fe einen 5. Juli el. er Telephon Nr. 235 gfeft. von 2 Uhr nachmittags a und Volksbeluftigung fa. Bier im Glas à 10 B er. Für warme n. talt H. Ludw. Schlierba schbörse Nr. 145. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- nnd Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 26. Juni 1902. Gießener sille bill 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einfpaltige Petitieile für Gießen wie, ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten bebmling ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 25. Juni. In der Generaldebatte über den Geseßentwurf, die Pfandbriefbanf betreffend, womit im Zusammenhang steht der Gesetzentwurf über die Landeskreditkasse und die Vorlage über die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte, ergreift das Wort Finanzminister Gnauth: Die drei ersten Punkte der heutigen Tagesordnung( Pfandbriefbant, Landeskreditkasse, Wohnungsfürsorge) stehen in innerem Zusammenhang. Sie bedingen und ergänzen einander. Wenn auf dem Gebiet der Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte etwas Positives geschehen soll, so bedarf es dazu eines billigen Kredits. Zu diesem Zweck wäre zunächst die Landeskreditkasse berufen. Wenn man aber der Landeskreditkasse neue Ausgaben zumutet, so fann man das nur, falls man zugleich den Staatsfkredit schonen will, indem man die Landeskreditkasse auf der anderen Seite entlastet. Das soll durch die Pfandbrief bank geschehen, die er gegen den Vorschlag des Ausschusses Hypothekenbank" nennen wird. nennen wird. Die Landeskredittasse nimmt die Geld r selbst auf, wobei der Staat Schuldner ist. Bei der Hypothefen bank beteiligt sich der Staat nur als Aktionär. Die Mittel bei der Hypothekenbank sollen bestritten werden durch Pfandbriefe, die gedeckt sind durch Hypotheken und durch KomunalObligationen. Erst in zweiter Linie besteht als Deckung der Aftienbestand der Aktiengesellschaft und zwar ist reichst. Sped- Cabliau gefeßlich bestimmt, daß bis zum 15fachen Betrag des 18schnitt per Bfb. 30 Attienbestandes bei den Pfandbriefen und bis zum 18fachen Fit. Seehecht Betrag bei den Kommunalobligationen gegangen werden usschnitt per Bfb. 30 darf, woraus ersichtlich ist die Schonung des Staatskredits, welchen die Hypothekenbank nur mit dem 15. oder 18. Teil bendfr. Lahnhecht der Landeskreditkasse in Anspruch nimmt, 4 Millionen sind per Pfd. 80 Pfg. als Aktienkapital der Hypothekenbank vorgesehen, womit sich Fft. Seezungen Bedürfnisse in der Höhe von 60 bis 70 Millionen befriedigen lassen. Die Errichtung der Hypothekenbank ist für die Regierung die unerläßliche Voraussetzung für die Ertredittasse soll verbleiben die besonders billige und leichte Befriedigung der Kreditbedürfnisse der Landesmeliorationen. Erweitert soll die Landeskreditkasse in dieser Beziehung werden durch Kreditbewilligung zur Bewässerung von Grundstücken und zur Aufforstung. Telephon Nr. 50 och frisch eintreffend: per Pfd. Mt. 1,20. 2C. 2C. % Land. Der Abg. Koch übersehe außerdem vielleicht doch nicht genügend die Verhältnisse in Rheinhessen, denn in Wahrheit würden schon jetzt in nicht geringem Umfange Darlehen nach Rheinhessen gegeben.( Sehr richtig. D. Red.) Abg. Weidner( christl. soz.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Koch. Eine segensreichere Einrichtung als die Pfandbriefbank ließe sich für das hessische Volk nicht denken. Abg. Frenay( Centr.) spricht in demselben Sinne. Nach furzer Spezialdebatte wird hierauf die Vorlage in der Form, die ihr der Sonderausschuß gegeben hat einstimmig angenommen. Das amerikanische Petroleum- Monopol und der deutsche Petroleumhandel. ( Schluß). Leider können In den letzten Wochen haben wir nun gerade im Punkte dieser Petroleum- Stampagne interessante Erörterung mit unserem Leserkreise gehabt. wir einzelne sehr anschauliche Briefe nicht mit Namen veröffentlichen, weil die Absender die peinliche Em pfindung haben, als segten sie sich mit ihren Anschauungen in Widerspruch mit ihren und unserer aller bisherigen Bestrebungen gegen Monopole und startelle aller Art. Wir selbst, die wir ohne jedes persönliche Interesse an diesen Kämpfen, und nur stets bemüht sind, die Vorteile des Detailhandels in erster Linie wahrzunehmen, wir brauchen diese ängstliche Rücksicht nicht zu üben, wir können die gewonnene bessere Erkenntnis unserer urteilsfähigsten Detaillisten ruhig zur Diskussion bringen, selbst im Hinblick darauf, daß mancher Leser dadurch in die Lage kommen könnte, seine Anschauungen in Bezug auf das Kartellwesen in mehreren Punkten zu revidiren. Hen Bollheringen weiterung der Ausgaben der Landeskreditkaſſe. Der Landes- Artikel geweſen iſt, an dem der Detailliſt faſt ausagrospreise. chauswärts. larktplatz 5. orfer [ 186 Daneben soll die Landeskreditkasse in zweiter Linie nach Maßgabe der Bedürfnisse die Pflicht haben, Darlehen zu gewähren zur Bestreitung von Kosten für Nebenbahnen, Straßen 2c. Erweitert soll auch dies Gebiet werden durch hergabe von Darlehen zur Errichtung von Schulhäusern Die geltend gemachten Anschauungen gehen zunächst davon aus, daß Petroleum allezeit ein undankbarer schließlich Verdruß, oftmals Verlust, selten aber nur einmal einen erfreulichen Nugen gehabt habe. Schon im Frühjahr ging die Quälerei der Reisenden und Agenten los, um die Detaillisten zu Herbstabschlüssen zu überreden, und regelmäßig waren die Preise dann im Herbst, in der Bedarfszeit, billiger, als im Frühjahr. Wer dann erst kaufte, nügte die Konjunktur nicht aus, sondern verkaufte selbstverständlich zu Tagespreisen, und die Vorkäufer mußten mithin ihr Geld hinter dem Artikel Herwerfen. Selbst die Grossisten Kunden suchten sich davon zu drücken, schickanierten angeblich häufig, zogen die Lieferungen hinaus 2c. Diese Mißstände haben aufgehört, seit Petroleum kein Börsenartikel mehr ist, sondern von der Willfür Erzeuger werden, denn es tauchen an den verschiedensten Stellen des Erdballs neue Qellager auf, und kapitalfräftige Unternehmungen, vom gleichen Ehrgeiz und Erwerbssinnn gespornt, suchen der Standard Oil Comp. kontinuirlich die Wege zu verlegen. Dieser Kampf kommt uns allen zu gute. Zweitens ist unsere Technik und Industrie heute auf einer Höhe, daß es der stärksten Kapitalmacht nicht gelingen würde, den deutschen Konsum zu zwingen, sich von der Beleuchtung durch Petroleum abhängig zu machen und dafür unvernünftige Preise zu bezahlen. Eine mäßige Steigerung der Preise aber würde weder den Konsum zu stark belasten, noch dem Detailhandel Schaden bringen. Was schädlich für den Kleinhandel wirkt, ist die rein willkürliche, sprungweise Aenderung der Preise, wie sie z. B. das Zuckerkartell beliebt. Fragen wir uns zuletzt ehrlich, welchen positiven Hintergrund denn das Geschrei über die PetroleumBergewaltigung" hat, so kommen wir zu der Antwort, daß sich eine Anzahl Grossisten, und einzelne Dataillisten, die etwas mit Petroleum grossieren, in ihrer Konkurrenz fähigkeit stark beeinträchtigt fühlen, und daß die Detaillisten der kritischen Plätze sich ohne Weiteres mit den Interessen der Grossisten indentisch erklären. " 1 Sollte durch diese gemeinsame Aktion z. B. in Pommern die Vereinsthätigkeit unter den Detailiften überhaupt erwachen, so wäre das mit Freuden zu be grüßen; aber diese Vereinsorganisation würde ein Schattendasein führen, wenn sie auch in Zukunft ihre Direktiven von den Grossisten und Halbgrossisten erwartete. Die sogenannte Petroleum- Vergewaltigung" ist der Uebel größtes noch lange nicht, und tausendmal mehr Grund hätten die Herren in Mecklenburg und und Pommern schon seit vielen Jahren gehabt, sich gegen viel schwerere llebel zu vereinigen, wenn sie den nötigen Korpsgeist, die nötige Liebe zu den Standes follegen, und überhaupt eine verständige Interessenvertretung hätten bethätigen wollen. Die wenigen Vereine, die seit der Stettiner Generalversammlung unseres Zentralverbandes in Pommern entstanden find, liefern nur den Beweis als Ausnahmen von der allgemeinen Indolenz unter den dortigen Kollegen, und gerade über dieses Thema haben wir von den rührigsten Kollegen sehr erbitterte Schilder ungen erhalten. Mit furzen Worten widerholt: Der Protest gegen die„ Petroleum- Vergewaltigung" ist keine ächte und rechte Kundgebung des eigentlichen Detailhandels, und die damit erhobenen Befürchtungen finden keine BeJahren mit dem Tanfverfahren litert sind. engenehmen Geißmad und Mineur Förderung der Erbauung von Wohnungen für hatten wenigeude an den Schliffen, denn ihre ſtätigung durch solche Detaillisten, die seit vielen Minderbemittelte. Für die Hypothekenbank dagegen würden ( 66 folgende Arten des Kredits zu gewähren sein: Sypothefarfredit, im Allgemeinen außer für Melioration, und zwar sollen diese Hypothekarkredite nicht mehr beschränkt bleiben ces Tafelwasser dfeit. zu Waggon- Preis: 8 Pfg., 12 zen, Afterweg Ge Will der Detailhandel eine praktische Abwehr übend. h. der wirkliche Detailhandel, nicht die Grossisten so mögen die Kollegen dem Beispiel der hen frei ins Haud of Landwirte, ſondern erweitert werden auch für die monopolistisch gerichteter Geſellſchaften abhängt. Die Baderborner Detallisten folgen und fic eigene 4 rtraitmalere fündbaren Amortisations darlehen. Die Hypothekenbank soll auch die Entschuldung des Grundbesizes fördern. Weiter liegt ihr ob, die Befriedigung des Kreditbedürfnisses hessischer Gemeinden, welches die Landeskrediter legen, - ht. Goethestrasse 46, Atelierha tasse nicht befriedigen kann, entweder weil diese Zwecke im den Hals zu kaufen, sondern selbst wenn das Tanfgefäß f. 3. das Glück hatten, eine größere Petroleum- Anlage e Praktikus sagt: RI Schlick oas Beste Serfte, wirkfamfte, zuverläffg ungsmittel neuen Gesez über die Landeskreditkasse noch nicht aufgeführt sind, oder weil sie überhaupt nicht in der Lage ist, sie zu befriedigen. Der Finanzminister danft dem Ausschuß und dem Berichterstatter für ihr wohlwollendes und förderndes Eingehen auf die Vorlage. Die Unterlage zur Beratung in der Kammer bilde jetzt die Fassung des Gesetzes wie sie im Sonderausschuß festgestellt worden sei und nicht mehr jene erste Regierungsvorlage die zurückgezogen worden ist. Abg. Dr. Gutfleisch( freis.) erklärt als Berichterstatter im Namen des Ausschusses: Was man heute thue, sei als ein Versuch anzusehen, von dem man das Beste hoffen fonne; dieser Versuch sei zugleich ausgestattet mit allen Garantien, daß feine Gefahr nach irgend einer Richtung hin annehme, so würde man für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes einen heilsamen und guten Schritt vorwärts thun.( Bravo.) ferlafen, Schwaben ic. Aus de borliegt. Er sei überzeugt, wenn die Kammer die Vorlage The On Ori ift famos." Erfolge erzielt."- Half be De blos nur noch Ori." J Inftdicht und doppelt ve Dorficht beim Einkauf zu haben. Man laffe fi and gut aufreden. Der Oribli e Ausnutzung des Ori 60 P auterebit, Wedle discont Sypothelen- Rapitals triebe- u. eng biscret in jeder Höhe. 99 W. Girl Berlag, Mannbeid Abg. Koch( natl.) stellt sich ablehnend zur Vorlage. Er fürchtet, daß die Hypothekenbank eine Konkurrenz= anstalt der Sparkassen würde. In Rheinhessen bete he überdies kein weiteres Bedürfnis nach redit.( Oho, der Abg. Koch möge doch einmal die boypothekenämter näher studieren. D. Red.) Finanzminister Gnauth: Man habe hier feine Geseze allein für Rheinhessen zu machen, sondern für das ganze genehmer Weise fühlbar gemacht; er braucht nicht mehr Monate lang in Angst zu leben, wie der Artikel im Herbst im Preise stehen wird, ob man reinfällt oder leidlich herauskommt, er braucht sich fein Lager auf im Steller sich schneller als gedacht, leert, telephonirt man die Platzzentrale an, und in einer halben Stunde ist wieder Vorrat da. Kein Reif plagt, feine Fuge läuft, aller Schwund hört bei diesem Tankverkehr auf, und der einzige Aerger bleibt nur noch die Schleuder konkurrenz des lieben Nachbarn, der sein Petroleum mit 15 Pfg. verkauft, das ihm 14,50 Pfg- einsteht. Wenn doch das Zeug wieder auf 20 Pfg. ginge", seufzt Mancher, daß die Schleuderei damit ein Ende hätte!" Damit fommen wir auf das Argument, das so häufig für die Schädlichkeit der monopolistischen Bestrebungen angeführt wird. angeführt wird. Wenn die D.-A.-P.-G. erst die Macht hat, wird sie aller Welt ihre Preise diktiren. Sehen wir uns die Sache einmal recht nüchtern an. Wir haben mit demselben Argument die Spiritus Zentrale bekämpft, und heute versichern uns urteilsfähige Detaillisten, daß wir uns mit dem Kampf gegen die Spiritus- Zentrale etwas unnötig in Unkosten gesteckt hätten, denn ein solideres und für den Detaillisten angenehmeres Geschäft ließe sich nicht denken! Schließen wir hiervon auf den Petroleumhandel der Zukunft, so müssen wir annehmen, daß der Standard Oil Comp. und ihren Tochtergesellschaften für die Brüsfirung des Marktes doch auch gewisse Grenzen gezogen sind. Erstens werden sie nie die einzigen Petroleums find. Erstens werden sie nie die einzigen Petroleumsdann können sie die Konkurrenzofferten der Petroleum- Matadore an sich herankommen lassen, in vollster Unabhängigkeit. Hierbei soll indeß nicht verschwiegen werden, daß die Paderborner Kollegen fir und fertig und zu mäßigem Preise vom Vorbesizer übernehmen zu können! Wenn sie selber von Hause aus diese Anlage hätten schaffen sollen, dann wären fie vielleicht auch heute noch nicht im Besitz einer solchen. Und dann wollen wir unsere Betrachtungen nicht schließen, ohne noch auf einen Uebelstand im Petroleumverbrauch aufmerksam zu machen, an dessen Beseitigung auch unsere Detaillisten zu ihrem Teil mit arbeiten fönnten. Ein wichtiger Konkurrent der Standard Oil Comp. ist auch die russische Naphta- Gesellschaft, und es liegt im Interesse des deutschen Petroleumhandels, daß er diesem Konkurrenten die Möglichkeit erleichtert, fortwährend im Wettbewerb mit den Amerikanern zu bleiben. Dazu gehört vor Allem, daß man dem russischen Petroleum einen wachsenden Verbrauch in Deutschland sichert. Russisches Petroleum ist aber bekanntlich ſpezifisch schwerer als pennsylvanisches oder anderes gutes amerikanisches, weshalb es auf besonders eingerichteten, das heißt mit größerer Luftzufuhr versehenen Brennern verbraucht werden muß. Hierfür haben nun besonders die Landleute wenig Verständnis, und wiederum begehen viele Detaillisten den Fehler, daß fie gerade Landleuten, überhaupt kleinen Leuten, - das russische Oel in die Hände geben, allerdings aus dem Grunde, weil es billiger ist. Die Landleute und das sogenannte kleine Bolt, wohnen aber meist in engen Räumen, und sie haben ferner eine unüber. windliche Scheu, im Winter wo am meisten Petroleum verbraucht wird bei geheiztem Zimmer die Fenster zu öffnen, um die Luft zu erneuern. Gerade der stärkere Bedarf des russischen Dels an Sauerstoff, bewirkt einen stärkeren Verbrauch dieses Lebenselements im Lampenbrenner, um der Flamme die Leuchtkraft zu erhalten. Schon nach einer Stunde pflegt die Flamme den Sauerstoffgehalt einer kleinen Stube so weit verbraucht zu haben, daß ein Zurückgehen der Flamme bemerkbar wird. Anstatt nun die Fenster zu öffnen, die schlechte, stickstoffüberfüllte Luft durch neue Sauerstoffzufuhr zu verbessern, schrauben die unflugen Menschen den Docht immer weiter heraus, so daß er anfängt zu fohlen, und nun erst recht Nuß und Qualm entwickelt; schließlich blasen die Leute wütend die Lampe aus, öffnen vielleicht auf einen Augenblick das Fenster, und brennen den frisch verschnittenen Docht aufs neue natürlich mit demselben Verlauf. an Demnach sollte man russisches Del lieber mehr an Leute zu bringen suchen, die in großen, luftigen Räumen wohnen, oder die in Folge ihres besseren Verständnisses oder man sollte für richtige Lufterneuerung sorgen, die Landleute besser darüber aufklären, wie notwendig sowohl den Lampen wie auch den menschlichen Lungen eine geregelte Lufterneuerung im Zimmer ist, und daß eine reine Luft sich am geheizten Ofen auch schnell wieder erwärmt, während dicke, stickstoffhaltige Luft schwer zu erwärmen ist. Freilich sollte eine solche Belehrung Aufgabe der Schule sein, aber an seinem Teile fann doch auch der Kaufmann dazu beitragen, ist er doch in vielen Dingen der berufene Ratgeber seiner Kunden, namentlich dort, wo noch von einer wirklichen, das heißt festen, anhänglichen Kundschaft die Rede ist. Wir schließen hiermit unsere Betrachtungen; sie werden manchen überraschen, manchem zuerst wider bei genauerer Ueberlegung werden den Strich gehen, aber alle vorurteilsfreien Leser zu der Ueberzeugung fommen, daß die Petroleumfrage wie jedes andere Ding zwei Seiten hat, und daß es notwendig war, auch einmal die andere" Seite zu beleuchten. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern feglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet. 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Es gereicht uns heute zur freudigen Genugthuung, fonstatieren zu können, daß man unsere Zeitung mit Interesse verfolgt und sie durch Inseraten- und Abonnements- Aufträge wie auch sonst redaktionell unterstüßt, wofür hiermit allen unseren verbindlichsten Dank. Was uns ferner nicht minder wichtig ist, ist die uns aus dem Publikum heraus gewordene Anerkennung, daß man mit unserer Schriftleitung zufrieden ist, und damit haben wir abermals gesehen, daß der Wunsch:„ die Zeitung sie möge und soll der Stadt Gießen und seiner Umgebung erhalten bleiben" ein berechtigter ist. Die aufstrebende Industrie, der zunehmende Handel und Verkehr der Stadt und die rührige Landwir schaft im Umkreis erfordert es, daß eine zweite Beitung, welche es mit dem allgemeinen Woht, mit dem Aufblühen unserer Stadt wie mit dem national- wirtschaftlichen Aufschwung des deutschen Volkes wohl meint, furz, die eine beredte Stimme der ganzen Einwohnerschaft unseres großen Verbreitungsbezirkes ſein soll und werde, ein unbedingtes Erfordernis ift. Für die allgemeinen Interessen einzutreten, die Bekämpfung aller Sonderinteressen, der Kaufmannschaft, dem Handwerker und Mittelstand, wie auch der arbeitenden Bevölkerung neben Anerkennung der Verdienste unserer hohen und höchsten Stände wollen wir mit geradem Auge, ohne nach rechts und nach links zu schauen, unsere Unterstüßung widmen. Das im vollen Maße zu ermöglichen, dazu bedürfen wir aber auch der thatkräftigsten Unterstützung aller unserer Freunde und Gönner aus allen Kreisen. Am besten kann uns das neben der redaktionellen Mitarbeit und Berichterstattung werden, daß man uns Abonnements: Gund Juferatenaufträge bei allen Gelegenheiten zuweist oder empfiehlt. Die Gießener Neueste Nachrichten" fosten im Abonnement " 901 GG pro Monat nur 50 Pfennige, zugestellt frei ins Haus 60 Pfg., eiu Preis, der es Jedermann ermöglicht, unsere Zeitung zu halten. Lassen Sie unsere reichlichen Mühen und Kämpfe auch fernerhin belohnt sehen; wir werden nicht ermangeln, unserer Devise: Alles für unsere Leser Alles durch unsere Leser! bollauf gerecht zu werden. - Redaktion und Verlag der Gießener Neueste Nachrichten. GGGGG GGGGG Donnerstag, den 26. Juni 1902. milienzeitung. Zhielen be! Oberhessische Familienzeitung. Seite 4. Auch mancher Behrer, deffen goldnes Wort mir enthülte, las' ich dankbar dort. Nr. 145. Oberbell 11909D Universitätsfest. s Nach Beschluss der städtischen Behörden wird zur Feier der Immatrikulation des Tausendsten Studenten unserer Hochschule von der Stadt am Mittwoch, den 2. Juli ein Waldfest im veranstaltet. Philosophenwald Um 5 Uhr nachmittags bewegt sich der Festzug vom Oswaldsgarten durch die Neustadt über die Marktstrasse, Markt, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Südanlage, Bleichstrasse, Löberstrasse, Goethestrasse, Ludwigstrasse, Ludwigsplatz, Grünbergerstrasse und den Trieb nach dem Festplatze. Alsdann Festkommers mit Konzert und Tanz. Die Bürgerschaft wird freundlichst gebeten, an dem frohen Festtage teilzunehmen und ihre Häuser zu schmücken. Die Festschleifen, welche leicht sichtbar zu tragen sind und ausschliesslich zum Betreten des Festplatzes berechtigen, werden von heute ab gegen Einzeichnung in eine Liste und Zahlung von 2 Mk für Herren( schwarzweissrot) und 1 Mk. für Damen( rotweiss) ausgegeben. Die Festteilnehmer sind zum unbeschränkten Genuss der von der Stadt gestellten Getränke und Speisen berechtigt. Schluss der Listen bei Erreichung einer bestimmten Teilnehmerzahl bleibt vorbehalten. Auf dem Festplatz Auf dem Festplatz werden Schleifen nicht ausgegeben. Die Listen sind aufgelegt: a. auf der Bürgermeisterei, Zimmer 15, b. bei Herrn Metzger, Seltersweg 70, c. bei Herrn Balser, Mäusburg 11, d. bei Herrn Scharmann, Lindenplatz 3. Giessen, den 24. Juni 1902. Der Festausschuss. I. A. Mecum, Bürgermeister. Ein Fortschritt gegenüber allen ähnlichen Brodukten sind MAGGI'S GEMUSE- KRAFTKREUZ- STERN Suppen ERBS 10 für 2 Teller kräftiger, nahr hafter Suppe. In weniger Minuten, nur mit Zusak vo Waffer herstellbar. Stets frisé zu haben bei Jakob Häuser, Ludwigstr. 36. in Würfeln 10% Gießener Fischbörse Beiche Telephon Nr. 50 Marktplatz 5 Telephon Nr 50. Empfehle, als neu zugelegten Spezialartikel sämtliche Wurftwaren und offeriere solche. Fst. Leberwurst per Pfund 60 Pfg. Fft. 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