Neubau Brandy eine elegante gro wohnung mit gia und sonstigem Bu ald zu bermieten. Des immerwohnung mit B terstr. 29. Nr. 164. Zweites Blatt. Freitag, den 18. Juli 1902. 6 allem Zubehör. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., cine Bohnung eten. olf, Bahnhofftraße 32 hen mit Bett zu b Maigaffe 11 inen Neubaute e29 und 31 find n ardenwohnungent nfort der Neuzeit e ingerichtet, vom 1. J mieten. Bismarditraße 32 Schönmöbl.Zimm Universität sofort o bermieten. Bismardstraße 17, part k Wirkt Wander nzuwenden für alle Supe Wohlgeschmack und K et1/ Pfg. DerWürz- und all zu haben, Nährextract- Werke Dresde ami, Mäusburg, in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 150. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen, wie ganz Oberhessen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten * ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Der Bankprozeß zu Leipzig. Leipzig, 17. Juli. Heute nahmen im Bank prozeß die Plaidoyers ihren Anfang. Der sächsische Justizminister Dr. Otto und Generalstaatsanwalt Reßler sind mit anwesend. In Bezug auf Egner und Gentsch, die beiden Hauptschwindler, wurden den Geschworenen sechs Schuldfragen vorgelegt. Die Fragen lauten auf Wassersuppe kräftis Fällen, nämlich bezüglich der im Februar 1901 für das Geschmack annimmt. A Rechnungsjahr 1900 herausgegebenen Bilanz und des con. Eine Tasse Win der Generalversammlung vom 19. März 1901 er Hühnerbrühe gleich und statteten Berichts, sowie bezüglich der beiden Communiand einer Messerspitze, qués vom 25. Juni 1901, auf Betrug in zwei Fällen, uk" ist in Büchsen á 25 betreffend die Bankhäuser v. d. Heydt und Bleichröder in Berlin und auf Untreue, der Leipziger Bank gegen n Giessen bei: übec begangen. Das Aufsichtsratsmitglied Do del wird der Verschleierung, betreffend die Bilanz und den mi, Frankfurterstras Bericht in der Generalversammlung, sowie der Untreue dux, Bahnhofstrasse beschuldigt. Schröder, Mayer und Wölcker le Lindenplatz 12. off II. Alicestrasse. find veschuldigt der Verschleierung in zwei Fällen, bemann, Nordanlage, gangen bei Aufstellung der Bilanz und Anfertigung des Berichtes, sowie bei der Veröffentlichung der beiden as, Bleichstrasse, Communiqués.- Fiebiger, Vörster, und Hecker, Brandgasse, 28ilkens wird zur Last gelegt, daß sie an der Verbfleisch, Marburgerstr., Kopp, Bismarckstras schleierung betreffs der Bilanz und des Berichtes teilenhardt, Frankfurtersh genommen haben, ssauer, Neuenweg, Bezüglich sämtlicher Schuldfragen und aller Angech Wwe., Weserstrass flagten ist die Unterfrage auf Zubilligung mildernder II. Nachf., Wallthorst Umstände gestellt. er, Ludwigstrasse eibel, Ludwigsplatz, Nachdem die Fragen verlesen sind, nahm Staatswaab, Hofl. Selterswe; an alt Dr. Weber das Wort zu seinem Plaidoyer. ager Ww., Marktpl, Gr giebt zunächst als Einleitung einen Ueberblick über Meyer.Grünbergerst das ganze ungeheure Material, welches in den 26 VerWallenfels, Marktplat handlungstagen durchgesprochen ist. Meine Herren GeWallenfels, einhäuser, Neuenhäu sworenen! so führte er aus, Sie haben jetzt darüber mann, Seltersweg, In Lollar: etung und Lager ei chten" - zu befinden, ob die Angeklagten eine Schuld trifft und ler VI. Hauptstrasse in welchem Maße sie eine Schuld trifft. Ich will schon jetzt Ludwig Thomas, Jenerfen, daß seitens der Staatsanwaltschaft sämtliche . Bahnhofstrasse 37. Anträge aufrecht erhalten werden, und ich bitte Sie, die Ihnen vorgelegten Schuldfragen zu bejahen. So dann beleuchtet der Vertreter der Anklage die Vorgänge, vie fie fich von Anfang der Geschäftsverbindung zwischen Der Leipziger Bank und der Trebergesellschaft abgespielt haben. Mit einem kleinen Kredit fing Kassel an. Schmidts Ansprüche wurden größer und größer, und als die Engagements 40 Millionen überschritten hatten, da konnte die Bank nicht mehr zurück. Sie war immer in der Gewalt Schmidts, der das auch sehr wohl wußte. Schmidt gründete immer neue Filialen, forderte Da Bank immer neue Mittel ab, und wenn man in Lipzig Schwierigkeiten machen wollte, dann sagte er: Much gut, wenn Ihr uns nicht mehr helfen wollt, ban fallen wir Beide, Trebergesellschaft samt der Bank!" Im Jahre 1899, war, wie uns die Herren Sachbeständigen einstimmig versichert haben, der Wendepunkt. Damals hätte die Bank sich noch retten können, wenn auch mist ohne empfindliche Verluste. Aber den entscheidenden Lugenblick ließ man unbenutzt vorübergehen, und von jezt geht es immer weiter abwärts. Im Jahr 1900 lesen in den Protokollen der Aufsichtsratssitzungen immer bafiger, daß man die Engagements Kassels mit höchster Borgnis ansieht, aber man gewährte trotzdem immer neue erhebliche Kredite im Bedarfsfalle. Und daß bei Kassel bifer Bedarfsfall immer vorlag, brauche ich hier nicht weiter Intro tra. Schmidt mußte- immer neue Forderungen stellen Eine Hinweise, Kassel werde in kürzester Zeit auf eigenen Süßen ſtehen können, find leere Versprechungen. Im Dear 1901 wollen die Diskonture feine Treberwechsel mehr haben. Die Wechsel werden anrüchig. Die Bank Tom rant selbst in Verlegenheit und entschließt sich, mit einem Ultimatum an Rossel heranzutreten. Am 28. März 1901 abbie rte man in Leipzig des Oligo und man erhält die redende Summe von 87 Millionen. Da fommt man in Aeng te und am 5. April findet eine Beratung in Raffel statt. Man versucht Hilfe zu erlangen. Alle Ver= uhe schlagen fehl und am 25. Juni tommt der Zusammen bruch der Bant. Rassel muß folgen, denn ohne Bant fann es sich nicht halten. Man fann sich nicht Bug wundern, wie bereitwillig die Bank Millionen und berrmillionen gewährte für Erfindungen, welche die Feuerrobe noch gar nicht bestanden hatten. Der Staatsanwalt weißt nun darauf hin, daß es Ibarnenden Stimmen, besonders in der tesse nie gefehlt habe. Erner hat auch Material aufs en en ssen- Auflagen Frist. chten 3. die Kasseler Bilanzen mitredigiert. Er mußte also eine Kenntnis des Standes der Treber= gesellschaft haben, wie er auch eingehend orientiert war über die Verhältnisse die Filialen. Kassel gründete und nahm dazu das Geld der Bank. Das Geld wurde dem Notar vorgelegt und ging nach Kassel. Schön war das keinesfalls. Staffel stand ei mal auf dem Konto- Ordinario der Leipziger Bank mit 7 Millionen.- 12 mal so hoch 3ahl der Treberkonten betrug gegen 200; Zahl der Treberfonten betrug gegen 200; da konnte sich der routinirteste Sachverständige ohne da konnte sich der routinirteste Sachverständige ohne Aufklärung durch die Direktoren selbst gar nicht durchfinden. Das aber beabsichtigte Grner gerade! Er wollte sich nicht hineinsehen lassen. Die Wechselbilanz war ein weiteres Mittel, durch welches die Bank sich noch so lange über Wasser gehalten hat, durch das sie die Verhältnisse für den Uneingeweihten geradezu auf den Kopf stellte. Die Wechsel sind sehr geschickt be= handelt worden. Man sorgte auch für die nötige Abwechslung. Man stellte die Wechsel aus auf Spigen, auf Pfennigbeträge, ein sehr beliebtes Mittel der betrügerischen Wechselreiterei, und schließlich veranlaßte man auswärtige Firmen gegen entsprechende Provision, auf die Bank zu trassieren. Nun brauchte man den Namen der Trebergesellschaft nicht mehr, fein Mensch sah den Wechseln an, daß fie reine Finanzwechsel waren. Das Konto„ Ordinaria" hatte ordnungsgemäß eine steigende Tendenz zeigen müssen; das ist aber nicht der Fall. Man buchte ganz fröhlich ab, und es ist das traurige Verdienst der Angeflagten Exner und Gentsch, ein System erfunden zu haben, mit dem man buchmäßig Werte hervorbringen konnte, wie man sie nur immer wünschte. der Einzug Lord Kitcheners in London und die Waffenstreckung der Buren in Südafrika. von den beiden anderen Generalen. Die Musikkapelle stimmte Händels„ Sieh', der siegreiche Held, er kommt!" an, die Ehrencompagnie präsentierte das Gewehr, die Offiziere falutierten, und die Damen riefen im Chor ihr" Welcome" und winkten mit ihren Taschentüchern. Der Prinz von Wales schüttelte Lord Kitchener lange und herzlich die Hand und hieß ihn im Namen des Königs willkommen. Dann gings im Wagen nach dem Palaste. Der Enthusiasmus kannte keine Grenzen. Alles schrie sich mit Hurrahs heiser, dazwischen Willkomm Rufe und Hüte und Tücherschwenken. Alle Pulse schlugen höher," nur einer Person war die vollständige Ruhe nicht abhanden gekommen, Lord Kitchner. Ohne ein Lächeln, falt und ernst nahm er die Ovationen dar und erwiderte sie mechanisch militärisch grüßend. Erst beim Einlenken in den Hof vor dem Ziele der Fahrt alitt etwas wie ein Lächeln über seine Züge. Auf dem Balkon des Palastes stand die Königin mit ihren Töchtern. Jm St. James Palast fand dann in der großen berühmten Bankett- Halle die Festtafel unter dem Vorfiße des Prinzen von Wales statt. Unter den mehr als 200 Gästen befanden sich auch Lord Salisbury, General Withe und so ziemlich alle militärischen Spizen bis auf General Buller. Lord Kitchener und General French fuhren dann nach dem BuckinghamPalaste, wo sie vom König und der Königin empfangen wurden seit der Erkrankung des Königs die ersten Besucher im Buckingham- Palast, die in das Krankenzimmer Zutritt erhielten. - Wie ganz anders und doch voller Bewunderung war der Einzug der heldenmütigen Kämpfer in Südafrika, unserer Buren. Der Johannesburger Correspondent der Kölner Zeitung" giebt über den Einzug der letzten Trümmer der Buren- Armee folgende dramatische Schilderung: Gestern( 7. Juni) sah ich das erste BurenLord Kitchener hat am Mittwoch seinen trium- Commando in die Stadt kommen und seine Waffen phierenden Einzug in London gefeiert und ein Empfang strecken. Ich fann nicht leugnen, daß mir bei dem Anist ihm seitens seines obersten Kriegsherrn, des Königs, blick die Thränen in die Augen traten. Da waren sie und der gesamten königlichen Familie, der Armee und also, diese Phantome des Veldts" in Lumpen gehüllt der Bevölkerung geworden, der für ihn bestimmt, nächst und von Hunger und Entbehrungen zu Skeletten abgedem Bewußtsein, daß er den Krieg in Südafrika zum magert, ganz junge bartlose Burschen unter 20 und erfolgreichen Ende geführt und dem schwer heimgesuchten Greise über 70, und in aller Augen malte sich dumpfe Lande den Frieden wiedergegeben hat, bis an sein Ergebung in das Geschick, und der Ausdruck des Lebensende seine erfreulichste und stolzeste Erinnerung Blickes war derjenige der vielen Toten, die ich auf den bilden dürfte. hatte Festschmuck angelegt. Schlachtfeldern habe liegen sehen und deren weitge Buntbewimpelte Masten, Laubgewinde, Triumphbögen öffnete Augen zu fragen schienen: Warum? Alle, die standen noch als Wahrzeichen der Krönung, die nicht ich gefragt habe, erklärten übereinstimmend, daß es fam und die jeßt, nach einer Zeit bangen Harrens, ihnen in der letzten Zeit ganz unmöglich gewesen sei, sellten sich nun zahllose Flaggen, die von Dächern, wieder erwartet wird; und zu diesem Schmucke ge- sich weitere Lebensmittel zu verschaffen, daß fie oft Türmen und Fenstern wehten und bunte Teppiche und tagelang gehungert hätten und sich deshalb schließlich Türmen und Fenstern wehten und bunte Teppiche und hätten ergeben müssen, obwohl ihre Zahl noch 16 000 Fensterbehänge und was sonst dazu gehört, der Stadt gewesen sei. Empört hat mich das Verhalten der ein frohes und festliches Gepräge zu geben. Heller vielen Kaffern, die sich hohnlachend und schwazend um Sonnenschein half den Eindruck zu erhöhen und schon ihre gedemütigten früheren Herren drängten. Ich bin um 9 Uhr Morgens begannen sich die Staßen zu füllen, überzeugt, daß der erste beste englische Offizier das um den siegreichen Feldherrn zu begrüßen und ihn freche Gesindel mit der Reitpeitsche auseinander gewissen zu lassen, was man ihm gegenüber fühlt und trieben hätte. Es war aber leider keiner zur Stelle, denkt. Bald darauf famen die Gardetruppen zu Pferde und ich konnte auch keinen finden, um ihm den Fall und zu Fuß und bildeten Spalier; an den Fenstern er zu erklären. Ein uraltes Bäuerlein mit gebeugtem schienen Herren und Damen. Militärkapellen rückten Rücken und schneeweißem Barte saß auf seinem alten auf und stimmten ihre Weisen an, um den Wartenden Klepper, und als einziges Gepäck hatte er hinter die Zeit des Wartens zu verkürzen. Alles war in der seinem Sattel angeschnallt eine Kaffeemühle! Wie richtigen festtäglichen Stimmung, die das Herannahen das bezeichnend ist für die Buren! Der Kaffee ſpielt eines außergewöhnlichen, festlichen Ereignisses mit sich für sie dieselbe Rolle wie für den Bayer das Bier, den bringt, als plöglich die Kunde von Mund zu Mund Türken der Pilaw. Diese Mühle hatte er sich gerettet lief:" Gr kommt nicht! Die„ Orotowa" ist mit gelber 2½ Jahre lang durch alle Schrecken des Krieges. Ich Flagge am Mast in Southampton eingetroffen! Sie fragte ihn, ob sie denn noch Staffee gehabt hätten. Nein, liegt in Quarantäne! Blattern an Bord! Kitchener sagte er, aber wir hatten gerösteten Mais!" fann nicht landen! French auch nicht!" Das war zum Glück war die Nachricht nur zur Hälfte wahr. wieder eine Hiobspost und eine bittere Enttäuschung! Blattern waren wohl ausgebrochen; es handelte sich den Helden des Tages zu landen.„ Kitchener auf dem aber nur um einen vereinzelten Fall und man gestattete Wege nach London!" schallte es durch die Straßen aus dem Munde der Zeitungsjungen, als diese mit ihrer Mittagsware, frisch von der Presse weg, einherſtürmten und reiche Ernte hielten. dampfte der Zug in die Station ein. Lord Kitchener, Und so verhielt es sich auch. Pünktlich zur Minute der einfache Khafiuniform trug, trat, sonnengebräunt, wie frisch vom Veldt kommend, aus dem Waggon, gefolgt - Vermischtes. * Düsseldorf, 16. Juli. Mehrere Araber, Mitglieder der in dem Vergnügungsetablissement Kairo" auf der Ausstellung befindlichen größeren Truppe, griffen gestern Morgen zwei Mädchen in unsittlicher Absicht an. Ein Araber erhielt bei dem folgenden Zusammenstoß von einem Begleiter der Mädchen vier Revolverschüsse in den Unterleib, die seinen Tod herbeiführten. Der Thäter befindet sich in Haft. * Der Werdegang des Preußischen Heeres. Die Geschichte des Preußischen Heeres zu schreiben von den ersten Anfängen bis zu seiner Entwickelung zum Deutschen Reichsheere, ist eine große und herrliche, aber auch schwierige und umfassende Aufgabe, die bis jetzt noch ihrer | Nr. 16 m's Haus gebra Gratisbeilage Oberbeffifche ungen über 561 248 168 Mr. abgeschlossen. Der Zu-|- Die Gegenwart sei die Finsterniß. Und daran seien gang überstieg den Abgang um 57294 Policen und die Juden schuld, die mit eisernen Besen ausgefehrt graf werde hart!( Beifall, Pfeifen der Vorsitzende läßt unter Hallo und Protestrufen einen Besucher aus dem Saale führen). Dann beginnt der Redner, nachzu die historische Abteilung des Großen Generalstabes in 293 093 143 Mt. Summe. Hieran waren die bedeutend- werden müßten aus dem Lande der Germanen. Land: bonnementa sten Anstalten mit folgenden Summen beteiligt: ( gegr. 1827) mit 807 747 200 Mt. Gotha • Stuttgart. Alte Leipziger Stettiner Germania Viktoria. Karlsruhe. " 1854) 605 448 782 " " 1830) 593 551 950 " " " " 1857) 574 708 285 " " " 1861) 1864) " " " " 515 118 583 474 092 361 Summa 3570 667 161 Mt. Auf diese sechs Anstalten entfiel demnach die gute Hälfte( 53,3 Proz.) des gesamten Lebensversicherungsbestandes der 45 Gesellschaften. Das Blatt für S dem er noch bemerkt, daß er Offizier sei, die bekannte Gartenbau, Rede des Generalobersten v. Loe zu fritifiren. Was wolle v. Loë mit dem Lobe der tapferen jüdischen Soldaten sagen? Sei es ein Wunder, wenn unter hunderttausend Juden sich ein Beherzter finde?! Und der Herr Graf fährt sehr erregt fort:„ Will denn Herr v. Loe jüdische Offiziere? Dann gewinnen wir keine Schlacht! Loë hat seinem Striegerruf geschadet! Das * Der Erfinder der Postkarte. Ministerialrat Prof. Kapital, für das unsere Väter fämpften, gehört den a. D. Dr. Emanuel Herrmann ist in Wien 63 Jahre Deutschen! Als der Redner dann, die Herren Sozialisten" alt gestorben. Er war 1839 zu Klagenfurt geboren. auffordert, fönigstreu zu sein und die Juden zu be Durch ungefähr 30 Jahre war er Professor der Volfs- fämpfen, entsteht große Unruhe. Der Vorsitzende vertagt wirtschaft. Prof. Herrmann's Erfindung, die korre- die Versammlung und läßt inzwischen zwei weitere Bewirtschaft. spondenzkarte, trat von Oesterreich ihren Sieges- fucher hinausführen. Graf Pückler fordert endlich besonders zug durch alle Länder an. Im Jahre 1869 veröffentdie Berliner auf," Männer des Lichts" zu werden und lichte Herrmann in der„ Neuen Freien Presse" einen den heiligen Geist" zu empfangen, und schließt mit Artikel: Ueber eine neue Art des Korrespondenzmittels dem Gedicht:" Der Gott der Eisen wachsen ließ...." der Post". Er regte an, daß alle geschriebenen oder Beifallslärm folgt der Rede; der Vorsitzende legt diese durch Kopiermaschinen oder mittelst Durchdruckens erdurch Kopiermaschinen oder mittelst Durchdruckens er- Kundgebung als Freude darüber aus, daß man den zeugten Karten im Formate eines gewöhnlichen Brief-„ Herrn Grafen" zu Ende sprechen hören konnte.- Bei kouverts offen mit einer Zweifreuzermarke durch die der noch folgenden Rede des Herrn Bruhn über ,, DeutschPost versendet werden dürfen. Der damalige öster- lands wirtschaftlichen und nationalen Niedergang" leert beginnt ein reichische Generalpostdirektor, Sektionschef Ritter von reichische Generalpostdirektor, Sektionschef Ritter von sich der Saal erheblich ein Beweis dafür, daß nur Maly griff den Gedanken auf. Neugier das Gros der Besucher herbeigeführt hat. Auf der Straße wurde Graf Pückler von einer nach Hunder erfaßt bon ten zählenden Menge mit Zurufen empfangen, die nur und aktuell vom geringem Wohlwollen für seine Person zeugten. esem Rom ( B. B.-C.) Lösung harrte. Generalmajor z. D. Paul v. Schmidt ist gegenwärtig an der Ausarbeitung eines solchen Werkes, wojüngster Zeit die ersten Bausteine zu solchem Monumentalbau geliefert hat Sie wird auch vor allem berufen sein, ein derartiges, streng wissenschaftliches Werf herauszugeben, das auf Grund amtlicher und archivalischer Quellen alle Seiten der geschichtlichen Entwickelung unseres Heeres in Betracht zieht: Aufbringung, Organisation, For mation, Bekleidung, Ausrüstung, Bewaffnung, Unterhaltung, Disziplin, Offiziertum, Erziehung, militärischen Geist, Ausbildung, reglementarische Schulung, Fechtart, Führung und noch viele andere wichtige Faktoren, die sich nicht alle aufzählen lassen. In dieser Geschichte werden unwillkürlich zwei Grundgedanken zum Ausdruck kommen müssen: der maßgebende Einfluß uuserer Herrscher auf die Gestaltung des Heerwesens und das immer mehr sich durchringende nationale Wehrtum, das endlich in der allgemeinen Dienstpflicht Gestalt gewinnt, und nicht nur für Deutschland, sondern auch für fast alle anderen europäischen Staaten zum Vorbild wird. Das Unheil von 1806 und 1807 wird mit ſittlicher Entrüftung lediglich der Entartung des Offizierkorps, dem Gamaschendienst und der Unfähigkeit der Führung zugeschrieben, ohne zu bedenken, daß die ganze Nation mitschuldig war und daß Verhältnisse und Verhängnisse mitsprachen, die feinem Menschen zur Last gelegt werden können. Hand in Hand mit der allzu harten Verurteilung des Heeres von 1806 geht die Ueberschätzung der Landwehr von 1813 und die Unkenntnis ihrer Entstehung und ihrer Leistungsfähigkeit. Dieselbe Unkenntnis findet sich dann bei den Gegnern und fanatischen Tadlern der Reorganisation von 1859-61, die ohne von der geschichtlichen Entwickelung eine Ahnung zu haben, die Landwehr von 1813 mit der von 1859 in einen Topf werfen und gleichzeitig für Miliz und Volksbewaffnung schwärmen. Gerade die beiden großartigen Reorganisationen von 1808 und von 1859-61 in großen Zügen zutreffend zu schildern und ihre Art und Bedeutung in das rechte Licht zu seßen, war dem Verfasser eine besonders wichtige Aufgabe. Für die Neugestaltung des Heerwesens durch König Wilhelm I boten die 1897 veröffentlichten militärischen Schriften des unvergeßlichen Herrschers ein unschäßbares, reiches Material. Das Königlich Preußische Kriegsministerium | Achtung! Saure Gurken! Die tote Saison mit ihrem schreck nsvollen Mangel an Neuigkeiten bereitet den Pariser Blättern schwere Sorgen. Man kann jetzt die abenteuerlichsten Dinge in französischen Blättern lesen. Zum Lustigsten in dieser Art zählt eine Weldung, welche der Pariser " Figaro" ganz ernsthaft seinen Lesern auftischt. Nach dieser Meldung seien die Stationsvorsteher an sämtlichen deutschen Bahnhöfen angewiesen worden, Papageien anzuschaffen, welche den Namen der Station, zu der sie gehören, ausrufen, um die Schaffner dieser Mühewaltung zu entheben. Natürlich dürfen diese Stationspapageien sonst keinerlei anderen Sprach unterricht genießen. Um ja teinen Zweifel zu lassen, daß das Blatt diese„ Meldung" für ernst nimmt, wird die „ witzige" Bemerkung hinzugefügt, es sei noch nicht ent" hieden, ob diese Papageien Wüzen oder Helme zu tragen haben." In Paris giebt es jetzt allerdings Hundstagshize. - Titel: man es de Der Bezir Eine Ben * Munweiler.( Konton Ensisheim), 15. Juli. Ein Familienzeit entsetzliches, wahrhaft schaudererregendes Berbrechen, wie es glücklicherweise zu den Seltenheiten in der Verbrechergeschichte Bom 25. 2 gehört, wurde in dem Dorfe Munweiler Samstag Abend verübt. Seit 7 Uhr Abends vermißte die Familie Johassed ihr vierjähriges Töchterchen. Die noch während der Nachtwärd über die bei Laternenschein angestellten Nachforschungen blieben erfolglos, bis heute früh 5 Uhr kurz oberhalb des Dorfes das hatte folgenden Kind als Leiche aufgefunden wurde. Die Leiche lag versteckt in dem Gebüsche, mit dem das eine Ufer des zur Zeit tm zu veranlaff vollständig ausgetrockneten Bettes des Thurbaches bewachsen tahr lebenden ist, und sie war oberflächlich bedeckt mit Erde von dem an- doet deutschen grenzenden Acker und mit Holzteilen aus Zweigen. Den veterinäi polizei cachforschungen des Amtsrichters gelang es alsbald, der Quarantäne, S Thäter zu ermitteln in der Person des erst dreizehn mehr. Zur Be jährigen, noch schulpflichtigen Alphons Siffert. Der junge Wüstling gestand die grauenhafte That ein. Altona aus: Von Reue soll der jugendliche Verbrecher keine Spur gezeigt haben. Eine nicht minder hochsommerliche Geschichte die übrigens mit auffälliger Regelmäßigkeit um diese Zeit„ erscheint"- wird durch die„ Aug. Ztg." aus dem kleinen Flecken Petit- Moulin in Belgien berichtet: Seit einiger Zeit fühlte ein junges Mädchen, Amelie Piretto, schnell ihre Kräfte schwinden, während ihr Magen in anormaler Weise zunahm. Die Aerzte wußten sich ihr Leiden nicht zu er flären, bis sie eines Tages auf die Idee kamen, sie mit X- Strahlen zu durchleuchten. Da machten sie die über: raschende Entdeckung, daß das junge Mädchen eine große Eidechse im Magen hatte. Sie erklärten es sich so, daß das Mädchen Quellwasser getrunken und ein junges Tier verschlungen hatte, das nun in seinem Körper wuchs. Eine Operation erwies sich als unmöglich, das unglückliche Mädchen starb nach furchtbaren Qualen vor einigen Tagen. hat in danfenswerter Weise aus seinen Archiven dem Verfasser die sämtlichen Reglements seit dem Jahre 1726 zur Verfügung gestellt, die mit Ausnahme des Reglements von 1788 auf anderem Wege überhaupt nicht zu beschaffen sind. Ueberall ist Herr General v. Schmidt unter Benutzung der besten, oft schwer zugänglichen Quellen bemüht gewesen, den überreichen Stoff so zu sichten und zu verarbeiten, daß ein übersichtliches, für Jedermann verständliches und anschauliches Bild der betreffenden Entwickelungsperiode zu stande kam. Neben der Betonung des Wirkens unserer Herrscher und der nationalen Eigenart unseres Heeres wurde die Ausbildung und Erziehung der Soldaten, die Entwickelung und das Wesen des Offiziertums, sowie die Fechtweise besonders berücksichtigt, während manches, was für eine vollständige und erschöpfende Heeresgeschichte unerläßlich sein würde, teils nur flüchtig berührt, teils ganz aus geschieden wurde. Dem sachkundigen Offizier sollte nicht zu wenig, dem größeren Lesepublikum nicht zu viel gegeben werden. Jedem Offizier der Preußischen und Deutschen Armee, überhaupt jedem Deutschen, der sich für die Entwickelung unseres Heerwesens interssiert, wird das Buch, welches im Verlag von Karl Herman Düms, Berlin W. 57 erscheint, hoch willkommen sein. * Fortschritte der Lebensversicherung in Deutschland. Nach der statistischen Abhandlung über Zustand und Fortschritte der deutschen Lebensversicherungsanstalten", ist der Zugang an Lebensversicherungssummen bei den deutschen Gesellschaften im vorigen Jahre wiederum Es wurden größer als in allen Vorjahren gewesen. im Jahre 1901 insgesamt 119 005 neue Lebensversicher= Brennholz- Verkauf. Biehmärkten tie deutsche hedarf des de eugen. Info anderhältnismä rid. Die tommendem S iundheitsschäd noftischen Im gegenwärtig Tasche herum Jugend auf Mer Grenze eagiere auch mehr. Wenn uridgegangen Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten sollten dadurch mit unsere Zeitung in engere Verbindung treten, daß sie interessante Vorfälle, Mißstände aller At, kurz alles für einen größeren Kleis Wissenswerte der Redaktion mitteilen. Wahrheitsgemäße sorrespondenzen über interessante Vorfälle werden honoriert, Mißstände werden durch öffentliche Besprechung zur Kenntnis der berufenen Stellen gebracht und so deren Abstellung eingeleitet. Vereinsnachrichten, Berichte über Generalbersammlungen, Festlichkeiten wollen uns, wenn kein Berichterstatter der„ Neueste Nachrichten" anwesend ist, die Herren Schriftführer einsenden, wir werden sie alsdann gern zum Abdrud bringen. Ein jeder zieht aus solchem Verfahren Vorteil: erwedt Graf Pückler hat wieder geredet. Gestern Abend sprach Braf Bückler- Klein- Tschiene in den Concordia- Sälen in Berlin über das Thema„ Licht und Schatten". Das„ herrliche" Licht, so führte er aus, repräsentirten die blonden Germanen, der Schatten seien einzig und allein die Juden und ihre Gefolgschaft. Die Theater, Tingeltangel und Spielhöllen seien in den Händen der Juden. Der Materialismus werde dem ideal veranlagten Germanen durch die Juden eingeimpft. Die Zeit des Mittelalters, als man noch das Chetto hatte, sei licht gewesen, aber das Licht sei zurückgegangen Vergebung von Bauarbeiten. das Intereſſe für den Berein, trägt zur Abstellung eines Uebelſtandes Brenzen zurit bei, ein Verein wird in weiteren Kreisen bekannt, was der Ge: wie Biſſenſch winnung neuer Mitglieder förderlich iſt uſw. Alſo bei jeder paſſen- oder in seinem Die zur He stellung eines eisernen Thores mit LungIn der Königlichen Oberförsterci Elbrighausen bei Battenberg sollen aus dem Einschlag des Wirtschafts- steintgorpfeilern beim Kesselhaus der neuen Kliniken nötigen jahres 1901/02 folgende Holzmengen im Wege des schrift- Steinhauer- und Schlosser- Arbeiten nebst MaterialLieferungen, werden hierdurch unter Hinweis auf den Minilichen Aufgebots verkauft werden: Loos: 1. Distr. 98399= 21 rm Buchen- Scheit, 176 sterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Bergebung auf dem Subrm Buchen Knüppel, 9 rm Weichholz- Ruüppel und 1 rm missionsweg ausgeschrieben. Nadelholz- Knüppel. 2008: II. Distr. 123a, 125, 129= 61 rm BuchenScheit, 120 rm Buchen- Knüppel. 2008: III. Distr. 123a, 156 rm Buchen- Knüppel. 2003: IV. Distr. 131= 97 rm Nadelholz- Knüppel 2,5 m und 1,2 m lang, sämtlich trocken und 157 rm Nadelholz- Reiser III. Kl. den Gelegenheit muß die Parole sein: das schreibe ich der Die Ausfügrungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Antslokal zur Einsicht offen, und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstfostenpreis in Empfang genommen Die Gebote sind für jedes Loos getrennt pro rm Scheit, Knüppel und Reiser abzugeben. Das in den einzelnen Schlägen figende Holz wird auf Verlangen durch Herrn Förster Usinger zu Pfüße vorgezeigt. Die schriftlichen Gebote sind unter verschlossenem Um= schlag mit der Aufschrift:„ Submission auf Brennholz" an die Oberförster ei Elbrighausen zu Battenberg so zeitig abzusenden, daß solche zu der werden. 1443 Angebote sind bis zum 25. d. Mts., vormittags 10 Ugr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofret an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, 9. Juli 1902. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Reuling. am Montag, den 21. Juli d. J., vormittags 10 Uh im Geschäftszimmer der Oberförsterei in Gegenwart etwa etschienener Bieter stattfindende Eröffnung der Gebote in die Hände des Forstmeisters gelangt sind. Mit Abgabe des Gebotes unterwirft sich Bieter bedingungslos den Verkaufsbedingungen, welche gegen Abschriftgebühren von hier bezogen werden können. 525252 Atelier für Portraitmalerei von Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Goethestrasse 46, Atelierhaus. Farbiges Panorama von Giessen 45 X 65 zu 5 Mk. Marianne Wulf, Schiller- Theater, Berlin, schreibt: „ Eine ganz vorzügliche Seife ist Aok"; sie ist sehr milde und erhält die empfindlichste Haut zart und weich!" HOK- SEIFE „ Gießener Neueste Nachrichten." 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