Nr. 225. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich m. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 27. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'ſche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Der 3. deutsche Handwerks- und Gewerbefammertag zu Leipzig bom 25. bis 27. September 1902. ( Von unserem Spezialberichterstatter.) ( Unbefugter Nachdruck verboten.) 1. Vorversammlung( 25. September, Abends 8 Uhr Beginn.) In einer Stadt, auf deren Messen sich West und Ost, Süd und Nord zu regstem Austausch von materiellen wie geistigen Gütern einstellen, in einer Stadt die sich neben ihrer alten Bedeutung als Handelsstadt auch einen großen Ruf als moderne Industriestadt erworben hat, Da haben sich heute die Vertreter des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages und zwar zum dritten Male seit seinem Bestehen ein Stelldichein gegeben. Aus allen Gegenden des deutschen Vaterlandes sind sie zusammengekommen, um darüber ernsten Rat zu pflegen, wie dem alten ehrsamen Handwerk, dem so viele Unglückspropheten den baldigen Untergang verheißen, auch im modernen Getriebe wieder eine geachtete Stellung und ein besseres Auskommen zu erringen. Ist dies möglich, fragt sich bang auch so mancher aufrichtige Freund des gewerblichen Mittelstandes. Allein gerade hier in Leipzig vermag er manchen Trost zu schöpfen, herrscht doch hier ein rühriger Handwerkergeist, ragt doch gerade Leipzig durch sein blühendes Innungswesen wohl vor allen deutschen Städten hervor. Und ist dies hier möglich, wo Handel und Induſtrie in hoher deutsche Handwerk frischen Mut und neue Hoffnung Blüte stehen, so darf man auch für das Gesamte schöpfen, wenn es sich nur nicht selbst verläßt. Dieselbe günstige Aussicht eröffnet auch der Jahresbericht, den der Vorort Hannover des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages in der Vorversammlung durch Herrn Syndikus Dr. Lindström erstattete, nachdem der Vorsitzende Herr Plate- Hannover die Versammlung eröffnet und der Vorsitzende der Leipziger Gewerbekammer Herr Gruner sie begrüßt hatte. Es haben sich schon 63 von 71 Handwerks- bezw. Gewerbefammern zusammengeschlossen. Einen gleich erfreulichen Fortschritt läßt die handwerkliche Organisation mit Bezug auf die Innungsfrage erkennen. Die entsprechende Umfrage des Vorortes hat für die Bezirke der angeschlossenen Kammern ergeben, daß bei einem Gesamtbestande von 8800 Innungen sich 175 Zwangsinnungen und 74 freie Innungen auflösten( bon letzteren aber 28 14] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. XI ( Nachbruck verboten.) Die Toten stehen auf. Auf dem Falkenhofe herrschte reges Leben und Treiben, Denn die Vorbereitungen zu Ernas Hochzeit seßten alle Hände in Bewegung. Herr von Fries besuchte seine Braut allwöchentlich mehrere Male, und stets war er von zartester Aufmerksamkeit, gütig und rücksicht voll. Seine Augen strahlten von Glück und Freude, wenn sie mit dem Ausdruck inniger Liebe auf dem schönen Mädchen ruhten, dessen Wangen sich allgemach wieder mit dem zarten Karmin der Jugend und Gesundheit zu färben begannen, und wenn dann wieder der altgewohnte Zug ernster Schwermut fich auf Ernas Antlig legte, dann füßte er die trüben Wolfen von ihrer Stirn. Wie ein finsterer Abgrund gähnte zwischen ihr und ihm das Geheimnis, welches sie bedrückte, das nicht von ihr wich, so sehr sie sich auch abmühte, es zu vergessen; das Geheimnis ihrer ersten Heirat. In der fleinen Dorfkirche sollte die Trauung stattfinden. Unter brennenden Seelenqualen, unter Hoffen und Bangen bergingen die Tage und Wochen, und der Zeitpunkt, wo des Priesters Hand Fries und Erna vereinigen sollte, war herangefommen. Die Kirche war mit Laubgewinden und Blumen, soviel der Herbst davon noch hergab, geschmückt, und mit Blumen war auch der Weg innerhalb der Kirche und der Altarplab bestreut. Orgelton und Glockenklang leiteten die feierliche Handlung ein, der Priester hielt eine warmherzige Traurede, das zustimmende " Ja" ertönte, die Ringe wurden gewechselt, und langsamen Schrittes verließen endlich die Neuvermählten den heiligen Ort, um in der Safristei die Glückwünsche der Verwandten und der Vertreter der Kirche und der Gemeinde entgegenzunehmen. Dann wurden die harrenden Equipagen bestiegen und die Rückfehr ins Schloß angetreten. Als das Hochzeitsmahl vorüber war und die Gäste sich in dem im herbstlichen Schmucke prangenden Parke ergingen, eilte Grna unbemerkt auf ihr Zimmer, um den bräutlichen Schmuck abzulegen. Weder Brigitte noch ihr Kammermädchen bemerkten Dies, sonst wären sie ihr gefolgt, um ihr behilflich zu sein. Der zur Umbildung in Zwangsinnungen); dagegen haben sich insgesamt 778 Jnnungen neu gebildet, also mehr als dreimal so viel. Auch die von verschiedenen Seiten behauptete Thatsache, daß das Handwerk sein Dasein lediglich von der Lehrlingszüchteret friste, hat sich nach den angestellten Erhbeungen als falsch er wiesen. Auf 48 Millionen Einwohner( in den Bezirken der 63 Kammern) entfallen 1 000 000 selbständige Handwerksbetriebe, in denen 900 000 Gesellen und 350 000 Lehrlinge beschäftigt werden. Bei einem Verhältnis von 11: 9: 32 fann also von einer„ Lehrlingszüchterei" im allgemeinen keine Rede sein. In denselben Bezirken bestehen ferner 2564 3wangsinnungen mit 171 000 Mitgliedern, 6271 freie Innungen mit 201 000 Mit gliedern und 1642 gewerbliche Vereine mit 100 000 Mit gliedern. Ferner sind 257 Genossenschaften neu gebildet worden. Diese Fortschritte der handwerklichen Organisation finden ihre Erklärung in der intensiven Arbeit der Handwerks- bezw. Gewerbekammern. Und diese wird wieder am treffendsten illustriert durch die Angabe, daß 14 161 Gesellen- und 3603 Meisterprüfungsausschüsse ihres Amtes walten. Tagesordnung eine Reihe von geschäftlichen Erörterungen Es wurden nun zur endgiltigen Feststellung der gepflogen. Aus denselben sei besonders nur hervorBefähigungsnachweises mit 27 gegen 23 Stimmen abgehoben, daß ein Antrag auf allgemeine Diskussion des gelehnt wurde. Hannover und der geschäftsführende Ausschuß, dem insWeiterhin wurde sowohl die Vorortskammer gesamt 7 Stammern angehören, einstimmig wiedergewählt. Als Ort der Tagung des 4. Deutschen Handwerksund Gewerbekammertages wurde München ins Auge gefaßt. Schluß gegen 11 Uhr. Politische Nachrichten. Berlin, 26. Sept. Von der angeblichen Absicht des russischen Finanzministers Witte, den Handelsvertrag mit Deutschland noch rechtzeitig, also bis 31. Dezember 1902 zu fündigen, ist an hiesiger amtlicher Stelle bisher nichts bekannt. Immerhin wird aber diese Möglichkeit ins Auge gefaßt, wenn auch nicht gerade abzusehen ist, zu welchem Zweck gerade Rußland die Initiative zu einer Neuordnung der handelspolitischen Vertrags- Verhältnisse ergreifen sollte. jungen Frau war dies gerade recht; sie fühlte das Bedürfnis, allein zu sein, noch einmal die Erinnerungen an ihre Jugend, die nunmehr abgeschlossen hinter ihr lag, an sich vorüberziehen zu lassen und sich im Geiste in iene Zeit zu versenken, die ihr soviel freudige Stunden, aber auch soviel Jammer, so bitteres Weh gebracht hatte. Sie trat aus Fenster und öffnete dasselbe, um die milde, weiche Herbstluft einatmen zu können. mächtigen Ulme stand und mit einem Blicke, der ihr bis ins Da fiel ihr Auge auf eine Mannesgestalt, die unter einer ihr in den Adern, fie rang nach Atem, Leichenbläffe bedeckte ihr innerste Mart drang, zu ihr emporschaute. Das Blut erstarrte Antlig und krampfhaftes Beben durchzuckte ihren Körper. ſtöhnte sie in höchster Seelenpein, und namenloses Entſeken lag Heiliger Gott im Himmel, das ist Franz von Halek!" in dem stieren Blicke, mit welchem sie auf die gespenstige Grscheinung hinabschaute. Dann wurde es ihr dunkel vor den Augen, ihre Gedanken verwirrten sich und sie sank bewußtlos auf den weichen Teppich nieder. Gleich darauf öffnete sich die Thür und Herr von Falkenhof trat ein. Wie gelähmt stand er einige Augenblicke da, als er seine Tochter leblos liegen fah. Mit vor Aufregung und Schreck schlotternden Knieen trat er näher und beugte sich zu der Ohnmächtigen herab; ihr leises Atmen verriet ihm, daß sie noch lebe. Einige Tropfen frisches Wasser aus der auf dem Tische stehenden Karaffe, mit denen er ihr das bleiche Antlig besprengte, brachten sie sehr bald wieder zum Bewußtsein zurück. Langsam öffnete sie die Augen und schaute angstvoll um sich; nach dem Divan, in dessen Kissen sie kraftlos niedersank. mit Hilfe des alten Herrn erhob sie sich langsam und schwankte hauchte sie. Ist er noch da, Papa, steht er noch an der alten Ulme?" " Herr von Fries, Dein Gatte ist nicht hier", versezte der Schloßherr, an das Fenster tretend. Aber ich will ihn rufen letzten Tage geschwächten Nerven beruhigen." lassen; seine Anwesenheit wird Deine" durch die Aufregung der Nein, nein, ich fann Alfred jetzt nicht sehen, um alles in der Welt nicht!" schrie Erna mit angstvoll gellender Stimme. O, ich weiß es, man wird mich verhöhnen, wird mit Fingern Wissen unsere Gäste, weiß Alfred schon das Entseßliche? auf mich zeigen, mich vor den Staatsanwalt fordern- o, es iſt entseglich!" Wie verlautet, beabsichtigt die Militärverwaltung an freiwerdendem Feftungsgelände in Spandau eine Fabrik zur Herstellung von Uniformen zu errichten. Von einem solchen Vorhaben der Militärverwaltung in Spandau war schon vor mehreren Jahren die Rede. Die in Betracht kommenden Textilindustriellen erhoben damals gegen ein derartiges militärfistalisches Unternehmen lebhaften Einspruch, weil sie in der Lage seien, allen Ansprüchen der Heeresverwaltung gerecht zu werden. Berlin, 26. Sept. Für den Kirchenrat und die Gemeinde- Vertretung der fatholischen Pfarreien Berlins werden jest in allen Kirchen- Sprengeln polnische Kandidaten aufgestellt, um die polnischen Bestrebungen auf firchlichem Gebiete, die Einführung polnischer Predigten usw. zu fördern. wurde gestern für Spiegel- und Tafelglas die Vorlage -In der Zolltarif- Kommiffion des Reichstages wieder hergestellt und für Mikroskope Bollfreiheit beschlossen. -Die Mitglieder der Kommission werden nach Beendigung der zweiten Lesung einer Einladung folgend die Düsseldorfer Ausstellung besuchen. Wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, ist die Ansicht verbreitet, daß der Tarif erst am Dienstag daß die Eisenzölle, die gestern begonnen worden sind und der Man rechnet mit dem Umstande, durchberaten sein wird. Rest weit mehr Zeit in Anspruch nehmen werden. Die schließlich nur eine Sigung erfordern oder eine ganze Woche Meinungen darüber, ob die zweite Lesung des Tarifgefeßes arbeitet und festgestellt werden. dauern werde, soll sofort der Bericht über denselben ausgeHandwerks- und Gewerbekammertag wurde heute Leipzig, 26. Sept. Der dritte deutsche Vormittag durch den Vorortsvorsitzenden, Klempnerobermeister Plate- Hannover, eröffnet. Geh. Regierungsrat Lehmann begrüßte die Tagung im Namen der Reichsregierung, Oberregierungsrat Krische im Namen der sächsischen Regierung, Bürgermeister Dittrich im Namen der Stadt Leipzig. Die Versammlung beschäftigte sich zunächst mit dem Submissionswesen. Thorn, 26. Sept. Nach einer neueren Bestimmung der Unterrichtsbehörden ist den wegen Geheimbündelei Verurteilten polnischen Gymnasiasten der Berechtigungsschein zum einjährigen freiwilligen Dienst belassen worden. Sie schlug beide Hände vor das Gesicht, ihr ganzer Körper bebte. Herr von Falkenhof wußte nicht, was er von den verworrenen Reden seiner Tochter halten sollte. Er begaun für ihren Verstand zu fürchten. " So sprich doch endlich und erzähle mir, was Dich so furchtbar erregt", rief er in ärgerlichem Tone.„ Aus Deinen unzusammenhängenden Reden wird kein Mensch klug. Wer hat lose Angst verfekt und Dich dem Hohne und sogar staatsanwaltan der Ulme gestanden? Was ist es, das Dich in so namenlichen Grörterungen aussett?" " Siehst Du ihn nicht mehr im Garten stehen, den Baron Franz Halef? schaut er nicht mehr mit ienem entfeglichen Blick zu mir herauf, der mein Blick erstarren machte?" versezte sie mit zitternder Stimme. " Immer wieder dieser Elende, der Deinen Weg treuzt!" fiel Faltenhof ein, während er wiederum ans Fenster trat und in den Garten hinabichaute. Bor Deinen Augen schoß er sich eine Kugel durch die Brust, um sich dem Zuchthause zu entziehen. Auf der Landstraße endete das Leben des Fälschers und Betrügers, Dich aber brachte sein Tod ebenfalls an den Rand des Grabes. Und heute, an Deinem Hochzeitstage, zaubert Deine erregte Phantasie Dir diesen Menschen vor, und Du giebſt Dich dieser Sinnestäuschung mit selbstquälerischer Leidenschaftlichkeit hin, als handele es sich nicht um ein Phantom, sondern um eine unumstößliche Thatsache. Das Grab giebt seine Toten nicht zurüd; was es umschließt, ist für uns verloren auf ewig." " Franz ist nicht tot, nein, er lebt", verſegte Erna in festem Tone, in welchem sich ihre innerste Ueberzeugung widerspiegelte. " Und wenn er lebte- was dann?" fragte Faltenhof erregt „ Du bist jest Frau von Fries. Ich werde Deinen Gatten rufen; vielleicht wirkt das beruhigend auf Dich." " Um Gotteswillen, thue das nicht!" schrie fie, indem sie aufsprang und ihren Vater zurückhielt. Ich kann ihn iezt nicht sehen; es wäre mein Tod, wenn er mir iegt nahte!" " Was soll das heißen?" fragte Falkenhof streng. " Ich mag Alfred nicht sehen, Papa, fegt nicht niemals mehr!" rief sie angstvoll aus. Dann sant sie erschöpft und matt in einen Sessel. Wie?" " Franz lebt er ist hier, ich täusche mich nicht. Und Alfred, mein Gatte, mit mir unter einem Dache! o, nie mehr will ich ihn sehen." " Hast Du den Verstand verloren?" fragte der Schloßherr rauh nicht, was Sie meinen." Sie mir beistimmen müssen." Seien Sie deutlicher, Herr Frindsborg, ten, so hätte ich es ihnen nicht geben können, barin werden ich verstehe Die gnädige Frau braucht das Geld," gab der Fabrikbirettor ruhig zurück. Frau Salgren Teigen war. Nichts würde sie mehr von dem Wege abEntschlossenheit, die in entscheidenden Augenblicken Gefühle begann nachzulassen, und an seine Stelle trat eine ihr bringen, den he als den rechten erkannt. Die erste Ahnu Frindsborg auf und ereneigt.n Freda seinen Präng, daß es ihm nicht gelingen werde, zu machen, drängte sich jetzt nicht zu ve des Mannes sprach, besto deutlicher grub unter bic Linien und Züge Modell stand. und je länger der Notar es in sein Gedächtniñ einer sea ohne es coa In der Santen, und Er malte bereits in au wissen, für ih nahm sich vor, aus diesem Kopfe ein Meisterwert zu schaffen Beheizige Franken. Herr Notar." Und was verlangen Sie für das Bild?" fragte der Besucher. Notar sprang wie von einer Schlangaches Porträt Der has erichies seinem Stuhle auf. Zehntausend Franken für ein seinen Hut und gebissen von Er stellte ben die Nase wieber auf die Arbeit. In turzer Beit wurde bas Staffelei und machte flaun 1329 Dann verfchmansicht blieb unberüh von neuem haftig an amel Blak, neben dem man noch trummer, und das Kinn noch spizer. den die zum Beruf des Notars gehörigen Gegenstände; der halbbuntle der Tisch mit den Akten, Büchern und Papieren machte einem großen Hintergrund verwandelte sich in einen Keller, mit einem Gitterfenster, beugter, ber. Blid schielend, der Mund noch mehr zusammengetniffen, einer augenscheinlicher, boch die Haltung des Notars wurbe etwas geBerwandlung unterzogen. Das leten war ridon Brug, ein verschimmeltes Dresden, 26. September. Die Dresdner Stadtverordneten- Versammlung beschloß gestern Abend den Rat zu ersuchen, das Ministerium zu bitten, beim Bundesrat erneut darum vorstellig zu werden, daß die Einfuhr lebender Schweine aus Desterreich- Ungarn nach dem Dresdener Schlachthofe wieder zuzulassen, um den Mangel an Schlachtvieh zu beseitigen. Herford, 26. Sept. Heute Nachmittag fand hier anläßlich der 250jährigen Jubiläumsfeier der Stadt Herfor in Gegenwart des Kronprinzen, der Minister Budde und Hammerstein sowie der Spigen der Militär- und Civilbehörden die Enthüllung des Denkmals des großen Kurfürsten statt. Die Feier wurde durch einen Choral eingeleitet, worauf der erste Bürgermeister Quentin den Kronprinzen im Namen der Stadt begrüßte. Er schilderte in seiner Rede die Bedeutung des großen Kurfürsten und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß Herford sich jetzt im Besize eines Denkmals desselben befinde. Vor 250 Jahren habe die Stadt Herford dem großen Kurfürsten gehuldigt und erneuere heute dieses Gelöbnis. Alsdann gab der Kronprinz das Zeichen zur Enthüllung, worauf der Bürgermeister Quentin das Kaiserhoch ausbrachte. - - Aus Hessen und nachbargebieten. = ** Das Schwurgericht für's dritte Quartal beginnt| 2 und 3 Uhr an der Bahnstrecke zwischen Großennächsten Montag. Es liegen folgende Sachen zur Ver- Linden- Lang- Göns. Als daselbst dret Jäger handlung vor: Montag, 29. September gegen Konrad auf der Jagd auf Rebhühner waren, fuhr der PersonenMölings Wtwe. in Lauterbach wegen Körperverlegung zug, welcher um 2,18 Uhr von Gießen nach Frankfurt mit tötlichem Erfolg. Die Anklage vertritt: Großh. abgeht, durch und scheuchte einen Schwarm Rebhühner Die Jäger legten- ganz verdugt auf dieOber- Staatsanwalt Theobald. Die Verteidigung führt: auf. Rechtsanwalt Weidig. Dienstag 30. September, gegen selben an und zwar in der Richtung auf den Zug. Johann Jost Scharmann in Ober- Ohmen wegen Mehrere Schüsse krachten und die Schrotladungen Meineid, Großh. Staatsanwalt Reuß, Rechtsanwalt flogen nach dem Zug hinüber. Zum Glück ist, soweit Rosenberg. Mittwoch, 1. Oktober, gegen Wilhelm Alt- festgestellt werden konnte, Niemand verlegt worden. bater in Ilbenstadt wegen Sittlichkeitsverbrechen, Großh. Der Zugführer erstattete auf Station Lang- Göns AnWie leicht hätte da Jemand zum Krippel geOberstaatsanwalt Theobald, Rechtsanwalt Justizrat zeige. Dr. Gutfleisch. Donnerstag, 2. Oftbr., gegen Anna schossen werden können. Lind in Villingen wegen Meineid, Großh. Staatsanwalt Reuß, Rechtsanwalt klarenaar. Freitag, 3. Oktbr., gegen Friedrich Wilhelm Nast in Neudorf wegen Notzuchtversuchs, Großh. Gerichtsassessor Dr. Hegel, Rechtsanwalt Dr. Jung. Samstag, 4. Oftbr., gegen Johann Thomas Bong in Linnig wegen Meineid, Großh. Staatsanwalt Reuß, Rechtsanwalt Geh. Justizrat Baist. Montag, 6. Oftbr., gegen Bürgermeister Möser in Bobenhausen wegen Verbrechen im Amt, Großh. Gerichtsassessor Dr. Hetzel, Rechtsanwalt Klarenaar. Dienstag, 7. Oftbr., gegen Philipp Loth in Nieder- Ohmen wegen Meineid, Großh. Gerichtsassessor Dr. Hezel, Rechtsanwalt Justizrat Hirschhorn. Prinz Stanislaus Radziwill ist durch Beschluß des königlichen Amtsgericht Berlin I vom 18. d. woch, 8. Oftbr., gegen Heinrich Westerburg in BadNauheim wegen Meineid, Großh. Staatsanwalt Reuß, wegen Verschwendung entmündigt worden. Rechtsanwalt Kaz. Donnerstag, 9. Oftbr., gegen Wilhelm Janisch in Holzheim wegen Brandstiftung, Großh. Staatsanwalt Reuß, Rechtsanwalt Jung. Freitag, 10. Oftbr., gegen Wilhelm Schwing in Kohden wegen Raub, Großh. Staatsanwalt Hoos, Rechtsanwalts Klarenaar. Samstag, 11. Oftbr., gegen Karl Lang in Hungen wegen Notzucht, Großh. Staatsanwalt Reuß, Rechtsanwalt Kab. - Brüssel, 26. Sept. Aus dem Testament der Königin Henriette von Belgien meldet der„ Lofal- Anzeiger" einige Einzelheiten. Darnach hat die Königin den Hauptteil ihres Barvermögens im Betrage von 50 000 Frs ihrem alten Leibdiener vermacht. Das Palais in Spa, wo die Königin die letzten 10 Jahre gewohnt hat und wo sie gestorben ist, erhält ihr Privatsekretär Goffinet, der bereits den Marstall erhalten hat. Die Schmucksachen gehen an die drei Töchter Louise, Stephanie und Clementine über. Paris, 26. September. Gestern erschien bei dem bekannten Antisemiten Mery, welcher sich geweigert hatte, die Steuern zu zahlen, ein Gerichtsvollzieher beHufs Beitreibung der Steuern. Der Sekretär weigerte fich den Gerichtsvollzieher zu empfangen und verlangte die Anwesenheit eines Polizei- Kommissars. Paris, 26. Sept. Vor dem Kriegsgericht in Nantes fand heute die Verhandlung gegen den Major Leroy Laburdi statt, der seine Mitwirkung an der Schließung geistlicher Schulanstalten verweigert hatte. Nach einer heftigen Diskussion zwischen dem Regierungs Kommissar und dem Verteidiger. wurde der Angeflagte mit 6 gegen 1 Stimme schuldig gesprochen und hierauf einstimmig zur Strafe der Versetzung verurteilt. Das Publikum nahm die Urteils- Verkündigung ohne Demonstration auf. Der Angeklagte verantwortete sich damit, daß die Aufgabe der Armee ihm eine andere zu sein scheine, als die Austreibung von Frauen. Der als Zeuge bernommene General Larnac, sagte aus, daß ein strifter Marschbefehl erteilt worden sei. Tarauf beantragte der Negierungs- Kommissar die Strafe der Versetzung. Paris, 26. Sept. Wegen seiner Verdienste in China wurde Marchand außer der Reihe zum Oberst befördert. Er zählt erst 39 Jahre. - Die Lage in Macedonien gestaltet sich drohend. In Constantinopel scheint man anläßlich der Feier am Schipkapaß Unruhen in Macedonien zu befürchten. Von allen Seiten langen Truppen- Verstärkungen an. Auch aus Der AlbaAltferbien fommen beunruhigende Nachrichten. nesen Häuptling Mustafa Feradagie hat sich Boljetinaz angeschlossen und mit 1000 bewaffneten Albanesen sein Lager in der Nähe von Mitrowiza aufgeschlagen, welches er in Brand zu stecken droht. Es kam bereits zu einem Zusammenstoß mit türkischem Militär, wobei es auf beiden Seiten Tote und Verwundete gab. MittSoweit wie uns bekannt, wird man auch hier in Gießen den 50. Todestag des Altmeister und Turnbater Jahn in gebührender Weise feiern. ===- Der Turn- Verein hält morgen Sonntag in seiner Turnhalle an der Nordanlage das traditionelle Abturnen ab. Den Zöglingen ist als besondere Freude ein Wettturnen arrangiert. Konzert und Tanz nach demselben geben der kleinen Feier das festliche Gepräge. Mögen sich viele Freunde und Gönner der Sache einfinden. *** In der letzten Darmstädter Stadtverordneten versammlung wurde bei Beratung eines Gesuches betr. die Verlegung eines Polizeireviers vom Oberbürgermeister Morneweg erklärt, daß man größere Ausgaben vorerst nicht machen wolle, da bedeutende Aenderungen in der Polizeiverfassung in Aussicht ständen. Da nach einem Erlaß des preußischen Kriegsministers von jetzt ab die im Kommunaldienst stehenden Schuhleute den Zivilversorgungsschein nicht mehr erwerben können, werde bis zu einem gewissen Grad das Abkommen hinfällig, nach welchem die einzelnen Divisionen das Vorschlagsrecht hatten, aus deren Liste die Stadt ihre Wahl treffen mußte. Man erwäge zur Zeit sehr eine Aenderung dieser Bestimmung; auch die Regierung verfolgt die Verstaatlichung der Schußmannschaft. Die Sielbauarbeiten gehen rüstig vorwärts; in der Moltkestraße sind dieselben bereits fertiggestellt und z. Zt. ist man in der Grünbergerstraße thätig. Da man hier jetzt kleinere Rohre verlegt und günstige Grundverhältnisse hat, schreitet die Arbeit im Verhältnis zu den Arbeiten in der Moltkestraße schneller vorwärts. Bei der Kanalisierung im Stadtbach ist man neuerdings wieder auf größere Schwierigkeiten gestoßen; so hat man u. A. am Pistor schen Eisenlager bis auf 7 Meter unter Straße noch keinen tragfähigen Boden gefunden; da außerdem die Mauer dieses Lagers in schlechtem teils sogar verwittertem Bustande war, hat die Baudeputation am rergangenen Mittwoch auf Anregung des Herrn Ober- Baurat Schmick aus Darmstadt die Niederlegung des Pistor'schen Eisenlagers be= schlossen. Die Niederlegungsarbeiten wurden sofort in Angriff genommen und ist heute schon die Umfassungsmauer bis zum Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten außerdem Erdboden verschwunden. Dieselbe soll nach Fertigstellung der Kanalbauten ein neues Fundament erhalten und vollliegt ihr bei ständig neu aufgeführt werden. In der Marktstraße sind die Arbeiten soweit gediehen, daß die Sperrung der und die Oberbeffische Zeitschrift für Landwirt- Straße voraussichtlich nächsten Dienstag aufgehoben wird. schaft, Obst- und Gartenbau. die Seifenblase Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog hat dem Lazarett- Inspektor Steinmann bei dem Garnisonlazarett Wittenberg, bisher bei dem Garnisonlazarett Darmstadt, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und das Ehrenzeichen für Mitglieder frei williger Feuerwehren dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Kostheim Friedrich Sieben haar daselbst berliehen. Ernannt. Der Großherzog hat den Kreisbauinspektor des Kreises Heppenheim Otto Raupp mit Wirkung vom Tage seines Dienstantrittes unter Verleihung des Titels" Bauinspektor" zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. ** Wie aus der heutigen Bekanntmachung herborgeht, beabsichtigt die hiesige Spar- und Leihfaffe den Binsfuß für Einlagen vom 1. Januar 1903 ab auf 3½½ Proz. zu erniedrigen. Es ist selbstverständlich, daß demzufolge auch eine Ermäßigung des Zinsfußes für die Schulden der Kasse eintreten wird, wahr scheinlich auf 48 Proz ** Für Sonntag, 12. Oktober, ist in Mainz ein Hessischer Handelskammertag einberufen, dem auch ein Mitglied des hessischen Ministeriums beiwohnen wird. Am Wieseckufer ist schon ein größere Strecke Kanal fertiggestellt und ist man mit den Arbeiten bis zur Straßenbrücke in der Hammstraße vorgerückt. An dieser Baustelle ist man ebenfalls auf schwierige Hindernisse gestoßen; so hat man z. B. das alte Wieseckbett angetroffen und müssen hier die Ausschachtungsarbeiten, um einen tragfähigen Boden zu erreichen, tiefer getrieben werden. Im Verhältnis zu den Fortschritten der Arbeiten ist auch die Arbeiterzahl gestiegen und werden etwa 300-350 Mann, einschließlich den Arbeitern an der ProvinzialSiechenanstalt, beschäftigt. Hier sind die Arbeiten auch rustig vorangeschritten und hofft man in kürzester Frist fertig zu werden. Die letz itige Witterung war den Gesamten Arbeiten sehr förderlich und gedenkt man, wenn das schöne Wetter noch weiter anhält, vor Winterszeit den größten Teil der in Angriff genommenen Arbeiten auszuführen. **( Spezialitätentheater.) Herr Prottengeier( früher Lony's Bierkeller) eröffnet am 1. Oktober ein Spezialitätentheater. Damit wird ein weiteres Unternehmen mit großstädtischen Allüren seinen Einzug in Gießen halten. Großen- Linden, 26. Sept. Am Anfang des verflossenen Frühjahr begannen die Arbeiten an der Erweiterung des Eisenbahneinschnittes an der Main- Weserbahn zwischen hier und Gießen, und gegenwärtig ist die westliche Böschung bis auf einige Schlußarbeiten fertig gestellt. Die erweitert worden. Die Erdmassen werden mittels Rollwagen Böschung ist viel flacher gelegt und um etwa 5-10 Meter auf Gelände gebracht, das zu diesem Zweck besonders von der Gemeinde Großen- Linden erworben wurde. Unternehmer Die nun fertiggestellte westliche Böschung beläuft sich auf ca. 50 000 Mt. Rosenthal aus Mörfelden führt die Arbeiten aus Die andere Seite wird voraussichtlich noch im Winter anA Londorf, 27. Sept. Unser neu zu erbauendes gefangen und bis Nachsommer 1903 vollendet werden. Schulhaus ist schon bis zum ersten Stock aus lauter schön behauenen Basaltsteinen empor gediehen. AnOrt demnächst zieren wird und in dieser herrlichen Lage scheinend giebt es wirklich einen Prachtbau, der unseren den Herren Lehrern ein gemütliches Heim zu werden verspricht. Vor ungefähr drei Wochen fand in feierlicher Weise die Grundsteinlegung statt, wozu sich eine große Menschenmenge versammelt hatte. Mit dem Liede " Lobet den Herren" eröffnete Herr Lehrer Stöhr mit feiner Klasse die Feier, worauf Herr Pfarrer Weber auf die Bestimmung des Baues hinwies und ein Dankgebet mit dem Schlusse„ Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht", sprach. Hierauf wurde von dem Vertreter des Großh. Bauamtes, Herrn Ingenieur Müller, die Ortsurkunde verlesen und dem dazu eigens ausgehauenen Eckstein einverleibt. Mit kernigen Versen erfolgten nun je drei Hammerschläge durch die Herren Pfarrer Weber, Ingenieur Müller, Lehrer Stöhr, Bürgermeister Aumann, den Kirchen- und Schulvorstand und die Gemeindevertreter. Herr Pfarrer Weber ging nunmehr zum Schluß der Feier über und endigte mit den Worten: Jesus Christus gestern, heute, derselbe auch in Ewigkeit. Gott gebe, daß das angefangene Werk glücklich vollendet werde. Londorf, 26. Sept.( Ein reicher Fischzug.) Gestern wurde hier der dem Freiherrn von Nordeck zur Rabenau gehörige, zwischen hier und Wermertshausen gelegene Sicklerteich gezogen und eine reiche Ernte erzielt. 45-50 000 Fische konnten gefaßt und in dem nahe Londorf gelegenen Teiche am Fischhause geborgen werden, von wo aus sie bei eventuellem Verkaufe mit Leichtigkeit wieder zu haben sind. Auch wurden ungefähr 70 Stück 2-1/ 2pfünder gefangen, welche capiden Absatz fanden. ** Friedberg, 23. Sept. Der langjährige Seminardiener Haber am hiesigen evangel. Predigerseminar wird am 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand treten. Da Haber fast 30 Jahre Seminardiener ist, so dürften ihn fast alle evangelischen Geistlichen Hessens kennen. Zu seinem Nachfolger ist der pensionierte Gefängnisaufseher in Aussicht genommen. ** Friedberg, 26. September. Bei einer hier abge haltenen Obstversteigerung stellte sich der Zentner Aepfel am Baum auf durchschnittlich 8 Mt. ** Frankfurt a. M., 26. September. Der von der Nikolai- Kicchen- Gemeinde zum Pfarrer gewählte Professor Dr. Bornemann- Basel wird am 1. Oktober sein Der in Oberursel wohnende Kor Amt antreten. bettenkapitän a. D. Emil Reche ist zum Geschäftsführer der Gesellschaft für Wohlfahrtseinrichtungen, G. m. b. H., bestellt worden. ** Frankfurt a. M., 26. Sept. Heute Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr hat der Einzug der einen Ab teilung des 63. Artillerie- Regiments, das bisher in Mainz garnisonierte, hier stattgefunden. Der komman dirende General des 18. Armee- Korps Excellenz von Lindequist mit seinem Stabe, darunter Prinz Friedrich Karl von Hessen, die Reserve- Offiziere des Regiments und die Offiziere des 81. Infanterie- Regiments ritten den Ankommenden bis zu den Röderhöfen entgegen. Die offizielle Begrüßung fand am Allerheiligenthor statt, wo auch der Stadtkommandant Excellenz von Stülpnagel das Regiment erwartete. Als Vertreter des Magistrats waren Oberbürgermeister Adickes, Bürgermeister Varrentrapp und Stadtrat Grimme er schienen. Der Oberbürgemeister hieß in seiner furgen Ansprache das Regiment herzlich willkommen. Der Regiments- Kommandeur Oberstleutnant Serno dankte und wies auf die an Ereignissen reiche Vergangenheit Frankfurts hin. Das Regiment set stolz auf diese Garnison. Sodann erfolgte unter den Klängen des Trompeter- Korps der Einzug in die Stadt über die Beil nach Bockenheim. Tausende hielten die Straßen besetzt. **( Stadttheater.) Wir wollen nicht unterlassen** Frankfurt a. M., 26. September. Die Zufuhr darauf hinzuweisen, daß die hiesige Stadttheaterbühne von Kelterobst an den hiesigen Thoren hat begonnen, am Sonntag, den 28. d. Mts. mit Gustav v. Mosers vorerst in geringeren Fuhren aus Bayern. Bezahlt fünfaktigem Lustspiel„ Der Hypochonder" eröffnet wurden für 100 Stilo 10 bis 11 Mt. Die Hauptzufuh wird. ist nächste Woche zu erwarten. Ein hiesiger Aepfel **( Warnung für Jäger.) Ein eigenaritges Vor- weinproduzent hat in der Gegend von Kassel größere kommnis passierte am Mittwoch nachmittag zwischenẞief ecungen fcanto Fcantfuct zu 8 bis 9 Mt. abge Schloffen Diefer Lage Bufchlag ift - Bib wiedermuß Wagen gefp bon Neuwi wurde der mit ihm aus Neum bemerkt zu Anabe flog fofort tot Standesa Am 20 Intendanty Minna Ka Nolting, Julie Joh meifter mi Jafob Aug Mittw 3 Uhr, j ( Handwer zichliche Unterrichtsze werden die mit Rerbian Unterrichte fo auch Schüler& ab) zugelaffen welche den Sch find von jedem haben die Schi geld von 4 M Anmeld gegebenen genommen. Gieß Mecum Auf de eines jüngere Bewerb auf einem Bu ihrer Gehalt fchriebenen S bis zum 1. Gieße Nachdem der Einlag zu ermäßig jenigen Einle Dezember 1. Au befchließe sollen. 225252525 Gieß hen Großen elbst dret Jäger hr der Personennadh Frankfurt Darm Rebhühner Dutt- auf die auf den Zug Schrotladungen Blud ist, soweit erletzt worden ang- Göns An m Strippel ge ebieten. nfang des ber an der Erweite Main- Beferbahn schlossen. Im Taunus wurden bei Versteigerungen Dieser Lage 10 bis 12 Mt. pro 100 Stilo erzielt; der Buschlag ist jedoch nicht erfolgt. ** Büdingen, 26. Sept. Auf der Straße von Neuwiedermuß nach Altwiedermuß wurde die vor einem Wagen gespannte Stuh des Landwirts Philipp Wilhelm von Neuwiedermuß wild und rannte davon. Dabei wurde der Wagen gegen einen Baum geschleudert und mit ihm auch der 4 jährige Knabe Friedrich Schmidt aus Neuwiedermuß, der sich, ohne vom Wagenführer bemerkt zu werden, auf das Gefährt gesetzt hatte. Der Anabe flog mit dem Kopf gegen den Baum und war fofort tot. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 20. Sept.: Philipp Jakob Schwarz, MilitärIntendantur- Bureau- Diätar in Frankfurt a. M. mit ist die westliche Minna Karoline Emma Hofmann dahier; Carl Ernst tig gestellt. Die Nolting, Fabrikant in Herford mit Marie Antonie Konrad Peter Mohr, General- Agent dahier mit Anna Marie Katharine Stuckert in Reinheim. Am 22.: Heinrich Friedrich, Bierbrauer mit Wilhelmine Elisa bethe Eger; Wilhelm Baumann, Kaufmann dahier mit Dorothea Kohlstädt in Laasphe; Friedrich Jakob Noll, Kunst- und Handelsgärtner dahier mit Elisabethe Josephine Steßler in Dillenburg.. Am 24.: Johann Heinrich Montag, Hotelbesizer dahier mit Anna Brunne, geb. Espei in Eſſen; Johannes Garthe, Buchhalter Eheschließungen. dahier mit Auguste Schwab in Hungen. Am 20. Sept: Karl Christian Ludwig Bach, Ingenieur in Zabrze mit Auguste Pauline Blank dahier; Adam Ubrig, Kaufmann mit Elisabethe Schütz. Am 23.: Christian Burk, Milchhändler mit Stunigunde Bager. Am 26.: Dr. Hermann Heinrich Brandes, praft. Arzt in Oppenheim mit Magdalene Eich dahier; 26.: Dr. Karl Wilhelm Ludwig Ploch, praft. Arzt mit Bertha Ernestine Lydia Klara Spamer. Geborene. Am 15. Sept.: Dem Fabrikarbeiter Jakob Müller wa 5-10 Meter Julie Johanna Petri dahier; Ludwig Scherff, Glaser- ein Sohn, Friedrich Heinrich Georg. Am 17: Dem mittels Rollwagen meister mit Elisabethe Lisette Christine Hamel; Wilhelm Oberlehrer am Gymnasium Dr. Karl Bernbeck ein d besonders von de. Unternehmer aus Die nun uf ca. 50 000 t. im Winter an Det werden. zu erbauendes Stock aus lauter gediehen. AnSau, der unseren ein Sohn; dem Kutscher August Belte ein Sohn, Hans. Am 23.: Dem Sergeant Georg Jeschky eine Tochter, Emma Marie Margarethe. 25. Lehramtsaffeffor Franz eine Tochter. Gestorbene. Am 25. Sept.: Antonie Trapp, 74 Jahre alt, Rentnerin dahier. Marktbericht. Gießen, 27. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per Pfb. 1.10-1.20 Mr. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. -00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg. Erbsen per Liter 19 Bfg., Linsen per Biter 32 Bfg., Tauben per Paar MY. 0.60-0.80, Hühner per Stild Mr. 1.00-1 30, Hahnen, per Stud Mt. 0,60-0.85, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Bfb. 0.60 0.75 t., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 68-70 5.00 5.50 mr., 3wiebeln per 3t. Mr. 3.75-4.00, Milch per fg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per Str. Liter 18 Vfa. Die Marktzeit dauert von morgens 8 bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehr dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während den ersten drei Stunden der Marktzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplägen, also anch Jakob August Emil Noll, Schlosser mit Elise Junker; Sohn. Am 18.: Dem Kaufmann Peter Kronenberg nicht im Umberziehen, feilgeboten werben. Amtlicher Teil. Knabenhandarbeit. Mittwoch den 1. Oktober d. Je., nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhause am Asterweg ( Handwerkerschule) zwei Unterrichtsturse für erHochfeine Seiden Tanz- Unterricht. sowie einfache Genres von 70 Pf. an in unübertroffener Auswahl zu billigsten Engros- Preisen meter- und robenweise an Private porto u. zollfrei. Proben franko. Briefporto 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union. herrlichen Zage ehliche Handarbeit mit je dreiſtündiger wöchentlicher Adolf Grieder& Cie, Zürich G. 22 Deim zu werden fand in feierwozu sich eine Mit dem Liede rer Stöhr mit rer Weber auf ein Dankgebet mir fommen uf wurde bon errn Ingenieur m dazu eigens ernigen Versen rch die Herren Behrer Stöhr, Schulvorstand Cer Weber ging nd endigte mit Heute, derselbe Das angefangene er Fischzug.) von Nordeck zur Wermertshausen reiche Ernte er: aßt und in dem schhause geborgen em Verkaufe mit Auch wurden ungefangen, welde ngjährige Seminar edigerfeminar wird heftand treten. Da fo dürften ihn fast ennen. Bu feinem isauffeber in Aus E einer hier abge ch der Zentner BME. cr. Der von der gewählte Profeffor 1. Oktober fein [ wohnende Kor zum Geschäfts Seinrichtungen, G Heute Vormittag nzug der einen b , das bisher in Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einen derselben werden die Schüler mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittsarbeiten beschäftigt. Zur Beteiligung an dem Unterrichte fönnen ältere Schüler der Volksschule sowohl als auch Schüler der höheren Lehranstalten( lettere vom 11. Jahre ab) zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derselben 2 Mark zu entrichten; außerdem haben die Schüler der höheren Lehranstalten noch ein Schulgeld von 4 Mark zu bezahlen. Anmeldungen zum Unterricht werden zur angegebenen Zeit im genannten Schulhause entgegengenommen. Gießen, 26. September 1902. Für den Schulvorstand Mecum, Bürgermeister. Hahn, Oberlehrer. Bekanntmachung. Auf dem Bureau der Armendeputation ist die Stelle eines jüngeren Gehilfen zu beseßen. Bewerber im Alter bis zu 18 Jahren, welche bereits auf einem Bureau thätig waren, wollen unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche und Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufs nebst Zeugnissen ihre Meldungen bis zum 1. Oktober 1. Js. an das Armenamt einreichen. Gießen, 19. September 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Nachdem der Antrag gestellt worden ist, den Zinsfuß der Einlagen vom 1. Januar 1903 ab auf 32% zu ermäßigen, fündigen wir hierdurch vorsorglich allen denjenigen Einlegern ihre Kapitalien zur Rückzahlung auf Ende Dezember 1. I, welche mit einer vom Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zinsreduktion etwa nicht einverstanden sein sollen. den. Der fomman Orps Excellenz bom nter Prinz Friedrich iere des Regiments ie- Regiments ritter öderhöfen entgegen m Allerheiligentho dant Excellenz bor tete. Als Vertrete rgermeister dides Stadtrat Grimme er Teß in feiner fur willkommen. tnant Gerno bant reiche Vergangenhe fet ftolz auf die zer den Klängen de die Stadt über d hielten die Straße amber. Die Zufu horen hat begonne Bayern. Bezah 7. Die Hauptzufu Ein hiefiger Hepfe no bon Kaffel größer 8 bis 9 Mt. abges Gießen, am 26. September 1902. Spar- u. Leihfaffe Gießen. Wiener, Direktor. 91 Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Mein Tanz- Unterricht beginnt wieder Montag den 13. Oktober. Gefällige Anmeldungen erbitte ich vorher in meiner Wohnung: Weidengasse 7. Roese, Universitäts- Tanz- u. Fechtlehrer. Stein's Saalbau Montag den 29. September Großes Extra- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Kürassier- Regts. von Seydlig, ( Magdeburg.) Nr. 7( Bismard Kürassiere), unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten. Anfang 8 Uhr. Bier im Glas. Entree 50 Pfg. Hessischer Hof. Restaurant Kaltwasser empfiehlt sich den verehrten Bewohnern Giessen und Umgegend. 25252525252525252152 8 Marktplatz. atz. Gebr. Stamm Schulstrasse. Gießener Stadttheater. Eröffnungs- Vorstellung: Sonntag, den 28. September 1902 Der Hypochonder. Lustspiel in 5 Aften von Gustav box Moser. Anfang 8 Uhr. Ende nach 10% Uhr. In Vorbereitung: Die Fee Caprice. Das große Licht. Liebigshöhe. Morgen Sonntag den 28. September Kirmek. Anfang 3 Uhr. Für gute Speisen und Getränke ift gesorgt. Um freundlichen Zuspruch bittet Karl Schmid. Spezialgeschäft für elegante Herren- u. Knabenbekleidung .19 Sämtliche Neuheiten für Herbst und Winter sind eingetroffen. 5255 Wegen Vermietung meiner Geschäftslokalitäten und Aufgabe meines Detail- Geschätfs doi: 10 sign bin ich genötigt, mein gesamtes Warenlager einem Total- Ausverkauf Nr. Avvanement ine Baus geb Gratiebella Oberheififch Gartenbau Das Bl für Man Stammtif Verhandlun das Waffer fo ziemlich aus denen fann, bon Brot und S Aber zu e Tropfen un lofung, daß Heim auch de nämlich, auf Er schlug Dienstag ein zolles bor un eines guten Entfegen. W zu, noch die deutschen S schoppen, gefinnten, Dorothea" Qualitäten baß erfreut. das Bier we uperben tönn einzelnen Sei dem sei es Ware ohnehi aber immer Gerfte und zu unterwerfen. Bwecks Umzeichnung der Waren bleibt mein Geschäft am Sonntag den 28. und Montag den 29. September geschlossen. Der Ausverkauf beginnt Dienstag den 30.September morgens 8Uhr. Warenhaus Adolf Baer. mellortepnie Giessen, Schulstrasse 6. werde bor fauft, wäh Mengen a ihre Brauzi ohnehin für fchicht, so for Auf alle Fäl Geschäfte de müffe, und mittleren un Ohne legungen ei daß in let Mittelbrau 15] Wollte glüdliche jun Bragliden ni geichieht, bern Flebe ich Dich feine Beigun bachtnis und Gwigteit. Mit dem Zimm wie auch i und Erreg Endlic feiner Tod „ Es i nicht wieder Lone, den f Jch da But de eiffiger Stälte, frad Bon und aufgebo welche Dub Bater Du ftogt m Sie fa fiel matt un Bater Der Grna di Dein Bater Das Geheim ift zum Ber Schulstrasse 6. H Gine lo nach Faffun Endlich Manne aut Sie mit Lette