Und daran feier Befen ausgefehe einen Besucher aus Nr. 165. Erstes Blatt. jährlich Mt. 1.50. Germanen. Land Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., - der Vorsitzend in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelder Redner, nad Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) er sei, die befann Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). zu fritifiren. Wa tapjeren jüdische under, wenn unte erzter finde?! Un Will denn Her winnen wir fei f geschadet! Da pften, gehört de Derren Sozialisten die Juden zu be Borsigende bert En zwei weitere Dert endlich besonder ts" zu werden un n, und schließt m wachsen ließ.... Borsigende legt die aus, daß man da ören fonnte.- Bei ruhn über„ Deutsc Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 19. Juli 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Mit heutiger Nummer n Niedergang" leer beginnt ein neuer Roman unterm Strich. Schon der rung auf die ihr aus der Grenzsperre erwachsende Gefahr eis dafür, daß nur eigeführt hat. Au Titel: In eigener Sache Richter, einer nach Hunder verfaßt von L. Haidheim, sagt, daß die Arbeit spannend empfangen, die nu und aktuell geschrieben ist. Jeder Abonnent kann auch ne Person zeugten diesem Noman dasselbe Interesse entgegenbringen wie man es dem„ Auſtralter", der zur Zeit noch in der 1), 15. Juli. Familienzeitung in Fortsetzung erscheint, entgegenbringt. Verbrechen, wie e er Verbrechergeschichte Bom 25. Verbandstag des deutschen FleischerVerbandes iler Samstag Abend Die Familie Jobaffe während der Nad wird über die Einfuhr von Schlachtvieh folgendes gemeldet: hungen blieben e Der Bezirksverein Hamburg- Altona- Harburg- Cuxhaven alb des Dorfes da hatte folgenden Antrag eingebracht: Die Leiche lag ve Eine Bewegung im ganzen deutschen Volf nach Sträfe Ufer des zur 8 ten zu veranlassen und zu unterstützen, das Verbot der EinChurbaches bewachs fuhr lebenden Schlachtviehs, Wagen- und Zuchtviehs seitens Erde von dem der deutschen Regierung aufzuheben, unter Wahrung der aus Zweigen. De veterinär polizeilichen Schußmaßregeln, aber Aufhebung von ng es alsbald, d Quarantäne, Kontingentierung, Tuberkulinimpfung und desgl. serst dreizeh mehr. n Alphons Siffe auenhafte That e rbrecher feine Sp este Nachrichte gere Verbindung irete Zur Begründung dieses Antrages führte Schmidt Altona aus: Seit etwa einem Jahr sei auf allen deutschen Viehmärkten ein verminderter Butrieb von Schlachtvieh, weil die deutsche Landwirtschaft nicht imstande sei, den Fleischbedarf des deutschen Voltes zu entsprechenden Preisen zu er zeugen. Infolgedessen seien die Viehpreise seit einiger Zeit underhältnismäßig hoch, und der Fleischkonsum gehe stetig zurück. Die Tuberkulinimpfungen von aus dem Ausland er At, furz alles i fommendem Schlachtvieh sei überflüssig, verwerflich und gepaktion mitteilen. Wak sundheitsschädlich, deshalb müsse die Beseitigung dieser diagfante Vorfälle werde noftischen Impfungen verlangt werden In Dänemark laufe tliche Besprechung zu gegenwärtig jeder Bauer mit einer Tuberkulinsprize in der and so deren Abstellun Tasche herum, das Vieh werde in Dänemark von frühester richte über General Jugend auf mit Tuberkulin geimpft, und wenn später an pollen uns, wenn fei der Grenze die Tuberkulinprobe vorgenommen werde, so nwesend ist, die Herre reagiere auch das tuberkelfranke Vieh auf Tuberkulin nicht bann gern zum Abbru mehr. Wenn die Maul- und Klauenseuche in Deutschland ahren Vorteil: erwed zurückgegangen sei, so sei das nicht auf die Schließung der llung eines Uebelſtand Grenzen zurückzuführen, sondern lediglich auf die auch durch kannt, was der die Wiſſenſchaft bestätigte Thatsache, daß unser Viehstand, 3. Also bei jeder passer der in seinem weitaus größeren Teil die Maul- und Klauenschreibe ich de feuche überstanden habe, im Laufe der Jahre gegen diese Seuche immun geworden sei. Die deutschen Landwirte, achrichten. namentlich die in Norddeutschland, würden desser daran thun, die Ueberproduktion an Kartoffeln in die Schweine hinein zu verfüttern, statt dieselben zur Spiritus bereitung zu verwenden und dadurch die Spiritusproduktion in so ungesunder und unnatürlicher Weise zu steigern, daß Ringbildungen und Erportprämien notwendig werden. Der Referent beantragte hließlich, vier Kommissionen von je 3 Personen, und zwar st'sche senz. Liter 30% Spiritus itwerwurzel, 2,8 Ko. Ogr Lärchenschwamm, Luck Umhüllung nicht obige nicht die eten, feit ühmten Bräparate der weise foldhe Radh .00, 1.50 u. 3.00. well Apvinc Goood Papier Renefte Nachri 10000 1] In eigener Sache Richter. Roman von 2. Haidheim. ( Nachdrud verboten.) Der Schnellzug von Prag nach Dresden fuhr gegen Sonnenuntergang an einem ausgedehnten stattlichen Schloff vorüber, das sich mit den vielen Nebengebäuden auf dem Hintergrunde herbstlich gefärbter Bäume außerordentlich herrschaftlich ausnahm, obwohl die dicht verhängten Fenster ihm das Gepräge der Unbewohntheit gaben. Zwei Herren, welche die Fensterpläße an dieser Seite einnahmen, sprachen miteinander davon und von dem Besizer, der die schöne Herrschaft seit vielen Jahren nur selten besucht habe, ie durch seine Beamten verwalten ließe und, obwohl ein reicher Standesherr, das Leben eines geizigen alten Sonderlings führte. Dabei fiel der Name des Swlosses: Klaino und in demselben Moment sprang ein dritter Derr der schweigend und lesend in der entgegengesesten Ecke gesejlen, wie elektrisiert empor und tiirzte sich fast unhöflich gegen jenes Fenster mit erregten neugierigen Mienen. Er konnte indes gerade nur noch einen legten Blick auf das Schloß erhaschen. Ueber seine Haft schien er selbst twas verlegen und suchte sie zu entschuldigen, nicht nur höflich, sondern mit den Manieren eines fein erzogenen Mannes. Ich hatte keine Idee, daß wir schon so weit waren, würde wahrscheinlich die nächste Station, wo ich aussteigen muß, nicht beachtet haben" segte er noch hinzu.„ Die nächste ist doch Jansowig?" Nein, Berfowis fommt erst", gab der eine Herr Auskunft. Juzwischen nahm der junge Herr seine Zeitung wieder und die beiden anderen sprachen weiter. Man sagt das wohl, und es ist leicht solche Urteile zu fällen", lautete eine ihrer Bemerkungen, auf die jener nicht geachtet, die ibru aber plöblich interessant wurden:„ was ein Mensch Schlimmes an seinen Kindern erleben kann, das hat der alte Mann erlebt. Sein Erbe und Liebling brachte sich durch seine Heirat und die Borgeschichte derselben um das Majorat, sich und seine Erben, Lebote ein wüstes Leben, sühnte aber am Ende durch seinen Tod in einer Schlacht während des italienischen Kriege Der andere, deas Alten echtester Sohn in allen seinen Schroffheiten und Wunderlich feiten, mußte sich flüchten, weiß nicht warum? man at nie wieder von ihm gehört; seine Tochter ging mit einem bürgerlichen Offizier ohne Vermögen durch; allerdings wurde gleich darauf der Vater dieses jungen Mannes als General in berm erblichen Adelstand erhoben Frohberg hieß er-." für jedes Grenzgebiet eine, einzusehen, welche die Bevölkeaufmerksam zu machen und eine entsprechende Agitation zu entfalten hätten. Weitere Anträge zur Grenzsperrefrage wurden eingebracht von den Bezirksvereinen des Königreichs Sachsen und Schlesien; nach denselben soll die Reichsregierung ersucht werden, die Grenzsperre für aus ländisches Vieh, namentlich aber für Schweine, auf zunehmen. In der Besprechung dieser Anträge forderte Pohl- Görlitz den Verbandstag auf, mit den Verwaltungen der großen Städte, die ein großes Intereſſe an der Aufhebung des Einfuhrverbots haben, Hand in Hand zu gehen, um die Aufhebung des Verbots zu erwirken. Weißmann- Mezz richtete scharfe Angriffe gegen den Unterstaatssekretär Zorn v. Bulach, der der loth, ringischen Landwirtschaft die Einfuhr von Magervieh aus Frankreich gestattet habe zu einer Zeit, wo in Frankreich 70 Departements verseucht waren, während er den Metzgern in Lothringen, die im vorigen Jahre wenigstens noch eine beschränkte Anzahl von Schlachtvieh einführen durften, diese Erlaubnis mit Beginn dieses Jahres entzogen habe. Ein solches VorEin solches Vorgehen, durch welches lediglich den einseitigen Interessen der Agrarier gedient sein soll, sei einfach skandalös". Freilich sei Herr von Bulach selbst großer Viehzüchter, wie auch Herr von Podbielski ein großer Schweinezüchter sei.( Stürmischer Beifall.) Es kam darauf zu folgender Resolution: „ Der Verbandstag legt energischen Protest ein gegen die einseitigen Beschlüsse der Zoltariffommission; er erblickt in diesen Beschlüssen eine Gefährdung der Volksgesundheit und der Interessen des konsumierenden Publikums und er hofft zuversichtlich, daß der Reichstag einen den thatsächlichen Verhältnissen besser Rechnung tragenden Beschluß fassen werde. Geleitet von dem Grundsatz Leben und Lebenlassen" soll der Landwirtschaft das Ihre werden, aber es darf niemals zu gegeben werden, das dem deutschen Publikum ein unentbehrliches Nahrungsmittel durch eine einseitige Intereffenpolitik berteuert werde. Da die deutsche Landwirtschaft nachgewiesener Maßen nicht in der Lage ist, den Fleischbedarf des deutschen Volkes zu decken, ist es doppelt geboten, daß nach Recht und Gerechtigkeit gehandelt werde, und jede Parteipolitik aus dem Spiele bleibe." Bezüglich der Aufhebung der Grenzsperre wurde ein Antrag Falf- Mainz einstimmig angenommen: ,, Den Antrag Schmidt in seinem grundsäßlichen Teile anzunehmen und der Vorstandschaft die Ausführung desselben zu überlassen". Ein Antrag des Bezirksvereins beider Hessen und Nassau, beim Kriegsministerium vor „ Weiß! weiß es- fenne Burkard von Frohberg- na, an dem hätte der Alte auf Strapolno doch seine Freude haben fönnen." " Der Der vergißt und vergicbt nie! Hat seine Tochter nie wiedersehen wollen; deren Mann zog als Major und invalid geworden später auf sein Güitchen an der Beraun- aber-" Der Sprechende stockte. Er wurde plöblich gewahr, daß der Reisegefährte in der anderen Ecke des Wagens hinter seiner Zeitung hervor mit großer Spannung auf seine Worte zu horchen schien und seltsam aufgeregt aussah. Sobald er sich bemerkt fühlte, verschwand sein blasses Gesicht wieder hinter der Zeitung und der andere beendete langsam den angefangenen Sab:- obwohl es ihnen fümmerlich genug ging, hat der Alte ihnen nie einen Kreuzer gegeben." ,, Kennen Sie die Wazlaws?" fragte sein vis- à- vis. " Nur per Renommee. Wer hätte den Forstmeister von Wazlaw nicht gefannt?" leben." " Wo left er jest? Ist er noch-?" " So wissen Sie nicht, daß er sich erschossen hat?" " Kein Wort! Und die schöne Frau? Die Familie? Bettler! Alles durchgebracht! Die Frau soll in Prag Und für die hat der alte Graf auch nichts gethan? Er zwang sie zu der Heirat! Sie liebte-" Weiß ich! Der ist jest ein berühmter Mann und mit dem wäre sie eine große Dame, wozu sie geboren ist." Jest unterbrach sie der Pfiff der Lokomotive. Der junge Herr sprang empor. Noch nicht noch eine kleine Geduld", rief ihm der Herr zu, der über die genaue Versonalfenntnis verfügte. Der andere sah hinaus und begrüßte einen Bekannten, der, den Zug erwartend, auf dem Verron stand. Grüß Gott, Doftor Freimann! Fahren Sie mit?" Der Angeredete blickte in den Wagen und rief:" Jit Notar Haberkorn dort bei Ihnen? Nein? Soll ihn mitnehmen nach Krapolno! Der alte Herr verlangt nach ihn, will teſtiren " Steht's so schlecht? Gi sieh, da ist aberkorn ia!" Die Herren im Wegen begrüßten die draußen Stehenden. „ Haberkorn, sorgen Sie für die Wazlaws", rief der eine. Dann schon erfiang das Abfahrtssignal- war plöglich der Mitreisende doch noch aufgesprungen, hatte ein elegantes Reiseföfferchen aus dem Nez gerissen und stürzte sich förmlich heraus, nur flüchtig noch grüßend, denn schon sezte sich der Bug in Bewegung; der Schaffner fuhr zornig auf den jungen Herrn stellig zu werden, daß auch den kleineren Handwerkern und Unterlieferanten Gelegenheit gegeben werden soll, an den Lieferungen sich zu beteiligen und daß die als nachteilig empfundenen Bestimmungen über die Vergebung von Fleisch- und Wurstwaren an die Menagen geändert werden, wurde von Laut Darmstadt befürwortet und mit großer Mehrheit angenommen mit dem Zusatz, daß die Vorstandschaft dahin wirken soll, daß Nachgebote bei den Submissionen fünftighin nicht mehr zulässig sein sollen. Politische Nachrichten. Berlin, 18. Juli. Die Verlobung des russischen Thronfolgers mit der Prinzessin Beatrice von Koburg, der jüngsten Tochter des verstorbenen Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Koburg gilt als wahrscheinlich. Neue polnische Kundgebungen. Berlin, 18. Juli. Nachdem der polnische Adel in Poseu anläßlich der bevorstehenden Kaiserfeste seine bekannte Enthaltungs- Kundgebung erlassen hat, soll nun einem Bolenblatte zufolge auch die polnische Aristokratie in Berlin beschlossen haben, an feinerlei Hoffestlichkeiten mehr teilzunehmen und ihre Winter- Residenz nach Posen zu verlegen. zu verlegen. Hierbei würde besonders Fürst Anton Radziwill in Frage kommen. " Minister Budde und die Sicherung des Eisenbahnverkehrs. Der Betriebssicherheit im Eisenbahnwesen wendet der neue Verkehrsminister seine ganze Aufmerksamkeit zu. Das verhängnißvolle Versagen der Bremsvorrichtungen bei Einfahrt der Züge in die Stationen, hatte den sogenannten Brems- Ausschuß" veranlaßt, verschiedene Verbesserungsvorschläge zu machen, die sich teils auf die Westinghause-, teils auf die LuftdruckBremse bezogen. Auch eine Abänderung der NotbremsVorrichtungen war für wünschenswert erklärt worden. In einem Erlasse des Ministers Budde wird nun die Eisenbahndirektion Berlin beauftragt, sofort einen Probezug von 75 bis 180 Achsen zusammenzustellen und durch Fahrversuche zu ermitteln, ob die Vorschläge des„ Bremsausschusses" rationelle Abhilfe schaffen würden, sodaß deren allgemeine Einführung geboten erscheine. Es soll dabei insbesondere geprüft werden, ob die vorgeschlagenen Deffnungen der Notbrems- Hähne und-Ventile zweck= mäßig find, in jeder Weise zuverlässig wirken und ohne Bedenken angewendet werden könneu. Ferner sollen auch Mittel und Wege zur Verbesserung des FunktionsVentils für Triebrad- Bremsen der mit der WestinghouseBremse ausgerüsteten Locomotive gesucht werden. Endlich wünscht der Minister eine Prüfung der elektrischen Auslösung der Bremsen, durch die voraussichtlich eine durchgreifendere Verbesserung der vorhandenen Brems einrichtungen erzielt werden kann. Alle diese Versuche Yos, der so leichtsinnig sein Leben in Gefahr brate, aver zum Reden war für ihn auch nicht und der Zug wartete nicht, sondern hastete davon. Haben Sie eine Ahnung was dem jungen Herrn einfiel?" fragte schon im Abfahren der eine seiner Reisegei- hrten den anderen. Der ist weiß Gott- interessiert an dem Tode des Grafen Ebern! Am Ende einer seiner Erben!" " Wahrhaftig, das fann sein. Na- da hat er ja von uns ben ganzen Situationsplan gratis" rief betroffen der andere. Beide lachten sich verlegen an. „ Hübscher Kerl, elegant, vornehmes Aeußere." „ Und ebenso verlebt! Natürlich, jegt wird mir alles klar!" Während sie im Abfahren so redeten, hatte Graf Joseph Ebern sich unentschlossen auf dem kleinen Bahnhof umgesehen. Nirgends ein Wagen, als das Kabriolett des Doktors, der den Notar abholte. Auf möglichst hohen Rädern ein einziger Sit; ein hochbeiniges Pferd vor dem über und über mit Straten: schmus bedeckten Gefährt. Die beiden Herren hatten im elenden Wartesalon_fich für bie Fahrt einen Cognac geben lassen. In der dunklen Hofnung boch am Ende noch mitgenommen zu werden, folgte Graf Joseph ihnen dahin, aber sie begegneten ihm schon in der Thür wieder und der Doktor sagte als Schluß einer Bemerkung in diesem Moment: unberechenbar, wie er immer war. Höchste Zeit ist's freilich, nur ein Hinhalten der matten Lebensflamme." Das lezte Wort verstand der junge Mann schon nicht mehr. Sie beachteten ihn gar nicht und er ging in einer Bestürzung, die ihn völlig beherrschte, wortlos an ihnen vorüber. Höchste Zeit? Hinhalten? Großer Gott, was follte er an fangen, wenn jein ganzes lestes offen- Wenn sein Großvater starb- Wenn seine Gläubiger-? Wie vor den Kopf geschlagen starrte er ins Leere und hörte die Worte des kleinen Aufwärters gar nicht, der ihn nach seinem Begehr fragie. Dann stürzte er ein Glas von irgend Etwas herunter, be= zahlte und schritt mit derselben fassungslosen Miene wieder hinaus. Darauf fiel ihm ein, nach dem Weg nach Schlok Krapolno zu fragen. Der Junge zeigte mit dem Finger auf eine endlos scheinende Fahrstraße, die von Payveln eingefaßt wurde. Es fing an zu Dunkeln. Ganz in der Ferne sah man noch den Doktorwagen verschwinden. sollen mit der größten Beschleunigung durchgeführt werden. Die Etats stärke unserer Marine wächst infolge des Ausbaues unserer Flotte ständig. Sie hat sich im Laufe von 20 Jahren fast verdreifacht und wird sich in absehbarer Zeit wieder verdoppeln. Die Etatsstärke betrug: 1881. 1886. 1891. 1896. 1901. 11 352 Mann 14.682 п " f 17 083 . 21 835" . 31 171 Im lezten Jahrzent war die Personalvermehrung also doppelt so groß als im ersten Jahrzent. Für die Seeoffiziere, Ingenieure, Aerzte und Zahlmeister ergeben sich folgende Zahlen: Seeoffiziere Ingenieure Aerzte • 1881 1891 1901 . 458 574 924 35 62 159 63 98 164 72 119 Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernennung. Der Ministerialrat beim Ministerium des Innern Geheimrat Ferdinand Emmerling wurde zum Kommissar bei der Verwaltung des ritterschaftlichen Kaufunger Stiftsfonds ernannt. . 42 Zahlmeister Bemerkenswert ist besonders die Zunahme des Ingenieurpersonals, die durch die gewaltige technische Entwickelung bedingt wird. In welchem Maße die Zahl der Deckoffiziere, Unteroffiziere, Gefreiten und Gemeinen sich vermehrt hat, mag die folgende Zusammenstellung zeigen. Es waren vorhanden: 1881 Deckoffiziere. Unteroffiziere Gefreite und Gemeine 1901 1891 284 649 1359 2404 1280 5558 Dem Professor in der philosophischen Fakultät Dr. Gotthold Gundermann wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober an die Entlassung aus dem Staatsdienste gewährt. 8043 11922 19978 Nach Erfüllung des Flottengesetzes von 1900 wird unsere Kriegsmarine eine Etatsstärke von rund 60 000 Mann haben. ** Pfarrstellen. Der Großherzog hat am 17. dem Pfarrer Georg Zimmermann zu Gräfenhausen die evangelische Pfarrstelle zu Wirhausen, Dekanat Darmstadt, und dem Pfarrverwalter Friedrich Heddä us zu Bischofsheim, Defanat Groß- Gerau, die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. ** Der verstorbene Stadtverordnete Flett wurde gestern unter strömendem Regen von einer großen Zahl Leidtragender zur letzten Ruhestätte geleitet. ** Morgen Sonntag, den 20. Juni fällt das Promenadenkonzert aus. gestern. Der Aushilfskellner Philipp Lehrmund aus Gießen hat gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt. Er wird freigesprochen. Der Glaser Richard Müller aus Gießen ist wegen Körperverlegung und Ruhestörung angeklagt. Er erhält 14 Tage Gefängnis und 5 Tage Haft. Der 14 Jahre alte Karl Fischer aus Gießen war angeklagt, einem Studenten einen wertvollen Spazierstock entwendet zu haben. Das Gericht sprach den Angeklagten frei. Dann wird der Friseurgehilfe Otto Hoffmann aus Königsberg aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Er ist vorbestraft und erhielt erst fürzlich wegen schweren Diebstahls 9 Monate Gefängnis. Heute erhielt er wegen Betrugs und Unterschlagung weitere 4 Wochen Gefängnis. Diese Der Student Paul Strafe tritt er tofort an. Möckel aus Gießen erhält wegen Sachbeschädigung, begangen durch Anzünden einer Laterne, 10 Mt. Geldstrafe.- Der Schreiner Emil Hertrich aus Gießen wird wegen Mißhandlung seiner Ehefrau zu 10 Tagen Adolf Thielmann, DachGefängnis verurteilt. decker in Gießen, ist des Diebstahls angeklagt, wird Es erscheinen alsdann Karl aber freigesprochen. Pfeffer, Arbeiter, Heinrich Seibel, Stutscher und Reinhart Heil, Kutscher, sämtlich aus Gießen. Sie erhalten je 20 Mark Geldstrafe wegen Hausfriedensbruchs. Der Seibel wird außerdem wegen Körperverletzung zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Ferienordnung. Auch die Direktion des Groß herzoglichen Realgymnasiums und der vereinigten Realschule hat an sämtliche Eltern ihrer Schüler eine Umfrage wegen der Ferien gerichtet. Da nach dem letzten Jahresbericht diese Anstalt unter ihren 704 Schülern 147 auswärtige Hessen und 77 auswärtige Reichsangehörige besitzt, welche sich zum größten Teile aus den umliegenden Ortschaften Gießens rekrutieren, so sei auch an dieser Stelle die Ferienfrage im Sinne dieser Landschüler einmal näher getreten. Die meisten dieser Schüler müssen jahraus, jahrein ihren Schulweg zu Fuß zurücklegen, denn nicht allen steht eine Bahn zu Diensten, auch sind nicht alle Eltern in der Lage, für ihre Kinder das Fahrgeld zu erschwingen. Wenn man nun bedenkt, daß viele Schüler während der Sommermonate, wo der Unterricht schon um 7 Uhr beginnt, oft schon von früh 5 Uhr ab auf den Beinen sein müssen, wenn man weiter bedenkt, welche Strapazen diese Schüler auf ihren Märschen zur heißen Sommerszeit durchmachen müssen, so wäre in ihrer aller Interesse zu wünschen, wenn die Sommerferien auf einen früheren Termin, auf den Monat Juli verlegt würden und dementsprechend auch noch im Herbst eine kleinere Ferienpause geben würde. Besteht doch an den Hessischen und Preußischen Seminarien die gleiche Einrichtung. An sämtlichen dieser Anstalten ist eine Dreiteilung der Jahresferien, nämlich Oster-, Juli- und Herbstferien vorgesehen. - Die Politik der Nadelst i che ist es, in der das bayerische Centrum augenblicklich seinen Trost über die Unbill der letzten Tagen sucht. Die Münchener Abgeordnetenkammer lehnte vorgestern mit den Stimmen des Centrums und einigen anderen Stimmen die Forderung der Regierung von 10 000 Mt. zur Vorbereitung einer zweiten technischen Hochschule in Nürnberg ab, um die auch Würzburg und Augsburg vorstellig geworden waren. Ein trefflicher Beitrag zu der Art, wie die Ultramontanen ihre Wertschäßung der Wissenschaft bethätigen! Ein anscheinend von der Centrumsfraktion ausgehender Artikel im„ Bayerischen Courier" greift den Minister des Aeußern, des Innern, Courier" greift den Minister des Aeußern, des Innern, den Finanzminister und den Chef der Geheimkanzlei als Protestanten an. Der Prinzregent sei von der Welt abgeschlossen. Das Mißtrauensvotum des Centrums werde parlamentarisch bethätigt werden. Die Ablehnung werde parlamentarisch bethätigt werden. Die Ablehnung des Finanzgesetzes sei unmöglich, weil sie verfassungswidrig sein würde, aber alle Neupostulate des Cultusetats( 1. d. Nürnberger Polytechnikum) würden abgelehnt werden. Das Centrum will seine Macht fühlen lassen. Wer wird Erzbischof von Köln? Der Bischof von Trier, Dr. Korum, steht an erster Stelle auf der Liste der vom Kölner Domkapitel für den Erzbischofsiz von Köln vorgeschlagenen Kandidaten. Die zwei anderen Kandidaten find Bischof Steppler von Rottenburg und Weihbischof Dr. Fischer Köln. Professor Vetter bleibt. Nachdem die Berner Regierung und die philo. sophische Fakultät dem Universitätsprofessor Better entgegengekommen sind, wird derselbe seine De mission zurückziehen. Deutsche Zeitschriften haben ihn ersucht, Artikel über das Verhältnis Deutschlands zu der Schweiz und seinen Fall zu schreiben. Aus der fran= zösischen Schweiz hat Vetter zahlreiche anonyme beleidigende Zuschriften erhalten. Krönungsfeier in London. ** Nächsten Sonntag Vormittag findet präzis 11 meisters, Dirigent des festgebenden MännergesangUhr Vorprobe unter Leitung des Weglarer StadtkapellVereins Wetzlar statt. ** - Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. Am 12. Juli: Friedrich Birnbaum, Gerichtsassessor in Laubach mit Julie Magdalene Franziska Elise Wimmenauer dahier. Am 14.: Johannes Friedrich Wilhelm Fiedler, Bauaspirant dahier mit Anna Statharine Bambach in Bensheim. Am 15.: Karl Keßler, Metzger mit Frieda Kahn. Am 16.: Sebastian Josef Schmitt, Kaufmann mit Franziska Margaretha Elisa Wirsig hierselbst; Georg Löhr, Kellner dahier mit Katharina Margaretha Steller in Annerod. Am 17.: Waldemar Bruno Frank, Schlosser mit Katharine Rohrbach; Jakob Reifferscheid, Gärtner dahier mit Maria Klein in Grenzhausen. Am 18.: Johann Jakob Laun, Schuhmacher mit Elise Kreiling; Otto Willy Müller, Schlosser mit Karoline Charlotte Marie Weinhardt. Die Kameraden der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr versammeln sich morgen, Sonntag, Vormittags um 1/28 Uhr im Schipfapaß zur Abfahrt nach Nauheim, um dort dem hessischen Kreisfeuerwehrfest beizuwohnen. ** Die Gießener Freiwillige Feuerwehr hielt Donnerstag Abend eine Hauptübung mit darauf folgendem Brandangriff am Felsing'schen Hause( Neuen Weg) ab. Die lebung wurde eraft durchgeführt. ** Der Hessische Fechtverband Waisenschutz hielt Donnerstag Abend im Café Ebel eine Sigung ab, wobei außer wichtigen Vereinsangelegenheiten eine größere Anzahl Aufnahmen neuer Mitglieder stattfand. Es bestätigt sich, daß die abgekürzte eigentliche Krönungsfeier am 9. August in Westminster stattfinden wird. Am 11. versammelten sich die ursprünglich zum 28. Juni nach Spithead kommandiert gewesenen Schiffe wieder daselbst zu einer kurzen darauf abzuhaltenden Flotten- Revue. Die genaue Bestimmung des Termins hierfür hängt von der Art ab, wie der König die Krönung übersteht. Einladungen an auswärtige Mächte ergehen dem Lofal- Anzeiger zufolge weder zur Krönungsfeier noch zur Flottenparade. Ale mögliche Nachfolger des von seinem Posten als Vizekönig von Irland zurücktretenden Lord Cadogan gelten Lord Pombroke, Lord Dudley oder der Herzog von Marlborough. Der Rücktritt des Lordkanzlers Er von Jrland, Ashbourne steht ebenfalls bevor. dürfte durch den gegenwärtigen Vize- General- Staats: anwalt Edward Carson ersetzt werden. Die Gerüchte von der bevorstehenden Berufung Lord Milners und Lord Curzons ins Kabinett werden entschieden dementiert. ** Eheschließungen. Am 12. Juli: Friedrich Nömer, Eisendreher mit Marie Seth; Heinrich Martin Dilges, Kaufmann dahier mit Emma Elise Auguste Wolf in Otterbach; Heinrich Emil Erle, Kaufmann mit Marie Louise Wilhelmine Müller; Heinrich Leinberger, Lagerarbeiter mit Elise Rücker. Am 15.: Carl August Heinrich Lony, Großh. Deiß; Friedrich Albert Hay, Taglöhner mit Elisabethe Regierungs- Assessor in Worms mit Mathilde Henriette Roth dahier. In Steins Garten wird morgen Nachmittag Onkel Belle ein Helgolandfest für die lieben Kleinen veranstalten. Dies origin lle Kinderfest ist für Gießen etwas ganz Neues. Bei gutem Wetter wird auch ein Riesenluftballon aufsteigen. Der Eintrittspreis ist so billig, daß jeder seinen Kindern dies Vergnügen gönnen fann. -lleber die Zukunft Lord Kitcheners gehen im englischen Publikum die Meinungen stark auseinander. Während die einen der Ansicht sind, er werde als Höchsttommandierender nach Indien geschickt werden, da er ** Turnerisches. Das Dünsbergfest findet nun bestimmt im September statt. Die Ülebungen bestehen aus Freihoch, Freiweit, Stemmen und Steinstoßen nach deutscher Währung. für diesen schwierigen Posten wie geschaffen sei, sind andere der festen leberzeugung, daß man eine so viel seitig bewährte Straft bestimmt zu jener Reform der englischen Arme e heranziehen müsse, die schon so oft geplant, aber noch immer nicht zu Stande gekommen sei. Geborene. Gic Am 6. Juli: Dem Kaufmann Justus Wilhelm Horn ein Sohn, Wilhelm Karl Ludwig Hans; dem Oberleutnant Otto Rudeloff eine Tochter, Editha; dem Fuhrknecht Konrad Balser eine Tochter, Marie.' Am 9. Dem Postschaffner Georg Hanauer ein Sohn, Wilhelm Heinrich. Am 10: Dem Schuhmachermeister Theodor Judt eine Tochter Anna Elisa. Am 11.: Dem Lokomotivführer Karl Stord eine Tochter, Irma Margarethe Marie; dem Straßenfehrer Daniel Müller eine Tochter, Luise Margarethe Else; dem Restaurateur Michael Streiling eine Tochter; dem Weißbindermeister Heinrich Konrad ein Sohn. Am 12.: Dem Schuhmacher Robert Mader ein Sohn, Georg Johannes Robert; dem Lokomotivheizer Karl Alt ein Sohn. Am 13. Dem Postschaffner Karl Pfeiffer eine Tochter. Am 15. Dem Knecht Adam Horny ein Sohn, Walter. Am 16. Dem Großh. Regierungs- Assessor Hermann Schreiner ein Sohn, Heinrich Friz Curt; dem Wirt Friedrich Schäfer ein Sohn. Gestorbene. Son auf Aufführ Am 11. Juli: Friedrich Velten, 9 Monate alt, Sohn d.s Taglöhners Philipp Velten. Am 13.: Marie Kuhne, geb. Plant, 50 Jahre alt, Ehefrau des Hotel besizers Heinrich Kuhne. Am 17.: Marie Noll, geb. Eintritt Es l Gro ho Und hab' de Darum fön Sobald Si In großen Schöne fri Ein Jeder Die hübsche Bei Anna Befommt ma Hochele Hochelega Hochelega Extra Extr Ert Ert Gelbe u Gelbe Feine 1 Löber, 68 Jahre alt, Rentnerin; Louis Flett, 67 Jahre Damenlad alt, Rentner. Sämtlich dahier. * Zur Ersparung von Seife und Arbeit, sowie zur Schonung der Wäsche und als Ersatz für die Rasenbleiche, hat der Generalstabsarzt der deutschen Armee angeordnet, daß in den Garnisonswaschanstalten die Wäsche mit flüssigem Petroleum und Seife behan delt werden soll. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer sizung. Gießen, 18. Juli. Vorsitzender: Landgerichtsrat Müller. Heinrich Döppel aus Waldenbergen ist der falschen Anschuldigung angeklagt. Vom Schöffengericht Altenstadt war seiner Zeit seine Frau wegen Unterschlagung zu war seiner Zeit seine Frau wegen Unterschlagung zu 14 Tagen Gefängnis, und er selbst wegen des gleichen Delikts zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Er erhob nach dem ersten Prozeß gegen die Hauptzeugen in diesen Prozessen Anzeige wegen falscher Anschuldigung. Da nun mittlerweile die Strafkammer das erstinstanz liche Urteil gegen die Frau bestätigte, so erhob der Staatsanwalt Anzeige wegen falscher Anschuldigung gegen den Döppel. Heute stehen sich nun eine Menge Aussagen strikte gegenüber. Das Urteil lautet Der Heinrich Arnold Menge Aussagen strifte gegenüber. auf Freisprechung. aus Geislig erhält wegen Verbrechens gegen§ 176 6 Monate Gefängnis- Heinrich 3immel und Konsorten von Breungesheim bei Schotten erhalten wegen Körperverlegung der Heinr. Lyncker 1 Woche Gefängnis, der Zimmel und Heinr. Lynker VII je 15 Mk., der Polizeidiener 30 Mk. Geldstrafe.— Maurer Friedrich aus Stockhausen erhält wegen einer Spinn stubenschlägerei, wobei er mit einem Messer einen jungen Mann in die Brust stach, 5 Monate Gefängnis. Ottilie Röhrig, verheiratet in Frankfurt ist des mehrfachen Diebstahls in Friedberg angeklagt. Sie ist schon einmal wegen Diebstahls mit 4 Wochen vorbestraft und erhält diesmal insgesamt 10 Wochen Gefängnis. König Viktor Emanuel wird auf seiner Rückreise von Petersburg Sonntag in Venedig eintreffen. Der König nimmt den Rückweg über Tirol. Lissabon, 18. Juli. Morgen schiffen sich 1200 Buren nach Südafrika ein. Auch Dr. Leyds ist ein getroffen und beabsichtigt, sich nach Kapstadt einzu schiffen. storben. Der Sultan von Sansibar ist gestern geSchöffengericht. Vorsitzender ist Amtsgerichtsrat Gebhardt, Schöffen sind die Herren Ludwig Schneider aus Steinbach und Konrad Schneidmüller aus LeihDie Amerikaner verwenden dieses Mittel in ihren Waschmaschinen längst mit größtem Erfolg. Der Grund weshalb sich dasselbe für die Hauswäsche noch nicht allgemein eingebürgert hat ist darin zu finden, daß sich das Petroleum ohne Anwendung von Maschinen nur schwer mit dem Wasser mischt und an der Obers fläche schwimmt, dabei der Wäsche leicht einen unangenehmen Geruch gebend. Von der Firma Daum u. Co. in Wiesbaden wird nun seit einiger Zeit ein petroleumhaltiges chemisches Präparat„ Serfa" hergestellt, das wir unseren Hausfrauen zu einem Versuche nur angelegentlichst empfehlen können. Dasselbe enthält die geeignete Sorte Petroleum so präpariert, daß es bei jeder Art von Wäsche ohne Uebelstände zu befürchten, angewandt werden kann. Wichsleder Gießen, 19. Juli. aus dem yeutigen womenmarti topeten Butter per Bid. 0.80-1.10 Mt. Hühnereier 2 St. 13-15 Pfg., Enteneier St. 7-8 Pfg., Gänseeier 1 St. 11-13 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg. Erbsen per Liter 19 Pfg., Linjen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.70-1.00, Hühner per Stüd Mt. 120-1.50, Hahnen, pr Stüd Mt. 0,55-1.20, Enten per Stüd 2.30-2.50, Gänse p. ib. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bfg. SchwineBig, Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3 fleisch gesalzen per fund 0.84 Pfg., Kalbfleisch per Bfd. 66-70 550-6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Milch per Liter 18 Pfg., Kirschen per Pfd. 20-30 Pfg. Wichsleder Damenta Große 25 Elegant 58 Bahn Töchterpa Luftk Ausbil Bus Schneide fich drei Minut Leben. Referen ab. 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Am 11.: Dem cr, Irma Marga iel Müller eine em Restaurateur Beißbindermeister .: Dem Schuh Georg Johannes It ein Sohn. An eine Tochter. Am Ohn, Walter. Am ermann Schreiner Wirt Friedric 9 Monate alt - Am 13.: Mari chefrau des Hotel Marie Noll, geb Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir hierdurch innigsten Dank. Giessen, den 19. Juli 1902. Gießener Zither- Club ୭ ( Wohlthätigkeitsverein.) Sonntag den 20. Juli d. J., von nachmittags 3 Uhr an: Zweites großes Sommerfest Im Namen der Hinterbliebenen Ludwig Wilhelm Flett. Sielbau Gießen. Die bei den diesjährigen Siclbauausführungen benötigten Eisenteile für Spül- u. Absperrvorrichtungen sollen öffentlich vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare ausschließlich der Zeichnungen fönnen gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 1.50 Mt. durch das Sielbanamt bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Zeichnungen, sowie sonstige VerdingGungsunterlagen während der Dienſtſtunden zur Einsicht auf. Ausfunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick, GDarmstadt, Mühlstraße 60. auf der Schönen Aussicht. Aufführung von Kinderspielen efc. Tanz. Eintritt 20 Pfg. Militär ohne Charge 10 Bfg. Der Vorstand. Es labet ergebenst ein Große Einkaufsreise habe ich gemacht. Und hab' der Kundschaft wirklich preiswerte Schuhe mitgebracht. Darum fönnen Sie leicht Geld erben, Sobald Sie Ihre Schuhe bei Springmann sich erwerben. In großen Massen sind die Schuhe dort am Lager, Schöne frische Ware' s ist doch näher nicht hier zu sagen. Ein Jeder soll gleich darnach gehen, Die hübschen Schuhe zu besehen.. Bei Anna Springmann nur allein, 1519 Die Angebote sind versiegelt und mit der Ausschrift: ,, Angebot auf Spül- und Absperrvorrichtungen für den Sielban Gießen" bis zum 4. Auguſt d. J., nachmittags 3 Uhr bei dem Sielbauamt einzureichen, woselbst die Eröffnung der eingelaufenen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber am genannten Termin erfolgt. Buschlagsfrist: 3 Wochen. Gießen, 16. Juli 1902 Großh Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Nachdem Großh. Direktion der höheren Mädchenschule dahier eine Beteiligung der Schule an dem am 13. August abzuhaltenden Jugendfest wiederholt abgelehnt hat, fordern wir hierdurch alle Eltern, welche Kinder in der höheren Mädchenschule haben, auf, die selben soweit sie an dem Festzug teilnehmen wollen, auf dem Bürgermeisterei- Gebäude Zimmer Nr. 15 bis zum 26. Juli anmelden zu wollen. Die angemeldeten Schülerinnen werden in besonderen Gruppen unterer besonderen Spielleitern dem Festzug angereiht Gießen, am 19. Juli 1902. Bekommt man die feinsten Schuhe billig für Groß und Klein. werden. Sie erhalten: Hochelegante Kalbleder- Kinderschnür- Knopfstiefel Nr. 25-26 à 3 Mt. 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Laut§7 der Statuten erhalten ausscheidende Mitglieder die gelei eten Beiträge zum Teil wieder zurückvergütet. Bitte verlangen Sie Statuten und Losnummern- Verzeichnis gratis und frank o zur Einsicht von: ,, Augusta", Allgem. Los- u. Sparverein in Augsburg. Streng solid. Beine R tenlose. Großer Laden mit oder ohne Wohnung zu ber mieten 1097 Gg. Appel, Löwengaffe 20. Bleichstr. 18, 1. Stod, 6 Zimmer, Balkon, Badezimmer. Gaseinr., Bleichplay 2c., ist wegzugshalber per 1. Oft. zu verm. Schönes Logis, 2 Zimmer, Küche u. 1. w. Seltersweg Nr. 2 sofort zu vermieten. 3u erfragen im Uhrengeschäft. chöne 5 Zimmer, Mansarde, zum 1. Oktober zu vermieten. Näh. Löberstraße 8. chön möbl. Zimmer per sofort oder später zu vermieten. Näh. A Koch Nachfolg., Schulstraße. Schöne 4- Zimmerwohnung im 2. Stock, Leihgesternerweg 9 per 1. August zu vermieten. Näh. bei J. Anbach, Grünbergerstr. 10 a. 2. Stoď, 4-5 Zimmer nebst Zubehör per gleich oder später zu vermieten. Kreuzplah 10. 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