Nr. 172. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- nnd Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 28. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbefsen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Ein Kaiserm anöver- Streiflicht. Die in wenigen Wochen stattfindenden Kaisertage in Posen werfen bereits jetzt ihre Schatten auf diese Provinz. Im öffentlichen und privaten Leben, auf deutscher und auf polnischer Seite, in amtlichen und nich: amtlichen Streisen wird das Manöverthema mit ciner Lebhaftig feit erörtert, die die hohe Bedeutung des Kaiserbesuchs zur Genüge fennzeichnet. Das übereinstimmende Urteil der Deutschen geht dahin, daß die Anberaumung des glänzendsten aller Manöver für das finfte Armeekorps, die Reise des Monarchen, der staatsmännischen und militärischen Würdenträger nach der Brovinzialhauptstadt nicht zeitgemäßer erfolgen fonnte. Diese Septembertage werden sich zu einer kraftvollen Kundgebung des gesammten Deutschtums gegenüber dem Polentum gestalten, sie werden das deutschnationale Bewußtsein in elementarer Weise zur Geltung kommen laffen. Das Alles wissen die Polen sehr wohl, sie sind deshalb um so eifriger bemüht, ihrer Abneigung gegen die Deutschen und dem polnischen Solidaritätsgefühl Musdruck zu geben. Selbst die polnischen Landarbeiter, die sonst in fast stumpfsinniger Teilnahmslosigkeit dahinleben, sind„ allarmirt" und auf das Kommende aufmerksam gemacht worden. Es läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, wer dies zu Wege gebracht hat; vielleicht ist die Geistlichkeit nicht ganz unbeteiligt. Bezeichnend find jedenfalls die Kraftworte der bei den Erntearbeiten beschäftigten Polen und Bolinnen, wenn Soldatenabtheilungen auf der Landstraße marschieren, was jetzt tagein, tagaus der Fall ist, da die Vorübungen zum Manöver auf's eifcigste betrieben werden. Die Soldaten verstehen in der Regel nicht, was ihnen von den polnischen Landarbeitern zugerufen wird, da die Militärverwaltung den Mannschaftsersatz für die posenschen Regimenter zur Zeit den westdeutschen Bezürken, besonders aus den Westfalen und Hanseaten, entnimmt, während die Rekruten polnischer Zunge zumeist reichsländischen Garnisonen zugewiesen werden. Manöver im Posenschen bieten schon an sich den Soldaten, Offizieren und Mannschaften, nichts weniger als Annehmlichkeiten. Wer Wohnung und Kost bei Polen, zumal in Landstädten oder Dörfern, zu nehmen hat, wird sich um eine schmerzliche Erfahrung bereichert fühlen. Und nun gar bei den Kaisermanövern, in einer Zeit, da der Deutschenhaß bei den Volen in's Kraut geschossen ist! Hoffentlich sind die Aufwiegler des polnischen Volkes so flug, dieses vor thätlichen Ausschreit ungen gegen die Soldaten, wie gegen die Deutschen überhaupt zu warnen. Den Schaden davon und zwar In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Ich bin froh, daß Sie kamen, Better! Wir allein repräsentieren ben männlichen Teil der Familie und es ist doch um Großvaters willen, den Herren gegenüber gut, daß der Alte nicht so ganz berlassen von den Seinen ist." Und auch, daß Frau von Wazlaw als vornehme Frau die Repräsentation übernimmt." Sie vergessen meine Mutter, Ebern!" " Ah, Verzeihung, natürlich, sie ist die nächste!" Als Tochter, ja; sonst aber ist meine Mutter die lebte, die auf folche Vorrechte Wert legen würde. Hier ist es einfach Pflicht!" Und wie weit hat Ihre Mutter bis Klaino? Oder kommt fie auch erst nach hier, um des Vaters Leiche dahin zu begleiten?" fragte Graf Joseph, der eigentlich, wie er behauptete, seinen Beruf verfehlt hatte; er fühlte sich zum Ceremonienmeister prädestiniert. Burkard gab dahin Auskunft, daß die Leiche in aller Stille nachts nach Klaino geschafft werde und daß sich dort das ganze Trauergefolge versammele. Das kleine einfache Krapolno eignete sich absolut nicht für ben Empfang der zu erwartenden Standesgenossen. Sicher aber werde seine Mutter mit Liſcha kommen, den Bater noch ein leytes Mal zu sehen, schloß er dann und machte sich nun eilig bereit an seine Geschäfte zu gehen. Wie denken Sie den Morgen zu verleben? Es thut mir leid Sie sich selbst überlassen zu müssen", sagte er, sich eine Cigarre anzündend und den Kasten dann dem Vetter hinschiebend, der mißtrauisch auf das Kraut" blickte. " Ich werde den beiden anderen Herren die Honneurs von rapolno machen!" Burkard lachte. Die sind seit acht Uhr abgereist, ja, ja, woir Leute vom Lande sind halbe Wilde!" Nun, ich werde versuchen was sich thun läßt", entgegnete Graf Joseph lachend, da ist ja der Park, den ich mir besehen fann, später werden die Damen sichtbar werden, einstweilen will ich eine Depesche auffeßen an meine Wirtin, um meinen Koffer." Na, und weiterhin nehme ich Sie als meinen Adjutanten im Eib und Pflicht. Wir wollen schon sorgen, daß es Ihnen in trapolno gefällt. | einen äußecst empfindlichen, hätten die Polen selbst. Die Besorgniß, es könnte zu solchen kommen, läßt sich bei dem jähzornigen Wesen der Polen nicht ganz abweisen, wenn auch andererseits anzunehmen ist, daß die Entfaltung einer so gewaltigen militärischen Macht den Polen Respekt einflößen wird. Die Deutschen erwarten bon den Kaisertagen in Posen jedenfalls eine außerordentliche moralische Wirkung, eine nachdrückliche Kräftigung ihrer Interessen und ihrer Gesammtstellung zum Polentum; sie hofften zuversichtlich, daß die Kaisermanöver einen Markstein in der Geschichte des Abwehrkampfes der Deutschen in der Ostmark bilden werden. Politische Nachrichten. Berliner Gäste. In Berlin weilen augenblicklich, wie bereits berichtet, zwei hochinteressante Persönlichkeiten. Der eine ist Herr Dr. med. B. D. Kellner, der Bürgermeister von Bloemfontein, der auch nach dem Friedensschluß das Oberhaupt dieser Stadt geblieben ist und seiner Zeit die Schlüssel der Hauptstadt des Oranjefreistaates an Lord Roberts übergeben mußte. Bürgermeister Kellner ist ein Charlottenburger Kind, er besuchte in dieser Stadt das Gymnasium, studierte in Berlin und diente bei den 2. Gardeulanen sein Jahr ab. Im Jahr 1863 wanderte er nach dem Oranjefreistaat aus. Das allgemeine Vertrauen machte ihn zum Mitglied des Volksraad, es sandte ihn in die Stadtvertretung und machte ihn schließlich zum Bürgermeister. Er hat jezt ein halbes Jahr Urlaub genommen um endlich einmal die Heimat wiederzusehen. Der andere Gast, der in der Reichshauptstadt weilt, ist der japanische Feldmarschall So hatte Burkard für den„ armen" Vetter inimer ein freundliches Wort. Graf Joseph sah ihm nach, mit einer warmen Empfindung, wie er sie selten in sich gegen andere gespürt. Frohberg war eigentlich ein stattlicher, sehr gut aussehender Mann, nur ein bißchen reichlich Landjunker! Das hatte der elegante Kavalier, der er war, im Anfang unangenehm gefunden; heute kam ihm dies feste, in sich beruhende Wesen sehr sympathisch vor. Man faßte Butrauen zu dem Manne wie zu einem, der in feiner Lebenslage versagt. Ich wäre gern Soldat geblieben", hatte Burkard geäußert, aber wer hätte unser Gut übernehmen sollen? Die Mutter und Lischa mußten doch leben." Ob in diesem Verzicht auf einen liebgewordenen Beruf der leise Anstrich von Melancholie zu suchen war, der in seinen dunklen Augen lag und sogar aus seiner Stimme hervorklang? Oder war das nur heute und galt der bitteren Enttäuschung um die Erbschaft? Und doch war Frohberg immer gütig und herzlich gesinnt? „ Und gegen Dich!" hallte es Joseph Ebern durch die Seele. D, wenn er doch den gestrigen Abend ungeschehen machen könnte! Er war ja entschlossen lieber zu betteln, als von den Scheinen auch nur einen zu wechseln, aber gethan hatte er es nun einmal und fein Bereuen machte diese- diese- Außer sich sprang er empor. Das war ja eine verwünschte Schwäche, die ihm bei jedem Gedanken den Schweiß aus allen Poren trieb. Es lief ihm eiskalt über den Rücken und er konnte es nicht lassen mit den Fingern an seinem Rodfutter umher zu tasten, wo es leise fnisterte, als er stärker zufaßte. Eben ritt Frohberg vom Hofe. Er saß vortrefflich zu Pferde, das Tier war ein edles, aber wild und ungebärdig; doch die Ruhe des Reiters wurde dadurch nicht erschüttert. Die Depesche nahm gleich darauf der Postbote mit; Graf Joseph sehnte sich plöslich nach einem seiner anderen Anzüge. Er hatte befohlen, ihm den ganzen Inhalt seiner Schränke zu schicken. Ach hier bleiben! Nach all den Beängstigungen in Wien, wo er sich tagelang nicht mehr auf die Straße getraut, aus be= gründeter Furcht vor seinen wütenden Gläubigern. Darum hatte er auch an seine Wirtin depeschiert:„ Mein Großvater, Majoratsherr, gestern gestorben, bleibe einstweilen hier!" Die würde es jedem erzählen und man würde den ,, Erben" des Grafen Ebern einstweilen in Ruhe lassen. Der Gedanke machte ihn ganz vergniigt. Mochte kommen was da wollte, es mußte für ihn Geld flüssig werden, ein Pflicht teil immerhin! Prinz Komatsu, ein Verwandter des japanischen Kaisers. Der hohe Militär war bereits im Jahr 1886 mit seiner Gemahlin in Berlin, er war jetzt zur englischen Krönung vom Mikado mit großen Gefolge nach England entsandt worden. Nach längerem Aufenthalt in Paris hat er sich jezt wieder der Reichshauptstadt zugewandt. Der Feldmarschall wird von Berlin auf dem Landweg nach feiner Heimat zurückkehren, um auf diese Weise zugleich die sibirische Eisenbahn studieren zu können. - Zur Frage der Abschaffung der Ges richtsferien nehmen nun auch die Juristen das Wort. So der Landgerichtsdirektor Dr. Meisel zu Darmstadt in der„ D. Jur.- 3tg.". Seine Anregung geht dahin, den Kreis der Feriensache erheblich zu erweitern. Meines Erachtens sollte man gesetzlich zu Feriensachen erklären: alle Forderungsklagen( ohne Rücksicht auf den Streitwert), gegen Schuldner, bon denen gerichtsbekannt ist, daß sie häufig verklagt werden oder von Exekutionen betroffen sind. Bei den Amtsgerichten pflegen derartige Klagen zur Zeit schon auf Antrag als Feriensachen erklärt zu werden; eine davon verschiedene Haltung wird am Landgericht beobachtet. So wurde fürzlich bei der Feriencivilkammer eine Forderungsklage angebracht mit der Bitte, sie als Feriensache zu bezeichnen. Beigefügt war eine Be scheinigung des Gerichtsvollziehers, inhaltlich deren er eine Reihe von Zwangsvollstreckungen gegen den Schuldner betreibt. Man sollte denken, daß hiernach die Gefährdung des Gläubigers hinreichend glaubhaft gemacht erscheine. Die Ferienkammer lehnte indeß den Antrag ab, da durch die vorgelegte Bescheinigung noch feineswegs dargethan sei, daß die Angelegenheit beUnd nun steckte er sich ganz erleichtert, wenn auch mit der selben fritischen Miene von vorhin, eine Gigarre an und schlenderte auf dem Hofe herum, bejah sich, ohne irgend welches Verständnis die Ställe und Scheunen und dachte ernstlich darüber nach, auf welche Weise man hier wohl den Winter über die Beit tot schlagen" tonnie. So recht klar wurde ihn eine solche Möglichkeit feilich nicht doch hoffte er, daß es in der Umgegend ein paar passende Nachbarn und wohl auch einige umgängliche geistliche Herren geben werde. Schließlich wäre man der Trauer halber ja boc auch in Wien völlig ausgespannt, dort mehr als irgendwo sonst! und dafür lebte man fidel wie der Vogel im Gezweig und brauchte sich nicht um das tägliche Brot und das noch nötigere standesgemäße Auftreten zu sorgen. Er merkte es wohl, daß die Knechte und Mägde ihm neu giertg nachsahen und daß sie ihn wohl für den neuen Herrn" hielten. Wäre er es nur auch gewesen! Aber immerhin! Er gab sich wenigstens das Ansehen eines folchen und stolzierte mit Selbstgefühl vor ihnen herum, bis er es fatt hatte und eine junge helle Stimme, die im Part nach jemand rief, der Bela hieß, dorthin lockte. Als er aber in die Wildnis eintrat, die sich mit diesem stolzen Namen hinter einer hohen Mauer hinzog, war dort alles einsam und totenstill. Graf Joseph sah seine feinen Stiefel be forgt an, aber was war am Ende daran zu verderben, nach der gestrigen Fußwanderung? Man hatte sie ihm zwar so gut wie möglich gepust und zurecht gemacht, aber aus dem Facon waren fie nun doch mal. So ristierte er es also und schritt auf völlig vergrasten Wegen zwischen Nasenplägen, Gebüsch und schrecklich vertrauteten Beeten dahin. Hier und da blüte eine vereinsamte Blume noch, sogar eine Rofentnospe fand er und konnte sie ins Stnopfloch fteden, alles in allem fand er es schauderhaft" und hatte keinen Blick für die malerische Schönheit, die sich überall einem kundigeren Auge offenbart hätte. Ein ziemlich großer Teich lag im Gebüsch versteckt, völlig überwuchert von Schilf und allerlei Wasserpflanzen; er umging ihn und fam an die hohe Mauer, die den Bark von den dahinter liegenden Wiesen abschloß und hier eine Ecke bildete, in welcher eine uralte Sandsteinbank stand, halb in die Erde versunken und fich gegen die mit Epheu überwachsene Mauer lehnen. Graf Joseph ftugte. Da lagen auf der Bank ein Baar lange dänische Handschuhe, darunter ein Buch; Damenbandschuhe Allerdings! Abgenust aufs äußerste. Fortsetzung folgt.) Nr. 171. Ober hessische Familienzeitung. feffelten, zu durcbichneiden, ward Ryan war tot, dann war und Verpflichtungen, die ihn an die Bergangenheit noch Rückblick auf die Vergangenheit, sich zu bessern und alle Bande Phantasie entſprang: tehr denn je wünſchte er jetzt im Seite 2. an, die Gedanken zu unterdrückenh in der kommenden Zeit ibre Augen füllen? Miles schloß die Augen und strengte Kopf und Herz Würde fie oft io aussehen, später Würden oft Thränen or founte es nicht, Nr. 171. Kleines Oberhessische Familienzeitung. Im Klange der Kirchenglocken. Feuilleton. Novellette Wengerhofften). habe ich Dich gefunden und halte Dich, Seite 3. menn feine Wunder mehr, dann ichs an mir selbst erfahren habe." und ich das Wort noch einmal höre: es giebt heut zu Tage Sie sah mit einer fast an Anbetung grenzenden will ichs erzählen, wie - sonderer Beschleunigung bedürfe, die Notwendigkeit| welche sich zu ihrem Schuße eingefunden hatten, daran einer solchen auch sonst nicht zu erkennen sei. gehindert worden, dem Befehl Folge zu leisten. Der als Nachfolger des bayerischen Kultus- Cardinal Richard hat, um Unruhen zu vermeiden, ministers Dr. v. Landmann in Aussicht genommene die Preisverteilung für die christlichen Schulen, welche Kleemens Frhr. v. Podewils ist am 17. Januar gestern in Notre- Dame stattfinden sollte, abgesagt. 1850 geboren. Mit dem Ministerpräsidenten Grafen Crailsheim ist er nahe befreundet. Er gilt als ein un- Ein Wort zur Beherzigung für die Vergemein liebenswürdiger Mann von den feinsten Um- mittler des Petroleumkonsumes in der gangsformen und wird von allen, die ihm persönlich Umgebung von Gießen. reiherr v. Lodewis, oder dienstlich näher gekommen sind, als ein Mann von festem Willen und Charakter geschildert. In Rom, wo er 1893 Gesandter war, war sein Haus der Sammelpunkt der gebildeten deutschen Welt und dort trat er auch in freundschaftliche Beziehungen zu dem jetzigen Geichskanzler Grafen Bülow. Straßburg, 27. Juli. Nach der„ Nationalzeitung" scheint ein Modus gefunden zu sein, wonach die Errichtung einer katholisch- theologiſchen Fakultät in Straß burg aussichtsvoller wäre. - Von interessierter Seite wird uns darüber Folgendes geschrieben: einer elektrischen Nebenbahn von Mainz nach Wiesbaden und von Mainz nach Schierstein betreffend. ** Gestern haben auf dem 24. Gesangsfest des Lahnthalsängerbundes 2 hiesige Gesangvereine ihr Können in bester Weise zum Ausdruck gebracht. Der Bauer'sche Gesang verein, der schon öfters mit Auszeichnungen von Sängerfesten heimgekehrt ist, erhielt sehr gut" und die noch verhältnismäßig junge" Heiterkeit", das erste mal im Wettsingen, befam„ gut“. Beiden Vereinen ein weiterer Ansporn zu neuerem Wettsingen. ** Studienreise. Eine Anzahl Studierender machte am Samstag unter Leitung des Herrn Prof. Dr. Sauer einen Ausflug nach Kassel zur Besichtig. ung der dortigen Kunstdenkmäler. ** Gewitterschaden. Bei dem am Samstag abend niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in einen Stall in der Bahnhofstraße wobei eine Dachleiste zündete und brennend herunter in den Hof fiel, ohne an dem Gebäude weiteren Schaden anzurichten. Durch den Luftdruck des Blitzschlages stürzten zwei im Stalle zunächst der Thür stehenden Kühe zu Boden, ohne weiteren Schaden zu nehmen. Schon einigemal ist von diesem Blatte auf ein Unternehmen hingewiesen worden, das zweifels ohne die Beachtung weiterer Kreise verdient. Auch die nachfolgenden Zeilen sollen deshalb der Betrachtung dieses Gegenstandes, wir meinen den Artikel Petroleum, gewidmet sein. Bei allen Fortschritten, die der erfinderische Geist unserer Zeit in Bezug auf Beleuchtungsund Heizmittel gemacht hat, wird doch anerkannt werden müssen, daß Petroleum zunächst noch einen Hauptrang unter denselben einnimmt. Es thut dies nicht allein in Folge der Leichtigkeit, mit der sich die Petroleumflamme, weil unabhängig von Draht oder Röhrenleitung, an jedem beliebigen Ort anwenden läßt, sondern auch namentlich wegen seiner Billigkeit. Diese zu erhalten, muß deshalb vor allem das Bestreben der nahestehenden Vermittler des Konsums sein; daß dies nicht ohne einen entsprechenden Verdienst für den selben geschehen kann, ist selbstverständlich und wird derselbe auch, wenn mäßig, von jedem billig denkenden Konsumenten dem Händler gerne eingeräumt werden. Wie verhält es sich aber mit dem Verdienst, den die amerikanischen Aktien- Gesellschaften, wozu auch die Deutsch- Amerikanische Petroleum- Gesellschaft gehört, seither gehabt haben. Wenn, wie man vielfach gelesen hat und was noch von keiner Seite bestritten worden bewegt hat, was sehr glaublich ist angesichts der ist, deren Verdienst sich seither zwischen 30-40 Proz. enormen Reichtümer, welche namentlich die an der Spitze der Gesellschaft der in Amerika stehenden Herren losesten solche Verdienste als zu hoch erscheinen und angesammelt haben, so dürften doch auch dem Neidnach Mitteln gefragt werden, wie ganze Volksschichten zu Gunsten Einzelner geschützt werden. Der italienische König wird im letzten Drittel des Monats August dem deutschen Kaiser in Berlin seinen Besuch machen. Der König wird von dem Minister des Aeußern, Prinetti, begleitet sein. Der Aufenthalt des Königs in Deutschland dauert fünf Tage. Die Kongregationsbewegung in Frankreich. Die Al bienft fo 1 Uhr Garten in welde bon 24 In Stei welchem Grein, fowie Bfarrer Profeff toftbare Sprachen treter de Bei dem Bietungen auswärti fchiedene tlingende Fahne n Extrazug begann in fämtli Saal, in förper in hatte Her Herr Be Garten Mufitto folgten Alpenri Leiter d Gefangst Kinderg dichterin bildeten d Den Ev ** Grober Unfug. Vorgestern Nacht belustigten sich einige halbwüchsige Burschen in angeheitertem Zustande damit, die Laternen auszudrehen, sodaß vom Kreuzplatz bis zur Löberstraße völlige Dunkelheit herrschte, wobei es auch ohne lautes, mehr tierisches Gebrüll nicht abging. Begreiflicherweise war dadurch die Sicherheit der Bürgerschaft aufs ärgste gefährdet. Leider gelang es den Schußleuten trog anzuerkennender Bemühung nicht, die Früchtchen dingfest zu machen. Doch haben sie als Corpus delicti einen Strohhut zurückbehalten, mit deffen Hülfe es hoffentlich gelingen wird, die Radaubrüder festzunehmen. Daß Gesetze gegen das Ringwesen nicht schützen, dies hat man am Zuckerring gesehen, der uns einen unt 5 Pfg. pro Pfund höheren Zuckerpreis gebracht hat, obgleich die Produktion gewachsen ist und die Rübenpreise billiger geworden sind. Helfen kann nur der einmütige Widerstand der nächsten Konsumsvermittler, also der Detailhändler, die sich wie hier in Gießen durch keinerlei Vorstellungen sollten verlocken lassen, auf die Offerte der amerikanischen Ringgenossen einzugehen. Es bedarf wohl feines Beweises, daß, wenn die Herren Deutsch- Amerikaner den Detailisten jetzt alle möglichen Vorteile bieten, Ihnen z. B. kostenlos die Gefäße stellen, aus denen später nur deutschamerikanisches Petroleum verkauft werden darf, dies nicht aus Liebe zum Detailhandel geschieht, als Triebfeder kann nur angenommen werden, ein später um so lukrativeres Geschäft zu machen, wie dies auch jetzt schon der Fall sein soll an Orten, wo sie sich früher wahrscheinlich auf ähnliche Weise eingeführt hatten. Paris, 27. Jult. Gestern abend haben zwei Kundgebungen für und gegen die Regierung und die Kongreganisten stattgefunden. Um Ruhestörungen zu vermeiden, hatten die Behörden umfassende Maßnahmen getroffen. In der Nähe des Dreifaltigkeitsplatzes hatte eine starke Abteilung republikanischer Garde Aufstellung genommen. Der Clichy- Platz und die Amsterdamerstraße waren abgesperrt und konnten nur von Personen mit Ginlaßkarten passiert werden. Gegen 10 Uhr hatten sich die Klerikalen in großer Zahl eingefunden und bald darauf erschienen auch die Gegenfundgeber, die Sozialisten und Republikaner. Als auf der Straße die Internationale erscholl, sprang die Polizei mit offener Waffe ein und drängte die Domonftranten zurück. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. In dem flerifalen Meeting ergriff zuerst Coppée das Wort. Er erklärte, Er erklärte, es sei eine große Schmach für Frankreich, Frauen verjagt zu haben, die nur gutes gethan hätten. Die Versammlung unterbrach den Redner mehrmals mit den Worten: Freiheit, Freiheit! Coppée griff die Regierung heftig an. Im Hinblick auf die heutigen Kundgebungen, erklärte Coppée, werde vielleicht morgen Frauenblut fließen, aber es werde dasselbe Blut sein, welches in den großen geschichtlichen Tagen Frankreichs geflossen ist. Dem Redner wurden begeisterte Ovationen dargebracht. Ein weiterer Redner sprach ebenfalls unter heftigen Ausfällen gegen die Regierung. Die parlamentarische Republic müsse umgewandelt werden. gegen Mitternacht 3000 Personen, welche der Versammlung beigewohnt hatten, auf die Straße traten, erfolgte ein Zusammenstoß mit den radikalen und sozialistischen Kundgebern. Polizei und berittene Gendarmerie griff energisch ein. Die Klerikalen wurden haufenweise nach den Straßen gedrängt, während die Antiklerikalen vollständig von der Gendarmerie umzingelt wurden. halb 1 Uhr hatten sich auf dem Clichy- Blaze etwa 3000 Antiflerifale zusammengefunden. 2000 wurden versprengt, die übrigen flossen nach dem Opernplatz, wo noch ein Meeting abgehalten wurde. 50 Verhaftungen 50 Verhaftungen wurden vorgenommen. - Die französische Regierung hat ein neues Mittel ausfindig gemacht, um den Kongregationen die Lust zu weiterem Widerstand gegen die Schließung ihrer Schulanstalten zu brechen. Ein Telegramm meldet: Civis. ** Betreten der Eisenbahnwagen. Es herrscht häufig die Meinung, daß eine Bahnsteigfarte auch dazu bebegleiten und sich in diesen bis zur Abfahrt des Zuges aufrechtigt, abreisende Passagiere bis in die Eisenbahnwagen halten zu dürfen. Wer sich vor Strafe hüten will, sei hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß Bahnsteigkarten nur solchen Karte im Wagen aufhält, kann mit einer Strafe von zum Betreten der Bahnsteige berechtigen; wer sich mit einer 6 Mark belegt werden. ** Keine Fahrpreisermäßigung. Wie für den Eisenbahndirektionsbezirk Köln, so wurde jezt auch für den Bezirk Mainz verfügt, daß wegen starker Inanspruch nahme der Betriebsmittel an den Sonntagen der Monate Juli, August und September ds. Is. Fahrpreisermäßigungen für Reisen größerer Gesellschaften nicht mehr gewährt werden. ** Aus dem Bauhandwerkerstande wird uns geschrieben:„ Um Klarheit in die Submissions. angebote zu bringen, sollten doch einmal die die Arbeit vergebenden Behörden von den Submittenten die Unterlagen für die Veranschlagung des betreffenden Angebots einfordern und würde alsdann ein Maßstab an die Fähigkeit des Unternehmers zu legen sein. Gerade bei Kanalisationsarbeiten, die eine äußerst sorgfältige sachgemäße Ausführung erheischen, welch letztere durch äußerst scharfe allgemeine" und" beſondere" Bedingungen peinlich genau kontroliert wird, ist es unbegreiflich, daß Unternehmer, die durch die Er fahrung im Tiefbauwesen mit seinen unzähligen 3ufälligkeiten gewißigt sein follten, mit solchen Schundangeboten ankämen. Leider ist bei vielen Unternehmern der Grundsatz verbreitet, man muß bei den betreffenden Behörden erst einmal ins Geschäft hereinkommen--" ganz ohne Rücksicht auf fachmännisches Kalkül und – Verdienst. Anderseits hört man oft:" Für diesen oder jenen Preis ,, kann“ oder„ könnte" man dies oder jenes machen"! Von einem genauen faufmännischen Kalkül ist da natürlich keine Rede und müssen dann die wunderlichsten Gegensätze zwischen Unkenntnißoberflächlicher Abschäßung und genauem fachmännischem Abwägen die oft sehr weitgehenden Resultate herbeiführen. Eine Abhilfe ist nur durch die vergebenden Stellen möglich. Die Art, wie sie auch jetzt den Engroshändlern gegenüber, mit denen sie jahrelang gewinnbringende Geschäfte gemacht haben, verfahren, kann sich jeder Detailhändler als warnendes Beispiel dienen lassen. Ebensogut wie jetzt der Engroshandel, fönnte f. 3t. Ebensogut wie jetzt der Engroshandel, fönnte s. 3t. auch der Detailhandel als überflüssig hingestellt werden, und die Gesellschaft nach dem Beispiel einzelner Herumfahrer dem Konsumenten das Petroleum direkt ins Haus liefern. So wie jetzt der bei der Gesellschaft kaufende Engroshändler ca. 1 Pfg. pro Liter höheren Preis bezahlen muß, als derselbe dem Detailhändler gestellt wird, ebenso könnte die mächtige Gesellschaft auch dem Konsumenten billigere Preise bewilligen, als dem Detailhändler. Schwerlich wird deshalb derselbe in seinem späteren Interesse handeln, wenn er mit Benutzung augenblicklicher Vorteile zur Gefährdung des Engroshandels beiträgt, zumal da es noch andere unabhängige amerikanische Gesellschaften giebt, die jetzt alles mögliche aufbieten, um dem Engroshändler die Fortdauer möglich zu machen und auch einzelne nicht amerikanische Petrolsorten dem amerikanischen an Brauchbarkeit nahezu gleichkommen. Man lasse sich also durch momentan gebotene Vorteile nicht von seinen gewohnten Lieferanten abwendig machen. Auf die Dauer billige Preise können nur, wo freie Kon= furrenz herrscht, bestehen, während alle monopolistischen Bestrebungen stets schwere Gefahren für die Zukunft in sich schließen. Dies zur Beherzigung für die nächsten Vermittler des Petrolhandels in der Umgebung Ministerpräsident Combes hat die Präfekten derjenigen Departements, in welchen Kongregationen bestehen, angewiesen, die Oberen derselben in seinem Namen und in amtlicher Form davon in Kenntnis zu sezen, daß die Regierung gewillt sei, jede Kongregation für die Haltung der von ihr abhängenden Niederlaffungen, deren Schließung auf Grund des Gesetzes bom 1. Juli 1901 zu erfolgen hat, sowie für Ruhe störungen die infolge dieser Haltung entstehen können, berantwortlich zu machen. In Paris herrschte im allgemeinen überall Ruhe. Nur in der Rue Saint- Maur fand vor der von Nonnen geleiteten Schule eine unbedeutende Kundgebung statt. Wie die Libre Parole sagt, hätten die Nonnen am Abend Befehl erhalten, sich nach dem Mutterhause zu begeben, seien aber von einigen vierzig Personen, von Gießen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog wird am Mittwoch 30. Juli zu gewohnter Stunde im Residenzschloß Audienzen erteilen, so= wie Meldungen und Vorträge entgegennehmen. ** Ernannt wurden am 19. Juli der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssize in Hungen Friedrich Andreas Fath zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssige in 3 wingenberg mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers, der Gerichtsvoller- Aspirant Jakob Reis in Gernsheim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssige in Hungen mit Wirfung vom Tage des Dienstantritts. ** Nr. 46 des Regierungsblattes, ausgegeben am 26. Juli enthält: Gesez, die Ruhegehaltsverhält= nisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der Beamten der Main- Neckar- Bahn betreffend. ** Das Regierungsblatt Nr. 45, ausgegeben am 25 Juli enthält: Bekanntmachung, den Bau und Betrieb am 25 Juli enthält: Bekanntmachung, den Bau und Betrieb feiner Wit jang" bert Scene Heff Derrn Ger Verlauf de des Festes, lichen Zufa ** Bläsers Biograph, der seit vorigem Sams tag auf Oswaldsgarten aufgebaut ist, umfoẞt 200 Nummern, von denen jedesmal 15 für eine Vorstellung herausgegriffen werden; Alle Bilder sind lebende Photographien in Lebensgröße und ebenso natürlichen Bewegungen, sodaß man alle Vorführungen als nichts Ge machtes, sondern als etwas Wirkliches darstellend betrachten muß. Bewegungen der Figuren, sowie Gefichtsverzerrungen sind naturgetreu aussehend, nur daß man die auftretenden Personen, die davon fahrenden Equipagen nicht rollen und die herangaloppierenden Reiterschaaren nicht dröhnen hört. Jedenfalls kann das Ganze mit Recht als großartig betrachtet werden. Trotz der gestern mehrfach stattgefundenen Vereinsfestlichkeiten war die mit elektrischem Licht beleuchtete Festhalle gut besetzt; die Preise sind ja auch im Verhältnis zu dem Darge botenen sehr gering. Von den einzelnen Nummern von gestern müssen wir besonders das große Tableau ,, Die schaurige Katastrophe des Ausbruchs des Mont Belee Reise des Prinzen Heinrich in Amerika", sowie„ Die auf Trinitat" hervorheben. Auch heute ist ein sehr interessantes Programm„ Der verlorene Sohn" in Aussicht gestellt. Der Besuch dürfte Schulen sehr zu empfehlen sein. Moge das auch dener fannt hab Ju Gin nadmitt der Nu um 9 16 nur zu z fo waten 4. R Anton Hajfia" 11. Ruderber haufen". Die war beim der Vorre die Nuder begannen ertönt. Feldftedhe Erft fiet Fled in der Sonn lich die S fid gefpa Partei lo Stopp! ein Die 1. J Die Feier des Mittelrhein. Verbandsfestes Evangelischer Arbeitervereine, verbunden mit Fahnenweihe des Evang. Arbeitervereins Gießen verlief sehr schön. Etwa 18 auswärtige Vereine nahmen mit ihren Fahneu teil, sie famen zum größten Teil am Vormittag mit Extrazug von Frankfurt zu dem um 10 Uhr beginnenden Festgottesdienst in der Stadtkirche, an welchem Herr Pfarrer Loos- Bußbach predigte. Die Kirche war überfüllt, der Posaunenchor von Klein- Linden, sowie der Gemischte Chor des E. A. V. Gießen verschönerten die Feier. Offenbach Gießen. 2. Gr nebit 5 G bei Hudga bon 1900 1. Frant 6 Min. Germa 3. für Ber Geftiftet Ruderge folge) in preis der Groß Bis Sein ach Wiesbaden und angsfeit des Lahnihr Können in bester er'sche Gesang ungen von Sänger und die noch ver eiterer Ansporn zu Ems.) Die Altarliturgie hielt Pfarrer Dr. Grein. An den Gottes-| geht. Der fiegende Verein erhält bei Rückgabe des| mehlfabrikanten Ladwig Morr in Gon zenheim bei Hombury dienst schloß sich die Delegirtenversammlung an, die bis gegen 1 Uhr währte. Am Nachmittag bewegte sich von Oswalds Garten um 2 Uhr ein Festzug durch die Straßen der Stadt, in welchem etwa 1000 Personen teilnahmen, ihm voran die von 24 weißgeteideten Damen getragene verhüllte Fahne. In Steins Garten fand alsdann der Weiheaft statt, bei Preises ein Ehrenschild( Sieger von 1900: Ruder- Club Während des Rennens kollidieren durch Schuld von ,, Ruderklub Ems" dieser und„ Weglaer Ruderklub". 1. Gießener Rudergesellschaft 1877. 2. Ruderverein Ems. Gegen das Rennen wird mit Erfolg Protest e mal im Bettfingen, welchem nach einer Begrüßungsansprache des Pfarrers Dr. eingelegt und Wezlar und Gießen starten nach Schluß mit dem Hinzufügen, man solle Morr 4 Wochen einsperren ahl Studierender des Herrn Prof. el zur Besichtig. em am Samstag lug der Blitz in Be wobei eine Cunter in den Sof en Schaden anzu ibidlages ftürzten stehenden Stübe zu hmen. Nacht beluftigten ngeheitertem Zu chen, sodaß vom Dunkelheit herrschte, tierisches Gebrüll Dadurch die Sicher hrdet. Leider genender Bemühung en. Doch haben wird, die Nadau Grein, die in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausflang, sowie nach einer Festansprache des Verbandsvorsitzenden Pfarrer Küster- Höchst die eigentliche Weiherede durch Herrn Professor D Stamm gehalten wurde. Die Hülle der sehr fostbaren und geschmackvollen Fahne fiel, einige Damen Sprachen feftliche Berse und überreichten Fagnenschleifen. Vertreter der Brudervereine überreichten ebenfalls Geschenke. Bei dem nun folgenden Gartenfest wechselten mit Darbietungen der gesamten Regimentstapelle Vorträge von 7 auswärtigen Arbeitergesangschören, sowie Ansprachen verschiedener Herren. Am 7 Uhr Abends zogen die Vereine mit flingendem Spiel und unter Vorantritt der Gießener neuen Fahne nach dem Bahnhof, um mit dem um 7.45 abfahrenden Extrazug in ihre Heimat zurückzufahren.- Um 82 Uhr begann die Familienfeier des Evangelischen Arbeitervereins in sämtlichen Räumen von Steins Saalbau. Der große Saal, in dem reiche Guirlandengewinde 600 elektr. GlügTörper in verschiedenen Farben trugen,( das Arrangement hatte Herr Ingenieur Mullert, die gärtnerische Ausschmückung Herr Becker, Seltersweg übernommen) war überfüllt, der Garten fast völlig besetzt; im Saal wie im Garten spielten Musittapellen. Nach einer Begrüßung des Vorsißenden folgten schön ausgeführte Bithervorträge des Rithervereins Alpenröschen", andolinensolo des Herrn Gernhardt, " it zurüdbehalten, Leiter des gemischten Chors des Evang. Arbeitervereins, Gesangsvorträge dieses Chors, sowie ein von etwa 40 Rinder gesungenes reizendes Kinderliedchen unserer Lokalagen. Es herrigt dichterin Johannette Lein, den Höhepunkt des Abends aber Civis. farte auch dazu be die Eisenbahnwagen hrt des Buges auf Süten will, jei hier Bahnfteigfarten nur wer sich mit einer einer Stcafe von ung. Wie für urde jezt auch für arter Inanspruch Cagen der Monate preisermäßigungen mehr gewihrt ferstande wird die Submissions nal die die Arbeit enten die Unter betreffenden An ein Maẞitab an en sein. Gerade ußerst forg erheischen, welch eine" und" be fontroliert wird die durch die Er m unzähligen follten, mit ider ist bei vielen et, man muß en erst einmal ganz ohne und- Verdienst. oder jenen Preis E jenes machen"! fül ist da natürEe wunderlichften erflächlicher Abn Abwägen die Thren. Eine Abellen möglich. at borigem Sams ift, umfoßt 200 eine Vorstellung ind lebende PhotoSo natürlichen Be 11 " bildeten die wundervoll arrangierten lebenden Bilder, das erste: Den Evang. Arbeiterverein in den verschiedenen Zweigen einer Wirksamkeit darstellend, das zweite:„ Musik und Gejang" verkörpernd, sowie eine äußerst humoristische BauernScene Hesselänner Kirmeß" im Dialog und Gesang von perrn Gernhardt wirksam zusammengestellt. Der ganze Der ganze Berlauf des Tages zeugte von einer sorgfältigen Vorbereitung bes Festes, aber auch von dem frischen Leben und brüderlichen Zusammenhalt, der in den Arbeitervereinen herrscht. Möge das Fest dazu beitragen, die große Arbeitervereinssache auch denen näher zu bringen, die sie seither noch nicht geKannt haben. Jubiläums- Regatta auf der Lahn. Eine stattliche Menschenmenge hatte sich gestern machmittag auf beiden Ufern der Lahn eingefunden, um der Ruderregatta zuzuschauen. Schon morgens im 9 Uhr hatten die Vorrennen stattgefunden. Da nur zu zwei Rennen mehr als drei Nennungen vorlagen, so waren nur zwei Vorrennen nötig. Ergebnis der Vorrennen. 4. Rennen.( Einer) a. 1. Meinzer Ruder- Verein, Anton Weber- Mönchhof, b. 1 Hanauer Rudergesellschaft Hassia" 1884, Ferd. Wenzel. 11. Rennen.( Großer Achter.) a. 1. Frankfurter Ruderverein, b. 1. Frankfurter Rudergesellschaft, Sachsenhausen". Die Länge der Bahn betrug 1900 m. Der Start war beim Felsen, das Ziel am Festplatz. Nach Schluß der Vorrennen vereinigte ein gemütlicher Frühschoppen die Nuderer. ertönt. Die Hauptrennen begannen pünktlich 3 Uhr 30 Min. Das Glockenzeichen Sofort bewaffnen sich die Augen mit dem Feldstecher und richten sich gespannt auf den Start. Erst sieht man mit bloßem Auge nur einen weißen Fleck in der Ferne. Er fommt näher, man sieht in der Sonne die Ruder blinken, jetzt sieht man schon deutlich die Insassen und die Nummer, aller Augen richten sich gespannt auf die Herranfahrender, jeder ruft seiner Partei laut ermunternd zu da tönt die Glocke stopp! ein Plätschern und das siegreiche Boot steht. Die Resultate sind folgende:" 1. Junior Einer. 1. Ruderverein Hellas" Offenbach a. M., Karl Hirtes( ohne Konkurrenz). 2. Großer Vierer. Wanderpreis der Stadt Gießen. Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. - der Rennen nochmals mit Erfolg: 1. ,, Weglarer Ruderklub" 6 Min. 43 Sef. 2. ,, Gießener Ruder gesellschaft." 4. Einer, Lahnpokal gestiftet vom Deutschen Ruderverband, Wanderpreis nebst einem Ehrenzeichen.( Der fiegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild)( Sieger von 1900:" Frankfurter Ruderklub.") 1. Mainzer Ruderverein Anton Weber Mönchhof. 2. Ruderverein„ Ellas" Offenbach- Karl Hirtes. -- 5. Zweiter Vierer. Preis gestiftet vom RegattaComité. 1. Offenbacher Ruderverein 1874. 6 Min. 442/5 Sek. 2. Weßlarer Ruderklub. 6 Min. 444/ Set. 6. Junior Achter. Jubiläumspreis, gestiftet von einem Gönner der Gießener Rudergesellschaft. 1. Frankfurter 6 Min. 9 4/5 Set. 2. FrankRuderverein. furter Ruder- Club. 6 Min. 19 4/5 Set. 7. Dollen 3 weier. 1. Crefelder Ruder- Club 1883. 7 Min. 59 Set.( Ohne Konkurrenz). v. d. H. wegen fahrlässiger Nahrungsmittelfälschung zu 100 Mart Geldstrafe( in der Fabrik Morrs waren etliche 100 Kisten Bruchwaren, die von Würmern und Maden durchsetzt waren, zu Paniermehl verbreitet worden) hatte der„ Centralanzeiger für den Odenwald" in Erbach das Urteil der Frankfurter Straffammer seinen Lesern mitgeteilt, und mit diesem saubern Paniermehl füttern. Durch diesen Zusatz fügte sich Morr beleidigt und verklagte den Redakteur Aug. Franz des genannten Blattes. Das Schöffengericht in Michelstadt sprach ihn frei. Die hiesige Straffammer verurteilte ihn jedoch zu 15 Mark Geldstrafe auf die Berufung Morrs. fe Vom Main, 27. Juli. Den Ludwigs- Donau- MainKanal passiert Ende August ein französischer Dampfer. Das 24. Gesangsfest des Lahnthal- Sängerbundes, welches seit Samstag bis heute in Wetzlar stattfindet, ist von auswärtigen Sängern sehr zahlreich besucht. Besonders Gießener und Marburger Sangesbrüder sind in großer Anzagl vertreten. Wetzlar selbst hat sich festlich geschmückt und seine Bürger lassen es an Entgegentommen nicht fehlen. Der Fest kommers am Samstag Abend im Saale des Schüßengartens war infolge des Gewitters sehr 8. Junior Vierer, Preis gestiftet von einem schwach besucht. Um so schöner machte sich der Sonntag. Freunde des Rudersports. 1. Frankfurter Ruder Schon früh kamen mit der Eisenbahn die Gäste und, flub. 6 Min. 311% Set. 2. Hanauer Rudergesell- nachdem im„ Hotel Steßler" an der Bahn gesammelt schaft Hassia". 6 Min. 44% Sef. 3. Gießener Ruder- und die nötige Stärkung für den verhältnismäßig langen gesellschaft 1877. Weg nach dem Festplag eingenommen war, ging es ge9. Akademischer Vierer. 1. Rudergesellschlossen mit Mufit nach oben. Welche Freude, zu sehen, schaft Heidelberg. 6 Min. 32 Set. 2. Heidel berger Ruder- Club. 6 Min. 34 Sek. 3. Gießener Rudergesellschaft 1877. 10. Dollen vierer fällt aus. 11. Großer Achter. Großherzogspreis. Wanderpreis verliehen von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, nebst neuem Ehrenzeichen. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. 12. Ermunterungs- Vierer. 1. Hanauer Rudergesellschaft Hassia" 1884. 6 Min. 47% Set. 2. Frankfurter Rudergesellschaft„ Germania" 6 Min. 494/5 Sek. 3. Gießener Rudergesellschaft. Es folgte darauf auf dem Regattaplag an der Richtertribüne die Preisverteilung. wie manches alte Sängerherz dabei so munter mit im Zuge schritt. Auf dem Festplatz eingetroffen, wurde zur Generalprobe angetreten. Das Preisrichterfollegium( sämtliche Dirigenten der zum Verband gehörenden Vereine) gab nach Beendigung derselben fund, daß der Bauer'sche Gesangverein zu Gießen und die „ Liedertafel" zu Marburg am besten gesungen haben und die Note„ sehr gnt" erhielten. Die herangerückte Mittagszeit mahnte inzwischen zur Eßpause. Am Nach mittag gegen 3 Uhr formierte sich der Festzug, voran der Radfahrerverein Weglar mit großartig geschmückten Rädern, die Regimentsmusik der 166er aus Hanau, daran anschließend die Bundesvereine und zwar: Liederkranz- Marburg, Bauer'scher Gesangverein Sießen, Orpheus- Butzbach, Heiterkeit- Gießen, Frohsinn- Londorf, Um 9 Uhr versammelte man sich in den Sälen des Gemütlichkeit- Gießen, Liederkranz- Dillenburg, CäciliaGesellschaftsvereins zu einer womit die Feier schloß. Réunion, Sieger von 1900: Frankfurter Ruderverein. " 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachenhausen" 5 Min. 45 Sek. 2. Frankfurter Ruderverein 5 Min. 50% Sekunden. Aus Hessen und Nachbargebieten. o. Lich, 27. Juli. Heute feierte der hiesige Turnverein auf seinem Anwesen sein Stiftungsfest. Dasselbe vernahm einen schönen Verlauf. Die turnerischen Vorführungen bewiesen, daß in dem Verein, dessen Turr stuuden Herr Turnlehrer Langsdorf leitet, ein ernstes Streben herrscht. Hoffentlich gelingt es ihm auch bald wieder durch Preisturner auf auswärtigen Festen von sich reden zu machen. Frankfurt, 26. Juli. Am 4. August fährt ein Sonderzug mit bedeutend ermäßigten Fahrpreisen von Straßburg nach Berlin. Derselbe geht ab: in Mainz ( Hptbhf.) 5 Uhr 30 Min. nahm ,. in Sachsenhausen 6 Uhr 37 Min. und in Offenbach 6 Uhr 49 Min. nachm. und kommt in Berlin( Potsdamer Bahnhof) am 5. August, 7 Uhr 50 Min. vormittags, an. Ein zweiter Sonderzug wird im Bedarfsfalle 10 Minuten später gefahren; die Abfahrt in Sachsenhausen erfolgt mit ihm 7 Uhr 22 Min. und in Offenbach 7 Uhr 34 Min. nachm. Die Preise der Fahrkarten nach Berlin, die 45 Tage Gültigkeit haben, betragen von Sachsenhausen 32,60 Mt., bezw. 21,90 Mt. Außerdem werden in Mainz Karten nach Magdeburg ausgegeben, die 28,10 mt. bezw. 18,80 fosten. Darmstadt, 26. Juli. Die Schüler des obersten Kursus der Tiefbau- Abteilung der Großherzog lichen Landes- Baugewertschule besichtigten in den letzten Tagen gen als nichts Genebst 5 Ehrenzeichen. Der siegende Verein erhält unter Führung ihres Lehrers, Herrn Professor Esselborn, die tliches darstellend bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. Lich, Liederkranz- Weilburg, Harmonie- Gießen, Männergesangverein Grünberg und Liedertafel- Marburg. Den Schluß bildeten mehrere andere Vereine von Wetzlar, darunter der Turnverein mit seinem eigenen Trommlerund Pfeiferchor und der Kriegerverein. Nach Eintreffen des Zuge auf dem Festplatz war es der Ehrenpräsident Herr Bürgermeister von Zengen, welcher vom Podium aus der Festversammlung einen herzlichen Willkommengruß darbot. Redner betonte vornehmlich, daß in dem alten Weglar, jezt eine aufblühende Industriestadt, zu allen Zeiten der deutsche Männergesang treue Anhänger zu verzeichnen gehabt hat. An dem heutigen Tage müßten die Sänger auch des obersten Protektors des deutschen Männergesanges gedenken, des Kaisers, der dadurch wieder dem Gesang sein Wohlwollen bekundet hat, indem er für das nächste große deutsche Wettsingen Frankfurt a. M. bestimmt hat. Die beifällig aufgenommene Ansprache klang aus in ein Hoch auf den Kaiser. Gleich daran anschließend war es der Bundespräsidint, Herr Hauptlehrer Schneider- Marburg, welcher für den herzlichen Empfang im Namen des Lahnthal Sängerbundes dankte, die Wirkung des Gesanges auf das Gemütsleben rühmte und zum Schluß auf den deutschen Männergesang und das deutsche Volkslied ein hoch ausbrachte. Die nächste Nummer des Programms: das deutsche Vaterlandslied von Dregert, gesungen von allen anwesenden Vereinen, legte Zeugnis ab, daß der Bund auch als Massenchor auftreten kann. Auf dem Festplatz vergnügte sich inzwischen jeder nach seiner Art; an fröhlichen Gesichtern fehlte es nicht. Nur eins beklagte man am Abend, daß der Festplat zu weit vom Bahnhof gelegen war. Neueste Nachrichten. ussehend, nur daß 1. Frankfurter Rudergesellschaft, Sachsenhausen". die verschiedenen Brücken in Frankfurt a. M. Wie man schreitet die Besserung im Befinden des Professors davon fahrenden ecangaloppierenden edenfalls fann das et werden. Trotz der insfeftlichkeiten war bon 1900: Frankfurter Rudergesellschaft Germania". 6 Min. 24/5 Sek. 2. Frankfurter Rudergesellschaft Germania", 6 Min. 242/5 Sef. 3. Vierer.„ Preis von der Lahn." Offen für Vereine, die an der Lahn ihrer Wohnsitz haben. Gestiftet von dem Ehrenvorsitzenden der Gießener Kranichstein, sowie das Nadelwehr, die Kammerschleuse und hört, beabsichtigen sämtliche Schüler des genannten Kreises sich im nächsten Monat der zehntägigen Abgangsprüfung zu unterziehen, deren Bestehen bei der Bewerbung um mittlere technische Beamtenstellen der Staatseisenbahnverwaltung vorzugsweise als Nachweis einer ausreichenden Fachbildung annis zu dem Darge preis der nach dreimaligem Siege( auch ohne Reihen efthalle gut befest; Mudergesellschaft Herrn Jean Kirch, Herausforderungs- gesehen wird. nen Nummern bon Toße Tableau„ Die cifa", fowie Die des Mont Belee heute ist ein sehr ne Sohn" in Aus julen fehr zu em erbandsfestes pereine, bang. Arbeiter Etwa 18 auswärtige fie famen zum größten Frankfurt zu dem um in der Stadtkirche predigte. Die Kirche lein- Linden, fowie der erfonerten die Feier folge) in das Eigentum des siegenden Vereins über Darmstadt, 27. Juli. Nach der am 16. Februar d. J. erfolgten erstmaligen Verurteilung des Nudel- und Panier Großer Saison- Ausverkauf. Bis Ende Juli gewähre ich auf sämtliche braune und farbige Schuhwaren einen Ertra- Rabatt Keine Partie- Waren. von 15%. Was ist " Berlin, 28. Juli. Nach einer Meldung aus Harzburg Virchow nur langsam fort. Der Patient muß das Bimmer hüten. Sein Allgemeinbefinden ist ohne Fieber. Berlin, 28. Jul. Verschiedene Bilder, die sich auf das Leichenbegängnis des Königs Alberts von Sachsen beziehen und die nach der Leipziger Illustrirten Zeitung von Wiener und Dresdner Kunsthandlungen in den Handel gebracht wurden, sind auf Anordnung der Dresdner Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Naumannia- Seife"? 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Auskunft über sonstige Marftangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler Angust Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1565 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiirungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schlenke Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurük. Am 11. September, nachmittags Uhr findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verloosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, Juli 1902. Die Pferdemarktkommission zu Gießen. Gießen - Jean Kirch, Stadtverordneter. Oswaldsgarten. Von Sonntag den 27. ds. bis Sonntag den 3. August. Bläser's OriginalBiograph Riesen- Kinematograph. Vorführung der lebenden Photographieen in ute gesehener Vollendung. 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Mts. ist gemäß Art 3 des Gesetzes betreffend das Faselwesen vom 7. August v. J. und nach Anhörung der Viehbesißer der Simmenthaler Raise unter Ausschluß einer weiteren Zuchtrichtung für die Stadt Gießen zur Ausführung gelangt. Wir bringen dies zur Kenntnis der Interessenten mit dem Anfügen, daß etwaige Anfechtungen dieses Beschlusses entsprechend den Vorschriften in Art. 120 der Städteordnung innerhalb einer Frist von 4 Wochen, von heute an gerechnet, bei Großh. Kreisamt Gießen entweder schriftlich oder zul Protokoll vorgebracht werden müssen. Gießen, 18. Juli 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Steins Garten. Donnerstag, den 31. Juli Großes Konzert, Bekanntmachung. ! Achtung! Wo kommen Sie her? Beim Hecker wird mir sehr empfohlen! Die Stiefel billig zu besohlen! Hier wird auch jede Fleckarbeit Gern angenommen zu Ihr werdet Alle, groß jeder Zeit. u. Klein, Zufrieden mit der Arbeit sein! Drum eilt hinzu nun Jung u. Alt! Zur großen SchnellBesohl- Anstalt! 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