, daß es fich um der Stelle hin, welche fich den en. Sie jagten schen um den hlechten Sprache Nun Du. as Du and wälzten ihn fie ihn in den cins Waffer und Troge heraus. fon's Wohnung Sie zerschlugen Möbel auf den Dach seiner it Matten 2c. Leutuant in feinen Baletot ine Stameraden und am nächsten um zur Parade ang junger Offi ahres befördert ederzeit als ein einen Beruf sehr fichert, daß er auch bei den . Nur die That ner Kameraden Abneigung der fagt, er habe drei junge Offi handelt worden müssen. Ein es gewesen sei, gegangen war, ommen worden, En gezogen, da var. Leutnant die Vorfälle Onfel, Major ndeur, Oberit . Der Com gen von dem - hat keiner der zu thun. Die bestandes haben die Untersuchung a König Eduard Aus Dran wird Baldungen in der Be ist fürchterlich. und Si- Hamed. en mehrere um 0 Heftar Wald den Brand zu Bilbao 20 Ge Den in Barcelona fechs Jahren in handelt sich um er derselben ein ndte hielten die verwenden. t Ihres ersten habe. ten mich auf meite Brief he mit ERFA Nr. 175. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg, in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 31. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsvreis: Die einspaltige Petitieile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferus rechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Die Polen und der Kaiserbesuch in Posen. Kaiser Wilhelm hat bekanntlich gelegentlich der diesjährigen Kaisermanöver, die zwischen dem 3.( brandenburgischen) und dem 5.( posenschen) ärmeekorps vor sich gehen werden, seinen Besuch in der Stadt Posen ansagen lassen. Es geht nun das allerdings der Bestätigung bedürfende Gerücht, ein polnischer Kammerherr habe es dem Kaiser durch einen der Minister nahe legen lassen, den geplanten Besuch in Bosen bis zum nächsten Jahre verschieben zu wollen, ohne dak indessen hierbei nähere Aufklärungen über dies doch so auffällige Anfinnen gegeben worden wären. Wenn man Berliner Blättermeldungen glauber dürfte, so wären infolge diefer angeblichen Bitte oder auch Warnung von polnischer Seite bereits einschneidende Abänderungen in dem ursprüng. lichen Programm für den Kaiserbesuch in Posen verfügt worden, wonach nur ein rein militärischer Empfang des Monarchen unter Ausfall des beabsichtigten Aufzuges der Ehrenjungfrauen, der Schulkinder, der feierlichen Begrüßung bes Kaisers durch die Bosener städtischen Behörden usw. stattfinden würde, ja es wird sogar davon gefabelt, daß sich der Einzug des Monarchen in die Hauptstadt Posens zu einem folchen wie in eine eroberte feindliche Stadt gestalten solle. Es mag nun zunächst dahin gestellt bleiben, wie es sich mit bem behaupteten Schritte des polnischen Rammerherrn verhält; selbst wenn er aber wirklich gethan worden sein sollte, so würde er sicher faum einen Einfluß auf die Dispositionen des Kaisers auszuüben vermögen. Die Bestimmungen für die Raisermanöver im Osten des Reiches stehen unerschütterlich fest und hiermit auch das Erscheinen des Kaisers in der Stadt Posen, das höchstens durch ganz unvorhergesehene Ereignisse oder durch eine plößliche Erkrankung des Monarchen in Frage gestellt werden könnte. Sollte jedoch das Ansinnen an den Kaiser, er möge seinen Besuch in Bosen um ein Jahr verschieben, durch Befürchtungen deutschfeindlicher Demonstrationen der polnischen Bevölkerung während der Anwesen heit des Kaisers oder gar polnisher Rüpeleien, vielleicht selbst Attentatsversuche gegen die Person des Landesherrn beranlaßt worden sein, so würde man die echte, furchtlose Natur des hohen Herrn schlecht fennen, wenn man annehmen wollte, er würde aus solchen Erwägungen den angekündigten Aufenthalt in Posen verschieben. Das Leben jedes Monarchen steht in Gottes Hand, auch die weitgehendsten persönlichen Sicherheitsmaßregeln für ihn werden niemals eine genügende Bürgschaft abgeben, daß er nun durchaus gefeit gegen etwaige verbrecherische Anschläge seitens elender Mordbuben sei, und Dies gilt natürlich auch für Kaiser Wilhelm. Einstweilen möchte indessen zu bezweifeln sein, ob wirklich Kaiser Wilhelm in Posen irgend etwas für eine Person zu fürchten hätte. Auch wenn man ohne In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Vier Tage später wehte vom Turme des Schloffes Klaino die große Trauerfahne, am Eingangsthor standen rechts und links die tief schwarz gekleideten Wappenherolde, Trauerflore verhüllten die hohen Kandelaber von meisterhafter alter Schmiedearbeit und ein schwarzer Teppich bedeckte die Stufen der Freitreppe. Drinnen die Halle mit den Siegestrophäen und Wappenschilden und von der Galerie, die stockwerkhoch um diese uralte Halle lief, wallten breite Trauerflore bis zum Boden herab. befferen Geschäften längst dahingegangener Grafen Ebern war schwarz ausgeschlagen 1085 brifanten: Co., Wiesbaden eral- Bertreter: Eine sehr vornehme Gesellschaft Leidtragender hatte sich um die Abendstunde dieses rauhen Herbsttages hier um den bereits geschlossenen Sarg geschart, lauter große Herren des Landes, beig Thomas Gieht. Im Hintergrunde neke namen. lien u.Utenfilten zur empfiehlt a- Drogerie. Bieler Marktstraße 5. 10ch neuer k- Automat faufen. Nah. Branbaaffe 8 Heirath bermittelt Frau Aramer, Leipsig 5.Musfunftgegen 30B Im Hintergrunde des durch zwei Stockwerke gehenden weiten Raumes war ein Altar erbaut, an welchem der Bischof bes Sprengels unter Assistenz und im Beisein vieler Geistlichen eine Totenmesse abhielt, der Duft unzähliger Kränze und unzähliger Wachsferzen erfüllte die Luft und legte sich schwer auf bie Brust der Anwesenden. Su Häupten des unter Kränzen und Palmwebeln fast ganz verschwindenden Sarges ragte wieder jenes foftbare hohe Kreuz von Ebenholz mit dem Christusbild bon Elfenbein, das schon eit zwei Jahrhunderten kostbares Gigentum der gräflichen Familie war; hier in Klaino, wo es sorglich gehaltene Gewächshäuser gab, wie überhaupt alles volltommen im herrschaftlichen Stil und aufs beste gehalten war, batte man die schönsten Palmen und Lorbeerbäume zur Umrahmung des Sarges verwendet, und das flackernde Licht der hoben, filbernen Armleuchter spiegelte sich in der schwerer SilberKränzen etwas davon sehen konnte. Sargdede, so weit man vor Die Damen des Hauses standen zu Häupten am Arme der beiden Enkel des Geschiedenen und hörten mit ernten Mienen auf bie gewundene Rede des Geistlichen, der sich ehrlich bemühte dem Coten so viel vortreffliches nachzurühmen, wie man irgend verlangen fonnte. Aber wie das so richtig heißt:„ Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht so blieb sein Bemühen ohne Erfolg, falt und stumm jedes Herz der Hörer. Und dann reihten sich die Trauergäste zum Zuge nach dem Mausoleum; die nach alter Sitte mittelalterlich kostümierten Landwirtschaftsministers von Podbielski, Zu der viel erörterten Stolper Rede des die von vielen Blättern abgeleugnet wird, werden noch einige Einzelheiten bekannt. So berichtet man, daß der Minister am Eingang seiner Rede bemerkt habe:„ Wir find ja hier unter uns, da kann ich mich also etwas freier aussprechen." macht. fachen Ruf: Thür zu!" wurden die Thüren zugeAuf den darauf folgenden vielAuch nach der Voss. 3tg." fragte Herr von Podbielski zunächst: Sind wir unter uns?" Der Vorsigende Oberst v. Miglaff prüfte nochmals die Tafelrunde und als er jeden gewogen und feinen zu leicht befunden hatte, antwortete er:„ Ich bitte, Excellenz, zu reden." Und dann hat Excellenz geredet und zwar von dem nach dem Staate schreien, vom alten Zopf, vom Schweinevich, von den Fußstapfen der Sozialdemokratie und vom Pfifferling der Regierung. Weiteres zugibt, daß in weiteren Kreisen der preußisch en worden. Bisher waren Orden in Amerika nicht an der Polen durch die unausgesetzten deutschfeindlichen Hezereien| Tagesordnung. und Wühlereien politischer Agitatoren, wie der polnischen Presse, eine gewisse Erregung hervorgerufen worden ist, so ist hiermit doch noch keineswegs gesagt, daß sich dieselbe gegen den Träger der obersten Staatsgewalt kehren könnte. Die Neigung zum politischen Meuchelmord liegt dem polnischen Volkscharakter im Allgemeinen fern, so heißblütig auch das polnische Temperament werden kann, und es ist daher kaum anzunehmen, daß sich die Stimmung, welche in der polnischen Bevölkerung Preußens durch das staatsfeindliche Treiben gewissenloser Demagogen und nationaler Fanatiker allmählich erzeugt worden ist, vielleicht in einem Anschlage auf den Kaiser Luft machen könnte. Sollte jedoch etwa geplant sein, so eine Art polnischen Putsches während geplant sein, so eine Art polnischen Butsches während des Aufenthaltes des Monarchen in Posen ins Werk zu setzen, so müßten sich doch die Anstifter eines solchen thörichten Streiches selber über ein derartiges unsinniges Unterfangen klar sein. Die Stadt Posen und ihre Umgebung werden zur Zeit des Kaiserbesuches über und über mit Militär angefüllt sein, so daß eine versuchte deutschfeindliche Demonstration im Nu erstickt wäre, deren Urheber hätten dann einfach noch die gesetzlichen Folgen eines solchen leichtsinnigen Vorgehens zu tragen. Es ist deshalb nicht einleuchtend, warum unser Kaiser sollte, und ebensowenig ließe sich einsehen, wie so Abdem projektirten Besuch in Posen wieder aufschieben änderungen in den Einzelheiten des Kaiserbesuches, wie die behaupteten, zu rechtfertigen wären. Posen wird ja nicht nur von Polen, sondern auch von Deutschen bewohnt, und zwar mindestens zur Hälfte, und letztere haben gewiß allen Anspruch darauf, daß bei denen doch gerade das deutsche Element in Mitin den den Festsetzungen für den Empfang des Kaisers, wirkung fommen soll, feinerlei Abänderungen getroffen werden, die als Furcht vor dem Polenthum ausgelegt werden könnten. Politische Nachrichten. Die Stadt Zur Amerikareise des Prinzen Heinrich. Anläßlich des Besuches des Prinzen Heinrich in den Bereinigten Staaten sind eine Reihe amerikanischer Staatsangehöriger mit Ordens- Auszeichnungen bedacht worden. Würdenträgen, Beamte, Offiziere und viele Bürger der Ferner sind aus dem gleichen Anlaß an hohe Vereinigten Staaten Zuwendungen in Gestalt von Wertgeschenken, Bildnissen und Geschenken gemacht Träger des Sarges, die ganze Bracht, welche aufgewendet worden, dem toten Herrn die lezte Ehre zu erweisen, die feierliche Weihe der Kirche, dargeboten durch die vornehmsten Geistlichen der Provinz, die ganze Reihe der ersten Männer und großen Herren des Landes, alles, alles blieb nur ein leeres Schaugepränge, von dem sich manche der Anwesenden bewußt waren, der alte Graf Ebern hätte nichtachtend und höhnisch zu diesem Brunk gelacht. Das Wetter hatte sich beruhigt; der Himmel sich aufgehellt. Tief nach Westen zu schwebie die dünne Mondfichel, einzelne Sterne leuchteten und durch die Wipfel der Bäume wehte leise flagend der Wind. So schritt man durch den Vark. Zu beiden Seiten des Weges standen Fackelträger, auf den weiten Rasenflächen brannten Pechflammen in riesigen Töpfen, die voran schreitende Militärmusik spielte den Beethovenschen Trauermarich ergreifend schön und jezt, bei dem flackernden, wechselnden Licht ergriffen doch tiefe Schauer die falten Herzen. Es lag eine gespenstische Stille auf diesem Zuge, der so phantastisch durch die Nacht dahin glitt, als zögen die feierlichen Klänge ihn seinem legten Ziele zu. Welche Gedanken mochten sich regen in den Herzen derer, die ein Recht gehabt hätten auf die Liebe und Treue des Toten? So würde wohl ein großer Teil der Herren denken, flüsterten die dem Zuge folgenden Unterthanen". In einem Wäldchen von Tannen und edlen Koniferen lag die Familiengruft; bei Tageslicht ein Viag voll der Presie der Trauer, in diejer Nachtstunde unbeschreiblich düster und beängstigend, durch die schauerliche Einsamkeit. Eine halbe Stunde später war alles vorüber und während die Familie sich auf dem fürzesten Wege nach dem Schloſſe zurücbegeben hatte, wurden die Trauergäste auf dem weitesten zurückgeführt, denn jezt galt es, den Damen eine ganz furze Frist zur Erholung zu verschaffen, um dann alle diese Herren zu empfangen und ihr Beileid entgegen zu nehmen. Burkard und Craf Joseph hatten für alles gesorgt, fogar der lettere dafür, daß man den erschöpften Damen Erfrischungen bereit hielt. Unterdes unterhielten sich auf dem Wege nach dem Schloſſe zurück die Herren von dem„ verrückten Testament", das durch eine noch verrücktere Bestimmung vor Jahresfrist nicht eröffnet werden sollte. Niemand wußte Gewisses; das Gerücht hatte wohl gelegentliche Aeußerungen des Verstorbenen verbreitet, jedenfalls aber traute man dem schrulligen Alten die äußersten Wider= finnigkeiten zu, weil er lebenslang deren so zahllose zu Tage gefördert. des Kaisers die Neise nach Neval mitmachen. Auf Staatssekretär Tirpik wird im Gefolge dieser Fahrt wird außer dem Kreuzer Prinz Heinrich auch der Kreuzer Nymphe die Kaiseryacht Hohenzollern begleiten. - Wahlkreis( früher von Lieber vertreten), ift: Dr. Dahlen Das Gesamtwahl resultat im 3. Raffauischen ( Ctr.) 10,631, Arawinkel( ntlb.) 3755, Brand( B. d. L.) 3454 und Vetters( Soz.) 652 Stimmen. -Posen, 30. Juli. Der Oberregierungsrat Gesch in Posen wird demnächst in das Finanzministerium berufen werden. Gesch ist derjenige Beamte, auf dessen dem Finanzministerium gemachte Mitteilung der frühere Provinzialsteuer- Direktor Löhning das gegen ihn eingeschlagene Verfahren zurückführt. nischen Blätter den zunehmenden Lehrermangel Mit begreiflicher Schadenfreude stellen die polin den östlichen Provinzen fest. Das " deutsche" Nachrichtenbureau, das einen solchen Schmerzensschrci jegt eben wieder verbreitet, bergißt nicht, hinzuzufügen, daß polnischen Anwärtern leider der Eintritt in die Seminare verweigert werde. In Sie sind entſchloſſen, den deutschen Lehrern in den der That, darob grämen sich die Polen nicht wenig. Ostmarken soviel Schwierigkeiten zu bereiten, daß diese samt und sonders davon gehen. Der Feldzug gegen die deutschen Lehrer ist planmäßig organisiert worden. Die polnischen Blätter wimmeln geradezu von Angriffen hätte, daß die Behörde immer dagegen eingeschritten gegen die Lehrer, ohne daß man in Erfahrung gebracht Der joinseroc war nicht gefonimen. Man fonnte nicht einmal rufen le roi est mort vive le roi, denn der neue Herr trieb sich Gott mochte wissen wo? in Asien herum, als Teil nehmer einer Erpedition zur Erforschung nie von Europäern betretenen Gegenden. Wer konnte wissen, ob er überhaupt noch lebte? Seit langer Zeit vermißte man Nachricht von der Expedition. Ueberhaupt, die ganze Familie gab fo biel Anlaß amm Achselzucken. Da war doch außer den Frohbergs fein weig des Geschlechts der Ebern. welcher nicht allerlei Migwuchs aufwies. war. Aber die Frohbergs- alle Achtung! Wenn ihr Abel aud noch sehr neu war, es steckte doch in ihnen ein tüchtiges Rern holz; der alte Major hatte es bewiesen, Burkard, so jung er auch noch war, trug bereits den Preis der Hochachtung unter dem jüngeren Geschlecht davon und wäre sein Vater nicht allzu früh an der schlecht geheilten Wunde gestorben, so hätte er es sicher weit gebracht. Die arme fleine Frau von Frohberg! fie hatte doch auch so garnichts vom Vater! wirklich allzu wenig! Da verstand ihre Cousine Wazlaw besser zu repräsentieren! Das arme Weib! nichts hatte ihr Mann ihr zurückgelassen, nichts als die fünf Kinder, feinen Streuzer! Ihr eigenes väterliches Erbe, auch nicht wenig, hatte der Wazlam auch noch mit durchgebracht. in dulci jubilo und besser wie mancher Fürst, bis das Gelb, alle Nun ja, fie hatte ihn flott geholfen! Die guten Leutchen lebten Jest mußte man sie mit durchschleppen; fie unb tie Kinder fielen dem Univerfalerben zu. Wer es nun sein mochte? Doch sicher nicht dieser Graf Joseph, der zum Begräbnis ge tommen? Wenzel Staltenbronn hatte ihn vorhin begrüßt, fannte ihn von Wien her, will aber nichts über ihn sagen, audt bie Achseln. Na, ein fefcher Sterl ist er, ein ganzer Stabalier und wenn seine Frau Mutter auch eine fröhliche Lebedame war, thr Adel ist erwiesen, es fragt sich noch, ob der alte Despot bas Recht hatte, seinem Sohn Franz das Majorat absprechen zu laffen und ihn, wie man sagt, zu enterben! Fragt sich noch sehr! Der arm Franz, hätte nur nicht bei Agram fallen sollen, so würde der sich seines Erbes schon gewahrt haben. Der ganze Leichtsinn der Frau dokumentierte sich in der sträflichen Gleich gültigkeit, mit welcher sie ihrem Sohn das Erbe nehmen ließ. Selber reich? Na, was sie übrig gelassen, soll der liebenswürdige Schwerenöter Graf Joseph bereits berpugt haben! Es i ein schauderhafter Gedanke, daß fie nun warten und warten munen, in gräßlicher Angst, was der Alte in seinen Testament an gestiftet? ( Fortseßung folgt.) | wäre. Sie hätte gerade die Pflicht, in jedem einzelnen Falle mit Hülfe der Gerichte den polnischen Hezern flarzumachen, daß Lehrer erst recht nicht straflos beleidigt werden dürfen, wenn sie ihren Pflichten als Beamte auch troß erwachsender Schwierigkeiten nach tommen. Besonders dringend erscheint eine Neuerung des Züchtigungsrechtes der Lehrer. Heute liegen fast überall die Dinge so, daß die Kinder nicht allein von den Eltern!- aufgehegt werden, den Lehrern Widerstand zu leisten. Läßt sich dann ein Lehrer hinreißen, die Ungehorsamen förperlich zu züchtigen, so werden, wie in Thorn und Gnesen gerichtlich festgestellt werden konnte, von polnischen Aerzten Zeugnisse ausgestellt, die vor einer ärztlichen Nachprüfung nicht bestehen können, aber zum Mindestens den Erfolg haben, daß gegen den Lehrer ein Strafverfahren eröffnet wird. Wenn auch das Gericht auf Freisprechung erkennt, der Lehrer wird sich bedenken, ob er sich noch einmal solchen Aufregungen und Unannehmlichkeiten aus sezen soll. Er läßt den Dingen seinen Lauf. - mit Stitchener verständigt, aber die Anwesenheit Milner's in der Regierung habe eine Verständigung unmöglich gemacht. Botha, De Wet und Delarey, die sich gestern in Kapstadt eingeschifft haben, werden in Europa VorLesungen zu Gunsten ihrer infolge des Krieges verarmten Stammesgenossen halten. - Zur Ankunft des Königs von Italien in Berlin werden die Straßen, die der Monarch passieren wird, Festschmuck anlegen. Im Schoße der städtischen Körperschaften werden bereits Erörterungen gepflogen, um eine würdige Ausschmückung der Stadt in die Wege zu leiten. Die Einwanderung französischer Orden nach Belgien hat wiederum in großem Umfange begonnen. - Chamberlain und die Burenführer. Wie nunmehr mitgeteilt wird, ist die Reise sämtlicher Burenführer nach England auf direkte Einladung Chamberlains erfolgt. Der Kolonialminister erklärte, er wolle Rücksprache mit den Burenführern nehmen über die Auslegung der Friedens- Bedingungen und über die allgemeine Lage in SüdAfrika. In Brüssel wurde in Gegenwart des Gesandten Grafen Wallwitz und des Brüsseler Bürgermeisters bei großer Beteiligung der Kolonie das prächtige neue deutsche Schulgebäude eingeweiht. Herr Momm, Vorsitzender des deutschen Schulvereins, und Direktor Dr. Jahnke hielten die Festreden. Rußland. Der Minister des Innern v. Plehwe beschied fürzlich den Fürsten Uchtomski, den GhefRedakteur der" Petersburga Wjedomosti", zu sich und forderte ihn, der das der Regierung gehörige Blatt gepachtet hat, auf, die Richtung seiner Zeitung zu ändern, da sie zu liberal sei. Der Minister erklärte dem Fürsten, der Pachtvertrag werde ihm gekündigt werden, falls er dem Wunsch der Regierung nicht nachkommt- Ja, diese„ russischen" Regierungsblätter, sie müssen tanzen. ** Die 5. Klasse der Hess. Landeslotterie nächsten Montag, den 4. August gezogen. Wir m auf die Erneuerung der Loose noch besonders d aufmerksam. in erfter in eine widlung Minifter A G. beabfid dem no beran Gregen nad ea Bruder flug red m Frantfu reife der ftürzte fogenan Paffan Chauffe ernfter Ka P.-A. 26. Mittelrheinisches Kreisturn in Worms. Die Anmeldungen laufen in den le Tagen sehr lebhaft ein. Telegraph, Telephon und briefe bringen stündlich Neuanmeldungen. Bis ge nachmittag war das Eintreffen von ca. 220 bereinen mit zirka 4000 auswärtigen Turnern gemerkt. Der Wohnungs- und Geschäftsführende schuß hat alle Hände voll zu thun. In den verschiede Volksschulen ist mit der Herstellung großer Schlaf für Turner- Massenquartiere bereits begonnen wor Die Vorfeier am letzten Sonntag hat die vom Geschä führenden Ausschuß gestellten Erwartungen bei wei übertroffen. Der Besuch muß als ein recht guter zeichnet werden. So waren z. B. im Voranschlag 900 Ginlaßfarten für Erwachsene und 800 für Sti borgemerkt, Dauerkarten natürlich abgerechnet. Die der Erwachsenen erreichte jedoch die stattliche Höhe 2100, die der Kinder 781. Ein günstiges Vorzei für das kommende Feſt. Der Oberhäuptling Manga Bell aus Kamerun, der Sohn des bekannten King Bell, weilt zur Zeit mit zwei Söhnen und einem Enkel in Berlin. Bell will mit der Kolonial- Verwaltung des Auswärtigen Amtes im Interesse seines Volkes in Verbindung treten. - Ueber den Ozeantrust veröffentlicht der Pariser Figaro" einen Artikel des ehemaligen Ministers der öffentlichen Arbeiten, Bau din. Derselbe legt dar, daß durch den Trust die englische Flotte geschwächt und die deutsche gestärkt werde. Ferner ermögliche der Trust den Deutschen und Amerikanern, die französische Flotte zu ignorieren. Baudin betont dann namentlich die Gefahr, welche die Verstärkung der deutschen Flotte zur Zeit des Krieges dank dem Trust für Frankreich mit sich bringen würde. Der Trustvertrag scheine ihm eine höhere Bedeutung zu haben, als gewöhnliche Fragen, die zwischen den Bölfern verhandelt würden. Es frage sich, welches wohl die Haltung der Schifffahrtsgesellschaften im Kriegsfall sein würde und wie die Diplomatie einen solchen Trust verhindern könne. - Giessener Cagesneuigkeiten. ** Pfarrer Dr. Grein ist nunmehr amtlich bom Großherzog an die evangelische Pfarrstelle an der Stadtgemeinde in Darmstadt berufen worden. ** Ernennungen. Der Großherzog hat am 30. Juli den Amtsrichter Friedrich Koch in Büdingen zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, den zweiten Beamten bei der Landeslotterie- Direktion Finanzamtmann Dr. Julius Lehr zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Büdingen, be de mit Wirkung vom 1. September ernannt. Die Krönung des englischen Königs geht nun in aller Stille am 9. August vor sich. Prinz Heinrich und Gemahlin werden derselben nicht als offizielle Vertreter des Kaisers, sondern lediglich als Verwandte der englischen Königsfamilie beiwohnen. Auch die übrigen Höfe werden nicht durch Angehörige der Regenten- Familien sondern durch Botschafter bei der Krönung vertreten sein. - ** Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 12, ausgegeben am 29. Juli enthält folgende öffentliche Anerkennung einer edlen That: Die gestrigen Vorführungen in Bläse Biograph boten abermals manche heitere Scen " Was man vom Balkon aus sieht“ und„ Kuhh an der Tränke" sind zwei Nummern, das erste hu ristisch, das andere sehr naturgetreu, welche der achtung wert sind. Der Großherzog hat dem Landwirt Otto N au und Kart Erb zu Stangenrod in Anerkennung der von denselben gemeinsam am 5. März d. I. mit Mut und Entschlossenheit, sowie eigner Lebensgefahr bewirkten Rettung des Ludwig Strauch daselbst vom Tode des Ertrinkens, eine Geldprämie zu verleihen geruht. -- T ** Von oberhessischen Behörden wer steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Anton Lan dorf aus Pohl Böns wegen Strafvollstreckung Amtsgericht Buzzbach.- Schmiedegeselle Louis Bed aus Nieder- Ohmen wegen Diebstahls von Staatsanwaltschaft Gießen.- Dachdeckerlehrling Ge Falkenhainer aus Alsfeld wegen Sachbesch gung von der Staatsanwaltschaft Gießen. löhner Friedrich Möbus aus Auerbach wegen D stahls von der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Adam Justus Trost, Ehefrau, Anna Dorothea, Festelmann, aus Grünberg, wegen Strafvoústred bom Amtsgericht Offenbach. Technifer Wilhe Julius Lorenz Weber aus Weilburg wegen Betru usw. vom Amtsanwalt I zu Darmstadt und Kaufma Rudolf Döll aus Gießen wegen Diebstahls bo Polizeiamt Mainz. hiefigen Unf Lage, fe zählt et meindel Gemein Holz ge Jahren gebaut und da ohne d Das Ge hat jede taffe jät d. 2 ** Wem gehört das überfallende Obst? 8 jeßigen Zeit entstehen nicht selten Weinungsverschiedenhe zwischen den Beteiligten darüber, wem bei Nachbargru stücken überhängende oder überfallende Früchte gehör Durch das Bürgerliche Gesetzbuch ist darüber bestimmt: dem Eigentümer des Stammes, welcher jedoch zum Be das Grundstück des Nachbars überhängende Früchte gehö der Abbringung das Grundstück des Nachbars nicht w dessen Willen betreten darf. Uebergefallene Früchte Eigentum dessen, welchem der Grund und Boden geh auf den sie gefallen sind. wässerungsanlage der Provinzial Siechenanstalt *** Heute wurde mit der Ausführung der Entbegonnen. Ausgeführt wird diese Anlage durch die hiesige Baufirma Birkenstock u. Schneider. Letztere gab bekanntlich bei der Submission für dieses Loos das billigste Angebot ab. Da die Anstalt am 1. Oktober ds. J. dem Betrieb übergeben werden soll, werden die Arbeiten mit Volldampf betrieben und giebt es hierdurch den hiesigen, sowie den in der Nähe wohnenden Arbeitern günstige Gelegenheit zu lohnender Beschäftig ung. Voraussichtlich nehmen gegen Mitte August auch die Arbeiten der städt. Sielbauten ihren Anfang und wird dann eine rege Arbeitsthätigkeit beginnen. Wir machen die Anwohner der durch die Kanalbauten berührten Straßen( Bahnhofstraße, Stallgasse, Auf der Bach, Wetzsteinstr, Wallthorstr. und Marburgerstr., sowie der Moltkestr., Grünbergerstr., Licherstr., Wolfstr., Landmannstr. und Schiffenbergerweg) nochmals aufmerksam, jetzt ihren Wintervorrat an Sohlen einzufellern, da durch die großen Aufgrabungen die Straßen für Fuhrverkehr während des Baues gesperrt werden müssen. Die Leitung über diese Arbeiten ist dem Sielbauamt übertragen und werden die Arbeiten durch permanente Ueberwachung fontrolliert. Präsident Steijn wird, wenn nötig einen deutschen Badeort zur Kur aussuchen. Präsident Krüger wird Steijn von Utrecht aus einen offiziellen Besuch abstatten. Nach einer Meldung aus Fanchal, wo Steijn auf dem Dampfer Carisbroofe Castle" angekommen ist, hat sich sein Gesundheitszustand gebessert, jedoch erschöpft noch die geringste Anstrengung seine Kräfte völlig Der Der Präsident geht nach Berlin, um dort einen Spezialarzt für seine Krankheit zu konsultieren, welche die Folge von Higschlag und allgemeiner Erschöpfung ist. Der Burenführer Lucas Meyer ers klärte einem Mitarbeiter des„ Manchester Guardian", die Buren hätten niemals über 50 000 Mann im Felde gehabt. Sie hätten oft Mangel an Lebensmitteln gelitten. Die Nigger seien über die Bewegungen der englischen Truppen sehr gut unterrichtet gewesen und hätten in dieser Beziehung immer gute Dienste geleistet. Lucas Meyer erklärte noch, die Buren hätten sich bereits früher In eigener Sache Richter. Roman von 2. Haidheim. ( Fortsekuna.) ( Nachdruck verboten.) Das war so ziemlich der Inhalt aller Gespräche derer, die jest nach und nach beim Schlosse anlangten und, von ihren SquDienern erwartet, sich eilig durch Bürstenstriche über Kleider, Haar und Bart salonfähig machten. Graf Josephs Talent für derartige Anordnungen hatte in ber That außerordentliches geleistet. Keiner von den Herren brauchte noch einmal die Trauers Szenerie wieder zu betreten. Durch einen Seitenflügel schritt man Toutuber hellerleuchtete teppichbelegte Gänge und Treppen und durch Lange Reihen vornehm ausgestatteter Zimmer nach dem großen Saal, der zum Empfang diente und dessen mit rotem Seidenstoff bezogenen Wände das Licht der Krystallkronen weich und ge dämpft wieder zurückwarfen. Brächtige Gemälde in breiten Goldrahmen deckten die Wände, tostbare Teppiche den Fußboden, dessen Barketteinlagen nur zum Teil verhüllend. Ueberall sah man alte Bronzen, Marmortunstwerke und sonstigen fostbaren Schmuck auf Tischen und Borden und wenn auch alle diese Bracht eine altmodische war, für welche die Lebenden schon fein rechtes Verständnis besaßen, so wirfte fie doch anheimelnd und wohlthuend. Nichts erinnerte mehr an die düstere Trauer des Tages, nichts, als die schwarzen Gewänder der Damen der Familie, bon denen die zivei jüngeren in der That jezt eben erblüten Rosen glichen und die Augen aller dieser Männer auf sich zogen. Die schlanke hochgewachsene Maria von Wazlam erschien in diefer Stunde allen die schönere. Zu ihrem blonden schimmerns ben Haar und dem blütenfrischen Teint stand die hochelegante Schwarze Krepptoilette unvergleichlich schön. Sie und ihre Mutter waren gefleidet wie Damen des höchsten Stanges und beide Ge Stalten paßten dazu. zücken dem Glanz dieser Stunde hin und fesselte Alte und Junge durch ihr Geplauder. Ein alter faiserlicher Kammerherr war völlig hingerissen. Ihm erzählte sie, daß sie den ganzen Winter in Krapolno bleiben würden und daß der Traum ihres Lebens eine Hofdamenstelle bei irgend einer reichen fürstlichen Dame sei. Reich müsse ste sein, ach, welche Wonne wäre es, so im Glanz und Lurus einer solchen Existenz mitzuleben. Bu ihnen drängten sich auch die Herren am meisten; feber diefer Ersten des Landes wünschte ihnen etwas Angenehmes zu fagen und fühlte sich sympathisch berührt von der gelaffenen Wirbe der Mutter, die leider allzu gut gelernt hatte, was solche Liebenswürdigkeiten wert find, sowie von Marias ftrahlender Frische und Schönheit. Sie war durch die Lehren, die das Leben in Prag ihr ge geben, durchaus noch nicht belehrt; fie gab sich mit vollem Ent Der alte Herr lachte kopfschüttelnd. Baronesse, der Schatten, den die fürstlichen Herrschaften merren, läßt anderes Leben nicht so recht zur Entfaltung kommen". warnte er. Heiraten Sie lieber, einem so schönen Mädchen kann es an Bewerbern nicht fehlen." Lahnth hat, tropo andere Fe erzielt, fot ergeben wir Der letzten große Odj und tomme feft. Da Minister Budde an der Arbeit. Unter den vielen in letzter Zeit erhobenen Forderun auf Verbesserung der Eisenbahn- Verkehrsverhä nisse will der Nachfolger des Herrn v. Thielen allem schein nach zunächst die schlesischen berücksichtigen, der besondere Dringlichkeit ja auch unstreitbar ist. Einige dieser Richtung getroffene Anordnungen des Ministers bereits bekannt. Von informierter Seite verlautet nunm daß auch die Inangriffnahme der Vorarbeiten für die k richtung des Schnellzugsverkehrs auf der Strecke Bresla Stettin verfügt worden ist. Eine Rentabilitätsberechnu wurde seitens der zuständigen Eisenbahndirektionen mit schleunigung aufgestellt. Den Handels- und Industriekr im Westen und Süden Deutschlands mag es unfaßbar scheinen, daß zwei Städte von der Bedeutung Breslaus Stettins lange Jahre hindurch die Schnellzugsverbind entbehren mußten. Den Schaden von diesem Zustand h „ Aber ich bitte Sie, Baron, wer sieht die Lischa und mich? Und wer nimmt heutzutage ein bettelarmes Mädchen? Ich bin rettungslos arm, Baron, wenn mir nicht, wie dem armen Aschens brödel, goldene Kleider und Pantoffeln vom Himmel fallen, be tomme ich feine!" wehflagte sie. Er hatte nach der Liſcha hinüber geblickt, als fte dahin zeigte. Nun vergaß er ganz Maria zu antworten. Ihm fiel ein Liedchen ein„ vom nußbraunen Mägdelein". Alle Wetter, zwei so reizende junge Damen in dieser Weltabgeschiedenheit? Er nahm Maria an den einen Arm, Lischa an den anderen und fühlte sich um Jahrzehnte verjüngt, während er mit ihnen durch den Saal ging, stolz wie ein Pascha. Seine strahlende Miene machte die meisten anderen Herren erst aufmerksam auf den „ Schatz des Hauses". Sie wurden geradezu neidisch auf ihn und begannen sich für die beiden jungen Damen um ihrer Schönheit willen zu interessieren. Schade, daß sie nichts hatten! Jammerschade! „ Wer ist die Braune?" fliisterte ein junger Herr im schwarzen Civilrock seinem Begleiter in Uniform zu. Sie waren zu spät gekommen durch einen Unfall, den sie auf dem Wege hierher ge habt und der sie stundenlang aufhielt. Habe keine Ahnung, wird natürlich zur Verwandtschaft ges hören! Ist in der That eine aparte Erscheinung lieber Melnico. aber hands off, ist nichts für uns." Baron Melniay hatte auf die letzte Bemerkung nicht gehört. ein Bekannter, Wenzel Kaltenbronn, trat auf ihn zu und be grüßte ihn. Mute gewesen wie bei dieser Totenfeier. Der einzige vernünf Moment ist dieser! Die Damen sind wirklich angenehm! ich will Dir nur anvertrauen, daß man auch einen Bissen effen und ein Glas Wein bekommen kann, wenn man fich Treppe hinab verfügt, gleich rechts, fehr annehmbare te Kollektion, natürlich wird weiter kein Aufheben davon gemad Komm, ich bringe Dich hin!" Ist es wahr, man sagt mir eben, Euer Wagen set um gestürzt? Daher also tamt Ihr nicht rechtzeitig? Nun, viel ver loren habt Ihr nicht; mein Lebtag ist mir nicht so nüchtern au Der Offizier hatte sich entfernt, um seinerseits Ramerad zu begrüßen; Baron Melnicky lehnte das freundliche Anerbiet aber bankend ab. Ich habe den Damen noch nicht meine Reverenz gema Du, Wenzel, wie heißt die kleinere?" ,, Baronin Frohberg, Burkards Mutter! Die wirst Du do fennen, Mensch! Ah, so! Du meinst die Lischa? Schau! scha Der blöde Melnicky! Hat ein Auge für weibliche Schönheit Seit wann denn, Muci? Komm her, ich stelle Dich vo Aber paß mir auf, die Elisabeth Frohberg habe ich mir selb ausgesucht!" Uni und W Loose 3 spätesten Lojes d Anrechts Hert Lahnftrede bahn mit an der ne " Ist Dir's ernst, Wenzel?" fragte im Gehen Nepom Melnicky und blieb sehr unberührt von der scherzenden Warnun Kaltenbronns. Seelbach Bridoffen, der Eisen Bad dem He und den nis zur regierend Furstentu Silberner erteilen. Fran ift im 8 3. 8. 10 lopen, find, nam antilop met eigen ( Otis aral Frau Suble Biebrich Na, weißt Du, so ganz absolut, bis zum Altar das wolle wir nun doch noch nicht feststellen!" erwiderte dieser gemütlic " So giebst Du die Bahn frei?" " Bist Du verrückt, Mucki?" Reineswegs, so viel ich weiß." Na, Spaß muß sein. Es ist ja schon ein Genuß Di trockenen Philister einmal aufflammen zu sehen. So falt fon wie Gis! Aber ich begreife es, diese Haarfarbe, die ist es, wel uns verhert. Ich glaube es ist die sogenannte titianije Uebrigens hat das Mädel mir nicht genug Feuer in fich, scha Dir die Blonde einmal an! Geld haben sie beide nicht, für mid wären sie ja doch nicht!" Und im nächsten Augenblid stellte Freiherr Wenzel bo Kaltenbronn den Damen seinen Freund vor. Mudi Melnic verbeugte sich vorschriftsmäßig und die beiden älteren Dame gaben ihm die Sand, sie kannten seine Mutter und hatten gleid biel zu fragen. Ein Kavalier wie der Baron Melnicky verfah sicherlich nichts in den Formen der guten und besten Gesellschaft, abe während er das lebhafteste Geplauder mit den beiden Damen führte, ruhten seine Augen wie gebannt auf dem ernsten junges Antlig Lischas von Frohberg ( Foriseßung folgt.) neiden fan einzuverlei Damit aus Lage auf Wielen, be cundit. Aber aud 1) Das Decidyaffer be chien audy wa belanja et ungla einem w werden fummit n Fr abgea.t ne Dis Ruim an Stille D Royel mit 2 Aus d Boppen 7 Stamun aufgefunden Mining infolge Dum den Flugh durch abjp Aus B Früpta off Die Sparta tax toffein f Landeslotter gezogen. Wir noch besonders hes Kreistur laufen in den oh, Telephon un ldungen. Bis bon ca. 220 Frtigen Turnern schäftsführende In den verschie g großer S begonnen wo die vom Gesc tungen bei we in erster Reihe Niederschlesien, das verkehrstechnisch sozusagen in eine Sackgasse geriet und in seiner wirtschaftlichen Entwicklung sich mehr und mehr gehemmt sah. Es wird dem Minister Budde für sein energisches Borg hen Dank wiffen. Aus Hessen und Nachbargebieten. G. Lich, 31. Juli. Der Gesangverein Cazilia beabsichtigt demnächst einen Ausflug nach dem Bieberthal und dem nahe der Bieverbahn so bequem gelegenen Dünsberg zu veranstalten, und zwar in Gemeinschaft mit befreundeten Gießener und Weßlarer Sängern. Unsere Sänger werden nach echter Sängerweise einige vergnügte Stunden mit den Brudervereinen verbringen und wünschen wir zu diesem Ausflug recht schöne Fernficht. m Treyja, 30. Juli. Ein Telegraphenbeamter aus Frankfurt a. M., welcher per Rad eine Inspektionsreise der Fernsprechlinie Frankfurt- Stassel machen wollte, stürzte in der Nähe von Sebbeterode an dem sogenannten„ Bäumchesberg" so unglücklich, daß Passanten ihn bewußtlos und blutüberströmt im Chausseegraben fanden. Die Verletzungen sind nicht ernster Art. Staffel, 30. Juli. Bei den Umbauarbeiten auf dem hiesigen Bahnofe wurden 14 Centner Hartblei gestohlen. Unser nahe gelegenes Staufenberg ist in der glücklichen Lage, feine Gemeindesteuern erheben zu müssen. St. zählt etwas über 700 Einwohner und besitzt an Gemeindeland( Wiese und Acker) 211 Hektar. In den Gemeindewaldungen werden jährlich 1400 Festmeter Holz gefällt. Die Gemeinde hatte in den letzten fünf Jahren große Ausgaben. Es wurden in dieser Zeit gebaut ein neues Schulhaus, eine Straße, Wasserleitung und das Feld bereinigt. Und das alles, wie gesagt, ohne daß Gemeindeſteuern erhoben zu werden brauchten. Das Gemeindeland ist verpachtet. In den letzten Jahren hat jeder Bürger noch 20 Mt. bar aus der Gemeindefasse jährlich erhalten. glückliches Staufenberg! ein recht guter m Boranidhlag und 800 für S abgerechnet. Die e stattliche Höhe günstiges Borg ngen in Bla nde heitere eht" und Stu mern, das erste etreu, welche de Behörden we fnecht Anton Lo Strafvollitredun gefelle Louis Diebstahle bon chdeckerling Ge wegen Co ft Gießen. erbad wegen Darmstadt. nna Dorothea, en Strafvollst Technifer W urg wegen tadt und auf gen Diebtaple allende Ob einungsverfthed em bet Nachbu nde Früchte darüber bestimm gende Früchte Ser jedoch zum& Nachbars nicht gefallene Früchte und Boden g er Arbeit. erhobenen Forde Verkehrsver b. Thielen alla berüdsichtigen, itbar ist. Eini des Minister Ee vorlautet nun arbeiten für die er Strede Bre Rentabilitätsbend hndirektionen m - und Industrie mag es unfaßba eutung Breslau Schnellzugsverb diefem Zustand Der einzige vernif flich angenehm! auch einen Biffe n, wenn man fid hr annehmbare fheben davon gem feinerseits Ramera freundliche Une meine Reverens ter! Die wirft D Lifcha? Schaul Für weibliche G er, ich ftelle Did berg habe ich mir gte im Geben Der scherzenden Wa Sis zum Altar bas rwiderte diefer gem fchon ein Genuß rfarbe, die ist es, fogenannte titi ug Feuer in fid fie beide nicht, f u fehen. So talt Freiherr We bbor. Mudi beiden älteren Mutter und batta telnidy berfab fi mit ben beiden De auf dem ernften fi beften Gefellfhaft - d. Wezlar, 30. Juli. Das 24. Bundesfest des Lahnthal Sängerbundes am vergangenen Sonntag hat, tropoem am selben Tage in der Umgebung so manche andere Feste noch waren, doch noch eine ganz gute Einnahme erzielt, so daß ein Defizit bei der Abrechnung sich wohl nicht ergeben wird. Die Weglarer werden jezt aber auch in der letzten Zeit mit Festen geplagt"; vor 14 Tagen das große Ochsenfest, jetzt das Sängerfest glücklich überstanden und tommenden Sonntag schon wieder ein Fest, das Schützenfest. Da soll den Weglarern die Zeit nicht fnapp werden! Unseren Abonnenten im Kreise Marburg und Wetzlar zur Nachricht, daß die Erneuerung der Loose zur 2. Klasse der 208 Kgl. Pr. Klassenlotterie spätestens bis zum 5. August unter Vorzeigung des Loses der 1. Klasse voriger Lotterie, bei Verlust des Anrechts, geschehen muß. Herborn, 27. Juli. Am 1. August d. J. wird die Lahnstrecke Herborn Hartenrod, eine Neben bahn mit Normalspur, eröffnet. Folgende Stationen liegen an der neuen Linie: Doerndorf, Eisenroth, Uebernthal, Bischoffen, Offenbach( Dill), Bicken, Ballersbach HerbornSeelbach und Burg( Dill). Die Gesamtstrecke untersteht der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. Bad Nauheim, 31. Juli. Der Großherzog hat dem Hausverwalter und Bademeister Franz Kissel und dem Kurhausaufseher Heinrich Horn die Griaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem regierenden Fürsten von Reuß f. L. und Regenten des Furstentums Reuß ä. 2. Heinrich XIV. verliehenen Silbernen Ehrenmedaille für Treue und Verdienst zu erteilen. Frankfurt, 29. Juli. Eine afrikanische Thierkarawane ist im Zoologischen Garten angekommen. Es sind darunter 3. B. 10 Giraffen verschiedener Größe, Pferde antilopen, an denen, da ihie Hörner noch nicht ganz entwickelt sind, namentlich die riesigen Ohren auffallen; die Kuh antilopen, eine seltene, jegr zierliche Gazelle, Strauße, 3ci eigentumliche Störce( Ciconia abdimi), eine Trappe ( Otis arabs) und etwa 30 große Schilofröten. Frautfurt a. M., 30. Juli. Der Füsilier Wilhelm Suble von der 4. Komp. der Unteroffiziersschule in Biebrich bejizt einen Appetit, um den ihn Mancher beneiden kann. 6 Pfund Kommißbrod sich in 2 Tagen einzuverleiben, ist ihm eine Kleinigkeit. Da er 4 Tage damit ausrei en sou, so ist er für die beiden anderen Tage auf die Wildthätigkeit seiner Kameraden angeWiesen, bei denen der Stommißschinken weniger gut rutscht. Diese haben ihm denn auch reid) lid) abgegeben. Aber auch zu andern Witteln hat Suhl gegriffen, um sich das Eiforderliche für seinen gesunden Wagen zu verschaffen. So hat er 2 Kam iaden um 3 resp. 1 Wif. bet.ohien. Wie er sagt: aus Hunger. Es wuide denn auch wayrend der Untersuchung ein Probeessen mit ihm Veranstaltet, bei dem er jeden ,, Rekord drückte", indem er unglaubliche chollen trockenen Stommißbrodes mit einem wahren Heißhunger verschlang. Seine Diebstähle werden ihm deshalb sehr mude angerechnet, und er kommit mit 3 Wochen Wittelarrest davon. Frautfurt a. M., 31. Jall. In der g stern abend abge, a.t men aupe.videnuchin General- Versammlung der Wasus- Gesellschaft wurde der bisherige zweite Dirigent des Kulm Dich leis Sigmund von pa ſegger aus München an Stelle des im nächsten Jage zurücktretenden Rapellmeisters Rogel mit 28 g g n 7 St mmen zum Dirigent gewähit Aus der Rhön, 30. Juli. Zwischen Althausen und Poppenlauer wurde ein zu fa 30 jähriger Wann mu 7 Staywunden und durchschnittener Keble im Chausseegraben ausgesunden. 3 Verdätige wurden in haft genommen. Mainz, 30. Jul. Auf der Ingelheimer Aue stürzte infolge Dammbruchs die Lokomotive eines Materialzuges in den Flughafen. Dus Personal der Maschine reitete sich durch Abspringen. Aus Rheinhessen, 30. Juli. Während die Ernte in Frübta.toff in ais sehr schlecht zu bezeichnen ist, versprechen die Spätkartoffeln reichen Ertrag. Die Preise für Frühfartoffeln sind entsprechend hoch. Vermischtes. Berlin, 31. Juli. Die Verhandlung gegen Terlinden wird dem„ Berliner Tageblatt" zufolge voraussichtlich im Oktober oder November stattfinden. Kosbath legte ein Geständnis ab, Terlinden dagegen bestreitet jede Fälschung. Es sind jedoch Kladde Schriften der Bilanzen von seiner Hand gefunden Der Kaiser zu dem Unglück des„ Primus". Der Kaiser hat anläßlich der Schiffskatastrophe auf der Elbe das nachstehende Telegramm an den Herrn Präsidenten des Senats gerichtet: Seiner Magnificenz worden. Herrn Bürgermeister Dr. Mönckeberg Hamburg. Brunsbüttelfoog, 29. Juli 1902. Von Norden zurückgekehrt, spreche ich Ihnen von hier aus, angesichts der Elbe, Mein herzlichstes Beileid aus für das schwere Unglück, das die Stadt Hamburg jüngst durch den Untergang des Dampfers" Primus" betroffen hat. Das beklagenswerte Schicksal der zahl reichen Verunglückten hat Mich tief erschüttert. Möge Diese traurige Kotastrophe erneuten Anlaß geben, damit alles gethan werde, um ähnlichem Unglück auf der Elbe für die Zukunft vorzubeugen. Wilhelm I. R. * Eine„ Platai fehde" zwischen einem Mieter und dem Hauswirt ruft im Norden von Berlin lebhafte Heiter feit hervor. Ein Kaufmann ließ an seinem Schaufenster ein mächtiges Plakat folgenden Inhalts anbringen:" Ausver kauf! Wegen Mietssteigerung um jährlich 600 Mt. sehe ich mich genötigt, mein Geschäft aufzugeben." Der Hauswirt machte nun seinerseits durch noch größere auffallende Bettel bekannt, daß der betreffende Geschäftsmann die Mietssteigerung von 600 Mt. erfunden habe. In Wahrheit sei die Kündigung erfolgt, weil der Kaufmann sein Geschäft nach einer anderen Gegend verlegen wolle. Der Kaufmann hatte darauf nichts Eiligeres zu thun, als wiederum, dicht neben den Plakaten seines Hauswirtes, ein halb Dußend Zettel anbringen zu lassen, auf denen in nicht gerade schmeichelhaften Ausdrück n sämtliche vom Wirt gemachten Angaben bestritten wurden. Nun behauptet der Hauswirt wieder auf einem Plakat, daß der Mieter nur seinen Warenbestand möglichst schnell los werden wolle. Manche Leute aber glauben, daß beide, Hauswirt und Mieter, im Einverständnis mit einander diesen lustigen Blafatkrieg heraufbeschworen haben, um den durch erhöhten Warenabsag erzielten Gewinn zu teilen. Im Befinden des Professors Vrchow hat sich eine Aenderung nicht eingestellt. Der erkrankte Gelehrte hat das Zimmer noch nicht verlassen, indessen giebt sein Befinden zu Besorgnissen keinen Anlak. * * Gumbinnen, 31. Juli. Dem Oberleutnant Hildebrandt vom hiesigen Artillerie- Regiment, welcher im vorigen Jahre in Insterburg den Leutnant Blaskowiz im Duell erschoß, ist der Rest seiner zweijährigen Festungsstrafe erlassen worden. Er wurde in das Feldartillerie- Regiment No. 26 nach Verden versetzt. * Jhehoe, 31. Juli. Der Polizei- Kommissar Der Polizei- Kommissar Stutius hat sich erschossen; man giebt als Grund an, daß er einer Disziplinar- Untersuchung entgegensah. Düsseldorf. Die Firma Eduard Hauth, Weingroßhandlung Düsseldorf, hat für den 1500000 Ausstellungsbesucher 150 Flaschen Moselwein berger( Ausstellungswein Nr. 4), 50 Flaschen Herziger zur Verfügung gestellt und zwar 50 Flaschen Braune ( Ausstellungswein Nr. 8) und 50 Flaschen Wiltinger ( Ausstellungswein Nr. 12). Die Weine werden vom Leiter der Ausstellung verabfolgt. Für den 2 000 000 Besucher hat dieselbe Firma je 100 Flaschen der vorerwähnten Weine zur Verfügung gestellt. Die Vergebung der 150 Flaschen wird nicht lange auf sich warten lassen, da schon 11 Millionen Eintrittskarten verkauft sind. * Lüdinghausen. Ein überaus trauriger Vorfall hat sich hier zugetragen. Mehrere Freunde hatten eine kleine Namenstagsfeier gehabt und begleiteten nach Schluß derselben einen Gärtnergehülfen nach seiner Wohnung. Dort angekommen, nimmt dieser ein Gewehr eines Forstgehülfen von der Wand und ruft scherzweise:„ Soll ich mal schießen?" Im gleichen Augenblicke frachte ein Schuß und der Freund desselben, der Buchhalter Karl Scherrer, sinft als Leiche nieder. Der unglückliche Schüße wurde in Haft genommen. wieder eine ernste Mahnung, mit Schußwaffen doch zu jeder Zeit vorsichtig umzugehen. * Wegen fahr äsnyer Tötung eines Chinesen während der ostasia schen Exp dit on wurde vom Stripq qpricht der 4. Dosion dr Urifi, ur Naa, eßt beim 129 Infanterie Regime zu 14 Tag nefänns ver riet. * Graz, 30. Juli. Als Abschluß des Sängerbundessestes fand heute der 12. deutsche Sängerbundestag statt. Dec erstattete Bundesbericht fon= statiert, daß der deutsche Sängerbund gegenwärtig 72 Bünde mit 3694 Vereinen und 109,339 Sängern umSängerstiftung nach Nürnberg zu verlegen, und faßt. Es wurde beschlossen, den Sitz der deutschen Zur allgemeinen Ueberraschung wurde nämlich der als Ort des nächsten Bundesfestes Breslau bestimmt. Antrag des Bundesausschusses, Frankfurt a. M. als nästen Festort zu bestimmen, abgelehnt. Von 118 Stimmen entfielen 74 auf Breslau, 32 auf Frankfurt, 12 auf Hannover. Mit den üblichen Dankesworten wurde der Sängertag geschlossen. * * 28 Gehöfte find verbrannt in Schüttendorf in Böhmen. Mehrere Personen sind bei den Löscharbeiten verlegt worden. Paris, 31. Juli. Die Subskription für die Hilfs- Bedürftigen auf Martinique erreichte fast die Höhe von 6 Millionen Franks. * Der Rüdzug der russischen Truppen aus der Mandschurei ist verschoben worden, weil bedeutende Schungusen- Banden zwischen Yunglin und Tunchuasian ihr Wesen treiben. Jede Verbindung zwischen diesen beiden Punkten ist abgeschnitten. Eine Kosaken- Abteilung mußte sich mit Waffengewalt einen Weg bahnen und verlor mehrere Mann. Zwei russische Kaufleute, welche einen Waren- Transport begleiteten, wurden von Schun gusen gefangen genommen und lebendig verbrannt." Cadix, 30. Juli. Gestern früh fand eine Explosion in der Dynamit- Niederlage von San Sebastian statt. 5 Bersonen wurden schwer verletzt * * Ein neuer Kettenstich. Allen Nähmaschinenfabrikanten kommt die Nachricht, daß ein Einbrecher, namens Filer, der im Trenton- Gefängnis( Neu- Jersey) eine Strafe von 12 Jahren verbüßt, eine Erfindung vollendete, die ihm seine Freiheit eingebracht hat. Es iſt ein neuer Stettenstich; man glaubt, daß dadurch eine Umwälzung in der Einrichtung der Nähmaschine eintreten wird, durch die sie einfacher, billiger und leistungsfähiger wird. Die Erfindung ist von Sachverständigen geprüft und für sehr wertvoll erklärt worden. Darauf hat ihn der Gouverneur begnadigt. Eine Gesellschaft von Fabrikanten mit einem Kapital von 4 Millionen Mark will die Erfindung verwerten. Der frühere Sträfling ist jetzt zu Reichtum gelangt. * Die Pest in Asien fordert immer mehr Opfer. Wie aus Hongkong gemeldet wird, wurden dort in der vergangenen Woche 33 Pestfälle festgestellt, wovon 23 tötlich verlaufen sind. Der Sultan erließ einen Befehl zur Ergreifung ernster Maßregeln, damit die Cholera nicht aus Aegypten in die Türkei eingeschleppt wird. Der Kaiser in Emden. Emden, 30. Juli. Nach einer Fahrt durch den Binnenhafen traf der Kaiser um 10% Uhr am Rathaus ein. Auf der Landungsbrücke vor dem Nathause hielt der Kaiser eine Ansprache an die geretteten Mannschaften des Torpedobootes S. 42 und drückte seine Freude über das tapfere Verhalten der gesamten Besagung und sein tiefes Bedauern aus, daß der Kommandant und einige der Mannschaften ihre Tapferkeit mit dem Tode hätten büßen müssen. Darauf verlieh er den Mannschaften Auszeichnungen. Der Oberbürger meister Fürbinger hielt im Sigungssaale des Rathauses eine Ansprache an den Kaiser. Redner erinnerte daran, daß Emden einst die Brücke gewesen sei, auf welcher der brandenburgische und preußische Staat den Fuß an die Nordsee setzten. Der Kaiser habe das von Kaiser Wilhelm dem Großen begonnene Werk, die Wasserstraße nach Westfalen, glänzend durchgeführt und zu der Erweiterung des Binnenhafens noch den neuen Außenhafen hinzugefügt. Der Kaiser bedeckte sich dann mit der weißen Marinemüge und hielt eine Rede, in der er u. A. anführte: Die Stadt Emden hat, wie viele Städte unseres es erleben müssen, daß der Handel andere Wege ging Vaterlandes, eine schwere Zeit durchzumachen gehabt. Sie ist eine blühende Handelsstadt gewesen und hat und andere Bahnen zog, und daß ihr blühender Zustand zurückging. Sie hat eine große Rolle in der Geschichte gespielt und trat dann in den Hintergrund, aber niemals hat Emden durch Schreien und Klagen in Bitterkeit den veränderten Zeiten Rechnung getragen, sondern in stillem, innigem Gottvertrauen auf die Zukunft gewartet. Ich möchte diesen Seelenzustand, diese Eigenschaft der Friesen und Emdens nicht besser bezeichnen können, als mit dem wort, das von meinen hochseligen Vater gesagt ist:„ Sie haben gelernt, zu leiden ohne zu klagen." Fürwahr, ein aroßes Beispiel, an dem sich viele meiner Landsleute ein Muster nehmen sollten Meine Herren, ich glaube, daß bessere Tage für Sie im Anzuge sind. Der Kanal iſt gegraben, das Hinterland ist für Sie geöffnet, die Seeschiffe fommen herein. Es wird an Ihnen liegen, die Konjunktur aus zunügen. An mir wird es sein, den Frieden zu er halten, damit auch die Stadt Emden e ner gedeihlichen auf das Wahl der Stadt Emden. Sie lebe hoch! hoch hoch. Bufunft entgegenseher fann. Mit diesem Wunsche trinte ich Später fuhr der Kaiser nach dem Telegraphenamt, wo Beim Ingenieur Dreisbah de Kabeltelegraphie erklärte. Empfange des Kaisers war auch der Staatssekretär des Reihop stamtes, Krätte, zug gen. Hochschulnachrichten. Berlin. Die Leitung der Klinit für Hautfrankheiten in der Charite, von der Geh. Nath Pof. E. Schweninger enibunden wurde, wurde von dem a. a. Professor Dr. Edmund Besser übernommen. Dr. Lesser ist Direktor der Klinik für syphitische Krantheiten, mt der die Klinik für Hautkrankheiten verbunden war, bevor Schweninger fie im Jahr 1884 als selbstständige Klinik übernahm. Man schreibt aus Jena: Prof. Matthes hat den Ruf als Oberarzt an das Dresdener Stadtkrankenhaus abgelehnt; er berbleibt in seinem akademischen Lehramt. - neueste Nachrichten. * Vom deutschen Säugerfest in Graz. Der Statthalter von Steiermark Graf Clary soll wegen des Vorgehens der militärischen Behörden beim Sängerfe: der= Newyork, 31. Juli. Wie verlautet, wird sich der artig verstimmt sein, daß er zu demissionieren beab- Milliardar Reginald Vanderbilt demnächst mit Fräulein sichtigt. Größte Anerkennung findet das Verhalten der Nelson vermählen Vanderbilt hat von seinem Vater gestern Reichsdeutschen, welche sich jeder politischen Kundgebung 20 Millionen Dollar bei seiner Majoritäts- Erklärung enthielten. notariell verschrieben erhalten. Geh. Hofrat Professor Josef Kürschner ist auf dem Ein Allgemeiner deutscher RatholitenWege von Win isch- Watrei Huben infolge eines Schlag- Kongreß wird zum 24. und 25. August nach Königgrätz anfalles plötzlich verstorben. einberufen. * Verdingung. Die zur Herstellung einer Abortanlage, einer geZwiebelkuchen! pflasterten Zufahrt zum Kohlenschuppen und eines Geländers Montag, Mittwoch und am Untergraben des städt. Electrizitätswerkes erforderlichen Freitag von vormittags 9 Erel- u. Maurer, Zimmer-, Schreiner-, Schlosser, Uhr an bei Weißbinder- und Pflasterarbeiten sollen Mittwoch, den 6. August d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Hofbäcker Noll Mausburg. Zwiebelkuchen tag von vormittags 8.30 Uhr an bei Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau Zimmer Nr. 2( Schreib- Dienstag, Donnerstag n.Samastube) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen Buschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 30. Juli 1902. 1596) Das Stadtbauamt. Schmandt. Contentia. ( Wohlthätigkeits- Verein.) Sonntag, den 3. August Ausflug nach dem Windhof Zusammenkunft 22 Uhr nachm. Lahnbrüde. Geschäftseröffnung. Dem geehrten Publikum von Gießen hierdurch zur Kenntnis, daß ich mit dem heutigen mein Flaschenbiergeschäft, L. Schomber, Wallthorstraße. Wasche Pferdemarkt.. Gießen. Am Mittwoch, den 10. September findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung zum Waschen u. Bügeln wird angenommen. Auch ausbessern wird bestens bes. 3 erfr. Neustadt 77, I. Mahagoni, Sekretär, Waschkom mode mit Spiegelaufsatz, Sopha, rund. Tisch, Was bmange, Pariser Pendüle, kompl. Bade inrichtung, ergl. Tüll- Stores, alte Gartenstühle statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Ge Schlüsselbrett, div. Hausgeräte, brauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mk. ist dem Herrn Richard Buchacker billig abzugeben aus dem Kari dahier übertragen. Kohlermannschen Nachlaß, Gießen, Juli 1902. verbunden, für welche 1565 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Oekonomie: rat Schlenke Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplay und zurük. Am 11. September, nachmittags Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung Stepbanstraße 15, II. Groz Vereinszimmer und eine Kneipe sofort zu ver= mieten. Hotel Seipp, Liebigstraße 3. 1598 Kleine Platate: sowie Buiter-, Eier- u. Gemüsehandlung Möblirie Zimmer zu verin dem Grünewald'schen Hause, Bahnhofstrasse 50 eröffnet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Bestellungen werden per Telephon Nr. 53 entgegengenommen und frei ins Haus geliefert. Gießen, 31. August 1902. 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Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstift. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Busstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Blagen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Balik chmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Wilz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke lang'am dahin. Kräuter- We n giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gisken, Großen- Linden, Wiklar Froshausen, Eraunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach. Bad- Nauheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum in Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Besta d teile sind: Malagamein 450,0, Weinsprit 1000, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, bereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerif. raftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man. Bismarckstraße 30( Ede Stephan 5- Zimmerwohnung str.) elegante 5.Zimmer- m. allem Zubehör, Gas, Bleichwohnung fofort, eb. 1. Okt. plaß, Garten für 500 mt. per 1. zu vermieten Fr. Kopp eräum. 5-6.3 mmerwohn. im Vorderhaus, ferner 4- Zimmerwohnung im Nebenhaus in schöner Lage per 1. Oft. ev. 1. Sept. zu vermieten. Näh. Ludwigstraße 14. II. chöne 3-4 Bimmerwohnung Mansarde per 1. September zu vermieten. Näh Göthestr. 54. Schillerstrasse 9, pa= ter e, 5 Zimmer nebst Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. Karl Steller. Mehrere Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermieten. Bismardstraße 17 chöne Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern u. Kabinett zu vermieten. Löwengasse 20. chön möbl. 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