od si dined& mi 13 siul of 8 si madidinado Nr. 139. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich).b Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. sise an id thun asonal tid sidun thin Donnerstag, den 19. Juni 1902. dr 910 11. Jahrgang. Simild sido gje sjedno dien Insertionsvreis: Die einfpaltige Petitjeile für Gießen wie, ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. фін Postzeitungsliste No. 3032. Gießener 100 madebisp bod sdn sisense bijna do ist olan pdf Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. 967ar de nommit med i sdrar olonG bus spitised isi sil mn dien gozina 8 dan arb msdnid 110 Neuelle Nachrichten and is dit sp and migrod mi& istnsdre splo) maggio ( Gießener Tageblatt) sid mid, and thin ustible asist sideger bin du sidde tistgits d mad psigo Anabhängige Tageszeitung lo sides huano mis 750 m date ad nuo dindand dus!! madrid red no ad nos id amma Amatoriamsol ( Gießener Zeitung) blink für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. dilinsmon 5102 sid 1offeni da gued Zuckerfabriken mit Rübenverarbeitung im Betriebe, 429 341 Star Borja. Sür diese Fabriken find 429 341 Heftare bepflanzt worden, gegen 476 873 im Vorjahre. Eine neue Schußwaffe. Der Oberst der franz. Stolonial- Truppe Humbert, machte eine Erfindung, welche eine vollständige Umwälzung auf militärischem Gebiet hervorrufen dürfte. Es handelt sich um einen an allen Schußwaffen anzubringenden Apparat, durch welchen der Schall beim Schuß vollständig beseitigt wird. sid ni miondi R fusion Desterreich. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Annahme der direkten und geheimen Wahl über die Förderung genossenschaftlichen Vertaufs von Getreide und organ ford that is durch die Zweite Kammer. lichen Erzeugnissen( Kornlagerhäuser) zur Zeit Die Zweite Kammer hat in ihrer Sigung vom Dienstag für erledigt zu erklären mit Rücksicht auf die ungünstige den Artikel 4 der Regierungsvorlage:" Die Zweite Kammer Finanzlage und den nahe bevorstehenden Schluß des geht aus direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor", gegenwärtigen Landtages. Ebenso beantragt der erste Ausschuß, den Antrag des Abg. Köhler- Langsdorf mit 40 gegen 5 Stimmen angenommen.nons of Die Kammer hat mit dieser Abstimmung zweifellos über die Zurückvergütung der Baukosten für von den dem Empfinden weiter Voltstreise Rechnung getragen und Kreisen zu übernehmende Gemeindechausseen für er wir sind auch der Ansicht, daß sie mit der Annahme der ledigt zu erklären, da eine Aenderung des Gesetzes im direkten und geheimen Wahl recht gethan hat. Nicht, daß beantragten Sinne im Hinblick auf Art. 6 des Kunstwir dieses Wahlrecht für das vollkommenste oder nur ge- straßengesetzes nicht begründet sei. rechteste hielten. Denn die Reichstagswahlen zeigen, daß die Ergebnisse sehr vieler Wahlen aus geschickter Agitation und aus Kompromissen hervorgehen, wobei die Meinung der Mehrheit nicht zum Ausdruck kommt. Aber eine Be schränkung der Wahlfreiheit, wie sie in den indirekten Wahlen liegt, steht im Widerspruch zu der Entwicklung, die das gesamte Voltsleben unter dem Einflusse der modernen Gesetzgebung seit 1870 genommen hat. Nachdem diese Gesetz gebung das freie Spiel der Kräfte" namentlich auf wirtschaftlichem Gebiete zur Geltung brachte, das vielen Kleinen an den Lebensnerv ging, Kapital und RücksichtsTofigfeit zu ersten Machtfaktoren erhob, aber doch die Industrie und den Nationalwohlstand zu riesiger Höhe emporführte, sehen wir nicht ein, warum dieses freie Spiel der Kräfte" nicht auch bei den Wahlen zu Volksvertretungen zugelassen werden sollte. Es scheint uns dies eine einfache Konsequenz der Gesamtentwicklung des Volkstums zu sein, der auch die Erste Kammer nicht widerstreben sollte Wir versprechen uns als heilsamste Folge der direkten und ge= heimen Wahl eine Wahlpflicht. " auch ohne gefe blue gung der( auen Wählermassen sich politisch nicht unterkriegen lassen will, muß eben mitthun; und wer nicht mitthut, hat fein Recht zur Klage. Staatsminister Rothe sagte ganz richtig, wenn die staatserhaltenden Parteien nicht ohne Wahlzwang zur Urne schreiten, dann sind sie nicht staatserhaltend". Wer in der harten Schule des wirtschaftlichen Konkurrenzkampfes steht und sich nicht werfen läßt, wird auch dem politischen Nonfurrenzfampf, wie ihn das neue Wahlgesetz entfesseln wird, furchtlos entgegensehen.d attod dnulost Politische Nachrichten. * Ueber das Befinden des sächsischen Königs wird เก ร ป gemeldet: Sibyllenort, 18. Juni. Auf den gestern ohne wesentliche Störungen verbrachten Tag folgte eine un ruhige Nacht. Der König hat wenig geschlafen, das Atmen war zeitweise erschwert. Buls 100, regelmäßig. feine Fiebererscheinungen.imitiul d ( gez.) Dr. Fiedler. Dr. Selle. Dr. Hoffmann. de Breslau, 19. Juni. Anläßlich des gestrigen 49. Hochzeitstages des sächsischen Königspaares waren in früher Morgenstunde bereits über viele 100 Glück wunschtelegramme eingegangen, darunter von fast sämtlichen deutschen Fürsten, Kaiser Franz Joseph und dem französischen Präsidenten. Kaiser Wilhelm sandte dem franken König ein wunderbares Blumenarangement und ein Handschreiben. Der König ist über die vielen Beweise sichtlich erfreut. In der Schloßkapelle fand um 9 Uhr eine stille Festfeier des tgl. Hofes statt. In der unmittelboren Umgebung des Königs hat man heute mehr wie bisher den Eindruck, daß die Kräfte im Abnehmen begriffen sind. Trotzdem versah auch heute Vormittag der König eine Anzahl Regierungssachen mit seinem Namenzuge. Er beantwortete wiederholt die Frage, ob ihn die Geschäfte nicht zu sehr ermüdeten, verneinend. c3 sd pudein Generalfeldmarschall Graf Waldersee ist vom Kaiser telegraphisch zur Teilnahme an den Festlichkeiten nach Aachen berufen worden. Auch Reichsfanzler Graf Bülow und Generaloberst Freiherr von Loe fanzler Graf Bülow und Generaloberst Freiherr von Loe treffen dort ein Die deutsche überseeische Auswanderung betrug im Mai d. J. 3520 Personen gegen 2569 im Mai Der Kaiser trifft heute in A a chen ein, woselbst borigen Jahres. Aus deutschen Häfen wurden im er auf dem Rathause eine belgische Abordnung empfängt. Mai d. J. neben 2775 deutschen Auswanderern noch * Darmstadt, 17. Juni. Der erste Ausschuß der 32 004 Angehörige fremder Staaten befördert. Kammer beantragte den Antrag Haas- Darmstadt In diesem Jahre sind in Deutschland nur 392 இ Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdruck verboten.) Der Tag läßt sich aber schlecht an für ihn die Leute jizen heute in ihren Häusern, wie die Hamster im Bau, es giebt absolut nichts zu sehen. Eine Zeit lang schiffen seine Gedanken auf den fremden Meeren, die er gesehen, dann müssen sie auch nicht immer angenehm sein, denn sein Gesicht versinstert sich, er mächt eine unmuttige Bewegung und ruft Geerteerd. Sie hat den Laut schnell vernommen und steht bald darans neben ihm. Ein Better, sagt er, das ist gar nichts, so windstill. * - Ja ― ja entgegnet sie. Ihr war, als habe sie drüben am Fenster Jo's Kopf auftauchen sehen. Warum soll das nicht sein? sie blickt ja auch nach ihm aus. Einmal, spricht der alte Seemann weiter, sind die beiden Eilande so nahe gelegen, daß sie von Wangerooge nach Spiekerooge ein Brod auf der Ofenschaufel haben hinüberreichen können Sie nicht, die Erzählung ist für ein Inselkind nicht neu. Dazumal ist ein Flüßchen gewesen, heute geht die See dazwischen. Vierzig Fuß tief! bestätigt Geerteerd. Der Alte guckt sie lauernd an. Kannst was draus lernen, Deern! Ach, Vater Ein schöner Morgen, meint sie. Es ist heute alles hell kannſt es! braust er auf. Edo Finnink hast Du kopfan ihr, die Miene, das Kleid, die Stimme. Dort Stein Segel tann sich rühren, brummt der Alte. Mag sich ändern, antwortet Geerteerd, legt die Hand über die Augen und sicht aufs Nachbarhaus hin. ist's auch still- und wird sich ändern, wenn Sicick zum Abend die Kohlen schürt, weiß sie mehr, als am Morgen. Die Jungens, spricht Maniel, sind alle am Land, aber feiner kommt daher. Wart's ab! Er schüttelt den Kopf. Edo Finnink ist kopsscheu. Sie schlägt die Arme unter der Brust zusammen; sie hat ein Gefühl, als gäbe es nichts mehr zu thun, als zu warten. Alles ändert sich, sagt Maniel, von Bestand ist nichts. Sie reißt die großen, schwarzen Augen auf. Wenn Zwei einander gut sin das bleibt, spricht sie wie im Traum. Ein heiseres Lachen antwortet ihr. Ueber Nacht kann eine Springfluth kommen, Deern Ja, Vater, wie Anno 55 Er nimmt die Pfeife aus dem Munde und deutet nach dem Hause. Kann weg sein, als wenn ich's von der flachen Hand wische - scheu gemacht der war mir recht. Wenn Du einen Andern bringst... sett er zögernd hinzu, heute sind Junge und Deern einander gut kann eine Nacht sein, da ist Tiefwasser dazwischen Wie ein kühler Wind weht es über sie hin, dann aber schüttelt sie den Kopf. Ist Dein Denken immer so grämlich gewesen, Vater? Wie ich noch ein Narr war, nicht. Einen Augenblick sieht sie ihn forschend an. Vater, warum hast Du keine Freundschaft unter den Leuten wie die Andern? Brauche feine! Wieder eine Pause, dann fragt sie: Warum hat Reid Toben Feindschaft auf Dich und mich? Er rückt auf dem Stuhle hin und her. Habe nicht nachgefragt. War meine Mutter gut mit ihr? Er stößt einen Fluch aus und hebt wie drohend die Faust. Weibsbilderart fannst Einen nicht in Ruh' lassen? Sie buscht mit einem Lächeln in's Haus, jezt ficht jie nichts an, auch des Vaters Ungeduld nicht, der sie doch selber gerufen hat. - Der Kaiser unternahm Mittwoch früh die Fahrt auf den Hochschneeberg. Im Berg- Hotel sprach der Kaiser auch den die deutsch- französische Kriegs- Medaille tragenden Fabrikanten Engau an und fragte ihn, unter weisen Kommando er den Feldzug mitgemacht habe. Als der Fabrikant antwortete: Unter Stönig Albert von Sachsen, erwiderte der Kaiser, der liegt leider krank darnieder. Sein Ableben wäre ein großer Verlust für uns alle. .bung sgni and D Aus unseren Kolonien. In dem Süden unseres füdwestafrikanischen Schuhgebietes sind seit Ende Mai d. J. 36 Buren familien mit 313 Köpfen eingewandert. Denselben sind Grundstücke pachtweise überlassen worden in der Erwartung, daß das Pachtverhältnis mit der Zeit zur eigentümlichen Erwerbung der Farmen führen wird. si lo adyn last so stilom son Heffischer Landtag. Darmstadt, 18. Juni. Wahlgeseẞ.a Spezialdebatte über das Wahlgesez. Zu Artikel 1 des Gesetzes wird der Antrag Haas= Darmstadt mit allen gegen eine Stimme angenommen, der dahin geht, daß in diesem Artikel nicht von Landständen die Rede sein soll, weil das den Eindruck erweckt, als handle es sich um eine ständische Vertretung, sondern statt dessen vom Landtage, womit deutlich zum Ausdruck gebracht sei, daß es sich um Vertreter des ganzen Volkes handle. dni Abg. David will die erste Kammer überhaupt beseitigt wissen; deshalb würde er und seine Bartei Staatsminister Rohte: gegen den Artikel 1 stimmen. An der ersten Kammer würde die Regierung unbedingt festhalten. Darauf wird Artikel 1 des Geseßes mit allen Stimmen gegen die der Sozialdemokraten angenommen. Der Mittag kommt. Maniel ist noch immer allein geblieben, er läßt seinen Unmuth an Geerteerd aus. Sie sentt die langen Wimpern und sagt: Zwischen jetzt und Abend fann noch viel sein. Wartest etwa auf einen Freier? Kann sein! lacht sie. Häufig sißt sie lässig herum. Dabe denkt sie, wie es wohl zugegangen ist, daß ihre Mutter den Vater hat gut sein können. Dazumal muß ex freilich auch anders gewesen sein. Sie hat keine Erinnerung an die Mutter. Es fällt ihr ein, daß ihr nie der Hügel derselben gezeigt ist. Die alte Großmutter, welche in Maniel's Haus gewirthschaftet hat, hat's vergessen nun ist deren Ruhestätte ebe falls längst verweht. Kaum vierzehnjährig ist Geerteerd allein gewesen aber die Hausfrauensorgen haben ihre jungen Schultern nicht gedrückt, sie ist schlauf unter ihnen emporgewachsen und drüben im Nebenhause Jo und zwischen ihnen da Gutſein. Heimlich genug denn Reich Toben ihre Augen sind wachsam gewesen hat sich Jo zu Geerteerd zu finden gewußt, wenn sie auf den spärlich bewachsenen Wiesen herumgelaufen ist, oder halb vom Dünenhafer verborgen im Sande lag, den kleinen Eidechsen zusehend, wie sie behend hin und her schlüpften. Schiffe hat er ihr gebaut aus alten angeschwemmten Brettern und dann hat sie allemal gesagt: Jo, wenn Du groß bist und über's Wasser kannst, gehn wir in die weite Welt. Die nächste Welle hat dann oft das kleine Fahrzeug davon gerissen, aber die Kinderaugen haben einander zuversichtlich angeguckt. So soll's einmal sein. Es kommt jezt über Geerteerd wie ein Druck, sie fann es in den engen vier Wänden nicht mehr aushalten, sie muß hinaus das Meer sehen. Heimlich eilt sie in die Dünen und bahnt sich geradewegs den Pfad nach dem Strande. Im Stillen hat sie gehofft, Jo wäre auch draußen. Aber kein Mensch ist weit und breit zu sehen das Meer glatt und träge, endlos vor ihr. ( Fortseßung folgt.) 316 138. Oberhessische Familienzeitung. eine logische Form zu fleiden. Heimat nabe fei, tam fie zu folgendem Schluß: was fich aber anderen febr unähnlich, versuchte fte, ibre 3weifel in Mädchen, in unvollkommener Kenntnis ibres eigenen Gemüts, Bum Schluß war Miß Brifto, gleich vielen anderen jungen Als fie erfubr. daß Dick ber Liebe mebr für fie empfand? su lieben; wenn Did nun zurücktearte und teine aufri@ tige nie Sette 2.9 photographiert wären", Es wird wundervoll werden. fagte fie schalthaft. Nun wohl, hier ist Ihr erstes Portrait. Ste lanten, dass Sie noch in unzählige Stückchen auf dem Kieswege. fie ans Licht gehalten, so entfiel sie seiner Hand und zerbrach Alice reichte ihm die tropfende Platte. Er bat fie in feiner ruhigen Weise, es seben zu dürfen. Kaum hatte er Mr Miles ention Nr. 138 mads and sun p msds nis u anda 190 Oberhessische Familienzung. De Sette 3. Danacht de Solitomaton mis sided mad and dau di omnis and micino sa let .56 glide and b - Trotzdem fönne er aber nicht für den Artikel 3, so wie er 1 vorliege, stimmen. Die Entscheidung für den Antrag Wolff müsse er sich noch vorbehalten. Jedenfalls sei klar, daß, wer dieses Gesetz wolle, das dirette Wahlrecht nämlich, der müsse suchen, daß es über Art. 3 zu einer Verständigung fomme, was er für seine Person durchaus wolle. Seine endgiltige Stellung müsse er sich für die zweite Lesung vorbehalten. Abg. Dr. Gutfleisch: Nach dem Anfang der Rede des Abg. Oriola sei wohl jeder der Ansicht gewesen, Graf Oriola würde für den Artikel 3 stimmen. Ihm würde der Antrag David am liebsten sein, denn er beseitige auch alle scheinbaren Gegensätze zwischen Stadt und Land. Aber die Durchführung dieses Antrages sei zu schwierig und würde die Verwirklichung des Gesezes hindern. Das gleiche Wahlrecht gebiete, daß die Ungleichheit nicht länger bestehe, unter der die Städte gegenüber dem platten Lande bisher zu leiden hatten. Er halte den Gedankengang der Regierung für vollständig richtig. Er sei für den Art. 3, nicht im Interesse der Städte und nicht gegen die Interessen des Landes, sondern im Interesse der Gerechtigkeit. Bu Artikel 2 beantragt Abg. Weidner, daß von den| 12 ausgezeichneten Staatsbürgern, die nach diesem Artikel in die erste Rammer berufen werden sollen, die Hälfte Bewohner des Landes sein müßten. Abg. Dr. David ( Soz.) wünscht, daß dem Antrag nicht Folge geleistet wird, weil man einem absterbenden Drganismus wie der ersten Raminer nicht neues Blut zuführen solle, um sein Ende länger hinauszuschieben. Wenn das aber doch geschehen solle, so wünsche er, daß unter den 12 ausgezeichneten Staatsbürgern", die in die erste Kammer tommen sollen, dann auch Vertreter aus den Tiefen des Voltes ernannt würden. Wenn aber ausgezeichnet" hier so viel heiße, als mit Orden versehen, so könne man denen ja auch erst Orden geben.( Heiterkeit). Staatsminister Rothe - Staatsminister Rothe erflärt, die strenge Auswahl müsse hier der Regierung unbedingt vorbehalten bleiben. Abg. Weidner beharrt auf seinem Wunsche. Es käme darauf an, daß es ländliche Bes wohner seien, wenn auch nicht Bauern, Leute, die das Land kennen und deshalb auch in der Stadt in der ersten Rammer die Interessen des Landes vertreten würden. - Artikel 2 Position 1-8 wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen.- Der Antrag Weidner zu Position 9 wird mit 26 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Die Regierungsvorlage Bofition 9 betr. wird mit 21 gegen 20 Stimmen abgelehnt. 10 wird angenommen. Abg. Schönberger( fr. Bgg.) macht der Regierung den Vorwurf, daß sie mehr den städtischen Interessen diene als den ländlichen. Abg. Haas- Mainz wendet sich auch gegen den Abg. Darauf wird die Sigung abgebrochen. Nächste Sigung Morgen 9 Uhr mit der gleichen Tagesordnung. Position Weidner. Hierauf kommt es zu einer längeren Geschäftsordnungsdebatte darüber, ob schon bei der ersten Lesung dieses Gesetzes die Zweidrittelmajorität bei der Abstimmung nötig sei. Da man sich darüber nicht einigen tann, wird ein Antrag des Abg. Gutfleisch angenommen, der dahin geht, die Stzung eine halbe Stunde auszusetzen, um über diese zu einer Einigung zu ge= langen. * Brüfung ab geblich auf handigung bei feinem bi eingelegte Be b im Zweifel darüber sein wird, wenn er sich in diesem Kreise umblickt, daß Ihr dem Himmel dankbar sein könnt für alle die Männer, die aus dem Corps heroorgegangen sind, von denen ein jeder an seinem Ort, in seinem Stand und in seinem Amt dazu beiträgt, unser Baterland groß und glücklich zu machen, und dabei die Ehre unseres Bandes und Corps zu verherrlichen. Euch ist es beschieden, Fürstensöhne unter Euch zu sehen, sie vorbereiten zu helfen und sie einzuführen in das Leben. Möge ihnen nicht nur die heitere, sondern auch die ernste Seite des Lebens flar gemacht werden. Ich aber spreche von ganzem Herzen meine Freude aus, daß es mir vergönnt ist, wieder einmal unter den jungen Borussen zu weilen, denn die Jugend hat Wagemut und Thatkraft und folgt dem Rufe, während das reifere Alter zuweilen zweifelt * Darmstadt. Der Bericht des ersten Ausschusses der zweiten Kammer über den Antrag des Abg. Backes ist erschienen. Dieser Antrag geht dahin, die Regierung zu ersuchen, möglichst bald den Ständen eine Gesezesborlage zu machen, welche die Ausbildung der isNach Wiedereröffnung der Sitzung bemerkt der raelitischen Religionslehrer, sowie deren Anstellung und Besoldung zeitgemäß regelt. Die Regierung ist dazu bereit, da sich schwere Mißstände gezeigt haben, und glaubt, dazu auf Grund des Kirchensteuergesetzes befugt zu sein. Der Ausschuß ist ebenfalls mit der prinzipiellen Regelung der Frage einverstanden und beantragt deshalb, dem Antrag Backes zuzustimmen. Präsident Haas, daß position 9 und Position 10 des Artikels 2 abgelehnt sind. Die Kammer tritt darauf ein in die Beratung des Artikels 3( Vermehrung der städtischen Abgeordnetensiße) der Wahlrechtsvorlage. Abg. Wolff( freie Bgg.) nimmt das Wort zur Verteidigung seines Rompromißantrages, der dahin geht, daß Darmstadt, Mainz und Offenbach je einen Abgeordneten mehr erhalten sollen, aber nicht Gießen und Worms. Abg. Dr. David( Soz) zieht, um die Abstimmung nicht zu verwickeln, seinen Antrag auf neue Einteilung der Wahlfreise( auf 20,000 Einwohner je ein Abgeordneter) zu Gunsten der Regierungsvorlage zurück. Den Gegensat zwischen Stadt und Land dürfe man nicht, wie der Abg. Röhler Langsdorf gesagt, zu einer Machtfrage machen. Man verlasse damit den Boden der Verfassung, da die ländlichen Abgeordneten die Interessen aller, also auch der städtischen Bewohner ihrer Kreise zu vertreten hätten. Bei der Zusammensetzung dieser Kammer seien die ländlichen Interessen sogar mehr als die städtischen betont worden. = Abg. Bremer( fr. Vgg.) verteidigt den Standpunkt seiner agrarischen Freunde. Sie handelten aus Notwehr. Er stimme nach wie vor gegen den Artikel 3. Abg. Weidner: Er und seine Freunde wollten durch ihre Stellung zu Artikel 3 nur der rapiden Zunahme der Städte steuern. Er fönne sich nicht davon überzeugen, daß die Bevölkerungszahl in dieser Frage entscheidend sei. Zum Jubiläum der Bonner„ ,, Borussia". " ieben, baf Bandwertsto pflichtet get ingtoifchen babe, so to langer bore feine ernft und des P in Bufunft e. B Minera mit dem he Lenz auf des Undre figtum( Ref Gieß des laufend fanbfbaten 18 beftander jedhs mit de nügend"( 4 noch aus. * Ueber bejagt eine jenat bom Beftimmung der Profu die Profura lediglich eine lawung dieje und zögert, dem Rufe zu folgen. Ich wünsche, daß alle, die aus dem Corps hervorgegangen sind und das schwarzweiß- schwarze Band tragen, stets dem Gelöbnis des ersten Chargierten des Corps getreu sind und dem Rufe des Königs gern folgen werden, sei es im Innern zum Wohl des Vaterlandes, sei es nach außen zu seiner Verteidigung. Wir, die alten Herren, erheben aber die Gläser und hoffen, daß bis in die Ewigkeit sich stets ein junger Nachwuchs finden möge, der aus diesem Corps auch ferner solche Männer hervorbringt, wie hier unter den alten Herren fißen. Ich wünsche Ihnen namentlich bis in das höchste Alter denselben Schneid, dieselbe frische fröhliche Thatkraft und Freude am Leben und Vaterlande, wie sie zum Beispiel Excellenz v. Lcë zeigt. Und nun die Gläser hoch und donnerndes Hurrah dem Corps, ein vivat crescat floreat in alle Ewigkeit Hurrah! Hurrah! Hurrah!" * Die ,, Borussia" zählt nur 12 Aftive, fernec 10 Renoncen, 4 Konfneipanten und 8 Inaktive. Erster Chargierter ist von Bentivegni, zweiter von Schubert, dritter Graf Dönhoff, als Fuchsmajore walten v. Stryf und von Saldern. Unter den Aktiven befindet sich Prinz Ratibor. Der vornehmste ,, Stonkneipant" ist, wie man weiß, Kronprinz Wilheim, seine Kollegen in dieser feucht- fröhlichen Eigenschaft sind Fürst v. SchönburgWaldenburg, Graf v. Francken- Gierstorpff und Freiherr von Uerfüll. Das Korps hat ein eigenes Haus in der Kaiserstraße zu Bonn. nicht beeintre auf einen so werde let Dieses Gerid mit der Auff Hedtsgültigte borherrschte, i andeutender unterfchrift de liche Zeichnun profura schei Am Abend war Festkommers. Der Kaiser, der die Uniform der Leibhusaren mit Stürmer und Band trug, ergriff den Schläger, eröffnete den Kommers und behielt das Präsidium. Im Verlauf des Kommerses hielt Generaloberst von Loe als ältestes, 112 Semester zählendes Mitglied, eine Rede, in der er dem Kaiser Namens des Korps für sein Erscheinen dankte und daran erinnerte, daß die jungen Borussen stets zu den Fahnen geeilt seien, deren Farben sie trügen. Rede schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Hierauf kommandierte der Kaiser das Semesterreiben und ers nannte unter großem Jubel den Kronprinzen zum Fuchs major, der sogleich mit den Füchsen einen Salamander auf die Kaiserin rieb. Bonn, 18. Juni. Nach einem Umzug durch die Stadt, welchen das Corps Borussia" in Wagen unter Voranritt eines berittenen fostümierten Musitkorps veranstaltet hatte, fand um 3 Uhr Nachmittags im Saale der Lesegesellschaft das Festmahl zur Feier des 75jährigen Bestehens des Corps statt. In der Mitte der langen Tafel saß der Raiser in Couleur zwischen dem Generaloberst v. Loë und dem Ersten Chargierten des Corps, von Bentivegni; gegenüber hatte der Erbgroßherzog von Baden Blaz gegegenüber hatte der Erbgroßherzog von Baden Blag genommen. Studiosus v. Bentivegni dantte dem Kaiser für sein Erscheinen und gelobte namens des Corps, daß es dessen Biel bleiben solle, für den König und das Vaterland brauchbare Männer zu bilden, ebenso wie sie auf der Mensur eine schneidige Klinge zu schlagen versuchten. Der Trintsp uch tlang in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaiser antwortete mit folgendem Trintspruch: Von ganzem Herzen danke ich Ihnen als erstem Chargierten der Borussia" für die Worte, die Sie mir soeben namens der jungen Generation, die jezt das Corps ausmacht, entgegengebracht haben. Sie sehen um sich versammelt, der Einladung des Corps folgend, aus allen Gauen und Teilen des Vaterlandes herbeigeeilt, die alten Herren, ein Beweis, wie fest und innig das schwarzweiß schwarz Band uns umschlingt. Ihr Jungen, die Ihr noch das Leben vor Euch habt, und den hoch schäumenden Becher mit Freude zum Munde führt, möget mit all.r innigen Fröhlichkeit und aller überschäumenden Kraft der Jugen doch der Tage gedenten, auf die Ihr Euch vorbereiten müßt, denn das Leben ist ein ernstes und das Vaterland bedarf der Männer. Die Jugend bedarf aber vor allen Dingen der Vorbilder, und ich glaube, daß Niemand von Euch Abg Graf Oriola: Das allgemeine Wohl sei in erster Linie zu berücksichtigen. Man solle nicht das Land gegen die Stadt ausspielen und umgekehrt, sondern man solle Rücksicht auf einander nehmen. Er für seine Person stelle ja oft scharfe agrarische Forderungen, aber während der ganzen nun 15 jährigen Thät gleit in der hessischen Kammer, das müsse er ehrlich und offen sagen, wenn er und seine Freunde in dieser Zeit mit bedeutenden agrarischen Forderungen getommen wären, so hätten die städtischen Abgeordneten niemals gesagt: Ihr bekommt nichts, weil es uns nichts nüßt. Er würde sich nur freuen, wenn dem anderen Volksvertretungen so viel Entgegenkommen für die agrarischen Wünsche sich fände, wie in der hessischen Kammer. Geerteerd. Novelle von E. Vely. ( Nachdruck verboten.) Wie sie lange ausgeblickt hat, drückt sie die Hand auf's Herz das weiß sie, daß jene Wellen sie begraben hätten, wenn Jo ein Opfer der See geworden wäre aber plößlich steht es wie eine große, brennende Frage über den grauen Wogen: - Wenn Jo wiederkam, wie es geschehen ist, aber nicht zu ihr zu einer Andern? Ihre dunkelrothen Lippen theilen sich, die spitzen, weißen Zähne blizen daraus hervor. Jo - Jo, murmelt sie, und das seltsame Leuchten ist in ihren Augen, ihres Vaters Wort von dem Veränderlichsein fällt ihr ein büßen hättest Du's sollen. Dann macht sie eine abwehrende Bewegung. Hat er nicht gestern auf dieser selbigen Stelle von Meerie Möllers gesagt: - Die soll ich und Dich will ich! Sie fürchtet das hellängige, blonde Mädchen nicht, das so dienstbar um Reick Toben herum ist. " " - meist unverrichteter Sache von ihrer Sechundsjagd heim zu tommen. Jetzt ist keiner da, der mit der Flinte herbeieilen kann. Sie denkt daran, Jo zu rufen bis sie aber in's Dorf gelangt ist, mag der seltene Strandgast wieder das Weite ge= sucht haben. Sie zieht das schwarze Tuch, welches sie über den Kopf gehängt hat, fester zusammen und geht weiter am Strande entlang. Was auch von jung auf ihr Herz bewegt hat, immer hat sie hierher gemußt. Wenn es dann recht um sie rauscht und braust, ist's ruhiger in ihr geworden. Giessener Cagesneuigkeiten. Die * Eine deutsche Gesellschaft zur Befämpfung der Geschlechtskrankheiten" soll demnächst in's Leben gerufen werden. Eine konstituirende Versammlung wird im Herbst nach Berlin einberufen werden. Wie prüfend streckt sie die Arme von sich Muskeln hat sic, hat der Vater oft gesagt, wenn er sie mit hinaus genommen hat zum Fischfang- und fast zornig ist's dabei nachgekommen: Wärst ein Junge geworden recht wär's! Sie hat ihre Mutter nicht gekannt, neben ihr ist Niemand ge= sessen, der ihr wunderliche, schwermüthige Lieder gesungen hat, wie sie's andere Frauen hat thun hören. Aber das Meer singt, das wird nicht müde und die Weise wird ihr nicht leid, immer wieder zu hören. genommen z derliche Dor beider Profu I wirken der b Unterschrift schaffen fönne oder bekandet Richterspruchs ficherheit im s * Bom Handwerk. Eine Entscheidung, die weite Kreise des Handwerts interessieren wird, hat vor kurzem die Königliche Regierung Hannover in der Frage der Gefellenprüfung getroffen. sellenprüfung getroffen. Die Handwerkskammer in Stralsund hatte auf Grund des Berichtes eines Innungsvorstandes angeordnet, daß ein Lehrling, der die Fortbildungsschule nur ganz ungenügend besucht hatte, gemäß den Vorschriften der Gesellen prüfungsordnung vorläufig von der Prüfung zurückzuweisen sei. Diese An ordnung hatte jedoch der Innungsvorstand nicht b. folgt, vielmehr hatte der Prüfungsausschuß der Innung die Eine eigene, wilde Lust kommt sie an wenn sie ein Mann wäre, so würde die Seefahrt und das Jagen an der Küste ihre Lust sein aber sie ist ja nur ein Weibsbild Plöglich bleibt sie stehen und blickt scharf aus, in der Ferne bewegt sich etwas auf dem Sande. Ein Lachen geht über ihr Gesicht, als sie jetzt zu ihren Füßen eine Planke gewahrt, die von den Wellen angeschwemmt ist. Hastig rafft sie das Brett empor und schleicht in die Nähe des Thieres. Der Richtung, aus welcher sie kommt, abgewendet, liegt es behaglich im Sande. Ein Seehund, sagt sie. Dann lacht sie spöttisch. Viele von den fremden Leuten, die ihr in den heißen Monaten den Strand verleiden, fahren tagelang hinaus nach den Balgen und waten durch die Watien und liegen stundenlang im Sand, um Nur ein Weibsbild, murmelt sie und hebt das Brett und führt drei wuchtige Schläge ein Blutstrahl springt gegen ihre linke Hand das Thier ist verendet. Just, entgegnet Edo und läßt Anne noch immer nicht davon und dann, als bedürfe er der Entschuldigung: Weil Du's gesagt hast, Geerteerd. Nun wirft sie das Brett von sich und fühlt, nachdem die wilde Kampflust von ihr gewichen ist, einen leisen Schauder. Einem wehrlosen Wesen hat sie das Leben geraubt aber das ist doch nur während der Dauer einer Secunde. Dann schleppt sie ihre Beute höher nach den Dünen hin, geht zurück und faßt in die Wellen, um die Spuren von ihren Händen zu vertilgen, und sagt: Weil ich nur ein Weibsbild bin, deshalb freut's mich. Ist gut, wenn sich Einer rathen läßt, spricht sie. Zur Hochzeit laden wir Dich! ruft Edo. Wenn Anne will wie Du! sagt Geerteerd. Die Bra Was soll sie nicht? fragt der Matrose. Denn sieh, weil Du's gesagt hast, darum wird Hochzeit. Anne läßt plötzlich die Hand sinken und guckt empor, der Sinn von dem, was die Beiden reden, ist ihr nicht verständlich. Geerteerd bleibt nicht, damit Edo eine Erklärung geben fann. Sie ist froh im Herzen und guckt zum Himmel empor. Die Freude am Glück Anderer ist ihr auch ein Gefühl kann es nicht ganz in ihren Gedanken zurechtlegen, was sie empfindet, eigenes Glück macht weichherzig. Dann eilt sie dem Dorfe zu. Vor dem unscheinbarsten, abseits liegenden Hause stehen ein Bursche und ein Mädchen. Als sie näher kommt, erkennt sie Edo Finnink und Anne. Das Mädchen will davon, der Matrose hält es aber am Arm fest und lacht halb verlegen, halb sich ermuthigend. Ist nur die Geerteerd, spricht er dann. Anne schlägt die freie Hand vor die Augen und kichert und wehrt sich. Geerteerd hebt fröhlich den Kopf. Seid Ihr eins? fragt sie den Burschen. Die! sagt Anne und sieht ihr nach. Edo nickt. Das ist eine Deern! Betroffen verzieht das Mädchen den Mund. Der geht Reiner nach die ist zu schwarz. - sie Der Matrose schleudert seinen Hut in die Luft. Deern für die ist ein Kapitän gerade gut. 119 Die Na Wit Fr. Lind Bö.b Ferner ber der Bruder des t Eteinheim, W Armbruch erlitte Die erft er Anne starrt ihn an, er schüttelt sie leicht an der Schulter. So ein Donnerwetter, das ab und an die Weibsbilder regieren muß, vor dem hat sie keinen Respekt. fannt wurden, en wurden in den alle zu Lage gef Brande zu geben bertigen Correip Dungen, Das bringt Anne über einen aufsteigenden, argwöhnischen Gedanken weg. wie ein 8% 1hr langte die Brifettfab in Flammen man zur Bran mit der Hung gegen. Alles Antommen auf fengenden Blu wendig in alle aus allen Fen Προφανή blagen fengende Blut Die sandige Dorfstraße ist öde, wie zuvor Steinbild sitt Maniel neben seiner hölzernen Aphrodite. Geerteerd legt die Hand über die Augen und blickt scharf nach ihm aus. Aber freilich, das wetterharte, faltige Gesicht ihres Vaters läßt nichts von sich ablesen. Jo muß längst bei ihm gewesen sein- sie hat ja gar nicht so lange am Strande bleiben wollen. Wenn er sie jetzt dort sucht? Was schadet'sdas ist der letzte vergebliche Weg, zu einander kommen sie schon, tann nichts so gewiß sein, als das. - ( Fortsetzung folgt.) alles Gifen un zen muß. bilfeleistung Waffer zur S eere und be tal in Fla m großen fer der Fa Bammen." Der S 400.000€. mabig bober a 200.000 m2. 30000 met bet mito noch weit Die Berg Arbeiter der S Herzlichen ehren brotlos, Gauptbeteiligte tmas geichieb bauern, Sann ginnen tonnen wenn er fich in diefen mel dankbar sein ton Corps hervorgegang einem Drt, in feinen eiträgt, unfer Baterlan dabei die Ehre unfere hen. Euch ist es be zu sehen, fie vorbereites Das Leben. Möge ihnen uch die ernfte Seite de Fah aber sprede bon , daß es mir vergönnt nd Thatkraft und folgt Alter zuweilen zweifelt Ich wünsche, daß alle find und das schwarz Dem Gelöbnis des ersten nd und dem Rufe des im Innern zum Wohl zu feiner Berteidigung aber die Gläser und Brüfung abgenommen, dann aber dem Prüfling antgeblich auf Anordnung der Handwerkskammer die Ausdie Aushändigung des Prüfungszeugniſſes verweigert, ſodaß er noch bei seinem bisherigen Lehrherrn weiter arbeiten mußte. Auf eingelegte Beschwerde hat nun der Regierungspräsident entschieden, daß die an die Innung gerichtete Anordnung der Handwerkskammer voll begründet und die Innung ver pflichtet gewesen wäre, der Unordnung zu folgen. Da aber inzwischen der Lehrling die Brüfung angeblich bestanden habe, so könne ihm die Innung das Prüfungszeugnis nicht länger vorenthalten. Ferner hat der Regierungspräsident feine ernste Mißbilligung über das Verfahren der Innung in Zukunft die betr. Vorschriften recht genau zu beachten. e. Besigwechsel. Die Dr. A. Mettenheimersche Mineralwasserfabrik in der Sonnenstraße ging mit dem heutigen Tage durch Kauf von Herrn Louis Benz auf Herrn Restaurateur Weidig, den Besitzer des„ Andres" über. Herr W. rundet damit sein Be3tum( Restaurant und Brauerei) ab. en Boruffen zu weilen, und des Prüfungsausschusses ausgesprochen und aufgefordert, * Gießen. An der juristischen Fakultätsprüfung fið, stets ein junge des laufenden Sommersemesters haben sich 30 Rechtslandidaten hiesiger Universität beteiligt. Hiervon haben 18 bestanden, und zwar vier mit der Note" gut"( 2), Some bier unter best ber note zum ganzen gut( 3), acht mit„ se nügend"( 4). Die Prüfung eines Kandidaten steht Schneid, dieselbe frisch Leben und Baterlande, Durrah dem Corps, ein noch aus. * Ueber rechtsgültige Unterschriften im Handelsverkehr senat vom 7. Dezember v. Js.( I 385. 1901), daß die tce zeigt. Und nun befagt eine Entscheidung des Reichsgericht 1. Zivilgkeit Hurrah! Hurrah Bestimmung des§ 51 des Handels- Gesetzbuchs, wonach ur 12 Attibe, ferne: ber Brotura andeutenden Zusage beizufügen habe, 6.8 Inattive. Erſte lediglich eine Ordnungsvorschrift ſei und daß die Weg weiter von Schubert laffung dieses Zuſages die Gültigkeit der Zeichnung ore walten v. Stry nicht beeinträchtige, habe der Broturiſt das Accept Attiben befindet sich auf einen Wechsel lediglich mit der Firma gezeichnet, Ronneipant" ift, wie fp werde lettere dadurch wechſelmäßig berpflichtet. ne Kollegen in dieser Dieses Gerichtserkenntnis steht also in Widerspruch Fürst v. Schönburg: mit der Auffassung, die in Geschäftskreisen über die Herstorpff und Frei Rechtsgültigkeit von Profurar- Zeichnungen bisher at ein eigenes Haus berherrschte, indem man annahm, daß ein die Prokura andeutender Zusatz zu der Firma mit der NamensDer Kaiser, der die unterschrift des oder der Proturisten erst eine verbindmer und Band trug, liche Zeichnung der Firma darstelle. Auf die Kollektivprofura scheint das Urteil dabei keine Rücksicht genommen zu haben. Denn wie soll die dafür erfor derliche Doppel- Unterschrift ohne Namenszeichnung beider Prokuristen vollzogen werden? Das Zusammenwirken der beiden Prokuristen, die durch gemeinsame Prokurist der Firma seinen Namen mit einem Kommers und be des Kommerses hielt eftes, 112 Semester der er dem Kaiser scheinen dankte und zu Mit den gestrigen Mittagszügen und zu Fuß famen eine große Menge Neugieriger aus Hungen und den Ortschaften der Umgegend, aus Lich, Gießen, Nidda usiv: auf der Brandstelle an, um den Brand in Augenschein zu nehmen. Zeichner für illustrierte Zeitungen, Photographen, Berichterstatter mehrerer Blätter waren auf dem Plaze. In dent Komptoir fanden die Voruntersuchungen seitens des Amtsgerichts Hungen und seitens der Bergwerksgerichtsbarkeit statt. Vom Hessisch- Rheinischen Bergbauverein in Berlin ( Befizer des Werks) war bis mittag noch kein Mitglied da. Das Unglück ist durch eine Staub- Explosion entstanden. Die Explosion wurde verursacht dadurch, daß eine Transmissionswelle heiß geworden war, diese den Staub in Brand setzte und sich nun der Brand im Nu dem ganzen oberen Raume über den Preſſen mitteilte. Der Staub brennt so rasch wie Gas. Dadurch entstand eine gewaltige Explosion, die Decke wurde teilweise heruntergeschleudert und eine Wand schief gedrückt. Alle Fenster im ganzen Werk sind in Scherben. Die Version, daß der Arbeiter Baumbach über der Presserei herausgeflogen sei, ist nicht zutreffend, er muß die Treppe herunter und auf| den Lagerplatz gelaufen sein. Da alles staubgefüllt und brennbar ist, erreichte die Flamme leicht die großen Vorräte. Kirchenkonzert in der Stadtkirche. Gießen, 19. Juni 1902. Am gestrigen Tage gelangte in unserer Stadttirche durch den hiesigen akademischen Gesangverein unter Zuziehung auswärtiger Stünſtler die Missa solemnis von Ludwig van Beethoven vor einem zahlreichen Auditorium zur Aufführung; jenes gewaltige imposante Werf, das im Jahre 1823 sechziger Jahren immer mehr Gemeingut der musikalischen endet wurde, und, anfänglich nicht recht verstanden, seit den Welt Deutschlands geworden ist. Es ist das hohe Lied des Ewigen", wie man es wohl öfters genannt hat; alle Stimmungen und Gefühle, die des Menschen Gemüt und Geiſt bewegen, von Schauer des Erhabenen bis zum Schmerz der Verzweiflung, vor anbetenden Sich versenken in den Geist des Ewigen bis zum Rufe nach Frieden und Erlösung finden in ihm einen Ausdruck. Höchst geschulte Kräfte in Chor- und Orcheſter gehören dazu, um das Werk nach jeder Richtung hin zur vollen Geltung zu bringen. Mit hochgespannten Erwartungen sahen wir der Aufführung entgegen. Hatten wir doch auf unsere Erklärung Städten in fünstlerisch sehr vollendeter Weise gehört hätten, hin, daß wir die herrliche Schöpfung schon öfter in anderen * Alzey. Postsekretär Marbach wurde nach Deutsch. Avricourt mit Wirkung vom 1. September 1. als Postmeister versetzt. Diez, 18. Juni. Der Landrat des Unterlayne freises erläßt eine Bekanntmachung, in der er vor dent Tragen von Strumpfbändern unter dem, nie warnt. Eine Folge dieser Unfitte sei die Er weiterung der Blutadern( Krampfadern). Balduinstein, 18. Juni. Königin Wilhelming von Holland begiebt sich Ende August auf 4 Wochen nach Schloß Nathsfeld im Thüringischen. TRONDI Darmstadt, 18. Juni. Prinzessin Elisabeth bleibt während der Abwesenheit ihres Vaters auf Schloß Wolfsgarten. 210 ** Raunheim, 18. Juni. Seit dem 9. Junk ist der Lehrer Wenzel von hier flüchtig. Es war eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet wegen Vornahme un ſittlicher Handlungen an Schulknaben und jüngeren Mitgliedern des Gesangvereins. Wenzel ist verheiratet und Vater von 2 Kindern. ** Bad Ems, 18. Juni. Zur Kaiser- Regatta hat der Rowing- Klub de Paris für den Einser Malbergpreis" und den Dopellzweier Preis von der Bäder ley" gemeldet. Im Einser startet Graf D'Heilly, der auch schon in Frankfurt gefahren hat. GUS Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Mechaniker Felix Müthlein dahier, der mit seinem Schwager, einem Agenten, in lnfriede lebt, schrieb an diesen eine offene Postkarte, auf der geschrieben stand:" Du und der deutsche Kaiser seid die größten Spizbuben"! Wegen wurde heute Müthlein von der Frankfurter Straffammer Majestätsbeleidigung und Beleidigung seines Schwagers zu 4 Monaten und 1 Woche Gefängnis veturlett. Mer Antrag des Staatsanwalts auf Ausschluß der Deffentlichkeit wurde vom Gericht abgelehnt. Neueste Nachrichten. B 17: König Albert ernstlich erkrankt. Sibyllenort, 19. Juni. Gestern Abend haben dies Aerzte die feste lleberzeugung gewonnen, daß das Ab leben König Alberts nur eine Frage weniger Tage ist. Die Schwäche des hohen Patienten ist groß. Er vermag nicht mehr durch das Zimmer zu gehen, will auch nicht mehr in den Stuhl oder auf das Schlaf Sopha. Er wünscht im Bett zu bleiben. Trotzdem ist Lage, hofft vielmehr, daß seine gute Natur wie bisher der König guten Mutes und ahnt nicht den Ernst der auch jetzt über die Krankheit siegen wird. Nur die Den Kaiser. Hierauf oder bekundet werden. Eine Ergänzung dieses höchsten derselben der anderweitig stattgehabten nicht im Geringsten äußerst sorgfältige ärztliche Ueberwachung erhält ihned mesterreiben und er Richterspruchs erscheint daher im Interesse der Rechtsronprinzen zum sicherheit im Handelsverkehr sehr erwünscht. den Füchsen einen cuigkeiten. ur Belämpfung der Ge tin's Leben gerufen ersammlung wird im rden. eidung, die weite Kreiſe hat vor kurzem die Der Frage der Ge Handwerkskammer in richtes eines Innungs rling, der die Forts genügend bejut Sefellenprüfungsordnung uweisen sei. Diese Un Dorftand nicht b.folg huß der Innung die Die Brandkatastrophe auf Grube 115 Friedrich" bei Hungen. " bei Die Namen der Verunglückten sind: = Wihelm Baumbach- Trais- Horloff( verstorben) Fr. Lot- Inheiden( verstorben) Lind- Berstadt( verstorben) Bö bel Berstadt( verstorben) Ferner verwundet: Wilhelm Schreiber- Trais- Horloff, der Bruder des verstorbenen Lind- Berstadt; Ludwig StrebSteinheim, Wilhelm Filsinger Steinheim, beim Sprigen Armbruch erlitten. Die ersten Nachrichten, die über den Brand befannt wurden, enthielten vielfach unrichtigteiten. So wurden in den Gruben keine Leute gefährdet, sie wurden alle zu Tage gefördert. Um den Leseran ein Bild von dem Brande zu geben, lassen wir folgende Mitteilungen unseres bortigen Correspondenten folgen: Hungen, 17. Juni, Abends 102 Uhr. Heute Abend e noch immer nicht davon 8 Uhr langte hier die telephonische Meldung ein, daß digung: Weil Du's geſagt die Brikettfabrik und Grube Friedrich in Trais- Horloff in Flammen stehe, es wurde Hilfe verlangt. Sofort eilt man zur Brandstätte. Im raschesten Tempo eilten wir mit der Hungener Sprize dem Brandherde entgegen. Alles glich einem brennenden Haufen. Beim Natroſe. Denn ſieh, we inkommen auf dem Brandplaß ſteht man vor einer engenden Glut, das Fabrikgebäude brennt inäßt, spricht fie. Edo. Beerteerd. it. nachstehen würde. Und wir dürfen bekennen, daß wir in unseren Erwartungen nicht getäuscht worden sind. Mit geradezu erstaunlicher Präcision und Sicherheit, mit liebevollstem, verständnisinnigstem Eingehen auf des großen Meisters Intenſionen wurden die einzelnen Partieen zum Meisters Intensionen wurden die einzelnen Partieen zum Vortrag gebracht. Das Orchester, von dem zuweilen das Menschenmöglichste verlangt wird, das Passagen von einer Schwierigkeit zu überwinden hat, das in technischer Hinsicht Klippen und Untiefen vermeiden muß, von denen der Laie gar feine Ahnung hat, stand in jeder Hinsicht auf der Höhe seiner Aufgabe. Besonders sind die verschiedenen Bläser zu rühmen, die, wie bekannt, in dem Werke überhaupt bevorzugt werden. Auch die Orgelbegleitung, welche den bewährten Händen des bekannten hiesigen Lehrers Herrn Otto Görlach anvertraut war, war ganz vortrefflich. Das höchste Lob verdient auch der Chor, der nur bei ausgezeichnetster Schulung seiner schwierigen Aufgabe gerecht zu werden vermag. Die hohe Anerkennung, die seinen Leistungen einstimmig von Herzen gespendet wird, wird die Mitglieder des Vereins gewiß reichlich entschädigen für die vielen Opfer an Zeit, die sie zu bringen gezwungen waren, um bis zu der künstlerischen Vollendung zu gelangen, die gestern alle Hörer entzückte. Die Solopartieen wurden von sehr tüchtigen auswärtigen Künstlern vorgetragen. Nur wollte uns scheinen als ob manchmal die ganze Schönheit und Klangfülle ihres stimmlichen Organs infolge des stark besetzten Orchesters nicht recht zur Geltung gekommen wäre. Die meiste Anerkennung und den innigsten Dank verHerr Universitätsmusikdirektor Trautmann, der mit Einübung dient jedoch sicherlich der Dirigent des akademischen Vereins ten und gudt empor, der wendig in allen Ecken, brennendes Holz fällt herab, des Touwertes eine wahre Riesenarbeit zu erledigen hatte, n, ist ihr nicht verständ aus allen Fenstern flackern die Flammen. Es ist kein Foo eine Erklärung gebet hochaufschlagendes Feuer, sondern eine verzehrende, Monate hindurch nebst seiner ausgezeichneten Leitung an gudt zum Himmel empor en gende Glut mit 1 bis 2 Meter hohen Flammen, die r auch ein Gefühl- alles Eisen und was sonst nicht brennbar" ist, schmel- wenn die Missa solemnis in vollendetster Weise zum Vornken zurechtlegen, was zen muß. Unsere Sprize wird als erste auswärtige trag fam. Möge der Verein, der unter seiner Leitung eine erzig. ach. den Mund. it zu fchwarz. Out in die Luft. Deern fie leicht an der Schulter bilfeleistung aufgefahren. Es ist nicht rasch genug Baffer zur Hand. Die Teiche liegen zu weit. Mehrere leere und beladene Waggons stehen auf dem Geleise total in Flammen. Der Wind treibt die Flammen dem großen Brifettlager entgegen. Um 10 Uhr standen außer der Fabrik für ca. 60,000 Mark Briketts in Flammen." Der Schaden an Maschinen die mit an die Weibsbilder regieren 400 000 Mt. zur Versicherung stehen, ist verhältnist mäßig höher als man annahm und beträgt ungefähr und dessen unermüdlicher Thatkraft die vergangenen Wochen und dem gestrigen Tage es ganz besonders zu verdanken ist, Höhe erklommen hat, wie nie zuvor, auch fernerhin wachsen, blühen und gedeihen. die Konzerte des Vereins häufig mit einem Defizit abschließen. Sehr bedauert haben wir, zufällig zu erfahren, daß Wir glauben, daß Jedermann gerne ein höheres Eintrittsgeld entrichten wird in der Gewißheit, daß ihm unsere gebracht werden. schönsten Meisterwerke in herrlichster Weise zum Vortrag uffteigenden, argwöhnischen 200000 Mt. An Gebäuden 2c. dürfte der Schaden unter den Zuhörern gestern die Kirche ohne tiefe innere Erwie zuvor hölzernen Aphrodite. wie ein 30 000 Mt. betragen. Der Brandschaden an Briketts wird noch weit über 200 000 ft. geschäßt. ie Augen und blidt fcharbeiter der Grube, widmeten den Verstorbenen einen wetterharte, faltige Gefid lefen. Jo muß langft be Die Bergwerksdirektion, die Beamten und die herzlichen ehrenden Nachruf. An 250 Arbeiter sind twtlos, wenn nicht seitens der Gesellschaft, deren nicht so lange am Strand bauptbeteiligter bekanntlich Sternberg in Berlin ist, rt fucht? Was schabet'su einander fommen fie fon ( Bortfegung folgt) to as geschieht. Einige Tage wird der Brand noch dauern, dann wird man die Abräumungsarbeiten begin.nen fönnen. Jedenfalls darf der akademische Verein, dürfen Alle, die mitgewirft haben, das Bewußtsein haben, daß niemand hebung und Erbauung verlassen hat. N. Aus Hessen und nachbargebieten. Fritzlar, 18. Juni. Die Molkereigenossenschaft Züschen, deren Mitgliederzahl 341 beträgt, erzielte im vorigen Jahre einen Reingewinn von 17253 f. Kirchhein, 17. Juni. Zum heutigen Rindviehmarkte waren ca. 450 Stück Nindvieh aufgetrieben. Die Preise für Schweine waren sehr hoch. Das Herz wird bei der geringsten Bewegung, wote est das Aufrichten im Bett mit sich bringt, so unruhig ,. daß der König schleunigst wieder eine bequeme Bage im Bett aufsuchen muß und nur durch längeres unverändert ruhiges Liegen ist eine Beruhigung des Herzens herbeizuführen. Die Schlafsucht hat einen bez drohlichen Charakter angenommen, die Kräfte verfallen immer mehr. Das Befinden des Kranken war so un ungünstig, daß der Grbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen nicht an sein Lager treten konnten. Auch die Königin konnte sie nicht empfangen. Gestern Abend fuhr Prinz Georg in Begleitung der Prinzessin Mathilde zur Kirche. Am späten Abend sind bei dema König die bedrohlichen Herzenserscheinungen wieder eingetreten. Die königliche Familie ist um den Kranken versammelt. Die Beamten des Dresdener Oberhofs marschallamtes haben gestern zum ersten Male während der Dauer der Krankheit die Diensträume nicht bee lassen.. London, 19. Juni. Eine große Anzahl Offiziere, darunter auch General Walter Kitchener, haben sich Das geſtern in Stapstadt nach England eingeschifft. Kriegsamt teilt mit, daß sämtliche militärischen Gefangenen, welche am Tage der Krönung noch einen Monat abzubüßen haben, freigelassen werden. Revolution in Spanien in Sight. * Valencia, 19. Juni. Canalejas erklärte gestern in einer Versammlung, daß man zur Revolution greifen müsse, falls loyale Mittel bei der Regierung nicht genügten. * Madrid, 19. Juni. Gestern nachmittag 4 Uhr wurde in Cartagena ein Erdbeben verspürt, welches jedoch keinen Schaden verursachte. Großer Gelddiebstahl in Frankreich. In der hiesigen Zweiganstalt der Bank von Frankreich zu Rochet sur Yon wurde lezte Nacht eine Summe von 250 000 Francs in Gold gestohlen. Die Diebe drangen durch ein Kellerfenster ein. Bis jetzt fehlt jede Spur von ihnen. Komplott in Südafrika. od ipand In Pretoria wurden 45 Personen, darunter mehrere Burenführer verhaftet, welche eine Verschwörung gegen Kitchener und dessen Vernichtung beschlossen hatten. Die Mine, durch welche das neue Haus Kitcheners in die Luft gesprengt werden sollte, war bereits bis in eine Nähe von 6 Meter fertig gestellt. Gestorbene. Am 18. Juni: Marie Kreiling, geb. Franke, 67 Jahre alt, Lauffrau dahier. 1707108 56 930 1191 Jedes Geschäft, jede Firma muss bekannt sein, denn darin liegt das Geheimnis des Erfolges. Der Weg zum Wohlstand führt durch den Annoncenteil eines weit verbreiteten und vielgelesenen Blattes. Wer als Geschäftsmann heutzutage noch glaubt, ohne Annoncieren auskommen zu können, der verkennt seine Zeit und seinen Vorteil. 1961 ling S 911 bloid 119 331 194 isto 800 Bekannt werden und bekannt bleiben, darauf muss das vornehmste Bestreben eines jeden einsichtigen Kaufmannes gerichtet sein. Gerade diejenigen Geschäfte, welche durch Inserieren bekannt geworden sind, weil sie eingesehen haben, dass die Käufer immer wieder auf das Geschäft aufmerksam gemacht werden müssen. in der heutigen Zeit ist es ein Bedürfnis, dass bei jedem beabsichtigten Geschäft, Kauf oder Vergnügen die Zeitung zu Rate gezogen wird. Nur in der richtigen und planmässigen Anwendung der Annoncen in einem viel gelesenen und gern gelesenen Blatte liegt das Geheimnis des Erfolges. In Giessen, ganz Oberhessen, den Kreisen Wetzlar und Marburg sind die ,, Giessener Neueste Nachrichten" ein sehr gelesenes, beliebtes und verbreitetes Blatt und darum auch ein sehr gutes und billiges Insertionsorgan. Verdingung. Die zur Veränderung der Wasserabflußrinnen, sowie Anbringung zweier Schußbleche am Uebergangssteg über die Oberhessischen Bahnen erforderlichen Schlosser: und Spenglerarbeiten sollen Mittwoch, 25. Jeni d. Js., vormittags 1134 Uhr öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2- Schreib-| stube zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 18. Juni 1902. Das Stadtbauamt. J. V.: Gerbel. Bekanntmachung. 1188 Bis Ende dieses Monats sind bei Meidung der Beitreibung zu bezahlen: 1. Gemeindefteuer 1. u. 2. Ziel 1902/03. 2. Schulgeld für höhere und erweiterte MädchenBodschule fürs I. Vierteljahr 1902/03. 3. desgl. für die Vorschule des Gymnasiums. 4. desgl. für Realgymnasium und Realschule. 5. Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1901. Zahltage: Jeden Vormittag von 8-12 Uhr. Gießen, 18. Juni 1902. 1911 Stadtkasse Gießen. Doepfer. Giessener Fischbörse. Marktplay 5. Bekanntmachung. Wein u. Spirituosen Betr. Die Löber'sche Stiftung. 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