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Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Infectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Politische Nachrichten. Der Kaiser in Homburg. Homburg, 19. August. In Anwesenheit des Kaiserpaares fand heute Vormittag um elf Uhr die Einweihung des Kaiserin Friedrich- Denkmals statt. Außer dem Kaiserpaar waren anwesend der Kronprinz, Prinz Joachim und Prinzessin Viktoria Louise. Der Kaiser in der Uniform der sogenannten Totenkopf- Husaren schritt die Front der von dem 80. Infanterie- Regiment gestellten Ehren- Compagnie ab. Bekanntlich war die Kaiserin Friedrich Chef dieses Regiments. Der übrige Teil des Regiments war hinter dem Denkmal aufgestellt. Nach Abschreiten der Front begab sich der Kaiser mit dem Gefolge nach dem Kaiserzelt, in welchem als Ehrengäste noch der Feier bei wohnten: Der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen, der Prinz und die Prinzessin von Schaum burg- Lippe, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland, der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, sowie auch der Herzog von Cambridge. Hierauf wurde der Kaiser durch den Vorsitzenden des Denkmals- Ausschusses, Herrn Dr. Rüdiger begrüßt. Nach der Ansprache desselben fiel die Hülle, des Denkmals unter dem Präsentieren des versammelten Militärs. mals unter dem Präsentieren des versammelten Militärs. Nun ergriff der Kaiser das Wort, in dem er in längerer Rede ein Lebens- und Charakterbild seiner berstorbenen Mutter entwarf. Hierauf trug ein Schülerchor ein von Direktor Schulze verfaßte Weihelied vor, worauf der Bürgermeister von Homburg, Dr. Ritter bon Mary, ein Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Kaiser ließ nach der Weihe verschiedene Herrschaften zu sich bitten, von welchen folgende Herren ausgezeichnet wurden: Der Landrat des Kreises Homburg, von Meister, erhielt den Hohenzollerschen Hausorden, der Bürgermeister Dr. Ritter von Marr wurde zum Bürgermeister Dr. Nitter von Marr wurde zum Oberbürgermeister ernannt, der Bildhauer phues, der Schöpfer des Denkmals, erhielt den Kronenord en dritter Klasse und der Vorsigende des Denkmal- Ausschusses, Dr. Nüdig den Roten Adler Orden vierter Klasse. Kurz vor 1 1hr war die Feier beendet. Es folgte dann ein Vorbeimarsch des ge= famten 80. Infanterie- Regiments vor dem Kaiser. Um 2 Uhr fand im Königlichen Schloße eine Frühstückstafel zu 60 Gedecken statt, zu welcher die Spitzen der Civilund Militär- Behörden, sowie auch die Herren vom Denkmal- Ausschuß geladen waren. In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.) ( Fortsetzung.) " In Klaino, Graf, das ganze Schloß ist ein Lazarett." " O, diese Folter hierher, von Trautenau", stöhnte er. „ Trautenau?" Seitdem liegen Sie schon-?" Der " Nein, nein, vorgestern Nacht zweites Gefecht schrecklich Stockfinster fie fagen, ich sei allem Anschein nach von einer Granate so furchtbar zerrissen Ach, Maria, mit mir ist's aus Er flüsterte fast unverständlich. " Joseph! Vetter! Sie haben wenigstens als Soldat-." „ Ach was! Als Soldat wollten sie mich nicht; Schlachtenbummiler! trug wenigstens hier und da den Leuten Munition hin und da in der Nacht ich weiß nur noch, es waren ganz enge finstere Straßen- das verwünschte das unglückliche Volf; es unterschied nicht Freund und Feind von ach, nein einander fürchterlich aus den Häusern, den Fenstern, von den Dächern warfen sie's und auf die Köpfe und dann weiß ich nichts mehr, mir ist, als wär alles Feuer- Feuer-." - Sie nezte seine brennenden Lippen mit Eiswasser. Er lag in tödlicher Ermattung, aber er hielt sie mit den Augen fest, bewachte sie angstvoll. Eine Weile schlummerte er ein. Plöglich war er wieder „ Ist Burkard hier auch?" fragte er fie. Nein! Jft er verwundet?" Sie konnte vor Herzs Elopfen kaum einen Laut hervorbringen. ganz wach. - - : ,, Königgräs- Bein ab-. Wissen Sie's nicht?" Sie verneinte stumm. Mit höchster Anstrengung erstiate fie einen lauten Schrei. Lenette ist bei ihm", sagte er. Lischa? Lischa und Tante Cäcilie! Gottlob!" , Unsinn! Lenette! seine Lenette!" ,, Welche- Le- nette-?" Die Mertoni! Seine Freundin! Aber das weiß doc alle Welt!" „ Wer ist sie denn? Lischas-?" .Soubrette, pflegt ihn schon seit Königgräs." - Das Ergebnis des Reichshaushaltes für 1901 wird vom Reichsanzeiger veröffentlicht. Im Ganzen find an ordentlichen Einnahmen, soweit sie dem Reiche verbleiben, 27,393,413 m. weniger eingegangen. Da die Mehrausgaben 21,029,317 m. betrugen, so ergiebt das Rechnungsjahr 1901 einen Fehlbetrag von 48,422,783 Mart. Zum Ableben des sächsischen Kriegsministers v. d. Planit wird den" Dr. N." noch aus Hofteritz gemeldet, daß der Tod sanft und ohne jeden Todeskampf erfolgte. Der Zustand des Ministers war in den letzten Tagen stationär geblieben, weder eine Besserung noch eine Verschlimmerung war eingetreten. Dienstag Vormittag 11 Uhr traf König Georg in Begleitung des Grafen Pillnitz zu Fuß in Georg in Begleitung des Grafen Pillnitz zu Fuß in Hosteriß ein, um den Hinterbliebenen des Ministers seine Beileidsvisite abzustatten. Der König, welcher vor der Villa von der Tochter des Verstorbenen empfangen wurde, sprach unbedeckten Hauptes in kurzen Worten sein Beileid aus und verblieb alsdann noch ca. 20 Minuten in der Villa. - Als Nachfolger des verstorbenen Kriegsministers von der Planiz wird der Militärattachée Bithum, sowie der kommandierende General Treischke genannt. 2 Gendarmen, 2 Soldaten und 1 Polizeikommissär berParis, 19. Aug. In Saint Méen wurden gestern darmen die Rippen eingeschlagen. 5 Männer und 3 Frauen wundet. Einem Bauern wurde die Nase und 2 Genshalten. Gegen 1 Hausbefizer, 1 Journalisten und 1 Briefter wurden verhaftet, aber nur zwei Verhaftungen aufrecht erwurde ein gerichtliches Verfahren wegen Aufreizung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt eingeleitet. des Loire- Beckens ist gestern abend von dem Präfetten Der Vorsigende des Grubenarbeiterverbandes empfangen worden. Derselbe erklärte dem Vorsitzenden, die Grubenbesizer seien entschlossen, die angekündigte Lohnherabsezung zurückzuziehen. hat sich gestern erschossen. -Der Privatsekretär des Abgeordneten Rovannet Herren und nicht Herren. Eine er schreckende Nachricht kommt aus Südafrika nach einem Telegramm des„ Daily Expreß" in London. Danach haben die englischen Beamten zwar guten Willen, sie sind aber den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Südafrika, zumal in Johannisburg, nicht gewachsen und es droht dort ein wirtschaftliches Chaos auszubrechen. Die Menschenanhäufung in den Küstenstädten seien beispiellos, die Behörden wissen nicht, was sie anfangen sollen. Das Innere Afrikas sei von Dewet und Delarey wurden bei ihrer Ankunft von Rotterdam, 19. Juli. Die Buren- Generale Botha, sozialen und industriellen Schwierigkeiten überschwemmt. Die mittleren Klassen des Landes bringen ihre Frauen, einer tausendföpfigen Menge enthusiastisch begrüßt. Töchter und jungen Kinder an die Küste, da das Leben Mittags_reisten die Generale nach dem Haag und be- in Johannisburg unerträglich sei. Krüger einen Besuch in Utrecht ab.- Die Generale suchten Steijn in Scheveningen. Morgen statten fie erklären in einem Schreiben an die Blätter, daß sie in gesprochen und Steijn einen Besuch abgestattet hätten. Holland keine Besuche machen dürften, bevor sie Krüger Sie beabsichtigen sobald als möglich nach London zurückzukehren. Zahlreiche Einladungen und Glückwunsch telegramme find ihnen zugegangen Mittwoch nach Spaa, um der Königin einen Besuch abzuBrüssel, 19. Aug. Der König begiebt sich nächsten statten. Rom, 19. Aug. Der Chef des Generalstabes der italienischen Armee, Graf Saletta wird den Herbstmanövern der deutschen Armee beiwohnen. ,, Und Tant Cäcilie-?" ,, Sie suchte ihn; ich habe ihr aber nichts gesagt." Maria ging ein furchtbares Licht auf. Jetzt wollte mußte sie alles wissen. „ Er liebt diese- diese Pers-?" fragte sie mit ruhiger Stimme. Natürlich! Sie will ihn heiraten, sagt man! Sie läßt ihn nicht los--. Ah?- was ist Maria?" Was war's groß? Eine junge Pflegerin war schwach geworden. Nicht ohnmächtig, o nein! Nur eine kurze Ruhe und fie war wieder ganz frisch. Mit bleichen Lippen ganz aufrecht stehend und mit einem allerdings erzwungenen Lächeln nahm sie es an, daß man sie ablöste. Und dann dann einen einzigen Moment allein! Dann fant sie auf das Bett, das man ihr angewiesen wie tot. - Lenette hieß sie! Lenette Mertoni Soubrette! Und sie wollte ihn heiraten-!- O, darum war sie ihm so gleichgültig? Keine Sekunde schlief fie. Als sie am anderen Morgen ihren Dienst antrat, sagte der Oberarzt: Ihre Kräfte reichen nicht aus! Ich beurlaube Sie!" " Sie reichen! Ich bin stärker als Sie denken, Herr Oberarzt! Lassen Sie mich hier", bat sie mit seltsam feſtem Willen im Blick. Nr. 9 ist ein Verwandter von Ihnen?" " Ja, ein Vetter zweiten Grades." " Steht er Ihnen auch sonst noch nahe?" Nein, Herr Oberarzt." „ Warum also die Schwäche?" „ Er erzählte mir von einem anderen- Und der ist nicht hier?" „ Nein, Herr Oberarzt." Gut, thun Sie Ihre Pflicht wie bisher. Nr. 9 ist zur Operation gebracht und bleibt in einem der anderen Säle. Sie gehen nicht hin." Wohl, Herr Oberarzt." Mitte Jult- Ende Juli war gekommen! Im Parte von Klaino schlichen Genesende, Invaliden, die noch immer nicht aus der ärztlichen Behandlung entlassen werden Studenten unruhen beteiligt geweſenen Studenten Der Zar hat den meisten an den jüngsten Moskau beteiligt gewesenen Studenten begnadigt. Baren sind fast sämtliche an den Februarunruhen in die Strafe erlassen. Durch ein weiteres Dekret des Die 6. Sigung der hessischen Handwerkerfammer. ( Wegen Raummangel in der gestrigen Nummer erfolgt die Veröffentlichung erst heute.) Zunächst weist der Vorsitzende F. Falt- Mainz darauf hin, daß man mit den Gesellen- Prüfungen sehr gute Resultate erzielt habe, da man ca. 1500 Brüfungen abgehalten habe; den Ausschüssen gebühre dafür besonderen Dank. Auch die Vorbereitungen zu den Meisterprüfungen lassen gute Erfolge erhoffen. fonnten, zwischen den üppig blühenden Rosen umber; jest fast nur noch Desterreicher, denn die Preußen waren, sofern ihre Wunden es nicht unmöglich machten, bereits eingewechselt. Sie waren gerne gegangen, denn die Heimat und heimatliches Fühlen lodte fie, noch lieber sah man sie scheiden, denn noch waren die Schmerzen so bitter und heiß für jeden Patrioten, als daß man sie dem siegreichen Feinde so recht hätte vergessen können. Desterreichs bestes Blut war in Strömen geflossen, bas mußte erst verwunden werden. Kam doch erst jest bie Größe des nationalen Unglücks Oesterreichs Söhnen erst ganz und voll aum Bewußtsein. Dennoch drängte sich das Leben mit seinen Forderungen unwiderstehlich in die gewohnten Bahnen, und wie Gewohnheit und Behagen meist unzertrennlich sind, so strebte bewußt und un bewußt alles in dieselben zurüc. Statt der in der Eile dankbar entgegengenommenen Hülfe der freiwilligen Krankenpfleger hatte man jezt aus allen Teilen des Reichs geschulte Kräfte herangezogen und fonnte die Frauen und Mädchen aller Stände in ihre Heimat entlassen. Auch Maria von Wazlam war frei geworden und blieb jent in Klaino nur, weil sie eben nicht recht wußte wohin, denn in Strapolno hatte sich inmitten dieser Striegszeit alles in einer Weise verändert, die für sie die Rückkehr dahin vorläufig unthunlich machte. Herr Gürtler fam eines Tages, es mochten nun wohl zwei Wochen her sein, sehr aufgeregt zu ihr nach Klaino. Was sollte er thun-? Sie war die einzige, welche ihm raten konnte. Der Kanonendonner von Königgräß war noch faum verhallt und ganz Böhmen noch in Bulverdampf gehüllt, von Schreckens- und Wehgeschrei erfüllt, als eines Nachmittags ein großer Reisewagen, ganz mit Stoffern beladen, vor dem Strapolnoer Schlosse hielt und ein fahlföpfiger, ältlicher Mann, knochig und mager, mit harten, groben Zügen ausstieg und nach dem Herrn desselben fragte. Er sprach ein mit viel fremdartigen Ausdrücken gemischtes Deutsch, sah auch in Kleidung und Manieren so fremdartig aus, daß der Gärtner, welcher zufällig der erste war, der ihm entgegen fam, nicht anders dachte, als er gehöre zu den verhaßten Feinden. Und doch starr und ganz verdugt schaute er den fremden Herrn an, der nach dem toten Herrn des Schlosses fragte und demselben Toten doch so ganz merkwürdig- so erschredend ähnlich sah. Dieselbe harte edige Physiognomie! Der table Stopf, bie eigensinnige Stirn ( Fortsetzung folgt). Sekretär Engelbach gibt eingehenden Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes; die Rechnung habe nach Prüfung durch die Oberrechnungsfammer feinen Anlaß zu Beanstand ungen gegeben; in verschiedenen Fragen gab der Vorstand Gutachten an die Regierung ab, besonders bezüglich der Zugehörigkeit der Weinküfer zum Handwerk, Vorbereitungen im Hufbeschlaggewerbe, Höchstzahl der Lehrlinge im Buchdrucker gewerbe. Eine Eingabe des Conditorei- Verbandes bezüglich des Verbotes des Hausierens mit Speise- Eis wurde unterstützt. Einzelne Meisterprüfungen haben bereits stattgefunden, die weiteren sollen im September und Oftober stattfinden. Auch auf dem Gebiete des Lehrlingswesens und wegen unberechtigter Führung des Meistertitels trat der Vorstand in vielen Fällen ein. hilfe in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts-| Vorstandswahl, die geheim erfolgte. Wiedergewählt wurden barkeit einschließlich der Grundbuchanlegung. Nr. 28 die Lehrer Wertheimer- Heldenbergen, Oppenheimer dess. Amtsblattes vom 4. August enthält ein Ausschreiben Darmstadt, Mary- Alsheim, Weinberg- Bürgel, Sa ljoan die Justizbehörden, betreffend die Ausführung der mon- Sprendlingen( Rhh.) und Stern- Echzell; neugewählt Gerichtsvollzieherordnung. wurde Rothschild- Worms. ** Die an den Kanalbauten in Ausstand getretenen Erdarbeiter werden nicht wieder eingestellt. Es waren keine 50 sondern nur 20. ** In der Versteigerungswut hatten sich heute morgen zwei Kauflustige für„ billiges" Geld Tische erstanden. Mit der teuren Last auf dem Rücken wollten sie eben heimwärts trotten- als der Kellner des Lokales, in in dem versteigert wurde, wie die Themis hinter ihnen hereilte. Sie hatten die Tische des Wirtes mit erUeber die Einführung des Instituts der Bewischt. auftragten, welche die Ausführungen der Beschlüsse der Handwerkskammer überwachen sollen, entspann sich eine längere Debatte, nach der man den Vorschlag des Regierungs- Kommissärs Dr. Usinger annahm, ausnahmsweise zur Kontrolle der Lehrlingsverhältnisse die Polizeiorgane zur Hilfe zu nehmen, da Eile Not thue, wenn nicht die ganzen Kammerbeschlüsse Not leiden sollen. Um allen Schärfen die Spize abzubrechen, soll diese Kontrolle zeitig genug vorher hinreichend öffentlich bekannt gemacht werden. Spenglermeister Rockel- Darmstadt berichtet über die Einführung des Befähigungsnachweises für die Baugewerbe. Die durch den Vorstand vorgeschlagene Beantwortung des ministeriellen Fragebogens wird gutgeheißen, und man spricht sich prinzipiell für den Befähigungsnachweis für den Beruf der Maurer, Zimmerer, Steinmeze, Weißbinder, Stukateure, Bauschreiner, Bauspengler, Installateure, Brunnenmacher, Bauschlosser, Bauschlosser, Dachdecker und Glaser aus. Ein Antrag auf Berücksichtigung der seitherigen örtlichen Verhältnisse wird nach längerer Debatte abgelehnt. ** Landeslehrerverein. Die diesjährige Vertreterversammlung des hessischen Landeslehrervereins, sowie die Hauptversammlung des Vereins provisorisch angestellter Lehrer zur gegenseitigen Unterstützung in Krankheitsfällen wird am 1. Oktober im Kötherhof zu Mainz mit folgender Tagesordnung abgehalten: 1. Jahresbericht für den Landeslehrerverein und den Verein prov. angest. Lehrer in Krankheitsfällen. 2. Rechnungsablage der beiden Vereine pro 1901. 2. Beratung und Festsetzung des Voranschlags pro 1903 und 4 Beratung und Beschlußfassung über Anträge. ** ** An dem Zuchtviehimport des landwirtschaft lichen Provinzialvereins für Oberhessen aus der Schweiz findet von seiten der Gemeinden und Landwirte eine recht rege Beteiligung, statt. G sind nämlich bis jetzt gegen 30 Rinder und gegen 60 Biegen, vorherrschend männliche Tiere, bestellt worden. Die Einkaufskommission, bestehend aus den Herren Dekonomierat Leithiger, als Vertreter des Vorstandes und Geschäftsführer des Provinzialvereins und Bürgermeister Gußmann( für den Ankauf von Ziegen), ferner den Herren: Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt Gießen und H. F. Rodemer- Angersbach( für den Ankauf von Rindern), ist in diesen Tagen in die Schweiz abgereist, um die Ankäufe vorzunehmen. Die Versteigerung unter den Bestellern findet voraussichtlich gegen den 30. d. M. in Gießen statt. Jahnfeier und deutsches Turnfest. Der GauAusschuß der Frankfurter Turnerschaft hat in seiner Sizung am Montag beschlossen, die in Aussicht genommene Jahnfeier in zwei Teilen vorzunehmen. Am 15. Oktober, dem 50. Todestage Jahn's, wird Abends 8 Uhr in der Paulskirche in feierlicher Weise die vom Gau gewidmete Gedenktafel enthüllt und über geben werden. Die Weiherede hat Pfarrer Werner übernommen. Am folgenden Samstag, den 18. Okt., soll dann in einem größeren Saal eine Gedenkrede gehalten werden. Bei dieser Gelegenheit werden die Sieger vom Gauturnfest verkündigt. Das Gauturnfe ft wird deshalb später als vorgesehen veranstaltet und zwar am 28. September in einer der Turnhallen. Die Frankfurter Turnerschaft hat nunmehr ein Schreiben an den Vorsitzenden der deutschen Turnerschaft Dr. Die Abrechnung pro 1901/02 wird gutgeheißen und Ferd. Goetz abgesandt, in dem sie sich um die lleber auch der Voranschlag pro 1903/04, welcher mit 23 320 Mtnahme des deutschen Turnfestes im Jahre abschließt, genehmigt. 1907 bewirbt. Ueber das Genossenschaftswesen berichtet Direttor Pa ech: Er fordert zur Gründung einer CentralGenossenschaftskasse für das ganze Großherzogtum Hessen mit Anteilen von 200 Mt. auf und weist darauf hin, daß man im Interesse des Handwerks dem Vorgehen anderer Vereinigungen folgen und baldigst vorgehen müsse; ca. 20,000 Mt. seien schon gezeichnet. Mitglied Rosen berichtet über neugebildete GesellenPrüfungs- Ausschüsse. Das Recht, Gesellenprüfungen abzuhalten, wurde erteilt: der freien Spengler- und Installateur- Innung Worms, der freien Dachdecker- Innung für den Kreis Friedberg in Assenheim, den Ortsgewerbevereinen: Groß- Zimmern, Ingelheim und Gau- Algesheim. Prüfungs- Ausschüsse sind errichtet worden: bei der Barbierund Friseur Zwangsinnungen Bingen und der für die Landgemeinden des Kreiſes Mainz in Kostheim und der Fleischer- Zwangsinnung für den Landkreis Worms in Hamm. Ein diesbezügliches Gesuch des Handwerkervereins Reichelsheim wird abgelehnt, da die gesetzlichen Vorbedingungen hierzu fehlen. Ueber die Umbildung der Fortbildungsschulen in fachliche Fortbildungsschulen berichtet der Vorsitzende und giebt dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Kammermitglieder recht eifrig an der baldigen Um gestaltung beteiligen, zudem man in vielen Städten geradezu großartige Resultate erzielt habe. In Hessen sei ja der Anfang gemacht, doch müſſe man im Interesse des Handwerks eifrig weiterarbeiten. Gegenüber der von der Handwerkskammer Breslau angestrebten Alters- und Invaliditäts- Versicherung der selbständigen Handwerker verhält sich die Kammer vorerst ablehnend. Die Lehrzeit im Uhrmachergewerbe wird auf Vorschlag des Verbandes auf 4 Jahre festgesetzt. Der von dem Vorstand herausgegebene Leitfaden für die Meisterprüfungen wird allseitig bezüglich seiner Ueber ficht und Billigkeit( 75 Pf.) als praktisches Werk anerkannt. Gründung entwurf, be bedarf, liegt 1 Borfigen qualifitation Der Hausbe gebildet. S ftreitigfeite weges und Mietsschie und Miete dazu verpf Weiher Unglüds Frau und 1 mußte bei einen heftig auf einmal wobei der nach dem Verblutung ** Ob ** Fortbildungskursus. In der Zeit vom 10. bis 17. September d. Js. findet im Gebäude der Technischen Hochschule zu Darmstadt ein sechstägiger Fortbildungsfursus für Lehrer und Lehrerinnen des Großherzogtums Hessen statt. Für diesen Kursus ist Here Professor Ziegler aus Straßburg gewonnen, der in sechs aufeinander folgenden Tagen nachmittags von 4 bis 6 Uhr Vorträge aus dem Gebiete der Pädagogik halten wird. An dem im Juni stattgehabten, von Herrn Professor Dr. Berghoff- Ising zu Darmstadt geleiteten Kursus nahmen über 400 Lehrer aus allen Teilen Hessens teil. Die Anmeldungen zu dem bevorstehenden 2. Kursus sollen noch weit zahlreicher erfolgt sein. Von verschiedenen Kreisschulfommissionen wurde bereits bekannt gegeben, daß die an dem Kursus teilnehmenden Lehrer an den betreffenden Nachmittagen beurlaubt sind. Der Beitrag eines Teilnehmers beträgt nur 4 Mark. Der Ueberschuß ist für wohlthätige Zwecke bestimmt. für Obftber bom 11. bis die Vorwod reiche Abich verzeichnen, zu wünscher legtere, find mäßig went Sorten sehr ift. Die Du wie folgt: beeren Mt. Mt. 18-20 Mr. 8-14, ** Soeben ist das Gesetz über die Errichtung einer Landeskreditkasse erschienen. Wir entnehmen ihm, daß diese Landeskreditkasse im Falle des Bedürfnisses die darlehnsweise Leistung solcher Geldmittel gewähren soll, welche zum Schußze gegen Ueberschwemmungen, zur Be- oder Entwässerung von Grundstücken, ferner zu den, in dem Gesetze über die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer, sowie in dem Gesetz über die Feldbereinigung bezeichneten Zwecken oder zu Aufforstungen verwendet werden sollen. Des Weiteren ist die Landeskreditkasse ermächtigt: 1. an Gemeinden oder weitere Kommunalverbände zur Bestreitung von Grunderwerbskosten und Geldbeiträgen zum Bau von Nebenbahnen, sowie der Grunderwerbs- und Baukosten von neuen Kreisstraßen, zur Bestreitung der Kosten der Neuanlage von Wasserleitungen, der Errichtung von Schulhäusern, sowie nötiger gemeinnütziger Anstalten, und 2. zur Förderung der Erbauung von Wohnungen für Minderbemittelte, nach Maßgabe der Bestimmungen des hierüber zu erlassenden Gesetzes, Darlehen zu gewähren. Aus Hessen und nachbargebieten. er § Rodheim a. d. B. Einem hiesigen Geschäftsmann passirte bei seinem Nachhausekommen etwas recht unangenehmes. Als derselbe die Hausthüre verschlossen fand wohnt auf Miete stieg er, nachdem er vergeblich geflopft, zum Küchenfenster hinein. Der Hausherr war nun durch das entstandene Geräusch erwacht und glaubte jedenfalls, es feien Diebe oder dgl. eingestiegen; er rückte deshalb dem vermeintlichen Einbrecher mit dem Revolver auf den Leib und sollen die Thürfüllungen etc. glücklicherweise die Kugelfänge abgegeben haben. Der so erschrockene Mieter hatte sich in den äußersten Winkel zurückgezogen um aus dem Bereich der Geschosse zu kommen. Die Versteigerung des Vortanzes in Hessen. 2. Heft der„ Hessischen Blätter für Volks kunde", in denen die hervorragendster Gelehrten der Universität Gießen interessante Beobachtungen aus dem Leben hessischen Volkes sammeln, bringt u. a. Lesenswerten einen Aufsatz von O. Schulte( Beuern) Kirchweih im Vogelsberge", in dem man fast alle die Momente wiederfinden kann, welche sich auch bei den ungarischen Schwaben erhalten haben. Ja, am ganzen Mittelrhein von Jülich bis in die Pfalz und namentlich in der Wetterau ist die öffentliche Mädchenversteigerung" zur Kirmes nachweisbar. Seit dem 15. Jahrhundert sind Belege dafür zu finden, und fie ist aus dem uralten deutschen„ Mailehen" hervor gegangen. Dafür spricht auch der noch in Schwalm übliche Ausdruck Lichstrauß": Die Maifrau schmückt den Hut des Burschen für den Tag mit Bändern und Blumen. Durch dieſe ſymbolische Handlung wird für Beide die Verpflichtung ausgedrückt, im Laufe des folgenden Jahres nur mit einander zu tanzen. Giebt der Bursche den„ Liehstrauß"( Lieh= Lehen) weiter, so darf der Besizer desselben mit dem Mädchen tanzen. Wie im ungarischen Schwaben hat die Versteigerung auch in Hessen vor Allem den Zweck, die Kirchweihkosten, welche die Burschen tragen, aufzubringen. In Großen- Bused z. B. ziehen die Burschen eines Abends auf den Hohberg mit einem Fäßchen Bier und vielen Wecken. Dort werden nun die Mädchen versteigert. Komisch ist, daß, nachdem die Burschen sich jeder ein Mädchen ersteigert haben, der Rest der Mädchen in comulo verstrichen und für ein paar Pfennige dem Meistbietenden zugeschlagen wird. Ganz ähnlich ist es in Beuern. Doch hier stehen die Bräuche, auch in Nieder- Gemünden, mehr in der Luft es ist eher ein Spaß, während in Engelrod das Mädchen durchaus an das Resultat der Versteigerung gebunden ist. Aber die Alten von Beuern wissen ganz gut, daß es sich ursprünglich um die ersten 3 Tänze handelt, und der Bursch tanzt auch in der Regel den ersten Tanz mit dem ersteigerten Mädchen. In Engelrod darf sich überhaupt niemand an den drei ersten Reigen" beteiligen, als die Burschen mit ihren Tanzmähd“. Nach H. E. Meyer ist die Sitte des dreimaligen Vortanzes bei der Kirmes nach dem Vorbild der dreimaligen Ümführung der jungen Frau um den Herd entstanden. Und daß die Burschen aus fremden Dörfern in Hessen nicht besser dran sind als im ungarischen Schwaben, zeigen die in den Neckversen hervortretenden lokalen Beziehungen, wie überhaupt die Verspottung der Nachbardörfer in Hessen ein beliebtes Thema der Volkspoesie ist. Ueber das Submissionswesen hat der Vorstand auf dem nächsten deutschen Handwerkskammertage auf Grund der Anträge der Handwerkskammern München, Hannover und Saarbrücken Bericht zu erstatten. 2. Vors. Rockel- Darmstadt als Referent weist darauf hin, daß man dank der Fürsorge der Regierung die meisten Wünsche erfüllt sehe und deshalb weitergehende Anträge nicht stellen wolle, insbesondere da die Regierung durch einen Erlaß an die Kreisämter 2c. beſtimmt habe, daß bei Abbietungen über 20 pet. eine eingehendere Prüfung der Angebote stattzufinden habe. Ueber den Lehrvertrag zwischen Vater und Sohn berichtet Mitglied Laug- Darmstadt. Er erklärt, wenn man auch von der Notwendigkeit eines solchen Vertrages im allgemeinen nicht überzeugt sei, halte man es doch für ratsam, im Interesse der striften Durchführung aller beschlossenen Verordnungen auch hier an den Bestimmungen festzuhalten, die einen Lehrvertrag vorschreiben. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Kaiser richtete an den Groß= herzog von Hessen folgendes Telegramm: Es ist Wir ein Bedürfnis, Dir nochmals auszusprechen, wie Ich durch die Beweise warmer patriotischer Gesinnung im Hessenlande auf der prachtvollen Rheinfahrt und im schönen Mainz selbst hoch erfreut worden bin. Ich darf Dich bitten, Deinem waderen Volfe hierfür Meinen herzlichsten Dank zu übermitteln. Homburg, 16. August. Wilhelm. ** Bon der Universität. Professor Dr. Ludwig Traube in München lehnte den Ruf an die Universität Gießen ab. Er wurde in München selbst zum ordentlichen Professor für lateinische Philologie des Mittelalters ernannt. ** Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 27 vom 1. August enthält ein Ausschreiben an die Justizbehörden, betreffend die Kosten der Rechts** Nidda, 18. August. Am Sonntag wurde unser neues Kriegerdenkmal eingeweiht. Es ist ein Granitobelisk mit Brunnenanlage, gekrönt von einem Adler in Bronce. Das Denkmal ist von Herrn Bildhauer Hewel in Gießen ausgeführt worden. Die Koster belaufen sich auf nahe 3000 Mt. Dem Preise entsprechend ist die Ausführung technisch sehr wohlgefällig. ** Marburg, 18. Aug. Der Meßzerl.hrling, der neu lich im Schlachthause eine schwere Verlegung mit einem Schlachtmesser im Unterleib erhielt und sich in der Klinit befindet, ist auf dem Wege der Besserung und dürfte ** Der israelitische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen hielt am Sonntag seine diesjährige Generalversammlung in Frankfurt ab, welche recht gut besucht war. Der Vorsigende des Vereins, Herr Lehrer Wertheimer- Heldenbergen, begrüßte die Erschienenen. Er besprach sodann die Stellung der israelitischen Religionslehrer in Hessen, die seither sehr mißlich gewesen sei. Hiernach erfolgte Hessen, die seither sehr mißlich gewesen sei. Hiernach erfolgte die Rechnungsablage, welche einen Vermögensbestand von 999,93 Mt. aufwies. Herr Volksschullehrer RothschildWorms hielt einen Vortrag über Psalmen im Reli gionsunterricht", der nahezu 1 Stunde dauerte und mit großem Beifall aufgenommen wurde. Seine Ausführungen erstreckten sich über die Bedeutung der Psalmen und deren Verwertung in der Schule. Als Referent für die nächstjährige Generalversammlung wurde Herr Rabbiner Dr. Goldschmidt- Offenbach bestimmt. Man schritt sodann zur Goldschmidt- Offenbach bestimmt. Man schritt sodann zur " mit dem Leben davon kommen. ** Kastel burger Damer burg ein Stre bon Biebrich. Revolvern dab Mensch verwun pferd der Geme rennen auf die Hauptstraß interesse dem fand ein hiesiger Einwohner in der Scheune ein Gewehr. ** Langendorf, 17. Aug. Beim Einfahren von Frucht Nicht wissend, daß es geladen sei, legte er auf das Kind des Maurers Notte an, drückte ab und der Schuß zerschmetterte dem Kind das Knie. Noch in der Nacht wurde das arme Opfer nach Marburg gebracht, wo das Bein amputirt wurde. ** Fulda, 19. August. Zu der am 20. Angust in Fulda eröffneten Bischofskonferenz sind, mit Ausnahme der Bischöfe von Posen und Hildesheim, alle preußischen Bischöfe eingetroffen. ** Mainz, Herr S August 1. Js. durch den erste Gießen, 1 Gr Seltersweg 77 ** Wetzlar, 19. August. Beim Besuch der Düsseldorfer Ausstellung hat der Kaiser dem Modell des Weglarer Domes besondere Aufmerksamkeit geschenkt. ** Lieferungsvergebung. Für die Heil- und Pflegeanstalt Weil münster soll die Lieferung von ca. 40 000 Kilogramm Kornstroh( lieferbar in der Zeit vom 1. September 1902 bis 31. August 1903) bergeben werden. Lieferungsangebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei bis spätestens zum 25. September 1902 an die Direktion einzureichen. Fried erg, 17. Aug. Bei einem heute hier abgehaltenen tyletenfest fand ein Wettringen statt, wobei einec der Ringenden an einem Teppich hängen blieb, zur Erde stürzte und dabei einen doppelten Beinbruch erlitt. ** Frankfurt a. M., 19. Aug. Hausbesitzerverein und Mieterverein beschlossen nach gemeinsamen Verhandlungen die Mei im in Coun Herren- Kra da in Ericotag Seltersweg Br wird in beleb Gerichtung ein Es wird na Lotalitäten re die geneigt find einzureichen un Rudolf Brau Seidenstoffe in weiß, schwarz u robenweise an Foulards von 9 Adolf Gri Walche SER fchont unddes Biebergewählt wurden rgen, Oppenheimers nberg- Bürgel, Salo ternell; neugewählt Gründung eines Mietschiedsgerichts. Ein Statutenentwurf, der noch der Genehmigung durch die beiden Vereine bedarf, liegt bereits vor. Das Mietsschiedsgericht wird aus 1 Borsitzenden, der ebenso wie sein Stellvertreter Richterqualifitation besigen muß, sowie 2 Beisitzern aus den Kreisen der Hausbesitzer und 2 Beisigern aus den Kreisen der Mieter gebildet. Alle aus dem Mietsverhältnis entstehenden Rechtsstreitigkeiten sollen unter Ausschluß des ordentlichen Rechtsweges und ohne Rücksicht auf den Streitgegenstand vor dem Mietsschiedsgerichte verhandelt werden, sofern sich Vermieter und Mieter in ihrem Mietsvertrage oder einem Nachtrage dazu verpflichtet haben. es landwirtschaft für Oberheffen en der Gemeinden und eiligung tatt. Rinder und gegen Tiere, bestellt worden. nd aus den Herren: reter des Vorstande Ivereins und Bürger fbon Ziegen), fernet r. Schmidt- Gießen für den Ankauf von die Schweiz abgereift, e Bersteigerung unter gegen den 30. d. M Der Beit vom 10. bis Bebäude der Technischen iger Fortbildungs rerinnen des Groß n Kursus ist Herr Pro nnen, der in sechs auf gs von 4 bis 6 Uhr gogit halten wird. An rn Professor Dr. Berg Aurjus nahmen über teil. Die Anmeldungen en noch weit zahlreicher dhulfommiffionen wurde Dem Kursus teilnehmen mittagen beurlaubt sind. Egt nur 4 Mart. Der bestimmt. die Errichtung hienen. Wir ent kaffe im Falle des tung solcher Geldchuze gegen lleberferung von Grundeze über die Bäche ässer, sowie in dem mezeichneten Zwecken erden sollen. Des mächtigt: 1. an Ge Sände zur Bestreit Beldbeiträgen zum runderwerbs- und Bestreitung der ngen, der Erricht er gemeinnüßiger Der Erbauung erbemittelte, hierüber zu er hren. pargebieten. sigen Geschäftsmann etwas recht unange erfchloff.n fand- er er vergeblich geflopft, err war nun durch das bte jedenfalls, es feien te deshalb dem verder auf den Leib und rweise die Kugelfänge ne Mieter hatte sich um aus dem Bereich onntag wurde unfer Es ist ein Granit t von einem Adler on Herrn Bildhauer orden.- Die Kosten Dem Preise ent dh sehr wohlgefällig. eggerl.hrling, der neuVerlegung mit einem und sich in der Klini efferung und dürfe m Einfahren von Fra r Scheune ein Gewehr egte er auf das Kind des der Shuß zerfhmettere Nacht wurde das arme das Bein amputirt wurde nz find, mit Ausnahme der am 20. Auguft in sheim, alle preußischen im Befuch der Düffel ifer dem Modell des erfamteit gefchenft. die Heil- und Pflege ** Mörlenbach, 18. Auguft. In dem Nachbardorfe Weiher fam am Samstag ein sehr bedauerlicher Unglücksfall vor. Der Forstwart Meixner war mit Frau und 11jährigem Sohne Futter holen. Der Junge mußte bei der Stuh stehen bleiben. Wahrscheinlich durch einen heftigen Stich von einem Insekt erschreckt, jagte auf einmal die Stub in rasendem Tempo den Berg hinab, wobei der Junge unter das Gefährt kam und sofort nach dem Transport im elterlichen Hause infolge innerer Verblutungen gestorben ist. ** Obstbericht. Nach dem Bericht der Centralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. für die Zeit vom 11. bis 16. August hat sich die Geschäftslage gegen die Vorwoche etwas gebessert. Es sind wieder belangreiche Abschlüsse in allen vorkommenden Obstarten zu verzeichnen, doch lassen auch neuerdings die Angebote zu wünschen übrig. Tafel- und Mostäpfel, namentlich lettere, sind in recht großen Posten noch verhältnismäßig wenig angemeldet. Angebote sind daher in allen Sorten sehr erwünscht, da starke Nachfrage vorhanden ist. Die Durchschnittspreise stellten sich in dieser Woche wie folgt: Aprikosen Mt. 30, Pfirsiche Mt. 35, Heidelbeeren Mt. 12-14, Himbeeren Mf. 24/2, Mirabellen Mf. 18-20, Reineklauden Mk. 18-20, Frühbirnen Mr. 8-14, Frühäpfel Mk. 10-15 per Centner. Endlauf( 2000 Meter, 3 Barpreise von 600, 400 und 200 Mark) wurden placiert: 1. J. van den BornAntwerpen in 3:21, 2. V. Grogna- Lüttich, 3. J. BuissonParis. Der Gewinner des vergoldeten OpelFahrrads wurde mit seiner Losnummer Benz Friedrichsfeld. ** Mainz, 19. Aug. In einer hiesigen Familie wurde vorgeſtern bei der Hochzeitsfeier eines Angehörigen von den Gästen auch Champignons verzehrt. Nun sind sämtliche Hochzeitsgäste und die Gastgeber unter VergiftungsHochzeitsgäste und die Gastgeber unter Vergiftungssymptomen ertranft. Die Aerzte führen die Erfrankung auf den Genuß der Champignons zurück. Neueste Nachrichten. Eine Berufung ein. Das Gericht giebt der Berufung des Staatsanwalts statt und verurteilt den Ernst Reinhart zu 50 und 30 Mr., den Karl Reinhart zu 30 mr. Geldstrafe. Der Karl Uhl aus Kohden bei Nidda - ist des Betrugs angeklagt. Der Angeklagte ist wegen auch wegen Betrugs im Rückfall. Er hat einem Kaufaller möglichen Delifte 24 Mal vorbestraft, insbesondere schwindelt. Der Angeklagte giebt zu, daß er dies gemann in Nidda einen halben Gentner Salz abgethan hat. than hat. Der Staatsanwalt beantragt 4 Monate Gefängnis. Das Gericht verurteilt den Angeklagten unter Einbeziehung anderer Strafen zu 1 Jahre 3 Monaten Gefängnis. Schöffengericht. Gießen, 19. Auguft. Vorsitzender ist Gerichtsassessor Keller. Schöffen Petersburg, 20. August. Das Ende der Manöver wurde von einem Unglücksfall begleitet. Schwadron Kavallerie stürzte bei einer Attacke in einen sind Johannes Weller VIII. von Wieſed und Ludwig Fluß, wobei 40 Mann ertranfen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammerfitung. Gießen, 19. August. Der Der Tagelöhner Heinrich Jung in Gießen, oftmals wegen Diebstahls, Hehlerei und Betrugs vorbestraft, sogar im wiederholten Rückfall, ist beschuldigt, einen Wagen voll Späne entwendet zu haben. Staatsanwalt beantragt eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten mit Rücksicht auf den geringen Wert der ge stohlenen Späne, sonst hatte er Zuchthaus beantragt. Der Gerichtshof erkennt auf 5 Monate Gefängnis und die Kosten des Verfahrens.- Der Konrad Keuß aus Rainhartshain, ein 72 Jahre alter Mann, oft wegen Beleidigung, Diebstahl, Urkundenfälschung 2c. vorbestraft, hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts zu Grünberg, das ihn wegen Beleidigung zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt hatte, Berufung eingelegt. hatte den Flurschütz in Reinhartshain am Kreisamt Er angezeigt, wegen Meineids, Diebstahls 2c. erhob der Flurschütz Klage, die zur oben angegebenen Deshalb Strafe führte, da ein Beweis seiner Anschuldigungen rufung wird verworfen. Der Ernst Reinhart bom Angeklagten nicht erbracht werden kann. Die Beaus Nidda und der Karl Reinhart ebendaher der Sohn des vorigen, sind wegen Beleidigung und Wider** Mainz, 18. August. Bei dem gestrigen Nadstand gegen einen Pfandmeister angeklagt. Ernst Reinstand gegen einen Pfandmeister angeklagt. Ernst Reinrennen auf dem Sportplatz, dem eine Korsofahrt durch hart war vom Schöffengericht Nidda zu 16 Mark verdie Hauptstraßen der Stadt vorausging, galt das Haupt- urteilt worden. interesse dem Stampf um das" goldene Rad". Im sprochen. Karl Reinhard wurde damals freigeGegen dieses Urteil legte der Staatsanwalt ** Kastel, 19. Aug. Um den Besitz einiger Amöneburger Damen enspann sich dieser Tage auf der Amöne burg ein Streit zwischen dortigen Burschen und solchen bon Biebrich. Es wurde sogar mit scharf geladenen Revolvern dabei geschossen; zum Glück wurde fein Mensch verwundet, dagegen ein sehr wertvolles Droschen pferd der Gementfabrik. Bekanntmachung. Herr Stadtrechner Doepfer ist vom 19. bis 25. August 1. Js. beurlaubt und wird während dieser Zeit durch den ersten Stadtkassegehülfen, Herrn Peter, vertreten. Gießen, 19. August 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 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Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, ie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstift. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Ausstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Er rechen, die bei chronischen( veralteten) Magen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverAimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, W klar, Fronhausen, Braunfels, Bukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach. Bad- auheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. 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Gegen M. wird noch nicht verhandelt, weil er noch nicht gerichtlich vernommen ist.- 3. und macher- Unternehmer" B. Heiwig aus Haina, wie es R. erhalten je 25 Mt. Geldstrafe. Der„ Backsteinin der Anklageschrift heißt, hatte, weil er jugendliche Arbeiter zu lange beschäftigt hatte, 4 Mt. Strafe durch Strafzettel erhalten und hiergegen Einspruch erhoben. Da er anscheinend einsicht, daß dieser Einspruch für ihn verhängnisvoll werden könnte spruch zurück, ehe die Verhandlung begonnen hat. Wilhelm Schnabel aus Gießen ist wegen Hausso zieht er seinen Einfriedensbruch und Sachbeschädigung angeklagt. Da der Hauptzeuge nicht erschienen ist, wird die Sache vertagt. - Der Fuhrknecht Konrad Graulich aus Gießen halten. Er legte hiergegen Einspruch ein, der insofern hatte wegen Tierquälerei Strafbefehl über 10 Mark er Erfolg hatte, als heute auf eine Geldstrafe von 5 Mr. Freund aus Gießen ist wegen Hausfriedensbruchs anerkannt wird. Die Ehefrau des Gewerkschaftsdieners geklagt, dessen sie sich in der Wohnung des Majors von Schlemmer schuldig gemacht haben soll. Sie erhält eine Geldstrafe von 12 Mt. Der Reisende Ludwig Riel aus Gießen soll sich der Unterschlagung schuldig gemacht haben. Der Angeklagte ist nicht erschienen, deshalb wird die Sache vertagt. = Lehrmädchen Gesuch. Schöne 5- Zimmerwohnung im 1. Stod mit allem Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. Ludwigsplatz 14. Für ein besseres Woll-, Weiß-, Kurz- u. Modewaren- Geschäft chön möbl. Zimmer, part. in später zu vermieten. ruh. Lage per sofort oder Näheres unmöblirte wird ein junges Mädchen aus guter Familie in die Lehre gesucht. Lehrzeit 2 Jahre und 120 Ederstraße 4, im Laden. Zwei Mark pro Jahr. Eltern, welche ineinandergehende bedacht sind für die Zukunft ihrer Kinder, wollen Offerten unter $. 1902 an die Exped. d. Bl. senden. Bu vermieten: 3- Zimmerwohnung zu vermieten. vermieten. Hammstraße 5. 2. 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