n Fleische xtrakt an .29. Markt 16. Maco. ges Lager e. värdhe. umwolle. für Herren, men. blirtes Zimmer ohne Pension sofort ober bermieten. Moltkestraße 24, III. möbl. Zimmer, 3 Treppen, Dermieten. Websteinstraße 44 Versetzung des Herrn ann Befer ist deffen jeit 7 innegehabte Wohnung in Huse Asterweg 29 II für Der später zu vermieten. nitätsrat Dr. Saupt. dl. möbl. Zimmer er später zu vermieten bei rmel, Bahnhofstr. 38 ден. fenitod u. Schneider. Nr. 252. Erstes Blatt. Mittwoch, den 29. Oftober 1902. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 150. ratisbeilagen: Oberheffifche Familienzeit ung( täglich) berheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und artenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erbedition: Gieken Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. - Deutscher Reichstag. Der Kampf für Fleischeinfuhr. CB. Berlin, 28. Oftober. Da in der heutigen Sitzung die Abstimmung über die inem House Steinstraße heb zölle erwartet wurde, so hatte man sich allgemein ist die Manſarde mit 3 uf einen guten Besuch gefaßt gemacht; aber man sollte aen Zimmern, Küfe und itter getäuscht werden, denn auch heute war das Haus ubehör per sofort zu be emlich leer, wenigstens zu Anfang der Sizung. Im Euler, Steinstraße 11. erlaufe der Debatte tauchten zwar noch einige Gestal nauf, aber da zum Ausgleich andere in den Nebennferem Neubau Wilhelm iumen verschwanden, so war die Beseßungsziffer im 12 baben wir ele ante aale dauernd niedrig. Den ersten Redner schickten die aftswohnungen mit onservativen in dem Grafen Kanitz vor, der die lauimmern mit den schönsten Rufe wegen Fleischteuerung für eine gelinde Heuing' n per fofort auch später elei erklärte. Als man den Vorschlag gemacht habe, eten. Desgl. ver Oktober städtischen Fleischsteuern abzuschaffen, seien gerade auch früher in unseren e Parteien der Linken dagegen gewesen. So habe sich en Wilhelmstr. 8 u 10 spielsweise der freisinnige Oberbürgermeister Bender ige 4, 5, 6 u. 7: 3immer: Breslau mit Entschiedenheit dagegen ausgesprochen, nd ein freisinniges Magistratsmitglied in München habe eradezu den Kommissionshandel in Fleisch als den me 5: 3immerwohnung in rund für die Teuerung angegeben. Billige Preise und Stod mit allem Zubehör ohe Löhne, das seien zwei unvereinbare Forderungen. Fort zu vermieten. Ludwigsplak 14. ieser Ansicht war auch ein Politiker der sogenannten ittleren Linie, der nationalliberale Abg. De pten, der ir die Regierungsfassung eintrat, während Dr Zwid on der freisinnigen Volkspartei Regierungsfassung und ommissionsantrag verwarf und in der Schärfe der Forrung noch von dem sozialdemokratischen Abg. Segit ertroffen wurde. Beiläufig bemerkt, kündigte dieser ich die von uns an anderer Stelle erwähnte Verschärmg der Obstruktion an. Segit schloß mit der Anündigung der Ablehnung für sämtliche Zollanträge; auch nterließ er es nicht, den Landwirtschaftsminister v. Podielski auf das Schärfste anzugreifen, dem er nachsagte, aß er nicht einmal in seinem eigenen Ressort Bescheid bisse. Unmittelbar noch seiner Rede erhob sich der Staats efre tär Graf Posadowsky, der sich im allgemeinen urz faßte. Der Linken gegenüber betonte er, daß man ne Landwirtschaft unbedingt schützen müsse, weil sie unter er Steigerung der Produktionskosten und sozialen Lasten öbl. Zimmer mieten. Wepfteingaffe Nr. 7. öbl. Zimmer zu ver ten. Brandgasse 8. bltrtes Zimmer zu ber mieten. Kircherpl. Nr. 6. n möbl. Zimmer sofort w. päter zu vermieten. Näh. Marktstraße Nr. 11 Schöne anfardenwohnung Bubehör per 15. Oftober ind der gleichzeitigen Landslucht der Arbeiter leide. nieten. Bahnhofstr. 15. für obnung, 2 Zimmer e bft Küche, sofort zu vern. . Wallthorstraße Nr. 13. meu hergerichtete Familiadie Gesamtheit des Hauses war seine Bemerkung bestimmt, wenn man unsere Vertragsunterandler mit dem alten Generaltarif hinausschicken wolle, sei das so, als ob man unser Heer mit dem Kuhfuß on 1818 ausrüste, und der Rechten und dem Zentrum 0 hüßenstraße 14 erfüllbaren te er die Mahnung, ſie möchten von ihren ng, mit allem Zubehör falle komme. Bei der Linken verpuffte die Rede vollnet eine Mansardenwohnung anbig, wie sich aus der Rede des sozialdemokratischen äb. Schüßenftraße 15, 1 tim born vom Zentrum dem Freihandel das Verdikt Forderungen absehen, da sonst das Werk zu vermieten. e seither von Herrn Bauin or Enderes innegebate nung Aliceftraße 18 ift andr A zu bermieten. ön möbl. Zimme ermieten. bg. Haase ergab. Vor diesem hatte übrigens noch Abg. gesprochen. Die Politik. Zum Zolltarifkampf. CB. Zwischen den bürgerlichen Parteien der Linken Diegstraße 10, und der sozialdemokratischen ist, wie wir erfahren, ein ön möbl. Zimmer Bahnhofftrake 34, mieten. Ok. bkommen zu stande gekommen, wonach die Vertagung der Zolltarifberatung beantragt werden soll, bis zwischen en Mehrheitsparteien und der Regierung die schwebenben Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen sind. Intrag wird voraussichtlich, obgleich darüber positive Den ch. Licht, per sofort zu begründen. Da die Ablehnung eintreten wird, so wollen Löwengaffe 27 e Abgeordneten der Sozialdemokratie und der freisinniOrpheum Variete, Parteien im Laufe der nächsten Woche durch verhärfte Obstruktion Vergeltung üben. Im Reichstagsasidium ist deshalb die Abhaltung von Abendsizungen ereits erwogen worden. Die Entstehungsgeschichte des„ Lausekanals". Unmittelbar nach der Rundreise des Landwirtschaftsinisters v. Podbielski in den ostpreußischen Provinzen ar eine Aeußerung bekannt geworder, onach er gesagt aben soll, er wolle sich von dem Lausecanal nicht vor den auch stoßen lassen. Man hatte die Sache so aufgefaßt, als er damit das ganze Projekt abfällig beurteilen wolle, nd die Opposition drohte bereits mit einem Vorgehen Berzienrat Körling auf Grund einer Mitteilung durch Minister in einer Generalversammlung des Kanalreins für Niedersachsen in Hannover folgende menschlich Gr. Dorftellung. breußischen Abgeordnetenhause. Neuerdings teilt Romes Morgens sehr früh, nachdem er mehrere Stunden Sießener Stadttheatereifende Erstehungsgeschichte mit: ,, Der Minister sei Mittwoch, den 29. Ottober enbahnfahrt hinter sich gehabt habe, fröstelnd und hun3um erfien Male: ig auf der Bahnstation eines kleinen masurischen Ortes gekommen und habe sich dringend nach einer Der Aeſition ins Sittlic Eration von einer größeren Deputation und anderen Herempfangen worden, und eine sehr ausführliche rede, in der es sich unter einer Menge anderer Ange Tegenheiten namentlich um den masurischen Kanal gehandelt habe, sei an ihn gerichtet worden. In seiner Erwiderung habe er den Herren gesagt, daß er ihnen nus dringend anheimgeben könne, auch ihrerseits an dem Zustandekommen des Mittellandkanals zu arbeiten, denn mit dem Zustandekommen dieses großen Kanals hätten sie die sichere Aussicht, daß dann auch der masurische Kanal bewilligt werden würde. Beim Hinaustreten aus dem Bahnhofe habe er dem einen Herrn vielleicht speziell in Bezug auf seinen hungrigen Magen die betreffende Aeußerung Ich werde mir doch nicht mit dem Lausekanal vor den Bauch stoßen lassen!" hingeworfen, deren Sinn aber vollständig verdreht sei, worüber er in allerhöchstem Grade indigniert sei, denn es hätte gar kein Zweifel darüber sein können, daß sich seine Aeußerung auf den masurischen Kanal bezogen habe." Der Burenkrieg in England. A Die drei Burenkommandanten Kruizinger, Joubert und Fouché hielten in Cambridge einen Vortrag über ihre Kriegserlebnisse, bei dem sie anscheinend das Selbstbewußtsein der Herren Engländer nicht genügend berücksichtigt haben, denn nachdem sie geendigt hatten, rottete sich vor dem Hause gegen die drei wehrlosen Männer ein Haufe tapferer Jünglinge zusammen, der sie mit seiner Uebermacht tätlich anzugreifen suchte. Unter dem Schuße der Polizei entfamen Joubert und Fouché auf einem Omnibus, Kruizinger aber mußte über eine Mauer hinweg flüchten. Diese Heldentat englischer Bürgersöhne reiht sich den Taten der Soldateska in Südafrika würdig an. Amerikanische Zukunftspläne. † Der amerikanische General James Wilson, der mit seinen Ansichten dem Präsidenten Roosevelt sehr nahesteht, hat in einem öffentlichen Vortrage vorgeschlagen, Amerika möge allen Inseln des Karaibischen Meeres Handels- und Bollfreiheit gewähren und auch die englische Kolonie Kanada in diesen Freihandelsring aufnehmen, falls diese sich verpflichte, gegen Europa und besonders auch gegen das englische Mutterland die amerikanischen Zölle des Dingleytarifs anzuwenden. Das wäre gleichbedeutend mit einem Abfall. Aber da in Kanada eine starke Partei für diese Ziele besteht, so ist die amerikanische Union tatsächlich eine ernste Zukunftsgefahr für England, die sich dann erst recht verschärft, wenn einmal die Offensivkräfte Amerikas in dem Maße organisiert sind, wie Präsident Roosevelt es wünscht. Mr. Joë Chamberlain wird schon wissen, warum er via Südafrika nach Kanada reist. Er wird sich nämlich auch dorthin begeben. Auf seiner ganzen Reise wird ihn seine Gattin begleiten. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 28. Oktober.( Hofbericht.) Heute Vormittag hörte der Kaiser Vorträge des Chefs des Militärkabinets und des Chefs des Admiralstabes. * Der deutsche Kronprinz wird, wie rheinische Blätter wissen wollen, nach Vollendung seiner Studien in Bonn längere Zeit aktiven Dienst bei der Kavallerie tun und zum Rittmeister und Chef der Leibeskadron des Regiments Garde du Corps, die jetzt von dem Rittmeister Grafen zu Lynar befehligt wird, ernannt werden. Hierauf wird der Kronprinz bei der königlichen Regierung in Potsdam durch den Oberpräsidenten von Bethmann- Hollweg in den Verwaltungsdienst eingeführt werden und dann als Major und Bataillonskommandeur beim ersten Garde- Regiment zu Fuß Dienst tun. Die durch die Blätter gegangene Nachricht der in Wien erscheinenden ,, Alldeutschen Korrespondenz", daß während der Reise des Kronprinzen nach Desterreich und Ungarn eine Entfremdung in den Beziehungen zwischen diesem und den jüngeren Erzherzögen, insbesondere dem Thronfolger eingetreten sei, wird amtlich als erfunden bezeichnet. * Das badische Großherzogspaar hat am Dienstag der Herzogin Merandra von Sachsen- Koburg und Gotha in Koburg einen Besuch abgestattet. Die greise Dame ist eine Schwester des Großherzogs. * Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schwe den, letztere eine Tochter des Großherzogs von Baden, treffen in den nächsten Tagen in Karlsruhe ein. * Der Staatssekretär des Reichspostamtes Kraette hat den Höfen in Darmstadt und Karlsruhe seine Aufwartung gemacht. * Die Landwirtschaftskammer in Posen veröffentlicht eine Ehrenerklärung für den Major Endell, um ihn gegen die von einem entlassenen Beamten der Kammer gegen seine Geschäftsführung geltend gemachten Angriffe in Schutz zu nehmen. * Eine neu erlassene amtliche Verfügung des Kriegsministers schärft den Elsaß- Lothringen besuchenden französischen Offizieren die genaue Einhaltung der Meldevorschrift und den größten Takt im Verkehr nachdrüc lich ein. Das deutet auf eine Besserung der deutschfranzösischen Beziehungen hin. 1 * Der französische Minister des Aeußern Delcassé ad 89 verkündete im Ministerrate, daß zwischen Frankreich, England, Deutschland einerseits und Japan anderseits ein Uebereinkommen erzielt wurde, welches sich auf die Grundbesitzstreitigkeiten zwischen Ausländern und Japanern bezieht. Danach sollen derartige Prozesse vor einem besonderen Schiedsgericht verhandelt werden, dessen Richter dem Haager Tribunal zu unternehmen sind. * In Nordschweden herrscht infolge schlechter Ernte Hungersnot. * Im englischen Parlamente ist der Kampf der Fren gegen die Rechtszustände in ihrer Heimat wieder entbrannt. * Das Schiedsgericht zur Schlichtung des amerikanischen Bergarbeiter Kampfes ist unter dem Vorsize des Richters Gray zu seiner ersten Sigung am mengetreten. Die Bergarbeiter sollen in den VersandLungen förmlich als klagende Partei angesehen ne et Vermischtes. [ Mein Liebchen, das ist mir zu viel.] Eine nied liche Parodie auf das bekannte Lied ,, Du hast ja die schönſten Augen" findet sich in der neuesten Nummer des sporthumoristischen Münchener Blattes ,, Das Schnaufert". Der Vers lautet: Du hast ein vernickeltes Fahrrad Du hast auch ein Automobil Nun willst du ein lenkbares Luftschiff? Mein Liebchen, das ist mir zu viel! >[ Wunderlichkeiten aus der Eisenbahngeschichte.] In seinem soeben erschienenen Werke ,, Die sächsischen Eisenbahnen" gibt Dr. Alb. Wiedemann auch einige eisenbahngeschichtliche Kuriosa zum Besten. Der hervorragende deutsche Nationalökonom Friedrich List wirkte anfangs der 30 er Jahre eifrigst für das Projekt der Leipzig- Dresdner Eisenbahn. In seiner Rentabilitätsberechnung machte er allen Ernstes den Vorschlag, vorläufig Holzschienen mit Eisenbeschlag anzuwenden. Dabei werde man mit 50 000 Talern(!), und, falls man einen solideren Oberbau ins Auge fasse, mit einer Million Talern auskommen. Für dieses Kapital berechnete er eine Rente von 14 Prozent(!!) bei einem täglichen Personenverkehr von, sage und schreibe, sechzig Personen hin und her. In welch' naiver Selbsttäuschung hat sich der große Gelehrte in der Zeit der allerersten Eisenbahnanfänge befunden! Das Material an Wagen, Schienen und Lokomotiven mußte größtenteils aus England bezogen werden, ebenso der erste Lokomotivführer. Die erste Lokomotive ,, Somet" traf Ende November 1836, in 15 Risten verpackt, in Leipzig ein. Man ließ das Wunderwerk, das auf Böcke gestellt und geheizt wurde, gegen Entree sehen. Für die Zuverlässig feit des ersten Betriebes ist die Mitteilung bezeichnend, daß die Passagiere häufig wegen ,, plößlich eingetretener Betriebsstörung" mit irgend einer anderen Gelegenheit wieder zurückkehren mußten. £[ Ein fideles Gefängnis.] Ein hochnobler Gefangenentransport findet seit einigen Tagen in dem im württembergischen Oberamtsstädtchen Horb a. N. vormittags abgehenden Personenzug statt. Der Gefangenenwagen, welcher fursgemäß in diesem Zug zu laufen hat, befindet sich in Reparatur. Da ein Ersazwagen derzeit nicht vorhanden zu sein scheint, so wird in Horb ein alter Wagen erster und zweiter Klasse zur Aufnahme der Gefangenen angehängt. Dieselben lassen sich selbstverständlich mit Lust und Stolz auf die weichen Bolster nieder und der Zuschauer sind es viele, die diesen so noblen Gefangenentransport sich besehen. V[ Ein sonderbarer Wohltäter] war der dieser Tage in Teigemouth verstorbene Robert Arthington, der ein Vermögen von rund 20 Millionen Mark hinterlassen hat. Gegen Bedürftige war der Sonderling sehr verschlossen, und nur wenigen dürfte es geglückt sein, sein Herz zu erweichen. Der 77 jährige lebte von etwa 10 Mark wöchentlich, zahlte 55 für sein Mittagessen und war auch sonst in seinen Ansprüchen mehr als bescheiden. In seinem Testamente vermachte er der baptistischen Missionsgesellschaft 14 Millionen Mark, um die Heiden aller Länder( Muhamedaner ausgeschlossen) zu befehren, während er eeine weitere Million verschiedenen wohltätigen Anstalten hinterläßt. [ zu viel Musik und zu wenig Kochkunst..] das ist die Klage, die soeben eine englische Zeitung anstimmt, und zwar, wie es scheint, nicht ganz mit Unrecht. Die Zeitung veröffentlicht gleichzeitig einen Brief eines Familienvaters, der fürzlich zwei Inserate in einer Tageszeitung veröffentlichte; in dem einen suchte er eine Köchin, in dem anderen eine Musiklehrerin für seine Kinder. Das Ergebnis war ein verblüffendes: er erhielt auf das erfterwähnte Inserat 9, auf das zweite 389 Antworten. Augenscheinlich so sagt das Blatt ist hier etwas nicht in Ordnung. Die Klasse derjenigen Frauen, aus denen die Köchinnen hervorgehen, ist weit zahlreicher, als diejenige, der angeblich die Musiklehrerinnen entstammen. Troßdem ist es schwer, eine Köchin zu finden, - während die Musiklehrerinnen übermäßig zahlreich sind. Hieran ändert auch die Tatsache nichts, daß Köchinnen verhältnismäßig hohe Löhne fordern können und-wenigstens nach den Begriffen der Hausfrauen eine faſt zu unabhängige Stellung einnehmen. Andererseits ist das Loos der Musiklehrer männlichen wie weiblichen Geschlechts ein wenig beneidenswertes. Die Gehälter sind in rapider Abnahme und man liest nur zu häufig Inserate, in denen Musikstunden für 50 Pfg. angeboten werden. In Deutschland dürften die Verhältnisse leider wohl ähnlich liegen. [ Ein Gegner der Todesstrafe] ist der berühmte Elektriker Nicola Tesla. Er war dieser Tage in Newyork als Geschworener vorgeladen, mußte jedoch von seiner Pflicht entbunden werden, da er erklärte, daß er die barbarische Todesstrafe nicht billigen könne. ,, Aber die Geseze des Staates enthalten die Todesstrafe, und Sie wür den es doch an der den Gesetzen gebührenden Achtung nicht fehlen lassen?" warf der Richter ein.- ,, Mit meinen Ansichten kann ich die Todesstrafe nicht vereinbaren, und ich handle nur, wie meine Vernunft es mir eingiebt," ,, Dann können Sie nicht war die Antwort Tesla's. Geschworener sein," sagte der Richter und Tesla wurde entLassen. - A Kampf zwischen Grenzern und Schmugglern. Bei Dttlotschin hat ein Kampf zwischen der russischen Grenzwache und einem aus sechs Personen bestehenden Schmugg Yertrupp, der mit großen Posten Cigarren und Seidenwaren die Grenze überschreiten wollte, stattgefunden. Es wurde auf beiden Seiten scharf geschossen. Ein russischer Wachtmeister ward durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt. Die Schmuggler fielen nebst den Waren den Russen in die Hände. D Zigeuner als Wegelagerer. Ein schwerer Straßenraub ist in der Nähe der Stadt Neudamm von Zigeunern vollführt worden. Der Musiker P. befand sich mit seiner Mutter auf einem Einspännerwagen, um nach Massin zu fahren. Unterwegs begegnete ihnen ein Zigeunertrupp. Sieben von diesen braunen Gesellen hielten das Fuhrwerk des Musikers an und überfielen die' Insassen. Der Musiker wurde durch Messerstiche im Kopf verletzt, die Mutter gleichfalls schwer mißhandelt; darauf nahmen ihnen die Räuber ihre Baarschaft im Betrage von 50 Mr. weg und eigneten sich noch das Pferd samt Geschirr an. Alsdann verschwanden sie. Es ist bis jetzt nicht gelungen, der frechen Straßenräuber habhaft zu werden. Die Bombenexplosion in Livorno, die wir gestern meldeten, scheint nach den bisherigen Ermittelungen gegen den Bischof Giani gerichtet zu sein, der wegen seiner schroffen Haltung gegen das Königreich Italien in Livorno sehr unbeliebt war. Die Bombe hatte furchtbare Gewalt. Das eine von den drei Kindern, welche sie kurz vor der Explosion fanden, wurde mit aufgerissenem Unterleib meterweit fortgeschleudert, die beiden anderen schwer verwundet. Die Stücke der Bombe richteten am Kirchenportal und an den umliegenden Gebäuden furchtbare Verwüstungen an, durchschlugen Mauern und Zäune, so daß aus allen Häusern die Menschen auf die Straßen flohen. Ein Mann will kurz vor der Explosion eine feingekleidete Dame an der Unglücksstelle gesehen haben, die eilig davongelaufen sei. Die Zum Konflikt im belgischen Königshause. Gräfin Stefanie Lonyah weilt augenblicklich im strengsten Inkognito in Wien. Kaiser Franz Josef stattete ihr einen Besuch ab, der fast eine Stunde währte. Wie verlautet, hat die Gräfin dem Kaiser über die bekannten Vorgänge in Brüssel berichtet und auch von ihm eine Intervention beim Könige der Belgier in schwebenden vermögensrechtlichen Angelegenheiten erbeten. herrscht große Bestürzung. - Dem ,, Petit Parisien" zufolge haben sich Detektivs nach Spanien begeben, wo, wie verlautet, die Familie Humbert in einem Kloster Unterkunft gefunden haben soll. Der Banfier Boulaine, welcher bei der Zurückführung von einem Verhör bei dem Untersuchungsrichter in das Gefängnis den ihn begleitenden Polizisten entkommen war, wurde in einem Vorort wieder verhaftet und nach Paris zurückgebracht. - Zwischen den russischen Stationen Fastow und Koshanka entgleiste ein aus 46 Wagen bestehender Güterzug. 21 Wagen wurden zertrümmert, ein Schaffner lecht verlegt. Elisabeth Cady Stanton, die bedeutendste amerikanische Frauenrechtlerin, ist im Alter von 90 Jahren in Newyork gestorben. Wandlungen. - Der Besuch des dänischen Kronprinzen.- Aus Berlin wird uns geschrieben: Der Kronprinz bon Dänemark, der augenblicklich als Gast unseres Kaiserpaares im Neuen Palais zu Potsdam seinen Aufenthalt genommen hat, ist wegen seiner Schlichtheit des Auftretens und Einfachheit des Denkens eine der sympathischsten Fürstenerscheinungen unserer Zeit. Er hat nicht nur die Höhen, er hat auch die Tiefen des menschlichen Lebens kennen gelernt. Denn seinem mit irdischen Glücksgütern wenig gesegneten Vater war es nicht an der Wiege gesungen worden, daß er dermaleinst eine Königsfrone tragen werde. Als Prinz Christian von Schleswig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg, hatte Christian IX., ähnlich wie die Linie der Augustenburger, der unsere Kaiserin entstammt, das bescheidene Dasein eines Landedelmannes geführt; man erzählt sich sogar, daß er, eine Zeit lang von bitterer Not getrieben, während seines Aufenthaltes in Frankfurt a. M. unter fremdem Namen Klavierstunden gegeben habe; jedenfalls hat die Kaiserin von Rußland, eine Tochter des greisen Königs Christian von Dänemark, gelegentlich einmal erzählt, daß zu gewissen Zeiten der Frankfurter Haushalt ihres Vaters mit fünf Talern wöchentlich bestritten wurde. Aufgefundenes Gefangenenschiff. Auf dem Grunde des East River wurde von den Arbeitern, welche in der Staatswerft das Gestell für den Bau des Schlachtschiffs Connecticut" zimmern, der Rumpf des berühmten Gefangenen- Schiffes Jersey" entdeckt, auf welchem während des Revolutionskrieges hunderte von Amerikanern schmachteten. Ueber ein Jahrhundert hat der Rumpf des historischen Fahrzeuges unter den Wellen begraben ge= legen, ohne daß es den verschiedensten historischen Gesellschaften gelungen wäre, das berühmte Fahrzeug zu finden trop jahrelanger Nachforschungen. Das Holzwerk des alten Rumpfes scheint in vollkommen gutem Zustande zu sein. Bohrungen ergaben die Tatsache, daß das verwendete Holz Eichenholz und Teakbaum ist. Die Hebung des historischen Fundstückes würde nur 2000 mt. kosten; das Marine- Departement dürfte jedoch kaum die Erlaubnis geben, historische Untersuchungen anzustellen und dadurch bielleicht den Bau der ,, Connecticut" zu verzögern. Infolge dessen werden die Arbeiter, welche die Balken für bas Gestell zum Bau des neuen Schlachtschiffes in den Flußgrund rammen, wahrscheinlich schon in wenigen Tagen den alten Schiffsrumpf zertrümmert haben. Die tragische Geschichte des Gefangenenschiffes ,, Jersey", in dem hunderte von Amerikanern von den Briten gefangen gehalten wurden und starben, war lange Jahre hindurch in Dunkel gehüllt, bis vor wenigen Jahren die Gerippe von 300 Leichen im Grunde der Staatswerft vergraben gefunden wurden, was zu der Vermutung führte, daß die Gefangenen, welche auf der Jersey" starben, aus Ufer gebracht und dort begraben wurden. Die Auffindung Bes alten Schiffsrumpfes läßt diese Annahme noch glaublicher erscheinen. Bunte Chronit. Der Direktor der Aktiengesellschaft für photographische Industrie in Reid, Emil Wünsche, ertränfte sich infolge zerrütteter privater Vermögens- Verhältnisse. Bei Herford i. W. ist der 15 jährige Bürstenarbeiter Schütte von einem Arbeitskollegen, dem 16 jährigen Lehrling Frensemeyer, ermordet worden. - In Hildesheim wurde der frühere Landeschemiker Dr. v. Wedelstädt wegen Falschmünzerei zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt, während seine Frau als Anstifterin zu dem Verbrechen mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft wurde. Die Mittelmeergesellschaft beabsichtigt, auf laufenden Eisenbahnzügen Marconi- Apparate behufs Vermeidung von Unglücksfällen einzuführen. - In Arad entnahm der Generaldirektor der dortigen Gewerbe- und Volksbank, Adolf Böhm, einer der angesehensten Bürger der Stadt, aus der Kasse des Institutes 300 000 kronen und verspielte das Geld an der Börse. Die Defraudation wurde von seinem Buchhalter entdeckt, welcher sofort Meldung erstattete. In Arad Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog hat das Ehrenzeichen fü Mitglieder freiwilliger Feuerwehren dem Mitgliede * Die b berordnetenber Dentichrift referterte Her der freiwilligen Feuerwehr zu Eberstadt Georg Leonhard auf diese D Meyer 2. daselbst verliehen. geftellt, daß Bevölkerung Rüdgang auf beim Konfun Ginverständn Kommiffion ** Das Regierungsblatt Nr. 71, ausgegeben am 27. Oftbr. d. J. enthält: Bekanntmachung, die An legung des Grundbuchs betr. Vom 21. Oktober 1902 ** Provinzialausschuß. Nächsten Samstag, den 1. No vember findet vormittags 8% im Sigungssaal des dem Herrn Regierungsgebäudes dahier eine öffentliche Pro breitet: St vinzialausschußsizung statt. Es wird über 1 Enteignung von Gelände in der Feldgemarkung Lolla für den Bahnbau Lollar Londorf; 2. Bürger meisterwahl zu Ermenrod und 3. Klage des Orts fuhr lebender Schlachthof 3 vorftellig zu armenverbands Gießen gegen den Ortsarmenverband hofftommiffio Rabertshausen verhandelt werden. bon 300 Sch nähere Darl ** In einer von Freiherrn von Leonhardi zu Groß wir diese Zab I am Montag nach Friedberg in das Hotel Trap Stadtberoro Karben und Schiedsgerichtssekretär Scherf aus Gießen einberufenen Versammlung der oberhessischen Mitglieder lage nur zu des hessischen Zweigvereins der Gesellschaft Preise des für soziale Reform wurde nach einem Vortrag Bevölkerung des Herrn Scherf über Zweck und Ziele der Gesellschaft erheblich ge für soziale Reform die Sektion Oberhessen end Fremdenbes gültig begründet. Die vorgelegten Satzungen zurückgegan " Ich begrüß diefes Gege gelingen wi entgegenpatre stimmig zur R Blott) In 9 fti so lange die Irfundenfälid sowie der eir des praktijde in Bad Nau mieten von Firma Gru ine Forderu cau Tille- Quittung, di händigte die mit einer b Grunerſche d steckte, der de welche die Anzeige bei Rollen. Fu Stügen hab Rechnung zu die Mitteilun fie nicht nen wurden dann nach kurzer Beratung angenommen Zum Vorsitzenden wurde Freiherr von Leonhardi, zu deſſen Stellvertreter Pfarrer Schlosser in Gießen ſchlägt, der zum Schriftführer Sekretär Scherf, zum Schat meifter Fabrikant G. Schuchard in Gießen, zu Beisißern Bürgermeister Sandmann in Friedberg. Bürgermeister Kromm in Schotten, Pfarrer Dörr in Ober Ofleiden gewählt, und dem Vorstand das Recht der Zuwahl erteilt. Zur Gewinnung von Mit gliedern soll ein Aufruf verbreitet werden. Auch sollen in den Städten der Provinz Vorträge gehalten werden. Es konnte die erfreuliche Mitteilung gemacht werden, daß wahrscheinlich Staatsminister a. D. Frhr. b. Berlepich im Laufe des Winters in Gießen einen Vortrag schäftigte sich halten werden. Außerdem sind die Herren Dr. Fuld causa celébres, und Dr. Frenay in Mainz, Scherf- Gießen zu Vorträgen bereit. Endlich wurde beschlossen, der Wohnungsfrage näher zu treten, und der Vorstand beauftragt, die hier für in Oberhessen bestehenden Bedürfnisse und die zu ihrer Befriedigung geeigneten Wege zu studiereu und der nächsten Versammlung darüber Vorlage zu machen. ** Neue Bahnsteigtarten werden in nächster Zeit ausgegeben werden. Sie erhalten die gleiche Farbe wie die früheren, doch erhalten dieselben folgende Aufschrift: Gültig zum einmaligen Betreten des Bahnsteigs an dem durch die Lechung bezeichneten Kalendertage. Die zwischen 11 und 12 Uhr Nachts doppelt durchlochte Bahnsteigfarte berechtigt noch am folgenden Tage zum Verlassen des Bahnsteiges." ** Unsere Kinder. Ein geistig hervorragender Päda goge auf dem Gebiete des Volksschulwesens hat kürzlich einen Aufsatz veröffentlicht, in welchem er gegen das Treiben der Kinder auf der Straße seine warnende Stimme erhebt. Es ist wirklich an der Zeit, einmal über das Thun und Treiben der Kinder der Gegenwart ein Wort zu äußern, zu ermahnen Diejenigen, welchen die Sorge für die Kinderwelt vor allem anvertraut ist, Umschau zu halten im Hause. Einsender, welcher in halten habe, Folge seines Lehrerberufes in vielen Häusern Eingang über die Qui gefunden, kommt zu dem Ergebnis: Ursache der Verzurückgezahlt. rohung und Unbarmherzigkeit ist die heutige Erzichung. Die Kinder gelten zu viel. Sie sind die Hauptpersonen. Um sie dreht sich das Hauptgespräch, sie selbst nehmen daran teil. Ihre Gedanken werden, wenn sie auch noch so thöricht sind, wie es bei mangelnder Erfahrung nicht anders sein kann, berücksichtigt oder gar bewundert. Das sind Gedanken der neuen Zeit, sagen sich selbst entschuldigend die Eltern, unsere sind die der älteren, und wir müssen uns fügen. Tagesfragen werden in Gegenwart der Kinder erörtert, Tagesfragen oft recht delikater Natur. Kinder besitzen einen sehr entwickelten Nachahmungstrieb und, was ihre Phantasie erregt, be Nachdem der letzte König Friedrich VIII. von Dänemark verstorben war, wurde der jetzige Monarch der erbrechtigte Thronerbe, weil nähere Verwandte protokollarisch auf die Thronfolge verzichtet hatten; diese Tatsache trug dem Glücksburger den heute wieder ganz vergessenen Namen des Protokollprinzen ein. Bei seiner Thronbesteigung war die schleswig- Holsteinische Frage im kritischsten Stadium angelangt. Obgleich die Erbherzogtümer nur durch Personalunion mit Dänemark verbunden waren, und obgleich nach dem Tode des Königs Friedrich der Stamm unserer Kaiserin erbberechtigter war, als der Protokollprinz, vollzog doch König Christian IX. die Einverleibung dieses Gebietes in Dänemark, was für Deutschland, und insbesondere Preußen, gleichbedeutend war mit der Errichtung eines bedrohlichen Vorwerks an der Nordgrenze des Reiches. Bereits anfangs der 60 er Jahre hatte Breußen durch eine Denkschrift an den deutschen Bundestag seligen Angedenkens auf das ungesetzliche Vorgehen Dänemarks aufmerksam gemacht, im Jahre 1864 vollzog. es gemeinsam mit Desterreich die Losreißung, und im Jahre 1866 wurden die beiden Gebiete mit Preußen vereinigt. Die Augustenburger Linie wurde durch den Lebensbund zwischen unserem Kaiser und seiner Gemahlin für immer mit den neuen Verhältnissen ausgesöhnt, aber bei der dänischen Regierung blieb eine Mißstimmung zurück. Und das Haus König Christians ist mächtiger in Europa, als sein Land. Denn eine Tochter ist die Kaiserin- Wittwe von Rußland, eine andere Königin von England, ein Sohn ist König von Griechenland, ein Verhältnis, das der Königin von Dänemark den Scherznamen einer Schwiegermutter Europas" eingetragen hat. Von der Kaiserin- Wittwe von Rußland sagt man, daß sie eine unversöhnliche Feindin Deutschlands sei und viel zu dem raschen Aufblühen der deutschfeindlichen Haltung des Panslavismus in Rußland beigetragen habe. Dafür aber soll die Königin von England als Tante unseres Kaisers ein mächtiges Gegengewicht gegen die deutschfeindliche Haltung des Hofes sein, ebenso der König von Griechenland, Schwiegervater der Schwester des Kaisers Wilhelm II. Ob nun die familiären Beziehungen überhaupt den Umschwung in der Politik der Kopenhagener Regierung herbeigeführt haben, wird nicht genau festzustellen sein. Jedenfalls mag auch die Erwägung, daß Deutschland mit seiner starken Industrie und seinem mächtigen Handelsverkehr ein wichtiges Absatzgebiet ist, heute für die dänischen Realpolitiker als Beweggrund stark ins Gewicht gefallen sein, kurzum der politische Umschwung ist nicht abzuleugnen und wird auch von außerdeutschen Blättern festgestellt; ein Zeichen dieses Umschwunges aber ist der Besuch des dänischen Kronprinzen. So haben wir diesen denn nicht nur als eine der sympathischsten Fürstenerscheinungen, sondern auch als den Boten einer friedlichen Zukunft willkommen geheißen. Aus dem Gerichtssaal. § Ausschließung eines Rechtsanwaltes aus dem Anwaltstande. In der letzten Sigung des Ehrengerichtshofes der Berliner Anwaltskammer wurde gegen den Rechtsanwalt Ballien I verhandelt, der angeklagt war, innerhalb und außerhalb seiner Amtstätigkeit sich gegen die Pflichten, die ihm sein Beruf auferlegt, schwer vergangen zu haben. Das Urteil lautete auf Ausschließung aus dem Anwaltstande; der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaftsrat Richter, hatte nur einen Verweis nebst Geldstrafe beantragt. Maßgebend für die Entschei dung des Ehrengerichts dürfte der Umstand sein, daß Rechtsanwalt Ballien bereits zahlreiche ehrengerichtliche Strafen erlitten hat. Vor zwei Jahren war in Berlin bereits auf Ausschließung aus dem Anwaltstande gegen ihn erkannt worden, die höhere ehrengerichtliche Instanz in Leipzig milderte jedoch damals die Strafe in einen Verweis. Rechtsanwalt Ballien, der vom Justizrat Zeidler terteidigt wurde, waren in der diesmaligen Verhandlung namentlich zwei Fälle, in denen er sich vergangen hatte, zum Vorwurf gemacht worden. Der eine betrifft AngeLegenheiten, in die ein Geisteskranker und eine Prostituierte verwickelt sind; im Mittelpunkt der anderen Affäre ſteht ein inzwischen zu Zuchthausstrafe verurteilter Wucherer und Betrüger Buchholz, der sich den Titel„, Bankier" beilegte. Mannes, de fie übergab Bostanweiſur ein Monteur der beruntre Dorauf jener Hart babe, er Heft inden. ein Grmittelu fundenfälschun bfofmann Freundin, de thätigen sie auf der Straße. Sie hören Erzählungen Offiers, den und Darstellungen von Verbrechen, und wie gern hören gelernt haber sie es, in ihrer Weise spielen sie wieder, was sie ge Berlaufe des hört, die in ihnen liegenden nicht guten Reime werden geweckt Beweise wirklich trauriger Art liegen bor An allen möglichen Vergnügungen nehmen die Kinder teil; ja, wenn es nur solche wären, durch welche günstig ihr Gemüt, ihr Kunstsinn beeinflußt würde, in Ge Datiert aus S welden Boff trägt. Die b. Hofmann lich die Un sellschaften glänzen die heranwachsenden Mädchen schon Tille dur früh, bei Gesellschaften der Eltern im Hause oder bei Zusammentrinken im Wirtshause oft bis tief in die - - die Kinder eitel gepußt, ihre Unterhaltungsgabe, ih weiter mi gehen wü Nacht sind die Kinder zugegen. Auf der Straße gehen Helene v. schon früh gereifter Verstand wird von den Erwachsenen für die Fr angestaunt. Bei den Eltern muß angeklopft werden Kinder dürfen nicht mehr die erste Violine spielen, liebe gar feine, denn ihr Violinspiel bringt oft garstige Töne Bescheidenheit muß ihnen eingeprägt werden, Achtung vor dem Aelteren und vor Adem, was Aeltere hod fönnen, fi Anlage be Grunerfchen Donnerstag. nachmit und heilig halten. Hier kann und soll auch die Schuberfteigere id mitwirken, Liebe zur Natur wecken, Barmherzigte Saale- Neufta find, Glaube an eine höhere Macht, die Rechenschaf Liter), bie fich Denen gegenüber, die sich nicht zu wehren im Stand verlangt für unser Denken und Treiben, Liebe zu Heimat und zum Vaterland, und Dank Denen, die sic antwortlichkeit in diesem Sinne zu wirken bestrebt 1.600 tild Hausgebrauch Heine en Bart werden, 10 um unsere Heimat und Vaterland wohlverdient gema Meffer und 2 Gewiß sind manche Lehrer im Gefühl ihrer Vet ftiche, 5 Bilder; vorstehende Mahnung wendet sich nur an das Hau Geffeln, 1 und hier muß angefangen werden bei Gebildeten un brant, 1 Nähn weniger Gebildeten, in welchem Stande es sein mag um einer mild denkenden Zeit den Weg zu bahnen 2. 1 Copha agent, 1 Reg Lich, 1 Komm 1 Faß Rüböl ihr Eltern denket einmal nach, ihr seid Diejenigen, vo 1Ballon gefochte welchen das Heil der Zukunft vor Allem abhängt. neuigkeiten. ** Die hohen Fleischpreise in der Düsseldorfer Stadtberordnetenversammlung. Nachdem eine ausführliche daß die Poftanweisung des angeblichen Bruders des Frl. v. Hofmann ebenfals von der Angeklagten gedes 13jährigen Töchterchens der Witwe Tille, Charlotte Am 7. und 9. Mai d. J. war bereits in der Sache * Höchst a. M., 28. Oftbr. Im Mittelbau des Bolongar'schen Anwesens stürzte gestern Nacht ein vergeländer auf den Hausflur, daß der Schädel zerschmettert wurde. at das Ehrenzeichen fü Denkschrift diese Angelegenheit eingehend beleuchtet, fälscht sei, während das rosa Briefchen von der Hand heirateter Mann so unglücklich über das TreppenSerstadt Georg Leonhar auf diese Denkschrift und bemerkt noch: Es ist fest- Tille herrühre. vehren dem Mitglied referierte Herr Beigeordneter Ottermann unter Hinweis gestellt, daß der Fleischkonsum trotz der Zunahme der Der ** Hanan, 28. Oftbr. Der Güterexpedient Louis Nickel, der sich dieser Tage die Gurgel durchschnitt, tt Nr. 71, ausgegebe Bevölkerung nicht gestiegen ist, sondern einen scharfen| Tille vor der Straffammer verhandelt worden. Fanntmachung, die An Rückgang aufweist. Am schärfsten kommt der Rückgang damals als Zeuge vernommene Gärtnercibcfiger Rings ist an der Verlegung gestorben. n Samstag, den 1. Einverständnis mit der Schlachthof- und der Finanz- eines Betrages von noch nicht 10 Mf. vor Jahren die om 21. Oftober 1909 beim Konsum des Schweinefleisches zum Ausdruck. Im mann von Bad- Nauheim hatte bekundet, daß er wegen im Sigungssaal de Kommission wird Ihnen folgender Beschluß unter: Frau Dr. Tille erst durch Zahlungsbefehl und als att. Es wird über 1 dem Herrn Reichskanzler um die Gestattung der Ein- spruch genommen habe. Im Verhandlungstermin hat öffentliche Pro breitet:„ Stadtverordneten- Versammlung beschließt, bei darauf Einspruch erhoben, dann durch Klage in AnSeldgemartung& olla fuhr lebender Schweine unmittelbar in den städtischen die Witwe Tille damals eine quittierte Rechnung vorLitterarisches. " Der Deutsche Schulschiff- Verein" betitelt sich eine neue Broschüre, welche Dr. Ludwig Stettenheim im Auftrage des geschäftsführenden Ausschusses des Vereins nd 3. Klage des Orte vorstellig zu werden."- Nach Ansicht der Schlacht habe fallen lassen, weil er der Geringfügigkeit wegen ondorf; 2. Bürger Schlachthof zum Zwecke der alsbaldigen Abschlachtung gelegt, worauf, wie der Zeuge erklärt, er die Klage herausgegeben hat. Wer sich für die modernen Be den Ortsarmenberban hof- Kommission würde für unsere Stadt die Einfuhr in Anbetracht der Quittung einen ungewiffen Ausgang 1. von 300 Schweinen wöchentlich genügen, doch wollen des Prozesses gegenüber lieber seinen Anspruch habe Con Leonhardi zu Groß wir diese Zahl nicht in den Beschluß einsetzen, sondern fallen lassen wollen, obgleich er damals schon gewußt är Scherf aus Gieße nähere Darlegungen in der Petition machen. Herr habe, daß der Quittungsvermerk auf jener Rechnung in das Hotel Trap Stadtverorordneter Dr. Hüsgen: Wir können der Vor- gefälscht war. Inzwischen ist nun auch wegen dieses berhessischen Mitgliede lage nur zustimmen. Die Fleischpreise, namentlich die Falles von der Anklagebehörde die Anklage erhoben is der Gesellschaf Preise des Schweinefleisches, welches von der ärmeren nach einem Vortro Bevölkerung hauptsächlich fonsumiert wird, sind ganz worden. Die Angeklagte, welche vom Rechtsanwalt Leun n Oberhessen end Fremdenbesuches während der Ausstellung der Konsum klärt, sie sei unschuldig. 3ch begrüße es mit Freuden, daß die Verwaltung sich dieses Gegenstandes bemächtigt hat und einen Weg vor ichlägt, ver für uns gangbar ist. Hoffen wir, daß es gelingen wird, auf diese Weise der hohen Fleischnot rr von Leonhardi, ratung angenommen loffer in Gieße herf, zum Eha rd in Gießen, Der Beschlußentwurf gelangt einnn in Friedbero stimmig zur Annahme.( Vergl. das Gegenstück im 2. tten, Pfarrer Dir und dem Vorstand da Blatt.) Aus dem Gerichtssaal. Landgericht. bernommen. verteidigt wurde, ut auf Wahrheit. Gben so sei der Brief des Fräulein v. Hofmann echt. Auch der Abschnitt der Postanweisung sei nicht von ihrer Hand. In der Versammlung wurden 28 3eugen, 3 Schreib: sachverständige, darunter Schulrat Dr. Grain, Ebenso wurde als medizinischer Sachverständiger Medizinalrat Dr. Haberkorn gehört. zu den Akten ist inzwischen ein Brief gelangt, der unterzeichnet ist Schwester Johanna und der in München zur Post gegeben wurde. Aus dem Inhalt geht hervor, daß angeblich Frl. v. H. in München frank gewesen sei und daß der nach Amerika ausgewanderte Bruder dieser Dame der angebliche Thäter der Urkundenfälschung zu Nachteil des Gruner inzwischen in Amerika verstorben ist. Rechtsanwalt Leun stellt den Antrag, die Schwester Johanna in München zu ermitteln und zum Zwecke der Zeugenladung der Schwester Johanna die in Verhandlung zu vertagen. Der Gerichtshof beschließt die Verhandlung weiter zu führen und am Schluffe die Verhandlung weiter zu führen und am Schlusse über den Antrag des Verteidigers sich schlüssig zu machen. Es folgt jetzt die Zeugenvernehmung, aus welcher hervorgeht, daß die Angeklagte nach Ausfage der Schreibsachverständigen- die Fälschungen geGießen, 29. Oktober. Gewinnung von Mit werden. Auch sollen räge gehalten werden gemacht werden, daß Frhr. v. Berlepfd In 9 stündiger ununterbrochener Verhandlung been einen Vortrag schäftigte sich gestern unsere Straffammer mit einer te Herren Dr. Ful causa celébres, der ungemeines Aufschen in Bad- Nauheim, der Wohnungsfrog 1rkundenfälschung und Betrugsversuchs in 2 Fällen beauftragt, die hier sowie der einfachen Urkundenfälschung war die Witwe dürfnisse und die des praktischen Arztes Dr. Tille, welche seit 6 Jahren rge zu studiereu und in Bad Nauheim eine Villa besitzt und sich vom Verr Vorlage zu machen mieten von Wohnungen an Kurgäste ernährt. Eine werden in nächster Z Firma Gruner in Nauheim hatte an die Angeklagte ie gleiche Farbe wie die eine Forderung von 96 Mark und verlangte Zahlung. ende Aufschrift:" Gültig Frau Tille erklärte, sie habe bezahlt, sei im Besitz der teigs an dem durch die Quittung, die sie aber verlegt habe. Nach Monaten Die zwischen 11 und händigte die Frau eine am 1. Juli 1901 ausgestellte, Bahnsteigfarte berechtig mit einer vom 20. Juli datierten Quittung versehene ffen des Bahnsteiges Grunersche Rechnung aus, die in einem Briefumschlag hervorragender Päd steckte, der den Poststempel 28. Juli trug. Die Firma, ulwesens hat fürzliwelche die Unterschrift als gefälscht erkannte, machte elchem er gegen d Anzeige bei der Polizei und nun kam der Stein ins traße seine warner Rollen. Frau Dr. Tille erklärte zuerst, eine ihrer an der Zeit, ein Stützen habe von ihr den Betrag erhalten, um die Kinder der Gegenwo Rechnung zu begleichen. Später machte die Angeklagte n Diejenigen, welche die Mitteilung, daß ein junger Mann, dessen Namen allem anvertraut sie nicht nennen wolle, die Bezahlung übertragen erSinfender, welcher i halten habe, dieser habe inzwischen reumütig ihr gegenelen Häusern Gingan über die Quittungsfälschung zugestanden und 30 Mark is: Ursache der Be zurückgezahlt. Später nannte sie den Namen des jungen Die heutige Erzichun Mannes, der sich als der große Unbekannte erwies, ja nd die Hauptpersoner sie übergab dem Untersuchungsrichter den Abschnitt einer ch, sie selbst nehme Postanweisung, worin eben jener junge Mann, angeblich , wenn fie auch noc ein Monteur v. Hoffmann von Altona, weitere 20 Mt. Inder Erfahrung nic der beruntreuten Summe zurückgesendet habe und der gar bewunder worauf jener v. H. weiter seine That bereut und erit, fagen fich selb flärt habe, er gehe nach Amerika und werde von dort den Rest senden. ind die der ältere Die Angeklagte, gegen welche inzwischen gesfragen werden ein Ermittelungsverfahren wegen der begangenen UrTagesfragen oft red fundenfälschung eingeleitet war, erklärte weiter, dieser b. Hofmann sei der Bruder eines Frl. v. H., einer einen sehr entwickelte Phantafie erregt, b Freundin, der Tochter eines verstorbenen preußischen Ste hören Erzählunge Offiziers, den sie durch ihren verstorbenen Mann kennen und wie gern höre gelernt haben wollte. Frau Tille gab im weiteren Verlaufe des Verfahrens einen rosa Brief zu den Akten, e wieder, was sie g datiert aus London, mit einer Nachschrift aus Paris, guten Reime werde welchen Poststempel auch der Umschlag dieses Briefes iger Art liegen bot trägt. nehmen die Kinder , durch welche günst ußt würde, fenden Mädchen do im Hause oder b oft bis tief in d Auf der Straße gehe Unterhaltungsgabe, i ird von den Erwachsene auß angeklopft werde bringt oft garftige Tör geprägt werden, Achtu dem, was Weltere h und soll auch die Ed in Ge Die Schreiberin dieses Billets, die sich Helene v. Hofmann nennt, bedauert in demselben u. a. unendlich die Ungelegenheiten, die ihr Bruder der Frau Dr. Tille durch seinen Leichtsinn bereitet hat und teilt weiter mit, daß sie im Sommer nach der Riviera gehen würde. Die Adresse, den Geburtsort dieser Helene v. Hofmann, will die Angeklagte nicht angeben fönnen, sie will ihre Briefe stets postlagernd München für die Freundin von Hofmann gesendet haben. Die Anklage behauptet, daß der Quittungsvermerk auf der than haben soll. - Schluß der Zeugenvernehmung den Antrag der VerDer Verteidiger Rechtsanwalt Leun stellt am tagung, er wünscht die Ermittelung der Schwester Johanna in München und deren Ladung als Zeugin, Johanna in München und deren Ladung als Zeugin, geladen werden, dieser wird befunden, daß er die Spur einer weiter soll der Direktor des Instituts Jus- Berlin als 8 uge Helene von Hofmann gefunden hat und daß er hofft, diese Person zu ermitteln, weiter aber wünscht der Verteidiger, Anstalt untersucht und beobachtet wird. Der Gerichtshof daß die Angeklagte auf ihren Geisteszustand in einer Frren lehnt sämtliche Anträge ab. Der Vertreter der Staatsbehörde, Gerichtsassessor Dr. Heßel, plaidiert auf schuldig. Rechtsanwalt Leun auf Freisprechung. Der Gerichtshof erfannte auf 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft, beschloß aber die Verurteilte sofort in Haft zu nehmen. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Ehringshausen. Auf der Grenzscheide von Ehringshausen, Bechlingen und Werdorf steht eine Buche, durch welche in der Höhe von zirka 3 Metern ein vom unteren Stamm ausgehender armdicker Ast gewachsen ist. Gewiß eine Seltenheit! ** Frankfurt a. M., 28. Oftbr. Auf dem Winterfartoffelmarkt am Fahrthor war heute so viel wie nichts angefahren. Die Landwirte warten auf höhere Preise. ** Darmstadt, 28. Oftober. Die großbritanische Gesandtschaft dahier, über deren bevorstehende Auflösung wir vor einiger Zeit berichteten, soll nun doch be= stehen bleiben. Mainz. Finanzrat Amend, iangjähriger Obersekretär der Bürgermeisterei, später Vorsteher des Gewerbe- und des Ortsgerichts, ist gestern Vormittag unerwartet verstorben. Amend studierte von 1862 bis 1865 in Gießen die Cameral- und Finanzwissenschaft. ** Mainz. Der Staatssekretär des Reichs= post amts Se. Excellenz Herr v. Krätke besuchte gestern unsere Stadt in Begleitung mehrere Oberposträte. Er besichtigte eingehend die verschiedenen hiesigen großen Pozämter. Vielleicht dürfte dieser Besuch in engsten Zusammenhang mit der Neucinrichtung eines rfte Violine spielen, lie Grunerschen Rechnung gefälscht sei von Frau Dr. Tille, Hauptpostamts stehen. Donnerstag. den 30. d. Mts. nachmi tags 2 Uhr versteigere ich im Bi fer'schen weden, Barmherzigh Saale- Neustadt 55: ht zu wehren im Stan 1. 600 Stück Heukelgläser( Macht, die Rechensche Liter), die sich auch für den und Treiben, Liebe and Dank Denen, die fleine en nd wohlverdient gemad ne zu wirfen beftreb im Gefühl ihrer Ve stiche, 5 Bilder; robes Leinöl, ca. 80 Pfd. Blei: Ich beabsichtige wegen leber-| weiß, 300 Schwämme u. a. m. nahme eines käuflich erworbe Die Versteigerung sub. 1 findet nen Restaurants eine pachteinen tüchtigen Ersag von Schiffsjungen, Matrosen und Offizieren zu schaffen, interessiert, wird in diesem instructiven Büchlein reiche Anregung und Belehrung finden. Es geht davon aus, über Schulschiffe der Handelsmarine in anderen Ländern, in Schweden, Dänemark und England zu berichten, erzählt sodann von der Gründung des Vereins und giebt eine eingehende Beschreibung des Schul schiffes„ Großherzogin Elisabeth". Es folgt jobann schiffes, mit Angaben über Einstellung und Aufnahmebedingungen, Ausbildung und Erziehung usw. Eingehend werden die Reisen, welche das Schulschiff im ersten Jahre seines Bestehens gemacht hat, beschrieben. G3 werden dann Mitteilungen über die Erfolge des ersten Jahres gemacht, und in einem Anhang noch der Ka dettenschulschiffe des Norddeutschen Lloyd gedacht. Das bei Meiſenbach, Niffarth& Co. in Berlin- Schöneberg gedruckte, sehr elegant ausgestattete und mit einer Fülle von Illustrationen versehene Büchlein wird dazu dienen, die Bestrebungen und Ziele des Schulschiff Vereins weiteren Kreisen bekannt zu machen und damit diese gute Sache zu fördern. Die Lektüre dieser Broschüre ( Verlag: G. A. v. Halem, Bremen) fann wärmstens empfohlen werden; der Preis beträgt nur 1 Mark. Viehmarkt. Frankfurt, 27. Oktober. Der heutige Viehmatft war mit 412 Ochsen, 42 Bullen, 774 Kühn, Rindern und Stieren. 243 Kälbern, 526 Hämmeln, 1135 Schweinen be ahren. Die Preife stellten sich wie folgt: Obsen 1 Qual. Mr. 70-71, 2. Qual. Mr. 65-67, Bulen 1. Qual. Mt. 62-64, 2. Qual Mr. 58-60, übe, Rinder und Stiere 1. Qual. Mr. 64-66, 2 Qual. Mr. 61-63. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 80-62 Pfa. 2. Qual. 75-77 Pig, Hammel 1 Qual. 63-65, 2. Qual. 59-61 gut, Markt geräumt. Aus Desterreich standen 154 Ochsen und a Schweine 1 Qual. 69-00 Bfg., 2 Qual. 67-00 Pfa. Aues per/ Kilo Schlachtgewicht. Geschäft in Hornvieh und Kleinvieh 1 Bulle zum Verkauf. Friedberg Der Herbst- Pferde und Fohlenmarkt verg. Woche war sehr stark befahren und von vielen Händlern und Käufern besucht, so daß der Geschäftsgang sehr rege war. Es wurden viele Käufe abgeschlossen, hauptsächlich in Fohlen und Arbeitspferden. Bayern verkauft. Bei der Prämiierung von ZuchtBereits am Montag wurden drei Waggon Pferde nach stuten und Fohlen wurden 28 Preise verteilt, von denen 12 auf Stuten und 16 auf 3jährige bezw. 2jährige Fohlen fielen. Den ersten Preis für reinrassige Pferdezucht erhielt Dekonom Koch von Hof Hasselbeck bei Badden zweiten Dekonom Brückmann von Nauheim, Nonnenhof bei Ilbenstadt. Wehlar, 25. Oft. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Butter 1.10 mt., Eier 2 Stüd 18 Pfg. Warum soll jede Hausfrau Kathreiner's Malzkaffee kaufen? Weil es nicht möglich ist, mit anderen von den vielen angebotencu Kaffee Zusäßen einen wirklich gut schmeckenden und dabei wohl bekömmlichen Kaffee zu bereiten Allein Kathreiner's Malzkassee erfüllt diese Ausgabe vollkommen! Für die Erwachsenen als Zusatz genommen und den Kindern rein" gegeben, leistet er in beiden Fäll n jeder Hausfrau unschäßbare Dienste. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdru drei, vorm. Wilh. 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