is 1 Uhr und bon t, 6 Schloffer, 1 stmädchen, 5 Lauf ilfen. Ladterer oder Ver 1 Schuhmacher, 1 virtschaftl. Arbeiter 7 Dienstmädchen, 1 rifeur, 1 Schloffer, onnenten ersucht, das Abonne achrichten"( Beitungs 6. Quartal Bostämtern erneuern Nr. 141. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. sds sibisip Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 21. Juni 1902. Gießener Buldo fed& id fi limo d 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Neklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. band Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bedingung Was die dreijährige Staatszugehörigkeit anlange, so solle sie eben die Garantie geben, daß der Wähler sich der Bedeutung des Rechts bewußt ist, das er ausübt. Man müsse dabei auch bedenken, daß Derjenige, der wählt, auch gewählt werden könne. Diese Forderung sei also nicht nur mit Rücksicht auf das aktive, sondern auch auf das passive Wahlrecht geboten. Bei den Landtagen handle es sich doch hauptsachlich um wirtschaftliche Dinge. Wer da mitraten wolle, der müsse eine längere Zeit in dem betreffenden Lande wohnen. Man fönne also die Bedingung betreffs der Staatsangehörigkeit sehr wohl stellen. Wer ferner feine Steuer zahle, der solle auch nicht mitraten. Neu sei nur, daß die Steuerrückstandsklausel auf die Gemeindewahlen ausgedehnt wird. Das entspreche nur der Gerechtigkeit. Auch sei die Steuerrückstandsklausel nicht gegen die Armen gerichtet. Er glaube, daß die Kautelen der Vorlage solche seien, von denen man sagen könne, daß sie von der Regierung verlangt werden dürfen. Das Kaiserpaar im Rheinland. Mörs, 20. Juni. Das Kaiserpar traf um 9 Uhr der Zustellung des 20 Min. Vormittags hier ein. Nach dem Eintreffen da tt. Da das Poſt. selbst erfolgte die Enthüllung des Denkmals König nzelnen Bostämtern Friedrichs 1. Um 10 Uhr reiste das Kaiserpaar nach Uebermittelung an unb bie Kaiserin nach der Begrüßung das Museum und Krefeld ab. In Krefeld angekommen, besuchte der Kaiser , so sind wir nicht das Standbild Kaiser Wilhelm 1., sowie die Ausstellung te Erneuerung des der Krefelder Seiden- und Samtindustrie. Hierauf wurden hung zu verhindern. im Oberlichtsaal die Stadtverordneten vorgestellt und dem Kaiser ein Ehrentrunt angeboten, worauf der Kaiser eine Unsprache hielt, in welcher er u. A. sagte: Sie, die Sie doch eine Handelsstadt sich nennen, begreifen, daß außer dem Heer noch andere Dinge notwendig sind, und das ist unsere Flotte. Sie haben empfunden im Laufe Ihrer Entwicklung, was es heißen will, wenn mit einem Male an fremden Gestaden die deutsche Flagge entfaltet wird und der Respekt vor den deutschen Kriegsschiffen bei affer kauft die Löwer der Bevölkerung der berührten Länder erwacht. Für Sie 1183 i es eine Notwendigkeit, daß eine starke, mächtige Flotte Kilbinger. die Handelsflagge beschirmt, damit Sie in Ruhe Ihre Ersetzung des Wahlrechts macht. Leere aschen Digsbrunner und Karllaschenbierhandlung Heinrich Jost Kaplansgaffe 10 offerirt zeugnisse überall abseßen können. Hessischer Landtag. Darmstadt, 20. Juni. Spezialdebatte über die Wahlrechtsvorlage. Artikel 5( Stimmrecht für die Erste Kammer) wird er Aktien- Brauerei mit allen gegen die sozialdemokratischen Stimmen angeGießen, hell, dunkel, ener und Eis. 3999998 hhackmaschinen maschinen erpugmaschinen maschinen mangeln gmaschinen 942 nommen. Gegen Artikel 6 wendet sich Abg. Dr. David, da er die dreijährige Staatszugehörigkeit fordert, sowie die Steuerzugehörigkeit fordert, sowie die Steuerrückstandsklausel entbält, die nicht so sehr den Arbeiter, als vielmehr den kleinen Bauern treffe, zumal wenn sie auch, wie der Artikel wolle, auf die Gemeindefteuer ausgedehnt wird. Redner verteidigt feinen Standpunkt, daß für das wahlfähige Alter das 21. Lebensjahr festgesetzt werde. Ebenso sei die Staats zu gehörigkeit nicht nötig, die ja auch bei den Kommunalwahlen nicht gefordert würde, woraus ersichtlich, daß es auch ohne das gehe. Redner verteidigt Staatsminister Rothe: Das direkte Wahlrecht werde in haltungswaagen feiner Verfassung ohne gewisse Voraussetzungen gegeben. annen schränke Fapseln Itäfige emühlen formen fowie sämtliche aus- und Küchengeräte lt äußerst billig Wilhelm Orbig Schulfraße 10, Loose O zur Der Entwurf halte am 25. Lebensjahre fest und daher an bem, was bisher war und woran auch das Reichstagswahl recht festhalte. Auch die Forderung des dreijährigen Wohnsizes im Lande sei schon früher gewesen, also feine neue 20] Geerteerd. Novelle von E. Vely. 6. ( Nachdruck verboten.) Es ist ein Festtag für die Insel, dieser erste MovemberSonntag. Mit einem Extraboot ist der Pfarrer herüber geholt und ganz besonders ruhiges Wetter hat der Himmel für die Fahrt des würdigen, alten Herrn geschenkt, der solch eine große Angst vor der Seekrankheit hat. Er bekommt genug zu thun an dem einen Tag die taufbaren Kinder werden in das gothische Kirchlein getragen und für zwei Paare klingen die Aädter Schloßfreihills Sie find to ber das gelbe Giland hin. Lotterie n 2 Klaffen empfiehlt - Sie sind so rasch hier für's Leben verbunden, wie auf dem Festland aber daß das Leben selber für den Seefahrer ein noch leichter verlierbares Gut ist, das vergißt der weißhaarige I Krebs, en Seelsorger nie wehmüthig zu betonen. 10 Schulfraße 10. Rt. 3.- Mt. 6.- H Mt. 30- pre Blaffe rima Schweizerläje per Pfund 90 Pfg. Br. Limburgertafe per Pfd. 45 Pfg. Pr. Mainzer Käfe per Grid 4 Bfg. r. Schweineschma per Bfb. 65 Bfg. empfiehlt Ulrich, Gloggage 7 Student Brivatunterricht in Latel Franzöfifch. Erfolg fida fert. unter 00251 an bi b. biefer Zeitung. Beirath bermittel Frau Redmer,& elgi iche Nur wenig Personen sind heute nicht Hochzeits- oder Kindtaufsgäste Maniel Hay sitzt bei dem fröhlichen Zwillingsvater und erzählt dort seine Haarsträubenden Seegeschichten, denen ein andächtiger Kreis lauscht und dazu trinkt. Geerteerd hat Edo Finnink versprochen, zu seinem Fest zu tommen, wenn sie aber in der Freude überhaupt nicht das schwarzhaarige Mädchen vergessen haben, so haben sie es vergeblich erwartet. Maniel Hay's Einzige hat wie an einem Werktag im Hause geschafft und nicht darauf geachtet, daß von hüben und drüben die Gäste herausgetreten sind zum Kirchgang. Als dann die Glockenstimme sich erhebt, eilt sie an's Deer, hart av Strande setzt sie sich nieder und blickt mit ſtarren Augen auf die graue Wassermasse. All die Zeit her hat sie's brav getragen, das Weh, das Gefühl von Schmach kein Mensch hat gewahren können, wie's in ihr war, keiner hat darüber lachen sollen, daß Geerteerd Hay eine Verschmähte ist. Sie hat keine Thräne gehabt und keinen Seufzer- nur ein Brennen im Herzen, ein Wühlen. Die Wellen kommen und gehen, sie sieht dem bekannten - - Artikel 5 wird darauf einstimmig angenommen, gemäß dem Ausschußantrag, der nur ein ein jähriges, nicht ein dreijähriges Wohnen in Hessen zur Voraus Zu Artikel 7 hat Abg. Dr. David beantragt, daß das Stimmrecht nicht beschränkt werde durch die Armenunterſtügungsklausel. Man redet so viel vom christlichen Staat. Wenn man damit ernst machen wolle, so solle man die Armen auch als gleichberechtigte Bürger anerkennen. Diese Klausel sei so unmotiviert und unglücklich, daß sie fallen müsse, wenn sie auch auf die Wahi selbst nicht von großem Einfluß sei. Abg. Leun wendet sich gegen die Steuerrückstandsflausel, soweit sie sich auf die Gemeindesteuern bezieht, mit Rücksicht auf die Landbewohner und wünscht, daß man an Stelle des zweimonatlichen Rückstandes nur den Rückstand des vorhergehenden Jahres anerkenne. Abg. Reinhardt hat einen dahingehenden Antrag eingebracht, weil er die Wahlpflicht wünsche. ping Abg. Weidner will den Antrag Leun auch unterstützen, findet den warmen Appell des Abg. David an die Humanität sehr schön und gut, möchte aber nicht die Verschwendungssucht unterstützen und deshalb ist er für Beibehaltung des vom Abg. David bekämpften Passus in Artikel 7. Geh. Staatsrat von Krug wendet sich gegen den Abg. Ulrich. Es handle sich bei Position 5, 6 und 7 nur um Konsequenzen aus richterlichen Urteilen, nicht um fleine Versehen der Beamten und ihre Folgen, sondern um die allerschwersten Vergehen derselben. Abg. Ulrich hat einen Antrag eingebracht auf Streichung von Position 5, 6 und 7. Abg. Molthan spricht sich gegen diesen Antrag Ulrich aus, wenn er und seine Partei ihre endgültige Stellung zur Vorlage auch nicht von diesen Dingen abhängig machen würde. Abg. Ulrich: Es handle sich namentlich bei Position 6 doch auch um Dienstvergehen und nicht um schwere Verbrechen, die ia schon durch Position 4 getroffen würden, und deshalb halte er die Position 5, 6 und 7 für bedenklich. Der Ausschußantrag zu Position 1 bis 4 und 8 bis 10 wird darauf mit allen gegen 6 Stimmen an genommen; ebenso Position 5 und 7, Position 6 dagegen nicht. Die Abstimmung über Position 11 ( Steuerrückstandsklausel) wird für später ausgesetzt. Artikel 8 wird angenommen. Zu Artikel 9 a( Wahlpflicht) spricht Abg. Reinhard, der die Wahlpflicht wünscht. Abg. Molthan erklärt, im Prinzip sei ja seine Partei für die Wahlpflicht, aber wenn nur die ProporDa aber die Regierung tionalwahl eingeführt werde. sich dagegen ausgesprochen, würde er und seine Partei nun im Interesse der Vorlage gegen die Wahlpflicht stimmen. ia Ministerialrat Beder werdet ihnen den Vor- seine schlag des Abg. Leun, der identisch ist mit dem Antrag des Abg. Reinhardt, weil das sonderbare Zustände her vorrufen würde, was er näher darthut. Abg. Ulrich erklärt, seine Partei würde nötigenfalls für den Antrag Reinhart und Leun stimmen. Er wendet sich dann gegen die Pofitionen 5, 6 und 7 dieses Artikels wegen der Verschärfung, die er enthält, indem er das Wahlrecht von Beamten aller Art und von Rechtsanwälten beschränkt, wozu jede rechtliche Basis fehle. Spiele zu; sie braucht nichts zu thun, als nur auf dem Playe zu bleiben, den sie jetzt inne hat, um in ein paar Stunden sanft wie von weichen Armen fortgetragen zu werden. Und das graue Wasser wird genug sein, das Brennen in ihrem Herzen zu löschen. Nein! so nicht. Sie spricht die Worte mit sprödem Ton in das Glockenläuten hinein. An dem Tage, wo sie auf Jo's Kommen gewartet, hat sie auch in die Wellen hinein gesprochen, das ist etwas von„ büßen" gewesen. - Mit einem herben Lachen sieht sie an sich hinunter. Das sagt sich leicht sie ist ja aber nichts, als ein Leibsbild hat sie's hindern können, daß Jo sein Spiel mit ihr getrieben, daß er am selben Tag, wo sie seiner geharrt voll Liebe und Vertrauen, einer Andern seine Werbung gebracht hat? Kann sie jetzt die Töne da oben in der Luft verstummen machen? Die Kirchgänger auf ihrem Wege aufhalten, die blonde Mecrie von Jo's Scite reißen? - - Nichts kann sie nur über sich selber lachen, über Geerteerd mit all ihrem Troß und Hohn für Andere. Sie beißt die Zähne in die Lippen. Deutlich sicht sie jezt, wo das Geläut schweigt, die Beiden zum Altar gehen an denselben Play, wo sie in ihren Gedanken sich und Jo bereits erblickt hat. Was sie da Alle geloben wollte- Demuth und Treue Nun reckt sie die Rechte nach den Wogen hin und ihre Lippen murmeln einen Fluch und dann sagt sie: Dem Maniel Hay gehör ich zu, was dem geschehen ist, hat er heimgegeben. Dann fauert sie sich still wieder nieder. Sie weiß nicht wie, aber sie fühlt's in sich, daß noch eine Stunde kommen mag, wo sie Vergeltung üben kann. Ob's schlecht ist? Ist Jo gut mit ihr gewesen? Ob Rache gottlos ist? Sie hat die Liebe für Jo wie vom Himmel geschenkt genommen und sich fromm und gut gefühlt und es sein und bleiben wollen! Wer braucht sie jetzt noch so? Ihr Vater nicht, der lacht über die Demüthigen und nennt die Guten dumm; für den kommt aus dem Himmel nur Negen oder Sonnenschein, Sturm oder günstiger Wind. Abg. Dr. David: Obgleich die Wahlpflicht gegen walten lassen und der Wahlpflicht seitens seiner Partet zustimmen. Als unbedingte Voraussetzung fomme aber für seine Partei hier allerdings in Betracht: 1. die Beseitigung der Steuerrückstandsklausel; 2. müsse die Wahlzeit so gelegt werden, daß jeder Lohnarbeiter wählen könne, ohne einen Lohnausfall zu riskiren und andere Unannehmlichkeiten. B Abg. Korell spricht sich in ähnlichem Sinne aus. Er wünscht allerdings nicht, daß bei Einführung der Wahlpflicht eine Geldstrafe eintrete für Versäumnis Und niemand braucht sie sonst auf der Welt und sie niemanden. Geerteerd Hay! - steht vor dem Leuchtthurmwächter, Sie schnellt empor der sie überrascht hat, und guckt ihm fast drohend in's Gesicht, forschend auch, ob's sein kann, daß er ihre Einsamkeit deutet. Aber er hat nur das fröhliche Lachen, welches alle Menschen an ihm sonst geliebt haben, das aber den schweigenden Insulanern so ungewohnt ist. Habe gemeint, außer mir giebt's niemand, der heute nicht ande Hochzeit feiert, sagt er. Wem der Sinn nicht darnach ist, muß allein bleiben, antwortet das Mädchen. - Er streckt ihr die Hand hin und sie legt die ihre hinein. Geerteerd wenn Du gewollt hättest Sie läßt ihn nicht ausreden, das Läuten beginnt von Nenem. Nun ist aus Meerie Möllers Jo Toben's Frau geworden. So oft Du mich siehst, Frizz West, sagst Du dasselbe. Er senkt den Kopf. Heute hörst's zum letzten Mal, ich will darum einkommen, daß sie mich fortthun. Es ist, als ob's in Geerteerd's Hirn läutet, so pocht es in ihren Schläfen. Fort willst Du, murmelt sie mechanisch. Seine Blicke ruhen traurig auf ihr. Du magst nun einmal keine Fremden Einer fann sich ändern, sagt sie wie vorhin und benkt, daß sie unter den Glockenflängen nun heimgehen in's Dorf. Friz West giebt sich eine Deutung ihrer Worte: Geerteerd- bist Du im Ernst? - Sie fährt mit beiden Händen gegen ihr Herz wenn es einmal still sein wollte, da innen! Und wenn sie sich besser verstanden hätte auf die Falschheit der Männer, so konnte sie heute mit Frig, West dem Hochzeitszuge vorangehen- Jo zum nur darum. Troß ( Fortjesung folgt.) dieser Pflicht. Er hoffe, daß auf dieser Basis der Wahlpflicht das Gesetz doch noch zu Stande komme. Abg. Gutfleisch wünscht, daß das wählen erleichtert werde, indem man alle die Rücksichten nehme, don denen der Abg. David gesprochen. Solange das nicht der Fall, könne man sich über die geringe Wahlbe teiligung eigentlich nicht schr wundern. Aber er sei der Meinung, man solle nun erst einmal zusehen, ob nicht durch das neue Gesetz die Wahlbeteiligung auch ohne Wahlpflicht sehr wachsen würde. Er möchte deshalb zu diesem Zeitpunkt die Einführung der Wahlpflicht nicht befürworten. Auch aus idealen Gründen wünsche er keinen rechtlichen Wahlgang, wie ihn die Wahlpflicht fordere. Redner macht auch auf alle praktischen Schwierigkeiten der Durch führung der Wahlpflicht aufmerksam und bittet, zumal die Regierung, ebenfalls gegen Einführung der Wahlpflicht und nicht für sie, sich auszusprechen. | Abg. Seelinger spricht sich gegen die Wahlpflicht aus. Staatsminister Rothe: Die Regierung verharrt auf ihrem ablehnenden Standpunkt gegenüber der Wahlpflicht. Abg. Weidner meint, es sei gar nicht so nötig, daß das neue Wahlgesez jezt noch so schnell vor Schluß des Landtages eingeführt werde.( Zurufe: Hört! Hört!) Es ginge doch auch noch eine Weile mit dem seitherigen Wahlrecht.( zurufe des Abg. Ha a s- Mainz: Endlich tommts heraus!) Die Regierung solle das Gesetz noch einmal zurückziehen und weiter durcharbeiten. zwei Stimmen angenommen, wonach also die Wahlhandlung um 12 Uhr Vormittags beginnt und 8 Uhr Abends geschlossen wird. Auf Antrag des Abg. Gutfleisch werden Artikel 27 bis 59 der Vorlage en bloc debattiert und angenommen, mit Ausnahme des Art: 46 ( Stichwahl) der danach ebenfalls angenommen wird. Artikel 60 bis 62 werden auch angenommen. Damit ist die erste Lesung der Wahlvor Nächste Sigung Dienstag 9 Uhr. lage beendet. Tagesordnung: Pfandbrief- Bankgesez, Sparkassengesetz, Wohnungsgesetz. Abg. Erk( nl.) spricht sich für die Wahlpflicht aus. Abg. Haas- Darmstadt kann sich mit dem Vorschlag Weidners nicht befreunden. Die Vorlage zurück ziehen, das bedeute auch auf Seiten der Kammer eine Schwäche. Man solle aber auch nicht der idealen Ansicht des Abg. Gutfleisch sein, der deshalb gegen die Wahlpflicht stimme. Wenn man andere öffentliche Pflichten betrachte, so bestände ja auch bei ihnen in verschiedener Weise ein Zwang. Er freue fich jeden falls, daß die Wahlpflicht in diesem Hause teine prinzipiellen Gegner gefunden. In Braunschweig, wo die Wahlpflicht bestehe, hätte sie gute Resultate ergeben. Wer nicht erscheine, habe dort 10 Mr. zu bezahlen. Nur 10 Proz, seien nicht erschienen, von denen der größte Teil aus triftigen Gründen entschuldigt war. Er wolle freilich damit die Geldstrafe nicht empfehlen. Als Strafe fäme aber z. B. in Betracht, daß Derjenige, der sein Wahlrecht nicht ausübe, bei der nächsten Wahl nicht mitstimmen dürfe. Er hoffe, daß die Wahlpflicht eingeführt werde, schon im Interesse der ganzen Vorlage, weil viele Abgeordnete von diesem Punkte ihre Stellung zur Vorlage abhängig machten. Ministerialdirektor Weber: In Braunschweig lägen die Verhältnisse durchaus anders, wie hier. Dort herrsche das indirekte Wahlrecht und die Wahlpflicht gelte für die Wahlmänner aber nicht für die Urwähler. Abg. Molthan fürchtet, daß der Vorschlag des Abg. Haas das Gegenteil erreiche von dem, was er damit wolle. Bum Tode König Alberts. Aus allen Weltgegenden kommen Worte des Trostes und der Teilnahme, um der schwergeprüften Königin Carola und den übrigen Mitgliedern des sächsischen Herrscherhauses über die ersten Tage des tiefsten Schmerzes hinwegzuhelfeu, soweit menschliches Gefühl dies überhaupt vermag. Wir laffen hier folgende Meldungen folgen: Der sächsische Hof legt auf 24 Wochen Trauer an. Der leste Regie rungsaft des Königs Albert war, wie wir gestern meldeten, die Uebertragung der Regierungsgeschäfte auf den Prinzen Georg. Ueber die Vorgänge am Sterbebett hören wir noch: Als der König verschieden war, beugte sich König Georg über seinen entschlafenen Bruder und drückte einen Kuß auf dessen Stirn. Ueber die Beisegung des Königs sind bereits folgende Bestimmungen getroffen: Gestern Abend 10 Uhr wurde die Leiche den Beamten und Dienern nochmals gezeigt. Ueber Nacht ist dann der Tote in dem schwarz ausgeschlagenen, roten Salon des Schlosses aufgebahrt worden. Heute Samstag Mittag hat Kardinal Kopp die Einsegnung vorgenommen und eine kurze Trauerfeier abgehalten. Um 3 Uhr ward der Sarg nach dem Bahnhof übergeführt und mittelst Extrazuges nach Dresden gebracht, wo er um 9 Uhr 5 Minuten Abends eintrifft. Je vier Kürassieroffiziere hielten bei dem Toten die Leichenwache. Die Beisezung findet Montag Abend 9 Uhr in Dresden statt. König Georg und die KöniginWittive Karola treffen heute Abend mit der Leiche König Albe. ts in Dresden ein. Abg. Pitthan spricht sich für die Wahlpflicht aus und zugleich für den Antrag David auf Beseitigung der Steuerrückstandsklausel, und daß die Wahl so gelegt werden möchte, daß Jeder ohne Nachteil an ihr teilnehmen könne. Abg. Köhler Langsdorf will, daß die Bestrafung, wenn einer sich der Wahl enthalte, auch öffentlich betannt gemacht werde. Darauf wird Artikel 9 a( Wahlpflicht) mit 29 gegen 11 Stimmen angenommen. Geh. Staatsrat v. Krug erklärt, daß die Regierung gemäß ihren bisherigen Ausführungen feinen Anlaß habe, sich an der Beratung über die Details der einzelnen Unterartikel zu Art. 9 zu beteiligen. Der Abg. Dr. Gutfleisch beantragt, daß bei zweifelhaften Artikeln vorerst nur das Stimmverhältnis festgestellt werde und erst am Ende der ersten Lesung, welche Artikel als integrirender Bestandteil der Verfassung anzusehen seien. Der Antrag wird angenommen und nun danach verfahren. Für Art. 9b( Strafe für den Nicht wählen den) stimmen 22 gegen 17 Abgeordnete. Für Artifel 9 c, d, e, f stimmen 30 Abgeordnete, 10 dagegen. Dann wird Art. Po. 11 ( Steuerklausel) mit allen gegen 4 abgelehnt. Der Antrag der Abgeorgneten Reinhard und Leun hierzu wird einstimmig angenommen. Art. 10 bis 13 der Vorlage werden ohne Debatte angenommen. Anordnungen des Kaisers. eignet, gelan offrierte Bre Man b Miniten ger affen, billiger Menge vorh weniger zur wichtig fein wingt, ihr Berte nicht Frieden als weiser korrekter Bandesherr sein Königreich zu hoher Blüthe gebracht. Reich gesegnet war sein Alter. Bei allen Patrioten galt es als eine lieb gewordene Vorstellung, daß diesem erwürdigen Könige die gleiche Lebensdauer beschieden sein möchte, wie seinem Waffenbruder Kaiser Wilhelm dem Großen. Bewegten Herzens trauert der Kaiser um den väterlichen Freund, die Nation um einen Helden und König, in dem sie große Erinnerungen ihrer Geschichte verkörpert. Der Kaiser befahl in einem Telegramm an das Marinefabinett, die Schiffe der Marine anzuweiseu, anläßlich des Todes König Alberts die Flaggen Halbstock zu setzen. Ferner soll Tauer anlegen das Offiziertorps des Panzerschiffes " Sachsen" und derjenigen Landregimenter, deren Chef König Albert gewesen. Der Antrag der Minorität des Ausschusses zu Art. 14( Wählbarkeit der Beamten) wird mit 26 gegen 11 St. angenommen, wonach der Wortlaut des seitherigen Art. 15 des Wahlgesetzes bestehen bleiben soll. Art. 15 bis 25 der Vorlage werden ohne Debatte angenommen. Der für heute Samstag festgesette Besuch des Kaiser= paares in Düsseldorf ist definitiv abgesagt worden. lof Das Militärwochenblatt" schreibt: In Sibyllenort auf schlesischer Erde, wo der greise König Albert Er holung suchte, hat sein tapferes deutsches Herz aufgehört zu schlagen. Jeder Zoll ein König, jeder Zoll ein Soldat, war er der treue, väterliche Freund des obersten Kriegsherrn... Ein wahrer König, deutsch bis ins Mark, ein treuer Freund und Verbündeter unseres kaiserlichen Herrn, so wird er fortleben in der Geschichte. Der„ Temps" schreibt: Man kann sagen, daß König Albert der wertvollste Beistand der deutschen Reichsidee nach innen wie außen war, und daß das österreichisch- deutsche Bündnis von 1879, dieses politische Meisterwerk, in hohem Maße durch den Einfluß König Alberts auf seinen Jugendfreund Kaiser Franz Joseph gefördert wurde. Außer dem deutschen Kaiser, dem Reichskanzler Grafen Bülow, einer Abordnung des Bundesrats, werden sich auch sehr viele fremde Fürstlichkeiten zu der Beisegungsfeier nach Dresden begeben Ferner werden Abordnungen aller Regimenter, zu denen König Albert in näheren Beziehungen gestanden, eintreffen. Bet Art. 26( Wahlhandlung) ergreift Abg. Dr. David das Wort zu seinem Antrag, der will, daß die Wahlhandlung am Sonntag vor sich gehe, und zu seinem Eventualantrag, der dahin geht, daß, wenn jein Antrag nicht angenommen werde, dann die Wahlhandlung in die Zeit von 12 Uhr Mittags bis 8 Uhr abends berlegt werde. Der Redner fragt die Regierung, welchen Grund sie eigentlich habe, die Ausübung des Wahlrechts, indem sie die Wahl auf die Zeit von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags lege, zu erschweren. Allgemeine Armeetraner. Da König Albert preußischer General- Feldmarschall war, wird eine allgemeine Armeetrauer angeordnet werden. Bei dem 2. Garde- Ulanen- Regiment in Berlin und bei dem 10. Dragoner- Regiment in Allenstein wird diese Trauer länger als bei den übrigen Truppenteilen dauern, da König Albert Chef dieser beiden Regimenter war. König Albert war auch russischer General- Feldmarschall und es ist daher auch eine Deputation der russischen Armee in der sächsischen Hauptstadt zu erwarten. Staatsminister Rothe: Um der Gleichförmigkeit willen mit der Reichstagswahl habe die Regierung dieselbe Zeit für die Landtagswahl festgesetzt, und ebenso mit Rücksicht auf die Wahlkommission. Abg. Bähr: Gerade der David'sche Antrag( Wahl bon 12 bis 8 Uhr) nehme Rücksicht auf die Wahlfommission. Abg. Ulrich spricht sich im gleichen Sinne aus, darauf wird der Eventualantrag David mit allen gegen In Berlin ist aus Anlaß des Ablebens des Königs an vielen Stellen Trauerschmuck angelegt worden. Eine S.nderausgabe des Armee- Berordnungsblattes" veröffentlicht einen Armeebefehl des Kaisers Giessener Cagesneuigkeiten. * Das Promenadenkonzert findet morgen in der Ostanlage 11,30 Uhr mit folgendem Programm statt. 1. Ouverture" Stradella" Flotow. 2. Einleitung zur Oper Loreley" Bruch. 3.„ Die Schönen von Valencia" Walzer Mowena. 4. Finale aus der Oper " Lohengrin" Wagner. morgen 1 wünschen guten Erfol St. Die bem Landes lichen Betr Geffen befta Interpellati Sweiten Aa mittelung fundheitspfl fowohl feite faffe geid hat bezügl bon einer die Merzte bon einer Entfernung ortes der Honorierun faglich nicht Bant für Reichsanz." bis zum 31 für Handel Kaffe der F in Frankfur werden. N Sonntag, den 6. Juli, wird die 50 Musiker starke Kapelle des Badischen LeibgrenadierRegiments aus Karlsruhe, unter Direktion des Königl. Musikdirektors Adolf Boettge zwei außer gewöhnliche Konzerte in anstalten. Die Steins- Garten berKapelle stellt sich bekanntlich für ihre Konzerte die Aufgabe, ein planmäßiges, gruppiertes Stück Musikgeschichte zu bieten. Diesmal bringt das Programm Nationalmusik aus aller Herren Länder mit Benüßung der erforderlichen, eigens hierfür fonstruierten Instrumente. Näheres folgt. auch diesmal die Gießener Buchdruckergehilfen den Johannisfest. Wie in früheren Jahren, so werden Namenstag ihres Altmeisters Johannes Gutenberg in würdiger Weise begehen. Das Fest findet Sonntag, 29. Juni statt. Morgens um 10 yr wird ein Spazier gang nach Tectors Terrasse mit anschließendem Früh schoppen gemacht. Das Festessen findet um 1 Uhr im ,, Gambrinus" statt. Um 3 Uhr beginnen die Festlichkeiten auf der Liebigshöhe. Konzert, mannigfache Spiele und Tanz werden für einen animirten Verlauf der Feier sorgen. „ Das nach Gottes unerforschlichem Ratschluß erfolgte Ableben Sr. Majestät des Königs Albert von Sachsen hat Mein Haus, meine Armee mich aus tiefste erschüttert. Mein Haus, meine Armee und unser ganzes Vaterland haben einen schweren Verlust erlitten und allero.ten werden die Herzen, die Empfindung für Deutschlands Glanz und Größe haben, mit mir in für Deutschlands Glanz und Größe haben, mit mir in tiefster Trauer den Heimgang dieses heldenhaften deutschen Fürsten beklagen. Mit ihm ging der legte jener mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes geschmückten Heerführer dahin, die an der Sp.ße der deutschen Armee unter meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater uns den unvergänglichen Siegeslorbeer erfämpften. Großvater uns den unvergänglichen Sieges lorbeer erfämpften. Im Gedächtnis des Volkes wird der Held von St. Privat, der Führer der Maasarmee foitieben, solange deutsche Herzen schlagen. Schwer aber lastet in Sonderheit auf der Armee, die mit hoher Verehrung und stolzem Vertrauen auf den bewährten und ruhmgekrönten Feldherrn blickte, das Es wird ihr ein tief= Bewußtsein seines Verlustes. empfundenes Bedürfnis sein, auch ein äußeres Trauerzeichen anlegen zu dürfen, nnd ich bestimme hierdurch: 1) Sämtliche Offiziere der Armee legen auf vierzehn Tage Trauer an. 2) Bei den 2. Gardeulanen und den 10. Dragonern währt die Trauer drei Wochen. 3) An den Beischungsfeierlichkeiten nehmen Abordnungen der genannten beiden Regimenter teil, bestehend aus dem Kommandeur, einem Stabsoffizier, einem Rittmeister, zwei Leutnants, einem Wachtmeister, einem Unteroffizier und einem Gemeinen. Lassen wir nun bernehmen, welche Teilnahme das Hinscheiden dieses edlen Herrn im Volte auch über die deutschen Grenzen hinaus erweckt hat: r Das Philosophenwaldfest zur Feier des 1000ften Studenten wird am Donnerstag, 3. Juli stattfinden. Näheres in nächster Nummer. v. Der Veteranen- Verein unternimmt morgen früh 3/49 mit, feldmarschmäßigen Gepäc" einen Familienausflug nach dem Altenberg. * Der akademische Gesangverein hält am Montag abend gelegentlich der Probe eine ordentliche Haupt versammlung ab, wobei auch Vorstandswahl statt findet. Der Reichs- Anz." widmet dem verstorbenen König Albert einen Nachruf in dem es heißt: König Albert gehört für immer zu den heroischen Gestalten die am Eingange der durch ihr Wirken heraufgeführten neuen Epoche des deutschen Lebens stehen. Als einer der berühmtesten Führer des großen Krieges hat der fönigliche Generelfeldmarschall seinen Namen mit den Erfolgen verknüpft, die zu den schönsten Waffenthaten des einigen Deutschlands gehören. Nicht minder hat er im der Firma de mittel zu fei Schuldscheine Handel und der Filiale Frankfurt a. eingelöst we * bollen Frü Kleine die V Sträucher in der Abfid ein paar T maßen also zeugen doch welche man bielfad nu Die W ung des fladtif Dienot öffentlich verbun Arbeitsbes Dienststunden au zur Einsicht of r Der Wohlthätigkeitsverein Contentia veranstaltet morgen eine Waldpartie nach der 2. Schneiſe links find bis zum ge Licherstraße. Nachmittags um 3 Uhr seht sich der Zug fit 14 Tage. mit Mufik vom„ Kronprinz" aus in Bewegung. Wenn das Wetter und das muß man bei den heutigen Wettererfahrungen befürchten ungünstig ist, findet gemütliches Beisammensein mit Musif in Steins Garten statt. - - A Sommerfeste. Auf der Liebigshöhe feiert der Musikverein Gießen morgen nachmittag ein Auf großes Sommerfest mit Boltsbfluftigung. der schönen Aussicht begeht der Fechtverein Hess. Waisenschuß ein großes Sommerfest mit Regiments musit. - - " - eine A Staats- Neubauten. Bekanntlich soll auch unsere chirurgische und Augenklinik in neuen zeitgemäßen Gebäuden untergebracht werden. Die projektierten neuen Gebäude sollen zu stehen kommen in dem Quadrat zwischen Frankfurterstraße und der schönen Aussicht einerseits und der Klini straße und der neuangelegt werdenden Zufuhrstraße"( zwischen Boström- und Rusagschem Grundstücke) den Herren, denen die in diesent Komplex gelegenen Grundstücke gehören, ist- gleich viel ob es Ackerland oder Gartengelände war gleich niedrige Summe pro m. vom Fistus geboten. Natürlich konnten die betr. Besizer das unzureichende G bot nicht annehmen. Um nun den Bau der neuen Klinifer auf dem in Aussicht genommenen Gelände dennoch durch sezen, ist die Tagfahrt zur Enteignung der für de Alinits- Neubauten chirurgische und Augenflinit, sowie die Veterinäranstalt erforderlichen Grundstücke auf Mitwoch, den 9. Juli festgeseßt. Für die genannten Neu bauten gelangen noch ca. 30 000 m incl. der Gabriel'schen Hofraithe an der Klinifstraße zur Enteignung, während f die neue Veterinär- Anstalt das an der Staatsbahn liegende Gelände von ca. 20 000 m erworben werden sollen. Auf den Ausgang der Enteignung ist man sehr gespannt, zuma das für die Klinitsneubauten in Frage tommende Gelände zu der schönsten, ruhigsten und gesündesten Lage der Stadt) gehört was ja auch die zahlreichen in jüngster Zeit in sudlichen Stadtteil erbauten Billen beweisen- und ferner für die Nachbargrundstücke, die nicht so günstig liegen, wesentlich höhere Preise, wie die den obengenannten Eigen tümern offerierten, erzielt wurden. Auch das Gelände für die Veterinäranstalt, welches als ein größerer zusammen hängender Komplex direkt an der Bahn liegt und sich in folgedessen für die verschiedenartigsten Zwecke vorzüglich G 1212 arb C Offerire allen Sorten Brinz S aschech ཉི Offene Bejucht. Gin brave ingeres, br Das eb. zu Haufe angenehme, Be ab sherr fein Königre dh gesegnet war je es als eine lieb ge eignet, gelangt zur Enteignung, da den Eigentümern der offerierte Preis aus den verschiedensten Gründen zu niedrig ist. Man begreift eigentlich nicht, weshalb die neuen Kliniken gerade auf diesem wertvollen Gelände stehen zumal benachbartes, wesentlich müssen, billiger zu habendes Land in jeder gewünscht.n Menge vorhanden ist. Ob man einige Minuten mehr oder weniger zur Klinik zu gehen hat, das fann doch nicht so wichtig sein, als daß man darum mehrere Privatbesizer zwingt, ihr Besigtum zu einem Preise herzugeben, der dem Werte nicht entspricht. 1 erwürdigen Stonig en fein möchte, te elm dem Großen. B er um den bäterlidhen Delden und König, in Befchichte berkörpert reibt: In Sibyllenot reise König Albert G deutsches Herz aufge König, jeder Zoll ein e Freund des oberite König, deutsch bi Verbündeter unsere eben in der Geschichte an fann sagen, daj eistand der deutschen war, und daß da 1879, dieses politis cch den Einfluß Köni Staiser Franz Josep euigkeiten. indet morgen in de Folgendem programm Flotow. 2. Einleitun Die Schönen boi Finale aus der Ope vird die 50 Musike Leibgrenadier unter Direktion de oettge zwei außer eins- Garten ber It sich befanntlic , ein planmäßiges zu bieten. Diesmal Lufif aus aller Herrer erlichen, eigens hierfü es folgt. Jahren, so werde udergehilfen de jannes Gutenberg in Eest findet Sonntag Uyr wird ein Spazier anschließendem Früh findet um 1 Uhr im beginnen die Festlich Konzert, mannigfad en animirten Verlau Feier des 1000fter 3. Juli stattfinder ernimmt morgen frül d" einen Familien cg. ein hält am Montag ne ordentliche Hau Vorstandswahl statt Contentia veranstal Der 2. Schneife lint 3 Uhr sezt sich der Zug s in Bewegung. Wenn man bei den heutigen - ungünftig ift, finde it Mufif in Stein - Liebigshöhe fei morgen nachmittaga Itsbfluftigung. cht der Fecht berei großes Sommerfeft * Von den beiden hiesigen Turnvereinen gehen morgen 10 Wettturner zum Feldbergfest. Wir wünschen denselben zu ihrem friedlichen Wettkampf guten Erfolg. St. Die Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen dem Landesverein Hessische Aerzte und der staatlichen Betriebskrankenkasse für das Großherzogtum Hessen bestanden und im März dieses Jahres zu einer Interpellation des Abg. Abg. Reinhart- Worms in der Zweiten Kammer Veranlassung gaben, sind durch Vermittelung der Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspflege im Wege beiderseitigen Nachgebens, sowohl seitens der Aerzte, als auch seitens der Krankenfasse geschlichtet worden. Die Betriebskrankenkasse hat bezüglich der ärztlichen Besuche die Minimaltare von einer Mark pro Besuch eingeräumt, dagegen haben die Aerzte einer Herabsetzung der Kilometergebühren von einer Mark auf 80 Pfennig pro Kilometer der Entfernung für die Extrabesuche außerhalb des Wohnortes der Aerzte zugestimmt. Ein Unterschied in der Honorierung der Stadt- und Landärzte soll grundfäßlich nicht stattfinden. * Die Einziehung der Noten der Bank für Süddeutschland in Darmstadt ist im Reichsanz." bekannt gemacht worden. Die Noten müssen bis zum 31. Dezember 1902 bei der Kasse der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale der Bank für Handel und Industrie in Frankfurt am Main gegen Bargeld umgetauscht werden. Nach dem 31. Dezember 1902 hören die mit der Firma der Bank umlaufenden Noten auf, Zahlungsmittel zu sein; sie behalten jedoch die Kraft einfacher Schuldscheine und werden als solche bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale der Bank für Handel und Industrie in Frankfurt a. M. bis zum Ablaufe des Jahres 1905 eingelöst werden. - * Mahnung. Gegenwärtig, da die Natur im bollen Frühlingsschmucke prankt, ist für Große wie Kleine die Versuchung am stärksten, Wiesen, Bäume und Sträucher zu plündern; geschieht dies nun meist auch in der Absicht, den Blüten daheim im Wasserglase noch ein paar Tage des Prangens zu gewähren, gewissermaßen also den Lenz in die Stube zu verpflanzen, so zeugen doch die vielen abgerissenen Reiser und Blumen, welche man so oft über die Wege verstreut findet, daß vielfach nur Mutwillen die Flur ihres Schmuckes beVerdingung. raubte. Mögen alle jungen Leser und Leserinnen, die| Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. fich jetzt da draußen in Gottes freier Natur ergehen, die Worte Jean Pauls beherzigen: " ,, Auch sag' ich's Euch,' s ist Alles heilig jezt; Und wer im Blühen einen Baum verlegt, Der schneidet ein, wie in ein Mutterherz; Und wer sich eine Blume pflückt zum Scherz Und sie dann schleudert von sich sorgenlos, Der reißt ein Kind von seiner Mutter Schooß; Und wer dem Vogel jetzt die Freiheit raubt, Der sündiget an eines Sängers Haupt; Und wer im Frühling bitter ist und hart, Vergeht sich wider Gott, der sichtbar ward." Aus Hessen und Nachbargebieten. o. Staufenberg, 21. Jani. Unser Kriegerverein feiert morgen und am Montag sein 25 jähriges Stiftungsfeft. Dabei wird dem Verein eine Fahnenschleife als Geschent des Kaisers und eine Ehrentafel von der Kriegerkameradschaft Hassia überreicht werden. K. Lollar, 21. Juni. Gestern Mittag 3/412 Uhr brach in den Buderusschen Eisenwerken plößlich Feuer aus. Die Pflichtfeuerwehr sowohl wie die freiwillige und die Spriße der Werke nahmen das Feuer sogleich in Angriff, sodaß es bereits um 2 Uhr mittags gelöscht war. Das Feuer beschränkte sich auf die elektrische Zentrale und das Dach des Sandschuppens. 3wei Dynamomaschinen sind zerstört. Der Betrieb ist im allgemeinen nicht unterbrochen. Nur die Lichtanlagen versagen zum größten Teil den Dienst, weil viele Leitungsdrähte zerstört sind. Schaden ist ziemlich beträchtlich und soll sich auf etwa 40 000 mt. belaufen. Jedoch hat man darüber bis jetzt fein genaues Urteil. Die Werte sind versichert. Der Ueber die Ursache des Brandes ist man verschiedener Meinung. Die einen behaupten, er wäre durch Entzündung von Kohlenstaub entstanden, während ihn andere auf elek. trischen Kurzschluß zurückführen. Menschen wurden nicht verlegt. u. Dutenhofen, 21. Juni. Morgen feiert der Gesangverein Liederkranz" sein 25jähriges Stiftungsfest auf der Dorfwiese. Ein Tanzzelt ist auch vorgesehen. m. Nidda, 20. Juni. Am Samstag, 28. und Sonntag, 29. wird hier das diesjährige Bezirksfest des Bezirks Nidda verbunden mit der Fahnenweihe des Veteranen- und Militärvereins Unter- Schmitten festlich begangen. 22 Uhr wird sich ein großer Festzug mit Musit und Ehrenreitern durch die Stadt bewegen. Nach der Weihe und Uebergabe der Fahne findet Tanz statt. Darmstadt. Das Ministerium, Abteilung für Landwirtschaft, hat für dieses Jahr die Untersuchung der Weinberge und Rebanpflanzungen einer größeren Anzahl Gemeinden Rheinhessens auf das Vorhandensein der Reblaus angeordnet. Weiter hat das Ministerium sämtliche landwirthschaftliche Bezirksvereine des Landes aufgefordert, zu der Frage der Errichtung einer Landwirtschaftstammer Stellung zu nehmen. Aufgebote. Am 15. Juni: Jakob Hinkler, Fabrikarbeiter in Steinberg mit Margaretha Wagenbach dahier. Am 16. Juni: Wilhelm Kräger, Wirt mit Barbara Mater. Am 17. Juni: Ludwig Geiß, Bäder mit Staroline Luise Krafthöfer; Rudolf Hermann Grams, technischer Betriebsleiter in Leihgestern mit Lina Katharine Georgine Sier dahier; Georg Mayer, Gr. Geometer 1. Classe dahier mit Auguste Stute in Hörter. Am 19. Juni: Heinrich Leinberger, Lagerarbeiter mit Elise Deiß. Eheschließungen. Am 14. Juni: Friedrich August Louis Wilhelm Peter Konrad Bent, Eisendreher mit Auguste Frank; Friedrich Karl Adam, Spediteur in Butzbach mit Ottilie Pfaff dahier; Theodor Wilhelm Carl Martin Klingelmeyer, Schreinermeister mit Auguste Stoll; Friedrich Karl Schmidt, Schlossermeister mit Katharine Schneider. Geborene. Am 8. Juni: Dem Bautechniker Peter Grode eine Tochter, Maria Gertrude. Am 10. Juni: Dem Schmied Heinrich Becker 6. ein Sohn, Wilhem Friedrich Heinrich. Am 15. Juni. Dem Geometer 2. Classe Philipp Eisenhardt ein Sohn. Am 16. Juni: Dem Schloffer Wilhelm Kahn ein Sohn; dem Lokomotiv. heizer Heinrich Linkmann ein Sohn. Am 17. Juni: Dem Kutscher Johannes Scharmann eine Tochter. Gestorbene. Am 15. Junt: Arthur Fourier, 17 Jahre alt, Telegrammbesteller. Am 16. Juni: Georg Volprecht Wenzel, 5 Monate alt, Sohn des Taglöhners Johann Friedrich Wenzel; Konrad Quandt, 33 Jahre alt, Stauf mann. Am 17. Juni: Otto Steiz, 18 Jahre alt, Schreinergeselle. Am 18. Juni: Matie Kreiling, geb. France, 67 Jahre alt, Lauffrau. Am 20. Juni: Karl Dickhardt, 51 Jahre alt, Möbelschreiner. Sämmtlich dahier. Neueste Nachrichten. Berlin, 21. Juni. Aus Anlaß des Ablebens des Königs Albert wird das Kaiserpaar seine gegenwärtige Reise in Wesel abbrechen und Sonntag früh nach dem Neuen Palais zurückkehren. Am Montag Vormittag reist das Kaiserpaar nach Dresden. Die Abreise Kaiser Franz Josefs nach Dresden erfolgt Sonntag Abend. In Begleitung des Monarchen werden sich der Erzherzog Otto und seine Gemahlln Erzherzogin Maria Josepha, eine Tochter König Georgs, befinden. Graz, 21. Juni. In ganz Steiermark herrscht in. golge der andauernden Niederschläge ernste Hochwassertefahr. Viele Flüsse sind bereits aus den Ufern gefreten und haben große Verwüstungen angerichtet. * Krefeld, 21. Juni. Auf Befehl des Kaisers bet einem gestrigen Besuch soll Krefeld eine Garnison erSalten und zwar ein Regiment Husaren. Zither Fahrrad, Ein Schlosserlehrling| Mansardenwohnung Die Weissbinderarbeiten zur laufen den Unterhalt- gesucht. Von wem? sagt die Exped.( zwei Zimmer u. Küche) zum 15. mit Griffbrett sowie ein gebrauchtes ung des städtischen Kasernements an der Grünbergerstraße sollen Dienstag, 24. Juni d. Js., vorm. 11 Uh öffentlich verdungen werden. 705 Juli zu vermieten. 892 d. Bl. Ein angehender Kellner Schöne Aussicht. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der gesucht. Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreibstube 1160 W. Fischer, Dammstraße 29. 2- Zimmerwohnung mit Küche u. Zubehör zu vermieten. Ederstraße 6. zur Einsicht offen. 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