Nr. 140. Erstes Blatt. Freitag, den 20. Juni 1902. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. König Albert von Sachsen+. Sibyllenort, 19. Juni. König Albert ist heute Abend 8 Uhr verschieden. Diese Trauernachricht vom Schlosse Sibyllenort in Schlesien, welches der verstorbene Herzog Wilhelm von Braunschweig dem König Albert von Sachsen testamentarisch vermacht hat, wird über den ganzen Erdenball tiefe Trauer legen. Rönig Albert, der beste Freund und Zeitgenosse unseres ersten deutschen Kaisers, Wilhelms des Großen, ist als letzter der Heerführer unseres glorreichen Krieges 1870/71 nun ebenfalls zur großen Armee eingegangen. König Albert gehörte zu den im besten Sinne des Wortes populärsten Fürsten. Das sächsische Voit liebte und verehrte ihn und das ganze deutsche Volt teilte diese Liebe und Verehrung, welche sich neben seinen Verdiensten um das deutsche Vaterland aus der überaus sympathischen Persönlichkeit des Königs erklärt. Während die Neigungen seines Vaters, des Königs Johann, vorwiegend auf dem Gebiete der Wissenschaften und der Litteratur lagen, neigte Albert von Jugend an zum Militär. Er war am 23. April 1828 zu Dresden als ältester Sohn des damaligen Prinzen Johann geboren, erhielt zunächst eine sorgfältige Erziehung durch den sächsischen Historifer v. Langen und trat 1843 in die Armee zunächst ale Leutnant ein. Wohl bezog er später die Universität Bonn, doch brachten es die Verhältnisse mit sich, daß seine Studien bereits nach einem halben Jahre unterbrochen werden mußten. Dafür wurde dem Prinzen Gelegenheit sein militärisches Können zu erweisen, und zwar im schleswig- Holsteinschen Feldzuge 1849. Hier erfuhr er die Feuertaufe und bei der Erstürmung der Düppeler Schanzen, woran er als Hauptmann teilnahm, that er sich sowohl durch Mut und Unerschrockenheit als durch Umsicht hervor. Er wurde dafür nicht nur mit dem sächsischen St. Heinrichsorden( die höchste sächsische Auszeichnung für Tapferkeit im Kriege), sondern auch mit dem preußischen Orden pour le mérite ausgezeichnet. 1953 wurde er Kommandant der sächsischen Infanterie und in der nun folgenden Friedenspause war er eifrig auf die kriegsmäßige Ausbildung der ihm unterstellten Truppen bedacht. Gleichzeitig erfreute er sich als Kronprinz, nachdem sein Vater 1854 nach dem Tode Friedrich August II. den sächsischen Thron bestiegen hatte, steigender Beliebtheit bei der Bevölkerung, wenn auch vereinzelt Stimmen laut wurden, die es ihm zum Vorwurf machen wollten, daß er zu viel Soldat" sei. König Albert hat während seiner Regierungszeit trop des hohen Alters, was ihm ward, die Tugend der persönlichen Zurückhaltung geübt. Schon seit Jahren litt König Albert an einem Blasenleiden, das bei seinem hohen Alter nicht unbedentlich war; aber er erholte sich immer wieder und schien bis vor kurzer Zeit sich verhältnismäßig wohl zu fühlen. Dem jezigen Leiden haben die Kräfte nicht mehr standgehalten. Im deutsch- österreichischen Kriege hielt König Johann zu Desterreich und die sächsische Armee, unter Führung des Kronprinzen Albert, vereinigte sich mit der österreichischen, während die Breußen Sachsen besetzten. Auf den böhmischen Schlachtfeldern kam es zur Entscheidung. Preußen siegte, aber die Sieger erfannten bereitwillig an, daß sich die Sachsen wacker geschlagen. Bei Königgrät verteidigte Albert mit großer Tapferkeit seine Position gegen den linken Flügel der preußischen Elbarmee. Sachsen teilte nicht das Schicksal Hannovers; König Wilhelm und sein großer Berater Bismarck hielten es für politisch richtiger, das kleine Königreich intaft zu lassen. Und die kommende Zeit hat die Weisheit dieser Voraussicht bestätigt. Nach dem 66er Kriege behielt Kronprinz Albert das Commando über die sächsischen Truppen, die nunmehr das 12. norddeutsche Armeekorps bildeten. Als der französische Krieg ausbrach, führte Albert seine Sachsen, welche der 2. Armee unter Oberbefehl des Prinzen Friedrich Karl angegliedert waren und erntete mit ihnen nimmer welkende Lorbeeren bei Gravelotte, St. Privat. Später, als der Vormarsch nach Paris beschlossen war, erhielt der sächsische Kronprinz den Oberbefehl über die Marsarmee, die an der berühmten Flankenbewegung nach Norden beteiligt war, und nahm dann hervorragenden Anteil an der großen Entscheidung bei Sedan.- Bei Beaumont war es dem damaligen Kronprinzen vergönnt, die französischen Truppen zurückzuwerfen. Nach dem Friedensschlusse wurde Albert zum Generalinspekteur der ersten Armeeinspektion ernannt und nahm aus den Händen Kaiser Wilhelm I. den Stab des General- Feldmarschalls entgegen. Als am 29. Oktober 1873 König Johann das Zeitliche segnete, bestieg er den Thron seiner Väter, und die Hoffnungen, die das Volk bei seinem Regierungsantritt auf ihn sezte, hat er reichlich erfüllt. Er hat den Beweis gegeben, daß er nicht nur Soldat war, sondern auch ein ebenso wohlwollender als weiser Monarch, der treu und unermüdlich nur das Beste seines Volkes im Auge hatte. Kaiser Wilhelm I. sah in ihm den verläßlichen Freund und treuen Verbündeten und bevor er die Augen schloß, empfahl er seinem Nachfolger, in schwierigen Fragen den Rat des Königs von Sachsen einzuholen. Innige Freundschaft verband auch Kaiser Friedrich mit König Albert und dieses schöne Verhältnis ist auf unsern jezt regierenden Kaiser übergegangen. Nicht minder innig ist König Albert allezeit mit Kaiser Franz- Joseph von Oesterreich befreundet gewesen. König Albert war seit 1853 mit Carola von Wasa vermählt, um deren Hund sich einst der spätere Raiser Napoleon III. vergeblich bewarb. Die Ehe ist finderlos geblieben. Prinz Georg, der um 2 Jahre jüngere Bruder, General- Feldmarschall und Generalinspekteur der ersten Armeeinspektion, folgt ihm in der Regierung. Prinz Georg, der nunmehr sächsische König, erfreut sich ebenfalls der Sympathie des gesamten sächsischen Volles was früher, zu Lebzeiten seiner Gemahlin, einer portugiesischen Prinzessin, nicht im gleichen Maße der Fall war, da deren streng katholische Neigung in der überwiegend protestantischen Bevölkerung Anstoß erregten. Aber das sind tempi passati. Ueber die legten Augenblicke des Verstorbenen liegen folgende Nachrichten vor: Der Tod erfolgte 8 Uhr 05 Min. Abends ohne jede frampfartige Erscheinung. Der König atmete einige Male schwer auf. Sanitätsrat Dr. Fiedler sagte: Es ist aus. Thränen stürzten ihm hervor. Er wandte sich ab und ging ins Nebenzimmer. Die Königin fniete am Sterbelager, das Haupt auf die Brust des Toten gesenkt, neben ihr Prinz Georg, Brinzessin Mathilde, die Brinzen und Brinzessinnen und der Hof. Das Gebet des Geistlichen nnterbrach allein das feierliche Schweigen. Im Laufe des Nachmittags traten Fieber- Phantasien beim König Albert ein. Er glaubte sich auf Reisen, sprach bald von Tyrol, bald von Wien, fragte wo die Königin sei und ob er endlich nach Hause komme. Als Kardinal, Ropp an das Krantenlager trat, um dem König geistlichen Zuspruch zu geben, schien ihn der Krante zu erkennen. Der Kardinal hatte nicht den Eindruck, als ob das schlimmste bevorstehe. Er fehrte nach Breslau zurück. Um 734 Uhr lag der König im Todestampf. Draußen gingen schwere Regenschauer nieder. Am Hirschthor des Parkes brach der Sturm eine Pappel. Um 814 Uhr wurde die Standarte eingezogen. Die Pforten zum Sterbezimmer thaten sich auf. Dicht gedrängt in feierlichem Schweigen traten Beamte und Dieneerschaft ein, um ihrem König und Herrn Abschied zu sagen. Die Züge des Toten sind friedlich und wenig verändert. Er ruht auf einem frei in der Mitte des Gemaches stehendem Lager. Unmittelbar nach dem Ableben wurde dem Kaiser, von dem einige Stunden vorher ein längeres Gr fundigungs- Telegramm eingegangen war, telegraphisch Bericht erstattet, der ihn in der Villa Hügel bei Essen erreichte. Die Reisedispositionen des Kaisers werden wesentliche Aenderungen erfahren. Sämtliche Anordnungen, die das Begräbnis betreffen, sind von dem neuen König dem General von Minckwitz übertragen worden. Die Ueberführung der Leiche nach Dresden findet Samstag Nachmittag in den Stunden von 3 bis 9 Uhr statt. Die Beisezung erfolgt am Montag. Bildhauer Seffner aus Leipzig nahm die Todenmaste ab. Autopsie und Einbalsamierung erfolgt heute Nachmittag 3 Uhr. Dresden, 20. Juni. Nach einem Telegramm aus Wien wird Kaiser Franz Josef zur Beiseßung erwartet. Die Kunde von dem Ableben König Alberts erregte in Berlin lebhafte Teilnahme. Wieder Einer aus der großen Zeit, das war der Gedanke, der bei der älteren Generation vornehmlich zum Ausdruck gelangte. Blätter widmen dem Verstorbenen spaltenlange Nachrufe, in denen in erster Linie seine Verdienste als Feldherr gewürdigt werden. * Die Der Berstorbene hatte noch kurz vor seinem Hinscheiden den Prinz Georg zu seinem Stellvertreter in Regierungssachen bestellt. Prinz Georg, nunmehr König von Sachsen, ist immer ein passionierter Solbat gewesen. Noch heute macht er alljährlich Inspektionsreisen zu den ihm unterstellten preußischen Truppenteilen. Gleichzeitig bethätigte Prinz Georg ein besonders lebhaftes Interesse für die sächsische Politik. An den Beratungen der Ersten Kammer nahm er als deren erbliches Mitglied stets sehr eifrigen Anteil; noch in dieser Session est, in den lezten Tagen des Mai, blickte er über eine vierzigjährige parlamentarische Thätigkeit zurüd. Rönig Georgs ältester Sohn ist Prinz Friedrich August, der seit 1896 mit einer österreichischen Erzherzogin, Prinzessin Luise verheiratet ist. Nr. 139. Oberhessische Familienzeitung. Alice brach in Lachen aus. Wie soll ich es benn lernen?" fragte er, bilflos auf seine Bebrerin sehend. zwanzig Minuten vor sich, wenn Sie sich beeilen." und bis zum Abend fleißig zu üben. Die zehn Minuten find aber Sie haben genau noch sechs Stunden neunundSie thäten am besten, ich in Jbr 3immer einzuschließen um, Seite 2. befriedigten Lächeln. schob ieinen Kopf durch die Thürivalte. fuhr mit seiner Linten in die Tasche " Ach, endlich finde ich Sie", rief der alte Herr mit einem Wenn Si fie noch ein Wort fagen fonnte, bewegte sich der Th Mr. Miles ließ die Schere aut einen Suhl fallen to Alice vor Enwörung. dann teilten sich ihre Livven, aber ebe ünd und Alice es recht und Colonel Bristo Nr. 139 Oberhessie Jamme gegen rechtfertigen. Diebstahl unter Eheleuten. das Neue Wiener Tageblatt: Die Private Eßler hatte sich beim Bezirksgerichte Josephstadt eine merkwürdige Betrugsanflage zu Kleines Feuilleton. Sie soll nämlich ihren Mann, den im dreißigsten Jahre Aus Wien berichtet Marie Pelte 3 20 Mal. Der Bruder meinte lächelnd, nun tönnte er ja die Tochter ich hab'n Landwehrtopp ingeschenft!" Die glückliche Kunde bewahrheitete sich und der arbeitete er ruhig weiter, da es bald Mittag war. lüftete respektvoll seine Müge und verschwand. hob den rechten Arm in die Höhe und Jedes Mal Dausend! junge Dachdecker saß wie erstarrt, dann rohen" heirate ifats Politische Nachrichten. Der Kaiser in Aachen.in Aachen, 20. Juni. Die Festlichkeiten, welche aus Anlaß der Anwesenheit des Kaiserpaares gestern stattgefunden haben, sind ohne jede Störung verlaufen. Die Nachricht vom Tode des Königs von Sachsen wurde, um die Stimmung des Volkes nicht niederzudrücken, von den Blättern nicht bekannt gegeben, während die Extrablätter, welche die Rede des Kaisers enthielten, reißenden Absatz fanden. * Wiesbaden, 19. Juni. Der Kaiser teilte bei dem Feste der Borussen dem hiesigen Polizei- Präsidenten Prinzen Ratibor die Ernennung zum RegierungsPräsidenten von Aurich persönlich mit. Sein Nachfolger ist der frühere Landrat zu Hanau, Freiherr von Schenk. Neckarbahn- Vorlage dem Lande Hessen, das seien in dieser Sache die städtischen Abgeordneten gegenüber den ländlichen.( Zuruf des Abg. Schmitt: Und doch haben Sie für die Main- Neckarbahn- Vorlage gestimmt! Große Heiterkeit.) Das Wachstum der Städte dürfte nicht auch noch durch diesen Artikel 3 der Vorlage unterstützt werden. Deshalb stimme er nach wie vor dagegen. Abg. Dr. Schmitt( Ctr.) Was der Abg. Weidner soben gesagt, sei absolut haltlos. Im Jahre 1991 habe der Abg. Weidner selbst erklärt, daß das platte Land sehr günstig gestellt sei. Man möge einen VerMan möge einen Verteilungsmodus finden, welchen man wolle: Mainz, Darmstadt und Offenbach würden unter jedem Modus einen Abgeordneten mehr erhalten müssen. Man wolle den Städten einfach die Gleichberechtigung mit dem platten Lande versagen. Würden den Städten die 15 Abgeordneten zugebilligt, statt der bisherigen 10, so seien sie immer noch gegenüber dem Lande ungünstiger * Der König von Dänemark, welcher einige Zeit in Wiesbaden zur Kur weilte, reiste gestern nachmittag um 5 Uhr nach Frankfurt und von dort nach des ganzen Gmünden. Graf Pückler- klein- Tschirne, wurde gestern von der Strafkammer zu Glogau wegen Vergehens gegen§ 305 Strafgesetzbuch( Zerstörung einer Eisen bahn) zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Dem Geheimen Sanitätsrat Dr. Naumann, der den Antrag gestellt hatte, Bückler auf 6 Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes in eine Irrenanstalt zu bringen, erklärte Graf Pückler, daß er ihm seinen Kartellträger zusenden werde. Der deutsche Gewerkschafts- Kongreß, der gegenwärtig in Stuttgart tagt, sprach sich gestern nach dreistündiger Debatte mit 120 gegen 31 Stimmen für die Errichtung eines Zentral- Arbeiter- Sekretariats aus, das vorläufig mit der von Hamburg nach Berlin zu verlegenden General- Kommission der deutschen Gewerkschafter verbunden werden soll. Ferner befürwortete der Gewerf schafts- Kongreß eine Reform des Submissionswesens und forderte insbesondere die Beseitigung der Streifflausel aus den Submissions- Bedingungen, andererseits sprach er sich aber für die Aufnahme der sogenannten Lohnklausel in die Submissions- Bedingungen aus. gestellt. Im Interelle Landes verlange r Gerechtigkeit auch für die Städte. Staatsminister Rothe verweist auf seine bereits gegebenen Ausfüorungen zu dieser Frage. Um des Wahlrechts willen bitte er, der Regierungsvorlage zuzustimmen. * Dänemark. Prinz Christian, der zweite Sohn König Christians ist einstweilen als Reichsverweser eingesetzt worden. Veranlassung zu dieser Maßnahme gab der Umstand, daß König Christian wie der Kronprinz zur Zeit außer Landes weilen. Zum Komplott in Südafrika. Abg. Schönberger( fr. Vgg.) beharrt auf seinem ablehnenden Standpunkt gegen Artikel 3. Die Bürgersteige in der Plockstraße, die seither in wenig passablem Zustande waren, soller mit einem Kostenaufwand von 1800 Mt. mit Klinterpflaster in ordentlicher Weise hergestellt werden, weil die Fertigstellung der Kanalisation, die man dagegen ins Feld führte, erst in langer Zeit dort fertiggestellt sein kann. Stadt und Eisenbahn. Die liche Jugend nehme Weber maridh aus Mufführu meler Spa gegenjal man nod Bouter" in Diefe Numm * In attgefunde Arbeiten a Gementröb burg, die Fabrit in faften und Meyer u. G Herr Bürger Bewerbe Vor Jahren hatte die Eisenbahn an die Stadt am Bahnhof ein größeres Gelände abgetreten mit der Beding ung, daß es, wenn einst nötig, entschädigungslos zurückge geben werden müsse. Dieser Fall tritt heute ein. Versammlung hat dagegen nichts einzuwenden. Außerdem wünscht die Eisenbahn ein der Stadt gehöriges Stück von 14-15 Meter Länge. Auch diesem Wunsche soll entsprochen werden, wenn die Eisenbahn 2600 Mt. für Pflaster, Kanal, Wasser und Gas aus diesem Stück zurückerstattet. Ferner verlangt die Stadt, daß sie unbeschränkte Eigen tümerin, also nicht zeitweilige, eines fistalischen, an der Eisenbahn gelegenen Stücks Gelände werde. Abg. Haas- Darmstadt: Der scharfe Gegensatz zwischen Stadt und Land, wie er in diesen Tagen hervorgetreten, komme beiden Teilen nicht zu gut und mache Man wolle doch das nirgends einen guten Eindruck. Gesamtwohl fördern. Es handle sich hier um einen Aft der ausgleichenden Gerechtigkeit. Man müsse aber nun auch eine richtige Basis für diesen Akt finden, die Redner im Vorschlag der Regierung nicht ganz finden fann. Mache man die Bevölkerungsziffer ausschlaggebend, so müsse z. B. Mainz statt 3, 4 Abgeordnete erhalten. Andererseits wenn Gießen 2 Abgeordnete erhalten solle, so sei das ein Unrecht gegen 5 ländliche Kreise, die mehr Bevölkerung als Gießen hätten 2c. Nehme man aber als Basis die Zahl der Stimmberechtigten, so falle dies zu Gunsten des Landes aus. Man fönne nun vielleicht die ländlichen Wahlbezirke um einige vermehren. Redner denkt dabei an drei weitere ländliche Bezirke. Vielleicht ließe sich so eine Einigung finden. Wie aus Pretoria berichtet wird, sind im ganzen 45 Personen in das jüngst entdeckte Komplott verwickelt, darunter die meisten Burenführer, welche am 17. Mai in Pretoria anwesend waren. Die Mine, durch welche das Haus Kitcheners in die Luft gesprengt werden sollte, war bereits bis in eine Nähe von 6 Meter fertig gestellt. Hessischer Landtag. Darmstadt, 19. Juni. Fortsetzung der Spezialdebatte über Artikel 3 des Wahlgesetzes. Abg. Leun spricht gegen die Vermehrung der städtischen Abgeordneten. Abgelehnter Entschädigungsanspruch. " In einem dem„ Allg. Verein für Krankenpflege" ge hörigen Hause in der Katharinengasse sollte Wasser in den Keller eingedrungen sein, wofür das städt. Wasserwerk verantwortlich sei. Allein eine Untersuchung ergab, das dies nicht der Fall ist. Trotzdem will das Gas- und Wasserwerk dem Verein 20 Wet. zugesprochen wissen und zwar nicht für angerichteten Schaden, sondern für eine vom Verein Stadtv. Krumm spricht angeschaffte Wasserstrahlpumpe. sich hiergegen in prinzipieller Hinsicht aus, man dürfe einen Präzedenzfall nicht schaffen. Sein Antrag, auch von dem Kauf der Wasserstrahlpumpe abzusehen, wird mit starker Majorität angenommen. Abg. Bähr( fr. Vgg.) hofft, daß keine ländlichen Vertreter auf den eventuellen Antrag Haas hineinfallen werden. Wenn man das direkte Wahlrecht wirklich wolle, solle man diesen Artikel preisgeben, denn sonst würde die Vorlage eben nicht Gesez. Reklamationen. e. Provi Provinzi am Samsta Rappen u Bechthold mit Grgänzu Außerdem Kasse und Tagesordnu a. Das Gießener B abgerechnet Mit dem in wurden also liter Bier in Dr. A. Mettenheimer reklamiert gegen die Heran ziehung zu den Kosten des Ausbaues der verlängerten Alicestraße. Abg. Dr. Schmitt( Centr.) weist dem Abg. Weidner unter großer Heiterfeit des Hauses nach, daß er im Jahr 1897 im Ausschuß selbst der Vermehrung der städtischen Abgeordnetensiße zugestimmt habe. 1899 hätten dann im Plenum der Kammer dieselben Herren für diese Sache gestimmt, die sie heute ablehnen wollen. Abg. Weidner verteidigt aufs Neue seinen Anstandspunkt und spricht sich auch gegen den Vorschlag des Abg. Haas- Darmstadt aus. Abg. Reinhardt( nl.) führt an, daß die ländlichen Abgeordneten die Majorität schon hatten, dieselbe nur noch vermehren wollten. Der Betrag, den das platte Land jährlich von der Kammer bewilligt erhalte, betrage über 1 Million Mark. Das mache auf den Kopf der Bevölkerung mehr als in irgend einem deutschen Bundesstaat. Es sei absolut nicht wahr, daß die hessische Kammer irgendwie das platte Land vernachlässige. Was den Vermittlungsantrag des Abg. Wolf anlange, so müsse er als Rheinhesse doch auch zugestehen, daß Rheinhessen mit Abgeordneten im Rückstande sei. ( Zuruf des Abg. Wolf: Gewiß!) Redner set schon lange in diesem Hause, aber noch nie wäre der Kampf des platten Landes gegen die Stadt so schroff hervorgetreten. Was damit bezweckt wurde, wisse er nicht. Wenn die Herren aber das direkte Wahlrecht nicht wollen, sollten sie es doch lieber gleich offen heraussagen. Er aber wolle nicht Gleiches mit Gleichem vergelten und nun die Stadt gegen das Land ausspielen, denn nach wie vor fühle er sich als ein Vertreter des ganzen Landes.( Bravo!) Nächste Sigung morgen 9 Uhr. Dieselbe TagesNächste Sigung morgen 9 Uhr. ordnung. assid tinders 910 * odi odromm and Nach den Erklärungen des Bürgermeisters wird feine Reflamation abgewiesen. Fabrikant Louis Log reklamiert gegen zweimalige Zahlung von 40 Pf. Anerkennungsgebühren. Allein auch seine Reklamation wird ab gewiesen mit der Hinzufügung, daß er die Abwasseranlage und 2 Pfähle im Stadtgraben, die er zum Aufhängen be nußt, abschaffen müsse, falls er nicht Klage gewärtigen will. Abänderung des Ortsbaustatuts. in 1 Jahr au Das Jahr zu brand auf 4 Behntel- Sch wenig vorkom holde Weiblich das ftarte Ge magic wenig 5. Lebensjahr gar feine alfo und daß schlie Streuz" gehöre geistigen Getr bielen Weintr find, aber do steigert fich d Jugend ungef Am ber 25. Deutid Fleischer- Verba Stadtv. * Schau Im Ortsbaustatut soll auf Antrag der juristischen Kommission der Bassus vorbehaltlich des Rechtswegs" ge strichen werden. Durch diesen Passus nämlich ist es gelungen, Prozesse 8-10 Jahre hinzuschleppen, ohne daß eine Entscheidung gefällt wurde. Dr. Schäfer spricht sich für den Antrag aus, es sei nicht angängig, daß man nach dem Entscheid des Kreisausschusses und des Provinzialausschusses noch die bürgerlichen Gerichte anrufe. Der Antrag wird angenommen. Die Gailschen Arbeiterwohnungen, die ohne Zweifel für die arbeitende Bevölkerung eine Wohl that sein würden, fönnen noch nicht gebaut werden, weil man nicht weiß, wie die Anlage der Häuser in das zukünf Vorbereitunge tige Straßen- und Entwässerungsnes passen wird. lag sind bere Krumm meint, die Sache sei überaus langsam behandelt Schwimm- fl worden, grade wie im Norden der Stadt. Der Bürger Springer bet meister antwortet, daß er den Stadtbaurat schon wieder gefällig und holt, aber immer nur mit geringem Erfolg, den Auftrag folgenden Mi bon 16 Herrer gegeben, die Angelegenheit zu beschleunigen. Er bedauert, daß dem Gesuch des Kommerzienrats Gail vorläufig noch schwimmen( nicht entsprochen werden könne. Die Versammlung stimmt 5. Hechttauc seinen Ausführungen zu. In der That ist es verwunderlich, 7. Springen daß man auf dem städtischen Bauamt bei den wichtigsten 19. Schulschwi Dingen dem Grundsatz zu huldigen scheint:„ Nur immer Wettkampf), langsam voran." Das kann seinem Ansehen bei der verständigen Bevölkerung indessen doch bloß schaden. Straßenbeleuchtung. and * Darmstadt. Am Schluß der Sizung kam es bei der ersten Lesung der Wahlrechtsvorlage zur namentlichen Abstimmung über Artifel 3, die Ver mehrung der städtischen Abgeordneten betreffend. Die Regierungsvorlage wurde mit 22 gegen 19 Stimmen abgelehnt. Abgelehnt wurde ferner der Kompromißantrag Wolf mit 27 gegen 13 Stimmen sowie der Antrag Köhler Langsdorf, der dahin geht, die bisherige Bestimmung beizubehalten, also die städtischen Abgeordnetenfiße nicht zu vermehren, mit 23 gegen 16 Stimmen. Abg. Kramer( Soz.): Er habe gestern eine Unterhaltung zweier agrarischer Abgeordneten zufällig mit angehört und vernommen, wie sie ihre Stimmen gezählt und dabei 17 herausbekommen hätten; sie hätten sich dann sehr gefreut, daß nun das ganze Gesetz fallen müsse! Diese agrarischen Verbündeten seien die Verbündeten derer, welche das direkte Wahlrecht hinterSitzung der Stadtverordneten. of Gießen, 19. Juni 1902. Das Gäßchen an der Westanlage bei Tribus und ahfrage nach wodurch sich et nolhung fun Seranstalte Sundheim sollte nach einem von daher kommenden Antrag bigen Schwin besser beleuchtet werden. Die Gas- und Wasserwerksrepu Beranstaltung tation ist dagegen. Die Versammlung auch. 340 mittags pintt werden zur Versetzung der Laternen von der Klinit- bis bunst. zur Hofmannstraße genehmigt, ebenso die Verseßung je eines Kandelabers in der Dammstraße und in der Ostanlage. Von der Stadtkasse. Da auf unserer Stadtkasse sehr viel Gelder eingelaufen, In den befommlicher S nidt unangebr gerade unfer he Anwesend: Bürgermeister Mecum, Beigeordneter Grüne die man, ohne zu irren, nicht leicht zählen tann, so erhält Anzahl von na berg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffly, Hanau, Haubach, Helfrich, Heylichenstaedt, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirsch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Pirr, Dr. Schäfer, Schafftaedt, Schmall und Wallenfells; entschuldigt: Beigeordneter Georgi, die Stadtverordneten Dr. Fuhr, Dr. Gutfleisch, Heichelheim, Betri und Schiele. der Stadtrechner eine Geldwaage. Die Gehaltserhöhung der Forstbeamten wird von der Finanzdeputation nicht befürwortet und demgemäß abgelehnt. Kari Bergmann in der Ederstraße hat wiederholt ein Baugesuch bei den Stadtverordneten eingereicht. Das erste Mal war es abgelehnt worden. Gegen diesen Beschluß legte Bergmann Berufung ein beim Kreisbauamt. Der Kreisbauinspektor empfiehlt denn auch jeßt das Baugesuch. Der Bürgermeister spricht sich dagegen aus. Dr. Concessionen. Neben den altb in der ganzen nun befonders Weglar in der brunnen, welche eritent. Sch Genehmigt: 1) Gustav Trinkaus, Seltersweg 50: alljährlich stei weinausschank, 3) Friedrich Klages, Frankfurter Hof: Ver- Brunnens we Gastwirtschaft, 2) Heinrich Erle, Westanlage 5: Brannt Den 70er Jah Fürstlichen für eine, me größerung des Wirtschaftsbetriebs, 4) Heinrich Rühl, Nev stadt 31: Schankwirtschaft, 5) Heinrich Schmidt: Kantinen betrieb, 6) Herm. Hubli, Riegelpfad 38: Schankwirtschaft, 7) Philipp Gans, Dammstraße 34: Schantwirtschaft ist wachsenden treiben wollten.( Abg. Köhler- Langsdorf: Das ist Schäfer betont, daß es sich hier um eine Prinzipienfrage schuß abgelehnt, 8) Karl Rühl, Russischer Hof: Schantwit nationalen A zum zweiten Mal genehmigt, obwohl vom Provinzialausrichtung der gelogen! Der Präsident ruft den Abg. Köhler zur handle, darum nämlich, ob eine von der Versammlung be- schaft. Abgelehnt: 1) Friedr. Geisel, Wagengaffe 7 in Wiesbade sema mmidiatorstr. 46: Gertrudis beriefen sich die Herren stets auf das Volk, hier aber vertreten sie keinen volkstümlichen Standpunkt, sondern einen reaktionären. Abg. Weidner: Er sei das Karnikel, auf das der ganze städtische Unmut sich entlade. Schon das zeige ihm hier das städtische Uebergewicht. Wenn er vom Lande rede, so meine er damit nicht nur die Bauern, sondern ebenso auch die Gewerbetreibenden auf dem Lande; Redner wendet sich gegen die Errichtung der Irrenanstalt in Gießen, wo wieder einmal die Stadt gegen das platte Land gesiegt habe. Ebenso berhalte es sich mit dem Lehrerinnenseminar in Darmstadt. Er beharrt auf seinem Standpunkt. Die städtischen Abgeordneten seien die Veranlassung. wenn das direkte Wahlrecht zu Grabe getragen würde; denn sonst könnten sie ja von der Vermehrung der städtischen Size abstehen. Was Preußen bei der MainDas Gesuch wird gegen zwei Stimmen abgelehnt. Arbeitsvergebung. Das der Stadt gehörige, früher Noltesche Haus in der Licherstraße bedarf der Renovierung. Unter den Bewerbern zu dieser Arbeit ist der billigste Weißbindermeister Nicolaus. Die Baudeputation schlägt vor, nicht diesem, sondern dem Weißbindermeister Wagner die Arbeit zu geben. Allein aus der Versammlung erhebt sich gegen diesen Vorschlag ein kräftiger Widerstand. In sehr drastischer Weise bestreitet Stadtv. Euler, daß Wagner bloß weil er mehr fordere, auch mehr Garantie biete für eine ordentliche Arbeit als Nicolaus. Fast alle andern Redner sind gleichfalls für Nicolaus, der ein völlig vertrauenswürdiger Geschäftsmann sei, Er erhält denn schließlich die Arbeit durch eine große Majorität. Branntweinausschank. Giessener Cagesneuigkeiten. r. Das dritte Abonnementskonzert hatte gestern Abend vorzügliches Wetter und sehr guten Besuch zu ver zeichnen. Alle Tische waren besetzt. Es giebt aber auch kaum etwas reizvolleres als so ein gutes Konzert bei milder Abendluft unter den Zweigen alter ehr würdiger Bäume. Wohlgegründet fizzen die sißen Alten" und gönnen der Jugend die Freude, die sie einst selber genossen, an die sie sich dankbar erinnern. reizender Anmut sieht man sie wechseln, die bunten Mützen, Mützen, die duftigen Kleider. Alle plaudern fie fröhlich und denken noch nicht an die Sorgen, die in der Zukunft Schoß ihnen noch aufbewahrt sind. Glüc In Matron reich bohen Gehalt Figenichaften, baben, den Mi affen. Auf Frankfurt a. Durch die Ver ausgezeichnet. erfennung jed Sie fortgefekt geworden, we Auslande, jo funden hat. et beinahe 1 bat es fich er Blodstraße, tande waren, follen t. mit Slinterpflafter 1, weil die Fertighten ins Feld führte, erft ann. enbahu. Sahn an die Stadt a liche Jugend! Musikliebhabern war es eine angenehme lleberraschung, daß gestern Abend der Kriegsmarsch aus Siegfried Wagners der Bärenhäuter" o. F. Carlschulz, welcher morgen Samstag abend zur Aufführung fam. Wer sich noch erinnert, mit unter gütiger Mitwirkung des Herrn Guler im Café welcher Spannung man der Erstaufführung dieser Oper Leib einen Vortragsabend veranstaltet, ist bei uns kein entgegensah, der begreift wohl, daß man sich, wenn Fremder mehr. Hofopernsänger Carlschulz ist ein vielFremder mehr. Hofopernsänger Carlschulz ist ein vielman noch nicht Gelegenheit hatte, den Bären- seitiger Künstler, er ist nicht nur ein vorzüglicher Sänger, den Bären seitiger Künstler, er ist nicht nur ein vorzüglicher Sänger, häuter" in einem größeren Opernhaus zu sehen, auf sondern auch ein gewandter Deklamator und ausge zeichneter Humorist, dessen lebhafte und prickelnde Weise vorzutragen die Wirkung auf seine Hörer nie verfehlt. Herr Guler hatte sich bereit finden lassen beim GarlſchulzAbend mitzuwirken, wogegen dessen Veranstalter einen Teil der Einnahme für wohlthätige Zwecke in unserer getreten mit der Beding Diese Nummer des Programms besonders freute. I tritt heute ein. einzuwenden. Außerde adt gehöriges Stück v * In der gestern nach der Stadtverordnetenfigung stattgefundenen geheimen Sigung wurden mehrere Arbeiten an den Sielbauten vergeben, und zwar die Tementröhren an die Firma Garſtanjen u. Co. in Duisbon feinem auf nassauischem Gebiet belegenen Mineral-| Böttinger- Pfarrer Zinnaus Herbst ein verkündigt, brunnen überflügelt worden. das wegen vorgerückter Stunde am vorigen Freitag nicht mehr gefällt werden konnte. Der Angeklagte wird von der Anklage der Beleidigung freigesprochen, allein die Berufung, die der Privatkläger wegen der Rörperverlegung eingelegt hatte, wurde verworfen, weil der Stock, den Zinn benutzt hatte, ein gefährliches Werkzeug sei. Es sei Sache des Staatsanwalts und nicht des Privatklägers, die Sache zu verfolgen. Johannes Maul aus Holzmühl ist der Majestätsbeleidig= ung angeschuldigt. Er soll den Großherzog einen „ Lausbub" genannt haben. Der Angeklagte ist vor lauter Flennen faum verständlig. Er beteuert seine Unschuld. Aus den Zeugenaussagen geht hervor, daß der Angeklagte am 18. Januar in einer Wirtschaft in haben soll, er habe vor Lausbub gewesen sei. Aus der Zeugenaussage geht ferner hervor, daß, wie der Vorsitzende bemerkt, wieder persönlicher Wunsche soll entsprochburg, die Sinkkasten und Schlammeimer an die Geigerſche Stadt spenden wird. Mt. für Pflaster, Rand Fabrik in Karlsruhe und die Aufsätze zu den Sintzurückerstattet. Fern Lasten und die Steigeisen an die Firma Schütte, Leibesübungen interessieren, seien darauf aufmerksam beschränkte Eige Meyer u. Eo. in Lethmathe( Westf.) Ferner wurde gemacht, daß morgen, Samstag wieder Turnspiele auf dem Großherzog schon präsentiert, als dieser noch ein es fistalischen, an de e werde. ungsanspruch. Herr Bürgermeister Mecum zum Vorsitzenden des Gewerbegerichts gewählt. dem Trieb stattfinden. e. Es lebe der Landwehrmann! Heute Morgen bee. öffentliche ein affe sollte Waffer in de fie foffe empflege 23rovinzialtages der Broving Oberheffen Andet wehrleuten, die nun ihre llebung beendet haben, unter uchundt. Baſſerwert be. It a pen unter Vorsitz des Provinzialdirektors von jauchzt wohl auf, wenn man den engen Uniformrock am Samstag, 28. d., im Saale des Hotels zum Führung eines Sergeanten nach dem Bahnhof. Man ochen wissen und zw Außerdem steht die Prüfung der Rechnung der Prov.- Traufe mit Leute kommen aus dem Regen in die dern für eine vom Beren Kasse und die Feststellung des Voranschlags auf der ebenso anstrengende Erntezeit. Militärdienst in die sicher ht aus, man dürfe einen cn. bert gegen die Heram 3 verlängerten Ali Bürgermeisters with Fabrikant Louis La 18 von 40 Pf. Aner Reffamation wird as Stadtv. Krumm sprig Tagesordnung. a. Das durstige Gießen. Bekanntlich haben die Untrag, auch von de Gießener Brauereien im Jahr 1901/02, die Ausfuhr hen, wird mit ſtate abgerechnet, 20,200 heftoliter für Gießen gebraut. Mit dem importirten Bier( 12,700 Liter) zusammen wurden also von etwa 25,000 Gießenern 32,900 Heftoliter Bier in einem Jahr getrunken. Es kommen alſo in 1 Jahr auf den Kopf 131,6 Liter. Rechnet man das Jahr zu 360 Tagen, so stellt sich der tägliche Verbrauch auf 0,36 Liter, also knapp einen richtigen 4 Zehntel- Schoppen. Das wird gewiß manchem etwas wenig vorkommen. Wenn man aber bedenkt, daß die er zum Aufhängen& das ſtarte Geschlecht an Zahl überwiegt, verhältnisKlage gewärtigen wil mäßig wenig Bier trinkt, daß ferner Kinder bis zum 5. Lebensjahr, die es auch in ziemlicher Menge giebt, Intrag der juristisch gar keine alkoholischen Getränke zu genießen pflegen, ch des Rechtswegs" und daß schließlich auch zahlreiche Männer zum„ Blauen us nämlich ist es Streuz" gehören oder auch ohne dazu zu gehören keine schleppen, ohne daß er geistigen Getränke trinken, wenn man auch an die chäfer spricht sich fi vielen Weintrinker denkt, die dem Alkohol nicht Feind gig, daß man nach de find, aber doch das gewöhnliche Bier nicht trinken, so Des Provinzialausschussteigert sich der tägliche Verbrauch für die trinkfeste cufe. Der Antrag win Jugend ungefähr um das vierfache. bauftatuts. стобиниден, Bevölkerung eine Woh ■ t gebaut werden, wel * Am 16. und 17. Juli d. J. findet in Stuttgart der 25. Deutsche Fleischer- Verbandstag statt. Der Deutsche Fleischer- Verband umfaßt 35,238 Mitglieder.. * Schau- und Wettschwimmen im Volksbad. Die Häuser in das zukün Vorbereitungen zum Schwimmfest am nächsten Sonnpassen wird. Stadt tag sind bereits getroffen. Vom ersten Frankfurter eraus langsam behandel Schwimm- Klub werden sich die besten Schwimmer und Stadt. Der Bürger Springer beteiligen. Die Vorführungen werden recht tadtbaurat schon wieder gefällig und spannend ausfallen und bestehen aus gem Erfolg, den Auftra folgenden Nummern: 1. Reigenschwimmen, ausgeführt hleunigen. Er bedauer von 16 Herren, 2. Brustschwimmen( Wettkampf), 3. Seiten rats Gail borläufig schwimmen( Schaunummer), 4. Tauchen nach Tellern, Die Versammlung fti 5. Hechttauchen, 6. Rückenschwimmen( Wettkampf), Chat ist es verwunderli7. Springen, 8. Schnellschwimmen( Wettkampf), amt bei den wichtigste 9. Schulschwimmen, 10. Schnellschwimmen Spanisch en scheint:„ Nur imme( Wettkampf), 11. Wasserballspiel, 14 Teilnehmer. Die em Ansehen bei der ver Nachfrage nach Eintrittskarten ist bereits recht rege, wodurch sich ein besonderes Interesse für diese Berbloß schaden. anstaltung fund giebt. Hoffentlich gehen die Wünsche htung. - mod der Veranstalter, einen recht tüchtigen und leiſtungsfähigen Schwimmverein ins Leben zu rufen, durch diese Beranstaltung in Erfüllung. Das Fest beginnt nach 340 mittags pünktlich 3,30 Uhr. Damenbesuch ist eranlage bei Tribus und baher kommenden Antras und Wafferwerkerepa lung auch. n von der Klinik- b wünscht. To die Verfezung je eins b in der Oftanlage. tkasse. In den gegenwärtigen Sommertagen, wo ein befömmlicher Trunk doppelt geschätzt wird, ist es gewiß nicht unangebracht, einmal darauf hinzuweisen, daß viel Gelder eingelaufer gerade unser herrliches Lahnthal der Ursprungsort einer Verdingung von Lieferungen. Die Königl. Eisen bahndirektion Köln hat die Lieferungen von 290000 Kg. rohem und 345000 kg. gereinigtem Rüböl, ferner von 30000 Stg. gewöhnlichen Holzkohlen, 57000 Stüd Glühkörper für Gasglühlicht, 10000 Stück Stiften ausgeschrieben: Angebote sind bis zum 2. Juli 1902, Vormittags 10.30 Uhr porto- und beſtellgeldfrei an die * Aus Anlaß eines besonderen Falles macht das Großh. Ministerium darauf aufmerksam, daß die kollekteure der hessischen Landes lotterie als öffenteltheinisches Turufeſt. Un sämtliche dem Beamte zu betrachten seien. Mittelrheinkreise angehörende Turnvereine sind nunmehr die Einladungen zu dem vom 2.- 5. Auguſt d. I. in Worms stattfindenden großen Feste ergangen. Den Mittelpunkt des festlichen Lebens wird das große Festzelt bilden, das für 3000 Personen Raum bieten soll. Als weitere Stätten der leiblichen Erquickung sind drei große Bierzelte, ein geräumiges Weinzelt und ein Wiener Café vorgesehen. Für die Beleuchtung des Festplates und sämtlicher Wirtschaftsräume ist elektrisches Licht in Aussicht genommen. Aus Hessen und nachbargebieten. s. Rödgen, 19. Juni. Heute fand bei uns Beigeordneten- Wahl statt. Da kein Gegenkandidat auf gestellt war, so wurde Herr Heinr. Inderthal, der übrigens schon 27 lange Jahre sein Amt führt, einstimmig wiedergewählt. gt. Alsfeld, 19. Juni. Die diesjährige Grassamenernte aus den Domanialwaldungen der Oberförsterei Sterndorf, soll am Mittwoch, 25. Juni im Saale des deutschen Hauses zu Alsfeld versteigert werden. Marburg, 20. Juni. An Prämien wurden auf der Rindbiehausstellung verteilt: für SimmenThaler- Zuchttiere 895 Mt., für Vogelsberger- Zuchttiere 660 Mr. Ferner wurden noch silberne und broncene Medaillen verliehen. * Kirchhain, 18. Juni. Gestern Abend kam ein Bierfahrer mit einem Bahnwärter in Streit. Hierbei wurde der Erstere durch einen Schlag mit einem Spaten so schwer verletzt, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. v. Butzbach, 19. Juni. Gestern Abend fand im Beisein des Kreisfeuerwehrinspektors Hyronimus die Abnahme der von der Stadt neu angeschafften Feuerwehrleiter statt. Die Leiter hat 1700 Mark gekostet. ht zählen kann, so erhäl Anzahl von natürlichen Mineralwässern ist, welche sich vorigen Sonntag, das erste, das überhaupt hier gehalten er Forfibeamten in der ganzen Welt einen hohen Ruf erworben haben. Neben den altberühmten Quellen von Niederfelters ist es n. Melbach, 18. Juni. Das Missionsfest am worden ist, hat einen schönen Verlauf genommen. Die Sollefte ergab 120 Mt., außerdem wurden für 20. Mr. cht befürwortet und dem nun besonders der am westlichen Ende des Kreises Missionsschriften verkauft. деп. Weftanlage 5: Bram Wezlar in der Gemarkung Biskirchen belegene Gertrudisbrunnen, welcher sich beinahe drei Jahrzehnte lang in erfreut. Schon in alter Zeit war das Wasser des i. Friedberg, 18. Juni. Heute Nacht um 1 Uhr wurde ein Mondregenbogen, der im Osten etwa 5 Minuten lang stand, beobachtet. Er ging in weitem Bogen über den ganzen östlichen Himmel. Mitten Trinkaus, Seltersweg 50 alljährlich steigendem Maße der Gunst des Publikums , Frankfurter Hof: Brunnens weithin bekannt und geschätzt; allein erst seit darin stand der Widerschein des Feuers der in Trais4) Heinrich Rühl, den 70er Jahren, wo die Quelle in die Verwaltung des Horloff brennenden Brikettfabrik. Unter Beteiligung inrich Schmidt: Kantin Fürstlichen Hauses Solms- Braunfels überging, welche von über 100 Landwirten fand am Sonntag im pfad 38: Schantwintig für eine, modernen Ansprüchen und dem immerwährend Saale des Hotels zu den Drei Schwertern" die 34: Schantwirtschaft wachsenden Verbrauch entsprechende Fassung und Ein- General- Versammlung des Landw. Bezirks Swohl vom Provinzialrichtung der Quelle Sorge trug, ist es in den interRuffifcher Hof: Shant nationalen Wettbewerb eingetreten. Prof. Dr. Fresenius erntete der Vortrag des Prof. Dr. Albert- Gießen Monid, Wallthorftr. 4 Bertrudisbrunnens, neben doppelt fohlensaurem erfolges unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit iedr. Geifel, Wagengaffe neuigkeiten. onzert hatte gestern Ab r guten Besuch zu besetzt. E giebt Den Zweigen alter ndet fiken die 13 fo ein gutes fo Freude, die fie einft fel dankbar erinnern. The wechseln, die bun der. Alle plaudern aufbewahrt find. G an die Sorgen, die in Wiesbaden hat festgestellt, daß das Wasser des und Zuchtvereins statt. Besonderen Beifall über„ Kontrole der Viehfütterung und des FütterungsKontrolvereinen in Dänemark." v. den S. Darmstadt, 19. Juni. Zum Aſſiſtenten für die Kunst- und historischen Sammlungen des Landesmuseums, wurde Dr. Georg Haupt aus Halle ernannt. z. Mainz, 19. Juni. Dem Justizrat Dr. Karl Braden wurde der Charakter als Geheimer Juſtizrat erteilt. Natron reich an Chlornatrium sei und einen relativ hohen Gehalt an doppeltkohlensaurem Lithion besize, Sigenschaften, welche namentlich auch dazu beigetragen haben, den Niederfelterser Quellen ihren Weltruf zu verhaffen. Auf einer Reihe von Fachausstellungen, wie Frankfurt a. M., Stuttgart und Wiesbaden wurde es durch die Verleihung goldener und filberner Medaillen ausgezeichnet. Die größte Auszeichnung und beste Anerkennung jedoch ist dem Gertrudisbrunnen durch die fortgesetzt steigende Zahl treuer Anhänger zu teil geworden, welche sein Wasser in Deutschland wie im Aus dem Gerichtssaal. Auslande, so namentlich in England und Amerika ge= unden hat. Auch in Gießen, wo seine Vertretung jeit beinahe 1/2 Jahrzehnten in gleichen Händen ruht, hat es sich längst eingebürgert und ist bis jetzt noch um 8 Uhr. Zuerst wird das Urteil in der Affaire WORK Straffammer. Gießen, 20. Juni. * Urteil: Der Angeklagte liche Denunziation icher Feindſchaft eine ganz gewöhn wird von Strafe und soften freigesprochen. tragt 3 Monate Gefängnis. Jahre alten Zehrer Georg Fehler verurteilte den 32 14 Jahren dort angestellt ist und eine klaſſe von 76 Schülern und Schülerinnen führt, wegen lleber= schreitung des Züchtigungsrechts unter Annahme mildernder Umstände in eine Geldstrafe von 20 Mark, ebent. 4 Tage Gefängnis. H. hat am 4. Jan. d. J. einen 8jährigen Schüler, der in der Rechenstunde nicht aufmerksam genug war, mit einem Stocke mehrere Hiebe auf den Kopf gegeben, sodaß die Ohrmuschel start anschwoll und über dem linken Schläfenbein einen Einriß zeigte. Der Junge hatte ferner auf dem Kopfe fünf bis sechs ca. 8 Ctm. lange und 3/4 Stm. breite bläulich gefärbte Wulstungen. F. Frankfurt a. M., 18. Juni.( Kriegsgericht der 21. Division.) Bei einer Felddienstübung mit Playpatronen vergaß der Musketier Maul von der 11. Komp. 81. Inf.- Rgts.( Frankfurt a. M.) sein Gewehr zu sichern. Als auf einen„ Sprung" das Kommando " Halt! Nieder!" kam, ging in dem Moment, wo sich Maul auf den Bauch warf, die Flinte los, und der Schuß traf den direkt vor Maul liegenden Musketier Seibold an den Absatz, wodurch eine leichte Verwundung entstand. Maul wird wegen unvorsichtiger Behandlung einer Waffe zu 4 Wochen Mittelarrest verurteilt. Start Deueste Nachrichten. Wien, 20. Juni. Die gesammte hiesige Bresse widmet dem verstorbenen König von Sachsen äußerst mit ihm ist ein edler, harmonischer Charakter, ein hochsympatische Nachrufe. Die Neue Freie Presse schreibt: Herziger friedensliebender Fürst dahingegangen. Sein Andenken wird in hohen Ehren fortleben. Jeannette eine Explosion statt, wobei 2 Arbeiter Paris, 20. Juni. In Gerome fand in der Grube getödtet und 2 schwer verwundet wurden. London, 20. Juni. Der Schaden, welchen der letzte Cyclon bei Karachi angerichtet hat, beläuft sich auf über 500,000 Pfund Sterling. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 4. Sonntag nach Trinitatis, den 22. Juni. Gottesdien ft. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten der Matthäus gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Stamm. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusge und Markusge meinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11,15 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer In der Johanneskircher Dr. Grein. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lufas und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher beidem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11,15 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. An diesem Tage nach allen Gottesdiensten Sammlung für die evangelische Gemeinde Bürgel bei Offenbach zum Bau einer Kirche. Katholische Gemeinde. Samstag, 21. Juni. our min Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 22. Juni. 5. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Die erste heil. Messe, " " vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Andacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 21. Juni. mu Borabend 7,45 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9,40 Uhr. Kleine Anzeigen wie Stellengesuche, Stellenangebote, An- und Verkäufe, Vermietungen 2c. haben guten Erfolg in den Gießener Neueste Nachrichten. Der Vorsitzende Dr. Güngerich eröffnet die Sizung Für Abonnenten die Zeile nur 5 Pfg. madsgigde Grosser Inventur- Ausverkauf. Sämtliche grossen Waaren- Bestände in Wäsche, Weisswaaren u. Ausstattungs- Artikeln werden zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. Günstige Einkaufs- Gelegenheit für Brautleute, 1075 Fritz Nowack, Ausstattungs- Geschäft und Wäsche- Fabrik. Verdingung. Die Weissbinderarbeiten zur laufenden Unterhaltung des städtischen Kasernements an der Grünbergerstraße sollen Dienstag, 24. Juni d. Js., vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreibstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. frist 14 Tage. Das Stadtbauamt. J. V. Gerbel. Verdingung. Zuschlags 1198 Die zur Veränderung der Wasserabflußrinnen, sowie Anbringung zweier Schußbleche am Uebergangssteg über die Oberhessischen Bahnen erforderlichen Schlosser- und Spenglerarbeiten sollen Mittwoch, 25. Juni d. Js., vormittags 1134 Uhr öffentlich verdungen werden. Bekanntmachung. Betr. Die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pftünde von 260 Mt. jährlich an eine in Gießen geborene Handwerkerswittwe zu vergeben, welche einen guten Ruf befißt, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt hat und wahrhaft dürftig sein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Bureau des Armenamts- Zimmer Nr. 4 entgegengenommen. - Gießen, 17. Juni 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Nur ges. erl. Serienloose! Nächste Ziehung I. Juli. Jährl. 12 Zieh. m.abw.Haupttr der Dienſtſtunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreib- Mark: 300 000, 120000 Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während stube zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, 18. Juni 1902. Das Stadtbauamt. J. V.: Gerbel Bekanntmachung. 1188 Bis Ende dieses Monats sind bei Meidung der Beitreibung zu bezahlen: 1. Gemeindefteuer 1. u. 2. Ziel 1902/03. 2. Schulgeld für höhere und erweiterte Mädchenschule fürs I. Vierteljahr 1902/08. 3. desgl. für die Vorschule des Gymnasiums. 4. desgl. für Realgymnasium und Realschule. 5. Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1901. Zahltage: Jeden Vormittag von 8-12 Uhr. Gießen, 18. Juni 1902. Stadtkasse Gießen. Doepfer. Deutscher Schwimm- Verband Kreis Süddeutschland, Gau I 90000,45000,30000 etc. Jedes Loos ein Treffer. Monatl. Beitrag Mk. 10( 1/2 5.-) Anmeld. umgeh. erb. an: H. Bürchler, Waldshut- Ba. 123. Wuk Wirkt Wunder 00000 00000 Contentia. ( Wohlthätigkeits- Verein.) Sonntag den 22. d. m s. Waldpartie... II. Schneise links Licherstraße. Abmarsch mit Musik um 3 Uhr bei Mitglied Fehl( Kronprinz, Licherstraße.) NB. Bei ungünstiger Witterung von 4 Uhr an geselliges Beisammensein mit Musik im Steins Garten.( Kl. Saal). indem jede Wassersuppe kräftigen Fleischbrühe- Geschmack annimmt. Aus gezeichnet anzuwenden für alle Suppen, Gemüse, Saucen. Eine Tasse WukBouillon, in Wohlgeschmack und Kraft der feinsten Hühnerbrühe gleich und nur bereitet, kostet 1/2 Pf. Der Würze- Und Kraft Extract ,, Wuk" ist in Büchsen à 25, 55, 90 Pf. überall zu haben. Vereinigte Nährextract- Werke Dresden In Giessen bei: zur Förderung und Verbreitung des Schwimmwesens in Gießen: Sonntag, 22. Juni, nachmittags 3.30 Uhr mit Wasser und einer Messerspitze ,, Wuk." Schau- und Wettschwimmen, Springen und Tauchen im Volksbad. Interessante Vorführungen. Eintritt 75 Bfg; im Vorverkauf 50 Pfg: Karten im Volksbad, Herren Lind, Kirchenvlaz und Rübsamen, Schwimmanstalt zu haben. Carlschulz- Abend unter gütiger Mitwirkung des Herrn Euler Samstag, 21. Juni, abends 8.30 Uhr im Theater- Saale des Café Leib. 1024 Gebr. Adami, Mäusburg, Georg Adami, Frankfurterstrasse, Gebr. Berdux, Bahnhofstrasse u. Filiale Lindenplatz 12. Carl Eichmann, Nordanlage, Ph. 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