10 pou дод фон " 1“ ag n ' an วน UV Ding J 9 DE ua a น วน Buy эрэл ир лавовна 50" pha [ 6 излра uaagpa !§) 1004 ng gun un inb Puaq ug ing uoq has a n Bar وود anjaa пашшру Bnub 116 ayuubag Buna18 gpst 8 ugg snoug nocy gag iu36 ວາງ ດ q an 11018800 atpahaago эвородения vigaß gnog su ginsmannog 77426 Nr. 222. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch den 24. September 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Politische Nachrichten. Am Sartophage Kaiser Friedrichs in der Friedenskirche zu Potsdam legte gestern zur Feter des Lages, an welchem vor nunmehr 25 Jahren der damalige Kronprinz Friedrich Wilhelm zum Chef des 6. badischen Infanterie- Regiments Kaiser Friedrich III. ernannt wurde, eine Offiziers- Deputation des zu Konstanz am Bodensee auf der Burg Hohenzollern garnisonierenden Regiments einen Kranz nieder. Darmstadt, 23. Septbr. Aus Kiel kommt die Nachricht, daß die Familie des Prinzen Heinrich unserem Großherzog einen vierwöchentlichen Besuch abstatten wird. Berlin, 23. September. Zu der Rede des Abgeordneten Schädler in Tuntenhausen bemerkt die National- Zeitung: Es ist zur Genüge dargelegt worden, daß die lediglich persönliche Meinungs- Aeußerung des Kaisers in dem Telegramm an den Prinz- Regenten durchaus feine Einmischung in bayrische Landes- Angelegenheiten war. Der bedauerliche Fehler bestand lediglich in der Veröffentlichung des Telegramms. - Die Zolltariffommission des Reichstages hat heute die Beschlüsse der ersten Lesung zu den zur Spezialdiskussion gestellten Positionen mit geringen Abänderungen aufrecht erhalten, so die Kartoffel-, Hopfenund Obstzölle. Nur für Bananen wurde mit Rücksicht auf die Kolonieen Zollfreiheit beschlossen und der Termin für die Zulassung zollfreier Obsteinfuhr verschoben. Der Reichsschatsekretär Thielmann trat nachträglich den Beschlüssen entgegen, die in erster Lesung zum Thee- und Kakaozoll gefaßt worden waren und denen gegenüber er sich die weitere Stellungnahme der Regierung vorbehielt. Zur Posener Oberbürgermeisterfrage teilt der Stadtverordneten- Vorsteher Justizrat Dr. Lewinski mit, daß er den Nachrichten auswärtiger Blätter, wonach er zum Nachfolger des Oberbürgermeisters Witting ausersehen sei, vollständig fern stehe und sich weder um dieses Amt bewerben, noch in der Lage sein werde, es anzunehmen, falls es ihm überhaupt angetragen werden sollte. 10] Entlarvt. Roman von Moriz Lilie. ( Nachdruck verboten.) Das Gewitter war vorüber und Josef meldete, daß man vom Schlosse das Ponygeschirr des gnädigen Fräuleins gesandt habe. Erna stand auf. " Das ist gut", sagte sie. Jekt fönnen Sie Ihre Absicht, meinen Vater zu besuchen, um so leichter ausführen, Herr von Fries. Sie fahren mit meinem Wagen, Ihr Pferd bringt Josef nach dem Falfenhof." " Vortrefflich!" versette Fries im Tone aufrichtiger Freude. Durch Sie geführt, gnädiges Fräulein, darf ich hoffen, bei Ihrem Herrn Vater für die unpassende Besuchsstunde Verzeihung zu finden." Heller Sonnenschein leuchtete Ihnen entgegen, als sie ins Freie hinaustraten. Bald zogen die Pferde an und eilten in flottem Laufe dahin, während der Reitfnecht mit dem Rosse des Herrn von Fries langiam folgte. Der Köhler hatte ein reiches Geldgeschenk erhalten. Herr von Falfenhof empfing den Gast, wie gewöhnlich unter seinen Büchern vergraben. Er gab sich Mühe, freundlich zu sein, was ihm bei seinem finsteren, mürrischen Wesen nicht ganz leicht wurde. Dennoch frente er sich in seiner Weise, den cinst so munteren Knaben jetzt als stattlichen Jüngling wiederzusehen, und als er ihn bei seinem Scheiden einlud, seinen Besuch zu wiederholen, war dies nicht bloß Redensart, sondern sein ernstgemeinter Wunsch. Bon diesem Tage an war Alfred von Fries täglicher Gast im Schlosse Faltenhof, und eines schönen Tages ließ er sich bei dem Hausherrn melden und warb in aller Form um Ernas Hand. Ernas Vater hörte den jungen Mann ruhig an ohne irgend ein Zeichen von Ueberraschung; er schien das erwartet zu haben. Dann sagte er: " Bevor wir weiter über diese Angelegenheit sprechen, muß ich Ihnen eine Mitteilung machen. Meine Tochter besißt außer dem nicht großen Erbteil ihrer Mutter kein Vermögen; der Falkenhof ist Fideikommiß und geht mit allen seinen Einkünften auf einen entfernteren Verwandten über. Wenn Sie also auf eine hohe Mitgift rechnen, so täuschen Sie sich." " Ich habe glücklicherweise nicht nötig, auf diese Dinge irgend welchen Wert zu legen", versezte Fries nicht ohne Bitterfeit. Sie fennen ja meine Verhältnisse, Herr von Falkenhof, Sie wissen, daß ich der einzige Erbe des großen väterlichen GrundDer Vorstand des deutschen Fleischer- Verbandes beabsichtigt in den nächsten Tagen in vielen Millionen Exemplaren ein Flugblatt verbreiten zu lassen, in welchem die Behauptung des Bundes der Landwirte über die Viehnot widerlegt und die Angriffe auf das Fleischergewerbe zurückgewiesen werden. - Von einem Vorfalle an der deutsch französischen Grenze berichtet die Straßburger Post" was folgt: Mehrere in der Nähe von Plaine, Kreis Molsheim, beschäftigte Holzhauer aus Württemberg hatten sich am letzten Samstag Abend über die Grenze nach Belval, Arrondissement St. Dié begeben und waren dort in einer Wirtschaft eingefehrt, wo sie zechten. Als die Gemüter erhitzt waren, sei es in der Wirtschaft zu Streitigkeiten und schließlich auch zu Thätlichkeiten gekommen. Wer den Streit begonnen habe, sei bis jetzt noch nicht festgestellt, da die Aussagen der Beteiligten sich widersprechen. Schließlich aber wurden die Deutschen von französischen Grenzaufsehern verhaftet. Einer der deutschen Holzhauer, der erst am Montag wieder freigelassen wurde, erzählte, daß sie von den französischen Wächtern und Polizeibeamten in rohester Weise mißhandelt worden seien und keine oder nur ganz ungenügende Nahrung erhalten hätten, und das„ Alles nur, weil sie Deutsche waren". Die„ Post" fnüpft an diese Schilderung den Wunsch, der Vorfall möge baldigst völlig aufgeklärt werden. ,, Vater und König“. Das offiziöse Journal de Bruxelles" bringt einen Leitartikel unter der Ueberschrift Vater und König", darin heißt es: Die überfstürzte Abreise der Prinzessin Stephanie hat in Spa und mit schnellstem Widerhall in der Hauptstadt eine Erregung hervorgerufen, die zu leugnen findisch wäre. Die Menge, die sich der sorglosen, strahlenden, hübschen, populären, jungen Brinzessin erinnert, ist von einem Gefühl tiefen Mitleids ergriffen, für diese in Thränen ge= badete Tochter, welche der Wille des Vaters vom Leichenbegängnis der Mutter fernhält. Das Volk sieht in dieser Verbannung eine Härte und Strenge, die Erbarmen weckt und Unwillen erregt. Die öffentliche Meinung übersehe, daß in dem Vater gleichzeitig der König wach bleiben müsse, daß in der Familie auch die Dynastie lebe und daß in dieser Tochter, die ihre Mutter beweint, eine fönigliche Prinzessin lebt, die ihres Ranges und ihrer Titel verloren gegangen ist. In der väterlichen Strenge erkenne das Volk nicht die fönigliche Unerbittlichkeit. Grade in den peinvollsten schrersten besizes bin, ich darf also bei der Wahl meiner Lebensgefährtin lediglich meinen Neigungen folgen." Der alte Herr nickte mehrmals lebhaft mit dem Kopfe, und ein zufriedenes Lächeln glitt über sein Gesicht. " Nun also, Herr von Fries, meine Zustimmung haben Sie" sagte er nach einer kurzen Pause. Es wird jezt Ihre Sache sein, sich die Ernas zu verschaffen." Dann erlauben Sie wohl, daß ich das gnädige Fräulein auffuche?" rief Alfred sich rasch erhebend. Er wußte ja, daß er dort offene Arme finden würde. " Gewiß, Herr von Fries", nickte der Schloßherr. Sie finden meine Tochter wahrscheinlich im Musifzimmer." Der junge Mann verbeugte sich leicht und eilte fort. Würde er das Mädchen auch heiraten, wenn ihm das tiefe Geheimnis, das in meiner Brust begraben liegt, bekannt wäre?" fragte sich der alte Mann, indem er stehen blieb und starr vor sich hiusah. Müßte ich es ihm nicht mitteilen, bevor er Erna zum Altare führt?" Er überlegte. Augenblicken habe das Königtum die Pflicht, sich am festesten zu zeigen. Der Artikel schließt wörtlich:" Es ist das traurige Los der Könige, nicht als Menschen handeln zu dürfen. Als Wächter erhabenster Traditionen unterstehen sie höheren und strengeren Gesezen als die unseren sind, auch wenn das Herz tötlich leidet." Ein bürgerliches Blatt glaubt, die bel= gische Bevölkerung rühmen zu müssen, die der Prinzessin ihre herzlichste Teilnahme zeigte, ohne nach einer anderen Seite - Nachträglich wird bekannt, daß feindlich zu manifestieren. der stellvertretende Bürgermeister Depotter gestern früh der Gräfin Lonyay persönlich die Teilnahme der Brüsseler Bevölkerung ausgedrückt hat. Ebenso wie am Brüsseler Südbahnhof wurden der Gräfin auch auf dem Bahnhof zu Tournai von der Menge die herzlichsten Ovationen bereitet; sie danke bewegt. - Brüssel, 23. Sept. Die Gräfin Lonyay läßt durch ihren Privatsekretär folgende Erklärung über den Zwischenfall mit König Leopold veröffentlichen: Ich befand mich mit meinem Gemahl in Cromer, als ich die Nachricht vom Tode meiner Mutter erhielt. Ich ging sofort als liebende Tochter und als Patriotin, um der Königin die letzte Ehre zu er weisen. Seine Majestät ließ mir mitteilen, daß meine Anwesenheit nicht erwünscht sei. Eine Szene hat nicht stattgefunden. Wie die Gazette" meldet, wurden, als die Gräfin nach Calais abfuhr, von zwei Damen die Rufe: Nieder mit dem König" ausgestoßen. Weiter hörte man den Ruf:„ Es lebe König Albert". " " " Brüssel, 23. Sept. General Botha teilte in einer gestern in Rotterdam gehaltenen Rede mit, daß er von einer reichen Amerikanerin die Summe von 500 000 Frs. für die Opfer des südafrikanischen Krieges erhalten habe. Antwerpen, 23. Sept. Die hiesigen Damen der Aristokratie haben aus Anlaß des Todes der nigin beschlossen, freiwillig eine sechsmonatliche Trauer andegen. San Sebastian, 23. Sept. Der Minister des Aeußeren erklärte die in der Presse verbreiteten Gerüchte über eine angeblich spanisch- französische Allianz für erfunden. Petersburg, 23. Sept. Der PostanweisungsVerkehr zwischen Rußland und Bulgarien wird am 1. Oktober eröffnet werden. Der höchste Betrag einer Anweisung ist auf 100 Rubel, d. t. 267 Francs festgesetzt. Petersburg, 23. Sept. Bei der Rückkehr des Zaren vom Manöver in Kursk soll ein Attentat gegen " Weiß das Mädchen, daß es nicht Ihr Kind ist?" fragte Ancelot weiter. " Nein", erklärte Frau Mende,„ obwohl sie wohl so etwas ahnt." In diesem Augenblick ertönte die Klingel, und die Gardine ward langjam emporgezogen. Ein Frauenzimmer in furzen Gazeröckchen, Tricots und weit ausgeschnittenem Mieder hüpfte mit einigen Sprüngen auf die Bühne und verneigte sich tief nach allen Seiten, begrüßt von stürmischem Beifallsflatschen. Dann begann fte ein Lied zu fingen, das reich an 3weideutigkeiten war, aber vielleicht gerade deshalb rauschenden Jubel entfesselte. Zum Dant dafür warf die Sängerin nach allen Seiten Kußhändchen. Das Antlig des Franzosen wandte sich dem Mädchen zu, jeder Nerv, jede Fiber schien aufs höchste angespannt zu sein. Das Mädchen, welches dort auf dem Podium sang und tanzte, war in der That eine eigentümliche Schönheit. Bon großer, voller Figur, rundem Gesicht und kräftigem Gliederbau, machte sie fast den Eindruck einer Athletin. Dunkle, blizende Augen schwarzes, vermittelst des Brenneisens gelocktes Haar, rote, frische " Nein, niemals kommt ein Wort davon über meine Lippen!" Wangen und Lippen und ein gelblicher Teint verliehen ihrer rief er laut und setzte sich wieder zu seinen Büchern. VIII. Die Lokalsängerin. Die Singspielhalle, welche Ancelot mit Frau Mende aufsuchte, lag in einer schmalen und nicht besonders sauberen Vorstadtstraße Wiens. Es war ein großes Zimmer, an dessen hinterer Wand eine kleine Bühne stand, von welcher herab die Vorträge gehalten wurden. Herzhaft schritt die Frau vorwärts, zwischen den dichtheseßten Tischen dahin, nach einer Fensternische, in welcher noch einige Stühle frei waren. Ancelot folgte ihr. " Ist Fräulein Seraphine schon auf der Bühne gewesen?" fragte Frau Mende einen Mann am nächsten Tische. Sie hat erst einmal gesungen, muß aber jest wiederkommen", berichtete der Angeredete, eine gewaltige Dampfwolfe aus seiner Pfeife von sich blasend. " Wer ist Seraphine?" fragte Ancelot mit leiser Stimme. " Nun, das ist eben die, welche Sie suchen", versetzte sie. Als Mitglied der Singspieltruppe heißt sie Seraphine; das Klingt nobler." ganzen Erscheinung etwas Zigeunerhaftes, das aber nichts Abstoßendes hatte. " Nun, wie gefällt Ihnen Seraphine?" flüsterte die Frau ihrem Begleiter zu. Aber Ancelot schien sie nicht zu hören, seine ganze Aufmerksamkeit war auf die Vortragende gerichtet. " Das also ist das Mädchen, welches bestimmt ist, meine Hoffnungen und Wünsche zu vernichten?" dachte er, und in rascher Folge schloß sich dieser Wahrnehmung eine weitere, lange Gedankenreihe an. " So muß es gehen", beendete er seine stillen Reflexionen. Gs" bleibt mir feine andere Wahl, als das Mädchen zu heiraten. Dem alten Grafen lüge ich vor, daß ich keine Ahnung von ihrer Herkunft hatte, als ich mich sterblich in sie verliebte. Die Alte hier darf vorläufig ebensowenig wie ihre angebliche Tochter erfahren, das blaues Blut in ihren Adern fließt, und ist sie erst mein Weib, dann kann mir die Erbschaft ihres Großvaters nicht entgehen. Sie wird ihr Wesen unter meiner Zucht ein wenig abichleifen, sich feinere Manieren angewöhnen müssen, dann lasse ich sie durch den alten Advokaten Hartwig entdecken als die gesuchte Grafentochter- und das Ziel ist erreicht! Nur so kann ich die Erbschaft für mich retten." In diesem Moment trat das Mädchen mit dem Teller in der Hand an den Tisch heran, um von Ancelot einen Beitrag au erbitten. ihn geplant gewesen sein. Die Verschwörer hatten seine Rückreise entweder auf der Nikolai- oder auf der Warschauer Bahnlinie erwartet und auf beiden Strecken Schienen aufgerissen. Auf der ersten Linie sei die Sache jedoch rechtzeitig entdeckt worden, im zweiten Falle dagegen sei der Nord Expreßzug entgleist. werden. - Giessener Cagesneuigkeiten. ** Zu den Landtagswahlen. Im Wahlkreis Gießen wird Herr Justizrat Dr. Gutfleisch wieder aufgestellt Für die Stadt Darmstadt wird von den Nationalliberalen Herr Oberbürgermeister Morneweg und Landgerichtsrat Dr. Buff in Vorschlag kommen. Im Wahlkreis Offenbach- Land stellen die Bürgerparteien Bürgermeister Lammerr in Bürgel auf. *** Ortsgewerbeverein Gießen. Die diesjährige Generalversammlung fand gestern Dienstag, den 23. September im Restaurant Feidel statt. Die Tages ordnung, welche 6 Punkte umfaßte, kam wie folgt zur Erledigung: Aus dem vom Vorsitzenden, Herra Kommerzienrat Heyligenstädt vorgetragenen Jahresberichte entnahm man, welche rege Thätigkeit ins besondere der Vorstand im abgelaufenen Jahre entwickelt hat und wie vielseitig die Aufgaben waren, welche zu erledigen waren. Der Vorstand erlitt durch den Tod zweier Mitglieder der Herren Stohr und Schäfer eine schwere Lücke, die Anwesenden erhoben sich zum Zeichen der Trauer von ihren Plätzen. zweite Punkt der Tagesordnung: die vom Vereinsrechner Herrn Hoos vorgetragene Rechnungsablage gewährte ein recht erfreuliches Bild über den Stand der Finanzen. Die hierauf folgende Vorstandswahl ergab einerseits die Wiederwahl der turnusgemäß aus zuscheidenden Herrn: Petri II, Faber, Steinhäuser und Otto Schmidt und andererseits als Ersatz für die durch Tod oder Wegzug freigewordenen Stellen, die Herren: Dörr, Haggenmüller, Rahn und H. Müller. Die Ge= werbegerichtsordnung betreffend, überläßt man der näheren Erledigung dem Vorstand. Bezüglich des Genossenschaftswesens ist man allgemein der Ansicht, daß eine derartige Einrichtung nicht nur Schwierigkeiten bereiten, sondern auch kaum den erDer hofften Erfolg haben würde; man will vielmehr zu nächst abwarten, was der Referent am 5. Oktober d. J. in der Generalversammlung zu Darmstadt über dieses Thema vortragen wird. Rücksichtlich der Winterborträge ist wiederum wie in den Vorjahren die Vorbereitung in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein getroffen worden und wird demnächst den Mitgliedern das Einlaßbuch zugesandt werden. Zum Schluß wurde der von der Handwerkskammer aufgestellte Leitfaden für die Meisterprüfungen zur Anschaffung empfohlen. lichem Zusammensein beseßt. " os. Ulrichstein, 21. September. Heute Nachmittag| bereits veröffentlichten Preisen verkauft. Auf dem Dienstagtagte hier im Saalbau Grohn unter dem Vorsitze des Herrn Dr. med. Schmidt, das sogenannte Eisenbahn- Komitee. Das Kreisamt Schotten war durch Herrn Kreis- Amtmann Bohn, und die politische Würde durch Herrn Landtags- Abgeordneten Brauer ver treten. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung und gedachte in patriotischen Worten der Nähe des Landesherrn und schloß mit einem begeisterden ,, Hoch" auf das Wohl desselben. In der Verhandlung stand. wie schon vor Jahren, der Ohmthalbahn- die Felda- Ohmthalbahn gegenüber. Erstere soll von Station Mücke über Ulrichstein in Station Rirfeld Strecke Lauterbach- Gedern einlaufen, lettere von Station Burg- und Nieder- Gmünd über Groß- Felda und Ulrichstein nach Nirfeld gelangen. Leider war die Groß Feldaer Partei noch nicht im Stande ein entsprechendes Projekt vorzulegen, verpflichteten sich aber durch ihren Redner Herrn Be geordneten Joh. Heinrich Völzing, bis Ende dieses Jahres ein solches beizu schaffen. Der Mangel an geeignete EisenbahnIngenieure hatte die Verzögerung ergeben. Nach Schluß der Versammlung stiegen die Auswärtigen zu den Burgausgrabungen hinauf und vertieften sich in alte Zeiten, und-- das wunderbare LandwirtschaftsPanorama, dessen Frische noch nichts verloren hatte. Am Abend entdeckte man im Fremdenbuche des Hotels Pfannenstiel: " ,, Kennen Sie Ulrichstein? „ Nein? Dann sehen Sie, bitte, d'e Burg sich an" ,, Und überlegen, was man daraus machen kann." Zur Rentabilität der im Projekt stehenden Eisenbahn," ,, Liegt viel daran." " Wasser, Erde, Luft und Aussicht", Für Bauplatz- spricht". ** Butzbach. In Anwesenheit einer großen Anzahl geladener Gäste, darunter Vertreter der Behörden, fand am Samstag die feierliche Eröffnung der Oberhessischen bst- Ausstellung statt. Unter den Erschienenen bemerften wir u. a. die Herren Provinzialdirektor Breidert, Landes- Dekonomierat Müller, Kreisarzt Melior von Alsfeld, Dekonomierat Schlente vom Hardthof, ferner Vertreter verschiedener Streisämter Oberheffens und auch 3. 2. solcher aus den anderen Provinzen. In seiner Begrüßungsrede führte der Ehrenvoisißende des Ausstellungskomitees, Fey, aus, wie die nun zur Eröffnung kommende Ausstellung einen erziehlichen, einen einigenden und einen aufmunternden Zweck haben sollte und wie dieses Ziel teilweise auch schon erreicht sei, teilweise aber auch noch erstrebt werden müsse. Alsdann übergab Herr Kreisrat Fey die Ausstellung als fertig an den Vorsißenden des Oberhessischen ObstbauVereins, Herrn Reichstagsabg. Grafen Oriola. Dieser dankte dem Lokal- Komitee und allen Mitarbeitern an der ** Am Sonntag hatte sich bei Gelegenheit eines AusAusstellung und begrüßte alsdann die Vertreter der Staatsflugs des Bithervereins Alpenröschen" nach dem Schüßenhause auch der Alsfelder Zitherverein einbehörden und alle Erschienenen. Er betonte in seinen weiteren Ausführungen, wie der im Jahre 1882 in Bußbach von gefunden. Ernste und heitere Vorträge, wie auch Vorträge von Vertretern des Gesangverein„ Harmonie" und des„ Ge13 Herren gegründete Verein nunmehr zu einem der bemischten Chor des„ E. A.-V." boten eine schöne Abwechse- deutendsten Obstbauverein Deutschlands herangewachsen ist. Der Landwirt habe sich in hohem Maße dem rationellen lung zu den Klängen der Zithern, Geigen und Mandolinen. Obstbau zugewandt und sich die Kenntnisse und das SachBesonderen Beifall fand ein Mandolinen- Terzett der Herren verständnis hierfür aus der von dem Obstbauverein verwirtBernhardt( Dirigent des Vereins), Whr und Wagner. lichten, unter vorzüglicher Leitung stehenden Obstbauschule Lange, nachdem die Alsfelder schon die Heimfahrt angetreten, hielten sich noch die Räume des Schüß nhauses bei gemütlichen Stamm von Baumwärtern, der durch diese Anstalt geholt. Insbesondere betonte der Herr Graf den vorzüg** Die Blumenausstellung in der Turnhalle der hiesigen Stadtmädchenschule, die in dankenswerter Weise von der Leitung noch um einen Tag verlängert wurde, ist gestern geschlossen worden. Die Ausstellung bot im Ganzen recht hübsche Leistungen, und wir zählten wohl über 600 Blumen- und Blattpflanzen der verschiedensten Art, unter denen die besten, ca. 70 an der Zahl, mit der Auszeichnung des 1. Preises unter einer breit schattigen Palme inmitten des ganzen Arrangements aufgebaut waren. Aber auch bei den anderen ringsum stehenden Blumen bemerkten wir sehr hübsche Exemplare, die von der Sorgfalt ih.er Pflegerinnen ein anerkennenswertes Zeugni gaben. Wir können daher nur zur weiteren Ausgestaltung der Blumenpflege durch unsere Kinder anspornen, denen sie allmählich immer mehr Interesse abgewinnen wird. ** Die israelitischen Herbstfeiertage fallen in diesem Jahre auf einen recht späten Zeitpunkt; sie be= ginnen am 2. Oftober mit dem Neujahrstage des Jahres 5663 seit Bestehen der Welt; am darauffolgenden Tage wird das zweite Fest begangen. Das Versöhnungsfest, welches bekanntlich als der höchste israelitische Feiertag gilt, fällt auf den 11. Oftober. Las Laubhüttenfest wird am 16. und 17. Oftober begangen und schließt am 23. Oktober; leßteres Fest wird seit altersher als Dankesfest für die Ernte- und Herbsterträgnisse gefeiert. Den Schluß der hohen Feste bildet die Gesezesfreude am 24. Oftober. ** Vom 1. Oktober d. Is. ab wird die Eisenbahnbau- Abteilung Gießen, zu deren Vorstand der Abteilungsingenieur H. Hillebrandt ernannt worden ist, nach Nidda verlegt. Ihre Thätigkeit wird sich auf die Nebenbahnen Grebenhain- Gedern, Laubach- Mücke und Stockheim- Höchst( a. d. Nidda) erstrecken. ** Das Reichsgericht hat entschieden, daß bei Verwendung von Posteinlieferungsbüchern nicht die Aufschrift der Postanweisung, sondern die Eintragung im Bosteinlieferungsbuch für die Zahlungsverbindlichkeit der Post entscheidend ist. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Bad Naukeim, 23. Sept. Wie zuverlässig verleutet, wird die Zarenfamilie im nächsten Sommer zu längerem Kurenfenthalt hierher kommen und dabei einige Zeit im Schlosse zu Friedberg Wohnung nehmen. herangebildet worden sei. Die Rede flang in einem Hoch höchstwelcher für die Landwirtschaft immer ein warmes Herz auf Seine Königliche Hoheit der Großherzog aus, Allerund dessen Regierung stets ein großes Entgegenkommen in dieser Hinsicht gezeigt hat. An die Eröffnungsrede schloß sich ein Rundgang unter Führung des Herrn Professor Neichel durch die Ausstellung, die sich im schönsten Gewande präsentiert. In übersichtlicher Gruppierung ist das troß des frühen Ausstellungstermins prächtig entwickelte Obst auf vier Tafelreihen in netten Papiertellern und zierlichen Körbchen untergebracht, wobei besonders die große Anzahl der 10- Pfund- Körbchen auffällt. Auch Obst- und Beerenweine, eingemachte Früchte und Gemüse, Riesenkürbisse 2c. sind zu sehen, alles wohlgeordnet und schön arrangiert. Auf der Bühne ist die Büste des hohen Landesherrn, umgeben von blühenden und Blattpflanzen und einem Wald von Lorbeer- und Tannenbäumen, aufgestellt. Ein Festmahl und ein Ausflug in den schönen Zipfenwald und nach den Ausgrabungen auf dem Schrenzerberg beschloß die Eröffnungs. feierlichkeit. ** Frankfurt a. M., 23. Sept. Die Straffammer verurteilte heute den Kassierer der hiesigen Zahlstelle des deutschen Tabafarbeiterverbandes Kraifer wegen schwerer Urkundenfälschung und Unterschlagung von Verbandsgeldern in Höhe von 1774 f unter Annahme mildernder Umstände zu 1 Jahr Gefängnis. ** Frankfurt a. M., 23. September. Der diesjährige Herbst pferdemarkt läßt sich recht gut an. Der Auftrieb, nam ntlich an Arbeitspferden, war gestern und heute so groß wie selten zuvor. Bezahlt wurden für leichtere Arbeitspferde 350-500 Mt., für mittlere 550-800 Mt., für schwere 1000-1200 Mt. ** Frankfurt a. M., 23. Sept. Partout sterben will der 40 jährige Friseur Karl Pfeuser hier. Vor einiger Zeit erhängte er sich, wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten. Tann sprang er in den Main- lebend wurde er wieder herausgezogen. Gestern Abend versuchte er sich die Pulsader zu ff en, snitt aber vorbei und lief, als Lute tamen, fort in den Nizza und erhängte sich dort an seine Hosenträger. Aber auch hier wurde der durch Abschneiden wieder der Weg ins Jens is verlegt. Man brachte ihn nunmehr dahin, wohin er gehört, ins Irrenhaus. ** Frankfurt a. M. 25. Sept. Zum Schluß des Marktes am Montag wurden noch 25. Waggons zu den markt waren bis 12 Uhr mittags 95 Waggons angeboten; verkauft wurden 29 Waggons Kelteräpfel, 3 Waggons Tafeläpfel und 1 Waggon Zwetschen. Der Besuch war nicht so start wie am Montag, doch zeigte sich mehr Kaufluft. Auch ausländisches Obst ward abgefeßt, so 10 Waggong Schweizer Kelteräpfel, die nach Baden gingen. Das Gesamtangebot stellt sich demnach auf 248, der Umsatz betrug 70 Waggons. Die heutigen Preise waren Mt. 8.85 und 9.10 pro hundert Kilo frei Frankfurt und Mt. 7 60 ab Marburg. Die Tafeläpfel fofteten pro Waggon Mt. 1800, die Zwetschen pro 100 Kilo Mt. 15. Die Besserung der Geschäftslage hat, so heißt es in dem Bericht der Centralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. für die Zeit vom 15. bis 20. September, nicht angehalten. Das Geschäft war in dieser Woche trop starkem Angebote und bedeutender Nachfrage ziemlich flau. Große Abschlüsse wurden nicht gemacht, da ſowohl Verkäufer wie Käufer ſich ſehr zurückhaltend zeigten; dies gilt hauptsächlich von Tafel- und Moſtäpfeln. Zwetschen sind sehr gesucht und Angebote hierin erwünscht. Die Durchschnittspreise der einzelnen Obstsorten betrugen Pfirsiche Mt. 30, Birnen Mt. 8-15, Frühäpfel Mt. 7-15, Falläpfel Mt. 3.25-3,35, Zwetschen Mt. 8 per Ctr. Einige Abschlüsse in Mostobst wurden mitgeteilt; die Preise waren: Mt. 8.50, 8.75, 9 und 9.50 per 100 Kilo Lieferung teils sofort, teils Ende dieses Monats frei Verbrauchsstation. ** Darmstadt, 22. Sept. Der am Samstag erfolgte Tod des früheren hiesigen Gymnasiallehrers, späteren Handelskammersekretärs in Worms, Prof. Dr. Nies, bringt einen Vorfall in Erinnerung, der sich im Sommer 1884 hier gelegentlich eines Festes der Kriegerkameradschaft Hassia" abspielte. Es war kurz nach der Vermählung des verstorbenen Großherzogs Ludwig IV. mit Frau v. Kolemine. Bekanntlich war das Hessenvolt von dieser Heirat nicht sonderlich erbaut. Es herrschte vielmehr eine starke Erregung darüber in allen Volfsschichten. Daher kam es denn auch, das Männiglich zögerte, das Hoch auf Kaiser und Großherzog zur Erweit es den Großherzog betraf. Fürchtete man doch, öffnung des Kriegerfestes auszubringen, wenigstens so ausgezischt zu werden. Da meldete sich Nies dazu. In einer zündenden Ansprache rieb er den Anwesenden gehörig den Kümmel. Nicht nur in guten Tagen, so führte er ungefähr aus, müsse man zum angestammten Herrscherhause stehen, sondern erst recht in schlimmen. Jezt gelte es, zu zeigen, ob man in Wirklichkeit ein Batriot ſei. Die Rede riß die Menge zu ungeheuerer Begeisterung hin, und das Hoch auf Kaiser und Großherzog, das Nies ausbrachte, erweckte stürmischen Widerhall. Staatsminister Finger aber trat auf Nies zu und sagte:" Sie sind ein ganzer Mann!"„ Exzellenz, ich habe aus dem Herzen gesprochen!" erwiderte dieser. ,, Das nehme ich nur an", meinte der Minister. " ** Mainz, 23. Sept Milde Richter fanden in der gestrigen Straffammerfizung gir gräuliche Milchpantscher. Die besseren Hälften" der Landwirte Weyerhäuser IV., Friedrich Schott, Ph. J. Brückner, J. Walldorf IV., Joh. Ph. Hassinger, F. Felix, G. Weyerhäuser II., H.inrich Kröhl und die Tochter Marie des Landwirts Franz Thörle sämtlich aus Niederbeuchelheim, wurden in Geldstrafen von 100 bis zu 500 Mt. genommen, weil sie die von ihnen dahier verkaufte Milch ganz erheblich mit Wasser( 100-30 Prozent) geliefert, wies das doch von ihr verzapfte Zeug gleich getauft hatten. Frau Kröhl hatte gleich Wasser statt Milch 85 Prozent Wasser auf. Der Staatsanwalt hatte in allen Fällen Gefängnis beantragt, gegen die Kröhl 3 Monate. Mainz, 23. Sept. Das Kriegsgericht des Gouver nements Mainz verurteilte den Leutnant Langenstraß vom 21. Pionierbataillon in Rastel, der einen Pionier auf's Ohr geschlagen hatte, daß ein Ohrtrommelriß entstand, zu 14 Tagen Stubenarrest. ** ** St. Goarshausen, 22. Sept. Das hier seit 1. Oftober v. J. bestehende landwirtschaftliche Technikum soll auf Anordnung des Ministers wieder geschlossen werden, da kein Bedürfnis für eine solche Anstalt vorliege. Vermischtes. Berlin, 23. Sept. Wegen schwerer Beleidigung des Verlegers der Staatsbürger- Zeitung, Wilhelm Bruhn, begangen in einem Artikel der Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus wurde heute vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts I der Redakteur Kurt Bürger zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. In der Begründung des Urteils führte der Vorsitzende Amtsgerichtsrat Wagler aus, daß die ganze Tendenz des Artikels zweifellos darauf hinauslaufe, den Privatkläger als Lumpen hinzustellen. Dazu lag nicht der geringste Anlaß vor. Breslau, 23. Septbr. Aus Fraustadt wird gemeldet, daß man in Schussenze gestern Morgen den Pächter einer Pflaumen- Allee ermordet und gräßlich verstümmelt aufgefunden hat. Der That verdächtig sind mehrere Burschen, die bisher aber noch nicht ermittelt werden konnten. Leipzig, 23. Sept. Die Revision der Angeklagten im Leipziger Bank- Prozeß, Exner und Dodel, ist auf den 4. Oktober vor dem 4. Straffenat des Reichsgerichts angesezt. * Ein schweres Esenbahnunglück hat sich auf der Nebenbahnstrecke Paderborn- Sennelager ereignet. Ein Herr und zwei Damen, die in einem Break von Lippspringe, wo sie ihre Kur beendet, in die Heimat zurückfuhren, wurden auf einem Bahnübergang vom Buge erfaßt. Ersterer wurde sofort getötet, die beiden Damen schwer, der Kutscher nur leicht verletzt und das Pferd ebenfalls getötet. Unachtsamkeit der Reisegesellschaft hatte das Unglück herbeigeführt. * Lüttich, 21. Sept. Gestern Abend stürzte in Herstal eine Mauer ein, wodurch 5 Kinder verschüttet wurden. borgezogen * New Welt wird fo Ein„ Truft" angetauft u Hepfelzucht gepflanzt, Bäume auf gepflanzt u erst nach fe Einnahmequ * Brand dem Dorfe bodzeit in ei Berfonen wa fegte das He rafenden So drängte Alle befekten Th um, welche ftümmelt m * Buda ift in der be InfanterieInfel Abatal men und nac * Das Richter: 91 aud seinen Nun ja, wa wenn er das Durch di Kameraden, denn Guer F -Kamerad: Ein Ver wäre ganz ber böten! Sh bi Richtige Be wie ville 2 Pfur „ Na, 1 kilomete find 1 Milo und Empfindlich nicht mehr; das „ Jedesmal Hand losläßt!" Der ängit will meine Himmelswiller bielfältigen!" Darum Tochter immer eine Zier". 1 fo geziert." Aus Um 84 direktor Dr. G flagebehörde ift Buerft erscheint Antlagebant. G 3 Fällen und de verfchiedene Sach hloffenen Schra in der Höhe vo fchlagen und fl und einen Uhrma betrogen. Da Unteridlagang Angeklagten mi lautet auf insg Schmied Fr. F Schoffengericht Geldfirafe verurte Madchen am Rieg bruch erlitt. Er rufung ein, die ab buch aus Büd wegen( merer 1 Ronat Gefängn an den Beinen $ ausget Auf Dienstag mgeboten; ne Tafel nicht fo St. Auch Waggons Das Ge betrug 8.85 und 760 ab t. 1800, rung der ntralM. für 1. Das ote und e wurden febr zu fel und ote hierin bftforten 5, Früh Zwetschen den mit9.50 per Monats erfolgte späteren Dr. Nies, Sommer famerad der Ver g IV. mit effenboll herrschte Volts nniglich zur Er Cens fo n doch, zu. In efenden agen, fo ammten immen. feit ein Jeheuerer nd Groß en Wider Nies zu Exzellenz, rte dieser. et. n in der Spontfcher ufer IV., V., Joh. ich Kröhl sämtlich 100 bis Sier ver Prozent) t Milch gleich in allen nate. Gouver raß bom uf's Dhr 14 Tagen . Oftober auf An, da kein Teidigung Wilhelm tteilungen nus wurde ichts I der gnis ver führte der 3 die ganze Slaufe, den u lag night tadt wird Morgen den nd gräßlich berdächtig nicht er ift auf geflagten högerichts auf der ceignet. Break bon die Heimat gang bom die beiden gt und das der Reiseftürzte in er perfchüttet wurden. Dieselben wurden sämtlich als Leichen herborgezogen. Vier der Kinder waren Geschwister. * New York, 12. Sept. Der größte Obstgarten der Welt wird soeben in den Ozark Bergen in Kansas angelegt Ein Trust" hat dort 5000 Acres( ein Acres gleich 40 Ar) angetauft und wird auf diesem gewaltigen Romplex nur Hepfelzucht betreiben. Auf jeden Acre werden 50 Bäume gepflanzt, mithin wird der Garten" eine Viertelmillion Bäume aufweisen. Es werden nur zwei Sorten Aepfel an" schlagen, in roher Weise getreten und geschlagen. Gegen das Urteil des Schöffengerichts legte er Berufung ein. Er leugnet jede Schuld. Die Berufung wird ebenfalls verworfen, Der Handelsmann Hermann Ziegelstein aus Treis a/ L. hatte vom Gießener Schöffengericht wegen schwerer Mißhandlung des Mannes Weßſtein aus Treis und weil er diesen mit dem Tode bedrohte, ir sgesamt 3 Monate Gefängnis erhalten. Seine Strafe wird auf 6 Wochen, 3 Tage Gefängnis erniedrigt. Der Peter Reuter aus Eschborn hat einem Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern Der Arbeits nachweis hat die Aufgabe, lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. jeglicher Art, Dienstboten und LehrAn den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von gepflanzt und die ersten Erträgnisse erwartet der„ Trust" Schäfer einen Hund unter Vorspiegelung falscher Thatsachen 3 bis 6 geöffnet. erst nach sechs Jahren. Dann aber glaubt er eine ergiebige Einnahmequelle auf 50 Jahre zu haben. * Brandunglück bei einer russischen Bauernhochzeit. In dem Dorfe Werba bei Moskau wurde eine Bauernhochzeit in einer großen Scheune gefeiert. Etwa 400 Personen waren anwesend. Eine weggeworfene Cigarette setzte das Heu in Brand. Das Feuer griff mit einer rasenden Schnelligkeit um sich. In wahnsinniger Panik drängte Alles nach dem einzigen von Zuschauern dicht besetzten Thor. Dabei kamen über hundert Menschen um, welche teils verbrannten teils erdrückt und verstümmelt wurden. * Budapest, 23. Sept. Wie der Pester Lloyd meldet, ist in der vergangenen Nacht die aus 8 Mann des 46. Infanterie- Regiments bestehende Wachtmannschaft auf der Insel Adakaleh nach Orsowa desertirt, wo sie festgenommen und nach der Festung Arad gebracht wurde. * - Butreffend. Das Beste aus den Wizblättern. Richter:" Außer dem Fahrrad ha ben Sie dem Zeugen auch seinen Sportanzug gestohlen?" Angeklagter: " Nun ja, was will er denn auch mit dem Sportanzug, wenn er das Rad nicht mehr hat?" Durch die Blume. Einjährig- Freiwilliger( zu seinem Kameraden, der Zoologe ist):„ Und wie drückt sich denn Euer Feldwebel aus im dienstlichen Verkehr?" Kamerad:" Sehr ver- breh mt!" Ein Vergeßlicher. Patient:„ Herr Doktor, es wäre ganz vergeblich, wenn Sie mir das Trinken verböten! Ich bin furchtbar verg eßlich!" - " ( Fl. Bl.) Frize, weeste „ Nee!" 2 Pfund ( UIF.) Richtige Berechnung! Sage mal, wie ville 2 Pfund und 12 Elle sind?" Na, 1 Kilometer!" Wieso denn?" find 1 Kilo und 11 Elle 1 Meter!" Empfindlich. Dem Menschen reiche ich die Hand nicht mehr; das ist sicher!", Warum denn nicht?" " Jedesmal zählt er seine Ringe, wenn er meine Hand losläßt!" - " Der ängstliche Schwiegersohn. Gattin:" Karl, ich Gatte:„ Um vill meine Mama malen lassen!" Himmelswillen, lasse mir sie nicht auch noch verbielfältigen!" Darum auch! Frau A.:„ Ich predige meiner Tochter immer wieder nur das eine„ Bescheidenheit ist eine Zier". Frau B.:„ Ja, darum ist sie auch gar fo geziert." Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fißung. Gießen, 23. September. Um 8 Uhr eröffnet der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich die Sißung. Vertreter der AnFlagebehörde ist der Oberstaatsanwalt Dr. Theobald. Buerst erscheint der Heinrich Post aus Großfarben auf der Anklagebant. Er ist des Diebstahls, der Unterschlagung in 3 Fällen und des Betrugs in 4 Fällen beschuldigt. Er hat verschiedene Sachen alte Münzen, Seife 2c. aus einem geschlossenen Schrank entwendet, ferner mehrere Geldbeträge in der Höhe von 2,50 Mt., 20 Mt. und 5 Mt. unterschlagen und schließlich einen Kaufmann, einen Schuhmacher und einen Uhrmacher unter Vorspiegelung falscher Thatsachen betrogen. Da der Angeklagte noch nicht wegen Diebstahls, Unterschlagung und Betrugs vorbestraft ist, so werden dem Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt. Das Urteil lautet auf insgesamt 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. Der Schmied Fr. Ferber aus Großen Bused war om Schöffengericht wegen fahrlässiger Körperverlegung zu 50 Mf. Beldstrafe verurteilt worden. Er hat am 14. Mai ein 8 jähriges Mädchen am Riegelpfad überfahren, so daß das Kind einen Beinbruch erlitt. Er legte gegen das schöffengerichtliche Urteil Berufung ein, die aber verworfen wird. Der Konrad Ha inbuch aus Büdingen war vom dortigen Schöffengericht wegen schwerer Mißhandlung eines 10 jährigen Knaben zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden. Er hatte den Jungen an den Beinen gepackt, mit dem Kopf auf die Erde geneue abgeschwindelt und verkauft. Da er rückfällig ist, erhält er 1 Jahr Zuchthaus. Karl Gockel, früher in Friedberg, jezt in Soest, Balthaser Balzer aus Steinfurt, Philipp Corvinus in Friedberg, sämtlich Installateure erschienen als letzte auf der Anklagebant. Wian wird sich noch erinnern, daß im Februar dieses Jahres in Friedberg im Hause des Gastwirts Wind eine große GasExplosion stattfand, bei der zwei große Erferscheiben zertrümmert, Thüren eingerissen und Fachwerke eingedrückt wurden. In dem genannten Hause sollte eine Gasleitung angelegt werden. Gockel, der beim Gaswerf in Friedberg angestellt war, hatte eine Gasuhr aufgestellt, Corvinus und sein Geselle Balzer stellten die innere Leitung her. Als das Ganze so weit beendigt war, steckte Gockel ein paar Gasflammen an, wunderte sich aber, daß fie so schlecht brannten. Anstatt nun nachzusehen, wo der Fehler stack, ging er erst ins Wirtshaus, um ein paar Glas Bier zu trinken. Dann fam er zurück, bemerkte einen starken Gasgeruch und ging mit einem brennenden Licht auf den Abort, grade den Ort, wo das Gas ausströmte. Sofort erfolgte eine mächtige Explosion, die die schon genannten Bertrümmerungen und arge Verbrennungen des Gockel zur Folge hatten. Corvinus und Balzer tragen ebenfalls einen Teil der Schuld an dem Unglück, das einen materiellen Schaden von 670 Mt. verursachte. Das Gericht verurteilte Gockel zu 14 Tagen Gefängnis, Corvinus zu 100 Mt., Balzer zu 50 Mt. Geldstrafe. Schöffengericht. Gießen, 23. September. WilAngebot der Arbeitnehmer: 1 Spengler und Installateur, 2 Maschinenschlosser, 2 Bauschlosser, 1 Bau- und Möbelschreiner, 5- Taglöhner, 3 Fuhrknechte, 1 Hausbursche, 1 Spenglerlehrling, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Reservisten: 1 Bau- und Möbelschreiner, 1 Glaser, 1 Bureaudiener. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Wagenlackierer, 1 Maschinenschlosser, 1 Bauschlosser zur Aushilfe, 1 Bau- und Möbelschreiner, 1 necht, 2 Pferdeknechte, 1 Spenglerlehrling, 3 Schlosserlehrlinge, 1 Hausmädchen per sofort, 1 desgl. pr. 1. November, 10 Dienstmädchen pr. sofort, 7 Dienstmädchen pr. 1. oder 15. Oktober, 1 Herrschaftsföchin, 1 Hotelföchin, 1 Laufmädchen, 3 Lauffrauen. Für Reservisten: 1 Spengler, 1 Friseur, 3 Knechte. PFLEGE DEIN HAAR With And Pflege Dein Baar JABOL Das e für die Pomade, Oel und schädliche Essenzen dürfen nicht auf die Kopfhaut gebracht werden. Es giebt etwas viel Besseres, wodurch Haar und Kopfhaut erfrischt und gestärkt, das Haar seidenweich, üppig, glänzend und geschmeidig wird. Dieses vorzügliche, erstklassige Haarwasser heißt JAVOL und findet sich auf den Toilettentischen der ersten Kreise, da sein Erfolg ein ganz unvergleichlicher ist. 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Geldstrafe, Hauß und Enders je 10 Mt. - Der Taglöhner Martin Baumann und die Taglöhnerin Magdalene Buhl aus Gießen sind des Konkubinats angeflagt. In dieser Sache wird am 30. September das Urteil verkündet. Der Reisende Heinrich Wettach in Gießen ist der Unterschlagung beschuldigt. Er erhält 40 Mt. Geldstrafe. Der Maurergeselle Karl Busch von Gießen soll als Vorsitzender von Arbeitervereinigungen zwischen 300 und 400 Mt. unterschlagen haben. Er erhält 60 Mt. Geldstrafe. Der Friedr. Wilh. B. hat, obwohl er einem Gläubiger seine Mietforderungen cediert hatte, dennoch Mietbeträge von 2 mal 16 Mt. einfassiert und einbehalten. Er Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten büßt seine Vergehen mit 25 Mt. - Geschäftliches. Die Heilwirkung des Rheinischen TraubenBrust- Honigs von W. H. Zickenheimer in Mainz bei Kehlkopf- und Bronchial- Katarrhen, Brust- und Lungenleiden, Asthma und besonders beim Keuchhusten rühmen nach einer Reihe von Versuchen nicht allein Private, sondern auch Professoren, Aerzte und Apotheker. Sanitätsrat Dr. C. Rüst hat dieses Mittel bei einer Keuchhusten- Epidemie anwenden lassen und ganz auffallend günstige Erfolge erzielt. Biele andere wissenschaftliche Autoritäten schreiben dem Rheinischen Trauben- Brust- Honig eine fampfmildernde und schleimlösende Wirkung zu und allseitig wird dieses zugleich föstliche Präparat zu ausgedehnter Anwendung empfohlen, zumal es sich bereits seit 36 Jahren unübertroffen bewährt hat. Selbst der Gesundheitsrat Karlsruhe konnte diesem segensreichen Mittel seine Anerkennung nicht versagen. Stein's Saalbau Montag den 29. September Großes Extra- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Kürassier- Regts. von Seydlig, ( Magdeburg.) Nr. 7( Bismard Kürassiere), unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten. Anfang 8 Uhr. 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