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Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener at 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernſprechauschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Denkmal für das hessische Landgrafenhaus, Der Kaiser befahl die Ausführung eines Denkmals zur Erinnerung an das 1866 erloschene Landgrafenhaus von Hessen, welches die städtischen Störperschaften seiner Zeit wegen der Größe abgelehnt hatten, auf seine eigenen Kosten und teilte dieses dem Oberbürgermeister von Homburg v. d. H. und dem Landrat persönlich mit. Das Reichspostamt hat nun gesprochen. Wie es der„ Tägl. Rundschau" auf das von ihr verbreitete Gerücht über die Karrieren- Sperre für die nicht- juristi schen höheren Postbeamten mitteilt, hat der Staatssekretär des Reichspostamts sich weder in Potsdam noch in Düsseldorf über die Beförderungsaussichten der Beamten der höheren Laufbahn und über die Art der späteren Besetzung der höheren Dienststellen in der angegebenen Weise geäußert, und das Gerücht erweist sich daher als völlig grundlos. Das ist im Interesse der Beamten wie der Postverwaltung mit Freuden zu begrüßen. - Der Erzbischof von Stablewski wird, wenn der Kaiser in Posen ist, sich von den Festlichkeiten, Empfängen 2c. fernhalten. Als Grund wird uns sein Gesundheitszustand bezeichnet. Zwar sei der Erzbischof von seinem Sommeraufenthalt gefräftigt und sehr frisch zurückgekehrt, doch hätten ihm die Aerzte geraten, sich nicht neuen Erregungen und Anstrengungen auszusetzen. Die Bekämpfung des Lehrermangels. Die preußische Unterrichtsverwaltung wendet ihre Aufmerkſamfeit der Heranbildung eines ausreichenden Lehrernachwuchses zu, um dem in einzelnen Provinzen chronischen Mangel an seminaristisch geschulten Lehrkräften zu begegnen. Infolge dessen dürften auch im kommenden Staatshaushaltsetat Geldmittel für neu zu errichtende Lehrerseminare gefordert werden. Die Verhandlungen find bereits im Gange, indeß noch nicht zum Abschluß gelangt. Die Errichtung von Lehrer Seminarien allein thut es nicht. Der Mangel an Lehrern ist in Breußen begründet durch den Mangel der Lehrer, d. h. durch den Mangel, den die Lehrer vielfach bei ihren unzureichenden Gehältern leiden. Es kommt hinzu, daß die starke Abhängigkeit der Lehrer von den kirchlichen In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Das Majorat hatte man ihm nicht vorenthalten können. Was der Verstorbene, zu Ungunsten seines ältesten, in Bezug darauf vor langen, langen Jahren gethan, stand weder unter dem Verjährungsrecht, noch hatte es Gültigkeit für den Lebenden. Der aus Asiens Wüsten zurückgeeilte vermeintliche Anwärter fand, so energisch er auch seinerseits im Prozeßwege gegen Graf Ernst Nepomut vorging, wenig Hoffnung bei den berühmtesten Advokaten. Der" Afrikaner" feinerseits lachte in seiner hämischen Art und trieb es sogar so weit, jeden Vergleichsvorschlag zurückzuweisen. Während Burkard in Baden- Baden die Heilquellen benutte, war Graf Joseph nach Wien zurückgegangen, um dort an Ort und Stelle für die Anerkennung seiner Verdienste zu sorgen und fich von den Damen seiner Bekanntschaft feiern zu lassen. Es war ihm noch immer ein Teil ienes Geldes geblieben, um sich auch jest amüsieren zu können, so gut seine doch immerhin noch erschütterte Gesundheit es zuließ und wenn er jemals Gewissensbisse gehabt, jetzt dachte er garnicht mehr daran, fürchtete auch die Entdeckung nicht und lachte zu dem Aerger des" Afrikaners". Alle die tiefen Eindrücke, welche der Krieg ihm gemacht, waren schon wieder verwischt;- das Leben lachte ihm bereits wieder. Er hatte im Grunde doch durch alle die Erlebnisse des letzten Jahres seine ganze Lebensweisheit nur bestätigt gefunden: Man muß es genießen, niemand kann wissen, was der kommende Tag bringt. Planlos, wie er früher gelebt, mischte er sich sofort wieder unter die Leute, die sich nur amüsieren wollten und kokettierte mit seiner abgeschossenen Hand, wie wohl keiner der Braven dieses Strieges.Frau von Frohberg war, sobald fie von dem Leben und Aufenthalt ihres Sohnes Nachricht erhalten, nach Klaino gereist, Lischa bei einer verheirateten Schwester des Grafen Koloniz Lassend und tief beunruhigt durch die ihr von Seiten des Gutsinspektors gesandte Nachricht von dem Wiederauftauchen dieses Bruders, der es über dreißig Jahre nicht für nötig gehalten, den Seinen von sich Nachricht zu geben. Was fie dann erfahren und wie er selbst ihr gegenüber trat, war für die vornehme, feinfühlende Frau so verlegend Organen, das Arbeiten unter nicht- fachmännischen Aufsichtspersonen, wie es die geistlichen Schulinspektoren sind, von den unabhängigeren Elementen des Volkes schwer empfunden wird. So giebt es der vom Lehrerberuf zurückschreckenden Momente mehr als der anziehenden Ehe hierin nicht ein gründlicher Wandel eintritt, wird der Lehrermangel nicht beseitigt sein, unter dem das preußische Volk empfindlich leidet. Eine in den höchsten Tönen gehaltene Verherrlichung der britischen Flotte und der britischen Armee durch den Militär- Attache der deutschen Botschaft, Herrn Cörper, hat bei dem zu Ehren der Offiziere des Schulschiffs Stein" in Dower veranstalteten Festmahl stattgefunden. Redner sagte nach einem Bericht, dessen Bestätigung Der abzuwarten bleibt: Die britische Flotte sei in wunderbarem Zustand und bester Ordnung.( Bravo!) Die deutschen Offiziere seien voll Bewunderung für die britische Flotte, die britischen Offiziere und die britischen Blaujacken, und keiner bewundere sie mehr, als S. M. der Kaiser und Prinz Heinrich von Preußen. Er habe viele Transporte Southampton, London und andere Häfen für Südafrika verlassen sehen, und höchst imponiert habe ihm der Enthusiasmus der Leute, die an Bord gingen, als ob sie von London nach Southend reisten. Dieser Enthusiasmus be fundete sich nicht nur beim Beginn des Krieges, wo jedermann glaubte, er wäre schnell zu Ende, nein, auch nach den Nachrichten von Verlusten und Krantheit. Jeder Deutsche, der den Krieg wirklich studiert und seine Meinung nicht nach den schlechtinformierten Zeitungsberichten gebildet habe, wisse, daß der britische Soldat ein tapferer und höchst humaner Kämpfer sei, der allen Gefahren troze. Vor einigen Tagen habe er die kolonialen und indischen Truppen gesehen, und er könne seine Ansicht nur zusammenfassen in dem Worte glänzend". Er set sicher, daß Lord Roberts und Mr. Brodrick ein föniglicher Empfang in Deutschland bereitet werde, und daß sie heimkehren würden, ohne irgend welche Mißstimmung gegen England bemerkt zu haben, Er hoffe, daß England und Deutschland stets so gute Freunde wie augenblicklich bleiben würden. Weniger wäre meyr gewesen. gewesen, daß sie es war, welche sich hinter die Aerzte stedte und ihren Sohn durch dieselben nach Baden- Baden schicken ließ. Am liebsten hätte er sich auch ihr entzogen, aber seine Hülflosigkeit war viel zu groß und er der starke und sonst so selbstsichere Hüne noch so schwach, daß er sich ohne jeden Widerstand nach Baden- Baden bringen und von der Mutter pflegen ließ, ia daß ihm bei seiner inneren Weichheit und Zerriffenheit manchmal war, als müßte er ſeinen Stopf in ihren Schoß legen und sich ausweinen, wie er das als kleiner Junge einige Male gethan. Wohin mag Maria gegangen sein? die Aerzte wissen es nicht, sie hat niemand darüber Mitteilung gemacht", sagte sie eines Tages zu ihrem Sohne. Auch Gürtler weiß nichts?" fragte Burkard, hoch aufatmend, daß wenigstens Marias Name jezt genannt wurde. Nein, auch der Hauslehrer wußte garnichts davon und sorgte sich um seine junge Freundin, die ihm so oft in allerlei geistlicher und seelischer Unklarheit um Rat gefragt.Bur Mutter nach Mariaheil war sie nicht gegangen, mit der war sie immer mehr zerfallen, seit Frau von Wazlaw im Kloster Zeit gefunden, die ganze unbegreifliche Thorheit der Tochter mit allen ihren Folgen zu erkennen. Wo war Maria? Mein Gott, wohin war das Mädchen geflohen vor dem Zorn der Mutter und dem Fluch der Armut, den sie doch lieber hatte tragen, als sich verkaufen wollen. Sie wagten garnicht laut darnach zu fragen, denn wie leicht fonnte auf Maria nach deren abenteuerlicher Flucht aus Karlsbad der Verdacht eines anderen neuen Abenteuers fallen! Koloniz, der von Lischa die Sorge der Mutter derselben fannte, riet bringend auch seinerseits zum Schweigen. So blieb Frau von Frohberg nur noch die Möglichkeit von den leitenden Aerzten zu erfahren, wo Fräulein von Wazlaw hingegangen, nachdem sie Klaino verlassen? Der eine wußte garnichts davon, der andere erinnerte sich, daß ihm gemeldet worden, die freiwillige Pflegerin, die zuletzt in der Orangerie stationiert war, sei ausgetreten aus ihrem Pflegeamt und abgereist. Der junge Assistent, dessen Namen er angab, hatte in Wien seine Studien wieder aufgenommen; wo? würde man iraendwie an der Universität oder den Spitälern erfragen können. " Mein Gott, Alix, es ist Deine Tochter um die es sich handelt", schrieb die geangstete Frau von Frohberg an Marias Mutter. Dem Rhein. Sturier" wird aus München depeschiert: Das bayerische Centrum gegen den Kaiser. Wie verlautet haben die Führer des bayerischen Centrums und bayerische Centrums- Abgeordnete beschlossen, nicht nur gegen den Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Prinzregenten eine Interpellation im Reichstage einzubringen, sondern auch die Ministerverantwortlichkeit für solche private Aeußerungen des Monarchen regenten einem Regierungsafte gleichfommen, indem sie zu fordern, welche wie die Depesche an den Prinzangeblich Eingriffe in die inneren Angelegenheiten der Bundesstaaten involvieren. - Soldaten als Erntearbeiter. Von verdieser Tage an die Truppen die Anweisung ergangen, daß schiedenen fommandirenden Generalen ist nach den„ N. N." Jahres den Gesuchen der Landwirte um Gestellung von wegen der sehr ungünstigen Witterungsverhältnisse dieses Soldaten zu Erntezwecken in weitestem Maße entgegenzufommen sei. Soweit es die dienstlichen Verhältnisse gestatten, sind denn auch zahlreiche Soldaten bereits aufs Land beurlaubt worden. Daß es ohne Schädigung des Dienstes möglich ist, zahlreiche Soldaten zu beurlauben, zeigt aufs neue, wie grundfalsch die Behauptung der Konservativen ist, die zweijährige Dienstzeit sei zu kurz. Frankreich. i dnu Paris, 24. August. Radikale Mitglieder der um dagegen zu protestieren, daß die Gerichte eine zu Kammer beabsichtigen eine Interpellation einzubringen, große Milde walten lassen gegenüber Personen, welche an den Unruhen wegen Schließung der Kongregationsschulen sich beteiligten. Nouannet wird die Interpellation begründen. noch keine Nachricht eingetroffen über die gestern be Paris, 24. August. Im hiesigen Kolonialamt ist richtete neue Explosion auf Martinique. Man weiß noch nicht, welche Folgen die neue Eruption gehabt hat, und ob Menschenleben dabei zu Grunde gegangen sind. Abend eine große Protest versammlung gegen Paris, 24. Auguft. In Nantes fand gestern die Anwendung des Vereinsgefeßes statt, der ca. 3000 Personen beiwohnten. François Coppée hielt eine Ansprache. Von der Polizei woren umfassende Maßregeln getroffen, um Gegenfundgebungen der Republi faner zu verhindern. " Ich hatte eine Tochter, die Baronin von Gorzberg werden follte. Ich habe feine mehr!" schrieb Frau von Wazlaw, fügte aber am Schluß des Briefes hinzu:„ Ernst Nepomuk hat mich in meinem Gril aufgesucht und zu sich eingeladen. Er ist der einzige Mensch der mich versteht."- Burkard von Frohberg konnte nicht gesunden vor aller heimlichen Qual. Seit vierundzwanzig Stunden hatte es fast unaufhörlich geregnet and noch immer hingen die schweren dunklen Wolfen wie in Feßen gerissene graue Schleier bis fast zur Erde herab, als schon die Spätherbstnacht eintrat. Troßdem brachten die legten Abendzüge in das erste Hotel der kleinen Kreisstadt Hohenburg mehr vornehme Reisende, ale sonst im ganzen Jahr hier logierten, die zum Teil auch im Voraus Quartier bestellt hatten. Ein neu gegründeter patriotischer Verein, dem eine große Zahl von adligen Grundbesizern aus der Gegend angehörte, tagte morgen zum ersten Mal; außerdem traf ein anderes vielbesprochenes Ereignis mit diesem zusammen, das war die Eröffnung des Graf Ebernschen Testaments, die sich nach dem so unerwarteten Wiederauftauchen des Majoratserben zu einer juristischen Streitfrage zu entwickeln schien. In der unendlichen Aufregung des Strieges hatten auch die nächsten Standesgenossen nicht viel von dem Afrikaner" erfahren, außer den nicht gerade schmeichelhaften Gerüchten, die im Bolt über ihn umliefen.. Heute sollte sich denn, sobald er nur das Hotel betrat, die merkwürdige Aehnlichkeit zwischen Vater und Sohn sofort ausweisen, durch die unfreundliche und zänkische Art mit welcher der Majoratsherr, den eine stolze vornehme Dame in rauschender Seide begleitete, sich über die falten und ungeheizten Zimmer beschwerte, die man allein noch für ihn zur Verfügung hatte. Die Gäste des Hotels hörten den Streit in ihren Zimmern zuckten die Achseln und waren fast alle der Meinung, daß ihr Kreis nichts gewonnen hätte durch das Wiederaufleben des unfriedlichen Alten von Strapolno. Das würde morgen schöne Verhandlungen auf der Gerichtsstube geben! Und wie sollte man sich zu ihm stellen? Der Graf zog sich mit der Dame in die endlich mürrisch angenommenen Bimmer zurüd, wohin er auch das Abendessen befahl. Er selbst werde im Oberstod mit einer Stammer fürlieb nehmen, diesen Salon und das Schlafzimmer beanspruche Frau von Wazlaw. ( Fortseßung folgt). Vermischtes. * Berlin, 23, August. Im Befinden Virchow's hat die Besserung leider nicht angehalten. Trotzdem der Appetit des Patienten als leidlich bezeichnet werden kann, macht sich dennoch ein langsames Schwinden der Kräfte bemerkbar. ** Speyer. Vergangene Woche fand beim hiesigen Standesamte eine Trauung statt, wie seit Menschenalter kaum eine solche erinnerlich sein dürfte. Es war Beleidigung in Gestalt einer Ohrfeige zu rächen. Die Richter schenkten den Beteuerungen des jungen Mannes jedoch keinen Glauben und verurteilten den rechtsfundigen Tänzer zu einem Tage Gefängnis. * vom dortigen Amtsgericht folgendes Schreiben: Um 3 Pfennige! Eine Wittwe in Augsburg erhielt - „ Sie schulden in obiger Sache den Betrag von Mt. 03 Bfg., welcher bis zum... bezahlt werden wolle, da außerdem der Betrag an das Rentamt zur zwangsweisen Beitreibung überwiesen wird". dies die Trauung des bekannten Komikerpaares Hack- Wegen drei Pfennigen muß ein Bogen Papier und ein mann- Schaifler, welches durch seine auffallend kleine Körperbeschaffenheit allgemein gern gesehen ist. Beide find faum 1 Meter hoch. * Bozen, 23. Aug. Dr. Felix Hilgert, Landesgerichtsrat aus Heidelberg, erlitt am Donnerstag auf dem Beitlerfofel vor der Schlütterhütte infolge langen Liegens an der Sonne einen Sonnenstich und mußte ins Krankenhaus nach hier geschafft werden, wo er aber genesen dürfte. * Malsch. Hier ist vergangene Woche ein Brudermord vorgekommen. Der furchtbaren That gingen im Elternhause Streitigkeiten der 3 Söhne des hiesigen Landwirts Adolf Jüngling voraus. In der Hiße des Wortgefechts stieß der eine von den beiden jüngeren Brüdern dem ältesten Bruder, welcher bereits zur Nachtruhe sich begeben, infolge der Streiterei sich aber wieder vom Bette erhoben hatte, das Messer tief in die Brust. Der schwer Verwundete hatte noch die Kraft, sich aus dem Hause zu schleppen, wohl in der Absicht, einen Arzt aufzusuchen, brach aber unterwegs zusammen und starb an der erhaltenen schweren Körperverlegung. Die beiden Thäter wurden dingfest gemacht und ins Untersuchungsgefängnis nach Ettlingen abgeführt. * Eine sonderbare Soldatenerziehung hatte der Feuerwerkshauptmann Otto Rapp von der Kommandantur in Zeithein,( Sachsen). Im April d. J. befahl er seinem Burschen, den er als einen sehr vergeßlichen Menschen bezeichnete, den Satz:" Ich soll die Thüre langsam zumachen", 20 mal zu schreiben, dann mußte der Bursche 6 Tage hintereinander je 50 mal schreiben: ,, Beim Fensteraufmachen soll ich auf den Schemel, nicht auf die Bettstelle treten." Einmal rief der Angeklagte demselben Manne zu:„ Halten Sie die Schn. sonst haue ich Ihnen ein paar runter." Einen Unteroffizier ließ der Herr Hauptmann am 14. August über eine Stunde im Stillgestanden" stehen, sodaß diesem unwohl wurde und er den Krampf in die Beine bekam. Das Urteil lautete auf drei Tage Stuben arrest. -Eine Rechtssitte". In Neubaldensleben gab ein junger Mann auf einem Ball einem Mädchen eine schallende Ohrfeige, weil ihm die Schöne einen Tanz abgeschlagen hatte. Die Angelegenheit kam vor Gericht und hier machte der ungalante Jüngling geltend, es sei„ Rechtssitte", eine Tanzablehnung auf dem Tanzboden durch eine sofortige Erwiderung der hid dat all i moloinolaft pipe t 0000 35 onis lord jnik sdust hongsi Couvert verschrieben werden, ein Schreiber des Amtsgerichts muß seine kostbare" Zeit verschwenden und außerdem der Briefträger in Bewegung gesezt werden. Es dürfte wohl feinen Geschäftsmann geben, der wegen drei Pfennigen einen feinen Geschäftsmann geben, der wegen drei Pfennigen einen droht. Es lebe der bureaukratische Zopf! Mahnbrief schreibt und auch noch mit dem Gerichtsvollzieher * Die Wacht im Rhein. Wie aus den Berichten über den Besuch des Kaises in Düsseldorf bekannt wurde, hat der dortige Schwimm- Verein dem Kaiser zu Ehren einen Schwimmparademarsch veranstaltet, den Wilhelm II. vom Baradeschwimmen in folgendem frischen Gedicht: Schiff aus besichtigte. Der Kladderadatsch" besingt dieses Nun streckt nach Zählen, eins, zwei, drei, Das Bein, das tadellose, Uns schlägt das Herz frisch, fromm, froh, frei Unter der Badehose. Wir sind in Düsseldorf am Rhein Der Allgemeine Schwimmverein." Der Kaiser naht voll Huld, er hört Den Gruß von tausend Stimmen. Wir ziehn uns aus. Auf, Brüder, ehrt Die Majestät durch Schwimmen! Hört das Kommando scharf und barsch: Achtung! Zum Schwimmparademarsch! Uns ward gestattet, muteniflammt Zum Schwimmen anzutreten. Wir haben beim Hofmarschallamt Erst um Permiß gebeten. Schnell war die gnäd'ge Antwort da; Wir schwimmen. Hipp hurrah! Nun auf! Mit Herz und Fuß und Hand Für Majestät geschwommen! Und naht der Feind dem Vaterland, Er möge ruhig tommen. Wir Schwimmer schlagen ihn auf's Haupt, Wenn's der Herr Hofmarschall erlaubt. Es braust ein Ruf wie Donnechall Bis an des Reiches Grenzen: Drei Hurrahs dem Herrn Hofmarschall Und allen Exeellenzen! Treu schwimmt und ehrfurchtsvoll im Rhein Der Düsseldorfer Schwimmverein. V. Sr. Sefftsche Landes- Lotteris. Belang VI. Blaffe 23. August 1902. Be Kammern, neben welchen nichts bemerkt ft, find mit 200 Mart gezogen ( Ohne Gewähr.) sup6 12 70 102 5 28 55[ 400] 60[ 400] 83 247 302 27 46[ 400] 402 idoden moit001] 18 583 623 38 73 709 12 44 81 82 88 99 859 72 907 60 81 99 1040 42 51 52 122 24 24 25 58 96 202[ 2000] 10 16 40 46 57 58 323 40 94 404 47 60 88 92 503 75 83 97[ 400] 612 15 27 29 39 42 55 67 85 721 31 62 813[ 1000] 31 939 52 77 2039[ 400] 65 81 91 137 76 95 215 39 65 67 71 95[ 1000] 99 308 400[ 400] 47 85[ 1000] 90 523 77 91 623 36 75 81 85 90 707[ 400] 18 55 64 74 809 22 52 903 47 55 65 78 93[ 400] 3015 21 28 45[ 400] 64 66 111 38 57 94[ 400] 222 57[ 400] 88 334 86 [ 400] 97 432 34 65 73 541 621 59 61 83 85 772 75 85 94 808 99 909 20 23[ 400] 27 41[ 3000] 4021 101 5 24[ 400] 43 55[ 400] 84 86 235 57 69 83 94 346 78 89 406[ 400] 19 50 540 63 90 634 43 716 37 41 56 59 [ 1000] 70 82 95 847 59 88 925[ 400] 52 72 77 96[ 400] 35004 33 39 63 65[ 1000] 77 81 88 90 152 210 371 402 8 71[ 400] 504 32 35 41 69[ 400] 601 4 35 78[ 1000] 701 25 66 852 71 84 967 74 90 6004 16 21 59 98 120 57 58[ 3000] 82 84 261 84 87 305 51 69 402 36 63[ 400] 86[ 400] 503 23 36 70[ 400] 73 612[ 1000] 19 81 708 11[ 400] 33 43 87 88 92 825[ 5000] 96 901 7 31 34 48 58 74 87[ 400] 7051 57 61[ 3000] 97 131 64 91[ 1000] 94 210 45 50 53 92[ 400] 315 16 19[ 2000] 79[ 1000] 402 509 52 86 614 42 85 89 746 51 61[ 400] 807 906 25 32 39 96.99 8020 22 121 48 58 77 210 30[ 400] 315 31 50 93 442 45[ 400] Bind 67 72 81 84[ 400] 88 506 26[ 400] 27[ 400] 38 71 90 713 16 34 43[ 400] 52[ 400] 78 79 864 81 901 11 18 9052 65 87 180 214[ 400] 304 33 61 [ 400] 411[ 400] 62 501[ 400] 80 93 679 89 715 18 22 812 41 908 53 64 100 65 86 10023 81 91 165[ 400] 70 97 230 318 61 400 12[ 1000] 25 26[ 400] 53[ 1000] 83 520 23 45 75[ 1000] 611 38 81 83 722 24 41 43 73 846 53 905 14 21 23 26[ 1000] 50[ 2000] 56[ 2000] 72 11015 27 37 40 77 154 214 45 57 84[ 2000] 321 88 93 416 27 59 64 67 72 517 36[ 400] 47 81 alladian[ 1000] 630[ 400] 40 707 39 45 90 93 94 808 84 902 7 8 15 12114 27 [ 2000] 77 227 38 82 86 93 337 422 47 79 84 86 511 14 18 26 36 61 94 dad de 99 607 19 96 710 22[ 1000] 45 62 65 82 85 826 56 59 99 973 98[ 400] 13031 41 52 59 63 92[ 400] 97 103 58 67 83 219 25 33 38 53 57 367 447 67.502 39 52 78 93 605 31 47 58 62 755 94 818[ 400] 31 47 94 900 46 60 87 14021 110 12 99 260 310 11 55 99 421 44[ 400] 49 59[ 2000] 72 99 519 23 43 71 80 94 604 17[ 1000] 43[ 400] 62 67 69 80 743 82 96 832 34[ 1000] 36 40[ 1000] 64 85 92 933 75 89 90 156 15051 52 74 76 124 52[ 1000] 233 94 311 16 27 404[ 1000] 57 [ 400] 82 524 57 611 21 80 84 720[ 400] 71 87 92 815 22 45 60 70 99[ 400] 900[ 400] 47 81 84 85 16008 37 59[ 400] 131 42[ 400] 91 216 41 45 59 71 353 62 401 50 70 95 531 62[ 400] 622[ 400] 68 717 23 81[ 1000] 800 18 30 34[ 1000] 52 94 913 14 62 67[ 1000] 17032 48 71 92 111 63 67 207 34 57[ 400] 78 80 86 312[ 400] 68 87 436 43 54 94 502 28 34[ 400] 57[ 1000] 646[ 400] 58 90 768 84 807[ 400] 20 50 85 88 910 16 53 18090 123 35 215[ 400] 24 318 51 409 55[ 1000] 68 75 76[ 400] 77 93 509 29 55 57[ 400] 61 81[ 400] 605 36 44 59 68 708 93 805 30 80 947 61[ 400] 75 19012 88 92 107 21 36 38 40 73 202 8 28 69 90 300[ 400] 21[ 400] 63 428[ 1000] 50 501 40 45 53 78[ 400] 615 29 39 59 71[ 400] 75 99 730 820 40 98[ 400] 903 7 53 56[ 400] 62[ 1000] 20019 75 88 100 28 34[ 400] 37 43 66 200 1 56 63 96 323[ 1000] 28[ 1000] 36 43 78 83[ 1000] 92 410 18 47[ 1000] 92 513 76 98 608 56 60 82 739 45 69 71 96 809 73 934 56 21096 131 52 65[ 2000] 75[ 1000] 77[ 3000] 79[ 400] 88 90 210 35 41 49 62 94 304 21 67[ 400] 71[ 1000) 92 97 423 33 35 52[ 2000] 62[ 400] 86 512 15 33 47 67 77 627[ 1000] 52 705 16[ 400] 20[ 1000] 30[ 400] 46 50 829 907 14[ 400] 34 68 74 22002 48 66 72 104 17 24 36 200 55 65 330 69 75[ 3000] 77 87 440 47 68 75[ 400] 78 508 28 37 66[ 400] 87 602 59 89 723 36 49 63 73 829 56[ 400] 914 99 23069 96 179 223 24[ 400] 79 300 46[ 400] 60 77 494 517 600[ 400] 10 32 36 48 56 83 712 803 4 29 37 39 54 57[ 1000] 71 79 985[ 3000] 24002 10 21 40 58 63 90 106 27[ 1000] 97 210[ 400] 69 72 93 344 78 83 407 36[ 400] 52 550 59 629 36[ 400] 870[ 1000] 925 26 27 33 74 80 25028 49 53 58 82 84 88 89 144 80[ 400] 89 201 46 71 73[ 400] 320 41 98 411[ 400] 23 44 62 508 45 98 650 58 98 778 97 810 37 933 39 35 69 70 99 26059 92 146 62[ 400] 89 98 225 88 394 438 52 60 81 517 17 51[ 3000] 75 83 85 615 31 85 92 719 73 80 805 75[ 400] 78 84[ 400] * Heiteres. Die Tochter des Feldwebels.( Eine Szene frei nach Kabale und Liebe.") Präsident: Ein ernsthaftes Attachement? Der Posener Provinzial- Steuerdirektor Löhning? Nein, Wurm, das macht Er mich nimmermehr glauben. Wurm: Ihre Ercellenz haben die Gnade, mir den Beweis zu befehlen. Präsident: Daß er der Bürgerkanaille den Hof macht auch meinetwegen Empfindungen vorplaudert das sind lauter Sachen, die ich möglich finde verzeihlich finde aber und noch gar die Tochter eines Feldwebels, sagt Gr? Wurm: Feldwebel Coccius Tochter. Präsident: Mesalliance! Teufel! Ich kündige dem Löhning noch heute seine Penfionirung an! Mir war noch nie für die Ausführung eines Entwurfes bange, wo ich mit einem: es soll so sein: einstellen konnte! Wurm( für sich): Hm, hm! Wenn nur nicht der Präsident schließlich selber in Pension müßte wäre ein Gedanke von Schiller! - δας Schönheitspflege. Erbitte sofort unter Nachnahme an untenstehende Adresse 3 Stück Aok- Seife( einfache Packung) und 1 Glas Aok- Kräutertabletten. Ihre Aok- Douche erhielt ich s. Zt. und finde ich die ganze Methode so vorzüglich, daß ich nicht umihin kann, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Achtungsvoll 3. Zt. Bad Ems, 29. Mai 02. ( gez.) M. K., Hof- Schauspielerin. Fortwährend laufen derartige und meistens noch weit glänzendere Anerkennungen von den ersten Künstlerinnen und vornehmen Damen über die Zufriedenheit mit den Erfolgen der Schönheitspflege nach der Aok- Methode ein. Wem daran gelegen ist, eine verblüffend schnell und einfach wirkende Methode kennen zu lernen, welche das Gesicht von Unreinigteiten, Pickeln, Mitessern, unnatürlicher Röte, Finnen, Sommersprossen, Knötchen in der Haut, Eiterpusteln, Nasenröte, Wimmerln und allen Flecken im Gesicht reinigt und der Haut eine wunderschöne, liebliche, frische Farbe verleiht, ferner Runzeln beseitigt oder mildert, lasse sich die hochinteressanten Mitteilungen über die Aok- Methode kommen, welche die Firma Wilh. Anhalt G. m. b. 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Rich. Buchacker Neuen Bäue 11, Giessen, staatlich konzessionierte Kollekteur der Großherzogl. Hessischen Landes- Lotterie und Cigarren Geschäft. 45109 12[ 400] 23 49 86 96 216 310 84 414 36 556 79 90 623 31 75 77 700 47 55 79 88[ 1000] 829 910[ 400] 55 59[ 5000] 46037 109 46[ 400] 236 39 58 57 66 73 74 86 33 303 4 53 62 414 19 45 65 80 95 529 45 56 58 59 637 46 704 14 31[ 2000] 43 61[ 400] 65 70 855 76 77 906 45 48 84 47014 17 22 34 39 63 69 112 18[ 400] 25 29 211[ 400] 13 81 87 383 409 24 32 43 48[ 2000] 59 75 555 57 69 86 98 636 50 74 716 29 82 809 96 943 76 48007 27[ 2000] 57 80 88 93 134 95 238[ 2000] 52[ 400] 328 51 434 52 508 18 21 611 88 703 28 40 51 54 56 59 83[ 400] at t 804 6 43 88 945 54[ 2000] 55 49010 18 25 76 120 31[ 400] 62 88 94 241 58 311 15 45 83 94 411 30[ 1000] 81[ 1000] 568 639 54 65 67 73 717 828 60 936 58 76 84 dots 15 50045 128 36 57 60 83 87 217 39 43 78[ 400] 87 349[ 400] 462 diodot matrasdding d 69 525[ 400] 85 606 35 70 701 39 73[ 1000] 90 803 27 67 922 24 74 77 51067 86 143 51[ 400] 94[ 400] 236 43 86 359 77 89 96 464 97 511 94 96[ 400] 698 706 7 9 869 935 70 52028 70 92 120 31 92 246 67 93 94 302 8 71 79 84 451 99 524 25 52 56 69[ 400] 76 78 693 96 97 751 71 93 942[ 400] 53004 5 52 77 129 46 88 203[ 400] 14[ 1000] 22 46 47 59 306 24 35 67 419[ 2000] 33 46 52 98 537 44 58 67 69 97 610 28 74 700 68 82 95 841 62[ 400] 69 923 33 37 61 75 54005 27 43 50 6 [ 400] 88 113 24 39 51 55 68[ 400] 219 62 802 8 10 12 42 51 66 4 [ 400] 13 23 645 47 64 78 79 80 708 50[ 400] 88 822[ 400] 90 901 2 AUS DEM REICHE DES Dort wurde der undet, und für di bas berechne wurde einzelner gen wir basseroniſächsischen Staatsfreden allen deutschen Staaten Cumme 292 Millionen Mark ermittelt. Wertschäßung für den Wald in Nr. 196. Montag, den 25. August 1902.