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Gießener 11. Jahrgang. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen, wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3032. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die Würzburger Affaire im bayrischen Landtag. Am Dienstag kam die Affaire zum vorläufigen Austrag in der Abgeordnetenkammer vor. Abg. Oberlandesgerichtsrat Geiger bedauert namens des Centrums die Erkrankung des Kultusministers. Die Erkrankung sei nur Vorläuferin seiner Enthebung. Der Minister habe sich mit einer doppelten Schuld be laden. Er habe der Festigung des christlichen Charakters der Schule keinen Widerstand entgegengesetzt und es gewagt, über die unlauteren und im höchsten Grade bedenklichen Verhältnisse in Würzburg seine Mißstimmung zu äußern. Wegen dieses doppelten Verschulden, wozu vielleicht noch anderes gekommen sei( 3urufe links: Viel!), sei er gestürzt und der liberalen Minderheit geopfert worden. Die Majorität des Volkes und die von dieser hierher geschickten Abgeordneten hätten den Sturz des Ministers als einen Schlag gegen sich empfunden. Redner beklagt es, daß Redner beflagt es, daß Die Majorität des Bolles und der Volksvertretung für ihre Gefühle feinen Dolmetscher in jenen Kreisen besitze, welche dem Regenten am nächsten stehen.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Tiefernst seien die Besorgnisse wegen der Zukunft. Das Centrum wolle jedoch keinen solchen Schritt unternehmen, wie der liberale Abg. Casselmann gegen den Kultusminister. Aber die Befürchtungen und Besorgnisse des Centrums greifen weit über die Person des Kultusministers Landmann hinaus. Die vorliegenden Verhältnisse seien geeignet, das Vertrauen in die Minister zu erschüttern.( Lebhafte zustimmung rechts.) Die dem Stultusminister widerfahrene Krankheit möge nicht zum mindesten darin ihren Grund haben, daß er in Angelegenheiten seines Ressorts in Bezug auf die Maßnahmen, welche er als gerecht und als notwendig für das Staatswohl angesehen hat, von seinen übrigen Ministerkollegen verlassen worden ist. Dies Fehlen der Kollegialität gehöre auch zu den Besorgnissen der Zukunft. Ich wiederhole namens meiner sämtlichen Kollegen der Fraktion, die Verhältnisse sind soweit gediehen, daß wir in der That ernste Besorg: nisse hegen, und daß wir die Verhältnisse für geeignet ansehen, das Vertrauen in die Berater der Krone zu erschüttern. Ministerpräsident Graf Craelsheim: Die Sachlage ist so, daß ein Minister erklärt hat, er könne ein halt vorher erst eingehend prüfen. Die Regierung glaube sich damit einer Schädigung der„ Autorität" nicht aussehen zu können. Nach langen Auseinandersetzungen zwischen dem Stultusetatreferenten, Domkapitular Dr. Schädler( 3tr.) und dem Ministerpräsidenten und nach der Erklärung des Oberlandesgerichtsrats Wagner, daß sich die Liberalen in den Streit des Zentrums um den Kultusminister nicht einließen, wurde das Thema verlassen, und die Spezialberatung des Kultusetats begonnen. Aus Hessen Aus Hessen und nachbargebieten. r Krofdorf, 15. Juli. Gestern fand bei Konzert und Tanz noch eine kleine Nachfeier des vorgestrigen Stiftungsfestes statt. Sie verlief sehr gemütlich und zur allgemeinen Zufriedenheit. Die Feier erhielt noch eine besondere Weihe dadurch, daß unser allverehrter Herr Dirigent auf eine dreißigjährige Wirksamkeit in dieser Eigenſchaft zurückblicken fann. Möge es ihm vergönnt sein, den Verein zu tüchtigen Leistungen anzuspornen und zu führen. Kinzenbach. Herr Georg Bepler von hier hat auf der Weglarer Tierschau für ausgestellte Rinder den Hörnsheim angegeben worden. 6. Preis erhalten. In unserem Bericht war irrtümlich a. Wezlar, 15. Juli. Die neue Bürgerliste der Stadt Weglar ist fertiggestellt. Die gesamten wahl fähigen Bürger werden nach der gezahlten Steuer in drei Klassen eingeteilt, von denen jede 48 570,52 Mart aufzubringen hat. In diesem Jahre zählen alle drei Klassen bedeutend mehr Zahler als im Vorjahre. Die erste Klasse 21( 14), die zweite 115( 67), die dritte 798( 453) Zahler.( Die in Klammern gesezten Zahlen beziehen sich auf das Vorjahr.) Die höchste Gesamtsteuerleiſtung in der ersten Wahlabteilung beträgt 14 706,96 Mt. Wie„ beträchtlich" der Unterschied ist, der zwischen der ersten und zweiten Klasse besteht, ersieht man daraus, daß der niedrigste Zahler erster Klasse 840,72 Mt., der höchste Zahler zweiter Klasse 840,71 Mr., also einen ganzen Reichspfennig weniger zahlt. fort als unsicherer Heerespflichtiger in die 2. Kompagnie des hiesigen Infanterie- Regiments No. 117 eingestellt. Homburg v. d. H., 15. Juli. Dem Vorsitzenden des Taunusklubs wurde mitgeteilt, es sei nicht ausgeschlossen, daß Kaiser Wilhelm der Einweihung des Feldbergturms beiwohnen werde, wenn dieselbe in die Zeit vom 17. bis 24. August verlegt wird. f. Mombach, 15. Juli. Eine Bürgerversammlung beschloß eine Eingabe an den Ortsvorstand, worin dieser aufgefordert wird, mit der Bürgermeisterei Mainz behufs Eingemeindung von Momba ch sofort in Verbindung zu treten. m. Bingen, 14. Juli. In dem Kellerloch des Hauses des Steuermanns Becker in der Leitergasse fand man gestern nachmittag einen jungen Handwerksburschen derart eingeda ihm der Schaum vor den Mund getreten war und er zwängt, daß er weder vor- noch rückwärts konnte. Er wurde, so den Eindruck eines Epileptikers machte ins Hospital gebracht, wo sich herausstellte, daß er sinnlos betrunken war. In der Nacht auf Sonntag war er in den Keller durchs Kellerloch eingedrungen und hatte die dort vorhandenen Nahrungsmittel und mehrere Flaschen Wein zu sich geDie Quantität des Genossenen war jedoch zu nommen. so gra, ſo daß er auf dem Wege, wo er hereingekommen war, nicht mehr hinaus konnte und entdeckt wurde. ** Aus Hessen, 15. Juli. Einem 49jährigen Landwirt in Nieder Liebersbach gingen seine beiden Kühe mit dem Wagen durch. Der Wagen ging über den Landwirt sowohl wie über seine Frau weg. Die Frau erlitt einen Schenkelbruch, der Mann innere Verlegungen, an denen er starb. P.-A. Die nationale und soziale Bedeutung der deutschen Turnerschaft. Der Mittelrheinkreis der deutschen Turnerschaft, zu dem auch unser hessischer Gau, der sich von Friedberg bis Marburg und von Wetzlar bis Lauterbach erstreckt, gehört, steht gegenwärtig im Zeichen des Turnfestes, welches in den Mauern von Worms gefeiert wird. Da geziemt es sich wohl, die Ziele und Bedeutung der deutschen Turnfache etwas näher zu beleuchten, zumal man, selbst in gebildeten Kreisen, die oftmals unbegründetsten Ansichten hören kann. m. Wetzlar, 15. Juli. Für die Provinzialtierschau Leibesübungen wurden in allen Zeiten und bei allen in Düsseldorf sind für die Vogelsberger Tierzüchter Völkern betrieben. Auch unsere Vorfahren, die alten Deutnicht weniger als ziemlich 3000 Mt. an Preisen ausgeschen, betrieben mit großer Leidenschaftlichkeit ihre Leibessetzt. Auch der Prinz Friedrich von Solms- Braunfels übungen, bestehend in Laufen und Springen, Fechten und reie Höhe von 200 geftiftet. Ringen, Reiten und Schwimmen. Dieselben standen bis hl bei dem Volte aus dem Adel in alice dreißigjährige Krieg Bolt in als unerläßlichen Bestandteil unserer deutschen Jugender ziehung erklärte, und das Verbot der Turnvereine aufgehoben wurde. Ueberall wurden neue Turnvereine gegründet, an deren Spize hochbegeisterte und vaterländisch gesinnte Männer standen. Oligi Doch abermals drohte denselben der Untergang, als den hochgehenden politischen Wogen von 1848-49, denen ein großer Teil nicht entrinnen n konnte, die tiefe Reaktion der 50er Jahre folgte. Doch als die Ende der 50er Jahre im ganzen deutschen Vaterland veranstalteten Schillerfeiern das deutsche Volk aus seiner Letargie gerissen, da erwachten naturgemäß die Turnbereine zu neuem Leben. Allerorten wurden neue Vereine ins Leben gerufen, dieselben in Gaue und Kreise eingeteilt, und so die Grundlage zu gedeihlicher Arbeit geschaffen. Ihre Einbürgerung im Volfsleben und thre fich über ganz Deutschland erstreckende Organisation wurde so recht eigentlich der Vorläufer der großen nationalen Bewegung, die endlich 1871 durch das frische Eingreifen von Preußens König und durch die eiserne Thatkraft seines energischen Kanzlers Bismarck in der Gründung des deutschen Reiches, ein geeintes Vaterland und den Boden für eine kräftige Weiterentwicklung fand. euch Wenn auch die politische Lage 1866 den Ausschluß Defterreichs notwendig machte, so ist doch der 15. Kreis, Deutsch- Desterreich, dem Verband erhalten geblieben und hat so das Band, das uns mit Desterreich verknüpfte, serhalten. Das Jahr 1866 hatte der Turnsache einen großen Rückgang gebracht, indem die vielen Fest- und Maulturner verschwanden, und als nun plößlich der große Strieg 1870 die deutsche Jugend unter die Waffen rief, wurden viele Turnpläge leer. Bon 14 715 einberufenen Turnern standen 11060 im Felde und erhielten 5 und ein Drittel Prozent das eiserne Streuz, wohl ein ehrendes Zeugniß bewiesener Tüchtigkeit. Außerdem zogen 1010 Mann mit Tragbahre und Verbandszeug hinaus, die Leiden Ender Opfer des Krieges zu lindern. aja Die großen Erfolge der deutschen Waffen, die Gründung des deutschen Reiches, knüpften die auf nationalem Boden erwachsene Turnsache nur fester an das Vaterland, zu dem fie, hoch über dem Kampf der Parteien stehend, zu allen Zeiten stehen wird. Die Turnsache hatte von nun an auch allüberall in den Schulen ihren siegreichen Einzug gehalten. Die deutsche Turnerschaft, gegliedert in Gaue und Kreise, an deren Spize für die Sache begeisterte Männer stehen, schreitet bon da ab ruhig und stetig in ihrer Entwickelung vorwärts. Während 1870 dieselbe in den 15 Kreisen 1038 Vereine mit 74595 Turnern zählte, ist die Zahl der Vereine heute über 6000 mit nahezu 700 000 Mitgliedern. Dieser herrliche Aufschwung ist um so erfreulicher, als er aus eigener Kraft hervorgebracht wurde. Durch ihr treues Festhalten an dem 1868 aufgestellten Grundgesetz, durch eine mustergiltige vorzügliche Organisation hat sich die deutsche Turnerschaft zu einem geachteten Faktor der deutschen Volks- und Jugenderziehung aufgeschwungen. Erst in den legten 15 bis 20 Jahren haben auch umsichtige Fürsten und Staatsmänner die Bedeutung und Wirksamkeit der deutschen Turnsache anerkannt und unterstüßt, durch lleberlassung von Turnhallen, vermehrte Ausbildung von Turnlehrern und durch Teilnahme an den festlichen Veranstaltungen der Turnerschaft. Aber auch in sozialer Beziehung ist die Turnsache bon höchster Bedeutung. Ist doch der Turnplatz der Boden, auf dem sich ohne Unterschied der gesellschaft. lichen Stellung alle die Hände reichen, die idealen Ziele der Turnerei ihrer Verwirklichung immer näher zu bringen. Hier steht der Gelehrte neben dem Handwerker, der Kaufmann neben dem Arbeiter, sie alle fühlen sich gedrungen, gemeinsam dem idealen Ziele zuzustreben. Hier lernt der gewöhnliche Arbeiter die Notwendigkeit und Berechtigung des Gelehrtenstandes fennen, während andererseits auch dieser die Tüchtig feit des Handwerkers und Arbeiter der Turnplag der Ort Unterschiede gedrückt werden von dem nach Glanz strebenden Sport. Doch nur furze Zeit währte dieser Wahn; der gesunde Sinn unseres Volkes ist doch wieder zur Einfachheit zurückgekehrt. Der einfache Eichenkranz des Stegers im Wettkampf hat doch wieder den Sieg über die glänzende Medaile und den prunkenden Becher davon getragen. Möge aber auch das Fest dazu beitragen, der Turnsache neue Freunde zu erringen und die Vorurteile zu beseitigen, welche noch hie und da vorhanden sind. Vermischtes. * Berlin, 14. Juli. Der ehemals populärste Kapellmeister Benjamin Bilse ist gestern in seiner Vaterstadt Liegnig nach längerem Krankenlager verschieden. * Hannover. Oberpräsident a. D. Rudolph von Bennigsen hat wiederum einen schweren Verlust erlitten. Seine Frau, Anna v. Bennigsen, ist im Alter von 69 Jahren infolge eines Herzschlages gestorben. * Hostenit, 14. Juli. Im hiesigen Stohlenbergwerk wurde durch herabstürzende Kohlenmaßen ein Bergmann getödtet und mehrere verlegt. * Köln, 13. Juli. Internationales Radrennen. Beim 10 Kilom.- Rennen wurde RoblMünchen Sieger, Linton- London blieb 22 Runden zurück. Auch beim Einstundenrennen mit Motorschrittmachern schlug Robl seinen englischen Konkurrenten. Robl erhielt den 1. Preis von 2500 Mt.: er durchfuhr in einer Stunde 58,370 Kilometer, Linton 55,900 Kilometer, welcher den 2. Preis von 1500 Mt. erhielt. * Neustadt a. d. H., 15. Juli. Zum Ort des mittelrheinisch- badisch- pfälzischen Verbandsschießens für 1904 wurde Bingen gewählt. * Ein strebsamer Lehrer. Der aus Neufahlen gebürtige Lehrer Otto Mazz, der von 1893-95 das Landesseminar in Neukloster besuchte und bis 1899 in Stavenhagen an der Privatknabenschule als Lehrer wirkte, ist von der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig auf Grund der Arbeit über krystallinische Leitgeschiebe aus dem mecklenburgischen Diluvium und nach einer mit Nr. 1 bestandenen mündlichen Prüfung zum Dr. phil. promovirt worden. Matz ist gegenwärtig Studirender und will demnächst die pädagogische Staatsprüfung zur Erlangung der Lehrbefähigung in der Mathematik und in den Naturwissenschaften ablegen. * Ein immer nüchterner Trinker. Eine der schwierigsten und anstrengendsten Beschäftigungen ist die eines Weinreisenden. Das Geschäftsinteresse bringt es mit sich, daß er bei seiner Kundschaft recht viel verzehre, auch wenn er nicht die geringste Lust dazu hat, oder wenn es ihm nicht einmal gut bekommt. Diesen llebelſtänden hat nun ein Wohlthäter der Menschheit abgeholfen, indem er den„ Saug stock für Weinreisende" erfand, der„ alle Flüssigkeiten auf unmerkliche Weise erfand, der alle Flüssigkeiten auf unmerkliche Weise durch eine selbstthätige Pumpvorrichtung verschwinden läßt". Zugleich ist er ein„ eleganter Spazierstock", der außerdem das nicht zu unterschäßende Gute hat, wenn er auch voll ist, doch niemals voll" zu sein. Er schwankt nicht, redet feinen Blödsinn und beträgt sich überhaupt stets musterhaft, oder, wie man heutzutage als gebildeter Mann sagen muß, tadellos". Dafür ist ihm auch die Eigenschaft eines deutschen Reichs- GesetzMusters unter 70679 zuerkannt worden. nächsten Ausstellung, welche die Alkoholgegner veranstalten, wird er einen Ehrenplag erhalten und einen Bettel tragen mit der Aufschrift:" Ein Säugling fein Säufling!" Bei der * Bei einem Wetterschießen in Steiermart ereignete sich ein schwerer Unfall. Ein Unwetter war über den Ort Weiz( Steiermart) aufgezogen, und man versuchte, durch Schüsse aus Wetterkanonen den Niederson | | handen ist, wird mit Generaldirektionsentschließung diese Postagentur am 31. Juli I. J. aufgehoben. * Eine äußerst drollige Geschichte vom Ererzierplas macht in Berlin die Runde. Der Herr Unteroffizier hatte einen Einjährigen wiederholt vergeblich ermahnt, seine Gehwerkzeuge vorschriftsmäßig zusammenzuschließen. Der Einjährige hatte zwar nicht eigentlich-Beine, aber entschieden Anlage dazu. So viel er sich auch Mühe gab, ferzengerade dazustehen, es blieb zwischen den Knieen immer ein kleiner leerer Zwischenranm. der dem scharfen Auge des Unteroffiziers nicht entging. Ich will Ihnen was sagen, Einjähriger, bemerkte er endlich, indem er ein Markstück aus der Tasche zog nnd es dem Einjährigen zwischen die Knie drückte, die er mit Gewalt zusammenpreßte. Ich gehe nun fort und komme in fünf Minuten wieder. Wehe Ihnen, wenn Sie dann das Geldstück nicht mehr zwischen den Knieen haben!" Der unglückselige Ginjährige merkte bald, daß er es in dieser Stellung nicht eine Minute aushalten würde. Was thun? Er überlegte rasch), wie er dem drohenden Ungewitter entgehen könnte, und verfiel dabei auf einen ebenso originellen wie glücklichen Gedanken: Er hob das Markstück, das zu Boden gefallen war, nach Ablauf der Frist von fünf Minuten in einem unbewachten Augenblick rasch auf, steckte es ein und klemmte sich dafür ein Zweimarkstück zwischen die Kniee.„ Na, Einjähriger", rief der Unteroffizier bald nach seiner Rückkehr,„ haben Sie das Geldstück noch zwischen den Knieen? Will doch gleich' mal nachseh n!" Auf einmal verklärte sich sein Gesicht. er hatte statt des Markstücks das Zweimarkstück vorgefunden. Schmunzelnd bemerkte er mit freundlichem Augenzwinkern:„ Na seh'n Sie Einjähriger, das haben Steja ganz hübsch breit gedrückt. * Mit dem Automobil auf den Turm. Den runden Turm in Kopenhagen besteigen wohl fast alle Vergnügungsreisenden, die die dänische Hauptstadt besuchen, da man von dessen Plattform aus eine prächtige Aussicht über die ganze Rhede von Kopenhagen und den Sund hat. Dieser Turm hat keine Treppen, sondern es zieht sich an der Außenseite des Turmes ein in schneckenförmigen Windungen ansteigender 12 Fuß breiter Gang empor, während nur zu der obersten Plattform eine 25 Fuß hohe Treppe führt. Soweit man weiß, hat seit dem Jahre 1716, wo Bar Peter der Große mit einem von vier Pferden gezogenen Wagen hinauf fuhr, fein anderer Wagen eine solche Fahrt unternommen. Am vorigen Sonntag früh hatte nun aber der Wertmeister und Vertreter ciner Kraftwagenfabrik in Baden in Begleitung eines Mitarbeiters der„ Illustr. Tid" eine Fahrt mit dem Kraftwagen bis zur Treppe im Turm( 90 Fuß hoch) unternommen. Die Auffahrt dauerte nur eine Winute und sie sowohl, wie die Rückfahrt verliefen vollständig glücklich. * Alles Ueberteiben ist schädlich. Aus St. Moriß- Engadin wird geschrieben: Ein trauriger Rug bewegte sich heute Nacht durch unser stilles Dorf: die Leiche eines Münchener Herrn, der vor acht Tagen seine Vaterstadt mit zwei Freunden frohgemuth verlassen hat, um zu Fuß in - von den Kameraden das Oberengadin zu wundern, wurde des allzu früh Verstorbenen begleitet zu Thal geschafft. Herr Kentier Einstein, der erst 40 Jahre alt war, starb 24 Stunden nach seiner Ankunft nach fünftägigen, heißen Märschen über die Berge, an Erschöpfung. - Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten sollten dadurch mit unsere Zeitung in engere Verbindung treten, daß sie interessante Vorfälle, Mißstände aller Art, kurz alles für einen größeren Kreis Wissenswerte der Redaktion mitteilen. Wahrheitsgemäße Korrespondenzen über interessante Vorfälle werden honoriert, Mißstände werden durch öffentliche Besprechung zur Kenntnis der berufenen Stellen gebracht und so how Nr Abonnem in's Haus Gratisbe Oberheff Gartenb Das fü In Jahresa nungsja fchluß b fich dan 51 Mil Februar find nu Diefe er fall gege weniger, peifungen Schlag um auch dami zurüd. Auf fich aus für April nahmen Ernte no werden, treideern wie man Schußbed während Getreides Heeres e borigen J Wenn aud geeignet die dem Brüffeler den Bet ihrem G Sie ange den Bör Einnahm über bien ung gege Standen Arifis i ein Auf fondere Den Ha Der Poft Da jahres Beratung 80 i einbegriff dem zwe 20 bis 30 werden du nahmequel Reichsicha mal die prüfen w 0 Belegenhe für Sie lid nich jungitu bestätigt werden dem D sollten. tommand Betichili Befandti Bataillone nad Aiau in Oftafter berblieben wade als Eine Lage ift dazu in follen im zu beftreit Mart erb 1920 ber werden d nicht au Linbigti