Nr. 270. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Platt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 19. November 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Vfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Fryedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzog'ichen Bürgermeisterei Gießen. Die Gießener Neuesten Nach richten werden auf 55 Orten gelesen. Meine gesammte gesammte Auflage ist naa, weislich 2500. geblich sei die neue cht dazu beſtimmt, in englischen oder amerikanischen Gemäss rn zu fonfurrieren. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Das Regierungsblatt Nr. 75, ausgegeben am 18. November d. J., enthält: Verordnung, die Enteignung von Gelände zum Bau von Nebenbahnen von Hetzbach nach Beerfelden und von Ingelheim nach FreiWeinheim einerseits und nach Jugenheim und Partenheim andererseits. Vom 12. November 1902. Interpellation wegen der Fleiſchnot wird seitens der Berlin, 19. Nov. Die im Reichstage eingebrachte Interpellation wegen der Fleischnot wird seitens der Regierung nach dem Lokal- Anzeiger schwerlich schon in der nächsten Zeit beantwortet werden, da einige der über diese Frage in den einzelnen Landesteilen ein geforderten Berichte noch ausstehen und da zur crDer zugleich in meinem Verlag erschöpfenden Beantwortung auch das Ergebnis der am**( Privattelegramm.) Die Konstituier 1. Dezember vorzunehmenden Vichzählung abgewartet ung des hessischen Landtages findet cheinende Bote aus dem Ohm- u. werden soll. nächsten Montag Mittag 12 Uhr zu DarmFeldathal wird bereits auf 26 Orten verordnetenwahlen der 3. Abteilung fiegten in sämtlichen Einweisungskommiffären wurden ernannt: Frhr. Leipzia, 19. Nov. Bei den gestrigen Stadts stadt im Ständehause statt. 3u Landesherrelesen und durch eigene Boten ver lichen Wahlbezirken der Stadt die Sozialdemokraten eitet. Max Albin Klein. mit großer Majorität. Straß ura, 18. November. Die Bürger- Zeitung beröffentlichte heute eine Ehrengerichts- Affaire, die großes Aufsehen erregt. Dem Chef der reichs( Inh. der vorm. Keller'schen Druckerei, gegr. 1783.) ländischen Medizinal- Verwaltung, Geh. Medizinalrat Politische Nachrichten. Um Zum Loreley- Zwischenfall Berlin, 19. November. Der Lokal- Anz." meldet 18 Athen: Der bisher vermißte Matrose Köhler urde gestern früh in betrunkenem Zustande in aloren bei Athen ohne Widerstand verhaftet. ir morgens fiel beim städtischen Schlachtviehhofe schmutzig gekleideter Matrose auf, der schwankend jer fam. Er wurde von einem Jäger angehalten, und Polizei- Direktion geführt, wo sofort das Verhör cch den Staatsanwalt begann. Der Verhaftete, der seine ochentags Uniform und Müze trug, an welcher jedoch der menszug des Schiffes fehlte, gab an, er heiße Johann ager, sei Dst rreicher u d von einem Difizier nach Aih n g= idt, um beim Kommandanten ein n Brief abzuholen. Dieser bne in en m Hotel, das in der Nähe einer großen Bank liege. fi. dem Schiener stra ge fo gend, von Piräus zu Fuß ommen da der D, fizier ihm fein Geld gegeben habe. Die age nach dem Namen des Kommandanten fonnte er nicht big beantworten Der Staatsanwalt fuhr am Nachmittag bem ergr ff nen Röhler ab. Während der Fahrt gestand hler ein, den Mord an den Unt ro fizer Biederißfi bengen zu haben. Mith Ifer habe er nicht gehabt. Berlin, 18. Nov. Aus Paris wird gemeldet: Nach er Herolt meldung soll die Bestellung einer neuen enn Yacht für Kaiser Wilhelm bevorstehen. An# Dr. Siumschs Patient. Noman von Dr. Halifar und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdruck verboten.) Wenige Minuten später verkündeten die regelmäßigen Atemige Audreys, daß er eingeschlafen war. Rumsey neigte sich leise or und nahm sachte das Papier unter seiner Hand weg. Mit ritischen Blicken betrachtete er die scharfe, deutliche Stizze des Jarons, bann stuzte er plötzlich: " Merkwürdig", murmelte er, die Gestalt des Mannes, von em man nur den Rücken sieht seine Haltung hat eine verveifelte Aehnlichkeit mit Audrey. Der Aermste! Was bedeutet nur?" Völlige, aber ganz völlige Nervenzerrüttung natürlich! as nächste bei ihm wird sein, daß er sich selbst des Mordes ichtigt! Er muß ungesäumt in Behandlung genommen werden. er was macht man mit ihm? Was thut man in diesem erklärlichen Falle?" Bierzehntes Kapitel. Als Nobert von Audrey erwachte, fühlte er sich viel besser. wunderte sich nicht wenig, daß er sich im Armstuhl ſizend und ht im Bett fand. Dr. Rumsey erkannte sofort, daß sein Patient Vorgänge der vergangenen Nacht total vergessen hatte, und chloß, den Baron die von ihm angefertigte Beichnung nicht en zu lassen. Er steckte sie in die Brusttasche, um sie später in nen Schreibtisch zu schließen. Wer weiß, vielleicht bedurfte man er später doch einmal! Vorläufig wäre es besser, das Audrey hts von ihrer Griſtenz erfuhr. Die beiden Männer frühstückten zusammen, und Rumsey begann sprechen. " Ich will Ihnen die Wahrheit nicht vorenthalten, lieber brey. Ich habe Sie diese Nacht scharf beobachtet und bin froh, ich bei Ihnen wachte; denn ich bin jetzt im stande, eine forrefte Ignose Ihres Befindens stellen zu können. Sie sind weit davon ernt, gesund zu sein- Sie befinden sich in einem Zustand, ber geringfügigste Anlaß Ihren Geist über den Haufen werfen n. Das alles sage ich Ihnen, weil ich es für besser halte, In Sie die volle Wahrheit kennen. Sie brauchen jedoch durchfeine Sorge zu begen; denn solch ein Anlaß tritt möglicherje garnicht ein, und Ihr Zustand ist keineswegs so schlimm, Ihre seelische Kraft nicht wiedererlangt werden könnte. Meiner Dr. Krieger wird in dem Artikel der Vorwurf gemacht, daß er sich Unregelmäßigkeiten, sowie Beeinflußungen und direkte Beleidigungen von Ehrenrichtern hat zu Schulden kommen lassen. Auf ein Schreiben der Forderung auf Pistolen. Beleidigten antwortete Dr Krüger unlängst mit einer Die Amtstage Dr. Kriegers sollen nach diesen empörenden Vorgängen gezählt sein. Strakburg, 18. November. Der Professor der Staatswissenschaftee Dr. Knapp wurde zum forrespondier nden Mitglied der kgl. bayr. Akademie der Wissenschaften gewählt. Wien, 18. Nov. Der Historienmaler Julius v. Berger ist gestorben. Paris, 18. Nov. Ein aus Indo China zurückgekehrter höherer Beamter erklärte einem Marseller Redakteur, er wisse bestimmt, daß der japanische Generalstab einen Feldzuge plan zur Einnahme von Indo- China ausgearbeitet habe und daß Japan in wenigen Tgen 90 000 Mann Truppen do thin werfen fönne. Man hrfft, daß diese Angelegenheit in der Kommer zur Sprache komm n wird Mad d, 18. Nobbr. Zahlreiche Personen haben anläßlich des Attentats auf König Leopold ihre abgegeben. Karten auf der hiesigen belgischen Gesandtschaft Hongkong, 18 November Hier herrscht große Unrube infolge des zunehmenden Seeräuber- Unwesens. ihm von Piraten beigebrachten Verlegung gestorben. Ein früherer Polizist ist gestern an den Folgen einer Meinung nach ist Luftveränderung und eine völlig andere Umgebung eine unerläßliche Bedingung für Sie. Ich rate Ihnen also: reisen Sie sofort ab. Nehmen Sie weder re Frau noch Ihr Kind mit. Wenn Sie gestatten, werde ich Ihnen einen jungen, tüchtigen Arzt als Reisebegleiter verschaffen, der Ihnen seine medizinischen Kenntnisse nie aufdrängt, sondern nur stets zur Hand ist, um Ihnen einen guten Rat zu erteilen, falls Ihre bösen Nerven dies erheischen. Ich werde ihm einige Andeutungen über Ihre Leiden geben, aber nicht zuviel sagen. lleberlegen Sie sich meinen Vorschlag, faffen Sie einen schnellen Entschluß, Audrey. Neisen Sie, möglichst noch diese Woche. Unternehmen Sie eine Seefahrt ich möchte Ihnen eine solche nach dem Cap vorschlagen. Der besänftigende Einfluß des Meeres auf die Nerven wird sich auch bei Ihnen bewähren. Schließlich können Sie auch ein anderes Biel wählen, aber es muß eine Seereise sein. Der Winter steht vor der Thür, den dürfen Sie nicht in England zubringen. Reisen Sie von einem Ort zum anderen. lleberanstrengen Sie sich in feiner Weise, aber schaffen Sie sich Abwechselung, damit langsam neue Eindrücke, neues Leben in Ihr Inneres einziehen können. Das wird sowohl förperlich als geistig günstig für Sie sein. Wenn Sie meine Ratschläge befolgen, dann werden Sie bald genug das vergessen, was Ihnen jetzt ein Verhängnis dünkt, dem Sie nicht entrinnen zu können meinen. Kurz, Sie werden sich selber vergeffen, neue Kraft und Lebenslust wird Einfehr bei Ihnen halten und Ihnen Gesundheit, förperliche und geistige, bringen. Ich muß mich jetzt verabschieden, lieber Andrey. Die Zeit meiner Sprechstunde ist da, meine Patienten werden schon warten. Ich spreche heute abend bei Ihnen vor. Folgen Sie mir, thun" Sie, was ich Ihnen sage." " Das muß ich mir erst noch überlegen! So etwas kann man doch nicht so schnell beschließen." " In Ihrem Falle muß man es, und man kann es. Sie sind reich, Sie können sich alles leisten, was Sie wollen. Gehen Sie zu Ihrer Battin, besprechen Sie sich mit ihr, was ich Ihnen rate. Heute ist Mittwoch, Sie können also London am Sonnabend verlassen haben. Wenn Sie selber nicht genug Willenskraft und Energie besigen, um einen Entschluß schnell zu fassen und auszuführen, der zu Ihrer Besserung unbedingt erforderlich ist, dann muß eben ein anderer für Sie handeln und Sie von hier fort bringen. Und nun leben Sie wohl- bis heute abend." Die beiden Herren schüttelten sich die Hände, dann verließ Audrey langsamen Schrittes das Haus. Als er die nächſte Straßenede erreichte, hatte er bereits alles wieder vergeffen, was Rumsey ihm gesagt. Er hatte ein dumpfes, vages Gefühl, welches sich jedoch kaum zu einem bestimmten Wunsch emporrang, rug zu Nidda und die Ministerialräte Braun und Weber. Auf die Wahl der einzelnen Präsi denten legt man dieses Mal besonderes Augenmerf. ** Alwine Wiede, welche auf ihrer Gastspiel Tournee gestern in Göt ingen as" Ellida" in" Frau vom Meere" einen durchschlagenden Erfolg erzielte und bekanntlich Morgen in derselben Rolle hier auftreten wird, ist bereits heute hier eingetroffen, um an den Proben zu ihrer morgigen Gastspiel Vorstellung teilzunehmen. ** Wegen des unerwartet eingetretenen großen Frost es find gestern Morgen die Maurer- Arbeiten an der Kanalisationsbaustelle an der Wieseck eingestellt worden. Die anderen Arbeiten nehmen ihren ungestörten Fortgang. So ist man heute mit dem Auffahren einer Dampfpumpe bei dem Bauwerk an der Kreuzung der Westanlage und Bahnhofstraße beschäftigt. ** Feuer. Kurz vor dee Abfahrt des 2.50 nach Laubach agen 2 und 3. Klasse auf unaufgeklärte Weise Feuer. bestimmten Zuges entstand auf hiesigem Bahnhof in einem Glücklicherweise wurde der Brand rechtzeitig bemerkt, so daß nur drei schon Plaz genommene Personen mit beschädigten Kleidern und Schuhen 2c. davon tamen. Der Zug fonnte mit 12ftündiger Verspätung abfahren. ** Von hessischen Behörden werden st ecf= brieflich verfolgt: Kellner May Helleweg aus Mainz, wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen; Schuhmacher oder Dachdecker Heinrich Klees wegen Diebstahls vom Amtsanwalt zu Gießen; Zwangszögling Ludwig Göbel aus Lollar wegen Entweichens vom Polizeiamt Gießen; Installateur Franz Hofmann aus Deutsch- Haslau wegen Verfuchs des schweren Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; nach Hause zu fommen und mit Arthur spazieren zu gehen. Außer dieser unklaren Empfindung war in ihm alles öde und leer. Er war schon beinahe an seinem Hause angelangt, als er wahrnahm, daß eilige Schritte hinter ihm herkamen. Blößlich hörten sie an seiner Seite auf, und er vernahm ein furzes, schnelles Atmen, wie es eiliges Laufen hervorbringt. Mit einem unbestimmten Gefühl von Verwunderung, wer es wohl wage, ihm in dieser Weise nachzulaufen und bei ihm stehen zu bleiben, wandte er sich um und erblickte zu seiner Ueberraschung ein weibliches Wesen neben sich. Sie trug das einfache, schmucklose Gewand einer Frau vom Lande, ein abgetragenes, unmodernes Jaquet, das fast bis auf die Knöchel reichte, und darunter ein dünnes Kleid, das wohl für den Sommer passen mochte, dazu einen mit Sanimet garnierten schäbigen Hut und einen Schleier, der faum bis an die Nase reicht. Ihre ganze Erscheinung war dürftig, altmodisch und garnicht großstädtisch. „ Herr Baron, kennen Sie mich nicht?" fragte sie atemlos. " Oja", antwortete er, indem er stehen blieb und sie firierte. " Ist es möglich, daß Sie die kleine Hetty Armitage sind?" „ Ich war es, Herr Baron. Jezt heiße ich Hetty Vincent. Ich kam heimlich nach London, ohne daß ein Mensch es ahnt, um Sie zu sprechen. Es ist von größter Wichtigkeit, daß ich mit Ihnen spreche. Können Sie mir ein paar Minuten Gehör schenken?" Gewiß, Hetty", antwortete der Baron freundlich. Ein gut Teil seiner alten herzgewinnenden Liebenswürdigkeit tam wieder über ihn bei Hettys Anblick. Er übersah die Kleidung- weil er sie eben nicht fah. Ihr Erscheinen rief sonnige Erinnerungen in ihm wach, an seine Jugendzeit, wo er weber Sorge noch Summer gefaunt. Sie fam von daheim, sie gehörte zu seinen Landsleuten, seiner eigenen Heimat. Wie ein erfrischender Hauch fam es über ihn, da er sie wiedersah. " " Sie müssen mit zu mir fommen", sagte er liebenswürdig. Meine Frau wird sich freuen, Sie wiederzusehen. Wie geht es in Großhofen? Was machen meine Landsleute?" " Ich glaube, es geht ihnen gut, Herr Baron. Ich war längere Zeit nicht dort. Meines Mannes Bachthof liegt eine Stunde davon entfernt. Unb, Herr Baron"- fie dämpfte ihre Stimme zu einem Flüſtern nach Hause zu Ihnen faun ich nicht mitgehen. Es wäre gefährlich, wenn man mich Ihr Haus betreten sähe." „ Gefährlich?" fragte Audrey verwundert. Was meinen Ste damit?" Gie neigte bejahend das Haupt mit ben schweren, braunen Flechten. " Ich habe teine Beit," seufzte fie Aber boch des Die alte Berwanshtags," meder Ingenieur. bei der ten aus, und so ganz allein Wie wär's, Fräulein Rerner durchfuhr ein Gedanke. Dora, lebe, geht nur felwenn ich Sie einmal irgend Seifert öffnete die Tür des Wohnzimmers. Die Möbel Sein zugleich waren fünstlerisches Moquette- Plüsch mit Satteltaschen. junge Mann sab sich einen Augenblid befriedigt in dem lims schwebte noch der Duft seiner Morgenzigarre. richtet, und zwar mit ienem gediegenen, der aus hellem Eichenholz geschnißt, die Paneelsophas a Verständnis beweist. Junggesellenheim war hübsch, nicht ohne Lurus einge In den echten Se hehgari. Der Bun Nun Leberecht ernst. das Leben, das ich wurde nicht bestreiten. Ich habe schrieben habe? haben. Entsinnst du dich nicht, daß ich dir darüber geverschiedene Bateni pulauſt, die mit Gelb eingebracht ,, Von meinem Gehalt atein tönnte ich allerdings " Ja, ja, Patente!" Darauf verstand sich Rendant für dich fehn Sohnes entsann. Seifert nicht, obgleich Also deine Erfindungen haben sich er sich der Mitteilungen seines rmiesen. So, fo! Und was niter Leberecht sprach auf Seinen schüttelte abwehrend den Kopf. das Bater ein, doch dieser Wie Beit haben tann. Wort nicht verstehen." gefällt dir ,, Nicht jetzt, mein Junge, man " Die Leute haben eben alle teine Zeit," entschuldigte ,, Kann sein, ich verstehe es nur nicht, daß man feine Fürchterlich dieser Lärm, diese ewige bebjagd." Berliner Leben? Freilich, ich habe die Ewigkeit vor tann ja lein eigen Vächelte Vermischtes. V[ Die Braut in der Kiste.] Sir Horece Humbold, der frühere englische Botschafter in Wien, hat bekanntlich seine fogenannten ,, Enthüllungen" herausgegeben, in denen er Deutschland heftig angreift. Troß dieser Feindschaft gegen uns darf man ihm nicht absprechen, daß er höchst amüsante Sächelchen aus seiner Diplomatenlaufbahn mitteilt. Speziell eine aus seiner Konstantinopeler Zeit ist sehr interessant. Ein Korrespondent der ,, Times" in Nonstantinopel hatte sich in eine der Töchter eines reichen griechischen Kaufmannes verliebt. Er hatte ihr die Ehe bersprochen und das Mädchen liebte ihn wieder. Aber der Bater widersetzte sich der Ehe aufs hartnäckigste und so faßten die Liebenden aus Verzweiflung den Plan, der Engländer sollte die Griechin auf dem Seewege entführen. Da das Mädchen nach orientalischer Sitte sehr streng bewacht wurde, so blieb nur der Weg übrig, sie in einer Kiste als Frachtgut auf ein Schiff zu bringen, das der Journalist dann gleichfalls besteigen sollte. Das Unternehmen glückte: die Kiste mit der kostbaren lebenden Last gelangte unversehrt an Bord. Aber als dann unterwegs der Liebhaber sie öffnete- welche Enttäuschung! Das war nicht seine Angebetete sondern ihre ältere und viel weniger hübsche Schwester stieg heraus. Die jüngere hatte im letzten Moment den Mut verloren, und die ältere hatte sich entschlossen, sie zu vertreten. Der Engländer war zunächst entsetzt dann aber machte er gute Miene zum bösen Spiel, heiratete das Mädchen und wurde sehr glücklich. - - " 1 £[ Unsere Kleinen.] Einer Serie humoristischer Aussprüche aus Kindermund, die soeben ein süddeutsches Blatt mitteilt, entnehmen wir folgende niedliche Geschichtchen: Mar fragt seine Tante, was Raubtiere seien, worauf ihm zur Antwort wird, das seien solche Tiere, welche andere Tiere auffressen. So", meint er, dann ist also das Pferd auch ein Raubtier. Denn ich habe schon oft gesehen, wie es nach Fliegen schnappte." Ein ander.s Mal spricht Mar mit seiner ziemlich gleichaltrigen Schwester über den Sündenfall, und er wirst dabei zufällig die Frage auf, wann das wohl gewesen sei. ,, Natürlich im Herbst", meint seine Schwester. Denn sonst wären ja die Aepfel nicht reif gewesen." Mar hat alle Abend nach dem Zubettgehen ein Nachtgebet zu sprechen. Eines Abends hört sein älterer Bruder ihn das Gebet zweimal sprechen. Na meinetwegen, denkt er sich, soll er's nochmals beten, wenn es ihm Seelenruhe schafft. Da wird bas Gebet zum dritten Male gesprochen. Jetzt wird der Bruder ärgerlich, und beim vierten Gebete läuft er bestürzt zu Max und fragt ihn, was denn das heißen solle. Ja, weißt du," erwiderte Mag, ich habe die ganze Woche zu beten vergessen, und das will ich jetzt nachholen." Mar ging auch einmal mit seiner Tante spazieren und kam dabei an einem herrlichen Garten vorbei. ,, Ciehst du, Mar, hier in diesem Garten hat deine Tante als fleines Kind gespielt," erzählt die Tante ihrem Neffen. So, Tante? Ah, der muß aber alt sein," war die unbefangene Antwort. Ein schon älterer Knabe hörte seinen Bruder, einen Studenten, darüber schimpfen, daß man immer Tinte und Feder ins Kolleg schleppen müsse. Eines Tages überraschte er seinen Bruder mit einer sehr einfachen Erfindung. ,, Du, ich weiß jetzt ein Mittel, wie man ohne Tinte und Feder schreiben kann." Erstaunt fragte der Student: So, wie geht denn das?" ,, Mit Bleistift," lachte der Knabe. *[ Wie man berühmt wird.] Eine Kopenhagener Sängerin, so wird von dort berichtet, war ohne Engagement. Glücklicherweise aber wohnte sie in einem Hause, in dem dieser Tage ein schauderhaftes Verbrechen, der bereits berichtete Muttermord, vor sich ging. Ja noch mehr: nur durch eine Bretterwand war das süß schlafende Fräulein von dem Ort der grauenvollen Tat geschieden. Sie mußte natürlich zeugen, obschon sie nichts weiter wissen konnte. Doch war das ihr Glück. Jede Zeitung brachte Violas reizendes Konterfei- was Wunder da, daß die Variétédirektoren der Hauptstadt sich die Beine abliefen, um die bekannte Sängerin Fräulein Viola für ein Auftreten zu gewinnen. Schon der erste Abend ihres Auftretens merkwürdigerweise nennt sich die glückliche Bühne auch noch ,, Der Sarg"- hat Frl. Violas Künstlerruhm gefestigt. Ob es lange dauern wird? |:[ Internationale Heiratsvermittlung.] In der ,, Newyorker Staatszeitung" vom 4. November liest man: Das Land, in dem die Grenzen groß sind und der Zar weit ist, stellt an unseren Newyorker Sanitäts- Kommissär, den guten Dr. Lederle, eigentümliche Zumutungen. Das Volk von Rußland hat uns die egyptische Augenentzündung gebracht, welche der Arzt bekämpfen muß, und nun kommt gar ein hoher Adel aus dem Gouvernement Grodno und will Lederle zum Heiratsvermittler machen. Unter ,, P. C. Briefkasten, Nr. 505" Kusniza, Grodno, Rußland, will ein Heiratskandidat Antwort auf folgenden Brief haben: Ich wende mich an Ihnen, allerwertester Departement, miet der Biete, Sie werden mir eine amerikanische Dame nennen, mit welcher ich mich spätter in Ehefesseln vereinigen lassen könnte. Bin ich Grundbesizer und Edelmann. Ist Vatter meines ein General und Mutter ein Edelfräulein aus Livland. Bin ich erzogen in Deutschland und spreche dieses Landessprache nebst französisch und russisch. Junge Dame muß von gutes Familie sein und 50 000 Dollars haben oder merr, unabhängig für ihr selbst. Bin ich 25 Jahre und würde wünschen Weib von gleichem Alter oder weniger. Wenn nicht, bin auch mit Witwe, etwas älteren zufrieden. Ohne Unterschied der Relligion, wenn 50 000 Dollars oder merr." Von den jungen Damen, die in Dr. Lederles Departement mit schönen Wimpern und an Schreibmaschinen ,, klimpern", hat leider keine 50 000 Dollars mit ihrer zarten Hand zu vergeben. Eine sagte, sie wäre mit ihrem Charley zufrieden, obwohl er kein russischer Graf ist, sondern nur Vormann in einer Tortenfabrik. Eine andere stellte sich den Russen als vollbärtig vor und würde ihrem Künftigen einen stets gut parfümierten Schnurrbart erlauben. Eine dritte erklärte, fich nie mit dem Vertreter einer Nation einlassen zu wollen, die Talglichter ist und Spiritus trinkt. Nachbem Dr. Lederle erfahren hatte, daß er seine Damen mit bem russischen Grundbesizer und Edelmann nicht glücklich machen fonnte, übergab er ben Brief der Deffentlichkeit. Unser neuester Kreuzer. Der von der Aktiengeselschaft Weser" für die kaiserliche Marine erbaute kleine Kreuzer Frauenlob" ging von Nordenham aus zu einer zweiten Probefahrt in See, welche troß des unsichtigen Wetters ohne Störung berlief. Es wurde zwei Stunden lang mit der kontraktlichen Leistung von 8000 indizierten Pferdekräften gefahren, wobei Maschinen und Kessel zu vollständiger Zufriedenheit arbeiteten. Die Geschwindigfeit betrug etwa 21 Seemeilen pro Stunde. Die Löwin auf der Zirkusgalerie. Eine aufregende Szene spielte sich dieser Tage in einem Zirkus zu Bjelzy, Rußland, ab. Der Löwenbändiger Tatti führte in der Arena zwei afrikanische Löwinnen und ein junges Pferd vor. Während die Löwinnen verschiedene Kunststücke machten, schlug das Pferd plößlich aus und traf eine der Löwinnen mit seinen Hufen. In wilder Wut lief die Löwin durch die Arena und rüttelte an den Gitterstäben, die den Zirkusraum vom Zuschauerraum trennten. Tatti befahl einem Diener, die Käfigtür zu öffnen, um die Löwin in ihren an die Arena grenzenden Käsig zu jagen. In der Verwirrung öffnete dieser jedoch eine falsche Tür, die nach dem Zuschauerraum führte. Mit einem gewaltigen Sage sprang die Löwin hinaus, sezte über die unteren Stuhlreihen hinweg und stand plößlich mitten unter den Galeriebesuchern. Es entstand eine furchtbare Panik: in wilder Flucht eilten die Zuschauer dem einzigen Ausgange zu, mehrere Damen wurden ohnmächtig, und es ist ein wahres Wunder, daß sich nicht ein großes Unglück ereignete. Einem Schuhmann gelang es, die aufgeregte Menge einigermaßen zu beruhigen, indem er veriündigte, daß die Löwin gefangen sei. Das war aber nicht der Fall; die Löwin spazierte vielmehr auf der Galerie hin und her und schien sich um das Publikum überhaupt nicht zu fümmern. Nach längerer Zeit gelang es endlich, jie wieder in ihren Käfig hineinzulocken. In diesem Augenblicke aber gab es eine neue Sensation; als die Käfigtür geöffnet wurde, schlüpfte die zweite Löwin hinaus und schritt mit majestätischer Ruhe durch den Zirkusraum ins Freie. Der Birkus war glücklicherweise eingezäunt, sodaß die Löwin nicht auf die Straße gelangen konnte. schließlich den Käfig auf den Platz vor dem Zirkus, worauf die Löwin endlich den Rückzug antrat. - Man rollte V Der gestohlene Neubau. Daß ein Haus gestohlen wird, dürfte trop Rabbi Ben Akibas bekanntem Ausspruch noch nicht dagewesen sein. Der Fall hat sich aber jetzt in Steinbruch bei Wattenbach in der Nähe von Kassel ereignet. Als der Besizer des besagten isoliert stehenden Hauses nach längerer Abwesenheit eintras, um die Räume zu besichtigen, fand er das Haus nicht mehr vor. Es war wirklich gestohlen, bis auf den Grund abgebrochen vom Erdboden verschwunden. Der mehrere Stunden entfernt wohnende Verwalter des Hauses konnte dem auf so peinliche Weise überraschten Eigentümer als einziges Ueberbleibsel des ehemaligen Besizes nur die Schlüssel überreichen. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. ( 4) Unterschlagungen beim Schlesischen Bankverein. Bei einer Revision der Effekten des Schlesischen Bankvereins hat sich herausgestellt, daß der langjährige Effektentassierer die Summe von 230 000 Mark veruntreut hat. Dabei kommt in Erinnerung, daß genau vor 10 Jahren ein Filialvorsteher des genannten Instituts 300 000 Mart unterschlagen hatte. Sittlichkeitsverbrechen im Bahnzuge. In einem Nachtzuge zwischen Bonn und Godesberg versuchte ein junger Mann aus Neuenahr an einem jungen Mädchen aus Godesberg ein schweres Sittlichkeitsverbrechen zu begehen. Das Fräulein zog die Notleine, und der Zugbeamte nahm den Uebeltäter in Gewahrsam. Die Bahnbeamten überlieferten ihn in Godesberg der Polizeibehörde, welche ihn nach erfolgter Vernehmung zur Ün-tersuchungshaft nach Bonn abführen ließ. £ Appetitliche Würste. In Libau wurde dieser Tage eine Wurstfabrik behördlich gesperrt, in welcher die verendeten Kadaver von Schweinen, Kühen, Pferden, Hunden und Kazen verarbeitet wurden. Es wurde konstatiert, daß die Fabrik mit dem Libauer städtischen Schinder in Verbindung stand und alle Tierleichen von ihm bezog, um sie in das Wurstzeug zu mengen. Der Eigentümer der Fabrik wurde verhaftet. Da sind die Berliner RoßfleischWürste denn doch wahre Delikatessen. - Ein kaukasischer Rinaldo Rinaldini. Zu Anfang des Jahres 1900 trat so teilen soeben russische Blätter mit im Jelissawet polschen Gouvernement eine Räuberbande auf, die im Laufe von drei Monaten eine große Menge von Raubüberfällen und Morden verübte. Die Bande wurde von dem Bauern Kjar Mahmed angeführt, einem Manne, der an Verwegenheit und Grausamkeit die meisten kaukasischen Räuber übertraf. Vor einigen Tagen wurde Kjar Mahmed zum Tode durch den Strang verurteilt, wobei Folgendes über seinen Lebensgang bekannt wurde: Der Räuberha iptmann war 1888 wegen schwerer Verbrechen zur Zwangsarbeit verurteilt und nach Sachalin deportiert worden. Es gelang ihm jedoch bald, von dort zu entfliehen und unter unjäglichen Beschwerden und Gefahren die Heimat zu erreichen. Hier sammelte er eine Bande verwegener Männer um sich und beschloß, vor allen Dinge an den Manne, der ihn den Behörden ausgeliefert hatte, Rache zu nehmen. Dieser Mann hieß Gamed Mola Bajar und lebte in demselben Dorfe, aus dem der Räuber stammte. Kjar Mahmed schlich sich in einer Nacht mit seinen Genossen in das Dorf, drang in die Wohnung seines Feindes ein, ergriff ihn an den Haaren und trennte ihm mit einem wuchtigen Säbelhieb den Kopf vom Rumpfe. Dem Neffen des Ermordeten, einem Knaben von 14 Jahren, jagte er faltblütig eine Kugel durch den Kopf, um von ihm nicht verraten zu werden. Seit diesem Tage verübte Kjar Mahmed fast täglich Ueberfälle auf einzelne Personen, die er unbarmherzig niederstach, wenn nicht rechtzeitig ein sehr hohes Lösegeld entrichtet wurde. Am 7. Mai d. Js. erhielt ein Polizeikommando die Mitteilung, daß Kjar Mahmed mit seiner Bande sich an einem in der Nähe von Tiflis belegenen Verstecke im Gebirge aushalte. Der Schlupfwinkel der Räuber wurde umstellt, aber Kjar Mahmed feuerte seine Leute an, bis zum letzten Atemzuge zu kämpfen, worauf die Räuber ein heftiges Gewehrfeuer eröffneten. Als die Räuber aber schließlich die lebermacht und damit die Nuzlosigkeit eines Widerstandes erkannten, schwangen sie sich in den Sattel und suchten in der Flucht ihr Heil. Doch wohin sie sich auch wandten, überall wurden sie von einem Kugelregen empfangen, durch den ein Räuber nach dem andern von dem Sattel geworfen wurde. Schließlich wurde auch Kjar Mahmed von einer Kugel getroffen und geriet völlig hilflos in die Hände seiner Verfolaer. Man fand bei ihm mehrere Tausend Rubel in barem Gelde. Ein Dynamitattentat. Durch Dynamit wurde in Chicago am 3. November Nachts das Häuschen eines Arbeiters Namens Cordeck vollständig in die Luft gesprenat und der Arbeiter nebst seiner Frau und sechs Kindern furchtbar verftlimmelt. Der Mann selbst und d jüngste ind wurden so zerfleischt, daß sie kaum erkenntlich ins Hospital gebracht wurden, wo sie im Sterben lie gen. Die Frau und die übrigen fünf Kinder wurden weniger schwer verletzt. Man mußte sie aus den Trüm mern herausgraben. Der Anblid war ein furchtbarer. Durch die neu ein neuer Geift. und als unmodern Als der Tat verdächtig ist ein Arbeiter Namens Mis Aberglaube, Liebe verhaftet, welcher allerdings leagnet und gegen den keine direkten Beweise vorliegen, der jedoch mit Corded Stre tigkeiten hatte, weil dieser ihm die Hand seiner Tochter verweigerte. Auf einem ☐ Ein Behmgericht unter Knaben. Kirchhof von Atlantic City wurde kürzlich die Leiche eines fidh felbft verftan Radfte", heißt ba rid fichtslofen Ellenb fchoff in im immer f 13jährigen Schuljungen an einem Baume hängend auf. tägliche Brot For gefunden, nachdem dessen Eltern schon tagelang nach branden fie nicht me dem Verschwundenen allerorts vergeblich gesucht hatten Die angestellte Untersuchung stellte fest, daß sich in dor tiger Gegend ein Knabenklub gebildet hatte, der sich fast Gelb urb um be iner deutschen, nach allnächtlich in einem Kornfelde versammelte, um sich von gewachsen ist, treu Sensationsgeschichten, insbesondere den Taten von Räu iebend gebegt von bern und anderen großen Verbrechern zu unterhalten Die Lehrerin des getöteten Knaben deponierte, daß e Rampf bes Lebens ihr das Datum angekündigt habe, an dem seine Le Wunderkraft bewal bensuhr ablaufen" würde, daß sie aber darauf kein Ger deals ganz bon fe sich das Los gezogen hätten, wer von den anderen auf durchaus„ modernen gehängt werden solle, und daß sich der Todesfall auff Innern ben beiligen diese Weise erklären dürfte! Eine gerichtliche Untersuchungsabren weiß, führt wicht gelegt hätte. Man glaubt, daß die Knaben unter wurde durch den Koroner der Stadt unverzüglich ein geleitet. Buch, die sich dur : Ein Duell wegen des„ Kleinen Kohn." De desertreise treue And bekannte Berliner Gassenhauer ,, Haben Sie nicht de zu einer Beleidigungsklage geführt. Fin kleinen Kohn gesehen" hat kürzlich in Wien, wie gemelder& neueften Drigin In Budapest, begannen mit der Ber das„ Kohn"-Kouplet ebenso populär ist, wie im schön in unferer geftricen Wien, führte es sogar zu einer ritterlichen Affäre, d einen blutigen Ausgang fand. Der Bankbeamte Som Waldmann spielte nämlich in einem Restaurant cin Partie Billard, als der Jurist Josef Gosztolak ihm da geflügelte Wort ins Ohr schrie: ,, Haben Sie nicht dem fleinen Kohn gesehen?" Waldmann war über dieje Stage Aus Heffen ** In Langsd derart empört, daß er Gosztolak mit seinem Billardque einen wuchtigen Hieb versette. Gosztolak ließ Waldman fordern, und es fand zwischen ihnen ein Säbelduelfen ift der Schwe statt. Der Waffengang endete mit einer schweren Vesten Bused und legung Gosztolats. Mädchenhandel in Ungarn. Aus Oedenburg wi # Groß- Felda, 17. berichtet: Vierzig ungarische Mädchen wurden von eine er verlor in hiefiger Seelenverkäufer aus Kanizsa mittels Bahn am 12. d. Mtn Bortemonnai durch Dedenburg nach Wien geführt. Den Mädchen, dorgens bei der Loka aus dem Somogyer Komitat stammenn, wurde gesag and gefunden und ko daß sie gegen hohen Lohn nach Hamburg verdungen sinhne das der Empfäng Auffallend ist, daß ein so großer Mädchentranspom ehrlichen Fir geben. bisher nicht angehalten wurde. £ Panit im französischen Parlament. In der letzte × Groß- Feľa, 1 Sigung der französischen Deputierten fammer hörte m kurz nach der Eröffnung vom Wandelgange her Schüte bier im Saale d fallen. Eine furchtbare Aufreg ing bemächtigte sich die 38. ordentliche G Abgeordneten und man glaubte zuerst an ein Attentond Borichuz- Ve Die Unruhe legte sich aber, als man erfuhr, daß eäftliche Teil bot den Mann in voller Feldwebel- Uniform, der augenscheinlen und Alles regelt irrsinnig war, die Schüsse in die Luft abgegeben ha fichen Leitung mie de Direktor und der d ohne jemanden zu verletzen. Moderne Räuberromantik. Der berüchtigte belgie Rechner diefer Geie Räuber Schipperke ist jetzt endlich gefangen genommann das Feitmabl worden. Jahre lang hatte dieser kühne Räuber der beredtes Zeugnis ters. In der gebol lizei und der ganzen Gendarmerie der Provinz A werpen ein Schnippchen geschlagen, bis auch ihn endl das Schicksal ereilte. Er hatte auf einer Kirmes zu der Uhrzeiner von getrunken und war in der Nähe von Hulshout auf italtete ein kleines D Landstraße eingeschlafen. So fanden ihn die Gendarmer wieder die deutſche die ihn fesselten und nach Heyst- op- de- Berg ins Gefängeladen wurde, ſeine nis brachten. Schipperke ist etwa dreißig Jahre alt leiten. hat vorläufig wegen zahlreicher Berbrechen eine„ bret die Frauen jährige Gefängnisstrafe zu verbüßen. Er war ein sehr schickter und schlauer Bursche, der der Polizei das Leb recht schwer machte. Er lebte gewöhnlich in den W Himmliche Freud gebt forben ** Aus dem Ohm ihn fürchtete, wurde er oft unterstützt und versteckt, wandten besuchen fid In Sizilien we Gdanten in id jetzt die Jagd auf den sizilianischen Briganten Bar hen Anidhluß mitein lona, der seit vielen Jahren die Umgebung von Paler des ftrebt einer eng bald sich die Polizei blicken ließ. unsicher macht, von der Polizei wieder mit großer En gie betrieben. In dem Heimatsorte des Briganten, der ganzen We stronovo, wurden 60 Personen unter dem Verdacht mpfen aerüftet zu Begünstigung festgenommen, darunter außer allen dathal durchzieht g milienmitgliedern Varsalonas auch reiche und angesehftrebender Mid Persönlichkeiten, darunter ein Marquis Ordova. Bei meine Beweglichkeit Verhaftung des Gutsbesizers Lino in Castronovo famnung erreicht wie c zu einem blutigen Zusammenstoß mit den Karabenieri, ite werden immer Senen einer tot und zwei verwundet zusammenbrach Erst nach stundenlangem erbitterten Kampfe tonnte überwältigt werden. £ Neue vulkanische Ausbrüche. Nach Meldungen c Apia( Samoa) befindet sich der Vulkan auf der Ju einem Dorf liegt die Asche zwei Zoll hoch. bt fein Lager an was früher nur icuntoiten zu erb den meisten Drtid - In den en heute in Strant Savaii in Tätigkeit. Es haben sich fünf oder sechs man durch G ter gebildet, welche Rauch und Flammen ausstoßen. ferleitungen 2c. 3 ten Tagen erfolgten wiederholt bedrohliche Ausbrüche ung. Wirtschaftlic Vulkans Stromboli auf den Liparischen Inseln an acht gegeben, ja, sizilischen Küste, unter Getöse schleudert er Aschenteenbahnen wie ist in Schrecken versezt, zumal auch häufige Erders stein, Rirfeld", aus; einige Häuser wurden beschädigt. Die Bevöller terungen stattfanden. - Edler Wettstreit. ,, Mein Jsidor hat für ederacmürden ref hluß an die gro ' n Wiz gemacht und ihn an ein Wigblatt eingesch ein Hindernis Was jagen Sie, so' n Honorar. Per Wort eine hat er gefriegt!"- ,, Und mein Theodor hat einem Sc manne eine Grobheit gesagt und zehn Mark hat j Wort gekostet!" - - Vorbehalt. Herr( zu seinem Reisebegleiter): Kosten für Reise und Verpflegung bezahle ich; mur Ansichtskarten müssen Sie sich selbst kaufen." Herr Schrecklicher Traum. Bekannter: ,, Was du denn so verstört aus, lieber Freund?" eine einzige Tochter hat, die fünfzigtausend Mark Mit bekommt): ,, Denke dir, mir hat heute Nacht geträu ich hätte fünfzigtausend Töchter und eine Mark Mitg - Ein guter Familienvater. Richter: ,, Sie ben in den lezten Jahren ungeheuer viel zusamme stohlen, Angeklagter!" Angeklagter: ,, Herr Richte tut auch not, wenn man seinen Kindern eine anständige ziehung geben will!" ( Megg. H. er Mann felbft und b daß fie taum erkenntlic fie im Sterben le Durch die neue Zeit geht mit heftigen Schritten auch fünf Minder wenn neuer Geift. Der Väter Anschauungen werben belächelt regt das Gehirn zu fruchtbarem Denken an. Auch der Bte sie aus den Trin f war ein furchtbarer und als unmodern verächtlich beiseite geworfen. Glaube heißt - Hochschulnachrichten. Berlin, 18. Nov. Die Berliner Burschenschaften haben zu Donnerstag Abend eine große Versammlung aller studentischen Korporationen einberufen, in der über Schritte stolen Mensuren namentlich bei Ehrenhändeln zwischen Studenten und Offizieren. Arbeiter Namens berglaube, Liebe soll nur noch in dem Sinne der Liebe zu entstand eine eigene Zeitung: Der Bote aus dem Ohm- beraten werden soll, behufs Einschränkung der Binet und gegen den ti doch mit Corded St Phantasie spornt das Blut zu schnellerem Kreisen und Geist wollte einer Gemeinschaft sein und siehe da- der Wunsch war Vater des Gedankens, und es und Feldathal". Hierin wollen wir unsere Gedanken zu sagen, wo uns der Schuh drückt. Ein jeder Bewohner unserer beiden schönen Thäler sollte ihn als willkommenen Gast aufnehmen und dacin lesen. Die ie Hand seiner Tod Nächste", heißt das neue Gebot. Alle versuchen sich mit Papier bringen und uns,- und der ganzen Welt- naben. Auf eine Fürzlich die Leiche ein selbst verstanden werden.„ Jeder ist sich selbst der rüdsichtslosen Ellenbogenstößen rechts und links Raum zu doff n im immer schärfer werdenden Konkurrenzkampfe ums " Studentenschaft der Universität hat in einer allge Greifswald, 18. Nov. Die satisfattion geben de meinen Studentenversammlung, der der Rektor und zahl= - fchon tagelang nadbrauchen sie nicht mehr," schallt die Losung,„ wir arbeiten Handwerker, oder besser gesaat, Gewerbetreibenden an Baume hängend aufägliche Brot. Fort mit sentimentalen Albernheiten, wir geistige Regsamkeit fängt auch in den Kreisen unserer reiche Universitätslehrer beiwohnten, sich für EinschränfErgeblich gefucht hatten Geld und um den Genuß." Doch wer im Zauberbann Früchte zu zeitigen. Es hat sich seit mehr wie Jahres- stemmig einen Beschlußantrag angenommen, worin an den Sildet hatte, der sich finer deutschen, nach after Weise geführten Häuslichkeit auf werbeverein aufgethan und entfaltet als solcher eine sehr zwischen O fiz eren und Studenten mehr als bisher für eine ersammelte, um sich bewachsen ist, treu bewacht von einem ehrenhaften Vater te fest, daß sich in d Srechern zu unterhalten frist für Groß- Felda und Umgegend ein Gedankenswerte Organisation. Auch hat diese Vereinig ung seit einem halben Jahre eine Sonntags: ung der Pistolenduelle ausg sprochen und fast einKriegsminister das Ersuchen gerichtet wird, bei Streitigkeiten paritätishe 8 sammensetzung der Ehrengerichte Organisationen Sorge zu tragen und grundsäßlich bei Austragung von re den Taten von Raebend gebegt von sorgsamer Mutterhand, der nimmt in den ben deponierte, daß ampf des Lebens einen Talisman mit hinaus. Dessen Handwerker- Zeichenschule eröffnet, zu deren Ehrenhändeln dem Säbel als der ritterlichen Waffe vor der be, an dem feine Bunderkraft bewahrt ihn davor, daß der Blütenstaub des Leitung ein Architekt aus Gießen berufen worden ist. Pistole den Vorrang verschaffen zu helfen. ie aber darauf fein beals ganz von seiner Seele abgestreift wird. Einen fo'chen In Ulrichstein hat man die a'ten Burgreste wieder daß die Kuchen unter Stadt unverzüglich ein von den anderen aurchaus modernen" Mensben, der aber doch im tiefften sich der Todesfall aufmern den heiligen Schaß aus der Jugendzeit sich zu begerichtliche Untersuchungahren weiß, führt uns unsere bekannte Mitarbeiterin M. Buch, die sich durch ihre geistvollen Arbeiten in nnserem Kleinen Sohn." Referkreise treue Anhänger erworben bat, in dem Helden aben Sie nicht dr& neueſten Driginalromans aus der Gegenwart vor. Wir hrt. In Budapest, regannen mit der Veröffentlichung dieses spannenden Werkes lar ist, wie im schön unserer geftriaen Unterhaltungsbeilage unter dem Titel in Wien, wie gemeld ritterlichen Affäre, Der Bantbeamte Son einem Restaurant ci Josef Gosztolak ihm da : ,, haben Sie nicht bei Ein Ritter der Arbeit. nn war über diese Frage Aus Heffen und Nachbargebieten. ** In Langsdorf, Holzheim und Obernmit seinem Billard queu Bosztolak ließ Waldman ihnen ein Säbelduepfen ist der Schweinerotlauf ausgebrochen, in mit einer schweren Besten Bused und Grüningen der Milzbrand. ** Groß- Felda, 17. Novbr. Bei einer AbschiedsAus Dedenburg wi chen wurden von einer verlor in hiesiger Gastwirtschaft ein junger Mann ls Bahn am 12. d. Mr Portemonnaie mit nur 50 Mt. Inhalt hrt. Den Mädchen, d'orgens det der Lokalreinigung wurde dieser Gegenammenn, wurde gesaand gefunden und korrekt dem Eigentümer zugestellt, amburg berdungen sinne das der Empfänger fich gemüßiat gefchen hätte, roßer Mädchentranspon ehrlichen Finder eine Anerkennungsgebühr geben. arlament. In der legte aufgefrischt und erhält so den Generationen ein belehrendes Bild historischer Bedeutung für Stadt und Land. Auch fängt man daselbst seit den letzten Jahren an, Obstbaumzucht zu treiben und hat mit Liebe und Sorgfalt bewiesen, daß selbst dieser Teil des Vogelsberges absolut nicht so arm an Bodenerträgnissen ist, wie man es oftmals zu hören bekommt. Der Holzreichtum des Vogelsberges gelangt immer mehr zu Ansehen, und sicher ist die Zeit nicht mehr weit, da selbst größere Holzindustrien sich in unsere Bergwaltungen zurückziehen und für die Einsamkeit nicht reuet. ** Stumpertenrod, 18. Nov. Der gestrige Tag brachte uns einen Kunstgenuß, wie wir ihn noch sehr wenig hier haben fonnten. Pfarrer Schwalbe, früher in Stumpertenrod, jetzt in Rödgen bei Gießen, Pfarrer Scriba, unser icßiger Seelsorger und Lehrer Allendörfer von hier, diese Herren hatten ein Konzert im Saale seinen Teilen wohlgelungen war und beim Auditorium des Gastwirts Wilh. Fuchs arrangiert, das in allen reichen Beifall fand. Zur besonderen Jalustrierung hatte man noch Lichtbilder von Städten und Landschaften vorgeführt, die u. A. das Publikum im Geiste hinüberführten in das schwer heimgesuchte Burenland und die Schrecken des Krieges vor Augen führten. Der Reinertrag soll für die Heidenmission und die Burensache Verwendung finden. Die Zwischenpausen füllte unsere Schuljugend mit gut eingeübten Gefängen aus. Man ließ beim Nachhausegehen den Wunsch hören, daß eine Wiederholung der ganzen Veranſtalt ung gern gesehen würde. tiertenkammer hörte m × Groß- Felda, 16. Nov. Gestern Mittag 1 Uhr Wandelgange her Schügte hier im Saale des Herrn Gastwirts H. Völzing I. ing bemächtigte sich te 38. ordentliche Generalversammlung des Spare zuerst an ein Attenta d Vorschuß- Vereins Groß- Felda. Der ge□ Stumpertenrod, 18. Nov. Nächsten Sonntag, den Is man erfuhr, daß eäftliche Teil bot den Mitgliedern feinerlei Schwierig 23. November, wird hier im Saale des Gastwirts W. orm, der augenscheinlen und Alles regelte sich, wie es bei einer so vor= Fuchs eine Versammlung des Ortsgewerbevereins Großie Luft abgegeben haichen Leitung mie der des Herrn Johs. Hrch Völzing Felda und Umgegend sein, worin der Lhrer der GroßDirektor und der des Herrn Lehrers Schmiermund Feldaer Handwerker- Beichenschule, Herr Architekt Rockerbeck . Der berüchtigte belgik Rechner diefer Gesellschaft nur sein kann. Hierauf aus aus Gießen, über Landwirtschaft und Gewerbestand" lich gefangen genomann das Festmabl und leaten Küche und Keller sprechen wird. Da gleichzeitig ein Ausflug dies& Vereins er fühne Räuber der T beredtes Zeugnis für den Geschmackfinn des Gaft nach hier stattfindet, sind uns interessante und freudige rmerie der Provinz A agen, bis auch ihn endi ters. In der gehobenen Gesellschafts- Stimmung sab Stunden gewiß. Das zur Behandlung stehende Th ma ist der Uhrzeiner von lästiger Aufsicht befreit und vereins der wichtigsten unserer heutigen Zeit und zeugt von auf einer Kirmes zu ihe von Hulshout auf ſtaltete ein kleines Dauer- Mennen, bis ihm auch anden ihn die Gendarme wieder die deutsche Fürsicht Einhalt that und er st- op- de- Berg ins Gejärgeladen wurde, seine Gäste recht früh nach Hause zu va dreißig Jahre alt gleiten. er Verbrechen eine geh üßen. Er war ein fehr er der Polizei das Leb gewöhnlich in den Ehret die Frauen, fie flechten und weben, Himmlische Freuden in's irdische Leben." ** Aus dem Ohm- und Feldathal. Eine lebhafte Jemez. Bom Bolte, wegung geht ſocben durch das Ohm- und Feldathal erstützt und verſtedt, ervandten besuchen sich jetzt bäufiger, Bekannte tauschen In Sizilien e Gedanken in schnellerem Kreise, Fernstehendere niſchen Briganten Rahen Anschluß miteinander zu bekommen, Alles und des strebt einer eng ren Verbindung an, um in den, der ganzen Welt, herrschenden wirtschaftlichen eß. Umgebung von Paler i wieder mit großer E tsorte des Briganten, dem Verständnis und Geschicklichkeit des Gewerbe- Vorstandes. Der zu erwartende Besuch wird uns gerüstet finden und Stumpertenrod wird beweisen, wie es Freunde unterhält und bewirtet. ** Ehringshausen, 17. Nov. In der benachbarten Dillheimer Gemarkung erlegte Herr Bierbrauereibefizer im Gewichte von 16 Pfund. Karl Morlinghaus aus Hagen einen starken Wildkater ** Bürgeln, 17. Nov. Vom 15. ds. an wird in dem hiesigen zum Landbestellbezirke der Kaiserl. Poſtagentur in Kölbe gehörigen Orte eine Posthilfs= stelle eröffnet, deren Verwaltung dem Gast- und 1 unter dem Landwirt Heinrich Theis übertragen iſt. darunter außer allen dathal durchziebt gegenwärtig ein mächtiger Impuls auch reiche und angesel fit rebender Richtung. Der Verkehr und die allMarquis Ordova. Bei neine Beweglichkeit hat schon eine weit größere AusLino in Castronovo fam nung erreicht wie es sonst zu sein pflegte. Die Geß mit den Karabenieri, fte werden immer mehr ausgebreitet und jeder verterten Kampfe tonnte sein Lager an Vielseitigkeit zu bereichern. cwundet zusammenbrad der Vulkan auf der t Von n was früher nur mit großen Porto- Auslagen oder iseunfosten zu erbalten war, ist heute son Vieles Aus dem Gerichtssaal. Landgericht. Gieken, 18. November. Gemeinderechner Christian Leidich von Grüningen hatte in einer Eingabe an das hiesige Kreisamt den bortigen Bürgermeister Gilbert der Unterschlagung beschuldigt. Tas Kreisamt fellte gegen Leidich Strafantrag wegen Beleidigung, was zur Folge hatte, daß er vom Schöffengericht Lich zu 80 Mt. Geldstrafe verurteilt wurde. Auf erfolgte Berufung seitens des Angeklagten stand heute Termin vor der Straffammer hier an. Leidich bestreitet, die Absicht zu beleidigen gehabt zu haben. Das Gericht ist nach stattgehakter Beweisaufnahme anderer Ansicht und verwirft die Berufung mit dem Bemerken, daß auf eine höhere Strafe erkannt worden wäre, wenn die Staatsanwaltschaft auch Berufung verfolgt hätte. Der Taglöhner Hengst doriselbst eine Anzahl Bohnenstangen entKarl Jung von Buzbach war angeklagt, dem ihn deshalb zu 3 Tagen Gefängnis. Die Berufung des Anwendet zu haben. Das Schöff ngericht Butzbach verurteilte geklagten hatte Erfolg, denn die Strastammer hielt den Beweis für nicht erbracht und sproch den Angeklagten frei. noch jugendliche Karl Kern von Gi ßen ist des Betruges, der Unterschlagung und des Diebstahls beschuldigt. Er gesteht alles ein. Urteil: 5 Wochen 3 Tage Gefängnis. Fuhrknecht Heinrich Balser in Gießen wurde wegen eines Diebstahls, den er zum Nachteil der Firma R. Welfoborsky verübt haben soll, freigesprochen. Friedrich Wilhelm Albach von Daubringen geriet an einem Sonntag Abend mit seinem Kameraden Georg Seipp in Streit, wobei Seipp einen Messerstich erhielt, welcher ihn 14 Tage arbeitsunfähig machte. Da Albach seine That von Anfang eing stand und Reue zeigte, sowie alles aufbot, um Seipp- zu entschädigen, so erkannte das Gericht auf die bei Messerhelden selten vorkommende niedere Strafe von 5 Monaten Gefängnis. * - Neueste Nachrichten. Berlin, 18. Novbr. In der Ortschaft Matsch im oberen Etschthale brannten heute Nacht wie dem ,, Lokal- Anz." aus Merane telegraphiert wird, 24 Häuser nieder. Das Feuer war böswillig von der Frau eines Refibers im eigenen Hause angelegt worden und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit weiter verbreitet. Die Bewohner des armen Bergdorfes befinden sich im größten Elend, da ihr Vieh und die Winter- Voriäte größtenteils ein Raub der Flammen wurde. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehr** Frankfurt a. M., 18. Nov. Der deutsche Verlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. ein zur Bekämpfung der Geschlechts- Krankheiten wird vom 8. bis 10. März n. I. hier seine 3 bis 6 geöffnet. erste Hauptversammlung abhalten. Oberbürgermeister Adickes hat den Vorsitz im vorbereitenden Comité übernommen. ** Mainz, 18. Novbr. Infolge Nichteinhaltung Gesundheitlich ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Mitgliedern hat Aerzte und Apotheken die Auflösung der seit einigen Jahren dahier bestehenden Hilfskrankenfasse Humanität" beantragt. üche. Nach Meldungen den meisten Ortschaften zu haben. nd Flammen ausstoßen. ferleitungen 2c. zu wirken. en sich fünf oder sechs man durch Einführung und Anlegung von das Großh. Kreisamt bei der Verwaltungsbehörde It bedrohliche Ausbrüche ung. Wirtschaftlich wird auf bessere Wegeverbindungen Die hiesigen Kohlenhändler haben gegen den von ei Zoll hoch. In den en heute in Krankheitsfällen viel schneller zur Verse schleudert er Aschente enbahnen wie Mücke, Ulrichstein, Rirfeld" oder schluß, an Minderbemittelte Steinkohlen in Liparischen Inseln an icht gegeben, ja, man sucht durch den Bau von An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von Angebot der Arbeitnehmer: 18 mmermann, 1 Schlosser, 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Schuhmacher, 1 Bau- und Möbelschreiner, 2 Kellner, Aushilfskellner, 12 Hausburschen, 5 Fuhrknechte, 6 Taglöhner, 1 Knecht, 1 Kutscher, 1 Bureaudiener, 1 Fahrbursche, 1 Schneefahrer, 3 Laufrauen, 2 Dienstmädchen, 2 Laufmädchen, 1 Näherin, 1 Büglerin, 1 Kleidermacherin. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Meßger. Nachfrage der Arbeitgeber: al auch häufige Erberid Deracmünden respektive Ehringshausen, Groß- Felda, Mengen von 3 Centnern zum P eise von 94 Pfennigen lebiger Herishaftsfutscher, 5 Knechte auf Weihnachten, 1 befchädigt. Die Bevölker für " diftein, Rirfeld", auf zeitgemäßem Verkehrsmegehluß an die große Welt. Nirgends ist dem weiten „ Mein Jsidor hat an ein Wigblatt eingejd orar. Per Wort eine ein Theodor hat einem G und- zehn Mark hat j ein Hindernis sichtbar, Jugendkraft und reale u feinem Reisebegleiter): legung bezahle ich; mir, sich selbst kaufen." um. Bekannter: Was Teber Freund?"- Herr fünfzigtaufend Mart Mi chat heute Nacht geträu hter und eine Mark Mitg enbater. Richter: Sie ungeheuer viel zufamme Ingeflagter: Herr Richte en Kindern eine anständig ( Megg. H.& zu verkaufen, bei der städtischen Verwaltung Protest eingelegt, da sie sich in ihrer Eristenz dadurch geschädigt füblen. Friedrich Teipel Teipel Markt 16. empfiehlt Corfefs in cirka 50 verschi denen Sorten von den billigsten bis zu den feinsten Facons. Hygienische Reform- Corsetts, Gradehalter für Damen u. Kinder, Frack- Corsetts a la Colombe. Extra Anfertigung nach Maß prompt. 1 Bauschreiner, 1 verheirateter Herrs bastsluts her, 1 Hausbursche, 9 Dienstmädchen, 1 Bimmermädchen für 1. Jannar 1903, 1 landwirtschaftliche Weg, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Schneider. Spareinlagen Hafenfelle werden ech bis eine neu pircaerichtete Fomition. Füchse-, Marder, Jltis, Dachs- und Kaninchenfelle zu hohen Preisen zu kaufen gef. A. Kretschmar, Marktplag 22. zu verkaufen 1 Handwagen Karl Malkomesius, Reuenweg 27. Junger höherer Beamter wünscht Privat- Mittagsund 42% verzinzt beim Vorschuss- mohnung, mit allem Zubehör soVerein Jüchen, eing. Gen. m. un- wie eine feine Mansardenwohnung beschr. Haftpflicht zu Jüchen. Ge- Isofort zu vermieten. schäftsbericht u. Sparbedingungen 9ab. 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Fuchs zu Stumpertenrod eine Versammlung statt, worin der Lehrer uns rer Handwerker- Zeichenschule, Arch teft H Koderbed ans Gießen über das Thema: ,, Landwi ischaft und Gewerbestand" sprechen wird, wozu wir alle Interessenten höflichst einladen. Der Ortsgewerbeverein Gok- Felda und Umgegend. Der Vorstand. Eisenbahn- Comitee Groß- Felda und Umgegend. Auf nächsten Samstag, den 22. Nobbr. cr., Abends 7 Uhr, wird in die Wirtschaft des Herrn K. Horst zu Groß Felda eine Versammlung einberufen, in der über die seither gepflogenen Verhandlungen des Eis nbahnkomitees über das Projekt Niedergemünden resp. Ehringshausen- Groß- Felda - Ulrichstein- Rigfeld, Bericht erstattet wird Alle Interessenten sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Das Einbahn- Comitre. Ortsgewerbeverein Groß- Felda und Umgegend. Sonntag, den 23. November cr. Ausflug nach Stumpertenrod, wozu wir unsere Mitglieder und Freunde ergebenst einladen. Versammlungsort: Vereinslokal, Abmarsch pünklich 12 Uhr Mittags. 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