Nr. 302. Zweites Blatt. Montag, den 29. Dezember 1902. Avonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an ollen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Injectionspreis: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen. Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen and Um hung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh Bürgermeisterei Gießen und a derer Behörden von Oberhessen. Die Pläne der fächsischen Kronprinzeffin. RK. Die romantische Herzensaffäre des Erzherzogs Leopold Ferdinand von Oesterreich und seiner Schwester, der Kronprinzessin Luise von Sachsen, beschäftigt das Interesse des Inlandes und Auslandes noch immer in hohem Grade. Der Erzherzog hat inzwischen das Genfer Hotel, in dem er sich bisher mit seiner Schwester Luise aufhielt, verlassen und ist mit Fräulein Adamovicz, die er jetzt öffentlich als seine verlobte Braut bezeichnet, нach Montreur abgereist. Er will seinen Traum von einem sonnigen Eheglück, fern vom Zwang der Hofetiquette, möglichst bald verwirklichen. Nährte er diesen Plan doch schon seit geraumer Zeit. Von einem ehemaligen Kurgaste der Nervenheilanstalt des Geh. Sanitätsrats Dr. Erlenmeyer in Bendorf a. Rý. wird uns mitgeteilt, daß der Bruder der Kronprinzessin von Sachsen, Erzherzog Leopold Ferdinand von Desterreich, in diesem Frühjahr ebenfalls dort lebte, und zwar führte er dort den Namen Baron von Wölffling. Troßdem aber war sein Rang ein offenes Geheimnis unter sämtlichen Gästen und zwar vorzugsweise deshalb, weil der Prinz selbst ,, im Vertrauen" seinen wahren Ramen nannte und schon damals öster durchblicken ließ, daß er cines schönen Tages seine Würde und seine Aemter an den Nagel hängen werde. Ihm war namentlich sein Oheim, der Erzherzog Johann, der als Schiffsfapitän unter dem Ramen Johann Crth verschollen ist, ein nachahmenswertes Beispiel: nach dessen Tode fällt ihm auch das Majorat seines Oheims zu. Bis dahin aber ist er auf den Zinsgenuß eines Vermögens von 250 000 Stronen angewiesen. Die Kronprinzessin von Sachsen hält sich seither immer noch in Gens auf und hat jetzt ihr Infognito ganzlich ausgegeben. Sie ermächtigte ihren Anwalt, den Altbundesrat Lachenal, zu folgender Ertiärung: Sie sei eutschlossen, die eheliche Gemeinschaft nicht wieder aufzunehmen und werde vor Lösung der jetzigen Schwierigkeiten, betreffend die Auflösung der Ehe, weder nach Deutschland noch nach Desterreich zurückkehren, da sie überzeugt sei, daß man sie, wenn sie zurückkehrte, für geistig gestört ausgeben würde, um sie in einem Irrenhaus zu inter nieren. Sie sei gücklich, sich un'er dem Schutz der schweizerischen Geseze zu wissen, und werde in Genf den Verlauf der Dinge abwarten. Einem deutschen Herrn gegenüber, den sie in Genf empfing, sprach die Kronprinzessin die feste Absicht aus, nach Lösung ihrer Ehe den früheren Sprachlehrer ihrer Kinder, André Giron, zu heiraten. Auch dieser erklärte wiederholt, daß er alles daran seben werde, die Hand der Kronprinzessin zu erringen. Auf Giron, der aus einer hochangesehenen Brüsseler Richterfamilie stammt, wird übrigens von seinen Verwandten eifrig eingewirkt, sein Verhältnis zur Kronprinzessin auszugeben und heimzukehren. In Gesellschaft der Prinzessin befindet jich jetzt ihr zweiter Bruder, Josef Ferdinand, der seiner eigenen Aussage nach in die Schweiz gekommen ist, um die Schwester zu begleiten, zu schüßen und in den augenblicklichen großen Schwierigkeiten nach Strästen zu unter stützen. Er bestätigt, daß seine Schwester und er vor der endgiltigen Regelung der Frage die Schweiz nicht ver lassen werden. In sächsischen Regierungskreisen soll man dem Vernehmen nach zu sehr ernsten Maßregeln entschlossen sein. Der sächsische Ho will die Kronprinzessin zunächst auf fordern, auf ihre Würde freiwillig zu verzichten. Sollte sie dies nicht tun, so soll sie unter ausdrücklicher Motivic rung unter anderem mit Angabe des Ehebruches als Grun aller Ansprüche und Rechte aus Sachsens Krone für verlustig erflärt werden. Man scheint in Dresden anzunehmen, daß die kronprinzessin in nächster Zeit auf italienischem Gebiet Auf enthalt nehmen wird. Wenigstens ist die italienische Po lizei bereits angewiesen worden, eintretenden alls Ermitte lungen betreffs der bevorstehenden Entbindung der Kronprinzessin zu führen. Nach erfolgter Entbindung sind Stunde, Ort und nähere Umstände der Geburt auf das genaueste festzustellen. Ueber den definitiven Niederlassungsort des Geschwisterpaares und ihrer Begleiter ver lautet, daß sich später alle nach Amerika begeben wollen. Anderenfalls aber sprach man von einem Plan des Erzherzogs Leopold Ferdinand, nach Südafrika zu gehen. Die Venezuelakrise, Präsident Roosevelt hat die Uebernahme des Schiedsgerichts zwischen Venezuela und den Blockademächten in zwölfter Stunde abgelehnt, und das Haager Schiedsgericht soll jezt die Entscheidung in dem Streite treffen. Die ablehnende Antwort Roosevelts, der persönlich zur liebernahme des Schiedsrichteramts geneigt war, ist eine Folge der Einsprüche, die von verschiedenen amerikanischen Politikern gegen eine Vermittelung der Union in dem venezolanischen Handel laut geworden waren. Völlig sicher ist es nun freilich auch noch nicht, daß das Haager Schiedsgericht mit der Schlichtung der Sache betraut wird. Deutschland und England haben sich allerdings bereit erklärt, falis Roosevelt ablehne, die Sache dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten, aber mit gewissen Vorbehalten. Immer neue Schwierigkeiten tauchen auf. Zunächst soll Amerika sich bei den Mächten schon bitter über die Wirkungen der Blockade beschwert, unter der angeblich amerikanische Schiffe am schlimmsten zu leiden haben. Castro weiß das natürlich und wird dementsprechend wieder etwas steifnadiger, als er in den letzten Tagen gewesen war. Castro hat zwar erklärt, daß er das Haager Tribunal als Schiedsgerichtshof anerkennen wolle, aber nur unter der Bedingung, daß die Blockade sofort aufgehoben und die beschlegnahmte venezolanische Flotte zurückgegeben werde. Im ganzen sind bis jetzt mit Einschluß von 2 Schoonern 20 venezolanische Schijfe weggenommen worden. Daraus werden sich die Blockademächte trotz der Befürwortung des Verlangens Castros durch die Union faum einlassen wollen. Auch sonst zeigt sich, daß dem Kampshahn Castro wieder einmal der stamm schwillt. Er plant die Errichtung der Diktatur und geht mit dem Plan um, sobald die Blockade ihm Zujfuß an Geld abschneidet, das Vermögen der deutschen, englischen und italienischen Untertanen zu konsiszieren. Castro hat übrigens Caracas verlassen, weil er fürchten soll, die Aufständischen könnten einen heimlichen Handstreich gegen Caracas ausführen und sich seiner Person bemächtigen. In London sowohl wie in Berlin wird an amtlicher Stelle Roosevelts Weigerung, den Schiedsrichter zu machen, aufs tiefste bedauert. Man wird angesichts der zweidentigen Haltung, die Amerika tros aller Beteuerungen seiner Chr lichkeit an den Tag legt, mit Castro doch wohl erst noch ein träftiges Wort reden müssen, unbekümmert um den Einspruch der Union. Die Politik. Der zweite preußische Lehrertag lagt zur Zeit in Magdeburg. Die Beratungen, an denen über 2000 Delegierte aus allen Teilen der Monarchie teilnehmen, erstrecken sich speziell auf die Besoldungsfrage. Der geschäftsführende Ausschuß hat auf grund der Umfragen in den Einzelverbänden des preußischen Lehrerverbandes folgende hauptsächlichen Vorschläge zur Abänderung des Gesetzes vom 3. März 1897 vorbereitet: 1. Das Grundgehalt darf für Lehrerstellen nicht weniger als 1200 Mart jährlich betragen. 2. Der Einheitsjazz der Alterszulagen ist für Lehrer in teinem Falle auf weniger als 150 Mart jährlich festzusetzen. 3. Die Mietsentschädigung soll ausreichen zur Beschaffung einer den Normativbestimmungen entsprechenden Wohnung. Auch die unverheirateten Lehrer ohne eigenen Hausstand sollen von dem Zeitpunkt der Gewährung des vollen Grundgehaltes ab die volle Mietsentschädigung erhalten. Der Ausschuß hat sich entschieden gegen die von verschiedenen Seiten aufgestellte Forderung der Uebernahme der gesamten Lehrerbesoldung auf die Staatskasse und die Anerkennung der Volksschullehrer als unmittelbare Staatsbeamte ausgesprochen. Die Mission des Grafen Lamsdorff. Der russische Minister des Auswärtigen Graf Lam s- dorff befindet sich, wie bekannt, zur Zeit in Bulgarien. Er ist beauftragt, den leitenden Kreisen Bulgariens zu erklären, daß die russische Regierung Frieden in Macedonien wünsche und daher die herausfordernde Tätig feit der Komitees gegenüber der Türkei, welche berech tigt sei, den Ausstand in ihrem Lande niederzuwerfen, als höchst unpassend und als gefahrvoll für Bulgarien erachte. Der Minister findet in Bulgarien ehrenvolle Ausnahme. An einem zu seinen Ehren veranstalteten Diner nahm Fürst Ferdinand mit den Mitgliedern seines Ministeriums teil. Ein neuer Philippinenkonflikt taucht am politischen Horizont auf. Aus Washington kommt die Meldung, die deutsche und die britische Regierung haben bei der amerikanischen wegen Nichtbefolgung des Grundsatzes der„, offenen Tür" auf den Philippinen Vorstellungen erhoben. Die Philippinenverwaltung zahlt nämlich den Ausfuhrzoll auf Hanf bei Verschiffungen nach Amerika zurück, während er bei Exporten nach Deutschland und Großbritannien bezahlt werden muß. Ter Washingtoner Senat hat die Angelegenheit dem Senatsausschuß für die Philippinen überwiesen. Wahrscheinlich wird in diesem Ausschuß eine papierne Erklärung festgestellt werden, die den beiden Mächten genug tut; in Wirklichkeit wird alles wohl so ziemlich bein alten bleiben. „ Heiliger Krieg" in Marokko? Die Thronstreitigkeiten in Marokko sind anschei nend so weit gediehen, daß jetzt das ganze Land durch den Kampf zwischen dem Sultan und seinem Rivalen in Mitleidenschaft gezogen wird. Aus Paris verlautet, der Proklamierung des heiligen Krieges" gegen die Euro. päer sei in Sicht, und eine Intervention mehrerer Mächti sei wahrscheinlich. Von anderer Seite wird gemeldet Der Sultan hat dem Bruder des Kriegsministers El Mehnebi den Beschl über die Truppen anvertraut, welche gegen den Prätendenten in der Gegend von Tazza vor gehen sollen. Die Anzahl der zur Bekämpfung des Auf. standes ins Feld gestellten Truppen beträgt ungefähr 10 000 Mann. Nach diesen Angaben zu schließen, muß der Sultan die Lage recht ernst auffassen. Denn 10.000 Mann auf die Beine zu bringen, ist für den Sultan von Marokko teine Meinigkeit. Kurze politische Nachrichten. Der Kaiser will, wie bestimmt verlautet, au sei nem Geburtstag einen Erlaß ergeben lassen, wonach jämtliche Sergeanten, die sich tadellos geführt haben, nach neunjähriger Tienstzeit Vizefeldwebel werden sollen. * Der reichsparteiliche Reichstags- und Landtagsabgeordnete v. Kardorff ist aus dem Bunde der Landwirte ausgetreten, weil die Bundesleitung seiner Partei als solcher den offenen Krieg erklärt habe. Abg. v. Kardorff erklärte, die Reichspartei werde den Kampf aufnehmen. * Neuerdings verlautet, daß die Frage der Gewährung von Diäten an die Mitglieder des Reichstags wenig Aussicht auf Erledigung im bejahenden Sinne haben soll. * Dem Regierungspräsidenten in Breslau Dr. von Heydebrand und der Lasa ist der erbetene Abschied unter Verleihung des Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Erzellenz erteilt worden. * Die englische Königin gab aus eigenen Mitteln 1500 Witwen und Waisen im Kriege gefallener Soldaten ein Weihnachtsmahl. In den reich geschmückten Sälen Herrschte große Begeisterung. Diese gewiß anerkennenswerte schöne Handlung der Königin kann die Tatsache aber nicht unterdrücken, daß die englische Regierung so gut wie nichts für die von dem mörderischen afrikanischen Mlima hart mitgenommenen ausgedienten Kricger getan hat. * In der griechischen stammer fam es während der legien Sizung zu einer allgemeinen Schlägerei zwischen den Anhängern und Gegnern der Regierung. Führer der schlagfertigen Tumultuanten war der frühere Ministerpräsident Rallis. Vermischtes. *[ Souderbare Weihnachtsgeschenke] haben auch dieses Jahr, wie seit Jahrhunderten, die Stadträte der Londoner City verschiedenen offiziellen Per önlichkeiten beschert. Der hohe Magistrat, der Schatzmeister des Königs, die Minister des Innern und des Auswärtigen Anites bekamen ein jeder vier bis sechs Meter schwarzen oder grünen Tuches von schwerster Qualität. Wo u die Herren das verwenden, weiß man nicht recht. Praitischer ist schon das althergebrachte Geschenk an den Bürgermeister und mehrere Verwaltungsbeamte, die zu Weihnachten jeder mit drei Rehböcken beschenkt wurden. [ Stubenbahner Emil.] Es steht geschrieben, daß die historische Familie Sunibert immer und überall Opfer fordern soll! Ihre Verhaftung sogar hat mehr Schaden als Ruben gestiftet. Zu den Geschädigten gehören vor allem die kleinen Spielzeugfabrikanten, die mit ganz Frank reich nicht mehr geglaubt hatten, daß die Humberts jemals gefangen werden würden; die Humbert- Spielsachen, die in den Handel gebracht wurden, variierten daher alle in mehr oder minder geistreicher Weise das Thema von der ,, Unnahbarkeit" der interessanten Familie und von der Ohnmacht der Polizei. Und nun haben die Humberts, indem sie sich dennoch angen ließen, den armen Händlern einen schlimmen Streich gespielt: die Humbert Spielsachen konnten kein Interesse mehr erregen und waren unver käuflich geworden, denn wer wird sich noch die Mühe nehmen, die große Therese im Verierspiel zu suchen, da sie doch schon längst gefunden ist! Einem der armen Händler aber, so erzählt man sich in den Kreisen der ,, Camelots", der Pariser Straßenverkäufer, ist die Verhaftung der Humberts zum Glücke geworden und hat seinem Geschäft einen gewaltigen Ausschwung gegeben. Er hatte für die Weihnachtszeit einen automatischen Schuhputer tonstruiert. Als dann die Zeitungen berichteten, daß Emile Daurignac während seines freiwilligen Erils in Madrid die Fußböden der Wohnung der ,, Familie" bohnte, gab unser Spielzeugfabrifant seinem„ Bußer" sofort eine andere kleidung und machte aus ihm einen ,, Bohner", den er ,, Stubenbohner Emil" getauft hat! Unter diesem Namen wurde der ehemalige Schuhpußer in Massen auf dem Boulevard verkauft. Es giebt aber in Paris boshafte Menschen, die den Namen Emiü eine freche Anspielung auf den Präsidenten Emil Loubet halten! Aus Hamburg wird gemeldet, daß im Saalehafen ein Oberländer Schiffer ermordet und seiner Barschaft von 140 Marf beraubt wurde. ben an die Spenden, welche sie empfangen sollte; langen wirst. der was bemerkte fie gedankenvoll, doch Mark fiel rasch ein Wenn er jo stolz ist, fann er nicht tief empfinden," wollte, war nicht in Betracht gefommen. vereinſamte alte Mann, der Vaterſtelle an ihr vertreten Nicht empfind itolz iſt!" rief er in naller Kind; ich dein Glück und das anderer. in deine Seele Der Himmel hat dir eine herrliche Gabe verliehen, mein grausam und herzlos; bleib dir selbst treu und all' dem, laß sie nicht zu einer unheilstiftenden werden für Und w D, mache guten Gebrauch davon! Sei nicht zu pflanzen bestrebt gewesen. Teuerste, lebe seiner Familie nach Italien geschehen. viele kostbarkeiten und Wertsachen enthalte. Villa ein recht wachsames Auge zu haben, da dieselbe Mottlich" haben, seinen dort beabsichtigten Einbruch fizei war von ihm ausdrücklich gebeten worden, auf seine gereist Was für ein Interesse fonnte aber der war, und die PoDas war Ginbrecher für Ich erklärte heute ferneren Angaben merkte, daß Friedrich den Besuch er daran sehr lug getan hätte, und da ich aus seinen zurückgelassen und bin in größter Gile hierher gefahren." griffen war, habe meine Frau und Kinder in Frankfurt ihm," fuhr Herr Schönsee fort, daß oder spätestens morgen Nacht erder |:[ Die neueste Anwendung des Marconi- Telegraphen.] Der englische Kolonialminister Chamberlain, der sich, wie bekannt, auf dem Schiffe ,, Good Hope" nach Südafrika begeben hat, suchte während seine ganzen Reise mit England in Kontakt zu bleiben. Als er 75 Meilen von der Küste entfernt war, befam er aus London dratlose Telegramme, die er sofort beantwortete. Am zweiten Reisetage herrschte schreckliches wetter, trotzdem fonnte man sich mit dem vorüberfahrend 1 Schiffe Clan Grant" verständigen. Tagsdarauf gelang es, sich mit Gibraltar in Verbindung zu sehen. Chamberlain benügte diese Verbindung, um der Königin von England zu ihrem Geburtstag ein Telegramm zu senden. Einen Tag später wurde die telegraphische Verbindung mit Malta hergestellt, von wo man sich die neuesten Nachrichten melden ließ. Schließlich vermochte Minister Chamberlain über Port- Said die Nachricht über London gelangen zu lassen, daß das Schiff infolge schlechten Wetters um 24 Stunden später in Port- Said einlaufen werde, als ursprünglich angenommen worden war. V[ Den Rat, die Schulprüfungen abzuschaffen,] erteilt in einer italienischen Zeitschrift der bekannte Psychologe Lino Ferriani. Er kommt zu seinem Urteil durch eine Umfrage, die er bei den Lehrern, den Eltern und den Schülern veranstaltet hat. Die Lehrer haben das Cpas men als eine große Komödie", als eine große Müh, die Mutter von Täuschung und von Bitterfeiten", als ein ,, komisches Sand in die Augen streuen", als einen ,, Kampf für den armen Lehrer", als einen Monat vertorener Zeit", als ,, Kraftvergeudung" usw. bezeichnet. i Citern haben erklärt, daß die Zeit der Examina für sie und für die Kinder eine Qual ist, daß das Haus dann nicht mehr zur Ruhe kommt, daß alle wie verrüdt herumlaufen usw. Die interessantesten Antworten sind die der Schüler selbst. Unter diesen haben gerade die wirklich fleißigen erklärt, daß die Examina für sie eine Quelle der Furcht, des Schreckens, des Kummers seien; die faulen aber haben etwa folgende Antworten gegeben: Die Examina lassen mich ganz gleichgiltig. Man braucht nur schlau zu sein, dann ist das Examen gar nichts. Beim Examen bleibe ich ganz falt. Komme ich nicht jetzt durch, dann vielleicht ein anderes Mal." Ferriani hat im ganzen 150 Kinder gefragt; unter diesen fand er 70, die das Examen fürchteten, 35, die es gleichgiltig ließ, und 45, die es nicht missen wollten. Unter den 70 furchtsamen Schülern waren 30 sehr fleiBig, 27 etwas weniger und nur 13 ganz faul; unter den 35 gleichgiltigen waren nur 5 wirklich fleißig, während 10 weniger fleißig waren, und 20 überhaupt nichts lernen wollten; unter den 45 Freunden der Examina waren mur 4 fleißig, während 20 sich nicht durch allzugroßen Fleiß auszeichneten und 21 durch eine gadezu staunenerregende Faulheit glänzten". * Eine geheimnisvolle Kindesaus schung beschäftigt zur Zeit lebhaft die Berliner und Gütersloher Behörden. Vor einigen Tagen wurde in Gütersloh ein fremdes zweijähriges Mädchen aufgefunden. Die Kleine war sauber und gut gekleidet, ihre Wäsche war mit einer neunzadigen Krone gezeichnet. Das hübsche aufgeweckte Kind vermochte natürlich über seine Herkunft keinerlei Ausfunft zu geben, es verlangte nur nach seiner Mama". In seinem Röckchen war der Stempel einer ersten Berliner Konfektionsfirma sichtbar. In der Nähe des Fundorts der Kleinen wurde eine verschleierte Dame in einen eleganten Belzmantel gesehen, die in der Richtung nach dem Bahnhof zu davoneilte. V zur Humbert- Affaire. Die verhaftete Pariser Schwindlerfamilie hat es während ihres Madrider Aufenthaltes verstanden, auch dort große Schulden zu machen. Die Madrider französische Botschaft erhält Tag für Tag zahlreiche Klagen über Forderungen einer ganzen Anzahl von Lieferanten, denen die Humberts bedeutende Summen zu zahlen haben. Die Aktiva in der Sumbertsache belaufen fich bis jetzt auf 2 Millionen Fres., elche Summe durch die in Madrid beschlagnahmten ( elder und Pretiofen sich auf 2 500 000 Francs erhöht. Sie der Prozeß auslaufen wird, ist nach Ansicht Pariser Rechtsverständiger äußerst zweifelhaft. Vielleicht kommt Therese Humbert mit einem blauen Auge davon, da drei Sauptzeugen, die beiden Anwälte der Familie Humbert, du Buit und Lanquet, sowie der Anwalt der angeblichen Crawfords, Augaur, sich jedem Verhör entziehen können, indem sie das Amtsgeheimnis vorschüßen. 49] Dr. Rumeys Patient. Roman von Dr. Haltar und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner. ( Rachbrunt verboten.) Das Frühstückszimmer lag im Erdgeschoß, die großen Bogenfenster, durch welche die würzige, balsamische Frühlingsluft ungehindert in das Zimmer dringen konnte, standen weit offen. Als Frau Everett über die Schwelle trat, wurde sie freundlich Don Margarete begrüßt. Bie blaß und abgespannt Sie aussehen!" sagte die Schloßherrin in teilnehmendem Tone. Frau Everett blickte flüchtig unt sich und sah, daß außer ihnen niemand im Zimmer fei. Mir bricht das Herz noch, Margarete", versezte sie leise, die junge Freundin mit traurigen Augen ansehend. Margarete trat dicht an sie heran, legte die schlanke, weiße Hand auf ihre Schulter und füßte sie auf die Wange. " Weshalb gönnen Sie sich feine ordentliche Rube?" sagte fte im Tone leisen Vorwurfs. Sie schlafen nicht genug, nicht einmal des Nachts. Sie werden sich noch ganz aufreiben, wenn Sie es so weiter treiben, wie in letzter Zeit. Und wenn dann sie hielt inne. ,, Warum stoden Sie, Margarete?" H " Wenn dann Ihr Sohn wieder herauskommt, werden Sie nicht mehr da ſein", vollendete die junge schöne Frau mit Thränen in den Augen. Ich habe mir das Wiedersehen zwischen Ihnen und ihm so oft im Geiste ausgemalt. Wenn er Ihnen wiedergegeben ist wenn alles Schreckliche vorbei- er wird nicht alt ein er wird Ihrer so dringend bedürfen! Und wenn sogar das Schlimmste eintritt, wenn Sie seine Unschuld nicht beweisen können selbst dann wird er eines Tages frei sein und dann dann wird er der Mutter in so hohem Grade bedürfen!" „ Er wird sie nicht wiedersehen! Bis dahin bin ich längst tot lange bevor seine Strafzeit abgelaufen ist, wird man mich its Grab betten. Aber erst muß ich seine Unschuld ans Tageslicht bringen! Ich habe ein so sicheres Gefühl, der Wahrheit näher zu sein, wenn ich mich in Großhofen befinde Deshalb nahm ich auch Ihre Einladung mit Freuden an. Ach Margarete, mein Herz glüht wie in einem helllodernden Feuer- und dies Heuer verzehrt mich nach und nach." In diesem Augenblick trat der Baron ein, er sah blühend, ing und beiter aus. Seine Bewegungen waren jest voller |: Berhaftung des Defraudanten Neßler. Der Buch. halter Neßler, der bekanntlich der Berliner Bank für Handel und Industrie 700 000 Marf unterschlagen hat, ist in einem Hotel in Brunnen, Kanton Schwyz, verhaftet worden. Die bestohlene Bank ist bereits durch die Staatsanwaltschaft hiervon in Kenntnis gesezt worden. Bei der Vernehmung von der Schweizer Staatsanwaltschaft gab Neßler zu, die Unterschlagungen begangen zu haben und legte ein umfassendes Geständnis ab. Bei seiner Verhaftung wurde vorläufig nur die Summe von 272 Francs vorgefunden. Wie verlautet, hat sich Neßler durch sein böses Gewissen verraten. Als er nämlich im Hotel in einer Zeitung die ausführliche Beschreibung seiner Perjon las, zeigte er sich so aufgeregt, daß der Hotelier Argwohn schöpfte und seine Verhaftung veranlaßte. Neßler ist im Untersuchungsgefängnis zu Schwyz in einer ausbruchssicheren Zelle untergebracht und trägt vorläufig Fesseln. Er trug einen geladenen Revolver bei sich und soll die Absicht gehabt haben, sich bei einer etwaigen Verhaftung zu erschießen. Die Szene spielte sich aber zu schnell ab. Neßler ist im Gefängnis ungemein niedergeschlagen und weigerte sich bis jetzt, Speise zu sich zu nehmen. ) Professor v. Krafft- Eving t. In Graz verstarb nach längerem Leiden Prof. v. Krafft- Ebing, bis vor kurzem Ordinarius der Irrenheilkunde an der Universität Wien. In Krafft- Ebing verliert die deutsche Irrenheilkunde einen ihrer angesehenſten Pfleger und sicher einen ihrer bekanntesten. Was Krafft- Ebing vor allem auszeichnete, das war ein lebhaftes Interesse und ein eindringliches Verständnis für die soziale Seite der Irrenheilkunde. Er hat sehr viel dazu beigetragen, daß in der öffentlichen Anschauung, in staatlichen Anordnungen und in der Rechtsprechung viel mehr, als dies früher geschah, auf die engen Beziehungen zwischen geistiger Abnormität und psychischen Erkrankungen und den Verstößen gegen Recht und Moral geachtet wurde. Kraft- b ng beschäft ge ich viel mit den Nachtseiten der Beziehungen der Geschlechter untereinander. Sehr viel hat er im Kampfe jegen die überhandnehmende Nervosität genügt durch seine n ihrer gemeinverständlichen Schreibweise jedem Laien faßare Broschüre ,, Ueber gesunde und franke Nerven". Schwere Unwetter, die leider auch zahlreiche Unglücksfälle zur Folge hatten, haben uns die Weihnachtstage gebracht. Namentlich hatten die Küsten der Nordund Ostsee unter einem orfanartigen Weststurm zu leiden, der im Verein mit Regen und Hagelschauern große Verheerungen anrichtete. In Königsberg wurden viele Dächer abgedeckt, Scheiben zertrümmert und Bäume und Zäune umgerissen. Durch das Unwetter wurde auch in Kranz die Uferpromenade beschädigt. Hinter dem Da menbade durchbrach das Wasser die Dünen und richtete in den Anpflanzungen großen Schaden an. In Hamburg löste sich vom Turm des Hornhardtschen Konzerthauses das Blechdach ab und stürzte auf einen vollbesezten Motorwagen der Ringbahn. Zwei Personen wurden verlegt. In Danzig und Marienburg wurden ebenfalls zahlreiche Gebäude beschädigt. Auch zahlreiche Schiffsunfälle werden gemeldet. Die norwegische Bark Penry" ist bei Stagen im Sturm zertrümmert worden, elf Mann der Besatzung sind ertrunfen, einer wurde gerettet. Der von Bremen nach Barrh be stimmte spanische Dampfer Jupiter" strandete bei Brintamahof. Bei Langeoog ging der englische Dampfer Mendelssohn" unter. Der Rettungsstation gelang es, fünf Personen zu retten, die übrigen neunzehn Mann der Besatzung des Dampfers landeten in eigenen Booten. Auf der Insel Rügen hat der Sturm große Verkehrsstörungen verursacht. Die Eisenbahn- Trajektschiffe zwischen Altefähr und Stralsund mußten des niedrigen Wasserstandes wegen ihre Fahrten einstellen. Mehrere Telegraphenlinien sind zerrissen und infolgedessen wurde die Verständigung betreffs der Verkehrsstockungen starf erschwert. Auch die zwischen Warnemünde und Gjedser( Dänemark) verkehrenden Reichspostdampfer mußten ihre fahrplanmäßigen Nachtfahrten ausfallen lassen. Bunte Chronit. In der Villenkolonie Grunewald wurden drei Personen, der Kirchendiener Wilhelm Weber, seine Frau und sein siebzehnjähriger Sohn in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Sie waren durch ausströmende Dämpfe der Centralheizung erstickt. - Eine Entschädigung von 182 500 Mark hat der preußiElastizität und Lebhaftigkeit. Er trat auf Frau Everett zu und reichte ihr die Hand zum Morgengruß. " Sie haben ia schon den Hut auf?" sagte er verwundert. " Ja, ich habe bereits einen fleinen Spaziergang gemacht", antwortete sie. Und sie ist todmüde nach Hause gekommen", fügte Margarete hinzu. Geben Sie jetzt auf Ihr Zimmer, Frau Everett, und legen Sie Hut und Cape ab. Wir wollen nachher gleich frühstücken, und ich bestehe darauf, daß Sie heute tüchtig effen." Als Frau Everett das Zimmer verlassen, trat Margarete an die Seite ihres Gatten und sagte bewegt: Ich glaube, sie hat recht. Der summer tötet sie allmählich." " Welcher Kummer, Schat?" fragte Audrey, der angenscheinlich mit seinen Gedanken anderswo geweilt hatte. Welcher Summer, Robert?" wiederholte seine Frau fragend. " Run, Frau Everetts Stunner! Siehst Du denn nicht, wie sie sich abhärmt, wie sie hinsiecht? Hast Du kein Verständnis für die Unglückliche? Gerade Du, der dem Leben auf so wunderbare Weise wiedergeschenkt wurde, Du und ich- wir sollten unser Mitgefühl im reichsten Maße denjenigen schenken, die so schwer mit Summer und Herzeleid beladen sind." " Ja ia, ich thue es ja auch", gab der Baron zurück. Er sprach furz, fast schroff und wandte sich von Margarete ab, um ein etwas schief hängendes Bild geradezurüden. Jezt betrat seine Schwester Annie das Zimmer. " Was fällt Euch Frauen denn eigentlich ein, daß Ihr alle beim ersten Hahnenschrei aus den Federn friecht?" fragte ihr Bruder, der sich Annies Umarmung mehr gefallen ließ, als daß er sie erwiderte. Aunie lachte fröhlich. " Es ist beinahe neun Uhr, verfeste fie. Hier, Maggie, bringe ich Dir einen Strauß, Narsisfen- fie legte die Blunten bor Margarete hin. llebrigens, Robert, scheinst Du Deine ländlichen Gewohnheiten ganz vergessen zu haben. Früher hatten wir um neun Uhr das Frühstück längst hinter uns. Nun, so wollen wir jegt anfangen", sagte der Baron. Man sezte sich an den Tisch. Nach und nach erschienen auch die anderen Gäste, zulegt Frau Everett. Der Baron schob dienstbeflissen einen Stuhl für sie neben den seinen und mar äußerst aufmerksam gegen sie. Dan inüpfte er ein Gespräch mit ihr an. Er plauderte lebhaft und interessant, wie ein Mann von seiner Bildung, und seinen reichen Geistesgaben es nur vermochte. Während er sprach, hingen die großen ruchelosen Augen der Witwe forschend an seinem Gesicht. Jedesmal, wenn er fich sche Eisenbahnsistus den Hinterbliebenen des ehemaligen Reichstagsabgeordneten Joh. Friedel in Oberfonnersreuth bei Bayreuth gesprochen, der bei dem Anfang Mai dieses Jahres stattgehabten Eisenbahnunglück unweit 3schortau in Sachsen seinen Tod fand. -In Rom wurde auf eine Frau Smerdu, welche seit 20 Jahren die Geliebte des Senators und Staatsrates Clementini ist, in ihrer Wohnung von ihrem Diener ein Mordanfall verübt. Der Mörder war von dem Neffen des Senators zu der Tat angestiftet worden, weil jener fürchtete, der Senator würde seine Geliebte zur Erbin einsezen. Der gefürchtete spanische Räuber Toribio ist den Gendarmen in die Hände gefallen. Toribio war seit Monaten der Schrecken der ganzen Provinz Coruna. Die Gendarmen überraschten ihn während der Nacht im Pfarrhause zu Freijk, wo er sich einquartiert hatte. Ein fühner Sprung aus dem Fenster seines Schlafzimmers brachte Jed die ein gediegenes Bla allgemeiner Bildung f bringt, abonniere auf Neuest Der politische Teil mit den neuesten fragen und beha wichtigften Borg Politif. ihn zwar ins Freie, allein die ihm nachgesandten Kugeln Der lokale und br verwundeten ihn so schwer, daß er den Gendarmen in die Hände fiel. munalen Angeleg Korrespondenzen b und ist doch kein verfrühter Sylvesterulk, sondern buchstäblich wahr. In der Rue de la Jolie- Regnault in Paris wohnt ein Buchhalter Groscollas, der von seinen Nach barn schon seit längerer Zeit in unverantwortlicher Weise gepeinigt wurde. lleber seinem Kopfe mißhandelte ein junges Mädchen den lieben langen Tag ein Klavier, und unter ihm übten zwei Herren gemeinsam ein Konzert für Flöte und Fagott ein. Groscollas beschloß, sich zu rächen, und seine Rache war fürchterlich. Er kaufte ein Kalb, das eigentlich schon eine Kuh war, und richtete ihm in seinem Speisezimmer eine Wohnung ein; und Mitternacht wenn Tier und Menschen sest schli fen, begann Groscallas sein ausgewachsenes Kalb zu„ dressieren", indem er es mit einer spißen Stange ,, fißelte". Mit dem kläglichen Geblök des Kalbes verglichen, waren selbst die Skalen der Klavierspielerin und die Jammertöne der Fagottisten ein Ohrenschmaus. Die Mieter des Hauses wollten sich natürlich diese nächtliche Tierdressur in einer hochherrschaftlichen Wohnung nicht gefallen lassen und pilgerten sämmtlich zur Polizei, um eine Kollektivflage zu erheben. Damit war dem Kalbe das Todesurteil gesprochen! Die Polizei zeigte jedoch Verständnis für den Humor der Situation: Groscollas erhielt zwar einen Strafbefehl, aber nicht wegen nächtlicher Ruheſtörung, sondern weil er ,, an einem für solche Zwecke nicht geeigneten Orte- Viehzucht getrieben hatte"! [ Viehzucht im Salon] flingt wie ein schlechter Scherz Das Feuilleton ift Unterhaltungsstoff Inserate ha der„ Gießener Ne Gie So sind die ,, ein gern gelefenes Far Abonnement& preis pro Mo ermöglicht es auch dem abonnieren. Die G Gießener Barlament Der Zweiten Ka der Abgeordneten Kou und Gebühren Zweite Kammer woll schlag pro 1903-04 ftellten Beträge für verwenden, daß au auslagen bei aush wird und sind dieself entsprechend zu für haud und Genoffe Bogelsberg. [ Die Abenteuer eines Motorwagens] lautet der vielversprechende und vor allen Dingen hochmoderne Tite! eines zu Weihnachten erschienenen Romans von Mistreß C. N. Williamson und ihrem Gatten A. M. Williamson. In diesem amüsanten Buche ist der Automobilismus" der eigentliche Held. Die menschlichen Personen sind nur dazu da, um die schlechten oder guten Charakter"-Eigenschaften der Automobile in das entsprechende Licht zu sezen. Die Fabel des Romans ist furz folgende: Eine schöne amerikanische Erbin, Miß Molly Randolph, läßt sich in England einen schon etwas ältlichen- richtig: vorsint lutlichen- Benzwagen anhängen, und tritt nun im Auto, begleitet von dem unentbehrlichen tantenhaften ,, Elefanten", ihre europäische Tour an, die ,, große Tour", wie man in Amerika jagt. Auf dem Wege von Paris nach Suresnes verschwindet ihr Chauffeur mit 500 Francs, die er erhalten, um für eine gebrochene Welle Ersaß zu beschaffen. Aus dieser ,, Panne", einer der vielen, die sie mit dem veralteten Auto erleidet, rettet sie Mr. Jack Winston, der Besitzer eines herrlichen Napier- Wagens. Diejer Gentleman, ber als Sohn eines Earl eigentlich der Miß sich bequemer auf ehrbare Weise nähern fönnte, zieht es vor- da ja sonst der Roman gleich zu Ende wäre unter dem Pseudonym Brown ihr Chauffeur zu werden. Nachdem der Benz durch die Missetat eines französischen Rivalen Jacks den Flammentod gestorben, weiß es Brown so zu arrangieren, daß die Tour auf seinem Rapier fortgesetzt wird. Es folgt nun die gebührliche Dosis an ReiseErlebnissen samt einer drolligen Episode, wo Brown des Mordes an Jack Winston verdächtigt wird, und der selbstverständliche Schluß ist ein Telegramm Jacks aus Taormina an seinen Freund Lord Lane: ,, Du kannst mir gratulieren. Sie ist mein." ihr zuwandte, fühlte er diese Blicke auf sich ruhen. Seine eigenen Augen, so gleichmäßig und ruhig in ihrem Ausdruck, begegneten den ihren in einent fort; es war, als ob ein geheimer Bann sie auf sich zöge. Als das Frühstück sich seinem Ende zuneigte, schienen diese zwei Augenpaare einander fast heraus fordernd zu messen. In Frau Everetts Augen lag eine Welt von unausgesprochenen, brennenden Fragen; in denen bes Barons ein deutliches Mißtrauen, eine gewisse Abneigung. Schließlich wandte sich die Witve mit einem tiefen Seufzer ab. Der Baron war ihr überlegen; ihr Geist erkannte diese Thatsache an, zu gleich aber dämmerte leise in ihrem Inneren die Erkenntnis auf, daß er ihr feindlich gesinnt sei. Ru. stand der Schloßherr vom Tische auf und sagte zu feiner Frau: Soeben sah ich Griffiths unter dem Fenster vorbeigehen. Ich habe mit ihm zu sprechen. Uebrigens habe ich auch heute biel zu thun und bitte Dich, mich zum zweiten Frühstück nicht zu erwarten." 3wanzigstes Kapitel Etwa eine Stunde später, nachdem ihr Mann fortgegangen, erwachte Hetty Vincent. Sie rieb sich schlaftrunken die Augen, feste fich im Bett aufrecht und began langsam fich anzufleiden. Die fiebente Morgenstunde fand fie schon bei der Arbeit. Sie besorgte das Hauswesen fast allein, nur zum Melken der Kühe und für die schwere Arbeit hielt sie eine Magd, Namens Sufe. Hetty und die Magd begaben sich jest in die Milchlammer und begannen gemeinsam ihr Tagewert. Die Vincents hielten mehrere Stühe und erzielten durch dieje eine ganz hübsche Einnahme. Ihre Milch und Butter war als vorzüglich in der Ungegend bekannt. Suje trug jeßt die großen Milcheimer herein, und die frischgemoltene Milch wurde aus denselben in die dazu bestimmten Krüge gefüllt. Giessener ** Großher Samstag morgen Bombay angefom ** Der Großl es möchten etwa fi Anlaß des Jahreswe sondern unter der Kabinettsdirektion r Die genannte Behö laufenden Glückwü Rückfehr zu unterbr ** Grnannt wu ungsaffeffor Dr. ftellvertretenden D Staatslotterie mit bisherige Direktor der Niederrheinische haft auf Aktien B um Oberinspektor Lotterie. ** Justizrat R Bank in Berlin w berlieben. Der Titel" haffner" oder„ Ob der Berleihung golde angeftellten Unterbea freier Führung na Jahren fortan erteil Die bes ** neten berteilen hiedenen Berufs teure, 5 Rechtsanwäl at, 1 Genoffenschaft meister, 2 Beigeord 3 Guts- und 1 Mül mitte, 2 Buchhändler Bureaugehilfe, 12 ** Ausgrabung a Rovember 5. J. vorg Trieb, welche vom ob bei deffen begränften aber mit großer Sorg berben, hat man die unfer Trieb im fieben arijden Lager( wab Außerdem hat man b Rach Abschürfung ein man in mäßiger Tiefe terer Freilegung als e bies. Die dabei gema laffen unschwer erfenn ines früheren militärif einmal geöffnet war, unter der Feuerstelle, nd einen Dolch, beide Malten und prachtvol Reter bon der Fundst der ähnlicher Bügel ine teelartige Feuer lich. Die Bertiefung Nachdem die Morgenutilch besorgt war, machte sich Hetty baran, die am Abend zuvor gemolkene Milch abzuschäumen. Sie füllte den Rahm sofort in das Butterfaß und Suse wollte sich eben an das Buttern machen. Halt, Frau Vincent, halt!" rief fie plöglich. Wir haben ja das Butterfaß noch nicht ordentlich ausgebrüht; das legte Mal hatte die Butter einen leichten Nachgeschmad, wissen Sie nicht mehr?" Ach, wie dumm von mir! Ich dachte, Du hättest das Fak Schon ausgebrüht! Ich hatte Dir es doch gesagt, Suse! Nan der ganze Rahm verdorben!" des ehemalige Oberfonnersreut fang Mai dieje mmeit 3idhortan Jede Familie bie ein gediegenes Blatt lesen will, das auf allen Gebieten merdu, welche je allgemeiner Bildung stets das Neuefte und Interessantefte bember eingetretene Frost hat der weiteren Durchforschung den Verkehr zwischen Brandoberndorf und Schwalbach und Staatsrates bringt, abonniere auf die It ihrem Diener von dem Neffen orden, weil jener liebte zur Erbin Loribio ist den Sio war feit Mo 3 Coruna. Die Nacht im Bjar tte. Ein fühner zimmers brachte Sendarmen in die Gießener Neueste Nachrichten. Der politische Teil befaßt sich in unabhängigem Sinne mit den neuesten Staatsgeschäften und aktuellen Tagesfragen und behandelt in ausführlichen Leitartikeln die wichtigsten Vorgänge in der inreren und äußeren Politik. ejandten Kugeln Der lokale und provinzielle Teil bespricht alle tommunalen Angelegenheiten und berichtet in zahlreichen Korrespondenzen die Tagesneuigkeiten aus der Umgebung. schlechter Scher Das Feuilleton ist mit guten Romanen und originellem It, sondern buch Legnault in Paris von seinen Nach twortlicher Weise mißhandelte ein ein Klavier, und Unterhaltungsstoff ausgestattet. Feuers, ziegelsteinartig hart gebrannt. In diesem zweiten Ressel wurde u. A. eine silberne 4 Hellermünze mit hessischem Gepräge und der Jahreszahl 1742, gefunden. Der im Nodes Bodens vorerst Einhalt getyan. Der Celt und der Bronze- Dolch sind die ersten derartigen Waffen, welche man bei Gießen fand, sie bilden wertvolle Objekte für die Geschichtsforschung und sind dem oberhess Provinzial- Museum einverleibt. ** Vortragskurs für praktische Landwirte in Mainz. Der Hessische Landwirtschaftsrat schreibt: Nachdem nunmehr der Stundenplan dieser Veranstaltung bekannt gegeben wurde, macht sich nach Mitteilung des Hessischen Landwirtschaftsrats ein reges Interesse durch lebhaftere Nachfrage nach Teilnehmerfarten bemerkbar. Es ist anzunehmen, daß besonders in diesem Jahre die Reichhaltigkeit des Stundenplanes, sowie die Namen der Herren Vortragenden, alle Autoritäten ersten Ranges, eine zahlreiche Zuhörigkeit zusammen führen werden. Bemerkt sei noch, daß das Mainzer Stadttheater sich bereit erklärt hat, den Teilnehmern an dem Vortragskurs für die dortigen Hochbahn vom Schlage getroffen und starb auf dem Bahnhofe. ** Aus dem Schöffengrund. Der Bostwagen, welcher vermittelt, war am Samstag Morgen 1 Kilometer hinter Straftsolms umgestürzt. Da derselbe mit keiner Baterne versehen ist, so muß es als ein wahres Wunder bezeichnet werden, daß Kutscher und Passagiere in der Dunkelheit mit heiler Haut, abgesehen von der etwas schlammigen Bodenberührung, davongekommen sind. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 22. Dez. Johann Walter, Rechtsanwalt in Alzey mit Anna Charlotte Marie Ackermann dahier.; Adam, gen. Andreas Grhardt, Schlosser dahier mit Lina Statharine Reuter hierselbst; Johann Heine. Wilhelm a. d. Ohm. Joh. Kaufmann dahier mit Marie Schepp in Homberg Eheschließungen. Inserate haben durch die weite Verbreitung Vorstellungen am 9. und 10. Januar wesentliche Preis- furt a. M. mit Marie Pfaff dahier. Am 22.: Ludwig 11 der Gießener Neuesten Nachrichten" gute Wirkung. So sind die ,, Gießener Neueste Nachrichten" als ein gern gelesenes Familienblatt bekannt und der mäßige ein Konzert für Abonnementspreis B, sich zu rächen, faufte ein Stalb, richtete ihm in und Mitternacht pro Monat 60 Bfg. frei in's Haus ** gann Groscallas ermöglicht es auch dem kleinen Manne, sich auf dieselben zu bis Ende Dezember umgetauscht. Vom 1. Jan. n", indem er es t dem kläglichen elbst die Stalen e der Fagottisten uses wollten sich einer hochherr en und pilgerten flage zu erheben. 1 Humor der Si Strafbefehl, aber dern weil er ,, an Orte- Vieh abonnieren. Die Expedition der ,, Gießener Neueste Nachrichten." Barlamentarisches aus Hessen. Der Zweiten Kammer sind zugegangen: Antrag gesprochen! Die der Abgeordneten Korell und Bauer betr.: Diäten und Gebühren der Staatsbeamten: Die Zweite Kammer wolle beschließen, die im Hauptvoran schlag pro 1903-04 für Beamte des Staates eingestellten Beträge für Diäten und Gebühren dahin zu verwenden, daß aus denselben nur Ersatz für Baarauslagen bei auswärtigen vienstgeschäften geleistet wird und sind dieselben in den einzelnen Kapiteln dem entsprechend zu fürzen. Anfrage der Abgeordneten Hauck und Genossen, betr.: die Hütefinder im Vogelsberg. cus] lautet der chmoderne Tite! ans von Mistreß M. Williamson. Automobilismus" ersonen sind nur Sharatter"-Eigen Cechende Licht zu folgende: Eine Randolph, läßt lichen- richtig: n, und tritt nun hen tantenhaften ie ,, große Tour", e von Paris nach mit 500 France, Welle Ersaß zu er vielen, die sie et sie Mr. Jad ier- Wagens. Die rl eigentlich der Jern könnte, zieht zu Ende wäre ffeur zu werden. nes französischen weiß es Brown ** Giessener Cagesneuigkeiten. Großherzog Ernst Ludwig ist am Samstag morgen auf der ,, Arabia" wohlbehalten in Bombay angekommen. ** Der Großherzog hat den Wunsch geäußert, es möchten etwa für ihn bestimmte Glückwünsche aus Anlaß des Jahreswechsels nicht nach Ostindien geschickt, sondern unter der Adresse der Großherzoglichen Kabinettsdirektion nach Darmstadt eingesandt werden. Die genannte Behörde wird nicht verfehlen, die einlaufenden Glückwünsche dem Großherzog nach dessen Rückkehr zu unterbreiten. ** Ernannt wurden am 24. Dezember der Regierungsassessor Dr. Otto Langrod in Darmstadt zum stellvertretenden Direktor der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie mit dem Amtstitel ,, Direktor", und der tem Rapier fort bisherige Direktor der Zweigniederlassung Duisburg der Niederrheinischen Kreditanstalt, Kommanditgesellschaft auf Aktien Peters u. Co., Konrad Gramms, zum Oberinspektor der Hessisch- Thüringischen StaatsLotteric. - Dosis an Reise , wo Brown des d, und der selbst Jacks aus Taor ,, Du kannst mir bruhen. Seine ihrem Ausdrud, s ob ein geheimer seinem Ende zu der faft heraus en lag eine Welt benen bes Barons gung. Schließlich ab. Der Baron Thatsache an, zu e Erkenntnis auf, auf und jagte zu enfter vorbeigehen. abe ich auch heute Frühftud nicht zu lann fortgegangen, runten die Augen, m fich anzutleiben. ei der Arbeit. Sie Mellen der Rübe go, Namens Sufe. Milchlammer und erzielten durch dieje 6 Butter war als g jest bie großen ** Justizrat Rießer, Direktor der Darmstädter Bank in Berlin wurde der Titel Geheimer Justizrat verliehen. ** Der Titel ,, Oberbriefträger"," Oberposts schaffner" oder„, Oberleitungsauffeher" soll zugleich mit der Verleihung goldener Schulterplattschnüre etatsmäßig angestellten Unterbeamten der Postverwaltung bei tadelfreier Führung nach einer Gesamtdienstzeit von 15 Jahren fortan erteilt werden. ** Die hessischen Landtagsabgeord: neten verteilen sich folgendermaßen auf die verschiedenen Berufsarten: 1 Schriftsteller, 3 Redakteure, 5 Rechtsanwälte, 2 Regierungsräte, 1 KommerzienIn Amerika verstorbene Hessen Detroit, Mich, Henry Orth aus Groß- Eichen, Groß- Eichen, 95 Jahre alt. ** Umtausch der alten Postwertzeichen. Die im Die im Reichs- Postgebiet und in Württemberg, bis Ende März giltig gewesenen Postwertzeichen werden gegen solche mit der Inschrift Deutsches Reich" nur noch 1903 ab werden Anträge auf Umtausch aller Postwert zeichen nicht mehr berücksichtigt. Es ist daher anzuraten, den Umtausch der etwa noch vorhandenen Dies alten Postwertzeichen baldig st zu bewirken. fann bei den Postschaltern und Landbriefträgern geschehen. Die Postanstalten werden die Franfierung von Sendungen mit alten Postwertzeichen bis zum Ab lauf der Umtauschfrist nicht beanstanden. Dagegen werden die nach Ablauf der Frist etwa vor kommenden alten Postwertzeichen als un giltig behandelt werden. ** Die Jufluenza. Während die Influenza in den letzten Jahren erst im Januar sich einzustellen pflegte, ist sie heuer bereits seit einigen Wochen aufgetreten und hat manchem das Weihnachtsfest ganz gründlich verdorben. In den allermeisten Fällen nimmt die Erfrankung dieses Mal einen sehr raschen Verlauf. Der Beginn ist meist ein plößlicher, das Fieber hält faum einen Tag an, Husten und Mattigkeit geben jedoch dem Befallenen noch einige Zeit ein Grinnerungszeichen an die vorausgegangene Infektion. Die Verbreitung ist eine epidemische. denen die Seuche bekanntlich besonders gefährlich ist, In sollten vor Ansteckung möglichst geschützt werden. Offenbach sind, wie wir dortigen Zeitungen entnehmen, zahlreiche Erkrankungen an Influenza vorgekommen. Kinder und Greise, Aus Hessen und Nachbargebieten. Klein- Linden, 28. Dez. Am 1. Weihnachtsabend fand in der Kirche die Christbescherung der Kleinfinder schule statt. Schon lange vor Beginn der Feier stand eine große Menschenmenge vor dem Gotteshaus, welche nachher faum Plaz finden konnte. Während der Feier trugen die Kinder die Geschichte der Geburt des Heilandes vor. Bei der Bescherung wurden die kleinen sehr gut bedacht; außer andern Sachen erhielten die Knaben einen Werkzeugkasten, die Mädchen eine Puppe. Auch der Schwester wurde ein namhaftes Geschenk überreicht. Durch freiwillige Gaben hiesiger Bürger waren rund 133 Mf. zu dieser Bescherung aufgebracht worden. Wesentlich verschönert wurde das Fest durch die herrlichen Gesangsvorträge des hiesigen gemischten Kirchengesangvereins. ** Lüzellinden. Der frühere Besitzer des Gießener Braunsteinbergwerks, Herr Fernie, hat, wie er es ſeit einer Reihe von Jahren schon thut, unserer Kleinkinder schule zur Bestceitung ihrer Unkosten 100 Mart, und außerdem wurde einer bedürftigen Bergmannswitwe in Hörnsheim mit 40 Mt. überweisen lassen. Am 20.: Mar Julius Müller, Kaufmann in Frank Weinrich, Fuhrmann dahier mit Katharine Bernhardt hierselbst. Am 24.: Heinrich Christian Brückel, Bauführer in Frankfurt a. M. mit Theodore Susanne Wilhelmine Michel hierselbst. Rödgen, 27. Dez. Die Arbeiten an unserer Wasser leitung schreiten rüstig vorwärts, gegenwärtig ist man mit Die der Rohrlegung durch die Ortsstraßen beschäftigt. Quellen liegen nur etwa 5 Minuten südlich vom Dorf. anschlüssen vollständig fertig sein. Geborene. Am Am 12. Dez.: Dem Mechaniker Karl Habeney eine Tochter, Luise Charlotte. Am 15.: Dem Kaufmann Aloys Spengler ein Sohn; dem Taglöhner Kaspar eine Tochter, Elisabeth Emilie Katharina Karoline; Lenz ein Sohn. Am 16.: dem Lackierer Georg Reit dem Lokomotivführer August Meckelburg ein Sohn; dem Buchbinder Ludwig Schlaudraff ein Sohn. 17.: dem Taglöhner Johann Philipp Mandler ein Sohn, Adam Johann Adolf; dem Spengler und Installateur Wilhelm Neuweiler eine Tochter; dem Gaftwirt Philipp Hofmann ein Sohn, Wilhelm Emil; dem Schauspieler Konrad Wallmüller eine Tochter, Paula. Am 18. dem Schuhmacher Johannes, gen. Heinrich Jakob eine Tochter, Katharine Elisabeth. Am. 22.: dem Schreiner Emil Hertrich ein Sohn, Karl; dem Friseur Friedrich Schnecko eine Tochter. Gestorbene. Am 24. Dez.: Luise Marie Minna Lips, 22 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 25.: Michael Pfeil, 71 Jahre alt, Privatmann dahier. Neueste Nachrichten. Berlin, 29. Dez. Nach einer Pariser Meldung erflärte Giron in der bereits auszugsweise mitgeteilten Unterredung mit einem Berichterstatter des Echo de Paris" noch: Seit einigen Stunden wissen wir, daß unterhandlungen zwischen dem Wiener Hofe und dem Vatikan über die Annulierung der Ehe der Kronprinzessin schweben. Die Lage ist sehr verwickelt, da das zu erwartende Kind nicht vom Kronprinzen ist und gesetzmäßig als sein Kind gelten muß. Wir verlassen Genf nicht, da die Polizei uns beschützt. Auch wenn wir nicht heiraten können, bleiben wir zusammen. Sehr beunruhigt uns, daß mein Bruder die ihm eingeschickten Juwelen im Werte von 400 000 Frcs. aus Furcht vor Weiterungen anzunehmen sich weigerte und wir die Brillanten nicht zurückerhalten haben. Geschäftliches. Am Schluße des Jahres ist es gewiß angebracht auf ein edles Werk hinzuweisen. das Arbeiterheim des Männervereins in Straßburg- Neudorf. Dieser Vorort Straßburgs hat sich nach dem Kriege 1870-71 von einem unscheinbaren Vorort in ganz auffallender Weise vergrößert und zählt jetzt ca. 20 000 Einwohner. Fast jede Gemeinde Elsaß- Lothringens und beinahe alle Gaue Deutschlands sind in demselben vertreten. Nur Wenige davon be= igen Grundeigentum, auch haben sie keine Verwandte daselbst, weshalb fast jede Familie auf sich allein angewiesen ist. Niemand wird bezweifeln, daß dies große Gefahren in sich birgt. Eine fleine Anzahl thatkräftiger Männer hat viel zur Hebung Neudorfs beigetragen und auch ein Arbeiterheim gebaut, aber es lastet eine solche Schuldenlast daranf, daß die Beiträge und Sammlungen kaum zur Deckung der Zinsen hinreichen, an eine Abzahlung der Schuld konnte aber bisher nicht gedacht Man entschloß sich daher, eine Lotterie werden. rat, 1 Genossenschaftsdirektor, 1 Professor, 10 Bürgers Bis zum nächsten Frühjahr wird die Leitung mit den Haus zur Aufbesserung dieser Lage ins Leben zu rufen, welche meister, 2 Beigeordnete, 2 3 Guts- und 1 Mühlenbesizer, 2 Weinhändler, 6 Landwirte, 2 Buchhändler, 1 Buchdruckereibefizer, 2 Rentner, 1 Bureaugehilfe, 1 Bauassistent und 1 Gastwirt. ** Ausgrabung auf dem Trieb. Bei den jüngsten im November d. J. vorgenommenen Ausgrabungen auf dem Trieb, welche vom oberhessischen Geschichtsverein bei dessen beschränkten Mitteln nur von Zeit zu Zeit, dann aber mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis vorgenommen werden, hat man die interessante Thatsache festgestellt, daß unser Trieb im siebenjährigen Kriege einem größeren militärischen Lager( wahrscheinlich Franzosen) gedient hat. Außerdem hat man dabei einen wundervollen Fund gemacht. Nach Abschürfung einer hügelartigen Bodenerhöhung stieß man in mäßiger Tiefe auf etwas Festes, das sich nach weiterer Freilegung als eine fesselartig angelegte Feuerstelle er wies. Die dabei gemachten Funde, bestehend aus Eisenteilen, lassen unschwer erkennen, daß es sich um die Feuerstelle eines früheren militärischen Lagers handelt. Da der Hügel einmal geöffnet war, forschte man weiter und fand direkt unter der Feuerstelle, nur ein wenig tiefer einen Celt( Art) und einen Dolch, beides aus der Bronzezeit, wunderbar erhalten und prachtvoll mit Platin überzogen. Etwa 100 Meter von der Fundstelle entfernt wurde ein dort befindlicher ähnlicher Hügel abgegraben und fand man auch dort eine fesselartige Feuerstelle, welche der zuerst aufgedeckten glich. Die Vertiefung war, jedenfalls durch die Hiße des Milch wurde aus machte fich hetty bauschäumen. Sie Sufe wollte fich ch. Wir haben ja bt; bas legte Mal wiffen Sie nicht Du bättest bas Fas efagt, Sufe! Nan Wer nach seinen Verhältnissen, am Einkauf oder Verkauf von Losen beteiligt und wird dies hiermit bestens empfohlen. Diese Lotterie hat 2490 Geldgewinne im Betrage von 41 000 Mt., Haupttreffer 15000 Mt., 6000 Mt. 2c. Da der Einsatz nur 1 Mark beträgt, so empfiehlt es sich Lose von dieser Lotterie zu erwerben und zwar nicht nur, weil es sich um ein edles Werk handelt, sondern weil man auch mit der geringen Einlage von 1 Mf. eine ansehnliche Summe erwerben fann. Die Ziehung erfolgt bereits am 17. Januar 1903. Alles Nähere besagen die Annoncen und Beilagen. Marktbericht. Helpershain. Von hier nach Köddingen soll eine| Dieses Mittel wird sicher helfen, wenn sich Jeder, je neue ,, mustergiltige" Kreisstraße, möglichst unter Beibehaltung des alten Weges gebaut werden. den alten Weg mit seinen Steigungen und vielen Unebenheiten fennt, wird hierüber erfreut sein. Die Straßenlinie ist bereits durch Blöcke markiert. Dieselbe geht einigen Grundbesitzern von Helpershain mitten durch ihre Aecker und Wiesen, oft sogar in Diagonalrichtungen. Hierdurch entstehen den Betroffenen links und rechts der abgesteckten Streisstraße kleinere und größere Flächen, in Gestalt von Dreiecken und Streifen, die für den Besitzer keinerlei Wert haben, weil er sie dann nicht mehr bebauen kann oder sie des Bebauens überhaupt nicht mehr wert sind. ** Wehlar, 27. Dez. Auf dem hiesigen Wonmarkt kostete das Gestorbene. Wißmar, 27. Dezember. Der Verein ,, Bürger- Pfund Butter 1.10 Mt., Eier 2 Stüd 19 Bfg. Casino" feierte am 2. Weihnachtsfeiertag sein diesjähriges Weihnachtsfest, daß in allen seinen Nummern äußerst gut verlaufen ist. Den größten Teil zur Verherrlichung des Festes trug der in den Gießener Vereinen so beliebte Humorist Herr Spanier bei, dessen Vorträge, ohne Ausnahme vortreffliche Schlager, jedesmal einen nicht enden wollenden Beifall erweckten. ** Grünberg. Dr. Karl Busch, Rektor des hiesigen Progymnasiums, der zum Besuche von Verwandten nach Berlin gereift war, wurde während einer Fahrt auf der Am 28. Dez.: Marie Elise Müller, 78 Jahre alt, Rentnerin dahier. Beerdigung: Dienstag, 30. d. Mts., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause Bahnhofstraße 42, aus. Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß durch Beschluß der Stadtverordneten- Bersammlung vom 22 1. Mts., mit Wirkung vom Januar 1903 an der Preis für die aus dem städtischen Elektrizitätswerk abgegebene Energie für Beleuchtung auf 50 Pf., " Kraft 20 " für eine Rilowattstunde festgesetzt worden ist. Gießen, den 23. Dezember 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die Einziehung der Invalidenversicherungsbeiträge für diejenigen Versicherten, für die sie seither durch die Großh. Bürgermeisterei Gießen erfolgte, mit Wirkung vom 29. Dezember 1902 an die Ortsfranfenfasse Gießen überwiesen ist. Gleichzeitig sind der Ortsfranfenfasse Gießen die Geschäfte der Meldestelle übertragen worden. Die Einziehung der Beiträge seitens der Ortsfrankentajse Gießen erfolgt in demselben Umfange wie bisher durch Erhebung. Sämtliche erforderlichen Meldungen haben vom 29. Dezember 1902 an ausschließlich bei der Ortskrankenkasse Gießen[ Ludwigstraße 12] zu erfolgen. Von dem gleichen Tage an haben die sog. unſtändigen Arbeiter ihre Quittungsfarten zur Kontrolle der Ditsfrankentaffe Gießen vorzulegen. Gießen, den 23. Dezember 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Anschaffung und Unterhaltung zweier Jasel ochsen von Simmenthaler Rasse soll vom 1. April f. J. ab im Wege schriftlichen Angebots anderweit den auf unserem Sekretariat Zimmer 15 offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Interessenten wollen ihre Offerten bis spätestens 10. Januar f. J. Vormittags 12 Uhr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei der unterzeichneten Behörde einreichen. Gießen, den 23. Dezember 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Holzversteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 5. Januar 1903, vormittags 9% Uhr beginn nd, werden zu Aunerod in der Weller'schen Wirtschaft aus den städtischen Waldungen im Distrikt Fernewald versteigert: 31 Eichen- Stämme mit 10.42 Festmeter( dacunter SchnittSchwellen- und Grubenholz, 219 Kiefern und Fichtenstämme mit 68.02 Festmeter( darunter Schnitt- und Bauholz) 1880 Kiefern und Fichtenstangen mit 95.11 Festmeter( darunter zu Sparren- Gerüst- und Spalierholz geeignet) 2 Rmtr. Eichen- Nuzscheitholz Buchen- Scheitholz Nadel- Scheitholz Buchen- Knüppelholz Bekanntmachung. Es wird hierdurch znr öffentlichen Kenntnis gebracht daß unsere Kasse im laufenden Monat zur Erhebung oder Beischreibung der Zinsen Dienstags, Mitt wochs, Donnerstags und Samstags geöffnet ist. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. Gascokes. ( Breise seit 30. April 1902.) 1,10 Mt. Für den Gentner ab Verkaufsstelle: Stück- Cokes Auk- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerfleinert: Stückcokes 4 " Eichen Nußfnüppelholz 46 " Kiefern Rugfnüppel( 4 Meter lang) 5 Größe Nr. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte 1,25 Mr. " 19 Birten Rundscheitholz " 109 Eichen- Scheitholz Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,30 Mr. " 26 In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: " 1,05 Mr. 4 " Aspen- Scheitholz Nußcokes Nr. 1 1,20 Mr. 25 Nukcokes Nr. 2 1,25 Mr. " 12 Birken" 84 " Eichen1,00 Mr. " 1,15 Mr 9 Aspen1,20 Mt. 63,4 и 2 " NadelBuchen" 1 " " 3 " 1 AspenBirken" " Н H " " 49 Rmtr. Eichen- Stockholz 6590 Wellen Buchen- Reisig 5590 5840 " " Eichen- Retfig Nadel- Reisig teilweise Durchforstung 1300 Wellen Birken- und Aspern- Reisig 4970 Wellen Weichholz. Gießen, 23. Dezember 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. ab im 1. Stocke des Hauses Neuen- Bäue Nr. 43. Das Armenamt befindet sich vom 29. Dezember d. I. Gießen, den 19. Dezember 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Das 5. Ziel Gemeindeftener pro 1902/03 fann in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten entrichtet Es ist uns ein Waggon Briketts zur Verteilung an solche Familien überwiesen worden, in welchen ein Elternteil verstorben ist und noch schulpflichtige Kinder vorhanden sind.| werden. Meldungen sind bis zum 3. Januar t. I. bei uns vorzubringen. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Zahlstunden: Täglich vormittags. Gießen, den 29. Dezember 1902. Stadtkasse Gießen. Doepfer. Großh. Gewerbeschule Gießen. Bestes Geschenk! Meisterprüfungen in Oberhessen betr. Das Grosse Loos! Geld- Lotterie Wir beabsichtigen, einem bei der ersten Meisterprüfs der 1. Wohlthätigkeitsung aufgetretenen Bedürfnisse entsprechend, während der Zeit vom 13. Januar bis 13. Februar 1903 an unserer Gewerbeschule einen Spezial- Ausbildungsfurfus für d. Strassburg- Neud. Arbeiterheims Vorbereitung zur Meisterprüfung bei genügender Ziehung bereits 17. Januar. Beteiligung abzuhalten. Diejenigen Gesellen und be: 2490 Geldgew. M. 41000 reits selbständigen Handwerker in der Provinz Ober- Hauptgewinn, 15000 hessen, welche sich demnächst der Meisterprüfung unterziehen wollen, werden zum Besuche dieses Sturfus 1 à 15000 15000 eingeladen. دو وو 27 6000 6000 3000 - 4500 5000 7500 Die Gebühren für diesen Kursus betragen 10 Mt. à I Anmeldungen sind schriftlich mit genauer Adresse des 3 à 1000 Teilnehmers an die unterzeichnete Schulleitung bis spätestens den 5. Januar 1903 zu richten. Gießen, am 22. Dez. 1902. Der Aufsichtsrat: Heyligenstädt. Die Schulleitung: Traber, Großherzogl. Hauptlehrer. Feuerwerkskörper für die Neujahr nacht. Frösche, Schwärmer, Lady- Kraker, Kanone schläge, Sonnen, Raketen, Handschlangen. Handlent fugeln 2c.( Wiederverkäufer hohen Rabatt), empfiehlt Richard Buchacker, Neuen Bäue 11. la. Nusskohlen, Emil Piktor Nachfolger, frei ans Haus, billigst Für Hausbesitzer. Marktstraße 10 Anm, Arac, Suche in geeigneter Lage ½ Flasche v 8: Pig. en. Gießens Laden 25 zus. 4300 400 zus. 5000 2060 Baar ohne Abzug auszahlbar zusammen Loos M. 11 L. 10 M. P. u. L. 25 Pf Nachnahme theurer, empfiehlt. J. Stürmer, Strassburg i. E. General- Agent Langestr. 107. Hier: R. Buchacker, W. Semmler Ph. Weiler. Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Nußcokes Nr. 2 Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel waggon 8 bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Gentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes- bis zu 6 Centnern - auf die betr. Lagerpläße( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cofee statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gascofes von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34( Hohenzollern), Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascotes samt Anfuhr wie das Gaswerf und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascofes für die Abnehmer außerhalb di Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirüdver gütung von 4 Pfennig für den Gentner. Städtisches Gas und Wasserwerk Gießen. PFLEGE DEIN HAAR Pflege Dris Saar JAVOL Das Beste für die Saare. Die böchsten Preise zahlt für Füchse, Marder, Jltis, Dachs, Kaninchen- und Hafenfelle Richard Frenzel, Seltersweg Nr. 10. Eine gute, alte Violine preiswürdig zu verkaufen. Näb. in der Erp. d. Bl. Pomade, Oel und schädliche Essenzen dürfen nicht auf die Kopfhaut gebracht werden. Es giebt etwas viel Besseres, wodurch Haar und Kopfhaut erfrischi und gestärkt, das Haar seidenweich, üppig, glänzend und geschmeidig wird. Dieses vorzügliche, erstklassige Haaraus garantiert reinem Honig, per wasser heißt JAVOL und findet sich auf den Toilettentischen Fenchelhonig, große Flasche 50 Pfg. Zu haben in der Apotheke zu Groß- Felda. Ein braves junges der erſten Kreise, da ſein Erfolg ein Dienstmädchen ganz unvergleichlicher ist. Man erhält es, die Flasche zu Mk. 2.-, Doppel flasche Mk. 3.50 in allen feineren Parfümerien, Drogerien und Coiffeur. geschäften, auch in Apotheken. Cognac MIT JAVOL deutscher per Fl. von 16. 1.40 an französ 3. " Rum, Arak, Nordhäuser In Gießen bei Gebr. Michel. MMAS Möbel jeder Art, als Patent- Kleiderschränke. Berticos, Waschtische, Waschkommoden, Bettstellen, Kommo morin Metzgerei erichtet Punschessenzen, Fruchtbranntwe/ n/ den, Zische, Näht ſche, Stühle in ſchöner Auswahl, oder übernommen werden fann. bei Würde auch, wenn Gebrüder Adami, Räumlichkeiten vorhanden, Wirtschaft mit betreiben, ist jedoch nicht bedingt. Kauf des Hauses nicht ausgeschlossen. Gefl. Off. aus direkter Hand unter 2732 an die Exped. erbeten. 14. Mäusburg 14. Stadttheater Gießen. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 30. Dezember 1902: 6. Volksvorstellung. Mein Leopold. sowie diverse Sorten Liköre empfiehlt Ghristian Wallenfels, 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal. Telephon 262. Georündet 1826 Wer Stellesucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost Eßlingen eingerahmte Bilder, Haussegen, Spiegel, Garderobeund Handtuchständer, empfiehlt als praktische Weihnachtsgeschenke gesucht. Fr. Schäfer, Möbelfabrikation, Gross- Felda. Cüchtige Einlegerinnen Gießener Neueste Nachrichten. am besten vom Lande zum bald. Eintritt gesucht. Ebelstraße 14 I. Bu vermieten: In unserem Neubau am Brandplatz ist noch eine schöne 5- Bimmerwohnung m. Erker per April zu vermieten, desgleichen daselbst 4 Zimmerwohnungen. Näh. Frankfurterstr. 29. Durch Versehung des Herrn Hauptmann Beder ist dessen seit 7 Jahren innegehabte Wohnung in meinem Hause Afterweg 29 II. für sofort oder später zu vermieten. Sanitätsrat Dr. Haupt. chön möbl. Zimmer sofort ev später zu vermieten. Näh. Marktstraße Nr. Orpheum Varietè. Täglich Gr. Vorstellung. 11. JUGEND FÜR UNSERE terliegt, daß neue Lebensformen ewig qus älteren hervorgehen. Die Anpassung heutiger Fische an eine Gristenz auf dem Lande erinnert in der Tat an die Geschichte von Fischen aus der Urzeit, deren Nachkommen wir in den als auf dent heutigen Fröschen erkennen, beginnen und gan Leben als Fische ebensogut wie v. 301. 3061 Montag, den 29 Dezember chessische Familienzeitu Tägliche Unterb