Nr. 294. Erstes Blatt. Avonnement preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg.. En Haus gebracht 60 Pfa., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheifische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft nud Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 17. Dezember 1902. Gießener 11. Jahrgang. Jusectionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonit 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen and Um hung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Amtliche Bekanntmachung. Betr.: Die Wahlen zur Handwerkskammer im Jahre 1903. Zwecks demnächstiger Vornahme der Wahlen zur Handwerkskammer werden die Vorstände der im diesjeitigen Streise ansässigen Handwerkerinnungen, Orts gewerbevereine und sonstigen, die Förderung der gewerblichen Interessen des Handwerks verfolgenden Vereinigungen hiermit aufgefordert, alphabetisch geordnete Verzeichnisse des Gesamtbestandes ihrer Mitglieder( Bestandslisten) unter Benußung der bei der Kanzlei der unterfertigten Behörde kostenfrei erhältlichen Formulare aufzustellen und hierbei diejenigen Mitglieder mittels entsprechenden Eintrages in den hierfür borgesehenen Spalten des Verzeichnisses kenntlich zu machen, die nicht als wahlberechtigte Handwerker anzusehen oder zwar wahlberechtigt, jedoch nach den Bestimmungen in§ 3 der Wahlordnung für die Handwerkskammer einer anderen wahlberechtigten Vereinigung zuzuzählen sind. Die dementsprechend aufgestellten Listen sind spätestens bis Mittwoch, den 7. Januar 1903 einschließlich der Großh. Bürgermeisterei desjenigen Ortes porto= frei einzusenden, an welchem die vorgenannten Vereinigungen ihren Sitz haben. Später eingehende Bestandslisten bleiben unberücksichtigt. Die Listen werden von Mittwoch, den 14. Januar, bis Mittwoch, 21. Januar 1903 einschließlich während der üblichen Geschäftsstunden seitens der zuständigen Bürgermeisterei in deren Amtsräumen zur öffentlichen Einsicht und Entgegennahme von Einsprachen aufgelegt verden. Gießen, den 12. Dezember 1902. Großherzoglies Streisamt Gießen. Dr. Breidert. Betr.: Wie oben. Gießen, 12. De. 1902. Das Großherzogliche Kreisamt Gicken an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von ihnen, in deren Gemeinde Handwerferinnungen, Ortsgewerbevereine oder sonstige, die gewerblichen Interessen des Handwerks verfolgende Vereinigungen ihren Sitz haben, wollen den Inhalt der 46] Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner. ( Nachdruck verboten.) " Jawohl, ich lasse Dich hier- aber nicht aus den Augen, mein Schaß!" murmelte der Vächter grimmig. Er legte sich noch ein Stück Fleisch auf den Teller, aber der Appetit war ihm vergangen. Der Dämon der Eifersucht, der allezeit auf dem Grunde seiner Seele geschlummert- von dem Tage an, da er die schöne Hetty Armitage als fein Weib heimführte und entdeckte, daß sie ihm teine Liebe zu schenfen vermochte erwachte jezt von neuem in seiner Brust und schlug feine Krallen tiefer in des Mannes Herz, denn je zuvor. Was war mit Hetty? Warum war sie heute so merkwürdig verändert? Sie war ja immer etwas sonderbar gewesen, inimer anders, als andere junge Mädchen, aber heute so wie heute hatte Vincent sie denn doch noch nicht gesehen. Es mußte ein ganz besonders triftiger Grund vorhanden sein für das jähe Kommen und Gehen der Farbe in ihren Gesicht, für die unbeschreibliche, fieberhafte Erregung, die sich in ihrem ganzen Gebabren fundgab. Und jetzt- was that fie jezt? Der Bächter stand auf und sab, daß Hetty sidi langsam vorwärts bewegte, geschoben und gedrängt von der Menge. Einige Dorfbewohner, denen es zu lange dauern mochte, bis die Reihe des Begrüßens an sie fam, hatten sich mit Gewalt durchge drängt, um von dem Baron und seiner Gattin schneller einen Händedrud zu erhaschen. Hetty wurde von dem allgemeinen Gewoge mitgeriffen und entschwand schließlich den Augen ihres Mannes. Dieser stellte sich schnell entschloffen auf eine Bant, yon wo aus er alles deutlich übersehen fomite. Er sab seine Frau vorwärts gleiten, wobei er wahrnahm, daß ihr Antlik heiß gerötet war. Die zierliche Gestalt war voller Leben, voller Bewegung und Entschloffenheit, voll eines eifrigen Verlangens, welches ihr Maun zivar fab, aber nicht verstand. Blößlich ge wahrte er, daß Hetty rückwärts gegen einen der Vordrängenden fiel, die Hände frampfhaft ineinander schloß und einen durchbringenden Schrei ausiließ. Führen Sie mich hinaus, Herr Baron, um Gottes willen, Schnell ächzte fie. Ist das junge Weib nicht Frau Vincent?" hörte man in diesem Moment eine scharfe Stimme fragen. Menn ja, so habe ich etwas mit ihr zu reden." Bekanntmachungen. als Mitglieder angehörenden wahlberechtigten Handwerker (§ 3) ohne Rücksicht darauf zu zählen, ob sie gleichzeitig einer Innung, oder einem Ortsgewerbeverein und einer sonstigen gewerblichen Vereinigung, oder etwa mehreren der unter letteren Begriff fallenden Vereine angehören. vorstehend abgedruckten Bekanntmachung alsbald auf Glieder aus Handwerkern bestehen, sind alle der Vereinigung ortsübliche Weise zur öffentlichen Senntnis bringen. Die bei Ihnen innerhalb der vorgeschriebenen Frist eingehenden Bestandslisten sind entsprechend den Vorschriften in§ 5 Abs. 4 der Wahlordnung für die Handwerkskammer zu prüfen, die erforderlichen Vermerke sind in der hierfür vorgesehenen Spalte der Bestandslifte einzutragen und letztere alsdann während der hierfür festgesetzten Frist zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Einsprachen offenzulegen. Nach Ablauf der Offenlegungsfrist, und zwar bis uns die Listen nebst den in der Zwischenzeit nicht zum Mittwoch, den 28. Januar 1903 einschließlich, find etwa auf gütliche Weise erledigten Einsprachen mit einem den Vorschriften in§ 5 Abs. 5 der vorgenannten Wahlordnung entsprechenden Begleitbericht vorzulegen. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Vereinigungen der eingangs erwähnten Art nicht bestehen, haben spätestens bis zum letztgenannten Termin Fehlbericht zu erstatten. Dr. Breidert. Wahlordnung für die Handwerkskammer. § 2. Die Wahlen zur Handwer skammer erfolgen durch zwei Wahlkö: per, von denen jeter innerhalb ö: tlich begrenzter Wahlbezirke eine bestimmt: Zahl von Mitgliedern der Kammer und E- saymänner für dieselben aus den wählbaren Mitgliedern der zu ihm gehörigen Vereinigungen wählt. Die Wahlfö per find: 1. die Handwerterinnungen, welche im Bezirk der Handwerkskammer ihren Siz haben. Handwerferinnungen sind sämtliche Zwangsinnungen und diejenigen freien Innungen, welche ausschließlich für Handw.rte errichtet sind; 2. die Ortsgewerbevereine sowie sonstige ge= werbliche Vereinigungen( Handwerker- Fachvereine, Handverkervereine, nicht auf Handwerker beschränkte gewerbliche Vereinigungen 2c.), falls sie die Förderung der gewerblichen Interessen bes Handwerks verfolgen, mindestens zur Hälfte ihrer Mitglieder aus Handwerkern bestehen und im Bezirke der Handwerksfammer ihren Siz haben. Bei Prüfung der Frage, ob die unter Biff r 2 aufgeführten Vereinigungen mindestens zur Hälfte ihrer MitEs war Frau Everett, welche diese Worte sprach. Hetty hatte sie in diesem Augenblick bemerkt. Frau Everett fam mit Annie und Dora, den Schwestern des Barons, durch den großen Raum daher. " Ich kann nicht bleiben- ich fann sie nicht sehen- bringen Sie mich hinaus, Herr Baron, ich beschwöre Sie!" ſtöhnte Hetty. mein Gott, ich erstide es ist so heiß-" " Deffnen Sie schnell die Thür zu Ihrer Rechten, Griffiths", befahl der Baron mit lauter Stinnte, welche den allgemeinen Tumult übertönte. Kommen Sie, Frau Vincent, nehmen Sie meinen Arm." Er 300 vettys Hand durch seinen Arm und führte sie durch die Seiteuthur ins Freie. Die Menge machte ehrerbietigit Plaz. Im nächsten Augenblick fühlte Hefty emen fühlen Wind ihre Stirn umwehen. " Ich fürchte, das Gedränge war schuld", begann Andrey teilnehmend. Ach, das war es nicht, Herr Baron, wirklich nicht! Haben Sie einen Augenblick Geduld- bis ich wieder zu Atem fomme. Ach, mein Gott- ich hatte ja keine Ahnung- daß sie- ste auch mit hierherkommen würde!" Wen meinen Sie eigentlich?" Fran Everett. Ich kann ihren Anblick nicht ertragen. Ihr Gesicht war es, was mich so elend machte- was mir die Luft benahm." Audrey antwortete nicht gleich. " Es geht Ihnen ickt beffer", sagte er nach einer Weile in fühlem Ton. Jit Ihr Mann hier? " Ja, aber ich brauche ihn nicht." Hetty hatte in ihrer gewaltigen Erregung selbstvergessen beide Hände auf des Barons Armi gelegt. Ach, Herr Baron, ich auß Sie sprechen- aber allein, allein!" rief fie plößlich leidenschaftlich. Audrey trat uuwilltürlich einen Schrist vou ihr fort. Sie weichen vor mir zurück- Sie wollen nichts mit mir zu thun haben und doch rud doch Herr Baron, ich muß Sie sprechen uni Ihrer selbst willen! Wann fann das geschehen?" Ich fanm jezt nicht länger bei Ihnen bleiben, erwiderte Audrey. Kommen Sie morgen ins Schloß. Ach nein, das geht richt ich habe morgen feine Zeit." Es muß sein es muß morgen sein. Es handelt sich ia um Leben und Tob Herr Baron Leben oder Tod Run gut, also morgen", verfegte Audrey. Sagen wir, nachmittags fecs Uhr. Kommen Sie lieber nicht ins Schlow, fonbeen ins Wirtschaftsgebäude, ins Bureau. Ich werde sie dort § 3. (§ 2 Abs. 2 Biffer 1 und 2) wahlberechtigt ist, bemist sich Die Zahl der Mitglieder, mit welcher jede Vereinigung nach folgenden Grundsäßen: 1. Für die Handwerferinnungen zählen sämt liche Mitglieder, welche Handwerker sind und ein Gewerbe betreiben. Es fallen demnach weg: a) Fabrikanten, welche gemän§ 87 Abs. 1 Ziffer 1 oder§ 100 g Abs. 1 8 ffer 2 der Gewerbeordaung Innungsmitglieder sind; b) Ehren- und sonstige Mitglieder, welche keine ausübenden Handwerker sind; c) Personen der in§ 87 Abs. 1 Ziffer 3 der Gewerbeordnung bezeichneten Art. Handwerfer, welche gleichzeitig mehreren Innungen angehören, zählen nur für diejenige Jnnung welche für das von ihnen hauptsächlich betriebene Gewerbe errichtet ist. 2 Für die Ortsgewerbevereine zählen unter ebenmäßigem Wegfail der unter 1 a- e vorstehend genannten Personenkreise diejenigen Mitglieder, welche Handwerker sind, ein Gewerbe betreiben und nicht gleichzeitig ener Innung als Mitglied angehören. 3. Für die sonstigen einigungen zählen gewerblichen unter ebenmäßigem Wegfall der unter 1 a- c vorstehend genannten Personenkreise diejenigen Mitglieder, welche Handwerfer sind, ein Gewerbe betreiben und nicht gleichzeitig Innungsmitglieder oder Mitglieder von Ortsgewerbevereinen sind. Bersonen, welche lediglich Mitglieder mehrerer unter den Begriff„ sonstige gewerbliche Vereinigungen fallender Vereine sind, werden derjenigen Vereinigung zug zählt, für welche sie sich durch ausdrückliche Erklärung entscheiden. erwarten. Doch nun uuß ich zurüd, ich werde Ibuen Vincent schiden." Er wandte ich furz ab. Auf der Schwelle der Thür, durch welche er mit Hetty ins Freie getreten, begegnete ihm Frau Everett. Wo ist die junge Frau?" fragte sie in fast schroffem Tone. " Sie scheinen sie erschreckt zu haben", erwiderte der Baron statt einer direkten Antwort." Suchen Sie sie jest lieber nicht auf, fie war halb ohumächtig, aber ich deute, die frische Luft wird ihr gut thin." Sein Gesicht sah er und gefaßt aus. " Ohnmächtig oder unt", entgegnete Fran Everett,„ ich muß sie sehen; denn ich habe etwas mit ihr zu reden. Um Ihnen die Wahrheit zu gestehen, Herr Baron, ich nahm die gütige Einlabung Ihrer Frau Gemahlin nach Großhofen hauptsächlich in der Hoffnung an, ienes junge Weib wiedersehen zu formen.' Der Baron zog wie in leiiem Erstaunen die Brauen zu samunen. " Ich ließ Frau Vincent draußen in Garten allein." " So lassen Sie mich, bitte, hinaus." " Wenn Sie meine Frau zu sprechen wünschen, jo werde ich Sie zu ihr führen", ließ sich in diesen Augenblick Vincents Stinime vernehmen. " Guren Tag, Vincent, ich freue mich, Sie wiederzusehen", sagte der Baron, dem Vächter die Hand reichend, welche dieser jedoch nicht zu jeben schien, sondern einen Schritt zurücktretend, ziemlich frostig entgegnete: Freue mich ebenfalls, Herr Baron. Sie werden mich entschuldigen, ich muk jest zu meiner Fran." it das junge Weib wirklich Ihre Frau?" fragte Frau Everett in eindringlichem Ton. „ Gewiß, Madame." " Ich habe ihr etwas sehr wichtiges zu sagen." " So will undichen, ob ne dazu im stande ist. Meine Fran ist sehr schmächlich." Der Bächter schritt voran, Frau Everett folgte ihm. Vait schnellen Saritten war er an der Stelle, wo der Baron Hetty verlassen hatte. Sie war nicht mehr ba. o ift fie?" fragte Frau Everett in überraschtem Tone. " Ich weiß es nicht. Sie ist nicht mehr hier, wie Sie sehen." Glauben Sie, daß sie nach Hause gegangen ifte Das ist schwer zu sagen. Darf to fragen, was Sie von meiner Fran wollen?" Ihre Frau ist in Befige eines Geheimnifies, welches ich herausbetonnen will!" zeihen Sie, wenn mir die Worte an, er verbesserte sich und sagte: Gnädiges Fräulein," begann er, nein, bas ging nicht Fräulein egina, ver sein. Warum sind Sie so bekümmert?" zu Gebote stehen, wie sie sollten. Indisblicklich nicht so hat, will ich nicht unseres Vermögens iſt ſicher geſtellt, aber danon über unsere Verhältnisse erzählt haben. ihn Hennig meine ich.- Er wird Ihnen wohl Näheres ist ein Schlag für mich gewesen, für mich und für Die Nachricht, die mein Bruder aus Berlin gebracht Nur ein Bruchteil fichere geben haben. Stellung beim nienrat Feldmann werde es niemals tun. Nein," entgegnete Leberecht, aufge das tue ich nicht und Verzagen Sie derartig, daß ich gern auf Sicherheit, wie Sie es nennen, Mein Verhältnis zu ihm war verzichtete. für Sie Regina." Lebensunterhalt schaffen. Ich will und ich werde arbeiten baute, soll Ihnen den Fabrik, die einst nur Speful Fräulein Regina, die Bei dem Ton Seiner Stimm ( Schluß.) Novelle von J. Papas Grab. Eindruck der düsteren Vorkommnisse, die er dert mit erSchlauheit und Nachdenken über das Jenseits in dem Es lag ein eigentümliches Gemisch von gewöhnlicher Beständig auf dem Kirchhof, unter dem ſteten Elwin Smith. ( Nachdruck verboten.) Senaben. wo bie dem belebteren Teil des Kirchhofes hinblideche Wechsel wenn eine ton Sonnenschein und Gestalten der umhergehenden Menschen, der die Begrabenen in dumpfer, unbegrenzter Geduld abz daneben, zu den engen, endlosen Gräberreihen, in welchen lichen Kontrast bildete zu der Unbeweglichkeit des Todes Der Blätter im frischen Sommerwind einen seltsamen feierziehende Wolke die Sonne terbarg, die leichte Bug Schatten, Minifter Budde an die Arbeiter. am Die Berliner Straßenbahnangestellten hielten Montag eine Festlichkeit ab, weil das ganze Bahnnetz der Großen Berliner Straßenbahngesellschaft nunmehr auf dem elektrischen Betrieb eingerichtet ist. Auch Minister Budde nahm daran teil und hielt sogar eine Ansprache, in der er die Arbeiter an die von dem Kaiser in Essen und Görlitz gehaltenen Reden erinnerte und sie zur Treue gegen das Oberhaupt von Staat und Reich aufforderte. Jeder einzelne und jede Organisation müsse diese Treue halten, denn nur so könne das Ganze bestehen. In der Tat ist es denn die höchste staatsbürgerliche Bollendung, wenn ein jeder sich seiner Pflichten gegen die Gesamtheit des Volkes, wie sie von dem Monarchen dargestellt wird, bewußt ist und hinter dem allgemeinen Wohl den persönlichen Vorteil zurücktreten läßt. Alle Stände und Berufe sind wie die Kinder einer einzigen Familie, die aller Hort und Heimat ist. Aber wenn ein Kind gegen das andere sid) erhebt, wenn eines den Vorteil auf Kosten des anderen sucht, dann wird das Familienglück und die Familie selbst zerstört. In den legten Wochen und Monaten, als der Zollkampf am heftigsten tobte, schien es zwar manchmal, als ob das Bolt sich in seine Einzelbestandteile auflösen wolle. Dem Egoismus waren alle Schleusen geöffnet; ein jeder verlangte Zollfreiheit für die Artikel, deren Konsument er ist, und höchste Zollsäge für Waren, die er selbst herstellt. Es zittert noch ein wenig von der leidenschaftlichen Bewegung der letzten Zeit im Volke nach, aber der Sturm wird sich legen, und wenn einige Wochen ins Land gegangen sind, werden alle Wogen wieder glatt sein und klar wird vor uns der Spiegel der deutschen Volksseele liegen. feine Preisermäßigung gewähren, nicht mehr ausgegeben Sie bleiben bestehen im übrigen direkten und durchgehenden Verkehr. Jm Binnenverkehr werden gleichzeitig mit den Fahrkarten für die Hinfahrt besonders gekennzeichnete, nur am Lösungstage für die Rückfahrt giltige Fahrkarten ausgegeben. Die Einheitspreise für die Personenzugsfahrkarten werden für das Kilometer festgesezt auf 1. Klasse 7 Pfennig, 2. Klasse 4,5 Pfennig, 3. Klasse 3 Bfennig, 4. Klasse 2 Pfennig. Für Benutzung von Schnellzügen wird durchgängig ein Zuschlag von 1 Pfennig für das Kilometer erhoben. Aufgehoben wird die Preisermäßigung für Gesellschaftsfahrten und für zusammengestellte Fahrscheinheste. Ferner wird aufgehoben die Ausgabe von Arbeitermonatstarten, Arbeiterrückfahrkarten, festen Rundreisekarten, Sonntagsfahrkarten. Diese Reform soll in Sachsen durchgeführt werden, unabhängig davon, ob andere deutsche Bahnverwaltungen sich diesem Vorgehen anschließen oder nicht. Den übrigen deutschen Regierungen ist von den sächsischen Reformvorschlägen mit mit dem Ersuchen um Beitritt Mitteilung gemacht worden. Aus Venezuela Beruhigend flangen gerade in den heftigsten Sturmtagen die Worte des Kaisers durch die Lande, als er die Arbeiter daran erinnerte, daß sie gleichberechtigt neben den anderen Ständen und Berufen Anspruch auf die Liebe des Monarchen und die Fürsorge des Staates haben. Hierin hat das Deutsche Reich mehr geleistet, als alle anderen Nationen. Dem Arbeiter ist die Sorge für die Tage seiner Arbeitsunfähigkeit durch Unfälle, Krankheit oder die Gebrechlichkeit des Alters, wenn auch nicht ganz abgenommen, so doch wesentlich erleichtert. Da durch hat die Staatsregierung ihr Verständnis für die eigentliche Lage und die Bedürfnisse des Arbeiters erfannt. liegen nur spärliche Nachrichten vor. Das venezolanische Kriegsschiff ,, Miranda" ist dem britisch- deutschen Geschwa der entkommen und in Maracaibo angekommen. Die venezolanische Regierung meldet, das Kanonenbɔɔt ,, Panther" gehe nach Maracaibo ab, um die Forts zu zer stören. Dabei wird der„ Panther" wohl auch mit der Miranda" ein Wort sprechen, falls sie noch da sein sollte. Castros Schiedsgerichtsvorschlag findet bei den Staatsmännern in London und Berlin eine nicht eben begeisterte Aufnahme, zumal da die Vereinigten Staaten, die den Vorschlag zur offiziellen Kenntnis der beiden Mächte brachten, sich sehr reserviert verhalten und von einer Uebernahme der Vermittelung nicht viel wissen wollen. Die öffentliche Meinung innerhalb der Vereinigten Staaten sieht die Sache nun freilich nicht ganz so fühl und gelassen an wie das Washingtoner Kabinet: die antideutsche Presse namentlich sucht aus dem Bombardement der Forts von Puerto Cabello einen Vorwurf abzuleiten, als ob Deutschland das Karnickel gewesen sei, das angefangen hat. Diese törichten Denn es ist eine durch die Statistik erwiesene Tatsache, daß die materielle Lage des Arbeiters nicht schlechter, sondern eher besser geworden ist. Neuerdings wird dies ja auch von hervorragenden Mitgliedern der Sozialdemokratie zugegeben. Unter anderem hat auch der Münchener Professor Lujo Brentano in einer Einzelschrift über das pfälzische Schuhwarengewerbe nachge wiesen, daß heute die dreifache Zahl von Arbeitern in Schuhfabriken vorhanden ist, als es früher selbständige Meister gab, und daß diese Schuhfabritarbeiter besser leben als früher. Der Schuhverbrauch, man könnte eher sagen, der Schuhgebrauch ist gestiegen, denn manche Klassen und Stände tragen jetzt Lederwerk an ihren Füßen, die früher barfuß gehen mußten. Troßdem also die Schuhwarenarbeiter vielleicht besser zu leben haben, als früher, sind sie in ihrer sozialen Lage schlechter gestellt, als die früheren armen Handwerksmeister, denn ein selbständiger Geschäftsmann hat sich eine Grundlage seiner Eristenz gegründet, die meist nur durch persönliche Untüchtigkeit oder Schicksalsschläge verloren geht - ein Arbeiter aber ist in einer ganzen Existenz von der Marktlage des Industriezweiges und dem Geschäftsgange seiner Fabrik abhängig, außerdem noch von dem Stande seiner physischen Gesundheit. Indem der Staat diese soziale Lage durch Fürsorge für die Zeiten der Arteitsunfähigkeit linderte, hat er dem Arbeiter in seinem wirtschaftlichen Leben an dessen schwächster Seite geholfen. Der Staat hat damit bekannt, daß der Arbeiterstand als sozial vollgewürdigtes Glied ebenbürtig neben den anderen Ständen steht. Indem der Kaiser aber die unter der Herrschaft seines Gropvaters entstandene Sozialpolitik auch persönlich guthieß und übernahm, hat er bei der Arbeiterschaft um das Vertrauen zu seiner Regierungstätigkeit geworben und Minister Budde war deshalb vollberechtigt, daß er die Arbeiter aufforderte, den freundlichen Ruf des Kaisers durch ein wohlverdientes Treugelöbnis zu erwidern. Kurze politische Nachrichten. Vorwürfe wirken günstigen Abschluß erwarten lassen, so daß der Vertrag voraussichtlich im März 1903 stande kommt. * Vierundzwanzig macedonische Arbeiter, die von der Arbeit nach Macedonien zurückkehrten, wurden an der Grenze bei Dubnißa von einer türkischen Ba trouille getötet. besonders komisch angesichts der Tatsache, daß sich aus dem jezt veröffentlichten Ultimatum des deutschen und britischen Kommandanten an die Behörden von Puerto Cabello ergibt, daß die Beschießung als Bestrafung für die der englischen Flagge zugefügten Beleidigungen angedroht und vollzogen worden ist. Nab und fern. Kleine Helden. Der Opfermut jener wackeren Frau eines Arztes, die, wie berichtet, für eine Patientin ihres Mannes Stücke der eigenen Haut hergab, hat jetzt ein Seitenstück gefunden. In Oberweier hatte eine Schülerin deren Kleider am Ofen in Brand geraten waren, schwere Brandwunden erlitten. Um das arme Geschöpf am Leben zu erhalten oder vor dauernder Krüppelhaftigkeit zu be wahren, war eine Hautübertragung dringend geboten. Durch wohlmeinendes Zureden bewogen, entschlossen sich unter Zustimmung ihrer Eltern 13 Schüler, 7 Mädchen und 6 Knaben, kleine Teile ihrer Haut zu diesem edlen Zwede herzugeben. Die Kinder ertrugen die schmerzhafte Operation mit großem Mute. Auch der Vater des Kindes ließ sich einige Streisen seiner Haut lostrennen. Die Vorgänge in Venezuela haben selbstverständlich das ihre dazu beigetragen, den Präsidenten Castro noch mißliebiger zu machen, als er schon vorher war. Wie aus Caracas gemeldet wird, sind angesehene Leute bemüht Castro zur Abdankung und den Vizepräsidenten Arjala zur Uebernahme der Präsidentschaft zu veranlassen, sowie ein parteiloses Kabinet zu bilden. Von anderer Seite wird gemeldet: Castro läßt die gefangenen Rebellen frei, doch diese schließen sich nicht ihm, sondern dem General Matos an, der eine neue Erhebung plant und Castro stürzen möchte. Die Gegner Castros gewinnen neuen Anhang. Berlin, 16. Dezember.( ofbericht.) Der Kaifer hörte heute Vormittag die Vorträge des Chefs des Admiralstabs und des Chefs des Militärkabinetts. Zur Frühstückstafel waren geladen der Gouverneur von Deutsch- Ostafrika Graf Gößen und der Benediktiner- Bischof Cassian Epiß, welcher sich nach Dar- es- Salaam begibt. Der Kronprinz ist heute früh 7 Uhr 20 Minuten nach Dels abgereift. * Im Befinden des erkranken Königs Georg von Sachsen ist neuerdings Verschlechterung eingetreten. Fieber und Husten trat wieder auf. * Der Prinzregent von Bayern verlieh dem bishe rigen preußischen Gesandten Grafen von Monts, der München verläßt, das Großkreuz des Verdienst- Ordens vom heiligen Michael. Ein neuer chinesischer Gewaltstreich. Barlay Bräfident 5 der Sweiten Ram Tagesordnung b bei der Eidesleift Die Sozi den Saal, ba zu richtenben Da wird einftimmig Es fommt hi die Fürforge triebsunfälle Abg 50 thereinziehung Staatsminift welchem ein Bür Bilfsbeamter der ber Unfall- Berfic ift und in diefe faum denkbar ift, Abg. Weit auch die Bürger Regierungsra Rommunalbeamte fie auch als Lotal anwaltschaft feien. Abg. Ulrid Bedenken, die vo mals zurüdgewiefe Staatsminister $ 1 bin, na nel graphen bettet sowie diejenigen erlangt zu haben, pflichtete perfönliche bes Staatsbie fonen unter die b fallen, bestimmen die Abg. Dr. Reb immungen nichts än bas Rechsgefch bon Anregung geben, die geie gegen Unfälle * Die Duellgegner in Desterreich. Die Aerztevereini gung der Stadt Steinamanger hat sich in einer Verjammlung in ihrer Gesamtheit ehrenwörtlich verpflichtet, in Zukunft bei keinem Duell mehr eine ärztliche Funttion zu übernehmen. Die Vereinigung hat ferner beschlossen, sämtlichen ärztlichen Korporationen Ungarns die jen Vorschlag zur Annahme zu unterbreiten. )-( Mädchenhandel in Athen. Bei einer Athener Witwe, der Mutter von sechs hübschen Töchtern, fand ein häusliches Fest statt, zu dem mehrere junge Männer und einige Freundinnen der Familie geladen wurden. Nach dem in später Nacht erfolgten Aufbruch der Gäste wurde die jüngste, 15 jährige Tochter Katiniza vermißt, über deren Verbleib auch bei weiteren Nachforschungen nichts näheres festgestellt werden konnte. Endlich brachte ein Tischler aus der Nachbarschaft die Meldung, daß sich die Verschwundene in einem verrufenen Hause befinde. Polizeilich angestellte Recherchen ergaben zunächst nichts. Schließlich entdeckte man die Gesuchte eingeschlossen in einen großen Koffer in halb ersticktem Zustande. Sie war während der Familienfeier von einem der Gäste entführt und dann für 100 Drachmen( 80 Mark) an die Inhaberin des öffentlichen Hauses verkauft worden. Frau Tsusi, die Kaiserin- Witwe von China, ist durch die Erfahrungen der letzten Jahre noch immer nicht von der Neigung geheilt, ihrem grimmigen Haß gegen die ., Barbaren des Westens", die Europäer, tätlichen Ausdruck zu geben. In Peking wurde am Sonntag bei der Rücktehr des Hofes von seinem viermonatigen Aufenthalt im Sommerpalast gegen die Fremden, die sich eingefunden hatten, um dem Einzuge zuzusehen, seitens der chinesischen Behörden in unerhörten Weise vorgegangen. Die Fremden wurden festgenommen, mußten sich vor dem chinesischen Pöbel verbeugen und wurden unter starter militärischer Bedeckung gehalten, bis der Hof vorüber war. Unter den Festgenommenen befanden sich auch Angehörige der ameritanischen Gesandtschaft, darunter zwei Damen. Angeblich ist dieses Vorgehen gegen die Fremden auf die Befürchtung der Kaiserin- Witwe zurückzuführen, der Kaiser könnte während des Einzuges aus seiner Gefangenschaft entkommen, oder es könnten andere unerwünschte Ereignisse eintreten. Während des Aufenthaltes im Sommerpalast wurde der Kaiser in strenger Gefangenschaft gehalten; auch bei dem Einzuge in Befing war er von einer starken militärischen Bedeckung umgeben. Es bleibt abzuwarten, ob die Mächte, deren Angehörige unwürdig behandelt wurden, sich diese neue chinesische Dreistigkeit gefallen lassen werden. der * Für die im Jahre 1866 zu Brünn gestorbenen preuBischen Soldaten ist daselbst ein Denkmal errichtet worden. An der Einweihungsfeier nahmen unter anderen Militärattachee der deutschen Botschaft in Wien, Major v. Bülow, und der deutsche Konsul in Brünn, Freiherr v. Offermann, teil. * Zum anhaltischen Statsminister ist an Stelle des aus Gesundheitsrücksichten zurücktretenden Herrn v. Koferit der vortragende Rat im preußischen Ministerium des Innern v. Thalwiß ernannt worden. * Die von uns schon angekündigte Einstellung des Strafverfahrens gegen den Vorwärts" und mehrere andere Blätter wegen der Artikel über Krupp ist der Einstellungsbeschluß der Staatsanwaltschaft und eine Bekanntmachung des Direktoriums angeschlagen worden, die die Gründe der Frau Krupp, eine Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, darlegt. * Der schweizer Bundesrat teilte im Nationalrat mit, daß die Unterhandlungen über den freihändigen Rücklauf der Jura- Simplon Bahn einen baldigen - Die Politik. Eine Immodelung des Gerstenzolls? Ein gefährlicher Anarchist verhaftet. Vor kurzem wurde die spanische Regierung von der italienischen Polizei in Kenntnis gesezt, daß ein gefährlicher Anarchist Alfredo Pierconti, Schuhmacher aus Siena, von der Gruppe New york nach Spanien geschickt worden sei. Tatsächlich traf Pierconti in Barcelona ein, ohne entdeckt zu werden. Jetzt gelang aber in Valencia seine Festnahme. Er trug eine Menge anarchistischer Aufrufe und andere kompromittic rende Schriftstücke bei sich. Bunte Chronit. Der preußische Kriegsminister hat die Niederlegung der Spandauer Festungswerke ange ordnet. Durch diese Notstandsarbeiten soll in erster nie Beschäftigung für die entlassenen Arbeiter der Mili tärwerkstätten geschaffen werden. In Marburg i. S. Tam es nächtlicherweile auf dem Marktplaße aus Anlaß der Verhaftung mehrerer Stu denten zu einer großen Demonstration der Studenten. Wie den Lesern bekannt ist, hat der preußische Handelsminister Möller jüngst ein paar Worte über eine angeblich von der Regierung beabsichtigte Einbringung einer Nobelle zum Zolltarif fallen lassen. In dieser Rovelle, so hatte der Minister angedeutet, sollten gewisse Industriezölle ermäßigt werden. Neuerdings wissen Leute, die das Gras wachsen hören, davon zu berichten, daß in dieser Novelle auch der Gerstenzoll figurieren werde. Oesterreichische Blätter, die zu deutschen Regierungskreisen Fühlung unterhalten, wissen zu berichten: Auch heute noch stehe troß der jüngsten Erklärung des Reichsfanglers die deutsche Regierung auf dem in der Begründung des Zolltarifs näher dargelegten Standpunkt, daß die zolltechnische Unterscheidung von Futter- und Braugerste undurchführbar sei. Deshalb werde die Regierung nachträglich vom Reichstage wahrscheinlich vom nächsten eine Abänderung des Zolltarifgesezes dahin verlangen, daß für die Gerste ein einziger Mindestzoll von 3 oder 3,50 Mt. eingestellt, also der jezige Beschluß wonach Der verschwundene Sohn des Kieler Polizeipräsiden ten v. Puttkamer ist in Breslau wiedergefunden worden. Der achtzehnjährige Oberprimaner der Darmstädter Wöhlerschule, Ludwig Busch, und die 26 jährige, seit Jahresfrist von ihrem Ehemann getrennt lebende Frau Doktor Lilli Bardorff, haben sich gemeinsam auf der Mathildenhöhe bei Darmstadt erschossen, da dem Busch, der vor dem Abiturium stand, vom Schuldirektor wegen seines Liebesverhältnisses Vorhaltungen gemacht worden waren. Braugerste 4 Mt., Futtergerſte 3 Mt. Zoll tragen soll umgestoßen werde. Angesichts der bestimmten Erklärungen des Kanzlers halten wir diese Mitteilung für eine leere Kombination. Die sächsische Eisenbahn- Tarifreform. Der Hauptgewinn der Roten Krenzlotterie von 100 000 Marf fiel auf Nr. 234 092. ficher b. Dr. Dav beipflichten. Es wär die nicht unter das R Stoate minister S erledigen, mit einem wenn dasselbe der Re eine ergänzende Beftin Die Regierungsv nommen. Desgleichen die N Haupt Boranschlags,„ S 2 800 Dart gefordert Die injolge der ungüns Sugentliche im G- fäng Derfellurg dijer Rou either in Mariensglo raflinge notwendig g bes nun fertiggestellten Lidge Gefangene in D Enftimmig und bie Regierungsvorlag Benderung des Bee Steuern vom 29. --Buchstäblich zermalmt wurde in Berlin der Rangis rer Paul Meinice. Als er nachts zwei Wagen eines Güterzuges, der zusammengestellt wurde, verkuppeln wollte, setzte sich der Zug plöglich in Bewegung und der Unglückliche geriet zwischen zwei Puffer, die ihm den Brustkasten völlig eindrückten. V Die Vorarbeiten für die neulich von uns erwähnte Umgestaltung des Personen tarifs in Sachsen sind nun so weit beendet, daß dem sächsischen Eisenbahnrat von der Regierung bereits eine Reihe beſtimmter Vorschläge in einer Denkschrift übermittelt werden konnten. Die Hauptgrundzüge der Reform sind folgende: Die Preisermäßigung für Hin- und Rückfahrt wird beseitigt. Rückfahrkarten werden im Binnenverkehr sowie im direkten Verkehr mit Bahnen, die für Hin- und Rückfahrt - ben Umtausch der biretten Steuern mit Bu dem Antrag Genoffen, die Reb 1äftsordnung eigene Ausschuß zu Abg. Wolf( en bloc Annahme Staateminifter heim, ob es nicht d trages über die Sa Bahl des einzulege fehen. In ganz Ungarn herrscht ungeheure Kälte, im Norden und Nordosten steht das Thermometer andauernd auf 30 Gr. C. unter Null. Aus allen Gegenden werden zahl reiche Erfrierungsfälle und Vermehrung der Wölfe ge meldet. In Zara sind infolge der großen Kälte sieben Persoren an einem Tage erfroren. In Palermo wurde eine bewaffnete Finanzpatrouille, die 2500 Lire, die Löhnung der ganzen Brigade, mitführte, von sechs Briganten überfallen, nach einem Kampf ent waffnet und beraubt. Auf der Bahnstrecke zwischen Angers und Noyant ent gleiste ein Personenzug. Der Zugführer wurde getötet, ein Heizer lebensgefährlich, zahlreiche Reisende leicht verlegt. In einer Kohlengrube za Champagnac fand eine Explosion schlagender Better str.t, wodurch acht Arbeiter getötet und sechs verlegt wurden. -vie bekannte Dnellaffaire der französischen und italienischen Fechtmeister ist endgiftig geregelt. Das Duell findet angeblich in Nizza frati, der Termin wird geheim gehalten. Wie aus Barceelona gemeldet wird, sand in der Rähe von Berga auf einem 4 Quadratkilometer großen Landgebiet ein Erdsturz statt, durch welchen mehrere Häuser verschüttet wurden. Die ölkerung flüchtete sich. Man nimmt an, daß die Katastrophe auf die durch nahegelegene Kohlengruben verursachte Unterwühlung des Lodens zurückzuführen sei. - Der Antrag S Die übrigen Rebenden Gegenstä längerer Schäftso bie zuständigen Au Bräfident a a den Mitgliedern nachtsfeit wünscht Die Abgeord Berbande and am Sonnt unter Vorsitz des Bertreten waren nahmen an den Brandversicherung fowie mehrere St mandanten bon wurde mit einem Feuerwehren, dem Es verlautet, daß in der portugiesischen Reichsban! ein Unterschleif von etwa 50000 Francs aufgedeckt wor den ist. Da es ausgeschlossen erscheint, daß die Dieb stable, die seit dem Jahre 1899 ununterbrochen verübt sein soller, ohne Mitwissen eines höheren Beamten begangen worden sind, erregt der Fall Aufsehen, man befürchtet einen Standal. Ueber die Untersuchungen wird das tiefste Geheimnis bewahrt. teilungen des Bor Ausschuß des deu hat, den nächsten erit 1904 in worden, die den auswärtigen Bra den Sägen zu ge Eage galten, die begro. Der Kreis der Brandort lieg It, so daß der Bert stande kommt. ische Arbeiter,& schieden, daß vorerst eine Aenderung nicht eintreten soll.| Schuß traf den 13 Jahre alten Philipp Lösch in die Seite. lleber einen Antrag, den Feuerwehren auch dann Ent- Die Kugel fonnte noch nicht entfernt werden. zurückkehrten, wurd der Zweiten Rammer und vereidigte vor Eintritt in die schädigung zu gewähren, wenn sie keine Hilfe geleistet, 1 einer türkischen Fern. Barlamentarisches aus sehen. Bräsident Haas eröffnet um 1/11 Uhr die 3. Sigung Tagesordnung den neugewählten soz.- dem. Abg. Orb, der bei der Eidesleistung vor dem Großherzog nicht zugegen war. Die Sozialdemokraten verlassen hierauf den Saal, da in die Beratung der an den Großherzog Bit richtenben Dantes adresse eingetreten wird. Dieselbe aber zur Hilfeleistung angreifen und abgerückt sind, steht die Entscheidung noch aus. Der bisher 100 000 mt. betragende Reservefonds zur Unterstützung verunglückter oder bei Bränden und lebungen erkrankter Feuerwehrleute ist auf 200 000 Mt. erhöht worden.- Die Aachen Münchener Unterstützungskasse vereinnahmite im Jahre Aus dem Gerichtssaal. Straffammerfihung. Gießen, 16. Dezember 1902. M. von Bezenrod, findet heute ihre Erledigung, indem Die Privatklage der Katharine M. gegen Georg die Berufung der Privatklägerin, welche sich gegen ein at jener waderen die Fürsorge für Beamten infolge von Be figt ein Vermögen von 3719,50 Mr. Mit der Aus- freisprechendes Erkenntnis des Schöffengerichts Schotten r eine Batientin ihtriebsunfällen betreffend. bergab, hat jest a er hatte eine Schüler geraten waren, sche me Gefchöpf am Lebe Abg Schönberger hat Bedenken bezüglich der Richthereinziehung der Kommunalbeamten. Staatsminister Rothe erwidert, daß ein Fall, in 1901/02 384,71 Mt. und verausgabte 178,55 und bearbeitung von Sagungen und der Feststellung einer Geschäftsordnung für die Abgeordneten Versammlungen wird der Landesausschuß dergestalt beauftragt, daß der Entwurf zunächst in der Feuerwehrzeitung befannt ge macht wird, um Gelegenheit zur Aeußerung von Das Gleiche geschieht bezüglich rüppelhaftigkeit zu welchem ein Bürgermeister als Lokalpolizeibeamter oder als ng dringend gebote Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft in einem reichsgesehlich Wünschen zu geben. vogen, entschloffen der Unfall- Versicherung unterliegenden Betriebe beschäftigt der Neuauflage eines, zum Allgemeinen Handbuch aus richtet, verworfen wird.- Der Sellner Friedrich S. waren geben und verschwand dann ohne zu bezahlen, von Rostock ließ sich von zwei hiesigen Wirten Eßunter Mitnahme eines dem Heinrich Benner gehörigen Fahrrads im Werte von 180 Mt. Das Gericht nimmt ihn wegen Betrugs und Diebstahl in 10 Monate Gefängnis. Heinrich R. von Michelnau, welcher vom Schöffengericht Ridda wegen Mißhandlung seiner Che Eintritt in die Verhandlung zurück. Schüler, 7 Mädchen un if und in dieser Eigenschaft einen Betriebsunfall erleidet, zugestaltenden Uebungsbuches, dessen Durchberatung, frau bestraft wurde, nimmt heute seine Berufung bor zu diesem edlen Zwed feum denkbar ist, und nur solche Unfälle tämen in Betracht. gen die schmerzhaft ut lostrennen. der Bater des Kinder auch die Bürgermeister unter das Gesez fallen müßten. ch. Die Aerztevereini at ich in einer Ber ng hat ferner beschlo Abg. Weidner( Heff. Vp.) ist der Meinung, daß Regierungsrat Freiherr v. Schenk erwidert, daß Aommunalbeamte eben nicht unter das Gesetz fallen, wenn - Sodann wird die Berufung des Konrad E. von Ober- Mockstadt, wegen Ausbleibens desselben verworfen. Die Beruf ung des Georg Sch. und Genossen von Gießen, findet ihre Sie auch als Lotalpolizeit eamte Nachhilfsbeamte der Staats. Feuerwehr: Der Landesausschuß möge ein Ehrens Nunmehr wird bei verschlossenen Thüren gegen den seit r eine ärztliche Funt ariwaltschaft seien. Abg. Ulrich und Abg. Molthau( Centr.) äußern nterbre Ungarns bie Bebenken, bie vom Regierungsrat Fryrn. v. Ghent noch nterbreiten. Bei einer Athenet tiniza vermißt, über Nachforschungen nig Endlich brachte in als zurückgewiesen werden. en Töchtern, fand ein§ 1 hin, nach nelchem als Beamte im Sinne dieses ParaStaatsminister Rothe weist auf den leßten Abja elayenge rudi wurden. So wie biejenigen Wenie angestellten Ge Anstellung ruch der Gäſte wurk erlangt zu haben, im Staatsdienste beschäftigt, oder als ver pflichtete persönliche Gehilfen eines Beamten für 3wede des Staatsdienstes verwendet werden. Welche PerMeldung, daß sie die sonen unter die vorbezeichnete Art der nicht angestellten Hause befinde. Poli sollen, bestimmen die vorges ßten Mnisterien." ben zunächst nichts. Abg. Dr. Reb( freis) erklärt, daß sich an diesen Bete eingeſchloſſen in ftimmungen nichts ändern lasse. Das Gej müſſe ſich an Buffambe. Sie war baz He chgesch von 1901 anlehnen Er möchte aber die rf) an bien Anregung geben, die Beamten überhaupt durch ein Spesial. gefe gegen Unfälle, die sie im Dienst erleiden, zu verfichern rden. Inhaberin rhaftet. Vor kurzem er italienischen Polizei Ab. Dr. David( Soz.) kann dieser Anregung nur icher Anarchist Alfredo be ipflichten. Es wäre zweckmäßig, wenn alle Personen, von der Gruppe New die nicht unter das Reichsgesez fallen, hier gegriffen werden. jei. Tatsächlich traj Stoatsminister Rothe wäre, um die Sache heute zu tbedt zu werden. Jest erledigen, mit einem Ersuchen des Hauses einverstanden, nahme. Er trug eine wenn dasselbe der Regierung anheimgeben würde, demnächst andere kompromitti eime ergänzende Bestimmung dem Hause vorzulegen. Die Regierungsvorlage wird hierauf einstimmig angehe Kriegsminister hat Feftungswerte ange ten soll in erster chtlicherweile auf dem nommen. Desgleichen die Nachtragsforderung zu Kapitel 93 des n Arbeiter der Mili aupt- Boranschlags, Kriminalfassen." Es sind noch 12 800 Dtart gefordert, welche Ausgabe verursacht ist durch die infolge der ungünstigen Verhältnisse der Abteilung für ftung mehrerer Singenblche im Gefängnis zu Mainz, sowie die notwendige on der Studenten. Herstellung dieser Räume zum Zweck der Unterbringung der ieler Polizeipräsiden either in Marienschloß inhaftierten weiblichen Zuchthausdergefunden worden träflinge notwendig gewordene alsbaldige Ingebrauchnahme ner der Darmstädter des nun fertiggestellten Gefängnisbaues für jugendliche männ= 26 jährige, seit Jah liche Gefangene in Darmstadt. lebende Frau Dottor Enstimmig und ohne Debatte wird ferner angenommen auf der Mathilden bie Regierungsvorlage, betreffend den Gef gentwurf über die Busch, der vor dem Aenderung des Gesetzes, die Erhebung der direkten wegen seines Liebes Steuern vom 29. August 1874. Es handelt sich nur um worden waren. den Umtausch der Anfangsmonate für die Erhebung der Krenzlotterie von bireften Steuern mit denen der Umlagen. Zu dem Antrag der Abgg. Haas( Tarmstadt) und 44 Berlin der Rangis Genossen, die Revision der landständischen Gezwei Wagen cineschäftsordnung betr., beantragt Abg. Schmitt, einen wurde, verkuppeln igene.: Ausschuß zu wählen. in Bewegung und wei Puffer, die ihm Abg. Wolf( Antis.) wünschte den Antrag Haas durch en bloc Annahme gleich erledigt zu sehen. Staatsminister Rothe giebt jedoch zur Erwägung an neter andauernd auf beim, ob es nicht doch richtiger wäre, auf Grund des Anegenden werden zahl trages über die Sache zu verhandeln. eure Kälte, im Norden rung der Wölfe g Der Antrag Schmit wird dann angenommen, von der Wahl des einzusetzenden Ausschusses jedoch für heute abgeSen Kälte jieben Berehen. Die übrigen, zur vorläufigen Beratung im Plenum wenn nötig, in einer eigens dazu einzuberufenden Ab. Die Kreisgeordneten- Versammlung erfolgen soll. ämter sollen nochmals veranlaßt werden, dahin zu wirken, daß die Hessische Feuerwehrzeitung in jeder Feuerwehr gesalten wird. ver Antrag der Nid daer diplom für 20jährige Dienstzeit stiften, wurde nach längerer Debatte, in der auf die bereits von Gemeinden verliehenen Diplome hingewiesen wird, auch Bedenken verliehenen Diplome hingewiesen wird, auch Bedenken wegen der Kosten geäußert wird, abgelehnt. Zum Schluß hielt Kreisfeuerwehrinspektor Völfer-Dieburg cinen Vortrag über die Ausrüstung der Feuerwehren, bezw. Bervollständigung der Ausrüstung in der Weise, daß die Feuerwehren auch bei Hochwassergefahr, Giſenbahnunfällen. Hauseinsturz 2c. mit Erfolg Hilfe leisten fönnen, auch durch Errichtung von Sanitätsabteilungen in der Lage find, Verunglückte bis zur Ankunft des Arztes oder lleberführung in ein Krankenhaus be handeln zu können. Der Vortrag wurde eingehend besprochen, Beschlüsse aber nicht gefaßt. Das Andenken des im Sommer d. S. verforbenen Borsigenden Landesausschusses, Branddirektor Bricken Mainz, ehrt die Bersammlung durch Erheben von den Gigen. Det Versammlung folgte die Besichtigung einer neuen Steh Versammlung folgte die Besichtigung einer neuen Steh leiter der Müllerschen Fabrit in Offenbach im Feuer wehrdepet der Münzgasse. Giessener Cagesnenigkeiten. ** Ernennung von Vertrauensmännern. In der Tabakberufsgenossenschaft wurde auf Beschluß des Vorstandes Herr Louis Emmelius( i. Firma Kail Emmelius) wieder als Vertrauené mann bestellt; Stellvertreter ist Herr Adolf In der SchmiedeKlingspor beide hier in Gießen. berufsgenossenschaft wurden die Herren Johannes BeckerGießen und Herr Ludwig Schmuck- Büdingen bestellt. Vorstehende Ernennungen gelten für die ganze Provinz Oberhessen. - ** In vergangener Nacht karambolierten in der Liebigstraße einige übermütige Studenten mit auswärtigem Rugpersonal. Tiner der Studiosen machte hierbei Schneemannstudien und mußte infolge dieser ungewohnten Anstrengung ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. □ Die deutsche Rechtschreibung in ihrer neuesten Abänderung, wie sie von dem Königlich- Breußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten für die Schulen festgestellt worden ist, soll nunmehr vom 1. Januar 1903 ab einem Beschlusse des Königlichen Staatsministeriums zufolge auch in dem amtlichen Schrift. verfehr durchgeführt werden. Man hat hier also endlich mit der veralteten Schreibweise gebrochen und ist mit ge= wohnter Schneid gleich zum Allerneuesten übergegangen. ** Da bei den scharfen Froft das Eisen der Schienen- und Sperrstangen leicht spröde wird, und infolgedessen leicht Brüche entstehen, hat die Verwaltung der preußisch- hessischen Eisenbahnen, um die Aufmerksamkeit der Streckenbeamten zu erhöhen, für die Entdeckung von Brüchen Prämien ausgesetzt. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Windhausen, 9. Tez. Gestern fand hier im Lokale des Gastwirtes Steuernagel eine zahlreich besuchte Versammlung des Gewerbevereins Groß- Felda statt, worin der Vorsitzende Johs. Hch. Völzing über Zweck und Ziel des. nete Finanzpatrouille, ehenden Gegenstände werden auf Antrag Wolf, nach selben sprach. Im Anschluß hieran hielt Architekt Rockerbeck en Brigade, mitführte, längerer Geschäfte ordnungsdebatte über diesen Antrag, an ach einem Kampf ent bie zuständigen Ausschüsse verwiesen. Präsident Haas schließt hierauf die Sigung, indem aus Gießen Vortrag über„ Entstehung von Landwirtschaft und Gewerbe". Es trat bei der sich ergebenden Diskussion der Wunsch zu tage, jeßt alljährlich Ortsgruppen- Zusammenführer wurde getötet, nachtsfest wünscht und dazu ein glückliches neues Jahr. gers und Noyant en te den Mitgliedern des Hanjes ein recht fröhliches Weih fünfte einzurichten. The Reisende leicht ver Champagnac fand eine wodurch acht Arbeiter franzöfifchen und ita** Frankfurt a. M., 16. Dez, In der Nidda bei Rödelheim wurde die Leiche des Postassistenten Studer gelandet. Er soll Unterschlagungen im Amte begangen und deshalb den Tod gesucht haben. Die Abgeordneten- Versammlung des LandesBerbandes der hessischen Feuerwehren and am Sonntag mittag 1 Uhr in Frankfurt a. M.,** Vom Main, 16. Dez. Bei Untereuerheim fuhr ein unter Vorsitz des Brandmeisters Keller- Mainz, statt. Geschäftsmann mit einer Fuhre Kohlen über den Main. Blöglich brach das Eis. Fuhrmann, Pferde und Wagen nahmen an den Verhandlungen teil der Vorsitzende der versanten. 2 Pferde ertranken, während der Führer des Brandversicherungskammer, Geheimrat Wolff- Darmstadt, Gefährts und ein Pferd gerettet wurden. jowie mehrere Kreisfeuerwehr- Inspektoren und Kom: mandanten von Pflichtfeuerwehren. Die Versammlung 8 geregelt. Das Duell Bertreten waren 83 freiwillige Wehren, außerdem Termin wird geheim Det wird, fand in der abratkilometer großen u. Darmstadt, 16. Dez. Der 45 Jahre alte Monteur Martin Leistner in Offenbach hat sich vor dem Offenbacher welchen mehrere Häu wurde mit einem Hoch auf den Protektor der hessischen Standesamt mit seiner 22 jährigen Stieftochter trauen lassen, Iferung flüchtete ficheuerwehren, dem Großherzog, eröffnet. Ueber die Mit- ohne dem Amt von dem Verwandtschaftsverhältnis Kenntnis jachte Unterwühlun Ausschuß des deutschen Feuerwehr- Verbandes beschlossen Straffammer wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit zu je tugiesischen Reichsban! Francs aufgebedt wor cheint, daß die Dieb ununterbrochen verübt höheren Beamten be hat, den nächsten deutschen Feuerwehrtag anstatt 1903 exft 1904 in Mainz abzuhalten. Es war angeregt worden, die den Feuerwehrmannschaften für Hilfe bei auswärtigen Bräuden zu leistende Entschädigung nach den Säßen zu gewähren, wie sie in dem Streise, in dem Säße galten, die die um Hilfe nachsuchende Gemeinde, bezw. der Kreis gewährt. Das Ministerium hat entzu geben. Mann und Frau wurden jetzt von der hiesigen 1 Tag Gefängnis verurteilt. Außerdem wird die Ehe für ungiltig erflärt werden. Die verurteilte Frau ist eine Tochter der verstorbenen zweiten Frau Leistners. m. Heppenheim a. d. B., 16. Dez. Beim Eislaufen gerieten am vergangenen Samstag halbwüchsige, noch nicht stadt in Streit. Einer der Bürstädter zog schließlich einen Revolver und feuerte 4 mal unter die Hofheimer. Der 4. Fall Aufsehen, mat der Brandort liegt, üblich sind, während bisher die der Schule entwachsene Bürschchen aus Hofheim und Büre Untersuchungen wird her in Burk's Mühle beschäftigten Johannes W. von Rödgen verhandelt, welcher des unzüchtigen Verkehrs mit Kindern unter 14 Jahren angeflagt ist. Nach sehr umfangreicher Beweis aufnahme, fommt das Gericht zum Freispruch, trotz erheblicher Belastungsmomente. Schöfengericht. Gießen, 16. Dezember. Den Vorfig führt Gerichtsassessor Dr. Möbis, als Schöffen fungierten Kurt von Müuchow, sowie Fabrikant Die Staatsanwaltschaft vertritt XmtsH. Mylius Stapellmeister W. von Gießen hatte anwalt May. gegen einen Strafbefehl Einspruch erhoben, blieb jedoch heute aus, weshalb der Einspruch verworfen wird. Adolf S. in Gießen ist beschuldigt, Baſſanten läſtig geworden zu sein, indem er mit einem großen Korbe auf dem Trottoir gegangen sei. Irteil 2 Mt. Geld strefe. strafe. Der Storbmacher Wilhelm St. von Gießen ist angeflagt der Körperverlegung Bei dem Mädchen, das ihn bestellt haite, erschien Abends Derjenige, dessen Verhältnis älteren Datums war. St. sab sich in seiner Ehre gefränft und versetzte den Konturenten Stødichläge. Urteil: 20 Mr. Geldstrafe.- Das am 21. Februar 1887 zu Rödgen geborene Laufmädchen Elisabetha W., das trotz seiner Jugend schon wegen Betrugs und Diebstahl vorbestraft ist, steht heute wieder wegen Diebstahls unter Anklage. Die Ange flagte hat mit einem Dienstmädchen verkehrt und die Gelegenheit benugt, der Herrschaft des letzteren ein Paar Zugstiefel zu stehlen. Zu Unrecht war zuerst das ehrliche Mädchen in Berdacht geraten. Das Urteil lautet auf 6 Wochen Gefängnis. Der Händler Eduard Battenberg von Gießen ist wegen Körperverlegung an geklagt Seine große Vorstrafliste kommt zur Berlesung Das Gericht erfennt auf eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. Das Urteil Adam L. ist angeflagt wegen Körperverlegung. Unter Bubilligung mildernder Umstände, fommt er mit 5 Wt. Geldftrafe davon. Der Händler Wilhelm K. von Gießen ist ebenfalls wegen Körperverlegung angeflagt. lautet auf 4 Wochen Gefängnis. Sodann nehmen vor der Anklagebant Plaß die Hausburschen Ernst M., Heinrich M. und Wilhelm R., der Taglöhner Johann N. sowie der Knecht Wilhelm K. von Gießen. Die Anklage legt ihnen zur Last, Ruhestörung, Hausfriedensbruch, Rörperverlegung and Sachbeschädigung. Die Urteilsverkündung wird auf den 19. d. Mis. ausgesezt. 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