шп Aufschauen minderten fich daß fie fich dies einmal reine chefo etwas bie Befürchten des Direktors. Ich bin der Meinung, rere Tage alt ist." aber faum wahrscheinlich, da das Blatt mehansehen müſſen," äußerte er mit erfünftelter Gleichgiltig,, das heißt, falls Sie es nicht bereits getan hawas Er hatte beim Sprechen das Blatt es über den Tisch seinem Freunde, der es mit ziemlich der Tasche seines Ueberziehers genommen und reichte Mr. Turnbull maten etne Sache sehr wichtig ist, aber Mr. Fransnahme, rrie." wenn béc sei. er mich empfangen. der Fall ist, denk' ich und es ist von Wichtigkeit. als wenn der Gedanke an den Mein Geschäft muß ich mit Mr. nein, gegnete Mark Robson, furz und leicht die Farbe wechselnd, Mr. Turnbull wünsche ich nicht zu sprechen," entWenn bin davon überzeugt, wird 3ft er jetzt frei? Wenn das Mann ihm unangenehm Francis abtun, meine arte über hinschiebend; schuldigen. Ich fungiere als fein Sekretär." Angelegenheit privater Natur, meine Gegenwart ent" praan gedämpftem Tone, ihm einen Sessel ,, deshalb müssen Sie wohl, obgleich Ihre bemußt, me Marf sich gesetzt im Raume bewegend, und augenscheinlich der Stelle sich auf einem Sessel am Tische Plaz, sich furchtlos und sicher Mark verneigte sich. Der alte Herr nahm ebenfalls Die Säte stehen ununterbrochen offen zur s für das Publikum, bas auf Dagegen bleibt vorherige Anmeldung aur Berfügung Salon für das höchste Publitum reserviert und wird nur ein besonders elegant eingerichteter bezahlt werden. einfache Speisen umsonst erhält, nur Champagner muß Berlangen Zigarettaubung Nr. 297. Erftes Blatt. Abonnement& preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., As Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Cherbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Platt erideint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 20. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfa fonft 15 Pfg.; Reklamen die Betitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gicken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. friede mit Venezuela? Wenn die Nachrichten vom Blockadeschauplay nicht den Tatsachen vorgreisen, ist Präsident Castro angesichts der äußeren yub inneren Wirren, von denen er sich umstrickt jieht, von seinem Größenwahn geheilt. Wie aus Caracas gemeldet wird, hat Castro den amerikanischen Gesandten in Benezuela Borven mit aller Vollmacht ausgestattet, um mit England, Deutschland und Italien über ein Arrangement zu verhandeln. Bowen wartet nur noch auf die Ermächtigung jciens des Staatsdepartements, um mit den Berhandlungen zu beginnen. Die Frage ist nun, wie sich die brei Großmächte zu der Sache stellen werden. Wenn co sich bestä.it, caz Castro alle schwebenden Differenzen mit sämtlichen Ländern, die überhaupt Forderungen an Venezuela haben, einem Schiedsgericht unterwerfen will, so fann Deutschland sich darauf laum einlassen. Ganz abgesehen davon, daß ein solches allgemeines Schiedsgericht ein irr.al von Schieds ragen hervorrusen würde: Die sprüche Deutschlands aus finanziellen Anlagen in Venezucia j.no bei dem Vorgehen Deutschlands gegen die Republil nesensächlich gewesen. Der Hauptgrund zu den gegenwärtigen Maßregeln sind die Mißhandlungen deutscher Untertanen während der venezolanischen Revolutionen, und die Beleidigungen Deutschlands durch Castro bei der diplomatischen Verfolgung der deutschen Ansprüche. Deutschland fann sich auf ein Schiedsgericht nur einlassen, wenn Castro noleich sich verpflichtet, in einer der Schwere seiner Beleidigungen entsprechenden Jorm Abbitte zu leisten un Garantien dafür zu bieten, daß er dem Schiedsspruch nachfonimen werde. Diese Forbetunger: soll Deutsch and nach Meldungen aus London denn auch gegenüber dem Schiedsgerichtsvorschlage geitend gemach: haben. England das egen hat nach derselben Meldung, wie wir das gleich vermuteten, das Schiedsgericht glatt angenommen! Und Ame rika will für die von Venezuela zu zahlenden Schuldsummen zwar nicht garantieren, aber denjenigen, welche die Geldmittel für Benezuela aufbringen, zusichern, daß im Falle der Nichtzahiung die amerikanische Regierung sich sie die Erfüllung der Verpflich ungen ernst ich verwenden wi d. Wenn Deutschland den Schiedsgerichtsvorschlag wun nicht annimmt, so ist erreicht, was wir befürchteten: Teutschland ist in der ganzen Artion isoliert. Danit wird die Union sich soort in die Sache mi chen, und schließlich werden wir nicht allzu glänzend abschneiden. Ho fentlich findet die deutsche Politik den rechten Weg und die rechten Mittel, dieses Maulwursstreiben der Nider Deutschlands unschädlich zu machen. „ Vom Krie sich uplah." Viel neues hat sich in Venezuela sonst nicht ereignet. In La Guaira und Puerto Cabello ist alles ruhig. Der deutsche Gesandte ging am Donnerstag in La Guayra an Land und unterhielt sich telephonisch mit seiner in Caracas befindlichen Frau. Die Politik. Förderung des Kleingewerbes. () In den nächstjährigen preußischen Etat ist eine Summe von 100 000 Mark zur Förderung des Kleingewerbes durch positive Mahnahmen eingest flt. Fern r werden zur Veranstaltung einer Erhebung und zur Herstellung der Denkschrift über den gegenwärtigen Stand der staatlichen Gewerbeförderung 15 000 Mart ausgeworfen. Es ist wohl der ungünstigen Finanzlage in PreuBen zuzuschreiben, daß die Regierung es bei verhältnismäßig so geringfügigen Aufwendungen für die bezeich neten Zwecke bewenden läßt. Große Erfolge können mit diesen 100 000 Marf nicht erzielt werden, wo es sich unt eine Aufgabe von solcher Größe und Bedeutung handelt, wie es die Förderung des Kleingewerbes ist, Troß der Geringfügigkeit der Mittel ist es aber mit Dank zu be grüßen, daß die Regierung tun will, was sie angejicts der augenblicklichen ungünstigen Finanzlage tun kann: Sie erweist damit jedenfalls, daß es ihr mit einer Förde tung des Kleingewerbes sehr ernst ist, und die begründete poffung besteht, daß die Etats späterer, weniger mageren Jahre erheblich größere Posten für diesen Zweck enthalten merden. Ein Gnadenakt des Zaren. Nach einer Meldung aus Petersburg hat der Zar an seinem Namenstage Freitag 58 von aus Anlaß der jüngsten Studentenunruhen nach Sibirien ver bannten Studenten begnadigt. Die Studenten, denen die Rückfehr gestattet wird, dürfen einstweilen in Städten, wo Hochschulen sind, nicht wohnen. Der betreffende Ukas weist den Minister des Innern an, dafür zu sorgen, daß die zurückgekehrten jungen Leute der Fürsorge ihrer Samilien anvertraut werden, da eine solche Umgebung fie an Ordnung gewöhnen wird." Schon früher, Ende September, wurden 62 Studenten vom Zaren begnadigt. Bei der großen Strenge, die seiner Zeit gegen die Studenten beobachtet wurde, ist diese Milde durchaus angezeigt. Rußland und die mazedonische Frage. Tie mazedonische Bewegung auf dem Balkan hat nachgerade einen so bedrohlichen Charakter angenommen, daß die an der Erhaltung der Kuhe im Türkenreiche interessierten Mächte allen Erustes mit der Wahrscheinlich feit rechnen, im Frühjahr werde in großer mazedo nischer Aufstand ausbrechen. Um diesen hintanzu halten, hat Rußland, wie wir schon neulich berichteten, den geimlichen und offenen Gönnern der mazedonischen Aufstandsbewegung, Bulgarien und Serbien, einen sehi deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl erteilt: Sie sollten die Hände davon lassen, die Mazedonier zu begünstigen und zum Aufstand zu reizen, sonst werde Rußland da zwischen fahren und die gesamte Rubestörergesellschaft Mores leheren. Dieser Note läßt Rußland jezt persönliche Einwirkungen folgen: Der russische Minister des Aus wärtigen, Graf Lambsdorff, trifft in den nächsten Tagen in Belgrad, Sofia und Wien ein. In Belgrad und Sofia, um der russischen Note Nachdruck zu verleihen, in Wien, um darzutun, daß das Petersburger Kabinet den ernsten Willen hat, im Einvernehmen mit Desterreich- Ungarn die Ruhe in Mazedonien und den Bejißstand im europäischen Orient zu sichern. Selbstverständlich wollen beide Mächte nicht nur die beiden Krakehler, Serbien und Bulgarien, zur Ruhe verweisen, sondern auch bei der Pforte auf Verbesserungen in der Verwaltung der europäischen Provinzen der Türkei dringen. Hoffentlich hat das gemeinsame Borgeher der beiden Großmächte den Erfolg, duß für einige Zeit Ruhe im politischen Wetterwinkel Europas einzieht. Britische Ehrlichkeit. [] Den Ausländern in Südafrika gegenüber sind die Engländer noch viel weniger entgegeniommend as früher die Buren, deren Abneigung gegen die Ausländer angeblich für England der Grund zum Buventriege war. Auf Aufforderung Lord Milners hat der Stadtrat von Johannesburg Vorschläge gemacht, wie die dortige Stadtverwaltung gehandhabt werden soll. Es wird darin empfohlen, nur britische Untertanen als Wähler zuzulassen. Ter Bericht fügt hinzu, es würde richtig sein, Fremden auch nicht in der Kommunalverwaltung politische Macht zu gewähren. Tie englische Heuchelei kommt in diesem Vorschlag, der zweifellos bestellte Arbeit ist und befolgt werden wird, fraß zum Ausdruck. Der„ tolle Mullah“ sist in guter Ruh im Innern Ostafritas und läßt die Tinge an sich herankommen. Wie aus Berbera gemeldet wird, macht er keinen Versuch, seine Stellung im Mudug- Bezirke aufzugeben, we er seine Hauptmacht fonzentriert und sich anschickt, einen hartnäckigen Widerstand zu leisten. Ter Einfluß des Mullahs wächst immer mehr, und seine Bewältigung wird, wenn sie überhaupt möglich ist, für die Engländer ein schweres Stück Arbeit bedeuten. - Berlin, 19. Dezember.( Hofbericht.) Heute früh begab sich der Kaiser von Potsdam nach Berlin. Der Kaijer besichtigte hier in der neuen Akademie das Dentmal Kaiser Friedrichs für Köln und in der alten Akademie das Denkmal der Kaiserin Friedrich; im Marstall das Model: zum Denkmal Kaiser Friedrichs und dann im Dom: die Modelle zur inneren Ausschmückung der tuppel. Im Schloß empfing der Kaiser später den Unterstaatssekretär Hopf und Direktor Dr. Richter vom Reichsamt des Innern, ferner die nach Petersburg abgehende Deputation des Kadettenkorps, den neuernannten amerikanischen Botschafter C. Tower und den nach Rußland zurückkehrenden Geheimen Raf v. Timiriasem von der rusfischen Botschaft. Abends nahm der Kaiser das Diner beim Reichsfanzier ein. Wie aus Oels gemeldet wird, nahm der kronprinz einer leichten Erkältung wegen am Donnerstag an der Jagd nicht teil. * Die deutsch- tschechische Verständigungsaktion in Desterreich ist an den Forderungen der Tschechen gescheitert, welche von den Deutschen schon früher als unannehmbar bezeichnet wurden, da sie die Ablehnung aller deutschen Forderungen in sich schließen. * Eine erschütternde Nachricht kommt aus Madrid. Don Carlos, der spanische Thronprätendent, hat zu Gunsten seines Sohnes, Don Jaime, abgedanft". Jezt gehen die Karlistenputsche in Spanien also auf das Konto der neuen Prätendentenfirma Don Jaime. * Im Präsidentenkampf auf Haiti ist ein neues Ereignis eingetreten: Der General Nord, einer der fünf Präsidentschaftskandidaten, die sich unter einander betriegten, ist von dem Heere zum Präsidenten ausgerufen worden und in das Palais eingezogen. Ob er sich lange der neuen Würde, die er übrigens schon früher einmal befleidet hat, freuen wird? Napoleonifcher frevelmut. Die Wahrheit über den Krieg von 1870. ( Rachorud verboten.) Ein interessantes Schriftstück gelangte dieser Tage in Baris zum Verkauf: das Manuskript der auf die svanische Thronfandidatur des P.inzen Leo old von henzollern bezüglichen Erklärung, die ani 6. Juli von der kaiserlichen Regierung den Kammern vorgelegt wurde. Bekanntlich war im Juni 1870 dem Erbprinzen von Hohenzollern durch den spanischen Ministerpräsidenten General Prim die Krone Spaniens angeboten worden, und der Bring hatte sich Anfang Juli zur Annahme derselben bereit erklärt. Diese Kandidatur eines Hohenzollern suchte Napoleon zum Vorwande für einen Krieg mit Preußen zu machen, und um die Sache zum Klappen zu bringen, erließ er die erwähnte Erklärung. Gleichzeitig ließ er durch seinen Gesandten Benedetti bei der preußischen Regierung gegen die kandidatur Einspruch erheben. Der erste Entwurf der Erklärung war von dem Herzog von Gramont, dem Minister des Aeußern, vorbereitet worden und zeichnete sich durch einen sehr ruhigen Ton aus. Aber die von dem französischen Ministerpräsidenten, Emile Ollivier, und von Napoleon III. gemachten ,, Berbesserungen" gaben dem Entwurf eine fühnere Sprache, die wie Trompetengeschmetter flang. Einige dieser Verbesserungen findet man schon im Entwurf. Das Schriftstück schloß folgendermaßen:... Wir sind den verschiedenen Thronbewerbern gegenüber nicht aus der strengsten Neutralität herausgegangen und haben bei feinem von ihnen weder Vorliebe, noch Abneigung gezeigt. Aber wir glauben nicht, daß wir aus Respekt vor den Rechten eines Nachbarvolfes dulden müssen, daß eine auswärtige Macht dadurch, daß sie einen ihrer Prinzen auf den Thron Karls V. setzt, zu unserem Schaden das gegenwärtige Gleichgewicht der Kräfte Europas stört und die Interessen und die Ehre Frankreichs in Gefahr bringt. Diese Eventualität wird, das hoffen wir bestimmt, nicht eintreten. Wir rechnen zugleich auf die Klugheit des deutschen Volkes und auf die Freundschaft des spanischen Volfes, die das verhindern werden. Wenn es aber anders sein sollte, so werden wir, start gemacht durch Ihre Unterstüßung, meine Herren, und durch die der Nation, unsere Pflicht zu erfüllen wissen, ohne Zögern und ohne Schwäche." Ueber diese friegerische Stelle macht der Herzog von Gramont folgende Notiz:„ Der Schluß ist nach langer Diskussion im Ministerrate von Emile Ollivier hinzugeschrieben und nachher einstimmig von Ministerrate angenommen und festgehalten worden." Auf dem Dokument, das jetzt zum Verkauf gelangte, findet sich noch folgende Notiz des Herzogs von Gramont: Es wurde also nach diesem ersten Entwurf( mit den Verbesserungen und Zujäßen) die definitive. Erklärung verfaßt und, nachdem sie zweimal im Ministerrate vorgelesen war, votiert und als unabänderlich festgehalten; dann wurde sie vom Minister selbst abgeschrieben, nach der Ankunft in Paris vom Minister zwei Angestellten des Ministeriums diftiert und von ihm eine Viertelstunde später in den Kammern vorgelesen." Durch diese Anmerkung" wollte der Herzog Gramont offenbar seine Verantwortlichkeit abschwächen. Auf diese Erklärung hin zog der Prinz es vor, auf die spanische Kandidatur zu verzichten, um nicht den Anlaß zu einem Kriege zu geben, der von verhängnisvollen Folgen sein mußte. von In einem Artikel, den die Pariser Zeitung ,, Temps" diesem historisch bedeutungsvollen Dokument widmet, heißt es am Schluß: Man erkennt erst dann den ganzen verbrecherischen Wahnsinn der kaiserlichen Regierung und der Minister, wenn man bedenkt, daß wir nach einer Ertlärung mit so kriegerischem Accent jede wünschenswerte Genugtuung erhalten haben, und daß der Prinz von Hohenzollern seine Kandidatur auch formell zurückzog, ein Schritt, der unter solchen Umständen ein völliges Zurückweichen Preußens war und unsere Eigenliebe völlig zufriedenstellen mußte. Und nun denfe man, daß der Herzog von Gramont, der dann die eigentliche Verantwortlichkeit abzuschwächen suchte, im Einverständnis mit dem Kaiser und um der Kaiserin ein Vergnügen zu bereiten, den Gesandten Benedetti ein zweites Mal zum König von Preußen schickte, obwohl doch alles zu unserer Zufriedenheit erledigt war! Daher stammt unser ganzes Unglück!" Nab und fern. Schwere Unwetter werden aus West, Mittel- und Süddeutschland gemeldet. In Köln wurden nachts starke Gewittererscheinungen beobachtet. Der Süd- bis Si.w st wind, welcher den Tag über geherrscht hatte, steigerte ich zum Sturme, der von starten Regen i seat unter Bliz und Donner begleitet war Das Unwetter erstreckte sich fiber den größten Teil der Rheinprovinz, W.ſt alens, sowie ben Teutoburger Wald. In Aachen solgte auf das Gewitter Schneefall. But Suttgart ging ein schweres Gewitter, verbunben mit hagelschlag nieder, während zugleich ungewöhnliche Finsternis herrschte. Darnach trat Schneegestöber ein. Aus Bayern berichtet man von Hochwassergefahren. Das Baabertal bei Regensburg ist überschwemmt; sämtliche Brücken über die Laaber sind fortgerissen, ausgenommen die Bahnbrücke bei Alling. Die Arbeiter der Gaspolierwerke in Schönhofen wurden mittels Kähnen gerettet Der Fränkische Kurier" meldet aus Hers. brud, daß bort nachts starkes Hochwasser eingetreten ist; bas ganze Tal ist überschwemmt. Die Begnig bei Nürnberg ist über die Ufer getreten; die niedrig gelegenen Teile ber Altstadt stehen unter Wasser. Ebenso ist der Main und bie Regnig in fortwährendem Steigen begriffen. Von den Nebenflüssen des Mains wird weiteres Steigen gemeldet. - - Ein Mordversuch auf offener Straße erregte in dem Berliner Stadtteil Moabit große Aufregung. Die 24 Jahre alte unverheiratete Emmy Wienersch, eine Böhmin, verfuchte ihren früheren Geliebten, den 26 Jahre alten Zivilingenieur Ernst Baer, zu erschießen. Von sechs Schüssen, die die Wienersch gegen Baer abfeuerte, trafen drei. Schwerverwundet wurde Baer nach der Königlichen Charité geschafft, während die Wienersch, die zu fliehen verfuchte, festgenommen wurde. * Zu der Erdbeben Katastrophe in Andischan melbet ber Chef des Depots der Eisenbahnstation Andischan: Das Erdbeben zerstörte alle Bauten auf der Station unb in der Stadt. Die Wasserleitung ist unterbrochen, das Inventar liegt unter Trümmern. Das Personal ist ohne Obbach und Mittel und wurde zeitweilig in Güterwagen untergebracht. Hülfe für die Bevölkerung ist nötig, eine Hungersnot droht. Bis jetzt sind 510 Opfer festgestellt, unter ihnen sind 10 Russen, die übrigen Eingeborene. Proviant wird in Margelan angekauft, Inventar wird aus Koland gesandt. Es ist angeordnet worden, daß den Eisenbahnbeamten Geldvorschüsse gegeben werden. Das Erdbeben bauert fort. Der Generalgouverneur von Turtestan ist am 17. Dezember nach Andischan abgereist. Die Beitung Safaspistoe Obosrenje" hat eine Sammlung eröffnet. " T[ ,, Ons Willemintje" als Schlittschuhläuferin.] Wie alle Bewohner, ob männlich oder weiblich, des Landes ber Wiesen und Kanäle, ist die jugendliche Königin Wilhelmina von Holland eine leidenschaftliche Schlittschuhläuferin. Sie begnügt sich nicht mit der spiegelglatten, aber eng umschlossenen Fläche der Schloßteiche, sondern macht gern große Touren. Begleitet vom Prinzen Heinrich und wenigen Hofchargen, begab sie sich dieser Tage auf den Apeldoorner Kanal. Hier legte man die Schlittschuhe an, einfach, unerkannt, und fort ging es inmitten der zahlreichen Menge. Ein Augenzeuge berichtet in den Hamb. Nachr.", wie die kleine luftige Gesellschaft dann auf der Fahrt nach Dieren alle Abenteuer des Eissports gewissenhaft durchmachte. Ein Eisenbahndamm kreuzte den Beg, resolut Netterte die Gesellschaft hinüber, ohne abzubinden- ein nicht ungefährliches Beginnen. Die Königin ift aber eine Draufgängerin. Der Prinz und Graf Bentind halfen ihr über die schwersten Stellen hinweg. Dann jagte man wieder weiter, schlüpfte unter Brücken hindurch und tieg über Hindernisse. Freilich, dem Schicksal des Eisläufers entrann auch die Königin nicht. Just war man im schönsten Zuge, hintereinander laufend an einer HolzRange, als Graf Bentind, der Vordermann, stolperte, und bie ganze Gesellschaft in unsanfter Weise die intime BePanntschaft mit der glatten Fläche erneuerte. Bald ging es indes wieder weiter, denn so ein kleiner Zwischenfall gehört mit zum Vergnügen. Etwas später hatte die Königin, allein laufend und unerkannt, eine tunstgerechte Rarambolage mit einer brallen Bäuerin, die ihr in recht grobförniger Weise ihr Mißvergnügen bekundete. Die Königin entschuldigte sich höflich und hatte vielen Spaß an dem Intermezzo. ::[ Der gebildete Affe.] An Bord des Lloyddampfers Kaiser Wilhelm" kam, wie Londoner Blätter erzählen, in Plymouth ein Amerikaner an, der einen merkwürdigen Affen( Schimpansen) mit sich führt, für den ihm bereits Angebote von über 100 000 Mark gemacht wurden, die er jedoch ausgeschlagen hat. Der Affe spielt klavier und schreibt auf der Schreibmaschine. Sein Eigentümer ist nach Europa gekommen, um ihn in Berlin einer Operation an der Zunge unterziehen zu lassen, von der er hofft, daß sie dem Affen die Möglichkeit zu sprechen verschaffen wird. Wenn sich der gelehrte Schimpanse nicht in eine Ente verwandelt, dann braucht sich niemand mehr der Darwinschen Theorie, nach der wir alle vom Affen stammen, zu schämen. Hut ab vor solchen Urahnen! Kurzes Allerlei. Die päpstliche Nobelgarde erhält zum 3. März 1903, an welchem Tage das Pontifikatsjubiläum des Papstes in der Kathedrale bei St. Peter feierlich begangen werden wird, gänzlich neue Uniformen. Diese bestehen aus einem roten Bams, weißen Lederhosen und hohen Lackstiefeln, wozu noch ein blanker Stahlhelm mit weißem Roßhaarbusche gehört. Die Uniformen find äußerst fostbar ausgestattet, und kommt das Wams allein auf 200 Lire zu stehen. In Kassel ist soeben ein Gemälde des Professors nadfuß zur Ausstellung gelangt, das den am 29. Oftober 1898 erfolgten Einzug des Kaiserpaares in Jerufalem darstellt. Das Gemälde, an dem der Künstler 3 Jahre gearbeitet hat, enthält 40 Borträts. § Das Urteil im Prozeß Brandt. Die überraschende Kunde von der Flucht beider Angeklagten hat sich beAätigt. Offenbar haben Brandt und Bethke die Situation richtig beurteilt, als sie den auf die Festnahme des Zengen König folgenden sizungsfreien Tag dazu_bemußten, sich schleunigst aus dem Staube zu machen. Man nimmt an, daß sie sich nach Holland gewendet haben, wo sie mit den Verhältnissen einigermaßen bekannt find. Bisher war ihre Spur nicht gefunden; ihre stedbriefliche Verfolgung steht bevor. Die wahrscheinlich nebenbei von ihnen gehegte Hoffnung, daß ihr Entweichen eine Bertagung der Verhandlung zur Folge haben werde, ist nicht in Erfüllung gegangen; vielmehr nahm der Prozeß in Abwesenheit der Angeklagten seinen Fortgang. Da die Verteidiger offenbar einsahen, daß nach diesem Echritt ihrer Klienten an deren Sache nichts mehr zu retten sei, so hielten sie die Beweisaufnahme nicht mehr burch, weitere Anträge auf. Brandt wurde wegen Beleidigung zu zwei Jahren Gefängnis, Bethke wegen Beleibigung und Erpressung zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. " Die heutige Eamstag- Rummer umfaßt 8 Seiten Zeitung, 4 Eeiten Weihnachtsanzeiger, 4 Seiten Seifenblase" und 4 Seiten Landwirtschaftliche Beilage. Außerdem liegt eine Extra beilage von der Buchhandlung Roth, hier, bei. Die Gießener Neuesten Nachrichten" bringen bie amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen und vieler anderer Behörden Doerhessens; berichten über Reichs- und Landtag in furzem, marfanten Stil, die Politit wird in Ab Gießen 8.08 abbs. an Frankfurt 10.08 abbi. Sämtliche Büge haben 1.- 4. klasse und können wir den Reisenden die Benutzung derselben nur empfehlen, weil diese Züge auf den Abzweigungsstationen die Anschlüsse ar andere Büge sicherer erreichen, als an die nachfolgender Hauptzüge. Aus Hessen und nachbargebieten. albiert, wird Gerr von fervativen und Mattone en jumal fich Werner Oorben hat. H Bomburg v. b. 5. Oberhaufen im Rhei webneten mit einem Geba Stadtbaurat babier ge Mainz, 19. Dez. Piirent babier, der aus g. Klein- Linden. Auf ergangene Einladung berwurde bei Hochheim a unabhängigem Sinne und das Lokale und Vermischte in- sammelten sich vorgestern Abend eine Anzahl Konsum hungert und hatte beid teressant g bracht. Das Feuilleton der„ Gießener Neue bereinsmitglieder, um die statutengemäße Wahl vorm Rälte ber legten - ſten Nachrichten" ist anerkannt gut; im Inseratenteil finden unsere Leser gute solide Firmen. Der Abonnementspreis pro Monat Januar beträgt 60 Pfg. frei ins Haus, ein Preis, der in Anbetracht der Fülle des Gebotenen nicht zu hoch ist. Giesener Cagesnenigkeiten. ** Stadttheater. Sonntag, den 21. b. Mts. zunehmen. Da nach Vereinsbeschluß der Rechner nicht mehr zum Vorstand gehören soll, mußten zwei neue bleibt bis zur Neuwahl in seiner Stellung. Vorstandsmitglieder gewählt werden. Mainz, 18. Dez. Der Direktor ben, aber verschoben e. Großen- Linden, 18. Dez. Dem Knecht des hies Mühlenbefizers Amend stieß bei dem dieser Tage dura munmehr im Somm werden. Worms, 19. Dez das eingetretene Tauwetter entstandenen Glatteis ein angen ein wahrer Drl Unfall zu, bei welchem zum Glüd nur Materialschaden blge haben sollte. S entstand. Der Knecht war mit einem schweren Wagen Brandgiebels des findet eine Wiederholung des Lustspiels Das Theater bol Mehl auf dem Weg nach Dutenhofen und Weglar reaplag um. Die dorf" bei erhöhten Preisen statt. Bei Allendorf geriet der Wagen an einer abschüssigen ende Salle des Sch Stelle ins Rutschen, der Knecht sprang bom Wagen Dachwert und begr und diesr ging in Stücke.- Ein ähnlicher Unfall ereignete fich bei Lüzellinden. B letter unter fich. De rlegt, der Anbere fam Wölftein. Bei Auch seine Kraft und diesjährigen Personenftandsaufnahme eine Zunahme von 176 en Treibjagd wurden Im„ Orpheum" tritt seit dem 15. d. Mts. der Mann mit dem eisernen Kopf auf. Es Es ist interessant mit anzusehen, wie fich dieser Herr einen mächtigen Stein mit einem schweren Hammer auf dem Kopf in Stücke schlagen läßt. Stemmübungen find durchaus nicht zu verachten und bieten Verehrern der Turnerei einen hochwillkommenen Genuß. Das übrige Programm ist wie immer mit ausgezeichneten Kräften besetzt und sind darunter die Soubretten Frl. Gerdrude Grimm, die lustige Münch nerin Frl. Peppi Pafelli und nicht zuletzt der Humorist Eugen Morré besonders zu loben. Der Saal ist fast jeden Abend bis zum letzten Blaz bejezt, ein Zeichen, daß der Eifer der Direktion gebührend belohnt wird. )( Wie wir erfahren, ist der verunglückte Rangierer Magnus aus Großen- Linden bereits heute Morgen in der hiesigen Klinik verstorben. ** Eine nicht unerhebliche Verlegung am Knie zog sich in vergangener Nacht an der Ausladehalle des hiesigen Bahnhofes ein Beamter zu, der zwischen zwei Waggon abstürzte. ** PD. Neujahrsbriefe. Bur Sicherung einer schnellen Beförderung und Bestellung der Bostsendungen muß der Bestimmungsort auf den Bostsendungen deutlich unten rechts in der Ede mit großen Buchstaben und darunter die Bohnung des Empfängers angegeben werden. Insbesondere darf in der Neujahrszeit eine genaue Angabe der Wohnung( nach Straße, Hausnummer und Lage ob eine oder zwei Treppen u. s. w.-) nicht fehlen, auch wenn es sich um Personen handelt, deren Wohnung sonst zur Genüge befannt ist. Bei Sendungen nach weniger bekannten Orten versäume man nicht, die Lage des Bestimmungsortes durch Busäße( wie am Rhein", im Oderwald"," in Oberhessen", ,, in Thüringen", in Schlesien" u. s. w.) näher zu bezeichnen. Bei Postsendungen nach Ortschaften ohne Bostanstalt muß außer dem eigentlichen Bestimmungs orte noch die Bestell- Postanstalt angegeben werden. Bei Briefen nach Berlin ist, außer der Wohnung des Adressaten, der Bostbezirk( N., NO. u. f. w), in dem die Wohnung sich befindet, und möglichst auch die Nummer der Bestell Postanstalt( C. 22, W. 9, N. W. 52) anf der Adresse hinter der Ortsbezeichnung Berlin" deutlich und zutreffend zu vermerken. Eine große Zahl von Neujahre: brieffendungen, besonders Postkarten, fällt alljährlich der Vernichtung anheim, weil der Empfsinger nicht zu ermitteln und der Absender auf den Sendungen nicht genannt ist. Es empfiehlt sich daher, die Adresse des Absenders auf der Außenseite der Sendungen oder bei Briefen wenigstens auf dem Briefbogen anzugeben. Den Absendern von Neujahrsbriefen wird ferner empfohlen, die erforderlichen Freimarken möglichst frühzeitig anzukaufen. Denn erfahrungsgemäß ist der Andrang an den Postschaltern am 31. Dezember so farf, daß an diesem Tage leicht Stockungen in der Abfer tigung eintreten. Empfehlenswert ist es auch, Neujahrsbriefe nach außerhalb schon einige Tage vor Neujahr zur Post zu liefern. " Um den starken Verkehr während der Festtage leichter zu bewältigen, hat die Eisenbahnverwaltung Sonderzüge auf den Strecken Köln- Gießen, Frankfurt- Aschaffenburg, Frankfurt- Staffel, Frankfurt- Wiesbaden, Fulda- Gießen, GießenGelnhausen, Wiesbaden- Limburg eingelegt und ersucht die Reisenden zur sicheren Erreichung des Anschlusses auf den Umsteigeftationen möglichst die diesen Sonderzügen voraufgehenden Vorzüge schon zu benutzen. Auch Arbeiterzüge werden häufiger fahren, wie sonst. ** Aus Anlaß der bevorstehenden Festtage werden zwecks Bewältigung des Verkehrs wieder verschiedene Sonderzüge gefahren, von denen wir die uns angehenden nachstehend Strede Weglar- Köln: mitteilen: Am 24. Dezember: Ab Weglar 6 57 vorm. 3 33 nachm. 6.06 Am 28. Dezember: " " " " an Röln 11.14 vorm. 7.58 abd*. 10.38" " " " " " Ab Weglar 6.06 nachm. an Röln 10.38 abds. Strede Gießen- Kaffel: Am 20., 21., 23., 24. und 29. Dezember: Ab Gießen 4.55 nach. an Rassel 8.50 abds. Am 20., 22., 23 und 24. Dezember: Ab Gießen 7.48 abbs. an Raffel 11.16 abbs. Strede Gießen- Frankfurt a. M.: - Am 21., 23. und 24. Dezember: Ab Gießen 11 50 vorm. an Frankfurt 2.03 nachm. Am 23., 24. und 29. Dezember und 2. Januar: Ab Gießen 4.54 nachm. an Frankfurt 6.30 abbs. Am 23. Dezember: - i. Krofdorf. Die Bürgermeisterei Krofdorf hat bei der Personen zu verzeichnen. Die Gesamtbevölkerung der zur hiesigen Bürgermeisterei gehörigen 12 Gemeinden beträgt 3. 8. 9308 Personen. Bei der Viehzählung am 1. Dezember Rinder, 1267 Schafe und 3689 Schweine. Die Biegen wurden diesmal nicht mitgezählt. mbe Ergebnis ging in& Erre. Mainz, über. ** Aus der Pfalz. fanden sich in hiesiger Bürgermeisterei 227 Pferde, 5053 eft, die größte Gemein k. Lehrerheim Bogelsberg bei Schotten. Das Lehrerunter der mern, feierte am 14. Sa Bildum ** Bom Niederrhein, Rieker rheins herrfchen auge liebtheit. Die Mitgliederzahl ist im Laufe des letzten Jahres um 300 gestiegen und beträgt jest 1208.. ** Gontershausen, 18. Dezember. Bor einigen Tagen fuhren Mannschaften der Staffeler Sanitätskolonne, mit Rettungswerkzeugen zc. ausgerüstet, vom Oberstadtbahnhof in einem in Bereitschaft ge haltenen Hilfszug nach Sontershausen. Anfänglich glaubte man, es habe sich dort ein schwetes Eisenbahn unglück ereignet. Glüdlicherweise war dem aber nicht so, es sollte nur festgestellt werden, in welcher Frist diese Mannschaften zur Abfahrt bereit seien. Dieser erstmalige Versuch gelang vollkommen und ist ein Be weis, wie tüchtig geschult diese Leute sind und daß man sich im Ernstfalle auf sie verlassen kann. Nassaus und besonders auch Frankfurts immer größerer Begrend derart start, daß b ** Allendorf a. d. L. Befremden erregte s. 3t. die Erbauung eines Vereinshauses an der nach Dutenhofen führenden Straße durch strengreligiöse Gemeindemit glieder. * Menwied, 18. Dez. Organisation zählt 3713 02: 341 Genoffenfchafter 11837 326 03 Etiftunge enfonds; mit dem Gef bart 2097 232.16 betr 46 992.78. Der Geldumfd Marburg, 19. Dez. 帽: bie Studentinnen ihr bannte bier ein solches bloches Wejen mit Hinter en Vorfall Kenntnis mi Stubben burd Seufzend na bi ad nod an!" Aus dem G Straffam Gi Ame L. dahier wurde Albertretung zu 4 Dies Befremden tritt gegenwärtig im verstärkten Maße nieder in den Vordergrund, bringt doch die Errichtung einer Nebenkirche unsern langjährigen, treuen Seelsorger ein Mißtrauensvotum entgegen, bas dieser auf keinen Fall verdient. Seit einigen Wochen werden auch nach den Gottesdiensten Versammlungenting ber 4 Wochen 5 in dem Neubau abgehalten. ** Gelnhausen, 19. Dez. Heute fand die in Folge Ablebens des Amtsgerichtsrats 8 mmermann- Schlüchtern erforderlich gewordene Ersazwahl zum preußischen Abgcordnetenhause für den Wahlkreis Gelnhausen- Schlüchtern statt. Abgegeben wurden 207 Stimmen, von benen 105 auf den Landeshauptmann Frhra. Ried sel zu Eisenbach in Rassel ( fons.) und 42 auf den Gutsbesizer Lucke- Batershausen ( Bund der Landwirte) ntfielen. Frhr. Ricdesel ist somit gewählt. Der bisherige Bertreter des Wahlkreises gehörte der freifonservativen Fraktion an. ** Bußbach, 19. Dez. In der vorigen Woche zog sich ein hier bediensteter Knecht aus Eberstadt bei Darmstadt eine fleine Verwundung zu, die er nicht weiter beachtete. Jest trat Blutvergiftung hinzu, an welcher der Verletzte starb. ** Frankfurt a. M. Die Abgg. C Ulrich- Offenbach laden die sozialistischen Gemeindevertreter der größeren Städte a. M., Dr. Quard- Frankfurt und A. Treesbach- Mannheim des Rhein und Maingaues zu einer Besprechung über fommunale Notstandsarbeiten auf Sonntag, den 28. Dezember in das Frankfurter Gewerkschaftshaus ein. " " ** Frankfurt a. M., 19. Dez. Die hiesige Beitung Sonne" hatte in einem Artikel über Trambahnfreifarten den Vorwurf erhoben, die Trambahn überlasse dem Bezirke tommando Freikarten, wofür dieses dann die Angestellten der Trambahn von der Kontrolversammlung befreit. Das Generalkommando des 18. Armeekorps hat aus Anlaß dieses Vorwurfs Klage wegen Beleidigung des Bezirksfommandos gegen den verantwortlichen Redakteur der Sonne", Rosenthal, erhoben, die heute vor der Straf fammer verhandelt wurde. Es wurde nachgewiesen, daß die Gewährung der Freifarten nicht fausal für die Befreiung von der Kontrole ist. Freifarten bekommen auch andere Behörden, und die Befreiung von den Kontrolversammlungen ist in der Wehrverordnung sogar vorgeschrieben, sobald „ Billigkeitsrücksichten" vorwalten. Rosenthal wurde wegen Beleidigung aus§ 186 des Str.-G.-B. zu 200 Mt. Geldstrafe verurteilt. ** Darmstadt, 18. Dez. Große Heiterkeit erregte, fo berichtet das„ Mzr. Journ." aus Darmstadt vom 16. d M., heute in Abgeordnetenkreisen die Mitteilung, daß dem Prä fidenten Gh. Rat Haas eine eiseane Kette zugeschickt worden ist, um den Abgeordnet n Ulrich, der sich neuerdings im Reichstage so ungeberdig und wild zeigte, bei ähnlichem Verhalten desselben im Landtage anzubinden. ** Hersfeld, 18. Dez. Im Wahlfreis Hersfeld- HünfeldRotenburg stellt das Centrum den Landtagsabgeordneten Forstrat Raute( früher in Burghaun) als Randidaten für die Reichstagswahl auf. Auch die Sozialdemokraten stellen einen eigenen Kandidaten auf. Ta andererseits( aber auch der bisherige Abgeordnete, der Antisemit Werner, wieder bie Landespolizeibehörde , nimmt ihr das Geri Foialgeschmack und pra MA Boui P min ist ein reines N Sämtliche mit schmeckend. Wir machen dar ersuchen daher un chende Vorsicht w Nenen Pflanzenfette an hitzten Namen PA Garantie. 13 H. Schlink V pgesteppte Damen- Pa Damen- Melton- Pantof Damen- Pant Damen- Filz- Halbschuh Lederbesatz Damen- Leder- Pantoffe Grössen Damen- Filz- Schnürsti do Milchsleder Damen- K Ibleder Damen- Kn Lachte Chevreux Da Der beste und feins früherer Pr Cander- Hausschuhe, Schnürstie do. NB. Während antfurt 10.08 fe und tonnen abbiert, wird Herr von Scharbtstein, der Ranbibat ber vativen und Nationalliberalen, einen schweren Stanb zumal fich Werner große Verdienste um den Kreis nur empfehlen, Torben hat. Geborene. an die nachfolgen Oberhausen im Rheinlande wurde von den Stadt- Strafe verfolgte er Berufung, welcher sich die Staats- zwei Söhne, Gustav Karl und Friedrich Willy. Am 11.: argebieten. Homburg v. d. H., 18. Dez. Bauinspektor Jöhrens abneten mit einem Gehalt steigend von 6000-8000 Mt. Stadtbaurat dahier gewählt. Mainz, 19. Dez. Ein Deserteur vom 87. Inf. erlittenen Untersuchungshaft in Kufrechnung bringt. Schreinergeselle Friedrich W. von hier, welcher auf dem Heimwege bon einer Refrutenabschiedsfeier den Martin W. mittelft eines Stodes verlegte, wurde vom hiesigen Schöffengericht mit zwei Monaten Gefängnis bedacht. Wegen Höhe der anwaltschaft anschloß. Die Beweis aufnahme ergiebt die volle Schuld des Angeklagten, weshalb das Gericht unter Be rüdfichtigung seiner vielen und erheblichen Vorstrafen die Friedrich E. von OberBei seiner heimlichen Entfernung nahm er - Am 8. Dez.: Dem Lagerarbeiter Heinrich Leinberger ein Sohn, Heinrich Adolf. Am 9.: Dem Gigarrenarbeiter Heinrich Grebe eine Tochter, Luise Georgine. Am 10.: Dem Brauer Michael Freimuth Dem Schneider Friedrich Siever ein Sohn. Am 12.: Dem Bureaubeamten Friz Niggl eine Tochter, Emilie Johanna Else Margarethe. Am 13.: Dem Bahnwärter Andreas Becker ein Sohn, Friedrich; dem Schloffer 15. Dem Former Wilhelm Fuchs eine Tochter, Elise mann ein Sohn, Wilhelm Lorenz. Am 17.: Dem Wagnermeister Heinrich Spieß eine Tochter. Gestorbene. e Einladung beo, wurde bei Hochheim aufgegriffen. Er war halb Greislau stand bei Frau H. in Rödgen( Kreis Friedberg) Johann Wilhelm Rinn ein Sohn, Karl Wilhelm. Am e Anzahl Konjufungert und hatte beide Füße erfroren, da er bei der in Diensten. emäße Wahl bergen Rälte der lezten Wochen in Strohhaufen genäh einige unwesentliche Gegenstände mit. In Friedberg logierte Augufte. Am 16.: Dem Bäcker Johann Michael Kreßder Rechner niat hatte. mußten zwei ne Mainz, 18. Dez. Das für das Jahr 1903 vorer mit dem Schweizer Paul 8. in einem Zimmer, welchem er 12 Mt. und eine Uhr entwendete. Bei seiner Fest n. Der Dirett rebene, aber verschobene deutsche Feuerwehrfest nahme gab er der Polizei einen falschen Namen an, desgl. 44 alt, Hochbauaufseher dahier. Am 14.: Karl Bieler, Am 13. Dez.: Johann Peter Sahlfeld, 67 Jahre 13 Jahre alt, Sohn des Kaufmanns Karl Bieler dahier; Erna Eisenbach, 1 Monat alt, Tochter des Dienstmanns Anecht des bieden werden. ird nunmehr im Sommer 1904 in unserer Stadt abge- bei dem Wirte. Die Straffammer verurteilte ihn dieserhalb dieser Tage bur zu 1 Jahr Gefängnis nnd 2 Wochen Haft, nebst 6 Marf enen Blatteis borgen ein wahrer Orkan hin, der leider ein Unglück im Worms, 19. Dez. Ueber unsere Stadt brauste heute Geldstrafe. Die 2 Wochen Haft werden mit Rücksicht auf das Geständnis als verbüßt erachtet. Die Ehefrau des Ar Materialschade Folge haben sollte. Der Sturm fegte den oberen Teil Georg K. 2. von Lorbach wurde vom Schöffengericht Kaspar Eisenbach dahier; Elise Ruhl, geb. Klein, 32 hofen und Weglarea plaz um. Die Trümmer stürzten auf die darauf Geldstrafe von 15 Mt. genommen. schweren Wage Brandgiebels des Lott'schen Mälzereigebäudes am Büdingen wegen Beleidigung des Straßenwarts B. in eiac Jahre alt, Ehefrau des Kellners Heinrich Ruhl dahier. cang bom Wage Dachwert und begruben die in derselben beschäftigten Berufung. einer abfchuffiende Halle des Schmiedemeisters Schäfer, durchschlugen sowie die Angeklagte und die Staatsanwaltschaft verfolgten dahier. nlicher Unfall eiter unter sich. Der Eine wurde erheblich am Kopfe rofdorf hat bei be et, der Andere fam mit geringeren Verlegungen davon. ** Wöllstein. Bei der vom 8. bis 12. Dez. abgehalBunahme von 17 Treibjagd wurden 3808 Hafen geschossen und das ge rate Be. Mainz, über. Gemeinden beträg ng am 1. Dezember Aus der Pfalz. Die Gemeinde Hoßloch, nebenbei 227 Pferde, 505 merlt, die größte Gemeinde der Pfalz mit etwa 600 Ein nern, feierte am 14. Dezember ihr tausendjähriges biläurn. eine. Die Biege tten. Das Lebre Bom Niederrhein, 17. Dez, An vielen Orten des Seffens, Seffen dederrheins herrschen augenblicklich die Masern unter der immer größerer gend der art start, daß die Schulen geschlossen werden e des letzten Jahren ßten. Neuwied, 18. Dez. Der Jahresbericht der Raiff inOrganisation zählt 3713 Genossenschaften auf, Zugang Bor einige: 341 Genossenschaften. Das Bermögen beträgt ler Sanität Das Vermögen beträgt 2. ausgerüftet 3 837 326 03 Stiftungsfonds und Mt. 1 139 291.42 Bereitschaft g teferbefonds; mit dem Geschäftsguthaben der Mitglieder en. Anfänglid 465 992.78. Der Geldumschlag betrug rund 50 Millionen. Mart 2097 232.16 beträgt das Gesamtvermögen Mark petes Eisenbahn cbem aber nicht ** Marburg, 19. Dez. Sie machen ihnen Alles ad, bie Studentinnen ihren männlichen Kommilitonen in welcher Frit i brannte bier ein solches den Wissenschaften obliegendes t jeten. Diefer ebliches Wesen mit Sinterlassung einer großen Menge und ist ein Behulden durch. Seufzend nahmen unsere braven Philister" nd und daß man, dem Vorfall Kenntnis mit den Worten:„ Nun fangen n. erregte f. 3t. die nach Dutenhofen auch noch an!" Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fitung. " je Gemeindemit wärtig im ber bringt doch die Gießen, 19. Dezember 1902. langjährigen, Anna L. dahier wurde vom Schöffengerich Gießen entgegen, bas en Uebertretung zu 4 Wochen Haft und Ueberweisung bie Landespolizeibehörde verurteilt. einigen Wochen Anf erfolgter Be ang nimmt ihr das Gericht die Ueberweisung ab, unter Bersammlungen rätigning der 4 Wochen Haft, indem es 2 Wochen der MAGGI'S B. als Nebentläger, Die heutige Beweisaufnahme ergiebt, daß B. die Angeklagte ebenfalls beleidigt hat, weshalb das Gericht zur Straffreierklärung der Lesteren fommt. Georg R. 2. von Wenings, welcher gelegentlich eines Die puts seinen Vater mit einem Messer im Gesicht verlegte, wurde vom Schöffengericht Ortenberg zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Das Gericht weist heute die von dem Angeklagten eingelegte Berufung, unter Belastung mit den Kosten, zurück. Bum Schluffe wird gegen die 15jährige, trog ihrer Jugend vielfach vorbestrafte Barbara H. von Bamberg, verhandelt. In Büdingen, Gießen, Nidda, Bad- Naaheim, Bockenheim und Frankfurt a. M., wo sie überall unter falschem Namen wohnte, verütte sie eine unglaubliche Menge Diebstähle und Betrügereien. In Frankfurt wurde sie wegen dorten begangener Vergehen unter einem falschen Namen verurteilt. Die Angeklagte ist in vollem Umfange geständig. Rücksicht auf das Geständnis und die Jugend werden ihr mildernde Umstände zugebilligt, doch ist das Gericht der Anficht, daß die Strafe nicht sehr niedrig bemessen werden darf, und erkennt auf 1 Jahr 7 Monate und 3 Tage Gefängnis, sowie 2 Wochen Haft und 5 Mt. Geldstrafe. Staudesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 13. Dez.: Anton Koch, Restaurateur dahier mit Katharine Anna Hollinghaus in Wiesbaden. Am 15.: Johann Heinrich Boß, Fuhrmann dahier mit Luise Deutsch hierselbst; August Jöckel, Spediteur in Grünberg mit Marie Staroline Sohn, geb. Ranft, dahier; Franz Ernst, Zuschneider dahier mit Emilie Anna Markus in Forst. Am 18.: Carl Ludwig Philipp Müller, Kaufmann dahier mit Philippine Auguste Kohlermann hierselbst. Am 19: Adam Becker, Schneider dahier mit Luise Mathilde Müller hierselbst. Eheschließungen. Am 13. Dez. Heinrich Friedrich Wizel, Fabrikarbeiter in Langen mit Elisabethe Karoline Haun dahier. die in Folge ohlgeschmack und praktische Verwendbarkeit zeichnen -Schlüchtern er Bischen Abgeord Schlüchtern statt. en 105 auf den enbach in Raffel ude Batershausen defel ist somit hlfreises gehör გ 00 Boche og fi bei Darmita weiter beachtete. lcher der Ber Ulrich- Offenbad bach- Mannheim größeren Stable erchen Bouillon- Kapseln Am 18.: Wilhelm Döring, 49 Jahre alt, Schriftsetzer Neueste Nachrichten. E. 3. N. Fald gehörige Schoonerbrigg„ Barbara Glückstadt, 20. Dezember. Die der hiesigen Rhederei Hendrika" ist in der Nordsee ohne Bemannung und mit gebrochenen Masten gefunden und nach dem englischen Hafen Laith gebracht worden. lleber den Verbleib der Besetzung, die aus dem Kapitän und fünf Mann bestand, ist nichts bekannt. Das Schiff war am 23. Oktober nach Leith in See gegangen und von dort mit einer Ladung Kohlen hierher unterwegs. Marktbericht. Gießen. 20. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt toiteten Butter per Bib. 1.10-1.20 Mr. Hühnereter 1 st. 8-10 Bfg., Enteneier St. Erbien ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar -00 Pfg., Käse per St. 5-8 Bfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfs. RY. 0.80-0.90, Hübner per Stud Mt. 100-120, Hahnen, per Stud Mt. 0,75-1.25, Enten per Stud 2.00-2.60, Ganje p. Bid. 54-65 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Bid. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bla. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-6.00 mt., Zwiebeln per St. Mt. 3.50-45, Milch per Liter 18 Pfg. Roth, welche heute mit beiliegt, bringt eine sehr große Die Extrabeilage der Buchhandlung Emil Auswahl von passenden Küchern für den Weihnachtstisch. Auch dem belesensten Bücherfreund wird darin etwas angefündigt; besonders verweisen wir auf: Künzel- Soldan, Großherzogtum Hessen, das vom hessischen Ministerium zur Anschaffung in den Volks- und Schulbibliotheken empfohlen ist. Für den Weihnachtstisch empfehle Gigarren und Cigaretten in schönen geschmackvollen Weihnachtspackungen von 25, 50 und 100 Stück. Richard Buchacfer Neuen- Bäue 11. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin klein, Gießen. 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