bis endlich dieses bekömmliche, mild und angenehm schmeckende Getränk in unvermischter und reiner Form allen Familienmitgliedern ausnahmslos ein unentbehrlicher Bestandteil des täglichen Frühstücks und Vesperbrotes geworden ist. Schlachthaus. Kuhfleisch 50 Pfs. Heute u. Morgen. alsbald öffentlich bekannt gemacht werden, daß die Friedhofsweihe auf genau acht Tage verschoben, daß sie bestimmt und sicher am Sonntag, den 4. Oktober d. Js., Nachmittags 4 Uhr, stattfinden werde. Die Art, wie das Kreisamt dieses versichert, und wie besonders auf mein Anfragen auch der Herr Provinzialdirektor persönlich diesen Vorschlag annahm, mußte mir als eine Versicherung auf Manneswort gelten. Hätte ich troßdem den Wunsch des Kreisamts zurückweisen wollen, dann hätten wir am 27. September die Weihe ohne Zustimmung dieser Behörde gehalten, was immerhin schmerzlich gewesen wäre, während wir für den 4. Oktober zum voraus die Versicherung erlangten, daß seitens des Kreisamts, und selbstverständlich auch seitens der Herrn, die zu jener Besprechung zugezogen worden waren, nichts der Vornahme unserer Friedhofsweihe entgegenstehe, uns demnach auch der Schuh der obersten Polizeigewalt gewiß sei. Ich wäre beim Beharren auf den 27. September doch auch als einer erschienen, der in das Wort der Herrn Kreisamts- Beamten Zweifel setzte, was ich jedenfalls vermeiden wollte. Da zudem der 4. Oktober auch noch als ein geeigneter Sonntag gelten konnte, so willigte ich in die Verschiebung ein. Ich hoffe, daß die Gemeinde nach diesen Darlegungen mein Nachgeben, das viel Befremden und Unwillen erregte, doch als wohl begründet beurteilen wird wie es auch der Kirchenvorstand tat. Wir wollen nun frohen, getrosten Sinnes der Friedhofsweihe am nächsten Sonntag den 4. Oktober entgehen sehen! Möge nur der Gott, der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, uns einen rechten Sonnensonntag schenken, wie der vorige es war. Für jeden Fall aber, auch unter Sturm und Regen, bitten wir um Gottes Segen zu der ernsten, von Todes- und Grabesluft umwehten Friedhofsweihe einer tief bewegten evangelischen Gemeinde! Zum Schluß noch eine furze Antwort für alle Evangelischen, die nach der Verschiebung unserer Friedhofsweihe gewünscht, beantragt, gefordert haben, daß zur Besprechung der ganzen Angelegenheit und zu einer allgemeinen Rundgebung noch in dieser Woche eine öffentliche Versammlung der evangelischen Bürgerschaft veranstaltet werde. Meine Antwort sei, in Uebereinstimmung mit Anderen, die Bitte, mit einer solchen Versammlung bis nach geschehener Einweihung des Friedhofs warten zu wollen. Dann soll, wenn es irgendwie wünschenswert oder nötig erscheint, vielleicht schon in nächster Woche, für Erfüllung der genannten Wünsche und Forderungen Sorge getragen werden. Gießen, den 1. Oftober 1903. 2543] Dr. Naumann, Pfarrer. Stadt- Theater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag, den 2. Oktober 1903. I. Freitag- Abonnement Vorstellung. Novität. Novität. Lieselott. Lustspiel in 4 Aufzügen von Heinrich Sto biter. Sonntag, den 4. Oftober 1903. Novität. I. Sonntag- Abonnements- Vorstellung. Novität. Der- blinde Passagier. Lustspiel in 3 Aften von Oskar Blumenthal und G. Kadelburg. Maschinenbauer- Gesangverein Giessen. Samstag, den 3. Oktbr. im Saale des Cafè Leib. Winterfest. bestehend aus Konzert, Theater, Gesangsvorträge Eintritt 1 Mt. und Tanz. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. ente frife Frankfurter Bratwürstchen Bratwürstchen in betannter Hente geräucherte à Paar 25, 30 und 35 Pfs. empfiehlt Dächste Ziebung am 15. Oktbr. cr. Frisch GEWAGT ist halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. mationsfrist. Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. - Im Erscheinen befindet sich:= Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Meyers 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karten. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Verweisungen. $ 148,000 Artikelu. Lexikon. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. 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Die durch den Wegzug des leer gewordene Wohnung Alicestraße 12 unterer Stod, 8 Zimmer mit allem Zubehör, ist sofort anderweitig zu vermieten. Anfragen wolle man richten an Herrn Pfarrer Enler, Al cestraße 13, oder an den Befiter des Hauses Herrn Adami. Gießen, Südanlage 19. Mansardenwohnung mit allem Zubehör zu vermieten. Vergebung von Bauarbeiten. Die für den Nohbau eines neuen Schulhauses, Herstellen von Einfriedigungen und Hofanlagen in Armerod erforderlichen Arbeiten nnd Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 13. Oktober 1. Js. nachmittags 3 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Annerod, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. schlagt: Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veran Erd und Maurerarbeiten zu 14735,96 Mt. Steinmeßarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Chaussierungsarbeiten Pflasterarbeiten Eisenlieferung Rieslieferung 11 " 5038,50 4661,30 2611,52 " " " " 443,65 " " 948,80 " " " 725,04 126,40 " " " 1 375,00 " " 1 720,00 " " 1669,61 " 70,00 " " Gießen, den 29. September 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Diehm, Baurat. Bekanntmachung. In Gemäßh it des Art. 23 des Volksschulges& und der Bestimmung Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangeleg nhe t n, vom 26. November 1901 bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbil ungsschule Montag, den 5. Oktober 1. J. im Stadtknaben. schulhaus an der Nordanlage beginnt und vom genannten Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen wurden, sowie die Schüler der Gymnasien, Realgym nasien, Oberrealschulen, Realschulen und höheren Bürgerschulen, welche nach Ablauf des achten Schuljahres austreten ohne mindestens ein Jahr lang der Obertertia angehört zu haben und sich hier aufhalten. Es haben sich einzufinden: Montag, den 5. Oktober, nachmittags 2 Uhr: alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die kaufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftseßer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure, Lithogrophen, Mechaniker, Maler, Lackierer, Frieseure, Metzger, Kellner, Auslaufer, Gärtner. 2 bis 5 Uhr und Donnerstags von 2 bis 4 Uhr statt. In dieser Gruppe findet der Unterricht Montags von Montag, den 5. Oktober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner, Glaser, Weißbinder und alle sonstigen Bauhandwerker. In dieser Gruppe findet der Unterricht Montags von 5 bis 7 Uhr und Donnerstags von 4 bis 7 Uhr statt. Dienstag, den 6. Oktober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Bäcker, Schneider, Schuhmachet, Sattler; Tapezierer, Wagner, Schmiede, Fabrikarbeiter und alle Gießen, Bruchstraße 12. übrigen Schulpflichtigen, deren Unterricht Dienstags Landgrafenstraße 3. von 5 bis 7 Uhr und Freitags von 4 tis 7 Uhr Mansarde, 3 schöne Zimmer- tattfindet. wohnung mit Küche und Zubehör an ruhiae Leute zu vermieten. Zimmer, unmöbl., an alleinstehende Person zu verm Gießen, Neuenweg 6, part. Möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Wolfengasse 27. Einfach möbl. Zimmer und ein leeres Mansardenzimmer billig zu vermieten. Gießen, Seltersweg 10. Parterre- Wohnung, Außerdem haben diejenigen Schüler der Nachbargemeinden, welche abends in ihren Himatsort zurückkehren, aber zum Besuche der hiesigen Fortbildungsschule angemeldet worden sind, sich Mittwoch, den 7. Oktober, nachmit tags 4 Uhr, im Stadtknabenschelhans einzufinden. Der Unterricht in dieser Klasse findet Mittwochs von 4 bis 6 Uhr und Samstags von 3 bis 6 Uhr statt. Unter Hinweis auf Art. 25 des Volksschulgesetes, wonach Lehrherrn, Dienstherrn und Arbeitgeber ihren Lehrfingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten sp Fortbildungsschule nötige Zeit bei Meidung polizeilicher allem Zubehör, Gartenanteil, so- wie die beteiligten Eltern, Vormünder u. s. w. den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig nis zu geben. wie Trockenboden, zu vermieten. Näh. Gießen, Neuenweg 28. Möbl. Zimmer Klavierbenutzung zu verm. Gießen, Kirchenplatz 9. Tücht. Schreinergeselle sofort gesucht. H. Vollmöller, mit Gießen, Großer Steinweg 10. I Gießen, den 28. September 1903. Für den Schulvorstand: KenntDie Giessener Verlagsdruckerei ( vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei: gegr. 1783) empfiehlt sich zur Herstellung sämtlicher Druckarbeiten für Handel und Industrie, für Bebörden und für den Privatbedarf in geschmackvoller Ausführung. Verlag der Giessener neueste Nachrichten, des Boten aus dem Obm- und Feldatbal, der Grünberger Zeitung und der Curnzeitung für den Gau Hessen. man achte genau auf die Hausnummer. Glessen, neuenweg 28. Mecum Oberbürgermeister. Hahn Reftor. Bekanntmachung. Betr. Die Bildung der Schöffengerichte und Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang und zwar von Freitag, den 2. bis einschließlich Freitag, den 9. Oktober d. J. auf dem Bürgermeisterei- Bureau- Zimmer Nr. 15 zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb jener Offenlegungsfrist fann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Ginsprache erhoben werden, Gießen, den 30. September 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 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