its milffen auch die Onung fiden, und wird sicherlich das Nr. 243. Drittes Blatt. er und freundliche Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., ern felbft bedenken, dem Meister nach Fernhalten befferer in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Handwert immerhin Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). n hat, nur noch Eltern ausdrücklich m Lehrlingswesen et als in anderen einem verftändigen raufgehoben find e günstige Butun aller Kürze zu ents deren Stande un ich wohl mit gutem ger, geiftig geweter auch in Bulunft im d. Es ist übrigens inft, der Eltern wie et, sondern oft das pert an sich ein zu icht nur in anderen gefeht und schon ir 9 gegen den eigenen nicht ganz auf den zum Professor" al öchter wollen lieber Im haben, als einen fo reinlichen Arbeits geißelte die Dutsche dem Beitgedicht: night treiben, en, Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 18. Oktober 1902. Gießener 11. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernſprechauschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Das Amtsblatt des Justiz- Ministeriums Nr 34 vom 8. Oftober enthält ein Ausschreiben an sämtliche Justizbehörden, betreffend die Verfolgung der im Ausland begangenen ftrafoaren Handlungen. ANächsten Montag beginnt an hiesiger Uni, bie man ſelbſt in verſität die schriftliche Prüfung der juristischen Fakultät, zu der sich 51 Kandidaten gemeldet haben. Wie wir hören, nimmt an demselben Tage auch die Staatsprüfung in Darmstadt ihren Anfang, und ist die Zahl der zu Prüfenden dort 30. Wir wünschen, so wird uns nach dazu geschrieben, vor Allem den Herrn Kandidaten Alles Gute, aber auch deren Eltern und Bräute, soweit die Herrn Kandidaten solche besitzen, daß diejenigen Herren nicht durchrasseln. Bei letzterem Gramen wäre es nur wünschenswert, daß die Ergebnisse etwas zeitiger bekannt würden, damit diejenigen Damen die große Aufregung, die man doch lebhaft mitfühlen kann, erspart blieben. Gott bewahre! ospace, sein! ganden, ); Landen, K. Verlagsdruckerei, rei,( gegr. 1783); En klein, Gieße Innerod soll auf den ng bergeben werden. ausw. liegen während echnischen Bureau zur reit, den Interessenter Stag, den 21. de 11 Uhr Auskunft zu Herrn Hirschel aus Offenbach, in der Meinung, daß auch aus dem Wahlkreise selbst ein Abgeordneter gewählt werden solle. ** Mit den Landtagswahlen beschäftigte sich eine am vorigen Samstag stattgefundene MitgliederDie„ M. S. 3tg." schreibt darüber: Cs vereins. handelte sich dabei nur darum, Stellung zu der Wahl in Gießen zu nehmen. Der bisherige Abgeordnete für Gießen war Rechtsanwalt Dr. Guffleisch. Von mehreren Rednern wurde anerkannt, daß Herr Gut fleisch in der Frage der Wahlreform, die bei der diesmaligen Wahl besonders in Betracht komme, einen zu billigenden Standpunkt eingenommen habe und wenn Gefahr bestände, daß das Gießener Mandat einem Gegner des direkten Wahlrechts zufallen könnte, sei für uns die Unterstützung seiner Kandidatur geboten. Anderseits ist es Aber diese Gefahr liege nicht vor. Thatsache, daß die sozialdemokratische Partei infolge des Wahlsystems viel zu schwach im Landtage vertreten ist, weshalb die Interessen der Arbeiter und Minderbemittelten nicht in genügender Weise wahrgenommen werden können. Die Sozialdemokraten hätten deshalb die Pflicht, eigene Kandidaten aufzustellen, wie es der Beschluß der Landeskonferenz verlange. Dieser Ansicht war die Mehrheit der Versammlung; sie beschloß des halb, selbständig in die Wahlbewegung einzutreten. Als Kandidat wurde Eduard Krumm- Gießen aufgestellt. Wer sonst aus der Stadt wünsche entgegenbringen. der Schwester Lenchen auch einen Glückwunsch aussprechen und dies im Anschluß an den Vorstand thun will, ist gebeten, um 11 Uhr Vormittags am nächsten Mittwoch in der Kleinkinderschule sich einzufinden. ** Orpheum. Am 16. d. M. hielt eine neue Künstlertruppe im Orpheum ihren Einzug. Wenn man schon ſeit der Eröffnung des Orpheums der Sache große Aufmerksamkeit zuwendete, so dürfen wir heute behaupten, daß die neuen Kräfte die letzten in verschiedenen Nummern übertreffen. Wir wollen z. B. nur den Goedicke herausgreifen, welcher wirklich für eine heitere Unterhaltung bestens sorgt. L. Zur Landtagswahl wird in Ergänzung unseres gestrigen Berichtes geschrieben: Für den Wahlbezirk Herbstein fandidatiert neben dem seitherigen Abg. Schmalbach der Bürgermeister Muth in Salz. Letzterer, der vor Schmalbadh gewählt war, hatte sich u. A. bei der Lehrerbesoldungsvorlage durch sein Dagegenwirken unbeliebt gemacht und wurde deshalb bei der Wahl abg schoben. Doch hat er neuerdings infolge Sinnesänderung und anderer wieder Chancen und dürfte dem Abgeordneten Schmalbach wohl streitig, mindestens aber heiß machen. Im Bezirk Grün berg ist der Redakteur Hirschel und der Kaufmann Noll aufgestellt. Die Aussichten für beide sind gleich günstig, d. h. die Parteien gleich stark. Hirschel scheint sich durch unzweckmäßige Agitation von befreundeter Seite viel zu verscherzen; wenn jedoch von seiner Seite, speziell von ihm selbst, noch ein paar Reden gehalten werden und sonst ein bischen agitiert wird, dürfte Hirschel mit dem Siege hervorgehen.- Dem Wahlfreis Schotten stehen drei Kandidaten auf, von welchem wohl der parteilose Oberförster Dr. We her in Stonradsdorf bei Ortenburg die meisten Aussichten hat, gewählt zu werden. Der christlich- soziale Sanitätshat Dr. Vogel in Laubach wird ein paar Stimmen erhalten und der seitherige Abgeordnete dieses Bezirks, Weidner in Herchenheim spielt vorläufig eine unbestimmte Rolle. Er möchte gern wiedergewählt sein, hat auch noch ein paar Anhänger, und jetzt sucht er für sich Stimmung zu machen. Er weiß wohl, daß, wenn er abgeschoben wird, es mit seiner Herrlichkeit zur öffentlichen Renn vorüber ist. Was da im ,, Gießener Anz." von gestern nach Schluß des Examens zu gratulieren, da bei seinen srat die Herabsetzun stand, daß der Umstand, daß Weidner, da er sich mit om 1. Jannar 190 dem Großherzog Arm in Arm hat photographieren fall" zu verzeichnen sein soll. Bei der Gratulation liehenen Kapitali lassen, hierdurch Vorteile erlangte, ist Mumpit. Oktober d. Js. vor nd mit entsprechende eichen. 1902. Wafferwerk. Jung, fanntmachung bom 2. Leibkaffe Gießen t. 36-, gs-, GOO 00000000 Das Bild hat doch mit der Wahl nichts zu schaffen und fann sicherlich nicht als ein Beweis besonderer Gunst bei Hofe angesehen werden, denn der Großherzog hat sich wohl schon oft mit Abgeordneten photographieren lassen. ohne daß dadurch auf besondere Gunstbezeugung geschlossen werden fonnte. Allerdings wird Weidner die Gelegenheit benutzen und in seinem„ Reich" mit dem Bilde Reklame zu machen versuchen. Aber es wird schwerlich viel nützen, man kennt den Vogel am Gefieder und Herr Weidner hat sich nicht die Gunst der maßgebenden Kreise in Schotten erhalten können, das beweist ein fürzlicher Ausspruch eines an ziemlich erster Stelle stehenden Mannes; er ist nicht der richtige Vertreter für den Schottener Wahlbezirk. Gerade sein Redereford hat ihm am wenigsten genügt, da er damit wenig bezweckte und dem Staate nicht unbedeutende Kosten verursachte. Der sonstige Lebenswandel Weidners ist zwar kein„, abnormer", wird aber dennoch in mancher Beziehung bemängelt. G. K. Weiter wird uns zur bevorstehenden Landtagswahl noch aus Grünberg von gestern geschrieben: Nachdem heute zwei Gemeinderatsmitglieder von hier mit Herrn Apotheker Weiker in Allendorf a. d. L. Rücksprache genommen, wird morgen Abend in der Gastwirtschaft von Georg Von- Eiff in Grünberg nochmals eine vertrauliche Besprechung der Vertrauenspersonen stattfinden, wozu auch Einladungen an andere M. In Darmstädter Kreisen macht eben eine Angelegenheit von sich reden, welche auch zu einer Untersuchung im Ministerium Veranlassung gegeben hat. Kurz nach Schluß der letzten FinanzGramen stand in einer rheinhessischen Zeitung, daß einer der Kandidaten( der mit Namen genannt war), das Gramen bestanden habe. Da von seiten der Prüfungsfommission noch kein Resultat zusammengestellt war, fiel diese Veröffentlichung in maßgebenden Kreisen auf und als man der Sache auf den Grund ging, stellte es sich heraus, daß dem Kandidaten von einem Rechnungsbeamten aus dem Ministerium gratuliert worden war, und bei näherer Prüfung stellte sich die interessante Thatsache heraus, daß der fragliche Beamte denjenigen Standidaten, welche in dies öffentliche Geheimnis" eingeweiht sind, gegen eine Gebühr von ca. Mf. 45 ein Buch zur Verfügung stellt( d. h. nur leiht), in welchem fast alle Fragen und Antworten, welche bei den Finanzeramen in Betracht kommen, ausführlich enthalten sind. Durch seine Stellung ist der Herr auch leicht in der Lage, den Prüflingen alsbald Schüßlingen nur in den seltensten Fällen ein„ Durch ** Die Central- Waschanstalt für die Universitätsfliniken ist zum Bau nunmehr definitiv beschlossene Sache; die Angriffsarbeiten sollen noch im kommenden Winter vorgenommen werden. ** Ist man berechtigt, fremde Kazen zu töten? Nach einer in Daude's Kommentar zum Reichsstrafgesetzbuch zu§ 292 enthaltenen Note( 19) sollen infolge reichsgerichtlichen Urteils vom 12. April 1887 berwilderte Hauskagen zu den jagdbaren Tieren gehören. Dieses Gitat ist aber, wie Haller in seinem Werke:" Die im Großherzogtum Hessen dermalen giltige Jagdgesetzgebung", Aufl. 3, Seite 38 bemerkt, nicht allein unrichtig, sondern auch sehr zur Herbei. ein Landgericht in einer Strafsache angenommen, daß führung von Irrtümern geeignet. Es hatte nämlich eine verwilderte Hauskatze zum" Wild" gehört. gegen das landgerichtliche Erkenntnis eingelegte Revision wurde aber vom Reichsgerichte lediglich aus dem Grunde verworfen, weil die erstinstanzliche thatsächliche Festder reichsgerichtlichen Nachprüfung sich entstellung- daß die verwilderte Hauskaße zum„ Wild" ziehe. Es hat sonach das Reichsgericht eine Entscheidung gehöre über die Frage, ob die verwilderte Hauskaße zum„ Wild" gehöre, nicht getroffen. - Aus Hessen und nachbargebieten. Die In Oberrad ** Frankfurt a. M., 17. Oktober. wurde der 13jährige Knabe Scheitel, der sich erhängt hatte, durch künstliche Athmung wieder ins Leben zurückgerufen. ** Offenbach, 17. Dft. In der legten Nacht wurde im Nordwesten der Stadt, in der Eisenbahn-, Dom-, Rödernund Bernardstraße offenbar von derselben Diebesbande, die übt hat, in 5 Geschäftslokale eingebrochen. Die Spizbuben fürzlich in einer Nacht in Frankfurt a. M. 4 Einbrüche ver. haben mit Dietrichen und Mauerflammern gearbeitet. Große Schäße sind ihnen nicht in die Hände gefallen, nur Beträge von 5 bis 10 mt. in den einzelnen Geschäften. ** Darmstadt. Dienstag 21. Oktober, Vormittags Uhr findet in der Aula der Technischen Hochschule die feierliche Uebergabe des Rektorats seitens des Prorektors Herrn Geh. Hofrat Professor Dr. Schering an den neu erBei diesem Anlaß wird auch das Resultat der für die nannten Reftor Herrn Geh. Baurat Professor Pfarr statt. Studienjahre 1900/01 und 1901/02 eingelieferten Preis. aufgaben bekannt gegeben. geht er sogar so weit, dem Glücklichen anzuempfehlen: " Vergessen Sie den Diener R. nicht". Dieser Unfug, 11 anders fann man es nicht nennen, soll schon eine Reihe von Jahren bestehen und bildet eine hübsche Juustration zu dem Kapitel: Wie man das Finanzeramen besteht". Hoffentlich wird das Ministerium hier endgiltig Abhilfe schaffen. Ebenso peinlich berührt eine andere Geschichte, welche im Darmstädter Gefängnis passiert ist: Ginem Mainzer Geschäftsmann wurden in dessen hiesiger Filiale durch zwei Verkäuferinnen eine Anzahl Verkaufsgegenstände entwendet; die Diebinnen wurden verhaftet und die gestohlenen Sachen in das Gefängnis eingebracht. Nach Bestrafung der Schuldigen stellte es sich aber heraus, daß ein Teil der gestohlenen Sachen im Wert von ca. Mk. 41 spurlos verschwunden waren. Auf wiederholte Reklamation wurde nunmehr dem Bestohlenen der Betrag in baar ersetzt. ** Das Anlagen- Konzert unserer MilitärKapelle findet morgen Sonntag Vormittag 1/212 Uhr auf der Südanlage statt. Die Direktion hat folgendes Programm dazu aufgestellt: 1 Strönungsmarsch a. d. Prophet" v. Meyerbeer. 2. Fantasie über das Lied " Süße Heimat" v. Voigt. 3. Annen- Walzer v. Genon. 4. Potpurie a. d. ,, Afrikareise" v. Suppè. n. Wie uns mitgeteilt wird, werden am nächsten Mittwoch, den 22. Oftober, 25 Jahre dahin gegangen sein, seit Schwester Benchen Welsch führende Personen ergehen wird. Es wird dort beraten ihren Dienst in unserer kleinkinder- Bewahrwerden, ob wir den Urwählern als Kandidat an Stelle des anstalt angetreten und ununterbrochen mit Treue zurückgetretenen Herrn Moll in Vorschlag gebracht werden und Tüchtigkeit geführt hat. Der Anstalts- Vorstand soll. Den antisemitischen Kandidaten lehnen die Vertrauens- wird ihr in Vereinigung aller seiner Mitglieder der männer aller anderen Parteien entschieden ab. Auch viele Jubilarin an ihrem Ehrentag, Vormittags 11 Uhr, Landleute des Wahlbezirks sind Gegner der Kandidatur des im großen Saal der Kleinkinderschule seine Glück ** Wiesbaden, 17. Oft. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatte sich der 33 Jahre alte Oberpostassistent Leonhard Wehner aus Usingen, gebürtig aus Niederwalluf a. Rh. wegen Unterschlagung im Amte zu verantworten. Er hat in den Monaten Juli, August und September eine Reihe von Postanweisungsbeiträgen unterschlagen, indem er immer die eine Veruntreuung durch die andere gut machte. Als man dahinter fam, fehlten 274 Mt. Wehner war bis zum 1. April d. J. in Frankfurt a. M. ſtationiert. Er hat seit Jahren seinen bedürftigen Vater unterstüßen müssen und zwar mit Beträgen, die über seine Kräfte gingen. Dadurch war er in Schulden geraten und schließlich zum Verbrecher geworden. Der Staatsanwalt selbst beantragte die Zubilligung mildernder Umstände. Das Urteil lautete auf 6 Monate Gefängnis. Die Geschworenen veranstalteten unter sich eine Sammlung für die Familie des Verurteilten( Frau und 2 Kinder), die 75 Mt. er= gab. Auch beschlossen sie die Einreichung eines Gnadengesuchs an den Kaiser. ** Frankenberg. Ein lebhafter Handel in Zwetschen macht sich in diesem Jahre in unseren benachbarten Orten merklich. Ganze Wagen voll dieſes Steinobstes kamen von Schreufa und Sachsenberg hier durch und vim Bahn weiter befördert. Wie wir hören, Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Witwe des Kaufmanns Baruch Kazenstein. Am 13.: wird der Zentner mit 5 Mt. bis 5 Mr. 50 Pf., je nach Qualität, bezahlt. -r. Marburg, 17. Oft. Die Errichtung eines Glektrizitätsmerkes war hier seit längerer Zeit schon erwogen worden, und war man dieser Angelegenheit auf Betreiben des Universi ätsrektors näher getreten, der zur Erleuchtung der zahlreichen wissenschaftlichen Institute und Hörsäle die Beschaffung elektrischen Lichtes für erwünscht hielt. In der heute Abend abgehaltenen Sigung der Stadtverordneten wurde nun von einem Schriftwechsel zwischen dem Universitätskurator und dem Magistrat Kenntnis gegeben, nach welchem zur Zeit an eine Realisierung des Projektes nicht zu denken ist, weil der Minister angesichts der Finanzlage des Staates nicht die Verpflichtung zur Abnahme elektrischer Kraft für Errichtung der UniversitätsInstitute zu übernehmen gesonnen ist. Die Versammlung stimmte auch einem Vertrag zu, nach welchem die Stadt den anderthalb Stunden westlich gelegenen sogenannten Kohlwald( Eichenbestand) an den Fiskus abtritt gegen die nahe an der Stadt gelegenen fiskalischen Waldorte Dammelsberg und Kirchspitze( gleichfalls Eichenbestand). Der Vertrag enthält die Klausel, daß die Stadt den Waldbestand der eingetauschten Waldorte nicht forstwirtschaftlich ausnutt, sondern möglichst zur Verschönerung der Umgebung der Stadt zu erhalten sucht. ** Aus dem Waldeckschen. Mein lieber Freund und Kriegefamerad, willst Du 120 Mt. jährlich betragende Bei hilfe beziehen, so ziehe auf einige Zeit aus Deiner lieben waldeckschen Heimat aus, nimm Stellung in der Nachbarprovinz und Du erhältst nach kurzer Zeit auf Dein eingereicotes Gesuch eine monatliche Beihilfe von 10 Mt. Ich selbst, den 70er Krieg mitgemacht von Anfang bis zu Ende, besuchte oft die preußischen Nachbardörfer und muß mich wundern und wieder freuen, daß in jedem Dorfe die Krieger ihre monatlichen 10 Mart bekommen. Ein Schäfer aus meinem Dorfe, der sogar 3 Feldzüge mitgemacht hat, hatte in Waldeck petitioniert, geschrieben und gelaufen, aber er be= fam nichts. Da in seinem Dorfe die Schäferei einging, wollte er sich halb tot ärgern, that es aber nicht, sondern ging in's angrenzende Preußen und wurde Schäfer. Wie eine selbstverständliche Frucht fiel ihm nach kurzer Zeit seines Dienstes die monatliche 10 Mt.- Spende zu. Das größte Unglück war ihm zum größten Glück geworden. ** Waldkappel, 17. Ott. In der vergangenen Nacht brach abermals Großfeuer aus. 3 Wohnhäuser und 4 Scheunen brannten ab. Der Schaden ist bedeutend. ** Schmalkalden, 17. Otober. Nach der amtlichen Feststellung beträgt der Immobiliarschaden, den das Brandunglück am 2. Ottober in dem benachbarten Orte Floh verursacht hat, rund 175 000 Mart. Durch das Feuer, welches im Jahre 1895 den Ort heimsuchte, wurde ein Schaden von 164 000 Mt. angerichtet. CWarnung! An Stelle des unübertrefflicnen echten Dr. Thompson's Seifenpulver werden den Hausfrauen oft minderwerthige Producte ausgehändigt. Man achte genau auf die Schutzmarke ,, SCHWAN"! Man verlange es überall! Orpheum. Schanzenstraße 18. Lian de Blanche Soubrette Alberti, Humorist. Erna Wollstädt Soubrette. La petite Otero Lilly Blondin, Soubrette Sensationell, urkomisch! Geodicke als Mimiker und Greifenberger. Sonntags 2 Vorstellungen ermäßigte Preise. Knecht in Kleine Landwirtschaft, sowie ein Dienstmädchen auf gleich oder Weihnachten gesucht. Näh. Ebelstraße32. gesucht. Ebelstraße 2. Aufgebote. Am 11. Okt.: Peter Otto Brühl, Glasermeister dahier mit Emma Margarethe Elise Hizel hierselbst; Ludwig Weisbrod, Fahrkartenausgeber dahier mit Marie Elisabethe Klös hierselbst; Philipp August Presber, Feldwebel dahier mit Pauline Sudheimer hierselbst; Starl Heinrich Christian Groß, Droschken befizer in Wiesbaden mit Christine Kronenberg dahier. Am 13. Dr. Ludwig Theodor Möser, Chemiker dahier mit Marie Krauß in Rülfenrod. Am 14.: Christian Wilhelm Otto Kuhl, Schuhmacher dahier mit Emilie Vonderheid hierselbst; Philipp Seipp, Kaufmann dahier mit Margarethe Karoline Becker in Rödgen. Eheschließungen. Christian August Prätorius, 92 Jahre ait, Lehrer i. P. Am 14.: Lina Mathes, 1 Jahr 5 Monate alt, Tochter des Fuhrknechts Friedrich Mathes. Am 15.: Otto Konrad Justus Vomend, 1 Jahr 4 Monate alt, Sohn des Hoboisten Johannes Vomend; Johannes Tammert, 28 Jahre alt, cand. med. vet. Am 17.: Friedrich Schäfer, 41 Jahre alt, Cigarrenmacher; Balthaser Stohr, 82 Jahre alt, Küfermeister. Sämtlich dahier. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Am 21. Sonntag nach Trinitatis, den 19. Oktober Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schloffer. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Im Anschluß daran: Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunter ichts für die Kinder der Markusgemeinde, wozu die Eltern, Angehörigen und Baten der Kinder freundlichst eingeladen werden. Abends 8 Uhr im oberen Konfirmand nsaal; Vereinigung der fonfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Donnerstag, den 23. Oftobu, Abends 8 Uhr im oberen In der Johanneskirche. Am 11. Oft.: Wilhelm Heinrich Schmitt, Dachdecker daier mit Anna Dorothea Katharine Dietz hierselbst; Georg Jung, Schlosser dahier mit Christine Katharine Röhrig hierselbst; Johann Heinrich Dörner, Forstgartenaufseher dahier mit Katharine Engel in Rüddingshausen; Karl Ernst Christel, Hotelbesitzer in Kassel mit Helene Asch dahier. Am 14.: Wilhelm Jakob August Emil Noll, Schlosser dahier mit Elise Konfirmandenſaal, Bibelſtunde( Psalm 51). Pfarrer Schlosser. Junker hierselbst. Am 15.: Philipp Jakob Schwarz, Miliär- Intendantur- Bureau- Diätar in Frankfurt a. M. mit Minna Karoline Emma Hofmann dahier; Wilhelm Schnabel, Bankbeamter in Frankfurt a. M. mit Katharine Lina Weeg dahier. Geborene. Vormittags 9.30: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uh: Kindergottesdienst für die Johannes: gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag, den 20 Oftober, Abends 8 Uhr. Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Johannesbrief, Kap. 1, Gott ist Licht, Gemeinschaft, Erkenntnis. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Samstag, 18. Oft. heiligen Beichte. Sonntag, 19. Oft. 22. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Be chte. ,, 7 Uhr: Die erste heil. Messe, Am 5. Oft: Dem Steinmetzen Louis Schmidt ein Sohn, Wilhelm. Am 8.: Dem Taglöhner Friedrich Schupp eine Tochter, Frieda; dem Oberleutnant Mar uno eine Tochter Wilhelmine Elise. Am 9.: Dem Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Diener in der Ohrenklinik Karl Ludwig Stork ein Sohn, Karl Ludwig Philipp. Am 10.: Dem Kaufmann Johann Georg Adami eine Tochter. Am 14.: Dem Wagenwärter Friedrich Kalesky ein Sohn, Kacl Justus Friedrich. Am 15.: Dem Schneider Roelof Meindert Winterwerp eine Tochter, Elisabeth; dem Dienstmann Kaspar Gisenbach eine Tochter. Dem Sattler Franz Borschbach eine Tochter, Luise Margarethe; dem Taglöhner Johannes Grün eine Tochter, Emma. Gestorbene. " vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Mi itärgottesdienst mit Predigt. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz- Andacht mit Segen. An den Werktagen ist täglich des Abends um 6.30 Uhr Rosenfranz- Andacht mit Segen. Gestorbene. Am 17. Oktober.: Balthasar Stohr II., 82 Jahre alt, Küfermeister dahier. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. Mts. vom Sterbehause, Seltersweg 46, aus statt. Am 10. Oft. Georg Albert Schädel, 1 Jahr 9 Monate alt, Sohn des Universitätspedellen Johannes Schädel. Am 11.: Elisabeth Hofmann, geb. Rohrbach, 40 Jahre alt, Ehefrau des Schreinermeisters Johann Friedrich August Hofmann; Marie Schwarz, geb. Seibeling, 66 Jahre alt, Witwe des Universitätsdieners Peter Schwarz. Am 12.: Thekla Neubürger, 4 Jahre 9 Monate alt, Tochter des Kaufmanns Albert Neubürger; Therese Staßenstein, geb. Hanau, 69 Jahre alt, adheller's preisgekrönier Junger Husoursche Gözeres schön mob irtes Zimme Cognac 250] anerkannt feinste Marke in: 11, ½ und ½ Flaschen pr. Fl. Mt. 1.80, 2,4 3.- 4-, 5.-, Literflasche Mt. 1,80 2.-. Alleinige Niederlagen bei: Gebr. Adami, Mäusburg, Junger Hausbursche Jac Friesleben, Bahnhofft. H. Fellof II., Alicestraße, W. Möser, Seltersweg, aug. Seibert, Wieseck, Consum Halle, Heuchelh.,. A. C. Müller, Langgöns With. Brück, Wißmar. Ein braver Jange mit guten Schulfenntnissen, welcher Lust bat, Buchdrucker zu werden fann in die Lehre treten. Albin Klein, Gießener Neueste Nachrichten. Eichene u. tannene Särge stets vorrätig. Wolfengasse 10. Louis Werner, Schreiner, Zwiebelkuchen! Wohne jetzt Wagengasse nächst der Schulstraße bei Witwe Schwager. Leichenfrau Dürr u. Ofenpuker Dürr. Darlehen Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 9 auf Sypothek, Wechsel, Schuldschein, Ugr an bei Hofbäcker Noll Mäusburg. Kaffee- Abschlag nur in Holland! 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