Nr. 145. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 26. Juni 1902. Gießener riut nstis nudge H ni daninaloid siid nd Ight stat d inimi i rad 11. Jahrgang. льс Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen tote ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pf., fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitgeile 30 resp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 3082. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) jun bay Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Bu Thielens Scheiden. Berlin, 25. Juni. Der Kaiser hat an dem Staatsminister von Thielen am 23. de ein Handschreiben gerichtet, in dem er ihm sein lebhaftes Bedauern über sein Scheiden und seinen Dank für die geleisteten Dienste ausspricht. - Die straßen werden folossalen Schaden zu verzeichnen 1 sd haben, da viele bereits große Vorräte an Lebensmitteln aufgespeichert hatten, welche nunmehr zum größten Teile dem Verderben ausgesetzt sind. Der entstandene Schaden beläuft sich auf viele Millionen. Das Material für die Errichtung der Tribünen allein hat einen Kostenaufwand von über einer viertel Million Pfund Sterling verursacht Gesellschaft, welche die Tribünen errichtet hat, weigert sich entschieden, die Gelder für die belegten Bläge zurückzuzahlen. Der Gottesdienst und das Bantett am 26. ds. sind Admiral Hotham empfing gänzlich abgesagt worden. Admiral Hotham empfing heute Morgen die Kommandanten der fremden Schiffe, teilte ihnen die Situationen mit und erklärte ihnen, daß die Flotten- Revue bei Spithead nicht stattfinden würde. würde. lidoj Dresden. Im Befinden der Königin Karola bon Sachsen ist in der vergangenen Nacht eine Aenderung zum Besseren nicht eingetreten. Die Königin leidet unter einer heftigen Gemüts- Depression. Darmstadt, 25. Juni. Die zweite Kammer nahm heute die Regierungs- Vorlage betreffend die Errich tung einer Hypothekenbank zur Förderung des Nealkredits an. -Wie die Berliner Thierärztliche Wochenschrift mitteilt, hat das preußische Staatsministerium fich dafür entschieden, daß die Zulassung zum Studium der Tierarzneikunde von der Ablegung der Reifeprüfung abhängig gemacht werden soll. König Eduards Befinden. Nach einem Telegramm des Lokal- Anzeigers aus Kopenhagen erhielt die dänische Kronprinzessin wie verlautet, von ihrem in London weilenden Gemahl die Nachricht, daß der Zustand des Königs Eduard als hoffnungslos gelten müffe. Von der Operation teilt man mit: Es wurde ein 10 bis 12 cm langer Einschnitt über die Lende gemacht, die franthaften Teile entfernt und die Cirkulation im Darme durch eine Röhre wieder hergestellt. Nach Ansicht der Aerate dürften wenigstens drei Wochen vergehen, ehe eine Befferung im Befinden des Königs zu erwarten ist. Wie ferner mitgeteilt wird, muß der König sich wahrscheinlich demnächst einer zweiten Operation unterziehen. Telegramme aus der Provinz berichten, daß entgegen dem Wunsche des Königs sämtliche Festlichkeiten aufgeschoben worden sind. In Handelstreisen ist man erbittert über das Verhalten der Aerzte, welche erst im lezten Augenblick die kritische Lage und den Gesundheitszutand des Königs erkannt haben. Folgen der Erkrankung Eduards. Eine ganze Anzahl Prozesse sind bereits anhängig gemacht worden gegen Hausbefizer, Hotelbefizer 2c., welche sich weigern, die für die vermieteten Fenster erhaltenen hohen Beträge zurück zu erstatten. Die Restaurants in den Haupt26] Geerteerd. Novelle von E. Bely. ( Nachbruck verboten.) Bist noch da? fragt er, als er sich umwendet. Sie lacht halblaut. Bin ich Dir nicht schnell genug fort? Dann gleitet sie hinaus. Maniel folgt langsam. Hie und da, wo ein Mann in den Häusern zurückgeblieben, tritt er hinaus, sie bedürfen eigentlich keiner besonderen Mahnung, an den Strand zu kommen. Sie sind alle wetterkundig und begierig zugleich, Ausschau zu halten. So findet sich ein Häuflein zusammen, das den Dünen zuwandert. - - Wien, 25. Juni. Wie von informierter Seite berlautet, erteilte die Regierung den Landes- FinanzDirektionen in den an Ungarn angrenzenden Provinzen die Weisung, alles vorzubereiten, daß am 1. Januar 1903 der Grenz- Finanz- Wachtdienst seinen Anfang nehmen könne. Brüssel, 25. Juni. Hiesigen Blättern zufolge find aus Anlaß der heute Abend stattfindenden Buren- Versammlung große polizeiliche Sicherheits- Maßregeln getroffen.noinloist is impiy Triest, 25. Juni. Die Straßenbahn- Angestellten sind in den Streif eingetreten. Der Verkehr mußte gänzlich eingestellt werden. Dagegen ist der Ausstand der Fleischhauer beendet, da zwischen den Meistern und Gehilfen völlige Einigkeit erzielt wurde. Echt russisch. Den Juden ist berboten, in der Mandschurei zu wohnen oder sich dort anzusiedeln Selbst die Durchreise durch die Mandschurei ist ihnen nur auf Grund eines Auslandspasses gestattet. New- York, 25. Juni 4 N.. Das Komitee des Repräsentantenhaus für die Konferenzen bezüglich des Isthmus kanals beschloß, gleich dem Senat, die Vanamaroute zu begünstigen, sofern der Präsident ein vorteilhaftes Arrangement mit den Beteiligten machen fann. Dieser Beschluß stellt einen großen Fortschritt in den Vorbereitungen für den Durchstich dar, da sofern die Panamaroute unerreichbar ist, der Präsident sofort die Vorbereitungsarbeiten für den Nicaraguafanal beginnen kann. Meerie wird blutroth und macht sich am Feuer zu schaffen; Geerteerd will sich zum Gehen wenden, da trifft sie das Wort: Gleichst Deiner Mutter wie ein Sandkorn dem andern laß sehen, sind bald an die zwanzig Jahre, daß die auf und davon ist Meine Mutter? stammelt Geerteerd verwirrt. - Ein langer Scufzer Talke's, eh' die Worte nachkommen: Mit dem fremden Matrosen ja, ja die schwarze Sophei! Das schlanke Mädchen lehnt sich gegen die Wand, ihr ist kraftlos zu Muth, während die Wittwe murmelt: Ja, ja es giebt viel Unglück in der Welt. - Ist's das, was Jo gemeint hat mit dem Wort, sie sei die Erste nicht? Die Dampfschiffe, welche zwar mühsamer wie sonst vorüberziehen, erwecken weniger das Interesse der Insulaner die Ja, ja, spricht Talke weiter. Darum ist Dir auch die Reid kämpfen sich schon durch die kleinern Segelschiffe und Fischer- feind- ihr Mann hat Gefallen an der Sophei gehabt. boote sind's, die am meisten Gefahr laufen. Jo ist nicht hier, murmelt Geerteerd, sich wie hülflos umDer Wind heult wilder und wühlt die See tiefer auf, ſehend. schwarz sind die Wogen, wild schlagen sie an den Strand. - aber Geerteerd ist die Straße entlang geschlüpft bis zu Talke Möllers Haus, wo Jo und Meerie wohnen. Es ist ein mühsames Durcharbeiten durch die Wolken von Flugsand fie thut es mit wilder Lust und wie sie sonst immer einen Umweg um das Haus ihrer Nebenbuhlerin gemacht hat, tritt sie heute mit einer Art von grausamer Freude ein. - Talke und Meerie ſizen am Herdfeuer, der rothe Schein spielt über den blonden Scheitel des jungen Weibes, das mit einer häuslichen Arbeit beschäftigt ist. Wo ist Jo? fragt Geerteerd, ohne einen Gruß. Wer was von ihm will, muß ihn suchen! sagt die Wittwe, während Meerie erstaunt die Blicke hebt. Darum bin ich da! ruft die Schwarze. Talke hält die Hand über die Augen. Dem Maniel Han seine Geerteerd bist Du, murmelt fiefie sagen, der Jo wäre Dir einmal nachgegangen. Um meine Meerie wär' mir's recht gewesen fonnte einen Bessern friegen, dent' ich! Was willst Du von dem? ruft da Meerie und erhebt sich aus dem Feuerschein, als sei ein plötzlicher Muth über sie gekommen. Von dem laß ab- magst Künste kennen, wie Deine Mutter, aber an dem verfangen sie nicht! Talke bewegt beide Hände durch die Luft. Sag' nicht, was eine Sache ist es liegt im Blute, sie hat's geerbt von der Urgroßmutter und der Mutter. Meerie lacht hell auf, sie versteht kaum den Sinn von dem, was ihre Mutter meint, aber es freut sie, die Feindin so gedemüthigt dastehen zu sehen. Ich hab's nicht gewußt, stammelt Geerteerd. Auf dem Gesicht des jungen Weibes bleibt der ſpöttische Ausdruck. Die Möven und Spaßen auf dem Eiland haben davon reben können- Reid Toben auch. Reick! wiederholt das Mädchen und streicht über das Haar. Meerie mag denken, daß fie die Gelegenheit benüßen soll, die ihr Geerteerd so hülflos in die Hand giebt. Graf Walderfees Trinkspruch. Die zwischen Feldmarschall Graf Waldersee und Feldmarschall Lord Roberts gewechselten Trinksprüche find mehr als höflich und verbindlich, sie sind überraschend herzlicher Art. Beide Toaste scheinen nicht vom Augenblick eingegeben, sondern programmgemäße Kundgebungen, sodaß man annehmen darf, daß dieser Austausch von Erklärungen den Intentionen des deutschen Kaisers und des Königs Eduard entspricht. Es ist be= kannt, daß die Herrscher den lebhaften Wunsch hegen, die durch den südafrikanischen Krieg übrigens nicht durch diesen allein, auch durch britische Uebergriffe her vorgerufene Verstimmung in der deutschen Bevölkerung gegen England zu beheben. Nachdem der Strieg seinen Abschluß gefunden, greift in der That allmählich ein rubigeres Urteil hüben wie drüben Plaz. - Gleichwohl wird vielleicht manchem Einzelnes in dem Trinkspruch des Grafen Waldersee nicht zusagen, z. B. das der Menschlichkeit der britischen Armee gespendete Lob. Alles Mögliche fann anerkannt werden, wenn man den britischen Truppen Ehre erzeigen will: Die Hingabe an ihr Land, sogar die Tapferkeit, denn es sind immerhin Fälle von Mut und Entschlossenheit zu verzeichnen gewesen aber das Lob der Menschlichfeit hätte man wohl in dieser Ansprache gerne vermißt. Hebertriebene Schilderungen auf das richtige Maß zurückgeführt, bleibt immer noch genug übrig, um unschwer den Nachweis zu erbringen, daß die Humanität gerade in diesem Kriege sehr wenig zu Ehren gekommen ist. Dagegen fann man als ein Stompliment für die Buren auffassen, daß Graf Waldersee die Aufgabe der britischen Armee in Südafrika als ,, schwer und mühsam" bezeichnete. Die britischen Truppen hatten eben einen schwächeren, aber an Wert, an Heroismus, an Ausdauer überlegenen Gegner; dieser Unterschied machte die Aufgabe ,, mühsam", ja zu einer verzweifelt schwierigen. Lord Roberts versicherte in seiner Antwort, daß die britischen Soldaten ,, tief empfänglich für die freundliche Gesinnung seien, die Graf Waldersee getrieben habe, von ihnen in so anerkennungsvollen Worten zu sprechen." Man fann hinzufügen: doppelt empfänglich, weil den Engländern aus der ganzen internationalen ZuschauerStorona während des Burenkrieges selten und färglich der Preis zuerkannt worden ist. In einer sympathischen Beleuchtung erblickt man auch heute noch nicht speziell den ,, ftets fiegreichen" Feldmarschall Lord Roberts. Wir stehen auf dem Standpunkte, daß die Bestrebungen zweckmäßig und fördernswert sind, die auf Haft nie gefragt, daß Du so schwarz bift? Ein Franzosen find ist Deine Großmutter gewesen. Nun schüttelt sich Geerteerd, als müffe der Bann von ihr weichen durch die heftige Bewegung, das seltsame Glühen, tommt in ihre Augen und dann beugt sie fich tief hinab zu der Sigenden. - Lach' nicht, Meerie zu früh ist's wenn ich gewollt hätte, so saßest Du schon an Deinem Hochzeitstag allein und warst eine Wittwe und wenn ich will id Sie stockt einen Augenblick, richtet sich dann rasch empor, - hebt wie drohend die Hand und sagt: Ja, ich will! Dann ist sie verschwunden und die beiden Frauen, denen ihre Worte unverständlich sind, blicken einander erstaunt an.. - Hochaufgerichtet geht Geerteerd weiter. Als sie mit der Gedanken, die Jo Toben suchten, vorhin dort über die Schwelle getreten ist und das friedliche Bild gesehen hat, ist's ihr wie Reue gekommen soll sie das Glück zerstören? Wie dann aber die Worte der beiden Frauen an ihr Ohr geschlagen sind, wie sie unter dem Spott und Hohn fast zusammengebrochen ist, da ist der Entschluß fest in ihr geworden. Ina Blut ist's bei ihr soll sie besser sein, als ihre Mutter gewesen ist besser, um dieses kaltherzigen, blonden Geschöpfes willen? Sie lacht, der scharfe Wind nimmt ihr die Töne von den Lippen. Wo soll sie Jo nun suchen? Aber dann weiß sie es ebenso schnell, als sie fragt. Er wird mit den Andern am Strand sein dorthin wendet sie sich. - Schwer ist's Durcharbeiten nach den Dünen; bis dort hinauf sprigen die salzigen Tropfen, die Sandvolken, welche empor gewirbelt werden, erschweren das Sehen. Gruppenweis stehen die Männer der Insel auf den höchsten Spigen und lugen auf das inimer erregter ter werdende Dicer aus und beobachten die jagenden Wolken und suchen den Jahrzeugen zu folgen, die sich mühsam ihren Weg balmen. ( Sortjeßung folgt.) IN WESEL WILLIBRORDIKIRCHE HELGOLAND Plän PLON " Herstellung normaler, nicht von Bitterkeit beeinflußter Beziehungen zwischen dem deutschen und dem englischen Volte ausgehen. Aber es sollte dabei mit großer Behutsamkeit verfahren werden. Die öffentliche Meinung, wie sie hier, Jahre hindurch mit imponierender Einmütigkeit aufgeboten ist, vollzieht nicht so rasch den Umschwung: was vor Kurzem Gegenstand der Antipathie war, fann nicht so bald als liebenswert erscheinen. Vorläufig ist es genug, wenn die nüchterne, man möchte sagen: geschäftliche Auffassung Boden gewinnt, daß bei dem gegenseitigen Schrauben" nichts heraus tommt, daß vielmehr wertvolle Handelsverbindungen zwischen beiden Ländern durch den Zwist Schaden er leiden, und daß eine uns feindliche britische Politik eine Bedrohung des Weltfriedens bedeutet. Darüber hinauszugehen, liegt vorläufig feine Veranlassung vor. Die Worte des Beileids, die s. 3t. der Staatssekretär des Auswärtigen Freiherr v. Richthofen im preußischen Abgeordnetenhause dem gefangen genommenen Bord Methuen zollte, fonnten unmöglich ein Echo im deutschen Reiche wecken. Ebenso würde eine mehr reservierte Form des Toastes des Grafen Waldersee den überwiegenden Empfindungen entsprochen haben. Ein Londoner Blatt, Daily Graphic", zicht gleich den Schluß aus Waldersee's Ansprache, daß der deutsche Soldat mit dem Kaiser eins ist in der Verurteilung des thörichten Feldzugs gegen uns." Eine ebenso ungehörige, wie unzutreffende Bemerkung, die aber auch wieder zur Vorsicht mahnt. d " | einer Kahnfahrt auf der Lahn. Ob sie nun selbst das europäische Gleichgewicht schon im Laufe des Nachmittags verloren hatten, oder wie es sonst kam kurzum der Nachen fippte um, und seine Insassen mußten sich zu einem unfreiwilligen falten Bade bequemen. Glücklicherweise fonnten sie alle schwimmen, so daß sie sich selbst und den Kahn wieder aufs Trockene bringen konnten. * R. Jagdaussichten. Von allen Seiten wird uns bestätigt, daß die Aussichten für die Hasenjagd in der kommenden Saison so vortrefflich sind, wie seit Jahren nicht. Hoffentlich werden dementsprechend sich auch die Preise billig stellen. „ Vorsicht! Tafelobst!" Durch Verfügung des Staatssekretärs des Reichspostamts wird den Bostanstalten schonende Behandlung der Obst- und Trauben Solche Sendungen sendungen zur Pflicht gemacht. sollen beim Umladen thunlichst von Hand zu Hand weitergehen und behutsam niedergelegt werden. In Wagenräumen und Badkammern find Obstsendungen derartig zu lagern, daß sie feinem übermäßigen Druck ausgesetzt sind. Empfohlen wird daher ein recht auffälliger Vermerk über den Inhalt der Sendung, 3. B.: Vorsicht! Tafelobst! Bitte nicht werfen! ä. Von der Staatsanwaltschaft Gießen werden steckbrieflich verfolgt: Bahnarbeiter Leviy Ticgnic aus Daganica wegen Körperverlegung; Erdarbeiter Kosic Sabo und Johann Lassic, beide aus Brinje in Kroatien, wegen Urkundenfälschung; Grundarbeiter Johannes Cezel( Gzyl) aus Ronde- Ryger in Galizien wegen Betrugs, Heilgymnastiker Ernst Heinrich Klettner aus Altenflies wegen Betrugs, Anna Spychalowics aus Adelnau wegen Diebstahls und Domenico 3otti aus Afiago in Italien wegen Unterschlagung, Stellner May Adolf Robert Hellweg aus Mainz wegen Strafvollstrecknng, Hüttenarbeiter Jowic Johann Dracoulin( Drafolitsch) aus Kornica in and dandi Sroatien wegen Betrugs, Schneidergeselle Hermann ashid Graf aus Mollneck wegen widernatürlicher Unzucht, Tod Schuhmacher Friedrich Reichhard, gen. Mihm, aus Tann, wegen Diebstahls und Karl Baul Ruppelt nodaus Arnoldsmühle wegen versuchten Diebstahls. Capitänleutnant Rosenstock v. Rhöneck. 18 Ertrunken beim Untergang des Torpedobootes S 42. Giessener Cagesneuigkeiten.p Baurat Schmandt wird nicht Direktor einer Hypothekenbant, sondern übernimmt die Direktion einer großen Kölner Baugesellschaft. a. Versegung. Der Gerichtsassessor He y l- Gießen wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Altenstadt beauftragt. Das Regierungsblatt Nr. 35, ausgegeben am 24. Juni d. J., hat zum Inhalt: Bekanntmachung, die Ausführung des Schaumweinsteuergesetes vom 9. Mai 1902, hier die Erhebung der Schaumwein- Nachsteuer betreffend. Vom 18. Juni 1902. * In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Oskar Höpfner ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen usw. der Schlußtermin auf Mittwoch, 16. Juli, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht bestimmt. d. Jas Wasser gefallen. Gestern Abend," als es zu dämmern anfing, vergnügten sich vier junge Leute mit 27) Geerteerd. Rovelle von E. Vely. - ( Nachbruck verboten.) solch' Auch Weiber und Kinder sind hinausgewandert grausiges Schauspiel gehört zu den Ereignissen in ihrem Leben, denen man nachspricht, denen man entgegensieht. Maniel Hya schreit über Alle hin, seine Stimme ist die wuchtigste, seine Erfahrung die anerkannteste. Ein Segelboot scheint in Gefahr zu gerathen, man beob= achtet es scharf und schließt auf eine schwache, wegsunfundige Besagung. Engländer sind's! ruft Einer. Finkenwärder, meint ein Anderer. Oho, solche nicht, brummt Maniel, die wittern den Sturm wie Wasservögel und bringen sich zeitig in Sicherheit. - - Die Weiber falten die Hände und sehen wortlos hinüber sind ja Menschen gleichviel welche, und sie wissen alle, wie es thut, für das Leben von Angehörigen zittern; die Kinder schmiegen sich an sie und gucken erstaunt auf die heranrollenden Wellen, welche den Strand immer mehr und mehr bedecken. Nun ist Geerteerd oben, steht und sieht um sich. Niemand beachtet sie, auch dann nicht, als sie in die Nähe der Männer tommt. Erst, als sie dem Vater die Hand mit festem Druck auf die Schulter legt, wendet er sich, blickt ihr ins Gesicht und sagt: Deern was soll's? - Ganz dicht, damit der Wind nicht vermag, ihr die Worte abzuschneiden, beugt sie sich zu ihm. Ift's wahr, Bater, daß meine Mutter auf und davon ift? Maniel Hay's eines Auge zwinkert, er stößt ein kurzes Suften aus. Meinte - Du wüßteft's nicht. Doh! sagt fie turz und dreht sich von ihm weg. Gie zieht das Tuch sester um den Kopf und geht weiter, 1. Hessisch- Thüringische Landeslotterie. Der Direktor der Hessischen Landeslotterie, Geh. Finanzrat Dr. Gök, hat fürzlich in Eisenach einer Versammlung der thüringischen Kollekteure beigewohnt, um wegen der aufzustellenden Lotteriepläne der nunmehrig Hessisch- Thüringischen Landeslotterie zu unterhandeln. Den Kollekteuren wurden zur Prüfung und Geneh migung mehrere Pläne unterbreitet, sie fanden sich aber mit feinem der vorgelegten Pläne einverstanden und nahmen einstimmig eine Resolution an, nach der sie es für eine große Schädigung und Bedrohung ihrer ferneren Existenz, überhaupt Gefährdung des ganzen Unternehmens erachteten, wenn ein Plan mit nur 40 p3t. Gewinnen zur Annahme fommen sollte. Der solide einheimische Kollekteur, der namentlich in den thüringischen Staaten seit einem Menschenalter die Gewähr der Rentabilität für ein Lotterie- Unternehmen gegeben haben, fönne nur mit einem Plane, der 60 p3t. Gewinn biete, in fünf Klassen sich abspiele und die Gewährung von angemessenen Bezügen für den Einnehmer zusichere, bestehen. Wie man vernimmt, hat die Hessische Lotterie direktion dem Wunsche der Thüringischen Kollefteure, welchem sich auch eine größere Anzahl hessischer Kollekteure angeschlossen hat, entsprochen und soll demnächst der neue Plan der„ Ersten Hessisch- Thüringischen Landeslotterie" erscheinen. * Eine für Gastwirte prinzipiell wichtige Entscheidung hat das Rammergericht gefäut. Die„ Berl. Voltszig." berichtet darüber wie folgt: Ter Gastwirt Jürgensen war auf Grund einer Regierungspolizeiverordnung vom 22. Februar 1892 angeflagt worden, wonach alle in öffentlichen Lokalen stattfindenden, der polizeilichen Erlaubnis nicht bedürfenden | Das eingetroffen, un anthalt zu neh Darmita 11. bend im Ra und dem Kreis ourde einftimm ruppe Dar offen, welde mmlung ang besberbande Lautefchläg Ik. Darmfla nfident Breit Versammlungen mindestens 24 Stunden vorher von dem Inhaber des Lokals der Ortspolizeibehörde angezeigt werden müssen. Jürgensen hatte es unterlassen, eine PrivattanzDas Urteil lautete freisprechend, luftbarkeit anzuzeigen. worauf die Staatsanwaltschaft Revision einlegte. Rammergericht wies jedoch die Revision zurück. Die Ungiltigkeit der Regierungsverordnung folge daraus, daß nach dem Sinn und der Entstehungsgeschichte des§ 6 des Polizeiverwaltungsgeseßes vom 11. März 1850 ten Polizeibehörden eine Zuständigkeit nur zum Schuße der öffentlichen Interessen und in Bezug auf den öffentlichen Verkehr und die öffentliche Sicherheit gewährt werden, aber jeder über diese Grenzen hinausgehende Eingriff in den Privatrechts freis der Einzelnen versagt sein sollte. Nur soweit Gast wirtschaften 2c. dem Publitum offen stehen, unterliegen fie der polizeilichen Beaufsichtigung und dem polizeilichen Verordnungsrechte; dies hört aber auf, wenn und solange ein Raum einer solchen Wirtschaft an eine Privatperson oder an eine geschlossene Gesellschaft vermietet wird. Daher be darf eine Tanzlustbarkeit, die in einem dem Gastwirte abgemieteten Lofale von einer Privatperson oder von einer geschlossenen Gesellschaft veranstaltet wird, weder einer polizeilichen Genehmigung, noch einer vorgängigen Anzeige! Aus Hessen und nachbargebieten. mp. Wetlar, 25. Juni. Gestern hat auch die Wohnungstommission für das Lahnfängerfest Wohnungsfomm ihre Thätigkeit unter Vorsiz der Stadtverordneten Waldschmidt begonnen. Es gilt, für mehr als 400 Sänger Quartiere zu schaffen. Der Vorstädter Schützenverein feiert am Sonntag und Montag sein Haupt- und Gabenschießen. - p. Buzzbach, 25. Juni. Die Gefangenwärter an der hiesigen Bellenstrafanstalt Jakob Weil und Georg Grafenstadt wurden zu Gefangenaufsehern an dieser Anstalt mit Wirkung vom 4 Juli, bezw. 27. Juli ernannt. L. Marburg, 25. Juni. Gestern fand eine General versammlung des Gewerbevereins statt. versammlung des Gewerbevereins statt. Es wurde u. A. verhandelt über den Plan einer lokalen GewerbeAusstellung 1904. Dabei sollen vorzugsweise nur in Marburg gefertigte Waren zur Ausstellung zugelassen werden. Mit der Ausstellung, zu der man einen staatlichen Buschuß erhofft, soll des weiteren eine Verlosung von Gegenständen verbunden werden, die dann nur von den Ausstellern zu kaufen sind. 200 inc. V. Frankenberg, 25. Juni. Ein Arbeiter in Schw. hatte eine am Arm befindliche Wunde mit Karbol ge waschen und die Flasche mit ihrem Inhalt arglos auf dem Tisch stehen gelassen, während er nur auf einige Minuten aus dem 8mmer sich entfernt hatte. Inzwischen tam sein 1½ Jahre alter Knabe und trank aus der Flasche. Die infolge dessen entstandene innere Halsverlegung gab zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß, indem das Kind 3. St. in Das dreijährige Kindchen größter Lebensgefahr schwebt. des Schlossers Hagemann zu Westheim hatte mit Streich hölzern gespielt, wobei seine Kleidchen Feuer fingen. Wet Brandwunden bedeckt, wurde das Kind besinnungslos am Boden liegend aufgefunden. - k. Schotten, 25. Juni. Zum Gefangenwärter am hiesigen Haftlokal ist der Gefangenaufseher am Landeszucht haus Marienschloß Augustin Müller unter Belassung des Amtstitels Gefangenausscher" ernannt worden. " ben Urlaub ar will geftern порозев Неб Ren, das im udh feine Frau hie beiden Fro weigeren, fam wurde. Mit thließlich abzie ler Mann bon eppide befar bebienftetes M leem Fenster Das Mädchen kommen, da m. Darm tintendenten B evangelifden Darmiadt timmt. Brälaten habt Balz( geb. au ijgen Aird Mains 24 de Nahrung b Merhandlung Meggermeister Diefer hat im Balben am M hie Schlachtun Die hiesige St ber berhältnis Befängnis und Mainz, 25 cus Leun wut wegen Betrug ollte er fich f antworten. G echnungsfähig nach Hofheim innig erklärt Bingen, bes berstorben Aft ft zum große pie Scharlad sverwaltung ps. Roft wurde am W wurden ihm Der Ladentaffe konnten noch n nd. Geife * Laubach, 25. Juni. Nach der Untersuchung hat sich schwer belastendes Material gegen Herin Stadtrechner Schreiner nicht ergeben, die bei der Sache beteiligten Land- Bahnwärter witte verwickelten sich teilweise in Widersp üche, sodaß Herr Schreiner, dessen sonstige umfangreiche Kassenverwaltung in der größten Ordnung befunden wurde, auf freien Fuß gesept wurde. Die reklamierten Beträge sind von seiten Schreiners Bur Läuterung der unerquidlichen ausgeglichen worden. Angelegenheit begab sich Schr. heute selbst zur Staatsanwaltschaft. c. Fulda, 24. Juni. Die Landgräfin von Hessen ist heute von Fraukfurt a. M. auf Schloß Adolfsed bis sie neben Jo Toben iſt. Dann berührt sie auch| harte Hände nach Geerteerd's Schulter und reißen sie zurück ihn an der Schulter und beugt sich in eben solcher Weise heran. - tomm! Ich will, Jo- gleich Der Matrose richtet sich auf, sieht ihr erstaunt in's Gesicht, findet aber nicht sofort eine Entgegnung, so daß sie hinzu segen kann: Ich weiß nun um Alles was soll ich besser sein, als meine Mutter? Er faßt ihre beiden Hände, Niemand achtet ja auf sie, und zieht sie hinter den gelben Sandwall. - Geerteerd Du willst bringt er endlich hervor. Sie legt den Kopf an seine Schulter: Zur Stunde Jo fort, nur fort! - In den Sturm können wir nicht hinaus, sagt er zärtlich und streicht ihr über die Wange, morgen ist noch ein Tag. Freilich, murmelt sie; erbebt aber dann, wie vor einem bangen Gedanken. Aber es kann Dir leid werden, bis | dahin - Mädchen! in dem einen Wort liegt es wie ein Schwur und sie lächelt gläubig. Die Welt ist groß! sagt er, wie einige Stunden zuvor. Sie nicht. Daß Du's weißt es hat mir vorhin schon das Herz abgedrückt und ich bin Dir nach. Tann schweigt sie wieder, sie k. nn ihm nicht gestehen, wie Meerie so demüthigend zu ihr gesprochen. Nun wird's, wie wir gewollt, spricht Jo, der Kinderspiele gedenkend und dann reckt er seinen Arm landwärts, und der dert oben hat's Nachsehen. Єie lacht nur in dem gurrenden Ton, der ihr eigen. Was fümmert sie noch der Feuerwächter und die blonde Meerie- sie schlingt beide Arme um Jo's Hals und sagt: Wenn die Mutter hat fort müssen, so ist es ihr ergangen, wie mir: sie hat es eben müssen. - Ein Ruf, ein Schrei neben ihnen dann fassen zwei - und - - stößt die Reid's zorniges Gesicht taucht zwischen ihnen auf. laß Deine Künste Zurück, ehrlose Dirne, Wittwe hervor. Dann versagt ihr die Stimme. Mutter! sagt Jo, aber seine Hand bleibt in der Geerteerd's, die richtet sich auf und mißt die kleine Frau mit stolzen Blicken, als sollen die ihr zeigen, daß auch ihre Gewalt ein Ende erreicht hat. Reid Toben gewinnt aber auch den Athem wieder. Ist recht, beginnt sie, ich will die Anderen rufen, daß fie sehen, was Jo Toben treibt, während alle handfesten Männer nach dem Rettungsboot laufen. - Zu spät, Neick, fällt Geerteerd ein, jetzt ist's mit dem lleberreden aus- und eh' Du's mir sagst, habe ich eine Antwort ich will nicht besser sein, wie meine Mutter gewesen ist. Reid Toben hat viel erfahren in ihrem Leben, sie meint aber, Härteres noch nicht, als daß sich ihr Einziger jetzt wie schußbereit neben Geerteerd Hay stellt. Sie begreift auch zu auf und davon gleich den Sinn von des Mädchens Rede wollen sie, das junge Weib und die alte Mutter sind nichts mehr für ihren Jo - Sie hebt beide Arme, läßt sie rathlos wieder fallen, wischt Sandspuren und Wassertropfen aus den Augen und sagt dann langsam: Wie unser Herrgott es geschehen läßt- ich bin ein armes, schwaches Weib. Gegen Mannsleute Willen ist nichts auszurichten, wenn Jo mit Sophei's Tochter davon ist, so muß Meerie denken, sie sei eine Wittwe und ich- finde mich auch wohl ab. O Wie nachgiebig läßt sie dabei das Haupt sinken und steht ein Weilchen schweigsam da, die beiden jungen Leute haben kein Wort in die Bause hinein- Jo fühlt, wie Geerteerd's Finger fälter in den seinen werden und sie, daß er den Drud der Hand lockert. ( Fortfepung folgt.) 900 D den vorher von den hörde angezeigt werde fen, eine ribattan lautete freisprechend oifion einlegte. Da Difion zurüd. Die Un dhte des§6 des Boli ingetroffen, um dort ibren gewohnten Sommeraufenthalt zu nehmen. u. Darmstadt, 25. Juli. In einer am Montag Abend im Kaisersaal" abgehaltenen aus der Stadt und dem Kreis Darmstadt gut besuchten Versammlung wurde einstimmig die Gründung einer Kreis: stationen Rüdesheim, Geisenheim, Oestrich, Winkel, Aßmannshausen und Lorch haben einen Beamtenverein ins Leben gerufen. Zweck des Vereins ist gegenseitige Unterstützung der Mitglieder in Krankheit, sowie bei vorkommenden Unglücks- und Sterbefällen. Außerdem soll in Rechtsstreitigkeiten der folge daraus, daß nach gruppe Darmstadt des deutschen Flottenvereins be- Vorstand für die Mitglieder eintreten. In Geisenheim Frau körperlich schwer mißhandelt und vor etwa zwei Monaten, als sie seine Wohnung betrat, mit einem Messer niedergestochen. Frank wurde zum Tode ver. urteilt. Hochschulnachrichten. schlossen, welche durch die von der letzten Landesver- ist der Siz des Vereins, welcher mit dem Hauptvor wurde als o. Professor für Strafrecht, Strafprozeß und Landesverbandes notwendig geworden war. Oberlehrer An die neue juristische Fakultät zu Münster i. W. rg 1850 cen Bolizeibe fammlung angenommene neue Sagung des hessischen stande der Unterbeamtenvereiue in Frankfurt in Ver- Zivilprozeß Professor Dr. Heimberger aus Straß Schuße der öffentlichen ffentlichen Verkehr un erden, aber jeder übe fin den Privatrecht te. Nur soweit Saf fteben, unterliegen f dem polizeilichen Ver Dr. Lauteschläger wurde zum 1. Vorsigenden gewählt. Ik. Darmstadt, 25. Juni. Der Eisenbahndirektionspräsident Breitenbach hat heute einen mehrwöchent. In der Frauenlobstraße ben Urlaub angetreten. wollte gestern Abend ein mit seiner Frau im Ehescheidungsprozeß stehender Metallarbeiter sein Söhnchen abbindung steht. [ st. Neuleiningen, 24. Juni. Gestern Nacht nach 12 Uhr brach in der Malzfabrik von J. Nippgen Feuer aus, welches ſehr raſch um fich groß das ganze griff, so daß Gebäude in Asche gelegt wurde. Nur das Wohnhaus konnte gerettet werden. F. Frankfurt a. M., 24. Juni. Unsinnige Betten - burg berufen. Der Direktor der Freiburger psychiatriſcheu Klinik, Prof. Dr. Hermann& mminghaus, ist auf seinen Wunsch pensioniert worden. Prof. Gd. Meyer aus alle foll als Nachfolger Köhlers für die Berliner Professur der alten Geschichte ausersehen sein. In Wiesbaden starb der Geb. dener tierärztlichen Hochschule. wenn und solange in holen, das im Hause seiner Schwiegermutter, wo sich haben schon manches Opfer gefordert. Auch gestern Abend Medizinalrat Dr. Stedamgroßky von der Dres eine Privatperson oder auch seine Frau befindet, untergebracht ist. Da jedoch wieder hat durch eine leichtsinnige Wette ein Mensch von 22 Jahren seinen Tod gefunden. 5 junge Leute gingen am Main spazieren. Als in der Nähe ietet wird. Daher be die beiden Frauen die Herausgabe des Kindes vernem dem Gastwirte ab weigerten, fam es zu einer ernsten Scene, bei welcher perfon borging uber einer bou be. Mit blutigem Stopfe, ohne fein stinb, mußte vorgängigen Anzeige! schließlich abziehen. Beim Ausschütteln eines schweren den Main schwimme. - war, barer Zaglöfiter Dito Ride ber Gerbermühle et Dresden, et wette 20 Big, baß er in ſeinen Ateibern über bbargebieten. Teppichs bekam gestern Vormittag ein in der Rheinallee bedienstetes Mädchen das Uebergewicht und stürzte aus dem Fenster des ersten Stockwerkes in den Hof hinab. Beſtern hat auch dir das ädchen ist jedoch mit dem Schrecken davonge as Lahnfängerfest tommen, da es auf den Teppich fiel. adtverordneten Bald. in Haupt- und Gaben stimmt. m. Darmstadt, 25 Juni. Zum Nachfolger des Supermehr als 400 Gänge intendenten Petersen wurde zum ersten Geistlichen der ter Schüßenberei evangelischen Stadtgemeinde Darmstadt Pfarrer Velte beDarmstadt, 25, Juni. An Stelle des verstorbenen Sefangenwärter an der Prälaten Habicht wurde Oberkonsistorialrat Dr. Karl Weil und Geon Walz( geb. aus Lich) zum Prälaten der evangegenaufsehern an diese lischen Kirche in Hessen ernannt. bezw. 27. Juli ernann Mainz, 24. Juni. Was alles für Zeug den Menschen rn fand eine General als Nahrung vorgesetzt wird, fonnte man aus einer tatt. Es wurde u. A. Berhandlung der hiesigen Strafkammer gegen den okalen Gewerbe- Meggermeister Adam Uchlein aus Büdesheim ersehen. vorzugsweise nur in Dieser hat im Jahre 1900 an einer Ruh, die nach dem Ausstellung zugelassen Stalben am Milchfieber verendet war, noch pro forma r man einen staatlichen die Schlachtung vollzogen und das Fleisch verkauft. e Verlosung von Gegen: Die hiesige Straffammer verurteilte den Uchlein zu n nur von den Aus der verhältnismäßig gelinden Strafe von 1 Woche Gefängnis und 200 Mt. Geldstrafe. Ein Arbeiter in Sch Mainz, 25. Juni. Der 40jährige Metzger H. Kuhn unde mit Karbol g aus Leun wurde von der Frankfurter Straffammer Inhalt arglos auf den wegen Betrugs zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Hier nur auf einige Minute sollte er sich kurz darauf wegen desselben Delifts verInzwischen tam sein antworten. Es tauchten aber Zweifel an seiner 3u af aus der Flasche. Di rechnungsfähigkeit auf, und er wurde zur Beobachtung alsverlegung gab zu der nach Hofheim gebracht. Jetzt ist er für unheilbar irr ndem das Kind z. 8t.in sinnig erklärt worden. . Das dreijährige Kinde Bingen, 25. Juni. Das weitbekannte Weingut Jam hatte mit Streid des verstorbenen Weingutsbefizers Lothar Geromont Seim hen Feuer fingen. ist zum großen Teil, namentlich in seinen besseren Lagen Rind befinnungélos as wie Scharlachberg usw. von der hessischen Domänen berwaltung angekauft worden. m Gefangenwärter o aufseher am Landeszugt ler unter Belaffung des annt worden. " er Untersuchung hat fid Herin Stadtrechne Sache beteiligten Land Bidersp üche, sodaß Herr the Rajjenverwaltung de, auf freien Fuß gefe find von feiten Schreiner rung der unerquiden. ute selbst zur Staatsan andgräfin von Heffa auf Schloß Adolfsed ulter und reißen sie zurid ht zwischen ihnen auf Deine Künfte- stößt die Die Stimme. nd bleibt in der Geerteer ne Frau mit ftolzen Blide ihre Gewalt ein Ende er den Athem wieder. die Anderen rufen, daß f nd alle handfesten Männe in, jest ist's mit dem lleber agft, habe ich eine Antwor meine Mutter gewesen ist. n in ihrem Leben, fie mein fich ihr Einziger jetzt wi ftellt. Sie begreift auch ns Rede- auf und dav die alte Mutter sind ni rathlos wieder fallen, wi 3 den Augen und sagt ba gefchehen läßt- ich bin e Mannsleute Willen ist ni 1's Tochter davon ist, fo m e und ich- finde midh a bas Haupt finten und beiden jungen Leute haben Jo fühlt, wie Geerteerd en unb fie, baß er ben Drud ( Bortfepung folgt) ps. Kostheim, 24. Juni. Doppelt bestohlen wurde am Montag der Bäckermeister Joh. Fischer. Es wurden ihm nämlich nachts zwei Fahnen und am Tage aus der Ladenkasse 1600 Mart gestohlen. Der oder die Thäter fonnten noch nicht festgestellt werden. nd. Geisenheim, 24. Juni. Die Unterbeamten ( Bahnwärter und Weichenſteller) der Kgl. EisenbahnDie Wette wurde gemacht, und Tschol sprang in den Main. Kaum hatte er die Mitte desselben erreicht, da verließen ihn seine Kräfte, und er rief: Holt mich! Aber ehe ihm seine Freunde zu Hilfe kommen konnten, war er in den Wellen verschwunden. Die Leiche wurde noch nicht gefunden.[ Um 20 Bfg.!!] Vermischtes. m. Köln, 25. Juni. Der wegen Verleitung zum Meineid verhaftete frühere Stadtverordnete Bauer ist nunmehr auch wegen Unterschlagung in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Westdeutschen Thonröhrenfabrik unter Antlage gestellt worden. Mannheim, 25. Juni. In der Wohnung ihres Bräutigams, des Bautechnikers Karl Durler, erschoß sich gestern Abend die 27 Jahre alte Buffetdame Frieda Storbed aus Frankfurt a. M. Als Motiv nimmt man die Weigerung Durler's an, sich in nächster Zeit mit der St. zu verheiraten, wie's diese wünschte. * Düsseldorf, 24. Juni. Der heutige, legte Verhandlungstag des 6. internationalen Arbeiterversicherungskongresses, in dem Herr Staatsrat b. Steiger Bern den Vorsitz führte, war fait ausschließlich dem außerordentlich wichtigen Thema der Wittwen- und Waisen Versorgung gewidmet. * Wiesbaden, 24. Juni. Der Landesausschuß hat Dr. Lungius Berninga zum Direktor der Irrenan anstalt Weilmünster gewählt. Die diesjährige Generalversammlung des Vereins nassauischer Band- und Forstwirte ist am 1. und 2. Septbr. in Montabaur. - Kassel, 24. Juni. Die kaiserlichen Prinzen und die kommt Prinzessin treffen am 1. Jult zu längerem Aufenthalt auf Schloß Wilhelmshöhe ein. erst 10 bis 12 Tage später. Göttingen, den 25. Juni. Wirkl. Geh. Rat Prof. Dr. Pland feierte gestern seinen 78. Geburtstag. Pland ist in weiten Kreisen bekannt geworden als unermüdlicher Vor- und Mitarbeiter am Bürgerlichen Gesetzbuch und gehört der nationalliberalen Partei an. A. Aachen, 24. Juni. Mittwoch verhandelte das Schwurgericht gegen den hiesigen Musiker Frank wegen Gattenmordes. Frank hat lange Zeit seine Jedes Geschäft, jede Firma muss bekannt sein, denn darin liegt das Geheimnis des Erfolges. Der Weg zum Wohlstand führt durch den Annoncenteil eines weit verbreiteten und vielgelesenen Blattes. bir können Wer als Geschäftsmann heutzutage noch glaubt, ohne Annoncieren auskommen zu können, der verkennt seine Zeit und seinen Vorteil. Bekannt werden und bekannt bleiben, darauf muss das vornehmste Bestreben eines jeden einsichtigen Kaufmannes gerichtet sein. Gerade diejenigen Geschäfte, welche durch Inserieren bekannt geworden sind, weil sie eingesehen haben, dass die Käufer immer wieder auf das Geschäft aufmerksam gemacht werden müssen. In der heutigen Zeit ist es ein Bedürfnis, dass bei jedem beabsichtigten Geschäft, Kauf oder Vergnügen die Zeitung zu Rate gezogen wird. - Nur in der richtigen und planmässigen Anwendung der Annoncen in einem viel gelesenen und gern gelesenen Blatte liegt das Geheimnis des Erfolges. In Giessen, ganz Oberhessen, den Kreisen Wetzlar und Marburg sind die ,, Giessener Neueste Nachrichten" ein sehr gelesenes, beliebtes und verbreitetes Blatt und darum auch ein sehr gutes und billiges Insertionsorgan. Neueste Nachrichten. Vom großen Kranken. In der City ging gestern dem Berliuer Tageblatt zufolge trotzdem das Gerücht, daß des Königs Kräfte schnell abnehmen. Er soll sogar die nächsten 24 Stunden nicht Gegen Mitternacht wurde indes folgendes überleben. Bulletin ausgegeben: Das Befinden des Königs macht weiter befriedigende Fortschritte. Ebenso hört man aber auch wieder ganz das Gegenteil. London, 26. Juni. Die meisten Morgenblätter äußern sich ziemlich optimistisch über den Zustand des Königs. Daily mail berichtet, daß der Verlauf der Krankheit befriedigend sei, fügt aber hinzu, daß die kritische Periode bis Samstag oder Sonntag dauere. Central News zufolge wurden dem Könige sämtliche Telegramme vorgelesen, die von den Verwandten eingegangen waren. stehung der Krankheit des Königs wird versichert, daß die ersten Symptome am 14. b. M. auftraten, nachbem ber König am 13. nach Mitternacht einen starken Imbiß zu sich genommen hatte. Am folgenden Tage spürte er bereits Unbehagen, seßte aber trotzdem die Reise nach Aldershof fort. - Ueber die EntDer Prinz von Wales ist beauftragt worden, die Erkundigungs- Telegramme zu beantworten, eine Arbeit, die beinahe den ganzen gestrigen Tag in Anspruch nahm. Wien, 26. Juni. Die hier spät Nachts in der hiesigen englischen Botschaft eingelaufenen Nachrichten wissen nichts von einer Verschlimmerung im Befinden des Königs. London, 26. Juni. Wie die Blätter berichten, trifft Kitchener mit General French am 11. Juli in Southampton ein. Kratau, 26. Juni. Wie hiesige Blätter aus 700 000 Rubel an einen russischen Ariftofenten im Spiel berloren hatte, einen Selbstmordversuch, wurde aber von seinem Diener rechtzeitig daran verhindert. Warschau melden, machte Graf August Potocki, welcher Messina, 26. Junt. Gestern Abend wurden hier wieder ziemlich heftige Erdstöße verspürt, die aber feinen besonderen Schaden anrichteten. Washington, 26. Juni. Die Delegirten haben in der interparlamentarischen Konferenz den Gesezentwurf: betr. den Panama- Kanal angenommen. OooOGO Chem. Waschanstalt und Färberei Braubach& Fischer 4 Neuenweg 4 Giessen 4 Neuenweg 4 Coblenz Firmungst.4-6 Mainz Ludwigstr. 8. Darmstadt Ernst Ludwigstrasse 3. LUDWIG GROSHERZOG VON HESSEN ESSISCH Höchste Auszeichnung. GEWERBE AUSSTELLUNG Offenbach Frankfrtstr. 34 Butzbach Färbgasse 9 Regensburg Ob. Bachgasse E. 155. halten ihr Etablissement bestens empfohlen. 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