Nr. 273. Erstes Blatt. Samstag, den 22. November 1902. bonnementspreis: in Gießen, abgebolt monatlich 50 Bfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel1410jährlich Mt. 1.50. Brattabellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Jasertionsprei 8: Die einfvaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Via. fonit 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Foftzeitungslifte. No. 3082. Redaktion und Erbebition: Bieken Neuenter 28. Fernsprechenschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Verſtändigung. [ Politische Wochenschau.] ( Das neue Hobellied. Matte Kassen Leichte Hemmuiffe, roge Echwierigkeiten. Schimpffonzerte. Bertagte Fehden. Ein bedrohtes Königshaus. Cer Banther" als Anwalt deutscher Juteressen) do CB. Wenn jemand ein neues Hobellied auf die augenblickliche politische Lage im Deutschen Reichstage dichlen wollte, so hätte es ungefähr folgendermaßen zu lauten: Da streiten sich die Leut' herum Wohl um die besten Trics. Der eine macht den andern dumm, Am End' weiß keiner nix. Ganz zweifellos ist ja auch von unberufenen Berichterstattern über den angeblichen Inhalt der Verstänbigung zwischen der Regierung und der Reichstagsmehrheit das Blaue vom Himmel herunterphantasiert wor ben. Den Bogel aber schoß ein Unternehmen ab, das bon einem ,, zuverlässigen Vertrauensmann" auf Grund bon ganz sicheren Nachrichten, die eine dem Grafen Bülow nahestehende politische Persönlichkeit in Abgeordnetentreisen gemacht hatte, dies und jenes zu melden wußte. Nun suche man bei diesem Blindekuhspielen einmal den eigentlichen Urheber der betreffenden Nachrichten. Jede in Tätigkeit tretende Person springt wieder hinter eine andere zurück. Indes, an all den Nachrichten ist etwas positiv Wahres. Die Mehrheitsparteien und die Regie rung wollen die Verständigung und werden sie auch auf der bereits gemeldeten Grundlage einer Erhöhung des Gerstenzolles finden. Sehr viel schwieriger aber wird die Verständigung wischen dem Reiche und den Einzelstaaten über die Regelung der Matrikularbeiträge werden. Die indirekten Steuern, die ja die alleinige Einnahmequelle des Reiches sind, haben einen Rückgang erfahren, und in den Einzeltaaten fangen die Eingänge infolge des wirtschaftlichen Rieberganges ebenfalls an, nachzulassen. In einem Zeitpunkte also, wo das Reich höhere Ansprüche an die Einjelstaaten stellt, ist bei diesen die Leistungsfähigkeit zuridgegangen. Infolgedessen ist die Ausgabe einer 100 Million enanleihe für das Reich in Aussicht genommen, durch die dann der Betriebsfond verstärkt werden soll. Aber diese Betriebsanleihe ist nur ein Notbehelf, denn sie chuzt nur gegen eine augenblickliche Verlegenheit. Wenn in ben guten Jahren eine Rückzahlung erfolgen soll, bann fehlt es selbst in den fetten Jahren an Reichsmitteln, weil sie von den mageren im voraus bereits aufgezehrt worden sind. Ganz ähnliche Schwierigkeiten, wie Deutschland sie in ber Lastenverteilung hat, haben Oesterreich und Ungarn, die beiden selbständigen und nur unter einer gemeinsamen iußeren Leitung stehenden Länder der habsburgischen trone, mit ihrer Gewinnverteilung. Seit Jahren schon arbeiten sie an einem Ausgleich, aber es will und will nicht werden. Die ganze Sache ist nicht ohne Komik. Bon Zeit zu Zeit taucht die Meldung auf, die Verständigung sei so weit zwischen den beiderseitigen Ministerien gebiehen, daß nur noch einige fleine Dinge bis zum Abschluß zu erledigen seien. Diese kleinen Dinge zu erledigen dauert dann aber stets länger als die Behebung großer Schwierigkeiten". Monatelang gehen die Verhandlungen nicht vom Fleck. Zwar hat neuerdings der ngarische Ministerpräsident wieder gemeldet, die Vertändigung sei greifbar nahe, so gut wie fertig sogar, der gemeinsame Zolltarifentwurf liege bereits in der Lade, und dennoch merkt man nichts von alledem, daß es weitergeht. Selbst wenn die Minister einig wären, in den Sarlamenten fehlt es an der nötigen Verständigung der arteien untereinander und mit ber Regierung. Regelmäßig und ewig sind im österreichischen Parlament nur die Schimpfkonzerte, deren neuestes Opfer der Finanzminister ist. So wild wie in Oesterreich ist es in Frankreich nicht einmal in den schlimmsten Zeiten hergegangen; augenlicklich herrschen dort jedenfalls trog tiefer politischer Gegensätze ganz erträgliche Verhältnisse im Parlamentserlehr. Die Gegensäße ringen unter einer spiegelglatten Oberfläche miteinander. Unter dem Einfluß der Nerifalen Bestrebungen taucht der Monarchismus mächtiger denn je empor, namhafte Parteiführer rufen bereits nach derm Plebiscit, d. h. nach einer allgemeinen Volkskundgebung über die Fortdauer ode: Abschaffung der Republik, und andererseits rüsten die republikanischen Barteien zu schärferem Kampfe. Aber trotz dieser tatsächlichen Gegensäge finden die Parteien in inneren Fragen sehr leicht eine Berständigung, während die Austragung schwebender Fragen auf cine spätere Zeit vertagt wird. Ebenso mag es im Orient gehen, wo die Beseitigung der Unruhen in den Bergen durch Gewalt und nicht durch eine friedliche Verständigung herbeigeführt worden ist. Zu den bedenklichen Zuständen ist ein neues Ereignis getreten: die innerpolitischen Wirren Serbiens. Das radikal- fortschrittliche Verständigungsministerium hat vollständig abgewirtschaftet, und die Monarchie muß, um sich mit dem Volkswillen zu verständigen, zur radikalen Politik der achtziger Jahre zurückkehren. Aber ob es noch gelingt, die dem Königshause feindliche Stimmung zu beseitigen, ist sehr fraglich. Man rechnet allgemein mit der Möglichkeit einer Volkserhebung am Gedenktage der Erhebung des Fürstentums zu einem Königreich. Sollten diese Stürme dem gehezten Volk bevorstehen, dann ist es erst recht der politischen und wirtschaftlichen Ohnmacht verfallen, die heute schon seine Eristenz erschüttert. Innere Stämpfe sind für einen Staat unter allen Umständen ruinös. Wir sehen das an Venezuela, das seine Mittel derart erschöpft, daß es seinen aus ländischen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Unter den Leidtragenden befindet sich auch Deutschland, das hohe Summen dort angelegt hat. Der siegreiche Bräsident Castro erklärt es einstweilen für unmöglich, die beutschen Forderungen zu befriedigen, aber da der befannte Kreuzer ,, Panther" bereits vor La Guaira, dem Hafen der Landeshauptstadt, liegt, so hoffen selbst Bessi misten noch auf eine schließliche ,, Berständigung". Deutscher Reichstag. Witwen- und Waisenversicherung. 219. Sigung. Zölle CB. Berlin, 21. November. Die Beratung des Zolltarifgesezes wurde bei§ 11 fortgesetzt, der Verfehlungen gegen das Tarifgesetz mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mark ahndet. Hierzu lag ein formaler Antrag der Sozialdemokratie vor, der ohne Debatte abgelehnt wurde.§ 11 wurde angenommen. Tann kam ein sehr wichtiges Thema: der Zentrumsantrag, aus den Ueberschüssen der neuen einen Grundstock für eine im Jahre 1910 ins Leben tretende Witwen- und Waisenversicherung anzusammeln, bezw. die Mehrerträgnisse den einzelnen Invaliditätsversicherungsanstalten behuss Versorgung der Witwen und Waisen ihrer Versicherten zu überweisen. Die Sozialdemokratie hat hierzu einen Antrag Albrecht u. Gen. gestellt, wonach die ganzen Erträgnisse der neuen Zölle diesem Zwecke dienen sollen. Abg. Richter hat beantragt, daß nach dem Inkrafttreten des Gesezes das Budersteuergesetz von 1896 außer Kraft zu sehen sei. Da dieser Antrag für gefeßlich unzulässig gilt, zieht Richter ihn zurück. Der Zentrumsantrag Trimborn betonte, daß eine Witwen- und Waisenversicherung ein Lieblingsgedanke aller Parteien sei, daß es aber bedenklich sei, Gewerbe und Landwirtschaft mit noch höheren Beitragslasten für soziale Zwecke zu belegen, als ohnehin schon borhanden sind. Ferner wolle man dem Reiche die heutigen Erträge sichern; er beantrage deshalb, die aus den Lebensmittelzöllen zu erwartenden Mehrerträge für den gedachten Zweck zu bestimmen. Der wildliberale Abg. Rösicke Dessau fürchtet, daß die Mehreinnahmen nicht sehr erheblich sein würden, und spricht sich gegen den Antrag aus, weil seine Freunde den Zolltarif nicht versüßen wollen. Reichsschazsekretär Freiherr v. Thielmann betont eingangs seiner Rede, daß das nächste sozialpolitische Ziel der Regierung die Schaffung einer solchen Versicherung sei; aber wenn man nicht die Arbeitgeber mit neuen Beitragslasten belegen wolle, dann bleibe nichts anderes übrig, als den Tabat und das Bier höher zu besteuern, zumal man auch die Matrikularbeiträge nicht dazu heranziehen könne. Es sei überhaupt nicht der geeignete Beitpunkt, um die Frage der Witwen- und Waisenversorgung zu eröriern. Der bayerische Bundesratsbevollmächtigte warnte vor einer Aufspeicherung der Zollerträge, die schließlich doch zu neuen Steuern zwinge. Abg. Rettich begründete im Namen der Konservativen einen Antrag, der den Zentrumsantrag in eine einfache Resolution umwandelt. Der sozialdemokratische Abgeordnete Molkenbuhr spricht sich überaus feindlich und herb über die Zentrumspolitik aus, die schon die Beute verteile, che der Zolltarif noch perfekt sei. Für die Arbeiter bleibe nichts übrig, und was man den Witwen und Waisen gebe, haben die Arbeiter selbst an den Zöllen aufzubringen. Der einzig gangbare Weg sei die Schaffung einer Reichseinkommensteuer. Rach Molkenbuhr gaben die Vertreter verschiedener Parteien Erklärungen ab. Jm Namen der Polen erklärte Dr. v. Komierowski, daß seine Partei für den Kommissionsantrag und den Antrag Trimborn stimmen werde. Der Abg. Richter sprach sich gegen den Antrag aus, weil neben anderen Gründen auch das staatsrechtliche Bedenken ausschlaggebend sei, die Witwen- und Waisenversicherung mit der Bolltariffrage zu verquiden. Im Namen der Reichspartei ist bg. b. Tiedemann für die Resolution Rettich, da die Annahme des Kommissionsantrages ja doch nicht zu einer Witwen- und Waisenversicherung führe. Im Namen der Nationalliberalen teilte Abg. Bassermann mit, daß ein Teil jeiner Parteigenossen für, ein Teil gegen den Antrag Der Kommission stimmen werde, während Graf kenik sich für die Resolution Rettich aussprach. Nachdem ein Schlußantrag gestellt und angenommen war, stellte Abg. Singer den Antrag, über den Antrag Trimborn zur Tagesordnung überzugehen. Da hierzu je ein Redner dafür und dagegen gehört werden darf, so ergriff der sozialdemokratische Abg. Ledebur das Wort zu einer Rede für den Antrag. Nach Ledebur sprach Abg. Spahn gegen den Antrag Singer, der denn auch abgelehnt wurde. Die Politik. Zur Heimfahrt des Kaisers. ld £ Während die englische Presse bei der Ankunft des deutschen Kaisers am britischen Gestade eine zurüdhal tende, wenn nicht gar etwas feindliche Haltung einnahm, trägt sie jetzt bei seiner Abreise eine ganz andere Stimmung zur Schau. Damals schien sie das Ungewisse und Unbekannte zu fürchten und der Meinung zu sein, die Reise sei die Krönung vorausgegangener Bündnisverhandlungen. Inzwischen aber hat sich gezeigt, daß derartige Abmachungen nicht beabsichtigt waren und auch nicht getroffen worden sind. Das Deutsche Reich hat ein Inter esse daran, mit England ein freundschaftliches Einvernehmen zu unterhalten, aber es hat kein Interesse an einem Bündnis, das ihm unter Umständen unbequeme Pflichten auferlegen fönnte. Einstweilen bestehen zwischen England und Frankreich, ferner zwischen England und Rußland Gegensäße, zwischen England und Deutschland aber nicht. Die deutsche Politik fann sonach in dem geheimen Interessenkonflikt die Rolle des unparteiischen Dritten spielen; ganz das Gleiche gilt aber auch für das Verhältnis Englands zu Deutschland. Wenn nun die englische Presse dem scheidenden Kaiser mit einigermaßen freundlichen Worten das Geleite gibt, so ist das ein Beweis, daß sie heute die politische Lage besser begreift, als vor Wochen. Ein Blatt sagt, wir sind aller Völker Freund, mit niemanden verbündet. Das stimmt aber nicht, benn mit Japan hat England einen regelrechten Bündnis vertrag. Und warum? Die japanischen wie die englischen Interessen in Ostasien sind den russischen feindlich. Aus dieser Gleichartigkeit der Lage ergab sich das Bündnis. Da derartige Verhältnisse auf Deutschland nicht zutref fen, so ist auch ein deutsch- englisches Bündnis kein Bro blem der Gegenwart. Die Angelegenheit Krupp. In einem Berliner Blatte war bekanntlich gegen den Wirkt. Geheimen Kommerzienrat Krupp die Beschulbigung erhoben worden, daß er auf der Insel Capri einen standalösen Lebenswandel geführt habe, so daß er ausgewiesen worden sei. Der italienische Minister des Innern aber bestreitet, daß ein Ausweisungsbefehl ergangen sei, und der Justitiar Krupps, Assessor Kern, gibt eine Darstellung über die Entstehung der Verdächtigungen. Danach habe der Besizer des Hotels Quijisana" auf Capri, wo Krupp stets wohnte, als Gemeinderatsfandidat während des Wahlkampfes auf die Möglichkeit hingewiesen, daß seine Niederlage unter Umständen Krupp von der Insel fernhalten könne. Nachdem er gefiegt, hätte dann die Gegenpartei die Gerüchte gegen Krupp erfunden und in die Welt geschleudert. Vom Verständigungsschauplah. Am Donnerstag Abend hat bei dem preußischen Hanbelsminister Möller, der als ehemaliger Abgeordneter noch heute gute Beziehungen zu Barlamentariern unterhält, ein Essen stattgefunden, an dem auch der Reichskanzler Graf Bülow teilnahm. Mit diesem haben außerdem Verhandlungen im Laufe der legten Tage stattgefunden, die allerdings noch zu feinem bestimmten Ergebnis führten. Damit aber die Verhandlungen weiter geführt werden, haben die Mehrheitsparteien Vertrauensmänner ernannt. Unsere Mitteilungen, daß eine Verständigung unter allen Umständen angebahnt werden soll, finden also ihre volle Bestätigung. Kurze politische Nachrichten. * Kronprinz Friedrich August von Sachjen, der auf einem Jagdausflug bei Salzburg einen Unterschenkelbruch erlitt, befindet sich derart zufriedenstellend, daß seine Ueberführung nach Dresden bald erfolgen kann. * Anläßlich der Geburt der Prinzessin Mafalda hat die Bevölkerung von Rom einen Umzug veranstaltet. * Dem in London erfrankten General Botha geht es nach den neuesten Nachrichten erheblich besser. * Die spanische Regierung ist bei ihrem ersten Auftreten im Parlament mit so heftigen Protestrujen empfangen worden, daß wegen des Bärms bie Sigung nicht fortgesetzt werden konnte. * Nachdem die türkische Regierung für die Forderun gen zweier französischer Untertanen Sicherheit geleistet hat, ist die neue türkische 8ollanleihe in Baris an und führte ihn auf die Landstraße Holfen. Damit öffnete sie die Türe bes eisernen Gitters hr Wert gewesen sei; ber Gärtner habe ihr nur dabei geterin nicht ohne Stolz, daß das Bepflanzen der Beete einen Wegweiser, Wenn Sie von hier rechts gehen, fommen Sie an und dann ist 3hr Ziel ohne weiteres einmal zurückfinden?" au finden," sagte sie. aber feine eigenen Worte. fragte er plöblich und erschrat Und darf ich den Weg am nächsten Augenblicka Cie lächelte. ich ihn industriellen Ziveden überlasse. allerdings ist Bal Bravo! dachte Leberecht. Der Baron weiß den Dingen bau ein alter Besitz, und insofern fällt es mir somer mich As er die Uhr hervorzog, merkte Er zog den hübsche Namen zu geben. glaube, wir werden wohl noch öfter fam er mit Staunen, wie die Zeit geflohen war. mit einem Fremden in das Gut zu teilen." Auf Wiedersehen," sagte Rottenbeck verbindlich. Verbeugung und empfing von dem Baron einen fräftigen Hut, empfahl sich von der jungen Dame mit einer tiefen Händedrud. an Mann mar einverstanden," meinte der junge Mann. ,, Ich fürchte, gleich ihm bist auch bu mu er Welt nicht den? fragte Leberecht. nicht, daß ich mit allen einverstanben fein fann... Und wie steht es mit mir? Bist du mit mir zufrieMit der Welt? Dja, aber bie Menschen? Ich glaube blonde Haar, wie es sich in eigenwilligen Locken über der flug und lebensfreudig in die Welt schauten, sah das kurze, Der Rendant blickte auf. Er sah die strahlenden Augen, bze, geschnittenes Gesicht und setzte es in die rechte Beleuchtung. Der Schein einer Laterne fiel auf sein hübsches, scharf Stirn bäumte das ächeln, das das frische Gesicht des Aus dem Wildererleben. flight fich has rihte Steirische Deand in Dir Sünkr Felsriesen, Bergruppen und Matten. Grün is die prächtigen Landes angestrichen, und grüne Seidenbänder Grün und weiß sind die Grenzpfähle und Wegweiser des ihnen das fesche Aussehen, den steirischen Schid" gibt. ist das Band, das um die Steirer ilte gewunden ist und auf denen das Almvieh das würzige Futter findet; griln desfarbe: ein unvergleichlich Grün tragen die Bergwiesen, Stizze aus Steiermart von S. Ein herrliches Land, die grüne Steiermart mit ihren ( Nachdruck verboten) Bes Borfe zugefaffen worden.= Auch die serbische morben, bie ganz besonders als Beethoven- Interpretin leihe soll zugelassen werden. Lokales. ** Der Tag der Toten. Jm dunkelsten Monate des Jahres, im November, wo das Leben der Natur aufgehört hat und alles öde und todestraurig um uns liegt, ist der rechte Moment, derer zu gedenken, die abgeschieden sind aus diesem Leben. Und dem Einfluß der abgestorbenen Natur auf unser Gemüt hat sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche Rechnung getragen, indem die erste am 2. November ihren Allerseelentag und die evangelische jeßt ihren Totensonntag feiert. Haben die Lieben, die tief unter dem Rasen ruhen, das ganze Jahr ein Anrecht auf treues Gedenken, so soll ihnen doch auch, geivissermaßen offiziell, noch im Kirchenjahr ein Tag rejerviert sein, an dem die Ueberlebenden sich ausschließlich mit den teuren Entschlafenen beschäftigen. ,, Ein Tag im Jahre ist den Toten frei." So läutet denn der Glocken sumpfer Schall zur ernsten Feier in den Kirchen, und in dichten Scharen strömt jung und alt hinaus auf die Friedhöfe, Kreuz und Stein mit duftigen Blüten der Erinnerung zu schmücken. Auch der Aermste opfert heute sein Scherflein auf dem Altar der Pietät: wenn der verfallene Hügel auch das ganze übrige Jahr hindurch der pflegenden Sorgfalt entbehren muß denn ach, das Leben ist rauh und gewährt dem Armen keine Muße-, heute wird er geglättet und mit einem Kranz geziert. Fühlt doch jeder an diesem Tage doppelt die Lücke, die der unerbittliche Tod auch in sein Leben gerissen, als er ein anderes, geliebtes von seiner Seite nahm. Und wenn es der teure Entschlafene auch nicht mehr sieht, das äußere Zeichen der Liebe, und wenn er auch die heißen Zähren nicht fühlt, die auf feine letzte Ruhestätte fließen, das Band mit ihm, das die Schauer des Todes nicht trennen konnten, wird in der feierlichen Stille des Totentages im Herzen der Trauernben noch enger und fester geknüpft, als sonst, wo des Lebens flutende Wellen uns umbranden. bekannt und geschätzt ist. Der Vortrag der Kompofitionen dieses Meisters, von dem das Programm im Hinblick auf die nötige Mannigfaltigkeit nur einige Nummern enthält, dürfte besonderes Intereffe erregen. Dem Fräulein Meyer künstlerisch ebenbürtig wird die junge Geigerin Fäulein Hedwig Strache, mit erit genannter Dame gemeinsam, im Konzert mitwirken. Frl. Strache ist unserem musikalischen Publikum wohl bekannt, ist sie doch im vorigen Winter durch Kammerfänger Buff und Hofkapellmeister Richard Straß bei uns eingeführt, und hat dieser gewichtigen, glänzenden Empfehlung voll und ganz entsprochen, sodaß ihr Wiederkommen gewiß allseitig mit Freuden begrüßt werden wird. Ueber uns vorliegende Preßstimmen werden wir demnächst gewissenhaft berichten. ** Mit Genehmigung des Großherzogs und vor behältlich der Zustimmung der Landessynode ist die evangelische Pfarrei Bessungen in zwei selbs ständige Gemeinden geteilt worden, die die Ramen Petrusgemeinde" und Paulus. gemeinde" führen sollen. Diese Einrichtung tritt einstweilen in Kraft. ** Bersonalnachricht. Auf sein Nachsuchen wurde der allseits bekannte und beliebte Hochbauaufseher beim hirfigen Hochbauat Gießen Peter Sahlfeld unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienst in den Ruhestand vers pt. ** Die Hessische Vereinigung für Volkskunde veranstaltet nächsten Montag ihren ersten Mitgliederabend. Wie aus dem Inserat in heutiger Nummer ersichtlich, wird Herr Prof. Wünsch über„ das Wesen und die Bedeutung antifer Zaubergeräte"" prechen und zwar, wie wir hören, im Anschluß an hochinteressante Funde, die zu Pergamon bei Aufdeckung des Hauses eines Zauberers gemacht wurden. Ta über diese in weiteren Kreisen bis jetzt noch nichts Näheres bekannt geworden ist, darf der Vortragende gewiß auf ein zahlreiches und dankbares Publifum rechnen. ** Das 11. Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen enthält u. A. eine Bekanntmachung betr. Errichtung einer selbständigen Pfarrei in der evangelischen Gemeinde Undenheim und eine solche, betr. die Teils ung der evangelischen Pfarrei Bessungen in zwei selbständige Gemeinden. ** Wie uns mitgeteilt wird, hat der hiesige Theaterverein für Freitag Abend den als tüchtige Kraft bewährten Künstler Diegelmann aus Frankfurt a. M. als Gast gewonnen. Zur Aufführung gelangt das Drama Der Erbförster". Aus Vorstehendem ist wiederum ersichtlich, daß der hiesige Theaterverein fortwährend bemüht ist, dem Bublifum rege Abwechslung zu bieten; durch zahlreichen Besuch dürften diese Be mühungen zum Teil belohnt werden. Die im Kreise Weslar it. am 1. Oktober er. et getretene Neuregelung der Amtsgericht. bezirke scheint namentlich auf dem Lande noch ni genügend bekannt zu sein. 3. B. gehören Oder Hausen und Salzböden nicht mehr zum Amts gericht Weglar, sondern zu Fronhausen, dagegen Hermannftein, Naunheim und Waldgirmes zu Wegler ** Marburg, 21. Nov. Nächsten Donnerstag wird bier Schmeinemarkt abaehalten. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. ** Eine für unsere Studierenden wichtige Entfcheibung fällte das Oberverwaltungsgericht zu Darmstadt. Gelegentlich der om 3. Juli stattg fundenen Feierlichkeiten für die 1000fte Immatr fulation belästigte ein Student unausges pt 2 Schußleute, sodaß Ersterer in Haft genommen werden mußte. Gegen die der Freiheitsberaubung angeklagten Hüter des seßes erfannte gen. Instanz auf Freispred ung, da ihre Handlungsweise gerechtfertigt -Wer tägt nun die Rosten? ** Konzertberein. Dem Vorstande des Vereins ist es seitens einer Anzahl der Mitglieder nahegelegt worden, den in den lezten Jahren weniger gepflegten Klaviervorträgen in dieser Saison mehr Beachtung zu schenken. Der Vorstand hat diesem Ansinnen gern entsprochen, wie er jeder Anregung aus der Mitte seiner Mitglieder nach Möglichkeit nachkommt, und an zwet Abenden hei vorragende Klavierfünstler gewonnen. Für den zweiten Konzertabend, Sonntag den 30. November, ift Frl. Hedwig Meyer aus Köln, eine ganz hervor ragende Vertreterin ihres Instruments, verpflichtet Dr. Rumseys Patient. war. Aufgebote. Am 11. Nov.: Heinrich Kaus, Taalöhner in Bur hardsfelden mit Elisabethe Dörr dahier. Am 17: Mag Julius Müller, Kaufmann in Frankfurt a. M. mit Marie Pfaff dahier; Friedrich Wilhelm Homber Fabrikbesizer dahier mit Martha Wolff in Bernbur Meinhard Bieler, Vizefeldwebel dahier mit Alwine Ji lein in Gilsbach. Am 18.: Georg Eugen Gen Roderich Carl Alexander von Winterberger, Maja dahier mit Anna Emilie Eugenie Laßmann in Hana Am 19. Heinrich Friedrich Wizel, Fabri'arbeiter i Langen mit Glisabethe Karoline Haun dahier. An 20.: Heinrich Christian Brückel, Bauführer in Frank furt a. M. mit Susanne Wilhelmine Michel dahier. Eheschließungen. Am 15. Nov.: Dr. Ludwig Theodor Möfer Gbemifer dahier mit Marie Krauß in Rülfenrod; Hein rich Friedrich, Bierbrauer dahier mit Wilhelmine Elisa bethe Eger hierfelbft; Johannes Aloyfius Groß, Schmid in Zell- Romrod mit Wilhelmine Koch dahier. Am 19.; Dr. Friedrich Wilhelm Georg Heinrich Fresenius, Ge Karoline Busse daselbst. richtsassessor in Darmstadt mit Ida Fanny Auguste schrieben: In der beute abgehaltenen Szung der Stadt Aus Marburg wird uns von gestern Folgendes ge= verordneten fam die Gründung eines StädtebundTheaters zur Beschlußfassuno. Tie bier gewählte TheaterKommission bat bereits mit einer Gießener Kommission eine gemeinschaftliche Sigung geba't Die Kommission schlägt run vor, das zwischen der Stadt Gießen resp. dem do tigen Theaterverein und dm Theater- Direktor getroff ne Arrangement sich zum Muster zu nehmen, mit der' ä derung freilich, daß allmöch ntlich im Winter durchschnittlich zwei stellungen stettzufinden hätten, im ganzen 46. Der zu Vorstellungen, dorunter eine Anzahl volkstümlicher Vorferner betont, daß Gießen den Darstellern auch Kostüme zablende Zuschuk würde 1500 Mt. betragen. Es wurde stellt, da aber Marburg solche noch nicht besiz, so würde mit Birken um zeitweilige Ueberloffung von Kostümen in Verbindung zu treten sein. Tas Magistratsmitglied Geh. dafür, sich die Gießener Einrichtungen zum Muster zu nehmen. Rot Professor Lehmann erklärte sich in längeren Ausführungen die uns in furzer Zeit mit einer Ribe von Vorstellungen Wir brauchten hier eine ständige Truppe, nicht eine solche, überschwemmt, um dann wieder zu verschwinden. Es wurde den oben erwähnten Komm ssion beschlüssen, denen sich der Magiftrat angeschloffen hat, zugeft mmt. Roman von Dr. alifar und T. 2. Meabe. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( achdrud verboten.) Jah sehe, daß Sie daran festhalten und bin froh darüber, Herr Baron. Aber Frau Everett ist wirklich eine Person, die einen in Angst jagen kann. Sie hat Augen, mit denen sie einen durchbohren möchte Augen, die einem die Geheimnisse aus tiefftem Herzensgrund herauslesen möchten. Herr Baron, ich habe eine Bitte an Sie. Würden Sie England nicht auf einige Zeit verlassen? Es wäre schrecklich, wenn alles, was ich gethan und erbuldet, umsonst gewesen sein sollte!" Audrey erwiderte nichts. Er hatte Hettys lezte Worte offenbar garnicht gehört. Seine Aufmerksamkeit weilte in diesem Moment bei etwas ganz anderem. Er sah Frau Everett, seine Gattin und sein Söhnchen durch den Park auf ihn zukommen. Der Knabe, ein herziges, füßes Geschöpf mit rosigen Wangen und behenden Gliedern, lief den Damen davon und eilte mit freudigem Jauchzen bem Vater in die Arme. Er war ein echter Audrey, ein würdiger Nachkomme des alten, vornehmen Geschlechts. Der Baron dachte an nichts anderes als an seinen Knaben. Fetty war für ihn nicht mehr vorhanden. Sie sah das deutlich, fug einen Seitenweg ein und verschwand alsbald. Bapa, lieber Bapa!" jubelte der Kleine freudig erregt. Margarete und Frau Everett famen inzwischen auch herbei. Soffentlich geht es Dir besser, lieber Robert?" fragte die erftere nach der Begrüßung. Dia, ich hatte eine ganz gute Nacht. Wie hübsch Arthur heute aussicht!" " Der arme Junge! er konnte es kaum erwarten, Dich zu sehen. Er hat sich ordentlich gegrämt, daß Du nicht gleich früh ba warf." Darauf wandte fich Audrey an Frau Everett. Ihre Wangen paren lebhafter gerötet als fonft, und ihre großen dunklen Augen blidten burchbohrenber denn je zubor. Berzeihen Sie, Herr Baron", begann fte, menn ich eine Frage an Sie richte. Ich sah Sie vorhin an ber Seite einer From Darf ich erfahren, wer es war?" Aubrey brehte fich wie fuchend um, dann lachte er. Sie ist ja fort! Wer glaubst Du, wer es war?" wandte er fich an Margarete. Niemand anders, als die kleine Hetty Armitage- eine alte Bekannte aus der Heimat. Sie trägt zwar jegt einen anderen Namen, ich babe ihn aber vergessen. Sie Aus Heffen und Nachbargebieten. Geborene. Am 15. Nov.: Dem Arbeiter Theodor Robert Schloffer Waldemar Bruno Frank eine Tochter, Bila, Armann eine Tochter, Olga Anna Bertha; dem Kou mann Wilhelm Rühl eine Tochter. Am 16.: Dem Heinrich Erb eine Tochter, Marte. Lina Alwine. Am 21.: Dem Oberlehrer, Professor Dr. Oskar Holzmann ein Sohn, Ernst; dem Maurer W. Bei dem am Dienstag in der Oberförsterei Rom rob fattgefundenen Treibjagen wurden 26 R- be, e niae Füchse R.hgeik mit etwa 5 cm langen Etangen. Gewiß eine urd ein Hase ceschossen. Unter diesen befand sich eine Seltenheit. ** Ober- Roden, 20. Nov. Durch Ueberschütten mit nicht 2 Jahre altes Kind so schwere Brand= kochendem Wasser zog sich dieser Tage ein kleines, noch wunden am Unterleibe zu, daß an dem Aufkommen desselben gezweifelt wird Hersfeld, 21. November. In Kirchheim fam ein sonst normales Kalb mit zwei Stöpfen zür Es verendete gleich bei der Geburt. behauptete, te wäre extra nach London gekommen, um mich zu sprechen, ich konnte sie aber nicht dazu bewegen, mit zu mir nach Sause zu kommen." Ich möchte diese Betty Armitage zu gern einmal sprechen", erwiderte Frau Everett auf Audreys fragenden Blick. Gab fie Ihnen vielleicht ihre Adresse?" ftorbene. rifarbeiterin dahier. Am 19.: Anna Biedenkapp, 1 Am 17. Nov.: Marie Hoppel, 50 Jahre alt, Fab Jahr 11 Monate alt, Tochter des Bahnarbeiters Lud wig Biedenkapp dahier. Am 20.: Franziska Deibel, Philipp Deibel dahier. aeb. Hobmann, 61 Jahre alt, Ehefrau des Fuhrmanns " Nein, ich fragte auch garnicht barnach. Ich wundere mich nur, weshalb fte so schnell davonlief, fie fam mir merkwürdig erregt vor. Ich glaube, sie ist frant." Strank?" wiederholte Frau Everett heftig. Mag sein! Jedenfalls ist es etwas merkwürdiges um die Frau. Wenn ich nur etwas Genaueres wüßte, ich würde wahrhaftig einen Detektiv an ihre Fersen heften. Ich habe sie in einem ganz besonderen Verdacht. Wenn je ein Mensch mit einem schuldbeladenen Gewissen in der Welt herumläuft, so ist es diese Hetty." Aber Frau Everett!" rief Margarete vorwurfsvoll. Sie dürfen sich von ihren Vorurteilen nicht so weit hinreißen lassen! Bedenken Sie doch, Hetty ist in Großhofen aufgewachsen. Mein Mann und ich haben sie schon als kleines Kind gefannt." Marktbericht. Gieken 22. Nov. Auf dem beutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bib. 1.00-1.15 m Sübnereler 1 St. 7-9 Pfa., Ententeier St -00 Bfa., täie per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 Sr. 5-6 Pfa Erbien ver Liter 21 Bfg., Linien per Lite 30 Bfa Tauben ver Paar 2. 0.80-100, Hübner per Stüd M 100-1.50. Sabnen, bt Stüd Mr 075-1.50. Enten per Stüd 2.10-2.70. Gänie b Bi 52-64 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfa., Rindfleifd ver Bfb. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bf 70-80 Bfa. Schw ine fleisch gefalzen per Bfund 0.84 Bfa., Ralbfleisb per Bfb. 68-78 Bfa., Hammelfleisch ver Bfd. 50-70 Bfa., Kartoffeln per 100 Rild 500-5 50 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 3.50-4 50, Milch per Liter 18 Pfa. " Ein flatterhaftes, fofettes, aber ungewöhnlich hübsches Ding war fie", warf Audrey ein. " Lassen wir Hetty iegt", unterbrach ihn Margarete sanft, jedoch mit einem Anflug von Ungeduld in ihrem Wefen. Robert, berichte mir, was Dr. Rumsey Dir verordnet hat." „ Komm „ Er sagt, meine Nerven feien sehr erschüttert. Ich glaube es jezt auch, obgleich ich mich heute ganz wohl fühle. Er sagte etwas von England verlassen und eine Seereise unternehmen. Wenn ich mich recht entsinne, versprach er, heute abend mit heranzukommen, um nochmals über die Sache zu sprechen. Nun, Kleiner", wandte er sich an Arthur," Du hast es wohl schon recht eilig?" " Ja Papa," verfekte mit leuchtenden Augen der fleine Mann, der inzwischen ungeduldig von einem Beinchen auf das andere getrippelt war. Audrey nahm ihn bei der Hand, und beide gingen miteinander davon. Margarete und Frau Everett folgten langsam. Herborn( Dill), 17. Nov. Auf dem hute aba haltenen 11. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 751 Stück Rindvich und 9 7 Schweine. Der Baron blieb eine geraume Weile mit dem Stinde fort. Der Tag, der fich so schön angelaffen, hielt nicht, was er ver sprochen. Ein scharfer Wind erhob sich im Norden und artete zum Sturm aus. Drohende schwarze Wolfen zogen am Horizont auf, und ein anhaltender Hagelschauer praffelte vom Himmel hernieder. Audrey befand sich mit dem kleinen unter freiem Himmel, als das Unwetter losbrach, und bevor sie irgendwo untertreten fonnten, waren sie durch und durch naß. Sie flüchteten sich in die erste beste Droschke, die vorbeikam, aber doch zu spät. Der Baron hatte sich eine Erkältung zugezogen, und als der Abend nahte, Es wurden bezabli für Fettvieb und zwar Ochsen I. tal. 68 bis 70 Mt. II. Qul. 65 68 67 Mt., Rüh und Rnder I. Qual. 58 bis 62 Mt., II Qual. 54 bis 57 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteren Fertel 36 bis 54 M Läufer 65 bis 85 Mt. und Einlegschweine 90 bis 120 M das Paar. Der nächste Marft findet om 3 Dezember statt. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderet, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Gieken. Bergeßt die hungern den Vögel nicht! hatte er Schüttelfrost und blieb am Kamin sizen, um sich zu wurmen. führen und Gro No No No 000 Der Kleine, deffen, Lungen ohnehin nicht sehr kräftig wareh schien mit bem Schred davonzukommen. Lustig und heiter wie fonft, ließ er sich zu Bette bringen, aber seine Mutter glaubte doch zu hören, baß die Stimme ihres süßen Lieblings etwas heiser flinge. Biemlich früh am nächsten Morgen fam- die Kinder frau, Margarete in bas Kinderzimmer zu bitten. Sie erzählte ihr, der kleine habe eine sehr unruhige Nacht verbracht und flage über Halsschmerzen; seine Augen glänzten fieberhaft. Die Frau meinte, Arthur gefiele ihr nicht; das Atmen scheine ihm beschwerlich zu fallen, und er fei überhaupt ganz anders als fonft " Ich werde sofort zu Dr. Rumsey schicken", sagte Margarete besorgt. Dann fehrte sie in das. Schlafzimmer zurüd und wedte ihren Gatten, welcher in tiefem Schlafe lag. Bei Margaretes erften Worten fuhr er erschreckt in die Höhe. Was sagst Du, Maggie?" rief er lebhaft und voller Besorgnis. " Der Kleine mein Arthur- frant?" G " Ja, es scheint so, er gefällt mir garnicht", erwiderte sie. Es ist zwar noch sehr früh, aber ich möchte dennoch zu Dr. Rumsey schicken, damit er sobald als möglich herkommt." " Wir dürfen teine Minute verlieren", versezte der Baron " Ich gehe gleich selbst, ihn zu holen." Kreuz Wei Grö 6009 Seller's preisgekrö Cogna " Du?" rief sie erstaunt aus. Fühlst Du Dich denn wohl genug?" Natürlich, mir fehlt nichts." 8:50] anerkannt feinfte Marte 18 und Fla Fl. t. 1.80, 3.-, 4-, 5 Buerflasche Mt. 1,80 Aur Saison! beller's Punsche ib rall fehr beliebi Alleinige Niederlagen 6 br. Adami, Mäus Er sprang schnell aus dem Bett, lief hastig in sein Ankleide fabinet, zog sich an und ging fort. Als er die Treppe hinunter eilte, entdeckte Margarete, daß seine Schritte mit einem Male ganz anders waren, wie sonst, nicht so müde und schleppend. Er ist wie zu neuem Leben erwacht", flüsterte fie innig. Wie wunderbar, daß die Sorge um unser Kind ihm seine alte Kraft und Elastizität wiedergiebt!" Bac Friesleben, Bahn Bellof I., Aliceftro Rumsey versprach, sofort zu kommen, und es war noch nicht. Möser, Seltersm acht Uhr, ba beugte er sich schon über das Bett des fleinen Aranten Bug. Seibert, Wiefe Coam Ball, Deu Ein scharfer Blid und eine grinbliche Unterfuchung belehrten G. Müller, Lan den Arzt, daß es hier sehr schlimm hand. Es ist schade, daß Sie mich nicht gestern abend noch holen ließen", fagte er. Dann trat er hon dem Bettchen fort, ans welchem ihm ein paar berzige timberaugen mit übernatürlichem Glanze anschauten. Er durchschritt das große Zimner. Der Baron folgte ihm.. .Der Kleine ist sehr trant", sagte Dr. Stumſey ſehr erk ih. Hrid, Wik Junger Hausbu Hejut. Fr. Henni Celerome lar sc. am 1. Oftober er. g der Amtsgeridi ich auf dem Lande nod n in. 3. B. gehören Ob en nicht mehr zum Ant zu Fronhausen, dagg und Waldgirmes zu Wei b. Nächsten Donnerst rtt abnehalten. ten der Stadt Gieße ebote. Kaus, Taalöhner in Bu e Dörr dahier. Am 17 fmann in Frankfurt a. Friedrich Wilhelm bomber Martha Wolff in Bernbur webel dahier mit Alwine J 18.: Georg Eugen Be bon Winterberger, Maj Eugenie Laßmann in Dana Wigel, Fabritarbeiter Faroline Haun dahier. üdel, Baufübrer in Fran Wilhelmine Michel dahier ießungen. Ludwig Theodor Min e frauß in Rülfenrod; bei dabier mit Wilhelmine Glife nnes Aloyfius Groß, Schmie Imine Koch dabier. Am 19. org Heinrich Fresenius,& I mit Ida Fanny Augu orene. Arbeiter Theodor Hoh a Anna Bertha; dem Ke e Tochter. Am 16.: 2 Frank eine Tochter,& Dem Oberlehrer, Prof Sohn, Ernst; dem Mau Marie, brie. Sappel, 50 Jahre alt, 9.: Anna Biedenkap er des Bahnarbeiters Bub 20.: Franziska Deib, Ehefrau des Fuhrmann ridet. tigen Borbenmartt fofteten Bu 1 St. 7-9 Bia., Ententeier fg.. Rafematte 2 Sr. 5-6 h Liter 30 Bia Tauben ver Bert d100-1.50. Sahnen, br Stud 2.10-2.70. Ganie b Bfb. 66-76 Bfq., Rindfleid per Bfo 70-80 Bfa. Sato irefa., Ralbfleist per Bfb. 68-78 -70 Bfa., Kartoffeln per 100 Ris St. Mr. 3.50-4 50, Milch pr Rov. Auf dem hute abe Parft waren aufgetrieben 71 Smeine. Fettvieb und zwar De Quil. 65 66 67 M., Au 3 62 Mt., II Qual. 54 b gem cht. ofteren Fertel 36 bis 54 D Enlegfchweine 90 bis 120 S om 3 Dezember statt. Biegener Berlagsbruderet, : Albin Klein, icken erden Vögel nicht! am Stamin fizen, um fich z hnehin nicht sehr träftig wa ommen. Luftig und heiter gen, aber seine Mutter glaub ibres füßen Lieblings eine nächsten Morgen fam- ble Riude zimmer zu bitten. Sie erzähl unruhige Nacht verbracht un Augen glänzten fieberhaft D nicht; das Atmen scheine i überhaupt ganz anders als font tumfen schiden", sagte Margare .Schlafzimmer zurüd und wed Schlafe lag. Bei Margarete in die Höhe. ef er lebhaft und voller Besorgni frant?" 2:50] Weihnachts- Offerte! Wie bisher, waren wir auch in dieser Saison ganz besonders darauf bedacht, gute Qualitäten und geschmackvolle Neuheiten zu führen und können wir unsere Auswahl als eine ausserordentlich schöne bezeichnen. 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Bereinigungs- Kommiffärs zu Friedberg bringen wir hiermit zur Kenntnis der beteiligten Grundb sizer. Gießen, 22 November 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Feldbereinigung in der Gemarfung Gießen rechts der Lahn; hier die Zuziehung eines Teils der Ge= martung Heuchelheim. Ich bringe das Nachstehende zur Kenntnis der Intereffenten: Amtlicher Teil. teil diejenigen Beschlüsse maßgebend und verbindlich, die von rechts der Lohn in den Versammlungen vom 23. August und den beteil gten Grundeigentümern der Gemarkung Gießen 9. Oftober 1900 gefaßt worden sind. Diese lauten: 1. Die Bereinigungsfosten sollen dadurch aufgebracht werden, daß von dem Abschäßungswert der Grundstücke 1 Prozent in Abzug gebracht wird und hieraus Massegrundstücke gebildet werden, aus deren Erlös die Kosten bestritten werden sollen. Die hiernach noch ungedeckten Bereinigungs. foften sollen zur Hälfte auf den Flä hengehalt und zur Hälfte auf den Bonitätswert der Ersaßgrundstücke autgeschlagen werden. Die Bollzugsfommission wird ermächtigt zur Dedung der laufenden Rosten Rapitalten aufzunehmen. 2. Bei der Wahl der beteiligten Sachverständigen und deren Stellvertreter wurden gewählt durch Atlamation: 1. Be grordneter Heinrich Bollmann II zu Heuchelheim, 2. Defonom Friedrich Cost zu Gießen, als Eachverständige: 3. Ludwig Wller I zu Heuchelheim, 4. Kohlenhändler Ed. Klinkel zu Gießen als Stellvertreter. 3. Als Schiedsrichter wurde ebenfalls durch Afflamation gewählt: Bürgermeister Krämer von Steinbach. Bekanntmachung. Die Benugung des Schweinemarktplages und be schiedener anderer Pläge zur Förderung des in der Lah gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter Montas, den 24. November, vorm. 11 Uhr an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigertwerde Gießen, am 21. November 1902. liday Großh. Bürgermeisterei Gießen. 80 Mecum. Bekanntmachung. Die diesjährige Fichten- u. Tannen- Samenernte in Gießener Stadtwald soll Mittwoch, den 26 Nov. d. Js., vormittaas 11 Uhr im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15 öffentlich be wertet werden. Die Großh. Bürgermeistereien der um liegend n Orte werden ersucht, dies dorten bekannt mache zu laffen. Gießen, den 20. November 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsvergebung. In der gemäß Art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 die Feldbereinigung betreffen am 14. Dftober 1. Js. abgehaltenen Versammlung der in den Fluren XVI big XXI der Gemarkung Heuchelbeim beteiligten Grundeigentümer, welche darüber zu beschließen hatte, ob die im Grund.( Flur-) Buch enthaltenen Größenangaben, oder ob die durch eine Bermessung zu ermittelnden Flächengehalte dem Verfahren der Bereinigung dieser Flächen und der n Buziehung zum Feldberein gungsverfahren rechts der Lahn zu Gunde zu legen Verschiedene zur Wiederherstellung des neuen Schlosse find, wurden bei einstimmig beschlossener geheimer Abst mmung zu Gießen erforderliche Mavers, Zimmer, Dachdecken 167 Stimmzettel abgegeben. Von diesen lauteten 90 auf Anu. Schloff rarbeiten sollen auf dem Submissionswe nahme der Flurbuchsongaben und 75 auf 8ugrundelegung der Einwendungen gegen die Rechtsbeständigkeit oder Rechts- bergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibunge durch Neuverm ssung ermittelten Flächengehalte, während 2 verbindlichkeit der vorstehend aufgeführten Beschlüsse für den pp. liegen in unserem Burrau zur Einsicht offen und zugezogenen Heuchelheimer Gemartunge teil find binnen tonnen lettere, mit Angebotsvermerk versehen, daselbi Da die zur Gültigkeit eines Beschlusses erforderliche 14 Tagen von der Veröffentlichung dies r Bekanntmachung gegen Entrichtung der Selbstfoften in Empfang genom Bweibrittel Majorität( Art. 16 Abs. 5 des Fbbereinigunge im Kreisblatt au gerechnet bei Meidung des Ausschlusses men werden. Angebote sind bis längstens Samstag de gef) hiernach nicht erreicht worden ist, so hat in Gmäß mittels schriftlicher Beschwerde bei dem Unterzeichneten geltend 29. d. Mts.. bormittags 10 Uhr, portofrei, verschlosse heit des Art. 16 Abs. 6 pos. 1 des Feldbereinigungsgefeßes zu machen. und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns aby durch Vermessung der Grundstücke die Ermittelung ihres Friedberg, 15. November 1902. geben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Flächengehaltes zu erfolgen.. Gießen, den 14. November 1902. Großherzogliches Hochbauamt. Reuitng. Bezüglich der Kostenaufbringung der Wahlen der Schiebs richter sind für den zugezogenen Heuchelheimer GemarfungsSchwarze Seiden in ebelfter Färbung und Garantiz- Schein für gutes Tragen, sowie Seidenstoffe jeder Art in unerreid ter Auswahl und hochmodernen Dessins zu billigsten Engros- Preisen, meter: und robenweise an Private porto- und sollfrei. Proben franke. Briefporto 20 fg. Seidenstoff- Fabrik- Union. Adolf Grieder& Cie Zürich 22. Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Kainit u. Thomasmehl laut Untersuchungsatteste. Vorzügliche Qualität zu billigen Preisen bei Groß- Felda. Heinrich Völzing. Der Großh. 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Nr. 273 Harment prete ine Baus gebracht 6 Bratlebeilagen C Oberbefiich Bet Gartenbau, fowie Das Platt erfde für Obe Gebenktafel 912. Otto der G am Cand bei St. Leo Konradin Kreuzer in neiung von Thig den Tragoman- zag ** Berschämte Urm Armenwefen enthalten f itteilungen: pier in ber neuerdings einen ga donnen, der namentlid uden an Mitglieder de ereins beobachtet worden fuchen Legitimationspap ich aber Pfandscheine, be deinbar bezweckt, den Ge pigkeit zu verleiben und Rot der Bittsteller gewis ufügen. Der eigentliche S ud fen zu einem Eingehe ewissen persönlichen Ver bort wegen Rüdgabe be ingen, wie denn in ein selben Winkelschreibſtube och sehr nachdrücklich a air diese Bandscheine g Berfahren, das nahe wanreidit, mindestens ab bezeichnet werden mu npflegevereins jegt ent Amigung, daß Arme nesfalls zu den verschä angemelde der Berein m antreten foll), hat der Ver gauf folde mit Pfands 1. beloftete Besuche siemals einzugehen, diefelb ie Armenbirettion abzugel egebenen Jujage) die Bitt elebren, ihnen die Bapier nd anderweite geeignete egennehmen wird." Bon erständlich die Bedürftigl leichfalls in eingehendster norberlitenfalles die nöti L. Völzing berechtigte Drudmittel hichädlich gemacht.- Ma auer Bereins nur zur Total- Ausverkauf. Wegen vollständiger Aufgabe des Artikels Herrenstoffe deanad verkaufen wir dieselben ausserordentlich billig. Das Lager hierin besteht aus nur besten Stoffen, so dass jeder auch die Gewissheit hat, gute Ware preiswert zu erhalten. Anzugs- Stoffe. 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