mmerwohnallem Zubehör, fo aden, elekt. Licht. Löwengaffe 27. Bimmer in rubige e der Kliniken per ermieten. Erped. 6. Bl. blirtes Bimmer Bahnhofftraße 38. Cober ev. früher Fmmerwohn. Gartenanteil zu Lublinski, Ede instraße 41. Emmer. part. in ber sofort oder eten. Näheres 4, im Laben. Dergehende unmobmer zu bermieten. Afterweg 12. Be 30( Ede Stephan 5. ZimmerFofort, ev. 1. Oft. Fr. Kopp 6-3immerwohn. erhaus, ferner 4 g im Nebenhaus per 1. Oft. eb. 1. eten. wigstraße 14, II. Bimmer mit Rabioder später zu berWallthorstraße 25. Zimmerwohnung per 1. September äb Göthestr. 54. Simmer im 1. Stod ten. Schulftraße 10 herwohnung im 2. esternerweg 9 per mieten. Näb. bei ünbergerstr. 10 a. ber ist der dritte ines Hauses per ermieten. Bahnhofstr. 22. rasse 9, pa nebst Zubehör per ermieten. Karl Steller, extoohnung ör, Gas, Bleich ir 500 mt. per 1. päter zu vermieten. Erped. d. Blattes. net per 1. August Wetzsteinstr, 22, II. P. 18, 1. Stod, fon, Badezimmer. platz 2c, ist weg1. Oft. zu verm. ohnung, 43immer vermieten. oh, Kirchenplay. erfauften Haufe trake 5 find Par eletage, neu hergener, Badezimmer u , per fofort zu ver Wetsteinftr. 40. es Logis, e u. i w. Selters ort zu vermieten. im Uhrengeschäft Neubau Wilhelmben wir elegante ohnungen mit mit den schönsten er Sept. auch früher Desgl. per Oktober üher in unferen helmstr. 8 u. 10 5, 6 u. 7- Zimmer fu. Schneider. use Nordaniage 7 gante 6-3mmer it Bad, Balfon und en der Neuzeit enEinrichtungen zu be Frankfurteritr. 29. leubau Brandpla elegante 5- Zimmer it Bad, Loggia Erfer ubehör sofort zu verFrankfurterstr. 29. immer zu ber Rolffeftraße 24, III Tunmöblites Zimmer er Lage ist vom 1 u vermieten. Diegitr. 10, III. St Neubau Goethefind der Barterreftod bft 2 Entrefolzimmern a), die Beletage( 5 embenzimmer ne anda), die Mansard nec nebft allem 3 pt. oder Oftober Söberstraße 17 1. Bimmer per fofort Ter zu vermieten. Nä achfolg., Schulftraße ohnung zu vermieten bäufer, Neue Bäue 17 der Grünbergeritr. 89 nes Haus eventl. aud und 2. Stod, fotie Remife, Gartenanteil 1 September ober Chrift Duill günftigen Bedingunge Nr. 174. Zweites Blatt. Mittwoch, den 30. Juli 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1 50. Gratis beilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und d Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen, wie ganz Oberbeffen, die Kreiſe Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) and sid Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Das eigenhändige Testament. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch wird ein Testament entweder vor einem Richter oder einem Notar errichtet oder durch eine von dem Erblasser unter Angabe des Ortes und des Tages eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung. Trotzdem für dieses letztgedachte Testament- das eigenhändige bezw. holographische die Beachtung irgend weiterer Formen nicht vorgeschrieben ist, bergeht für einen beschäftigten Nachlaßrichter faum eine Woche, ohne daß ihm ein wegen Formverstoßes nichtiges eigenhändiges Testament zu Gesicht kommt. - Wer ohne Notar oder Gericht sein Testament machen will, muß vor Allem bedenken, daß er das ganze Testament ohne jede Ausnahme mit eigener Hand zu schreiben hat. Wird auch nur ein Wort von fremder Hand geschrieben, so ist das ganze Testament nichtig. Welche Sprache, welche Schriftzeichen man verwendet, ist gleid giltig, jedoch ist die Benutzung eines mechanischen Verfahrens. z. B. des Drucks, der Schreibmaschine unstatthaft. Auch Ort und Tag der Errichtung müssen von dem Testator selbst geschrieben werden, etwa:„ Berlin 1. Mai 1902." Briefbögen mit Vordruck des Ortes oder der Jahreszahl sind schon mehrfach verhängnisvoll geworden: Man darf den Vordruck nicht benutzen. Der Name muß am Schluß des Testaments stehen; folgendes Testament: Ich, Friedrich Schulze, seze meine Frau zur alleinigen Erbin ein. Berlin, 1. Mai 1902." wäre nichtig, wenn nicht Friedrich Schulze auch noch unter diese Verfügung seinen Namen setzen würde. Das im Testament angegebene Datum muß auch den wahren Ort und Tag der Errichtung bezeichnen. Will man ein Testament nachträglich ändern, so wird es sich empfehlen, nicht in dem Testament zu streichen, sondern die abändernde Bestimmung wiederum eigenhändig zu schreiben und sie unter eigenhändiger Angabe des Ortes und des Tages der Abänderung zu unterschreiben. Schreibt man in ein errichtetes Testament Zusäße, so müssen auch diese mit Ort, Tag und Unterschrift sein. - Ehegatten können ein gemeinschaftliches Testament errichten. Zur Errichtung eines eigenhändigen gemeinschaftlichen Testaments genügt es, wenn zunächst einer der Ehegatten das ganze Testament in der oben beschriebenen Weise also mit Ort, Tag und Unterschrift errichtet und dann der andere Ehegatte die Erklär ung beifügt, daß das Testament auch als sein Testament gelten solle. Diese Erklärung muß unter Angabe des Ortes und Tages eigenhändig geschrieben und unterschrieben werden, fönnte also etwa lauten:„ Vor- stehendes Testament soll auch als mein Testament gelten. Berlin 1. Mat 1902. Frau Marie Schulze." Hier ist bor allem zu betonnen, daß beide Ehegatten zu ihrer Unterschrift den Ort und Tag hinzusetzen müssen. Recht häufig wird in derartigen Testamenten nur von einem der Ghegatten der Ort und Tag der Errichtung geschrieben: Ein solches Testament ist ungültig. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Dr. ing. Nun können auch Architekten die Würde eines Dr. ing. erwerben. Bisher bestanden bei den technischen Hochschulen feine Diplomprüfungen für Architekten. Vom 1. Oktober d. I. ab ist es den Studierenden der Architektur an der kgl. Technischen Hochschule zu Charlottenburg ermöglicht, eine Diplomprüfung abzulegen. Sie soll den Bewerbern den Nachweis ermöglichen, daß sie durch ihr akademisches Studium die Ausbildung erworben haben, die eine ausreichende Grundlage für die selbstständige, von fünstlerischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten geleitete fachliche Thätigkeit gewährt. Die fgl. Technische Hochschule hat das Recht, auf Grund der DiplomPrüfungen den Grad eines Diplom- Ingenieurs zu erteilen. Bedingungen zur Zulassung zu dieser Prüfung find bei Inländern das Reisezeugnis, bei Ausländern ein gleichwertiges Zeugnis, ferner die Immatrikulation als Studierender der Technischen Hochschule zu Berlin; für die Vorprüfung ein zweijähriges Studium an technischen Hochschulen des Deutschen Reiches überhaupt und für die Hauptprüfung der Nachweis der an einer technischen Hochschule des Deutschen Reiches bestandenen Vorprüfung, sowie eines eines mindestens vierjährigen Studiums an technischen Hochschulen des Deutschen Reiches. Von dieser Studienzeit müssen ferner mindestens drei Halbjahre in die Zeit nach dem Bestehen der Vorprüfung fallen. ** Franfaturzwang für leere& mballage. Die Wiesbadener Handelskammer gab die Anregung, der Bestimmung, nach welcher gebrauchte leere Kisten, Körbe usw. bei der Aufgabe frankiert werden müssen, durch Aufnahme in die Verkehrsordnung gesetzliche Straft zu geben. Der Vorstand der rheinhessischen Weinhändler und die Mainzer Handelskammer dagegen sind der Ansicht, daß die Ausführung des Antrages unthunlich erscheint. ** Annoncen deutlich schreiben! Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts braucht für Fehler in einer Anzeige, welche infolge unleserlich und undeutlich geschriebenen Manuskriptes entstanden sind, kein Ersatz geleistet zu werden. Das Reichsgericht ging hierbei von der Ansicht aus, daß Anzeigen, welche man einer Zeitung zusendet, deutlich geschrieben sein müssen. Das Deutlichschreiben sei natürlich angelegentlich auch bei dem Manuskripte für den redaktionellen Tert der Zeitung empfohlen. Irrtümer entstehen leicht, dagegen sind häufig die Folgen nicht so schnell zu beseitigen. ** Eine für Buchhändler und Verleger willkommene Verfügung hat der preußische Kultusminister erlaffen. Da mit dem neuen Schuljahr 1903/4 die Einführung der neuen Rechtschreibung in Aussicht genommen der neuen Rechtschreibung in Aussicht genommen ist, so fönnen schon jetzt die in der neuen Rechtschreibung gedruckten Bücher eingeführt werden. Neben diesen sollen aber auch noch im nächsten Jahre die alten Bücher zugelassen werden. Ein Druck von irgend einer Seite, nur die neuen Bücher zu kaufen, soll der königlichen Regierung bekannt gegeben werden. Demnach fönnen die noch vorhandenen alten Bücher aufgebraucht werden. Aus Hessen und Nachbargebieten. leute auf eine gute Ernte binnen 10 Minuten bernichtete. Die dicken Hagelförner zerschmetterten viele Fensterscheiben, schlugen Aeste von den Bäumen und zerstörten die geringe Obsternte fast ganz. Die vorher üppig stehenden Feldfrüchte bieten jetzt einen traurigen Anblick. Bohnen, Gurfen, Kartoffeln und Gemüse liegen zerfetzt über dem Erdboden ausgebreitet. Am meisten haben die Gerste und der Hafer gelitten. Der Schaden ist groß. Nur 1½ der hiesigen Bürger hat versichert. Schlangenbad, 29. Juli. Am 2. August werden die Bürgermeister des Kreises Bingen unter Führung des Herrn Geh. Geg.- Rat Spamer unserem idillischen Badeorte einen Besuch abstatten. duts Elmstein, 26. Juli. Der 13jährige Waisenknabe Valentin Marx wollte an einem Stuhwagen voll kleingesägtem Brennholz beim Fortschaffen helfen. Der Knabe befand sich mit noch einem Stnaben an der Deichsel, an einer sehr abschüssigen Straßenstelle stolperte er, die Räder gingen ihm über Hals und Brust und er blieb tot auf dem Plaze liegen. horos Kastel, 29. Juli. Der in St. Louis wohnende Großbrauereibefizer Busch hat wiederum seine Anhänglichkeit an Stastel bewiesen, indem er durch seine Gemahlin den hiesigen Oberlehrern 500 mt für bedürftige Kinder ohne Unterschied der Konfession überweisen ließ. J. Mainz, 29. Jult. 3urückgekehrt ist am Samstag der 16jährige Schreibgehilfe von hier, der mit noch zwei gleichalterigen Kameraden( nicht Frauenspersonen, wie berichtet wurde), in abenteuerlicher Anwandlung eine Reise um die Welt machen wollte. Fretwillig und reumütig kehrten die jungen Leute wieder zurück. Von dem entnommenen Geld ihrer Eltern haben fie etwa 400 Mt. verbraucht. Vermischtes. Wetzlar, 28. Juli. Die Sigung der Handelskammer am Freitag den 18. hatte folgende Hauptverhandlungspunkte: 1. Geschäftsbericht, 2. Rechnungs legung für 1901/02. 3u Kaffenrevisoren wurden ernannt die Herren G. Buß und A. Waldschmidt. 3. Eisenbahnverhältnisse im Kreise Weglar: Die Kammer wird in ernannten Eingaben 1) für den Bau der Bahn nach Hohensolms- Gladenbach. 2) für den Bau der Bahn Usingen- Weilmünster über Gräven wiesbach mit Fortführung der Linie über Brandoberndorf nach Burgsolms eintreten. Was den Wetzlarer Bahnhof anbetrifft, so wird die Kammer dem Bedürfnis entsprechend um nochmalige Erweiterung vorstellig werden. 4. Berichterstattung über die erbezirke Wetlar und Gladenbach: Bis jetzt strebte andere Einteilung der Amtsgerichtssind erst 3 Ortschaften dem Bezirke Wetzlar zugewiesen. Man wird darauf hinwirken, daß noch 4 andere folgen. 5. Antrag auf Beseitigung der Gerichts ferien: Der Beschluß lautet: Die Handelskammer für den Kreis Weglar erachtet den Antrag der vereinigten rheinisch- westfälischen Handelskammer auf Beseitigung der Gerichtsferien insoweit für zeit- richt zu besuchen. Der Minister der geistlichen 2c. Angelegen gemäß, als sie die zweimonatige Ferienzeit nicht für erforderlich hält, sondern auf einen Monat beschränkt ſchen will. Die jetzige Dauer der Gerichtsferien hat fraglos eine Störung und Verschleppung vieler gerade zur Folge. den geschäftlichen Verkehr berührenden Gerichtssachen Das preußische Kultusministerium veröffentlicht in dem neuen Hefte des Centralblatttes für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen folgende Entscheidung des Straffenats des Berliner Kammergerichts über die Verpflichtung jüdischer Kinder zum Schulbesuche an jüdischen Feiertagen:„ Nach§ 61 bes Gesetzes vom 23. Juli 1847 über die Verhältnisse der Juden sind die Juden schuldig, ihre Kinder zur regelmäßigen Teilnahme an dem Unterricht in der Drtsschule während des gefeßlich vorgeschriebenen Alters anzuhalten oder ihnen durch häusliche Unterweisung oder durch ordentlichen Besuch einer anderen vorschriftsmäßig eingerichteten öffentlichen oder PrivatLehranstalt einen regelmäßigen und genügenden Unterricht in den Elementarkenntnissen zu Teil werden zu lassen. Nur zur jüdischen Kinder nach§ 62 a. a. D. nicht verpflichtet." Da Teilnahme an dem christlichen Religionsunterricht sind die fonach eine regelmäßige Teilnahme für den Unterricht in den Ortsschulen vorgeschrieben und von den Unterrichtsgegenständen ausdrücklich nur der christliche Religionsunterricht ausgenommen ist, so besteht an sich für jüdische Kinder, wenn sie die Ortsschule besuchen, die Verpflichtung, auch den an jüdischen Feiertagen an dieser Schule stattfindenden Unterheiten hat jedoch in den Erlassen vom 6. Mai 1859, 4. April 1868 und 5. April 1884( abgedruckt bei Schneider und v. Bremen: das Volksschulwesen im preußischen Staate, Bd. III S. 62, 63) angeordnet, daß, wenn die Eltern der jüdischen Kinder aus religiösen Motiven wünschen, daß ihre Kinder an den Samstagen und jüdischen Feiertagen von dem Besuche der Schule entbunden werden, diese Ansprüche Berücksichtigung finden und die Kinder, und zwar auch solche, welche die Volksschule besuchen, an diesen Tagen von der Teilnahme an dem Unterrichte durch die Schulaufsichtsbehörden dispenfirt Im Bahnpostwagen verunglückt. Bei dem am Samstag werden sollen. Die Eltern fönnen fonach nicht für befugt Vormittag gegen halb 7 Uhr in Darmstadt eingetroffenen erachtet werden, nach ihrem Belieben ihre Kinder an den Frankfurter Personenzug Nr. 65 wurde der Posthilfebote jüdischen Feiertagen ohne weiteres von dem Besuche der Meß aus Frankfurt, der den in diesem Zuge laufenden Post- Schule fernzuhalten, vielmehr ist ihnen dies nur gestattet beiwagen all in zu bedienen hatte, bewußtios unter den auf Grund einer von Seiten der Schulaufsichtsbehörde er Back ten vorgefunden. Der Wagen war fast ganz beladen, folgten Dispensation, über deren Erteilung die angezogenen fügung stand. Die nach allen Seiten hin aufgetürmten Badete sodaß dem Hilssbot n nur noch ein kleiner Raum zur Ver- Erlasse des Ministers ergangen sind. Eine Schulversäumnis, fügung stand. Die nach allen Seiten hin aufgetürmten Packete die ohne diese Dispensation stattgefunden hat, kann daher als waren nun infolge der Erschütterung zusammeng stürzt und eine solche, für die ein genügender Grund vorliegt, nicht anals man ihn aus seiner schrecklichen Situation befreite. Man hatten den Metz unter sich begraben. Met war bewußtlos, gesehen werden." verbrachte ihn, nachdem er das Bewußtsein wieder erlangt hatte, ins Hospital. Darmstadt, 28. Jult. Der Privatdocent Kamerer lichen Professor für Maschinenbaukunde an der techan der technischen Hochschule wurde zum außerordentnischen Hochschule in München ernannt. lichen Professor für Maschinenbaukunde an der techHermannstein, 27. Juli. Gestern Abend nach 7 Uhr entlub sich ein schweres Hagelwetter über unserer Gemarkung, das die Hoffnungen unserer Land- Brieg, 27. Jult. Aus Furcht vor Strafe- er hatte den Frühdienſt verſchlafen hat sich ein Einjährig- Freiwilliger- Unteroffizier vom 157. InfanterieRegiment erschossen. Aus Kattow it wird berichtet: Der bereits gemeldete Eisenbahn- Unfall von Granica, wo die Königin Olga von Griechenland in Gefahr geriet, wurde dadurch herbeigeführt, daß durch die Unachtsam feit eines Weichenstellers dem einfahrenden Zuge ein zurückdrückender Rangierzug in die Flanke fuhr. Die Königin und ihr Gefolge wurden mit großer Heftigkeit von den Sitzen geschleudert. Der Weichensteller nicht wie es zuerst hieß der Stations Vorsteher ist entflohen. Der Stationsvorsteher wurde verhaftet. * | Eine heitere Kleinbahngeschichte wird aus dem Spreewald erzählt. Auf der Lübben- Kottbuser Kleinbahn wollten zwei junge Leute, eine Wendin und ein Landmann aus Bylen bei Burg in Werben den Zug besteigen. Da dieser bereits abgefahren war, entschlossen sich die beiden jungen Leute, um den Zug später in Burg noch zu erreichen, einen Dauerlauf zu unternehmen. Die Passagiere des dahinrollenden Buges, die das Vorhaben der Beiden in Werben bemerkt hatten, sahen zu ihrem Erstannen, daß, als der Zug eben in Burg einfuhr, gleichzeitig auch jenes Bärchen, allerdings etwas außer Atem, aber doch in voller Munterfeit, angelangt war und alsbald einstieg. Die Beiden hatten also den Chausseeweg verhältnismäßig schneller zurückgelegt, als der Zug seine Strecke auf den gatten Schienen zu durchm ssen vermochte. * Lassen Sie mich leben! Als wahre Geschichte aus der kleinen Residenzstadt Sch." wird berichtet: Zwei luftige junge Leute kommen Abends recht angeregt in ihr Hotel zurück und geraten in ein verkehrtes Zimmer. Bei ihrem Eintritt erhebt sich eine bleiche weibliche Gedem Winter- Semester seine Vorlesungen einzuschränken. Zu seiner Entlastung wurde Professor Wilhelm Windelband aus Straßburg nach Heidelberg berufen. Derselbe hat den Ruf bereits angenommen. - Nr. Ибокиет wohnungen befindet, und da ich glaubte, daß es sich um Mannschaften handelte, ging ich nach der Stelle hin, fand jedoch, daß es Offiziere waren, welche sich den Leutnant Gregson vorgenommen hatten. Sie jagten den Unglücklichen mit ihren Reitpeitschen um den Kasernenhof, wobei sie sich einer sehr schlechten Sprache bedienten. Ich hörte Redensarten: Nun Du... Jezt haben wir Dich!" und" Nimm das Du.....!" u.. w. Dann ergriffen sie Gregson und wälzten ihn auf dem Sande umher. Dann steckten sie ihn in den Wassertrog, tauchten ihn über und über ins Wasser und mehr tot als lebendig tam er aus dem Troge heraus. Dann machten sich die Offiziere nach Gregson's Wohnung auf, wo sie Alles auf den Kopf stellten. Sie zerschlugen die Fensterscheiben und schleuderten die Möbel auf den Hof. Die Stiefel warfen sie auf das Dach seiner Wohnung und verzierten die Thüren mit Matten 2c. Als Alles vorbei war, kehrte der arme Leutrant in seine Wohnung zurück und verbrachte in seinen Baletot eingewickelt eine schlechte Nacht. Seine Kameraden hatten seine ganze Ausrüstung zerstört, und am nächsten Morgen hatte er feine Uniformstücke, um zur Parade zu gehen." Leutnant Gregson ist ein ganz junger Offizier und ist erst im Februar dieses Jahres befördert worden. Er hat sich beim Regiment jederzeit als ein diensteifriger Offizier gezeigt, welcher seinen Beruf sehr ernst nimmt, und der Augenzeuge versichert, daß er nicht nur ein tüchtiger Soldat, sondern auch bei den Mannschaften außerordentlich beliebt ist. Nur die Thatsache, daß er sich von den Gelagen seiner Kameraden fern gehalten habe, sei der Grund der Abneigung der= ſelben gegen ihn. Der Berichterstatter sagt, er habe während seiner Militärzeit zwet oder drei junge Offtziere gekannt, die in gleicher Weise behandelt worden seien und den Abschied hätten nehmen müſſen. Gin junger Offizier, dessen einziger Fehler es gewesen sei, daß er aus einem Milizregiment hervorgegangen war, wäre vor ein oder zwei Jahren vorgenommen worden, aber seine Angreifer hätten den Kürzeren gezogen, da er zufälligerweise ein vorzüglicher Borer war. Leutnant Gregson meldete am folgenden Morgen die Vorfälle persönlich dem Kriegsministerium. Sein Onkel, Major Gregson, hat inzwischen mit dem Commandeur, Oberstleutnant Neeld, Rücksprache genommen. Der Com Borfall, und soweit bis jetzt bekannt ist, hat keiner der mandene erfuhr erst am nächsten Morgen von dem Bernehmungen zur Feststellung des Thatbestandes haben älteren Offiziere irgend etwas damit zu thun. Die Bernehmungen zur Feststellung des Thatbestandes haben begonnen und es ist anzunehmen, daß die Untersuchung in gründlichster Weise stattfinden wird, da König Eduard Chef des Regiments ist. * Eine lustige Geschichte erzählte dieser Tage der bekannte französische Komponist Ernst Reyer. Er befand sich eines Abends in einem großen Londoner Theater und saß in der Loge eines Lords; in seinem jugendlichen Leichtsinn hatte er aber vergessen, den Frad anzuziehen. Er hatte kaum Plaz genommen, als ein Logenschließer in der Loge erschien, um ihm die unangenehme Mitteilung zu machen, daß er so gekleidet, wie er war, unmöglich in der Loge bleiben fönne. Reyer weigerte sich, die Loge zu verlassen; auch der Lord trat für ihn ein, aber der Logenschließer ließ nicht mit sich reden. Da band sich der Komponist des" Sigurd", unterstügt von dem edlen Lord die farb ge Kravatte los und ersetzte sie durch sein weißes Taschentuch, daß er sich um den Hals band; dann öffnete er die Weste weit, so daß das ganze Oberhemd zu sehen war, steckte mit Nadeln die Ecken seines Rockes hoch, um ihm die Form eines Schwalbenschwanzes zu verleihen, und sagte dann sarkastisch zu dem Logenschließer:" Ist es gut so?" " Ja!" antwortete dieser und verließ zufrieden die Loge. * Wien, 29. Juli. Die Pferde der Hof- Equip age, in welcher sich Erzherzog Friedrich Karl und sein Adjutant zu einer Regimentsübung begaben, wurden in der Nähe des Bahnhofes scheu und rannten gegen den Bahndamm, wo sie zu Fall famen. Trotzdem der Wagen unistürzte blieben der Erzherzog und sein Adjutant unverlegt. Zur selben Zeit wurde das Pferd des Kommandeurs des Kaiserjäger- Regiments, Oberstleutnant Baron Duerfeld, scheu und stürzte. Duerfeld wurde von einem Milchwagen, dessen Pferde ebenfalls scheu geworden waren, überfahren und erlitt mehrere Nippenbrüche. Er mußte ins Hospital geschafft werden. * Der„ Tepp". Aus Wien berichtet das Neue Wiener Journal: Der Herr Landesschulinspektor Dr. X. inspizierte türzlich die Klasse einer Mädchen- volksschule. Er ist sehr zufrieden. Das Fräulein Lehrerin kann auf die Erziehungs- und Unterrichtsresultate sowie auf das Lob des gestrengen Vorgeseßten stolz sein. Aber ganz zuletzt, als sich der Herr Inspektor eben entfernen will, ereignet sich ein fleiner Zwischenfall, bei dem sie sich leider eine pädagogische Blöße giebt. Ein Mädchen zeigt auf", doch die Lehrerin winkt ab." Ich halte es nicht für richtig, Fräulein", belehrt der Herr Landesschulinspektor mit väterlicher Milde,„ die Kinder sollen zu den Lehrfräften jederzeit unbedingtes Zutrauen besitzen, bei ihnen Verständnis und innige, ehrliche Teilnahme für alle kleinen Leiden und Anliegen voraussetzen. Wer weiß, welches Anliegen die liebe Kleine auf dem Herzen hat!( Zu dem Mädchen): Nun, mein Kind, was willst Du sagen? So sprich nur!" Die kleine weist hierauf nach ihrer Signachbarin und spricht:" I bitt', die Rainer Paula hat g'sagt: Jeßt geht der Tepp ( Dummtopf) fort!" ſtalt von den Linnen, streckt beschwörend die Arme aus und fleht:„ Lassen Sie mich leben! Lassen Sie mich leben!- „ Warum nicht?" ruft der vorderste der jungen Leute, wendet sich zu einem Genossen und sagt: Also los, Hannes! Sie lebe- hoch! Und nochmal: Hoch! Zum dritten Male: Hoooch!" " * Schlettſtabt, 28. Jult. Ein Jagdunfall mit tötlichem Ausgange hat sich gestern hier ereignet. Zwei Offiziere des 8. Jäger- Bataillons begaben sich frühmorgens auf die Jagd. Auf unaufgeklärte Weise entlud fich ein Gewehr und der Schuß traf den Leutnant Erich Stubenrauch in den Nacken. Derselbe war sofort to t.sgidija Ein alter Deſerteur wurde dieser Tage in Deutsch. Oth bei Diedenhofen festgenommen. Es handelt sich um einen Mann von 65 Jahren, welcher hier einen Sohn hat. Der Mann diente im Jahre 1866 im InfanterieRegiment Nr. 70 in Saarlouis, von wo aus er desertierte und sein Seitengewehr mitnahm. Da der gegen ihn seiner Beit erlassene Steckbrief nicht zurückgenommen worden ist, mußte seine Festnahme erfolgen; doch wird man in Anbetracht der verflossenen Zeit wohl gelinde verfahren. * Was die Polizei verbieten kann. In dem schönen Städtchen Treptow an der Rega hat die löbliche Bolizei- Berordnung folgende polizeiliche Erinnerung" dieser Tage erlassen: Bur Erhaltung des öffentlichen Anstandes, Sittlichkeit, Ruhe und Ordnung auf den Straßen werden folgende Bestimmungen der Straßen- Polizei- Drbnung:§ 46. Grobe Verstöße gegen die öffentliche Ordnung und Ruhe, gegen Sitte und Anstand auf Straßen und öffentlichen Pläßen haben augenblickliche Verhaftung und Bestrafung zur Folge. Namentlich ist lautes Singen sowie auch Schreien, besonders zur Abend- und Nachtzeit, verboten;§ 51. Dienstmädchen und andere ledige Frauenzimmer, welche im Sommer nach 11 und im Winter nach 10 Uhr Abends entweder allein oder im verdächtigen Umgang auf den Straßen, wozu auch die Anlagen zu rechnen sind, zwecklos umherstreifend betroffen werden, sollen verhaftet und bestraft werden; mit dem Hinweise darauf in Erinnerung gebracht, daß die Polizeibeamten auf das Bestimmteste angewiesen sind, in allen vorkommenden Fällen sofort und unnachsichtlich einzuschreiten." Die lieben, süßen Mädel aus Treptow an Jer Rega! Heidelberg, 29. Juli. Professor Kuno Fischer, der letter Lage seinen 78 Geburtstag feierte, beginnt mit - 2525252525 London, 29. Juli. Nach einem Telegramm aus Kingston sind zahlreiche vulkanische Ausbrüche in den Schwefelgruben seit dem 21. ds. Mis. verzeichnet worden. Die Ausbrüche waren von furzen Eröſtößen begleitet. wurde der Kommandeur des 2. Artillerie- Regiments, Oberst Schischloff, wegen Defraudation und Bestechungen verhaftet. Mißhandlung eines englischen Offiziers durch Kameraden. Die Evening News" bringen folgende Nachrichten über | eine in Windsor in der Cavalleriekalerne am Montag vorgekommene Mißhandlung eines Offiziers durch seine Kameraden. Ein Augenzeuge schildert den Vorgang wie folgt:„ llngefähr 11½ Uhr hörte ich Geschrei von dem Rasen her, welcher sich in der Nähe der OffiziersMeine wöchentlich frisch gebrannten Kaffee's von vorzüglicher Dualität und Ausgiebigkeit empfehle ich ,, ohne Porzellan- Zugabe" per Pfund 20, 30 und 40 Pfg. billiger und kann sich jede kluge Hausfrau für diesen überzahlten Betrag nicht nur etwas Gediegeneres und ein ihrem Geschmack entsprechenderes Kaffee- Service in jeder Porzellanhandlung erstehen, sondern es bleibt ihr auch noch so viel Geld übrig, den dazu gehörigen Würfelzuder kaufen zu können. Bitte probiren. Gleichzeitig empfehle billigen Einmachzucker. lej ban ras Robert Stuhl Neustadt 23. * in's Haus Gratisbe Oberheij Gartenb Das Großer Waldbrand in Frankreich. Aus Oran wird gemeldet: Seit einigen Tagen stehen die Waldungen in der Umgebung von Saida in Brand. Die Hiße ist fürchterlich. Die Waldungen der Gemeinden Kerdad und Si- HamedBeygani sind vollständig zerstört, desgleichen mehrere umliegende Dörfer. Bis iezt sind bereits 3000 Heftar Wald vernichtet. Truppen sind aufgeboten, um den Brand zu bekämpfen. * Eine große Fenersbrunst äscherte in Bilbao 20 Gebäude ein. Die Vo Kaifer jährigen S ifchen) uni werden, fe Es geht n Gerücht, ei einen der S in Pofen b dak indeffen auffällige An liner Blätter diefer angebli Seite bereits e Lichen Progra worden, wond Monarchen u Ehrenjungfrau * Die lieben Verwandten. Die Behörden in Barcelona entdeckten eine ältere Dame, welche seit sechs Jahren in die Tochter eines verstorbenen Arztes, welcher derselben ein einem dunklen Raum eingesperrt war. Es handelt sich um großes Vermögen hinterlassen hatte. Verwandte hielten die Dame eingesperrt, um das Geld für sich zu verwenden. Briefkasten. W. Brandgasse. Stil und Inhalt Ihres ersten nah Ober- Ingelheim gerichteten Briefes bestimmten mich auf Ihre angebotene Mitarbeit zu verzichten; der zweite Brief belehrt mich, daß ich feinen Fehler gemacht habe. PFLEGE DEN HAAR With And Pflege Dein Baar JAVOL Tar Beste Saare. Pomade, Oel und schädliche Essenzen dürfen nicht auf die Kopfhaut gebracht werden. Es giebt etwas viel Besseres, wodurch Haar und Kopfhaut erfrischt und gestärkt, das Haar seidenweich, üppig, glänzend und geschmeidig wird. Dieses vorzügliche, erstklassige Haarwasser heißt JAVOL Wasche mit SERFA In allen besseren Geschäften zu haben. Fabrikanten: General Vertreter: 1085 Danm& Co., Wiesbaden. Chr. Ludwig Thomas Gießen. zur des Kaisers finden würde Einzug des folchen wie Es mag nu dem behaupt Selbst wenn würde er fich des Kaifers a Raifermanober feft und hierm Stadt Bojen, Ereignife oder in Frage gef an den Kaif berfchieben, ftrationen de und findet sich auf den Toilettentischen Chemikalien u.Utenfiiten der ersten Kreise, da sein Erfolg ein ganz unvergleichlicher ist. Man erhält es, die flasche zu MP. 2.-, Doppel flasche Mt. 3.50 in allen feineren Parfümerien, Drogerien und Coiffeur. geschäften, auch in Apotheken. Kinderwagen, Sportwagen MIT JAVOL! wegen vorgerückter Saison billigst. August Kilbinger. In Gießen in den Drogerien von Adolf Bielee, Emil Fischbach, W. Kilbinger, August Noll, Fr. Kleuker und bei Heinrich Tichy, Coiffeur, Emil Koch, Friseur, Georg Lok, Friseur, A. Welz, Parfümerie. Photographie empfiehlt Victoria- Drogerie. heit des Ka felbft Attento beranlagt wo Natur des ho wollte, er wi Aufenthalt in Steht in Got Sicherheitsma Bürgschaft ab verbrederijde Dies gilt natu Ginitwe wirklich Kai eine Person Bier Lage Die große Traue lints die tief ich bullten die hoher arbeit und ein id Drinnen die a Langit dahingege und von der G wallten breite Gine febr bie Abenbitung gefchloffenen rithmte deutsch Im Hin weiten Raumes bes Sprengels eine Totenmeffe Bähliger Wachst Die Bruft der A Balmwebeln fai jenes foftbare bot bon Elfenbein, Gigentum der grä forglich gehaltene tommen im herria batte man die ich rahmung des Sar Adolf Bieler, 5 Marktstraße 5. Ein fast noch neuer Musik- Automat billig zu verkaufen. Näh. Brandgasse 8. E BE Beiche Beirath bermittelt Frau Krämer, Leipzig, Brüderstr. 6. Auskunft gegen 30ẞfg. boben, filbernen 2 tiderei der wapp Franzen etwas ba Die Damen briben Entel bes Die gemundene Re Esten fo biel bo ngen fonnte. Aiden und no blieb fe Sera ber Sporer. Unb bann Maujoleum; bie