en uf. billig. in otheke. a. d. H 4 Uhr: en. Rad Mexikanern und u merit. Cowboys Onzertes 3 Uhr. 50 Mr, 1. Play, Stehplay 40 Pfg. , I. Play, Sizplay, b, Aubel, Selters 3, Neuenbauc. 00000 esec. ne irtschaft rung. ute Speisen. M., Wirt. Hug. cr. ONNEN! halb vom 8. April Bundesstaaten n besteh. aus it abwechs. 180000, 00, etc. etc. 0 Prozent des r! tlicher Beitrag 8 Tage Reklazu richten an: d No. 95. s- Bureau a. 8. Beschreibungen Beelchnungen, 30 Mark. Beste Referenzen, m Lager bie Expedition. Nr. 178, Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 fg., durch die Post bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 1. August 1903. Gießener 1. Jabrgang. Jusertionspret 8s Die einfpaltige Betitzeile für Gießen we ganz Oberhessen, die Kretse Weglar und Marburg 10 f fonit 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fs. Boftzeitungsliste No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanfchlak Mr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Vermischtes. A[ Die Kaiserin als Schüßenkönigin.] Von der Kai serin ist die bei dem diesjährigen Königsschießen der Schüßengilde zu Rosenberg auf sie entfallene Würde eines Schüßenfönigs angenommen worden; gleichzeitig hat die hohe Frau der Gilde zur Erinnerung eine silberne Medaille geſtiftet. [ Eine Reichskanzler- Ehrung eigener Art wird aus Obernigt in Schlesien gemeldet. Die benachbarte Ortschaft Goscienjewo hatte, um dem Reichskanzler ihre Verehrung und Achtung zu bezeigen, bei der Regierung den Antrag gestellt, ihren Ortsnamen in Bülowtal" umtaufen zu dürfen. Diesem Verlangen ist jetzt entsprochen worden. Die Tauffeier soll mit großer Festlichkeit vor sich gehen. [ Eine Abnahme des Littauertums] wird amtlich konstatiert. Dieser Rückgang hat sich im Verlaufe der letzten zehn Jahre eingestellt. Gegenwärtig werden zwar noch littauische Gottesdienste abgehalten, indessen sind sie meist sehr schwach besucht. Während früher die Besetzung einzelner Predigerstellen im Littauischen von der Kenntnis der littauischen Sprache abhängig gemacht wurde, ist die Beherrschung dieser Sprache nicht mehr erforderlich. Littauischer KonfirmandenUnterricht wird nirgend mehr erteilt, littauische Einsegnungen finden nicht mehr statt. [ Ein sinngemäßer Druckfehler] findet sich nach der Zeitschrift für den deutschen Unterricht in einem kürzlich herausgegebenen Werk über katholisches Cherecht von Professor Englmann. Dort präsentiert sich auf Seite 178 das geflügelte Wort aus Schillers Glocke:„ Drum prüfe, wer sich ewig bindet" in der dem Stoff des Werkes noch traulicher angepaßten Fassung:„ Drum prüfe, wer sich ehe= I ich bindet!" *[ Die zartfühlende Polizei.] Im Amtsanzeiger der Stadt Bern" erklärt die löbliche Polizeidirektion der eidgenössischen Bundeshauptstadt den Hahnenschrei in den frühen Morgenstunden als lästige Ruhestörung", gegen elche die Polizei einzuschreiten habe. Man merkt, daß Bern ine schweizerische Beamtenstadt ist. - [ Teure Sparsamkeit.] Eine kleine Anekdote, die den Gegnern der Sparsamkeit Vergnügen bereiten muß, erzählt Biriou in der„ Revue Hebdomadaire". Ritt und Larochelle waren Drektoren des Pariser Theaters Porte- Saint- Martin, als„ Die Reise um die Welt" von Adolphe d'Ennery in Szene gesetzt wurde. Für die Aufführung brauchte man auch einen Elefanten. Als sparsamer Mensch und Direktor mar Larochelle der Ansicht, daß man sich ganz aut mit einem Elefanten aus Pappe behelfen konnte. Aber Ritt hatte inzwischen einen lebendigen Elefanten entdeckt, den er engagierte. Er war nicht sehr teuer: bekam er doch nur 60 Francs für den Abend. Sie sollten ihn kaufen", meinte d'Ennery. Larochelle hob die Arme zum Himmel und schrie voll Entrüstung:„ Sie wollen mich wohl ruinieren! Wissen Sie denn, daß man 8000 Francs für das Tier fordert?"" Unglücklicherweise" war die„ Reise um die Welt" ein großer Erfolg, und erlebte so 600 und einige Aufführungen hintereinander. So daß das Engagement des Elephanten 36 000 Francs kostete! [ Wie sich Vanderbilt Juwelen verschafft.] Der ameri kanische Milliardär Vanderbilt, der kürzlich mit seiner Jacht in Petersburg weilte, hat bei den Petersburger Juwelieren ein wenig gutes Andenken hinterlassen. Er sprach, so erzählen die Nowosti", in verschiedenen Juwelierläden vor und bestellte sich eine große Auswahl von Juwelen auf seine Jacht. Die Bestellung wurde sofort ausgeführt, und die Petersburger Juweliere schienen den Geschmack der Vanderbiltschen Damen getroffen zu haben, denn während eines Frühstücks auf der Jacht konnten die Damen im Schmuck der Petersburger Juwelen bewundert werden. Als die Juweliere das erfuhren, rieben sie sich vergnügt die Hände, in der festen Annahme, daß die auf die Jacht geschickten Gegenstände auch gekauft worden seien. Wie groß war jedoch ihr Erstaunen, als Herr Vanderbilt am Lage seiner Abreise alle Schmucksachen, die er längere Zeit bei sich behalten hatte, zurückschickte, ohne auch nur einen Gegenstand gekauft zu haben. =[ Die„ Vergnügungs"-Reise.] Fatale Reiseerlebnisse hat ein Regler aus Tilsit gehabt, der mit seinem Klub eine Vergnügungsreise nach Memel machte. Nachdem die Klubmitglieder in der Ostsee ein Bad genommen hatten, wurde unser Kegelschütze merkwürdig still; er öffnete den Mund überhaupt nicht mehr. Schließlich stellte sich heraus, daß die Wellen beim Tauchen in der Ostsee sein falsches Gebiß verschluckt hatten. Nun ging es nach dem Leuchtturm, auf dessen Zinne ein heftiger Wind wehte. Als man wieder unten war, hatte der„ Stumme" seinen Strohhut oben vergessen. Demi Leuchtturmwächter wurde zugerufen, den Strohhut herunterzuwerfen, was dieser mit dem Erfolg ausführte, daß der Hut durch den Wind in die See getrieben wurde und in der Richtung nach Schweden absegelte. Zähne und Kopfbedeckung war der Kegler los. Im nächsten Gasthause wurde Rast gemacht, und da die Kegler beschlossen, den Weg von Försterei nach Memel zu Fuß zurückzulegen, schenkte der Stumme dem Kellner seine Rückfahrkarte MemelFörsterei. In Memel angefommen, machte der Bechvogel die 0000000000 Grosser Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober berlege ich mein Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Meggermeister Kreuder. Bis dahin verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu bedeutend herabgesetzten Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. Gießen. Marktplatz. 0000000000000 = Gelegenheitskauf.= Wegen vorgerückter Saison gebe den Restbestand meines Lagers in Brennabor- Rädern und gebrauchten Rädern zu bedeutend ermäßigten Preisen ab. Fr. Leo Nachf.( C. Herber) Gießen. - Seltersweg 58. Entdeckung, daß er die Rückfahrkarten verwechselt und dem Kellner seine Rückfahrkarte Tilsit- Memel gegeben hatte. Auf der Rückfahrt nach Tilsit war dem Unglücksınann das Schicksal ebenfalls nicht hold. Er verspürte heftige Zahnschmerzen, trotzdem seine" Zähne auf dem kühlen Grunde der Ostsee lagen. Bei der Strandpromenade ohne Hut hatte er sich eine tüchtige Erkältung zugezogen. Beim Hinausspringen aus dem Zuge verstauchte sich der Aermste noch einen Fuß. Infolge seiner Heldentaten hat ihn der Kegelklub zum Ehrenmitglied ernannt, was ihm einigen Trost brachte. Artisten- Humor. Eine Reihe eigenartiger Inserate von Brettl- Größen hat die Intern. Artisten- Zeitung" zusanımengestellt. 3. V.:„ Baronin von Ehrenbreitenſtein, hochelegante Salon- Soubrette im vornehmsten Genre. Ständige Adresse: Mulackstraße Sb bei Witwe Knubbe, 2. Hof, Seitenflügel, 4 Treppen links." Oder:„ Statt jeder besonderen Meldung! Anderer Umstände halber kann ich mit meiner schwebenden Jungfrau in den nächsten Monaten feine Engagements annehmen. Hochachtungsvoll Julius Glutherz, Impresario." Vor etwa zwei Jahren erregte das Inserat eines Afrobaten etwas ängstliches Aussehen. Es ent. hielt die energische Mahnung:„ Wer mir meine Triks kopiert, dem schlage ich die Knochen im Leibe entzwei!" In einem Jachblatt der Schausteller war unter„ Stellengesuche" fol. gendes zu lesen: Suche Stellung als Dame ohne Unterleib. Sofort frei. Vein Sohn. 16 Jahre alt, fann als Zettelver. teiler mit tätig sein. Witwe Schulze. Adr.: Die Exped." Ein Gemütsmensch war offenbar der Urheber folgender Anzeige: Junge Dame von jeelenvollem Wesen, welche mufifalisch ist, akrobatische Vorbildung befitt und sich nach acHeiteres. Sch were Aufgabe. Gemeindediener: Na, hat denn dein Vater sein' Namen noch immer net unter die Listen geschrieben?- Hansl: Ja, da müssen's schon noch a bisserl warten jetzt schreibt er ihn grad' ins Unreine. - Dienstwillig. Wirt: Hast du den Herrn auf Nr. 38 um Fünf geweckt?- Hausknecht: Der war nei zum Derwecken, da hab i halt den auf 39 aufg'weckt, damit i's möglichste tu'. - Gewissenhaft! Werden gnädige Frau dieses Jahr wieder die blaue Grotte besuchen? Nein, wir kön nen leider nur nach dem Schwarzwald, einer Familientrauer wegen. - rats? Zerstreut. Was gab's gestern bei KommerzienJunge Gänse... Ach, gehen Sie, ich meine, mas es zu essen gab? Viel Zeit und Mühe erspart sich die Hausfrau mit MAGGI'S SUPPEN in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller Suppe. MAGGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS Suppo The 10 Angelegentlichst empfohlen von Carl Eichmann, Giessen, Ederstr. 1, Eeke Nord anlage. Prima Kartoffel Städtische Pflichtfeuerwehr. Speise n. Salatkartoffel 1 Mark. 50 Kilo 4,50 Mark J. Hankel Schloßgake - Gießen. Zöpfe, Scheitel, Frifets, Toupe werden naturgetreu angefertigt und aufgearbeitet. Donnerstag, 1. August, abends 812 Uhr im Turmhaus am Brand Uebung der 3. und 4. Rotte. Gießen, am 1. August 1903. 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[ Der mensurfrohe Professor.] Beim Stiftungsfeste eines Korps, dessen Philister er ist, hielt der Geschichtsprosessor an der Münchener technischen Hochschule Graf Dumoulin Ecart folgende Rede: In dem Augenblicke, in dem es feine Studenten mehr gibt, die den Speer( Schläger) schwin gen, verzichte ich auf das Lehramt." Weiter sagte er:„ Wahrhaftig, eine Schmarré ist oft mehr wert, als eine alte Scharteke. Manch geschwänztes Kolleg ist besser angewendet, als ein geschwänzter Fechtboden."- Diese Lehre werden sich die flotten Musensöhne nur zu gern zu Herzen nehmen. [ Der Ortsgendarm als Theaterkapelle.] In einem kleinen thüringischen Marktstecken gastiert zur Zeit eine herumziehende Theatertruppe, deren Komiker zu seiner Benefizvorstellung für das p. t. Publikum eine ganz besondere Lochspeise erdacht hat. Der Theaterzettel teilt mit:„ Aus Gefälligteit für den Benefizianten wird der Herr Orts. gendarm in den Zwischenatten einige Vorträge auf der Zich. Harmonita in Uniform zum besten geben!" Wer könnte solcher Lockung widerstehen! [ Eine originelle Lehrerwahl] hat in Arzier, einem fleinen schweizerischen Dorf, stattgefunden. Früher war es wohl Brauch, daß eine Kommission eine strengere Prüfung der Kandidaten vornahm, jetzt ist man davon abgekommen, man hält das Lehrpatent für einen genügenden Fähigkeits. ausweis. Da aber, wenn nur ein Lehrer zu wählen ist und viele sich um den Posten bewerben, eine Auswahl getroffen werden muß, verfielen die Gemeindebehörden von Arzier auf einen eigenartigen Ausweg. Die Herren Kandidaten wurden auf einen Samstagabend zu einem Essen geladen. Sie sammelten sich um eine wohlgedeckte, mit Getränken stärkerer Sorten reichdotierte Tafel, und die Prüfung begann. Die Herren Eyaminanden gaben sich ihr mit so viel Eifer und Behagen hin wie die Herren Graminatoren. Die Kandidaten wetteiferten in liebenswürdigen Darbietungen, deklamierten, trugen Lieder vor und hielten Reden, und als jeder solcherweise Proben seiner Begabung und seiner Fähigkeiten abgelegt hatte, und als die Herren Gemeinderäte und Kommissionsmitglieder hinreichend erleuchtet waren, ward zur Wahl geschritten. Sie fiel auf Herrn Dutoit, einen der jüngsten Bewerber. Voller guter Laune gab der Gemeindepräsident den tafelnden Kandidaten Kenntnis von der Wahl, darauf wurde jedem der Nichtgewählten als Reiseentschädigung ein blankes neues Goldstück in die Hand gedrückt und - das Fest ward fortgesetzt... [ Ein freundlicher Warner.] Die„ Lauschaer Zeitung" enthielt kürzlich folgende Anzeige:„ Ich warne hiemit jeden, der Lust zum Heiraten hat, sich eine solche Schwiegermutter anzuschaffen, wie ich eine habe, da kann man Geld los werden."( Folgt Unterschrift.) Die Schwiegermutter muß übrigens noch gar nicht einmal so schlimm sein. Wo nähme sonst ihr Schwiegersohn den Mut her, sie öffentlich anzugreifen? [ Eine praktische Schülerfahrt] machen gegenwärtig Schüler von der Realschule zu Basel. Sie durchwandern, 150 Mann start, während 14 Tage den Jura. Sie führen zwei Wagen mit sich, einen für das Gepäck und den anderen für Proviant und Küche. Alles ist auf militärischem Fuß eingerichtet. Die junge Mannschaft schläft auf Stroh, und als Essen wird geboten: morgens Schokolade oder Kaffee mit Brot, mittaas: Subve, Fleisch und Gemüſe. Kein alfoVerdingung. Für die Feldbereinigung Gießen, rechts der Lahn, sollen die nachverzeichneten Arbeiten und Lieferholisches Getränk. Die Kosten der Reise sind auf 36 Frrs. für jeden Teilnehmer berechnet. [ Die Röntgenstrahlen im Dienst der Schuhmacherei.] Auf der Dresdener Städteausstellung ist von der Fachklasse für Schuhmacher der städtischen Fortbildungsschule zu Sottbus eine eigenartige Sammlung von Röntgenphotographien ausgestellt. Da sieht man zunächst die normale Rage aller einzelnen Fußknochen am bloßen Fuße, kann bercits deren durch einen dünnen Strumpf bewirkte leichte Zusammenpressung deutlich wahrnehmen, sieht das Fortschreiten des Druckes bei einem normal passenden Stiefel und endlich die völlig veränderte unnatürliche Lage aller Zehen in zu engem Schuhwert. Das Ganze spricht eine sehr beredte Sprache, aber ob dadurch gegen die menschliche Eitelfeit mit Erfolg anzufämpfen sein wird? [ Gin amerikanisierter Chinese.] Herr Wu- Ting- Tang, der frühere Gesandte Chinas in Washington, der im vorigen Jahre abberufen wurde, um, wie man damals allgemein glaubte, einen weit wichtigeren Posten im Dienste seiner Regierung zu erhalten, scheint infolge seiner„ Amerikanisierung" vollständig in Ungnade gefallen zu sein. In einem an das Ver. Staaten- Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten gerichteten Bericht teilt Herr Conger, Amerikas Gesandter in Peking, mit, daß Wu jüngst zum zweiten Gehilfen im„ Korps“ der Untersekretäre ernannt wurde. Das ist natürlich eine„ Beförderung nach unten", und um das Mitleid abzuschwächen, das Wus amerikanische Freunde bei dieser Nachricht empfinden müssen, fügt Conger rasch erklärend hinzu:„ Die Stellung hat allerdings verzweifelte Aehnlichkeit mit dem Amt eines Tintenflecksers; aber der chinesische Minister der auswärtigen Angelegenheiten kann bei passender Gelegenheit von Wus Erfahrungen in Auslandssachen großen Nußen erzielen."- Wer weiß aber, wann diese Gelegenheit kommt! A[ Leo XIII. und Kardinal Jacobini.] Ein römisches Blatt teilt eine hübsche Anekdote mit, wie der verstorbene Papst dem bei ihm in hohem Ansehen stehenden Kardinal Jacobini auf seine Weise eine Lehre erteilte. Jacobini hatie eine schwache Seite, und das waren seine Perrücken, mit denen er die völlige Kahlheit seines Kopfes verdeckte. Die erste dieser rotblonden Kunstwerfe trug der Kardinal am Anfange eines jeden Monats; dann folgte später die zweite, deren Haar einige Centimeter länger war, und am Ende des Monats hatte der Kardinal mit der dritten Perrücke einen so üppigen Haarwuchs erlangt, daß es notwendig schien, den Friseur rufen zu lassen. Am folgenden Tage wurde dann mit dem neuen Monate wieder die erste Perrücke in Gebrauch genommen, so daß es den Anschein hatte, als ob sich Se. Eminenz hätte das Haar schneiden lassen. So ging es viele Jahre hindurch. Dem feinen Beobachter Leo XIII. war das gerade nicht angenehm, er konnte aber dem sonst sehr tüchtigen Würdenträger gegenüber wegen dieser kleinen Sünde feine Bemerkung machen. Allein es bot sich eines Tages doch hierzu günstige Gelegenheit. Als nämlich Jacobini sich am Schlusse einer Audienz vom Papste verabschiedete. nachdem er ihn wegen seines frischen, jugendlichen Aussehens beglückwünscht hatte, sprach Papst Leo XIII. mit feinen Lächeln, indem er ihm die Hand zum Kusse überließ:„ Eminenz, es ist Zeit, grau zu werden!" Kohlen Brennholz bon ben beften Zechen, ungen im Wege schriftlichen Angebotes öffentlich ver- ukkohlen, Anthracit, geben werden und zwar: 1. Grabenarbeiten 2. Chauffierungsarbeiten 3. Fuhrleistungen 4. Liefern v. Cementröhren beranschl. zu 1050 Mark " " 1 " 25 130 69 " 13,60", " 5. Verlegen d. Cementröhren Voranschläge und Bedingungen l'egen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen. Die Offerten sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dienstag, den 4. Auguft, vorm. 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 27. Juli 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. J. V.: Wallet. Verdingung für Wasserleitungsarbeiten. prima rheinische Briketts und Boks ja ben billigsten Preisen. Prima Tannen- Brennholz pro Centner geschnitten Mt. 1.20 1.80 DO gehadt liefert ( Tannen Abfallholz) liefert für 1.15 Mt. pro Str. frei and Haus. B. Nuhn, Lollar. Hilfe Bambur, Fichteftr. 33. * g. Blu stock. Timermann Zu vermieten: Wohn. iebes Duantum fret ans Saus Kleiner Laden mit ob And. Euler. Eine gut erhaltene fast neue Gießen. zu vermieten. Das Beste aus den Wikblättern. Gemütlich. Herr ( im Keller zu dem neuen Diener):" In diesem Korbe sind teuere, medizinische Weine, Johann; was ich damit sagen will, fönnen Sie sich denken!"- Diener:" Selbstverständ lich, die trinken wir nur, wenn wir frank sind!" Angenehmes Kraut. Sie haben als Spezialität eine Töff- Töff- Cigarre was ist das für eine Qualität?" - ,, Wenn die auf dem Automobil geraucht wird, merkt man nichts mehr von dem Benzingeruch!" Deutscher Sport. Sie lernen englisch? Wollen Sie nach England reisen?"-" nein- nur in Deutschland Tennis spielen!" -Fortschritt. Bauer: Ja ja, i' bin recht z'frieden! Heuer fann i' mir schon zwei Küh', drei Geißen und ein paar Schwein' halten, und' s nächst' Jahr tu' i' Sommerfrischler auch noch her!" ( Fl. Bl.) Aus dem Gerichtsfaal. §. Der Zusammenstoß des Kreuzers Freya" mit dem Tender„ Brummer" am 15. November 1902 trug gestern vor dem Oberkriegsgericht in Kiel dem Kapitän 3. S. Ja cobsen drei Tage Kammerarrest ein. Jacobsen war in erster Instanz freigesprochen worden, das Reichsmilitärgericht hatte das Urteil aber wieder ausgehoben. § Wegen Soldatenmis handlungen in 366 Fällen wurde der Unteroffizier Dunkel vom Infanterieregiment Nr. 17 in Mörchingen zu 2½ Jahren Gefängnis und Degradation verurteilt. Zur Anklage standen, wie erinnerlich, nicht meniger als 568 Fälle. Im Zusammenhang mit dieser Affäre erhielt Leutnant Stahl eine Woche Stubenarrest, weil er dienstliche Meldungen unterlassen hatte. Leutnant Schrader vom 27. Infanterieregiment in Halberstadt wurde wegen Mißhandlung und wiederholter Nichtbefolgung von Dienstvorschriften, wodurch das Leben Untergebener gefährdet war, zu zwei Monaten Festung, ein Unteroffizier desselben Regiments wegen Mißhandlung Untergebener zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. In Braunschweig wurde der Sergeant Warnecke wegen Mißhandling Untergebener und Meineids zu 5 Jahren Gefängnis und Entfernung aus dem Heere verurteilt. § Ein netter Arzt muß der Dr. Braun aus dem hessischen Orte Herbstein sein. Er wurde wegen grober Fahrlässigfeit bei einer Entbindung zu 300 Mart Geldstrafe und 80 Mark Buße an die Verletzte verurteilt. Ein Begutachter erklärte, zu seinem Bedauern müsse er sagen, daß ihm ein Landarzt wie der Angeklagte, der das einfache AVC der geburtshilflichen Kunst, über welches jede Hebamme verfüge, nicht kenne und auch nicht anwende, in seiner langjährigen Praxis noch nicht vorgekommen sei. § Massendiebstähle in österreichischen Schnellzügen bilden den Gegenstand eines Riesenprozesses, der demnächst in Krakau zur Verhandlung kommen wird. Nicht weniger als 14 Eisenbahnkondukteure sind des Diebstahls von Juwelen und Wertpapieren angeklagt. 220 Beugen aus Desterreich, Deutschland und Rußland sind dazu geladen. Gegen die Verwaltung der Bahn schweben zahlreiche Civilprozesse seitens der Geschädigten. Herbst- Pferde- Markt zu Gießen. AusAm Montag, den 14. September 1903 Näh. Neuenweg 28. findet im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung chöne Mansardenwohnung auf dem Trieb an der Grünbergerstraße Pferdemarkt Gießen. Schüßenstraße 15 I. statt. Die für die Ausstellung errichteten Stallungen stehen auch für den Pferdemarkt zu Verfügung. Kleine Wohnunggade funft hierüber erteilt Herr Hof ohnkusscher Huhn, alsbald zu vermieten Brandplag 15. über sonstige Marktangelegenheiten Herr Weinhändler Kleine Wohnung an rub. Leute August Schwan, dahier. Zimmerlente! pr. 15. Juni zu vermieten. eiserne Wendeltreppe zu verkaufen. Näheres Grünbergerstraße 24 parterre Gießen. 15-20 tüchtige Zimmergesellen merden noch gesucht für den Neubau der Vet. med. Inst. in Gießen. Eintritt vom 10. Aug. ab. Zimmerplatz auf der Baustelle 3. Hoffmann, Zimmermeister Atzbach Tücht. Schlossergesellen mit Näh. 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