Nr. 196. Erstes Blatt. Aovanement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 25. August 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblafl) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'ſche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Politische Nachrichten. Der Kaiser und die Kaiſerin, sowie der Kronprinz, Prinz Joachim und Prinzessin Louise sind um 7.30 Uhr Samstag Abend von Homburg v. d. H. nach Berlin abgereist. Am Bahnhof waren der Herzog von Cambridge zum Abschied anwesend, sowie die Vertreter der städtischen und staatlichen Behörden, von denen der Kaiser sich aufs Herzlichste verabschiedete. Vor seiner Abreise hat der Kaiser dem Reit- und Fahrverein zur Verbesserung der Reitwege im Taunus einen bedeutenden Beitrag überwiesen. Außerdem erhielt der Bauführer Granig aus Frankfurt a. M., welcher die in diesem Jahre neu angelegte Schloßwasserleitung beaufsichtigte, eine goldene Vorstecknadel. Tenerung in Bosen. Mit Rücksicht auf die in Posen herrschende Teuerung reisen der Posener Oberbürgermeister Witting und der Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Dr. Lewingd nach Berlin, um bei dem Landwirtschaftsminister von Podbielski wegen Deffnung der russischen Grenze für 1500 geschlachtete Schweine zu petitioniren. Beide Herren werden vom Minister empfangen. In Posen ist ein Bäckerstreik proklamirt worden. Da eine Einigung zwischen den Meistern und Gesellen über die Forderungen der letzteren nicht zu Stande gekommen ist, werden die Gesellen am Dienstag in Ausstand treten. Die Militärverwaltung stellt denjenigen Meistern, die Lieferungen ir sie übernommen haben, sofort 400 Mann zur Verfügung. Pangermanistische Bestrebungen. Berlin, 25. Aug. Das„ B. T." meldet aus Christiania: Björnson publiziert in dem Christianier Aftenblated eine nachdrückliche Empfehlung der Annahme des Vorschlages einer permanenten Neutralisierung der nordischen Länder. Wäre dies früher geschehen, sagt Björnson, so hätte es für Deutschland feine Gile gehabt, die dänische Sprache in Nordschleswig zu unterdrücken und auch für Rußland feine Gile, in Finnland die finnische Sprache zu unterdrücken. Björnson motiviert den Artikel damit, daß er gehört habe, man wolle in Dänemark Unterschriften für eine Versöhnungspolitik sammeln. Björnson sagt, er erblicke in diesem Drange mit dem deutschen Volke sich auszusprechen eine Triebkraft für die Zukunft und den Pangermanismus, denn darin liegt die Zukunft. In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) Die ganze Gegend sei in Aufruhr; der gesamte Adel, das hieß, was etwa davon auf den Gütern noch vorhanden war, oder flüchtig vorüber huschte, um wenigstens mal nach der Ordnung im Lande zu sehen, empöre sich gegen den Fremden, an dessen Rechtmäßigkeit doch niemand zweifeln fönne, auch wenn er keinen einzigen weiteren Beweis hätte, als seine Aehnlichkeit mit dem Herrn Papa, innerlich und äußerlich. Ja! davon konnte Burkard auch gleich ein Stückchen erzählen und er that es. War doch dieses Thema von dem verschwundenen Gelde das erste und einzige, was Onkel Nepomuk mit ihm geredet. " Der gemeine Ker!! Der Bauer!" schimpfte Graf Joseph ganz wütend aufspringend. Nach einer Weile erzählte er: Und jetzt ist das Gerichtshaus in Hohenburg abgebrannt, heißt es, das halbe Nest dazu und die fast verkohlten Aftenstücke wurden auf Karren geladen und in eine alte Scheune gepackt. Der Kaplan von Klaino hat es von seinem Amtsbruder in Hohenburg brieflich erfahren. Es hat ein Detachement Dragoner im Städtchen gelagert, in einem größeren Posthof soll das Feuer ausgebrochen sein- Natürlich in solcher Kriegszeit Die Depots bringt man wohl zuerst in Sicherheit und gar derartig wichtige", meinte Burkard ungläubig.„ Mir ist überhaupt jezt ganz unflar, ob ein Testament Großvaters Gültigfeit hat, wenn der als tot vorausgesezte Majoratserbe lebend sein Recht fordert." " Mir ist's recht, wenn's einen Prozeß giebt, der bis zum jüngsten Tage dauert. Der„ Erbonkel" hat wegen des Majorats schon Schritte gethan. Was aber mit den Wazlaw's werden soll- Ernst Nepomuk giebt sicher nur, was er geben muß-." Das sah in der That sehr schlimm aus. wie gerne hätte Burkard gebeten: Erzähle mir von Maria! Aber wie konnte er das? Marias Namen durfte der " Freund" von Lenette Mertoni selbst vor einem Mann von Josephs geringem sittlichen Ernst nicht aussprechen, ohne sich diesem gegenüber einer Respektwidrigkeit gegen Maria schuldig zu machen. O, welche Qual! Wie er litt in diesem Gedanken! Uebrigens nahm Graf Joseph seine Verstümmelung mit gewohntem Leichtsinn. " Daß ich mit der Hand lebenslang nichts vernünftiges gethan, kann ich ja leider nicht leugnen und mir ist sehr zweifels Leipzig, 24. Aug. Die Burengenerale Dewet und Delary werden im September in Berlin eintreffen. Der Burenhilfsbund wird den Generalen beim Eintreffen einen Fest abend geben und ihnen einen großen Fonds zu Unterstüßungszwecken überreichen. Straßburg, 23. Aug. Sieben flerifale Reichstagsabgeordnete erlassen nachstehende Erklärungen:" Die unterDie unterzeichneten katholischen Abgeordneten der elsak- lothringischen Gruppe im Reichstage legen energische Verwahrung ein gegen die Verungklimpfungen und Verdächtigungen, welche gegen sie, insbesondere aber gegen die Herren Winterer und Weterle gerichtet wurden. Sie können die ungewöhnliche Schärfe, mit welcher gegen sie von der Kölnischen Volkszeitung" vorgegangen wurde, nur auf eine völlige Unkenntnis und Verkennung der elsaß lothringischen Verhältnisse zurückführen. Darüber, was die elsaß- lothringischen Abgeordneten infolge der letzten politischen Ereignisse zu thun und zu unterlassen haben, sind sie sich nach reiflichen Besprechungen im Klaren und es hätte dieses gehässigen Vorgehens nicht bedurft, um sie hierüber zu belehren. Die Art und Weise, wie dies geschah. ist höchst bedauerlich und wir befürchten, daß dadurch dem Frieden nach Einigung und Organisation aller Katholifen in Elsaß- Lothringen mehr Schaden zugefügt wurde, als Nußen und die Verantwortung werden die Urheber dieser Heze zu tragen haben. Dann folgten die Namen der Abgeordneten Delsor, Hauß, Küchly, Merot, Pierson, Röllinger und Vonderscherr. Wien, 24. Aug. Die Wiener Arbeiter- Zeitung ver öffentlicht ein ihr aus Rußland zugesandtes Circular der Bischöfe von Tambow und Sztaßt, an die Priester, in welchem darauf hingewiesen wiesen wird, daß in der legten Zeit besonders im Gouvernement Charkow sich unter den Böglingen der Seminare geheime Verbindungen bemerkbar machen, welche unter der Jugend Verwirrung anrichten und eine Unterbrechung der regelrechten Thätigkeit hervorzurufen geeignet sind. Die Vorgeseßten werden aufgefordert gegen die revolutionäre Bewegung einzuschreiten, weil die Regierung unnachsichtlich entschlossen sei, strenge gegen die regierungsfeindlichen Agitatoren vorzugehen. Paris, 24. August. In Avignon hat der frühere Justizminister Guerin dem Abgeordneten Bernard wegen Beleidigung in einem offenen Briefe seine Zeugen gesandt. In dem Briefe hieß es, der frühere Justizminister hätte Beziehungen mit der Schwindlerin Humbert unterhalten. Paris, 24. A gust. Delcassè empfing gestern haft, ob ich je in Zukunft was besseres damit gethan hätte. Jezt giebt der Staat mir für mein bißchen Munitiontragen eine Pension; man wird mich hoffentlich dekorieren und mit dem interessanten Air eines verdienten Invaliden bin ich betreffs einer guten Partie gar nicht mehr so hoffnungslos wie vor dem Kriege. ' S ist doch was Schönes um den Trost der Dummen und Einfältigen." Während Joseph in seiner leichtfertigen Art neben dem Lager Burkards saß, spielte sich in einem der anderen für die Kranken eingeräumten Gebäude- es war die Orangerie von Klaino ein ergreifender Traueraft ab, wie er freilich hier oft genug vorkam, nur daß in diesem Falle das Mitleid aller sonst schon so abgeſtumpften Krankenwärter und Aerzte durch die besondere Schwere des Falles erregt wurde. Ein blutjunger Offizier, seiner Eltern einzig übriggebliebenes Kind, dem eine ganze Reihe von Geschwistern in den Tod vorangegangen, hatte unter unsäglichen Leiden und im wütendsten Kampf gegen den großen Würger Tod, in den Armen der Mutter sein Leben ausgehaucht. Und mitten im fürchterlichsten Barorismus von Schmerz und Lebenssehnsucht hatte der Sterbende immer wieder mit seinen eisigfalten Händen die einer blutjungen Pflegerin gepreßt, die ihn, seit er hier war, wie eine zärtliche Schwester umsorgte, und seine Eltern gebeten:„ Laßt sie Euer Kind sein! Laßt sie bei Euch bleiben, dankt ihr, was sie Eurem Sohn gethan!" Der Unglückliche ließ sie nicht von sich bis er ausgeliiten. Vater, Mutter, Eure Tochter", war sein legtes Wort gewesen; sein brechender Blick ging noch zwischen Maria und den ganz bernichteten Eltern hin und her. Und als das arme junge Herz des Tapferen dann still stand, da war seine Mutter bewußtlos in Marias Arme gesunken, als sei nirgend anders für sie noch der rechte Blaz. Wer Maria war, wußten Herr und Frau Sordegni nicht und sie wieder hatte selbst ihren Namen bis zu dieser Minute nicht gehört, oder ihn nicht beachtet in der aufreibenden Pflege und Wartung dieses Unglücklichen, dem eine Kugel in das Schultergelenk gedrungen und nicht zu entfernen war. " Verlassen Sie uns nicht, Schwester Maria, thun Sie mir's nicht an, daß Sie mich mit meiner armien Frau allein reiſen lassen! Gottes Segen wird Ihnen nicht ausbleiben für alles was Sie uns in unserem Sohne gethan!" bat der alte Herr. Er bat so flehend und die Frau war so völlig gebrochen- allein reisen konnten die armen Menschen wirklich nicht. Maria den Premierminister von Kanada, Laurier, mit dem er eine lange Unterredung hatte. Morgen über 8 Tage findet ein großes Diner zu Ehren des Premierministers statt. Pak verweigert. Wie verlautet, wurde dem Grafen Tolstoi, der sich nach Bukarest begeben sollte, von den Behörden die Ausfolgung eines Passes ver. weigert. Petersburg, 24. Aug. Der Prozeß gegen die Anftifter der Bauern unruhen in den Gouvernements Charkow und Bultawa beginnt in der ersten Hälfte des nächsten Monats vor einem außerordentlichen Gerichtshof. Angeklagt sind mehrere 100 Personen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernennungen. Der Großherzog hat den Bureaugehilfen Wilhelm Bechtold aus Rainrod zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Gießen und zum Gehilfen bei der Provinzialdirektion Oberhessen, den Bureaugehilfen Georg Ewald aus Groß- Gerau zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Büdingen mit Wirkung vom 1. September ernannt. ** Militärnachricht. Berger, Leutnant der Reserve des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116( Offenburg) wurde der Abschied bewilligt. ** Das neue Gesetz über die Handelskammer ist erschienen. Das Gebiet des Großherzogtums Hessen wird danach in sieben Handelskammerbezirke eingeteilt. Die Handelskammer Darmstadt umfaßt die Kreise Darmstadt, Groß- Gerau, Erbach, Bensheim, Heppenheim mit Ausnahme der Bezirke der Gemeinden Lampertheim, Viernheim, Lorsch, Biblis, Bürstadt, Bolestadt, Hofheim, Wattenheim und Nordheim( die der Handelskammer Worms zugeteilt wurden), die Handelskammer Offenbach umfaßt die Kreise Offenbach und Dieburg, Gießen die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach, Friedberg die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten, Bingen die Kreise Bingen und Alzey, Worms den Kreis Worms, sowie die oben bezeichneten in der Provinz Starkenburg gelegenen Gemeinden und die Handelskammer Mainz die Kreise Mainz und Oppenheim. Der Artikel 1 des Gesetzes besagt, daß die Handelskammern die Bestimmung haben, die Gesamtinteressen des Handels, der Industrie und des Verkehrswesens ihres Bezirkes wahrzunehmen, insbesondere die Behörden in der Förderung der genannten Erwerbszweige durch thatsächliche Mitteilungen, Erstattung von Gutachten und aber hatte nicht ohne Grund, sich seit Tagen schon ganz in die Orangerie zurückgezogen gehabt. Sie wollte Burfard nicht wiedersehen. Es war ihr unmöglich! Ihn den Freund der Lenette Mertoni! Und wie eine Himmelsfügung schien es ihr, daß der junge schwerleidende und rettungslos dem Tode verfallene Offizier ihre Wühewaltungen so ganz und gar in Anspruch nahm. - So tam alles eins aus dem anderen. Burkards Mutter hatte ihr eines Tages gesagt: Wir erkennen Gott nicht in der Stunde der Begegnung, aber wenn er vorüber gegangen, dann wissen wir plöblich: Es war der Herr mit seinem Segen! Das Wort fiel ihr wieder ein. Der Herr mit seinem Segen war ihr begegnet, so wollte sie es nehmen! Und was hielt sie denn hier auch? Mußte sie nicht Gott danken, daß er ihr den Weg zeigte, den sie gehen sollte. Mit wenig Worten hatten sie und Herr Sordegni sich verständigt. Ihm hallte das Schmerzgestöhn seines legten Kindes noch viel zu laut durch das zerrissene Herz, als daß Marias furze wahrheitsgetreue Auskunft über sich selbst ihm Eindruck gemacht, oder einer der ihm ganz fremden vornehmen Namen ihm auch nur eine flüchtige Erinnerung hinterlassen hätte. Das liebe, anmutige Mädchen wollte mit ihnen gehen; die Thatsache genügte ihm. Mit dem leitenden Arzte konnte er nicht verhandeln, derselbe war nicht in Klaino, der junge Assistenzarzt vertrat denselben und schnell war alles geordnet. Im Abendduntel folgte eine Kutsche dem Leichenwagen und Maria verließ Klaino. - Der September war gekommen, unlängst batte bag feindliche Heer Böhmens Fluren geräumt; schon beeiferte sich das aufatmende Bolt die Spuren der Striegsgreuel zu vergessen, indem es auf den Schlachtfeldern wieder friedliche Arbeit des Landmanns trieb. Schloß Klaino war geräumt worden, stand aber noch als verlassenes Lazarett da und weisen Hand es zu ordnen das Recht haben würde, das war iegt die Frage, deren Beantwortung näher rüdte und um so brennender wurde, als der„ Afrikaner" mit der ganzen rücksichtslosen Herrschsucht und dem despotischen Eigenwillen seines Vaters sich in den Besiz des ganzen zu sezen berſuchte.. Fortsetzung im zweiten Blatt.) Bruno biß sich ärgerlich auf die Lippe, bridge," entgegnete der Gutsherr falt, in den Wagen einbentgenicht zu gut ist für eine Sochzeit in FairHochzeit im Westende Londons sehen lassen könnte!" sta ein großartiger Aufzug, der sich fast bei einer Steigend. cartigo utlich zu ertragen pflegte, So ruhig als ließ. der Chorrod, und als er auf den Gan zutrat, zitterten seine Finger Sein Gesicht war fast fo weiß, wie Den er bereits angelegt; in der Hand hielt er einen Zettel, merksamkeit dem farrer zu, der hastig die Sakristei verAber im nächsten Augenblic wandte sich Aller Aufdermaßen, daß sie mochten. ver( Schluß.) Novellette von A. Neuschü h. Jhr Junge. Alles Thatte sie zum Empfang des Einzigen blipblant gescheuert und gepugt. Mutter Häberle hantirte geschäftig in ihrem Säuschen. hatten sie sich nicht gesehen, und nun war endlich die ( Nachdruck verboten.) midrichen bern. Die Blide der alten Frau irrten unruhig von Uniform... 1 fleide vor hier ihr Stand Einem zum Anathmete erleichtert auf lein in der Welt, wenn sie Pläne mit der Baronesse, die nun zu Wasser geworden waren. Weib, das ihn liebte, und für ihn sorgte, und stand dann nicht mehr und den hellen Augen... bas nun nach Ablegen von Hut und Jadet im Inappanliegenden, nagelneuen schwarzen Kleide ihrem Braute Der blühende, traftstroßende Bursche in der schmuden, tetsfamen bas junge Geschöpf mit dem hübschen blonden Kopf ihr Wunsch war erfüllt, er hatte ein sein junges Fraule... und ihre eigenen Sie Stellung von Anträgen zu unterstüßen. In der Regel sollen sie bei jeder Handel, Industrie und Verkehrswesen betreffenden Angelegenheit gehört werden. ** Das Gesetz über die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte im Großherzogtum Hessen ist erschienen, doch hängt das Inkrafttreten noch von dem Erlaß einer besonderen Verordnung ab. Als Wohnungen für Minderbemittelte gelten im Sinne des Gesetzes solche Häuser, bei welchen Wohnungen mit nicht mehr als 3 Zimmern nebst Küche und Zubehör als Regel vorgesehen sind. Darlehen werden an Gemeinden bis zum vollen Betrag der Kosten für den Erwerb des Baugeländes, sowie für die Bauausführung gewährt; unbemittelte Gemeinden können Darlehen zu einem geringeren Zinsfuße als dem üblichen erhalten, vorausgesetzt, daß diese Gemeinden das Darlehen in den ersten 10 Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes aufnehmen. Werden von der Empfängerin eines Darlehens die Vereinbarungen nicht eingehalten, so kann die Gemeinde das Darlehen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen. ** Zur Feier des Ludwigstages sieht man viele Flaggen aushängen. Einige Großbetriebe haben heute Nachmittag mit der Arbeit ausgelegt ** Die Reservisten sind heute Morgen zu einer mehrwöchentlichen Uebung hier engetroffen. ** Darmstadt, 23. Aug. Vor einiger Zeit ist in der Nähe der Ludwigsbuche an einem 13jährigen Mädchen ein Sittlichkeitsvergehen verübt worden. Der hiesigen Polizei ist es nun gelungen, den Thäter in der Person eines 18jährigen Schlosserlehrlings von hier zu ermitteln und gestern nachmittag festzunehmen. ** Darmstadt, 25. Aug. Die Knabenarbeitsanstalt feiert heute ihr 75 jähriges Bestehen. Günstige Aussichten für die Aepfelweintrinker.| Schloßfreiheitslotterie. Es sind kleine Leute, die den Nach Erkundigungen gestalten sich die Aussichten für Gewinn gut brauchen können. die Einkelterung des neuen Aepfelweins durchaus nicht so ungünstig, wie man es zur Zeit der Blüte annahm, im Allgemeinen haben wir eine Mittelernte auch in unserer näheren Umgebung zu erwarten, womit eine Hauptbedingung für die gute Eigenschaft des Getränkes erfüllt ist. Die Preise stellen sich das Malter 2 bis 3 Mark billiger als im vorigen Jahr, der Produzent verdient dabei ohne Aufschlag, die Trinker haben feinen Aufschlag zu erwarten beide Teile können also be= ruhigt in die Zukunft des nächsten Jahres blicken. a. Bei der Kanalisation in Löbers Hof( Neustadt) fommen 3 bis 6 Meter lange eichene Balten 40 bis 70 Centimeter dick, teilweise zugespigt, die senkrecht 3 bis 4 Meter in der Erde stecken, zum Vorschein und setzen der Arbeit große Schwierigkeiten entgegen. Wie man hört, sollen diese Kolosse von Balken von den früheren Festungswerken Gießens herrühren. o. Die Kirchweihen in dem benachbarten GroßenLinden und Lollar waren außerordentlich stark besucht. Die Züge, welche hier 5 Uhr 5 Min. abgehen, hatten ca. 20 Minuten Verspätung, weil der Andrang an dem Billetschalter dermaßen start. war, daß sogar der Vorsteher mithalf das Publikum mit Karten zu versehen. Das Bier des Bürgeri. Brauhauses in München erhielt auf der Gastwirts gewerblichen Ausstellung in Hamburg die höchste zur Verteilung gelangte Auszeichnung. Die goldene Medaille. Aus Hessen und nachbargebieten. Die Kirmiß brachte gestern und heute viel Auswärtige. Munteres Leben herrschte in allen Straßen, insbesondere im Festzelt des„ Deutschen Hofes". Die Musit war gut bescßt und agitierte fleißig, trog zeitweisen Mißtones, zum fröhlichen Tanze. Allseits wurde die rapide Zunahme Großen Lindens bewundert. Die Bahnhofstraße wied in einigen Jahren bis zum Bahnhof ausgebaut sein. So ist auch die Bauthätigkeit in der Molttes und Alte- Straße eine sehr lebhafte. In der Hauptstraße ist der Neubau des Meggermeisters Pirr im Rohbau vollendet und verschönert das Straßenbild Großen- Lindens durch seine modernen hessischen Formen ganz bedeutend. A. Großen- Linden, 25. Aug. ** Vereinsfestlichkeiten. Der Ausflug des Turnvereins nach Textors Terrasse war sehr gut besucht. Alle Plätze waren überfüllt. In Heuchelheim hatten sich auch zahlreiche Gäste zum Abturnen des Heuchelheimer Turnvereins eingefunden. Etwas stiefmütterlich fam bei der Menge der Festlichkeiten das 25 jährige Stiftungsfest des Kriegervereins Dutenhofen weg. Auch die Gabelsberger Stenographen hatten sich dort im Jagdschlößchen ein gefunden. ** Marktbericht. Bei dem am 19. und 20. August zu Gießen stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1439 Stück Rindvieh 741 Schweine. Der nächste Markt findet am 2. und 3. September statt. A. Windhausen, 25. Aug. Gestern wurde auf der Berf" unser Jugendfest gefeiert. Die umliegenden OctBerf" unser Jugendfest gefeiert. Die umliegenden Ortschaften brachten uns regen Besuch und jeder erfreute sich an den Spielen der Jugend, die wahre Fröhlichkeit zum Sport erhoben hatte. Schade, daß das anwesende Karroussel in seiner etwas allzu ärmlichen Ausstattung unsere Feststimmung nicht teilte. ** Allgemeine Deutsche Obstausstellung in Stettin. Der Anmeldetermin für die Teilnehmer an der Ausstellung aus Hessen, welche sich an der Beschickung durch den Hessischen Landwirtschaftsrat beteiligen, wird am 25. August geschlossen. Sämtliche Beschickungskosten übernimmt der Hessische Landwirtschaftsrat in Darmstadt, Bismarckstraße 78, von wo auch Programme und Anmeldeformulare zu beziehen sind. Die Großherzoglich Hessische Regierung hat für Preise 200 Mt. zur Verfügung gestellt, welche hauptsächlich für die aus Hessen beschickten Gruppen Verwendung finden sollen. - ** Darmstadt, 24. August. Die vom RadfahrerVerein Darmstadt auf seiner Rennbahn an der Heidelbergerstraße veranstalteten großen Internationalen Flieger- Rennen erfreuten sich, vom herrlichsten Wetter begünstigt, eines guten Besuches. Die Rennen nahmen folgenden Verlauf. 1. Fahren um den großen Preis von Darmstadt. Strecke 2000 Meter. 4 Barpreise von Mk. 500, Mf. 300, Mt. 150 und Mk. 75. Vorläufer über 1000 Meter. Die ersten eines jeden Laufes kommen in die Zwischenläufe, die zweiten in die Hoffnungsläufe. a) die 6 Vorläufe gewannen: J. van den Born- Antwerpen in 2 m. 7,3, Buisson- Paris in 1 M. 41,1, Heering- Hannover in 2 M. 30 S., E. Dirheimer- Hagenau in 2 M. 13 S., A. Ferrari- Rom in 1 Min. 49,3 S., W. Arend in 1 M. 53,3 S. b) Hoffnungsläufe: Der erste eines jeden Laufes kommt in die Zwischenläufe. E. Kudela- Prag in 2 M. 15 S., E. Möder- Frankfurt a. M. In der zweiten Runde platte trotz außerordentlichen Bummelns Meyer's Kette und er stürzte trotz des miserablen Tempos so gefährlich, daß er einen Armbruch erlitt, so daß Möder leicht das Ziel erreichen konnte. c) 3 wei 3 wischenläufe. Offen für Sieger der 6 Vorläufe und der beiden Hoffnungsläufe. Die zwei ersten eines jeden Zwischenlaufes fommen in den Endlauf. Arend, van den Born. d) Jm Endlauf starten die vier Sieger: van den Born, Heering, Arend und Ferrari und gehen auch in dieser Reihenfolge durchs Ziel. van den Born in 4 M. 13 S. Vor dem Start hatten die Fahrer aus einer Urne je eine Nummer gezogen, welche auf dem Rücken des betr. Fahrers befestigt wurde. Der jenige Rennbahnbesucher, dessen Programm- Nummer mit der auf dem Rücken getragenen Nummer des Siegers übereinstimmte, erhielt ein hochfein filberweiß vernickeltes Triumph- Fahrrad. Nach ziemlich langem Bummel ging endlich nach heftigem Vorstoß van den Born mit Nr. 2578 durchs Ziel und wurde Arend, der zu lange gezögert hatte, ie Führung zu übernehmen, von den anderen eingeschlossen, so daß er erst als Dritter einkommen fonnte. Der glückliche Gewinner ist ein Herr Petersen( Darmstadt). 2. Fahren um den großen Wanderpreis weiland Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Wilhelm von ** Aus Hessen, 24. Aug. Wie sehr der Tabakbau in Hessen( Provinz Startenburg) nachgelassen hat, geht aus einer vergleichenden Zusammenstellung hervor, wonach im Jahre 1896 die Zahl der Tabakpflanzen 2068 betrug gegen 1137 im vorigen Jahre. Die bebaute Fläche betrug damals 67,497 Ar, im vorigen Jahre 35,554 Ar. 1896 wurden 1,118,667 Rilogramm Tabat im Werte von 1,017,166 Mt. geerntet, im vorigen Jahre 690,453 Kiliogramm im Werte von 608,566 Mt. g. Braunfels, 25. August. Der hiesige Turnverein hielt gestern ein Schauturnen, verbunden mit der Einweihungsfeier seiner vergrößerten Turnhalle ab. Gegen 4 Uhr Nachmittags bewegte sich ein ansehnlicher Festzug, gebildet aus Mitgliedern des hiesigen Turnvereins mit ihren Damen, den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Turnvereins Weglar und des Männerfurnvereins Gießen durch die Straßen unserer Stadt. Auf dem F stplate angekommen, hielt err Kammersekretär Jockel, der 1. Turnwart des Vereins, die Begrüßungsansprache, und nahmen hierauf die vor gesehenen Turnübungen ihren Anfang. Es wurden zunächst Kürübungen an Reck und Barren vorgeführt, die alle eine tüchtige Schulung und forrefte Ausführung zeigten. Alsdann führten Turnerinnen einen Fahnen reigen auf, der großen Beifall fand. Stabübungen, ausgeführt von einer großen Zahl von Schulfwaben, sowie weitere Turnerreigen wechselten miteinander ab und trugen dazu bei, daß sich bald ein echt turnerisches Leben und Treiben auf dem Festplate entwickelte. Der obligate Tanz schloß die schön und würdig verlaufene Feier. Möge der Turnverein in seinem neuen Heime echten turnerischen Geist pflegen, und so rufen wir ihm denn am Schlusse unseres Berichtes ein kräftiges Gut Heil" zu. A." Intelligenz." Gestern Abend um 10 Uhr entstand am Bahnhof ein Auflauf. Der schwarze Diener eines hiesigen Direktors wurde von einem früheren Arbeiter dieses Werkes mit beleidigenden Worten, für seinen Herrn gemünzt, überschüttet. U. A. er( der Arbeiter) sei viel gescheidter, wie der Herr Direktor und deshalb habe er unter dessen Oberleitung nicht mehr weitergearbeitet. Der Diener frug ihn, ob er etwas von ihm wolle, und da es bejaht wurde lud er ihn ein mitzugehen. In der Frank furterstraße stuzte der Radauluſtige und frugwo er ihn denn hinführen wolle." Zum Herrn Direktor, damit Sie Ihre Worte ihm selbst ausrichten können!" Schluß großes Gelächter aller Umstehenden, die dieser Szene vom Bahnhof bis zur Frankfurterstraße gefolgt waren. - ** Obstsendungen. Die Post läßt sich die sorgfältige Behandlung der ihr anvertrauten Obstsendungen ganz besonders angelegen sein. Eine Verfügung des Reichspostamts, die soeben ergangen ist, macht den Postanitalten eine schonende Behandlung der Sendungen mit Obst, wie Tafelobst, Weintrauben 2c. zur Pflicht. Auch die Eiersendungen und die Sendungen mit lebenden Tieren werden den Postanstalten zur sorgfältigen Behandlung jetzt empfohlen. Derartige Stücke sind beim Umladen thunlichst von Hand zu Hand weiterzugeben und behutsam niederzulegen. In den Wagenräumen und Badklammern sind sie derartig zu lagern, daß sie feinem Drucke ausgesetzt sind. ** Die Jagd auf Feldhühner wurde eröffnet. Beim Einkauf von Rebhühnern möge man folgendes Verschen beherzigen: Ist gelb das Bein des Huhns gleich der Zitrone, So ist's von diesem Jahre zweifelsohne, Doch rechne davon zwei auf einen KopfSie werden Dir gar sehr gering im Topf. Das Huhn mit Beinen gelb wie Apfelsine, Vor Allem Dir zum saft'gen Braten diene. Bei hellen, grauen Beinen laß Dir raten, Ein halbes Stündchen länger es zu braten. Scheint dunkel schon des Hühnerbeines Grau, So focht's vor'm Braten erst die kluge Frau. Blaugraue Beine, Schnabel beinah weiß, Rings um die Augen ein hellroter Kreis Laß ab! umsonst find Speck und Fett und Butter, Derart'ge Hühner schenk der Schwiegermutter. - 黃黃 of bat Mann entlei der un ** einen S der Ho ließ fi bezahl den Folge betr Berufes rifarbeite wohnhaf werfen i berlegt. berbrad ** biehtra die Hed heranna ** 0 arbeiter der von bringende gegen die B rätin Es hand Wagne ift aber bu Augenbli tiefe Wun * Berli geftern in S arbeiters R. i fidh in die N essen. 2000 Meter. Offen für Herrenfahrer. Derselbe muß dreimal hintereinander oder viermal im Ganzen von demselben Fahrer gewonnen werden. Außerdem dem Ersten: eine goldene, dem Zweit n eine silberne, dem Dritten eine bronzene Medaille. 2 Vorläufe über 1000 Meter. Die beiden ersten eines jeden Laufes fommen in den Endlauf. 1. Lauf Carl Lurz- Frankfurt 1 M. 43 Sec 2. Mich. SchmidtLudwigshafen 1 M. 43,2 S., 2. Lauf 1. G. DrescherMainz 1 M. 25, S., 2. E. Schweinsberg- Frankfurt 1 M. 26 S. Im Endlauf sorgte Drescher alsbald für ein hübsches Tempo, Schmidt machte alsdann einen kräftigen Vorstoß und wurde sicherer Erster in 3 M. 42 S. Schweinsberg wurde guter Zweiter in 3 M. 42, S. Dritter wurde Drescher.- Interessantes Rennen. 3. 10 Kilometerfahren mit Motorführung. Nur offen für Herrenfahrer, welche über einspurige Motorführung verfügen. 3 Ehrenpreise im Werte von 60.-, 40.- und 20.- Mt. G. DrescherMainz fand zuerst an seinem vorzüglich arbeitenden zweifißigen Motor Anschluß und gewann das Rennen in großem Stil, wie er wollte, in 12 M. 18 S. 2. J. Hartmann- Rüsselsheim in 14 M. 5 S. 3.& LurzFrankfurt. Bei besserer Führung hatte Lurz wohl ernstlich in Betracht kommen können. 4. Prämienfahren. Strecke 3000 Mtr., offen für diejenigen Fahrer, welche im großen Preis von Darmstadt nicht placiert wurden. Dem Ersten jede Runde 10 Mt. Leyte Runde 50 Mt. dem Ersten, 30 Mt. dem Zweiten und 20 Mt. dem Dritten. Es starten 11 Fahrer 6 Runden. Die erste Runde fährt Buisson- Paris, die zweite Möder- Franffuct, die dritte Kudela- Prag, die bierte Dirheimer- Hagenau, die fünfte wieder Studela. Die letzte Runde nahm Dirheimer als erster in 4 M. 8 S., zweiter Dörflinger- Basel, dritter Kudela. 5. Tande m- Fahren. 2000 mtr. 3 Baarpreise 120, 80 und 40 Mt. 1. Willy Arend u. Dirheimer in 2 M. 40, S., 2. Kudela und Heering in 2 M. 41 S., 3. Buisson und Bettinger in 2 M. 41, S. Nach anfänglichem Abwarten gab Buisson in der dritten Runde Tempo, wurde aber vom weit zurückliegenden Tandem Arend in großartigem Spurt übe holt, von diesem sicher nach Gefallen gewonnen. ** Gelnhausen. In unserer an histor schen Erinnerungen reichen Stadt tagte am Freitag der Verein für hes sische Geschichte und Landeskunde, der hier seine 68. Jahres versammlung abhielt. Den Vorsiz führte General 3. D. Esentraut- Kassel. Nach dem Begrüßungsakte wurde der Jahresbericht erstattet. Aus demselben war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit rund 1600 Mitglieder zählte, die Einnahmen des V. reins betrugen 7261 30 Mt., die Ausgaben 6454 64 Mt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, als Ort der nächstjährigen Jahresversammlung wurde Wolfhagen beſt mmt. ** Frankfurt a. M., 24. August. Die hiesigen Sozialdemokraten veranstalten eine Reihe von Protestversammlungen gegen die fortgesetzte Erhöhung der Fleischpreise. ** Frankfurt a. M., 24. August. In das hiesige Landgerichtsgefängniß wurde der Spezereihändler Otto Grunow von Hausen wegen Sittlichkeitsvergehens, begangen an einem 7jährigen Mädchen eingeliefert. Grunow ist verheiratet und hat mehrere Kinder. ** Frankfurt a. M., 24. August. Der hiesige Magistrat hat an die Magistrate der benachbarten Städte eine Einladung zu einer im Oktober dahier stattfindenden Konferenz gesandt, in welcher über die Notstandsarbeiten, Unterstützungen an Arbeitslose, sowie über gemeinsam dafür aufzustellende Bedingungen beraten werden soll. ** Frankfurt a. M, 22. August. Für dasam 31. August hier stattfindende Automobilrennen zeigt sich fortwährend steigendes Interesse, sowohl im In- wie im Auslande. Verschiedene Automobil- Verbände veranstalten gemeinschaftliche Tourenfahrten hierher. Die Rennbahn des Rennflubs Frankfurt bedarf zum Auto mobil- Rennen verschiedener Herrichtungen, was gleich zeitig die Frage näher legt, ob nicht später eine besondere Automobil- Rennbahn erforderlich wird, wofür bei seiner centralen Lage Frankfurt sehr geeignet wäre. ** Ober- Abtsteinach, 24. Auguft. 3 Familien hier und in Unter- Abtsteinach gewannen je 6000 Mt. in der ** Mainz, 23. Aug. Gestern Abend wurde in einer Versammlung der Schweinemezger beschlossen, in Anbetracht der hohen Viehpreise, veranlaßt durch den Mangel an Schlachttieren, eine sofortige Erhöhung der Fleisch- und Wurstpreise vorzunehmen. Mainz, 23. August. Aus Uerdingen wird gemeldet: Nachdem eine der Leichen der Geschwister Hissen der bei dem Unfall der Prinzessin Vittoria Verunglückten Damen bereits gestern gelandet wurde, erfolgte heute die Landung der zweiten Schwester und ihrer Cousine. Die gemeinsame Beerdigung findet morgen statt. Das Befinden des bei demselben Unglück schwer verlegten Ingenieur Hissen ist fortdauernd zu frieden stellend und bietet Aussicht auf Genesung. ** Aus Rheinhessen, 24. August. Mirabellen fosten jetzt 18 Mt. pro Centner. einem Mauer fammenbrad fam, erhän fhnitten fie berjude bo Di Leipzig Geschäftsm Geldbeutel und wegen junger M und einging des bermeint dem Inhalt hatte. Nun bon der W tatten, m tum eing Beiden nod beffer sei, n den Beutel ausgefchloffe at Lage anderen S da set. N Dabon wa Wochen, d und zwa durch Unte Der wegen Haft bebal am Empfa wenigftens betr.: Die Be Aus rul 1332 f. Stiftungsu nur zugela a) Perf im b) Fra daß dera und rüdw ununt Die B bis 3um 3 meisterei Gie und ihre Qu näher zu beg Gießen Wir bi Der Städtische Ditober von Leute, die den er Zeit ist in der brigen Mädchen ot worden. Der Den Chater in der ** Darmstadt, 22. Aug. Auf dem städtischen Fried of hat sich gestern Vormittag gegen 11 Uhr ein älterer Mann durch einen Revolvers chuß in die Brust selbst entleibt. Langjähriges Leiden brachte den Mann zu der unseligen That. M ** Rüdesheim, 20. Auguſt. Ein Lohnkutscher fuhr einen Herrn von der hiesigen Eisenbahnstation nach der Haltestelle der Köln- Düsseldorfer Dampfschiffe. Hier ließ sich der Stutscher 40 Pfg. über die amtliche Tare bezahlen. Der Reisende meldete dies dem dienstthuen den Polizeibeamten, welcher Anzeige erstattete. Die Folge hiervon war, dem" N. B." zufolge, daß dem betr. Lohnfutscher die Konzession zur Ausübung seines Berufes polizeilich entzogen wurde. Mainz, 23 Aug. Der 32jährige verheiratete Fabrifarbeiter Franz Strayer aus Oppenheim, in Finthen wohnhaft, gerieth gestern furz vor Mittag in den Leder werfen in die Transmission und wurde lebensgefährlich verletzt. Der Verunglückte wurde ins Rochushosspital verbracht woselbst an seinem Aufkommen gezweifelt wird. ** Gaulsheim bei Bingen, 22. Aug. Beim Schlachtbiehtransport wurde gestern ein Och se scheu, sprang über die Hecken des Bahnförpers und wurde von dem gerade herannahenden D- Zug überfahren und sofort getödtet. Vermischtes. ** Ludwigshafen, 22. Aug. Hier wurde der Fabrikarbeiter Matthias Karst gebürtig aus Ratterode verhaftet, der von der Staatsanwalschaft zu Frankfurt a. M. wegen dringenden Verdachtes der Beihülfe an dem Mordversuch gegen die Prostituierte Edert steckbrieflich erfolgt wurde. * Berlin, 25. Aug. Der Mörder der Justiz rätin Jßmer ist am Sonnabend verhaftet worden. Es handelt sich um den etwa 30 jährigen Maler Otto Wagner aus Berlin. Der Mörder brachte sich im Augenblick der Verhaftung mit einem Messer eine tiefe Wunde im Unterleib bei. Er leugnet die That, ist aber durch die Indizien überführt. lings bon hier zu Bunehmen. Anabenarbeitsanftalt bom Rabiahrer 1 an der H cnationale om herrlichsten es. Die Rennen hren um den St. Strede 2000 Mt. 300, Mt. 150 Meter. Die ersten Zwischenläufe, die Die 6 Vorläufe ge pen in 2 M. 1, Hannover in 2 M. 2 M. 13 S., A. - Arend in 1 m. erfte eines jeden .Kudela- Brag in a. M. In der tlichen Bummelns des miserablen Irmbruch erlitt, fonnte. c) 3wei der 6 Borläufe zwei ersten eines Endlauf. Arend, starten die hier Cend und Ferrari durchs Ziel. van Start hatten die gezogen, welche igt wurde. Der gramm- Nummer mer des Siegers rweiß vernideltes em Bummel ging den Born mit Arend, der zu grung zu über schlossen, so daß Eonnte. Der glüd rsen( Darmstadt). derpreisweiland en Wilhelm von errenfahrer. Derselbe nal im Ganzen von lußerdem dem Ersten dem Dritten eine 1000 Meter. Die in den Endlauf. 1. 2. Mich. Schmidt uf 1. G. Drescher einsberg- Frankfurt Drescher alsbald machte alsdann ficherer Erster in guter Zweiter in ger.- Intereffante Cen mit Motor fahrer, welche über 3 Ghrenpreise im - Mt. G. Drescher rzüglich arbeitenden ewann das Rennen in 12 M. 18 S. M. 5 S. 3.& Burz hatte Lurz wohl 4. Prämien en für diejenigen Darmstadt nicht Runde 10 Mt. Mt. dem Zweiten tarten 11 Fahrer Buiffon- Paris, die Kudela- Prag, die e wieder Kudela. Is erster in 4 M. Kudela. 5. Ta n- arpreise 120, 80 er in 2 M. 40, G., ., 3. Buisson und anfänglichem Abn Runde Tempo, en Tandem Arend diesem sicher nach end wurde in einer $ ger beschlossen, in Bt durch den Mangel ng der Fleisch und erdingen wird ge er Geschwister Hiffen in Vittoria Verun ndet wurde, erfolgte Schwester und ihrer gung findet morgen elben Unglück schwer auernd zufrieden Benefung ft. Mirabellen toften Berlin, 22. Aug. In grauenhafter Weise versuchte gestern in Spandau die schon bejahrte Ehefrau des Geschüßarbeiters R. ihrem Leben ein Ende zu machen. Sie begab sich in die Nähe des Friedhofes und schlug sich zunächst mit einem Mauerstein vor die Stirne, bis sie bewußtlos zusammenbrach. Als sie von ihrer Betäubung wieder zu sich tam, erhängte sie sich an einem Baum. Vorübergehende schnitten sie ab, und die alsbald angestellten Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg. Die Scham", einen Irrtum einzugestehen. Aus Leipzig wird der„ Voss. 3tg." gemeldet: Ein hiesiger Geschäftsmann war in dem Glauben, daß ihm ein Geldbeutel mit 1300 Mark gestohlen worden sei, und wegen des Verdachts der Thäterschaft wurde ein junger Mann verhaftet, der in der Familie ausund einging. Schon am andern Tage fand die Frau des vermeintlichen Verlustträgers den Beutel mitsamt dem Inhalt in einem Bett vor, wo sie ihn aufgehoben hatte. Nun unterließ es das Ehepaar aber, von der Wiedererlangung Anzeige zu er= statten, weil es sich schämte, seinen Jrr tum einzugestehen". Ein Schutzmann hatte die Beiden noch darauf aufmerksam gemacht, daß es doch besser sei, nochmals nachzusehen: vielleicht hätten sie den Beutel verlegt. Das hatten sie aber als gänzlich ausgeschlossen bezeichnet. Erst nach Ablauf von acht Tagen erwähnte die Frau gesprächsweise einem anderen Schuhmann gegenüber, daß der Beutel wieder da sei. Nun erstattete dieser Anzeige und die Folge davon war, daß das Landgericht den Mann zu drei Wochen, die Frau zu einer Woche Gefängnis verurteilte, und zwar wegen Freiheitsberaubung, da sie durch Unterlassung der Anzeige verschuldet hatten, daß der wegen Diebstahlsverdachts Verhaftete acht Tage in Haft behalten worden war. * Zeitgemäßer Wiz. Das abscheuliche Wetter, das am Empfangstage des Schahs in England herrschte, hat wenigstens ein prachtvolles bon mot gezeitigt. Ein KutBekanntmachung betr.: Die Vergebung der Kommerzienrat ,, Heichel heimStiftung". Aus rubr. Stiftung haben am 1. November I. J. 1332 Mt. zur Verteilung zu gelangen. Nach§ 3 der Stiftungsurkunde fönnen zur Bewerbung um die Gaben nur zugelassen werden: a) Personen, welche während des Feldzuges 1870/71 im Militärverhältnis gestanden haben; scher, der ein Mitglied der Suite des Schahs fuhr, wurde von einem Stollegen mit den Worten angeredet: Was fährst Du denn da, Bill"-„ Einen Freund des Schahs, einen sogenannten Sonnenanbeter," lautete die Antwort. Hm," meinte der andere mit einem Blick zum dicht bewölkten Himmel,„ der will hier wohl Ferien machen?" * Berlin, 23. August. Der 68jährige Geheime Sanitätsrat Dr. Hermann Schlesinger hat heute früh Selbstmord durch Vergiften begangen. lleber die Beweggründe zu der That hat ſich bisher noch nichts ermitteln lassen. * Potsdam, 23. August. Heute Morgen wurde die verwitwete Frau Justizrat Ißner in ihrer hierselbst, Spandauerstraße 17, belegenen Villa ermordet auf gefunden. Es ist anzunehmen, daß der Mord in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag verübt worden ist. Vom Thäter fehlt jede Spur. Untersuchung ist sofort eingeleitet worden. Es liegt unzweifelhaft Naubmord vor. Dresden, 24. Aug. Der kommandirende General des XII. Armeekorps, General der Infanterie von Hausen ist zum Nachfolger des verstorbenen Kriegsministers von der Blaniz bestimmt. * * Mons, 24. August. 4 Grubenarbeiter wurden durch Einsturz eines Schachtes berschüttet. Einer ist tot, die drci anderen find lebensgefährlich verlegt. * Schweriu, 21. Aug. Hier ist eine ganze Familie infolge des Genusses von giftigen Bilzen gestorben. ** Bell, 22. Aug. Gegen einen hiesigen Einwohner ist seitens des kathol. Pfarramtes bei dem Staatsanwalt Anzeiae wegen Störung des Gottes dienstes erhoben worden. Der betreffende Landwirt hatte in seiner neben der Kirche gelegenen Hofraithe am Mariä- Himmelfahrtstage die Dreschmaschine auch während des Hochamtes laufen lassen. Als der Geistliche auf die Kanzel kam und nach Aufhören des Orgel spiels das Summen und Brummen das sich besonders störend bemerkbar machte, forderte er den anwesenden Polizeidiener auf, bei dem störenden Nachbar sofort Einhalt zu gebieten, widrigenfalls Strafantrag gestellt würde. Das fostet 2,40 Mr. Straf, dafür setzen wir nicht aus," war dessen kurzgemessene Antwort. Als die Störung nicht aufhörte, mußte der Geistliche die Kanzel verlassen. Die 2,40 Mt." werden wohl nach dem gerichtlichen Austrag in Goldstücken ausgezahlt werden. ** Zell, 22. Aug. Bei dem vorgestrigen Gewitter ereignete sich hier ein merkwürdiger Unfall, dem leicht zwei Menschenleben hätten zum Opfer fallen fönnen. Der 16jährige Chr. Weil und die 17jährige Wilhelmine Günther von hier waren in der Scheune des Herrn Golsen damit beschäftigt, im dritten Stockwerk Heu zurechtzusetzen. Bei einem grellen Blizz erschraf der junge Arbeiter so sehr, daß er das Gleichgewicht verlor, in einer Höhe von etwa 12 Meter herabstürzte und das Mädchen mitriß. Zum Glück lagen auf der Tenne einige gepreßte Strohbosen, sodaß Weil mit dem Schrecken davonkam, während das Mädchen eine Rippe gebrochen und etwas die Lunge verletzt hatte. Doch liegt nach ärztlicher Aussage keine Lebens. gefahr vor. ** Hamburg, 22. August. Heute morgen um 4 Uhr drangen Einbrecher in das in der Eckenförderftraße gelegene Hotel St. Paulihof. Infolge des von ihnen gemachten Lärms erwachte der dreißigjährige Hausdiener und wurde von den Einbrechern überfallen und durch Messerstiche getötet. Die Mörder konnten unentdeckt entfliehen. * Pilsen, 23. August. Die Ortschaft kadolz ist infolge Unvorsichtigkeit von Kindern, welche mit Feuer spielten, bis auf zwei Häuser niedergebrannt. Die ganze heurige Ernte und sämtliche landwirtschaftlichen Geräte sind ein Raub der Flammen geworden. Die Lage der Abgebrannten ist, da sie wenig versichert waren, eine trostlose. * Kiew, 24. Aug. In den letzten Tagen wurden hier zahlreiche Hausbesitzer und Kaufleute wegen BrandAmtlicher Teil. bleibt, und daß die auf dem Friedhof verweilenden eine Vierzeichen anfmerksam gemacht werden. telstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein GlockenGießen, am 16. August 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Das Wasser des Stadtbaches wird vom 23. 1. Mts ab auf die Dauer von etwa 3 Wochen von morgens 6 Uhr b) Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß diese sb. a) und b) bezeichneten Bewerber einer bis abends 6 Uhr abgestellt. derartigen Unterstützung bedürftig und würdig find und daß dieselben von der Zeit der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen ununterbrochen gewohnt haben. Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich bis zum 30. September I. Is. bei Großh. Bürgermeisterei Gießen schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und ihre Qualifikation zum Bezuge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, 21. August 1902. Der Bürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. August bis 15. Oftober von Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet Gießen, 21. August 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Arbeitsvermitttlung für Reservisten. darauf hinweisen, daß wir mit dem Kommando des hiesigen Indem wir die Arbeitgeber Gießens und der Umgegend Infanterie- Regiments wegen Vermittlung von Arbeit für die am 23. September d. I. zur Entlassung kommenden Mannschaften in Verbindung getreten sind, fordern wir alle Interessenten hiermit auf, Gesuche um Zuweisung von Arbeitern aller Art vor dem genannten Tage an die unterzeichnete Nachweisstelle einzureichen. Die Gültigkeitsdauer der Gesuche erlischt am 30. Sept. Gießen, den 19. August 1902. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Mecum. | stiftung verhaftet. Viele Personen, welche zur Brandstiftung erkauft wurden, wurden ebenfalls verhaftet. Die Bahl der nachgewiesenen Brandstiftungen mehrt sich mit jedem Tage. Im Dienste der Brandstifter nahmen nicht nur kleine Hausbesizer, sondern auch angesehene Kaufleute und Personen in geachteten Stellungen und Ansehen teil. Die große Zahl der Brandfälle in Kiew während des letzten Jahrzehnts ist unzweifelhaft auf Brandstiftung zurückzuführen, zum Zwecke der Erhebung der Versicherungsprämien. New- York, 23. Auguft. Aus St. Thomas wird gemeldet, daß ein starker vulkanischer Ausbruch vorgestern wieder am Mont Pelèe zu bemerken war. Der Ausbruch war von völliger Dunkelheit begleitet. Eine große Menge vulkanischer Asche bedeckte die Schiffe, welche in einem Umkreise von 8 Stilometer vor Anker gegangen waren. Bisher ist noch nicht bekannt geworden, ob durch den Ausbruch Personen ums Leben gekommen find. Madrid, 23. Auguft. Eine furchtbare Explosion ereignete sich in der Explosivstofffabrik von Cayas ( Oviedo). Mehrere Personen wurden getödtet und schwer verletzt. * Algier, 23. August. Seit einigen Tagen sind hier große Waldbrände entstanden, dieselben dauern fort. Bis jetzt sind über 2000 Heftare Wald zerstört worden. Die Bevölkerung und die Truppen sind eifrig mit Löscharbeiten beschäftigt. Ein Palmenwald bei Bolfusville wurde durch Feuer vernichtet. * Ein kluges Bäuerlein. Kürzlich erschien bei einem Advokaten in Rotterdam ein Bauer, um ihn zu konsultieren. Er schilderte die Ursache seines Streites haarfein und wollte darauf wissen, ob er nach dem Geseze Recht behalten werde. Nach einigem Nachdenken erklärte der Advokat:„ Wenn sich Alles so verhält, wie Sie's geschildert haben, so gewinnen Sie den Prozeß." Darauf erwiderte das Bäuerlein schlau lächelnd:" Dann werde ich wahrscheinlich keinen Prozeß anfangen, denn ich habe Ihnen den Fall meines Gegners auseinandergesezt." Er legte das übliche Honorar für die Rechtsbelehrung hin und ließ den verblüfften Advokat fizen. * Ein origineller Streit. Wie in vielen spanischen Städtchen, so herrscht auch in Villalar( Valladolid) die Sitte, daß jährlich ein Mal, gewöhnlich am Tage des Lokalheiligen ein Stiergefecht auf Gemeindekosten stattfindet. Da die Gemeindekasse von Villalar aber immer leer war, hatte ſeit 6 Jahren das traditionelle Stiergefecht nicht stattfinden können. Das souveräne Bolt verlangte aber sein Recht, legte die Arbeit nieder, durchzog die Stadt mit einer roten Fahne und erklärte, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, als bis seinem Verlangen stattgegeben sei. Da die ErnteArbeiten feinen Aufschub erleiden konnten, mußten die Stadtväter sich dazu bequemen, dem souveränen Volk zu Willen zu sein. Briefkasten. Herrn U. in R. Besten Dank. Für die Berichterstattung ist bereits Sorge getragen. Gestorbene. Am 23. August: Anna Marie Katharine Wagner, geb. Tegloff, 26 Jahre alt, Ehefrau des Eisenbahndiätars Peter Joseph Wagner. Am 24. Aug. Karoline Steinmeyer, 67 Jahre alt, ohne Beruf. Beide von hier. Anker- Cichorien -in Cafeln! Unübertroffener Kaffee- Zusaz, würzig u. bekömmlich, eingeteilt in Tafeln zu 50 Würfeln. Ungemein praktisch und sauber im Gebrauch. 1 Tafel für 10 Pfg.reicht aus zu 200 Tassen Kaffee. Ueberall zu kaufen! 1103 Dommerich& Co. in Magdeburg- Budau. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Mittwe zu Gießen sind am 2 Oftober die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige unbescholtene, im Wittwenstand lebende Bürger und Wittwen von Bürgern zu verteilen. Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September auf dem Armen amt erfolgen. Gießen, 22. August 1902. Stadt Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum Bekanntmachung. In der Zeit vom 16. bis 23. August 1902 wurden in hiesiger gefunden: 1 Kinderleberschürze und 1 Paar weiße wollene Handschuhe; ihre verloren: 2 Portemonnaies mit Inhalt. Entlaufen ist: 1 weiß und braun gefleckter Jagdhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 23. August 1902. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. No ft. Bekanntmachung. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie von km 1,9 bis km 2,8 der Frankfurterstraße in Gießen liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Gießen aus. Darmstadt, 20. August 1902. Kaiserliche Ober- Postdirektion. Robelt. Todes- Anzeige. In seinem unerforschlichen Ratschlusse hat es Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Karoline Steinmeyer welche uns stets eine unentbehrliche Stütze war, nach 6tägigem Krankenlager, im Alter von 67 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stilles Beileid bitten Giessen, Offenbach, Zürich u. Baltimor, den 24. August 1902. Die Familien Joh. Bender u. Martin Steinmeyer. Die Beerdigung findet Dienstag den 26. August nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause Wolkengasse 5 aus statt. N Abonne in's Hau Gratis Oberhe Garten Da · Darmstädter Möbelfabrik und Kunstsalon G. m. b. H. Grossherzogl. Hess. Hofmöbelfabrik. Bedeutendstes und grösstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands. 160 compl. Zimmereinrichtungen Spezialität: Wohnungseinrichtungen von Mk. 1500 bis Mk. 15 000 und höher. Unser Vertreter, Herr Tabel weilt am 26. August in Friedberg: دو دو " 27. 28. " دو ג, und hat unsere reichhaltige Kollektion ausgestellt im Hotel Trapp Bad Nauheim: Wetzlar: Hotel Langsdorf 77 Hotel Grossherzogliches Haus " دو 29. u. 30. August in Giessen: Hotel Prinz Karl. Die verehrlichen Inserenten werden höfl. gebeten, sich die Ausstellung anzusehen, oder, falls persönlicher Besuch erwünscht, dies unserem Vertreter nebst Angabe der passenden Zeit mitzuteilen. Besuchszeit im Hotel: Morgens von 11 bis 1 Uhr, nachmittags von 3 bis 5 Uhr. 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