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Avvenement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ins Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 18. Oftober 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. font 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernſprechauschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Die Burengenerale in Berlin. Die drei Helden des Burenkrieges, die Generale de Wet, Botha und Delarey, weilen seit Donnerstag Abend in den Mauern Berlins, von der Bevölkerung mit unendlichem Jubel empfangen. Wie hoch die Wogen der Begeisterung gingen, das beschreibt an anderer Stelle unseres Blattes der Verfasser unseres Briefes ,, Aus der Reichshauptstadt" in fesselnder Schilderung. Ueber die weiteren Ereignisse von dem Augenblick an, wo Johannes Trojan im Namen des Empfangskomitees die drei Generale in den schwungcollen, von uns mitgeteilten Versen begrüßte, wird uns noch aus Berlin geschrieben: Troßdem den Generalen Ruhe zu gönnen war, bestand das Volk auf seinen Schein und gab sich nicht eher zufrieden, als bis General Botha und de Wet von dem Balkon des Brinz Albrecht"-Hotels zu der versammelten Menge sprachen. Alle beide dankten in bewegten Worten für den warmen Empfang, tief ins Herz der Berliner' aber stahl sich Christian de Wet, als er hinunterrief: ,, Auch mein Herz schlägt deutsch! Deutsches Blut rollt in meinen Adern! War doch meine Mutter eine Deutsche!" Um 8 Uhr begann die Festsigung des Burenhilfsbundes und die Ueberreichung der Spenden, die im ganzen an 250 000 Mart betrugen. Dann folgte ein solennes Mahl unter dem Vorsiz des Präsidenten des Burenhilfsbundes, Professor Siemering. Nach einem Gebet und dem Trinkspruch auf den Kaiser hielt General Botha eine Rede, in der er nochmals seinen Dank für alle Liebe und Treue aussprach, die den Buren während des Krieges und jetzt von deutscher Seite erwiesen sei. Er betonte, daß die Generale fest an ihrem Untertaneneide gegen England hielten, und daß sie nur getommen seien, um für ihr darbendes Volk zu betteln. Ja, zu betteln der große Schlachtenheld schämte sich nicht, wiederholt dieses Wort zu gebrauchen und sich im Gedenken an seine notleidenden Brüder in Südafrika selbst zu erniedrigen. Ueberhaupt sprach aus seinen Worten eine rührende Bescheidenheit, ebenso wie aus denen des ,, grim men" de Wet. Auch dieser bekannte sich offen als armer biljesuchender, der von der Politik nichts mehr wissen wolle. In einem Punkte war seine Bescheidenheit sicher nicht angebracht. Er sagte von sich, daß er kein Redner jei, da er keine Zeit zu Redestudien gehabt habe, als höchstens damals, wo er Schafe gehütet". Schon diese Gegenüberstellung des armen Hirtenknaben mit dem schlachtengewohnten Krieger, der er jetzt ist, war ein Meisterstück oratorischer Leistung. Aber, wie schon vorher bom Balkon aus, wußte er auch im Saale des deutschen Gemüts goldenste Saiten erklingen zu lassen, als er mit berhaltener Stimme mitteilte, daß er durch den Tod eines Kindes und die Krankheit eines anderen gezwungen wäre, feine Reise zu unterbrechen. Alles wollte dem treuen Bater mitfühlend die Hand drücken. 61 Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifar und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdruck verboten.) Er ging weiter über die Ebene. In einiger Entfernung hörte er Everetts Stimme. Franzius, Franzius, so warte doch! Ich komme mit Dir!" Ein alter Mann, welcher ein großes Bündel Holz auf dem Süden trug, tauchte jezt in Franzius Nähe auf. Auch er hatte das Rufen vernommen. " Ich glaube, man ruft Sie", wandte er sich an Franzius. Dieser blickte den Alten starr an, dann drehte er sich um und fah Everetts Silhouette auf der weiten Fläche sich abzeichnen. Gleich darauf lief er wieder davon, als ob die wilde Jagd hinter ihm her sei. In diesem Moment ging der Mond vollends unter, das weite, flache Land lag in tiefem, grauem Dämmerlicht da. Franzius hatte keine Ahnung, wo er sich befand. Er hatte die Umgegend von Großhofen des Abends oder gar in der Nacht noch nie durchstreift, sie war ihm daher jegt völlig unbekannt, und er wußte nicht, wohin er nun die Schritte lenken sollte. Plöglich stolperte er und fiel in ein tiefes Loch. Er stieß einen leisen Schmerzensruf aus und richtete sich mit einiger Mühe in die Höhe. " Holla!" rief da eine Stimme," Sie hätten ia beinahe das Bein gebrochen! Was thun Sie hier?" eren Stod per fofort größer und schlanker als er selbst, stand vor ihm. Das Gesicht 7. Kirchstraße 2 Im Nu war Franzius auf den Füßen; ein Mann, etwas fonnte er in der Dunkelheit nicht erkennen, aber die Stimme, die fannte er nur zu gut. Was zum Teufel fommen Sie mir in den Weg?" feuchte er Bon Seiten des Burenhilfsbundes sprachen die Reichstagsabgeordneten Liebermann von Sonnenberg und Dr. Arend. Um Mitternacht suchten die ermüdeten Generale ihr Zimmer auf, während die Festversammlung noch lange beijammen blieb. Am Freitag früh traten die Burengenerale zu einer mehrstündigen konferenz zusammen. Schon von morgens an hatten sich zahlreiche Personen, Offiziere und ehemalige Burenkämpfer im Hotel zum Prinz Albrecht" eingefunden. Sie wurden jedoch in Rücksicht auf die Konferenz an die Sekretäre verwiesen und von diesen empfangen. Gegen 12 Uhr erschienen die Generale auf dem Balkon. Brausende Hurrahrufe ertönten, die sich in der Menge immer weiter fortpflanzten. Im Gesellschaftsanzuge, bloBen Hauptes verweilten die Generale mehrere Minuten auf dem Balkon, sich nach allen Seiten gegen das Publikum danefnd verneigend. Um halb 12 Uhr verließen die Generale das Hotel und fuhren in drei Equipagen durch die Wilhelm-, Voß-, Königgräger Straße und Friedens- Allee nach dem Denkmal des Fürsten Bismarck, an welchem sie die Wagen halten ließen. Nach kurzer Besichtigung des Monumentes fuhren sie nach dem Reichstags- Gebäude. Bei ihrem Erscheinen auf der Tribüne bemächtigte sich des Publikums und der Reichsboten lebhafte Erregung. Alles blickte zu den drei großen Männern hinauf. Einer der Ersten, der sie begrüßte, war Fürst Herbert Bismarck, der sie auch auf einem Rundgange durch die Räume begleitete, bei dem Dr. Liman und Abg. Liebermann v. Sonnenberg die Führung übernommen hatten. Vom Reichstage aus fuhren die Wagen durch die Linden nach dem Denkmal Kaiser Wilhelms I., welches ebenfalls von den Generalen besichtigt wurde. Eine Kranz Niederlegung fand nicht statt, und zwar, weil die Schleifen nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden konnten. Nachmittag folgten die Generale einer Einladung des Frauenhilfsbundes zum Thee bei Frau Major von Owen in den Festsälen des Prinz Albrecht"-Hotels. Deutscher Reichstag. - Zolltarifberatung. CB. Berlin, 17. Oktober. In der heutigen Sitzung des Deutschen Reichstags erklang bereits ein Echo auf die gestrigen Ausführungen des Reichskanzlers, daß notwendigerweise ein Verfall des parlamentarischen Lebens infolge der Ausführung etwa vorhandener Obstruktionspläne eintreten müsse. Der sozialdemokratische Abg. Antrick bemerkte nämlich, daß der Reichstag keine Belehrungen darüber nötig habe, wie er am besten seine Würde wahre. Reichskanzler Graf Bülow hätte lieber seine Mahnung an eine Ich ich!" schrie Franzius,„ mein Weg führt gerade an jene Stelle, wo Sie stehen!" So treten Sie zur Seite und lassen Sie mich in Ruhe!" Es war so dunkel ringsum, daß die beiden Männer einander wie Schatten dünkten. Ihre vor Zorn und Leidenschaft bebenden Stimmen flangen ihnen fremd. Franz trat dichter an den Baron heran. " Sie sollen mich fennen lernen!" zischte er. Bei Gott, ich will Ihnen meine Meinung sagen, damit Sie wissen, was Sie eigentlich sind!" Mein Herr", unterbrach ihn der Baron mit erzwungener Nuhe, ich habe nichts mit Ihnen zu schaffen! Gehen Sie mir aus dem Wege!" Hahaha, erst sollen Sie meine Meinung hören! Sie sind ein elender Schleicher, ein Lügner, fein 3oll an Ihnen ist ein Ehrenmann. Soll ich Ihnen fagen, warum Sie heute zwischen mich und das Mädchen traten? Weil Sie es für sich selber haben wollten!" Diese ungeheuerliche Beschuldigung verblüffte Audrey dermaßen, daß er feine Silbe erwiderte und die Vermutung in ihm aufstieg, er habe es mit einem Wahnsinnigen zu thun. Sie vergessen sich", sagte er in strengem Tone nach einer längeren Bause. Ich entschuldige Ihr Benehmen, ich weiß nicht einmal, wovon Sie sprechen!" Oho, das wissen Sie ganz genau, Sie hinterlistige Kreatur! Sie traten zwischen Hetty Armitage und mich, weil Sie das Mädchen für sich haben wollen. Hetty felber sagte es mir heute abend!" ,, Hetty sagte das? Sie lügen!" Sie sagte es und dabei bleibt es! Sie Sie Tugendwächter! Jezt gehen Sie aus dem Wege, oder ich schlage Sie nieder wie einen tollen Hund!" her Stadtthea atemlos. Machen Sie, daß Sie fortkommen! Sonst- ich bin Audrey fühlte für Franzius und dessen wilde, an Wahnsinn ben 17. Otober 19 311 allem fähig; nehmen Sie sich in acht vor mir!" zweiten Wale! große Eid auspiel in 4 Aften von Frlig Philippi war es. " Ich verstehe Sie nicht!" erwiderte Audrey, denn dieser Franzius nahm seine ganze Kraft zusammen, um sich zu beherrschen. Hören Sie mich! Ich will Ihnen nichts zu Leide thun aber ich bin von Sinnen ein böser Geist tobt in meiner Brust, sehen Sie mir aus dem Wege, gehen Sie nach Hause " Fällt mir garnicht ein", lautete die Antwort. Die Ebene oder teht ebensogut mir offen, wie Ihnen. Wenn ich Ihnen zuwider bin, so geben Sie doch Ihrer Wege!" grenzende Leidenschaft etwas wie Mitleid. Er dämpfte den in ihm aufquellenden Zorn, denn die Anschuldigung war so ungeheuerlich, daß er sich kaum darüber ärgern konnte. Sie thun mir leid", sagte er endlich, denn Sie befinden sich in einem großen Irrtum. Ich wollte Fräulein Armitage nur so beschüßen, wie ich jedes andere iunge Mädchen beschüßen würde. Geben Sie jetzt den Weg frei, mein Herr! Ich will weitergehen!" Bei Gott im Himmel, das sollen Sie nicht!" Franzius stieß einen wilden, heiseren Wutschrei aus und stürzte sich im nächsten Augenblick auf Audrey, während er seinen Antric andere Stelle richten sollen, die durch das Verhalten gegenüber den Burengeneralen das Ansehen des Rei ches zum Spotte der gebildeten Welt gemacht habe. Im übrigen wiederholte er die Behauptung, der jeßige Bolla tarif führe nicht zu Handelsverträgen, sondern zu Han delskriegen, und sei daher abzulehnen. Die Vorlage sei geradezu ein Mittel, um den Junkern das trystallisierte Blut der Arbeiter in die Taschen zu leiten. sprach volle 312 Stunden mit größter Heftigkeit. Seine Rede fand aber etwa von 112 Uhr ab eine geringe Aufmerksamkeit, weil die Buren, geleitet von dem Kom mandanten Banks, auf der Tribüne erschienen waren. Alle Augen wandten sich den schlichten Männern zu, die still und ruhig auf ihren Pläßen saßen, als gelte dieses ehrende Interesse nicht ihnen, sondern ganz anderen Leuten. Banks ist bekanntlich geborener Ber liner; sein Vater war lange Jahre ebenfalls Abgeordne ter. Antrick schloß seine Rede nach drei Uhr. Diese Ausnüßung der Redefreiheit erregte den grimmen Zorn des Abg. Dr. Paasche, der, wie auch der Reichskanzler dies getan hatte, auf den schädigenden Einfluß dieser Obstruktionsreden hinwies. Es kommt noch besser," rief man ihm von den Bänken der Sozialdemokraten zu. Als er die Bemerkung machte, wie unnötig es sei, die in der Kommission bereits hinreichend besprochenen Dinge nochmals wiederzufäuen, wurden von unten störende Zwischenrufe laut. Der zum Sarkasmus geneigte Brä sident machte nun unter der schallenden Heiterkeit des Hauses den Vorschlag, die Herren, die den Redner zu stören beabsichtigten, möchten sich auf ihre Plätze be geben. Dr. Paasches Ausführungen zielten im wesentlichen darauf ab, die Landwirte zu ermahnen, daß sie mit dem Erreichbaren zufrieden sind nach der Mitteilung des Reichskanzlers seien landwirtschaftliche Zölle, die über die Mindestsäße hinausgehen, nicht zu erreichen.- Ergo! Abg. Graf Kaniß erklärte sich bei Roggen- und Weizenzöllen unter längeren Ausführungen über die Wirkung der Getreidezölle für den Antrag Wangenheim, wie seine Partei auch für eine Ermäßigung der Industriezölle eintreten wolle. Der Vater des Antrags Herold schien in seiner heutigen Rede im sogenannten Kehrtunnel angelangt zu sein; er betonte nämlich mit einer gewissen Ergebenheit in den Willen des Schickjals, daß höhere Tarife nicht zu erlangen seien. Alle wahren Freunde der Landwirtschaft müßten sich auf die Beschlüsse der Zolltariskommission vereinigen. Er nehme an, daß die Worte des Reichskanzlers nicht für alle Stadien ber Beratung gelten. Der Abg. Fischbeck von der freisinnigen Volkspartei nennt den Reichskanzler einen Gemütsmenschen; schlimmer als die Obstruktion würde es den Reichstag schädi gen, wenn er zu einer reinen Jasagemaschine würde. schweren Stock erhob, um ihn auf des Barons Haupt niebersausen zu lassen. - " Ich tönnte Sie töten Sie elende Kreatur- Sie ehrLofer Wicht!" schrie er. Einen Moment war Audrey wie betäubt, ob dieses heftigen Angriffs. Doch schon in der nächsten Sekunde wallte das stolze Blut seiner Ahnen in ihm auf. Franzius war fein zu unterschäßender Gegner, er war breiter und stämmiger als der Baron. Dazu tam die fast übernatürliche Straft, welche die blinde Wut ihm verlieh. Nach furzem Ningen fiel Audrey zu Boden, sprang jedoch im nächsten Augenblick mit einer blißschnellen Bewegung wieder in die Höhe. Er hatte keine andere Waffe bei sich, als einen dünnen Spazierſtock. Wie ein Blis fuhr ihm in diesem Moment der Nat eines alten Preisrichters durch den Sinn eine Erinnerung, die ihm das Leben rettete. Der alte Fechter hatte ihm eines Tages gesagt:„ Der beste Sniff, einen Feind mit einem einfachen Stock niederzustrecken, besteht darin, daß man ihn wie ein Bajonett gebraucht. Man sucht den Gegner in den Mund oder den Hals zu treffen, wenn man angegriffen wird, gleichviel ob es ein Mensch oder ein Hund ist." Als Franzius seinen schweren Stod erhob, faßte Audrey sein eigenes dünnes Stöckchen mit beiden Händen und zielte auf seines Angreifers Mund. Der Stod ging jedoch ein Stüd höher und traf das Auge des unglücklichen Mannes, der mit tiefem Stöhnen zusammenbrach. Im Nu war Audreys Zorn verflogen. Er bengte sich über die regungslose Gestalt am Boden und untersuchte die Wunde, bie er ihm beigebracht. Franzius rührte sich nicht. Ringsum schauerliche Totenstille. Die dunklen Schatten der Nacht bodten gespenstisch auf der Ebene. Audrey begriff anfangs nicht, daß etwas einem Mord Aehnliches soeben geschehen sei. Er beugte sich wieder über den Leblosen, nahm dessen Hand in die seine und fühlte den Pulser schlug nicht mehr. Mit zitternden Fingern öffnete er den Nod und preßte seine Hand auf die Herzgegend fein Laut, nicht der geringste. Audrey empfand auch legt noch teine Furcht. Noch immer nicht tam ihm das volle Bewußtsein für das Geschehene. Er griff in seine Tasche, wo er manchmal eine Flasche Cognac zu tragen pflegte- eine Berwünschung murmelnd bemerkte er, daß er sie nicht bei sich hatte. Dann nahm er seinen Stock auf und strich langsam über das Ende desselben es war feucht von Blut. Leise strich er von der Spige aufwärts- auch hier einige Boll lang feuchtes Blut. Jezt endlich dämmerte die Erkenntnis in ihm auf, daß der Stod durch das Auge in das Gehirn des jungen Mannes gedrungen war und dessen sofortigen Lob herbeigeführt hatte. Die Politik. Der Erbgroßherzog von Baden, Erbgroßherzog Friedrich von Baden ist seines Amtes als Kommandeur des achten Armeekorps in Mɔblenz enthoben und als Kommandeur des vierzehnten Armeekorps nach seiner künftigen Residenz Karlsruhe versegt worden. Bei dem hohen Alter seines Vaters ist es wünschenswert, daß der Tronerbe in dessen unmittelbarer Umgebung weilt. Der Erbgroßherzog wird das erbprinzliche Palais in der Kriegstraße beziehen, das später der Witwensitz der Landesfürstin werden soll. Am Donnerstag hat sich der Erbgroßherzog von den Behörden in Koblenz bereits verabschiedet, wird aber noch einmal nach seiner seitherigen Residenz zurückkeh ren, um einem ihm zu Ehren zu veranstaltenden Festmahl der Bürgerschaft beizuwohnen. Skandal im englischen Unterhause. Im englischen Unterhaus veranlaßte der vor furzem wegen Aufreizung zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Abgeordnete O'Donnel einen Standal. Der Sprecher( Präsident) des Hauses wollte ihm nicht das Wort erteilen, O'Donnel sprach aber unter tosendem Lärm dennoch und verließ während seiner Rede, immer sprechend, den Plazz, um dem Ministerpräsidenten Balfour den Schluß seiner Ansprache ins Gesicht zu schreien; es sah aus, als wolle er ihn tätlich angreifen. Nach der geschehenen Provokation begab er sich wieder auf seinen Plaz zurück. Der Ministerpräsident wahrte seine Ruhe, beantragte aber dann, den Abgeordneten O'Donnel vorläufig von den Beratungen auszuschließen, was auch mit 341 gegen 51 Stimmen beschlossen wurde. Der Kabinettswechsel in Serbien. Troßdem der russische Gesandte in Belgrad dem serbischen Königspaare offiziell mitgeteilt hat, daß die Zarin tatsächlich unwohl ist und daß deshalb der Besuchsempfang abgelehnt werden mußte, ist dennoch der Kabinettswechsel eingetreten, allerdings nicht, um einer russenfeindlichen Schwenkung der Politik Platz zu machen; das Ministerium Wuitsch ist vielmehr aus Gründen der inneren Politik zurückgetreten. Es wird jetzt ein aus allen Parteien gemischtes Kabinett gebildet werden, das die ungesunden Verhältnisse im Parlament ordnen soll. Kurze politische Nachrichten. * Der Kaiser ist Donnerstag Abend 10% Uhr auf der Wildparkstation eingetroffen. * Die Presse ist übereinstimmend auf Grund der gestrigen Reichstagsverhandlungen der Ansicht, daß zwischen der zweiten und dritten Lesung des Zolltarifs ein kompromiß zu ſtande kommen wird. * Durch Verordnung des Prinzregenten von Bayern bom 12. d. Mts., welche das Verordnungsblatt des Kriegsministeriums bekannt giebt, werden die neuen Kriegsartikel für das bayrische Heer eingeführt. * Der bayrische Bauernbund hat sich von dem Zentrum völlig losgesagt, weil seine Abgeordneten sich nicht für die höheren Getreidezölle binden wollen. k In Köln wurde eine Versammlung des Gemertvereins deutscher Frauen polizeilich geschlossen, weil die Vorsitzende über den Sozialreformverein referiert hatte. * Wie der ,, Neuen Freien Presse" aus Triest gemeldet wird, wurde soeben das Wappenschild des italienischen Konsulats in Zara mit Unrat beschmußt gefunden; der italienische Konsul erhob Beschwerde beim Statthalter. * Den macedonischen Aufständischen gehen die Gelder aus. Die französische Presse erblickt in dem Abg. Jonnart, der die Gruppe der republikanischen Hochschutzöllner sprengte, den kommenden Ministerpräsidenten, falls das Kabinet Combes gestürzt werden sollte. * Zu der Reise des Königs von Portugal nach England bemerkt der ,, Mundo"( Die Welt), daß der König von feinem Minister begleitet sei, aber der portugiesische Gesandte in London de Soveral, ein eifriger Anhänger einer Allianz in England, sich in seiner Begleitung befinde. * Am Mittwoch durchzog ein Zug südafrikanischer Veteranen die Hauptstraßen Londons. Sie trugen an ihren Hüten ein Plakat, worauf zu lesen stand: ,, Wollen Sie, daß Leute, welche mehr als drei Jahre in Südafrika für die Ehre Englands gestritten haben, vor Hunger sterben oder sich in die Arbeitshäuser aufnehmen Lassen müssen? Wenn nicht, Mitbürger, so helfet uns, Genugtuung zu erlangen!" Während des Umzuges wurde eine Rollefte gehalten. * Der irische Abgeordnete Mac Hugh wurde in Sligo wegen Bedrohung und Teilnahme an einer Verschwörung zu 2 Monaten Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt. Seinem Gesuch, ihn gegen Stellung einer Kaution auf freiem Fuß zu belassen, wurde stattgegeben. * Durch die Nachrichten über Steuerpläne der Regierung veranlaßt, richtete die Minenkammer des Rand zu Transvaal ein Schreiben an Lord Milner, in welchem sie erklärt, daß eine starke Heranziehung zu den Kriegskosten für die Zukunft Transvaals unheilvoll sein würde. Das Schreiben ersucht die Regierung, ihre Absichten rechtzeitig kund zu geben und spricht sich dahin aus, daß auf alle Fälle fünf Jahre lang keine Zahlung zu den Kriegskosten gefordert werden sollte. * Die Kohlenarbeiter in Amerika haben sich dahin entschieden, Montag die Arbeit wieder aufzunehmen. * Die Lage auf dem Kriegsschauplab in Venezuela ist noch völlig unbestimmt, jedoch glaubt man allgemein, daß Präsident Castro unterliegen wird. Vermischtes. *[ Humoristisches aus Aufsatzheften] ihrer Kinder sendet eine Mutter der T. R. Hier einige Proben: ,, Als Hannibal dann glücklich über die Alpen gekommen war, sagte er zu seinen Soldaten: ,, So, Kinder, nun laßt uns singen: Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen!" ,, Als Kolumbus das Land sah, ließ er einen ,, Wenn es reg Kanonenschuß aus dem Mastkorb." net, fauft man sich einen Regenschirm oder man läßt - ,, Der Apfelbaum schnell einen alten neu beziehen." bringt als Frucht die Aepsel zur Welt. Man ißt sie immer abends, wenn man zu Bette geht."- ,, Enten schwimmen immer alle auf dem See, den Kopf haben sie unter Wasser, die Beine in der Höh'!"( Es war nämlich den Kindern gesagt worden, sie könnten auch manchmal einen passenden Vers im Aufsaß anbringen.) Dieser poetische Erguß brachte dem Kleinen Schreiber aber eine sogenannte Nachhilfestunde ein. Sie schwächte aber seinen kühnen Mut nicht, denn bald hieß es in einer anderen Beschreibung: Man sagt, daß die Ziegen sich auch vermehren, denn sie triegen Junge. Der Ziegenbock aber nicht." *[ Das schlaue Kammerfäßchen.] An der russischdeutschen Grenze in Wirballen belegten russische Zollbeamte an die hundert Kartons Chokolade, die sich ein paar russische Aristokratinnen aus Deutschland mitgebracht hatten, mit Beschlag. Bergebens beteuerten die Damen dem herbeigerufenen Zolloffizier, daß dies ihr Reisebedarf nach Petersburg sei, der Gestrenge wollte hiervon nichts wissen und meinte, so viel Chokolade tönne nicht mehr als Mundvorrat angesehen werden, und hier läge ein Versuch zum Schmuggeln vor, der nur durch hohe Verzollung gesühnt werden könne. Entrüstet erklärten die bedrängten Damen, daß ihnen nie im Leben der Gedanke hierzu gekommen sei. Um dem grimmig dreinblickenden Grenzoffizier von der Güte einen Beweis zu liefern, baten sie ihn, eine Tafel zu kɔsten, schmunzelnd prüfte dieser dann auch die so außerordentlich delikate Ware, als ihm vor Schreck bei einem Blick nach dem Reisekorbe der letzte Bissen beinahe im Halse stecken blieb. Derselbe war nämlich buchstäblich leer, die schlaue Kammerjungfer hatte inzwischen sämtliche Tafeln an die gesamte Grenzwache und die vielen Reisezuschauer verteilt- natürlich auch nur zum Kosten. Im Reiseforb war nicht ein Krümchen mehr zu finden und somit für die lachenden Damen die ganze Schmugglergeschichte erledigt. *[ die freien Schweizer.] Im schönen Samaden, dem politischen Hauptorte des Oberengadins, ist eine Einrichtung getroffen worden, die man als höchsten Triumph der reinen Demokratie bezeichnen darf. Dem gemessen zur Abstimmung schreitenden Bürger stellt sich im Gemeindesaal ein Ding dar, das zwei Arme zu beiden Seiten ausstreckt. Das Rückgrat dieses Gebildes ist eine innen ausgehöhlte und durch eine Scheidewand in zwei Abteilungen geteilte Säule. An jeder Seite ist ein ebenfalls ausgehöhlter Arm angebracht. Der Bürger, der sein Stimmrecht ausüben will, tritt nun an Sen Apparat heran und steckt seinen Arm in eine der seitlichen Röhren, bis die Hand mit dem Stimmzettel die mittlere Röhre erreicht. Hier giebt er dann der Hand, während sie über der die Mittelröhre teilenden Wand schwebt, die entscheidende Wendung, denn rechts bedeutet ja, links nein" rufen ihm die Gemeindebeamten, die die Abstimmung überwachen, zu. Wirft er also seinen unbeschriebenen Zettel in die rechte Hälfte der Mittelsäule, so hat er ja" gesagt, wirft er ihn in die linke, so heißt das" nein". Infolge dieser Einrichtung kann man nie herausbringen, wie der Bürger gestimmt hat; nicht einmal aus der Handschrift kann man Schlüsse ziehen, denn geschrieben wird bei diesem Verfahren nicht. Vorausgesetzt wird freilich, daß der ehrsame Bürger wisse, was rechts und links ist. ▲[ Elektrische Gemüsekultur.] Zwei russische Professɔren, die Herren Spyesknew und Krowkow, haben die Entdeckung gemacht, daß eine auf einem Felde vergrabene elekFrische Batterie fortwährend mit geringen offen den ganz zen Boden elektrisiert, und auf einem in dieser Weise elektrisierten Felde wachsen Erdäpfel, Rüben, Klee, Gerste, Raps nicht nur schneller als sonst, sondern geben auch eine dreimal stärkere Ernte. In Amerika soll schon vor mehreren Jahren ein Landwirt namens Ramson das Wachsen des Salats ganz bedeutend beschleunigt haben, indem er seine Gewächshäuser bei Nacht mit mächtigen elektrischen Lampen beleuchtete. Aber die Entdeckung der russischen Gea lehrten ist viel interessanter und läßt sich viel praktischer berwerten. " [ Ueber die Hinrichtung eines Elephanten] berichtet die Newyorker Staats- Zeitung" unter dem 4. Oktober: Ein lustiges Lied pfeifend, aber schweren Herzens betrat gestern früh der Wärter und Tierbändiger im Zentral- Park, Billy Snyder, das Elephantenhaus, um seinem für einen Elephanten höchst gebildeten alten Freunde ,, Tom" die Henkersmahlzeit zu reichen, 600 Gramm Chankali in zwei Eimern Kleie, an deren Genuß ,, Tom" bereits seit einigen Wochen gewöhnt worden war. Der Elephant fämpfte einen harten Todeskampf. 56 Minuten lang wollte seine Lebenskraft dem Gift nicht weichen. Dann kam der Tod, der gerade eine Stunde nach Verabreichung der ersten Dosis Gift, 250 Gramm, konstatiert wurde. Die Erekution war notwendig geworden, weil sich Tom" in lezter Zeit als sehr tückisch und gemeingefährlich erwiesen hatte. [ Ein Neger- Theater.] Die kosmopolitische Stadt ,, par excellence", die Newyork ist, mußte natürlich ihren vielen englischen, deutschen, italienischen, skandinavischen und„ jiddischen" Bühnen noch eine Neger- Bühne hinzufügen und seit einigen Tagen besißt sie wirklich ein Neger- Theater. Eine in Boston zusammengestellte Negertruppe bringt in einem Newyorker Vorstadttheater mit dem größten Erfolge eine dreiaktige komische Oper unter dem Titel„ In Dahomeh" zur Aufführung. Alle Mitglieder der Gesellschaft sind Neger und Negerinnen. Der Text der Oper ist eine Arbeit des in den Vereinigten Staaten sehr geschäßten Negerdichters Paul Lawrence Dunbar; die Musik, welcher Negermelodien zu Grunde liegen, ist von Cook. Bunte Chronik. Ein Pfahlbautenrest ist beim Bau eines Notkanals in der Kaiser Wilhelmstraße zu Berlin nahe der Burgstraße aufgefunden worden. Es wurden dort einige zwanzig Spißpfähle, die etwa 800 und 1000 Jahre in dem Erdreich gesteckt haben, herausgezogen und eine Anzahl ganzer Baumstämme gefunden. Zwei Selbstmorde von Offizieren werden aus den Reichslanden gemeldet. In Straßburg hat sich der 60jährige Oberstabsarzt Dr. Otto Dürr vom FußartillerieRegiment Nr. 14 aus unbekannten Gründen erschossen. Leutnant Richter vom Chevaurlegers- Regiment in Dieuze machte seinem Leben durch Ertränken ein Ende. Die Leiche ist noch nicht gefunden. Das ist in diesem Jahre der vierte Selbstmord in der Garnison Dieuze. Das Reichsgericht verwarf die Revision des baherischen Landtagsabgeordneten Bürgermeisters Lautenschläger in Neukirchen bei Schwandorf und des Schneidermeisters Tretenbach, die vom Landgericht in Amberg am 24. Mai wegen fahrlässiger Tödtung zu drei Monaten bezw. einem Monat Gefängnis verurteilt worden waren, weil sie einen Armenhäusler hatten verhungern lassen. Dagegen wurde der Mitangeklagte Pfarrer Bergler, der zu einer Woche Gefängnis verurteilt worden war, von Strafe und Kosten freigesprochen. - Bei Creda zwischen Palermo und Catania ist ein Zug entgleift. Bierzehn Personen wurden verlegt. Die Massenvergiftung in Hamburg. Zu den Massenerkrankungen an Bord der ,, Patricia" wird aus authentischer Quelle folgendes mitgeteilt: Zu dem von den Schauerleuten eingenommenen Mahle wurden etwa 50 bis 60 Dosen Büchsenfleisch benußt. Ob die Erkrankungen aber hiervon herrühren, läßt sich nicht sagen. Die Entleerungen sind dem hygienischen Institut überwiesen worden. Epidemie- oder infektionsartig sind die Erfrankungen nicht. Das hygienische Institut hat keine Infektionsbazillen feststellen können. Die Kranken sind sämtlich außer aller Gefahr. Ein Professor nachgeprüft. Professor Dr. Lorenz aus Wien, der bekanntlich von dem Millionär Annour mach Chicago berufen wurde, um an dessen Töchterchen eine Hüftgelenksoperation zu vollziehen, hat seine Aufgabe glücklich vollbracht, wurde aber von den Behörden zur Verantwortung gezogen, da er ohne Licenz seitens des Staates Illinois nicht zur Ausübung des ärztlichen Berufes berechtigt sei. Professor Lorenz hat nun nachträgLich ein Examen machen müssen, worauf ihm die Berechtigung erteilt wurde. Jezt wird der Wiener Arzt von armen Leuten, welche verkrüppelte Kinder besigen, förmlich belagert. Metzgerei und Wirtschafts- Eröffnung. Einem verehrlichen Publikum von Giessen und Umgegend zur gefl. Mitteilung, dass ich die von mir am 1. Oktober übernommene Rind- und Schweine- Metzgerei und Gastwirtschaft Bei den 2 Betr.: Das Gin Die Befiger Art. 79 Se Fel bon jest bis 31. lebertrangen Des bitrafgefe bradt werden. Dieje Befann tauben feine Ann Gießen, d Groß 3 Die Rechn ( famtgemeinde) jedermanns Einfi Gießen, Der e Guita In bidem Tag Verein, wie aljabrl ammierinnen hat aben für 1902 zu i Brvede des Vereins, Glaubensgenoffen, in Sammlerinnen und und durch Vermittel hilfsbedürftige Geme Gebern und Geberi ichften Dant ausfpre Sammla innen freund Gaben die gute Sach Gießen, 18 Für den Vorft Die Vor Louise Wo Mont Mon 6 B Um 2 Da Wi 2 C erit tomm in der Grünbergerstrasse 15, früher H. Schmall, - Alle Sorten Fleisch- und Wurstwaren, Schinken, Hackfleisch, Lenden und Rostjetzt vollständig renovirt und der Neuzeit entsprechend eingerichtet habe. beef in prima Qualitäten stets frisch im Ausschnitt. Den Aufenthalt in meiner Wirtschaft werde meinen werten Gästen so angenehm wie möglich gestalten. Bier stets frisch vom Fass. Hochachtungsvoll Ludwig Euler, Metzger und Gastwirt. Roffen Sen ieser Weise elet gana Bei den , Klee, Gerste, ern geben auch joll schon vor mion das Wach gt haben, indem Eigen elektrischen er russischen Gea biel praktischer nten] berichtet n 4. Oktober: erzens betrat Zentral- Bark, nem für einen De Lom die antali in zwei its jeit einigen t fämpfte einen vollte seine Le fam der Tod, der ersten DoDie Erefution " in legter Zeit Diesen hatte. politische Stadt natürlich ihren Skandinavischen r- Bühne hinzu sie wirklich ein ngestellte Reger theater mit dem Oper unter dem Alle Mitglieder men. Der Text inigten Staaten ence Dunbar; die e liegen, ist von est ist beim Bau straße zu Berlin Es wurden dort und 1000 Jahre zogen und eine werden aus den hat sich der 60Om Fußartillerieünden erschossen. ers- Regiment in ten ein Ende. Die in diesem Jahre Dieuze vision des baberiers Lautenschläger Schneidermeisters berg am 24. Mai aten bezw. einem n, weil sie einen Dagegen wurde zu einer Woche rafe und Kosten Catania ist ein -n verlegt. boben Fleilchpreisen Bekanntmachung. Betr.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Befizer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben bon jetzt bis 31. Oktober in den Schlägen einzuhalten. lebertretungen dieser Vorschrift müssen nach Maßgabe des Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden. Zu den Massen ird aus authendem von den burden etwa 50 die Erkrankunnicht sagen. Die stitut überwiesen ig sind die Er tut hat keine Inie Kranken sind Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieftauben feine Anwendung. Gießen, den 16. Oftober 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Rechnung der evangelischen Kirche Gießen ( Gesamtgemeinde) für 1901/1902 liegt acht Tage lang zu jebermanns Einsicht off n im Pfarrbaus Südanlage 8. Gießen, den 18. Oftober 1902. Der evangelische Gesamt Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Gustav- Adolf- Frauenverein. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein, wie alljährlich, erhoben werden. Eine grösere Anzahl von ammlerinnen hat sich freundlichst bereit erklärt die Erhebung der Gaben für 1902 zu übernehmen. Im Jahre 1901 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei armen Glaubensgenoffen, in unserer Gemeinde 1362 wk. durch unsere Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht und durch Vermittelung des Verwaltungsrats in Darmstadt an 30 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstolten ve teilt. Indem wir allen Gebern und Geberianen auf diesem Wege nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir, auch in diesem Jahr unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unsrer evangelifchen Kirche fördern zu wollen. Gießen, 18. Oktober 1902. essor Dr. Lorenz Cillionär Annour essen Töchterchen t, hat seine Auf on den Behörder Licenz seitens des es ärztlichen Beat nun nachträguf ihm die BeBiener Arzt von befizen, förmlich Für den Vorstand des Gustav: dolf Franenvereins: Der Schriftführer: Die Vorsitzende: Louise Wortmann. Dr. Naumann, Pfarrer. F. G. F. Montag, den 20. d. M. abends 82 Uhr Monatsversammlung bei Konrad Vogt. Besprechung: ,, Stiftungsfest". Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Weit über leiftet ble altbewährte MAGGI- WÜRZE der Hausfran unschäzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmadhafte Gerichte zu bereiten. Zu haben in Fläschchen von 35 Pfg. an. Billige Seiden bis hochfeinste, in unerreichter Auswahl für Straßen-, Gesellschafts- u. Braut- Toileiten. Wundervolle Foulards von 95 Pfg. p. M. an, meter: und robenweise an Private porto- und zollfrei. Proben franko. Briefporto 20 Pf. Seidenstoff- Fabrik- Union. Adolf Grieder& Cie, Zürich G. 22 Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Stein's Garten. 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Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 68-72 Bfa, Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.00-5.00 m., Zwiebeln per St. Mt. 3.30-3.50, Milch per Liter 18 Pfg. 1. Obersteiger, Marsch von Zeller. 2. Ouvert. Frau Luna, v. Lücke. 3. Pasteur amoreur Gavotte v. Alatter. 4. Introduktion aus Lohngrün Wagner. 5. Ouvert. die weiße Dame von Boieldieu. 6. Romange für Cello bon Schreiner. 7. Mein Traum, Walzer von Waldteufel. 8. Potp. aus der Afrikareise von Suppé. 9. Fest- Marsch liegt ihr bei bon Gottlöber. 10. Als ich Abschied nahm, Solo für Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten außerdem die Seifenblase Piſton von Rudaminski. 11. Herbstblumen von Myka- und die Oberbeffische Zeitschrift für LandwirtStranße. 12. Musikalische Extrablätter, Potp. von Stiele. Eintritt 40 Pf. Anfang 125 Uhr. Sängerdhor des Turnvereins Gießen. schaft, Obst- und Gartenbau. Sonntag den 19. Oktober, abends präcis 8 Uhr einen größeren Kreis Wissenswerte der Redaktion mitteilen. WahrFeier des 1. Stiftungsfestes in der Turugalle. Konzert Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten follten dadurch mit unserer Zeitung in engere Verbindung treten, daß sie interessante Vorfälle, Mißstände aller Art, kurz alles für heitsgemäße Korrespondenzen über interessante Vorfälle werden honoriert. Mißstände werden durch öffentliche Besprechung zur Kenntnis der berufenen Stellen gebracht und so deren Abstellung eingeleitet. Vereinsnachrichten, Berichte über General bersammlungen, Festlich feiten wollen uns, wenn kein Berichterstatter der Neueste Nachrichten" anwesend ist, die Herren unter gütiger Mitwirkung von Fräul. Käthe Danbert( Sopran) Schriftführer einsenden, wir werden sie alsdann gern zum Abbruc aus Fankfurt a. M. Dirigent: Musiklehrer Albert Kaften. Hierauf: Tanz. 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Wie Land", doch h dan us eigner aus dem zweif Besize diefes zweitens auch Der Magie zu und Erde zu Fliehen aus mir aber hei etwas einger rajdh genug bringen, be gut ist, daß alle im mer weile für Ge fich meiner wir auf der Schülern war ausftiegen. die uns zu Et eine weig- rote wir erfahrer tand, uns gajt der würdigte un Sahidjals als weniger wurd und nachdem wir im enge wedjelt haiter Der Warscheid Die Hert spendenden gut und da Flaren Waffer *) Nachdruc URSTLI LIVERPOOL Geg Ertraltes Sen Wütte empfohlen Für Kernstuden nd Abjäße für S Badet nur 6 Mar C Sch