Nr. 271. Erstes Blatt. Hoornement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfa., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberbeffifche Familienzeitung( täglich) Oberhelische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 20. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jajectionsvreis: Die einfvaltige Petitieile für Gießen wie sang berbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Vig. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeife 30 refp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Erpedition:( Gießen. Menenweg 28. Ferus, rechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Das Recht der Frau. CB. Die starke Mehrheit, die sich in der letzten Reichs tagsfizung dahin aussprach, daß den Frauen dieselben toalitionsrechte verliehen werden wie den Männern, hat mit ihrem Standpunkte nur der Gerechtigkeit entsprochen. Denn wenn die Frauen zum Erwerb zugelassen werden, ind wenn die ständische Vereinigung von arbeitenden Berufsgenossen ein geseßlich zulässiges Mittel und dazu och das wirksamste ist, um dem einzelnen Standesnossen die günstigsten Arbeitsbedingungen zu verhaffen, dann muß man den Frauen auch die Möglichit bieten, wie die Männer sich eine möglichst günstige osition zu erobern. Die seltene Einmütigkeit über diese tage wird nicht ohne Eindruck auf die Regierung blein, und so wird denn vielleicht die heutige Uebung, B die Frauen den Verhandlungen politischer und wirtjaftlicher Vereinigungen nur in einem ,, Segment", in nem besonderen Verschlage, beiwohnen dürfen, endgültig seitigt werden. So groß also die Bereitwilligkeit war, den Lohnbeiterinnen für ihre Standesinteressen einen stärkeren pielraum zu geben, ebenso geteilt waren die Meinungen Redner über die Erweiterung der Frauenrechte überupt. Die äußerste Forderung, daß die Frau im öffenthen Leben völlig gleichgestellt sei, und daß ihr daher e dem Manne der Zugang zum Studium und zur Fleidung öffentlicher Aemter offen stehe, hat nur eine ringe Zahl von Anhängern. Genau besehen, sind diese iglich bei den Sozialdemokraten zu finden, denen Se Art von Lösung der Frauenfrage eine gewisserjen rein verstandesmäßige Folge des Parteiprogramms ist. Die übrigen Parteien stüßten ihre zurücktende Politik gegenüber den äußersten Forderungen Frauenbewegung auf die Anschauung, daß die Frage Frauenrechte vor allem mit der Frage des Lebensterhalts zusammenhängt. Daß das der Fall sei, ere sich gewissermaßen aus der Tatsache, daß in den teren Volksschichten die Frau weit stärfer am Errbsleben beteiligt ist, als in den besser gestellten assen. Die Not des Lebens treibt die Frauen zum werb, und wo diese Not des Lebens sich nicht fühlEr macht, da bleibt die überwiegende Mehrzahl des iblichen Geschlechtes dem eigentlichen Frauenberufe, utter und Erzieherin in der Familie zu sein, treu. mgemäß ist auch die Frage des Frauenstudiums keine gentliche Frauen, sondern mehr eine Damenge Man muß allerdings angesichts der feingliedriBeschaffenheit des neuzeitlichen Lebens weitherzig el in der Frauenerziehung. Man muß die Frau uningt beteiligen an dem gesteigerten Wissensmaße uner Zeit, das, in seiner Verwendung geprüft, nichts eres ist, als eine bessere Rüstung für den Kampf 3 Dasein; man muß aud) alle freien Berufe der Frau ten, aber sobald die gewählten Berufe eine öffentgenauer gesagt, amtliche Bedeutung haben, ist zuhaltung öffentliche Pflicht, weil man sonst die Frau, Pheute unter dem Drucke der Verhältnisse nur beEt eine Konkurrentin des Mannes ist, grundsäßlich geiner solchen macht. Die Frauen, die aus dem Benis zu glänzen, in die öffentlichen Aemter eintreund dadurch die Männer von den Stellen verdränwürden, hindern, so lange die heutigen Begriffe r die sittliche Grundlage des Familienlebens been und so lange dem Manne, als dem Stärkeren, Aufgabe, den Kampf ums Dasein zu führen, zufällt, Familiengründung: es ist deshalb in der Frauene ein gewisses Maß von Vorsicht am Plaze. Alle perungen also, so möchten wir unseren Standpunkt mmenfassen, die darauf abzielen, den Frauen den Epf ums Dasein zu ermöglichen oder zu erleichtern, en erfüllt werden, alle Forderungen aber, die aus Behilfin des Mannes seine Gegnerin im LebensCe machen müßten, sind entschieden abzuweisen, weil e sittlichen Beziehungen zwischen Mann und Frau ben und die Grundlage unseres gesellschaftlichen nmenlebens, die Familie, schädigen oder gar zerFunct Die Politik. Der Buß- und Bettag. 3 ist eigentümlich, daß die Buß- und Bettage im Chen Reiche für die einzelnen Bundesstaaten völlig iedenartig festgesezt sind. Es ist, als ob die deutReichsbürger wenigstens einmal im Jahre daran Lert werden sollten, daß die Landkarte des Reiches ( bunte Musterkarte ist. Dabei liegt gar kein Anlaß an dem heutigen Zustande festzuhalten, denn der ( und Bettag ist an feinen bestimmten Termin ge ' n und wird rein willkürlich festgesetzt. Warum nicht tlich für das ganze Reich? Die Straßburger fatholisch- theologische Fakultät ist nach einer Meldung aus Rom durch die Verhandlungen zwischen der deutschen Reichsregierung und dem Papste derart gesichert, daß nur noch die Personenfrage zu erledigen ist. Die deutsche Regierung legt auf diese Erweiterung der Kaiser Wilhelms- Universität deshalb einen so großen Wert, weil dadurch der geistliche Nachwuchs in den Reichslanden der franzosenfreundlichen Seminarerziehung entzogen werden dürfte. Neue Hetzereien der englischen Presse V Englische Blätter bringen auf Grund Washingtoner Telegramme die Nachricht, Deutschland beabsichtige, zwei mächtige Geschwader am Isthmus von Panama zu statio nieren und in Südamerika festen Fuß zu fassen, um bei einem etwaigen Vorgehen der Nordamerikaner gegen den Süden zur Stelle zu sein. Diese Nachricht trägt den Stempel der Erfindung an der Stirne. Deutschland hat eben in Südamerika wichtige Interessen zu wahren. Neuer Besuch beim König Eduard. $ Der König von Portugal traf, von Calais kommend, in Dover ein, wo eine Ehrenwache am Landungsplaße aufgestellt war, und fuhr mittels Sonderzuges nach Windsor, wo er von König Eduard erwartet wurde. Beide Monarchen begrüßten sich aufs herzlichste. Noch immer leugnet die englische Presse, daß der neue Besuch eine politische Bedeutung habe, und die Kundigen lächeln dazu, nn, wie in eingeweihten Kreisen Londons verlautet, werden wichtige Absprachen über den Einfluß Englands auf die Bahn zwischen Pretoria und der Delagoabai getroffen, die den Verkehr zwischen dem portugiesischen Seebecken und den neuen Kolonien völlig in die Gewalt der Engländer bringt. England und China. England und China scheinen augenblicklich nicht gut zu stehen. In Tientsin wurde eine englische Flagge von einem englischen Industrieanlage niedergeholt, angeblich, um einer belgischen Industriegesellschaft keinen Vorwand zur Flaggenhissung zu bieten. Außerdem liegt ein neuer Konfliktsstoff vor. In der Nähe von Hongkong ist ein englischer Untertan ermordet worden, und es sind solche Gewalttaten gegenüber englischem Eigentum vorgekommen, daß man in diplomatischen Kreisen Londons sehr beunruhigt ist. Der Mordanschlag von Brüssel bestellte Arbeit? Die großsprecherischen Angaben, die der verhaftete Gennaro Rubins über seine Person und seine Pläne macht, lassen jeden Zweifel darüber schwinden, daß er ein ganz gewaltiger Maulheld ist. Einzelne große Berliner Blätter behaupten sogar, daß er gewußt habe, der von ihm beschossene Wagen sei nicht von dem Könige besetzt, und erklären demgemäß das Attentat für bestellte Arbeit. Jedenfalls ist Rubino vergnügt; er singt und jubiliert im Gefängnis, ist sorglos und heiter. Die Kammer hat den König zu seiner Errettung beglückwünscht, und auch die Sozialdemokratie hat sich unbeschadet ihres republifanischen Charakters daran beteiligt, weil sie jedes Menschenleben achte. Dagegen hat ihr Wortführer Vandervelde gegen die ungerechtfertigten Verhaftungen zahlloser Personen und insbesondere des englischen Abgeordneten Keir Hardie Widerspruch erhoben. Kurze politische Nachrichten. * Nach den bisherigen Bestimmungen wird Kaiser Wilhelm heute nach Dalmeny abreisen und dort bei Lord Rosebery frühstücken, und später in Queensferry an Bord der Hohenzollern" zurückkehren.- Die deutsche Kaiseryacht Hohenzollern", sowie die Begleitschiffe ,, Nymphe" und Sleipner" sind bereits von Medwah nach Leith, in dessen Nähe die Besitzung Reseberys liegt, in See gegangen. * Der Reichsanzeiger veröffentlicht den Wortlaut der schiedsgerichtlichen Entscheidung des Königs von Schweden in der Entschädigungsfrage für die Vorgänge auf Samoa, die bekanntlich zu Gunsten Deutschlands ausgefallen ist. * Der russische Thronfolger, Großfürst Michael, ist an Schwindsucht hoffnungslos erkrankt. * Der russische Botschafter in Kopenhagen, Graf Benckendorff ist nach London versezt. Es sollen also offenbar durch Vermittlung von Dänemark, das mit England und Rußland gut steht und zu dem wohl auch später der neue Vertreter in London Fühlung unterhalten dürfte, bessere Beziehungen zu England angeknüpft werden. * England sendet nach Marotto wegen der dor tigen Unruhen kriegsschiffe ab. Da sind England und Italien also wieder hübsch beisammen. * Der Geburtstag des Sultans wurde am 17. d. Mts. in der Türkei feierlich begangen. Auch die im Hafen von Konstantinopel liegenden deutschen Schiffe waren aus diesem Anlaß festlich beleuchtet. Eine eigenartige Geburtstagsfeier wurde von 50 entianenen Sol daten veranstaltet. Sie umzingelten das Haus des kommandierenden Generals und forderten ihren rückständigen Sold. Der Sultan spendete diesen, um etwaigen Unruhen vorzubeugen. Die befriedigten Truppen werden dann den Geburtstag mit besonderem Eifer gefeiert haben. * Die venezolanischen Regierungstruppen haben m mehr auch die Stadt Cuman a wieder erobert. In Japan macht sich eine innere Bewegung gegen die von der Regierung geplante neue Grundsteuer bemerkbar. General Zurlindens flucht. Eine Erinnerung an den großen Krieg. ( Machbruck verboten.) General Zurlinden, der ehemalige franzöfifche Kriegsminister, der bekanntlich auf Grund des Gesetzes über die militärische Altersgrenze dieser Tage seinen Abschied aus dem Heere nehmen mußte, versucht sich in der ,, Revue des deux mondes" als Schriftsteller, indem er seine Gefangenschaft in Deutschland während des Krieges von 1870 und seine romantische Flucht schil dert, die ihm gestattete, noch vor Beendigung des Feld zuges wieder in die Reihen der Loire- Armee einzu treten. Zurlinden war Artilleriehauptmann und Adjutant des Generals von Berckheim, als die Kapitulation von Metz ihn zum Gefangenen auf Ehrenwort machte. Bon Nanch wurde er in Etappen nach Lunéville, Weißenburg, Mainz und Wiesbaden gebracht. Entschlossen, tofte es was es wolle, einen Fluchtversuch zu machen, aber ohne das Ehrenwort zu brechen, übergab er dent Plazkommandanten General von Sänger einen Brief, in welchem er erklärte, daß er sich innerhalb einer Frist von 24 Stunden als frei betrachten und sich Mühe geben werde, die französische Armee zu erreichen. Die Folge war, daß noch an demselben Abend eine Korporalschaft sein Haus besezte. Der Offizier nahm ihn fest und brachte ihn nach der Festung Mainz, wo er mit mehreren Gefangenen vom Zivil eingesperrt wurde. Die Gefangenen wurden am nächsten Morgen über Frankfurt, Dresden, Leipzig nach Schlesien geschickt. Zwei Soldaten mit geladenem Gewehr bewachten die Coupétüren. In Görlitz, wo man gegen Mitternacht ankam, waren die Soldaten eingeschlajen. Zurlinden wollte die günstige Gelegenheit benußen, nach Desterreich zu entfliehen. Aber der Führer des Konvois wußte wahrscheinlich auch, daß die Grenze nahe war, und verbrachte den Rest der Nacht neben den Gefangenen. Auf den Bahnhöfen erzählte man sich, daß Hauptmann Burlin den in eine Festung geschickt werde, weil er, unter Bruch des Ehrenwortes, habe entfliehen wollen:„ Und dabei ist er Juhaber der Ehrenlegion," rief man aus, indem man auf sein mit dem roten Bändchen geschmücktes Knopfloch zeigte. Um 10 Uhr abends tam man in Glogau an. Haupt mann Zurlinden hatte jezt außer den Zivilisten noch fünf französische Offiziere als Nachbarn. Das Gefängnis lag außerhalb der Stadt. Der Kerkermeister war ,, ein nervöser, zorniger, ewig betrunkener(?) Gendarm". Zurlinden gewinnt sein Vertrauen, indem er ihm bei den anderen Gefangenen als Dolmetscher dient. Die Dffiziere denken alle an Flucht und Freiheit. Während des üblichen Spazierganges am 23. Dezember schafft Zurlinden heimlich sein geringes Gepäc beiseite und tehrt dann mit den anderen Gefangenen in das Gefängnis zurück. Während dann der Kerkermeister einen der Offiziere, der sich absichtlich frant ge meldet hat, in seiner Zelle besucht, schleicht Zurlinden auf Socken die Treppe hinunter, findet die Tür nur angelehnt, sieht, daß der Posten hinter seinem Schilderhaus steht, erreicht, auf der Schneedecke vorwärtskrie chend, sein unter Gestrüpp vetectes Handgepäck und legt hinter einem Artilleriewagen Zivillleider an, worauf er eine Böschung hinunterklettert. Ein Bäckerjunge geht pfeifend vorüber, aber er hat nichts gesehen. Zurlinden geht ruhig in die Stadt, fragt in reinsten Deutsch einen Soldaten nach dem Weg zum Bahnhof und steigt in einen Zug, der angefüllt ist mit schlesischen Soldaten. In Lissa nimmt der Flüchtling ein Billet nach Posen; von dort geht es über Berlin und Kassel nach Frank furt a. M. Vier Stunden Verspätung. Der Zug nach Heidelberg geht erst am nächsten Morgen weiter. Zurfinden begibt sich ins Hotel. Das hätte gefährlich werden können, aber der schlaftrunkene Hotelier vergißt, nach dem Namen des Reisenden zu fragen. Am Morgen geht es weiter nach Heidelberg, Karls. ruhe und Basel. Ein höherer deutscher Offizier ist Zurlindens Reisegenosse; um eine Unterhaltung zu vermeiden, liest der Franzose mit fanatischer Ausdauer die ,, Kreuzzeitung". Zurlinden erreicht glücklich die Grenze der Schweiz und ist gerettet; acht Tage später ist er bei wetter fage( c) S fage ich nichts. Ihre Schwester i tot." Seifert, weiter Himmel, die Leute nen Fluß ihren Tod fand, viel gesprochen worden ist. in dem durch den reißenden Bergbach stark angeschwolfeeinem stürmischen. Abend auf der Brüde verunglückte und der Nendant auf. Ich weis ein über fie, als fie te leber meine Schwester 28ort mehr," gern das Schlimmste Du Diericher, als an einen aub Unglücksfall. Aben die Toten, die sich nicht verteidigen können, soviel man timme hämpfand fort Bürgermeier bejab temu flaunte Der Renbunt Biennig vermögen und Leberecht schüttelte den Kopf. her für wohlhabend galt, ging mit Schulden aus der wem sollte er eins geerbt haben? Sein Better, der Vantier, Welt." Bankier gehört. Bürgermeister deponiert Konturs angemeldet wurde ben, Wochen vorher, ehe der Eo sagt man, allein ich habe noch etwas anderes Weiler soll sein Bermögen heimlich beier it dem fe, ist's freilich unha Meiler und man deine spräch zurüdrommehien streiten.' ernst nehmen an, auf un, er G- sich hören. baß das ohnehin austrumliche Gehalt von Jahr zu Jahr terung in seiner Fabrik an, zugleich mit dem Bemerkenr mit Auszeichnung bestanden, ließ& I manu a e ma 3 von Leberecht biß sich auf die Lippen und schwieg Als der junge Mann nach einigen Jahren ein Gamen Er bot seinem Schu ling eine Juge.icur mit deiner Ju end mag ich nicht steigen würde michig Aus dem Französischen von Emma Reichen. ( Nachdrud verboten.) mit dem Tode der Mutter ertauft. durchaus nicht leidend gewesen. Cecile hatte ihr Leben Seine Tochter aber siechte dem Tode entgegen. Bon frühester Jugend an war fie schwächlich, aber Sie besaß feine Geglückliche Kuren vollbracht. Seine Wissenschaft schien ihm teine unlöslichen Rätsel aufzugeben, und er hatte schon oft Aussehen erregende Doktor Raucher galt mit Recht für eine Kapazität. ber votre- Armee als Stabschef der Artillerie des 25. Korps. Soweit die interessante Schilderung des franzöſischen Generals, in der augenscheinlich die Wahrheit start mit gallischer Phantasie verwoben ist. Ein deutscher Gendarm weiß stets, was er seinem Amt schuldig ist. Es ist wohl eher anzunehmen, daß er in gutem Glauben dem Gefangenen seine Haft möglichst erleichtert hat. Er wird der Meinung gewesen sein, Zurlindens Ehrenwort jei noch immer gültig, und nichts von der stark sophistischen Erklärung des Generals gewußt oder auch verstanden haben. Uns plumpen Deutschen, und besonders deutschen Soldaten, geht ja überhaupt das Verständnis für die vielen feinen Umschreibungen ab, mit denen französische Offiziere den Bruch oder die Umgehung ihres uneingeschränkt gegebenen Ehrenwortes zu verschleiern suchten. Vermischtes. V[ Unsere Auswanderer.] Ueber die deutsche überseeische Auswanderung im Oktober 1902 und in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres liegt folgendes Resultat bor: Es wurden befördert: über Bremen 1461( 980), Hamburg 798( 866), deutsche Häfen zusammen 2259( 1846), fremde Häfen( soweit ermittelt) 710( 590), überhaupt 2969 ( 2436). Aus deutschen Häfen wurden im Oktober 1902 neben den 2259 deutschen Auswanderern noch 12 187 Angehörige fremder Staaten befördert; davon gingen über Bremen 8336, Hamburg 3851. A[ Sarah Bernhardt und Elsaß- Lothringen.] Sarah Bernhardt hat sich einem Berichterstatter des Figaro" gegenüber über ihre Eindrücke in Deutschland sehr begeistert ausgesprochen. Nicht versäumen aber konnte sie es, ihres geliebten Elsaß- Lothringens, das ihr die Deutschen, die sich doch sonst so galant gegen sie zeigten, durchaus nicht als Spielhonorar geben wollten, in ganz besonders bewegten Worten zu gedenken. Sie erzählte dabei u. a., daß das Straßburger Publikum ein ,, äußerst geistreiches" Mittel gefunden hätte, um in ihr die große Schauspielerin und zugleich das noch immer geliebte Frankreich" zu ehren. Man hätte ihr gleichzeitig drei Bouquets überreicht, ein weißes, ein blaues und ein rotes, die Zusammenstellung der französischen Nationalfarben. Dabei hätte man o zärtlich" gerufen: ,, Es lebe Ihr Heimatland, Madame", daß sie daraus die SehnDie göttliche sucht klar und deutlich gehört habe. Sarah irrt sich gründlich, wenn sie die Stimmen einiger verbitterter Lobredner der Franzosenzeit für die Stimme des elsässischen Volkes nimmt. Straßburg ist wieder, wie einst, ehe französische Hinterlist es uns raubte, eine gut deutsche Stadt geworden. [ Ein Schutzverband gegen den Mißbrauch des Automobils] ist bekanntlich in Paris im Entstehen begriffen. Urheber des gar nicht üblen Gedankens ist der ehemalige Abgeordnete Franconie, der bereits zahlreiche Zustimmungen und Beitrittserklärungen erhalten hat. Man will den Automobilisten das menschenmordende Schnellfahren in den Straßen von Paris gründlich verleiden. Es gibt zwar Gesetze gegen das Schnellfahren der ,, Chauffeurs", erklärte Herr Franconie einem Berichterstatter, aber niemand kümmert sich darum. Wir wollen, gleich den Tierschutzvereinen, unsere Mitglieder durch Karten kenntlich machen, und jeder von uns wird jeden dahinrasenden ,, Chauffeur" sofort polizeilich feststellen lassen. Armen Leuten, di durch Automobilfahrer ins Unglück gestürzt worden sind, werden wir zur Einreichung der Klage Kostenvorschüsse geben. Wir werden uns nicht damit begnügen, gegen die Automobilisten Schadenersazklagen anzustrengen, denn die Automobilisten sind reich und können Entschädigungen mit Leichtigkeit zahlen. Nein, wir werden uns alle Mühe geben, die Herren ins Gefängnis zu bringen. Das ist also eine Kriegserklärung in aller Form. Uebrigens häufen sich auch in Deutschland die Unglücksfälle, die von Automobilen angerichtet werden. Bei der Touristenfahrt des deutschen Automobilklubs wurde in Eberswalde der neunjährige Sohn einer Witwe überfahren und lebensgefährlich verletzt. [ Ein gewissenhafter Richter] ist Herr Gwilym Williams in der Grafschaft Aberdare( Wales). Als er jüngst eine Gerichtsverhandlung leiten sollte, merkte er plöglich, daß er Toga und Perrücke, die traditionellen Attribute des englischen Richters, in der Kleiderkammer vergessen hatte. Bei der Entdeckung dieser ungeheuerlichen Tatsache erhob sich Gwilym Williams und sagte feierlich zu den Advokaten: Ich habe mich einer groben Nachlässigkeit schuldig gemacht, die um so unverzeihlicher ist, als ich bei Ihnen, meine Herren, immer auf Toga und Perrücke bestehe. Ich verurteile mich daher selbst zu 10 Mark Geldstrafe!" Sprach's und setzte sich nieder, bewundert von den Advokaten und dem Volk von Aberdare. Es gibt noch Richter in England. wurben bleser Tage von ben Strikern fürchterlich gebläut und famen mit geschwollenen Augen und blutig geschlagenen Nasen in der elterlichen Behausung an. Die Strifer erklären, sie würden erst dann zur Schule zurückkehren, wenn man Fräulein Jane Mc. Keon wieder in ihre alte Stellung einsetzte. Fräulein Virginia Gibson, eine farbige Schullehrerin, der man ursprünglich Fräulein Mc. Reons Stellung gegeben hatte, hat man bereits wieder, um den Strifern die Ausrede zu nehmen, daß sie mit einer farbigen Schullehrerin nichts zu tun haben wollen, durch eine weiße Lehrerin ersetzt, aber der schwarz- weiße Regierungswechsel scheint keinen Eindruck auf die Strifer gemacht zu haben, denn sie paradieren nach wie vor in der Nachbarschaft der Schule mit Bannern umher, auf denen sie die Rückkehr Fräulein Mc. Keons verlangen. bem Aussehen beurteilt hätte. Der vergiftete Brief. Ein geheimnisvoller Zufall hat sich in Moskau zugetragen und hält die ganze Stadt in Atem. Eine junge Frau aus der vornehmsten Moskauer Gesellschaft erhielt während der Abwesenheit ihres Mannes einen an diesen adressierten Brief, der von Frauenhand herzurühren schien. Aus Neugierde öff nete die Frau das Couvert und der darin liegende Brief enthielt nur die Worte: Denke an mich!" Eine Unterfchrift fehlte. Kaum hatte die Frau den Brief geöffnet, als ihr die Sinne zu schwinden begannen und sie bewußtlos zusammenfiel. Ein zweijähriges Knäblein, welches zu Füßen der Mutter auf dem Teppich spielte und den fallengelassenen Brief zum Munde führte, wurde nach einer halben Stunde in einem todesähnlichen Zustande aufgefunden. Mutter und Kind waren offenbar von einem heftigen Gift betäubt, mit dem der Brief imprägniert war, und das die unbekannte Briefschreiberin dem abwesenden Adressaten zugedacht hatte. [ Berühmte Biolinen und ihr wert.] Ein interessantes Experiment machte vor kurzem der bekannte Musiker und Musikkritiker Dr. Henry Watson in Manchester. Er ließ während einer Vorlesung über die Violine nacheinander ein und dasselbe Stück auf zwei Geigen spielen, deren eine ein echter Stradivarius im Werte von etwa 12000 Mk. war. Die andere entstammte einem Sortiment von Geigen im Werte von 2,50 Mk. pro Stück, die zu einer Vorstellung in einem Variététheater benutzt und während derselben immer auf dem Kopfe eines der Klowns zerschlagen wurde. Die Herkunft beider Instrumente war den Zuhörern unbekannt, und als sie gefragt wurden, welche Geige sie für die bessere hielten, stimmte nur eine sehr knappe Mehrheit für den Stradi varius. Dr. Watson behauptete ferner, daß vielleicht auch gar für das minderwertige Instrument entschieden worden wäre, wenn man nicht gleichzeitig die Violinen nach *[ Ein Schülerstreit.] Die Schüler und Schülerinnen der Andrew Jackson- Schule in Chicago sind in den Ausstand getreten, wie der technische Ausdruck lautet, weil die Schulbehörden die Lehrerin Jane Mc. Keon wegen Insubordination aus ihrer Stellung entfernten. Wenn auch die Staats- Administration es bis jetzt noch nicht nötig befunden hat, die Staats- Miliz von Illinois gegen Jung- Amerika zu mobilisieren, so weiß doch die Polizei von Chicago ein Lied darüber zu singen, zu welchen Bubenstreichen ein strikelustiger Chicagoer Schuljunge und dito Schulmädchen sich hinreißen läßt. Ein Duzend ,, Scabs"( Lumpen)- so werden die Jungen und Mädchen tituliert, die der Schulbank treu geblieben sind * Zu dem Raubmord an Bord der ,, Loreley" wird weiter aus Athen gemeldet: An der Stelle, wo die von Bord der ,, Loreley" geraubte Siste gefunden wurde, entdeckte man zwei blutige Pantoffel von der Art, die Arbeiter zu tragen pflegen. Der griechische Justizminister stattete an Bord der ,, Loreley" einen Besuch ab, um sich über alle Einzelheiten zu unterrichten. Die Auffassung gewinnt Raum, daß der verschwundene Matrose Köhler um das beabsichtigte Verbrechen gewußt habe. Der deutsche Gesandte Graf von Plessen besuchte den Ministerpräsidenten Zaimis, der sein tiefes Bedauern über den Vorfall aussprach. Die Behörden haben bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen. Die athenischen Blätter geben ihrem Abscheu über das Verbrechen Ausdruck. * Die Prager Millionenunterschlagungen. Die Revision der Sankt Wenzels- Vorschußkasse ist vorläufig mit der Aufstellung der Bilanz beendet worden. Diese weist folgende Ziffern auf: Aktiva 8 288 756 Kronen, darunter Hypothekenforderungen von 4 400 000 kronen, Realitäten bon 2 100 000 kronen; Passiva: 16 075 295 Kronen, darunter Einlagen im Werte von 14 083 000 kronen. Das buchmäßige Defizit beträgt daher 7 786 539 Kronen, wovon allerdings die fingierten Einlagen, deren Höhe zur Stunde nicht bekannt ist, die Anteilscheine der Mitglieder usw. abzuziehen sind. Die Liquidation kann nur dann durchgeführt werden, wenn die Einleger 15 bis 20 Prozent nachLassen, was sie umsomehr tun können, als sie im Falle des Konkurses vielleicht nur 15 bis 20 Prozent ihrer Einlagen erhalten würden. FEhrungen für Christoph Columbus fanden in Sevilla statt. Die Ueberreste des Entdeckers der neuen Welt wurden nach der Kathedrale übergeführt und in einem Prunksarkophag beigesetzt. Der Feier wohnten der Marineminister, der Generalkapitän von Cadiz, sämtliche Behörden von Sevilla und zahlreiche Bewohner der Stadt bei. In diesen Novembertagen im Jahre 1492 war es bekanntlich, wo Columbus a if der Antilleninsel Espauola landete. herrscht großes Elend, überall ist Hilfe erforderlich). Auch in Kairo fordert die Cholera noch immer neu Opfer. Eine soeben veröffentlichte Statistik weist für hinzugekommene Fälle auf; vierzehn Personen befinder sich in Behandlung, sechs sind an der Cholera gestorber |: Schwere vulkanische Erscheinungen werden wieder 糖 Giessener Der Großbe eralleutnant v. Sa anffurt a. M.), ben mmandeur bes F um aus den verschiedensten Erdgegenden gemeldet. Nadim Albrecht von Br dem unsere Besizungen auf dem Samoaarchipel von dormant Echott. Ingen unterirdischen Gewalten start heimgesucht worden sins Sofrat Arfler, bie ist nun auch in Hawaii ein Ausbruch des Vulfans i Erbadi. O und G die in den letzten zwanzig Jahren beobachtet worden sirb Birenbain, ben Dire lauea erfolgt. Die Eruption sei die heftigste gewesen ifter i B Schmitt b In Dran wurden heftige Erdstöße wahrgenommen, diabenbeim Fuhr, ben in furzen Zwischenräumen aufeinander folgten und unte der Bevölkerung große Panik hervorriefen. Vom austra # ben Regierungsrat ( Auszeichnup lischen Festland tommen ebenfalls Nachrichten von wieder juristischen derholten Erdbeben und furchtbaren Orkanen, die in dem tigkeit, wie es in den Berichten heißt, der Erbssupp ** Der Bießener durch die jahrelange Dürre bloßgelegten Sandbode thenberg Dr. Rud wahre Staubstürme entfesselt haben. Die Luft war di berbeffen) wurd und schrecklich drückend und glich in Farbe und Dich eyeimer Juftigrat be Bisweilen wurde der Staub zwölf Meilen seewärts gestedbrief gegen ei tragen, und viele Gebiete sind in Wüsten verwandelnntag auf der Ar hüllt, und das Volk suchte furchtergriffen ein Obdadebächtigen froatifchen in den Häusern. An vielen Stellen wurden die Eisenbahneach Jobann Sablja mit großen Sandhügeln bedeckt, sodaß der Verkehr erniman andern Namen, Insein, von dessen - Der Stromboli auf den Liparisches 11,75 Mtr. aroß, f fährt in seiner gefahrdrohenden Tätigkeit ununterbrochene( gelbe Plättchen), fort und schleudert glühende Steine, Rauch und Asdren, mit dunklem An V Mädchenhandel in Ungarn. Wir berichteten vor einigen Tagen über eine Wiener Meldung, nach der 40 ungarische Mädchen unter Vorspiegelung eines ehrlichen Erwerbes zu unsittlichen Zwecken ins Ausland- und zwar über Hamburg gebracht worden seien. Wir gaben unserer Verwunderung Ausdruck, daß die ungarischen Behörden in einem solchen Falle bisher keine Veranlassung genommen hatten, einzuschreiten. Jezt hat die Angelegenheit Veranlassung zu einer Interpellation im ungarischen Abgeordnetenhause gegeben, und Ministerpräsident Szell erklärte, daß eine strenge Untersuchung eingeleitet worden sei. Auch werde die demnächst ins Leben tretende Neuorganisation der Grenzpolizei tünstighin solche Fälle unmöglich machen. In Große Banknotenfälschungen in England. London sieht eine Fälscherbande ihrer Bestrafung entgegen, welche in einem Jahre von 1901 bis 1902etwa 40 000 Pfd. Sterl., also 800 000 Mart, Noten der Bank von England gefälscht und zum Teil ausgegeben hat. Die eigentlichen Urheber der Fälschungen sind Vater und Sohn Barmarsh, Zigarrenhändler, in London ansässige Ausländer. Sie beschäftigten einen Kupferstecher namens Johann Schmid, der um einen geringen Wochenlohn die Falsifikate herstellte. Die ersten falschen Noten wurden in Amerika ausgegeben, sofort erkannt und nach England geschickt. Die Bank von England versprach eine Belohnung von 1000 Pfund demjenigen, der auf die Spur der Täter führen würde. Johann Schinid selbst meldete sich, und als ihm eine Fünfzig- und eine Zehnpfundnote vorgewiesen wurden, die in Amerika zirfuliert hatten, erkannte er sie als sein eigenes werk. Er wurde unter polizeilichen Schuß gestellt, und mit seiner Hilfe sind sechs Schuldige ausgeforscht und verhaftet worden. Explosionskatastrophe in Kairo. In einem Magazin der Zitadelle von Kairo, in welchem ein Lager von Braunkohlen, das einer privaten Gesellschaft gehörte, untergebracht war, fand Dienstag Abend eine Explosion statt, bei der achtzehn Egypter getötet und verschiedene verwundet wurden. Bei der Explosion wurden Trümmerteile durch das Dach eines auf einem benachbarten Hügel befindlichen Armee- Magazins geschleudert, ohne daß dessen Inhalt in Brand geraten wäre. Zahlreiche Städte waren stundenlang in Dunkelheit ge lich gehemmt war. ) Die Cholera im heiligen Lande. Wie das ,, Reutersche Bureau" aus Jerusalem meldet, ist dort ein Cholerafall festgestellt worden. In Jaffa verbreitet sich die Cholera- Epidemie immer mehr; in den letzten Tagen sind 15 Personen an derselben gestorben. In vielen Dörfern wütet die Cholera ebenfalls; in Gaza und Lydda dagegen, wo ein großer Teil der Bevölkerung durch die Krankheit hinweggerafft ist, ist dieselbe erloschen. Es in die Höhe. tpricht ganz schlecht Bunte Chronit. Auf der Weichsel bei Danzig bin Fulda) foll Chater dete sich schon Grundeis. Der Hafen von Kronstab ist von Eis umgeben, die Schiffahrt ist eingestellt broten haben. Um cifr zc. wird er Nach Meldungen aus Kiew ist auf dem Dnjeper un bitter, insbesondere an während der Fahrt vom Eis überrascht und befindes Grebenbain noch ho Aus roer ift durch die Daz sich in schwieriger Lage bei 12 Grad Kälte. bastopol wird berichtet, daß auf dem Schwarzen Me Meieittaung der Spur bei 6 Grad Kälte starker Sturm herrschte. Nachts Leiche lan binter den Schneefall ein, die Dampfer flüchteten in die Häfenines Auffinden sehr f In Berlin wurden die Automobildroschken aus dtsanwaltschaft Bieke Verkehr gezogen, da ihre Unterhaltungskosten zu groß she find mehrere heftige In Weißenau bei Mainz explodierte in der Brau frument und mehrere zum schwarzen Bären ein Bierfaß, wobei der Braumei und ein Braubursche getötet und ein zweiter Braubur schwer verletzt wurde. - den. Durch Berichneide Tod berbeigeführt, dar ( Stadttheater. Jung ihre beiden Kinder. Sie und ihr Liebhaber, Schuhmachermeister Liebermann, wurden verhaftet. prellung gelangt an In dem in der Nähe des Starnberger Sees her des Luftspiel Di legenen Kohlenbergwert Penzberg entlud sich im Haufführung. Für aderschachte eine Patrone, die von einem früheren Song Stadttheater bo herstammte. Ein Bergmann wurde hierbei getöteteit in Marburg beretten Ensemb drei andere schwer verletzt. In Wittenburg in Mecklenburg ermordete die Wier noch den Hals ab. In der Ortschaft Matsch in den Tiroler Ad für eine Aufführ brannten nachts 24 Häuser nieder. Das Feuerrte„ Das süße L von der Frau eines Besizers im eigenen Hause angeloffen worden. worden. Die Dorfbewohner befinden sich in grDas mechanisch Elend, da ihre Wintervorräte und ihr Vieh gr Garten erfreut fich angenehm zu empfi In Modica auf Sizilien, das erst fürzlich von li on ober auch alle Ueberschwemmung heimgesucht wurde, haben starke R güsse ein neues Uebertreten des Flusses verursachte zu befriedigen. besteht große Gefahr. teils verbrannt sind. Hus dem Gerichtsfaal. ramm führt den B der Grdteile vor 2 banismus fonstruierte orama lebhafte und . Bei der nur noch § Die ,, faulen" Rumänier. Vor dem Berliner Schneit des Theaters gericht hat soeben der Prozeß gegen den früheren ellen, namentlich. Kind fier und Königl. Lotterieeinnehmer Mißlaff began( Lnfall.) Vorgefte Mizlaff, der beim Gardes- du Korps- Regiment in in Arbeiter von sei dam gedient und den franzöſiſchen Krieg mit Auszeichnis, alitt aus und be mitgemacht hat, bela auguete es in, eine große S models in fo idar litärvereinen. Daraufhin glüte te im ein a grip rebten Winkel nad de aur chirurgischen Al Der Winter bat schaft für den Vertrieb von Lotterieloosen zu gewi und bald machte er Börsengeschäfte und nannte sich fier. Er stand im Rufe, ein reicher Mann zu sein. so größeres Aufsehen erregte es, als er am 4. Mai Aleide, feinen Ei den Konkurs anmeldete und bald darauf wegen enoeläute wird wohl truges in Haft genommen wurde. Es handelt sich omftunde aus dem S ergeben, daß die Passiva 431 693 Mr. betrugen, deneung war grok ob der Aktivmasse von 5306 Mt. gegenüberstand. Für dnd tummelt sich denn vorzugten Gläubiger dürfte eine Dividende von 1½ littenbahn, doch dir en, und zwar zu Schne herauskommen. Aus der Verhandlung war besonde Feststellung eines Mizlaffschen Geschäftstrids essant. Der Staatsanwalt wies nach, daß der Ange an Kunden, die Rumänier besaßen, Zirkulare gehen. en Bolizeivorschriften habe, in welchen er darauf hinwies, daß zu der schlkroft.) In dies Finanzlage in Rumänien auch noch recht schlimmern Bauleuten etwas u tische Streitigkeiten gekommen seien und es deshalbemeinen schwache Ba gend zu raten sei, die rumänischen Papiere zu vert vermeister zu arbeite zum Verkaufe eingesandt worden und die betr. Saber dennoch drollig Darauf seien dann in großer Zahl rumänischefen nach Möglichkeit Mizlaff habe aber die Papiere sofort verkauft un im Mörtel eingebe Geld im Geschäft verwendet. Der Angeflagte haben eingebüllt werde ihnen die Koupons für die Papiere- die er in Velee auf der In erhielten darüber Quittung zum eventuellen Ver nach einem halben Jahre den Kunden angezeigt, blieben. Als eine Folge heit schon ein halbes Jahr vorher verkauft hatte biffenfchaftlichen schrieben habe. Und dabei ist es denn bis heuterscheinunge Kleine Gerichts- Chronit. In dem bekannten, et fich, daß im I nden abendlicher Die Berliner Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft alfons Strafatoa strengten Patentprozesse betr. die Nernstlampe mi Reichsgericht unter Aufhebung des Urteils des amtes die Nichtigkeitsklage gegen das erste Ne tent ab. Das Patent wurde in vollem Umfange auf erhalten und dem Nichtigkeitskläger die Kosten Instanzen auferlegt. auf unserer Gr nb fie in wiffenid Sarlagt worden, u befätigt. Soldaten un vegen Mordversuchs gegen den Schlosser Geislern, den Mannidha - Der Drechslergeselle Franz Hoffmann in Berlin teneinstellungen fin Zubilligung mildernder Umstände zu 2 Jahren Beteiligung am L nis verurteilt. Hoffmann hatte seine Ehefrau im Bn. Danadi ift gehabt, mit Geisler unlautere Beziehungen zu fie nur mit Bench halten, und in seiner Eifersucht auf diesen drei Reb chüsse abgefeuert. Geisler ist aber jest vollständig berhergestellt. tet. Wer dem bestraft werden. forffen 2c. bet bote em Arreft beftra gilfe erforderlich era noch immer ne Statiftit weift fi hn Personen befinde ngen werden wiede Giessener Cagesneuigkeiten. Der Großherzog empfing am 19. November den ralleutnant v. Sagen, Kommandeur der 21. Division Pmmandeur des Füsifier- Regiments Generalfeldmarschall ** ** Die„ Frtf. 8tg" entnimmt einem Privatbriefe| eine in Preußen verbotene Lotterie ist, wird er wegen aus Bombay vom 1. November folgendes: In Delhi Lotteriebergehens in eine Geldstrafe von 3 Mk. werden bereits große Vorbereitungen für den Durbar genommen. aus Anlaß der nachträglichen Feier der Krönung König Eduards VII. getroffen. Mit dem Herzoge von Connaught werde auch der Großherzog von ein großartiges Schauspiel werden. Während der Frankfurt a. M., 19. November. Hier zeigt heute Morgen gegen 7 Uhr das Thermometer 10 Grad Reaumur 12 Grad Celsius unter Null. Die Fenster = der Cholera gestoranfurt a. M.), den Oberst Frhrn. Röder v. Diershura, enden gemeldet. Brin Albrecht von Preußen( Hannov.) Nr. 73, den Oberst Hessen nach Delhi kommen. Es werde ohne Zweifel hatten von oben bis unten dicke Blumen. gesucht worden fem Sofrat Krfler, die Pfarrer Wolf von Lehrbach, Sell Durbar- Festlichkeit koste ein Zimmer in den Delhi General des 18. Armeekorps Excellenz v. Lindequist amoaarchipel von erant Echott. Ingenieur- Offizier vom Blog in Mainz, uch des Vulfans Erbach i. D und Schmidt von Grünberg, den Pfands Hotels 60-500 Mt. per Tag. e heftigste geweer i. P. Schmitt von Mainz. den Pfarrer Schrimpf obachtet worden ji wahrgenommen, er folgten und unt iefen.-- Bom auftr Nachrichten von wi Sirzenbain, den Direktor der Wein- und Obstbauſchule Oppenheim Fuhr, den Lehrer Schuhmacher von Viern ** ben Regierungsrat Dr. Heinrich von Gießen. ( Auszeichnung.) Dem ordentlichen Profeffor Aus Heffen und Nachbargebieten. i. Wißmar. Aus wahrhaft fleinen Anfängen hat sich in einem Beitraum von wenigen Jahren der Fabritbetrieb der Firma Rinn und Cloos zu Heuchelheim zu einer großen Frankfurt a. M., 19. Nov. Der kommandierende erließ eine Verfügung, in der die aufsichtsführenden Offiziere angewiesen werden, streng darauf zu achten, daß die Unteroffiziere stets mindestens 3 Schritte von der Abteilung, die sie ererzieren lassen, entfernt stehen. ( Der Herr General will damit vorbeugen, daß den Unteroffizieren die Hand nicht so oft ausrutscht". Wer Drtanen, die in bender juristischen Fakultät der Universität Halle Industrie entwickelt. Der Betrieb nahm seinen Anfang mit selbst Soldat war, weiß jedoch, daß die schwersten Bgelegten Ganbbobetttenberg Dr. Rudolf Stammler( einem geb. dem Anfauf der an der Heuchelheimer Haltestelle gelegenen Sachen innerhalb der 4 Wände vorgenommen werden, n. Die Luft war berbessen) wurde vom Kaiser der Charakter als in Farbe und Diebeimer Juftizrat verliehen. Molen jeanarts Der Gießener Storg maulmerbs am letzten Beit bat bie Firma zu Waldgirmes und hier in Wismar ſtattgehabten Wahl von zwei Mitgliedern der Erſten heißt, der Erbsfup in Wüsten verwandel Cang in Dunkelheit tergriffen ein Obbac Staatsanwalt erläßt folgenden Sonntag auf der Streisstraße Grebenhain- Jlbeshausen dächtigen kroatischen Erdarbeiter Veter Rendulic, wurden die Eisenbahne Jobann Sabljad. Wahrscheinlich führt er auch teine, Rauch und jodaß bolt auf den Libariſdis 1.75 Mtr. arok, ichlant, bager, blaffes Geficht, bortTisbruche wir melberg oder nur Anflug von Schnurrbärtchen, träat OhrTätigkeit ununterbrodge( gelbe Plättchen), Haare etwas in die Stirn ge igen, mit dunklem Anzug und hellem Hut bekleidet; Weichsel bei Danzi spricht ganz schlecht deutsch. In Blankenau( Nähe er vasen von Fulda) foll Thäter eine Uhr zum Verkauf an fahrt ist eingefte boten haben. Um eifriae Nachforschungen nach dem auf dem Dujen höter, insbesondere an Bahnhöfen, an Bahnbauten, in inige Dampfer weinbrüchen 2c. wird ersucht. Zu dem Raubmord sei iberrascht und befina& Brebenhain noch Folgendes mitgeteilt: Der RaubBrad Kälte.- Aus Order ift durch die Dazwischenfunft der Gewerbeschüler dem Schwarzen Me Beseittaung der Spuren offenbar aeftört worden. chteten in die Häferpines Auffinden sehr schwer war. Von der Obermobilbroschken aus atsanwaltschaft Gießen und durch die Sektion der ungslosten zu groß he find mehrere heftige Schläge mit einem stumpfen odierte in der Brauffrument und mehrere tiefe Halsstiche festgestellt wobei der Braumeiden. Durch Zerschneiden der Halsschlagader wurde in zweiter Braubur Tod herbeigeführt, dann schnitt der Unhold seinem Eg ermordete die fer noch den Hals ab. das erst kürzlich von wurde, haben starke R Des Flusses verursacht aften Cigarrenfabrik, welche aber bald in einen großartigen Neubau verlegt wurde, indem die alte Fabrik an die Firma Taniel Haas- Dillenburg verkauft wurde. Im Laufe der zwei Filialen errichtet, welche gleichfalls einen großen Aufschmung genommen haben. Die hiesige Fabrik war bisher in Mieträumen untergebracht und im Laufe dieses Sommers ift für dieselbe ein großartiger Neubau geschaffen worden, der unserm Dorfe zur Berde gereicht. war werden die Räume schon einige Beit benust. aber am Samstag Abend waren die Fabrikleiter, nebst Geschäftspersonal hierher ge. tommen, um im Verein mit ihren Arbeitern und der hiesigen Gemeindevertretung die Einweihung der neuen Fabrit vorzunehmen. Im Anschluß an dieselbe wurde in den bisher benußten Räumen eine Festlichkeit abgehalten, die zur vollen Genüge den Beweis lieferte, daß zwischen Arbeitgebern und Arbeitern ein rechtes Verhältnis besteht. v. Rodheim a. Bieber. Der hiesige ältere Turnverein beabsichtigt am 2. Weihnachtsfeiertage in seinem Vereinslokale eine größere Festlichkeit, verbunden mit halten. Die bewährten Kräfte, über die der Verein verfügt und welche sich auch diesmal bereitwillig in den Dienst der guten Sache stellen, sind schon fleißig mit dem Einüben der Stücke beschäftigt. Da der Vereinswirt eine neue Theaterbühne beschafft hat, so steht zu erwarten, daß sich die Aufführung der Stücke in ans sprechender Weise gestalten wird. ** Gedern. Der Bau der Bahnstrecke Greben hain- Gedern wird nun in Angriff genommen, nachdem dieser Tage die Baupläne eingetroffen find. Die ganze, etwa 24 km lange Eerede ist in 2 Lose eingeteilt. Die Strecke in den Gemarkungen Crainfeld, Hartmannshain und Bermuthshain bildet das erste die in den Gemarkungen Gedern und Oberfeemen das zweite Los. Als Bauzeit sind etwa 2 Jahre vorgesehen. Die größten Geländeschwierig. feiten liegen zwischen Gedern und Hartmannshain( 780 m über dem Meere.) Mit dem Beginn der Arbeiten ist der langgehegte Wunsch der Bewohner des Vogelsberges nach besserem Verkehrsanschluß seiner Erfüllung wesentlich näher gerückt. and ihr Liebhaber,**( Stadttheater.) Als zweite Volks. wurden verhaftet. rftellung gelangt am Freitag Ludwig Fuldas Starnberger Sees endes Lustspiel„ Die 3 willingsschwester" gentlud sich im Ha Aufführung. Für Samstag, den 22. d. Mts. on einem früheren& dos Stadttheater von Herrn Direktor Kruse dem urde hierbei getötet: Zeit in Marburg gastierenden Wiesbadener eretten Ensemble des Hern Direktor Marh in den Tiroler& für eine Aufführung der erfolgreichen neuen nieder. Das Feuer erette„ Das süße Mädel" von Reinhardt m eigenen pause angrloffen worden. efinden sich in Das mechanische Theater auf Oswalds. und ihr Bich grg- Garten erfreut sich eines recht regen Besuches. angenehm zu empfinden der Wärme bietet die eftion aber auch alles auf, die weitgehendsten Aniche zu befriedigen. Ein jeden Abend wechselndes aramm führt den Besucher die schönsten Städte nder Erdteile vor Augen, die mit kunstvollem danismus fonstruierten Fiqurchen bringen dem norama lebhafte und natürlich scheinende Abwechserichtsfaal. Bei der nur noch einige Tage währenden AnVor dem Berliner Senheit des Theaters ist der unverzügliche Besuch gegen den früherenfelben, namentlich Kindern, warm zu empfehlen. ehmer Mißlaff beg:( In fa( 1) Vorgestern Nachmittag, etwa 3 Uhr, Korps- Regiment in a ein Arbeiter von seinem Neubaue einige Schritte en Krieg mit Auszeits, alitt aus und brach das linke Bein oberhalb hnte Beziehungen& Knöchels in so scharfer Weise, daß der Fuß im es ihm, eine große en rechten Winkel nach außen stand. Der Verlegte Otterieloosen zu gede zur chirurgischen Klinik verbracht. " Der Winter hat diese Nacht, angethan mit einem cals er am 4. Mail Bleibe, feinen Einzug gehalten: ftill, heimlich balb urde. Es handelt sich toenstunde aus dem Schlaf gerüttelt haben und die UeberBahnprojekt Alsfeld- Hersfeld. Am Montag fand 693 Mr. betrugen, beneung war grok ob der Naturveränderung. Unsere liebe im„ Deutschen Haus" eine Sigung des Eisenbahnegenüberstand. Für dend tummelt sich denn auch schon recht munter auf Eiss Komitees statt, in welcher der Vorsitzende, Herr eine Dividende von Schlittenbahn, doch dürfte diese Freude bold zu Wasser Karl Grünewald 2., über die am 12. November erhandlung war besonde chen Geschäftstrids besaßen, zirkulare geven. äfte und nannte sich Ceicher Mann zu sein, 4. en, und zwar zu Schneewasser. Versäume Niemand, die die einzelnen Teile der Burg. Ein Schriftchen, das mit wo das Auge des Vorgesetzten nicht immer hinsicht. Auf die paar Kasernenhofspüffe kommt es weniger an.) ** 19. am 15. d. am mer der Stände durch den im Großherzogtum genügend mit Grundeigentum angesessenen Adel sind die Herren Oberstallmeister Moritz Riedesel, Freiherr zu Eisenbach, Erzellenz, und Moritz Freiherr von Leonhardi, Kammerherr zu GroßStarben gewählt worden. " ** Aus der Schule. In einer Darmstädter höheren Lehranstalt fragte im Deutschen der Lehrer einen fleinen Jungen nach dem Erfinder des Pulvers. Der Gutenberg hat das Bulder erfunden", antwortete der Gefragte. Sofort streckt ein fleiner eifriger Bursch den Finger und sagt:„ Das Pulver hat der Gutenberg nicht erfunden, der hat die Seife erfunden!" Der verwunderte Lehrer fonnte sich nicht eher diesen sonderbaren Gedankensprung, der in der letzten Antwort log, erklären, bis er erfuhr, daß in Darmstadt eine Seifen fabrit von Gutenberg besteht. ** Limburg a. d. L., 19. Novbr. Auch in unserer Gegend wühlen die Sozialdemokraten für die nächsten Reichstagswahlen. Allerdings mit wenig Erfolg. So sollte z. B. am Montag abend in einem hiesigen Lokale eine Versammlung stattfinden, in der„ Genosse" Dien'r aus Frankfurt a. M. sein Sprüchlein hersagen sollte. Aus Mangel an Zuhörern fonnte jedoch die Versammlung nicht abgehalten werden, sodaß Herr Diener seine Weisheit für sich behalten mußte. Hochschulnachrichten. Freiburg i. B., 19. Novbr. Dem Beispiel der Tübinger Studentenschaft folgend, erläßt die hiesige Burschenschaft einen Aufruf an die satisfattionsgebende Studentenschaft der Universität, in dem sie die Stommilitonen zu einer Versammlung einberuft, worin gegen das Ueberhandnehmen der Pistolenduelle Stellung genommen und über Mittel beraten werden soll, Neibungen zwischen Studenten und Offizieren vorzubeugen und bei den ehrengerichtlichen Berhandlangen für die Gleichberechtigung der Studenten mit den Offizieren zu sorgen. Litterarisches. In den uns bor** Ulrichstein, 19. Nov. Kürzlich hielt Herr Professor Dr. Röschen bier im Saale des F. Pfannstiel e nen eingehenden und fesselnden Vortrag über die Geschichte des Das illustrierte Lieferungsprachtwerf Bergschlosses Ulrichstein. Wie bekannt, wurde das Mauerwerk der Schlokruine in diesem Jahre unter umsich- Weltall und Menschheit", herausgegeben beim tiger Leitung des Herrn Bauassessor Berth in Alsfeld auf Deutschen Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, gegraben und die Fundamente der Bnrg in allen Teilen frei ist jetzt bis Lieferung 16 gediehen. gelegt. An der Hand eines Grundrisses erläuterte Redner liegenden jüngsten 3 Heften sett Prof. Dr. Karl Sapper, der berühmte Geologe, seine außerordentlich spannenden einem Grundriß der Bura, sowie mit 2 Abbildungen der Darlegungen über Erdrinde und Menschheit fort; von felben aus 1591 und 1645 verseben ist, ist in der F. Pfann- besonderem Interesse sind u. a. die Ausführungen über die Geschichte der Geologie. Sehr zahlreich sind auch ftiel'schen Wirtschaft zum Preise von 50 Pig. erhältlich. Die diesmal wieder die Reproduktionen interessanter Starten von dem Vortragenden angeregte Gründung eines Schloßbauvereins, der hauptsächlich den Zweck verfolgen solle, und Darstellungen aus geologischen Werken des 17. u. 18. Jahrhunderts; aber auch die neuesten Reiseden alten Wartturm wieder aufzubauen und zu einem Ausfichtsturm herzurichten, fand solchen Leifall, daß sich sofort die sämtlichen Anwesenden, in der Bahl von 53, zum Beitritt bereit erklärten. unter dem Präsidium des Herrn Finanzminister bahnprojektes Alsfeld- Hersfeld referierte. Der Referent mit Freuden, daß der Herr Minister sein warmes es nach, daß der Angenen Polizeivorschriften zu befolgen, d. h. fleißig Asche Gnauth stattgehabte Verhandlung wegen des Eisenhinwies, daß zu der schl Frost.) In diesem Jahre ist das Frostwetter begrüßte, so schreibt die„ Alsfelder Oberh. 3tg.", es uch noch recht schlimmelen Bauleuten etwas unverhofft gekommen. Die im en seien und es deshalb meinen schwache Bauthätigkeit zwingt manchen Interesse an den Bestrebungen zur Erbauung einer änischen Papiere zu vert rermeister zu arbeiten, um nur den Stamm alter Bahn von Alsfeld nach Nieder- Aula durch persönliches worden und die betr. aber dennoch drollig aus, wenn an einer Mauer, habe. Auf eine Anfrage, welche Stellung die Hessische et. Der Angeklagte haben eingebüllt werden, 9um eventuellen Ber Es Erscheinen im Kreise der Interessenten documentiert apiere sofort verkauft un im Mörtel eingebettete Steine, sofort mit Stroh- Regierung zu dem Bahnprojekt Als feld- Loßhausen - ganz Baby. n den abendlichen Himmel durchleuchten. Man ( Treysa) einnehme, erwiderte der Herr Minister, daß Es den Kunden angezeigt, Als eine Folge der vulkanischen Ausbrüche des sich dieselbe damit noch nicht beschäftigt habe. ie Papiere- die er in Velee auf der Insel Martinique werden von der wurde darauf bemerkt, daß man in Alsfeld mit der Ausvorher verkauft hatte- wissenschaftlichen Welt die eigenartigen Dämmer führung dieser Strecke als Kleinbahn vollständig einver= ei ist es denn bis heute erscheinungen betrachtet, welche seit einigen standen sei, da dieselbe zum größten Teil in preußischem nit. In dem bekannten, ert sich, daß im Jahre 1883 nach den Ausbrüchen weitere Anfrage im Interesse von Kirtorf, ob an eine ebung des Urteils des find sie in wissenschaftlichen Kreisen mit Sicherheit dahin, daß er darüber keine Auskunft zu geben in der be in vollem Umfange agefagt worden, und diese Erwartung hat sich Lage sei. Elektrizitätsgesellschaft Setr. die Nernstlampe wi ge gegen das erste e igkeitsfläger die Kosten Bulfans Krakatoa diefelben Dämmerungserschein auf unserer Erdhälfte aufgetreten sind. Für Soldaten und Lotterie. Aus Anlaß der und nur etwa 4 Kilometer in hessischem Gebiet laufe. Eine Weiterführung der Bahn von Alsfeld nach Kirchhain zu denken sei, beantwortete der Herr Miniſter ** Im Kreise Wetzlar wurden so lesen wir in auswärtigen Blättern- nach der hessischen LandtagsFranz Hoffmann in Berlineneinstellungen sind die Truppenteile beauftragt wahl 12 Versammlungen der Deutschsozialen abgehalten. En den Schlosser Geisleren, den Mannschaften die Militärbestimmungen Ueberall redete der Redakteur Reuther- Offenbach. Die Ven. " beschreibungen und Aufnahmen aus allen Erdteilen haben eine Fülle des Sehens- und Bemerkenswerten zu dem Bilderschmud der Lieferungen beigesteuert. Das ganze Werf umfaßt 100 solcher Lieferungen zu 60 PfgDie lang ersehnte Eruption. Einst begaben sich mit Malutensilien Drei Damen nach Sizilien. Dort auf der schönsten der Inseln Wollten sie nach Herzenslust pinseln. Sie malten auch ganz nett Den Himmel blau, das Meer violett. Und den großen Aetna auch, Mit Lava, Asche und Rauch, Wollten sie malen in Thätigteit; Doch, Freund Aetna nahm sich Zeit. Und als sie gewartet dret Monde schon Auf die lang ersehnte Eruption, Da stand's ihnen doch zu lange an Und sie stürmten schnell den Krater hinan Tief grollend ob der langen Zeit Die er verbracht in Müßigkeit, Warfen die drei ihr Bild hinein, Und da da fing er an zu spei'n. Rätsel. Kaum geboren Schon verloren War's taglang ein Säugetier. Geschäftliches. Von dem bekannten KurJnstitut Spiro- Spero ( Paul Weidhaas), das mit seinen Erfolgen mstände zu 2 Jahren Beteiligung am Lotteriespiel wieder bekannt zu Volkswacht" behauptet, daß die Aussichten in diesem bei Behandlung von den verschiedensten Asthma und Tautere Beziehungen zu tie nur mit Genehmigung des direkten Vorgesezten deutschsoziale Reformpartei die besten seien. hatte seine Ehefrau im ersucht auf diesen brei Re er ist aber jest vollständ tet. Donach ist den Soldaten das Spiel in der Wer dem zuwiderhandelt, kann nur mit bestraft werden. Wer ohne Erlaubnis in einer peffen 2c. bei botenen Lotterie spielt, wird mit gem Arrest bestraft. Kreise bei den bevorstehenden Reichstagswahlen für die ** Frankfurt a. M, 19. Mrbbr.( Kriegsgericht der 21. Division.) Der Musketier Räuchler von der 4 Komp. 166. Inf. Regts,( Hanau) hat in der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie gespielt. Da dies Lungenleiden ſeit 1881 wiederholt das öffentliche Prospekt bei, den wir der Beachtung unserer Leser empfehlen. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bei der gegenwärtig herrscher ben falten Bitterung sehen wir uns veranlaßt, auf die nachstehend abgedruckten Beftim mungen des Lofal Reglements betr. bie Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen und Bläse, sowie die Reinhaltung der Ranäle in der Provinzialhauptstadt Gießen vom 10. Rovember 1879 zu verweisen mit dem Bemerken, daß die Schuhmannschaft aur Ueberwachung angewiesen worden ist. Gießen, 19, November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Steins Garten. Junger Sausburge Donnerstag den 20. November: 1. Abonnements- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf. Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Krauße. Spielplan: Fr. Hennings, Celterswea 14. in most. Simmer p Pismarfftr. 17. chön möbl. Simmer fofor später zu vermieten. Näb. Marktstraße Nr. Tücht. Hausbursche Ein großes unmöbliertes sofort gesucht. gesucht. Von wem sagt die Erb. Laufmädchen Weftanlage 5 bart. Tüchtiges Mädchen bom Lande alsbald gesucht. Ludwigftr. 67 II. Sunger höherer Beamter Privat- Mittags1. Dubert. Euryanthe, Weber, 2. Prolog a. d. Bajazzo, Leoncavallo, 3. Fantasie für Piston, Hartmann, 4. Ungarische Rhapsodie, Liszt, 5. Sinfonie Es- dur, J. Haydn, 6. Dubert. Undine, Lorging, 7. Mein Traum! wünscht und Zimmer ju vermieten. Mr. 271 nement preis: mms Haus gebracht 60 Gratisbeilagen Ob COberbeffische Bettich lirted Simmer Kirchenpl. Nr. Stephanstraße Gartenbau, sowie die mieten. Möbl. Zimm mit Kabinet zu vermieten, Wunsch mit Koft. Neuentea 36, 11. 6 one 3 Zimmerwo Betreffend Die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen. Walzer, Waldteufel, 8. Variationen über d. Lied: Wenn Abenbtisch. Offerten unter 2454 mit Küche und Bubehör zu ver Hur Binterzeit gelten noch weiter folgende Bestimmungen. a) Sobald Glatteis entsteht, muß, soweit die Hofraithen mit Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grund. ftüden an der Straße oder an öffentlichen Blägen liegen, ber Fukpfab, oder, wenn fein Fußpfad vorhanden ist, die Straße zwei bis drei Fuß breit mit Asche oder Sand genügend bestreut werden. Entsteht das Glatteis Awischen 7 Uhr Morgens und 9 Uhr Abends, so muß sogleich, längstens mit Ablauf der ersten halben Stunde nachher, entsteht es aber in der Nacht, bis 7%, Uhr Morgeng gestreut werden. b) an den auf die Straße gehenden Dadfandeln, Gossen. steinen und sonstigen Able tungen des Wassers nach der Etraße 2c. muß das auf den Straßenpflastern oder Fuß. pfaben angesezte Eis auf Aufforderung Großherzoglicher Bolizeiverwaltung aufgehauen und weggeschafft werden. c) Außerdem ist bei Frostwetter dafür zu sorgen, daß das etwa vom Innern der Hofraithen ausgeschüntete Wasser nicht durch die Floßrinnen auf die Straße laufen kann. d) Bor den öffentlichen Brunnen ist, so oft es nötig er. scheint, aufeisen und mit Asche oder Sand bestreuen zu lassen. e) Bei eintretendem Thauwetter sind nach Aufforderung der Lokalpolizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentliche Bät und insbesondere Floßrinnen aufeisen, fehren urd Schnee und Eis alsbald von den Straßen entfernen zu lassen. 1) Tas Fohren mit kleinen Schlitten und das Schleifen auf öffentlichen Blägen und Fußpfaben ist untersagt. Wnn biesem Berbote zuwider dennoch Schleifen entstehen, so find bi jenigen, welchen die Reinigung überhaupt oblicat, auf Auffordern der Bolizeibehörde verbunden, die Schleifen ber Asche Meyerbeers Opernmelodien, Fantasie, Schreiner. wir durch die Straßen ziehen, Lur, 9. Perlen aus Anfang präcis 8 Uhr. Ich habe mich in Gießen als Arzt Eintritt 50 Pfg. niebergelassen. Meine Wohnung befind t sich Ludwigstraße 38, part. Sprechstunden: Vormittags 8%, bis 10 Uhr, nachmittags 2 bis 4 Uhr. Sonntag nur vormittags. Dr. Geyer, prakt. Arzt. Neuheiten in Pelzwaren Massen- Auswahl B lligste Preise Muffe, Boas, Colliers, Kindergarnituren etc. empfiehlt J. Kaan Jr. Kreuzplatz 10. Kreuzplatz 10. entw bit mt. Cand aber Ajde tüchtig betreuen, ober Zum Todenfest aufhauen zu lassen. g) Beim chneefall muß länas ber Sofraithen mit Einschluß de Höfe, Gärten und sonstigen Grundstüden auf dem Bankete, ober wo fein solches vorhanden ist, auf der empfehle in großer Auswahl Kränze und Kreuze Straße ein 3 bis 4 Fuk breiter Pfad rein gelehrt und in geschmackvollster Ausführung und billigsten Preisen. bies bei fortdauerndem Schneefall so oft als nötig wiederholt werden. h) Schnee und Eis darf aus dem Innern der Hofraithen nicht auf die Straße gebracht werden, ohne daß für augenblidliche Begshaffung gesorgt wird. § 6. Eduard Rieger, Handelsgärtner, Asterweg 3. Winter- Schuhe u.-Stiefel " " "" find in großer Answahl eingetroffen und empfehle Damen- Filz Pantoffel m Ledersohlen von Mt.0.65 an. a gesteppt 1.00, mt Absatz 125" braun, rot, von it. 2.75 an. ,, Filz- Stiefel m. Besaz u. Absaß.. " " Für Befolgung der rorstehenden Bestimmungen find bei Brivatgebäuden, Gärten, Höfen oder sonstigen Grundstüden die Eigentümer derfelben oder diejenigen, welche der Polizeibehörde desfalls als deren Stellvertreter bezeichnet werden bei öffentlichen Gebäuden, Gärten, Höfen oder sonst gen Grundftüden die Borsteher, Verwalter, Pächter oder sonstige Berfonen, welchen die Reinigung 2c. überhaupt übertragen ist, allein verantwortlich. Die Reinigung derjenigen Straßenftreden, wozu nach vorst henden Vorschriften für einen Andern teine Berbindlichkeit befteht, ferner bie Reinigung der öff nt- Herren- Pantoff I lichen Bläge und Biüden, soll auf Roften des Fistus, resp. der Stadt geschehen, soweit sie in deren Eigentum stehen. Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Louis Labroisse ist Brennmaterial an arme Familien zu vergeben. Bewerbungen werden auf dem Bureau des Armenamts( 3immer Nr. 4 der Bürgermeisterei) bis zum 26. d. Mts. entgegengenommen. Gießen, den 18 Rovember 1902. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. an die Erb. b. VI. Als Leichenfrau hält sich beftens empfohlen Frau Schuchard, Afterweg. 7. 1 Handwagen zu verkaufen. Karl Malkomeslus, Neuenweg 27. Wak Wirkt Wunder Bahnhofstr. 2. Labe chön wöblirtes Simme Schön Näb. Luwiasolas 8 p Geräumige 4- Zimmerwor event. mit Gartenanteil, blat, zu vermieten, bertebbar fort. Piebiaftrake 5 Kleine Familienwohnun fort zu vermieten. Näb. Tiefenwea Nr. In dem früber Loos Hause, Sonnenstraße 30, it Laben mit Wohnung zu berm Räberes bei der Bürgermei Bimmer 15. Groß. Edlade elektrisch. Licht, per sofort m mieten. Lömengañe In unserem Neuba Wilb Herrschaftswohnungen Das Blatt erfcheint 2 für Ober Drie Hochburg - Gines F Die Barijer fühlen Da utfchen wieder einmal ept ein neues Gedan au betrachteten: den Mode ftraße 12 baben wir ele Stolz als die ureig 7-10 3immern mit ben föinlich mit Schmerz tonj Einrichtungen per sofort auch softädten Toilettenwund aubermieten. 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